ce , , ,
ruck und ihre Bewegungen ließen einen ihrerseits beabsichtig⸗ ten Angriff gewaͤrtigen. — Diesem zuvorzukommen, ruͤckte Ge⸗ neral von Rukavina am 17. d. M. um 16 Uhr Vormittags in drei Angriffs-Kolonnen gegen Groß-Kladuß. Die Bognier, welche unter Anfuͤhrung des Capitains Bessierevich in star— ker Anzahl die wichtigsten Punkte besetzt hatten, fochten tapfer, wurden aber durch den muthigen ,. unserer Truppen zu⸗ ruͤckgeschlagen und warfen sich hierauf in ihre nach Art oͤer Vertheidigungs - Chartaken befestigten hölzernen Hauser. Aus denselben unterhielten sie auf unsere freigestellten Graͤnzer ein sehr lebhaftes Gewehrfeuer. Hierbei nun bewaͤhrte sich als ent⸗ scheidend die Wirkung der mitgenommenen Raketen, indem durch selbe mehr als 100 solcher Haͤuser in Brand gesteckt und mit einer großen Anzahl ihrer Vertheidiger vernichtet wurden. — Das zu gleicher Zeit mit Geschuͤtz angegriffene feste Schloß 2. wurde von der hierdurch geaͤngstigten Besatzung im Laufe des Gefechts verlassen, so wie auch allmaͤlig das Feld von den fluͤchtigen Bosniern geraͤumt. — Nachdem hiermit die beab— chtigte Zuͤchtigung der räuberischen Nachbarn vollfuͤhrt war, ist
bends desselben Tages der Ruͤckmarsch unserer Truppen in bester Ordnung angetreten und spaͤterhin die , , der Com⸗ pagnieen bewerkstelligt worden. — Von dem wäͤhrend dem Gefechte uns in die Hande gefallenen Hornvieh wurde die zur Entschädigung der am L2ten beraubten Gränzer noöͤ— thige gleiche Anzahl zuruͤckbehalten, der Ueberrest aber den be— treffenden Bosnischen Eigenthuͤmern wieder zuruͤckgestellt. — der Verlust, den die Tuͤrken an Mannschaft erlitten haben, kann noch nicht mit Bestimmtheit angegeben werden, muß jedoch sehr betrachtlich seyn; unsererseits belaͤuft er sich auf 10 Todte und 32 Verwundete. — Der General von Rukavina, unter dessen einsichtsvollen Leitung und Anfuͤhrung dieses Repressalien-Unter⸗ nehmen ausgefuͤhrt wurde, belobt mit lebhafter Anerkennung das tapfere gute Betragen der bei diesem Gefecht unter seinem Befehl ge⸗ standenen Graͤnztruppen, dann der zur Geschuͤtzbedeckung mitge⸗ wesenen Abtheilung vom Linien-Infanterie⸗Regimente Füͤrst Bentheim, ferner der Individuen der Artillerie, des Raketen— Corps und des Fuhrwesens; namentlich aber ruͤhmt solcher das Betragen des Herrn Obersten Koͤster, der Herren Kolonnen-Kom⸗ mandanten Oberst Lieutenant Poppovich, Major Bettiny und Kuncz, des , , Baron Joseph Jellachich, welche sammt⸗ lich einen heftigen Kampf zu bestehen hatten; ferner des Capi⸗ tain⸗Lieutenants Bossanacz und Regiments ⸗ Adjutanten Ober⸗Licu⸗ tenants Jellencsics und uͤberhaupt sammtlicher Herren Offiziere aller Abtheilungen der ausgeruͤckten Truppen.“
J y lgns.
Berlin, 4. Nov. Man schreibt aus Duͤsseldorf unterm Isten d, M.: „Am 29. und 36. Oktober wurde hier die erste General⸗Versammlung der Actionaire der Duͤsseldors⸗Elberfelder Eisenbahn abgehalten. Es waren dabei von den 456 Actionai⸗ ren 169 persönlich anwesend, welche uberhaupt, theils eigene, theils auswaͤrts gezeichnete Actien, 6546 an der Zahl, jede zu 100 Rthlr., repräsentirten. Die Versammlung wuͤrde durch den
1258
Regierungs⸗Praͤsidenten Grafen zu Stolberg⸗ Wernigerode er⸗ offnet. Hierauf sollte zur Wahl eines Vorsitzenden, zum Zwecke der Verhandlungen des Tages geschritten werden. Die fammt—⸗ lichen Actionaire druͤckten jedoch einstimmig den Wunsch aus, daß es dem Herrn Grafen zu Siollberg gefallen möoͤge, den Vorsitz zu uber⸗ nehmen, welcher Wunsch willfaͤhrig aufgenommen wurde. Die seithe⸗ rigen provisorischen Eisenbahn⸗ Comit ' s erstatteten nun Bericht uͤber ihre Wirksamkeit, und uͤber den Standpunkt des projektirten Unterneh⸗ mens. Namens des Comits von Elberfeld geschah dieses durch den dortigen Landgerichts, Praͤsidenten Hoffmann, und im Namen des Duͤsseldorfer Comités durch den hiesigen ber ⸗Buͤrgermeister von Fuchsius. Letzterer gab zugleich Nachricht von dem Resultate der seitherigen Vorarbeiten. Nach mehreren Eroͤrterungen uͤber die technischen und merkantilischen Beziehungen des Unterneh⸗ mens kam, durch einzelne Actionaire veranlaßt, die Frage zur Diskussion, ob es uͤberhaupt schon an der Zeit sey, in der heüti⸗ gen Versammlung eine Gesellschaft fuͤr das Unternehmen des Eisenbahn- Baues zu bilden, und ein Statut anzunehmen. Nachdem sich die Anwesenden zur Bejahung dieser Frage vereinigt, die endliche Bestimmung uͤber die Zeit und die Art des Baues aber einer nachfolgenden General⸗Versammlung unter Vorlage der genauen Kosten⸗-ÄAnschlaͤge und Berechnungen vorbe⸗ halten, erfolgte die Diskussion des Entwurfs des Statuts. Am 30. Okt. wurde sodann, in Gemaͤßheit dieses letzteren, nach welchem ein Verwaltungs-Rath von 15 Mitgliedern (10 in Duͤsseldorf und seinen Umgebungen, und 5. in Elberfeld und sei— nen Umgebungen) und eben so viele Stellvertreter, auch 4 Eh⸗ ren⸗Mitglleder erwaͤhlt werden sollen, diese Wahl vorgenommen, und am Schlusse des Wahl⸗Geschaͤfts noch die dankbare Aner⸗ kennung der vielfachen Bemuͤhungen der nun aufaeloͤsten beiden Provinzial⸗Comité's um die Sache des Eisenbahn⸗Unternehmens, von der General, Versammlung ausgesprochen und dem gefuͤhr— ten Protokoll inserirt. Insbesondere wurde dem Regierungs— Praäͤsidenten Grafen zu Stolberg fuͤr seine seitherige ebenso uün⸗ ermuͤdet thätige als weise Leitung der Eisenbahn-Angelegenheit, wodurch der jetzige guͤnstige Standpunkt der Sache herveigesuͤhrt worden ist, der lauteste Dank dargebracht, und dieses in die heu⸗ tige Verhandlung aufgenommen.“
Meteorologische Beobachtung. Morgens Nachmittags Abends Nach einmaligen
1835. 6 Uhr. 2 Uhr 10 uhr. Beobachtung.
3. November. Quellwarme 7.39 R. Flußwärme 500 R. Bodenwärme 54 0 R. Ausdünstung C, 048 Rh. Niederschlag O. Nachtkälte — 279 R. 78 61.
z39, 66 Par. 339 89 Par. 339,7 Par. 3,00 R. Oo 0 R. — 170 R. — 200 R.
Luftdruck... Luftwärme ?. — 2.0 0 R. Thaupunkt .. — A3 0 R. Dunstsättihung 82 oët. 67 pCt. SA pCt. halbheiter. trübe. heiter. NNO. N. NN. Wolkenzug .. — N. — Tagesmitte!: 339 67“ Mar. .. 030 R.. . — 280 V. ..
A uU wari ige nr e u-. Amsterdam, 30. Oktober. Niederl, wirkl. Schuld 88/9. SM do. 109179. Ausg. Schuld
18 IM , Amort. oB 6a. 3 ½́so 9 79 /. Rn 97/2. GQesterr. 99 ig. Preuss. Prüm. - Scheine ion l/. d0. A] Anl. — 5 ½ Span. 281 ½. do. 30, 171. Antwerpen, 29. Oktober. 5M o Span. 28). LZinsl. —. Cortes 27765. Neuss Anl. All,. London, 30. Oktober.
Cons. 3½ 913538. Belg. ios. Span. Cortes A3 1. Obl. 1831 421,½. Zinas]. 10164. Ausg. Seh. 185. 2160 Holl. SS,. ðn do. 100. S Yυ hort. S7. do. 30M 57. Engl. Russ. 108163. Br Sa s J. Columb. 1. Mex. 3614.
Madrid, 22. Oktober.
50½ pr. Compt. A7. Nichtconsolidirte Vales 20! . London 3735. Faris 16 3. , Paris, 29. Oktober.
5 oO Rente 108. S0. 3 G do. SI. 68. 8d GC Neap. 99. 35. I Span. 33. 3 , 2973. Ausg. Schuld 141,½ü. Cortes 31. Ne Anl. A3 1/9. 3 Gο Hort. —.
St, Petersburg, 27. Oktober.
Lond. 1017632. Amsterdam — . Himburg 9i7Znz. Paris 110!
Silber-Kub. 38813. 30½ Silber-Inser. Ser. III. —. Wien, 30. Oktober.
So, Met. 1017/J. AM 9915½ù. 2½ G9 —.
Actieun 1378513. Neue Aul. S822.
— . Kann - Bill. 2111,
Zinsl. 101
19½ —. Ban
Friedrich ⸗Wilhelms⸗ Universitaͤt vor schrifismaͤßig
Allgemeine
e 308.
? — ö — —— — —————————
Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.
Richter hie siger zu pruͤfenden
—
Die von dem unterzeichneten Rektor und
Gesuche der , , um Stundung und resp. Erlaß der Honora z ; die Vorlesungen . ö ö . müͤssen nicht nur durch genügende Maturitäͤts-Zeugnisse (3cuq— niß der Reife bei den Inländern) und resp. durch 0 n Aß, gangs ⸗Zeugnisse von den fruͤher besuchten lniversitaͤten, sondern
nsbesondere auch durch Zeugnisse der Beduͤrftigkeit gehöͤrt3 be⸗
Redaeteur Cotte l.
Gedruckt bei A. W. Hayn.
/
— — Allgemeiner Anzeiger fuͤr die Preu
in diesem Woblloblichen Nlederge⸗ richte anzumelden und gehdrig zu justifiei en Pr o c 1 a Diesem Penta ist gerichtsscitig alles Inhalts defe⸗ Einem Wobllbblichen Nicdergerichte baben Srs. rirt und der 23. Febkuar i836 Fre Jermins unich en Gustav Jencquel und Ernst Alvers durch ibren . anberaumt worden; welches hiermit be kannt gemacht wird. ö Hamburg, den 10 October 1838.
Bekanntmachungen.
m a.
wald geziemend angezeigt, daß im Jahre 1792 das hiesige Handlungshaus Grasmeyer und Marschner
perpeiui silentii
sich genbthigt gesehen habe, seine In solvenz zu erklaͤ—⸗ ren Im Jahre 1810 sei den Creditoren eine Divi. dende von 19 pCt ausgetheilt und darauf eine Ad— ministra ion der Masse beliebt worden Vor einiger Zeit seien sie — die Imploranten — an die Stelle
beit vertheilen zu konnen, sei ein vorgaͤngiges Pro— elam unerläßlich, theils um die Inhaber, sowohl der
unbekannten fur Rechnung Dritter gezogenen, von Grasmeyer und Marschner acceytirten WHechsel aus⸗
Anspruͤche zu haben vermeinen sollten; theils aber,
Ecven nicht aufzustnden waͤcen.
clams des Inhalts:
und Marschner acceptirten und indossirten, nament⸗ Zieses
lich aber folgender in den Buͤchern specifieirten tags fit en, Rittersitze der Rh inpcovinz eingetra— en ist, hesteht: ; 1) Aus dem herrschaftlichen Schlosse mit zwei 1752, groß resp Beo. Thlr. 600 und 356; lugel⸗Gebaͤuden, und einem ränden Thurm m Innern, Keller, S2urerrains. große Treppe, große Saͤle, die Schloßkapellé, Kuͤchen, Zimmer, Kabinette, daruber große Speicher mit Schiefern bedeckt Um diese Gebäude, in Mauerwerk eingeschlossene
Tratten, naͤnilich: . 1) zwei Tratten von H. J. Meyer vom 1. Mai
zwei Tratten von demselben vom Aten ejusdem, groß resp. Beo ⸗Thlr. Z00 und A0; 3) Tratte von H. Broberg vom 6. Marz 1792, groß Beo. Thlr. 1800; *) drei Tratten von T. C Winckler, naͤmlich: vom
*
Deffentlicher Verkauf des Schlosses und Rittergutes Kaltofen bei Aachen.“
; Das Publikum wird biermit benachrichtigt, daß
der inzwischen verstordenen Administratoren wieder in Gemäßbeit eines gehdrig norifieicten, von dem vorne
erwählt worden. Um nun diese Masse gaͤnzlich been⸗ Königl chen Landgerichte zu Aachen, Großherjogthum
digen und die noch vorhandenen Gelder mit Sicher⸗Riederhein, am 21. August 1835 erlasfenen Urtheils in der Schreibstube des in der Stadt Aachen woh—
der nenden Notars, Franz Anton Daniels, zum peaͤpara bekannten, unten speeifieirten, als auch der etwaigen l torischem Verkaufe
am Mittwoch, den 25sten November und zum desinitiven Verkaufe
zumitteln, falls dieselben aus diesen Accepten noch am Mittwoch, den 9Hten Dezember achtzehn⸗ hundert fünfunddreißig, . .
weil die unten aufgefuͤbrten Creditogen oder deren jedesmal um 10 uhr Mocgens, des Patrimonial—
Demnach baͤten Gut, Kalkofen genannt, in der Gemeinde und dem
Imploranten um Erkennung eines oͤffentlichen Pro⸗ Stadtkreis Aachen, eine v ertel Meile von der Stadt
und in der Naͤhe der nach Koln fuͤhrenden Land.
daß ldis Inhaber aller und jeder von Grameyer sicaße gelegen, geschritten werden soll. . Hut, welches in die Matrikel der land— der Ilagelsehnäden-Versi-
Fabricius.
gegen wärlige Fonds
cherungs Gesellschaft. der Il olriliar z rand- Versi-
Veslibale IIugelsmhaden · Vergiti- lig ngen
Mol. sur- Brand- Vergũ-
9. Marz 1792 8 Beo Thle. 60, vom 13ten Wassergraͤben — In Mitte dieser Graͤben die Brücke, fiele einen Beitrag
ej nsdem, groß 1792, groß Beo⸗Thlr. 150;
Thlr. M60;
Belaafe von Beo.Mark 30,600; (ads Datum der Tratten sub Na. 3 und 6 ist aus den Buͤchern nicht zu ersehen) II. Daß folgende Creditoren, naͤmlich: Westerberg & Camp. daselbst; 3) H J Meyer Speicher daselbst; 3) Medling und Gummer daselost; 8) T. C. Win cler daselbst; F. W. Frantz in Liebau;: 7.1 Henry Greig in Gothenburg; 8) F. E Kahl. * Comp. in Bremen; 9) J F J. Hübner in Stettin; 10) Rothlaͤnder und Boyd in Danzig; 11) Ugonin in Belfort; 12) B. und J Barck in Uddewalla; 13) Mich. Theod. Völckers; 15 5 M. Hasse Sohne; 155 H. Mohrmann; 16) Hahmann und Behn; 17) Lange und Spiegelberg; 18) Claes Friedrich Hagel Erden; 19 Johänn Herrmann Wunder lich; 25) Nordthof und Sobn; 21575. B. Martens; 22 Brandons Gebruͤder; oder erentnaliier derselben Erben oder rechtmäßige Vertreter schuldig sein sollen, — und zwar Auswaͤr⸗ nige durch gebbrig zu legitimirende hiestge Bevoll⸗ mächtigte, — ihre an die Fallitmasse von Grasmeyer und Marschner habenden Anspruͤche, in termin unice iperemtorie praefigendo, sub poena praecsusj el
Stall.
es Thle 360, und vom 5 April mit dem Auffahrtthor, unter einem Thurme, von drei Stockwerken, mit des Laterne und der Schloß⸗— 8) Tratte von W von Asten und Sohn, groß Beo- uhr. — Vor dem Schlosse: der mit haustenernen . Pfeilern und eiseenem Gitterwerk mit zwei kleinen 6) Tratte von J. Clason jr. in Stockholm zum Häuschen eingeschlossenen Hof. 2) Aus den Wohnungs-Gebgͤuden des Pachters von zwei Stock werken, mit Schlefern gedeckt. Im Innern: Keller und Souterrains laͤngs dem t Schloßgarten, Flur und Treppe, Kuͤche, Zi nmer, 1 B. J Ackermann in Stockholm; 2) A. F. gewölbte Brauerei, und uͤber das Ganze geraͤumige
3) Aus dem Pferde, großen Kuh- und Schaaf⸗ staͤllen.
) Aus der großen Scheune, dem Woh nungs Ge⸗ baͤude des Paͤchters gegen aber, aus zwei Remi⸗
der Scheune. 83) Aus der Gaͤrtners-Wohnung von zwei Stock— werken mit einem Thurme und einem kleinen
6) Aus dem Orangerie-Gebaͤude worin ein gro⸗ den. ßer Saal und drei andere Räume mit einem Schoppen und einem Stalle fuͤr das Federvieh.
7) Aus den 3 Sp ingbrunnen im Schloßgarten und 1 Roͤhrbrunnen im Schloßhofe mit ihrer Wasserleitung
8) Aus 214 Morgen 90 Ruthen altes Aachener Landmaaß (der Morgen zu 130 Rnuthen, die Ruthe zu 16 181 Ruthen 16 Fuß Preußtsch Maaß (den
Mitgliedern mit Ziversialit.
uß gerechnet), der 233 Morgen
Morgen zu 180 Ruthen die Rutbe zu 12 Fuß Rbeinisch gerechnet), an . ö. 33 finn nn eln, ig e hbkrn e räͤhfn-s är, und. wie dasselbe in den mannichfachen Kraut ar e , m nn, ,, m n,. zustaͤnden als das sicherste und wohlfeilste Heilm Das Ganze durch die vereideten Experten werth⸗ geschaͤtzt zu der Summe von Zweiundfunfzig Tan send sechshundert einen Thaler einundzwanzig Sil⸗ bergroschen Pr. Crt, 32,601 Thlr. 21 sgr. Pr Ert. Das besagte Gut gehört den Erben und Repraͤnsetanten der oder Angabe erprobter Mittel gegen diesen gf in Aachen verstorbenen Eheleute, Herrn Chrislian Ein Buch fuͤr alle Dicjenigen, welche an in Friedrich Claus und Frau Johanneite Maria, ge- Uebel leiden.
Das Hedingungen⸗Heft fuͤr den im Lie'tations⸗ Wege abzuhaltenden Verkauf, ist dem obengenannten und unterzeichneten Notar hinterlegt.
Agachen, den 12. Oktober 1835.
gez. F. A. Dan tels, Königlicher Notar.
NB. Plaͤne von dem vorgenannten Gute liegen bei dem Banguiee Herrn Möritz Bielfeld in Berlin, Breitestraße Nr. 9, zur Einsicht offen.
Bek a2nnt machung. Den geehrten Mitgliedern hiesiger Versicherungs— Vereine maclten wir hierdurch bekannt, dals der
8 Aill. 108 050 Thlr.
cherungs- szesellschalst , 29 Mill. A2 700 Thlr. cepten helrägt, und dals für das ahgelunlene Semester an gen Recepten.
16891 Thlr. I Sgr. 3 p.,
gun gen .. 25,852 Thlr. 7 ö pf. Zeahklt werden müssen, zu welchem Zweck wir nen! ; f̃ z der sich uͤber diese schauderbafte Todesart untern
von 3 szr. Ap. bro Cent zur Ilagelkasse, und von 8 sSr. Op. pro Cent zur Fenerkusse auszuschrreihen beschlossen hben. ste Einzaihlunz desselben erwarten wir von deu res. .
. den 3ten . 1835. Mahi Die llaupt-Direklion der Hagelschaden und Mobiliar-=
,, zu Sehvwvellt. platz Nr. 1, so wie in den übrigen Buchhan v. Kieben. Saenter. Meyer. v. Köller.
. lIuhaber von Cerltisikaten , n,. eihe bei Ilope & Comp., 3 te Serie, welche qr alle die am nr. ö d. J. falliß werdenden Linsen in ,, worin die Bahn des gell Berlin zu erheben wünschen, werden hiermit aul- gelor(lert, die hetrelfenden Coupons bis spätestent sen und dem herrschaftlichen Pferdestall neben sen 28316 . II. bes den Unterzeicinieten vorzu- zeigen und mit dem ersardearlichen Vermerk verse- hen zu Jassen. — Der Einli6sungs- Termin der zul ider schnelle Äbsatz der ersten Auflage feyn, der die- Weise augemeliltien Caupans wiril s.“? durch die össentlshen Blättir hekannt gem-qachit wer machte. Berlin, am 1. November 1835
Anhal! unl Wagener.
Brüderslrulse NV. 5.
Literarische Anzeigen. Medizinischle Schriften fuͤr Nichtärzte. In allen Buchhandlungen sind zu haben, in Ber—
lin bei E. S. Mittler (Stechbahn Nr. 3):
ßischen Staaten. .
Die heilsamen Wirkungen des kalten Wassers,
anzuwenden ist. Eine nuͤtzliche Schrift fuͤr mann. Von r. A Schulze. Svo. geh. Preis 10 sgr.
Der übelriechende Athem,
Tau⸗
Nach eigenen untersuchungen Beobachtungen. Von e Fr. Richter. 8 Preis 19 sgr. H Die Heilung der Flechten, oder die neuesten und bewaͤhrtesten Heilmittel Kurmethoden gegen diesen laͤstigen Ausschlag. Buch zur Belebrung und Selbsthuͤlfe von ein prakt Arjt So. Preis 121 sar Rathgeber fuͤr alle Diejenigen, welche an Magenschwaͤche beschwerlicher Verdauung, so wie an den daran springenden Uebeln, als Mag endruͤcken, Magenltu Verstopfung des Leibes, Schlaflosig keit, Kopfschm leiden. Eine Schrift fuͤr Nichtaͤrjte von hr. Richter. 2 Aufl. Syg. Peeis 18 sgr Sichere Huͤlfe fur alle Biejen igen, welche an Unterleibsbesch werd und schlechter Verdauung leiden Nebst den n Von einem prakt. Arzte. 2te Seo. Preis 114 sgr Ueber das, vorzugsweise dürch un miͤss Genuß spiritudser Getraͤnke entst andi;
schreckliche Selbstverbrenne des menschlichen Körpers Fuͤr Aerzte und J
will, vorzuͤglich aber Liebhabern geistiger Gen zur Warnung. Von Corn van Brugham.
Die pünktlich- Geh. Preis lo sgr.
Bei Riegel u. Wießner in Nurnberg schlenen und in Berlin bei G. Gropius, Cf
gen zu haben: - Ueber die Kometen,
besonders den im Laufe dieses Jahres erschesh chen von Dr. L. Wöck el.
Kometen nach Damaiscau'z und Pontecoulantz sier Benimmung angeg ben. zie verz. Aull
*I sgr. Die beste Empfehlung für das Schriftchen
zi nach wen igen Wochen cinen neuen gobruch
—
Liebhaber der Italignischen Sprach Litera tur erbalien in auen Buchhannt gratis; Catzlogg di lihlji Italiani venilihili, G. Fincke. Ein Verzeichniß, das gegen do0 n volle Werke enthaͤlt.
— ——
. .
versprochen.
gene
ted, gehng dlese 8
n Anlehung dieser Beduͤrftigkeits-Ntte ste ist festae— setzt, daß sie bei Waisen nur von der betreffenden . schafts⸗ Behörde, und fuͤr Studirende, deren Aeltern noch am Leben sind, von dem Magistrate des Wohnorts oder von den Amts ⸗Vorgesetzten des Vaters ausgestellt wer den koͤnnen, und dab in diesen Zeugnissen folgende Punke ausdrücklich enthalten seyn muͤssen:
1) Angabe des Vor, und Zunamen und des Alters der Stu—⸗
ö s ,
. mt, Stand und Wohnort der Aeltern, und bei Wais—
3. , n, . . ö
ahl der etwanigen uͤbrigen versorgten oder un versor ten 9 . m, , daß keine vorhanden sep eh ? nrabe der Lehr-Anstalt, auf welcher der Bälcsteller' sei
h Vorbildung erhalten hat; ö
5) die von den Aeltern oder Vormuͤndern zu machende b stimmte Angabe der Unterstuͤtzung, eng dem 3, den jahrlich zugesichert worden, aus welcher Quelle sie auch
komme, und von welcher Art sie auch seyn moͤge;
6) die bestimmte Versicherung, daß die Aestern oder Vormuͤn⸗ der nach ihren, der attestirenden resp. Behoͤrde genau 6. kannten Vermogens-Verhaͤltnissen dem studirenden Sohne oder Muͤndel nicht mehr, als die unter Nr. 3) angegebene
; 66 . koͤnnen.
dem wir diese hehen Anordnungen hierdurch zur oͤffentli
, bringen, damit dieselben bei lune n der . ten Důrftig keis. Ʒeugnisse von den resp. Behörden in der vor— geschriebenen Art beiuͤcksichtigt werden, sind wir zu der Bemer⸗ kung verpflichtet, daß bei mangelhaften Aitesten die von uns vor⸗ schristsmaͤßig zu průͤfenden Gesuche um Stundung der Honorare fuͤr die Vorlesungen nicht bewilligt werden können. 8 e n, gr . 1835. ö er Reftor und der Richter hiesiger Friedrich ⸗ Wilhelms Univ z = = er sitaͤt. Busch. F. Krau se. . s
Zeitung s-Nachrichten.
Aus lan d.
F rankre ich. . ris, 30. Okt. Der Koͤnig begab sich gestern nach Ver⸗
Der Admiral von Rigny befindet sich bereits seit eini
m . 6 ö. ist indessen noch ä hl i ö ilon Barrot i .; i is ei
. st gestern Abend wieder in Paris ein⸗ ö. .. General Llauder befindet sich seit vergangenem Freitag
Der General, Lieutenant Achard ist statt des orb Generals Morand zum Commandeur der Mili i, ien K e, worden. H m heunigen Journal de Paris liest man: Die Re⸗ ann hat Nachrichten aus Madrid bis 6. , , 1 Central⸗ Junta von Andujar hat sich unterworfen. Die a, die sich nach ihren Befehlen verfammelt hatten, gehen ö. ragonien ab, um gegen die Karlisten zu fechten. Die 2 . Cad hat sich nicht aufgeloͤst, aber sie hat, durch esse an die Koͤnigin, der Regierung ihre Mitwirkung . Sie hat uͤberdies das an die Deputirten der Pro⸗ * , . Verbot, an der bdevorstehenden Versammlung der . . zu nehmen, aufgehoben. Man weiß noch nicht, . en Entschiuß die Junta von Granada gefaßt hat. In ö aga ist die bisherige Junta durch eine infurrection ele Be⸗ n aufgelbst und eine neue an deren Stelle gesetzt worden. 3 8. dieser Bewegung hat die National ⸗ Garde vier gesan⸗ n. arlisten ohne Urtheil und Recht erschossen. — Die „Ma⸗ in rl se hh n publiz rt mehrere Dekrete, die zum Zweck haben, . Ih. der Armee und der National⸗Garde anzuspornen. Durch 9 ieser Dekrete wird die Errichtung eines Invalidenhauses be⸗ ö 3 Ein anderes Dekret beauftragt die General Capitaine ä . diejenigen Provinzen anzudeuten, die, wegen der 9 . in denselben vorhandenen Aufruͤhrer, in Belagerungs⸗ ĩ. k erklarg werden müßten. Sie werden sogat ermachtigt 9 ringenden Fallen diese Maßregel eintreten zu lassen, ohne die efehle der Regierung abzumaräen. Es ist eine Kommission
saill
Lrnannt worden, um zu untersuchen, ob es unter den gegenwaͤr⸗
tigen Umstanden angemessen sey, di igkei ind v, die Unabhaͤngigkeit des ĩ lin ein hl s anzuerkennen. Unter n,. . 8 . sich die Herren Quadra, Alava und ongo Arguelles 9. . sich am, 21sten d. zum ersten Male versammelt. Die . sta egpañola „ein von den Freunden des jetzigen Ministeriums Ii. rr, Journal. enthaͤlt in ihrem Blatte vom 18. 5. folgen⸗ ö nen „,Wir wissen ganz bestimmt, daß das Dekret we⸗ ß sammen berufung des Cortes in Paris sowohl von dem um als von der Regierung fehr guͤnstig beurtheilt worden
e ist. Diese Thatsache, die wir verbuͤrgen koͤnnen, wird die Be⸗
sorgnisse zersireuen .̃ „welche einige gurgesinnte Spanier uͤber di Ec un Frankreichs in Bezug auf das von uns eingesch ag on
— Brigade⸗Commandeurs:
Pre l ßische Staats. Zeit
Berlin, Freitag den 6ten November
— — — — — — ———
*
politische System hegten.““ Die Legion des Obersten Schm ar ist wegen Mangels an Mannszucht r hellt und . der , den-Legion entwaffnet worden.“ Die Regierung hat es den Sol— daten freigestellt, entweder in diese Legion einzutreten oder PFach Frantreich zurückugehren.“ — Auch der Monteur enthalt Kin, sen Artikel, mit Ausnahme jedoch der beiden letzten Saͤtze in Betreff der Schwarzschen Legion. Daieber die erfolgte Entwaffnung der von dem Obersten Schwarz in Frankreich geworbenen Soͤldlinge berichtet das Scho del Comercio vom 17. Ottbr. folgendermaßen: „Nach Briefen aus Saragossa vom 1. sind die beiden Baiaillone Fran⸗ zösischer Freiwilliger, die in Ober- Aragonien eingerückt waren, entwaffnet worden. Diese Maßregel ist durch die Zuchtlosiakeit und das schlechte Betragen sener Truppen hervorgerufen worden; aus Achtung aber fuͤr das Kabinet der Tuileriesn, das auf den Grund des Quadrupel, Allianz - Trattats das Aniverben dieser . , hatte, hat man die Entwaffnung panische Truppen, sonder ie Fremden gion vornehmen lassen.“ 3 J er Moniteur enthält Folgendes: Die Boͤswilligkeit und der Parteigeist haben dem Herrn Menbizabal ein System und Absichten unterlegt, die niemals die seinigen gewesen sind. Wir lassen hier einen Auszu s einem Madrider Schreiben folgen, das uns die Dinge aus einem richtigeren Gesichts punkte aufzufassen scheint:; „„Dem neuen Ministerium ist es in weni— ger als sechs Wochen gelungen, fast alle die Provinzen, die sich unter dem Namen von Junten besondere Regierungen gegeben hatten, unter die Botmäßigkeit der Regierung der Koͤnigin zu— ruͤckzufuͤhren. Man wird vielleicht fagen, daß, wenn dieser Triumph auch kein Blut, er doch eine Menge Zugestaͤndnisse ge—⸗ kostet, und daß man der Opposition nichts ver weigert habe. Dles wuͤrde nicht ganz richtig seyn. Man verlangte konstituirende Cortes und die Aufloͤsung der jetzigen Kammern; statt des— en aber werden gerade diese Kammern jetzt zusammenberufen. Man wollte wenigstens, daß, wenn sie sich versammelten, es aus—
schließlich geschehe, um ein neues Wahl / Gesetz zu votiren, und
daß sie sich dann sofort wieder trennten; statt dessen wird man ihnen noch mehrere andere Fragen von . Wichtigkeit . Berathung vorlegen, Mehrere der Junten hatten mir großer Beharrlichkeit den Wunsch ausgedruckt, daß alle ihre Handlun⸗ gen und alle ihre Ernennungen bestaͤtigt wuͤrden; man hat die⸗ ser Aufforderung widerstanden, und Eben so wenig hat man in die Abletzung der öͤffentticht n. Beamten in Masse und in die , Einfuͤhrung der Freiheit der periodischen Presse ge⸗
ö Absicht der Maͤnner, die sich jetzt am Man schreibt aus Bayonne unterm 26sten: „Den neue⸗
sten Nachrichten aus Spanien zufolge, waren l Stessungen der beiden krieg suͤhrenden Theile noch dieselben wie am 20sten. Cor⸗ dova stand unbeweglich in Miranda am Ebro; die Anglo-Chri— stinos wagten sich aus Bilbao nicht heraus, und die Kar— listischen Streitkraͤfte waren groͤßtentheils in der Umge⸗ gend von Vittoria konzentrirt. Don Carlos hat sein neu sorganisirt. Dasseibe besteht gegenwärtig aus Corps, nämlich der aktiven Armee und der Reserve; in ,. t n , , wn . alle verheirathete Naͤnner. aktive Armee ist in ivi i
vision in 3 Brigaden getheilt. ö
Staats ruder
Graf von Casa Eguia, — Divi sion s- Com mandeure: Die General. Majore Don Francisco Ituralde, Don Bub. Villar eal, Don Miguel Gomez. Chef der Generalstäbe: De: Ge— neral⸗Masor Don Jose Mazanasa „Chef des Generalstabes des Ober Befehlshabers; der Brigadier Don Antonio Zarategui, Chef des Generalstabes der zien Division. (Die Chefs der Ge— neralstäͤbe der 1sten und 2ten . werden nicht genannt.) on J. Goni, Don Pablo Saraza, Don Th. Taragual, Don Bartholome ,. Simon de la Torre, Don Prudencio Sopelana, Don Perez de las Bacas, Don J. Bearmuguia und Don Jose Maria Aroyo. — General Capitain von Guipuzcoa ist der Brigadier Don Jose Miguel Sagastibelza. Der Guneral! Morend ist der Person des Don Carlos attachirt. Im Fuͤrstenthume Catalonien zaͤhlt man gegenwartig uͤber 20,090 bewaffnete Karlisten. San Sebastian . ö. i 3 ah, kein ,, in die Stadt gebracht ann. Die Einnahme von La? ü i⸗
sten 5 go. h a Puebla durch die Karli— e Ther Gazette de France liest man: „Die Nachrichten von der Graͤnze lauten sehr wider sprechend über den . Truppen und uͤber die fernerweitigen Plane des Don Carlos und Cordova's. Die Einen sagen, die Karlisten marschirten auf Burgot, und schon haͤtte ein kleines Gefecht bei Briviesca, einer kleinen Stadt auf dem Wege nach Madrid, stattgefunden. Nach Anderen haͤtten die Bewegungen der Karlisten zwischen Bilbao und Vittoria nur zum Zweck, jede Verbindung zwischen Cordova und den Englischen Freiwilligen zu verhindern. In dem einen Falle wie in dem andern ist es jedoch gewiß, daß Don Carlos sich in der Offensive befindet. Man ist in Navarra weder uͤber die Anwerbung von Freiwilligen unter den Anhaͤngern der Re— volution, noch über die patriotischen Subscriptionen im Geringsten beunruhigt. Diese Prahlereien des Parteigeistes werden nicht mehr bewirken, als die Anwerbungen in England und Frantreich und die Absendung der Fremden egion. Diese Huͤlfsleistungen haben immer nur außerhalb Spanien einen moralischen Einfluß gehabt. Wahrend man in Paris und London von dieser ind; rekten Intervention Wunder erwartete, war man im Lager des n Carlos vollkommen ruhig darüber. Die Folge hat gelehrt daß diese Sicherheit keine eitle Ueberschaͤtzung war. Die mili⸗ tairische Rolle des Oberst Evans ist nach dem Laͤrm, den die Englische Press⸗ seinetwegen machte, wahrhaft laͤcherlich gewor⸗ den. Das Corps, welches er kommandirt, eilte nur nach Bil,
bao, um daselbst eine Niederlage zu erleiden, und um den heim⸗
—
Es scheint, daß das Königl. Statut in einem Geiste der Weisheit und der Maͤßigung revidirt werden wird; dies * we,
dieses Blattes herruͤhrt, der Heer
Ing.
lichen Handel zu beschuͤtzen, den die Englischen Kaufleute mit den Karlisten treiben. Uebrigens ist diese unerklärlich Unthaͤtig keit der Disziplin sehr nachtheilig geworden. Die Fremden T* gion befindet sich in einer seltsamen Lage. Anfänglich aber ganz Catalonien zerstreut und einzeln geschlagen, wurde sie später zu— sammengezogen, um auf Aragonien zu marschiren; von diesen; Augenblicke an horte man nicht mehr von ihr serechti. Je meldet man, daß der Mangel an Disziplin in den Reihen der Franzoͤsischen Freiwilligen so groß geworden ist, daß man sich gezwungen gesehen hat, sie zu entwaffnen, und der Ansahrer der Fremden, Legion ist mit dieser strengen Maßregel beauftragt wor⸗ den. Also nicht allein unter den Christinos, sendern auch unter ihren Verbuͤndeten greift dis Demoralisation un. sich. Wenn man den Blick von Navarta und Catalo— nien abwendet und auf das uͤbrige Spanien wirft, so sieht man nur sehr unbedeutende Trüppen-Eorks, die tʒalich durch Desertionen geschwaͤcht werden und nicht mehr wissen, wem sie gehorchen sollen, ob den Junten, oder den Behoͤrden Christinen s. Die bevorstehende Versammlung der Cortes, statt diese Spaltungen auszugleichen, wird dieselben nur noch ernster machen. Don Carlos hat also von den Fortschritten der Revo sution in Madrid weder in politischer noch in militairischer Hin— sicht etwas zu befuͤrchten.“
Dem. Taglioni ist, zum großen Leidwesen der hiesigen Bal— let⸗ Freunde, seit einigen Tagen bedeutend unwohl. Sie leidet amt einer Schwache der Bein⸗Muskeln und an einein heftigen Knie— schmerz, so daß sie wahrscheinlich langere Zeit nicht wird tanzen koͤnnen. Die Pariser empfinden unter diesen Umstaͤnden die Ab— wesenheit des Elslerschen Schwester⸗Paares doppelt schmerzlich.
Auch das Journal des Débats melder heute, daß die Portugiesische Bivision am 14. Oktober uͤber Zamora in Spa— nien eingeruͤckt sey.
— — Paris, 30. Okt. Es hat sich seit meinem letzten Schreiben hier wenig Erhebliches zugetragen, man muͤßte denn als Dinge von Wichtigkeit die belüͤstigenden Streitigkeiten über den Verfasser des im „Journal des Debats“ erschienenen Arti— kels und die wahrhaft standalöͤsen Offenbarungen äber ein vor— gebliches Bacchanal bei Herrn Vigier in Grandvaur Hetrachten. Beide Gegenstaͤnde sind indessen in den Zeitungen selbst o viel— fach, ja man moͤchte fast sagen zum Ueberdruffe besprochen Mor⸗ den, daß ich es vorgezogen habe, darüber ganzlich zu schweigen / wie die Presse denn auch ihrerseits von nun an darüber schwei⸗ gen duͤrfte; denn nach dem wahrhaft kläglichen Ende, das der Prozeß der Herren Sarrans und Latapie fuͤr diese Herren ge nommen hat, und nach dem energischen Schreiben des Heren Vigier an mehrere Journalisten, worin er sie, in sofern sie ihrer boͤsen Zunge noch ferner freien Lauf lassen sollten, gerichtlich zu belangen droht, mochten jene Ereignisse den Zeitungen vor— laͤufig keinen Stoff mehr zur Fuͤllung ihrer Spalten bie⸗ ten. Die Sache selbst betreffend, bemerke ich nur noch, daß der Artikel des Journal des Debats von einer Mitarbeiter se ihn nach verschiedenen ihm mitge— theilten Materialien n , n, ö. ö. es bei ö. . mahle in Grandvauy so zugegangen ist, — wie es nach einer
jener
Der Generalstab besteht aus fol⸗
genden Personen: Ober ⸗ Befehlshaber: General Lieutenant so sind sie wenigstens gewiß nicht politischer Art,
froͤhlichen Jagd⸗-Partie wohl zuzugehen pflegt. Was hat das große Publikum danach ah n ü J 6 zu etwas 5 gerem. Es wird seit einiger Zeit wieder viel Lon Uneinigkeiten im Schoße des Minister⸗Conseils gesprochen. Ich halte diese Ger chte fuͤr grundlos; herrschen Meinungs⸗Verschieden heiten. ĩ , . denn sowohl über die inneren als uber die auswaͤrtigen Angelegenheiten sind die Minister einerlei Ansicht. Dagegen will man hemerkt haben, daß Herr Thiers seit seiner Ruͤckkunft noch einen höheren Gras von Eifersucht gegen die Herren Maison und Guizot zeige, als fruͤher. — Was die Spanischen Angelegenheiten betrifft, so stoßen die neuesten Pariser Blätter wieder gewaltig ins Horn; Alles soll auf s beste fuͤr die Madrider Regierung gehen der Zwist mit den Junten soll gaͤnzlich beseitigt feyn, und Hundert— tausende, die man freilich erst auf die Beine bringen wilk, sollen nun auch den Karlisten rasch den Garaus machen. Ich kann Ihnen hinsichtlich der Nachrichten aus Madrid in den Pariser Blaͤttern nicht Vorsicht genug empfehlen. Einmal ist zu beden⸗ ken, daß Madrid, als der Sitz der Regierung, gerade das meiste Interesse dabei hat, die Lage der Dinge in dem günstigsten Lichte erscheinen r lassen; hierzu kommt aber auch noch die Entfernung zwischen Madrid und Hurt A heau mentir, qui vieut d soiLu, ist ein altes Franzoͤsisches Spruͤchwort, und so mag wohl jenen Erzählungen an der Graͤnze oder hier am Orte selbst aus eigener Macht, Vollkommenheit so Manches hinzugefügt werden, wie es gerade dem Parteigeiste am meisten zusägt. ) Ich er— fahre aus guter Quelle, daß die neuesten Verichte des Brafen von Rayneval fuͤr die Madrider Regierung nichts weniger als guͤnstig lauten. Man versichert mir, es werde die Ansicht darin ausgesprochen, daß die Regierung so wenig der ultra⸗liberalen, als der legitimistischen Partei werde die Stirn bieten können, und daß die Eröffnung der Cortes ohne Zweifel das Ende des gegenwartigen Drama's herbeiführen werde. Viesse lh koͤnnte dann noch das Interregnum einer Regentschast unter dem Vorsitze des Infanten Franz de Pauig! d Katastrophe verzögern; gewiß aber nur auf kurze
wonach jedenfalls die absolute Demokratie siegen wird Dle hiesige Regierung soll auf dieses End⸗Resultat gefaßt seyn und schon langst uͤber die Mittel berathschlagt haben? wie fuͤr die sen Fall dem ungluͤcklichen Lande am besten geholfen werden könnte
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Deit,
Eben weil wir annehmen dürfen, daß unsern Lesern die an— gegebenen Gründe nicht unbekannt sind, und daß sie also die Nach⸗ richten aus Madrid vorsichtig aufnehmen werden, haben wir kein Bedenken getragen, ihnen gestern unter Madrid vom 22sten alles dasienige mitzuthellen, was wir in den Pariser Blättern fanden. wobei wir ihnen üͤberlassen, ob und wie viel Glauben sie unter den obwaltenden Umstaͤnden diesen Nachrichten schenken wollen.
D. Redaet.