1835 / 332 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Mon, 30 Nov 1835 18:00:01 GMT) scan diff

Urvolkern oder durch Kolonisirung dorthin verpflanzten Volks⸗ staͤmmen der westlichen Hemisphaͤre gewonnen. .

Zeitungen aus Buenos Ayxes vom 29. August bringen die Nachricht, daß der Ex⸗Gouverneur der Provinz Cordova, Senor Jose Vicente Reynafe, verhaftet worden und daß seine Bruͤder entflohen seyen. In Montevideo, von wo die Nach⸗ richten bis zum 21. August reichen, war Alles ruhig.

Nachrichten aus Venezuela vom 4. Oktober zufolge, hatte Sir Robert Ker Porter der Regierung zu Caraccas fein Be— glaubigungs-Schreiben als Britischer Gesandter überreicht und war sehr guͤnstig aufgenommen worden.

Nieder hande.

Aus dem Haag, 23. Nov. In der heutigen Sitzung der zweiten Kammer der Generalstaaten ist derselben eine Köoͤ⸗ nigl. Botschaft uͤbergeben worden, in Begleitung eines Gesetz⸗ Entwurfs, demzufolge, da dies unter den gegenwartigen Umstaͤn⸗ den noch zweckmäßig erscheine, das Gesetz vom 30. Nov. 1830, in Betreff der Mittel zur Unterdruͤckung von Unruhen und Miß— vergnuͤgen, abermals auf ein Jahr prolongirt werden soll. Der

, . wurde an die Sectionen verwiesen.

n der (gestern erwähnten) von der Regierung ertheilten Erwiederung auf die Bemerkungen der zweiten Kammer iwegen voller Zahlung der Staatsschuld⸗Zinsen heißt es noch am Schlusse:

„Das Amortisations- Syndikat wird fuͤr dieses Mal noch ein—⸗

schreiten, um ohne Belastung der Steuerpflichtigen die begehrte

Summe zu liefern, und, wie dies auch in den Sectionen be—⸗

merkt wurde, sind die allgemeinen Beziehungen, in denen dieses Institut steht, sehr geeignet, um spaͤter die Abrechnung (mit Belgien) zu erleichtern. Daher muß denn auch der Betrag der

Summe derselbe bleiben, wie er nun schon seit geraumer Zeit

aufgebracht worden ist; die Summe kann nicht vermindert wer⸗ den, ohne daß politische Uebel herbeigefuͤhrt wuͤrden, welche man bisher so viel als moͤglich vermeiden zu muͤsseen geglaubt hat. Andere Maßregeln, um der bevorstehenden Zinszahlung zu ge— nuͤgen, sind jetzt noch nicht dringend nothwendig. Wenn aber die Umstaͤnde wieder eine Geldbewilligung der vorliegenden Art noͤthig machen sollten, so wird die Regierung auf Huͤlfsmittel bedacht seyn, welche ohne Belastung der Steuerpflichtigen zur

Ausfuͤhrung gebracht werden koͤnnen, und es ist derseiben ange⸗

nehm gewesen, daß in einer der Sectionen der Versammlung Vorschlaͤge in dieser Beziehung gemacht worden sind, deren Be⸗ urtheilung im Detail ein Gegenstand der Erwaͤgung fuͤr die Re— gierung seyn wird.“ .

Der Praͤsident der Niederlaͤndischen Bank, Herr Jakob Fock, ist in Amsterdam mit Tode abgegangen.

Das Amsterdamer Handelsblad enthaͤlt eine Berich— tigung der von demselben ausgegangenen Anzeige, daß die Kon⸗ zession zur Anlage einer Eisenbahn zwischen Amsterdam und Harlem bereits definitiv ertheilt worden sey. Die Konzession ist vielmehr nur vorläufig zugesagt, und zwar dem Ingenieur Brade, dem Urheber des Plans, in Gemeinschaft mit den Her—

ren L. J. J. Serrurier und R. Le Chevalier, welche an der Spitze des finanziellen Theiles des Unternehmens stehen.

Belgien.

Bruͤssel, 24 Nov. Hiesigen Blaͤttern zufolge, sieht man . der , des Koͤnigs und der Koͤnigin spaͤtestens naͤchsten Donnerstage entgegen. ö. ö , hat gestern das Gesetz in Be— zug auf die Loos Renten mit 43 gegen? Stimmen angenom— men. Gegenwaͤrtig ist ein Gesetz⸗ Entwurf in Bezug auf die r, auslaͤndischen Schlachtviehs in Berathung. ach den hier eingegangenen Nachrichten aus Antwerpen haben die dortigen See⸗Versicherungs Gesellschaften seit dem 20sten ihren Agenten Instructionen in Bezug auf die Versicherung ge—

gen e gere zugehen lassen; sie haben, wie Einige behaup—

ten, die Versicherung ganz verboten, oder, wie Andere sagen, nur unter sehr schwierigen Bedingungen gestattet.

Die Arbeiten der Eisenbahn⸗ Section von Mecheln nach Antwerpen sollen beim Ankauf der erforderlichen Laͤndereien auf unerwartete Schwierigkeiten gestoßen seyn, so daß die Fahrt auf dieser Bahn erst am 1. April naͤchsten Jahres eroͤffnet werden kann. Auch die Strecke von Mecheln nach Termonde kann wahrscheinlich nicht vor dem 1. April fertig werden, und zwar sollen hier Prozesse der Regierung mit den Lieferanten der Ei— senschienen die Veranlassung des Verzuges seyn. Im naͤchsten Fruͤhjahr will man anfangen, die Soldaten der Armee zum Bau von Landstraßen und Eisenbahnen zu gebrauchen.

Deutschlan d.

Hamburg, 2. Nov. Der Koͤniglich Franzoͤsische Ge— andi am C g wer ichn Hofe, Graf von. Mornay, ist nach Stockholm und der Königlich Daͤnische Gesandte in Paris, Graf von Juel, nach Kopenhagen hier durchgereist. . Munchen, 23. Nov. Muͤnchener Blättern zufolge, ist der Staats-Minister und Bundestags-Gesandte, Herr von Mieg, am 22. November Nachmittags, nachdem er noch vorher eine Audienz bei der regierenden Königin Majestaͤt gehabt hatte, über Insbruck nach Ankong abgereist. Dem Vernehmen nach soll wahrend der Abwesenheit Sr. Majestaͤt des Königs der Feldmaarschall Fuͤrst von Wrede den Vorsitz in den Sitzungen des Menister⸗Raths und des Staats Raths fuͤhren. Indessen soll die Rrankheit der Frau Fuͤrstin des Feldmarschalls augen— blickliche Abreise von Ellingen verhindern..

Ueber den bereits erwahnten Versuch mit dem Dampfwagen auf der Nuͤrnberg⸗Fuͤrther-⸗Eisenbahn enthalten neuere Bgyeri— sche Blätter folgenden Bericht vom 23sten d. M. „Gestern Nachmittag bei warmem Wetter und Sonnenschein machte der Dampfwagen die erste Probefahrt mit fuͤnf angehaͤngten Wagen,

worauf 112 Personen, von hier nach Fürth. Er legte in 17 Mi—

n den Weg zuruck, blieb etwa Mm Stunde in Fuͤrth und . nach h ohr tern wieder an den Nemisen hier an. Dabei ist jedoch zu bemerken, daß der Ingenleur Wilkens nur M der Kraft anwandte, und erst bei erneuerten Ver— suchen mit halber Kraft fahren wird, wobei er sich getraut, die

Strecke von nicht ganz? Stunden, oder genauer 22,090 Bayer.

Fuß, in7 Minuten zuruͤckjulegen. Mit ganzer Kraft zu fahren ist auf dieser Kuͤrze des Wegs und wegen der nothwendig ge— wor denen kleinen . der Bahn an beiden Endpunkten, nicht thunlich. Es ist ein herrlicher Anblick. Die Vollkommen heit der Maschine und die solide Construction der Bahn gestat⸗ ten, unterwegs zu lesen und selbst zu schreiben wie im Zimmer. Die allgemeine Theilnahme, so wie die nun ganz befriedigte Erwartung, lassen bei dem unendlichen Zeitgewinn ünd der gro⸗

12358 = J J den, mit bem sich, besonders in England die Kapitallen den Ei⸗ ehe Müittagsmahl gegeben, welches man anderswo, ba h

senbahnen und Kanaͤlen zuwenden.

In dieser Hinsicht hat die

digste Sensation erregt.

Bewegung dann die Fluthen des waͤlzen.

dung gesetzt werden koͤnnen.“

genugend, war aber der Meinung,

ten anheim gestellt bleibe,

ten vernachlaͤssigen.“

ternommen habe.

lassen.“

Fen Sicherheit mit Recht eine baldige Fortsetzung dieser Bahn

und die Erbauung ahnlicher erwarten, welche so namentlich für l

Bahern eine nicht zu berechnende Wichtigkeit erlangen könnten. 3 feierliche Eröffnung der hiesigen Bahn wird Anfangs naͤch⸗ sten Monats erfolgen. Möge in Bapern der Eifer benützt wer⸗

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werde ein ganzes Land gleichsam schi

Frau Herzogin besindet sich seit dem 17. Mauern, und hat selbige seitdem auch nicht auf einen Tag ver⸗

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Selbst wenn der ser Unternehmungen nicht allen Plaͤnen und Erwar spricht, so wird doch das Geld, das auf diese Weise ins Land gezogen wird, zum doppelten Gewinn fuͤr dasselbe, indem es Tau⸗ sende von Haͤnden beschaͤftigen, allen Grundstuͤcken in weitem Um⸗ kreise hoͤhern Werth verleihen und dem Europaͤischen Verkehre neue Bahnen brechen wird. Zu dem Ruhme, eine Haupstadt der Kunst der neuern Zeit zu besitzen, wird Bayern dann die Ehre fuͤgen konnen, in Deutschland den groͤßten Kanal eroͤffnet und zu den ersten Eisenbahnen die hin, ans Werk gelegt zu haben. achricht von Projektirung einer Eisenbahn zwischen Muͤnchen und Augsburg auch hier die freu— ( Man hat gesagt, durch Eisenbahnen ar gemacht, weil in rascher erkehrs sich durch dasseibe So wuͤrde also München, dessen Lage man sonst nicht als die guͤnsttgste fuͤr den Welthandel betrachtete, vielleicht in naher Zukunft wie durch einen Strom damit in direkte Verbin⸗ Darmstadt, 25. Nov. In der Sitzung der zweiten Kam mer von 17ten d. wurde bei fortgesetzter Berathung uͤber den Haupt⸗Vera ischlag der StaatsAusgaben fuͤr die Jahre 1836 1838 auch uber die Minister-Besoldungen debattirt. Was diese letzteren betrifft, so waren hierfuͤr in den sixen Etats 3 Minister, jeder zu 50660 Fl. Gehalt und 2000 Fl. Repraͤsentations, Kosten und außerdem noch 000 Fl. Repraͤsentationen fuͤr einen dersel— ben, also im Ganzen 25,0690 Fl. festgesetzt. daß die fuͤr sedes Ministerium bestimmte Summe (l 9, 5206 Fl. Ministe⸗ rium der auswaͤrtigen Angelegenheiten und des Hauses, 42, 350 Fl. des Innern und der Justiz, 30, 060 Fl. der Finanzen, 4000 F. weitere Re— praͤsentations Gelder fuͤr einen Minister Summa 95, 870 Fl) nur fuͤr dieses verwendet werden, daß sie mit Ausnahme der Minister⸗Gehalte und Repraͤsentations-Gelder als eine Aversio⸗ nal⸗Summe betrachtet werden solle, woruͤber der Großherzog nach Gutfinden disponiren koͤnne; hierdurch die Möglichkeit nicht wollte benehmen lassen, einen Minister mit 12,000 Fl. zu besolden, und sich deshalb vor⸗ behalte, von den 10,000 Fl. Repraͤsentations-Geldern einem 7060 Fl. zuzuweisen; was nicht wirklich als Gehalt verwen⸗ det werde, konime der Staats -Kasse zu gut; und die dermali— gen Besoldungs-Verhaͤltnisse erleiden durch die Etats keine Veraͤnderung. Der erste Ausschuß der vorigen Kammer hatte beantragt fuͤr jeden der 3 Minister 6069 Fl. und fuͤr einen derselben 4000 Fl. Repraͤsentation, also im Ganzen 22, 000 Fl. Der jetzige Ausschuß hielt diese Summe auch fuͤr daß man, aus finanziellen Ruͤcksichten und in Betracht des ümfangs unseres Landes, von dem Verlangen der Anstellung von drei Ministern abstrahi— ren, und diese Summe als Aversional Summe bewil⸗— ligen mode, deren Vertheilung dem Ermessen des Regen— „jedoch mit der Beschraͤnkung, daß das Ganze nicht einem Beamten zu Theil werde.

Oesterreich.

Wien, 20. Nov. Se. Majestaͤt haben unterm 16. Juli d. J. folgende Allerhoͤchste Verfugung erlassen: „Von den Ver— boten besonders bezeichneter Neben⸗Beschaͤftigungen Meiner Beam⸗ ten und Diener hat es abzukommen. Im Allgemeinen darf aber keinem Meiner Beamten und Diener gestattet werden, sich einem Neben⸗Geschaͤfte, oder einer Unternehmung, was immer fuͤr einer Art, zu widmen, oder sich in derselben zu interessiren, welche er⸗ stens: nach ihrer Beschaffenheit und ihrer Beziehung auf die Stellung des Beamten, die Voraussetzung einer Befangenheit in der Ausuͤbung seines Amtes begruͤnden kann, oder welche zwei⸗ tens: dem Anstande und der aͤußern Ehre des Ranges, in wel— chem der Beamte steht, widerstreitet, oder welche drittens: die Zeit des Beamten auf Kosten der genauen Erfuͤllung seines Be— rufes in Anspruch nimmt. In den ersten beiden Fällen ist der Beamte, den es betrifft, von seinem Chef schriftlich aufzufordern, entweder der Beschaͤftigung, dem Gewerbe, der Unternehmung, oder dem Dienste in einer zu bestimmenden Frist zu entsagen. Gegen diese Aufforderung steht dem Betroffenen der Rekurs an die hoͤhere Behoͤrde offen. Nach definitiver Abweisung des Re⸗ kurses hat dann die dem Beamten eingeraͤumte Wechselwahl in Wirksamkeit zu treten. In dem dritten Falle treten die beste— henden Vorschriften gegen Beamte ein, welche ihre Berufspflich⸗

Es war vorbehalten,

daß Hoͤchstderselbe

In der Laybacher Zeitung liest man: „Die Allgemeine Zeitung hat vor kurzem einen Artikel aufgenommen, welcher auch in andere Tagesblatter übergegangen ist, daß naͤmlich Ihre Koͤnigl. Hoheit die Frau Herzogin von Beira im strengsten In⸗ cognito eine Reise nach Mariazell, oder vielleicht nach Wien un⸗ Diese Nachricht ist ganz ungegruͤndet. eptember in unseren

Der Oesterreichische Beobachter bemerkt: „Es ist jetzt ofters in den Zeitungen von der durch Herrn Thilorier in Haris neuerdings dargestellten tropfbar fluͤssigen Kohlensaͤure als einer neuen maͤchtigen bewegenden Kraft die Rede. Es duͤrfte daher die Erinnerung nicht uͤberfluͤssig seyn, daß bereits im J. 1826 im neunten Bande der Jahrbuͤcher des Kaiserl. polytechni— schen Instituts, S. 106, in einer eigenen Abhandlung des. TiC tels: „Ueber die Anwendung der tropfbar flüuͤssigen Kohlensaͤure zur Bewegung von Dampfmaschinen /* durch genaue Berech⸗ nung von dem Regierungsrathe und Direktor Prechtl nachge— wiesen worden ist, daß die Anwendung der tropfbaren Kohlen—⸗ säure als mechanischer Kraft der Anwendung des Wasserdampfes in jeder, zumal in oͤkonomischer Hinsicht, nachsteht.“

Aus Griechenland sind heute neuere Nachrichten hier eingegangen, welche durchaus befriedigend lauten. Griechenland herrschte vollkommene Ruhe; von Raͤubereien war kaum eine Spur mehr. Ein Brief aus hoͤchst achtbarer Quelle beginnt eine sehr guͤnstige Darstellung des gegenwaͤrtigen Zu⸗ standes Griechenlands mit den Worten: „Glauben Sie ja nicht die verschiedenen durch boshafte Parteien hauptsaͤchlich in letzter Zeit ausgestreuten nachtheiligen Sagen uͤber die Verhaͤltnisse Griechenlands. Wir hatten nie mehr Grund zu frohen Aus— sichten c.“ Die National-Bank, war bei Abgang dieser Nach— richten bereits theoretisch konstituirt und man hoffte, sie recht bald in Wirksamkeit treten zu sehen. ̃ London unverzuͤglich an die Boͤrse gebracht werden. Außer dem Haupt⸗Bureau in Athen sollen noch Kommissions⸗Bureaus die⸗ ser Anstalt in Nauplia, Patras, auf Syra ꝛc. errichtet werden.

. Schweiz. Zuͤrich, 20. Novbr. (Allg. Ztg.) Gestern wurde von

Buͤrgermeister Heß zu Ehren des Dr. Bowring, der in Auf⸗ near, des Ire h! Ministeriums die Schtoctz bereist, ein

Die Actien werden in

Ertrag die⸗ tungen ent⸗

sich

Die

In ganz

schonte.

Wenn Schweiz kennen z welche Weise es dem Deutschen Zoll am leichtesten begegnen koͤnne, dieses Abgesandten die kleinsten Details und hat es sich z mit allen Personen zu reden. wie andere Gesandte in so enge Kreise als moͤglich Zumal mit seiner absichtlich berechneten Offenheit wird' er so h f eine unkluge Offenheit zu stoßen. gereist. Die Toaste der Schwe t gelingen, bis das Eis der eisn

brochen wurde. wurde ein Toast des Negierungsraths Eduard Sulzer auf'm iedenen vorherigen Andeutungen Engssa gung Franzoͤsischer und Schweizerischt ken wußte und die Schweizerische Sch staͤndigkeit und Unabhaͤngigkeit als Grundlage jeden Verlejn der Schweiz mit fremden Staaten hervorstellte. Auch die Du sche Individualität zeigte sich in dem Toaste eines Deutschen lehrten, des Rektors Rettig. Waͤhrend naͤmlich die meisten g schen Richtung der Interessen zu sein Toast auf die Ideen und h geistig⸗ und sittlich- reinen Gehalt wie eine heil blaue Flamme, welche die gährenden Elemente uͤberstrahlte.

Italien. . Neapel, J. Nov. Die hiesige Zeitung berichtet heute uͤber ein sehr heftiges Erdbeben, welches bereits am 1 Okt. um Mitternacht in der Provinz Kalabrien (eiteriorec) su gefunden und auch in den benachbarten Gegenden verspuͤrt wun Der Mittelpunkt dieses furchtbaren Natur⸗Ereigniffes war) Gemeinde Castiglione, welcher Ort dadur gemacht und von dessen 1000 Einwohner Truͤmmern ihrer Häuser begraben worden sind. Kreisstadt Cosenza wurden die gerissen, doch hat gluͤcklicherweise kein Einwohner dabei sein Lua verloren. Dagegen wurden in mehreren benachbarten Dorfsch ten viele Landleute getoͤdtet; das Dorf Rovells wurde fast eh so wie Castiglione ganz und gar zerstoͤrt. Se. Maj. der J nig haben auf die erste Nachricht von diesem fuͤrchterlichen gluͤck die schleunigsten Maßregeln zur Unterstuͤtzung der arm Einwohner jener Gegend angeordnet. In Cosenza ist zu dit Endzwecke bereits eine Central⸗Unterstuͤtzungs-Komnmission zus mengetreten, und außer den bewilligten Geldsummen hat erg nig auch befohlen, daß den Einwohnern auf ein Jahr daz h noͤthigte Salz unentgeltlich verabreicht werden soll.

Spanien.

Madrid, 15. Nov. Die Deputation, welche von der g kuradoren, Kammer gestern ernannt wurde, um der Königin gegenzugehen, wenn dieselbe sich nahe, um die Nede vom h zu halten, besteht aus folgenden Personen: Señior Visedo, Antonio Gonzalez, Graf de las Navas, Marquis von Some los, Sesior Moscoso de Altamira, Señor Senñor Arguelles, Sesior Ochoa, Graf von Adanero, 8 Isturiz, dem Praͤsidenten der Kammer und den Seecretai Auf eine Frége des Senor Mondaneta, ob es nicht angem sey, daß die Mitglieder den Eid der Treue und Unterthaͤn schon in der vorbereitenden Sitzung leisteten machte der Sy tair Caballero bemerklich, es sey uͤblich, diesen Eid den Min dern immer erst nach der foͤrmlichen Eroͤffnung der Sessions zunehmen. Der Praͤsident machte noch darauf aufmerksam, es unbekannt sey, um welche Stunde die Koͤnigin die Sch eroͤffnen werde, und daß der Secretair sich daher danach et digen und die Kammer bei Zeiten davon benachrichtigen mähh

Man spricht in Madrid von der Abberufung des Gen Cordova vom Kommando der Nord⸗Armee und will wissen, der General Morillo sein Nachfolger werden duͤrfte.

Die Allgemeine Zeitung enthaͤlt folgendes Schts von der Spanischen Graͤnze vom 9. November: „Waͤhren Franzoͤsische Blatter, mit Ausnahme des National un legitimistischen Journale, voll von Hoffnungen uͤber den Erfolg der Verwaltung Mendizabal's sind, kann ich nicht leu daß ich gerade jetzt erst anfange, an den Fortgang der An genheiten des Praͤtendenten zu glauben. Nicht als ob die Gefechte entscheidend gewesen waͤren, sondern weil das Man juste-milien in der ungeschickten Nachaͤffung revolutionairer regeln das Mittel gefunden hat, die letzten Huͤlfsmittel de⸗ tiön abzunützen, Und ihre Anwendung dielleicht sogar fi Zukunft unmoglich zu machen. Kaum sind acht Tage versu seitdem man das Dekret zum allgemeinen Aufstande kennt schon bestaͤtigen die Briefe welches wohlunterrichtete Leute uͤber gefallt haben. das Aufwallen

1

*

DOesterreichische Gesandte, Ludwig Napoleon Theil daran. einer andern Schweizerstadt so v sammengebracht werden konnen, als lichen politischen Farben fanden da und gemaͤßigte Familien- Aristokraten, differente und Schwankende, Reformfreunde, Liberale, N) kale, Gleichmacher waren auf's wunderlichste durch einander, wuͤrfelt. Die verschiedenen Toaste wurden daher auch sehr n schieden empfangen, ohne daß sich Jemand graͤmte, wenn en Saite angeschlagen wurde, die ihm mißtoͤnend schien. Dr. Bn ring ragte aus allen gewaltig hervor. wegungen und Manieren steht er den Franzosen nicht nach, wi rend Reichthum an Gedanken und Hervortreten besonderer 3 dividualitaͤt eher den Englaͤnder verrathen. immer vortrefflich. M

verstaͤndig zu seyn.

legenheit genug erhalten, au ist heute weiter nach St. Ga wollten von Anfang an nicht rech Scheu von der siegenden Waͤrme des Gedanken-Verkehrs hu Mit sehr großem und ungetheiltem Anh

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men, welcher die versch Unterstuͤtzung, Vereini teressen u. s. w. abzuler

dern Redner sich der prakti wendet hatten, so erschien Ideelle durch

eines zu

1 1, 8 K

eutsche Sprache den diplomatischen Kuͤn Adiplomatisches Diner“ genannt hatte. Personen geladen. Von angesehenen Fremden nahmen auch z Graf von Bombelles, und der jum Nicht leicht haͤtten in irgen erschiedenartige Elemente z sich hier fanden. Alle mi ihre Vertreter. Unbeugsn Geld ⸗Aristokraten,

it großer Gewandtheit und Sicherheit wu er den Stoff seiner Rede zu behandeln und Verstöße, die von dern Rednern gemacht worden waren, durch geschickte Wendung wieder gut zu machen. Die Vorzuͤge seines Landes stellte er rade darum in ein um so guͤnstigeres Licht, als er mit einer mer bestechenden Offenheit auch die Gebrechen desselben nicht sein Zweck ist, die Handels-Verhaͤltnisse u lernen, damit das

llen

jeder Aufopferung bereit Patriotismus, eine politische Leidenschaft anzeigt; des Bi

man gus Madrid schreiben kann, ist; „„Hier ist , hig.“ Was die allgemeine Bewaffnüng betrifft, so geh gerade wie bei jeder gewoͤhnlichen NRetruten. Aushebung 4 macht in dem Bureau dazu Anstalt, und hernach gehn . wverstandniß zwische es kann. Man weiß ja, was im Jahre iszz gescho hg letzte Aushebung wurde damals zu spaͤt dekretirt, als die

guͤltigkeit, das Mißtrauen, die Widersetzlichkeit schon uͤhern

Es waren etwa se

An Lebendigkeit seiner

Ministerium wisse, Vereine in der Schm so scheint in der That die i Er bekuͤmmert sich um Grundsatze gemag Er sucht die Leute auf, statt i

ch der Erde ganz glu n ungefahr 190 unter n

Gebaͤude aus ihren Fundamenn

aus Spanien das ersten Augenblick Nichts von jener Bewegung,

sten nicht zusagt, ch

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eilweise auf,

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Evans nicht

f, einzelne Rekruten⸗Aus ssa, Huesca, n berief alle Patrioten in das Lager von enitens 12 bis 15, 000 Mann vereini age wurden die Karlisten nicht 8000 Feister von Calatayud und Daro

simmenberufen? sendizabal's zu billigen,

stungen zu der Einberu haͤstigen, ein Schein, er schlechte Fortgan harlaments-Helden d on verantwortlich zu bleiben, und

arstelt, Andern das Geschaäͤft zu em Chaos, worin sie es gestuͤrzt haben, herauszuwickeln. it diesen Vorbereitungen verdienen zwei fufmierksamkeit. Erstlich das Wahlgesetz

tiheit. Ein Volk, f eine privilegirte

was man das Verbot e fragen es moglich mache es wirklich vertreten wird. ein Hinderniß in. den Weg legen ieser Jonglerie bieten: KPignet, als offiz

onst bpposition war, it der jetzigen Lage, rieden. Das Volk vo 2 2 . ‚n , enn d as ihren Sitz aufgeschlagen ä Goo Abonnenten, sa ekvier, der jetzt in P nd alle lernen das arb? Nun Don Earlos geht agischen Zirkel, in welchen ma nd man hat ja 190,000 Man Echt vöͤllig dieser Ansicht. irkungen auf die Beine bringen wird, e Siärke beider Parteien bleibt doch dleselbe, weil di. wr, ten jetzs im ganzen Norden und O ufstand verbreitet haben. iht also die Roth wieder terdessen ein ungluͤckliches Ge nach Castilien öffnet, es Feuer um sich, denn diese ente des Karlismus befinden, an will absichtlich dieses Lan lich reserpiren, und daher den Finnen. Die letzten Gefechte isen doch, Corps, ßten,

„aber sie bewe der beiden Armee⸗ zu verhindern wu

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Und wo

n werde,

Es ist gewiß,

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elches Werk! Ein Wer

nichts zu thun, und da dieses in Spa⸗ so kann man sich vorstellen, was aus ibt den Patrioten, die etwa Schon der Ge—⸗ ontingenten und nach ich und ungeschickt. Abtheilungen und mittelst aber freilich ist die Lokal⸗ chter in der Abhaͤngigkeit zu

ute kann man sie nicht mehr zu Stande bringen. im Kleinen die Geschichte fahrung wird es lehren. olk ein so großes Interesse nehmen? sabella sey die Personification des liberalen Prinzips; aber itdem das Roval⸗Statut erschienen ist, zrtnaͤckiger als irgend einer hängt, he solche Tauschüng zu glauben ? rie Frage: wozu werden die Cortes, d. h. die zwei Kammern, ministrativen Maßregeln zweitens um ein Anleihen, das der Pinister nicht selbst vorzuschlagen das Ansehen haben will, aufs apet zu bringen, drittens um sich zum Schein mit den Vorbe— fung quasi constituirender Cortes zu be⸗ der zur Wirklichkeit werden kann, wenn g der offentlichen Angelegenheiten diesen ie Furcht einjagt, fuͤr den Zustand der Na—⸗ es ihnen als gerathener berlassen, Spanien aus

des Dekrets Mendizabal: die fuͤr sollte denn auch das Anfangs sagte man,

d fuͤr den entscheidenden

Aufstand nicht zu fruͤhzeitig be⸗

daß die Karlisten die Verbindung welche. Evans und Cordova befehligen, und man sagt sogar, es sey daruber ein n diesen beiden Ehess

Alle nicht wer zwingt sie? Ueber⸗

schicken oder sich zer⸗ onnte. Nun, derselbe de richtete, hat auch Man muß die Po⸗ um begreifen zu koͤnnen, wie gemeinen Aufstand anzuordnen, und doch chen Geist spannen koͤnnte, zu hintertrei⸗ in Werk der oͤffentlichen Beamzen seyn, welches d.

Ich kenne die Spa⸗ s Dekret beim Volke hervorge, „„Wenn die Reichen, die am Ende ch den Ku⸗ Von der gerade diejenigen, welche d, ein Interesse dar—⸗ vollzogen werde, damit sie ihre 200 Rihlr. zu bezahlen. Alle A. G. doch Niemand will ihm Vertrauen schenken. laßt sich durch die Maßregeln der Regierung nicht irre fuͤhren und hat Alles vorbereitet, um das gegenwaͤrtige Ministerium zu stuͤrzen; sie hat die Armee groͤßtentheils auf ihrer Seite.“

seiner Gewalt⸗Aus⸗ und daher nicht nur ine Anhaͤnger sitzen, le Unabhängigkeit Eine andere Frage ist, ch wenigstens verspreche

man opferte sie

an welchem Mendizabal wer ist so thoͤricht, noch an Dies fuͤhrt noch naturlich

Dinge die vorzuͤglichste und zweitens die Preß⸗ das man in Masse zu den Waffen ruft, Repraͤsentation zu öes zͤfassung oder auch nur eine Modlfication aufzustellen, das no Dinge, die sich selbst widersprechend erscheinen; nun, gerade versuchen will, und man rechnet sogar darauf, ffentlichen Untersuchung der politischen dem Volke weiß zu machen, Die Cortes werden nicht nur sondern selbst die Haͤnde zu Alcala Galiano ist vollkommen dazu se Parlaments⸗Intrigue zu lei⸗ st durch seine Feigheit im ent— Heidenden Augenblicke ein Gegenstand des Spottes geworden; wut Arguelles hat in seinem Leben nicht gewußt, e bsfentlichen Freiheiten zu vertheidigen, und Alles, was mit sehr geringen Ausnahmen, ist ganz die es als sein eigenes Werk ansieht, zu⸗ n Madrid fuͤrchtet man nicht, das juste- ort wie in allen Hauptstaͤdten Eu⸗ z das Eco del Commercio hat gte dieser Tage ein Spanischer Loup aris ist. Dort wimmelt es von Spaniern, System auswendig. Aber Don trotz seiner Siege nicht aus dem n ihn eingeschlosfen hat, heraus, n zu vergeuden! Ich bin indessen daß man einige . aber die verhaͤstnißmaͤ⸗

chraͤnken, und eine

sten von Spanien den Nach vier oder fuͤnf Monaten von Neuem an, und wenn un— cht dem Praͤtendenten den Weg . Aufruhr wie ein verzehren

rovinz, in der sich viele Ele⸗

ausgebrochen, weil von Bilbao her operirt haͤtte. Seit⸗

1359

entscheidenden Gefechte oder

einer Bilbao benutzen wird. Nach

Der Morning M.: „Es geht das

ö. te Konstantinopel, 3. Nov.

ten des Großherrn dahin gesandte

lohnung wuͤrdig gezeigt.

Hoheit zu willfahren geruhte.

geruhte.

nach Konstantinopel diese Stelle

Aga, ist . Musselim von Brussa lim von

sten Maͤrz stattfinden.“ Konstantinopel, 4. Nov.

sieben Thuͤrme Anker geworfen Gewisses verlautet. rine⸗ Departements zu fuͤhren. reise nach Serbien anzutreten. von Beschicktasch uͤbertragen.

ugen⸗ letzteren Postens, ernannt worden.

nommen, hat vor kurzem diese

dortschritte.

steten, als man auf keinen moralischen, und nicht einmal uf es fragt sich nun, ob Don Carlos diesen Umstand zu einem n physischen Zwang rechnen konnte; denn wenn Alle in hlerungs.-Maßregel begriffen sind und doch diese Willen haben, sich derselben zu fuͤgen, s fehlte es an Geld, die Haͤlfte der Rekruten desertirte und übrige Hälfte mußte man nach Hause nen lassen, weil man sie nicht ausruͤsten k welcher Spanien damals zu Grun jetzt vorgeherrscht und herrscht noch vor M des Constitutionnel haben, moglich ist, einen all was den oͤffentli Alles soll bloß e dvelcher Beamten! Und w shlreichen Volksklassen vom ersten Augenblick an vor den v stoßt, weil es dem Geld ein Privilegium zugesteht, sich von Pflichten des Patriotismus zu befreien! r; der erste Gedanke, den da Echt haben muß, ist der: h am meisten und am schnellsten dabei gewinnen, n nicht aussetzen, warum soll dann ich es thun ?““ heren Seite haben die Reichen, d. h. geizigsten und kurzsichtigsten sin „daß die Maßregel nicht strenge nicht gezwungen sehen, elt ist also darin einig, n ohnehin Routine ist, Dekrete werden wird. Was ble diesen Leuten kommen moͤchten, uͤbrig? nke, die Aushebung nach vorgeschriebenen oyinsen vornehmen zu lassen, ist kleinl lan mußte nach großen Territorial⸗ bßer Lager zu Werke gehen; woritaͤt einer kleinen Provinz lei lten, als eine Territorial? Junta. Mina, der sso schakf— stig ist, sobald es sich um das Interesse snung handelt, hat dies eingefehen, Junten von Catalonien, in der se sbehalten, sondern auch die finanziel (Provinz im statu quo gelassen. le er diese Mittel anwenden wird; i r wenig davon. Als diesen Sommer von einer patriotischen wegung in Aragonien die Rede war, verfiel man nicht dar⸗ hebungen in den Provinzen Sara—⸗ Calatayud und Teruel a lt, sondern allen; man wuͤrde gt haben, und heut zu Parteigaͤnger zaͤhlen und ca seyn. Aber das juste-milien arf sich dazwischen, man benutzte die Krafte, welche die an— fangene Bewegung ins Spiel gesetzt hatte, die allgemeine Bewaffnung unterblieb, und Folge eines Großherrlichen Befehls wuͤrde Dies 4 sten Dschemasuͤl / achir (I6. Oktober) der vorige Mirimi⸗ ran von Caͤsarean, Osman Nuri Pascha, welcher sich in Konstantinopel aufhielt und seiner Zeit ausgezeichnet hatte, ein⸗ geladen, sich zur hohen Pforte zu begeben, wo ihm die Wurde eines Wesirs und die Statthalterstelle der zwei Sandschakate Skutari und Dukagin, welche von den zwei andern getrennt wur⸗ den, verliehen worden sind. Osman Pascha, welcher den Titel eines Muhassils der erwähnten Sandfchakate erhielt, wurde in Gegenwart des Groß⸗Wesirs mit dem die Wesirs⸗Wuͤrde bezeich⸗ nenden, mit einem reichgestickten Kragen versehenen Harvani be⸗ kleidet. In Betracht der großen Entfernung der Sand schakate Elbassan und Ochri von Skutart, welche der Stadt Monastir viel naher gelegen sind, jedoch zu der Statthalterschaft der vier Distrikte gehoͤren, geruhte Se. Hoheit diese hassillik dem Statthalter von Ruͤmelien (der in Monastir resi⸗ dirt) zu verleihen, und ihm in Anerkennung seiner waͤhrend der Albanesischen Unruhen geleisteten Dienste die Beibehaltung der Sandschakate Janina, Delfino und Avlona zu gewähren. Ge⸗ nannter Statthalter hatte die Bitte gestellt, seinem vorigen Un⸗ Divan-Kiatibi die Chodschagians-Wuͤrde und eine Stelle in der Mektubi⸗Kanzlei des Groß⸗Wesirs, und seinen zwei Beam⸗ ten, Ibrahim Aga und Achmed Aga, als Belohnung ihrer Dienste zu verlei Osman Pascha begab sich am Tage nach seiner Ernennüng in das Großherrliche Sera und hatte das Gluͤck, seine Danksagungen sowohl als den Ausdruck seiner und Unterwuͤrfigkeit und seiner Treue dem Sultan zu Fuͤßen zu le—⸗ gen, welcher ihm das Ehrenzeichen der Wesirs⸗Wuͤrde zu verleihen Osman Pascha erhielt ferner . Sr. Hoheit neral den Befehl, dem Hafis Pascha selbst de zu begeben, so wie die Versicherung der Großherrlichen Huld und Gnade zu überbringen. Die, ser wurde . Muhassil von Kiutahia ernannt und hat innen einigen Monaten in Besitz zu nehmen. Der bisherige Musselim von Kiutahia, der Kapidschibaschi Kiamili bello kommandirt Carabano und sein Gehuͤlfe ist der ben.

u einem neuen. Versuch gegen riefen aus Madrid scheint es, daß man in den naͤchsten Cortes vielmehr eine royalistische als eine liberale Opposition fuͤrchtet; meines Erachtens kann es wohl eine solche geben, aber sie wurde unbedeutend seyn. Die bestehenden Cortes sind wesentlich juste milieu und folglich ministeriell. Die Schwierigkeit liegt nicht da. Uebrigens faͤngt man schon an, den seinem Gefolge in Philadelphia anzekommnen. Ton der großen Hoffnungen sehr herunterzuͤstimmen.“

Portugal. ; erald meldet aus Lissabon vom ö5ten eruͤcht, eine Miguelistische Guerilla von digt. 30 bis 69 Mann, befehligt von einem in der Provinz Tras⸗/ os⸗ Montes sehr einflußreichen Adeligen, sey vor einigen Tagen er— schienen und habe in einem in der Naäͤhe von Villa-⸗Real gele⸗ genen Dorfe den Dom Miguel prokl einiger Compagnieen, die den Besehl erhalten, gegen diese Gue⸗ rilla zu marschiren, hat sich dieseibe zerstreut. zahlreiche Verhaftungen neuerdings in dieser Provinz stattgehabt haben. Marschall Saldanha, der es mit der Opposition eben so sehr wie mit dem Ministerium verdorben hat, bemuͤht sich, gzinen tiers parti zu bilden, und hat eine Verbindung mit Herrn Freire und dem Pater Marcos anzuknuͤpfen versucht;

i.

Die Tuͤrkische Zeitung Te k⸗ wimi Wekaji vom 2. Redscheb (24. Oktober) enthaͤlt folgen⸗ den Artikel: „Durch ein vor kurzem im Bureau dieser Zeitung besonders gedrucktes Blatt wurde die Unruhen in Skutari durch das kraftige Einschreiten St. Hoheit Hauptstadt Mexiko vom 13. September zufolge, hat sich der des Sultans zur allgemeinen Kenntniß gebracht. Der von Sei— Serail⸗-Secr etair Wassaf Efendi, welcher sich seiner Auftraͤge auf eine ausgezeichnete Weise entledigt hatte, kam wieder nach Konstantinopel zuruͤck, und es wurde fuͤr noͤthig befunden, zur Begruͤndung der Ruhe und Wohlfahrt der Lander und Unierthanen Sr. Hoheit das Ange⸗ messene ins Werk zu setzen. Hasis Pascha, Statthalter der vier Distrikte (Stutari, Dukagin, Elbassan und Ochri), hatte sich durch seinen Eifer und sein verdienstvolles Benehmen waͤhrend dieser Ereignisse des Allerhoͤchsten Wohlwollens und einer Be— Da aber dieser letzten Vorfaͤlle wegen die Anhaͤnglichkeit der Albaneser fuͤr genannten Pascha erkaltet war, geruhte Se. Hoheit, ihn der Statthalterstelle zu entheben, ihm jedoch alle seine andern Wuͤrden zu lassen. In

J

russa, Achmed Aga, zum Wojewoden von Aschak er⸗ nannt worden. Die Verwechselung der Stellen wird im naͤch⸗

(Oesterr. Beob.) Am 26sten v. M. ist die aus 6 Kriegsschiffen bestehende Tuͤrkische Escadre, nachdem sie mehrere Tage fruͤher auf der Hoͤhe der atte, unter Kommando des Groß-Admirals Tahir Pascha nach den Dardanellen abgesegelt. Ueber die Bestimmung dieser Escadre hat noch immer nichts iner nn. . . ., .

ascha ist der zu dem Range eines Ferik oder Divisions⸗Gene⸗ besitzen me rere Fahrzeuge, die theils i Ver rals erhobene Ramik Pascha beauftragt, die Leitung des Ma⸗ sz , n, i fn

An demselben Tage hat Fuͤrst Milosch Obrenowitsch nehst seinem Gefolge die Hauͤptstadt verlassen, um zu Lande die Ruͤck⸗

Am 2msten hat der Sultan seine Residenz in den Palast

Der bisherige Defterdar CFinanz-Minister) Ali Bei ist die Provinz, . ; ses Amtes enthoben, und an seine Stelle der Serbchane,Emini wird heimlich bearbeitet; es scheint, (Intendant der M nze) Risa Efendi, mit Beibehaltung dieses

g

Der Kaiserl. Russische Kammerjunker und Attaché bei der . waren nicht pon großer Wichtig Gesandtschaft in Rom, Herr von Davidoff, welcher vor einiger . Zeit die Reise nach Konskantinopel zu Hauptstadt verlassen, um uͤber Semlin und Wien auf seinen Poslen zurncksukehren. Herr von Davidoff hatte seinen Aufenthalt in der Turkei benutzt, um auch JJ, 3. 1, 9 nach . 6 * zu unternehmen. z orp rch einen Umweg uͤbe Die Pest macht leider in der Hauptstadt immer gr ere em Ebro, bewerkstelligt worden seyn; . ö) ; * ö . . 6

Vereinigte Staaten von Nord-Amerika. New-⸗York, 26. Ott. Der Königlich Preußische Ge⸗ schaͤftstraͤger, Regierungs-Rath von Rönne, ist mit seiner Fami⸗ lie in Baltimore angekommen, wo er fur einige Zeit seinen

Aufenthalt zu nehmen gedenkt. e . Der Graf von Survilliers (Joseph Buonaparte) ist mit Er wurde von seinen Freunden herzlich bewillkommnet und will den Rest seines Lebens in Amerika zubringen. V . Fuͤr den bevorstehenden Winter haben der Doktor Hall und Herr Powell in Washington populaire Vorlesungen, und zwar Ersterer uͤber Mineralogie und Letzterer uber Geologie, angekuͤn⸗ Die Mineralien- Sammlung des Doktor Hall ist die reichste in den Vereinigten Staaten. . ;

Mexiko.

„Nord⸗Amerikanische Blatter enthalten folgende Mit⸗ theilungen aus Mexiko bis zum 7. Okt.: „Die Nachricht von der Wegnahme des Mexikanischen Schooners „El Correo“, durch das Nord⸗Amerikanische Schiff „San Felipe“, wurde von dem Gouverneur von Matamoros sogleich nach Tampico und Vera Cruz und von da aus durch einen Eourier an den Praͤsidenten, der sich auf seinem Landsitzt Mango de Clavo befindet, so wie an die Minister in der Hauptstadt berichtet. Dies Ereigniß, so wie die Kunde von dem Entschlusse der Nord⸗Amerikaner = wie die Bewohner von Texas gewoͤhnlich in Mexiko genannt wer⸗ den sich der Mexikanischen Regierung und namentlich den Maßregeln zu widersetzen, welche von derselben zur Ver⸗ hinderung des Schleichhandels durch Texas ergriffen wor⸗ den sind, hat eine allgemeine Aufregung gegen die Union hervorgebracht und man glaubte, daß Hr. Butler, Geschaͤftstraͤger der Vereinigten Staaten, welcher so eben in Vera Cruz gelan⸗ det ist, nicht eher werde angenommen werden, als bis fuͤr den angeblich ungesetzlichen Angriff auf die National⸗Flagge Genug⸗ thuung gegeben worden sey. Den letzten Nachrichten aus der

amirt. Bei Annaherung Gewiß ist, daß

Die Opposition

gluͤckliche Beilegung der

General Bravo mit fuͤnf oder sechs seiner Anhaͤnger in Acapulco eingeschifft. Die Ruhe war uͤberall hergestellt, nur war man unzufrieden, daß der Senat so lange mit seiner Entscheidung zoͤgert, hinsichtlich der Bestimmung des Nepraͤsentantenhauses, daß dem Kongresse die Macht zustehe, die gegenwartige Consti⸗ tution zu andern oder eine neue zu entwerfen. Die Ansicht des Generals Santana in dieser Beziehung ist nicht bekannt. Aus Natchitoches in Texas wird unter dem 7. Oktober ge meldet, daß der Mexikanische General Coß mit 109 Mann an. der Muͤndung des Braso gelandet ist, um sich mit den 756 Mann, welche zu San Antonio de Bexar stationirt sind, zu vereinigen, und die insurrectionelle Bewegung von Texas zu unterdruͤcken. Er hat eine Proclamation erlassen, worin er erklaͤrt, „daß er die Ein= kuͤnfte mit Beschlag belegen, die Bewohner entwaffnen, eine Mi⸗ litair⸗Regierung einsetzen und das Eigenthum der Rebellen kon⸗ fisziren werde.““ In einem Briefe des Generals Samuel Honston zu Augustine in Texas an den Praͤsidenten Parker heißt es in Bezug auf diese Angelegenheit: „„Der Krieg zur Ver⸗ theidigung unserer Rechte, unseres Eides und unserer Institutio⸗ nen ist unvermeidlich! Wenn Freiwillige aus den Vereinigten Staaten sich ihren Bruͤdern in Texas anzuschließen geneigt sind, so sollen sie, nach beendigtem Kriege, Land zum Geschenk erhal⸗ ten, denn Millionen von Morgen unseres besten Landes sind noch ohne Herren. Unser Feldgeschrei ist: „Freiheit oder Tod!“ Unser Prinzip ist: Unterstuͤtzung der Constitution und Tod dem Usurpator!“““ .

Freitag den

Colum bien.

Nord-Amerikanische Blaͤtter melden aus St. Tho⸗ mas oom 15. Oktober: „Es ist kein einziger Bewohner in Puerto Cabello geblieben. Das Kastell ist im Besitz der Refor⸗ misten, der revolutionairen Partei von Venezuela, die von den TLonstitutionnellen eng eingeschlossen sind. Die Reformisten be— schießen das Lager ihrer Feinde mit Bomben und Kanonenku— geln, ohne ihnen großen Schaden zuzufuͤgen. Dagegen hat die Stadt sehr dadurch gelitten und viele Haͤuser sind niedergerissen worden, weil sie dem Feuer der Artillerie im Wege standen. Die meisten hier ansaͤssigen Personen haben sich nach Euragao begeben und Alles im Stich gelassen. So lange die Englische Kriegs Sloop „Larn“ hier vor Anker lag, waren der Englische Amerikanische Konsul in ihren Wohnungen sicher, als jedoch jenes Fahrzeug absegelte, verließen auch sie die Stadt; sie waren die letzten Bewohner derselben. Der Ge— ral Paez ist nach Barcelona und Eumana abgegangen. Die Reformisten, welche die Stadt Cariaco im Besitz hatten, wurden von der Regierungs⸗-Partei daraus vertrieben, es gelang ihnen jedoch, sich derselben wieder zu bemächtigen, worauf sie alle Männer ermordeten und etwa 155 Frauen nach der kleinen Stadt Margarita sandten. In dem Schlosse von Puerto 6 a⸗

rovinzen als Mu⸗

die Kapidschibaschi⸗Wuͤrde hen, welchem Gesuche Se.

Auftrag, sich

Beluche. Montilla ist zum Kriegs⸗Minister ernannt ö

Maracaibo nach Caraccas berufen. Sobald er z6z eren

erklaͤrte sich die Stadt fuͤr die Reformisten, an , Lberst Andrade steht; die constitutionnell Partei ist noch im BVesitze des Forts San Carlos. An der Ostkuͤste sind drei Ge⸗ fechte vorgefallen, worin die Reforrnisten einen unbedeutenden Vortheil erlangt haben. Die Stadt Guira ist von ihnen nie⸗ dergebrannt und die Einwohner sind gezwungen worden, nach Bean nEl, Kinlded, zugflthen. In Puercg Carchs?nind'3; Häuser des Englischen Kensüls und anderer Perfeden erbrochen und gepluͤndert worden. Einige Irlaͤnder, welche in den Berg⸗ werken arbziten, haben sich fur die Refolmisten ertiähe. Diese

. Puerto Cabello, thei in Cumang und Margcaibo ausgerüstet worden sind. 3 e

Laguayra vom 10. Oktober werd gemeldet, daß der

Gomez, welcher die Regierungs⸗ Truppen derbe, 53 geschlagen worden sey, doch wird dies keine wichtigen Folgen ha⸗ ben und er bald wieder im Stande seyn, den Rebellen die Spitze zu bieten, die auf der anderen Seite von Paez mit einer uͤber⸗ . Macht verfolgt werden. Die Regierung besitzt die Mit⸗ 7 ,, zu, . nur muß sie großere Thaͤ—⸗

nergie in der Fuͤhrung de ĩ . , Fuͤhrung des Krieges entwickeln, als

und der bisherige Musse⸗—

Inland.

Berlin, 20. Nov. Se. Köͤnigl. Hoheit der rinz Friedri ist am 22sten d. M. Abends nach? langerer . . in Duͤsseldorf eingetroffen. Am folgenden Abend begaben sich die Musik⸗Corps der verschiedenen in Duͤsseldorf garnisoni⸗ renden Truppenthetle nach dem Prinzlichen Palaiz' un? führten im Beiseyn einer eben so zahlreichen als freudig bewegten Volks menge mehrere ausgewählte Musikstuͤcke auf. .

seinem Vergnuͤgen unter⸗

1 .