1 1 . K— e
zwar für jeden der beiden Hauptzweige des empfangenen Unterrichts esonderz, eine Zahl zwischin O0 — 26 notiren, um dadurch den ge⸗ ringern oder höhern Grad ihrer Zufriedenheit mit der Antwort zu bezeichnen. Für jeden der beiden Unterrichtszweige werden am Schlusse der Prüsung die empfangenen Zahlen jedes Kandidaten zu⸗ Aunmmenaddirt, und die Summe derselben bezeichnet sein Fähigkeits⸗ Verhältniß zu den Uebrigen. Wer in einem Unterrichtszweige nicht mindestens auf 14 gekommen ist, wird vorläufig noch für unfähig zur Anstellung erklärt.“ .
Der Minister des Innern benachrichtigt den Handelsstand, daß in seinem Bureau der Dikection des Handels zur Einsicht für Personen, welche Interesse daran haben mögen, bereitliegen:
der Zoll-Tarif der Philippinen vom Jahre 1831
desgl. von Buenos-Ayres .... 1835
desgl. von Cuba. . . 1835
Tarif und Handels Bilanz von Singapore und Manila: HYandels⸗Bilanz von Puerto Ried aus dem Jahre 1833 — 1832; desgl. von Havanna aus dem Jahre 183.
Spanien, Zufolge Nachrichten aus Sevilla vom 3. Nov. 2. J. ist, in Erfüllung des längst gehegten Wunsches der Kaufmann schaft dieser Stadt, das Zollhaus von Bonanza hierher zurückverlegt worden. Zugleich wurde der Zoll von 14“ R. d. V. hr, Tonnladung, cen stende, und von i, R. d. P. pr. dito, welchen Spanische Schiffe in neuester Zeit an die Companslia del Guadalquivir zu zahlen harten, wieder aufgehoben.
Portugal. Londoner Nachrichten vom 3. Nov. d. J. zufolge, war zu Lissabon die Einfuhr⸗-Erlaubniß von 36,000 Quarter Weizen dahin beschränkt worden, daß eine gleiche Quantität Portugiestschen Weizens angekauft und unter Königs Schloß gelegt werden sollte, um ein zu tiefes Sinken der Marktpreise zu hindern. Zugleich wollte der Londoner Korrespoendent wissen, es solle vom 1. Januar f. J. an auf viele Französische Produkte ein Einfuhr-Zoll von 30 pCt. gelegt wer= den, während er für Englische auf 15 pCt. bewenden bleiben werde.
Griechenland. Ueber die zu Athen zu errichtende Bank (vergleiche Nr. 326 der Staats-Zeitung) wird von der Times, an⸗ scheinend aus guter Kuelle, mitgetheilt: das Kapital der Unterneh⸗ mung selle 1500,90 Pfund Sterling, der Werth auszugebender Bank— noten nicht über , dieser Summe betragen, und das Erklusiv⸗Privi—⸗ segium auf 30 Jahre verliehen werden.
Tür kei. Die Aufhebung der Albanischen Küsten-Blokade vom 1. Norpember d. J. an ist den freniden Missionen und Konsulaten amtlich von der Pforte angezeigt worden. Einer späteren Nachricht zufolge, war diese Aufhebung schon am 22. Oktober d. J. beabsichtigt. Sü d⸗Am erika. Venezuela. Die Häfen dieser Republik sind jetzt also klassifizirt worden; —
1 Zur Ein- und Ausfuhr: Angostura, Cum ana, La— guayra, Portocabello, Lavela und Maracaibo; ö
2 allgemein jur Ausfuhr, aber zur Sinfuhr nur für die eigene Consumtion der Hafenstadt: Carupano, Ma— turin, Guiria, Pampetan und Juan Griego;
2M bloß für die Ausfuhr: Jaygno und Papaco, und
für die Ausführung von Maulthieren und sonsti— gem Vieh: die zwischen Angostura und Yaga belegenen kleinen Häfen.
Peru. Die Regierung hat im März d. J. das nachstehende, in mehr als einer Hinsicht merkwürdige Dekret erlassen:
„In Erwägung: ö ⸗
I daß es von dringender Nothwendigkeit ist, dem ganz her⸗ untergekommenen Ackerbau zu Hülfe zu kommen; ö
2) daß aber in dem Mangel an Händen die Haupt⸗Ursache sei⸗ nes Verfalls beñteht; .
S) daß, beim gegenwärtigen Zustande unseret Bevölkerung, und mit Rücksicht auf die unbesiegbare Macht der Gewohnheit, freie Arbei= ter mit Nutzen nicht angewendet werden können;
w daß sz ungerecht seyn würde, unser Grund⸗Eigenthum, und mit ihm den soölidesten Reichthum unseres Landesz der Achtung über- triebener philantropischer Grundsatze aufzuopfern, daß also Maßregeln genommen werden müssen, die beiden Ertreme zu vereinigen;
O) daß durch Einführung von Sklaven aus Amerika der Afri⸗ kanische Negerhandel nicht vermehrt, und das Leos der Neger nicht Herschlimmert werden kann; . mhwird verordnet: . — 2 Einführung von Sklaven aus Amerika ist erlaubt, und zwar zollfrei.
Bra silien. Nach Briefen aus Rio vom 1. September d. J.
— — —
stigung für die Brasilianischen Gesandten besteht. Kleidungsstücke zum
1400
war kürzlich das neue Zollgesetz in 222 Artikeln publizirt. Von dessen Inhalt werden vorläufig nur folgende vom Einfuhr -⸗Zoll befreite Ar⸗
tikel mitgetheilt: ; . 9 Fremde Gold⸗ und Silber⸗Münzen und Barren. Bücher-Gegen⸗
stände für remde Gesandten aus den Ländern, wo dieselbe Begün⸗
Gebrauch solcher Personen, die sich im Lande aufhalten wollen. Rohe Stosse für inländische Fabriken. Maschinen, die in den Provinzen, für welche sie bestimmt sind, bisher noch nicht angewendet wurden, oder die man im Lande noch nicht anzufertigen versteht, oder durch deren Anwendung die Erzeugnisse besser und wohlfeiler geliefert wer⸗ den können. .
Meteorologische Beobachtung.
1835. Morgens Nachmittags Abends Nach einmaliger 7. Dezember. 6 Uhr. 2 uhr. 10 Uhr. Beobachtung.
337,5!“ Par.
. 0, 29 R.
. . R. SA pct. heiter. MNG.
Quellwärme 7.20 R. Flußwärme 180 R. Bodenwarme 3.0 0 R. Ausdünstung O. 003“ Rh. Niederschlag O, 9 Rhz. NW. Nachtkalte — O, 996 R.
Wolkenzug .. NW. Vormittags Schnee. Tagetmittel: 337,7 Par.. 4 072 R... — 1,0 R... Sa pCt.
z37 * Par. 37 0 Par. 22 R. 4 2.1 9 R. * 0,9 0 R. 78 vëCt. halbh eiter.
Zustdruct .... Luftwärme .. Thaupunkt .. Dunstsãttig. .
Berliner Börse. Den 8. Dezember 1833. 2 mel ch gr Eg Rd n J Re Id- CG ur s- Zæatte?!. 8 T. Tse r de 8 Brief. Geld. Brief. Geld. Iod s, io.
— 10 Vg 1002
Oatpr. Pfandhr. omm. do. Kur- u. Neum. do. Schlesische do. Rückat. C. und z. Seh. 4. K. n. N.
Gt. Schuld- Sch. Pr. Engl. Obl. 30. Prüm Sch. d. See. Kurm. Ohl. m. I. C. Nm. Int. Sah. do. kerl. Stadt. Obl. Königsb. do.
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Danz. do. in Th. Wentpr. Efandbr. Grosah. Fag. do.
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ief. Gela. R 1225/3 183 1521/0 6 285,9
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Kurz 2 Alt. Kurz- 2 Mt. 3 Mt. 2 Mt. 2 Mt. 2 Mt. 2 At. 8 Tage 2 Mt. 3 Woch.
Amuterdam do. Hamburg do. London
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Fraukfurt a. M. W. 291 ½ñ2
Petersburg
Aus würtige Börsen. Amsterdam, 3. Dezember. .
Niederl. wirkl. Schuld S5 39 5c do. 1013. Ausg. Schmid 152. Kanz- Bill. 215... i iG, Amort. 98 ,. 8 Ho, 79. Rus. 9634. Oeszterr. 983 ,. hreuss. Prüm -Scheiue 1055. do. Ad Aul. — 8e Span. Anl. A855. 30,69, do. —.
Antwerpen, 2. Dezember. So, Span. — Zins. — Cortes —. Neue Anl. M!. . Erank furt a. M., S. Dezember. Oenterr. Zo Metall. 1021, io s s. MM voi i, , 96s 2103 IL Uu 257/83. Er. Bauk-Arrien 1650 16219 Foartial-Obi. 11! Br. Loose zu 500 FI. 118169. 118. Loose zu 1090 FI. 2183 E. hreuss. Präm. Seh. So?. 3s. do. Au“, Anl. 9687, Br. PHoln. Loose 693,2. 691.6. Dos, Spaun Anl. M53. A633. 3 5, —. Faris, 2. Dezember.
do Rente pr. compt. 168. 30. fin cour. 108. A5. 0, pr.
compt. 809. 60. in cour. 80. 70. S0“, Nenp. ohe Conpon S6. 66.
60.
SY/o Span, Rente A513. 3 90 —. Ausg. Sehuld 171,5. 31, Portug. 83 4 85 ½.
Königliche Schau spiele.
Mittwoch, 9. Dez. Im Opernhause. Genehmigung. Zum Benefiz der Diles. Therese und Fa Elsler. Lebende Bilder. 1) Die Ruͤckkehr, nach ein Bilde von Nerenz. 2) Der Heiraths-Antrag auf Helgoln nach einem Bilde von Jordan. 3) nach einer Farben- Skizze von Hopfgarten. 4 Franzhs Marodeurs, nach einem durch die Unterschrift: „Tiens lern bezeichneten Bilde von H. Vernet. 5) Procidanerinnen, einem Bilde von L. Robert. 6) Die Schwaben auf der Ha jagd, nach einem Bilse von Heß. Hierauf: Die Benefiz stellung, Pesse in 1 Akt und in 5 Abth. (Dlle. Maria An Zephirine.) Composition und Ausführung des Violin = zu dem has seul, von dem Koͤnigl. Kammer-Musitus Ln Ganz. Und: Zum erstenmale: Pygmalion, Divertissemn 1 Att. In Scene gesetzt von Alles Therese und Fanny (Dlle. Fanny Elsler: Galathe. Dlle. Therese Elsler wird tanzen. enn dieser Vorstellung sind in der. Wohnung der Els ier, Jäͤgerstraße Nr. 67., zwei Treppen hoch, von gens 9 Uhr bis Mittags 2 Uhr, und Nachmittags von 4 ühr, nur noch Billets zu den Logen des zweiten Ranges Sgr., zu den Logen des dritten Ranges à 10 Sgr., zum terre à 15 Sgr., und zum Amphitheater à 7½ Sgr. zu Die Abonnements und freien Entreen sind ohne Ausnahme uͤltig. : ! Im Schauspielhause: I) La servante justisie, vauqh en 1 acte. 2) Les rivaux d'eux - méme, comédie en! 3) Le Parrain, piece comique en 1 acite.
Donnerstag, 19. Dez. Im Schauspielhause: Zum male wiederholt: Der Oheim, Lustspiel in s Abth., vom fasser: ‚Luͤge und Wahrheit.“ Hierauf: Nachbarliche s schaft, Lustspiel in 1 Akt, von L. Angely.
Königstädtisches Theater. Mittwoch, 9. Dez. Der Alpenkönig und der Mu feind. Großes romantisch⸗ komisches Original ⸗Zauberspiz Akten, von F. Raimund. Musik von W. Muͤller. Donnerstag, 109. Dez. Die Bastille, oder; Wer eine Grube gräbt, fallt selbst hinein. Original, Lu stspig Akten, von Berger. Vorher: Der lustige Rath. Lusssf 2 Akten, von Th. Hell. .
Markt⸗Preise vom Getraide.
Berlin, den 7. Dezember 1835. Zu Laude: Weizen (weißer) 1 Rthlr. 22 Sgr. 6 Pf, 1 Rthlr. 18 Sgr. 9 Pf. und 1 Rthir. 8 Sgr. 2 Pf; M 1Rthlr. 5 Sgr., auch 1 Rthlr. 3 Sgr.; große Gerste A 6 Pf.; kleine Gerste 1 Rthlr, auch 22 Sgr. 6 Pf.; Hafer auch 20 Sgr. 8 Pf.; Erbsen 1 Rthlr. 25 Sgr., auch 1 Rthlr. 9 Pf. hn Wasser:. Weizen (weißer) 1 Rthlr. 27 Sgr. 6 j 1RNthlr. 20 Sgr. und 1 Rthlr. 12 Sgr. 6 Pf.: Röggen J 7 Sgr. 6 Pf., auch 1 Rthlr. s Sgr; große Gerste 1 Rthh 28 Sgr. 9 Pf.; Hafer 23 Sgr. 9 Pf. Sonnabend, den 5. Dezember 1835. Das Schock Stroy 3 Rthlr. 5 Sgr., auch A Rthlr. I der Centner Heu 1 Rthlr. 10 Sgr., auch 20 Sgr.
Ri darteur Co tte l. — —— n —
Gedruckt bei A. W. Ha)
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Tikulli, A.,. Carmina, receusione Car. Lach- wänni pussim immutala explicit L. Dissenigas,. II. Rartes. (bars 1. Disqäaisitignes de Vita et Poe- sie Tikulli Carmina. Accedunt lactiones edi anis Pinellianac nune peimum edtlatae. Pars Il. Cammentariam cuntinens.). 8 maj.
Cisarta im hr. 3 Lulr. 20 sgr. serisit. 3 Thle — momhr. 7 Thule 10 sr.
Deb lmann, F. E, die Politik, auf den Grund und das Maaß der gegebenen Zustände zu uüͤckgefuͤbrt. Bd. J. Staatsverfassung Volks bitdung. Gr Bryn. à 1 Thlr 20 sar.
Greim u, J, Deuts ehe NAythalagie, Gr. Syo
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7 Friedrich der Große, Konig von
Bei F. W, Goedsche in Meissen ist erschienen und in Berlin bei E. S Mittler (Stechbahn Nr 3), so wie in allen andern Buchhandlungen as-lost und anderwâ ts (in Löwenberg tei Eschrich & mp, in Neisse bei Hennings) zu haben:
Alegan der, J. E, Skizzen aus Portugal
während des Büegerkrieges im Jahre iszn, nebst Bemerkungen uber den gegenwärtigen Zustand und die Äussichten in die Zutnnft Portugals.
Allgemeiner Anzeige Aus dem , n, ,, von Dr. Unge⸗
Adler, He. K. F., Die Seefahrer, oder selt⸗ same Schictsale und Abenteuer der Zwillings⸗ brüder Wienhold auf ihren Reisen durch Eu ropa, Afrika und Amertka. So, 1 Thlr. io sgr.
Dietrich, hr S, Ritter Feige von Bom⸗ sen, oder deutsche Kraft und Redlichkeit. Svo. 1XhlIr. 3 sgr
Linke, M H. Erinnerungen an K. F. G. Stbckbardt, vestehend in einer kurzen Bio⸗ graphie und einem Anhange von Orig enalbrie⸗ fen, Gedichten und Aphorismen aus dessen Ta—=
ö 1 gebuche. Seinen Freunden zum Andenken, an⸗
rung der Fortschritte besaudern dienlichie Samm- ite, Predigern zur Betrachtung und gebil⸗
eten Christen überhaupt zur Erbauung. Syo.
Enthüllte Gebeimnisse der Bierbrauerei. Eine Sammlung der untrüglichsten Mittel, ver⸗ dorvene oder sonst untaugliche Biere wieder zu verbessern und teinkbar zu machen, verschiedene Biere, namentlich alte gute Sorten, zu brauen, Meth zu sieden ꝛc. :
Aus den nachgelassenen Papieren eines
alten Bierbrauers, von J. Görl.
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Historische Festgeschenke in hübschen Ein bäͤnden
In unterzeichneter Buchhandlung sind folgende in diesem Jahre erschienene Werke, welche sich zu Fest⸗ geschenken ganz besonders eignen, stets vorraͤtbig: Geschichte Rapoleons und der Armer im Jabre 1812. Ve von Stgur. Aus dem Franißsischen der zehn⸗ ten Auflage uͤbersetzt von Professor Carl Cour⸗
Svo. Geh. 1 Thlr.
von Professor Carl Courtin
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Auf eine jahr Erfahrung
Mit zwei Geh. 10 sgr.
von Dr.
großen Von dem Grafen
83 * 1 r für die Preußischen und seines Volkes, seit der Gruͤndung der Stadt schichte der Entwicklung der christlichen Kircht⸗ Mom. Ein nuͤtzliches Lese⸗ und Schulbuch fuͤr die reifere Jugend. Nach dem Franzbsischen des HS. Bourg on, (Professors der Geschichte zu Be⸗ sangon) uͤbersetzt und mit g ammatikalischen Noten zum Uebersetzen in's Franzbsische versehen
Oetav. Der Preis beider Baͤnde betragt, Be⸗ hufs allgemeiner Verbreitung dieses wahrhaft
Hugo's Geschichte des Kgisers Napoleon. Nach Diktaten und eigenhändigen Notizen des Kaisers, so wie nach den Schriften, Memoiren, Berichten, militairischen Werken :(. von Las Cases, Bertrand ꝛc. Zweite von Hr Heinrich Elsner besorgte und ganzlich ung eardeitet⸗ Uuflage. Mit vielen Holzichnitten, Kupfer⸗ und Stahlstichen, in elegantem Einbande.
Stuhrsche Buchhandlung, Schloßplatz Nr. 2.
Wichtig e Anzeige für höhere katholtsche Lehransialten und füͤr alle Gebildete. Hannover, im Verlage der Hahn'schen Hof⸗—
buchhandlung sind so eben erschienen: ö. Lehrbuch der christlichen Religion. für Schule und Haus
Joseph Beck, ge , , , Erstet. Thel: auch unter dem Titel. . 1 Geschichte des Mittelalters mit besonderer laube nach den Grundsaͤtzen der katholischen Kirche Se Wehn en tn, hr höhere n en er gn und ge auf Teutschland; in der zweiten Abtheilun bildete Chrien überhgupt. Gr Sru, 1858 S Thlr. Der verdienstvolle Hr. Verfasser eröffnet mit dieser ersten Abtheilung ein eben so zeitgemaßes als vor⸗ ö — . a,,. und . ö n fr,. Mit 12 Kupferstichen. gr. So. Preis: Werk, welches nicht nur als Leitfaden beim Unter⸗, th, . ö . richte in höheren katholischen Lehranstalten, sondern ein umfassendes Handbuch dargeboten 6 Preußen uberhaupt denkenden und gebildeten Christen als Sein Leben und Wirken; nebst einer gedraͤngt'n Handbuch dienen soll, worin sie uͤber die helligfien Heichichte des siebenjdbrigen Krieges Fur Le⸗ Interessen utseres Daseins Belehrang finden, und ser aller Stande nach den besten Quellen histo⸗ wongch sie ihren christlichen Glauben lzutern und risch⸗biographisch hearbeitet von Theobald? befestigen können. Das Ganze wird A Abtheilungen Chauber. Zwelte Ausgabe, vermehrt mit: W. umfassen, jedoch so, daß auch jede derselben einzeln Bur khardts Lebensbeschreibung Blüchert. fur sich g . Mit 3 Stahlstichen, 2 Lithographien und 25 noch übrigen 3 Theile als „die Darstellung des christ⸗ Holzschnitten. Gr. Sr. Press 2 Thlr. 119 sgr. lichen Levens (Sitten lehre)“ — „populaire Einlei⸗ Vollsthndige Geschichte des alten Roms tung in die heiligen Schriften“ — und die „Ge⸗
ebraucht und angeschafft werden kann. Die
Staaten.
den baldigst nachfolgen. Lehrbuch der allgemeinen Geschs für Schule und Haus. Erster Cursus oder Lehrbuch der allgemeinen s fuͤr die unteren und mittleren Klassen (in Unterrichts⸗Anstalten. Von Dr. FJoseph Beck, Professor am Gymnasium zu Freiburg und n der historischen Gesellschaft daselbt Mit fuͤnf synchronistischen Tabellen in gr Gr Sr. 1835. Thlr. (Die Tabellen apatt! Der Herr Verf beginnt mit dieser ersten lung einen neuen zeitgemäßen und ausfuͤhl Lehrcursus der allgemeinen Geschichte, welchtt geisrreiche, anziebende und würdige Darsteln jweckmaͤßige Anordnung sich auszeich nend, ein her noch gefühlten Mangel, besonders in kahh Unterrichts Anstalten, abhelfen und gewiß de meinsten Beifalls auch bei Gebildeten sich! wired. Ein besonderer Vorzug dieses Lehrt unstreitig dieser, daß es die Geschichte als sie wirklich ist, als Sffenbarung der Gotthen ben der Menschheit seibst, beban delt, und s wichtigen und einflüßreichen Unterrichts richtige Stelle anweisst. Die obige Abth fuͤr die beiden ersten Jahresfurse des histe richts bestimmt; der 2te Theil soll die ausf Da siellung der Geschichte der Griechen un mit besonderer Ruͤcksicht auf Archäologie! ratur; der zte Theil in der ersten Abtheh
Zwei Baͤnde in
Thlc.
schichte der vorzuͤglicheren eurovdlschen S der neuen Zeit behandeln, so ⸗daß bei solch nung des historischen Stoffes nicht nu Schuͤler eine gruͤndliche Kenntniß der Gess reicht werden kann, sondern auch Geschicht
durch umisichtige Auswahl des Wesentlih durch eine klare lichtvolle Gesammtansshch den Entwicklungsgang der Mensch beit eine! zuͤgliche Brauchbarkeit und R ehersichtlichtet wozu noch die synchronistischen Tabellen! heitragen, welche auch apart zum Anheftch lich sind. ⸗ Obiges ist zu haben in der 4 Nies laischen Buchhandlung in (Bruͤderstr. Nr. 13), Stettin, Elbint
Mlt Allerhoch
3) Toilette einer Florentine
Allgemeine
6
amtliche Nachrichten. ö Kronik des Tages.
Se. Majestaͤt der Koͤnig haben den Rittmeister a. D. und hbesitzer Ernst Braun zu Seubersdorff unter dem Namen: un von Schwanen feld, und mit Beilegung des von , mne mn erm in den Adelstand zu er— n geruht. . Se. Maiestot der Konig haben dem vortragenden Raihe Gestuͤt Verwaltung und des Ober Matstall⸗ Amtes, Justiz⸗ Seidel, das Prädikat eines Geheimen Regierungs⸗ Raths 1. beizulegen geruht. . Se. Majestat der König haben den bisherigen Land- und digerichts Assessor Hartwich zu Marienwerder zum Land Sindtgerichts, Rath Allergnäbigst zu ernennen und das dies he Patent Allerhoͤchstselbst zu vollziehen geruht. St. Majestaͤt der König haben dem Kaufmann Traͤger haumburg den Rothen Adler-Orden vierter Klasse zu verlei⸗
geru ht. .
Der Justiz-Kommissarius Adolph Heinrich John zu satz ist zugleich zum Notarius im Bezirke ae. Ga n. „Landesgerichts zu Glogau bestellt worden. ; Der Notariats Kandidat Klemens Augu st von Franz um Notarius im Friedensgerichts⸗ Bezirk Eitorf, Landgerichts⸗ it Koln, mit Anweisung seines Wohnortes in Eitorf, er—⸗ nt worden. ; Das 26ste Stuüͤck der Gesetz⸗ Sammlung, welches heute aus— ben wird, enthält die Allerhoͤchsten fer en eech, 3 bel673. vom 28. Oktober 8. J., den Verkehr dir Gerichte 3. mit der Koͤniglichen Bank betreffend; 1674. vom 5. November d. J., wonach der 5. 1 des Ge— sgetzes vem 14. April 1827 auch auf diejenigen Per⸗ sonen, welche, ohne das Schiffer- oder Fuhrmanns⸗ Gewerke zu treiben, Transporte fuͤr Lohn uͤberneh— men und Veruntreuungen u. s. w. daran sich schul= dig machen, angewendet werden soll; j vom Sten desselben Monats, wodurch die von einer Gesellschaft Antwerpener Kaufleute unternommene Renten, Ausspielung in Absicht des Verbots der Theilnahme und der Strafen fuͤr ein Spiel in einer
fremden Lotterie erklärt ist und die betreffenden Mi⸗ nisterten in künftigen Fallen derselben Art zu aͤhn= lichen Verboten autorisirr werden;
676. vom 17ten, betreffend die Kriminal— Gerichtsbarkeit
2 k n nen bei den Unter⸗ Gerichten, n — 1677. vom 21sten ejsd. m., die Amts-Verschwiegenhei der zffen techen Beamten betreffend. Kö Derlin, den 10. Dezember 1835.
Debits-Comtoir der Gesetz⸗ Sammlung.
Heinrich
Dem Glockengießer und Spritzen-Fabrikanten O. ist unterm 7. Dezem⸗
ristian Lange zu Frankfurt a. d. 1835 ein Patent . wegen eines fuͤr neu und ö , echs Jahre, von jenem Termin an gerechnet, und fuͤr den sang der Monarchie ertheilt worden. ; j f
eigenthuͤmlich befun denen
Angekommen; Der Koͤnigl. Großbritanische außerordent— 5 Gesandte und bevollmächtigte Minister am rn. Hofe, George William Rusfell, von London.
Zeitungs-Nachrichten. Ausland. Rußland.
9 rine,
hund der
September⸗Monats das Tschernig!ffsche ements, eine S
mmen aus seinen Mi de. Bei einem
h Aussuührung die⸗ beigetragen hatte,
ihre Ruckreise nach Engl
Paris, 3. Dez. Der Fur „Dez. Der Fuͤrst von Talleyrand wurde vor n , von dem Könige empfangen. Gestern ar elt tin . t nach einander mit mehreren Ministern.
heuttze Monteur enthält einen Bericht des Mini=
ten
gescheuet, Boͤses zu thun,
— ——— ———— — —— — — — —
sters des offentlichen Unterrichts an den Koͤnig und in Folge des— sen eine vom 1sten d. M. datirte Königl. en ö ein dehrstuhl fuͤr admintstrative Jurisprudenz bei der e , ö. Aix . wird.
achdem noch in der gestrigen Audienz des Pairshofes der General. Prokurator Martin kei, hier ch fun 1. . in der heutigen Audienz der Advokgt Crémieux zur Vertheidigung des Mitangeklagten, Hr. Bächen auf. Er suchte namentlich zu beweisen, daß das Komplott zum Umsturze der Negierung, wel—⸗ ches man seinem Klienten und dessen itangeklagten zur Last lege, mehr in der Einbildung des General- Prokurators bestehe, als es in der Wirklichkeit bestan m habe. Gesetzt aber auch, die angefuhrten Thatsachen waͤren e gegruͤndet, so wuͤrde sich aus denselben noch immer nicht ein Verbrechen des Hochverraths er— geben, wie solches im 87. Art. des Straß Gesetzbuches bezeichnet wird. „Ich bin weit entfernt“, fuhr der Redner fort, „Maͤn— ner vertheidigen zu wollen, die de Vertheidigung verschmaͤhen; Böechet aber hat mich zu seinem Nechtsbeistande gewahlt, und da
der General⸗Prokurator ihn als einen Haupt⸗Mitschüldigen der
uͤbrigen Angeklagten bezeichnet, muß ich in dem eigenen In— teresse meines Klienten den Beweis r daß gar er Koin⸗ plott stattgefunden hat, und Ihnen zu diesem Behufe alle uͤbri⸗ gen Angeklagten wider ihren und meinen Willen vorfuͤhren. Diese Angeklagten befinden sich, wie Sie selbst fuͤhlen werden, in einer seltsamen Lage. Die letzten Gesetze näm—⸗ lich, zu denen Sie als legislative Macht die Haͤnde gebo— haben, gestatten den Angeklagten nicht, sich nach ihrer , . 37 2 Ihnen z. B. die Grundsaͤtze ( rein, die ihnen zur Richtschnur ihres Ben t haben, und die sie fuͤr . . , . — , . esetze gestatten, der Vertheidigung Gehör zu geben, benn man dar sich jetzt nicht mehr ein Republikaner ö Legitimist , und wie sollen also die Angeklagten sich vertheidigen, — sie, die nicht bloß eines Komplotts gegen die Regierung, sondern überhaupt des entschiedensten Republikanismus beschüldigt wer⸗ den? Eben so wenig wurde ein Advokat auf diesem Terrain die Vertheidigung fuͤhren koͤnnen, und es kann also unmoͤglich in Ihren Herzen eine vorgefaßte Meinung gegen Manner Wurzel gefaßt haben, denen das Gesetz selbst verbietet, sich zu vertheidi⸗ gen, und denen unter diesen Umständen nur noch die Kompetenz⸗ Frage zu eroͤrtern uͤbrig blieb. In dieser Beziehung gestehe ich het, daß ich zu der Zahl derer gehöre, die da glauben, daß der 28. Art. der Charte Sie nicht zu Richtern uͤber die Angeklagten bestellt: ich halte Sie nicht fuͤr kompetent; dennoch freue ich mich Ihres Richteramts, denn, als Advokat Béchet's, will ich Sie lieber zu Richtern als irgend einen anderen haben. Die uͤbrigen Maͤnner, die hier vor ihren Schranken stehen, sind vielleicht von denselben Gesinnungen beseelt; sie können sie Ihnen aber nicht ausdruͤcken.̃! Der Redner beleuchtete hierauf die ver schie⸗ denen Beschuldigungen, die einem Jeden der Angeklagten zur Last gelegt werden, und bemuͤhte sich, zu beweisen, wie aus kei⸗ ner einzigen der Zeugen-Aussagen der Beweis eines Komplottes her vorgehe. Es habe, meinte er, hoöͤchstens eine nicht be— folgte Aufforderung zur Empöͤrung stattgefunden, keineswegs aber habe sich aus dem Verhoͤre irgend eine Verzweigung mit den Ereignissen, die sich in Lyon, Arbois, Paris uͤnd Mar eille zugetragen, ergeben. Der Advokat schloß seinen zweistuͤndigen Vortrag mit einigen allgemeinen Betrachtungen uͤber das Mora—⸗ lische des Prozesses, indem er bemerkte, daß die Folgen der Juli Revolution — einerseits das Bedauern der Freunde der vorigen Regierung, andererseits die Hoffnungen der Anhaͤnger eines noch liberaleren Systems als das jetzige — nothwendiger⸗ weise im Lande hätten eine Bewegung hervorbringen muͤssen, die unter den obiwaltenden Umstaͤnden wohl einige Entschuldi— gung verdienen. — Nach einer kurzen Unterbrechung der Audienz trat der General Prokurator Martin zu seiner Replik auf und behauptete die Anklage. Der Advokat Crémieux machte mitt⸗ lerweile auf seinem Manustripte Rand⸗Bemerkungen und berei⸗ tete sich zu einer Gegen-Anttort vor. Bei dem Abgange der Post war indessen Herr Martin noch auf der RNednerbuͤhne. Herr Parquin hat seinen an den Praͤsidenten des Pairsho⸗ fes gerichteten gestern mitgetheilten) Brief dem Fiescht in Ab⸗ schrift zugehen lassen, und darauf von diesem folgende Antwort erhasten, welche die hiesigen Blatter ganz genau nach dem Ori— ginal mittheilen, dessen Orthographie sehr mit dem Style im Widerspruch steht. Es lauter folgenderinaßen: „M. H., ich habe die Abschrift des Schreibens erhalten, welches Sie an den Praͤsidenten des Pairshofes gerichtet haben. Sie haben meine Sache angenommen, die ungemein schwierig ist, und ich gebe Ih⸗ nen die Versicherung, daß ich nicht in der Hoffnung auf Frei— sprechung Ihre Wahl zu meinem Vertheidiger veranlaßt habe. Nein, m. H., ich weiß, daß ich strafbar bin, Und wenn der große Cicero oder der große Homer meine Sache vertheidigten, so würde es ihnen unmoglich seyn, meine Freisprechung zu bewirken, weil ich selbst mein schreckliches Attentat eingestanden habe, und auf nichts hoffe; aber es gewahrt mir eine Freude, meine Richter zu überzeugen, daß ich die Wahrheit gesagt habe, ohne dazu von irgend Jemanden gezwungen worden zu seyn oder Versprechungen erhalten zu haben; auch werde ich dieselbe im Angesichte der ganzen Welt agen, damit man sich ein Beispiel an mir nehmen möge. Personen, die mich verhört haben, muͤssen mir auch die Gerech⸗ tigkeit widerfahren lassen, daß ich nichts versucht habe, um mei— nen Kopf zu retten, nein, m. H., nichte! Ich habe mich nicht esche: und jetzt bleibt mir nichts uͤbrig, als die Gefahr zu verachten, mein Haupt muthig unter das Beil fe legen und die Opfer, die durch meine Hand gefallen sind, zu edauern. Ich fuͤhie, daß die Vertheidigung, der Sie sich un⸗ terzogen haben, nicht mit Erfolg zu fuuͤhren ist, und wenn Sie es dennoch unter irgend einem Vorwande versuchen sollten, so würde Herr Parquin nicht mehr fuͤr den Mann gelten, fuͤr den ihn Fran kreich jetzt hallt. Bei dem Allen bedarf ich eines Ver⸗ theidigers. Meine Wahl ist auf Sie gefallen, und weit davon entfernt, daß das Schreiben, wesches Sie an den Praͤsidenten
Rechts ⸗
ielten, so wuͤrde der Praͤsident sie würden Ihnen, m. H., nicht
Die
weiß aus sichere. Quelle,
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erlin, Donnerstag den 10u Dezember
des Pairshofes gerichtet haben, es mich bedauern ließe, Sie ge⸗
wahlt zu haben, bitte ich Sie vielmehr, da dieses ĩ nur meine eigenen Gefuͤhle ausspricht und Sie in , ehrt, mir auch fernerhin mit Ihrem Rathe beizustehen; und wuͤrden Sie mich sogar verbinden, wenn Sie diesem Briefe die⸗ Elbe Publizitaͤt, wie dem Ihrigen, geben wollten. Ich gruͤße Sie von ganzem Herzen. (gez.) Fies chi“ . Aus Havre schreibt man vom 2ten d. „Der Geschaͤfts⸗ riger der Vereinigten Staaten, Herr Barton, ist gestern von Paris hier eingetroffen, um sich morgen am Bord des Amerika— ir , e, , h. nach New-⸗HYork einzuschiffen. on ist bei de ikanis . = be, , , de le e, eee, ge he
Der Courrier frangais enthaͤlt ift: „Muß man die . w . den nachstehenden Artikel: „Es geht in diesem Augenblicke etwas Selisames vor. In einem Lande, wo seit fuͤnf Jahren der Er⸗ haltung des Friedens so viele Opfer gebracht worden sind, und zwar unter der Herrschaft eines Systems, das sich wenig um die National-Ehre und um die zukuͤnftige Freiheit beklmmerte, dagegen aber den Steuerpflichtigen die Entwaffnung und allen Industrieen eine Sicherheit versprach, die nur durch den Sturz des Systems gefaͤhrdet werden könnte, verbreiten sich plötzlich lebhafte Besorgnisse; große Zuruͤstungen werden angekuͤndigt, und, man spricht von nahe bevorstehenden Kriegen zur See und zu Lande. Sind wir wirklich schon bis zu diesem Aeußersten gekommen, und sollen wir glauben, daß unsere friedfertige Re⸗ gierung, die so gutwillig die Zahlung der 25 Mill. versprochen hat, jezt auf dem Punkte stehe, zu gleicher Zeit im Mittellaͤndischen Meere gegen die Könige von Neapel und Sardinien, in Spa— hien gegen Don Carlos und im Atlantischen Meere gegen die Amerikaner zu kaͤmpfen? Ist unter allen diesen Kriegẽ⸗Besorg⸗ nissen wenigstens eine einzige gegruͤndete? Haben wir ein ande— res Resultat zu erwarten, als die Bewegungen einiger Geschwa⸗ der, und die Befoͤrderung einiger Generale in der Armee und in der Marine? Wir wollen mit kaltem Blute dis Lage der Dinge pruͤfen und sehen, ob die Befuͤrchtungen der Boͤrse und des Handelsstandes nicht uͤbertrieben sind. Zu einem Kriege be⸗ darf es in dem positiven Jahrhundert, in welchem wir leben, eines ernsten Grundes; eine Laune oder ein falsches Ehrgefuͤhl reichen dazu nicht aus. Wir werden z. B. niemals glauben, daß irgend ein Angriff von den Vereinigten Staaten ausgehen werde, da es feststeht, daß beide Voͤlker sich nichts vorzuwerfen heben, daß ihr gemeinschaftliches Interesse und ihr gemein schaft⸗ licher Wunsch dahin geht, die alten Verbindungen des Friedens und der Freundschaft aufrecht zu erhalten; da es sich bei ihrem angeblichen Streite höoͤchstens um ein Miß verstandniß zwischen den Regierungen handelt, von denen die eine mit ungeschickter Vor⸗ eiligkeit etwas angeboten hatte, was die andere mit Ungeduld zu erlangen strebte; da endlich alle Schwierigkeiten, wenn deren wirklich vorhanden waren, beseitigt sind. Es handelt sich nicht Iinmal mehr um Worte, oder um eine Frage der Eigenliebe Eine solche, wir wissen es, kann zuweilen erbittern, und Natio⸗ Renz, wie Einzelne, zu unverbesserlichen Fehlern verleiten. Aber Frankreich verlangt von Amerika durchaus nichts Verletzendes oder Demuͤthigendes. Es würde thoͤricht seyn, ein Volk dessen Stolz bekannt, und dessen Allianz von Werth ist, in seiner Ehre verlegen zu wollen. Amerika seinerseits, durch den Senat Und den Kongreß repraͤsentirt, hat niemals daran gedacht, unserm Lande zu drohen oder die Redlichkeit Frankreichs in Zweifel zu ziehen. Die Repraͤsentanten brauchen bloß diese Thatsache, die unbestreitbar ist, neuerdings auszusprechen. Sie haben keine andere Erklaͤrung i gehen; denn diese wurde auch noͤthigenfalls eine hin längliche Mißbilligung der unpassenden Worte des Ge⸗ nerals Jackson seyn, wenn der Praͤsident nicht selbst fuͤhlen n,, . ,. darin liegt, eine UÜnbedachtsamkeit
machen, als hartnäckig die F . ö aͤckig die Folgen derselben a6⸗
In oulon ist durch den Telegraphen der h r gen, die dort auszuruͤstenden S9 *. ö , la Lai hans zu bewaffnen; die Linienschiffe sollen deren 4 und die Fregatten ersten Ranges deren 3 erhalten.
Nachrichten aus Algier vom 21. Nov. zufolge, hatte der Herzog von Orleans (der diese Stadt bekanntlich am 159ten ver⸗ lassen hat) schon am 16ten einen Versuch gemacht, auf dem Dampfboote „Castor“ in See zu gehen. Das Wetter aber, das schon bei der Abfahrt sehr unguͤnstig war, verschlechterte sich Nachmittags so, daß es dem Schiffe unmoglich war, um das Kap Caxine herumzukommen. Nachdem dasselbe einige Stunden lang gegen den Wind gekämpft hatte, mußte es, fammt dem dasselbe begleitenden Dampfboote „Salamander“, nach Alzier zurückkehren. Während der 9 Tage, daß der Herzog von Orleans in Algier war, hat es uͤberhaupt unaufhörlich geregnet und ge⸗. stuͤrmt. Nichtsdestoweniger hat der Prinz alle Lager und öffentlichen Anstalten besucht. Am 19ten endlich konnte die Abreise erfolgen und am 21 sten fand die Ankunft Sr. Koͤnigl. Hoh. in Oran statt, von wo die Armee unverzuͤglich aufbrechen sollte. Ueber die Starke des Feindes hat man sich nur sehr unvollstaͤndige Notizen verschaffen köͤn⸗ nen. Die Reiterei wird, ohne Zweifel sehr übertrieben, auf 36, 909 Mann angegeben. Die Hauptmacht konzentrirt sich bei Mascara, wo⸗ hin alle zwischen Oran und dieser Stadt belegenen Staͤmme beschte⸗ den worden sind, so daß eine große Strecke Landes auf diesem Wege gänzlich verödet ist. Die meisten Waffen und Munition s⸗ Vorraͤthe gehen dem Emir Abdel⸗Kader aus Marokko zu. Man : daß er dem Kaiser von Marokko die in dem Gefechte an der Macta gemachten Gefangenen geschenkt hat; unter ihnen befinden sich auch eine Franzoͤsin und ein jun⸗ ges n . Sardinien. . ; ie ministeriellen tter enthalt Cheute kein richten aus Spanien. In der Gazette de ge n. w. dagegen Folgendes: „Das Hauptquartier des Don Me,, am 2asten noch in Osate, wo er selbst sich mit dem Infanten Don Sebastian befand. Der Graf von Casa⸗Eguia stand in Vlllahuerta, Cordopa jn Lern und Ecpartero mit bobs