Wien, s. Januar. 20/0 Met. 106. A0 9 1002 .. 399 795 22. — Bank- Actien — Neue Anl. 3087 /a.
21 3060 — 19j0
Königliche Schauspiele.
Sonntag, 11. Jan. Im Opernhause: Agnes von Hohen⸗ aufen, grohe historisch⸗romantische Oper in 3 Abth., mit * ets. Musik von Spontini.
Preise der Plätze: Ein Platz in den Logen des ersten Ranges 1 Rthlr. 10 Sgr. ꝛc.
Im Schauspielhause: Mulier taceat in ecelesia. Hierauf: Wohnungen zu vermiethen. ; Montag? 15. Jan? Im Schauspielhause. Die Sohne
Eduard's, Trauerspiel in 3 Abth, Dienstag, 16. Jan. Im Schauspielhause, zum ersten⸗ male . Die Opfer des Schweigens, Trauerspiel in 5
6
wiederholt: Norma, Oper in 2 Abth., mit Tanz. Musik von
Bellini. Im Schauspielhause: Franzoͤsische Vorstellung.
Königsstädtisches Theater.
Sonntag, 14. Jan. Der Verschwender, Original⸗Zauber⸗ Maͤhrchen in z Akten, von F. Raimund. Musik vom Kapell. meister Konr. Kreutzer.
Montag, i5. Jan. Zum erstenmale: Der Wahrsager. Zauberspiel mit Gesang in 3 Akten, nebst einem Vorspiel in 1 Ait: Des Teufels Hofnarr, von Leopold Bartsch. Musik von Vinzenz Kugler. : ͤ Dienstag, 16. Jan. Julerl, die Putzmacherin. Parodirende Pest mit Hhesang in 2 Akten, von Meisl. Vorher: Der
ecretair und der Koch. Lustspiel in 1 Akt, von C. Blum.
Markt⸗Preise vom Getraide. k den 11. Januar 1838.
9 Pf.; kleine Gerste 1 Rthlr, auch 28 Sgr.; Hafer 23 Sgr. 8 Pf, 6 h Sgr. 8 Fr. Einfen 1 Rthlr. 165 Sar. Eingegangen * 112 Wispel. s
u Wasser: Weizen (weißer) 1 Rthlr. 28 Sgr. 9 Pf., au 1 ank. 28 Sgr. und 1 Rthlr. 22 Sgr. 6 Pf.; Roggen 1 Rthlt 7 Sgr. 6 Pf., auch 1 Rthlr. 6 Sgr. 3 Pf.; große 9 1 auch 26 Sgr. 3 Pf.; Hafer 23 Sgr. 5 Pf., auch 21 Sgr. z Pf.
Mittwoch, den 106. Januar 1858. Das Schock Stroh 5 Rthlr.7 Sgr. 6 Pf, auch Rthlr. 18 Sy Der Tentner Seu 1 Rihlr. 8 Sgr., auch 20 Sgr. Branntwein ⸗Preise vom 35. bis 11. Januar 1838. Das Faß von 200 Quart, nach Tralles 1 pCt., nach Richte 20 pCt., gegen baare Zahlung und sofortige Ablieferung: Korn
Branntwein i7 Rihlr.; Kartoffel⸗Branntwein 18 Rthlr. 7 Sgr. 6 Pf.
auch 14 Rihlr. 7 Sgr. 6 Pf. Kartoffel ⸗Preise. Der Scheffel Kartoffeln 15 Sgr., auch 10 Sgr.
Redacteur Ed. Cottel.
Abth., von Immermann. u Lande: Weizen 1 Rthlr. 22 Sar. 6 Pf., auch 1 Rthlr. . 17. Jan. Im Opernhause, zum erstenmale 1 17 Se. 6 Pf; Roggen 1 Rthir. 8 Sgr., auch 1 Rihlr. 3 Sgr. Sedruct bei A. W. Hayn. ᷣ— ⸗ s — — — — — ———— * . e . * Allgemeiner Anzeiger fuͤr die Preußischen Staaten. merke versehen, sofort retradirt, statt der urückbe⸗ Nr. bis inclusive Im Stargardschen Departement. B ekan nt ma ch u ng en. haltenen gde hee ihnen aber vorläufig ecogni⸗Zoldeckow b. e. 1— 20 Rr. bis incl Oeffentliche Bekanntmachung und tionen, welche demnächst Een Zing⸗Eohpons aus, Hroß und Klein 2 3 — 7 8inerbed 1 Klndigung. getauscht werden sollen, ehändigt seyn werden, für Pinnow, Reustettiner Kreis 1— 85 Dir m cunswe . a . a diese freiwillig bewirkte Konvertirung angemessene Viverow a. 1— 19 7 arnin . . Seine Maßestät der König haben geruht, zes urch Prämien hierdurch zu bewilligen, und zwar; Seydel a. b. 12 35 Barnimscunow f. 21 Die öffentlich bekannt gemachte Alerhöchste Kabinets- T. denen, welche iy freiwillige Konvertirung im Arnhausen a. b. . 1— 91 BVarnimscunow g. 3— 31 Ordre vom 1090ten d. M. Allergnädigst zu genehmigen, Laufe der Mongte Januar und Februar iss Dieck a. 1— 15 Mellen 1— * daß die Pemmersche Landschaft mit den von ihr ema.= bewirken, Zwei Prozent neben dem unveränder⸗ Witzmitz a. 1— A3 Groß Möllen 1-1 nirten, auf Courant lautenden Pfandbriefen, sey es ten Empfange der Pro termin Johannis 1938 Ehrenberg 1— 28 im. Wege freiwilliger Ciniguns mit den ige ern. älligen Zinfenquotè in dem bisherigen vollen III. Im Stolpeschen Departement. Klein Ehrenberg 1— 24 oder der Kündigung und Einlösung der Pfandbriefe Betrage; Nr. bis inclusioo Roggow ö durch Baarzatingsder darin verfhriebenti Valuta, pb. denen,. welche im Laufe der Monate Mär und Reinwasser 1— 87 Rehsehl 1 eine Umwandelung dahin bewirken darf; 6 April 1838 die Konvertirung bewirken, 13 pro Barnow 1— 365 Vorwerk Rcehsehl . 1) daß die Pomümerschen geutant, vfandhricfe zar Tent Prämie und den unveränderten Zinsge- Pettrin 1 72 Lübzin 1— 3 von Seiten der Landschaft . den Inha⸗ nuß dis Johannis 1838; Rotten b. 1 . 3 — N bern, von diesen Letzteren aber nie, sey es der. denen Juhabern der zum 1. Januar 1839 ge— Darn 38 — 155 chwerin 12 1 Kandschaft, eder den Besigern der verpfändeten fündigten Pfandbriefe, wenn sie in den Mona. Vamerckow, Bütower Kreis 1— 37 Parlin . Hüttr, gekündigt werden dür fen dbrief ten Janndr, Februar, März und April ihre grangen 1— 97 Stargord 4 2) daß den Inhabern derjen gen Pfandbriefe, welche Pfandbriefe zur freiwilligen Konvertirung offe, Vellin 1— 68 Schlötenitz 1 ank fine. Summe Fon iön hir, oder, ing Kü niren, außer der Prämie von resp. 2 und 13 Brünnow 1— 35 Lindow . here lauten, diefe jährlich nur mit z; pro Cent, pro Cent den unveränderten Zinsgenuß pro ter- Crolow 1— 100 Zeschendorf 1— 61 diejenigen aber, iheiche auf. ing Summt von nino Weihnachten 1838, weñn sie aber erst im Wollin 1— 166 Maskow 1— 33 weinger als 106 Shlr, lauten, jährlich nur mit Laufe der Monate Mai und Juni 1838s frei. Qssecken 1— 176 Negenwalde . . 3 pro Cent verziust wörden, ö willig konvertiren, eine Präme von 1 pro Cent Sreß Borckomn 1— 32 Salmow 1— 2 Die Pommersche Landschaft ugcht von Tieser ihr und ben unveränderten Jinsgenuß pro termino Klein Voltz a. b. 1— 11 Ullerguadigs dem ll gten rechtlichen Befugniß Gebrauch; Weihnachten 1838; wogegen die Landschaft Viartlum 1— 21 Zw Treptow schen Departement. sie tijndigi dem zufelgs. ö . q. den Pfandbriefs⸗Juhabern, weiche später als bis Becknin 1 5 1. die in dem naächstehenden Verzeichniß aufgeführ⸗ um B30. Juni freiwillig zu konvertiren sich ent⸗ Schojow 121 2 Neuenhagen und Mackwitz, im Osten⸗ Nr, bis inchasu⸗ ten ausgelcgsien Peinmerschen Ceurans Pfui brteff aeg, feine Prämie für diefe Konvertirun-Niebendzin 1— 91 Kreis 1— K B im suminarischen Betrage von Fünf Millionen und hen bewilligen kann. Tauentzin 1— 85 Dehrden 1 — (8 Bz Thalern den Fnbabern, zur Enpfangnahweme der Schließlich wird bemerlt, daß wenn die verhrißenen Hroß Rꝛackitt 1— 18 Zuchen, Fürstenthum⸗-Kreis 1— * a, n ver c benen Stmmen hach Ahlguf der Prfmiensm Stettin erhoben werden. diefelben ffori Sifeesom Lauenburgscher Kreis 3 — 72 Paulsdorf a. 1— 18 unten näher bestinmten Kündigungsfrist hierdurch gegen Hfferirung der Pfandbriefe zur Konvertiruug Wüsterwitz 1— 101 Rehmitz 1—⸗—— , ten Pfandbriefe den Präsentanten haar, in den Departements . Städten a. Reetz ö. — 6. ,. a. b. ö n . ö l andb ; ins⸗ ᷣ Weitenhagen — a 6. diefelben in coursfähiger Beschaffenheit mit den ö dem nächsien Zins-Termine gezahlt wer i ft 1 n, dazu gehörigen Zinsscheinen innerhalb 3 Wochen, * Berlin, den 28. Dezember 1837. alleske 1— 169 Rottow 1᷑— 2B und späͤtbestens bis zum 15. Februar 1838, bei der König!“ Prenß. Pom mersche, General⸗Land⸗Pitthec t; 1— 15 Zimmerhausen 1— 8 Kasse der auf den einzelnen Pfandbriefen und Zins— Fh frůn Err er tion Groß Gusttow g. 1— 3 Fritzow 1 — 68 üb scheinen bemerkten landschaftlichen Departements Di⸗ und Zuckers 5 — 78 Groß Jarchow 1᷑— G16 kectienen, oder auch bel der Kaffe der Gengral Lands die von dem, Pemmerschen General- Landtage zu die Schlickow 1 — 15 Klein Jarchow 1 schafts-FPireciien zu Sieliin gegen Empfang eines, fem Geschäst bevollmöächtigis Special Komimissiön, Ruschit 1— 71 Langen a. 1— 8 Depositalscheins ad Depositum geben und demnächst San Esckstebt-Peterswälde. von Loeper. Vietzig 1— 159 Butzke 1—183 nach der zu ohznnis 183 ablaufenden Kindigungs. G. von Below. von Köller. Treten 1— 228 Grenzken⸗Pribbernow 1— 10 frist und dem alsdann mit dem 25. Juni 1838 ein⸗ Sammer 1— 19 Lassehne 3 — 181 tretenden Zinszahlungs-Termine das Pfandbriefs⸗ Wendisch Sillkow 1— 352 Altenhoff 22 — 55 Kapital ,, den davon bis dahin fälli⸗ . In Vorpommerschen Departement. Zowen 12 27 Dargen . gen Zinsen seß n Rückgabe des empfangenen De po⸗ gꝛr. bis inclusive ulfow 1— 72 Baldeckow s — italscheins ber derjenigen Kasse, welche denselben er⸗Vorwerck 1 — 166 Groß Lüblow b. 1᷑— 3 Buchhorst 1᷑— 1 iheilt hat, in Empfan nehmen, widrigenfalls die Rothen Clempnow 1 — 255 Treblin 1— 61 Altstadt 1— X äumigen Pfandbriefs-Inhaber von den gesetzlichen Pinnow, Randower Kreis 1 — 183 Prebendow, Lauenburger Kreis 21.23 - 49 Timmenhagen 1—1 1x olgen des Verzugs in der Abhebung der Valuta Eletzin 1— ss schohren 1 — 36 Roman 1—ᷣ 1 der gekündigten hr db ief betroffen werden. Soll⸗ Gültz 1 — 229 n ml 1— 26 Sch wessow a. 1 — Q A ten Pfandbriefs-Inhaber wünschen, die Zahlung Friedfeld ö indenbusch 1— 57 Schwessow hb. c. d. 1— 83 dieser Valuta zu der vorsiehend bemerkten Zeit in Wüsitenfelde 1— 48 Marsow a. 1— 11 Muttrin a. b. 1 — 660 Berlin zu nuaps ngen, so müssen sie diesen Wunsch Neuendorf 1è — 200 Zirchow, Stolper Kreis 1— 34 Rothenfließ 1 — 226 bei Einkeichung des Pfandbriefs anzeigen. Da es Schillersdorf 58 — 171 Goofe und Coosemihl 2 — 86 Strippow 1 46 wegen Kürze der Zeit uicht möglich geipesen ist, die Janow 1 — 105 Wendisch Tychow 1— 111 Wittstock b. 1— 1 in dem nachfolgenden Pfandbriefs Verzeichnisse mit⸗ ützedel 1— 89 Symbow 1— 21 Witzmitz b. 1— 10 enthaltenen Gold Pfandbriefe vollständig auszuschei⸗ Nassenheide 1 ; Woedtke 13 — 68 den, so erklärt die Pommersche Landschaft ausdrü lich: Pinnow, Demminscher Kreis 1— 120 15. Im Stargardschen Departement. Buckel 1— 16 daß die in diesem Verzeichniß enthaltenen Geld- Boldeckow 1᷑— 98 rr. bis inclusivt Damerow 1 — 635 Pfandbriefe gleichwohl von der Kündigung nicht Gůüstow 1— 2 Klützow a. 1— 30 Dresow 1— Q 0 k a . ausdrücklich von der⸗ Vauselow 2 — 1066 Sandow 1—1 elben ausgeschlossen bleiben. Zintzo 2 — 16 b. 3. II. Ferner fundigt die Pommersche Landschaft hier⸗ . K D e ett . men ; . ö. Im Stolpeschen Departement. durch alle und jede Pomniersche Courant⸗Pfandbriefe, Im Treptowschen Departement, eultenthtn b. kö e bis lach welche in dem nachsiehenden Verzeichnisse nicht enthal⸗ . ir bis inchu stve gabbuhn . n, , ten sind, ohne alle Ausnahme und fo, daß keiner der Schmuckentin 1— 21 Emm Wittchow, Strebelow 12152 . ,. 6 . bis heute emanirten Pominerschen auf Courant lau⸗ Crampe . Schmelzdorf 1— 22 Wen n ; 1— 6990 tenden Pfandbriefe dadon ausgeschloffen sst, den In- Groß Weckew 1—113 Renen Grape 1 , tz ö habern derselben schon jetzt dergestalt: nnn a, Nenstettiner Kreis 1 an ge hagen . . ec . . daß die Juhaber dieser Pfandbriefe dieselben mit Burzlaff 1— 306 zFepplin 12223 3 y. ⸗ . k den , in coursfähiger Beschaffenheit bis Loppenow 1— 706 TLübtow a. , . . kö spätestens den 15. August 1838 bei der Kasse der Bonin 1— 1901 Mesom 12286 81 ron ⸗Damnitz 14 auf den einzeinen Pfandbriefen bemerkten landschaft⸗ Seeger 1è1— 68 Jünheim . Din n ö lichen Departements-Directionen oder auch bei der Stoeblitz 1— 138 Gchrenenwerder 12356 zechlin . . Kaffe der General-Landschafts- Direction in Stettin Camptz 1— W 35 TStramehl 12187 iet. 124 gegen . von Depositalscheinen ad De- Wißbur 2 —173 Cine 12 645 7 6 . positum geben und demnächst nach der am 1. Ja⸗Groß Dubberow 1 — 105 Kehrberg ö. 1 6 . nuar 1838 ablaufenden Kündi ,. in dem mit Rottenow 1— 77 Radem 1 39 ö - n ö dem 2. Januar eintretenden Zinsjahlungs⸗Termine Eulenburg 1— 33 Ai Domerow 1 96 an übs. ⸗ ö das Pfändbriefs-Kapital gleichzeitig mit den bis Pobanz 2 — 132 Doromw 12 265 Rl i ow J k dahin fälligen Zinsen gegen Rückgabe des empfan⸗ Kufenberg 1— 26 Elo ershagen 1D is5 8 . iübsow 26 genen Depositalscheins bei derjenigen Kasse, welche Bulgrin 1 — 118 Srerchent ach . kö , . ] 2 denfelben ertheilt hat, in Empfang zu nehmen ha⸗Reckow 1 — 18 deere n, Greifenhager Kreis J ö ewitz ] . ben, bei Vermeidung der gesetzlichen Hue der Zö⸗ . 1 . 9. 6 een 12 . ᷣ — i erung. errehne 2 — 6 . . . 89 Il eich uch . , ,, nn ĩ ö. 6. . . ga 11 ö mn j . . befannt, daß sie bereit ist, denjenigen Inhabern wenz — 16 — k 1 4. , weiche dieselben Redell 163 Schoenwalde, Borkesche Kreis . n en r . in , . s solche . 21. 6 . i ne fen a. ö — ö. Ferner: ö ; K wollen, welche von ihnen weder der Lanbschaft, no rieglaff a. b. * ö . dem Hef l des verpfändeten Gutes gekündigt wer⸗ Wopyenthin 1 — 646 Im Vorpommerschen Departement. Schönwalde . 4 den können, und welche, je nachdem 6 darin ver⸗ Groß Tychow 1 — 165 Nr. bis inclusive Sageritz . 7 schriebenen Summen 106 Thlr. oder mehr, oder Warteckow ö 1 — 50 Eurdshagen 1— A1 Kuckow 1 — . aber eine geringere Summe als 100 Thlr. betragen, Strachmin z — 76 Krackow 2. 1— 1 Zedlin 1 fortan den Jnhabern, siatt bisher mit A pro Cent, Schnatow 1— 8 Krackow b. 2 — 21 Tabüssow . künftighin uur mit resp. 3 oder z pro Cent pro Schinnichow a. b. 1 — 35 Krackow c. 1— A9 Bartin 2 anno zu verzinsen sind, und welche die Pfandbriefe Klein Satzpe 1 — 69 LKartelew 1 — 309 dito U 1 und die zu denselben gehörigen Zinsscheine zu die- Zülkenhagen 1—12 ohenbrünzow 1— 85 dito s sem Zweck entweder einer der vier Departements- Baerwalde a. c. 1— 30 Eummerow, Demminer Kreis 3 — 184 Directionen in Anclam, Stargard, Treptow a. d. R., Sietkow 1 — 30 Busow 1 — 125 e Stolpe, oder auch der General-Landschafts Direction Coldemanz und Rensin 1— 1 Radewitz 1 — 181 in Stettin einreichen, nachdem ihnen die Pfandbriefe, Wusseckin 1— A1 Chinnow 58 — 122 1᷑— 5 (Sarow 1 — 2666
mit dem auf diese Umwandelung bezüglichen Ver⸗́Rogjow
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Allgemeine
. Preußische Staats-Zeitung.
Berlin, Montag den 15 Januar
——
1838.
— —
ö.
Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.
Bekanntmachung.
Se. Majestaͤt der Koͤnig haben zu befehlen geruht, daß 3 Kröͤnungs- und Ordens-Fest in diesem Jahre am 2lsten R. gefeiert werden soll. Der beschraͤnkte Raum gestattet r die Anwesenheit der Herren Ritter und Inhaber Koͤnig⸗ ber Orden und Ehrenzeichen, welche ausdrücklich zu diesem ste und zur Königlichen Tafel Einladungen erhalten werden. Berlin, den 15. Januar 1838.
Koͤnigliche General-(Ordens-Kommission.“ Bekanntmachung. Auf Befehl Sr. Majestat des Koͤnigs wird die Feier des nungs- und Ordens Festes am 21sten d. M. stattf nden. n Folge dieser Allerhoͤchsten Bestimmung weren die in Ber— anwesenden Besitzer Königlicher Ehrenzeichen, welche nicht aktiven Militair-Dienst stehen, so wie die, welche nicht im aats-Dienst angestellt sind, hierdurch aufgefordert, am 17ten N. in den Stunden von 9 Uhr Vormittags bis 2 Uhr achmittags im Buͤregu der General⸗O. dens⸗Kommission, Frie⸗ Cichs⸗Straße Ne. 139, ihren Namen, Charakter, die Chren⸗ öächen, welche ihnen verliehen sind, uad ihre Wehnung jersö
h oder schriftlich anzuzeigen.
Berlin, den 15. Januar 183. . Königliche General-Ordens Kom nission.
ö
Zeitung s-Nachrichten.
.
Rußland und Polen.
St. Petersburg, 6. Jan. Zum Ordnen der aus dem interpalast wahrend des Feuers geretteten Gegenstände ist auf erhoͤchsten Befehl eine Kemmission ernannt worden, bestehend s dem Hefmarschall Fuͤrsten N. Dolgorukeff und dem Kam⸗ erherrn Seniawin, unter dem Vorsitz des Oberstallmeisters ürsten W. Dolgorukoff. Diese Kommission schritt am Il sten ejember zur Anfertigung der Listen. Die Gegenstande waren ahrend des Brandes auf dem Platze vor der Anfahrt Sr. wajestat des Kaisers um die Alexander⸗-Säule und im Exereir— ause in Sicherheit gebracht, und später theils in die Admi⸗ lität, theils ins Gebäude des Generalstabes transportirt wor—
Nn. Einem allgemeinen Ueberblick nach darf man annehmen, daß
t Alles gerettet ist. Aus beiden Kapellen fanden sich alle Reliquien, iesterlichen Gewänder, Heiligenbilder und Geräthe vor. Die Kai—
Frlichen Regalien und Juwelen wurden unversehrt in das Kai⸗
liche Kabinet gebracht; auch gelang es, beide Throne und Mus beiden Thronsalen die Kronleuchter, Kandelaber und Ver⸗ serungen, sowohl aus gegossenem Silber als aus vergoldetem Erz, desgleichen fast alle Bildnisse aus der sogenannten Mili— air-Gallerie zu retten. — Die Soldaten des Garde⸗-Corps bar—⸗ en alle Gegenstaͤnde mit einem solchen Gefuͤhl von Verehrung es Kaiserlichen Eigenthums und bei aller Eile mit solcher Vor— cht, daß man fast nicht die mindeste Verletzung bemerken hnute. — Die Gegenstaͤnde, deren Eigenthuͤmer nicht bekannt
aren, sollen auf Allerhoͤchsten Befehl im Exercirhause des
aiserlichen Schlosses ausgestellt, und alle Bewohner des Schlos⸗
s zugelassen werden, um ihr Eigenthum zu empfangen.
Frankreich. paris, 8. Jan. Der Herzog von Orleans musterte ge—
un in Begleitung seiner Adjutanten und eines zahlreichen Ge ⸗
alstabes mehrere Regimenter der hiesigen Garnison.
Heute beginnen in der Deputirten-Kammer die Berathun— nw uͤber die Adresse. Die zunächst eingeschriebenen Redner d die Herren von Sade, Havin, Gauguͤier, Liadieres, Sal— rte, Auguis und Larabit, von denen die beiden Ersteren über,
d die funf Letzteren wider die Adresse sprechen wollen. Der Messager sagt: „Der Adreß-Entwurf ist seit gestern Er Gegenstand aller Gespraͤche; er hat zu langen Erdͤrterungen nlaß gegeben und liefert gewiß in diesem Augenblicke Stoff PB sehr ernsten Betrachtungen. Man hatte im Schoße der ommission den Herrn Saint-Marc Girardin der Muͤhe uͤber— oben, Gedanken zu sammeln; es blieb ihm nur die Sorge berlassen, korrekte und passende Wendungen aufzufinden. Herr hirardin hat sich indeß dieser Aufgabe so schlecht unterzogen, aß man kaum glauben sollte, daß er einer der thaͤtigsten Mit⸗ rbeiter des „Journal des Debats,“ ein Professor der Bered— mkeit, ein Mitzlied des Universitats-⸗Rathes ware. Ein Quin— ner, der eine solche Arbeit uͤberreichte, wuͤrde derb zurecht wiesen werden. — Je aufmerksamer man uͤbrigens die dresse durchliest, desto weniger Zweideutigkeiten findet man derselben; und obgleich sie auf das Bett des Prokrustes ge— pannt, und von Herrn Saint-Marc-Girardin manipulirt wor— zen ist, so blickt doch durch die Inkorrektheit des Styls und durch lie selisime Wendung der Phrasen eine Bestimmtheit und eine freimuͤthigkeit der Gedanken hindurch, die man unmoglich ver, ennen kann, und an die man nicht gewoͤhnt war. Man darf ich nicht verhehlen, daß die Adresse, ohne gerade so deutlich zu eyn, wie die Opposition es wohl hatte wuͤnschen koͤnnen, doch der innern und auswaͤrtigen Politik eine ganz neue Laufbahn nasfnt. Von allen Parteien der Kammer ist es unbedingt das * Centrum, dem die Adresse am vollständigsten genügen muß enn Herr Thiers selbst sie diktirt hatte, so waͤrẽ sie vielleicht besser geschrieben, aber sie wuͤrde kaum mehr haben sagen kon nern, sie jez sagt. Ueber den Paragraphen, der sich auf ie Spanischen Angelegenheiten bezieht, kann man sich gar . 9. tauschen. Vergebens behauptet man, daß mehrere Mit— 8 ieder der Kommisston gegen den Sinn, den man diesem Pa—
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ragraphen allgemein unterlegt, protestiren, und daß die Minister eine kategorische Erklaͤrung fordern wurden; was gesagt ist, bleibt gesagt; der Eindruck ist hervorgebracht; und die Herren Etienne, Passh und Dufaure werden der Kammer auseinandersetzen, daß die Adresse durchaus keinen Doppelsinn en halte. Es ist moͤglich, daß man die Kammer einzuschuͤchtern gedenkt; indem man sie fragen wird, ob sie geneigt ist, 100,000 Mann und 1069 Millionen Fr. u bewilligen; aber Niemand wird sich von dieser ministeriellen Taktik täuschen lassen. Die Adresse macht dem Ministerium die Intervention ja nicht zur Pflicht; sie verlangt nur, daß die Halbinsel pacifizirt und vor dem Ungluͤck einer Contre-Revolu— tion bewahrt werde. die Stimme des legalen Frankreichs, die sich uͤber die Spani—
shen Angelegenheiten vernehmen läßt, und die dem Ministe⸗
„Journal des Debats“ behauptet, die Kommission wolle damit sigen, daß man interveniren nuͤsse, falls Don Carlos nach Ma⸗ drid gelange, und fuͤgt hinzu, der Conseils Praͤsident habe dar— auf nur die schon der Pairs-Kammer ertheilte Antwort zu wie— derholen: „„Der Triumph des Don Carlos wuͤrde ein großes Ungluͤck seyn, und wir müßten uns alsdann von den Interes⸗ sen und von der Ehre Frankreichs leiten lassen.“ — Dies ist en seltsamer Irrthum; denn etwas der Art hat man in der Adresse gewiß nicht ausdruͤcken wollen, Man frägt Euch nicht, was Ihr thun wellet, wenn Don Carlos nach Madrid ge— langt, sondern man fordert Euch auf, sein Dorthingelangen zu verhindern. Das Ministerium r̈umt ein, daß eine That— fiche, die gar nicht außer dem Bereiche der Wahrscheinlich⸗ teit liegt, ein großes Ungluͤck fuͤr Frankreich seyn wuͤrde, und man thut nichts, um sie zu verhindern; man schlaͤgt die Arme übereinander und wartet das große Ungluͤck ab. Jetzt beduͤrfte es vielleicht einiger Regimenter und besonders einer fe ten und entschlossenen Haltung, um der Sache des Don Car— loz ein Ende zu machen. Wenn aber Don Carlos einmal von der Hauptstadt Besitz genommen hat, wenn das greße Ungluͤck ins Leben getreten ist, dann wird man allerdings einer ganzen Ar nee und ungeheurer Summen beduͤrfen, um der constitu— tonnellen Sache in Spanien den Sieg zu verschaffen.“
Herr Arago hat auf das Bureau des Praͤsidenten der Deputirten⸗Kammer eine Bittschrift niedergelegt, in welcher auf die Abschaffung der Todesstrafe angetragen wird.
Der Graf Alexis von Tocquevill: ist vorgestern statt des
Herrn Laromiguißre zum Mitgliede der Akademie der morali=
schen und politischen Wissenschaften ernannt worden. Bei der darauf erfolgten Erneuerung des Buͤregus wurde der bisherige Vice⸗Praͤsident, Herr Droz, zum Praͤsidenten, und Herr Du⸗ pin der Aeltere fur das Jahr 1838 zum Vice-Praͤsidenten er— nannt. Die Akademie hat jetzt noch zwei durch den Tod er— ledigte Stellen in ihrem Schoße neu zu besetzen, namlich die des? Herrn Ancillon und die des Grafen Reinhardt. Man glaubt, daß statt des Ersteren Herr Hallam, und statt des Letz⸗ teren Herr Michelet gewählt werden wird. Im Laufe des verflossenen Jahres sind auf den Pariser Theatern im Ganzen 192 neue Stuͤcke gegeben worden; naͤm⸗ lich ]! Trauerspiel, 7 Lustspiele, 19 Opern, 2 Ballets, 59 Dra⸗ men und 113 Vaudevilles. Der fruchtbarste Schriftsteller war Herr Théaulon, der allein 13 neue Stuͤcke auffuͤhren ließ. Das Journal des Deabats äußert sich heute uͤber die Kanadischen Angelegenheiten etwa in folgender Weise: „Es besteht eine große Aehnlichkeit zwischen den Unruhen in Kanada und dem Beginne des Nord-Amerikanischen Freiheits⸗Kampfes. Man kann daher den Englaͤndern nicht oft genug wiederholen, was die Kaltbluͤtigen unter ihnen wohl selbst fuͤhlen, daß nam— lich die Ereignisse in Kanada sehr ernster Art sind. Die Be⸗ völkerung der Vereinigten Staaten war, als sie den Unabhaͤn⸗ gigkeits-Krieg begann, nicht viel staͤrker als die jetzige von Ober⸗ und Unter-Kanada; sie war minder feindlich gegen das Mutter⸗ land gesinnt, minder vorbereitet zum Kriege, auch hatte sie kein Beispiel vor Augen, wie dasjenige, das jetzt den Kanadiern vorliegt. Die Bevoͤlkerung von Kanada mag etwa 900, 000 Köpfe stark seyn, die ein Land bewohnen, welches fast doppelt so groß, als ganz Frankreich und, wenn auch an sich fruchtbar, doch während eines sechsmonatlichen Winters schwer zugaͤnglich und mit Waldungen, Bergen und Fluͤssen bedeckt ist, die den kleinen Krieg ungemein erleichtern. in Amerika wegen seiner Wagehalsigkeit bekannt ist, seher eine Art von militairischer Organisatien gehabt. Franzoͤsische, wie der Anglo⸗Amerikanische Theil sind der Eng⸗ lischen Herrschaft gleich abhold; ohne Zweifel werden sie daher gemeinschaftliche Sache mit einander machen. Hierauf beschraͤnkt sich aber nicht die Gefahr: auch die uͤbrigen Englischen Besitzungen in dortiger Gegend bieten dieselben Elemente dar. Den Be— wohnern von Neu-Schottland ist nicht viel zu trauen, und was von denen von New-⸗Foundland zu halten, hat sich erst kuͤrzlich gezeigt.
hat von Der
Es ist die Stimme der Wahl -Kollegien,
rum empfiehlt, keine Restauration in Spanien zuzulassen. Das
Das Kanadische Volk, das
Wenn sie nun auch den Kanadiern nicht beistehen kön⸗
nen, so wird England sie doch nie aus den Augen lassen duͤr⸗
fen und zu diesem Behufe seine Kraͤfte theilen muͤssen.
noch ein maͤchtigerer Beistand voraussehen, naͤmlich die Mitwir⸗ kung der Vereinigten Staaten. Letztere finden sich dadurch ge⸗ wissermaßen gedemuͤthigt, daß noch ein Theil des Amerikanischen Gebietes der Fremdherrschaft unterworfen ist, und ihr Pa⸗
Zieht
der Kampf sich aber in die Länge, so laßt sich fuͤr die Kanadier
triotismus wie ihre Politik bezwecken, sagt man, nichts Geringeres, als die Befreiung des ganzen Kontinents. Welchen großen Nutzen es aber, sowohl in merkan⸗
kantilischer, als in militairischer Beziehung, fuͤr die Vereinigten Staaten haben muͤßte, Kanada fuͤr sich zu gewinnen, bedarf keiner weiteren Auseinandersetzung; und wenn sie daher auch nicht offen zu Gunsten der Kanadier auftreten, so werden sie dieselben doch unter der Hand zu unterstuͤtzen suchen. Ueberall werden Subscriptions⸗Comitè s n, , , man wird den Kancdiern Waffen und Schießbedarf zufuͤhren, und es wird gewiß auch nicht an Freiwilligen fehlen, die sich, sey es aus Unabhaͤngigkeits-Fanatismus, oder in der Absicht, sich zu berei—
chern, bei den Kanadiern Dienste nehmen. Wir höoͤren jg jetzt schon, daß es auf der Graͤnze zwischen einem Detaschement Nord⸗ Amerikanischer Freiwilliger und den Englischen Truppen zu einem Scharmuͤtzel gekommen sey. Durch rasche und energische Maßre⸗ geln konnte den drohenden Gefahren vielleicht zum Theil vorgebeugt verden; wie schwierig, ja wie unmoglich sind aber nicht solche Maßregeln gerade in der gegenwartigen Jahreszeit, wo die mi⸗ litairischen Operationen durch den Schneefall gehemmt werden und die Schifffahrt auf dem St. Lorenz-Flusse durch undurch⸗ dringliche Eisschollen unterbrochen wird. Bis zum Monat Mai haben also die Insurgenten alle Zeit, sich gehörig zu organisi— ren. Nichtsdestoweniger läßt sich, wie bei allen im Entstehen begriffenen Revolutionen, voraussehen, daß die ersten Vortheile auf Seiten der regelmäßig organisirten Macht seyn werden. Möge England alsdann klüg genug seyn, um hinsichtlich recht— mäßiger Forderungen nachzugeben, und, nachdem es seiner Wurde genug gethan, auch sein Interesse gehoͤrig wahrzuneh⸗ men. Die Englische Regierung kennt ja alle Gefahren, die ihr drohen und auf die wir hier hingedeutet haben. Ihre lang⸗ jährige Erfahrung, ihre Menschlichkeit, ihre Klugheit, wird ihr ohne Zweifel sagen, daß sie ihre Aufmerksamkeit und ihre Kraͤfte durch eine Diversion in Amerika nicht in einem Augenblick zer— splittern duͤrfe, wo ihr dieselben wohl in Europa Noth 96 moͤchten.“
Die Regierung publizirt heute nachstehende telegraphische Depesche aus Bayonne v. zten d. M. (deren fast wortlichen Inhalt wir bereits im vorgestrigen Blatte d. Stgats-Zeit, mitge⸗ theilt haben): „Basilio Garcia ist am 29. Dez. bei Alcana— dre unweit Logrono mit 8 Bataillonen und 200 Pferden uͤber den Ebro gegangen; 1000 Mann weigerten sich, die Furth zu passiren, und desertirten oder ertranken.“
Man schreibt von der Spanischen Gränze unterm 4ten d. M.: „Es bestaͤtigt sich, daß die Demonstration, die der Karlisten⸗Lhef Don Basilio Garcia am 28. Dezember bei Men⸗ davia machte, den Uebergang seines Corps uͤber den Ebro zur Folge gehabt hat; letzterer erfolgte in der Nacht vom 28sten zun; Igsten bei Lodosa in der Richtung auf Alcanadre, welcher Ort auf dem rechten Ufer, etwa 3 Meilen unterhalb Logroño liegt. Das ganze Corps besteht aus 8 Bataillonen und 200 Pferden und zählt 5000 Mann, von denen sich jedoch etwa 1600 weiger⸗ ten, den Fluß zu durchwaten, da derselbe gerade an dieser Stelle eine ziemlich starke Stroͤmung hat. Jene 1000 Mann sollen theils desertirt, theils, als man sie zwang den Fluß zu passiren, ertrunken seyn. — Das Karlistische Hauptquartier befand sich am 29sten in Durango, wohin Don Carlos an diesem Tage zuruͤckgekehrt war, nachdem er die nach Asturien bestimmte Expedition des Generals Guergus bis Orduna begleitet hatte. — Nach Briefen aus San Sebastian wurden daselbst einige Englische Fahrzeuge erwartet, um die Ueberreste der Britischen Legion an Bord zu nehmen. Auch ging das Geruͤcht, daß das im Passage-Hafen befindliche Ba⸗ taillon der Englischen Marine nach Halifax eingeschifft werden wurde, um gegen die Insurgenten in Kanada benutzt zu wer— den. Man' nannte bereits die Englische Brigg „Inconstant“ von 26 Kanonen als dasjenige Schiff, das diese Truppen nach Amerika transportiren wurde. — Am 25. Dezember wurde in Bilbao der a, der Aufhebung der Belagerung gefeiert. Um zehn Uhr Vormittags traten die National-Gardisten und saͤmmtliche Linientruppen unter das Gewehr und bildeten ein Spalier von der Mairie bis zur St. Jakobs-Kirche, wo— hin eine Stunde spaͤter sich saͤmmtliche Civil und Militair⸗ Behörden begaben, um einer feierlichen Messe beizuwoh⸗ nen. Es wurde ein Tedeum angestimmt, nach dessen Been— digung die Truppen sich auf dem Constitutionsplatze sammelten, wo eine Estrade fuͤr die Behoͤrden errichtet war. Sobald Letz⸗ tere sich hier eingefunden hatten, verlas der Stadt ⸗ Syndikus das Schreiben, welches die verwittwete Königin nach der letz— ten Belagerung an die Einwohner gerichtet hatte. Die Bal— kons des Rathhauses waren mit rothseidenen Teppichen behan— gen und mit zwei Gemaͤlden verziert, von denen das eine die verwittwete Königin, das andere die Donna Isabella darstellte. Vor dem Rathhaufe war ein Block von schwarzem Marmor aufgestellt, auf welchem die Worte „Tonstitutions Platz, Jahr 1837“ zu lesen waren. Nachdem der erwahnte Brief vorgele⸗ sen worden, verfuͤgten sammtliche Behoͤrden sich nach den Bal⸗ kons der Mairie, um von hier aus die Truppen vorbeidefiliren zu sehen. Abends war die Stadt erleuchtet.
Im Constitutionnel liest man: „Wir erhalten auf außerordentlichem Wege ein Schreiben aus Madrid vom 31sten v. M. Man glaubte, daß der Marquis von Espeja, der im Begriff war, nach Paris zu reisen, seine Anstalten umsonst ge— troffen habe, indem an seiner Stelle der Herzog von Frias zum Botschafter in Paris ernannt worden sey. Der Gesandtschafts—⸗ Posten in London ist dem General Cordova angeboten worden, und die verwittwete Königin wuͤnscht, daß er denselben anneh—⸗ men möge. Der Graf von Ofalia sucht alle Personen, die ihm im Wege stehen, zu entfernen.“
Großbritanien und Irland.
London, 6. Jan. So kurz die gegenwärtigen Parlamente ferien auch sind, so werden sie doch von den politischen Parteien vielfaͤltig zu offentlichen Versammlungen benutzt, welche dazu dienen sollen, dem parlamentarischen Kampfe neue Nahrung zu liefern. Am Dienstage veranstalteten die Konservativen von Stockport Leiner Stadt in Chestershire mit etwa 10.000 Ein⸗ wohnern, die erst durch die Reform-A Akte das Recht bekommen hat, ein Parlaments⸗-Mitglied zu wahlen), dem einen ihrer Rꝛ— präͤsentanten, Major Thomas Marsland, zu Ehren, ein feierli— ches Banker. Major Marsland war früher ein Reformer und hatte noch 1835 erklärt, daß er ein aufrichtiger Freund der Par— laments-Reform sey und den Wunsch hege, sie bis zur aͤußer— sten Ausdehnung ihrer Nutzbarkeit vervollstaͤndigt zu sehen. Er hat für Abschaffung aller Sinekuren in der Land- und Seemacht, fur Einführung einer Einkommen⸗Steuer, suͤr Aufhebung der Korn⸗
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