daß der Redner zuletzt im Unmuthe
es scheine, daß die Versammlung mehr Lust habe, zu lachen, entlichen Angelegenheiten ernstlich zu betreiben. „Das
als die ö ort, „bestand aus
Ministerium des 6. September“, fuhr er Herren Mols, Guizot, Persil, Buchätel, Ggsparin (Unierbrechung? „Das wi . b ich Sie an diese Das erwähnte Ministerlum legte das soge⸗ nannte Disjunctions-Gesetz und noch ein anderes Gesetz vor, welches eine sehr glanzende Dotirun niglichen Familie bezweckte. Das er fen; dennoch zogen von den Kabinets-Mitgliedern sich nur vier zuruͤck. Herr Mols, der das Disjunctiens, und das Apana⸗ gen⸗Gesetz eifrig vertheidigt hatte, blieb mit dreien seiner Kolle⸗ Von den neu eingetretenen Ministern aber ine der Berichterstatter fuͤr das Disjunctions-Gesetz und der andere für das Apanagen⸗Gesetz gewesen. (Die Her⸗ Salvandy und Lacave⸗Laplagne lächeln) . ist mir nicht recht erklaͤrlich; ich sollte meinen, daß, wenn ein politisches Gesetz verworfen worden, das ganze das dieses Gesetz vorgelegt hatte, sich zurückziehen Herr Gauguier untersuchte hierauf das Betragen und bezeich⸗
tin, Rosamel und Bernard. (Un längst!“ Sie werden gleich sehen, Namen erinnere.
der Mitglieder der Kö— ere Gesetz wurde verwor⸗
en am Ruder. war der e
Eine solche Anomalie
Kab inet, mußte.“ — Hf des jetzigen Kabinets während der letzten Wahlen, nete dasselbe als eine foͤrmliche Parodie der Restauration. man vielleicht“, fragte er, „eine hoͤhe wig XV., unter Napoleon und damit man die ver
* . 6
J m 1
wie unter Lud⸗ unter der vorigen Regie⸗ schiedenen Intriguen in Er⸗ ie in den Salons der Hauptstadt geschmiedet die von den Ministern verlangten chlusse seines Vortrages aus, daß das jetzige Mini⸗ daß es indessen doch schwer „Wie kommt es“, daß es kei⸗ die Stelle
re Polizei,
rung einfuͤhren, fahrung bringe, d Hierzu wuͤrden Fonds schwerlich ausreichen.“ Am S sprach der Redner sich noch dahin
Pa rium allerdings nicht viel tauge, senyn möchte, dasselbe anderweitig zu ersetzen. fragte er unter anhaltendem Gelaͤchter des Auditoriums,,
ebt, der im Stande ware, an Das kommt daher, daß seit dem Jahre 1830 die Regeln der Repräsentativ Regierung niemals geh orig beo b⸗ achtet worden sind.“ Nachdem Herr Gauguier schließlich erklart hatte, daß er geg en den Gesetz Entwurf stimme, bestieg Herr Meil⸗ heurat die Rednerbuͤhne, um den Gesetz- Entwurf zu unter— stuͤtzen. „Ich verhehle mir zwar nicht das Nachtheilige mei⸗ e“, so hob er an, „denn der vorige Redner hat diesen ; entwurf so lebhaft ünd mit so schlagenden Gründen be⸗ kämpft (großes Gelächter), daß ich be ihn aufzukommen.“ suchte darauf Herr Mei heimen Ausgaben jeder
. *
h 2
nen einzigen Stantsmann des Herrn Mols zu treten
ürchten muß, nicht gegen erfolge seines Vortrages eurat zu beweisen, daß Fonds zu ge⸗ , egierung noͤthig waͤren, und daß kein Minister, so eminente Talente er auch haben möchte, derselben Die Attentate von 1831 und 1835 wurden vielleicht nicht stattgesunden haben, wenn die Kammern der Regierung eine stärkere Summe zu den ge lichen Ausgaben bewilligt gehabt hätten. Die Unzulaͤnglichkeit dieser Summe habe mau im vorigen Jahre auch eingesehen, und er 2 Millionen zu den geheimen Ausgaben hergegeben. Die Folge davon sey die Bewilligung einer Amnestie und ein uͤber, aus gedeihliches, durch keine Unruhen irgend einer Art gestoͤrtes Der Redner bemuͤhte sich ferner darzuthun,
abinet die Angelegenheiten des Landes besser ige, daß man sich gegenseitige Zuge⸗ Beim Abgange der Post hatte
Im weitern
ganzlich entbehren könne.
eimen polizei⸗
Jahr gewesen. daß kein anderes betreiben wurde als das je ständnisse machen muͤsse u. er seinen Vortrag noch nicht beendigt.
Paris, 11. März. Der Konig arbeitete gestern mit den Ministern des Seewesens, der Justiz und des Handels, und begab sich sodann in Begleitung der Koͤnigin und der Prinzes— sinnen Adelaide und Clementine nach N Der Prinz von Joinville wird in der zweiten Halfte des Monats Mai in Brest zuruͤckerwartet. Pairs-Kamimner eroͤrtert in diesem Jahre die ihr er Langsamkeit, von der die egeben haben. In i hren Berathungen zum I3zten Ar⸗ g noch einmal an die Heute wurde die De⸗
vorgelegten Gesetz⸗Entwuͤrfe mit ein fruͤheren Sessionen noch kein Beispiel g vorgestrigen Sitzung gelangte sie in i esetz wegen des Frachtfuhrwesens nur bis tikel, der Behufs einer neuen Abfassun betreffende Kosnmission verwiesen wurde.
faͤhrt fort, der Deputirten⸗ Kammer ihre und dieselbe auf eine Ministerium und der Op⸗ So sagt das genannte Blatt heute un⸗ Abrede stellen, daß unsere elt sich seit einiger Zeit im Un ch, wo die Mosoritaͤt ist, und gefaͤllt: der nach dem rechten, jener Ein solches Schwanken i daß es nothwen⸗ Die Wuͤrde der Kam⸗ und vor allen Dingen das In⸗ heischen es. Gluͤcklicherweise ist der Augen⸗ Zweifel schwinden wird. Das Ministerium Mißverstandnissen, sie moͤgen nun wahr Ende zu machen. Es werden zwei wichtige Fragen in der Kammer zur Brathung kommen: die geheimen onds und die Renten⸗Reduction. Wir haben schon bemerkt, daß das Ministerium sich in Bezug auf die erstere durchaus auf keinen ill. Alles oder nichts: die unver kuͤrzte Be⸗ ten Kredits oder die Aufloͤsung des Ka— binets. Die Renten⸗Reduction ist eine Frage, die ausschließlich der ministeriellen Initiative angehören muß. nisterium eine solche Maßregel für zeitgemäß hielte, so wuͤrde usfuͤhrung derselben gewiß nicht von Anderen ssen. Dem sey indeß wie ihm wolle, dem strengen at eine politische Partei oder ein einzelner Depu⸗ das Recht, jeden beliebigen Vorschlag zu ma—⸗ genoͤthigt, denselben zu be⸗ seine Sorglosigkeit eingestehen. Finanz⸗Minister im egen die Zeitgemaͤßheit jener n beharrt aber bei n Kampf. Das Ministerium nd zu einer Kabinets⸗Frage, daß es seine Existenz klei⸗ Alle Parteien der Kam⸗ as sie fuͤr ihre Pflicht n parlamentarischen mmer wir
batte fortgesezt. Der Temps schwankende entscheidende position vorzubereiten. ter Anderem: anze parlament arische W sen bewegt. Man fragt si weist dorthin, wo es ihm nach dem linken unerträglich, dig ist, demselben ein Ende mer, die Ehre der teresse des Landes er blick nahe, wo jeder ist entschlossen, allen oder erdichtet seyn, ein
altung vorzuwerfen, chlacht zwischen dem
Man kann nicht in und das Ministerium sieht ein,
zu machen.
Vergleich einlassen w willigung des verlan
Wenn das Mi—
es sich bei der vorgreifen la Rechte nach h tirter aller dings chen; aber das kämpfen, sonst wuͤrde es seine ben sich der Conseils⸗Präsident und der choße der Kommission bestimmt el ausgesprochen. sicht, ünd beginnt also de erhebt demnach auch diesen Gegensta und man wird nün nicht mehr sagen, ner Interessen halber aufs Spiel 396 ; n ossen, dasjenige zu thun, hatten. Eine solche ,, nissen ein Ziel setzen. Die Kam zu ergreifen. Es ist nicht mehr m usweg seine Zuflucht zu nehmen, anders bei Abstimmung, anders bei der Kugelwahl zu votiren; Boötuim, offen oder geheim, wird dies mal dasselbe Re⸗
dinister iuim ist
Die Kommissio
mer scheinen ent
Miß ver sta
gen feyn. B dem ir
K 2
308
sultat herbeifüͤhren, entweder die definitive Befestigung oder die Er r h ne r,, Aber wenn diese Hauptfragen in einem ' oder dem anderen Sinne entschieden seyn werden, so beschwöͤren wir die Kammer im Namen des Landesg, nicht wie⸗ der in jene verderbliche Unentschlossenheit zu verfallen, die die ganze Verwaltung lähmt, und wenigstens eine Zeitlang anhal⸗ tend zu wollen, was sie bei der bevorstehenden Debatte als ih⸗ ren Willen bezeichnet haben wird.“ — .
Die Pr esfe enthält Folgendes: „Die Deputtrten⸗Kammer hat gestern eine Bittschrift, in welcher verlangt wurde, daß das Tragen des Ludwigs Kreuzes verboten werden solle, durch die Tagesordnung beiseitigt. Unseres Erachtens hat die Kammer sehr Recht daran gethan; nur wäre es vielleicht wuͤnschens⸗ werth gewesen, daß sie ihr Votum deutlicher motivirt haͤtte, um jenen Eiferfuͤchtigen, denen die Ehre Anderer ein Dorn im Auge ist, darzuthun, daß die Geschichte Frankreichs gleichmaßig aus der Vergangenheit und aus der Gegenwart zusammenge— setzt, und daß die erstere nicht minder ruhmwoll als die letztere ist. Wir haben es schon bei mehreren Gelegenheiten gesagt: die sogenannten Patrioten, die die gaͤnzliche Unterdruͤckung des Ludwigs-Kreuzes verlangen, haben hren Orden in drei Tagen verdient; die ÜUdwigs-Ritter sind freilich nicht so schnell in den Besitz des ihrigen gelangt. Jedenfalls aber ist es nicht allein
lächerlich, sondern im höchsten Grade ungerecht, daß man Man.
ner, die fuͤr eine glänzende That durch einen Orden belohnt worden sind, desselben nach 10 ober 20 Jahren unter dem Vor⸗ wande einer Revolution berauben will. Wir erkennen den Re— volutionen das Recht zu, viele Dinge abzuschaffen; aber nie— mals durfen sie die Erinnerungen an große, muthige und edle Handlungen auszuldschen trachten.“ ;
Herr Veron, der vormalige Direkter der großen Oper, scheint jetzt entschieden die politische Laufbahn einschlagen zu wollen. Er hat zwei Actien des „Constitutionnel“ gekauft und ist in das Verwaltungs⸗Comité dieses Journals eingetreten.
Mlle. Mars hat einen neuen Kontrakt auf ein Jahr mit der Direction des Theatre frangais abgeschlossen.
In einem Schreiben aus Toulon vom öten d. heißt es: „Ich glaube, Ihnen als zuverlaͤssig melden zu konnen, daß die jetzt stattfindenden Truppen Bewegungen sich auf die definitiv beschlossene Besetzung von Blidah und Coleah beziehen. Wenn die Regierung eine starke Expedition vorbereitet, um jene bei⸗ den Plätze, die uns durch den Traktat an der Tafna zugespro—⸗ chen worden sind, zu besetzen, so geschieht es, weil man Wider stand befuͤrchtet. Abdel⸗Kader befindet sich in diesem Augenblick in Medeah, wo er bedeutende Streitkräfte zusammengegogen hat, und wir erfahren aus sicherer Quelle, daß noch täglich zahireiche Reiter⸗Abtheilungen zu ihm stoßen. Man versichert, daß ganze Staͤmme aus der Umgegend von Algier aufgebrochen sind, um sich dem Emir anzuschließen. Abdel⸗Kader rechnet sehr auf das Gelingen der Mission, die er seinem ersten Minister, Ben ⸗Arach, der sich nach Paris begiebt, anvertraut hat; und man glaubt allgemein, daß die militairischen Operationen in der r. Algier erst beginnen werden, wenn der Emir uͤber die
esultate der Unter handlungen seines Ministers etwas Bestimm⸗ teres erfahren haben wird.“
Paris, 12. Marz. Der Herzog und die Herzogin Alexan— der von Wuͤrttemberg werden, dem Vernehmen nach, erst zwischen dem 20. und 25. k. M. hier erwartet, und den gan⸗ zen Sommer uͤber in Paris bleiben. ;
Man unterhielt sich an der heutigen Böͤrse viel von den bevorstehenden Debatten in der Deputirten⸗ Kammer, und es gab sich von vielen Seiten die Besorgniß kund, daß das Mi— nisterium bei der Renten⸗Reductions⸗Frage in der Minoritaͤt bleiben, und sich dann genothigt sehen möchte, seine Entlassung einzureichen. Unter diesen Ümständen ist ein Schwanken in den Coursen der öoͤffentlichen Fonds natuͤrlich, und die Franzoͤsi—⸗ schen Renten erlitten eine, wenn auch bis jetzt nicht sehr bedeu⸗ tende Preis⸗Erniedrigung. Die Portugiesischen . fielen um 1 pEt., weil man erfuhr, daß die projektirte Anleihe nicht zu Stande kommen, und das Lissaboner Kabinet sich wahrschein⸗ lich aufloͤsen wuͤrde. —
In Bezug auf den (oben mitgetheilten) Artikel des mini steriellen Journals „le Temps“, bemerkt das ebenfalls mini⸗ sterielle Blatt la Presse Folgendes: „Der „Temps“ nimmt keinen Anstand, zu versicheru, daß das Ministerium, dessen vertrautes Organ zu seyn er sich den Anschein giebt, aus der Renten Reduction eine Kabineis Frage machen werde. Indem wir hiermit das 98e n erklaren, glauben wir besser unter⸗ richtet zu seyn als der Temps.“
Dasselbe Blatt sagt: „Die „Revue de Paris“, die mit dem, Temps“ die Prätension theilt, gut unterrichtet zu seyn, behauptet, daß auf den Banken der Deputirten / Kammer nachstehende Liste eines neuen Kabinets zirkulirt 36 Der Herzog von Broglie, Conseils-Praͤsident und ; inister der auswärtigen Angelegenheiten; Herr Thier s, Minister des In⸗ nern; Marschall Soult, Kriegs Minister; Herr Guizot, Minister des oͤffentlichen Unterrichts; Herr Quchatel, Finanz⸗ Minister; Herr von Rosamel, See⸗Minister; Herr Passy, Handels⸗Minister. Diejenigen, die von dieser angeblichen Liste gesprochen haben, wuͤrden gewiß sehr in Verlegenheit seyn, wenn sie Jemanden nennen sollten, der dieselbe 63 haͤtte. Wir können nur versichern, daß der Herzog von Broglie, als der Graf von Monialtvet ihn von dem obigen Geruͤchte in Kennt—⸗ niß fetzte, sich entschieden gegen dasselbe verwahrt hat.“
Bas Journal des Deb ats giebt heute einen detaillir⸗ ten Bericht uͤber die Ereignisse in Saragossa, von denen in der letzten telegraphischen Depesche aus Bayonne die Rede war. Wir müssen ung die Mittheilung dieses Berichts auf morgen vorbehalten.) ;
Großbritanien und Irland.
Parlaments ⸗Verhandlungen. Unter haus. Siz⸗ zung vom 9. März. Herr Dunbar und Herr Tennent wur⸗ ben als Mitglieder faͤr Belfast vereidigt und nahmen ihren Sitz ein. Herr * ke an, er werde am Dienstag darquf an⸗ tragen, daß auf die Abstimmungen in den Wahl Ausf üssen fen Vorschriften ausgedehnt werden sollten, welche hi sicht⸗ lich der Bekanntmachung der Namen aller in besonderen und Privat⸗Ausschuͤssen stimmenden Mitglieder bestehen. Sir G. Grey erklärte auf eine Anfrage des Sir R. Inglis, daß die Minister ne inige auf Kanada und Sir F Head n . Altenstuͤcke vorlegen wuͤrden. Der Vorsitzer des i. us⸗ schusses für Neweastle under Lyne zeigte an, daß die Wahl des Herrn Miller, eines Konservativen, rechtmütß befunden wor⸗ den. Lord John Rꝛuffe ll äußerte auf eine Frage Lord Stan⸗ leyz, er hoffe, im Lauf der naͤchsten Woche die Irländische Zehnten Bill einbringen zu konnen. * Dickusston der von Herrn C. Buller eingebrachten Bill zur erbesserung des Ge⸗ sctzes uber die Entscheidung streitiger Wahlen wurde auf naͤch⸗
Sir R. Peel meinte, man wer bei vor allen Dingen zu erwägen haben, ob das Haus h risdiction in diesen Angelegenheiten ohne Nachtheil fuͤr de meinwohl aufgeben köͤnne.
London, 109. Marz.
sten Freitag angeseezt. bessere Conjunctur ereignet, die Zahl der geuͤbten Seeleute sich chend gezeigt, und die bestehenden Navigationsschulen Zweck nicht entsprochen hatten, hierüber bei der Regierung einberichtet und die Niedersetzung tines Comité in Vorschlag gebracht, um die Sache zu untersu⸗ bhuͤlfe einzureichen, auch Mittel zur
erpflegung alter und unbeschäftigter Seeleute an die Hand zu
hat Se. Königl.
Gestern war der Belgisch⸗ sandte, Herr Vandeweyer, zur Koͤniglichen Tafel geladen. Der Fuͤrst Esterhazy und sein
Graf Durham wird am 21. d. sein Abschieds⸗ Duin ben, zu welchem unter anderen Personen vom hohen Awg von Sutherland und von Devonshire eingelada Lord Jehn
en, und Vorschlaͤge zur ohn werden stuͤndli
Danemark.
Nachdem vorigen Sonnta selerliche Eröffnung des hoöchsten Gerichtes an allen offentlichen at sich heute der Konig einem Hofstaat und den eiches, nach der Christiansburg be— im Prachtsaale die diesjährige Sitzung er⸗ nheit nehmen außer den ordentlichen Assessoren desselben alle außerordentlichen Beisitzer, zu denen sammtliche Staats-⸗Minister, die juridische Fakultat und eine e hoher Beamten gehoͤren, namentlich solche, die fruͤher ewesen, an dem Urtheile r echtssache durch die Advo⸗ katen verhandelt ist, und das Publikum und das Gefolge des Königs sich entfernt haben, richtet der Justitiarius die Frage wie der ihm vorgetragene Rechtsstreit entschie⸗ olle? worauf der König erklaͤrt, es sey sein Wille, ß das Urtheil der Stimmenmehrheit Rechtens seyn solle, und so solle es gehalten werden während des angetretenen Ge—⸗ richtssahres. Darauf stimmen sämmtliche Richter, und das Ur— theil (woruͤber indessen die gewohnlichen Beisitzer sich im Vor⸗ aus vereinbart haben, damit der zufaͤllige Umstand, daß diese Sache bei der Eröffnung vorgenommen, auf deren Ausgang keinen Einfluß erhalte), wird demnaͤchst im Namen des Koͤnigs Auf dieser Formalität beruht es, daß alle Urtheile des höchsten Gerichtes stets im Namen bes Koͤnigs ge— sprochen werden, sowie daß die Advokaten in ihrem Plaidoher bestaͤndig den König anreden, dessen durch einen Thron repraäͤ— sentirte Gegenwart stets vorausgesetzt und so die Unveraͤnder⸗ lichkeit dieses letzten Urtheils symbolisch garantirt ist. Hier sind gegenwartig Praͤliminarien zu einer beabsichtigten Zoll und Handels⸗Convention zwischen Danemark und Schwe—⸗ leitet, indem von Daͤnischer Seite zwei Mitglieder der Zollkammer, die Etatsraäͤthe Bech und Garlieb, von Schwedischer Seite der hiesige General⸗Konsul Everlof und der ber / Zoll ⸗Inspektor Fähraͤus als Kommissarien in Unterhandlung getreten sind.
enhagen, 1. Marz. die Herzöge Ser zn Sagen,, Dm;
Der Staats-Secretair des Innern, hat nach Edinburg die Anzeige ergehen lassen, daß die] beabsichtige, die Meomanry⸗-Corps in Schottland auß Der Alderman Winchester, der fruͤher auch Parin ausliche Unglücksfälle in 6 onnerstage mit Tode abgen verpool ist so viel waumwolle angekommen, h am J. Marz verkauften 3500 Ba Fallen im Preise zuwege gebracht hatten. dies werde nicht von Dauer seyn.
Am vorigen Sonntag zwischen 3 und 4 stieß die mit Eisen beladene Brigg mit dem Dampfboote „Leith“ zusammen. daß man einen Augenblick glaubte, die Brig sehr beschaͤdigt, und es ist der Mannsa von wo sie in die
tadt verkuͤndet worden, in feierlicher Auffahrt, begleitet von ersten . er ben und dase Mitglied . z Bei dieser Gelege “.
len ein ziemlich men Man hosst
Uhr Nachn obei Gig Der Stoß
wirkliche Mitglieder des Nachdem die vorliegende
furchtbar, werden sinken. Sie lst * lungen, sie an die Kuͤste zu bringen, soll, um sie auszubessern. Bericht, den der Portugiesische Finanz ⸗A am Schlusse des vorigen Jahres den Cortes abgestahn ch folgender Betrag der Portugiesischen Schuld Voraus erhobene Zoll⸗Einkuͤnfte seit dem 1. Januar i scheinen 3047 Contos; innere konsolidirte Schuld 16, M tos; schwebende innere Schuld 8000; Ruͤckstaͤnde an die nicipalitaͤt von Infantado oder andere Corporationen Papiere, die beim Ankauf von National; Guͤtern in 3 erden und noch zirkuliren, 1415 Contos; erlo apiere, 2600 Contos; zuswn 1,132, 908 Pfd. Sterling; dazu dit ld, welche 10,525,300 Pfd. Sterling betrag, 2l, 658, 208 Pfd. Sterling.
ebastian war ein Tran dann der Britischen Legio
bugsirt werden Aus dem
ergiebt si öffentlich verkuͤndet.
genommen w aber noch nicht ein 39,584 Conto waͤrtige Schu die ganze Schuld Laut Briefen aus schiff, mit einigen hundert Bord, am 3ten d. nach England gesegelt, und 309 Sy desselben Corps waren uͤberredet worden, im Dienste du nigin zu bleiben. . Bei der Fran Deutsch lan d. Ihre Majestaͤt die Koͤnigin ha—⸗ sidenz das nachstehende
klin-⸗Bank, einer von denjenigen, die k in Boston fallirten, war grober Betrug entdeckt worden. Direftoren waren verhaftet worden um Ueber die Bank „Rep
Hannover, 14. Maͤrz. ben an den Stadt⸗Direktor der Re uldreiche Schreiben gerichtet: m Herr Stadt⸗Direktor Rumann! Obgleich Ich den bgeordneten der am 3Zten d. Abends vor dem Palaste versam⸗ neten Buͤrgerschaft von Hannover muͤndli seflhlten Dank ausgedruͤckt habe fuͤr die Wiederkehr des Tages, den, nach so vielen her in Meiner lieben Vaterstadt, an derselben heboren ward, feiern konnte, so ist es Mir doch außerdem Be⸗ hürfniß, Allen denen, welche so laut und allgemein Mir und dem Könige, Meinem vielgeliebten Gemahle, Liebe und Antheil bezeigten, es auszusprechen, daß Ich mit freudiger Ruͤhrung dieses Abends stets eingedenk seyn werde. Ich wuͤnsche, Mein Herr Stadt- Direktor, daß der Ausdruck Meines Dankes Mei—⸗ en lieben Buͤrgern und Einwohnern von Hannover bekannt Hannover, den 11. Maͤrz 1838. — riederike.“ Man schreibt aus Goslar vom 10. Maͤrz: „Gestern er— ignete sich hier ein höoͤchst trauriger Ungluͤcksfall, dessen Be— Fnntmachung unvorsichtigen Aeltern zur wei Knaben armer Aeltern von 5 und 3 Jahren spielen in dem zofe des Hauses, und finden dort auf einem Holzblocke ein handbeil liegen. Der juͤngere, ein gesundes munteres Kind, gt seine rechte Hand auf den Block, und fordert in seiner ndlichen Arglosigkeit seinen Bruder auf, ihm die Hand abzu⸗ auen; dieser ergreift das Beil, und mit einem Hiebe ist die and gerade im Gelenke vom Arme getrennt, weckmaͤßige wundarztliche Behandlun ensgefahr des ungluͤcklichen Knaben abgewendet.“ oͤtting en, J. Marz.
Präsident und die ten vor Gericht gestellt werden. in derselben Stadt war der Untersuchungs-Bericht der missaire publizirt. Er enthält, wie ein Bericht sagt, „d scheulichste Gemälde von Betruͤgerei, das je esehen word Der verstorbene Praͤsident dieser Bank, Bank allein 250,000 Dollars mehr als persoͤnliche Sicherheit ha
Die letzten hier eingega achrichten aus dort von dem Aufstand in daß auch in der Provinz Empoͤrung ausbrecher Amerikaner hatten da Kriegsschiff zu Huͤlfe zu senden.
Niederlande.
— — Amst erdam, 19. März. Der biesige Fendsmarft Montag in merklich angenehmtrer Stimmung Gesetz⸗Eniwürfe in der
schwunden; man schien Memoirs der Regierung n standen als früher und aaten erwarten zu dürft hrere Käufer, vornehmlich für Helländische e ourse eiwas anzegen; seinden waren , und mit Ausnahme der 3proc. nn r auf den Stand der vorigug äudischen Fon
Meinen aufrichtig ilnahme an der ahren, Ich wie⸗
telle, wo Ich
schuldig, fuͤr welche smm
New-⸗YVorker Zeitt ara in Brasilien, wongch hia Kunde hatte und befüt ara binnen kurzem wier Die dort befindlichen her ihre Regierung ersucht, ihncz
enthalten a moͤchte.
zemacht werde.
am verwichenen net; der Eindruck. den die Finanz⸗ Woche gemacht hatten, war gan; herer Prüfung des erläuternden Ansichten des Ministers mehr einver g von Seiten der Generalst
arnung dienen moͤge.
meldeten sich me Papiere, wodurch alle E einigermaßen schwankend 1d gingen die ck, was man der Börse zu London haup Schuld varirte zwischen lebhaftem Begehr auf 1 vy! , pCt. be Preis aber g Woche zu
von alten Syndikat⸗O gefunden, worauf deren on Lictien der Handels⸗Gesellschaft ist wich von 180513 auf] und Oesterreichi
meisten wiede ( der flaueren Haltung der Holläu tsaͤchlich zuschreiben darf. 5prot. n 62 und 16177 pCt. und stieg gesfh Ostindische wurden Mon Englische Kechnung drängith Ct. zurück. Integrale eröffit Austrägen brachte einige sl a pCt. zu bedingel oche eine Perloo un
Durch eine ist vorläufig jede Le—
; (Deutsch er Cour.) Professor eber hat heute eine wissenschaftliche Reise nach England an⸗ ktreten; er und Professor Ewald werden im Sommer wahr— gleich von dort vorläufig hierher zuruͤckkehren. Ewald Sommer nicht in Leipzig lesen. echt tritt in den nächsten Tagen eine Reise an, behaͤlt aber eichfalls sein Domizil hier. Professor Wilhelm Grimm zieht it seiner Familie naͤchstens nach Kassel. n Tagen von einer Petition der Universitaͤt um Zuruͤckberu⸗ ng der sieben Professoren die Rede, welche auf Veranlassung nes sehr einflußreichen Mannes, des Grafen v. M., veran⸗ sßt waͤre, weshalb r ü. . der mm des Königs ver⸗ verlautet indeß nichts Näheres, un
das Gerede davon wahrscheinlich in gi. ö * ; ver datirten Artikels des Hamburger Korrespondenten ent⸗ anden, der jedenfalls fruͤher hier gelesen ward, als man von
ö Sache sprach.
213 pCt.; ahlt; Verkäufe für mälig auf 995/13 833 /s pCt.; Mangei an Wege, so daß am Ende nur 31 bligationen hat diese -. Preis von 965 auf gas, pCt. gef wenig Umsatz gewesen; der stieg zuletzt wi. der bis 180! sche Schuld⸗Dolumente sind preishaltend. Preußischen Prämienscheinen ward Einiges zu 111 dein. Obligationen ging es tnt unbedeutend blieb; ᷣ Schuld hat man zu Sild-Amertikantischen Obligationen in vornehmlich in Brasillanischen, we ndon auch hier böver ging aren ebenfalls sehrh zu Ende der rsiere zu 733 /. ps Im Geld. Cours!
Auch Professor Al⸗
757 s pi. und Es war vor mehre—
tergebracht. Mit Spanischen Ar ser, obgleich der Umsa sich nahe genug auf 18 kaufen können. lebhafter Handel gewesen, Folge besserer Roötirungen aus Lon einmal 76159 pCt. standen; Columbische w und wurden ansangs zu ließen die Course wieder nach, so daß e letztere zu 207/16 p Veränderung und ist. ; Am Getraldemarkt blieb eg, weil die G vom Eise befreit sind, ziemlich still und
brauchs Umsatz vor; Auction von Tirca 1200 Lasten und weißer Weizen, angekündigt, Ven den Preisen ist. ke
der Preis
pCt.; passive chert halten konne.
211 6 pCt. bezahlt;
12. Marz. Vermoͤge gestern erschienenen I ipts ist der Staatsrath im außerordentlichen dienste und General⸗Commissair, Fuͤrst von Oettingen⸗Waller⸗ Innern , mit Beibehaltung seines gehalts und Titels aus administrativen Ruͤcksichten aus 9 dienst entlassen. Diesen Morgen wurde das neue Militair⸗ geben, das alle zwei Karlsruhe, 10. e Diskussi
t. abgelassen wurden. — der Markt sortwährend reichlich i ewässer noch nich es tam nur ein man hat gegen den 2ssten d. Weijen, worunter Polr
ine erhebliche Verändern
in (fruͤher Minister des
Handbuch aus hre zu erscheinen pflegt.
rz. In der heutigen Sitzung ward on uͤber das Eisenbahngesetz beendigt, und dasselbe ngenommen. Nein stimm⸗ er, Knapp und Muͤller.
lähmen wird.
Belgien.
Bruͤssel, 12. März. In der Sitz Kammer vom 10. d. M. ist dem Minist nheiten ein Kredit von 200,009 esandtschaft nach Konstantinopel be Summe selbst wird auf diejenigen Einnahmen Ministeriums angewiesen, die in den b nicht zur Verwendung gekommen, weil mehrere Posten nicht eingenommen hatten.
Schweden und Norwegen.
Auf Veranlassung d
heil der Stockholmer Kaufleute und dmiral daruͤber gemach etzten Jahr
timmen gegen drei a n nur die 2 Sand
Oe sterrelch.
LLeipz. A. 3) Während im politischen elne Ausbruͤche leiden⸗ chreitet man in wichti⸗ * in n,. Hin⸗
or des Landes zu he⸗ sind, bedächtig, aber rastlos dan e. ) stitut einer Kommerzial⸗Bank, das Behörde erhalten hat und in e, erregt. alle jene heilsamen und zum ersprieß ortgange einer ahnlichen Unternehmung ß
ung der Repraͤsent
er der aus wartig! ranken fuͤr die gung uͤber ein
Extase die e behalt,
. erungen und Einrichtunge
ht die National- Wohlfahrt und 2
n im Stande
Augenblick ist es das In enehmigung der Landes“
merkantilen Welt die
d gegenwaͤrtig noch nicht
eiden vori Gesandten
o lm, 6. Marz,
welche ein dem Kronprinzen als Groß⸗ nachdem sich im Schifffahrts V
erkehr in den l
1
. 399 juridischen Reformen im offentlichen Geschaͤftsleben eingetreten, die gewiß die Weisheit der Regierung und unserer Landes Vertreter in durchgreifender . zu Tage fördern wird, und es hat sich daher die Landesstelle bewogen gefunden, dem ur—⸗ spruͤnglichen Plane einige wichtige Klauseln beizufügen, dar⸗ unter eine besonders geeignet scheint, den Uebelständen, die unter bestehenden Umstanden eiwa eintreten konnten, provisorisch ab⸗ zuhesfen. Es wird sich namlich jeder Actionair, oder wer im—⸗ mer sonst mit der Bank irgendwie in Verbindung tritt, mittelst eines Reverses verpflichten, seinen sonstigen Vorrechten zu ent— sagen und in streitigen Fallen sich einem hierzu aufgestellten Schiedsgerichte, das aus vier Rechtsgelehrten und drei Kauf— leuten bestehen soll, zu unterwerfen. Vor der Hand soll die Bank bloß Privat-Unternehmen bleiben. Der Fonds ist auf 2, 000, 00 Fi. C. M. (nämlich 10, 000 Actien zu 260 Fl. C. M.) festgesetzt. Mit gespannter Ungeduld sieht man der Genehmi⸗ ung des Kaisers entgegen und hofft von der Realisirung des olgenreichen Unternehmens einen neuen und kräftigen Um— . in allen Zweigen des industriellen und kommerziellen ebens. :
Der Landtag in Siebenbuͤrgen geht ruhig von Statten. Auf Verwendung des Erzherzogs Ferdinand 2 der Kaiser wahrsch einlich denselben verlaͤngern.
In der literarischen Welt macht eine kleine Schrift vom De. Preyer: „Der vormaltge und gegenwaͤrtige Zustand der Bauern in Ungarn“, ziemliches Aussehen. Unter der Presse befindet sich ein neues Werk unseres ,. und edlen Gra⸗ fen Dr. Szechenyt, das den Titel: „A 'LGverseny“ (das Pferde⸗ leben) fuͤhrt. Der ehrwuͤrdige Patriarch, Erzbischof von Pyr⸗ ker, der leider ein langes Schweigen beobachtet hat, soll geson⸗ nen seyn, dasselbe zu brechen und ein poetisches Erzeu ui von eigenthuͤmlichem Gepraͤge der Oeffentlichkeit zu uͤbergeben.
Schweiz.
St. Gallen, 7. Marz. (Schweizer Bl) Am 1. 8. M. war das General⸗Kapitel des Klosters Pfaͤfers, vermuthlich zum letzten Mal, versammelt, und hat beschlossen, die bekannte, auf die Aufloͤsung des Klosters bezuͤgliche Petition, nebst einem die Verspäͤtung und die Umgehung des Nuntius mnotivirenden Be⸗ gleitschreiben, dem Papste auf dem Postwege zu übermit⸗ teln. Beigelegt soll auch der Großraths-Beschluß vom 20. Februar werden, und der Nuntius nebst Abschriften von den neuern Beschluͤssen Kenntniß von diesem Schritte erhalten. Auch der kleine Rath soll Anzeige von diesen Verfuͤgungen bekom—⸗ men. Bei den Mitgliedern des Kapitels war die Meinung so e Hh vorherrschend, das Klostergelübde koͤnne zwar nur der Papst loͤsen, den Klosterverband aber habe der Staat schon ge⸗ lost. Daß der letztere selbst uͤber diese Angelegenheit verfuͤgt hat, wurde im Kloster mit vollkommenem Ken vernommen und es dient das ein n nn des großen Rathes nur zur groͤ—⸗ ßern Beruhigung der Kapituktaren.
Spanien.
Madrid, 3. März. Die Deputirten⸗ Kammer hat in ihrer vorgestrigen Sitzung die Wahlen fuͤr Malaga annullirt. Die Deputirten von Pampelona sind aus der Kammer ausge⸗ schteden , und es werden nun die stellvertretenden Deputirten, der General Cordova und Don Gaspar Elordi, aufgefordert werden, als Deyutirte fuͤr Pampelona ihre Sitze einzunehmen.
Der Castellgno erwahnt als eines Geruͤchtes, daß Herr von Ofalia seine Entlassung nehmen wolle und Herrn von To— reno zum Nachfolger erhalten werde.
Die hiesigen Blaͤtter theilen jetzt das Gesetz zur Fort— r nr. der Zehnten fuͤr das naͤchste Jahr, seiner ganzen Länge nach, mit.
Der General Quiroga ist in der Nacht vom Usten mit einem Theil der hiesigen Garnison nach Aranjuez abgegangen, um ein daselbst stationirtes Dragoner-Regiment, welches nach Manzanares bestimmt ist, abzuloͤsen. ,
Wie es heißt, haben die Karlistischen Anführer Garcia und Palillos ihre Streitkraͤfte getrennt und zu gleicher Zeit sollen so⸗ wohl in der Mancha als in Granada Karlistische Truppen er⸗ schienen seyn.
Türkei.
Konstantinopel, 14. Februar. Allg. Ztg.) An der Flotte wird thätig gearbeitet. Achmed Pascha leitet diese Arbei⸗ ten; er ist also wieder in Gunst, und man glaubt, daß er abermals den Ober⸗Befehl der Flotte erhalten werde, wenn sie in See geht. Man will behaupten, dies werde bei dem Ein⸗ tritte der bessern Jahreszeit geschehen. Admiral Roussin scheint sogar davon uͤberzeugt; er hat dem Admiral Gallois befoh⸗ len, sich nicht zu entfernen. Dieser liegt bei Smyrna, wo auch vier Englische Kriegsschiffe sich eingefunden haben. Unter den dortigen Schiffsmannschaften der beiden Nationen herrscht die groͤßte Einigkeit; man sieht Franzoͤsische und Engli— sche Matrosen Arm in Arm gehen, n. spielen und trinken. Diese Harmonie ruͤhrt hauptsächlich von den Chefs her, denen auf das strengste anbefoöhlen worden, gute Manns⸗ zucht zu halten, und keine Art von Reibungen, die sonst haͤufig zwischen Truppen verschiedener Nationen vorkommen, zu dul— den. Es scheint, daß dabei weniger disziplinare als politische Ruͤcksichten vorwalten. Ibrahim Sic! nährt Absichten gegen die Pforte, ruckt aber damit nicht heraus, weil ihm angedeutet worden, daß England und Frankreich uͤber die orientalischen Ver⸗ haͤltnisse vollig einig seyen, und den status quo aufrecht erhalten wissen wollen; nun soll er durch jenes Mansver uͤberfuͤhrt wer⸗ den, 4 wirklich die vollkommenste Einigkeit zwischen beiden Na⸗ tionen bestehe, und sich sogar bei den Truppen kund gebe. Es hat auch Eindruck auf Ibrahim Pascha gemacht, der nach mili⸗ tairischem Ruhme lechzt, und gern seine Ueberlegenheit der Pforte fuͤhlbar machen moͤchte, aber jetzt vorsichtiger und biegsamer ge⸗ worden ist, und einen besseren Augenblick abzuwarten scheint. Es war nicht uͤbel ausgedacht, durch Disciplinar-Vorkehrungen eine Einigkeit vorzuspiegeln, die eigentlich nicht existirt. Hen darf nur auf Algier hinweisen, um en zu wissen, wie es mit der innigen Freundschaft der Engländer und Franzo— sen 56 und wie die scheinbare Harmonie nur e . . ie sollte es auch anders seyn, sobald die rn. Interessen zweier industriellen und handeltreibenden Nationen sich zu kreuzen drohen? Wie kann da von einer oder der anderen Seite wahres Vertrauen und Zuneigung herr⸗ schen? Diese herrschen auch nicht, und wenn die orte immer auf die Restitution von Algier oder auf eine Schad⸗ loshaltung fuͤr diese Provinz zurückkommt, so thut sie es besonders auf Antrieb Englands. Es soll abermals der Ver⸗ such gemacht werden, die Franzoͤsische Regierung zu vermögen, entweder das Gebiet von Algier zu raͤumen, oder eine Geld⸗ Entschadigung zu leisten. Zu diesem Ende begiebt sich Redschid Pascha nach Paris; er soll dort so lange verweilen, bis er ein
gluͤckliches Resultat erreicht hat, was die Pforte sich um so mehr verspricht, als sie auf die guten Dienste des ,, . steriums rechnet. Redschid wird sich nach Ita über Neapel und Rom nach Paris gehen, und bei dieser Ge⸗ enheit dem Papst seine Ehrfurcht amen Entwickelung der religissen Begriffe der Muselmänner In Turin wird er sich kurze Zeit aufhalten, um dels⸗Interessen zu reguliren, die ünlangst zwischen der Pforte ardinien zur Sprache kamen. Dann wird er Lyon be⸗ ruͤhren, wo er von dem Fabrikwesen Einsicht nehmen soll. — Lord Ponson , hat gestern einen Expressen nach Malta expe⸗ dirt; der Lord wird im Laufe des Sommers auf Urlaub gehen. — Der erstgeborne Sohn des Sultans, welcher ernstlich er⸗ krankt war, ist wieder auf dem Wege der Besserung.
In land.
Nachstehendes ist der im neue ke der Gesetz⸗ Sammlung enthaltene allgemeine Etat Staats⸗Einnahmen und Ausgaben fuͤr das Jahr 1838
NRemntt
Ertrag.
einschiffen,
ezeugen, was von der
17. Marz. Stuͤcke der ]
Einnahme.
Aus der Verwaltung der Domainen und Forsten, nach Abzug des daron dem Kron⸗Fideikommiß vor⸗ behalienen Revenüen⸗Antheils. „Aus den Domainen-Ablösnngen und Verkäufen, Be⸗ hufs der schnelleren Tilgung der Staatsschulden Aus der Verwaltung der Bergwerke, Hütten und Sa⸗ linen, desgleichen der Porzellan⸗Manufaktur
2 9 0 2 8 94
Aus der Post⸗Verwaltung Aus der Berwaltung der Lotterie Aus der Steuer⸗ und Abgaben ⸗Verwaltung: 2) an Grundsieuer b) an KAlassensteuer
e) an Gewerbesteuer
9 2
— v, Sy? 000 Ril.
Dir od dm̃. d) an Eingangs, Ausgaugs⸗ und Durchgangs ⸗Abgaben; an Ver⸗ ehrungssteuern von inländi⸗ chen Erzeugnissen; an Wege⸗ geldern; an Abgaben von der Schifffahrt un ug der Häfen, chleusen, Brücken und an⸗ dern Communications Anstal⸗ ten, ferner an Stempelsteuer e) an Einkommen aus der Salj⸗
2 9 2 2 2 2
der Benuz⸗
AA, 1853, 000
**
An verschiedenen, unter obigen Titeln nicht begrisse⸗ nen Einnahmen
9 9 2 9
326081060 e Betrag.
Ausgabe.
Für das Staats⸗Schuldenwesen, und zwar: insung der allgemeinen und
llen Staatsschulden und aufenden Berwaliungskosten 6, 67, 000 Rtl. b) jzur Schulden⸗Tilgung Mo
a) zur Ver
2 2 2 —
dd do dM ir Verziusung und Tilgung neu bernommener Provinzial ⸗Schul⸗
8 9
An Pensionen, Kompetenzen und Leib⸗ renten, und zwar:;
a) an etatsmäß igen nen für eineritirte deren Wittwen und Hiuterbliebe⸗ nen, so wie zu sonstigen Guaden⸗ llnterstützungen ;
nds zu Pensto⸗ taats diener und
66 000 Rtl.
2
b) an lebenglänglichen Kompetenzen und Pensionen für die Mitglieder aufgehobener geistlicher Corporatio⸗ nen, an Pensionen, welche auf dem Reichs⸗Deputationsschluß vom 235. Februar 1803 beruhen, oder sonst traktatenmäßig oder aus früheren Verpflichtungen zu leisten sind.. 13020090
„An dauernden Renten: a) als Entschädigung für aufgehobene Rechte und Rutzungen b) für eingezogene Kapitalien und Amt s⸗Cautionen Für das Geheime Kabinet, für das Bürcau des Staats. Ministeriums, für die Staats⸗Buchhal⸗ terei und die Berwaltung des Staat ⸗Schatzes und der Münzen, für das Staats⸗Archiv und für die Provinzial⸗Archive, das Staats⸗Sekre⸗ tariat, für die Ober⸗Rechnungs⸗Kammer, die General⸗Ordens⸗Kommission und für das stati⸗ stische Büreau „ Zür das Ministerium der geistlichen, Unterrichts⸗ und Medizinal⸗ Angelegenheiten dinisterium des Junern und für die Ge— neral⸗Kommission ür das Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten ür das Kriegs-Ministerium, einschlieslich der Zu⸗ chüsse für das große Militair⸗Waisenhaus zu otsdam und dessen Filial⸗Anstalten. .. Für das Justiz⸗Ministerinm, außer den Ger
8 2 9 2 2 2 2 2 —
331, 000 Rtl.
2 8 8
89 8 9 9 9 8 9 9 9 9 9 2
2 — 2 2 8
2 8 2 2 2 2 2 8 — 2
23/36 000
Central Finanz ⸗ Verwaltung, und zwar: das Finanz Ministerium und für die Gencral⸗Staat⸗ Kasse b) für die General⸗Verwaltung der Doö⸗ mainen und Forsten.
. 2 2 2
Haupt. und Land⸗-Gestüte Deckung der Einnahme⸗Au fälle. lichen Ausgaben und Landes⸗ zur Vermehrung des Saupt⸗Reserve⸗Kapitals.. Berlin, den 23. Februar 1838. — drich Wilhel Graf von Alvensleben.
nwaͤrtigen Woche fur mĩnĩgeere⸗Messe nfangs einen recht guten
u außerordent⸗ esserungen und
N ir d
— Die mit dem Schlusse der den Großhandel zu Ende
hende Re furt a. d. O. versprach