regung.) — Der Conseils-Präsident: Es gcht aus der Lebre des Herrn Villemain hervor, daß sieis eine Cealitien verhanden sen, wenn einige Mitglieder einer früberen Berwaltung in eine neugebil— dete eintreien? Die September-Gesetze müssen zu einem immerwäb⸗ renden Stein des Lnssoßes dienen. Damals, sagt man, habt ihr ein solches Spsten befolgt, und am 13. April huldigt ihr einem anderen. Die Antwort darauf ist nicht schwer und Kerr Villemain vermöchte sie desser zu geben als ich. Ist webl — ich frage ihn ausdricklit, ein Käbinet denkbar, das nichts ihtt und than soll, als sich Allem neiderfetzen, oder. ein anderes, das im Gegentheil Alles gut Keißt! Ich we— nigstens weiß nicht, was man mit einem Ministerium des Widerstaudes und eincm Ministerinm der Vereinigung sagen will. Der Widerstaud sell, wie die Mäßigung, jedem Kabinet ohne Unterschied eigen seyn; aus der sich darbietenden Gelegenheit entspringt der Erfelz; es ist die Auf— gabe des Staats mannes, diese zu erkennen und sestzuhalten, Der⸗ enige, meine Herren, der ausschiicßlich dem Sosteme des Widerstan— es oder der Vereinigung sich biggiebt, der nur zu der Gewalt oder nur zu dem Vergleiche sich binzeigt, rerdient Ihr Zutrauen nicht; ich würde ihn nar mit Betrübniß die Geschäste des Landes leiten seben. Aus dieser Rücksicht erlauben Sie mir, nech einmal auf das Ministeriam des 6. September zurückjukemmen; ich verleugne keine seiner Handlungen, ich verirete sie gemeinschaftlich mit demsel⸗ ben. Verschledene Umstände waren vorbergegangen, die die Bildung des Kabineis vom 6. September erheisc'ten; aber es seh sich segleich von einer Menge unerwarteter Ereignisse umgeben. Hätte es aus Männern von einiger Erfabrung bestanden, fo hätten sis ihre B. schlüffe nach Maßgabe der obwaltenden Umstände fassen müssen. Er⸗ innern Sie sich der Ereignisse zu Straßburg, des WMeunierschen At⸗ tentats, der Gefahren, von denen wir chne Aufbören umringt waren. Das Kabinet glaubte, Gesetze zu bedürfen, die diesem Treiben Einhalt zu ihun vermochten. Wer darf es deshalb heute anlagen! Wer darf sagen, daß er iu einer ähnlichen Lage nicht eben so gehandelt
hätte?“ Aber Herr Villemain zicht aus diesen Gefetzen eine andere Folgerung. Gr sagt, diejenigen, die einmal zu dem Gesetz der Strenge
hre Zuflücht genommen haben, kännen ihre Ausichten nicht wieder
ändern!“ Ich appellire an den Richterspruch der Kammer; es ist an ihr, z bezeuzen, daß die Männer des 68. September zur rechten Zeit versöbnliche Maßregeln zu ergreifen wußten. Um
nielne Ansicht vollends auszusprechen, füge ich hinzu, daß diejenigen die zur rechten Zeit ju widerstehen wissen, auch zur rechien Zeit nachgeben können, obne deshalb schwach zu erscheinen Ich verfenne uicht die Dienste, die unsere Veigänger dein Vaterlande geleitet ba— ben; sie widerstanden mit Erfolg, als der Widerstand nethwendig war; und ich glaube, daß man uns dagegen das Zeugniß geben kann, daß wir in dem rechten Augenklick die Milde und die Bersöhulichkeit vorwalten ließen. Die Ruhe, die wir genießen, ist dafür der spre— chendste Beweis. Auch greift man nicht unsere Handlungen an alle ünsfcre- Gegner und Süasi Gegner besch:änken sich darauf. uns Ver— wüärfe darüber ju machen, daß wir das sind. as wic eben sind. In ihren Augen ist unsere Existenz unser Beib ecken. Man bat uns zu versteben gegeben, daß mau nur uuseren Rücktrit und nichts Ande— res wünsche? hiermit wolle man zufrirden seyn. Ich befinde mich einer Kammtr gegenüber, der ich seit beinahe 23 Jatren anzugehören die Ebre habe, und von welcher ich so viele Beweise der Achtung und des Woblwollens einpfing: warum sell ich ibr nicht Alles sagen, was ich auf dem Herjen babe! Ich habe diese Rednerdühne beuig nur mit Widerstreben bestiegen, denn ich hatte mich gegen einen Mann zu vertheidigen, den iäh bechachte, und den ich zum erstennale in Sppoßst:jen gegen mich erblicke. Aber da der ehrenwerthe Pair erklärt bal, sein Botum sev kein Botum des Pertrauens, so sind wir nur in unferem Kechit, wenn wir eint Erkläcung von ihm erlangen, und jbn auffordern, uns ju sagen, was ibm in unscrer Politik mißfällig erscheine, und uns über den Erund seiner abschlägigen Antwort auf⸗ uklären. Wir müffen dies fordern. Ich hege zwar nicht den Verdacht, aß er eine spstrmatische Tpposi ien beabsichtige, aber er säume nicht, uns die Urfache seinecr Sinnesänderung zu erklärten, denn bis jetzt haben wir stets einen Bertbetidiger unserer Handlungsweise in ihm gefunden. Wir haben ein Recht uns zu beklagen und ibn um seine Motive zu befragen. Es bandeit sich hier, ich wiederbele es in der Kürze, um ein Votum des Vertrauens; die Frage ist nicht, wie die verlaͤngie Summe verwendet wird? Die geheimen Fonds sind ein Mittel der Regierung, woden die Minister keine Rechenschast geben. ch wiederhele es, daß wir die Hand, welche eine weiße Kugel in di: Fabi -Urne werfen will, von derse ben zurückweisen, wenn sie nicht von dem Beitrauen ju uns geleitet wird. Dies ist unsere Ansicht, m. H., und wir heffen, daß Sie dieselbe iheilen werden!“ err Villemain schloß die Debatte mit folgenden Worten: „Ich habe keinesweges Herrn Mels persönlich angreifen wollen, aber ch ditte ihn, mir eine einzize Bemerkung zu erlauben. Ich habe nur gesagt, daß es sich besser für einen Minister zieme, sich zu⸗ rückyüuzieben, als ein neues Kabinet zu bilden, und in dem Schoße desselben das Gegentheil von dem zu ihun, was er bisher getban bat. In anderen Lindern verfährt man nicht auf diese Weise; das Per— 7mefeuille muß sich der Meinung unterordnen, und wenn diese letztere unterliegt, zieht sich der Minister zurück, um später deste siãrfer und aeihrter' wieder aufzutreien. Indem ich mich in dieser Weise äusiere, babe ich nur so gebandelt, wie der Herr Conseils⸗Präsident es seit 15 Jahren thut; ich erinnere ihn daran, daß die großen Minister, deren Rauten die Geschichte rühmend erwähnt, sich niemals dem Berwurfe aussetzten, in einem Zeitra: n ren wenigen Tagen sich zu zwei ganz entgegengesetzten Ausichten bekaunt zu haben. Hierauf schritt die Kammer zur Abstimmung, und nahm (wle bereits erwähnt) den betreffenden Gesetz- Entwurf mit 129
gegen 22 Stimmen an.
Paris, 9. April. Der Moniteur publicirt heute das Gesetz, durch welches der Wittwe des Generals Daumesnil eine jährliche Pension von 3000 Fr. als eine National, Belohnung far die ausgezeichneten Dienste, die der General dem Vater— lande geleistet hat, bewilligt wird. .
Im Courrier frangais liest man: „Die Abreise des Herrn von Fezensae nach Madrid scheint sich zu verzoͤgern, und man spricht von eingetretenen Schwierigkeiten, die der Art seyn sollen, daß der Herzog von Fezensac statt nach Madrid, viel⸗ leicht als Franzoͤsischer Botschafter nach Neapel gehen wuͤrde. Fuͤr den Voischafter. Posten in Madrid soll jetzt von dem Mar— schall Molitor die Rede seyn, der seit einigen Tagen haͤufig Konferenzen mit dem Minister der auswaͤrtigen Angelegenhei— ten hat⸗“
. Journal du Commerce giebt zu verstehen, daß an dem Briasilianischen Hofe eine junge unvermaͤhlte Prinzessin lebe, die eventuelle Rechte auf die Krone Brasiliens habe, und daß deshalb bei der Reise des Prinzen von Joinville nach Rio Janeiro wohl noch ein Nebenzweck obwalten könnte.
Der Marschall Clauzel ist gestern in Paris eingetroffen.
Das Kasino Paganini, welches sich vor wenigen Monaten mit so vielem Pomp ankuͤndigte, ist schon jetzt ganz in Verfall ge⸗ rathen. Die beiden Direktoren desselben haben sich gefluͤchtet und Herr Paganini hat bei Gericht auf Niedersetzung eines provisorischen Direktors angetragen. .
Man schreibt aus Bayonne vom 6. April: „Die Gar— nison des kleinen Forts Vera verdankt ihre Rettung nur der Ankunft von drei Compagnieen Chapelgorris von Guipuzeoa, unter der Anfuͤhrung von Hero, die durch mehrere kraͤftige An,
riffe mit dem Bajonnet den i n jener kleinen Anzahl apferer sicherten. Ein Navarresisches Corps von 2000 Mann,
das von einer Kolonne aus Pampelona 24 Stunden aufgehal— ten wurde, dieselbe aber geschlagen hat, ist ebenfalls bei Vera angekommen. Die Christinos haben sich darauf nach den Ber— gen von Endereza bei Irun zuruͤckgezogen.“
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In einem anderen Schreiben aus Bayonne vom 6. April wird gemeldet: „Nachdem die Karlisten in dem Fort von Vera sich noch den 3. April gehalten hatten, haben sie es am 4. ver— lassen und sich auf dem Wege nach Lesaca zurückgezogen. Der General O Donnell hat die Festungswerke gesprengt und sich in guter Ordnung nach Navarra zuruͤckgezogen. Um nicht durch die Langsamkeit der Artillerie bei der Ruͤckkehr aufgehal— ten zu werden, hat er sie auf das Franzoͤsische Gebiet bringen lassen. Sobald er seinen Ruͤckmarsch begann, suchten die durch Truppen aus dem Innern von Navarra verstaͤrkten Karlisten seinen Nachtrab zu beunruhigen, wurden aber kräftig zurückge⸗ wiesen. Es ist zweifelhaft, ob der General O Donnell seinen Zweck, das Gros der Karlistischen Streitkräfte nach der Graͤnze hinzulecken, vollkemmen erreicht hat. Es haben sich allerdings einige Bataillone in Bewegung gesetzt, allein sie kamen zu spaͤt, um die Zerstoͤrung des Forts Vera zu verhindern, welches ihre Zoll-Linie deckte, die jetzt an der außersten Graänze keinen Stuͤtz⸗ punkt mehr hat. Beide Theile haben nur wenige Todte, und zusammen etwa 150 bis 260 Verwundete.“
Großbritanien und Irland.
London, J. April. Die Minister wollen, dem Verneh⸗ men nach, das Parlament in diesem Jahre so fruͤh als moͤg— lich prorogiren, damit Ihre Maj. die Königin gleich nach der Kroͤnung ihre beabsichtigte Reise nach Schottland und Irland antreten kann.
Die Times macht darauf aufmerksam, daß man so ge⸗ dankenlos gewesen sey, die Kroͤnung der Koͤnigin gerade auf den Todestag Georg's 1V. anzusetzen. Dieser Monarch starb am 26. Juni 1820.
Heute reist der Franzoͤsische Botschafter, General Seba— stiani, von hier nach Paris ab; er wird aber noch vor der Kroͤnung wieder zuruͤckerwartet.
Die Tory-Blaͤtter wollen wissen, die Minister haͤtten dem Lord C. Fitzroy, der ein Hofamt bekleidet, mit Entlassung ge— droht, wo sie ihn nicht wirklich schon entlassen, weil derselbe in der Frage uͤber die unverzuͤgliche Aufhebung der Neger-Lehr— lingschaft gegen das Ministerium gestimmt.
Der Wahl⸗Ausschuß fuͤr Leicester hat die Wahl der beiden liberalen Parlaments-Mitglieder Duckiworth und Easthope fuͤr rechtmäßig erklaͤrt. ö
Die Klagen uͤber die Entscheidungen der Wahl-Untersu— chungs⸗Ausschuͤsse des Unterhauses nehmen immer mehr zu, und
beide Parteien scheinen von der Nothwendigkeit uͤberzeugt zu
seyn, daß in der Form dieser Tribunale so wie in den Regeln, nach denen sie entscheiden, eine Veranderung vorgenommen werden müsse, ja, die Tory-Blaͤtter dringen jetzt fast noch mehr darauf, als die ministeriellen, weil in den meisten Ausschuͤssen dieser Session liberale Mitglieder die Majoritaäͤt bildeten und die Tories es diesem Umstande zuschreiben, daß so wenige der angefochtenen Wahlen zu ihren Gunsten entschieden worden sind. Die wesentlichsten Punkte, welche bei solchen Wahl-Un— tersuchungen zur Sprache kommen, sind natuͤrlich die erforder—
lichen Eigenschaften der Wähler und der Kandidaten, so wie die Bestechung der Ersteren durch die Letzte— ren, und es handelt sich daher besonders um Fest—
stellung der Normen, nach welchen die Ausschuͤsse zu beurthei—⸗ len haben, ob jene Eigenschaften vorhanden sind und ob dies Vergehen stattgefunden hat. Sehr erleichtert wurde denselben ihre Arbeit werden, wenn sie sich auf die Richtigkeit der Waͤh— ler⸗Register verlassen koͤnnten, und es ist daher auch bei dieser Gelegenheit vorzüglich eine Verbesserung des Registrirungs-Ge— setzes von vielen Seiten anempfohlen worden. Ein anderer wichtiger Punkt ist eine genauere Definition der Bestechung und eine bestimmtere Vorschrift uͤber die darauf bezuͤgliche Beweis— fuͤhrung. Was die Konstituirung der Untersuchungs-Tribunale anbetrifft, so ist daruͤber kuͤrzlich im Unterhause viel hin und her debattirt worden, und der in dieser Hinsicht von Sir R. Peel gemachte Vorschlag scheint den meisten Anklang gefunden zu ha— ben, so daß selbst die ministeriellen Blaͤtter die von Herrn Buller ein— gebrachte Bill, deren weitere Berathung bis zum 11. Mai verschoben worden, schon fuͤr so gut als aufgegeben ansehen und eine Peel— sche Bill an deren Stelle erwarten. Diese Blaͤtter halten es auch fuͤr eine wesentlich nothwendige Veraͤnderung, daß die Un— tersuchungen oͤffentlich stattfinden mußten, damit das Publikum genau . wie ein jedes Mitglied gestimmt habe. Zwar haben die Zeitungen schon in dieser Session angefangen, aus— fuͤhrlichere Berichte, die sie sich zu verschaffen gewußt, uͤber die Verhandlungen in den Wahl-Ausschuͤssen abzustatten, indeß ge— schieht dies doch ohne gesetzliche Autorisation, und man verlangt dagegen fuͤr die Zukunft nicht eine bloße Duldung, sondern eine voͤllige gesetzliche Anordnung der Oeffentlichkeit. Bemerkenswerth ist es, daß einige Tories und Tory-Blaͤtter es lieber gesehen haben würden, wenn Sir R. Peel sich dafuͤr erklaͤrt haͤtte, die Ent— scheidungen uber die Wahlen dem Unterhause ganz zu entzie— hen und sie einem anderen Tribunal von ausgezeichneten Rechts⸗ gelehrten zu uͤbertragen, welche, wie sie meinen, dem Partei— Einfluß nicht so unterworfen seyn wuͤrden. Wenn man sich nun der Bemerkungen erinnert, welche kuͤrzlich der „Exami— ner“ machte, daß die Richter fast meistentheils mit der Zeit Tories wurden, wenn sie es auch bei ihrer Ernennung noch nicht gewesen, und daß es in der Macht des Souverains stände, lauter Tories zu den vakant werdenden Richterstellen zu ernen⸗ nen, so scheint Sir R. Peel bei seinem Vorschlage in der That frei von allen Partei-Ruͤcksichten zu Werke gegangen u seyn.
⸗ Bei der kuͤrzlich erfolgten Wahl fuͤr die Grafschaft Rut— land haben sich dle Tories wider Erwarten getaͤuscht gefunden. Sie glaubten, einen von ihrer Partei zu waͤhlen, und siehe da, der Gewaͤhlte, Herr W. Noel, tritt wenige Tage nach seiner Wahl in BVrooke's Klub ein und zeigt sich dadurch als einen Anhänger der Minister. Da sein Vater, der kuͤrzlich verstor— bene Sir Gerard Roel, welcher vor ihm die Grafschaft Rut⸗ land vertreten hatte, von den Tories in der letzten Zeit zu den Ihrigen gerechnet wurde und der Sohn in seiner Adresse er— klaͤrte, daß er in die Fußstapfen seines Vaters treten wolle, so glaubte man seiner versichert zu seyn; man schilt ihn daher nun einen Abtruͤnnigen und behauptet er sey durch seinen älteren Bruder, Lord r n der ein Freund Lord Melbourne's und dessen Gattin bei der Koͤniglichen Hofhaltung angestellt ist, auf die ministerielle Seite hinüͤbergezogen worden, und Lord Bar— ham werde dafuͤr wahrscheinlich bei der Kroͤnung zum Grafen erhoben werden. .
Lord Brougham war ohne sein Wissen zum Mitgliede von Crockford's Klub gewahlt worden; sobald er dies erfuhr, gab er zwar seinen Dank für die ihm erwiesene Ehre zu erkennen, lehnte sie aber ab. Er ist nie Mitglied eines andern Klubs gewesen als des Whiggistischen Brooke's Klub, hat sich aber seit 1835 auch von diesem zuruͤckgezogen. Auch hat er, wie die
2 Sr eng ö in seinem dern rer ele pelttische, As ern morglische Vetzeutung; er denkt Als einen Beweis für die zunehmende Ruhe in 3 * daran, seinem fuͤhren die ministeriellen Blatter an, daß die dortigen =. erzigkeit zu
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Register in den beiden ersten Monaten d. J. nur 573 6. n thaͤtigkeiten enthalten, waͤhrend im vorigen Jahre in den / Zeitraum noch 1709 solcher Faͤlle vorgekommen waren. Herr Turton, der fruher in Kalkutta als Advokat 1 8 soll . . Grafen Durham auf se n Mille nach nns erm gnnt enn, k r plutionair mit dem Regenten und constitutionnell un— Einig er eden enden Englischen. Echt iststelle soln ⸗ n,. geworden war, hat ö die Relle eines Jesui— shen ite erat hehren, wen Pi ihrer erke um gie 3 benommen, um allen seinen Spiegelfechtereien die Krone here n seen, enn . nn, ,. gemachten Verstl . usetzen; da versteht es sich denn wohl von selbst, daß der X größerer Sicherung ihres, Eigenthumsrechts durch Pfarrer, der lieber Gott dienen will, ais Seiner agegen sind die Buchh an dler und Verleger nicht n Km rheisen, stch . deni Plane des Herrn Jalfeurd zufrieden; sis haken Nati . Eiferer weichen muß; wie könnten auch sein Alter, sendzis auchnsezn, daß ost von ttm eingebrachte Man n Beliebtheit bei dem Bischof in Anschlag kommen? Vor ruͤckwirkende Kraft haben solle, und daß dies eine große. * mä ja die Pläne Sr. Hochwuͤrden durchgesetzt wer= rechtigkeit gegen diesenigen seyn würde, die ein Verla Die, welche mit blindem Eifer auf das vorgeschriebene unter dem gegenwärtig geltenden Gesetz käuflich an sich gen sgchen, welche ihre Ueberzeugung dem Willen des Bi— Sie wollen 23 dem Parlamente eise Petition uͤbern . ‚es⸗ doferna, werden natuͤrlich mit Bunstbeweisen, Belohnun— und haben ein Comité zur Foͤrderung ihrer Zwecke erna . Beförderungen uͤberschüͤttet. Wer blindlings gehorcht, ohne 4 nuürren, wer das Joch schweigend tragt, der wird bis auf
eres. geduldet; wer aber zu widerstehen wagt, der wird
In NewYork soll jetzt unter der ärmeren Klas, furchtbare Noth herrschen; 10, 009 Personen, heißt es, h
; barnt. bedroht, abgesetzt; heute hat er noch Brot und ein
pl, morgen irt er flüchtig umher, wenn es Sr. Hochwuͤrden
nur von der oͤffentlichen Wohlthaͤtigkeit, und in einem , bezirt sollen sich 250 Deutsche Familien im haͤlflosesten .
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befinden. bt, ihn mit 6 egit belegen! . der . aat, der die arrer bezahlen muß dieselben auch kN ie, so wuͤrde ihre Absetzung nicht von der Laune
Amsterdam, 7. April. Um die Mitte des naͤchsenn nats wird die Herzogin von Braganza in Retterdam ern um von da, nach ihrer Ausschiffung, sich nach Muͤnchen geben. Die Fuͤrstin reist unter dem Namen einer Grisz, Mindello. 1
r Obern abhängen; die Unabhängigkeit ihrer Stellung unte auf ihre Lehren und ihr Betragen vom guͤnstigsten Ein— e seyn. Jetzt beruft sie die Consitution vergeblich zum nusse der Gleichheit und Freiheit. Als Priester muͤssen sie die Institutionen versluchen, welche sie als Buͤrger lieben und Belgien. achten sollten; sie sind Werkzeuge einer Gewalt, die mit dem . ö 5. z Etaate aufs toͤdtlichste verfeindet ist; sie sind in der unaus— Lüttich, O8. April. Die Koͤnigl, Verfügung zu Err üschen Alternative, Nom aufzugeben und Burger zu seyn der Redemptoristen in Tilff giebt den Belgischen Bla; * en. her liefer ; . e gische latternen er sich Kom zu uͤberliefern und nicht mehr Buͤrger zu seyn. immer zu zahlreichen Betrachtungen Anlaj. E86 wird iin Bie Gewalt des Priesterthums entreißt sie dem Vaterlande, tet, daß die im Interesse der ultramontanen Partei sch n sie für die Fahne eines fremden Fuͤrsten zu werben; sie Hhüssen fuͤr Roͤmische Interessen kaͤmpfen. Jeder Widerstand ird erdrückt, jede Oyposition niedergehalten, und auf den An— az eines niedrigen Speichelleckers stromt das Lob des Des— en aus jedem Munde. Selbst diejenigen, welche die Luͤge Grunde ihres Herzens hassen, muͤssen derselben freimüͤ— hig und freiwillig beitreten, wenn sie nicht ihre Stel— en verlieren wollen.“ 6Gestern wurde auf der hiesigen Buͤhne Moliére's „Tar— Ffffe“ gegeben; die intelligenten Einwohner Lättichs hatten das Theater zahlreich besucht und nahmen alle diejenigen Stellen, Mie auf die gegenwärtigen Differenzen mit unserem Bischof be— wen werden konnten, mit dem groͤßten Enthusiasmus auf.
D u ef ch l an d.
Hannover, 9. April. (Hamb. Korr.) Ein Erwiede— ngs-Schreiben der allgemeinen Staͤnde-Versammlung an das Fabinet Sr. Maj, des Königs, den Steuer-Erlaß pro i838 - 39 dtressend, besagt Folgendes: „Auf die Koͤnigliche Proposition vom 18. Februar d. J., einen Erlaß an der Personen- und Ge— wwerbe-Steuer betreffend, erwiedern Stände, daß sie in der Hoff— nung, daß der Betrag von 102,09 Rthlr., welchen jener Er— aß betragen wird, ein Deficit in dem Rechnungs-Jahre von GS— 39 nicht zur Folge habe, ihre Zustimmung dazu erthei— n,. ei , kö in der 7ten FRlasse bis zur 12ten Klasse der Personen-Steuer stehen, ein 1. J e . ö. der e. ; ; it ) n 1 euer in dem Rechnungs-Jahr de — 39 in den Mo , die Familien eindringt und das häusliche Clin te . 66 . K werde.“““ Staͤnde ö 'aäͤbt. . N sich jedoch in Beziehu ĩ its i . Der Courrier Belge macht bemerklich, daß ein nun . J. s. ö. des Ministers de Theux Missiongir in Missouri umd d] KLihnen in Antrag gebrachten Steuer-Erlasses den ehrerbieri— der des Herrn Dechamps, der sich durch seine Recht in Wunsch auszusprechen, „„daß Se. Majestaͤt geruhen der ministeriellen Maßregel bekannt gemacht, Missions pre Fllen, künftig die verfassüngsmaͤßige Rucksprach it Sta in? Belgien sey. Jeder vertheidige däs Inzeresfe der el per der, ErthSilung 6. ö , 3 es konne daher nicht auffallen, wenn sich die Redemptorin hNen.““ Stande erneuern die Versicherung ihrer hochachtungs— hoher Protection zu erfreuen hatten. ö Alten Gesinnungen ꝛc.“ . , ./ tz aufgehol 1 hen Blaͤttern mitgetheilten i, ihnen n allgemein verbreiteten Unwillen uͤber ihr Bench . daß der Geheime än th Herr n , auszudruͤcken. Wen im bevorstehenden Sommer-Semester keine Vorlesungen Das Journal de Lisge berichtet, daß gestern Aben ] Niten werde. 9 k 6. . bischöflichen . gezogen . ö 9 April. Der uͤber den Bau der Leipzig⸗ und dem Herrn van Bommel ein langes Charivari gen Nesdener Eisenbahn erschienene Bericht vom Maͤr ; hätten. Daͤffelbe geschah vor der Wohnung des, Gounr e Erdarbeiten sind, der fortwährend ,, van den Steen und vor dem Kloster der Redemtt! KFeachtet, mit neuer Energie wieder aufgenommen worden, ö Gleichzeitig wurde dem hier anwesenden Bürger meist . 7 nach einer beigefagten Uiebersicht ai Menschen, worunter Tilff Und den Mitgliedern der Provinzial-Deputation en, 65 Ausländer, dabei arbeiten. Ein Theil der fuͤr den Ober, huͤbsche Nachtmusik gebracht, wobei auch manches 236 ban . Holzschwellen und Eifenschienen ist bereits den Kommunal⸗Rath von Tilff vernommen wurde. Du den Werkplätzen angekommen, und mit dem Eintritt der hat sich dabei aller Unordnungen auf das Strengste enthth ckenen Jahreszeit wird derselbe von Machern und W Es ist hier eine Broschüre erschienen, welche ö . ., 9. ö ö. werden, wozu in . fuͤhrt: ‚Monsignore van Bommel, Bischof zum groͤßten osleichungen der Planie begonnen haben. Die Arbeits .. eil. In ger so wie zur e , , und ing ,., ö . ,,, Weise ö . der Wallonischen Geistlichkeit.“ Der Verfasser nennt ihn München, 8. April. In der so eben erschienenen Ge— k m eines in Meinde-Rechnung unserer S ar . iS36 — 37 si , , , , , 4 , echnung unserer Stadt fuͤr das Jahr 1836 — 7 sind mentiren diese Broschüre . nach feiner Weise. H Netzt. Der Malz Ausschlag betrug 257,025 F ist . . J die miß br al chlic⸗ h. ö di end des Gemeil schreienden k, 24. sich . Bischof mit n ö * y . . zu . , . ei, gegen die weltliche Autoritaͤt und den Staat ü ha. ht, seine Bemerkungen uͤber diese Rech— gestattet, aufzudecken. Was sein Verhaͤltniß zur . 1. 13g . lä Tagen dem Magistrate schriftlich zu uͤberge—= , , betrifft, . äußert . . bone m, welche, Lofort mit der Rechnung an die Königl. been e, ige folgendermaßen daruͤber: „Dem erus ge erscheint Herr van Bommel keineswegs als der mit dem Schaͤferstabe, als welcher er sich im Rom darstellt. Nein, hier ist er der unbeugsame D den ungluͤckseligen Priestern, die die Kirchen- Dis . . Herrschaft unterworfen, das schwerste Joch auferle n Graf von Selnshei einsheim vor, und jetzt fuͤhrt wieder Abhaͤngigkeit und ihre Unterdruͤckung ist haͤrter, als ö. hen. im ben“ sollte. Der militairische Gehorsam wird durch e if . stimmt, jeder Grad hat seine festgezogenen Graͤnzen, niche 6 n,, darf, ö 6 der . v re er, faͤlle zu Gesetzen machen. uͤr den Klerus unse n bbersch aber giebt es kein anderes . den Willen des Bisch , Men cen sst bei weitem ge⸗ Beguͤnstigt er dieses oder jenes Prinzip, will er ein n en. Alles, was gfern h nch erwirrung haͤtte vermuthen oder . Schrift ,, . so . er lei en fel ung ksten Wiener Journale 6 ö . r be i nade, Entsetzun ; wertri 2 e ich als oder er bestraft ihn mit Ungnade, setzung, . 5 ertrieben. Das heute vekannt ge . aged. 6h
im Scho d terdikt u. s w! Ein guter, ehrlicher Landpfarrer ist in 3 fahrt t seiner , alt . geworden und besitzt da ] fahrt im Ganzen nicht mehr ais 12, Personen an, die bei
4 r Katastr ⸗ trauen und die Zuneigung derselben; die Religion hat atastrephe den Tod gefunden haben, Und allem An⸗
1
. Oest erreich. Pesth, 4. April. (Allg. Ztg.) Die Zahl der bei der
423 scheine nach duͤrften nur noch sehr wenige hie und da unter dem Schutte begraben seyn. Auch der Gesundheitszustand bessert sich; man zaͤhlt heute in allen Spitälern bloß 200 Kranke. Man ist aufs thaͤtigste beschaͤftigt, viele der verfallenen Haͤuser wieder in wohnlichen Stand zu setzen.
Schweiz.
Bern, J. April. Der Bischof von Lausanne und Genf fordert die Dekane seines Sprengels in einem Rundschreiben 2 der Verbreitung der Zeitschrift „Helvetia“ entgegen zu wirken.
Kuͤrzlich ereignete sich hier ein Vorfall, der viel Aufsehen macht. Es wurde naͤmlich Herr Itth, ehemaliger Professor an der Berner Akademie, von einem Landjager, der ihn auf der Straße erwartet hatte, festgenommen, und nach dein Ge— fangnisse gebracht. ahrscheinlich will man ihn zur Heraus— gabe wichtiger Papiere zwingen, welche sich auf die Rettung von Stagtsgeldern zur Zeit der Franzoͤsischen Occupation be— ziehen sollen.
Spanien.
Madrid, 1. April. In der Sitzung der Deputirten“ Kammer am 39. März legte der Finanz-Minister einen auf den Kommissions-Bericht gegruͤndeten Gesetz-Entwurf uͤber eine neue Anleihe vor, worauf Herr Mendizabal ihm mehrere Fra—⸗ en vorlegte, namlich; ob er sich auch von dem Verfahren der ruͤheren Minister bei dem Abschluß von Anleihen unierrichtet habe; ob die Regierung, wenn die Kammer sich fuͤr die Anleihe erklaͤre, versichert sey, daß sie dieselbe werde realisiren koͤnnen, und, wenn dies der Fall sey, ob der Minister einwilligen werde, die 63 Millionen Realen fuͤr die außerordentliche Kriegssteuer und die Wiedereinfuͤhrung der Zehnten aufzugeben, und ob er uͤberhaupt die noͤthigen Mittel besitze, um die Verpflichtungen des Staats zu erfuͤllen. Der Finanz-Minister hielt hierauf eine lange Rede, worin er einraäͤumte, daß der finanzielle Zustand Spaniens allerdings hoͤchst traurig sey, und daß selbst die neue Anleihe von fuͤnshundert Millionen Rea— len kaum den fuͤnften Theil der Beduͤrfnisse des Landes decken werde. Er erinnerte sodann Herrn Mendizabal daran, daß derselbe als Minister bereits die Einkuͤnfte von Cuba bis zum Ende des gegenwaͤrtigen Jahres verwendet habe, und daß mehrere Provinzen Spaniens, unter anderen Navarra, die Ab— gaben bereits bis 18320 voraus bezahlt hätten. Er erwaͤhnte ferner, daß die Regierung der Britischen Legion mehr als 20 Millionen und der Bank von San Fernando 35 Millionen Realen schuldig sey, daß oie von dem Infanten Don Francisco gemachten Vorschuͤsse noch nicht zuruͤckgezahlt seyen, daß der Koͤnigliche Haushalt 28 Millionen Realen und die Beam— ten das Gehalt eines Jahres zu fordern haͤtten, und daß die schwebende Schuld, groͤßtentheils ein Werk des Herrn Men⸗ dizabal selbst, 331 Millionen Realen betrage. Der Minister wies sodann auf den elenden Zustand hin, in dem sich die Mit . der aufgeloͤsten geistlichen Orden, so wie die Kirchen im
Illgemeinen befaͤnden, und bemerkte, daß z. B. in Sevilla die Kathedrale geschlossen worden sey, weil es unmoglich gewesen, die gewohnlichen Kosten des oͤffentlichen Gottesdienstes zu be— streiten. Er gab der Kammer die Versicherung, daß das Mi— nisterium gern alle erforderlichen Aufschluͤsse zu geben bereit sey, und daß er selbst sich nie dazu verstehen werde, einen Vertrag zu unterzeichnen, der sich nicht mit der Ehre und Wuͤrde Spa— niens vertrage. Die , . der neuen Anleihe wuͤrden allerdings nicht guͤnstiger ausfallen, als die der fruͤheren, allein dies sey nicht die Schuld des jetzigen Ministeriums. Die Dis kussion dieser Maßregel wurde auch gestern noch nicht beendigt. Der General Latre hat das Portefeuille des Kriegs-Mi— nisteriums angenommen und wird in kurzem hier erwartet, da seine Wunde nicht bedeutend ist. (Die vorgestern unter, Ma— 6 . Nachricht von seinem Tode ist hiernach unge— gruͤndet.
Man glaubt hier, daß die Wiedereinführung des Zehnten keine Schwierigkeit haben werde, da die Landleute im Allge— meinen dieser Maßregel guͤnstig sind. .
Burgos, 31. Maͤrz. Firmin Iriarte, der den General Latre im Kommando ersetzt, ist gestern mit 6 Bataillonen und 3 Schwadronen hier angekommen. Eine in San Leonardo er— richtete Karlistische Junta hat einen Aufruf an die jungen waf— fenfaͤhigen Leute erlassen, aber ohne Erfolg. Das Corps von Negri ist in die Gebirge von Lerma eingedrungen, und Espar— tero ist mit einer Brigade dorthin aufgebrochen. Buerens mar— schirt mit 71000 Mann nach Aranda del Duero.
Bilbao, 31. Marz. Die Karlisten sind rings um uns in Bewegung, und Artillerie und Munition werden nach Portu— galette transportirt, dessen Belagerung die Karlisten beschlossen haben. Gestern und . gingen mehr als zwanzig meist un— beladene Schiffe den Strom hinab. Man glaubt, die Karlisten beabsichtigen nur, den General Espartero zu bewegen, seine Ar— mee zu theilen. Die Franzoͤsische Kriegsbrigg „Lerf“ von 10 Kanonen ist vor einigen Tagen in Portugalette angekommen und hat in der Naͤhe des Forts Luchana Anker geworfen.
Griechenland.
Athen, 27. Marz. (Allg. Ztg.) Mit dem heute von hier abgehenden Dampfschiffe verlaͤßt Herr v. Rudhart mit sei— ner Familie die Griechischen Gestade. — Der Koͤnig arbeitet nach der nun zuruͤckgelegten Erholungsreise mit neuer Thaͤtig⸗ keit vom fruͤhen Morgen bis zum spaͤten Abend. Die Besol— dungen aller Beamten, sowohl Civil als Militair, sollen um 15 Procent vermindert werden. Da dieses Projekt zum Wohl des Staates wirkt, so kann eigentlich kein Patriot . doch jeder Grieche seyn will) ein unguͤnstiges Urtheil daruͤber fällen, weshalb man diese hochwichtige Sache leicht durchzufuͤhren glaubt. — Das Fruͤhsahr, welches sonst immer einige Ünruhen in verschiedenen Theilen der Graͤnzbezirke mitbrachte, laͤßt sich diesmal, einzelne Raubscenen ausgenommen, besser an. Nie ö , im ganzen Lande eine so vollkommene; wohlthaͤtige
uhe, wie in diesem Momente, wozu die ausgedehnte Reise des Koͤnigs gewiß viel beitrug. Se. Majestaͤt gedenken, im Herbste auch Rumelien zu bereisen, und während des Som— mers die meisten Inseln Griechenlands zu besuchen.
Inland.
Berlin, 14. April. Die Feuer -Versicherungs ⸗Anstalten sollen ihrem wesentlichen und nothwendigen Zwecke nach, den Eigenthuͤmern von Gebaͤuden ꝛc. fuͤr den möͤglichst geringsten Preis die moͤglichst groͤßeste Sicherheit einer prompten und an—
gemessenen Entschäͤdigung im Fall eines Brand- Unglücks ge— wäbren. Es giebt ihrer vornehmlich zwei unterschiedene Arten, nämlich diejenigen, bei welcher Versicherer und Versich erungs⸗ nehmer dergestalt getrennte Personen sind, daß der Veesicherer die Gefahr einseltig uͤbernimmt und der Versicherungs nehmer dafuͤr eine feste vorbedungene Prämie zahlt; und solche, wobei alle Theilnehmer zugleich Versicherer und Versicherte sind, und die Gefahr gegen seitig abernemmen wird. Die ersteren, die , . Prämien- Feuer⸗Versicherungen, sind ein kaufmänni⸗ sches Geschaͤft; Kapitalisten bernehmen die Entschaͤdigung bei Brand⸗Ungluͤck in der Aussicht auf den Gewinn, der aus vie— len jährlichen Versich erungs⸗ Summen gegen bie in den einzel nen Fällen zu zahlenden Entschädigungs Summen entstehen kann. Solche Praämien⸗Feuer⸗-Versicherungen sind im Preußi⸗ schen Staate besonders wichtig in Betreff der Mobiliar-Ver— sicherung. Mobiliar ⸗Vermoͤgen, 9 außer Meubles und Hausgeräth, auch Waaren-Lager, Naturalien-Vorräthe und dergl, gehören, können im Preußischen Staate in der Regel nur bei solchen Prämien ⸗Asseküranz⸗Anstalten versichert werden. Ob Jemand sein Mobiliar⸗Vermsgen so versichern will, ist le⸗ diglich Sache seiner Willkuͤr. Der Staat hat bei solchen Ver— sicherungen wesentlich nur das Interesse, daß Niemand aus ge⸗ winnsuͤchtiger Absicht sein Mobiliar-Vermoͤgen uͤber dessen wah⸗ ren Werth versichere. Hiernach sind die Mobiliar-Versicherungs— Anstalten im Preußischen nicht unter oͤffentlicher Autoritaͤt er⸗ richtet, sondern der Privat⸗Industrie uͤberlassen, zur Verhuͤtung von Mißbraͤuchen aber unter polizeiliche Aufsicht gestellt, und Ueberversicherungen auf das Gebiet des Strafrechts gebracht. Das desfallsige Gesetz ist vom 8. Mai 1837. — Die . zei nimmt danach Kenntniß von solchen Versicherungen, gleich— viel ob solche bei inländischen oder auslaäͤndischen Anstalten be— wirkt wird, und uͤberzeugt sich, daß nicht uͤber den Werth ver— sichert wird. Auch darf Niemand einen und denselben Gegen— stand bei mehreren Gesellschaften versichern; mit der Modifica⸗ tion indeß, daß Waaren-Lager von mehr als 10,000 Rthlr. Werth allerdings bei mehreren Anstalten versichert werden kön— nen, jedoch immer nur so, daß die mehreren Versicherun— en den Gesammtwerth des Waaren-Lagers nicht uͤbersteigen. er ,, wissentlich zu einem hoͤheren, als dem gemeinen Werth versichert, hat, außer der Zuruͤckfuͤhrung der Versicherungs-Summe auf diesen Werth, eine dem Betrage der Ueberschreitung gleichkommende Geldbuße verwirkt, welche, wenn die Entdeckung der Ueberversicherung erst nach eingetretenem Brande geschehen ist, verdoppelt wird. Etwas anders liegen die Verhaäͤltnisse und die gesetzlichen Bestimmungen bei der wichtigsten Art der Versicherung gegen
— Auch fuͤr solche bestehen Praͤmien-Assekuranz⸗Unternehmun⸗ gen im In, und Auslande, und es ist im Preußischen Staate meist nicht verwehrt, bei solchen seine Gebaͤude zu versichern. Der gewoͤhnliche und in mehreren Provinzen ausschließliche Fall ist hier jedoch die gegenseitige Versicherung, bei wel— cher alle Speculation auf Gewinn ausgeschlossen wird. Solcher gegenseitiger Feuer ⸗Versicherungs-Anstalten, nach welchen die Hauseigenthuͤmer derselben Stadt, mehrerer kleiner Siaͤdte, die Landeigenthuͤmer in derselben Provinz, demselben Kreise ꝛc. sich dahin verbinden, nach Maßgabe der Groͤße, der Feuer— gefaͤhrlichkeit 2c. ihres eigenen Grundstuͤcks Beitrage zu zahlen, aus denen bei entstehendem Brand-Ungluͤck eines ihrer Theil— nehmer der Schade nach gewissen Tax und Entschädigungs“ Prinzipien verguͤtet wird, bestehen im Preußischen Staate jetzt in allen Provinzen unter dem Schutz und der oberen Leitung der offentlichen Behoͤrden, und waren in neuerer Zeit schon seit dem Jahre 1811 Gegenstand vielfacher besonderer Berathung.
So einfach und natuͤrlich uns jetzt die Einrichtung selcher Feuer-⸗Syeietaͤten erscheint, so sehr der Real-Kredit namentlich seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts im Preußischen durch solche bedingt ist, dergestalt, daß bei dem hypothekarischen Austhun von Kapitalien auf Grundstücke und Haäͤuser die Sicherheit allgemein nach der Feuer-Versicherungs⸗-Summe ge— schaͤtzt wird, so wenig hat man den Ursprung solcher Anstalten etwa in sehr fruͤher Vergangenheit zu suchen. Im siebzehnten Jahrhundert gab es dergleichen noch nicht. Wenn man aber die Pariser Brand-Kasse von 1745 wohl als die erste solcher Anstalten angefuͤhrt findet, so ist zu bemerken, daß fruͤher schon dergleichen Anstalten im Brandenburgisch-Preußischen Staate vorhanden waren, und hier wahrscheinlich die erste solcher Sc— cietaͤten unter Autoritaͤt des Staats errichtet worden ist. Koͤnig Friedrich 1. erließ am 26. Januar 1701 eine Feuer-Ordnung fuͤr das platte Land der Mark Brandenburg, in welcher er außer anderen feuerpolizeilichen Vorschriften bestimmte, daß je 6 oder 7 Doͤrfer, wie sie sich „am besten zusammen schicken“, eine Feuer-Societaͤt unter sich bilden sollten, dergestalt, daß bei Brand-Ungluͤck die Mitalieder der Societät durch Naturaldienst bei dem Wiederaufbau sich gegenseitig helfen sollten, auch wurde n empfohlen, sich mit Gelde zu unterstuͤtzen, und zu dem Ende in den Kirchen fuͤr den Fall eines Brandes Kollekten zu sammeln. Dieser Verordnung folgte am 15. Oktober 1765 ein Feuer-Kassen- und am J. Juni 176 ein General-Feuer-Kassen—⸗ Reglement, nach welchem in der Residenzstadt zu Koͤln an der Spree eine General-Land⸗ und Stadt-Feuer⸗-Kasse errichtet wurde. Alle Eigenthüuͤmer wurden verpflichtet, ihre Häuser, Hoöͤfe und andere Gebäude in diese einschreiben zu lassen; die Bebaͤude wurden nach einer besonderen Instruction taxirt, von jedem 100 Rthlr. Werth mußten z Gr. Beitrag gezahlt werden, auf Iz des Werthes mußte ein jeder Eigenthuͤmer sein Grundstuͤck versichern; bis 23 konnte er es versichern; z aber sollte je⸗ denfalls unversichert bleiben, um die Eigenthuͤmer „so viel besser zur Vor- und Aufsicht zu verbinden.“ — Schon nach dieser ersten Verordnung sollte Feuer fuͤr jeden Eigenthuͤmer ein Un— gluͤck bleiben; nur 3 des Werths konnten im guͤͤnstigsten Falle entschaͤdigt werden. Die General-Feuer-Kasse fuͤr die ane Provinz Brandenburg ward nachher aufgehoben, und es bilde⸗ ten sich, von der Regierung Koͤnig Friedrich's J. an, nach und nach in allen Provinzen der Monarchie viele besondere Feuer— Sozietäten, wie Eigenthums-, staͤndische und ähnliche Verhaͤlt— nisse die Verbindungen zweckmäßig erscheinen ließen, unter lan— desherrlicher Genehmigung. Große Städte, wie Berlin, Stet— tin, Breslau, Koͤnigsberg, bildeten in sich ihre Sozietät, die kleineren Staͤdte, sogenannten Landstaͤdte der Neumark und an— derer Provinzen, die Ritterguts-Besitzer derselben Provinz, die kleineren Land -Eigenthuͤmer bildeten ihre besonderen Vereins. — Aehnliche Feuer Sozietaäͤten entstanden in der Mitte des vo— rigen , in mehreren anderen Deutschen Staaten; 1750 die Kur⸗Braunschweigsche, 1751 die Nassau Weilburagsche, 1753 die Braunschweig⸗Wolfenbuͤttelsche, die Wuͤrttemberasche u. s. f. — Im Preußischen Staate bestand im Jahre 181 in der damaligen Ausdehnung der Monarchie hauptsachlich fol— gende Anzahl von Feuer- Sozietaͤten, deren viele noch besondere
Unter-Abtheilungen hatten:
Feuersgefahr, der Versicherung der Immobilien, der Gebaude.
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