1838 / 166 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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prenßischt Staats Zeitung.

166.

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Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.

ments, d ju velleihen gerüht.

dritter Klasse mit der Schleife zu verleihen geruht.

Hör Orden vierter Klasse zu verleihen geruht.

Ehrenzeichen zu verleihen geruht.

erliehenen Dannebrog⸗Orden vierter Klasse zu tragen.

. Im Bezirk der Königl. Regierung

solcher, Sczedrzi *

6

.

K .

Zeitungs-⸗Nachrichten. Ausland. Rußland und Polen.

andere Fetails uͤber das ungluͤckliche Ereigniß.

Dann hei

die

Se. Majestat der Konig haben dem pensionirten Obersten „on Sack, vormais Commandeur des 3zosten Infanterie Regi⸗ * , Rothen Adler⸗OWrden dritter Klasse mit der Schlelfe

Majestät der Koͤnig haben dem Land. und Stadt— * Direktor Seiler zu Aschersleben den Rothen Adler

Se. Majestaͤt der Konig haben dem evangelischen Pfarrer gtu sa zu Osterwieck, Regierungs⸗ Bezirk Danzig, den Rothen

Se. Majestaͤt der Konig haben dem bei der hiesigen Eisen⸗ aleßerei arbeitenden Modell⸗Tischler Damnitz das Allgemeine

Ehre. Majestaͤt der Konig haben dem Direktor des Cours⸗ SBuͤreaus bei dem General-Post⸗Amte, Hofrath Friedrich, estattet, den von dem Könige von Daͤnemark Majestaͤt ihm

pu Oppeln ist der Kuratus Blasius Jurczek zu Kreutz⸗ burg zum Erzpriester im Bodlaͤnder Sprengel ernannt und als weis fuͤr eine permanente und dauerhafte Besetzung finden. so wie der bisherige Pfarr ⸗Administrator Meiß zu Sie gewöhnt sich an unsere Nachbarschaft, indem die Felder t, Kreis Oppeln, als Pfarrer daselbst bestaͤtigt worden. unter dem Schutze unserer Soldaten bebaut und die Maͤrkte in unseren Lagern i g e ren werden. In Blida und besonders

Berlin, Sonntag den 17e Juni

indem die Communication auf allen Punkten, die der Koͤnig zu passiren hatte, gesperrt war, und beim Vorbeimarsch blieb die National Garde so weit vom 6 entfernt, daß sie kaum seine Gesichtszuͤge erkennen konnte. Man schaͤtzt die Zahl der Na— tional⸗Gardisten, die sich eingefunden hatten, auf 20 - 25,000 Mann. Da nun aber der Effektiv Bestand der Pariser Na⸗ tional Garde sich auf S5, 000 Mann belaͤuft, so haben sich etwa 60, 0900 Mann nicht gestellt.“

Der General“ Stebastiani hat sich vorgestern in Boulogne nach London eingeschifft und der Marschall Soult wird ihm in wenigen Tagen dahin folgen.

Wie man aus Marseille schreibt, wo Ben- Arach am Iten d. eingetroffen ist, so soll sich dieser Abgesandte Abdel⸗Kader s mit . Erfolge feiner diplomatischen Mission nicht sehr zufrieden zeigen.

Der a hier eingegangene Moniteur Algerien giebt folgende Nachrichten uͤber den Zustand der Kolonie: „Algier, J. Juni. Wir erfreuen uns seit einiger Zeit einer Ruhe, die als die wesentlichste Verbesserung in dem Zustande des Landes betrachtet werden muß, da nur aus ihr alle anderen Verbesse⸗ rungen hervorgehen koͤnnen. Unsere Lager in Koleah, in Blida und' im Fstlichen Theile der Regentschaft, befestigen sich immer mehr; die i , ,,, , , werden bald beendigt seyn und die einheimische Bevölkerung wird darin den sichersten Be⸗

im Osten sind diese Maͤrkte so reichlich versehen, und die Lebensmit⸗ tel so wohlfeil, daß man sogar Versendungen nach Algier macht. Die

en. Auch diese Maßregel aber hat der Korrespondent jenes gesunden Huͤgeln, die Blida umgeben.“

eutschen Blattes in eine Verfolgung verwandelt.“

ernannt worden.

nnen⸗Ordens erster Klasse ernannt worden.

nen kurzem hier zuruͤck erwartet. Frankreich.

eigentlich stattgefunden habe. „Es liegt“, sagt eines der hie— sigen Blaͤtter, „der so ploͤtzlich we Revue sicherlich eine

politische Idee zum Grunde. Am wa

ben will. Man konnte sich deshalb auch nicht wundern, daß

dazu einsieht. Der groͤßte

fand sich bei den Truppen, die einige Tausend rebellischer

eil der Legionen war sehr undoll⸗ Soldat, schlaäft unter einem sehr einfachen Zelt, fruͤhstuͤckt kaltes aͤndig; sie standen durchaus von den Einwohnern getrennt, l Fleisch und Kaͤse, und eine . . ist fil hl Was ich

Garnison von Bugia ist abgelöst worden und Herr Bedeau, Oberst⸗Lieutenant der Fremden Legion, hat den Ober⸗Befehl uber diefen Platz erhalten. Die benachbarten Staͤmme, die sich bisher von einer unbeugsamen Hartnaͤckigkeit bewiesen, scheinen sich uns naͤhern zu wollen. Bie vormaligen Bewoh⸗ St. Petersburg, 9. Juni. Das Journal de St. ner von Bugig, die zur Zeit unserer Besetzung die Stadt ver⸗ petersbourg gab vorgestern eine außerordentliche Beilage lassen hatten, bitten jetzt um die Erlaubniß, dahin zuruͤckkehren ( e um die eben eingegangene Rachricht vom Brande des zu duͤrfen. Konstantine ist ruhig. Im Umkreise von Bona ampfschiffes „Nicolai mitzutheilen; in der folgenden Rum. werden die Steuern in unserm Ra mer giebt es daruͤber nur den Bericht der Schiffs- Listen der erhoben. In Oran, Algier und Bona vermehren sich die Han⸗ Böaͤrsen⸗Halle; auch die uͤbrigen hiesigen Blaͤtter enthalten keine

men und ohne Widerstand

dels⸗Verbindungen zwischen uns und den Stammen im In⸗ nern, die ihre Produkte gegen Europaͤische Fabrikate umtau⸗ Dice Deutsche sowohl, als die Franzoͤsische Petersburger schen, Wir wollen hoffen, daß die Zeit und die getroffenen Zeitung enthalten gleichlautend die Berichtigung eines von dem Maßregeln einen so guͤnstigen Zustand der Dinge befestigen wer⸗ . Journal de Franefort der „Leipziger Allg. Zeitung“ ent- den, dann wird auch die evoͤlkerung, die diesem Lande beson— nommenen Artikels „von der Russischen Graͤnze n, in welchem ders noch fehlt, sich ohne Zweifel beeilen, von den Vortheilen eines gemelder wurde, der Bischof Klongewitsch in Wilna sey verhaf« fruchtbaren und wohlfeilen Bodens und eines schoͤnen Himmels iet worden. In der Berichtigung wird „um zu zeigen, wie Nutzen zu ziehen. Die Sicherheit, nach der man so lange ge— die Neuigkeits / Fabrikanten von dem, was Rußland betrifft, un⸗ strebt hat, herrscht gegenwärtig rings um uns her; aber der terrichtet sind!“ erzaͤhlt, daß der Bischof, weit entfernt, be⸗ Boden erwartet noch Menschenhaͤnde, um ihn zu beschaͤftigen straft zu werden, vielmehr vom Kaiser mit der groͤßten Auszeich⸗ und fruchtbringend zu machen.“ Das Journal du Com⸗ nung behandelt worden sey, auch das Großkreuz des Wladimir m'er ce theilt dagegen nachstehendes Schreiben aus Algier vom Ordens zweiter Klasse erhalten und die Creirung zweier Suffra. ten d. mit, welches in einigen Punkten dem obigen Artikel wi⸗ . r , fuͤr zwei Domherren seines Kapitels erlangt habe. derspricht: „Die Armee des El-Vascani ist in Medeah einge t es weiter: Was die Beschuldigung betrifft, die derselbe rückt und uͤberbringt ziemlich bedeutende Summen, die dem Korrespondent der „Leipziger Allg. Zeitung dem Bischofe Klon⸗ Lieutenant des Emir als Geschenk fuͤr die Burnu's, welche die gewitsch macht, als habe derselbe einige Geistliche, die an der Scheiks erhalten haben, uͤberreicht worden sind. Dieser Feld⸗ Revolution Theil genommen, abgesetzt, und diese seyen nach zug hat nicht ganz die Wirkun hervorgebracht, die Abdel ⸗Ka⸗ ihrer Verurtheilung den Kaukasischen Regimentern einverleibt der von demselben erwartete; . worden, so kann man wohl denken, daß dieselbe eben so grund⸗ stantine haben, aus einem mehr religidsen als politischen Ge⸗ Us ist, als der Rest seines Artikels. In Rußland lann ein fuͤhle eine Vorliebe fuͤr die Autoritaͤt des Emirs. Ei⸗ Geistlicher, selbst bei den schwersten Vergehen, nicht anders sei⸗ nige Fanatiker in Blidg wechseln noch immer Flintenschuͤsse mit ner Wuͤrde entsetzt werden, als durch ein Urtheil des hoͤheren den Schildwachen des Lagers; sie liegen in Verstecken, um auf geistlichen Gerichis von der Konfession, wozu er gehort. Dies isolirte Soidaten zu schießen; aber es wird ohne Zweifel gelin⸗ st ein Haupt⸗Prinzip unserer Gesetzgebung, die man zuvor etwas

r die Araber der Provinz Kon⸗

upt⸗ . gen, das Land von diesen Banditen zu saͤubern. Mittlerweile besser studiren sollte, ehe man so unuͤberlegt spricht, wie es oft geschieht. ist es den Kolonisten noch immer verboten, sich nach Blida zu Nach den genguesten Nachrichten kann man versichern, daß kein begeben. Man sollte glauben, wenn man den Artikel des Mo⸗ 8 der Roͤmisch⸗katholischen Geistlichkeit zur Strafe unter niteur Algerien“ liest, daß dieses Gebot aufgehoben sey; dem ruppen gesteckt worden ist; einige Kaplane von dieser Kon ist aber nicht so. Man sucht Kolonisten fuͤr den Raum zu ge— Son sind bei diesem Armee⸗ Corps, wo sich eine bedeutende winnen, der durch die Bewegung unserer Truppen freigelassen nag von Katholiken befindet, angestellt worden, um densel⸗ worden ist. Dieser Raum ach aber in einem noch ganz en die Huͤlfe und die Troͤstungen ihrer Religion darzubrin⸗ sumpfigen Theil der Ebene und nicht in den fruchtbaren und Der Sem4äphore de Marseille enthaͤlt nachstehendes ö Mittelst Allerhöchsten Gnadenbriefes vom 12. Mai ist der Schreiben des Doktor Clot-Bey an einen seiner i . in han von Karabagh General⸗ Major Mechti-Kuli, auf das Marseille; „Ich schrieb Ihnen von Alexandrien aus in dem Jeugniß des Ober“ Dirigirenden von Grusien uͤber dessen aus, Vugenblicke, wo ich mich nach Syrlen begeben wollte. Nach . Verdienste und musterhafte Ergebenheit gegen den einer viertaͤgigen Landreise durch die Gebirge langte ich in , Thron, zur Bezeigung des besonderen Alterhoöͤchsten Aleppo an, wo ich Ibrahim Pascha zu finden hoffte; zu mei⸗ ohlwollens, zum Ritter des St. Annen Ordens erster Klasse nem großen Leidwesen war er aber zwei Tage fruͤher von dort

2D nach Damas abgegangen, wohin ich mich sogleich begab und ĩ er Commandeur der Kau kasischen Reserve⸗Grenadier⸗Bri⸗ ihn dort traf. Dieser Querstrich ist mir insofern nuͤtzlich gewe⸗ gade, General⸗ Major Simborskij , ist faͤr ausgezeichnete, ge, sen, als ich dadurch Gelegenheit erhielt, Syrien fast in seiner en die Bergvoͤlker bewiesene Tapferkeit zum Ritter des St. ganzen Laͤnge zu durchreisen, Ich hatte beständig schoͤnes Wet— ter, und das Land hat mich sehr interessirt. Der . ru⸗

Warsch au, 12. Juni. Der Fuͤrst von Warschau ist vor, sen verfolgen. Die Ünpäßlichkeit, derenhalben der Vice⸗Koͤnig gestern von hier nach Brzesc⸗Litewski abgereist, wird aber bin- mich zu seinem Sohne gesandt hatte, war schon vor meiner Ankunft verschwunden. Sie war elne Folge der sitzenden Le⸗ bensweise gewesen, die der Prinz seit einiger Zeit ge⸗ 2 . fuͤhrt hatte, und auch der geistigen Anstrengung, die die a mn, 11. Juni. Die gestrige Revue ist ohne irgend Organisation der administrativen e, gn r. Syriens * nfall vporubergegangen, und die hiesigen Blatter nehmen ihn kostet. In einem Lande, welches sich seit Jahr— halb um so freier die Frage wieder auf, weshalb dieselbe underten bestaͤndig in einem Zustande der Anarchie befunden at, ist Alles zu schaffen, und das Schwierigste ist ohne Zwei⸗

Rer el, Ordnung und Sicherheit in demselben wieder herzustellen.

u ĩ 1 wahrscheinlichsten ist es, daß Diese beiden wichtigen Singe sind erreicht. Es sind alle no⸗ ie Julitage fortan ihrer militairischen Feierlichkeit berau, , . n g nr, man reist yu Eskorte n n voͤlliger Sicherheit; man spaziert in der eiligen Stadt mit

2 = ohne anscheinenden Veweggrund abgehaltenen Revue dem Hut auf dem Kopfe, und ich habe . . Reisende . fehlte. Die National⸗ Garde liebt dergleichen die Moscheen besuchen sehen. Ich habe zehn Tage im Lager ungen nicht, wenn 9 nicht irgend eine Rothwendigkeit bei dem Prinzen zugebracht, Er lebt fast wie ein gemeiner

Ihnen hier sage, ist buchstäblich wahr. Wenn Ibrahim Pascha

feine Expedition gegen die Drusen beendigt haben wird, so soll

ich ihn bei einer General-Inspection aller Truppen begleiten.

Bei dieser Gelegenheit werde ich fast ganz Syrien zu sehen

bekommen.“

Dac Journal des Débats äußert sich in Bezug auf

die Meinung der Pairs-Kammer uber die Renten⸗Frage in fol⸗

gender Weise: „Der schoͤne Bericht des Herrn Roy schließt mit

der Erklaͤrung, daß die Kommission einstimmiß der Meinung

fey, den Gefetz⸗ Entwurf nicht anzunehmen. Diese gänzliche

Uehbereinstimmung der Meinungen ist ein sehr merkwuͤrdiger Um⸗

stand. Es ist ein neues und glaͤnzendes Dementi, welches den

Illusionen der Konversionisten gegeben wird. Sie glaubten, daß

keine Opposition von irgend einem Gewichte sich ihnen entgegen

stellen koͤnne; und dennoch protestirte schon im Schooße der De

putirten⸗ Kammer eine Minoritaͤt von 115 Stimmen gegen

die Maßregel. Wenn es uns außerdem erlaubt waͤre,

alle diejenigen Stimmen zu zahlen, die sich fuͤr den Entwurf ausgesprochen haben, nicht, weil sie ihn für gut hielten, son⸗

dern die Einen, weil sie eine Verlegenheit fuͤr die Juli⸗Regierung darin erblickten, die Anderen, weil sie eine Ministerial⸗Veraͤn⸗

derung daraus hervorgehen zu sehen hofften, und noch Andere,

weil sie ein fuͤr alle Mal der Sache ein Ende machen wollten, so konnten wir behaupten, daß die Majoritaͤt selbst in der De⸗ putirten⸗ Kammer anders entschieden haben wuͤrde. Nun er

halt aber jene Opposition der Deputirten⸗ Kammer, die schon ihren Gegnern durch Verstand und Talent so uͤberlegen ist, den einstimmigen Beistand der von der Pairs⸗Kammer ernann⸗ ten Deputation. Ist diese glückliche Mitwirkung nicht das Zeichen einer Reaction in der Meinung des Landes gegen eine Maßregel, deren Gefahren man endlich einsieht? Die Einstim, migkeit, die in der Kommission geherrscht hat, wird Wiederhall in Frankreich sinden. Die Namen der Kommissarien, ihre Er⸗ fahrung, ihre wohlbekannte Unabhaͤngigkeit, Alles traͤgt dazu bel, un ihrer Meinung das groͤßte Gewicht zu geben. Un⸗ möglich kann dieselbe ohne Einfluß auf die Ueberzeugung des Landes bleiben. Man kann jetzt auch mit einiger Gewißheit auf das Votum der Pairs⸗Kammer rechnen. ie Hoffnung, welche wir noch immer hegten, scheint in Erfuͤllung gehen zu wollen. In der edlen und ruhigen Stellung, welche die Charte der Pairs-Kammer gemacht hat, ist diefe, fern von dem Strome der Leidenschaften, die unparteiische und wachsame Beschirmerin der Rechte Aller. Sie wird, wir hoffen es mehr als je, ihre konservative Mission zu erfuͤllen wissen, Steht nun aber dennoch zu befuͤrchten, daß die große Wohlthat, auf die wir hoffen, durch ein oͤffentliches Ungluͤck erkauft werden muß? are es wahr, wie man gedroht hat, daß ein Konflikt zwischen den Staats-Gewalten zu befuͤrchten sen? Wir unse— rerseits glauben dies nicht. ie Majoritaͤt der Deputirten⸗ Kammer hat sich immer zu sehr von einem constitutionnellen Geiste beseelt gezeigt, als daß sie den verschiedenen Staats Gewalten ihre vollstaͤndige Unabhaͤngigkeit bestreiten sollte. Wir wissen wohl, daß man nichts vernachlaͤssigen wird, um Zwie⸗ tracht zu naͤhren, daß man versuchen wird, den Aufruhr, der sich nicht mehr in den Straßen zu zeigen wagt, in die Pole— mik einzuführen. Aber diejenigen, welche prophezeien, daß die Deputirten⸗Kammer uͤber jene Verwerfung erbittert seyn wuͤrde, verleumden dieselbe. Sie leihen ihr die eigenen schlechten Lei⸗ denschaften. Wir, die wir Vertrauen zu ihrer Weisheit haben, sind aͤberzeugt, daß sie dieselben niemals theilen wird.“

Die Erwartung, daß die heutige Boͤrse sehr glaͤnzend seyn wuͤrde, ist nicht in Erfuͤllung gegangen. Die Course der Fran⸗ zoͤsischen Papiere waren zwar fest, schienen aber keine Neigung zum Steigen zu haben.

Großbritanien und Irland.

London, 9. Juni. Da man glaubt, daß Sir John Hob⸗ n der Praͤsident der Ostindischen Kontrolle, der die Stadt ottingham im Parlamente repraäͤsentirt, bei der Kroͤnung zum Pair erhoben werden wird, so sind bereits zwei Reformer, Herr Ewart und Herr Morrison, als Kandidaten fuͤr diesen Parlamentssitz aufgetreten. Diese Konkurrenz wird von den ministeriellen Blaͤttern sehr bedauert, denn sie fürchten, daß da⸗ durch ebenso, wie fruher in Marylebone, ein Tory zu der Repraͤsentation von Nottingham gelangen moͤchte.

Herr Miles brachte neulich im Unterhause die Mißhellig⸗ keiten zur Sprache, welche zwischen der Persischen Regierung und dem bei ihr beglaubigten Britischen Gesandten eingetreten sind. „Das Haus“, sagte er, „wird sich erinnern, daß vor einiger Zeit unserem Gesandten in Persien ein arger Schimpf 6 wurde. Dieser Gesandte forderte Genugthuung da⸗ ar und sprach den Entschluß aus, daß er, falls man ihm keine hinreichende Satisfaction gewähre, so handeln wurde, wie es allein der Ehre Englands gemäß sey. Ich wuͤnschte nun zu wiffen, ob ihm die verlangte Genugthuung zu Theil geworden, oder ob er widrigenfalls die Maßregeln ergriffen hat, die man nach jener Sprache erwarten muͤßte. Zugleich mochte ich den edlen Staats— Secretair fuͤr die auswärtigen Angelegenheiten fragen, ob er Rachrichten uͤber den weiteren Verlauf der Belagerung von Teheran erhalten hat.“ Lord Palmerston erwiederte: „Nach den letzten Depeschen hatte Herr Macneil eine ungenügende Antwort erhalten. Da unterdessen die Belagerung von Teheran schon vier bis fuͤnf Monate fortdauerte⸗ so fand Herr Macneil sich veranlaßt, selbst in das Lager des Schachs zu eilen, und als er seine letzte Depesche nach England absandte, war er noch 11 Tagereisen von Teheran entfernt.“

Ueber die letzten Debatten in Betreff Algiers in der Fran⸗ zösischen Deputirten⸗Kammer bemerkt die orning Chro— nicte: „Wenn England große Besorgniß oder Eifersucht wegen der Ausdehnung der öt an e schen Eroberungen in Afrika hegte, so wuͤrde die Debatte, welche so eben in Bezug darauf in der Deputirten⸗Kammer stattgefunden, dazu geeignet seyn, diese Ge⸗

fuͤhle zu beschwichtigen. Die Unmöglichkeit und Hoffnungelo— sigkeit, worin sich Frankreich befindet, jemals wesentlichen Vor⸗

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