Durchmesser haben. Zur Zelt der Ueberschwemmungen richten Kraul⸗ beiten unter den auf diesen Hügeln zusammengedräungten Wilden ost die furchteriichsten Verwüstungen an. Die an der Gabelung des Flusses wohncuben Wallecks vereitelten jeden Versuch, eine Berbin— kung mit ibnen an zufuüpfen. Besser gelaug dies mit einem Stamme Namens Oui-⸗spa⸗näti, den die Reifenden weiter abwäris an dem Fiusfe trafen. Diefe Wilden schienen eine Garderobe geplün— dert zu daben, denn sie waren auf die wunderlichsie Weise uit Europäischen Kleidungsstücken ausgeputzt. Einige trugen Femden, Andere bloß Jacken, ja Einer hatte uur einen Aermel ner Jacke und einen Scheukel von einem Paar Beinkleider. Meh⸗ rere raren auch schwarz, weiß eder roth bemalt und rättowirt. Sie hatten üur rohe Hütten von Matten, und ibre Ee, räthschaften waren von der einfachsten Art. Im Sommer ziehen sie uber und sammeln Vorräthe ein, mit denen sie sich dann zum Win⸗ er auf die obenerwähnten Schlamm⸗Inseln zurückiiehen, we sie dann ron zahlreichen wilden Gänsen und Enten umgeben sind. Der Fluß i resch an Schaaltbieren und Fischen, auch finden sich das Elen und der Hirsch ziemlich häusig in der Nähe. Der Pilot der Reisenden, n in der Spanischen Mission San Francisce lebender cristlicher Indianer, erzählte, daß die Ufer des Flusses früber dicht Rit jenen Winter-Duariieren — Rancherias von den Spaniern genannt — besetzt gewesen seyen. Jetzt sind diese Stämme fast aus rettet, und lleberreste ven ihnen sinden sich nur noch in den Mis⸗ enen. Wahrscheinlich baben die Amerikanischen Jäger von den Rocky Monntains, die diesen Fluß bei seiner Gabelung zu überschrei⸗ en pflegen, in Verbindung mit den Delawaren ene Siämme zur Flucht gensthigt. Dennoch sollen sie, trotz der Ueberlegenheit der zenerwaffen, häusig blutige Gefechte geitefert und der Flucht den Tod Rzrgejegtu kaben. Der Sacramento⸗- Fluß war einsi wegen seiner Fiber und Fischettern berühmt, die auch jetzt noch nicht selten sind. Tas Klima war am Tage mild, sudem das Thermometer zwischen z, d und 4 20,59 R. schwantte, in etner Nacht siel es jedoch bis auf 4 1.658 R. Tie Temperatur des Wassers rariirte von Y, Ma bis 19.6 R. Das Wetter war meistens schän, und nur an zwei Tagen reg⸗ nete es. Die Reisenden schossen von vierfüßigen Thieren einen Schakal⸗ Fuchs oder Cupota, Fischottern, Wiesel, ein Elen uud Hirsche; der Capitain Belcher schoß auch mebreremale auf Tigerkatzen, die aber für die schwache Ladung zu dicht behaart waren. An Vögeln schossen sie mehrere Enten, Eulen, Fallen n. s. w. In der Nähe der Fluß⸗ Mündung wird der Boden so morastig, daß es schwierig war, astro⸗ nomische Beobachtungen zu machen, weil der Boden durch die Ebbe und Fluth des Stromes beständig vibrirte. Bei Springfluthen wird das niedrige Land überschwemmt, welches mit langem Grase und Binsen be⸗ wach fen ist; aus den letzteren verfertigen die Eingebornen ihre Balsgs eder
söffe. Ersi da, wo das füße Wasser das lebergewicht hat, wachsen Resen,
rburus und andere Sirgucher. Das Hoi] der Californischen Liche ist nicht besonders, obwohl es dlesesbe iss, die überall in Rord-Ame⸗
bloß
Einige segar
rika benutzt wird; dagegen ist da
daß kleine Fahrzeuge bis zum Mündung binausgehen können. von 14. Christopher George zei Flusse vor. — Der Präsident
von den
die den Zweck hat, die Herr Ra
Distrilte zu erforschen.
gegangen. (Ueber das Erdbeben i ber 1837, von dem auch in dieser
theilt worden.)
72
Höhe erreicht, vortrefflich. Sle ist auch gewöhnlich mit wildem siock umrankt, dessen Trauben einen angenehmen Geschmack hatten. — In Bejug auf die Beschiffung des Flüsses bemerkt Capitain Belcher, Fort, große dagegen nicht über die
Capitain Beaufort legte zugleich eine —.
worth, der als Arzt und Naturferscher die Euphrat- Expedition beglei⸗ tere, die Instructionen für die nach Kurdistan 2 Expeditien,
Mosul, der die Expedition begleiten soll
in Rr. 169 der Staats-Zeitung in dem Bericht über die Sitzung der Akademie der Wissenschaften zu Paris vem 11. Juni Einiges mitge⸗
s der Esche, die indeß keine e. ein⸗ Span.
zog Rene 110. 83. 3 ente 221s'4. Passige M.. 300 Portug. 21 do Met. 1061) 9. M/ 1605, 30/0 ga... 21,0
er fa. Also = t,
Paria, 18. Juni.
.
Wien, 19. Juni.
ichnete Karte von dem Sacramento⸗ berreichte sodann dem Herrn Ains⸗ Montag,
Restorianischen Christen bewohnten ssam, ein Restoriantscher Christ aus ist bereits nach Malta ab⸗ n Valdivia in Chile am 7. Novem⸗ Sitzung die Rede war, ist bereits
Mr. Arago.
Meteorologische Beobachtung.
Tusrmleme ... 1230 R. - 1I73 R. - 13,10 NR. Flußwarme 13.70 R. Thauyunkt ... 4 10,10 R. 4 1079 R. - 1040 R. Bodenwarme 1400 R. Dunstsattigung S3 vt. IS pCt. Sl pCt. Ausdünstung O, 91“ Rh. Wetter .... . .. trũbe. halbheiter. heiter. Niederschlag O, oo!“ Rh. Wind ...... W. W. W. Wãärmewechsel 4 17.80 Wolkenzug ö — W. er. 9,8 0. Tadesgmittel: 327 73 Dar. 4 1439 R.. - 10,40 R.. 77 oCàt. W. chenen
1838. Morgens Nachmittags Abends Nach einmaliger Cosmar 23. Juni. 6 ub. 2 uhr. 19 uor. Beobachtung. ⸗. Cusidrnd. .... z37 01 dar. 37. 3 par. 338 o par. Quell warme 74 R.
Niederl. wirkl. . . 2814. So/J Span. 21114. Passi prend Präm.- Sch. I14*/ 9.
zo /9 — Neue Anl. 19! .
Cons. 30, —. Belg. 102. Ausg. Sch. — ' — 21/200 oll. 33 do. 30/9 25. Engl. Russ. 113. 26. Peru — . Chili —.
Aus würtige Börsen. Amsterdam, 19. Juni.
Ant wéorpen, 18. Juni.
Zinsl. 6. Neus Anl. 2116.6. Br. */ 16. 6. Hamburg, 22. Bank- Actien 1123. 1141. Engl. Russ. 1081/5 Bo / Port. — do.
ondon, 198. Juni.
un, iensta Sw do. 1015 / 9. Kanz. Bill. ; ) . 8 1a, Ausg. . — Heinrich s z.
Poln. = Oesterr. Met. 1020/4. G. Harrys.
Juni.
Neue Anl. 2219. Passive 38. 14. 30/9 101. SS Port. 71a. ras. 89. Columb. 271732. Mex.
Lustspiel in ü Aufzug. Hierauf, zum erstenmale; und eine Liebe, ie iel ĩ
von C. Stawins ki. Dame. Lustspiel in 2 Akten, nach Scribe und Meles ville, vin
Königliche Sch auspiele. 25. Junl. Im Opernhause, zum erstenmale wie⸗
derholt: Der schwarze Domino, komische Oper in 2 Musik von Auber. Abtj. Im Schauspielhause: Pour la elöture du théstre frangain, 1) Trop heureuse, vaadeville en 1èẽ acte. 2) Les premierer amo: vauderille en 1 acte, par Scribe. 3) La seconde ref reren
de: Le cabaret de Lustueru, vauderille nouveau en 1 acte, par Dienstag, 26. Juni. Im Schauspielhause: 3 Braut, rei
n 3 Akten, frei nach Rozier von X
Mittwoch, 27. Juni. Im Opernhause: Der Postillon von Lonjumeau, komische Oper in 3 Abth. Musik von A. Adam.
Königsstädtisches Theater.
Montag, 25. Juni. Das Nachtlager in Granada. Hyer in 2 Akten, nach dem Schauspiele gleichen Namens von Piu drich Kind, bearbeitet von Karl Freiherrn von Braun. vom Kapellmeister Konradin Kreutzer. Den vielfach ausgespn uͤnschen zu genuͤgen, wird Herr Schober vor seinn Abreise noch einmal in dieser Oper in der Rolle des Ilgn
28. Juni. Zum erstenmale: Familienleben Lustspiel in 1 Akt, frei nach dem Franzoͤsisch́a Hierauf, zum erstenmale: Student um
In Vertretung des Redacteurs: Wen zel.
— r
Gedruckt bei A. W. Hayn.
—
Derr, 8.
— —— —
Allgem ein er
Bekanntmachungen. z.
Bekanntmachung. Da dit in dem anliegenden Berzeichnisse A, aufge⸗
noch nicht eing
Anzeiger für die
Verzeichuniß
ven den bereits früher zur Löͤschung gekündigten, aber
ereichten Kur- und Neumärkschen Pfandbriefen.
filvrten Kur- und Reumärktschen Pfandbriefe Seitens
Dat um der Kündigung und Nummern der Coupons, mit welchen die Pfand—⸗ briefe einzureichen sind.
der 6 6 der darin genannten Güter gekündigt wor⸗ Verrag der deu fiad und sonach deren Einziehung und demnächstige Z. 8 resp. und Löschung im Hvpothefenbuche erfolgen muß, so werden . * 3 . dieselben deren Inhabern hiermit zur Eimpfangnahme 3 96 . der ihnen darin verschriebenen Sninmen nach blauf 33 riefe. der unten näher besiünmten reglementsmäßigen Kün S S Gold. Cour biguugs⸗ Frist förmlichst aufgekündigt, mit der Auf⸗ * ee ah. orderung: Ar. lr. l daß 9 Inhaber dieser Pfandbriefe dieselben in dem 3015 — 300 nächsten Zinszahlung -Termine vom ästen bis Mien k. Mts. bei der Kaffe der auf dem einzelnen Pfand looo? — 300 briefe und resp. dessen Coupon bemerlten Provinzial 2333 — 399 Ritterschafts⸗Direciion oder in dem darauf folgenden 28193 — 50 Zinszablungs Termine vom 1, bis 1. August d. J. 29165 — 360 Fei der Lanpt-Ritterschafts-Kasse hierselbst, gegen Empfangnahme des vergeschriebenen Depositions,. 2hd34 — 500 Schelng? ad depositum geben und demnächst nach 29036 3800 Er Ende Dezember d. J. abgelaufenen Kündigungs- 23316 — 300 Frist, in dein alsdann mit dem 2. Januar k. J. 293547 — 500 eintretenden Zinszahlungs-Termin, das Pfandbriefs. 208518 — 500 Lapit al gleichzeitig mit dem davon auf den bei ze — 500 Einreichung der Pfandbriefe von der, für die Jahre zun571 — 590 1833 ausgtsertigten neuen Coupon⸗Serie ausgehän⸗ 36882 — d00 digten Ceupoen Nr. 1 fätlig gewordenen Zinsen, gegen 37714 — 100 Rückgabe des erhaltenen Depgsitions Scheins, bei derjenigen Kasse, welche denselben ertheilt hat, baar z8210 — 50 in Empfang nehmen; widrigenfalls die Pfandbrief zor 79 — 100 Juhaber zu gewärtigen haben, daß wegen der nicht zos?7 — 200 E2bgtlieferten Pfandbrieft nach Vorschrift des Rach⸗ trags vom 2. April 1783 zu §. 281 des Kredit⸗ 390991 — 80 Realements vom 1. Juni 1777 verfahren wird. 39996 — 80
Gleichzeitig werden hierdurch die Inhaber der in ker Anlage B. verzeichneten Pfandbrieft, welche bereits srüher, Behufs der Lschung zur Einlieferung gekün⸗ krigt worden sind, erinnert, gedachte Pfandbriefe nebsi Mit Beziehung ken rabei bemerkten Conpons unrerzüglich bei unserer Len in extenso
Tu T7. Teiemnber S5 mit Tou- pons Nr. 7 u. 8. den 27. Juni 187 mit Coupon Rr. 8. den 206. Dezember 1837 mit Cou— won Rr. 8. den 23. Dezember 1835 mit Cou— pons Nr. 3 bis s incl. den 27. Juni 1837 mit Coupon Rr. 8.
den 27. Dejember 1836 mit Cou—
pous Rr. 7 u. 8.
den 20. Dezember 1837 mit Cou⸗
pon Nr. 8.
den 27. Dezember 1836 pons Nr. 7 u. 8. den 20. Dezember 1837
vpon Nr. 8. den 27. Dezember 1836 mit Cou—⸗ pons Rr. 7 u 8.
den 27. Jnni 1837 mit Coupon Rr. 8.
mit Cou⸗
mit Cou⸗
A u s z ug... auf die den Straͤlsundischen Zeitun⸗ inserirten Proklamen vom heutigen
Sauyvt Kasse gegen Empfangnabme des Kapital⸗Be⸗ Tage werden alle und jede, welche an die gesammte trags abzuläafern, indem entgegengesetzien Falls deren Rerlasfenschaft des unlüugst mit Tode abgegangenen
mortification auf Kosten der Inhaber, den bestehenden, reglementarischen, eben allegirten Bestimmnngen ge⸗ mäß, verfligt werden wird. KWerlin, den 15. Juni 1838. ur- und ü eum erksche Haupt⸗-Ritterschafts—⸗ Direction. Graf von der Schulenburg.
Neuenrost und ;
von Boß.
derungen machen hiermst geladen, den 9. Juli,
A. Ber zeichniß
von den unterm 15. Juni 18368 zur Löschung gelün— digten Pfandbriefen der Kur- und Neumark.
Königl. Schwedischen Kammerherrn und Ritters Carl Ludwig von Thun auf Schlemmin, ins— besondere an die von demselben hinterlassenen, in Neu⸗ Vorpommern belegenen Güter Schlemmin, Eckhoff,
sönlichen oder dinglichen Rechtsgrunde, biger und Hppothefgrien oder aus Erb- schen Lehns⸗Successions⸗Rechte, Ansprüche und For⸗
ohanniter⸗
arnow C. p. aus irgend einem per-
sey es als Gläu⸗ oder agnati.
zu können sich berechtigt erachten,
solche in einem der folgenden Termine: den 31. Juli u. 27. Augu st d. J. Morgens 19 Uhr,
vor dem Königl. Hofgericht spezie auzumelden und
22 3 B 22 beglaubigen, bei Strafe der Präflusion und gänz— 2 X Betra * etrag zu g ; 2 *. 27 P du l . 27 e nd. licher Ahweisung, welche durch den am 18. September e. 5 — * e nen, e nfs. hig z ausgesprochen und 32 . 3 3 ad. sGeur. 353 ; vollzogen werden wird. ;
52 Gold. Eeur. 22 Gon . 282 a, , ,. . Greifswald, den 31. Mai 1838.
, Thlr. Thlr. T Folr. Thlr. . Wr. Tl. Königl. Preuß. Fesgt icht von Pommern zT — wo sldrn dr — 206 . — 306 und Rügen.
S883 10900 — 25830 — 200139933 — 2060 v. Möller, Praeses. 939 — 200 25851 — 200 39978 — 3066
64 — Q 200 25855 — 1001390979 — Q 309
8 — 200 285325 — 300139092 — 20 4 Bekanntmachung.
S882 — * es526 — 2001399931. — 530] Es ist in der Nähe des im adeligen Gute Dalwin, 87 260 i319 — 2600100. — 3060 Kreis Stargard, gelegenen Krugeß im November 1836 233 300, — I 266 Jas! — 306 das Stelen eines männlichen Körpers aufgegraben e, , m tes, 300 = sihs2 — 200 worden, welches nach dem ärztlichen Gutachten nicht es33 — 1000133298 200 — 40114 — 30 länger als etwa 3 bis A Jahre dort verscharrt gelegen 36 = irh lznnz? , moo sädiliz! — 0 bat. Da schen vor Aufsindung dieses Skeletts in der a, — doo lisnt! = 26 snoiis! — 6 Gegend ein Gerücht von der in Dalwin verübten Ermor⸗ 233 — 00 isssd3 — 500 0läolzis — 200 dung eines durchreisenden Viehhändlers und Schweine⸗ 32, — 300536981 — 100119122 — 200 Auffäufers (angeblich aus der, Mark) verbreitet war, , — 100 384g — A0 081! — 3090 so werden alle diejenigen Behörden und Privatperso— oz1 — Q 190 39702 — 880040508 — S9 nen, die über die Person eines solchen verschwundenen 1293 — 3060138736 — zo Luo lg — 100 Viehhändlers, oder diejenigen, welche über das bei Dal⸗ 21953 36 — 360713 — zo su2325 — 300 win aufgefundene Skelett nähere Auskunft geben kön⸗ 238 18 — 200139772 — ] 4090 nen, ersucht, die betreffende Mittheilung baldigst an
das unterzeichnete Gericht zu machen, und sollen die etwa entstehenden Kesten ersetzt werden.
Dirschau, den 12. Juni 1838. Königl. Preuß. Land- und Stadtgericht.
Gee f n nden.
Wir sind beauftragt, bekannt zu machen, daß die⸗ jenigen 20 Stilck Wiener Banf-AUctien, welche laut unserer in Nr. 168, 168 und 170 dieser Zeitung ent⸗ haltenen Anzeige vermißt worden sind, sich mittlerweile wieder vorgefunden haben. Berlin, den 23. Juni 1838. Gebrüder Veit C Comp.
Die Schooner Brigg „der Verein“, Capt. Meeske, ist mit einer Ladung verschiedener Waaren direkt von Köln an meine Adresse hier eingetroffen und wird nach seiner Entlöschung wieder dahin erpedirt. Wenn daher Güter von Berlin nach jener Gegend auf diesem ungleich woblfeileren Wege bestimmt sind, so wird um deren baldigste Aufgabe und Absendung hierher gebeten. Gern siche ich zu deren Spedition bereit.
Stettin, den 22. Juni 1838. A. Lemonius.
—
Literarische Anzeigen.
Bei A. W. Hayn in Berlin (Zimmerstraße Rr. 20) ist erschienen und daselbst, so wie in allen Buchhand⸗ lungen, zu haben:
Das Vorbereiten und Thaͤtigmachen der zur Rennbahn bestimmten jungen Pferde nach der Methode der Engländer. Oder: die Elementar— schule des Pferdes, das Frommmachen und stufen⸗ weife Vorbereiten zum Anreiten der, sowohl für die Rennbahn als zum Verkauf aufgestallten jungen Pferde, so wie deren fernere Thätigmachung unter dem Rei⸗ ter betreffend. Ein Handbuch für Pferdezüchter, Ge⸗ stürsmänner, Kavallerie⸗Ofsiziere, Bereiter und Pferde⸗ Besitzer. Bearbeitet von W. Zinkeisen, ehemaligem Fürsilichen Stallmeister, Gestüts⸗Vorsteher und Lehrer der Reükunst. Preis e Thlr.
Neuigkeiten von Fenimore Coopern. Irving
Die Heimkehr oder 1 See⸗Roman
von IJ. Fenimore Cooper,
Aus dem Engl. Übersetzt von Johann Spoerschil. 3 Bde. Sv. Brosch. Velinpap. Preis 87 Thlr. J. T. Ir ving's Indianische Skizzen, entworfen während einer Expedition zu den Pawnee⸗ und anderen Stämmen der Amerikanischen Indianer. Aus dem Englischen ven Dr. F. Reichme i ster.
2 Bde. 8Svo. Brosch. Velinpap. Preis 13 Thlr.
Vorstehende hächst anziehende Werke sind so eben an alle Buchhandlungen des In⸗ und Augzlandes ver fandt worden und zu Berlin in der Stuhrschen, Schlotzplatz Rr. 2, zu haben.
Teipzig, Juni 1833. Bernh. Tauchnitz jun.
Folgendes neue wichtige astronomische Werk isi durch
all? Buchhandlungen zu beziehen, in Berlin durch
E. S. Mittler (Stechbahn Rr. 3), so wie durch
dessen Handlungen zu Posen, Bromberg, Culm u. Gnesen
Fundamenta nora investigationis orbitae verae quam luna perlustrat, quihus annexa est solutio problematis quatuor corporum breviter exposita auctore P. A. Haus en. Gothae a C. Gla e- ser. Amaj. 1828. Preis 6 Thlr. 20 sgr.
— — —
Preußischen Staaten.
In unserem Verlage ist erschienen und in alm Buchhandlungen zu haben:
Rohlwes, 36 Nicol. Allgemeines Bieh—⸗ arzneibuch oder ünterricht, wie der Lan mann Pferde, Rindvieh, Schaafe, Schweine, Ile gen und Hunde aufe nen; warten, füttern und deren Krankheiten erkennen und heilen soll. Neh einem Anhang. Eine von der Königl. Märkl⸗ schen bkon. Gesellschaft gekrönte Preigschrift. 15te verbessette An flage. Svo. Mit einer Kupfertafel. Preis 285 sgr. /
Hering, X. g., Königl. Lande g⸗Oekonomie Rath Ueber die agrarische Gesetzg ebung in 866 6 gr. 8x0. 1 Thlr. 18 sgr. z
Mlglinfche Jahrbücher der gand wirth— a aft, herausgegeben von der Königl. Preuß. kLikademie des Landbaueg zu Möglin Unter Ne— daction von Professor Körte. gr. Svo. Ir. Bd. Mit einer Kupfertafel. Ax Bd. Mit zwei Kupfer⸗ tafeln. Kartonnirt à Band 2 Thlr. Zo far.
Köppe, J. G., Königl. Amtsrath zc. U nferticht im Ackèrbau und in der Viehzucht. 3 hie. 8gvo. Mit Kupfern. Preis A Thir. 20 sgr.
Kretzschmer, Ge cgnomja forensis, oder Jn= begriff derjenigen Grundsätze und Bestimmungen, welche dem Juͤristen von der Landwirthschaft und dem Oekonommen von dem Rechte zu wissen nöthig sind. 3 Bände, Gr. Ato. 14 Thlr. *
Dorn, J. F., Königl. Fabriken⸗Kommissionsta prattꝭ Anleitung zum Bierbrguen und Branntweinbrennen nnd zur infa nn der künstlichen del, zie gänzlich umgearbelt und vermehrte Ausgabe. Mst à Kupfertafeln. Gr. 8vo. 4 hf 1Thlr. 20 sgr.
Berlin, im Junt iss. . Rücker und Püchler.
Bei dem Unterzeichneten ist so eben erschienen md durch alle Buchhandlungen Deutschlands, in erlin durch die Plahn sche en enn n (. Ritz e). Ih gerstraße Rr. 37, so wie durch alle Übrigen Buchhand⸗ lungen, zu beziehen:
Ueber di: Bedentung des Erzbisthumt Utrecht von Dr. Joh Christian wilhelm Aug usti. Aus den Rhein. Prov. Blärtern be⸗
sonders abgedruckt. Gr. Svo. eh. Preis zz st
In diefer kleinen Schrift ist ein Gegenstand auge ret, welcher ju alien Zeiten, besonders aber bei den gegenwärtigen und zütünftigen Kouflikten Rom, die AÄufmerfsamfeit der Deu ifch en aller Ken fefsionen, welchen das Wohl der Religion, Kirche und des Staates am Herzen liegt, gan beo fonders in Anspruch nimmt. — Bei dieser Ge egẽuheü glaube ich noch auf die in fruheren Rummern de diesjährigen Khe in schen Pror. Blätter erschi nenen ÄAufsätze: Aehnlichkeit der Zeit, — ie Umwäljung Spaniens, — Die Münchener p Zeitung. X Der peil. Athanasius in Lilerandria m der Herr Görres in München. — Berichtigung einn Dien g merkwürdig im 19ten sogenannien uf, klärten ern den 5. 4. m., wovon aber keine inn, icke erschienen siad, aufmerkfam machen u müssen. — Köln, im März 1838. t
J. P. Bachem, Hof⸗ Buchhändler u. Buchdtucheß
Bel G. Walter, Mohrensttaße Nr. ,, nahe b
9. 5haer, B ib. n. Abbild. d. nutzharsten Ader
Fhaer, Beschreib. n i vtgrstes aer,
i .
Kenntniß d. Belg. n h. ö! . ö. ö ö
Stud lum der Landi ug
* ghle n Tilt. S scicr, Kom Spor. 3,
80. 285. So / Mey v6. 90. Sa, 2*
—
die vorgeschlagene Ausnahme zu Gunsten der
Bie
pon Minckwitz,
Preunßischt Stag
Allgemeine
175.
Beim Ablaufe des Aunartals aber bei den Königlichen Post-Aemtern
mean en, Blatt am Vorabende seines Datums durch die Stadtpost frei ins Haus gesandt wird.
wird hiermit in Erinnerung gebracht, daß die Bestellungen auf diese 3 zu machen sind, und daß der Preis für den gansen Umfan
Berlin, Dienstag den 26sien Juni
1838.
eitung nebst Pränumeration hier am Orte bei der Redaction (Friedrichs⸗St 77, der Monarchie auf 2 Rthlr. Preuß. Cour. vierteljährlich . E get * ö ar m jedoch die erforderliche Stärke der 11 für das kommende Biertelsahr abmessen zu können, müssen wir
tzt ist, wofür den hiesigen Abon⸗
— —
enten d . : die Bestellungen bis spätestens den 3asten d. M. an uns gelangen zu lassen, ind em sonst die Interessenten es ch selbst zu zu 1b ĩ⸗
4 eine Unterbrechung erleidet und nicht fämmtliche Kummern vom Anfange des Quartals an nachgeliefert werden i n n. m ad mn. nn d dm n nn,. — S — —— — — — ——— ßßß——— — — — —
— — 2 —
Amtliche Nachrichten.
Kronik des Tages.
Se. Majestaͤt der Konig haben dem Ober⸗Landesgerichts⸗ rasidenten Schultz zu Stettin den Rothen Adler⸗Orden went Klasse mit Eichenlaub zu verleihen geruht.
Ge. Majestaͤt der König haben dem Rathsdiener und gtadtgerichts Exekutor Gers zu Penkun das Allgemeine Eh—
rmnzeichen zu verleihen geruht.
Abgereist: Se. Excellenz der Koͤnigl. Saͤchsische Staats⸗
hinister, außerordentliche Gesandte und bevollmächtigte Mini⸗
e am hiesigen Hofe, General, Major und General“ Adjutant, nach Dresden.
Zeitungs-⸗Nachrichten. Ausland.
Frankreich.
Pairs Kammer. Sitzung vom 18. Juni, Der griegs-Minister legte zu Anfang der heutigen Sitzung zen von der Deputirten⸗- Kammer bereits angenommenen Ge— setz⸗ Entwurf in Betreff der außerordentlichen Kredite fuͤr Afrika por. An der Tages-Ordnung war hierauf die Fortsetzung der Debatte ͤber den Gesetz ' Entwurf in Betreff des General— Stabes der Armee. Der Graf Dejeagn tadelte den Mißbrauch, den man mit der Pensionirung der Generale treibe, ohne daß diese ihre Pensionirung verlangt haͤtten. Er habe, sagte er, diesen Mißbrauch unter der vorigen Regierung getadelt, und r halte ihn noch fuͤr weit verdammlicher unter der, aus der
uli! Revolution hervorgegangenen Regierung. Der Graf Roguet trat dieser Ansicht bei und suchte darzuthun, daß durch Generale die Königliche Prärogative nicht gefährdet werde. Der Graf FJacdueminot von Ham war dagegen der Meinung, daß ne solche Ausnahme zu Gunsten der Generale die uͤbelsten ie haben koͤnne, indem spaͤter auch die Offiziere niederen
nges auf eine aͤhnliche Beguͤnstigung bestehen wuͤrden. Es wurde hierauf uͤber den Artikel . und derselbe mit 88 gegen F Stimmen verworfen. achdem nun noch mehrere Artikel von untergeordneter Wichtigkeit angenommen worden waren, schritt man zur Abstimmung uͤber den ganzen Gesetz⸗ r f/ welcher mit 86 gegen 51 Stimmen genehmigt wurde.
Sitzung vom 19. Juni. Der Gesetz-Entwurf wegen Pewilligung einer jährlichen Pension von 106,000 Fr. fuͤr die Fräsin von Lipona ward ohne Eroͤrterung mit 92 gegen 30 Stimmen angenommen. Es begann hierauf die allgemeine Be⸗ rathung uͤber den Gesetz- Entwurf in Betreff der enten ⸗Re⸗ duction. Der Matquis von Audiffret war der erste Red— net, der sich gegen den Gesetz-Entwurf vernehmen ließ. Er machte hauptsaͤchlich den Umstand geltend, daß der Vorschlag von der Deputirten⸗Kammer ausgegangen sey, obgleich dieselbe
durchaus nicht im Stande waͤre, zu beurtheilen, welche Gruͤnde
1 s
die Politik der Ausfuͤhrung der Maßregel entgegenzusetzen habe.
Er far seine Person werde nur dann erst die Maßregel unter⸗ stuͤtzen, wenn die Regierung dieselbe vorschlage und sich fuͤr die
. ungestoͤrte Ausfuͤhrung derselben verantwortlich mache. — Der
raf von Argout, der hierauf die Rednerbuͤhne bestieg, be—
3 folgendermaßen: „Die Frage, die uns in diesem Augen⸗
lick heschäͤftigt, ist insofern höchst feltsam, als Frankreich das erste Land in Europa war, welches das Recht, die Staats— chuld zuruͤckzuzahlen, oder zu konvertiren, in Ausuͤbung bracht, und jetzt fast das einzige Land in Europa ist, wo die—
ses Recht bestriütten und nicht ausgeführt wird. Zwei Jahr—
underte lang bediente sich Frankreich ohne Widerspruch jenes echts und besonders thaten dies diejenigen Minister, welche die Geschichte als die umsichtigsten und erfahrensten nennt, naͤm⸗ Sully, Colbert und Turgot. Und jetzt werden die fruͤheren orginge der Monarchie so sehr vergessen, daß die Konversion von einigen Mitgliedern der Kommission als eine Neuerung, und jwar als eine gefährliche Neuerung bezeichnet wird.“ Der ) edner bewies nun, und zwar mit denselben Gruͤnden, die aus 6 Verhandlungen der DeputirtenKammer hinlaͤnglich bekannt ind, die Gesetzlichkeit der Maßregel, und fand den Nutzen der⸗—
elben schon darin, daß man mit den Kredit-Bedingungen der
indeß weder
lbrigen Europaͤischen Staaten gleichen Schritt halte. Die wei— ere Verathung ward auf den kolgenden Tag verschoben. -Dputirten-Kammer. Sitzung vom 19. Juni. Die ken Naturalisations⸗Briefe der Herren Blondeau, Rossi und in. wurden von der Kammer genehmigt und hierauf meh⸗— e Gesetz⸗Entwuͤrfe von oͤrtlichem Interesse angenommen. Herr ut gan erstattete demnaͤchst Bericht uͤber den Gesetz⸗Entwurf, sa ch welchen dem Herrn Berlioz und Compagnie die Konzes= e. fuͤr das Italiaͤnische Theater ertheilt werden soll. Der Be— , . aͤußerte sich in folgender Weise: „Die erste Sorge =. ö Kommission mußte seyn, die Plane und die Risse zu ni 9. um sich von dem Umfange der Opfer zu uͤberzeugen, er Staat 7 bringen geneigt seyn moͤchte. Es sind uns laͤne noch Risse vorgelegt worden, und Al— aben, be⸗ kt sich darauf, daß die Kosten auf. 3 1, 2co, obi
es hig ; at nan wir in dieser Beziehung gefunden
Unternehmer dem Staate stellen wollen, von der spaͤtern Ge⸗ nehmigung des Ministers des Innern 3 soll. Bei ei⸗ ner solchen Lage der Dinge konnte ihre Kommission uͤber den einzuschlagenden Weg nicht im Zweifel seyn; sie mußte, da sie nicht blindlings zu Werke gehen konnte, auf die Verwerfung des Entwurfes antragen. Es wurde unnuͤtz seyn, Sie von den Widerspruͤchen und Unregelmäßigkeiten unterhalten zu wollen, die in den verschiedenen Punkten des Gesetz-⸗Entwurfes auffal⸗ len; er istæ im Ganzen unannehmbar, und es hieße, Ihre Zeit mißbrauchen, wenn wir ihn in seinen Details eroͤrtern wollten. Wir hoffen daß die Regierung bis zur naͤchsten Session einen neuen, durch die Vortheile der Konkurrenz verbesserten Entwurf vorlegen wird. Ich habe Grund zu hoffen, daß der Minister des In⸗ nern selbst sich den Antraͤgen der Kommisslon nicht widersetzen wird.“ — Der Graf von Montalivet bestaͤtigte dies, worauf das Gesetz mit 197 gegen 35 Stimmen verworfen ward. — Der Präsident: „Wir kommen nun zum Einnahme ⸗ Budget von 1839. (Aeußerungen der Zufriedenheit auf allen Bänken.) Es ist nur ein einziger Redner eingeschrieben, und ich bitte die Herren Deputirten, sich morgen půnktlich einzufinden, damit die einzelnen Artikel des Budgets zur Berathung kommen koͤnnen.“ (Mehrere Stimmen: „Und damit wir morgen ein Ende machen koͤnnen!“! Das Budget wird wahrscheinlich das letzte Gesetz seyn, welches die Kammer in dieser Session votirt.
Paris, 20. Juni. Der Mexikanische Gesandte, Herr Garro, hat, wie die hiesigen Journale versichern, seine Paͤsse gefordert, ünd ist bereits nach England abgereist.
Aus Boulogne schreibt man unterm 18ten d.; „Es sind von Bernay, welches 15 Stunden von hier liegt, in 26 Mi— nuten Tauben angekommen, welche die Nachricht uͤberbringen, daß der Marschall Soult heute fruͤh um 10 Uhr durch Bernay gekommen ist. Hier ist Alles auf den Beinen, um 9 zu em⸗ pfangen. Die National-Garde wird sich bei der Saule der großen Armee aufstellen und dort von dem Marschal gemustert werden, der vor 34 Jahren den ersten Stein zu diesem Denk— male legte. — Der Marquis von Brignole, außerordentlicher Botschafter des Koͤnigs von Sardinien, hat sich in der vergan—
enen Nacht nach England eingeschiffe, und der Herzog von . ist in diesem Augenblicke im Begriff, eben dahin ab⸗ zugehen.
Das Wahl⸗-Kollegium von Bastia hat am 13ten d. M. den ministeriellen Kandidaten Limperani mit 82 gegen 75 Stim⸗ men, welche Herr 2660 erhielt, zum Deputirten ernannt.
Es hat sich das Geruͤcht verbreitet, daß der Baron von Rothschisd nach Bruͤssel abgehen wuͤrde, ner Anleihe fuͤr Belgien zu unterhandeln. merkt, daß ein solcher Schritt, unter den gegenwartigen Um— staͤnden, geeignet sey, denjenigen Personen Vertrauen ein zufloöͤ⸗ ßen, welche Schwierigkeiten bei der Ausfuͤhrung des Traktats vom 15. November befuͤrchten.
Der General Haxo ist neuerdings gefährlich erkrankt. Es hat sich bei ihm in Folge einer kuͤrzlich uͤberstandenen schmerz— lichen Operation eine Gehirn⸗-Entzuͤndung entwickelt, und man zweifelt an seinem Wiederaufkommen.
Im Journal du Havre liest man: „Bei der Abfahrt des Schiffes „La ville de Lyon“, welches Nei⸗York am 26sten v. M. verließ, war das Geruͤcht von dem Tode des Generals Inginac verbreitet. Dieser General uͤbte nächst dem Praͤsiden⸗ ten Boyer den groͤßten Einfluß auf die Angelegenheiten der Haytischen Regierung aus, und er wuͤrde wahrscheinlich fruͤ⸗ her oder spaͤter die politische Erbschaft des Oberhauptes der Republik angetreten haben. Ein Schreiben aus Port— au⸗Prince vom 5. Mai bestaͤtigt dieses unglückliche Ereigniß in folgenden Ausdruͤcken; „„Der General Inginac ist in seinem in der Nähe der Stadt liegenden Hause ermordet worden. Der Möoͤrder gelangte um 2 Uhr in der Nacht unter dem Vor⸗ geben zu ihm, daß er persoͤnlich eine sehr dringende Depesche zu uͤbergeben habe. Während der General las, legte der Moͤr⸗ der sein Pistol auf die Schulter eines jungen Mannes, der das Licht hielt, und feuerte es sogleich ab. Die Kugel drang un— terhalb der Kinnlade ein. Dieses Attentat, welches man an⸗ faͤnglich fuͤr die Folge einer Privat-Rache hielt, scheint jetzt, durch politische Beweggruͤnde veranlaßt worden zu seyn. Naͤ⸗ here Details sind bis diesen Augenblick noch nicht bekannt.““
Herr Hypolit Passy bewirbt sich gemeinschaftlich mit dem Herrn Michel Chevalier um den durch den Tod des Fuͤrsten FTalleyrand erledigten Platz in der Akademie der moralischen und politischen Wissenschaften.
Herr Guizot ist gegenwartig mit einem Werke uͤber das Leben und uͤber die Schriften Washington s beschaäͤftigt. Ueber die Veranlassung zu dieser Arbeit giebt das Journal des Deb ats folgende Auskunft: „Washington hatte die Gewohn— heit, von allen seinen Briefen, Roten, politischen Notizen u. s. w., sorgfaͤltig Abschriften zu bewahren. Er hinterließ nach seinem Tode uber 206 Baͤnde solcher Kopieen, welche von dem Kon— greß der Vereinigten Staaten gekauft, und in das National Archiv niedergelegt wurden. Es bildete sich ein Comitè, um diese Handschriften zu sondern, und diejenigen, welche fuͤr die Geschichte und Politik jener großen Epoche von Wichtigkeit waͤren, durch den Druck zu veroͤffenilichen. Dieses Comité, und besonders Hr. Jared Sparko, einer der ausgezeichneisten Schriftsteller der Ver⸗ einigten Staaten, publizirte in der That bis zum Jahre 1837. 12 große Oktav⸗Baͤnde. Nachdem jetzt dieses große stational⸗ Werk beendigt ist, wuͤnschen die Herausgeber sehr, daß durch eine Auflage in Franzoͤsischer Sprache Europa in den Stand
um daselbst wegen ei⸗ Der Temps be—
dranten geschaͤzt worden, und daß die Buͤrgschaft, die die
gesetzt werde, den glorreichen Gruͤnder ihrer Unabhaͤngigkeit
und ihrer Regierung vollständig kennen zu lernen. Sie 6 sich zu dem Ende an Herrn Guizot gewandt, und ihn gebeten, diejenigen Briefe und Aktenstuͤcke auszusuchen, die fuͤr die Fran⸗ zoͤsische Auflage passend seyn duͤrften, und die Herausgabe des Werkes selbst zu beaufsichtigen. Herr Guizot hat sich diesem schmeichelhaften Wunsche auf das bereitwilligste gefuͤgt und er hat außerdem versprochen, das Werk durch eine Vorrede uͤber den Charakter und uͤber den politischen Einfluß Washingtons einzuleiten. Das aus sechs Banden bestehende Werk wird bis zu Ende d. J. vollständig im Druck erschienen seyn.
Der hiesige Tuͤrkische Geschäͤftstraͤger hat mit einem Schr ei⸗ ben, welches die hiesigen Blaͤtter publiziren, dem Direktor der Koͤnigl. Bibliothek eine Arabische Grammatik zuruͤckgestellt, die er käuflich an sich gebracht und erst spaͤter bemerkt hatte, daß 1a auf dem letzten Blatte der Stempel der Königl. Bibliothek
efand.
Horace Vernet befindet sich seit gestern wieder in Paris.
Das Journal des Debats enthaͤlt heute das erste Schrei⸗ ben seines geistreichen Feuilletonisten Jules Janin, der sich be— kanntlich nach Mailand begiebt, um den Kroͤnungs-⸗Feierlichkei⸗ ten beizuwohnen. Das Schreiben ist aus Turin datirt und enthält einen Reise⸗Bericht von Paris bis zu diesem Orte.
Ein vorgestern Abend uͤber Paris gezogenes schweres Ge— witter hat wieder an drei verschiedenen Grten eingeschlagen. Einer Frau, die in ihrem Zimmer mit weiblicher k beschaͤftigt war, sengte der Blitz die Haare vom Kopf, ohne sie jedoch anderweitig zu beschaͤdigen. Sie ist aber heute in Folge des Schreckes gestorben.
An der heutigen Boͤrse war die Franzoͤsische 5 proc. Rente ausgeboten, weil man sagte, daß die Pairs Kammer nur die Undzeitigkeit der Renten-Reduction einraäͤume, sich dagegen aber fuͤr die Gesetzlichkeit dieser Maßregel aussprechen werde, so daß es Wahrscheinlichkeit gewinnt, daß die Reduction in der kuͤnf⸗ tigen Session mit mehr Aussicht auf Erfolg zur Sprache kom⸗ men wird. Auch die Bank⸗Actien stellten sich niedriger im Eourse, weil man wissen wollte, daß die Bank bei dem naͤch⸗ sten halbjaͤhrigen Termine nur eine Dividende von 50 Fr. zah⸗ 6 wurde, waͤhrend sie im Januar 66 Fr. 50 Cent. gezahlt
atte.
Großbritanien und Irland.
Parke h n n, ,,, ,. Oberhaus. Siz-⸗ zung vom 19. Juni. Der auf die Spanischen Angelegenhei⸗ ten bezuͤgliche Antrag des Marquis von Londonderry be⸗ zweckte die Vorlegung verschiedener Papiere, von denen er dem Premier⸗Minister bereits ein Verzeichniß eingehändigt hatte, namentlich Rechnungen uͤber den ruͤckstandigen Sold der Legio⸗ nairs, uͤber die der Spanischen Regierung gelieferten Vorraͤthe von Waffen und Munition, Listen über die an der Spanischen Kuͤste befindlichen Schiffe und See⸗Soldaten, und einige andere Aktenstuͤcke. Hieran knuͤpfte der Antragsteller eine Wieder ho lung der schon so oft von Seiten der Opposition ohne Erfolg gefuͤhrten Klagen uͤber die Politik, welche das jetzige Ministe rium in Bezug auf Spanien befolgt habe und noch be⸗ folge, so wie uͤber die Ruͤcksichtslosigkeit, init der es die ohne Befriedigung ihrer Sold⸗Anspruͤche aus Spanien zuruͤckgekehrten Soldaten der Britischen Legion behandle, obgleich diese von dem Ministerium selbst dazu aufn n er, worden seyen, in den Spanischen Dienst einzutreten. Nach einigen einleitenden Sar⸗ kasmen, die er gegen das Ministerium uͤberhaupt richtete, in— dem er meinte, die Vertheidiger desselben bestaͤnden aus zwei Klassen, von denen die eine etwas konservativer gesinnt sey, die andere aber, die radikalere, die eigentlichen Leib⸗Truppen des Ministeriums bilde, warf er dem Premier-Minister vor, daß derselbe sogar noch weit uͤber die Erfordernisse des Quadrupel⸗ Traktats hinausgegangen sey und England zur kriegfuͤhrenden Partei in Spanien gemacht n. Er verglich dann die Kriegs thaten des Herzogs von Wellington in Spanien mit denen des Gberst Evans und beschuldigte Letzteren, daß er durch seine Unerfahrenheit und Ungeschicklichkeit die Britische Legion dem traurigsten Schicksale preisgegeben. Den Quadrupel- Traktat, der, wie der Redner sagte, urspruͤnglich von dem Marquis von Miraflores und Lord Palmerston entworfen worden, dessen sich aber nachher der Fuͤrst Talleyrand bemaͤchtigt und ihn so verar— beitet habe, daß das Verhaͤltniß Englands zu Frankreich in Folge davon ein höoͤchst lastiges geworden sey, diesen Traktat
sey der Herzog von Wellington, als derselbe ans Ruder gekommen, durch die Elliotsche Convention, die der frühe ren barbarischen Kriegfuͤhrung ein Ende gemacht, die Nach— theile jenes Traktats einigermaßen zu mildern bemuͤht ge.
wesen; das habe aber nicht lange geholfen, denn als die Whigs sich wieder des Ruders bemächtigt, habe Lord Palmerston eine so direkt feindliche Stellung gegen
nen
Elliotsche Convention wieder aufgehoben und den in Karlistische Gefangenschaft gerathenden Soldaten der Englischen Legion die Strafe fremder Aufruͤhrer angedroht worden sey. Der Mar— quis ging dann auf die Soldruͤckstände über, welche die Bri tischen Legionairs von der Spanischen Regierung noch zu for— dern haben, und behauptete, es sey die Pflicht des Mini—⸗ steriums, dafuͤr zu sorgen, daß diese Forderungen befriedigt
wurden; auch fehle es der Madrider Regierung nicht an Mitteln dazu; sie brauche nur Englische Manufakturwagren,
schilderte er als die Quelle des vielfaͤltigsten ünheils. Zwar“
,
**
ee, , , ra.
; . ö . . ö 6. 3 ö *.
7
7