1838 / 187 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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776 Allgemeiner Anzeiger fur die

B ekanntma ch ungen. i , m n, von den Gründen in Kenntniß

, , gesetzt, welche den früher projektirten Bau einer Eisen⸗ Mit Beziehung auf die den Stralsundischen Zei- und sie zugleich benachrichtigt, daß dagegen der Gefell tungen in evtenso eingerückten Ladungen werden alle schaft zur Erbauung einer dem Interesse des Staate diejenigen, welche an die gesammte Berlassenschaft des und der Actionairs in gleichem Maße entsprechenden verstorbenen Obersten, General-Adjutanten und Com-Eisenbahn von Berlin, zum Anschluß an die Mag— mandeur des Königlichen Schwedischen Schwerdt-Or⸗deburg-Leipziger Bahn, in der Richtung am dens, Baron Fritz von der Lanken⸗Wackenitz auf Bolde⸗ Cöthen (über Luckenwalde, Wittenberg und Dessau), vitz, in zpecie an die dazu gehörenden Lehn und Fa⸗ die Allerböchste Genehmigung zugesichert worden. Di milien- Güter, namentlich Boldevitz und Neuendorf Beilagen jener Schreiben enthalten eine vollständig im Gingster Kirchspiel Muglitz und Klein Lipsitz im Beschreibung und Rechtfertigung dieser Bahnlinie Paziger Kirchspiel, und Zühlitz im Berger Kirchspiel, der beabsichtigten Constructien der Bahn, den Kosten— sämmilich auf Rügen delegen, ans irgend einem Anschlag und eine Würdigung der muthmaßlicher Grunde Forderungen und Ansprüche machen zu können Verkehrs-Verhältnisse, so wie der Ertrags⸗Fähigkel⸗ sich berechtigt erachten, hiermit geladen, solche in einem des Unternehmens. . f der folgenden Termine, als . Die dadurch bezweckte Verbindung Berlins mit am 5. und 26. Juli und 16. Augusi d. J., Leipzig einer- und Magdeburg andererseits stellt Vormittags 10 Uhr, dies Ünternehmen, mit Rücksicht auf die von den

vor dein Königlichen Hofgerichte anzumelden und zu Durchlauchtigen Herzoglich-Anhaltschen Regierunzer beglaubigen, bei Vermeidung der Präklusien, welche demselben zügesicherten wesentlichen Begünstigunzt! vermittelst des am 6. September c. zu publicirenden und Vortheile, einen mindestens gleichen Ertrag in Präkflusio⸗Abschiedes ausgesprechen und vollzogen wer-Aussicht, als von der früher projeftirten Bahnlini— den wird. ( zu erwarten gewesen. Es haben daber nicht nur viele Hatum Greifswald, den 18. Mai 1838. ursprüngliche Actien-Zeichner der Berlin⸗Sächsischen Königl. Preuß. Hofgericht von Pommern Eisenbahn-Gesellschaft ihre bisherige Beiheiligung ben und Rügen. derselben auf dieses veränderte Unternehmen übertra—

v. Möller, Praeses. en, sondern es ist auch der dadurch bedingte Mehr—

etrag durch hochachtbare Theiluehmer bereüs vollstän. dig gezeichnet. Avertissem ent. Wir haben es den urspränglichen Actien-sZeichnern

Die unbekannten Gläubiger des Kaufmanns und anheimgegeben, sich diesem veränderten Unternehmen Weinhändlers Georg Schneider allhier, über dessen Ver- anzuschiießen oder, gegen Rückgabe der nech in ihren mögen Konkurs eröffnet ist, werden hiermit vorgeladen, Händen befindlichen Quittungen, die auf letztere von den 8. September c. 10 Uhr ihnen eingezahlten zehn Prozent zurückzunehmen.

in dem Liquidatious-Termine an Gerichtssielle vor Eine gleiche Wahl stellen wir den uns unbekann— dem Deputirten, Land- und Stadtgerichts-Rath von ten Inhabern cedirter Buittungsbegen frei und er Fischer, persbnlich oder durch Anwälde, wozu die Justiz-suchen jeden von ihnen, ein gedrucktes Exemplar ge— ommiffarien Poettcke, Horch und Oeltze in Vorschlag dachten Schreibens nebst Beilagen in unserm Bürean.

bahn von Berlin nach Riesa unausführbar machen,

gebracht werden, zu erscheinen, ihre Forderungen an⸗ lumelden, bei Vermeidung ihrer Ansprüche gegen die Masse und die Übrigen Gläubiger, welche zur Hebung

Behrenstraße Rr. 32, in Empfang zu nehmen und daraus die Bedingungen seiner Aufnahme als ursprüng⸗ liches Gesellschafts-Mitglied zu ersehen.

Zugleich wiederholen wir für diese uns unbekannten Inhaber die in dem Eingangs erwähnten Schreiben enthaltene Aufforderung:

„von heute an bis spätestens den 6. Juli d. J.

Vormittags zwischen 9 12 Uhr im Büreau der

Gesellschaft (Behrensiraße Rr. 32) ihre Quittungsbegen vorzulegen, um gegen Voll ziehung eines Scheins über ihren Beitritt zur Ge— fellschäft und gegen Baarzahlung von 16 Thlr. für jeden Apoint (von 200 Tolr.), also 3 Prozent Einschuß, die Quittung hierüber und resp. auch den Eintritt in die Gefellschaft, als ursprünglicher . anf die Quittung bogen verzeichnen zu lassen.

Von denjenigen Besitzern von Quittungsbogen der Berlin⸗Sächsischen Eisenbahn⸗-Gesellschast, welche sich bis spätestens

den 6. Juli e., Abends 6 Uhr, nicht gemeldet haben, muß angenommen werden, daß sie sich bei dem veränderten Unternehmen nicht betheiligen wollen.

Dieselben werden ersucht, ihre Qnittungsbogen in den Tagen

vom 9. bis 16. Juli d. J, Vormittags zwischen

9 12 Uhr, im bezeichneien Büreau vorzulegen, um, gegen deren Rückgabe und Aus— reichung einer Qufttung, für jeden Apoint die ein gezahlten 29 Thlr. in Empfang zu nehmen.

Dle Einschußbeträge auf solche Quittungs egen endlich, welche weder in dem einen noch anderen Termine vorgelegt werden, werden nach fernerem Ablauf von vier Wochen nöthigenfalls zum gericht—

fommen, verlustig erklärt zu werden. Magdeburg, den 25. Mai ltss. . Königl. Land- und Stadtgericht.

Ediktal⸗Citat ion.

Demnach der gerichtlich bestätigte Kurater über das Vermögen der vier abwesenden Gruderkinder und Er— ben des im Jahre 1779 verstorbenen Abraham Hagen, namentlich:

I) der Katharina Juliane Hagen, alias Anna Marie

Hagen, verehelichte Räthin Hagendorff;

2) , Hagen;

zj des Fohann Adam Hagen, welcher Sergeant beim Rostowschen Infanterle-Regimente gewesen, und ) des Samuel Hagen, welcher in Witepsk in der Lehre gewesen; bei Einem Wohledlen Rathe um die Erlassung einer Ediktal-Citation derselben gebeten, diesem Fetito defe— rirt und impetrans Behnfs der Ausfertigung und Effektuirung derselben an das Waisengericht verwiesen worden, als citiret, heischet und ladet das Waisen« gericht der Katserlichen Stadt Riga 1) sie, die Katharina Juliane Hagen, alias Anna Maria Hagen, verehelichte Räthin Hagendorff; 2) ihn, den Friedrich Hagen; z) ihn, den Johann Adam Hagen, und 3) ihn, den Samnel Hagen; oder auf den Fall des etwaigen Ablebens derselben, deren eheliche Descendenten oder anderweitige Erhen und Erbnehmer hiermit und dergestalt, daß dieselben in Zeit von achtzehn Mongten a dato und spä— tessens am 26. September 1839 entweder in lichen Depositum offerirt werden.“ Person oder durch genugsam instrnirte Gevollmächtigte Berlin, den 15. Juni isaäs. vor dem Waisengericht allhier erscheinen, und sich ge. Comité der Berlin-Sächsischen Sisenbahn— hörig ad causaim legitimiren mögen, und hiernächst Gesellschaft. ; das Weitere zu erwarten haben, unter der Verwarnung, Wilhelm Beer. Bloch. Bode. H. C. Carl. daß im Nichterscheinungsfalle oder Falls sie sich zu A. Meyer. Reichenbach. Carl W. J. Schultze. ,, zu legitimiren nicht im Stande seyn solllen, JJ I) sie, die Katharina Juliane Hagen, alias Anna 7 ö Maria Hagen, verchelichte Räthin Hagendorff; Dam h 2 . ketfahrt 2) er, der 5 Hagen; . w . . 3) er, der Johann Adam Hagen; St. Petersburg und Lübeck. 3) er, der Samuel Hagen; . Die zwei privilegirten schönen und grofsen Dampf für todt erklärt und das bisher allhier zu ihrem Besten schiffe Alexandra, Capt.; II. II. Schütt, und verwaltete Bermögen den nächsten sich meldenden und Naslednik, Capt. G. B. Bos, werden in diesem legitimirenden Erben zuerkannt, in deren Ermangelung Jahre und von jetzt an, an den nächbenannten Tagen, aber das weiter Gesetzliche statuirt werden sell. von Lübeck und St Petersburg ahgehen. bublicatum Riga Rathhaus, den 25. März 1838. . . (1. 8) A. Grim m, J 5677 Lüeekk; Jud. Sup. Iinp. Ci. Rig. Secr. ase dn ik Pienstas l = ! Ale Sandra 1 214. 2

Naslednik Domerstag 2. August Ale sandra ö Naslednik Dienstag ö Alexandra ö ö KNaslednik Donnerstag . September Alexandra n . . Naslednik Dienstag 25. n Alexandra y 2. 0Oktaher Naslednik Donnerstag . *. Alexandra 7 18. P RNaslednik Dienstag 30. P

Von St. Petersburg:

Ale sandra Sonnabend den 14. Juli Naslednik Mittwoch 25. * Alexandra v August Naslednik Sonnabend ; 2 Alexandra 8. * KNaslednik Rlittwoch 9. *. Alexandra J 5. September Naslednik Sonnabenll 5. 9 Alexandra * 3, 2 Naslednik Mittwoch 3. Oktober Alexandra * 0. * Naslednik Sonnabend 9H. vx Alexandra 9 . n Naslednik Mittwoch

Anmeldungen geschehen im

7. Juli

In Sachen betreffend das Debitwesen des hiesigen Kaufmanns und Gastwiltths Kortum wird hiermit ein Termin zum Persuch der gütlichen Hinlegung dieses Debitwesens auf

den 13. Augast d. J, Morgens 10 Uhr, hierselbst iCn Curia vor Gericht angesetzt, wozu alle nicht prätludirte Gläubiger des z. Kortum unter dem Rechisnachtheile vorgeladen werden, daß die Richter— scheinenden als in den Beschluß der erscheinenden Kre— hbitoren consentirend werden erächtet werden.

Hatum Gützkow, den 2. Juli 1838.

Bürgermeister und Rath. . Zabriz.

*

neuen Sixls.

—— ——

ö

Zu verkaufen ist eine kleine Stunde von Dresden eine der reizendst gelegenen ländlichen Besitzungen. Dieselbe besieht in einem schloßartig durchaus massio gebauten Wohnhause, separater Gärtner⸗Wohnung, Gewächs, Wasch- und Badehaus, Pferdestall und Wagenschuppen, einen und zwei Dresdner Scheffel haltenden geschmackvoll angelegten Obst⸗ und Gemüse garten, der mit den vorzůglichsten Obst- und Wein. sorten angepflanzt ist; darch das ganze Grundstück laufendem Räöhrhasser mit einer Fontatne, welches selbst in den trockensten Jahren überslüssiges Wasser gab. Nähere Auskunft hierüber eitheilen auf por— Ee freie Anfragen Herr Eduard Langbein, Buch— händler, in Leipzig, und Herr E. S. Schroder, Buchhändler in Berlin, Königsstraße Nr. 33.

nenen Sixvls.

Gesellschaft. Lübeck, im Juni 1838.

* 200 ö

Literarische Anzeigen. 8661

Dnrch besonde e Schreiben vom heutigen Tage haben!

erscheinen. wird att Ausgabe in Einem Bande in Arieferun gen ausgegeden werden.

lungen ven cinem U-dersetzer übertragen zu lassen der mt ganjer Kraft und Hingebung sich dieser A . November.! beit unterzöze, und de schen ooihand enen einzelner ; Verdentschungen darch Klarheit, Treue, schöne Comptoir der Hampfsehifffahrt. Form und Reinheit der Sprache zu übe rtr eff sich bemübe, glaubt einen solchen se ner Aefzabe völl gewachsenen Üebersetzer n Hern A. Benger gefunder zu baben.

o ch buch

für Haushaltungen aller Stände, . . ven F. V. Hauptner, Hvof-Küchenmeister Sr. Kknigl. Hoheit des Prinzen Albrecht und Vorsteher eines Fir F lu der Koch⸗ funst für Damen. 33 Begen stark. Belinpapier das Exemplar A Thlr. auf feinem Truckpapier das Exemplar 3 Thlr, Selten hat ein gemeinnütziges Werk bei seinem Eischeinen so allgemeinen Anklang gefunden, als diese⸗ echbuch, da es die Frucht einer vieljäbrigen ange strengten Arbeit ist und somit durch Vollständigkei⸗ zertreffliche Auswahl der Gerichte und sinnreiche An— „dnung des Ganzen alle übrige Kochbücher men inter sich zurückläßt. Vollstägdig in dies Werk da— durch, daß es 1) ein vollendeies Ganzes bildet und 2) nicht nur die nech gehräuchlichen alten, aber nich veralteten Gerichte, sondern aach die in der neuesten. zeit gemachten Enidedungen und Bereicherungen ent— Jält. Was die Auswahl der Gerichte anbelangt, se uöchte nicht leicht ein auderer Sächverständiger gefunde oerden, der das Bedürfniß aller Stände des Publi ums so zu beurtheilen verstebt, wie der Herr Ker— fasser; denn sein amtliches Verhältniß erfordert, daß ir das zu einer fürstlichen Tafel Nötbige genau kenge, and sein Verhäliniß als Lehrer der praltischen Kech— funst bedingt naiürlich die Kenntniß sowehl der fei— ieren als auch der gewöhnlichen segenannten Hauc— mannskest. Die Anordnung des Canzen endlich setz! einen Jeden in den Stand, sich selbst einen beliebigen Küchenzettel in richtiger Folge zusammenzusetzen, was für Herrschaften um so zweckmäßiger ist, da sie sich aledann nicht dem Gutdünken ihres Küchenpersonals ju unterwerfen brauche. Geht man nun auf die einzelnen Rezepte über, so wird man bei genauester Angabe der Quanta die größte Deutlichkein der Be— schreibung (mit Humeglassung aller uicht in ein Kech— buch gehörenden belebrenden Betracht ngen über Ra— turerzeugnisse) wahrnehmen. Die schmeichelhaftesten Anerkennungen, welche dem Herrn Verfasser zheils schon früher, insbesendere aber beim Erscheinen seines Werkes von den höchsten und hehen Herrschaften zu Theil geworden sind, so wie der schnelle Absatz einer greßen Menge von Exemplaren und, das schan im Publ kum hier und dort laut gewordene überaus günsiige Uribeil, weisen diesem gan; vortrefflichen Werke von selbst den ihm gebührenden ehrenvollen Platz an.

Schul-Ausgabe von Campe's Robinsen. Vielfach ist ven Schulmännern der Verlagshand lung der Wunsch ausgesprechen, die Einführung des Campe'schen Robinson als Lesebuch auf Schulen durch eine recht woblfeile Ausgabe zu erleichtern. Diesem Wunsche genügen wir, indem wir die Erscheinung einer überaus billigen und bübschen Schul Ausgabe dieses klassischen unüber troffenen Kinderbuches zum Preise von 18 sgr. an— tündigen. Doch wird das Buch zu die sem Preise nur bet Partieen von 28 Exemplaren abgegeben; es ist aber jede Buchhandlung, bei der die Besfellung einer selchen Aajahl von Exemplaren gemacht wird, in den Stand gesetzt, einzelns Exemplare für den Preis von 135 sgr. ju liefern. Braunschweig, März 1838. Schul ⸗Buchhandlunn.

Friedr. Vieweg C Sohn. Bestellungen nebmen an die Buchbandlungen von E. S. Mitiler in Berlin (Stechbahn Rr. 3 Pesen, Bromberg und ron L. Bamberg in Greifsa ald.

ö n auf den Rheinischen Postillon 17 55 Juli Dezember. bei allen Pestämtern Deuischlands.

Bei G. Reimer in Beilin ist so eben erschienen und durch alle Kuchhant lungen zu bezieben; „apboristische Bemerkungen,

2 .

gebetenen Natär-Erzengnisse in felgerechzer Tafel— ordnung mit Deunschen und Französischen Beuennungen zu ammengestellt und bearbeitet. I

drei Bänden. jr Band. - Bresch. 11 Thlr. (Das Ganze wird ungefähr 8 Thir. kosten.)

In der Micharli-Messt dieses Jahrts wird be Unterzeicknetem die erst- Lieferung einer metrischem lüeberlrazung von Lord Byron's saͤmm lichen Werken ven

Adolf Böttger (mit Boren's Bildniß) Dese Uebersetzung des ginzen Boro

Der Ungrzrichnete, der schen seit abren mit de Idee beschäftigt war, Lerd Te n's sänmitiche Dar

Preußischen Staaten. K

spieligkeit einleuchtet, da die Ausgabe in Druck, Pay und Form ganz dem Prespelt enisprechen wird, Publitum rächt lebendige Theilnabme erwecken, an die es unmöglich seyn würde, den gewiß hööch st mäs. gen Preis von 1 Thlr. pro Lieferung zu siellen. XB. iber bei Empfang der ersten Lieferung 2 Thlr. 20 6 prännmerirt, erhält für diesen Preis das ganze Wa Leipzig, am 18. Juni 1838. Otte Wigan.

zabẽ in der En sl in schen Buchhanziung (5. M ülln, Breite Straße Nr. 23. !

In der Hahn schen Hof⸗Buchbandlung in Sanneh ist so eben erschienen und rersandt: ö. S., Archiv der Gesellsch;;

Beförderung einer Gesammt⸗-ALAusgabe der 3 lenschrifien Deuischer Geschichten des Witelallen ö sss und 68 Heft. Gr. 8vo. 18

1 T. 5 ) Die Fertsetzung befindet sich unter der Pris Bestellungen bierauf nebmen wir an ö

Brüderstr. Nr. 13) Elbing, Stetiln, Stolpe u. Then ö

Im Verlage von Julius Klinkhardt in Leipf st lo eben erschienen und in allen Buchhandlungp in Berlin bei Ludw. Oehmigke, Burgstraße Mr zu haben: Der Leipziger Courszettel : und dessen Berechnung. Nebst Tabellen für die Berechnung der Leuisd'n von 975 137 Prozent, der 93 Kreuzer und Speck ven z n Prozent, Preuß. Cour. oder andere Va ustsorten gegen W. Z. oder Preuß. Cour. von 3 bi 37 Prozent, Dukaten ven 115 167 Prozent, Rebun tion der Loui d'ors à 33 und 83 Thlr. in Thaler un des Sächs. Geldes (W. 3.) gegen Preuß. Cour. nag dem gesetzlichen Course von 25 Prozent. J Ein Hüllfsmittel für Jedermann, . ins besondere für Kaufleute. Juristen und Beam, so wie für selche, welche die Messen in Leipzig, Braun schweig, Frankfurt . M. n Franffurt a. d. D. befuche,. von August Gottlob Elze, . Gr. S509. Belinpap. Brosch. Peeis 129r. oder 135 sh.

Wir hringen beim Wechsel geehrten Publikum unsere

Medizinischen und naturwissenschast.

lichen Journalzirkel,

worüher vir die ausführlichen Prospekte grati, ausgeben, in Erinnerung. Vo ss sehe Buchhandlung,

des (duartals den

So eben ist erschienen und durch alle Ruchbandlun gen, in Berlin durch G. Gropius, Königl. Ban schule Nr. 12, und A. Duncker, zu beziehen: A IIandbootk. sor Travellers on the Continenut: heing a Guide ihrough IIollaud, Belgium, russia an(l Northern Germany, an l Along the Rhine, from Ilolsand to Switzerland. With an 1ndex Map. Second Edition. Augmented and carefully re vised. Preis 2 Thlr. 13 sgr. ö . London, Juni 1838. Black & Armstrong.

Bibliothäque historique et Militaire hubliée par MMI. Liskenne et Sau van. 6 Vol, zr. Sr0o. Jeüer Band bildet einen Jahrgang; da

6 Hꝑr. S9 Ct. Auf dieses Werk nimmt die unter. 4rirhnete Buchhandlung Bestellung an. Ueber die

zäsische kritische Blätter, sondern auch die Staats. Zeitung de dato 2. Juli und andere hiesige Blätter hallen sich günstig darüher ausgesprochen.

kerlin.

So eben sind bei uns erschienen: o. Griesheim, Könzl. Preuß. Hauptmann. Cempagnie-Dienst. Haadbuch für Infanterie⸗

2 Thlꝛ.

2te vermehrte Auflage. J

pill, so wie sür den Land wehr-Offizier, kein Werl

draltischer und gecigneter sey, als dieses. Die erne

sehr starke Anfiage ist binnen 18 Monaten vergriffen vorden. In der 2ten Auflage sind unter dem FTert überall die Gesetze und Verordnungen allegirt.

Molière. Le misanthrope, comèédie. 7 sgr. Mis Wörterhuch 19 sar.

Vie politique „du ,-prince de Talley rand ar Sallé, bprécädée du discours du Due o zarante. 2e édition. 1 Thlr.

Voltaire. Zaire, trägédie. 7] sgr. terbuch 19 8ęr.

Schlesingersche Buch- und Musikbandlung in Berlin, unter den Linden Mr. 34.

Ron der Anstalt für Kunst und Literatur

on R. Weigel in Lerzua ist zu besihen, darch

Feorge Grop us, Köni J. Bauschule Mr. 12: .

Rudolph Wergels Ken Katalog. Gie Adihei—⸗ lung. Sr9. 73 sgr.

Le heintre (zravenr Francais par Robert Dumes- nil. T. III. Svo9. 2 Ilklr. 3 sær.

E. F. von Rumohr zur Tve rie und Geschichte der Fermschne dekunst. Svo. 1 Thlr.

Portralt von Ludwin Tiek nach C. Vogel, lith. ren F. Hanfstaengl. gr. Fol. 1 Thlr. Chmmis⸗ Papier 1z Thlr.

Caseries d'i,envres d'artistes Dandis en seuilles

Byron bedaef gewiß feiner Anpreisung, und ein

so'che für d ese U-bersetzung onzusufügen, glaube iãh . ; . ; ö eben so wenig wörhg (u baden, ndem eine dem Pro Bei A. W. Hayn in Berlin, Zimmersiraße Rr. 20, spektus beigegebene Probe selbst fär sich sprechen wird.

j j * J 9. 2 9 * 9 7 1 19 3 . l. wir die Herren Actien-Zeichner der Berijn-Sachsischen ist erschlenen und in allen Buchhandlungen zu haben:

Möge dieses bedeutende Unternehmen, dessen Kost⸗

lithographiées. le Livraison. Ray.- Ful. 21 Thlr. Chins. Papier 23 Tilr.

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In Berlin subffribirt mau auf diese schöne An .

Richlaische Buchhandlung in Berlin.

Charlottenstr. No. 25, Erke der Dorotheenztt.

(ianze wird in G Jahren complet seyn und kostet

7Weekmässigkeit und Gemeinnützigkeit dieses Wer,. ses ist nur eine Stimme, und nicht nur alle Fran.

A. Asher, Linden No. 26

Der Offijiere der Preuß. Armee. Mit 2 lithegr. Taseln.

Alle Recenfiengn siinimien darin überein, daß für den Compagnie Führer und für den, der es werden

Mit Wör. .

Allgemeine

Preußische Staats. Zeitung.

M 187.

Berlin, Sonntag den Stn Juli

1838.

Amtliche Nachrichten.

Kronik des Tages.

e. Majestaͤt der Koͤnig haben den Ober⸗/Kommissarlus bei S Sehe i e nenn l ssten zu Breslau, Freiherrn von Kloch, zum Landes ⸗Oekonomie⸗ und Regierungs⸗Kath zu ernennen und die faͤr denselben ausgefertigte Bestallung Allerhoͤchstselbst zu vollziehen geruht.

Abgereist: Der General⸗Major und Inspecteur der Re— monten, von Tosel, nach der Provinz Pommern.

*

Zeitungs⸗Nachrichten. Ausland.

Rußland und Polen.

St. Petersburg, 30. Juni. Ein Bericht des Invali— den-Eomité's giebt die Zahl der bei demselben im verflossenen Jahre eingegangenen Bittschriften auf 1430 an. 57 Offiziere Durden in die Liste der Kandidaten aufgenommen, 18 wurden definitiv, 28 provisorisch angestellt, und 112 erhielten eine ein— malige ünterstuͤtzung im Betrage von 79, 283 Nubeln. Die Zahl saͤmmtlicher vom Comité unterstuͤtzten Invaliden belief sich am J. Januar 1837 auf 6953, von denen 327 im Laufe des Jahres gestrichen wurden. Außerdem erhielten noch Aeltern, Wirtwen und Waisen gefallener Krieger Ruhegehalte und ein— malige Unterstuͤtzungen. Am 1. Januar 1838 belief sich das Kapital auf 12,523,163 Rubel. Der „Russische Invalide“ brachte 2,077 Rubel ein, und vom Ordens-Kapitel wurden uͤber 36,000 Rubel eingesandt.

St. Petersburg, 30. Juni. Nach der kurzen Anwesenheit von nur eilf Tagen, die Se. Kaiserliche Majestaͤt nach Ihrer Heruͤberkunft aus Stockholm uns zu widmen, und die Sie groͤßtentheils auf dem Lustschlosse in Peterhof zuzubrin⸗ gen geruhten, haben Sie die Ruͤckkehr nach Deutschland; be⸗ gleitet von den General-Adjutanten Grafen Orloff und Adler— berg, in der Nacht vom letzten Montag auf Dienstag angetre⸗ ten. (Die Ankunft Sr. Majestaͤt in Warschau haben wir be— reits gemeldet.)

Das Portefeuille des auswaͤrtigen Ministeriums ist nach dem Ableben des Herrn von Rodefinikin, während der Beur— laubung des Vice Kanzlers Grafen Nesselrode, interimistisch dem aͤltesten Mitgliede im Conseil dieses Ministeriums, dem wirklichen Geheimenrath Diwoff uͤbertragen.

So eben erhalt hier der von dem Minister des oͤffentlichen Unterrichts dem Kaiser vorgelegte Bericht uͤber den Zustand die⸗ ses Ministeriums waͤhrend des vergangenen Jahres seine Ver— öffentlichung durch die Presse. Ich theile Ihnen hier vorlaͤu— fig aus demselben die generelle Uebersicht mit, die Herr von üwaroff am Schlusse desselben, nachdem er uͤber den speziellen Zustand aller einzelnen Theile des Ministeriums gesprochen, von den allgemein bemerkenswerthen Ereignissen giebt, die dasselbe wahrend seiner jetzt fuͤnffahrigen Administration betroffen ha— ben. „In den fuͤnf Jahren, waͤhrend deren ich dem Ministe— rium des öffentlichen Ünierrichts vorzustehen das Gluͤck habe“, sagt der Minister, „sind im Umfange des Reichs an Lehr-An⸗ stalten neu gegruͤndet worden: 1 Universitaͤt, 9 Gymnasien, j9 Kantons Schulen fuͤr Adel-⸗ und Buͤrgerstand, 283 Pfarr— Schulen und 112 Privat Lehr⸗Anstalten. Naͤchstdem sind bei den Gymnasien 26 Adels-Pensionen eroͤffnet worden. haupt sind in dem angegebenen Zeitraum fuͤr die Bildung und Erziehung der Jugend 480 Anstalten neu erstanden. Die Zahl der Lernenden hat sich um 25,600 vergroͤßert und betraͤgt jetzt allein in den dem Ministerium des Volks-Unterrichts unterwor— fenen Lehr⸗Anstalten 95, 566 Individuen. Nach der Ew. Kaiserl. Majestaͤt vorgelegten genauen Angabe von allen Lernenden im Reiche, die an dem offentlichen und Privat- Unterrichte Theil nehmen, kann ihre Gesammtzahl vergleichsweise zur Volksmenge wie 1: 43 gestellt werden. Ich darf kuͤhn behaupten, daß alle hoͤheren, niederen und mittleren Lehr-Anstalten ein neues Leben erhalten haben und den erhebenden Anblick eines genuͤgenden und thaͤtigen Bestehens geben. Von Ew. Kaiserl. Majestaͤt Großmuth freigebig ausgestattet, bemuͤhen sie sich, die fuͤr sie gebrachten Opfer durch gründliche Bildung eines großen Theils ihrer Unterthanen wieder zu ersetzen. In den von Polen re⸗ stituirten Provinzen wurden in der Volksbildung Jsolche Veraͤn— derungen eingefuͤhrt, die nur dem wohlthäͤtigen Werkzeuge der selbstherrschenden Macht in den Haäͤnden Ew. Kaiserl. Majestaͤt moglich waren. Das oͤffentliche Unterrichts-System in jenem Landstrich entsprach dem wesentlichen Vortheile seiner Bevoͤlke— rung keinesweges. An die Stelle der fruͤheren entstanden neue, in jeder Beziehung wohlorganisirte Lehr-Anstalten, in welchen die Lernenden, sowohl durch ihre Zahl als durch ihre geistigen Fortschritte, schon bei weitem die der ersten Anstalten uͤbertref⸗ fen. Allgemein ist darin die vaterlaͤndische Sprache eingefuͤhrt, und bei der geistigen Richtung, die man der darin gebildeten Jugend, den Forderungen der Zeit entsprechend, gegeben hat, unterscheiden sie sich kaum mehr noch von den in den Groß⸗ russischen Gouvernements bestehenden. Eine strenge und wach— same AÄufsicht ist in den letzten fuͤnf, Jahren uͤber alle Privat—

ensionen und Schulen im Reiche begruͤndet worden, als An— leitung ihres Verfahrens ein Reglement entworfen, welches be— stimmte und gleichfoͤrmige Vorschriften fuͤr Alle enthaͤlt. Der Privat Unterricht in den Haͤusern erhiett durch Treirung eines neuen Standes, des der Hauserzieher, Lehrer und Lehrerinnen un— zählbare Vortheile. Die veredelten Elemente dieser Erziehungs— Methode entfalten sich sichtlich mit jedem Jahr und tausend neue Jugend⸗Bildner, vorzugsweise Russen, deren Talente und Sittlichkeit die Regierung verbuͤrgen kann, haben froh und

Ueber

muthig jetzt die geebnete Bahn der häuslichen Erziehung betreten. Endlich wurden gleichsam aus dem Nichts 31 oͤffeniliche Gouver— nements⸗Bibliotheken geschaffen, die, an 100, 000 Baͤnde enthaltend, fuͤr alle Leser-Klassen geoͤffnet sind und ihrer Wißbegier eine reiche Nahrung darbieten. Dies sind in kurzem die Erfolge, die in fuͤnf Jahren aus den vom Ministerium des oͤffentlichen Unterrichts getroffenen Maßregeln und Anordnungen hervorge— gangen sind. Bei Belebung aller geistigen Krafte der Ju— gend, wurde sie stets darauf hingewiesen, daß Vervollkommnung des Geistes ohne Vervollkommnung der Sittlichkeit in allen gesellschaftlichen Lebens-Verhaͤltnissen eine Chimaͤre sey, die sehr verderblich werden kann. Der Kampf der sogenannten Euro— päaͤischen Bildung gegen unsere Beduͤrfnisse wurde ausgeglichen. Die junge Generation wurde von der blinden und kan nn Leidenschaftlichkeit fuͤr oberflaͤchliche und fuͤr auslaͤndische Bil— dung zurückgebracht, den jungen Gemuͤthern wurde eine un— geheuchelte Achtung fuͤr vaterlaͤndische Interessen eingefloͤßt und ihnen die volle Ueberzeugung beigebracht, daß nur die Anpassung der allgemeinen Aufklärung zu unserer Volksthuͤmlichkeit, zu unserem National⸗Geiste Allen und jedem Einzelnen ihre wah⸗ ren Vortheile gewähren koͤnne. Die Sprache, dieser zuver— laͤssige Dollmetscher des letzteren, befreundet schon allmaͤlig den Mittelpunkt des Reiches mit seinen aͤußersten Graͤnzpunk— ten, wo bisher seine Toͤne entweder noch unaufgefaßt, oder gleichguͤltig waren. Bei der so kolossalen Ausdehnung des Reiches, bei seinen so verschiedenartig gestalteten Theilen, ist Einheit der Sprache wie der Verwaltungsform, bei moͤglichster Beruͤcksichtigung der einzelnen Lokalitaͤten und ihrer speziellen Verhaͤltnisse, unumgaͤnglich nothwendig, damit sie zum Ganzen harmoniren. Dem oͤstlichen Landstrich ist jetzt, gemaͤß dem Willen Eurer Majestaͤt, ein Bildungs-System zu Theil gewor— den, der ihn allmaͤlich mit der Asiatischen Lebensweise bekannt macht, seine vorzuͤgliche Aufmerksamkeit auf Asiens Sprachen und Literatur richtet und sogar die fernen Bewohner der Asiatischen Step⸗ pen unseren Schulen zufuͤhrt. Bei weiterer Entwickelung dieses Pla⸗ nes wird die Universitaͤt Kasan den Kaukasischen Landstrich und die Trans⸗Kaukasischen Provinzen umfassend, eines Tages die Voͤl— ker zweier Welttheile geistig verbinden. An einem anderen Endpunkte des Reichs, in den sogenannten Ostsee-Gouverne— ments, ist das Ministerium bemuͤht gewesen, die Kunde der Russischen Sprache und Russischer Bildung heimisch zu machen, ohne im uͤbrigen die Entwickelung der Kenntnisse zu hindern, die der besonderen Stellung dieser Gouvernements noͤthig wer— den; nirgends jedoch zeigten sich die Fortschritte des Unter— richts so reißend schnell, als in den von Polen restituirten Gou⸗ vernements. Zum Schluß wage ich hier noch meine uner— schuͤtterliche Ueberzeugung auszusprechen, daß bei dem fort— gesetzten Gange dieses Unterrichts-Systems, bei der heil— samen Festigkeit, die Eure Majestaͤt in der Ausfuͤhrung aller schwierigen, aber nothwendigen Reformen erwiesen haben, das dem Ministerium vorgesteckte Ziel bestimmt erreicht und das rastlose Streben der Regierung mit dem Erfolg gekrönt werden wird, dessen sich jede Handlung im oͤffentlichen Leben fuͤr All— gemeinwohl unternommen, zu gewaͤrtigen hat, sobald sie vom festen Vertrauen auf Gott, von inniger Liebe fuͤrs Vaterland ausgeht.“

Warschau, 3. Juli. Am Morgen nach seiner Ankunft in Warschau, Sonnabends fruͤh, begab sich Se. Masestaͤt der Kaiser auf die Ebene zwischen Powonsk und Parysow, wo saͤmmtliche Truppen, sowohl die, welche im Feldlager stehen, wie die, welche die Besatzung von Warschau bilden, in Parade vor Hochstdemselben vorbeidefilirten. Als das Husaren-Regi— ment, welches den Namen Sr. Koͤnigl. Hoheit des Erzherzogs Ferdinand von Oesterreich tragt, herankam, stellte sich der hier anwesende Erzherzog an die Spitze desselben und fuͤhrte es an Sr. Majestaͤt vorüber. Um A Uhr war Diner beim Kaiser im Palast Lazienki, wozu der genannte Erzherzog, so wie der Feld—⸗ marschall Fuͤrst von Warschau, der General Grolman, die jetzt in Warschau befindlichen Oesterreichischen und Preußischen Of— fiziere und viele Russische Generale eingeladen waren. Gegen

bend besuchte Se. Majestaͤt die Citadelle. Die Eintdohner Warschau's, die sich sehr erfreut daruͤber zeigen, ihren Monarchen wieder in ihrer Mitte zu sehen, hatten auch an diesem Abend, wie am vorhergehenden, wieder alle ihre Haͤuser erleuchtet. Am Eingang zum Schloßplatz, an der Ecke der Senatorenstraße, war von dem hiesigen Adel und der Kaufmannschaft ein Triumphbogen errichtet worden. Er be⸗ stand aus vier mit Guirlanden umwundenen Saͤulen, uͤber de⸗ nen sich ein mit der Namens Chiffre des Kaisers gezierter Bogen woͤlbte. Noch einen zweiten ähnlichen Triumphbogen erblickte man in der Krakauer Vorstadt. Die Straßen waren bis um Mitternacht belebt, und die Illumination wurde wie— der vom heitersten Wetter beguͤnstig. Im Gefolge des Kaisers befinden sich der General-Adjutant Graf Orloff, der General⸗ Adjutant Adlerberg, der General Suchtelen und mehrere Fluͤ— gel⸗Adjutanten. Vorgestern, am Sonntage, empfing Se. Ma— sestaͤt fruͤh um 9 Uhr im Palast Lazienki die in Warschau anwesenden Bischoͤfe, so wie die Mitglieder des Admi— nistrations- und des Staats- Raths. Dann begab sich der Monarch nach der Griechischen Kathedrale, wo er vom Bischof Antoni empfangen wurde, und wohnte dem Gottesdienst bei. Hierauf besuchte Se. Majestaͤt das Lager und war bei der Abloͤsung der Wachen zugegen. Ueberall wurde Hoͤchstderselbe von dem Volke mit Freudenruf begruͤßt. An diesem Tage speisten, außer dem Erzherzog Ferdinand und dem Fuͤrsten von Warschau, hundert angesehene Militair- und Civil“ Personen an der Kaiserlichen Tafel. Abends begab sich der Kaiser durch die wiederum glaͤnzend illuminirten Straßen unter dem Hurrah der Volksmenge ins Lager, wo gestern fruͤh in seiner Gegenwart mehrere Manoͤver ausgefuͤhrt wurden. Gegen Mittag kehrte Se. Majestaͤt in den Palast Lazienki uruͤck. ; Auf den letzten Warschauer Maͤrkten zahlte man fuͤr den

wachsen.

klein und verschwinde immer mehr.

D

Korzez Roggen 17M, Fl, Weizen 273 9 Fi, Gerste 1426 Fl. und 6 il n,, ; 306 z 3 Fl., st 5 F

Frankreich.

Paris, 2. Juli. In der vergangenen Nacht sind De⸗ peschen aus Bruͤssel eingegangen, in 6 welcher der Conseils⸗ Praͤsident schon heute fruͤh um 6 Uhr nach Neuilly zum König berufen wurde.

Die Pairs⸗-Kammer hat in ihrer heutigen Sitzung, außer mehreren Gesetzen von oͤrtlichem Interesse, auch den Gesetz⸗ Entwurf angenommen, durch welchen eine Summe von 200,000 Fr. fuͤr die Juli-Feierlichkeiten bestimmt wird.

Der Minister des Innern hat ein Rundschreiben an saämmtliche Praͤfekten erlassen, in welchem er einen Bericht uber das Benehmen der politischen Amnestirten, die in den Departements wohnen, verlangt. Man vermuthet, daß. das Ministerium die Absicht habe, bei Gelegenheit der Niederkunft der Herzogin von Orleans eine neue Amnestie zu erlassen.

Der General-Lieutenant Baron Delaitre ist gestern im 62sten Jahre hierselbst mit Tode abgegangen. Er war einer der Adjutanten Kleber's in Aegypten gewesen. ; ;

Auf der Eisenbahn von hier nach St. Germain hat neuer—⸗ dings ein beklagenswerthes Ungluͤck statigefunden. Ein Reisen—⸗ der war so unvorsichtig, in dem Augenblick, als man an einem der Tunnel ankam, sich aus dem Wagen zu lehnen, und ehe er noch Zeit hatte, den Kopf zuruͤck zu ziehen, war ihm der Hirnschaͤdel zerschmettert. Er ward noch lebend nach dem Hos— poͤtal von Saint-Germain gebracht, gab aber daselbst nach we⸗ nigen Augenblicken seinen Geist auf.

Der Handels⸗-Minister hat dem Koͤnige einen sehr ausfuͤhr⸗ lichen Bericht uͤber die Sparkassen ertheilt. Nachstehendes sind einige Notizen aus diesem in mehrfacher Beziehung interessan⸗ ten Aktenstuͤcke. Es giebt jetzt im Ganzen 249 Sparkassen, also A5 mehr als am 31. Dezember 1836. Rur in 5 Departements befinden sich noch keine dergleichen Kassen, namlich in den De— partements der Ober- und Nieder⸗Alpen, der Creuse, der Lozere und in Korsika. Am 1. Januar 1838 belief sich die Netto⸗-Ein⸗ nahme saͤmmtlicher Sparkassen auf 107,261,674 Fr. Das Jour⸗ nal des Debats knuͤpft an den obigen Bericht folgende Be— trachtungen: „Die Sparkassen verdienen die Aufmunterung und die Mitwirkung aller Wohlgesinnten. Von dem Gesichtspunkte der oͤffentlichen Oekonomie betrachtet, ist die Errichtung und die Ausdehnung der Sparkassen ein Erxeigniß von großer Wichtig keit, so wie sie auch zu gleicher Zeit in politischer Hinsicht die gluͤckliche Wirkung hervorbringt, daß die Regierung den arbei— tenden Klassen wie eine Art von Vorsehung erscheint, die uͤber die Fruͤchte ihrer Arbeit wacht; eben deshalb legen diesel— ben aber auch dem Staate eine große Verantwortlichkeit auf. Es laͤßt sich sogar voraussehen, daß daraus in der Folge eine Revolution in unseren Finanzen entste⸗ hen kann; denn der Staat zieht die Ersparnisse der zahlreicheren Klasse nach und nach an sich. In Folge der schnellen Fortschritte in dem Wohlstande jener Klassen duͤrften deren Ersparnisse bald zu einer bedeutenden Summe heran—

In England . die Sparkassen jetzt schon uͤber 500 Millionen Franken. Wenn, wie Alles hoffen laͤßt, der Europaͤische Frieden nicht gestoͤrt wird, wenn der dem Lande gegebene industrielle Aufschwung nicht nachläßt, so werden wir in wenigen Jahren die Summe der Englischen Sparkassen er— reicht, wo nicht uͤberschritten haben. Was wird man alsdann mit jener Summe machen, die einer dem Staate aufgezwun⸗ i. Anleihe gleicht? Wird der Staat sie zu einträglichen nternehmungen, wie z. B. Kanal- und Eisenbahn⸗Baue ver⸗ wenden? Oder wird man die Kasse der Depots und Con—⸗ signationen ermächtigen, wie es die Darlehns⸗Kommission des Englischen Schatzes mit so großem Erfolge thut, den Departements, den Gemeinden und den Compagnieen gegen Zinsen Gelder zu leihen, um oͤffentliche Bauten zu unternehmen? Oder wird man aufn eine andere Combination sinnen? Dies ist eine Frage, auf welche wir aufmerksam machen, und die schon jetzt zu pruͤfen . seyn duͤrfte, da ste nicht allein die Zukunft, sondern auch die Gegenwart interessirt. Der Staat ist durch die De— pots der Sparkassen mit Summen belastet, die ungenuͤtzt in seinen Haͤnden oder in den Kellern der Bank liegen, und fuͤr die sie ihren Besitzern z / und A pCt. Zinsen bezahlt. Die Bank besitzt in diesem Augenblick fuͤr Rechnung des Schatzes eine Summe von 150 Millionen, von der sie selbst keinen Ge— brauch machen kann, und dies gerade in einem Augenblick, wo von allen Seiten vortheilhafte Unternehmungen auf Kapi— talien harren.“

Nachstehendes ist ein Auszug aus einem in der gestern er— schienenen Revue des deux Mondes enthaltenen Artikel; „Was soll man zu der Heftigkeit sagen, mit der jetzt einige Parteien auftreten? Was soll man von jenen wuͤthenden An⸗ griffen der Journale in einem Augenblick denken, wo Versuche anderer Art sich auf verschiedenen Punkten vorzubereiten schei⸗ nen? Der Schluß der Kammern giebt vermuthlich das Signal zu einem Schrei der Verzweiflung und des Zorns von Seiten der Opposition, sowohl von der, welche gegen , als von der, welche noch hoͤher hinauf gerichtet ist. Gott sey gelobt, daß jene Angriffe die Ruhe und den Wohlstand Frank⸗ reichs nicht mehr stören koͤnnen. Je heftiger sie sind, um so weniger gefährlich sind sie auch. Frankreich hat große Lehren empfangen, und es wird sich schwerlich noch durch Ueberrei— bungen und extravagante Unternehmungen von der rechter. Bahn ableiten lassen; aber die Regierung hat bei diesem Zustande der Dinge neue Pflichten zu erfüllen. Die Politik der Versoͤhnung darf die Energie nicht ausschließen. Das Ministerium ist waͤh— rend der ganzen Session von seinen Gegnern als ohnmaͤchtig dargestellt worden. Es moͤge nun jetzt zeigen, daß es sich Ach⸗ tung zu verschaffen weiß, so daß in der kuͤnftigen Session die Doctrinairs nicht mehr sagen koͤnnen, die Regierung mache sich 1 : Wenn man noch jetzt, nach jener thätigen und schwierigen Session, die trotz der Anstrengun⸗