1838 / 219 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

deren Ansehen und Reichthum ihm, dem Emporkömmling, ein Dorn im Auge ist. Mit ansehnlichem Fußvolk, dem etwa 1500 Kameele Wasser nachtrugen, und mit vier Stuͤcken Feldgeschuͤtz brach der Emir gegen Aim! wohl geruͤstet. 2600 Bewaffnete gegend, seine Bundes ⸗Genossen Die Mecharis sind eine besondere Zucht Kameele, 50 60 Lieues des Tages zuruͤcklegen und 3 4 Tage shalten. Jedes dieser Thiere tragt in der Re— it Flinten und langen Lanzen. Der Mechari oͤhnlichen Reiter so leicht ein, wie dieser ei— Die Truppen Abdel-Kader's langten erschoͤpft vor Ain⸗Maydeh anz die Zugänge zur waren unter Wasser gesetzt, die Mauern nicht zu erklimmen, die paar Geschuͤtze wirkungslos. Die Reiter uͤberfielen das La— ger des Emir, die Mannschaft der Stadt machte einen wuͤthen— den Ausfall; der Emir selbst soll wie ein Verzweifelter gekaͤmpft und sich nur mit Muͤhe aus dem blutigen Handgemenge geret— In groͤßter Unordnung trat er den Ruͤckzug an, Die Mecharis hatten Be—

Maydeh auf. Der Tedschini war stellte ihm die Stadt und Um⸗ 3000 Reiter und 300 Mecharis. Renner der Wuͤste, die ohne Nahrung au gel zwei Man holt einen gew nen Fußgaͤnger.

tet haben. von den Reitern unablaͤssig verfolgt. fehl, uͤberall den Emir aufzusuchen und ihn lebendig oder todt einzuliefern; da er sich jedoch äͤußerl so entkam er gluͤcklich. Er soll 35 gene verloren haben; es versteht sich von selbst, gaben hier zu Lande und bei solcher Entfernung nichts weniger

Toulon war am 29. Juli abermals Feuer leicht hatte gefährlich werden können. Maschinen⸗Werkstatt gehöͤrigen Schmiede⸗ de erst am Mor⸗ die Tage her ge⸗ erkstaͤtten

ich durch nichts auszeichnet, 600 Tode und 260 Gefan⸗ daß solche An⸗

als zuverlässig sind.“

Im Arsenal zu ausgebrochen, Es kam in einer zur Esse aus, glimmte die ganze Nacht und wur Bei starkem Winde, wie er herrscht hatte, waͤren die daranstoßenden Zimmer“ und drei auf der Werfte liegende Fregatten sammt einem uner— meßlichen Material unfehlbar darauf gegangen.

Großbritanien und Irland.

Parlaments⸗Verhandlungen. g vom 2. August. Der Marquis von Londonderry mehrere Friedensrichter Ernen⸗ f Vorlegung der darauf bezüuͤg⸗ Nach einigen Debatten erklärten die Mi— n der verlangten Aktenstuͤcke dem

Die Ver⸗

gen bemerkt.

Oberhaus. Siz⸗

ahrte wieder Beschwerde uͤber nungen in Irland und trug au lichen Papiere an. nister sich bereit, die meiste Hause mitzutheilen. Unterhaus.

Sitzung vom 2. August. handlungen uͤber die Irlaͤndische

Munizipal⸗-Bill haben eine endung genommen, als man nach den letzten nachgie⸗ Lord Melbourne's im Oberhause erwarten eser Minister die Amendements, welche er hineingebrachten

bigen Aeußerungen durfte; denn da di gegen die durch Lord Lyndhurst in die Bill Veranderungen zur dritten Lesung angekuͤndigt hatte, fallen ließ und sich bereit erklaͤrte, fur jetzt mit der Maßregel in ih— zu begnuͤgen, so konnte man glau— de auch im Unterhause einen ahnli⸗ machen. Dies ist nun aber nicht der Fall gewesen; ord John Russell in einigen Punkten neue Kon— er Opposition namentlich in der Qua⸗ Wege entaegengekommen; n des Ober⸗ Es scheint also fast, vielleicht in einflußreichsten

rer modifizirten Gestalt sich das Ministerium wer chen Vorschlag zwar hat auch L zessionen gemacht und ist d sifications⸗-Frage auf mehr als halbem in anderen Punkten aber hat er sich den Anträge hauses entschieden widersetzt. iner Konferenz, welche O'Connell und die schen Parlaments- Mitglieder dieser Tage mit L veraͤnderter Beschluß von dem wenn man nicht annehmen getroffen worden, im Ober⸗ egen⸗Amendements durch⸗ sondern lieber dem Un⸗ u uͤberlassen. Die Minister lbst die ihnen am eifrig⸗ en uͤber ihre estigkeit gegen wogen gefunden haben. Und gen sind, erklären

J. Russell gehabt, ein etwas Ministerium gefaßt worden zu seyn, will, daß gleich anfangs die Verabredun hause, wo doch wenig Aussicht war, die Bill nicht weiter aufzuhalten, terhause die neue Umgestaltung derselben z ch wohl auch dadurch, daß se Zeitungen bedenkliche Aeußeru

sten ergebenen 1 zu größerer

Nachgiebigkeit laut werden ließen, die Forderungen der Opposition be selbst nachdem ihre ministerielle Blatter, noch zu nachgiebig erscheine Blendwerk, fuͤr eine nomine hohlen, hypokritischen Versoͤhnung Naͤhere der heutigen war der Hauptstreit die Wahl Berechtigung zur welche Lord J. R von nur 5 Pfd., Census von 10 Pfd. hatte Lord Lyndhurst noch eine gro zwar sehr langer Amendements Heute gelangte nun diese m Gemeinen zuruͤck,

dements des Oberhauses entschieden werde. Amendements wird selbst von de staͤndig mitgetheilt, zu haben scheint, Einige derse anderen eines dieser mentswahl berechtigten trotz der neu einzufuͤhrenden bisheriges Recht beibehalten sollte Vorrechte der bisherigen sogenann ten Koͤrperschaften in den Staͤdten, Rechte ertheilende Munizipal⸗ Bill wuͤrde also nach diesem Amendement Privilegien einer staͤdtischen Aristokra⸗ der anderen sie wieder eingesetzt haben. roͤffnete daher die heutige Dis kussion s mit einer langen Rede, in welcher irs, welche mit demselben ihnen vorwarf, daß sie die man mit Recht das höchste rhalten wollten. mit dem Ober⸗ inister in seiner

Gegen ⸗Antraͤge durchgegan denen diese Anträge in mehreren Punkten n, die Bill dennoch fuͤr ein bloßes lle Abschlags-Zahlung und fuͤr einen s⸗Versuch. Was nun das uͤber die Bill betrifft, so bekanntlich die mehrerwähnte Frage uͤber Besetzung der Stadt ⸗Aemter, fuͤr Unterhaus einen Wahl⸗Census Lord Lyndhurst und das Oberhaus einen sestsetzen wollten.

Verhandlungen

ussell und das

Außerdem aber ße Menge anderer und die Bill hineingebracht. izifirte Bill von den Lords damit hier uͤber die Amen— Der Inhalt der n hiesigen Blaͤttern nich ihnen an Zeit und Lust gefehlt die weitlaͤuftigen Paragraphen durchzustudt⸗ lben werden indeß angefuͤhrt. Amendements, daß die bisher zur Parla— der alten Corporationen, Munizipal⸗Verfassung, dieses ihr n; nun sind es aber gerade solche ten Corporationen, der privilegir⸗ welche durch die neue allen Stadt⸗ Verfassung abgeschafft

weil es auch

So will unter

buͤrgern gleiche werden sollen; die mit der einen H tie abgeschafft und mit John Russell e Amendement Lyndhurst und die Pa heftigste angriff un

der besagten er den Lord gestimmt, aufs alten Corporationen, geg Mißtrauen hege, indirekt Durch eine Aufforderung zu use uͤber eine ede unterbrochen, setzte diesel telstunde zuruͤckgekehrt war, ments des andern Hauses in f jenigen Amendements, die, wie das e Zweck hatten, gewissen Mitgliedern der bisherigen Vorrechte und Vortheile zu bewahren, welche die u nehmen und auf andere zu uͤbertrg llten . B. nach den Lyndhurstschen

en Corporationen auf Lebe gkeits⸗Anstalten behalten, eben so die Pflastern und Erleuchten der

schuͤtzen und aufrecht e einer Konferen andere Maßregel wurde der e aber, als er nach einer V iter fort. Er theilte die Amende⸗ uͤnf Klassen: 1) Die große Anzahl der⸗ ben beschriebene, offenbar den orporationen urspruͤngliche en beabsich⸗ mendements aszeit die

Bill ihnen

die Mitglieder der bisheri Verwaltung der Wohlthut Verfuͤgung uͤber das Reinigen,

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Straßen, und auch das Recht, zur Abtragung der bisherigen Gemeindeschulden das Gemeindegut * verpfaͤnden. Ferner sollten die bisherigen Stadtschreiber, Marktschreiber und Waa—⸗ gemeister in ihren Aemtern belassen werden, so sehr sie auch, wie der Minister sagte, ihre Ernennung veralteten Mißbraͤu⸗ chen zu verdanken hätten. Mit einem Wort, der Zweck dieser ganzen Klasse von Amendements sey, den alten Corporationen fo viel Gewalt als möglich zu lassen und den neuen so wenig als moglich zu geben. Lord J. Russell bemerkte, es sey unmoglich, neben dem neuen System die Mißbraäuche des alten beizubehalten, und trug deswegen darauf an, die sammtlichen in diese Klasse gehörigen Amendements zu streichen. 2) Die zweite Klasse bil⸗ deten diejenigen Amendements, nach welchen die Munizipal⸗/ Verfassung einer kleineren Anzahl von Städten und Flecken bewilligt werden sollte, als die urspruͤngliche Bill vorgeschlagen. Diese Aenderung wollte Lord J. Russell sich gefallen lassen. 3) Diejenigen Amendements, welche sich auf die Gränzen der Städte beziehen. Der Minister gab zu, daß einige derselben nicht unzweckmaͤßig seyen; da aber eine genuͤgende Diskussion derselben in diesem Hause der Natur der Sache nach nicht moͤglich sey, so schlage er vor, jenen Amendements die Bestim⸗ mung hinzuzufuͤgen, daß der Lord Lieutenant von Irland nach Anhörung seines Verwaltungs⸗Rathes befugt seyn solle, sie nach Maßgabe der Umstäͤnde abzüandern. 4) Die auf die Sheriffs bezuͤglichen Amendements. Hier empfahl Lord J. Russell dem Hause, bei seinem fruheren Beschlusse 8 beharren. 5) Endlich die Amendements hinsichtlich der Wahl⸗Befugniß bei den Stadt⸗ Wahlen. Hier schlug der Minister eine Art ven Mittelweg vor. Der Wahl CLensus soll bekanntlich nach der Armen⸗Steuer berechnet werden; nämlich derjenige Buͤrger, dessen Haus oder Grundstuͤck Behufs Bestimmung dieser Steuer zu einem jaͤhr⸗ lichen Ertrag von 5 oder, wie die Opposition will, von 10 Pfd. veranschlagt ist, soll zur Wahl der Munizipal- Beamten berech⸗ tigt seyn. Nun schlug Lord J. Russell vor: von der so veran⸗ schlagten Ertrags⸗ Summe solle ein Viertheil auf Reparaturen, Abgaben und sonstige Unkosten gerechnet werden, und wenn die; ses Viertheil, zu der veranschlagten Summe hinzugefuͤgt, 19 Pfd. aus mache, so solle der Besitzer wahlberechtigt seyn, so daß alfo ein zu 8 Pfd. taxirtes Haus das Wahlrecht gaͤbe. Die ganze Aenderung liefe folglich darauf hinaus, daß der Census weder 5 noch 10 Pfd., sondern eine zwi— schen beiden liegende Zahl seyn sollte. Nachdem diese verschiedenen Antraͤge von Lord J. Russell motivirt worden wa⸗ ren, suchte Sir R. Peel sie zu widerlegen und erklärte na— mentlich, daß er sich auch dem neuen Vorschlage des Kabineis ruͤcksichtlich des Wahl ⸗Census widersetzen muͤsse. Das erste Ge⸗ . Lord J. Russell's zu der Klausel, welche die ranzen der Stadt-Gemeinden bestimmt, war, daß der Lord⸗ Lieutenant die Macht besitzen solle, diese Graͤnzen zu verandern. Sir Robert Peel widersetzte sich dem Vorschiage, weil jene Klaufel nach dem eigenen Bericht der ministeriellen Gränz⸗om⸗ missarien gemacht sey, und weil das Amendement dem Lord— Lieutenant, einem Regierungs-Beamten, eine Gewalt gebe, die er zu Parteizwecken mißbraüchen koͤnne. Nachdem Lord Mor— peih faͤr, Lord Stanley gegen das Amendement gesprochen, ward dasselbe mit 111 gegen 103, also mit einer Majori⸗ tät von nur 8 Stimmen angenommen. Am lebhaftesten war die Debatte uͤber die Wahl Qualification und den neuen Vor— schlag Lord J. Russell's, der den eigentlichen Census auf 8 Pfd.? setzt und, 1. far andere Abgaben und Lasten hinzurech⸗ nend, die von den Tories verlangte Zehnpfund⸗ Qualification heraus bringt. Sir R. Peel bestand auf seinem Vorschlage, den Census zu o Pfd. beizubehalten und ihn nach der in der Irlaͤndi⸗ schen Armen⸗Bill bestimmten Abgabe zu machen, da dies die einzige feste und sichere Bestimmung sey. Herr Hume erklaͤrte sich gegen jede andere als die Fuͤnfpfund Qualification, indem er die Minister bitter tadelte, diese aufgegeben zu haben. OeEonnell klagte uͤber die traurige Halbheit der verstuͤmmel⸗ ten Bill, durch die sie zu einem Spott werde; aber . dem Vorschlage des Oberhauses und der Minister wellte er immer noch lieber den letzteren, das kleinere Uebel, wahlen. Der mi⸗ nisterielle Vorschlag wurde endlich mit 169 gegen 1354, also mit einer Majorität von 15 Stimmen angenommen. Zwei andere ministerielle Amendements gingen mit Majoritäͤten von 18 und 20 Stimmen durch. Bei der ö8sten Klausel schlug Lord Russell vor, den Rest der Bill bis zum folgenden Abend zu verschieben; diesem beistimmend, ging das Haus nach 1 Uhr auseinander. In der Un erhaus-Sitzung vom 3. August wur— den auch die uͤbrigen Amendements des Oberhauses zu der Ir⸗ landischen Munizipal⸗Bill, auf Antrag Lord J. Russell s, sammtlich verworfen. Einem von Lord Morpeth vorgeschlage⸗ nen Gegen / Amendement widersetzte sich Sir R. Peel mit be— sonderer Lebhaftigkeit, es wurde aber am Ende mit 116 gegen g, also mit einer Majoritaͤt von 19 Stimmen angenommen. Einige glauben nun, daß die Minister, da bei der hartnaͤckigen Spposition Sir R. Perlis von dem Oberhause in Bezu auf die noch streitigen Punkte dieser Bill schwerlich Nachgiebigkeit u erwarten sey, die Maßregel und mit ihr auch die Irlaͤndi⸗ fh Zehnten-Bill ganz aufgeben wurden, in welchem Fall die Haupt⸗Arbeiten der diesjährigen Session wieder umsonst gewe⸗ sen waͤren.

London, 3. Aug. Ueber die Hollaͤndisch-Belgischen An⸗ gelegenheiten liest man in der Morning Po st Folgendes: „Einige der Hollaͤndischen und Belgischen Blatter bringen fortwährend Mittheilungen, die angeblich von ihren Korrespon⸗ benten in London herruͤhren sollen, und die dann regelmaͤßig wieder zu uns zuräckkehren und in den Londoner Zeitungen erscheinen. Lien Mittheilungen sind großentheils bloß dazu geeignet, das Publikum irrejuführen. Was die Fragen uͤber das Gebiet und uͤber die Schuldruͤckstaͤnde Belgiens, und nicht nur die Ruͤckstande, sondern auch die kuͤnftige Theilung der , Schuld anbetrifft, so weichen die von den eiden Mächten, die bei den Unterhandlungen betheiligt sind, gehegten Ansichten und erhobenen Anspruͤche so sehr von einander ab und lassen sich offenbar so wenig vereinigen, daß die Repraͤ⸗ sentanten der großen Machte zu dem stillschweigenden Einver⸗ ständniß gekommen sind, es konne durch foͤrmliche oder regelmäßige Versammlungen der , e, als solcher, fuͤr jetzt nichts gefoͤrdert werden. Was also in diesem Augenblicke geschieht, besteht nur aus unregelmäßigen und, wenn auch nicht wirklich, doch dem An⸗ schein nach immer nur beiläufigen Diskussionen zwischen einzel⸗ nen Mitgliedern der Konferenz oder mit den Repraäsentanten Hollands und Belgiens, ohne einen weiteren Zweck, als durch freundschaftliche Vorstellungen eine Annaäͤherun her vorzubrin⸗ gen, die zu einer befriedigenden Uebereinkunst offnung geben oͤnnte. ir haben Grund, zu glauben, daß nicht eher eine

Versammlung der ,, e, r . wird, bis die beiden

. großere

ebereinstimmung in Ansichten und wecken an den Tag legen, als es jetzt der 7

ll ist. Nach der

Art und Weise, wie die Unterhandlungen gegenwartig betrieben werden, kann man wohl ohne Be liche Versammlung der Konferenz werde der Welt als ein 3 gelten koͤnnen, daß jede wirkliche Schwierigkeit schon uͤbe den und daß der Schlußvergleich, wenn nicht ganz erreicht, den Wenn man von Drohungen oben

auch nur von dem Gedanken spricht, daß gegen eine der beiden wang anzuwenden seyn duͤrfte, so lönnen daß keine solche Drohung ge—

eußen, durch das Band der liebten Koͤnig verbunden, be—⸗ esellschafts⸗ Saale, welchen Se. yern zu diesem Behufe ausdruͤcklich Mit den Preußen verbanden sich r anwesenden Deutschen, Russen und Engländer, leichen Gesinnungen der innigsten und aufrichtig— ung gegen Preußens hochherzigen an dem Feste Theil nahmen. de General von Natzmer,

ster von Nagl r Landrath

n Quellen befindlichen Pr und Treue fur ihren ieses Fest in dem ne at der Koͤnig von Ba ewilligt hatte.

denken sagen, die erste fzrm

seinem Ziele sehr nahe sey. ale der hie ston Verehr lichen Konig fommandirend Staats Mini

wahrhaft ritter⸗ Se. Excellenz der Se. Excellenz der er, der Geheime Rath Wendt aus von Byla aus Nordhausen hatten enheit sammtlicher Theilnehmer Einleitung t . Bei der Tafel wurde der erste Toast hl Sr, Majestaäͤt des allverehrten Koͤnigs von Sr. dem Landgrafen von Hessen-Barchfeld unter dem Boller vom alten Berge und begleitet von dem Heil Dir im Siegerkranz“ ausgebracht. Dann Excellenz der General von Natzmer das Wohl zt des Koͤnigs von Bayern aus. Dieser Toast galt errn, der durch seine Huld so viel fuͤr Kissingen An der Tafel waren gegen drittehalbhundert Per— Ein Ball machte den Beschluß dieses fro— jedem Preußen theueren Tages. Herr Peter Bolzano be— sich bei diesem Feste als ein musterhafter Wirth. Ueber— errschte Frohsinn und die Gesinnung der dankbarsten Treue Gesegnet sey dieser Tag, Heil Friedrich Wil— helm dem Guͤtigen, dem Gerechten, Gott erhalte den König und sein Königliches Haus!

Leipzig, 6. Aug. Mit den vielleicht erst in eini— gen Monaten auszugebenden Bank⸗Actien, wozu die eigentliche zeichnung erst mit heute beginnt, ist schon jetzt viel Agiotage Ind Speculation getrieben und der zu erwartende Ausfall der n Actien mit 5 und mehr pCt. pro Stuͤck verkauft Hierbei kann nur der Kapitalist gewinnen; wer sich die noͤthigen Summen erst dazu hat borgen muͤssen (sicher zu hohen Zinsen) und erwogen hat, wie lange das eingezahlte Geld ungenutzt bleibt, wird bei diesem Handel wenigstens kein ver— haͤltnißmaßig gutes Geschaͤft gemacht haben.

Unsere stadtische Verwaltungs-Behörde hat nunmehr den Plan, geeignete Schritte gegen die durch Vermehrung der Hunde rgeführten Unannehmlichkeiten und Gefahren zu thun, ins Nach vorheriger Ruͤcksprache mit den Stadtver— ordneten soll vorlaͤufig auf die nächsten drei Jahre eine Hunde— Steuer von 1 Rthir. 8 Ggr. fuͤr einen mannlichen, 18 Ggr. far einen weiblichen Hund jahrlich eingefuͤhrt und die einkom⸗ mende Summe dem hiesigen Jakobs⸗-Hospital (dem eigentlichen stäͤdtischen Krankenhause) und dem Georgenhause (einer Anstalt imathlose und Unbemittelte) angewiesen werden. achdein der Hof Schauspieler Rott aus Berlin seine Gast⸗ spiele beendigt hat, ist jetzt Eßlair von Muͤnchen hier einge—

betheiligten Parteien 3 wir mit Bestimmtheit versichern, äußert worden, und wir sind auch fest überzeugt, daß ein sol, cher Gedanke Niemanden je in den Sinn Der Kanzler der Schatzkammer hat einen infuhrzoͤlle vom Zinn angekuͤndigt. Tagen sind der Fuͤrst von Hohenlohe, der von Oldenburg, zu einem Besuch bei und der Britische Botschafter in F Sir Thomas Farquhar, vom Kontinent hier eingetroffen Köoͤnig der Belgier soll seine beabsichtigte Reise nach England bis nach der Prorogation des Parlaments aufgeschoben haben. Der Russische ;nd der Schwedische Kroͤnungs-Botschaster Graf Stroganoff und Graf Löwenhjelm, sind am Dienstag⸗ Paris abgereist. Gestern folgte ihnen eben d Boischafter, Herzog vn 3 h eide wollen dort erst de

ekommen is.“ ntrag auf schaffung der E . u In diesen T und die Prinzessin Tajestaͤt der Königin,

zu diesem Feste getroffen. auf das Wo Durchlaucht Donner der

Hochgesange:

Sr. e ndes von hier nach dem a

in auch der Portugiesische Kroͤnun almella, mit seiner Gemahlin. Bermaͤhlung ihrer Tochter mit einem reichen Edelmanne feiern und sich dann nach Lissabon begeben. Der Marquis von Clanricarde, berhauses gehort, soll, der Morning Past Stelle des Grafen Durham zum Botschaster ssischen Hofe designirt und bereits mit Anstalten zu seiner Abreise, die im Oktober stattfinden wuͤrde, beschäftigt seyn Dasseibe Blatt will wissen, daß der Herzog von D bekanntlich einer der reichsten Pairs von England, als Brin after nach Mailand gehen werde. hrt eine Stelle aus der mehrerwaͤhnn von Lord Durham in Kanada erlassenen Prockamation an, un wie weit dieser Staatsmann davon entfernt sey, sch Lord Brougham vorgeworfenen Felonie schuhig er, nach der Aeußerung des Letzteren, einen Mon an den verbannten Rebellen veruͤben zu wollen, falls diese nac sollten.‚ Wenn der General ⸗Gouverneut Prozedur hinrichten ließe“, hatte Lord Mord begehen.“ In der wenn sie ohne Eilaub⸗ betreffen lassen, des Hochver. g erkannt und verurtheilt werden und, sobah daß sie ohne die besagte Erlaubniß nach in derselben betroffen

das Geruͤhht

n versammelt.

der zu der liberalsen und Verehrung.

Fraction des O

scher Kroͤnungs⸗Botsch 63 Der Courier fuͤ gezeichn zu zeigen, der ihm von zu machen od

Kanada zuauͤckkehren sie ohne gerichtliche Brougham gesagt, „so wuͤrde er einen Proclamation heißt es aber: niß sich wieder i raths fuͤr schuldi sie b erfuͤhrt worden, der Provinz Kanada zucuͤckgekehrt und worden sind, sofort die Todesstrafe erleiden.“

Paris soll, wie der hiesige Courier sagt, sche Regierung wolle dem Niederlaͤndischm sse zusenden, weil derselbe sich aus den An Ministeriums der auswaͤrtigen Angele⸗ peschen der Herren Bresson und

erk gesetzt. Sie sollen, g n der Provinz

gehen, die Fran Gesandten seine chiven des Franzoͤsischen genheiten Abschriften von De Sebastiani verschafft habe. Ueber Triest hat man hier Berich vom J. Juli, welche die zuversichtliche Ueberzeugung auesprechen, daß Mehmed Ali fuͤr jetzt keinen Schritt thun werde, der die Orient stoͤren koͤnnte. Aus San Salvador

Die Dampfwagenfahrten auf der Eisenbahn bis Wurzen sind, wie alles Neue, sehe besucht und Fremden wie Einheimi— schen ein interessanter Genuß; wer namentlich an der Eroͤffnung den 31. Juli d. J. Theil genommen hat, kann das Imposante beider Wagenzuge und den freundlichen Empfang in Wurzen Leider hatte am Tage vorher bei der Probefahrt einen der Bahnwaͤcter durch eigene Nachlaͤssigkeit bas Ungluͤck betroffen, daß ihm ein Bein zerschmettert wurde. Es sind nunmehr die von der Regierung genehmigten Eisenbahn— Kassenscheine bis zum Belaufe von 1060, 006 Thalern ausgegeben worden, die nach Art der neuen Preußischen Kassen-Anweisun— gen sehr fein und geschmackooll gearbeitet sind.

Stuttgart, 3 Aug.

te aus Alexandrien

nicht genug ruͤhmen. Ruhe im , .

in Central Amerika hat man Briefe vom 20. Mal, welche es bestätigen, daß die Ruhe in Guan⸗ mala vollkommen wiederhergestellt war. Republik, Señor Salazar, war nicht ermordet worden, sondern 1d sich ganz wohlbehalten auf seinem Landsitz

Seit Montag ist das Wetter sehr veränderlich, und es hat viel geregnet; die Preise des W in die Höhe gegangen; der Englische ist gegen die hilling auf den Quarter und der fremde, untg Schloß liegende um 3 Shilling aufgeschlagen, und es wurden zu diesen Preisen viel Geschaͤfte gemacht.

Der Praͤsident der

Nachdem die irdischen Ueberreste des Herzogs Heinrich von Wuͤrttemberg gestern von Ulm in Eßlingen angelangt und von da in feierlichem Zuge abgeholt worden waren, wurden dieselben am gestrigen Abende unter feierlicher Begleitung in die hiesige Stiftskirche gebracht, wo deren Beisetzung in die Königliche Familiengruft auf eine dem hohen Range des Verewigten entsprechende Weise um 9i a Uhr

Se. Kaiserl. Hoheit

eizens sind daher von neuem

Preise um 2 S

Helgoland, 4. Aug. Nicht nur in der

auch in der Fremde trägt der Dies wurde am ges

Preuße Koͤnig und trigen Tage, wie anderer Or Schon am füuͤhen Morgen verkuͤndettz der Klippe der Injel und dem Meer, di Mittags vereinigten st

Frankfurt a. M., 5. Aug. der Großfuͤrst Thronfolger von Rußland ist heute Mittag um 12 Uhr nach Wiesbaden abgereist. Gestern war der regierende Herzog von Nassau hier eingetroffen; Se. Durchlaucht machte sofort dem Großfuͤrsten einen Besuch und Se. Kaiserl. Hoheit erwiederte denselben.

Bremen, 3. A hier eine Maͤßigkeits⸗

im Herzen. ten, so hier offenbar. Kanonensichuͤsse von ein festlicher Tag angebrochen sey. sammtliche auf Helgoland anwesenden Preußen und mit ihnt Viele der uͤbrigen Bade-Gesellschaft, einem Festmahle im Conversations hause. der Saal von den Herrn Legeler, mit den Blumen und mit Flaggen se Gedicht trug Fraͤulein von Sein Inhalt klang in t stimmten alle Anm Sr. Majestaͤt dem K d in vollkraͤftiger Begeisterung en Hymne, begleitet von dem On schlaͤgen. Spaͤter wurde not

136 Personen an du m Laufe dieses Monats wird auch chaft ins Leben treten; die Auffor— derung zur Theilnahme an derselben ist in der ersten Nummer des „Mäßigkeits Blattes fuͤr Nord ⸗Deutschland“ enthalten, das in monatlichen Lieferungen erscheinen wird, und als dessen Her—

a ber sich die Pastoren Mallet, Iken und Tiele genannt

Zahl, zu nah vor demselben war mit Flaggen geschmuͤckt, Königl. Hof ⸗-Gaͤrtner zu Sanssouci, Nansenszuge Sr. Masestaͤt in geschmackvoll dekorirt. Hagn mit Kraft und Innigkeit vor.

jedem Gemuͤthe wieder. Freudig beweg fenden in das dreifache Ho nige dargebracht wurde, un klang die Preußische National⸗ chester und weithallenden Kanonen ein eigends fuͤr das Fest verfaßtes Lied gesungen. Der zwein Fest⸗Toast galt Britantens jugendlicher Bewohnern Helgolands. Auch des Deutschen Gesammt, landes, so wie seines schoͤneren Theiles, der Deuische wurde nicht vergessen und im Sinne unseres mildthaͤti Milde gegen die Armen der Insel Gesellschaft hatten die S einen reichlichen Ertrag.

mehrere Haäͤuser am Fallm glaͤnzten in

Niederlande. Aus dem Haag, 3. Aug. Zur Feier des Geburtstagtl nigs von Preußen findet heute Abend ein des Prinzen

Das Fest⸗

Oesterreich.

Teplitz, 28. Juli. Se. Majestaͤt der Kaiser von Nußland haben das zum Andenken der bei Kulm gen Russen von Sr. Majestaͤt dem Kaiser von Oesterreich er⸗ herrliche Monument schon zweimal und letzthin in G selschaft Höchstihrer Frau Schwester, der Kronprinzessin der Niederlande, Kaiserliche Hoheit, besucht und dem dort zur Be— wachung wohnhaften Hesterreichischen Invaliden und Theilneh— mer an dem Kuimer Treffen den Annen-Orden vierter Klasse nebst einem Geschenke

Se. Durchl. der

ch ein, das

efallenen heldenmuͤthi⸗

Köͤnigin, der dritte deu

u ertheilen geruht uͤrst von Metterni hier nach seinem Schlosse Köͤnigswart bei Marienbad ab

Bis zum 23sten d. betrug die Zahl der Kurgäͤste 17 Darunter kommen seit dem 22. Jull vor: der Kaiserl. Russische Gesandte am Dresdner Hofe, v Schroder, der Kaiserl. Russische Gesandte am Berliner Hofe, p. Ribeaupierre, und der Kaiseri. Russische Ober⸗Ceremonienmeister, Graf Woronzoff⸗Daschkoff, aus Petersburg.

Der in den Ortschaften des Pesther omitats durch die Donau⸗Ueberschwemmung angerichtete Schade beträgt laut Schägung 1,8 17332 Fi. i Kr. E. M. Ganz 3987 Wohnhäuser, 714 Kammern, 2421 Hauser, 259 Kammern, 381 e Schade an den Gebäuden beträgt 991,421 J. 35 Kr., an Viehfut⸗

ammlung uͤbernommen; sie gewaͤhrn . a . 6 ahlreich befuchter Bal, ch is st

estlicher Erleuchtung.

Abends war

milien mit 3089 Personen.

Sr. Majestaͤt des Kor lanzender Ball im Palais Sr. Königl. Hoheit riedrich statt.

Unsere Truppen im L

Gegenwart Ihrer Königl.

prinzen von Oranien mehrere Mandver ausgefuͤhrt.

ager von Reyen haben vorgestern in ; oheiten des Prinzen und des Er ; Pesth. 36. Juli. zusammengestuͤrzt sind:

elgie n. Ahe Ställe; beschadigt:

se Herren Dujardin und Fallon sind um Herrn Vandeweyer nament, Velgischen Angelegenhei Herr Dumortier geht nicht nach London.

Ein Bataillon des Zten Regiments ist gestern, mit an der Spitze, auf der Eisenbahn aus dem Lager von

loo hier angekommen.

Deutschlan d. Kissin gen, 4. Aug. Der 3. August war in freundlichen Saalthale zu Kissingen ein festlicher Tag.

B

Bruüssel, 2. Aug. D gestern nach London abgereist, lich in der Geldfrage der Holländisch

3 K rnerfruͤchten 132. 861 ter 66, 7 Fl. 11 Kr., an Vieh 760 Fl. 5a Kr. u. s. w. Spanten.

Dem Courier wird aus San „Die vor einigen

nterstuͤtzen.

panische Graänze. astian vom 26. Juli geschrieben: ochen hier angekommene Berg-⸗Artillerie und 3000 Mann niere ruͤckten gestern von hier aus, um die Karlisten zu rhindern, die Aerndte einzubringen. Drei Bataillone stellten

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sich unter der Anfuͤhrung O' Donnell's bei der Meierei Zubieta und die uͤbrigen Truppen unter Santa Cruz bei Lasarte auf. Der Zweck der Expedition wurde erreicht und drei und zwan—⸗ zig große Wagen-Ladungen Getraide nach San Sebastian ge⸗ bracht. Auch wurden bei dieser Gelegenheit ein Offizier und funf Chapelchurris zu Gefangenen gemacht. Ein gelungener Streifzug dieser Art ist, weil er die Karlisten verhindert, ihre Winter-Vorräthe einzusammeln, von gleicher, wenn nicht von groͤßerer Wichtigkeit fuͤr die Waffen der Königin, als eine eroberte Stadt oder eine gewonnene Schlacht, es sey denn, daß durch letztere das Schicksal eines Feldzuges entschieden würde. Seit mehreren Jahren bin ich fast bei allen Gefechten und Rekognoszirungen in Alava und Biscaya zugegen gewesen, aber noch nie habe ich die Karlistischen Linien so von allen Vertheidigungsmitteln entblößt gesehen, wie am 24sten. Nur etwa drei Compagnieen stellten sich uns entgegen, und es wurde, außer von unserer Artillerie, wohl kein Schuß

abgefeuert. Am Abend, bei der Ruͤckkehr nach der Stadt,

wurde aus einem Hause im Thale auf eine Compagnie der Koͤnigin geschossen; es gelang indeß bald, die Karlisten aus ihrer Stellung zu vertreiben, wobei zwei derselben getoͤdtet und die sechs oben erwähnten Chapelchurris gefangen genommen wurden. Mit Ausnahme dieses Vorfalls war die ganze Ex— pedition nichts weiter als eine militairische Promenade. Auf einem Huͤgel hinter Zubieta zeigten sich vier Lanciers, von denen Einer die Britische Uniform trug und wahrschein lich zu denen gehoͤrt, die vor kurzem desertirten. ö den 3000 Rekruten, die fuͤr das Corps des Generals O Donnell hier erwartet werden, sind etwa 1200 Mann bereits angekom⸗ men. Man glaubt, daß, wenn alle 3000 zur Stelle sind, der General O'Donnell den vertheidigungslosen Zustand der Pro⸗ vinzen benutzen und einige Streifzuͤge unternehmen wird, um die Aufmerkfamkeit der Karlisten von Estella, Cantavieja und Morella abzulenken. Die Britischen Ingenieure sind seit eini⸗ 8 Zeit beschaͤftigt, von dem alten Kloster nach dem Berge

gueldo, auf dem der von den Karlisten zerstoͤrte Leuchtthurm steht, einen Weg zu machen. Die Britischen Marine⸗-Soldaten haben daselbst ein Fort errichtet, von dem aus man die ganze feindliche Linie, Hernani gegenuͤber, erblickt. Die Bewohner von San Sebastian betrachten zum Theil die Besetzung aller wichtigen Positionen durch die Englaͤnder mit argwöhnischem Auge und scheinen zu fuͤrchten, daß dieselben sich hier eben so festsetzen wurden, wie im Suͤden auf dem Fel— sen von Gibraltar. Die bisherigen Geruͤchte uͤber die Be⸗ wegungen des Grafen von Luchana sind so widersprechend, daß es unnuͤtz waͤre, sie anzuführen. In diesem Augenblicke heißt es, habe er sich von Estella zuruͤckgezogen und die Absicht, die⸗ sen Ort anzugreifen, aufgegeben. Dies sollte mich gar nicht uͤberraschen, denn seine Truppen sind so von allem Nothwen⸗ digen entblößt, daß sie nicht im Stande sind, das Feld zu hal— ten; seine wiederholten Vorstellungen in Madrid waren bisher ohne Erfolg.“

Man schreibt von der Navarresischen Gränze vom

29. Juli: „Weder Espacrtero noch die Karlisten in Estella hat— ten bis zum 26sten das Geringste unternommen. Der Erstere befand sich in Logroñßo, wo er die Ankunft einer Geldsendung und die Artilleris der Britischen Legion erwartete. Don Car— los war noch in Estella, und die Operationen gegen diese Stadt sollen erst dann beginnen, wenn die Belagerung von Merella und Cantavieja ihren Anfang genommen hat. Der Bischof von Leon, die Karlistische Junta und verschiedene im Dienst des Don Carlos stehende Personen befanden sich in Villafranca. Der Graf d'Espagna hat sich nach der Einnahme von Solsona nach Torregassa zuruͤckgezogen. Dem Vernehmen nach, hat Cabrera den Bewohnern der Doͤrfer um Morella bei Todes“ strafe befohlen, ihre Wohnungen zu verlassen und ihre Fuhr— werke zu zerstören.“

Turkei.

Einem Schreiben aus Konstantinopel vom 18. Juli in der Allg, Zeitung zufolge, hat die Flotte des Kapudan⸗-Pascha den Befehl erhalten, sich nicht weit von der Asiatischen Kuͤste zu entfernen und die Flotte Mehmed Ali's uͤberall, wo sie die⸗ selbe treffen sollte, anzugreifen, entstehe auch daraus, was da wolle. Alles soll uberhaupt in der Osmanischen Hauptstadt das Ansehen des baldigen Ausbruches eines Krieges zwischen der Tuͤrkei und Aegypten haben.

Englische Blatter enthalten Berichte aus Kon— stantinopel vom 11. Juli, denen zufolge die ganze Russische Kriegsflotte im Schwarzen Meere, worunter 3 Linienschiffe, 2 Korvetten, 5 Briggs und 2 Dampfboͤte, im Ganzen angeblich 30 Schiffe, durch die letzten Stuͤrme daselbst gewaltig gelitten haben soll; ein Theil der Schiffe, heißt es, sey ganz zu Grunde en me, der andere zum Dienst unfähig gemacht worden. Die

scherkessen sollen zwei ans Land getriebene Korvetten gepluͤn⸗ dert und dieselben dann nebst vier anderen Schiffen unter den Kanonen eines Russischen Forts in Brand gesteckt haben. Ein Ausfall der Garnison dieses Forts zum Schutz der Korvetten waͤre angeblich mit bedeutendem Verlust von den Tscherkessen hr gs ch ge, worden. Nach denselben Berichten haͤtte der

ussische Konsul zu Trapezunt von dem dortigen Paschg die Zerstörung des Turkischen Schiffes, auf welchem der Engländer Longworth aus Tscherkessien entkommen, und aller an Bord desselben befindlichen Guͤter verlangt, weil ein Ferman des Sul— tans seinen Unterthanen jeden Verkehr mit Tscherkessien unter⸗ sage, und der Pascha soll dieser Forderung Genuͤge geleistet haben. Ferner melden diese Berichte, daß Herr von Chrza— nowski, ehemaliger Polnischer General, von der Tuͤr kischen *. gierung in Dienst genommen worden sey.

Inland.

Geburtstagsfeier Sr. Majestät des Königs.

Königsberg i. Pr. 1. Aug. Der gestrige Tag wurde hier von der treuen Anhaäͤnglichkeit der Alt-Preußen an die i n . Person ihres hochverehrten geliebten Königs mit dem heitersten Frohsinn gefeiert, Am Morgen war die ganze Garnison zum feierlichen Gottesdienste auf dem großen Exercir⸗

latze versammelt; die Deutsche Gesellschaft hielt eine oͤffentliche

itzung; spaͤter begingen die Mitglieder der Ostpreußischen Landschaft in ihrem Geschaͤfts⸗ Gebäude die Feier des Tages, mit der sich ihnen das Fest des funfzigjährigen Bestehens der hiesigen landschafilichen Sozietaͤt verband. Zu dieser Doppel⸗ feier waren die hoheren Militair⸗ und Civil⸗Beamten geladen, welche hiernaͤchst von den Mitgliedern der Landschaft in dem Gasthofe „zum Deutschen Hause“ festlich bewirthet wurden. In den Logen und in der Deutschen Ressource hatten die Mit glieder sich zahlreich zu einem frohen Mittagsmahle versammelt. Konzerte in dem Garten der hiesigen Boörsenhalle und in allen offentlichen Gaͤrten, eine allgemeine Illumination und mehrere

brillante Feuerwerke beschlossen diesen auch von der jetzt sonst hier sehr unbestaͤndigen Witterung beguͤnstigten T Po sen, 6. Aug. (Pos. Ztg.) Das schonste National⸗ olkes, die Allerhöchste Geburtstagsfeier des besten der Koͤnige, wurde am verfiossenen Freitage bei uns auf eine eben so wuͤrdige als erhebende Weise durch die feierliche Grundsteinlegung zu der neuen evangelischen sen. Nur durch das Gnaden Geschenk Königs von 20,600 Rihlr. wurde es der Gemeinde möglich, den lange beabsichtigten Bau ihrer Kirche wuͤrdig auszufuͤhren. Die Umgebungen und der Bauplatz seibst waren auf das fest⸗ lichste geschmüͤckt, und alle Notadilitäten der Stadt zu dieser Feier geladen und sehr zahlreich erschienen; außerdem bedeckte eine unubersehbare Menschenmenge die Raͤume rings um den Bauplatz, wie die Fenster und Daͤcher der zunächst gelegenen Die evangelische Geistlichkeit des Orts, wie der be⸗ nachbarten Gegenden, die kathelischen Kirchen- Kollegieen von der Pfarr- Kirche und der St. Martins Gemeinde, die erschienenen Geistlichen und Kirchen-Vorsteher der zweiten Posener Superintendentur, so wie die angese⸗ hensten Gemeinde Glieder begaben sich, der evangelische Bischof Herr hr. Lleol. Freymark in ihrer Mitte, unter Vortritt der Schule zwischen einem von der schoͤn unisormirten Schuͤtzengilde gebildeten Spalier hindurch auf den Bauplatz, wo sie den Herrn Ober⸗Praͤsidenten Flottwell, die hohen Kollegien der Re—⸗ gierung und Justiz, die hohe Generalitaäͤt, so wie die uͤbrigen Militair⸗ und Civil⸗Autoritaͤten empfingen. den inneren Raum des Bauplatzes eingenommen hatte, stimmte der Saͤnger-⸗Chor von einer erhöhten Estrade herab den herrli⸗ chen Gellertschen Choral: „Wenn Christus seine Kirche schuͤtzt“ V. I, 3 u. H an, nach dessen Beendigung der evangelische Dischof Herr Bi. Freymark eine die eigentliche Feier einleitende, tief ergreifende Rede hielt und mit einem Gebete endigte, worin er des Himmels Segen auf den neuen Gottes⸗Tempel herabflehte. Darauf überreichten der Bau⸗Conducteur und der Maurermeister, . die sich nebst den sammtlichen, festlich gekleideten Werkleuten auf einer mit Blumengewinden geschmuͤckten Plateform neben dem Grundstein aufgestellt hatten, dem Herrn Ober⸗Praͤsidenten die erforderlichen Maurergeräthschaften und ersuchten ihn, im Na⸗ men Sr. Majestaͤt des Koͤnigs den ersten Hammerschlag auf den Grundstein zu thun, welchen alt ehrwuͤrdigen Brauch denn auch derselbe, nachdem er einige inhaltschwere Worte uͤber die Bedeutung desselben gesprochen, feierlichst vollzog. brachte ein Mitglied der Bau⸗Deputation Sr. Majestät un⸗ serm Allergnaͤdigsten Köͤnige ein dreimaliges Lebehoch aus, worin die ganze Versammlung mit donnerndem Jubel einstimmte. Jetzt nahte sich Herr Ober⸗Buͤrgermeister Naumann dem Grund⸗ steine und vollfuͤhrte, unter einigen angemessenen Worten, im Namen der Stadt den zweiten Schlag. merschlag that Herr Stock, das aͤlteste Mitglied des Kirchen⸗ Kollegiums, Namens der Gemeinde als Patron. Darauf stimmte eilig, heilig ꝛc.“ an, nach dessen Beendigung emeinde, Herr Konsistorial⸗Rath Dr. Duͤtschke, Herzen erhebende Festrede hielt. Zur ferne⸗ ren Feier des Allerhoͤchsten Geburtstags fand um 11 Uhr im Dome, unter Ausfuͤhrung der herrlichsten Musik, ein feier⸗ liches Hochamt statt, wobei der Erzbischof persoͤnlich celebrirte und mit der uͤberaus zahlreichen Versammlung den Hoöͤchsten auf unseren erhabenen und gnaͤdigen Herrn herabfleh⸗ te. Mittags hatten sich im Kasino, in der Loge und an anderen Orten frohe Tafel⸗Vereine gebildet, die das schoͤne Fest unter Jubel und Becherklang und unter dem Donner des Fe⸗ stungs ⸗Geschuͤtzes froh begingen. Abends war die Stadt er⸗ leuchtet, und der Theater-Direktor Vogt gab, in dankbarer Er⸗ innerung des, ihm unlaͤngst gewordenen Geschenkes, freies Schauspiel, wozu die saͤmmtlichen Platze zur einen Haͤlfte fuͤr Militair“, und zur anderen fuͤr Cinil⸗Personen eingeraͤumt waren. Bis tief in die Nacht hinein durchwog⸗ ten froͤhliche Schaaren die erleuchteten Straßen und erfreuten sich besonders am Anblick des schoͤnen Rathhauses, das unser loyales Magistrats⸗-Kollegium auf eine eben so reiche als ge⸗ schmackvolle Art hatte erleuchten lassen.

Duͤsseldorf. 3. Aug. (Elberf. Ztg.) Die diesjährige Feier des Allerhoͤchsten Geburtstages Sr. Majestäͤt unseres all⸗ verehrten Koöͤnigs hat sich den fruͤhern Jahren wuͤrdig ange⸗ schlossen und die immer wachsende Liebe und Anhänglichkeit an den wahren Landesvater und sein Erlauchtes Königliches Haus Aufrichtige Verehrung gegen das theure Haupt unsers Allergnaͤdigsten Königs, Friedrich Wil—⸗ helm III., des Gerechten, hat diesen Tag zu einem wahren e Am 2. August, Nachmittags 5 Uhr, wurde die Feier dieses Festes auf eine wuͤrdige Weise in der vor 2 Monaten ins Leben getretenen Realschule begonnen, welche Schule damit gleichsam selbst erst feierlich eroͤffnet wurde und keinen passenderen Tag zu dieser Feier haͤtte wählen koͤnnen, als eben den Geburtstag des Königs, dem sie ihr Entstehen und selbst ihren Sitz als Geschenk Seiner Gnade verdankt. Heute, am Allerhöchsten Geburtstage selbst, liche Freude; eine Versammlung zur Feier des hohen Tages reihte sich an die andere, unter bestaͤndigem Donner der Kano⸗ nen von fruͤh Morgens bis in die späte Nacht. Um 8 Uhr zuerst war feierlicher Gottesdienst fuͤr die katholischen Schuͤler des Königl. Gymnasiums, darauf große Kirchen⸗-Parade der nzen hiesigen Garnison im Hofgarten ver dem Palais Sr. eit des Prinzen Friedrich, wobei Herr Divisions⸗« ; nje eine tief ergreifende und allgemein begeisternde kraftige Rede hielt, in Gegenwart von Tausenden, ihren Konig verehrender Zuhoͤrer aus allen Ständen. wurde auf die gewohnliche Weise in der prachtvollen Aula des Koͤnigl. Gymnastums die Feier von einer hochansehnlichen, sehr ng begangen. Daran reihen sich ein großes geschmuͤckten Saale der Lese⸗Gesellschaft, ckerschen Garten, viele andere Balle, k, bis spaͤt in die Nacht wird der

Koblenz, 4. Aug. (Rh. u. Mos. Ztg.) Wie uberall in unferem Vatkerlande, war man auch hier be den Geburtstag Sr. Majestaͤt unseres Allergnädigsten Königs zu feiern. Am Donnerstag Nachmittag festlich geschmuͤckten Saal des hiesigen Versammlung eingefunden, um der eine ansprechende Weise wechselten bei derselben Reden und Declamationen mit dem Gesange vater⸗ landischer LZieder. Nach dem Rede⸗Aktus begab sich die ganze Versammlung auf den Turnplatz, wo der Herr Direktor des Gymnasiums gediegene Worte zu den Herzen der Zöglinge sprach. Hierauf wurde unter den Donner der Boöͤller die Fahne, die der Anstalt vor sieben Jahren von hiesigen Buͤrgern ve worden, aufgezogen; und nach Absingung des Liedes: Dir im Siegerkranz“ begannen die Turn

Fest des Preußen⸗

etri Kirche be⸗ r. Majestaͤt des

saͤmmtlich

Sobald der

Den dritten Ham⸗

der Chor das der Parochus der eine, aller

llerhoͤchsten Gnaden⸗

aufs deutlichste bekundet.

Festtage gemacht.

herrschte allgemeine fest⸗

Um halb 12 Uhr

ahlreichen Versammlu

iner im kriegerisch Konzert und Ball im Be eudenschießen, Feuer wer ubel erschallen.

auf eine wuͤrdige Weise schon hatte sich in dem GSymnasiums eine zahlreiche Vorfeier beizuwohnen. Auf