1838 / 224 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

.

ganz frei stebt. Die Inschrift, welche das Deukmal erklärt und sich auf einer vorspringenden Platte auf den drei erhaltenen äußeren Seiten desselben fortfetzt, sazt: Est. hoc. monimentum. Mangei. Ver. Auf einer einzelnen Steinplatte, wadrscheinlich der noch nichi aufgedeckten äußeren Seite der Facade des Monuments angehörend, liest man Folgendes: Fuit. Arti id. uxor. muisiei. semina. opituma. veixsit. quojus. corpgris. quod. suhperant. 3unt,. in, hoc. panario. Nach der Ita⸗

nn p! F questo il monu- ment di Marco Virgilio Eurisace fornajo acquirente. Fu Atistia mea consorte, donna che viste integerrima, le di cui reliquie

glei. Eurisacis. pistoris. redemptoris. apparet.

rengvae. liänischen Uebersetzung des Monsignore

mußte. Die

groß und der immer, namentlich für das

gelehrten Künstler fehr verschiedener Meinung.

dieser Ansichten die siegende geworden. Man wird erst, i Archäologen, klug seyn, wenn eine bestimmtere aus elbs6 hervorgehende Anzeige Auffchluß giebt. Für jetzt dürfte man

nr Grnbes im Allge⸗ ments, der Was— Symmetrie vor t, und bildet im üngendes Viereck

sich begnügen, die Zeit der Erbauung des

meinen vor der Errichtung des Klaudiusschen Monu e

ser⸗Leitungen, zu setzen. Es steht sehr dicht und ohn

der äußeren Seite des Bogens, der nach Tibur führ Grundriß ein längliches nach hinten sich sehr stark verj i von beträchtlicher Höhe, die sich aber auch nicht genau angeben läßt, da man schon ziemlich tief in die Erde eingedrungen, doch noch nicht auf den Grund der antiken Straße gekommen ist. Die Grundlage oder den Sockel bilden Quadern, wic man sie an den ältesten Rö— mischen Bauten sieht, dann folgen dicht aneinanderstehende, runde, in⸗ wendig hohle Säulen (iz an jeder Seite) ohne Kapitäle und Basen, welche einen Aufsatz tragen, der an jeder Ecke von zwei Pilasiern n Fries und einem Sims begränzt wird. Auf den flachen Wänden? der beiden Seiten befinden sich auf jeder 12 runde Oeffnungen von der sonderbarsten Construction, in denen sich in Stein gehauene Brode befunden haben sollen, auf der hinteren Seite befinden sich wegen ihrer Verjüngung nur 6. Zwei vortrefflich gearbeitete Figuren in Griechischem Marmor und sebensgroß, ein Mann in einer Toga und mit einer Rolle in der Hand und seine Frau oder Tochter, haben sich auf dem Grabe oder in der Rähe desselben gefunden,“) und es fragt sich nun,

D Vnch die meisten fehlenden Bruststücke der vorderen Seite und

und oben von dem erwähnten

uante rima- sero sono ripboste in questo Panario. Es ist also das zan ile Guns, mal eines Bäckers, det wahrscheinlich ein reicher, geachteter und viel⸗ leicht auch um seine Mitbürger verdienter Mann war, und das sich nach Altrömischen Gesetzen vor den Mauern der Stadt befinden n Form des Denkmals (banario) und der vortreffliche böchst interessante Fries desselben, verschiedene Handlungen vom Brod⸗ backen, wiegen, ausgeben und anschreiben u. f. w. vorstellend, bezie⸗ ben fich auf einen Stand, dessen Bedeutung in der älteren Zeit sehr x. i olk, ein so sehr wichtiger war. Die böchst lebendigen Figuren in dem halb erhaben gearbeite⸗ ten Fries sind über zwei Römische Palmi hoch und übertreffen weit die Bildnereien aus den Zeiten des Verfalls der Römischen Ueber die Zeit der Entstehung sind die Gelehrten und auch

Kunst. * . . z an setzt sie in die Zeit der Könige, der Republit, der Kaiser, obne daß bis jetzt eine wie die mei⸗

der Sache

ob sie zu dem⸗

926

selben gehören, was jedoch wegen der Trefflichkeit der Arbeit, die aus der besten Zeit scheint, nicht wahrscheinlich ist. Merkwürdig erbalten, und besonders scharf in den Linien, sind die Theile dieses dreifachen Baues aus verschiedenen Zeiten, welche von den Quadern und Zie⸗ elsteinen des Honorius bedeckt waren; sie erscheinen, und auch in er Farbe, wie neu und bilden einen starken Kontrast mit den dun⸗ keln Und verwitterten Stellen, die der Luft ausgesetzt waren. Porta Maggiore wird nun, wenn alle Bedeckungen abgetragen sind und die antike Straße ausgegraben ist, einen überaus prächtigen und groß⸗ artigen Anbiick gewähren, der durch den schönen Hintergrund des Al⸗ band und Tivoll Gebirges sehr gehoben wird. ses Denkmals gehört gewiß zu den bedeutendsten der letzteren Zeit, bie Eber noch Mehrerts der Art gebracht hat. So sind zwei Miglien von Porta Maggiore, auf dem Wege nach Präneste (Palestrina) bei Torre Pignatara, die regelmäßigsten, geräumigsten und schönsten Ka⸗ fafömben gefunden worden, die man bis jetzt kennt, welche einen fortlaufenden Fußboden von sehr schönen Mosaiken aus der Zeit Kon⸗ stantins, und sehr wohl erhalten, besitzen; und wer weiß, was die ver⸗ schütteten, noch nicht aufgedeckten Gänge noch bringen. Gebeine und andere Reliquien sind bis jetzt noch nicht darin gefunden, wabrschein⸗ lich waren sie schon eiumal, vielleicht zur Zeit P. Sixtus V. aufge⸗ beckt und sind, verschüttet, wieder vergessen werden. So hat man auch in der Villa Doria Pamphili ein großes Kolumbarium mit sehr schönen antiken Fresken aufgedeckt, und ein zweites oder vielmehr er⸗ stes Rom scheint sich nach und nach unter einer Erde zu vervollstän⸗ digen, auf der schon so viele bedeutende Denkmale der Römischen Ge⸗ schichte aller Epochen slehen, und aus der so viele alte Zähne der Zeit, wle man wohl diefe Ruinen nennen dürfte, in das wunderliche mo⸗ derne Leben heraufragen. Franz Kuehlen.

Aus würtige Börsen. Amsterdam, 7. August. Niederl. wirkl. Schuld Sas /sꝗ. zoo do. 10112. 217s9. S6 /9 Span. 2011/18. Passive - Ausg- Sch. . = sSpreuss Främ. Sch. “„ Poln. Oesterr. Met. 103! /6. Ant werpen, 6. August. Zinsl. 6. Neue Anl. 20/15. Br. II2. G. Frankfurt a. M., 59. August. Oesterr. do g Met. 1065/5. G. o/o 1001/0. Br. 216.0; 6018. 60. 10/9 2555. Br. Bank- Actien 1723. 1722. artial· Obl. 151166. C. Loose zu S00 FI. 125323. 125163. Loose zu 100 Fl. 261. 6. Preuss. Eräm. Sch. 66. G. do. M /9 Ani. 10338, Br. Pohn. Loose 66. 6853/4. 80 / Span. Anl. 111s2. 111.4. 2120/9 Holl. 5315/9. 3 13/18. Hamburg, 19. August,. Bank- Actien 1122. 1120. Engl. Russ. l083s.. Soo Fort. do. z' / —. Neue Anl. —.

London, 7. August. Cons. 30/0, 937 /s. HBelg. 102. Neue Anl. 2153/5. Passive

Kan- Bill. Zinsl.

der Façade haben sich wiedergefunden, so daß man an eine vollstän⸗

dige Restauration des Bäcker⸗Grabes denken kann.

Die Auffindung die⸗

Ausg. Sch. 8! 2. 21sz0sg Holl. Za'ss. Solo 1022. Sog Pan. do. 30/9 223.5. Engl. Kuss. 113355. Bras. Sl1s3. Colum 3 * r , er,. ö ö 8 X. ll Paris, 6. August.

Josos Rente 111. 18. z3*j, 80. A5. Span. Rente 2212. Passige— z0/ Portug. 23! /

m , . 7. August. 6

do/sg Met. 107* /. 16. 39j9 S183. 21s27sl0 Bos,. 280. . ianbss, ' aks Ark sss... . in

Met eorologische Beobachtung. 183u8. Morgens Nachmittags Abends Nach einmalign 11. August. 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung.

Luftdrud ..... za AC war. B36 20 Cat. ss 20. Par Quellwarme S. 10 Tustwärme ... 4 1240 R. 18.00 X. 4 1469 R. Flußwärme 1390 Thaupunkt .. 4 1100 R. 12990 R. 4 13,10 R. Bodenwärme 1241

Königliche Schauspiele.

Montag, 13. Aug. der Spion wider Willen, Lustspiel in 2 Abth., nach Melesvh und Buveyrier, von L. Schneider. Vorher: Eine Tren 63 „Schwank in 1 Akt, mit Benutzung eines Franzoͤssshn

audevilles, von A. Cosmar. .

Dienstag, 14. Aug. Im Schauspielhause: Drei Ehn und Ane Liebe, Lustspiel in 3 Abth,, nach dem Franzoͤsichn, von A. ECosmar. Hierauf: Der Spiegel des Tausendschij Burleske mit hn in 1 Akt, von C. Blum.

Mittwoch, 15. Aug. Im Opernhause: Undine, die Vi ser⸗Nymphe, Feen Ballet in 3 Akten, nach de la Motte Fon que's Roman, von dem Königl. Solotaͤnzer Paul Taglin. Mußsik von Herrmann Schmidt.

Königsstaädtisches Theater, Montag, 13. Aug. Papchen. Lustspiel in 3 Akten, n M. Tenelli. Vorher: Frau oder Schwester? Lustspiel in Akt, von H. Gempt.

In Vertretung des Redacteurs: Wentzel.

Gedruckt bei A. W. Hayn.

——

h

Allgemeiner Anzeiger für die

Bekanntmachungen.

Ober⸗Landesgericht zu Insterburg.

Das im Oletzkoschen Kreife belegene auf 26,7141 Thlr. 2 sgr. d pf. tarirte adelige Gut Drosdowen nebst Pertinenzien sollQl am 165. Fannar 1839, Vormittags 11 Uhr, vor dem Sber⸗Landesgerichts⸗Assessor Book an ordent⸗ licher Gerichtsstelle in nothwendiger Subhastation ver⸗ kauft werden. Taxe und Hypothekenschein sind in un— serer Registratur einzusehen.

Insterburg, den 1. Mai 1838. Ciril- Senat des Königl. Ober-Landes—

gerich ts.

Nothwendiger Verkauf. Ober-Landesgerkcht zu Bromberg. Das im Wagrowicer Kreise gelegene, landschaftlich auf 6787 Thlr. 22 sgr. 3 pf. abgeschätzte adelige Gut Klein Kaczkowo Nr. soll am 9. Februar 1839, Vormittags 10 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle subhastirt werden, Die Taxe, der Hpotheken⸗Schein und die Kaufbedingun⸗ gen können in der Registratur eingesehen werden. Alle änbekannten Real⸗-Prätendenten werden aufgeboten, sich bei Vermeidung der Präklusion spätestens in diesem Termine zu melden. Die dem Aufenthalte nach unbe—⸗ fannten Real⸗Interessenten; 1) die Bogislaus und Michalina v. Gorecka⸗ v. No⸗ wowieyskischen Eheleute, 2) die Barbara v. Gorecka, 3) die n. geborne v. Roznowska, verehel. v. Gorecka, werden hierzu öffentlich vorgeladen. Bromberg, den 21. Mai 1838. .

Rothwendiger Verkauf. Ober-Landesgericht zu Cöslin. Subhastations-Patent.

Das im Keu⸗Stettinschen Kreise belegene Gut Born— tin, abgeschltzt auf 30, 120 Thlr. 1 sgr. 4 pf., soll zu⸗ folge der neb Hypotheken- Schein und Bedingungen in unserer Registratur einzusehenden Taxe

am 1. Februgr 1839, Vormittags 11 Uhr, an erdentlicher Gerichtsstelle subhastirt werden.

Cöslin, den 7. uni 1838.

Königl. Ober-Landesgericht von Pommern. . Civil Senat.

Bekanntmachung. Die achtzehnte Einzahlung von S Thalern aut die Leipzig-Dresdner Eis enbahn-Actien wird nach §. 3 der Allerhöchst bestätigten Statuten hiermit angeordnet. Die Inhaber belieben diese Ein- zahlung vom 17. September an

in Leipzig bis zuin 13. 9kteber d. M, Ab ends

7 ühr, oder auch, jedoch spätestsns bis zum

8. Oktober d. J., Abends 7 Uhr, bei den in

unsern frühern Bekanntmachungen bexzeichneten

aus wärtigen Handlungshäusern (in Berlin bei den Herren Anhalt C Wagener) zu leisten.

Wir erinnern, dass im Unterlassungsfalle der Ver- just aller Kechtè und aller früher geleistSten Ein- zahlungen, nach §. A der Statuten, eintritt.

Die Interimsscheine werden gegen neue auf 90 Thlr. jautende umgetauscht, und es sind am 18. Oktober 4. J., nach ? Uhr Ahends, diejenigen der 17ten Einzahlung, auf S5 Thlr. lautend, null und nichtig.

Unsern trühern Bekanntmachungen gemäss wie- derholen wir, dass

die 16te Einzahlung in Leipzig am 25. August,

36. aufser Leipzig am 18. August, die 17te Einzahlung in Leipzig am 18. September,

ausaer Leipzig am 8. September, Abends 7 Uhr, geschlossen wird. Die Iababer der Interimsscheine werden gebeten,

Der er

Preußischen Staaten.

zu den Einzahlungen ein Verzeichniss der Nummern Charaktere; allgemeine Betrachtungen über ihre An⸗sselbe von den vorzüglichsten Forschern und Sammln

derselben gefälligst beigubringen. . et . ei der m 215 Juli d. J. geschlossenen 15ten Ein- der eßbären Arten; die Mittel, diese von den gistigen wetter, Herrn v. Zu ccalmaglio,

zahlung sind 5 Stück Interimsscheine der läten Ein. Arten zu unterscheiden; die Mittel,

zahlung nicht umgetauscht worden, welche hiermit hervorgebrachten Zufälle zu heilen u, s. w.

wendung in den Künsten; die Küchen-Zubereitung unterstützt worden, von dem Herrn Hofrath Kiesk—

errn Geheime

die durch letztere Rath v. Haxthau sen, Herru Prof. Ba u m stal et 11 und 6 lc br. Maßmann. Die äußere An

in Gemnäfsheit §. 3 der Statuten für null und nich. Tafeln illum. Abbildungen. Svo. Geh. Preis 20 sgr. stattung ist splendid.

tig erklärt werllen, so dass jetat keine Scheine der G. Basse in Quedlinburg. 1Ften Einzahlung mehr gültig sind. Pie Inhaber dieser Interimsscheine sind demnach ihrer Rechte als Actionairs, so wie der gemachten Einschisse, verlustig, und wer der 1J5ten Einzahlung zum Vortheil der Compagnie anderweit verkauft. Leipzig, den 31. Juli 1838. 9. Leipzig Dresdner Eisenbahn- Compagnie. Gustav Harkort, Vorsitzender. F. Busse, Bevollmächtigter.

i ns 0 0

Literarische Anzeigen.

Von dem Werke: Sammlung aller noch gültigen, in dem All— gemeinen Landrecht, der Gesetz⸗Samm⸗

Annalen,

für Konsisto gierungen un

Staaten;

von Johann August Ludwig Fürstenthal, Königl. Ober-Landesgerichts-Rath; ist der erste Subseribenten ver

Justiz⸗Minister script an die

den die übrfg gebliebenen 8 Stück r. 2, zu haben:

iße.

deipzig, 1. August 1838,

Schröder, Dr. Joh.

Gesetze, Re⸗

Vokalsetzung. Zweite ver , Gr. 8Svo.

10 fgr. Leipzig, im Juli 18380.

anze gegen

2243 sgr. ͤ

ausgesprochen und die Anschaffung des Buches aus gen 2 haben:

Kirchen- und resp. Königl. Kassen angeordnet. Die ersten Hefte sind in jeder Buchhandlung anzusehen. Cöslin, im Juli 1838. C. G Berlin, L. H old, König sstr. Nr. 62, neben der Post.

Für Freunde der eßbaren Schwämme. In allen Buchhandlungen, bei E. S. Mittler Se n, gr, 3 zu 6 5 8 erg ng fl b ithduns Volkslied, wirklich in dem Volke

Schwämme, welche in Deutschland wachsen. Enthaltend die Be⸗ mit Liebe gesammelt, ist

schreibung der jeder dieser Pflanzen eigenthümlichen! Dentschland. Bei der vorliegenden Herausgabe ist der⸗ mehr basirt.

„ern sche Volk s

Hendeß. Kronprinzen

ing ist. Die handschriftliche

err

So eben erschien und ist durch alle Buchhandlun⸗ en, zu Berlin durch die Stuhrsche, Schloßplatz

Die evangelische Geschichte, kritisch moe n n , bearbeitet von H. We

Zweiter und letzter Band. Preis 3 Thlr. oder 8 Fl. 21 Kr. Preis des ganzen knechte. 9 Der Guckkãäsiner. Werkes 6 Thlr. oder 10 F1.

Breitkopf & Härtel.

Friedr. Üebungsbuch, enthaltend die Evangelischen ih o ö. ö 69g ,, . 7 den 9 n's Hebräische, mit der nöthigen Phraseologie : 4 und beständigen Hinweisungen auf die Gramma— Inhalt: J. r. 8g J. G. tiken 3 ,. 4 1 . len Wörtern ! und Stücken zur üebung in der begriffenen Interesse, womit die pelitischen und, Ci efsen. und. ver⸗ deer ere nnn sf⸗ der Gegenwart das Deutsche Gemih

Carl Cnobloch.

Bei Ferd. Dümmler, Linden Rr. 19, hat eben

mit ihren Original⸗-⸗Weisen,. Herausgegeben und Sr. Königlichen Hoheit dem ewidmet von in . ; Kenntniß der rabbinischen Schriften, sucht aus de Erstes und zweites Heft in großem Oktav⸗Format, auf selbst den Beweis zu führen, daß, wie die Ih ee Velin höchst klegant gedruckt und geheftet, Heft 19 sgr. der Griechen eine Hiero⸗Sistronomie, so die Jeher Dies ist die erste Sammlung diefer Art, mii den Melo⸗ Religion ein Krypto⸗Sabaismus sey, was ein g

dieen und mit vorsichtiger Berücksichtigung, was wirklich *

A. Kretzschmer

In der Plahnschen Buchhandlung (L. Nift)

Iczerstraße Nr. z7, erschien so eben: Buntes ir, ,

Sechstes Heft. Preis 73 sgr.

Die ,,, poktkrabends mit folgenden einzelnen Piegen:

1) Der Glückwunsch eines jungen Hegelianers.

2 Apollo und die Musen. 3) Das Blumenmin

chen. A) Die Hölerin. 5) Die beiden Packhes⸗

48 Kr. .

Im Verlage von J. D. Sauerländer in Fran furt ist erschienen und in allen Buchhandlungu namenilich bei E. S. Mittler in Berlin (Stechbaht

Im Verlage des Unterzeichneten ist erschienen und Rr. 3), Posen, Bromberg, Culm und Gnesen, zu haben

; 1 in Berlin in der Voß schen Buchhandlung, Charlotten⸗ lung. . . 26 strake Rr. 25, Ecke der Dorotheensiraße, zu haben:

den Amtsblättern sämmtlicher Königl. Regierungen seit ihrer Begründung bis Ende 1838 enthaltenen, das Kirchen- und Schulwesen betreffenden seripte und Verfügungen; ein Handbuch rien, Schul-Kollegten, Re⸗ dLandraths-Aemter; Dekane, Superintendenten, Schul-Inspektoren und Pfarrgeistliche beider Konfessionen; Ma— . , ,,,, , nafien, Seminarien, Bürgers und Volks- nord- und füddeutschen Gymnasien ein schulen, Kirchen- und Schul-Deputationen ? z

nn Biorstcknbe in den Staten und 3. buchs hat der Herr Verfasser noch dadurch erhöht, daß dem platten Lande in den Königl. Preuß.

Salon Deutscher Zeitgenossen. Politische, literarische und gesellschaftliche Charahtn aus der Gegenwart. Von Dr. Gustav Bacherer. Erster Theil. Svo. Geheftet. 1 Thlr. J t v. Pahl.

, Hebräisches

Winter.

nebst unpunklir⸗ Pei dem allgemeinen und in stetem Wachsthun

Preis 18; sgr. erfüllen, sind wir der Empfehlung eines Werkes, d

Die Brauchbarkeit dieses bei seinem Erscheinei All. srinen Jnhait durch diese Verhälmnisse empfangen, bill gemein beifällig aufgenemmenen und sofort in vielen . n . wir die kl , ul hr rt

oͤstrebemtt

geführten Schul dürfen, daß kein patriotischer und vorwärts Dentsche es unterlassen werde, demselben seine gan

er in dieser Auflage nicht allein die Grammatik von Gesenius, sondern auch die seitdem erschienene von Aufmerlsamkeit und Theilnahme zujuwenden

Ewald berücksichtigt hat. Der Preis isi, ungeachtet die neue Auflage fast 2 Bogen frärker und auch das Aeußere des Buchs wesentlich 6 1 dennoch an d' rschle nen g andre an die geehrten . ,, um den Ankauf Unbemittelten fandt. Die Subscript. Preise pro Heft für die Besitzer des Repertoriums = Richibesitzer desselben . 12

auf direkte Bestellung beim Herausgeber; den Buchhandel! .. 15 bestehen bis zur Beendigung des, ganzen Werkes, weiches circa 16 Hefte oder Hände à 10 Bogen umfassen und binnen Jahresfrist beendigt seyn wird. ste Band enthält 1288. das jo ob Verordnungen. Der zweite Band wird schon die Prefsfe verla im Oktober d. FJ. die Presse verlassen und der Druck ununterbrochen fortschreiten. . leber die Wichtigkeit und zweckmäßige Einrichtung welche des Kachschlagens gänzlich überhebt, haben sich viele Hohe Geistliche und vor kurzem des s v. Kamptz Excellen Rheinischen Gerichtsh

Religions⸗Systeme und Freimaurerei untersucht in ihren gegenseitigen Beziehungen. Beleuchtung der Frage über Zulassung der. nn, . Freimaurer. ; on Ph. 8 Cretzschmar.

Svo. eh. 16 sgr.

J. F. Cooper's sämm tliche Wer ke.

Das August-Heft der „Berliner polptech—⸗ 11338 1175 Bändchen. nifchen Monatsschrift“ ist s eben erschienen.

6 4 i m Aus dem Englischen übersetzt von Pr. T. J. Rietz ch. Zwei Theile. Auf Velkn papier i Thlr. szhr. lu Druckpapier 221 sgr. Cooper's neuestes Werk: Heimwärts“, ein Et

en: Leman, C. sen das alts Kulmische Recht. 3 j bt Mit einer Einleitung und einem Wörterbuche. e n ih derselben wohlfeilen Aug

So eben erschien bei K. F. Köhler in we

in einem Re- In der Vereins⸗Buchhandlung (Schloßfretheit ist in allen Buchhandlungen zu haben, Ber hse sehr lobend Nr 6) ist eben erschienen und in allen Buchhandlun⸗ W. Logier und A. Eyssenhardt;

. Das Leben Mosis lieder

om r kt. Gr. Svo. 17 Bogen. Preis i Thlr. 10 sgr; Der Verfasser, ausgerüstet mit einer gründichen

des Ritualgesetzes bestätigen hilft; au

; ; ; lle edichtet, von ihm sprüche so vieler namhafter Theologen, daß fast g ammlung, an der reden! im Leben Mosis 6 historischen ö eheime⸗Rath n gh chm er feit fast d Jahren mentes ermangeln, werden bier durch die än ihn längst die berübmteste in ganz der Motive für die Entstehung jener Mythen

Jo / Neap. S9. 20. . s z

Dunstsattigung 90 pCt. S5 pEt. S9 pet. Ausdünstung O Ma) Wetter .. ..... Regen. Regen. trübe. Niederschlag oa Wind . ...... WN Ww. WN a3. Wo B. Warmewechsel 4. 13 Wolkenzug 26 an WNW. me . 4 13,20. ö

Tagesmittel: 336.51“ Par.. 4 120 R.. 4 12,38 R.. SS pCt. Wan

Im Schauspielhause: Michel Perrn,.

aus dem astroguossschen Standpunkte betrachtet vn R

AlIIgemeine

1 224.

Amtliche Nachrichten.

Kronik des Tages.

eute wird das 26ste Stuͤck der Gesetʒ⸗ Sammlung ausge⸗

4 geben. enthalt unter

Re. 1914. die Verordnung vom 11. Juni d. J., wegen der

ö. Rechtsmittel in fiskalischen Untersuchungen wegen

Steuer⸗ und ahnlicher Vergehen;

ids. die Allerhöͤchste Kabinets- Ordre vom 6ten v. M., wonach die Aufnahme bei der allgemeinen Witt—⸗ wen⸗Verpflegungs⸗Anstalt außer den zum Beitritt Verpflichteten auch allen uͤbrigen pensionsberech⸗ tigten unmittelbaren Staats⸗Begmten, so wie den Assessoren bei den Provinzial⸗Verwaltungs- und Gerichts⸗Behoͤrden, gestattet ist;

1916. die Allerhoöͤchste Kabinets, Ordre vom 11ten v. M., betreffend die Aufhebung der Chausseebau⸗Dienste in Schlesien, gegen Wegfall der dem dortigen Land⸗ fuhrwesen bei Entrichtüng des Chausseegeides bis⸗ her zugestandenen Beguͤnstigungen; und unter

idg17. die Allerhoͤchste Kabinets-Ordre vom 23sten v. M,

. betreffend die Bestrasung invalider Deserteure.

Berlin, am 1. August 1838.

Gesetz Sammlung s⸗Devits- Comtoir.

Im Bezirk der Koͤnigl. Regierung zu Posen ist der bisherige katholische Pfarrer zu Lewkow n Zielinski als Pfarrer zu Baranow, Schiloberger reifes; so wie der Predigtamts- Kandidat Herrmann Boöͤt— cher als evangelischer Pfarrer zu Tirschtiegel angestellt worden.

Abg er eist; Se. Ercellenz der Geheime Staats⸗Minister hot, nach Lauben.

er außerordentliche Gesandte und bevollmãchtigte Mini⸗

fer der Vereinigten Siaaten von Nord-Amerika am hiesigen Heft, Henry Wheaton, nach Paris.

3Zeitungs-Nachrichten. Ausland.

Frankreich.

Paris, 7. Aug. Der . und die Herzogin von Orleans haben seit Gegie diefes Monats ihre Wohnung in den Tuilerieen aufgeschlagen, und der König, die Koͤnigin mit ihren beiden Töchtern, der Koͤnigin der 2 und der Prin⸗ zessin Klementine, kommen fast täglich von euilly zum Besuch a. Man seßzt eine gewisse Wichtigkeit darin, daß der er— hoffte Thronerbe in der Stadt Paris und im Schlosse der Tui⸗ lerien geboren werde. .

Der Moniteur Parisien von ,. Abend enthalt

folgende Erklaͤrung: „Es laufen beunruhigende Geruͤchte uͤber das Befinden Sr. Masestaͤt um. Aus welcher Quelle sie kom⸗ men und in welcher Absicht, lassen wir dahin gestellt; wir freuen uns jedoch, ihnen auf's enischiedenste widersprechen zu ioöͤnnen. Der König erfceut sich der vortrefflichsten Gesundheit, nicht allein gegenwartig, sondern seit laͤngster Zeit.“ Die Fregatte „Guerrisre“, mit Sr. Kaiserl. ch dem Erzherzog Friedrich von Oesterreich em Bord, hat am 2. August Rachmittags auf der Rhede zu Toulon Anker geworfen. Der Hesterreichische General⸗Konsun, welcher sich von Marseille nach Toulon begeben hatte, war schon Vormittags dem Erzherzog entgegengefahren. Als die Fregatte, mit der aiserlichen Flagge im Hauptmast, zur inneren Rhede einlief, salutirten alle Fran⸗ sösschen Kriegs-⸗Fahrzeuge und hißten ihre Flaggen. Die Fre⸗ gatte 8 am Fockmast die Franzoͤsische glos auf, indem sie mit 25 Schuͤssen gruͤßte. Das Linienschiff iadem“ antwor⸗ tete. Der Marine⸗Praͤfekt, Vice⸗ Admiral Jurien Lagraviere, mit dem Kostuͤme als Pair von Frankreich angethan. bestieg se ne Yacht und fuhr an Bord der Fregatte, um den Erz— herzog in das Hotel der Praͤfektur einzuladen. Derselbe war sedoch von der Reise etwas ermuͤdet und zog es vor, eist am solgenden Morgen ans Land zu steigen. Das Journal des Débals meldet in anderthalb Zeilen die 36 devorstehende Abreise des Nassauischen Geschäftsträ— gers, Herrn von Fabricius. Die umlaufenden Geruͤchte bringen dies mit der Affaire wegen der untergeschobenen diplomatischen

Korrespondenzen in Verbindung und bezeichnen Herrn Fabri⸗

ius als denjenigen feuͤheren Gönner, welchem Chaltas die er⸗ wiesene Gunst durch den juͤngst gespielten Betrug vergolten habe. Der Adjutant des Königs, General Delert, Pair von Frankreich, wird die diesjährige Inspectien uͤber die Kriegs— schule zu St. Cyr abhalten. Der Mitter Spontini, heißt es, wird gegen den 10ten d. M. auf der Durchreise nach Italien hierselbst eintreffen,

Der verstorbene Dulong war Ober⸗Studien⸗Inspektor an der polytechnischen Schule und scheint in diesem Posten, wie in jeder anderen Beziehung, Käußerst schwer zu ersetzen, Die Atademie der Wissenschaften hat auf das Ersuchen des .

inisters, Kandidaten für die Stelle zu designiren, diesen Auf⸗ trag an eine Kommission aus 5 Mitgliedern gar l esen. naͤmlich die Herren Thenard, Arago, Poisson, Poinsot und Poncelet. ulong war unermuͤdet thaͤtig und im höͤchsten Grade uneigen⸗ nätzig. Er wurde in juͤngster Zeit wegen industrieller Ersin, dungen und Projekte häufig zu Rathe gezogen, und seine Empfehlung gäaͤlt als eine Garantie. „Hätte er“, bemerkt der emp, „mit seinenKenninissen spekulirt, oder hätte er lieber ucker fabricirt, statt sein Leben ganz an die Wissenschaft zu en, , haͤtte ein volltommen ehrenhast erworbenes Vermögen pon Millionen hinterlassen tonnen. Jetzt bleibt seiner Wittwe, seinen Kindern nur (ine tuͤmmerliche Pension von 2000 Fr.,

preußischt Staats. Zeitung.

Berlin, Dienstag den 14mm Augu st

und damit sind sie schon be günstigt. Der Wittwe Davy s sind ooo Pfd. jährlich, das will sagen 100,000 Fr, ausgesetzt worden. Die Vergleichung ist fuͤr Frankreich beschamend.“

Paris, 8. Aug. Vorgestern Abends ist der Prinz von Joinville von Neuilly nach Luneville, und gestern fruͤh die Koͤ⸗ nigin der Belgier nach Bruͤssel abgereist.

Der Erzherzog Friedrich von Oesterreich war am Iten zu Toulon ans Fand gestiegen und hatte seine Wohnung im Hotel der Praͤfektur genommen; er hielt am Aten Morgens uͤber die Linien⸗Truppen Revue und besuchte das Arsenal. Fuͤr den Sten wurde im Hotel der Praͤfektur ein großer Ball veranstaltet.

Man fieht dem unverzuͤglichen Eintreffen des Königlich Niederlaͤndischen Gesandten, Baron 2 zu Paris entgegen, da der Nassauische Geschaäͤftstraͤger, Herr von Fabricius, der einstweilen die Functionen jener Gesandtschaft mit versah, am hten d. M. die Schreiben seiner Regierung erhalten hat, die ihn von seinem Posten abrufen.

Der Schweijerische Geschäftsträger, Herr von Thann, hat gestern eine lange . mit dem Conseils⸗ Praͤsidenten ge⸗ habt, und es sind gegen Abend Couriere des Ministeriums so⸗ wohl als der Gesandischaft nach Luzern abgegangen. Die von dem Herzoge von Montebello an die Tagsatzung eingereichte Note wird in allen heute erscheinenden Blaͤttern besprochen und von den meisten getadelt. Die verstaͤndigen und ehrlichen Op⸗ posinions⸗ Blatter jedoch stellen die Gerechtigkeit und Billigkeit der Forderung nicht in Abrede, bezeichnen sie aber als unklug. Mam verstaͤrke auf diese Weise die ganz irrige, im Auslande aber noch von Vielen gehegte ünd durch bestellne Zei⸗ tungs' und Korrespondenz⸗Artikel gepflegte Meinung, als wenn der Bonapartismus in Frankreich, namenilich in der Armee, noch irgend eine Bedeutung haͤtre, und man bringe dadurch dem jungen Ludwig Buonaparte immer nur eine hohere Meinung von sich selbst, von der Wichtigkeit und Furchtbar keit seiner Person fuͤr die Franzöͤsische Regierung bei. Das heutige Journaldes Deb ats rechtfertigt jedoch den geschehenen Schritt im besonnensten und maͤßigsten Tone und mit den einleuch— tendsten Gruͤnden. „Wenn der Neffe Napoleon s durch den Ausfall des zu Straßburg versuchten Streichs nicht beschaͤmt und zur Besinnung gebracht ist, wenn er fuͤr die ihm widerfahrene Schonung keinen Dank weiß, sondern sie als Furcht auslegt, wenn er in dem uͤberspgsnnten Wahne verharrt, daß er der berufene und berechtigte Erbe und Wie;

dessen Erscheinen Frankreich nur warte, um, den zweiten Na⸗ poleon an der Spitze, seine vermeinte Schmach und Unter⸗ drückung abzuwerfen, wenn er diesem Wahne emaß handelt, wenn durch sein Zuthun aufreizende Flugschriften unter das Volk und die Armee Frankreichs geworfen werden, worin der Aufruhr, der Eidesbruch als rechtmaͤßig und ruͤhmlich angeprie⸗ sen und im Namen des Patriotismus und der Treue zum Verrath aufgefordert und die eitle, aber strafbare 97 nung ausgesprochen wird, der zum erstenmale gescheiterte Verfuch könne bei der zweiten, dritten Wiederholung gelingen, D lann die Französische Regierung unter diesen Ümständen we, . ehen, wie er in der Naͤhe ihrer Graͤnzen sein

ager aufschlägt und je nach Belieben zu thörichten Machina⸗ tionen und Angriffen gegen Frankreich den Titel eines Franzoö⸗ sischen Prinzen, zu seinem Schutze aber die Eigenschaft eines Bürgers der Schweiz in Anspruch nimmt? Die Regie⸗ rung fuͤrchtet fuͤrwahr nicht, daß dem Neffen Bonaparte's eine Wiederholung der „160 Tage“ gelingen wird, allein sie hat die Pflicht, Aufsicht zu uͤben und der Wieder⸗ kehr von Vorfallen vorzubauen, wobei Franzoͤsische Staͤdte mit Revolten und Blutvergießen bedroht, Truppen zur Indis⸗ ciplin verlockt und Franzoͤsische Offiziere kompromittirt werden. Und wenn der Herzog von Bordeaux sich an diesen Dingen ein Beispiel nähme, sich als Buͤrger in der Schweiz in Sa⸗ voyen, oder in den Baskischen Provinzen ansiedelte, oder wenn die Französische Regierung, falls Don Tarlos den Boden Spa⸗ niens meiden muͤßte, ihm den Aufenthalt in einem Franzoͤsischen Graͤnz⸗Departement verstattete, wuͤrde die Opposition dann auch auf ihre Ausreden von Großmuth und National Unabhaͤn⸗ gigkeit verfallen? Wir hoffen, die Tagsatzung wird ein ge— gründetes und gerechtes Verlangen nicht abweisen. Die Schweiz fey und bleibe ein gastlicher Boden, nur nicht zum Schaden ihrer Nachbarn.“ .

Die Qualitat der Steinkohlen in den Bezit ken von St. Leger und St. Berain ist, wie aus einem neulichen Prozeß zu hen, nicht sehr probat; desto probater aber scheint die Qua⸗ lität der dortigen Ammen. Denn fuͤr den neugebornen Prin⸗ zen von Wuͤrttemberg sowohl als fuͤr den erhofften Throner⸗ ben sind, wie man vernimmt, 2 Bäuerinnen aus St. Leger zu Saͤugemuͤttern gewaͤhlt.

darschall Elauzel gedenkt nach Toulouse abzugehen, in die⸗ ser Stadt, welche ihm bei den letzten Wahlen ihre Stimmen gegeben, einige Zeit zu verweilen und sodann nach Algier uͤber⸗ ö woselbst er bekanntlich sehr ausgedehnte Grundstuͤcke esitzt. .

Der verurtheilte Lieutenant Laity ist vorgestern aus der Conciergerie nach Doullens abgefuͤhrt worden. 2 Die Bajaderen mit ihrer Hindu⸗Duegna und ihren Hindu⸗ Mustkanten sind gestern von Bordeaux hierselbst eingetroffen, werden Zulauf und Furore erregen, das agesgespraͤch werden und endlich, als veriassene und vergessene Kreaturen, die ab⸗ steigende Skale der Schaubuͤhnen von der großen Oper bis zur Kunstreiter⸗ und Seiltaͤnzerbuͤhne durchmachen. Dies ist das traurige, aber unfehlbare Prognostikon fuͤr die „mensch⸗ lichen Sehenswuͤrdigkeiten“ zu Paris. Man bemerkt mit Recht, fo viel ihnen Paris zu sehen und zu bewundern geben koͤnne, so muͤsse ihnen doch gerade nichts winziger, verächtlicher und profaner vorkommen, als die Europgischen Theater im

Vergleiche zu den Tempeln ihrer Heimath, wo sie als tanzende Priesterinnen fungiren. Ihre Reise nach Europa gilt daheim

derhersteiler des Kaiserthums, eine Art von Messias sey, auf

2 M !

1838.

bei den Ihren schon fuͤr eine halbe Profanation, und die begleitende Mutter, Telleh mit —— soll ermahnen, huͤ⸗ ten und verhuͤten, daß keine ganze daraus wird. So „F unzwel⸗ deutig“ ihre eigenen Tanze sind, so hat doch die alte Telleh die Augen mit den Händen zugedeckt, als ihre Schutzbefohlenen ihr erzählten und nachmachten, was sie bei einer Ballet ⸗Vorstellung zu Bordeaux gesehen hatten. Die Alte hat ihnen aufs schaärfste verboten, solche Graͤuel je wieder mit * 3

Telegraphische Depesche. Aus Garggossa vom 2. 4 wird berichtet, Cabrera habe am 27. Juli den Ge⸗ neral San Miguel bei Oreaso angegriffen, das Gefecht sey am 25sten durch das Eintreffen Orag's zum Vortheil der Christinos entschieden, die Karlisten bis Morela verfolgt unn dieser Platz angegriffen worden. Offizielle Nachricht war in Saragossa noch nicht eingelaufen. 1

Großbritaänten und Irland.

Parlament s⸗Verhandlungen. Oberhaus. Stz⸗ zung vom J. Au gust. Die Proclamatton Lors Durham s, wodurch die Strafe der Verbannung aͤber mehrere Haupter der Kanadischen Snsurreetion verhängt und den ohne Eriaubniß aus ihrem Exil Zuruͤckkehrenden die Et ori stres⸗ 2 wird, gab heute dem Lord r, nochmalige Veranlassung, das Verfahren des General⸗Gouperneurs von Kanada auf en. anzugreifen, worin er von Lord Ellenborough unter⸗

ütz' wurde. Die Lords Glenelg und Meld ont ne verthei⸗ digten den 42 Durham, indem sie sich auf das Urtheil ausgezeichneter Juristen beriesen, welche erklart hatten, daß jene Proclamation keines weges verfassungswidrig, sondern eine Folge der dem General-Gouverneur von Kanada verliehenen außerordentlichen Vollmachten seyen. Zugleich aber forderten sie die Gegner seines Verfahrens auf, wenn sie glaubten, daß derselbe seine Gewalt gemißbraucht 2. eine offene Entscheidung des Parlaments daruͤber zu veranlassen und nicht durch tägliches Hecheln und durch kleinliche Chikanen dem Grafen Durham die Ausuͤbung seiner Amtspflichten zu verleiden. Dieser Auf⸗ forderung war Lord Brougham gleich zu folgen bereit, und

aber den Gegenstand an, damit es, wie er sagte, dem General⸗ Gouverneur von Kanada nicht ferner gestatiet sey, zu thun, was ihm beliebe. Auch der Herzog von Lord Londhurst fanden, daß die allerdings eine Unter⸗ suchung von Seiten des Parlame e, und daß man daraͤber ins Klare kommen muͤsse, von Lord Durham erlassene Proclamation gesetzmaßig sey oder nicht. Hierauf schritt man zur Erörterung der Gegen Unterhauses zu der Irländischen Munizipal / Bill. Lord Melbourne eröffnete die Diskussion mit Entwickelung der Gründe, aus welchen das Unterhaus die ments der Lords verworfen. Als es nun aber zu den Debat, ten uͤber die einzelnen Amendements kam, wobei es sich um viele Rechtsfragen handelte, schien der Premier ⸗Minister in einige Verlegenheit zu gerathen. Man schreibt dies seinem Mangel an juristischen Kenntnissen zu, der ihm freilich, einem fo autgezeichneten Rechtsgelehrten, wie Lord Lundhurst, gegen. uͤber, sehr fuͤhlbar werden mußte, um so mehr, als er auf seiner Seite des Hauses wenig juristische Unterstuͤtzung fand, denn Lord Brougham, der bei dieser Gelegenheit wahrscheinlich den Ministern beigepflichtet hatte, war gleich nach dem Beginn der Siskussion fortgegangen, vielleicht absichtlich, um seine ehe⸗ maligen Freunde wenigstens im Stich zu lassen, wenn er nicht gegen sie sprechen konnte; der jetzige Lord⸗Kanzler von England aber öffegt nur selten an den Debatten Theil zu nehmen, und der kord⸗Kanzler von Irland, Lord Plunkett, leistete dem Premier⸗ minister auch nur geringen Beistand. So hatte dieser also die Vertheidigung der Gegen⸗Amendements des Unterhauses fast

anz allein zu fuͤhren. Dem ersten dieser Amendements wider⸗ fan sich Lord Lyndhur st nicht; aber . beim zweiten, wel⸗ ches die Festsetzung der Gränzen der unizipal⸗Bezirke betrifft, fing die Opposition an. Das Oberhaus hatte namlich diese Graänzen in der Bill festgesetzt, die Minister und das Unter⸗ haus genehmigten dieselben provisorisch, verlangten aber, es solle dem Lord⸗ Lieutenant von Irland die Befugniß ber, , e. werden, sie noͤthigenfalls abzuändern. Dies jedoch wollte Lord Lyndhurst nicht zülassen; unter mehreren Gegengruͤnden fuͤhrte er auch den an, der Lord⸗Lieutenant wuͤrde, wenn er mit einer solchen Gewalt bekleidet wäre, diese bald auf den Unter⸗Secre⸗ tair fuͤr Irland, Herrn Drummond, àͤbertragen, und durch Letz teren wiederum wuͤrde sie in O Connell's Hande gelangen. Üeber diese Aeußerung beklagte sich Lerd Plunkett, der es als eine Beleidigung faͤr den Irländischen Geheimen Rath an⸗ sah, wenn man demselben vorwerfe, daß er nach den n.

O'Eonnell's handeln wuͤrde. Auch wurde von Seiten des Her⸗ zogs von Richmond bemerkt, es sey sehr unpassend, den Na⸗ men O' Eonnell's so oft in die Debatten dieses Hauses zu mi, schen, und man richte dadurch viel Unheil an, weil man sowohl in England wie in Irland auf diese Weise Herrn O Connell eine viel groͤßere Wichtigkeit in der Meinung der Leute ver⸗ leihe, als demselben wirklich zukomme; uͤbrigens aber er⸗ klärt? der Herzog sich gleichfalls gegen das Amende⸗ ment des umd oel welches, da Lord Melbourne auf die Abstimmung verzichtete, ohne Weiteres fuͤr verworfen er⸗ klärt wurde. Dasselbe Schicksal hatten die uͤbrigen Gegen⸗Amen⸗ dements des Unterhauses. Bei der auf den Wahl ⸗Census be⸗ uͤglichen Klausel, wo bekanntlich das Unterhaus, auf den Vor⸗ ale Lord John Russell's einen den Ansichten des Oberhauses

atte, rieth zwar selbst

ich nähernden Mittelweg angenommen . i cklow zur Nachgie⸗

der zur Tory Partei choͤrende Graf

rough's und beharrte bei ihrem fruͤheren Beschlusse. Die Abstimmung uͤber dieses Amendement ergab eine Majoritaͤt von aM uber r Stimmen gegen den ministertellen Antrag. Die uͤbrigen Gegen Amendements des Unterhauses veranlaßten noch lange Debatten, wurden aber alle ohne weitere Abstimmung verwor⸗

er kuͤndigte schon zum naͤchsten Abend eine sormliche Motion

Wellington und

Amendements des

Amende⸗

bigkeit, aber die Opposition folgte dem Rathe Lord Ellenbo⸗