ren⸗Preise an Ihrem Platze macht uns vollig den Garaus; die Production bei uns wird aufhören muͤssen, denn die Preise decken Kosten und Steuern nicht. Wir Alle schränken uns auf das Nothwendigste ein; wir werden unseren Zucker zu Melassen verkochen und nach den Vereinigten Staaten aus— führen; das ist das Einzige, was wir ksͤnnen, ohne uns zu ruiniren. Seyn Sie mit Waaren⸗ Sendungen hierher vorsich— tig; wovon sollten wir kaufen, da unsere ganze diesjährige Zucker⸗Aerndte unverkauft zu bleiben droht? Unsere Pflanzer definden sich in der kritischsten Lage; nirgend finden sie Kredit; sie werden ihre Pflanzungen in Acker und Gärten verwandeln muͤssen, um nur sich und ihren Negern das Leben zu fristen.“
Paris, 23. Sept. Der Herzog von Orleans ist heute wieder von Paris abgereist; er begiebt sich nach Metz und wird wahrscheinlich die Gränz-Festungen in jener Gegend inspiziren.«
Das Thema der Wahl-⸗Reform wird von den legitimisti— schen, republikanischen und constitutionnellen Oppositiens-Blöt— tern um die Wette und mit immer steigender Lebhaftigkeit ver— handelt; dabei heißt es denn natuͤrlich: viele Kopfe, viele Sinne, und nicht zwei der Wortführer stimmen in ihren Forderungen und Vorschlägen uberein. Wäre die Frage bloß von der Presse angeregt, so wuͤrde die Regierung sich sehr leicht dabei
rechts an alle National- Gardisten scheint unter der Pariser National-Garde mehr Anklang und Theilnahme zu finden, als dem Ministerium lieb ist. Sle soll in den letzten Tagen wie— der etliche tausend Unterschriften gewonnen haben. Der Ein⸗ gangs-Artikel in dem heutigen JIsurnal des Dabats klingt wie ein Allarmruf. „Alle Natlonal-Gardisten sollen Waͤhler und am Ende auch waͤhlbar seyn? Das waͤre keine Reform; das ware der Umsturz unserer gegenwaͤrtigen Verfassung; es waͤre im Grunde so gut als die Einfuhrung allgemeinen Slimm⸗ rechts. Hüten wir üns vor dem ersten Schritt auf der Bahn stuͤrmischer radikaler Veraͤnderungen, denn bei der ersten bleibt es nicht, und wir wissen nicht, oder vielmehr wir wissen nur u gut, wo wir dann hingerathen. Von der Charte, von den Institurionen, von dem Koͤnigthum des Jahres 1830 bliebe un— ter einem solchen Wahl-⸗Systein keine Spur. Und sollte man es wohl glauben? Es giebt Leute, welche hieruͤber unserer Meinung sind, und die Petition doch unterzeichneten. Wir billigen, sprechen sie, keinesweges Alles, was darin gesagt und gefordert wird, aber man muß gewissen Leuten zeigen, daß das Volk nicht einschlaͤft. Das scheint uns weder ehrlich noch klug ge— handelt: Ihr wißt, daß die National-Garde zur Schutzwehr des Gesetzes und der offentlichen Ordnung eingesetzt ist; Ihr ermeßt die Gefahr, die darin liegt, wenn eine bewaffnete Macht sich zu politischen Demonstrationen verleiten oder gebrauchen läßt; Ihr begreift, daß eine so umfassende und plötzliche Ver⸗ anderung in unserem Wahl System einer Revolution gleich kommt; Ihr wißt, wie leicht der Anstoß zu geben und wie schwer die gefährliche Bewegung 3 ist. Alles wahr; aber man darf den Ministern keine Ruhe lassen. Was hat man also vor? Eine Chikane, eine Intrigue. Wird die Pa— riser Nation al⸗ Garde dazu mithelfen wollen?
Ein Journal hatte mitgetheilt, das Comité der Inhaber Spanischer Renten haͤtte dem Safondschen Anleihe-Projekt seine Zustimmung gegeben. Das Comits findet sich hierdurch zu der Erklärung veranlaßt, dieses Projekt sey vielmehr unter allen, die man bisher aufs Tapet gebracht, das heilloseste und werde von den Gläubigern Spaniens entschieden 6 ewiesen. — Ein Böͤtsen-Gerucht: Espartero hätte dem Don Ene einen Waffenstillstand angetragen und dieser den Antrag abgelehnt, fand wenig Glauben und hat sich nicht bestaͤtigt.
Auf die von Herrn Gisquet eingereichte Klage ist durch die
Justruction vorläufig anerkannt, daß der Messager wegen Diffa⸗ mation eines offentlichen Beainten, in Dingen, welche seines Amtes sind, gerichtlich zu belangen sey. glas den 28sten kommt die Sache vor die Anklage- Kammer des Königlichen Gerichtshofes. Entscheidet diese in demselben Sinne, so kommt der Prozeß vor die Jury und der Beklagte wird zum Beweis seiner Behauptungen zugelassen. In diesem Falle duͤrfte die Sache vor den zweiten Oktober⸗A1ssisen verhandelt werden. Herr Gisquet tritt als Partei auf; sein Advokat ist Herr Parquin; . Messager soll Herrn Delangle zum Vertheidiger gewaͤhlt
aben. d Admiral Baudin ist am 9ten mit der Fregatte „Nereide“, der Korvette „la Creole“ und der . zu Ca⸗ dix eingetroffen, hat dort die Fregatten „Gloire“ und „Med“ angetroffen und mit diesen, so wie mit den beiden Dampfboͤten „Meteore“ und „Phaton“ sonder Verzug am 11ten die Fahrt nach Mexiko angetreten, ohne das Eintreffen der von Toulon her unterwegs befindlichen Bombarden und kleineren Fahrzeuge abzuwarten.
Großbritanien und Irland.
London, 22. Sept. Der Konig und die Koͤnigin der Velgler verließen Ramsgate gestern fruͤh um halb 10 Uhr, und man glaubte, daß sie Ostende gegen 5 Uhr erreichen wuͤrden.
er Prinz Georg von Cambridge wird seine Kontinental— Reise unter dem Titel eines Lord Culloden machen.
Bei einem Diner, welches dem Dr. Bowring zu Ehren kurzlich in der Schottischen Stadt Paisley gegeben wurde, brachte der Provost oder erste obrigkeitliche Beamte der Stadt den Toast auf das Volk vor dem auf das Wohl der Köͤni—
in aus. z
e Nach einem in Tory-Blaͤttern enthaltenen statistischen Be⸗ richt uͤber Irland hätte sich die Zahl der Verbrechen in Irland im Jahre 830, unter dem Wellingtonschen Ministerium, nur auf 5,749, im Jahre 1837 aber, unter der geruͤhmten Mul⸗ graveschen Verwaltung, auf 27,396 belaufen.
a nun die ganze Strecke von London nach Liverpool auf der Eisenbahn zurückgelegt werden kann, so wird man die Lon, doner Morgen, Zeitungen bereits an demselben Tage um 7 Uhr Abends in Liverpool erhalten. Man hofft nun auch bald eine tagliche Briefpost zwischen Liverpool und Dublic in Gang ge, setzt zu sehen, um die Communication der Hauptstaͤdte Englands und Irlands zu beschleunigen.
Die sogenannte Volks Charte, deren Verfasser der Secre⸗ tair des hiesigen Handwerker, Vereins, Herr Lovett, seyn soll, und die in den Arbeiter⸗-Versammlungen zu Birmingham und in Westminster als Grundlage der Forderungen der arbeitenden Klaffen angenommen worden ist, enthält eine völlig neue Con⸗ stituirung des Parlaments. Es wird naͤmlich darin aufgestellt, daß das ganze Reich in 300 Wahl⸗Bezirke von gleicher Vevol⸗ en, getheilt werden und daß fuͤr jeden dieser Bezirke ein Repräsentant gewählt werden solle, so daß das Unterhaus, statt, wie bisher, aus 55g, hiernach nur aus 360 Mitgliedern bestehen und immer auf nher dr 50, 009 Einwohner ein Repraͤsentant kom⸗ men warde. An den Wahlen, die alle Jahre am 1. Juni stattfinden
sollen, wird jedem Einwohner des Reichs, der darin geboren ist oder das Staats-Buͤrgerrecht erhalten hat und der 21 Jahre zählt, die gesetzliche Theilnahme vindizirt. Das Parlament soll jähr— lich an einem bestimmten Tage zusammenkommen und so lange versammelt bleiben, als die Angelegenheiten des Landes es er— heischen. Die Diäten fur jedes Parlaments, Mitglied sind auf 569 Pfd. festgesetzt, sollen aber erst nach Ablauf der Session aus gezahlt werden. Um die Parlaments⸗Mitglieder zu fleißi—⸗ gem Besuch der Sitzungen anzuhalten, soll täglich ein amtli= ces Verzeichniß der Ausgebliebenen erscheinen. Dem Verneh= men nach, hätten sich bis jetzt 7 Mitglieder des Unterhguses anheischig gemacht, in der nächsten Session jenen Reform-Plan zu unterstutzen. z
Im Februar dieses Jahres wurde in London ein katholi— sches Institut für Großbritanien gegruͤndet, welches auf folgen. den, damals von O'Lonnell vorgeschlagenen und jetzt erst zu allgemeiner Kenntniß gekommenen Grundlagen beruht: 1) Bil— dung eines Fonds vermittelst kleiner, hauptsaͤchlich von den Ka⸗ thollken Geoßbritaniens zu sammelnder Beiträge. 2) Dieser Fonds soll unter Verwaltung, Leitung und vollstaͤndiger Kon— trolle der katholischen Prälaten dazu verwendet werden, katho⸗ lische Kirchen zu erbauen, wo dergleichen fuͤr noͤthig befunden erden möchten. 3) Auch soll dieser Fonds dazu dienen, ka—
beruhigen; allein die Petition um Ertheilung des Wahl- tholische Schriften von approbirtem und autorisirtem Charakter
in wohlfeiler Form zu drucken und uͤber das ganze Land zu verbreiten. 3) Zur Bildung von Lokal-Vereinen, um kleine Traktäͤtchen zu vertheilen und Allen, die mit den katholischen Lehren bekannt zu werden wuͤnschen, Religionsbuͤcher zu ver— schaffen. 5) Zu schleuniger Erwiedecung, vermittelst der politi⸗ schen Presse, auf feindliche Angriffe jeder Art, woher dieselben auch kommen mogen. 6) Um den katholischen Matrosen, Sol⸗ daten, Gefangenen, Invaliden in den Hospitälern und Armen in den Arbeitshäufern die ihnen gesetzlich zustehenden religidsen Rechte und die Troͤstungen, welche sie aus wohlgewaählten Buͤ⸗ chern schoͤpfen konnen, zu sichern. 7) Um, wenn die katholischen Pralaten es fur zweckmäßig halten, fuͤr katholische in der Haupt⸗ stadt von besonders dazu ausersehenen Geistlichen zu haltende Vorlesungen zu sorgen. 8) Um den katholischen Armen⸗Schu⸗ len im ganzen Lande alle mögliche Unterstuͤtzung zu ewaͤhren. Die Times will in diesem Institut ein neues Kollegium de propaganda sie erblicken und richtet die ironische Frage an die Minister, ob sie dem Parlamente nicht eine Geldbewilligung aus Staats-Fonds zu Gunsten desselben vorschlagen wuͤrden.
Rach Privat-Briefen aus Alexandrien vom z3ten d. sol⸗ len, der Times zufolge, die großen Maͤchte in dem Entschlusse einig seyn, der Pforte die Oberherrlichkeit uͤber Aegypten zu erhalten, aber zu Gunsten des Pascha's das erbliche Nachfolge⸗ recht unter der Bedingung eines an die Pforte zu zahlenden Tributs auszuwirken, und das genannte Blatt meint, daß Nehmed Ali dieses Anerbieten, wenn man es ihm gehe ga⸗ rantire, als einen Annaäherungs-Schritt zur Unabhaͤngigkeit, ohne Zweifel annehmen wuͤrde.
Bie Königliche geographische Sozietaͤt hat am Sonnabend Briefe von den Herren Grey und Lushington erhalten, die im verflossenen Oktober vom Vorgebirge der guten Hoffnung ab se⸗ gelten, um von der Nordwestkuͤste Neu⸗Hollands in das In⸗ nere von Australien einzudringen. Der Brief des letztgenann— ten Herrn, datirt aus der Capstadt vom 30. Juni, enthaͤlt die einfache Anzeige, daß diese Entdeckungs-Reise mißlungen ist, und daß er so bald als möglich nach Hause zurückzukehren ge— denke. Auch sagte er, daß Herr Grey sich zu Port Louis be— finde und dieselbe Absicht habe. Die Mittheilung des Herrn Grey aber, welche aus Port Louis vom 3. Juni datirt ist, giebt nähere Nachrichten uͤber die Expedition. Die Reisenden hatten fast gleich von ihrer ö,. an mit entschiedener Feindseltgkeit von Seiten der Eingeborenen zu kämpfen und konnten nicht weiter als 76 Englische Meilen landeinwärts vordringen. Eine schwere Wunde, die Herr Grey erhielt, noͤthigte sie zur Umkehr. Dieser wurde nämlich von mehr als 36 Eingeborenen angegriffen und hatte nur zwei Ge⸗ fahrten in seiner Begleitung; erst als er ich verwundet sah, schoß er zur Selbstvertheidigung auf den zilden-Haͤuptling, und so wle dieser zu Boden stuͤrzte, standen seine Begleiter von weiteren Feindfeligkeiten ab. Herr Grev war schon dreimal von einem Wurfspieß getroffen worden, aber erst das drittemal war die Verwundung gefährlich. Die Reisenden fanden die Kuͤste 20 Englische Meilen landeinwärts ganz oͤde und unfruchtbar; dann aber änderte sich die Landschaft; man traf auf ergiebigen Boden, uͤppiges Gruͤn und einen etwa 20 Ellen breiten Fluß. Auch entdeckte man zahlreiche Troglodyten⸗Malereien, die nicht ganz schlecht waren, und aus denen man schloß, daß die Eingeborenen an dieser Kuͤste von Asiatischer Abkunft seyn müßten. Die Reisenden brachten fuͤnf Monate dort zu und ließen daselbst verschiedene Hausthiere und nutzbare Gewaͤchse zuruͤck; namentlich pflanzten sie den Brodbaum an, der sehr gut zu gedeihen schien. er äaͤußerste Punkt, den sie von ihrem Landungsplatz, der Hannover-Bay aus, erreichten, war 150 z6 S. B. Herr Grey erklaͤrt uͤbrigens, im Widerspruch mit der Angabe des Herrn Lushington, daß er seinerseits zur Un⸗ ternehmung einer neuen Expedition entschlossen sey, daß er dann aber weiter suͤdlich zu landen beabsichtigte.
Einem Briefe aus Texas vom 16. Juli zufolge, hatte man dort wenige Tage vorher, den Ober-⸗Richter dieser Repu⸗ blik, Herrn James Collinsworth, in der Bucht von Galveston ertränkt gefunden. Der Leichnam war sehr verstummelt, und viele Merkmale sprachen dafuͤr, daß dieser Beamte ermor det worden. Er war ein sehr talentvoller Mann. Man vermuthet, daß ein Raubmord an ihm veruͤbt worden, weil er bei seinem Aufenthalt in Galveston eine betrachtliche Summe Geldes bei sich gefuͤhrt haben soll. r
Dem Earaccas-Liberal vom 143. Juli zufolge, hatte Venezuela bereits Millionen von den 6 Millionen Dollars der einheimischen Columbischen Schuld abgetragen, welche ihm durch den Schulden-Theilungs-Vertrag zwischen leu Granaba, Aequator und Venezuela übertragen worden sind. Seit dem Monat Januar soll' die Regierung von Venezuela nicht mehr genöthigt gewesen seyn, wie bisher, temporaire Anleihen zu machen; auch soll fie schon Anstalten getroffen haben, um die von ihr in England zu zahlenden Dividenden der alten Colum⸗ bischen Schuld zu entrichten. Man will indeß hier dieser Nachricht nicht rechten Glauben schenken. .
Nach den neuesten Berichten aus der Suͤdsee wird Callao durch vier Chilische Kriegsschiffe blotiet. Die Regierung von Peru hatte dagegen den bei ihr bevollmächtigten Agenten frem⸗ der Mächte angezeigt, daß sie die Blokade von Valparaiso am 29. August eröffnen werde, weil von dort aus eine Expedition Peruanischer Fluͤchtlinge nach Peru abgehen sollte. Alle diese Maßregeln haben dem Handel in Perü schen großen Schaden zugefügt und drohen, ihn ganzlich zu vernichten, wodurch na⸗ tarlich die zahlreichen dort angesiedelten Britischen Kaufleute
Fuͤrst von Metternich, von genannter Stadt aus, in Vega tung seiner Gemahlin, eine Reise nach Turin, Genua, Livorn
den messsen Versust erlesden. Dle Morning Post fordert d her den Minister der auswärtigen Angelegenheiten auf, man dem den Frieden wuͤnschenden Protektor der Peruanisch- Bol, vischen Confoderation, General Santa⸗ Cruz, gemeinschaftlich, Sache zu machen, wozu die Britische Regierung um so mchr Beranlassung habe, als hier die bei den Franzoͤsischen Blokaden auf der Ostkuͤste von Amerika stattsindenden 6 Rcksichten gegen einen mächtigen Verbuͤndeten nicht in Betracht kämen.
Nieder lande.
Amsterdam, 23. Sert. (Handelsblad.) Wie wir von unserem Korrespondenten aus London hören, soll die definitive Antwort auf die von Herrn Dedel im Monat April der Kon. ferenz abergebene Note dech noch schneller unserer Regierung eingesendet werden, als man anfangs erwartete, nämlich, alle⸗ Waͤhrscheinlichkeit nach gegen Ende der naͤchsten Woche. Wu wissen naturlich nicht, was der Konig in seiner Weisheit be schließen wird, so viel aber wissen wir aus London, und daralf muß man gefaßt seyn, daß man nochmals von unserem schen so sehr beeinträchtigten Vaterlande große Opfer verlangen win wenn wir dem 'gegen wärtigen ungewissen Zustande der Ding; ein Ziel gesetzt sehen wollen, und daß, wenn die Regierung um dem Flats us ein Ende zu machen, die schreiend ungerech ten Vorschlaͤge annimmt, die man uns in London machen wird, dies nur durch die Gewißheit wird gerechtfertigt werden kön nen, daß wir im entgegengesetzten Falle gaͤnzlich der Willkür Frankreichs und Englands hingegeben seyn und unseren Zustand sich mit jedem Jahre verschlimmern sehen wurden.
Dänemark.
Kopenhagen, 22. Sept. Die naturhistorische Ausbeur der Franzoͤsischen wissenschaftlichen Expedition nach Spitz bergen c, woran bekanntlich auch zwei Daͤnen Theil nehmen, soll, wie man aus Norwegen schreibt, in Betracht des kurzen Aufenz halts dort, schon ziemlich bedeutend und weit größer seyn, alz man nach der Lage und Beschaffenheit jener Gegenden hat ver, muthen konnen. Es sind nicht blos für die Flora und Faung Spitzbergens neue Arten gefunden, sondern auch verschiedent nie beschriebene Thierarten entdeckt worden,
Am 20. Sept. bekomplimentirte eine Deputation des Ke— penhagener Magistrats und der deputirten Buͤrger Thorwald⸗ sen, und verkuͤndete ihm dabei, daß Kopenhogen ihn zu seinem Ehren ⸗Buͤrger ernannt habe, eine Auszeichnung, welche um sp bedeutender erscheint, als noch Keiner zuvor ihrer theilhaftig ge worden ist. Das dlesfäͤllige Diplom soll Thorwaldsen in einer Plenar⸗Versammlung des Magistrats und der Deputirten naäͤch⸗ stens uͤberreicht werden. Aus einer dem „Dagen“ gemachlen Mittheilung eines „Wohlunterrichteten“ erfährt man, daß, der Einladung des Königlichen Kommissarius zufolge, Thorwaldsen morgen, dem Eroͤffnungs-Tage der Staͤnde Versammlung in Roeskilde, an der Festmahlzeit, welche den Deputirten gegeben wird, a. zu nehmen gedenkt. Am 20sten war Thorwaldsen an die Königliche Tafel geladen und werd von dem Konig und der Königin äußerst huldreich empfangen.
— Deutschland.
Muͤnchen, 23. Sept. Se. Kaiserl. Hoheit der Großfuͤrst Thronfolger von Rußland wird noch im aufe dieses Monats hier erwärtet und wahrscheinlich drei Tage hier verweilen.
Gestern ist Se. 6 . Hoheit der Prinz Christtan von Daͤnemark hier eingetroffen.
Von 3 in 6. wohnenden Bekennern der Griechisch katholischen Konfession ist am 20sten d. die Wahl einer Kirchen, Verwaltung vorgenommen worden.
Am 1. Oktober wird in Scheyern die Uebergabe des dot, tigen Kloster-⸗Gebäͤudes an die Benedictiner von Metten, in Gegenwart des Regierungs-Praäsidenten und mehrerer hohen Geistlichen, mit großen Ceremonieen, auf sehr feierliche Weis stattfinden.
Augsburg, 24. Sept. (A. 3) Gestern Nachmittag tras der Erzbischof Ladislaus Pyrker von Falss Coͤr hier ein, zu Freude seiner hiesigen Verehrer und Freunde, und wo faͤnd diese nicht der freundliche Patriarch, der Dichter der „Tun sias“ und „Rudolphias?“ Er hatte, frisch gestaͤrkt durch di Quellen von Gastein, seine Erholungsreise bis zum Comerse ausgedehnt, wo er noch den Nachhall der Feste des Kaiser ug vernahm. Heute Mittag kehrt er über Muͤnchen und Wien
nach seinem Vaterlande Ungarn zuruͤck, wo mehr als Eine f worden, ein neues Ministerium zu bilden. nur unter der Bedingung bereit erklaͤrt, daß die jetzigen Kam— mern aufgeloͤst, die von dem letzten Ministerium nach den In⸗ . seln verbannten Beamten in ihre Aemter wieder eingesetzt und die der Verraͤtherei verdaͤchtigen Generale abgesetzt und vor Gericht gestellt werden. e. Die der Koͤnigin uͤberreichten Adressen der Munizipalitaͤt ⸗ und der Provinzial-Deputation von Madrid sind in vielen tau⸗ send Exemplaren gedruckt und unter das Volk vertheilt worden. . Man erwartet hier den General Oraa, der, ungeachtet der Bemühungen des Kriegs, Ministers, ihn davon abzubringen, vor ein Kriegsgericht gestellt zu werden verlangt, um sich wegen der Niederlage vor Morella zu rechtfertigen. Der Oberst Lavalette,
seine Kosten angelegte Straße und der prachtvolle Tempel, di
er errichtet hat, bleibende Monumente sind fuͤr den Guttet · waltersohn, welchen eigenes Verdienst zum Patriarchen vn
Venedig, Erzbischof von Erlau und Primas von Dalmatien emporgehoben hat.
Dresden, 20. Sept. Der ordentliche Professor der Ann tomie, Dr. Ernst Heinrich Weber zu Leipzig, ist zum Recttt der Universitaͤt daselbst faͤr das naͤchste Universitaͤtsjahr vom l.
Oktober 1838 bis dahin 1839 gewahlt worden, und es hat die
Wahl die erforderliche Bestaͤtigung erhalten. Freiburg, 22. Sept. (Suͤddeutsche Bl) In di
heutigen zweiten allgemeinen Sitzung der Deutschen Natur
forscher und Aerzte ward die Diskussion uͤber die Wahl de nachsten Versammlungsortes eröffnet. Zwei Staͤdte, Erlangen und Pyrmont, waren in Vorschlag. Hofrath Schulz und M. Jakobi sprachen sich fuͤr die Universitäͤtsstadt Greifswald aus, während Hofrath von Martius und Professor Leuckart fuͤr Et langen das Wort ergriffen. Allein Hofrath Oten erklaͤrte sic mit Warme fur Pyrmont, da Gerechtigkeit und Politik verlang ten, daß man die naͤchste Versammlung nach Nord⸗Deutschland verlege. Diese gewichtige Stimme scheint den Ausschlag fir Pyrm ond gegeben zu haben. Fuͤr Greifswald erhoben sich , für Erlangen 22 und fuͤr Pyrmont 53 Stimmen, welches leh⸗ tere somit zum nachsten Versammlungsorte proklamirt wurdt Zum ersten Geschaͤftsfuͤhrer wurde Hofrath und Lerbarzt Men und zum zweiten Dr. Kriege ernannt. 2
. Oester rei ch.
Wien, 21. Sept. (Schles. Ztg.) Ihre Königl. Hohe die Frau Herzogin von Angoulüme ist, von Kirchberg kommend, hier . und in der Hofburg abgestiegen. .
Die Frau Graͤfin Montbel, (Gemahlin des Franzdsis hen Ex⸗Ministers) geb. Graͤfin Sigray, ist an den Folgen eine Wagen⸗ümstürzes auf der Reise von Kirchberg hierher im jugendlichen Alter gestorben. ĩ
Aus Mailand wird berichtet, daß Se. Dirch ang .
ren angetreten habe, von wo aus er sich dem Gefol Masestaͤten in Venedig wieder anschließen wird.
an schreibt von der Montenegrinischen Gränze vom pt. „Das arme Montenegro und vorzugsweise der Wohn“ s Vladika ist fortwährend der Tummelpla benso als der Regierun n Kowalewsky das
fremder, dem
verderblicher olk bearbeitet, so läßt auch ein i di Geaume, Franzoͤsischer Sprachlehrer des Vla— dinen spielen.
der Capitai ewisser Ant bika und als Spion Frankreichs bekannt, seine Der Vladika scheint zwischen diesen beiden Mannern, welche geeich starken Einfluß bei ihm haben, mständen ihres Rathes sich bedient. unicirt häufig mit dem Englischen Vice-Konsul an welchen er bei jedem Anlaß von Bedeutung was erstens den Beweis liefert, daß seine Stel— ferner aber die Vermu— rt, daß Anti di Geaume auch im Englischen Der Vladika ist aufrichtig zu bedauern, daß er sch in solchen Händen befindet; diese Verhaͤltnisse erklären seine Umnentschlossenheit in der gegenwärtigen Lage zur G und nur dies ist es, was einer Ausgleichung der Differenzen m Wege stand, und woran bis jetzt jeder Die Oesterreichische Kommission harrt schon mehrere Tage des Vladika's, um mit ihm eine defi— Anfangs ließ er zusagen, er
zu schwanken, indem er unter allen U Geaume comm in Novibazar, Eilboten schickt, der Politik nicht fremd, thung motivi Solde stehe.
mit Oesterreich bisher i Antrag Oesterreichs scheiterte.
nitive Ausgleichung zu treffen. perde kommen, gleich darauf hatte er mit den Tuͤrken wegen Hrahowo zu unterhandeln, nun aber erklärt er ganz unerwartet, naß er nicht mit der Kommissio xyur mit dem Gouverneur von ch unterhandeln wolle.
wie sie ernannt sey, sondern almatien, Grafen Lilienberg, Offenbar stecken dahinter, wie fremde Intriguen, welche den Vladika auf seiner schwaͤ⸗ chern Seite, naͤmlich an seinem E dem sie ihm vorstellten, daß es
untergeordneten Beamten zu verhandeln. wischen uͤber diese Vorbedingungen bald vergleichen, und dann rd man auch in der Hauptsache einig werden. Die Montene⸗ iner werden vermuthlich das lange schon streitige Gebiet des Klosters tanjevichi und einige andere kleine Strecken anDesterreich abtreten, wogegen ihnen vielleicht entsprechende Aequivalente geboten werden. Bis jetzt ist die Ruhe nicht weiter gestoͤrt worden, obgleich beide Theile fuͤr jeden Fall geruͤstet sind. — NS. So eben hoͤren wir aus sicherster Quelle, daß sich die Unterhandlungen zwi— schen dem Vladika und den Tuͤrken wegen des Distrikts von erschlagen haben, und daß der Statthalter von Her— ͤ ereits Anstalten getroffen hat, die Montenegriner mit Gewalt der Waffen aus Grahowo zu vertreiben. Wir se— hen demnach stuͤndlich der Anzeige von einem neuen Treffen in Nicht minder truͤben sich die r und mehr; die Verhandlun— gen wegen Abtretung des Klosters Stanjevichi sind ebenfalls abgebrochen worden, und es scheint nichts uͤbrig zu bleiben, als auch hier die Entscheidung den Waffen anheim zu stellen. Sobald die erwarteten Verstaͤrkungen eingetroffen sind, durfte es damit Ernst werden. Die Montenegriner treiben ihre Frech— heit so weit, daß sie sogar auf einigen Strichen Oesterreichischen Gebietes dessen sie sich seit einigen Jahren widerrechtlich be— maͤchtigt haben, Schanzen aufwerfen und Miene machen, das⸗ selbe hartnaͤckig zu vertheidigen.
Schweiz.
ö r t Die Königin von Griechenland ist gestern Mittag mit Gefolge hier eingetroffen und im Gast ie Königin erwartet hier ihren
e, zu kitzeln wußten, in⸗ ar ihn nicht schicke, mit Man wird sich in—
dortiger Gegend entgegen. Verhaͤltnisse mit Oesterreich me
Bern, 18. Sept.
zum Falken abgestiegen. ter, den Großherzog von Oldenburg.
Spanien.
Gestern begann das Kriegs-Gericht seine Verhandlungen uͤber die angeblich von dem Karlistischen ttelte Verschwoͤrung. Man kennt ; erichts noch nicht, bezweifelt es aber sehr, daß er mit dem Leben davon kommen werde, da die ier in Madrid den hoͤchsten Grad erreicht hat, und ugenblick einen Ausbruch befuͤrchtet. Die Dekrete, welche die Einberufung der Cortes zum 30. Okt. und die Ernennung des Grafen von Ofalia zum Botschaf— ter in Paris enthalten, sollen bereits seit dem 11ten von der Königin unterzeichnet, aber noch zuruͤckgehalten worden seyn. Man sagt, Herr v. Campuzano, ehemaliger Botschafter in Frank— reich, sey von der Koͤnigin nach Madrid berufen und beauftragt Er habe sich jedoch
Madrid, 15. Sept.
bberst Ortiz de Velasco an
die Entscheidung des Krieg
lufregung man jeden
. hef vom Generalstabe des Gene⸗ als Oraa, hat ein langes Schreiben in den „Correo nacional“ einruͤcken lassen, worin er das Mißlingen der Unternehmung egen Morella dem Mangel an Lebensmitteln zuschreibt. lieferanten Murga und Barcenar Blatte darauf geantwortet, daß sie die Lebensmittel in hinrei—⸗ chender Menge nach den vom General Oraa selbst bezeichneten Arten geliefert haͤtten, und daß man daher ihnen nicht die Schuld der Niederlage aufbuͤrden konne.
Dem Vernehmen nach
haben nun in demselben
hat das Ordens Tribunal sich ge⸗ weigert, den zum Dekan desselben ernannten Ex⸗Minister Castro als solchen anzuerkennen, und dem Justiz⸗Minister eine Vor⸗ stellung gegen diese Ernennung uͤberreicht.
Saragossa, 17. Sept.
Man erwartet heute hier den gs⸗⸗Minister.
er. Der General QOraa wird vorlaufig mit der Armee in Earintena bleiben, jedoch bald von dort nach Unter—
Nacht kamen die Karlisten bis in die d aragossa und feuerten mehrere Schuͤsse gegen ie Batterie von Santa Engracig ab. Die ausgesandten In⸗ santerie / und Kavallerie ⸗ Parrouillen gekehrt, ohne Jemand zu sehen.
Spanische Gränze. Die offiziell! Zeitung von 9 rosio vom 9. September enthält zwei Tagesbefehle des rafen von Luchana. Der eine enthaͤlt die zur Verhinderung
esertion ergriffenen Maßregeln und der andere zeigt der
Aragonien aufbrechen. In der vergangenen stadt von
sind jedoch wieder zuruͤck⸗
Armer an, daß vier Soldaten des Regiments der Guiden, welche zum Feinde uͤbergehen wollten, erschossen worden seyen.
Wissenschaft, Kunst und Literatur.
Berlin, 28. Sept. Aus der Medaillen⸗Münze des Herrn Ge⸗ neral-Wardein Loos ist kürzlich wieder eine Dentmünje berrorge⸗ gangen, die, außer dem Intiresse der Belichung auf ein geschich li⸗ ches Ereigutß, wie immer auch cinen Kunst Genuß gewährt. Wir meinen die auf die „Lombardische Königs-Krönung zu Mailand im Monat September 1838.“ Auf der Hauptseite erblickt man die Bild—⸗ nisse des Kaisers und der Kaiserin mit der Umschrift: Ferdinandus I. et Maria Anna Austriae Imperatores, P, Felices, wovon die letzten Worte fromm und glücklich“ auf Al⸗Römischen Münzen üblich, die Liebe und Verehrung gegen die Verfahren und das Glück durch die Liebe des Volkes bezeichnen. Auf der Kehrseite tritt uns der Dom von Mailand in seinem fkunstreichen mittelalterlichen Bau entgegen. In dem engen Raume von etwas über einen Zoll sind mit der größ⸗ fen Sauberkeit und Sorgfalt seine unzäbligen Thürme und Berzie— rungen so reich und fein ausgeführt, daß man nur durch ein Vergröße⸗ rungsglas das Einzelne zu erkennen vermag während das Ganze sich schon dem bloßen Auge scharf und aamuthig darstellt. Als Umschrift lesen wir: „Non est Potestas nisi à Deo.“ und als Unterschrift „ Corondatio) Regia Lombardsica) Mediolani Mense) Sept. MbCCCNXXXVII. — Bei Ge- legenheit dieses neuesten Kunstwerkfes nehmen wir Anlaß, auch eini— ger anderen aus der jLüngsten Zeit zu gedenken. Den 6. Rovember isz7 wurde bekanntlich Gustar Adolph s Monument zu Lützen er— richtet. Die Dentmünze stellt auf der Kehrseite dieses, in Gußeisen , m. in seiner einfachen, leichten Form dar. Es wölbt sich über
en rohen Feldstein, der, nur mit G. A. 1632 bezeichnet, bisher die Stelle kennilich gemacht hatte, wo der größe König und Glaubens held siel. Die Umschrift giebt seinenm Todeetag an, die Unterschrift lautel: Populorum Pietate d. G6. Nov. 1857. Die Hauptseite zeigt das wohlgetroffene Brustbild des Königs mit der Umschrift: Gustavus Adolphus Kex Suecorum, Fidei Evangelicae Protector, Natus Die 9. Dec. 1594. — Ferner liegen uns zwel Medaillen vor, die auf Jubel—⸗ feiern Bezug haben und durch den Entwurf wie durch die Ausfüh⸗ rung gleichmäßig sehr ansprechend erscheinen. Die eine durch die Um— schrift: „Dem fommandirenden General der Rbein-Provinzen von Borstell zur Jubelfeier, die Stadt Köln, 1. Juli 1838“, bezeichnet, zeigt im Hintergrunde die Stadt und im Veordergrunde den Rhein⸗ goit. Auf der Hauptseite erblicken wir deu Feldherrn, in aufrechter Stellung auf seinen vegen gestützt und mit dem einen Fuß auf einen Helm tietend, von der Siegesgöttin bekränzen und außer anderen Zu⸗ fügungen noch umher die Jahreszahlen is13, 14, 15. Die andere
irägt die Umschrift: „Fridericus de Ribbentrop Eques Praefectus
Sußremae Curiae Rkationum Puhlicarum Imperii Borussicis, welcht das Brustbild des Jubllars umgiebt. Die Kehrsette bietet eine sinn⸗ reiche Allegorie dar. Die Tapferkeit (Virtus und Fortitudo der Al- ten in ihren Emblemen vereint) ist hier mit der Vorsicht Gugleich als Vorsorge nach antiker Conception) in bedeutungsvolle Ver— bindung gebracht. Die Umschrift giebt die n n,, u der Dentmünje — die funfzigjährige Jubelfeier — und der . daß die Freunde und Verehrer dieselbe am 26. August 1838 darge—⸗ bracht hahen. — Auch eine fleinere Vöedaille dürfen wir nicht über geßzen: dem Andenken des verstorbenen berühmten Archäologen Böt— tiger geweiht. Sein sehr ähnliches Brusibild, mit Angabe von Ge— burts und Tedes-Jahr, befindet sich auf der einen, und die Eule, eine Schriftrolle und einen Lorbeerzweig tragend, auf der anderen Selte, mit der Umschrift: Discipulis Gaudens Et Priscae Fontihus Artis. — Alle diese Medaillen sind bekanntlich in verschtedenen Me— tallen ausgeprägt, Die in Bronze kosten theils unter und theils et⸗ was über einen Thaler.
Geschichte der Optik, vom Ursprunge dieser Wis— senschaft bis auf die gegenwärtige Zeit, von Dr. E. Wilde, Prof. der Mathematik und Bhost Erster Theil. Berlin, Ruͤcker und Puͤchler, 1838. (VI. und 352 S. nebst 3 Figuren ⸗Tafeln.)
Der Verfasser sucht durch dieses Werk eine Lücke auszufüllen, die allerdings fühlbar genug geworden war, da trotz der hohen Wich, tigkeit des Gegenstandes, trotz der vielen Bereicherungen derselben in ücueren Zeilen sich dech seit Priestlev (772) niemand gefunden hat, der eine Uümfassende Geschichte der optischen Wissenschaften 7 geben versucht bätie, so daß das erwähnte, selbst zur Zeit seines Er cheinens in vielfacher Beziehunz ungenügende Werk das einzige war, das hier⸗ über (inge Belehrung zu ertheilen vermochte. Des Verfassers Un⸗
kfeinegweges aussagen. ser Sage ihrt gegenwärtige Gesialt gegeben. — Ein kurzer Abschnitt en Zustand der Optit bei den Römern. Ein sinsteres Jahrtausend überspringend, gelangt der Verfasser hier⸗
; Arabern, namentlich Älbazen; und h ropäern seit der Mitte 7 13. Jahrhunderts, wo der Pole Vitello : n einem längeren Abschnitt ist von Reger Baco die Rede, dessen vielbesprochene Leußerungen hier im Urnen. Tert angeführt, und daraus der Schluß gezogen wird, daß er we⸗ der das Mikrossop noch das Fernrohr wirklich gekannt, erfunden habe. der gewöhnlichen Meinung beipflichtend, dem und seinem Sohne, Optikern in Middelburg, zu. ter denen auch gerichtliche Akten, werden zusamme Ansprüche Laprev's, Galiläu's und Anderer untersu teressantesten Abschnitten ist der über Descartes zu rechnen, bei dem zuerst die theoretische Begründung des Nefle Gesetzes durchgeführt erscheint, und dem der Den Beschluß dieses Theiles macht eine Uebersicht der Verbesserung der Fernröhre und Mikroskope in der Mitte und das Ende des 17ten Jahrhunderts und eine Theorie der Brenntinien nach Beruouilli.
Der zweite Theil wird mit Rewton beginnen und bis zu Ende des 18Jten Jahrhunderts fortgeführt, werden, in einem driiten die Möge der Verfasser sein schwieriges Werk in Kraft und Gesundheit fortführen, denn Werke dieser Art thun unserer Zeit wahrhaft Noth. M
behandelt den höchst dürftigen auf zu den den Reihen eröffnet.
widmet hat.
Fortschritte des jetzigen folgen.
ternehmen war deshalb eben so verdiensilich als schwierig, un nach einer mehrjährigen gründlichen — — kad 8 26 ner langen Vertraniheit mit dem Gegensiande, überdies unterstützt von einem sehr reichen eptischen Apparate, war es ihm möglich, jetzt diesen ersten Theil erscheinen zu lassen. Ganzen — dieser erste Theil geht von Aristoteles bis zu den Vor⸗ gängern Newton's — wird es möglich sein, ein Endurtheil zu fällen. Die synchronistische Ordnung, der der Verfasser gefolgt ist, ge⸗ währt eine gute Uebersicht des Ganges der Wissenschaft, und ist der Bortrag anfprechend und allgemein verständlich. — Das ersie Kapi— tel behandelt in kurzen Umrissen die Optif der Griechen, worauf in besonderen Abschnüiten Aristoteles, Euclides, Archimedes, Heron, Ptolemäus und Damianus folgen. Der Berfasser thut dar, daß die lolte des Marcellus durch Brennspiegel von der Küste aus nicht abe vernichtet werden können, und daß die Mißverstand sräierer
Erst nach Erscheinen des
eitgenassen dies auch ahrhunderte hat die⸗
ierauf zu den Eu ⸗
der Verfasser acharias Jansen ie Zeugnisse, un⸗
ngestellt n 3 ons⸗ und Brechungs⸗ erfasser 57 Seiten ge⸗
27. September. o ᷣᷣᷣᷣᷣᷣQuQu.) :, e e., x, e 2 ᷣᷣ¶eQiii—— Qo ⏑—ꝝ—ͤůpir. ex 2 222.
Quellwärme 7129 R. 4 10.22 R. Flußwärme 12 10 &. Bodenwärme 1200 R. Ausdũnstung O, 49 Rh. Niederschlag C. Warmewechsel 17 20
338 41 Par. 4 7589 R. 4 630 R.
238, 21 ar. 338, 11“ Par. Luftwärme ... Thaupunkt ... Dunstsãttigung Wetter... ....
4 820 R.
Wolkenzug ...
Tag? s niitzi: 3382 Par. II60 *.
Meteorologische Beobachtung. Jtach einmaliger Beobachtung.
670.
4739 R.. 6A St. GO.
Ber liuer Den 28. September 1838.
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Bt. Schuld- Gah. Pr. Eugl. Obl. 20. Prüm Sch. d. Seh. Kurm. 0Qhl. m. l. C. Nm. Int. Sch. do. Berl. Stadt- Oil. Königah. do.
Kur- n. Nrec(wum. do. Scehleaigehe do. ückat. C. und Z. Seh. d. K. n. N. Gold al marco Neus Ducaten Friadricha d'or
Danz. do. in Th. Woeatpr. Pfandbr.
Groseh. Fon. do. zen à 5 ThlI.
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137,
185. 3
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Preise der vier Haupt⸗-Getraide⸗Arten
in den für die Preußische Monarchie bedeutendsten Marktstädten im Monat August 1838, nach einem monatlichen Durchschnitte in Preußischen Silbergroschen und Scheffeln angegeben.
Namen der Staͤdte. ¶ vKeten Roggen
1 , 695/13 372,12 . 6 78 4452 1 Ils / . 441112 4. Insterburg .. ..... 645, 37* 12 5. Rastenburg. . ..... 60 3213 6. Neidenburg ...... * 27 e Sꝛo,, 15 8. Tibia .. * 37 KJ, z5 i /I 10. Graudenz ... 8S9a/ : 5901/12 11 J, 6 35 Thorn... 464 B71. 8 , , 72*/ . 40 dn serg, di est, ni en , 70 4351.2 Rawitsch. ...... 6 1½ν‚ iG2* m: Kempen ...... . I6587½ 2 1377, Dersin .. . n,, nir Brandenburg ..... 668 6. 4812 Kottbus .... 6455, 56 / rI2 Frankfurt . 46 * 12
Landsberg a. d. W. . . S212 451,12 1 41712 Stralsund ... .... S484 43
Kolberg. . . ...... 75 439/12 Stolpe ..... .... 1847.12 1590/12
& C & R - O O0 O O , g , = O = e 0 T 2 2 2:
Vre sigi; 655 / . 39101, Grunberg... .... 63* 2 49101 Glogau ..... ... 5210) 458/12 Liegnitz... ...... 53 4506, Görlitz... ...... 73/0. 552.5. 6. 3 ber . 7351 5310, J. Schweidnitz ...... 645. 407 8. Glatz. ...... 62 397/12 9. Neiße... 59/1, 3525. 10. Leobschuͤsbz. ..... 48 3322 11. Ratibor. , 459i, 317.
Magdeburg
ordhausen
ortmund .
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ö Saarbruck . Kreuznach. Simmern.
1
Durchschnitts⸗ Preise
reußischen Staͤdte osenschen Städte randenb. u. Pom⸗ merschen Städte.. schen Staͤdte chen Staͤdte 4 Westfaͤl. Städte.. 14 Rheinischen Staͤdte
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