1838 / 313 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

mußte sich im Ausdruck etwas zutrauen, und iu der That zeigt sich

1286

Baron von Muͤnchhausen

Meteorologische Beobachtung.

2 *

Allgemeine

e Staats-Ztitung.

Berlin, Sonntag den 11ten November

der „Mode“ und der „Gazette de France“ angedeuteten Zweck

In einem Schreiben aus London, welches das Journal la Presse mittheilt, heißt es unter Anderem: „Ich sagte Ih—⸗ nen in meinem letzten Briefe, daß Herr Pakenham, Englischer Gesandter in Mexiko, binnen kurzem auf seinen Posten zuruͤck= kehren wurde, und daß die Englischen Journale versicherten, daß seine Ankunft den Streitigkeiten zwischen Frankreich und Mexiko ein Ende machen würde. Dieses Geracht gewinnt jetzt Herr Pakenham hat, als er sich am vergangenen Sonntag in Plymouth einschiffte, selbst gesagt, daß er der Ueberbringer von Instructlonen in Bezug auf jene Sache sey, und daß er der Blokade ein Ende zu machen hoffe.

; scheint eine Sin desselben Kuünstlers: der Se ktieser Känstler seiner Aufgabe vollkommen gewachsen; er hat aber erzäblt unter Brüdern seine Abenteuer. Die Jäger sitzen bei der 18 38. Morgent r . Abend Nach einmaliger eine so bedeutende Leistung kaum durch irgend eine frühere angekün⸗ Punschbowle um den Tisch; Münchhausen legt bedeütsam den Finger 8. Nevember. s uwnr. 2 uhr. 10 uhr. Beobachtung. diz. . a. des 3 in 8 * r , r 1 , 4 o z verfammelt, von dem versiocktesten Sünder bis zu dem mehr leicht= eifchen absetzend, bringt er eben etwas beso eriges un d . zs35, 10 Par. 332, 6 Par. 331, (1 Par. Quedlwarme 7.20 siunigen; eben so verschieden isi der Äntheil, weichen sie an dem Got!⸗ HPfiftiges vor. Ales 1 Ohr und sperrt Mund und Augen auf, 1 * r. g, e. * J fin * tesdienst nebmen; e, auf lhren von Leidenschaft zerrissenen Coll Staunen seinen kühnen Abentenern folgend; selbst der Sund am Zhauruntt .. T oo R. 4 70 R. 4 0 R. Bedenwarme 660 Zägen einen schwachen Schimmer von Reue, und ihnen l der Boden reckt mit Berwunderung seinen Kopf empor. Recht ausge⸗ Dun srsatugunz s 1 pet. 73 vst. 69 v6. usdunstung 0 434 sbatund ihrer Gortlosigfest bewußt zu werden, an dere lassen das ge, lassen ist auch Donquirote mit seinem Schildknappen, besonders in Netter. . . heiter. heiter. balbheiter. Niederschlag C. predigte Wort spurlos an sich vorübergehen. Als Kontrast gegen alle der fomischen Gravität des Ritters und der n, ,. Gestalt Wind. ....) 8. . E. Warmewechsa 4. 11m diese Pꝛord⸗- und Diebs⸗Gesichter dienen ein baar junge Soldaten, sciner Rocinante, Von Hasenctever in Düsseldorf haben wir die Weltenzug. .. a 6. *. 6 06. als Wache, die, von keiner Sündenschuld gedrückt, frei und unbefan ; Scene aus der Jebsiade, wo Jobs von der Universitãt nach Hause Tag csmiltel: 3238.10 var.. 4 8,30 R.. Sho .. 78 766. G gen dreinschauen. Die Anordnung des Bildes ist ungemein ge⸗ in den , mit sindeniischer Bravour eintritt; launiger noch = 28 2 . 1 r 313 ändt, die Malcrei leicht und wohlgesällg. Schorn gab ein roman. 1st der Lendemain eines Doltorschmauses von Wil'ũms in Duͤsseldorf. Berliner Bora c. . . : tisches Charakterbild: kartenspielende Mönche, von einer eiwas derben Zerbrochene Champagner und Rheinweingläser, ein niedergehranntes Den 9. November 1828. mmm mmm . Charakteristik. Ein junger Krieger zeigt der Kellnerin seine Karte, Licht, ein begossencs Diplom, dazwischen ein Rapier und Reste eines ] r e 0 2 ma, m ,,. welche seine Verlegenheit theilt. Die Farbe des Bildes, die unwahr Herings und der sitzend am Tisch eingeschlafene Doktor, wer könnte mtIlä—cher E ndae- und GelId- Corr 2 eee —w— —— 5 8 3 —— 8 ssi und gleichsam etwas Süßsaures hat, bleibt erheblich binter der diese Scene verkennen um mit Goethe zu reden: 2 Derr * der t 4 Grfindung zurück. Charakter und Freundlichkeit finden wir vereint „Bidamakbudn nennt's der Perser, d Knrlet Gela. 8 Ege. Gele. n einem sehr anziehenden Bilde von Mentzel, demselben, der sich Doch der Deutsche Katzenjammer.“ . gt. Schuld Seh. 1 103 Iod ĩs. sFomm. Pfandur. 3 1017/12 56 ; durch mancherlei ern, , . und geistreiche Arabesken bekaunt „Die Revolution in einer leinen Stadi“ von Ebers geigt viel ko. Fr. Eusl. Obi. 20. 1031, 1022, Car. a. Nenm. do. 36 1011. 101, A m t 1 ch e N 9 ch ri ch ten stattfinden wird.“ zemacht hat. Er nennt sein Bild den Familien⸗Rath. Es besteht mische Kraft; die Autorität zweier Husaren bringt unter den au ßerst PrtmSobh. q. Seen. 681s⸗ 68 genau. ce d. i idun. = aus zwei Scenen: in einem vornebmen von Marmorsänlen getrage— friedfertigen Revolutionairen einen vanischen Schrecken und höchst Kurm. Ov. m. l. c. 1031 102 q ekat. C. uud Z. 2. . ron ir des T 8 nen Gemach gehen die Häupter der Familie ihren Serlsorger um Naib lächerlich? Situaisonen hervor. Recht belustigend ist noch von Most Km. lut. Sek. da,! 1093 1021s. 8eh. d. R. a. A. 93 Q ages. mn einer sch vierigen Angelegenheit an, dieser macht eine verbindliche „der drückende Stiefel“ und „der kleine Poflillon “, nicht zu verges⸗ Zerl. Stadt- Ohl. * 1027. . sest göni uud nachdentlichè Miene, weiche aber zugleich anzeigt, wie wenig ar hinter sen Eduard Meperbesmỹs Chorknaben, deren Gesang von einer Käönlgab. do. gold al are 2151. 2111. Se. Maje stãt der König haben dem Schullehrer und Kan—⸗ couvenstonellen Worten seine Ratblosigkeit zu verbergen weiß. Draußen darchgehenden Droschke unterbrochen wird; auch von seinem Bruder Eiriinger de. 6. Reus Dacaten 181. Q 496 r Thoms zu Nieder⸗ Finow, Kreis Angermuͤnde, und dem jn einer offenen SäalLndalle siebt man die jüngeren Familienglieder in Wilbelm besitzt die Ausstellung allerliebste Bilder. Mehreres mit Dauz. do. in Tn. 48 Friedriehad' or 131. 13 Bchullehrer Ten winkel zu Luͤnten, Regierungs⸗Bezirk Muͤn— deiterster Conoersation, ein Spadmacher scheint cine iustige Geschichte Ramen aufzuführen, worunter noch mancher artige Gedanke, ist uns Vertpr. Ftaudrr. 33 191 100! Aud. Golâmün- Rr, das Allgemeine Ehrenzeichen, so wie dem Tagelbhner Mi⸗ 9 erjäblen, und eine junge Dame schläg! dabei verwundernd . leider hier versagt. Gr. e n, n, 6. . 24 9 13 127, axel Spottag zu Schwarmitz, Regierungs-Bezirk Liegnitz, immer mehr an Konsistenz. autes Gelächter auf, obne doch den feinen Anstand zu verletzen, wel⸗ . . . tpr. Pfandhr. I 16001/. Iniasconto 3 2 2 Rerrungs. Medaille mit dem Bande zu verleihe geruhr cher in diesem ganzen Bilde herrscht Trefflich und charakter oll ist (Wiener Ztz Ueber eine höchsi wichtige Vorsicht X Fim Se. Masest? Koni 5 ; gl. bie architekronische Ümgebung, sebr anziehend der Licht⸗Effelt, und be. bein Geb ränche der Wasserstoffgas-Zünd⸗-Maschinen us wurtig e 299* 26.2 asestãt der nig haben dem expedirenden General (elettrischen Lampen). Nacfolgender Vorfall, der glücklicher Amte dam, . Novemher. ost⸗Amts⸗Secretair Balde hierseibst gestattet, den von des

senders muß die sichere und jeigt sich zwar Einstuß wie er nur löblich 1st, den Wal jucignen, steht jedem Künstler wobl an. Pistorius

tinem älteren Vorbild, wie er (albst bekennt, denn

Bild: „die Sängerin; in der Manier des Terburg“« überbaupt so sagen darf, läßt sich nicht so leicht und wenn Pistorius namentlich das berübmie Bild un— so bleibt freilich in Ausfübrung noch ein sehr weiter Abstand; wie riel Alles, und wie viel innerlicher die Si—

Manier, wenn man entlebnen, seres Mäseums vorgeschwebt zu haben scheint, Erfindung und einfacher, ungesuchter ist dort

tuation, wie viel geistvoller Bemühung

die Malerei mit einem

sollte. Bon Interesse, das eine: desonders durch einen, obgleich und hetieren Ton und durch

ein anderes aber, die Brautbewerbung“, ist und anziebend. Im scheinen, welcher, wie billig, gelegenheit vorbringt,

Eidam ins Mittel Töchter, die auf

häöchst gespannt sind, wie es abläuft. während die andere, so ibeilnehmend sie auch lauscht,

baftes Lächeln

au, „das Brautpaar in Geldverlegenheit“ . vor dem Geisilichen,

Westentaschen und gelangt ins Freie, die jungen Che Wagstück hinlänglich erklärt, liche Herr mit den geizigzn Lippen scheint gar nicht peinliche Situation abzukürzen.

sand hebt sich besonders durch Mädchen lätzt sich von ihrer Dieneriü, die aber, sichkeit, wenigstens als ibre Schwester erscheint,

freise Behandlung gerühmt werden; es der Französischen Maler, aber auf eine Weise, denn das Gute sich mit Wahl und

des prägnanten Pinsels, selbst in dem Ailaskleide, wel⸗ Hes hier im Rachbilde wohl bauptsächlich die Aehnlichkeit begründen Sophie Hartz hat die Ausstellung zwei Bildchen von die Aufforderung zum xautenspiel, etwas conventionellen, dech freundlichen eine leichte Touche aus, welche wir vie⸗ jen unserer Genremaler gar sehr zur Nachfolge empfehlen möchten; in der Composition fein Hintergrunde sieht man den Brautbewerber er— etwas verlegen bei dem Vater seine An— n da dieser ihn gar nicht zu verstehen scheint; zum Glück aber schlägt sich die Mutter schon für ibren künftigen Den Vordergrund bilden nun zwei lauschende die Sache nicht gan unvorbereitet scheinen und Man erkennt deutlich, welche von den beiden mit der Werbung gemeint ist; es ist die ernsihaftere, doch ein schalk— über das Üngeschsck des Bewerbers nicht unterdrückt. Fier schliesen wir passend ein allerliebstes Gemälde von Kieseweiter Das Brautpaar erscheint und es kommt der tragische Moment, wo die Gebübren gejahit werden sollen; der Biäutigam sucht in beiden chon mit dem suchenden Finger wieder ands-Kandidaten, deren Raivetät ihr machen klägliche Gesichter, aber der geist⸗

Ein kleines Gemälde von Sonder⸗

Eleganz der Malerei hervor; ein zufolge der Aehn—⸗ das Haar flechten.

reiheit an⸗ dagegen folgte er nennt sein Aber diese geschraubt, der Gasstrom fam als gewöhnlich, Gases eine Explosion,

Minimum von dünnte Schwefelsäure verspritzt; die aber durch kanstisch:u Indeß hätten bedeutende und ö Verlust der Augen durch en Grund dieser Explosion kennt Jahren genau genug; bei dem Zünd⸗-Maschintn dürfte es aber im ssegen, nicht uur die Ursache

zeichnet sich

Vorrichtungen,

Gasart, welche in dem Giasgefäße ten Schwefelsänre (Vitriolöl) und welche sich in Berührung mit dem das Wassersioffgas, Hodrogengas, gefüllt wird. Tritt dies durch einem dünnen Anzünden ruhig fort. häller, wo es vor dem Ausströmen scher Luft gemengt, so ist diese Me

gesammelt ist, zerschmeitert werden nicht reines Hydrogen,

messingene Deckel der Maschine ab das Glasgefäß gesetzt, daß in der drogen ausammeln muß, atmosphär Knallgas bildete. Dieses strömte gewöhnlich aus, daher pen, sich

gesonnen, ihre

Weise ohne bleibende Beschädigung ablief, e gegenwärtiger Zeit die möglichste Verbreitung der allgemeinsten Leb— ren aus dem Gebiete der Raturfunde zu wünschen wäre. Ein bekannter Besitzer einer solchen Zünd Maschine wollte sich damit Licht machen, zufällig war die äußere Spitze

nun entstand statt des gewöhnlichen ruhigen Brenuens des die bis in das untere Stockwerk hörbar war; der Messingdeckel der Maschine wurde krumm gebogen, das äußere Glas in Trümmern herumgeschleudert und die darin enthaltene ver

Schwefelsäure machte , in berümliegende Kleidung siücke, Salmiafgeist schnell vertrieben wurden.

unheilbare körperliche Berletzungen, die Glastrümmer, entstehen können.

immer weiter verbreiteten Gebrauche dieser

dieser Erscheinung, sondern auch das Mittel, sich vor ähnlichen Unfällen zu bewahren, damit nicht diese bequemen und sehr zweckmäßig wenn solch' ein Ereigniß zufällig üblen Ruf fämen und man sich vor ihrer Anwendung scheut. Die

dasselbe, mit welchem die Luftibälle Strome, in die Atmosphäre, fo brennt es nach dem st es jedoch auf irgend eine mit einer so heftigen Explosion entzündet, daß die Gefäße, worin es

sondern Knallgas in der Maschine en daher die Explosion beim Entzünden; es wurde nämlich früher der

mag beweisen, wie sehr in

Ein mir zinsl. Sa/. des Gasleitungs-Rohres ab⸗

o aus einer weitern Oeffnung als Br

101.

beschädigt wurde Niemand, die

Niederl. wirkl. Schuld Sa 13,13. Neue Anl. 181.

Oesterr. S/, lo 25a G. Lobse zu 500 FI. 129. 1283 2. Preuss. Pram. Sch. 68. C. 66? / 6683/4. 0/9 Span. Anl. 87 /. ds / g.

Eisenbahn- Actien. Isfer 390. r. do. linkes Ufer 320. G. Strasshurg- Hasel 287152. B. kordenux-„Teste —. Sambre- Meuse A32. Br. Leipzig - Dresden Si. B.

Antwerpen, 3 November. Neue Anl. 18155. 182/49. Frankfurt a. M., 6. November. Met. 1065/16. 1063/9. 40/9 90/2. Br. kr. Bank- Actien 1738. 1736.

Partial. Ohl. do. A0,ν Anl. 1631. Br.

St. (Cerinain 660. Br. Versanles rechte

Hamburg, 7. November.

jeder Ptzysiker seit einer Reihe von Interesse des allgemeinen Wohls genan anzugeben,

eingerichteten Zünd—⸗ befannt würde, in

ris,

Sonntag, diefer Maschine aus der verdünn⸗ dem Zinke entwickelt wird, und Platin ⸗Schwamme entzündet, ist

Musikschule A. aus der Oper: Hierauf: Fra

eine enge Oeffnung, also in

Art in dem Be⸗ gesammelt wird, mit atmosphäri⸗ ngung das Knallgas, welches sich

In dem angeführten Falle war Maschine enthalten,

ehoben und in der Art wieder auf Flasglocke, in welcher sich das Hv⸗ ische Luft zurückblieb, folglich sich durch eine weitere Oeffnung ais die Entzündung auf die ganze in

Alles ist in Lem bürgerlichen Zimmer geordnet und wohblbäbig, es der Maschine angesammelte Gasmenge fort, und die Explosson wurde Romantisches herrscht 1 eine warme Siubenluft in dem beimlichen Zimmer, um so heftiger. Sonntag, welchtz überdies durch einen freundlichen Sonnenstrahl erhellt wird. Um fich vor ähnlichen Unfällen zu sichern, muß man, wenn der Schicksale der

Rerenz stellt uns ein Bild nach Kleist's Käthchen, das wir schon noch einmal aus, indem er

in einem reichen Goldrahmen noch mit Zierlichleit und Bwänifarbigteit bei etwas weniger peinlicher und süßlicher Behand⸗ daß Bilder dieser Sphäre

gewinnen. Zwei Bilder on das eine, der Trost . Zerlassenen“, wegen des Strebens nach Ausdruck; ein großer Fortschritt in der Malerei zeigt sich in dem zweiten; Fer Porhalle einer Kirche“; ein junges Weib wendet sich in ihrer ,,, voll gläubigem Verirauen auf der Stufe des Altars ältere Frau scheint aus der

bumoristischen Genre über, wo Adolph

gon der letzten Ausstellung her kannten, das figurenreiche Hauptbild ĩ Nebendildern umzeben hat. Sie haben dieselbe jung, doch unsere unverholene Meinung, durch die Multiplication cher verlieren als

Julie Hüssener verdienen Erwähnung,

nieend dem Urquell aller Hülfe zu; eine Zerne ihr Flehen zu untersiützen.

Wir gehen nun zum Schröder noch immer den ersten Rang behauptet. welcher die Rekruten mustert, nicht ganz die Höhe des Humors erreicht, Finem Donquixote erstiegen. Stubl, welcher schon unter der Last

tiaem sauren Wein. Schimmelig, Bullenkalb sind kenntlich unterschieden, doch ersche

Frauenschneider, hier sonderbarer Weise als ein Riese von gan; . desfen palbetische Miene zwar recht drollig ist, aber doch wohl nicht hierber paßt. Auch Bardolph mit der Kupfernase fehlt nicht; eine der

riungensten Figuren aber ist der Friedensrichter Schaal, engbrüstig und er dennoch mitlachen, als er die und sie mit ihren Trägern zierlich und sergsam; viel⸗ jeicht thäe etwas mehr fteie Leichtigkeit wohl. Vielversprechend er⸗

nochenban,

chwindsüchtig, wie er selbst ist, muß wenig soldatsschen Namen 9 Buch bringt Übercinstimmend findet. Die Malerei 1

ist sehr ergötzlich, wenn er auch vielleicht welche der Künstler in Falstaff siützt sich stehend auf einen eine stark verschobene Gestalt an— Rinn, sus allen seinen Bewegungen spricht der genossene Sekt, sein Heficht aber vertiebt sich bei dem Anblick der Rekruten, als wit vor Schatte, . Schwächlich und

nt Schwächlich, der

Deckel der Maschine unmittelbar nach Wie

dung kann man eine halbe Stunde nach . er entzündet zu werden, ausströmt. „Betende in tungs-Rohres trug ohne in das Junere der Maschine bei,

enthaltene Gasgemenge ? würde nicht zertrümmert worden se Sein Falstaff, Oeffnun aus dem verschiedenen spezifischen lich ist Rohres nicht abgeschraubt, deste Gefahr gebraucht werden,

robustem machen will diese Warnung,

zugehen könute.

u irgend einem Zwecke abgehoben wird, das eraufsetzung defftlben entbundene Gas nicht entzünden, sondern dasselbe bei Enifernung oder Verhüllung des Platinschwammes unangezündet ausströmen lassen, damit die etwa gebildete Knallluft wieder ausgetrieben werde und n dem Gasbehälter sey. Bei regelmäßigem Gange der Gas-Entbin— annehmen, daß wenn das Gas, welches sich durch Wiederauffetzung des Deckels entbindet, ohne

Gasstromcs vorüber sey. Das Ab Weiteres zur Verbreitung der bei der engen Ausströmungs⸗Mün⸗ dung würde vielleicht nur das ausgeströmte, auf einmal explodirt haben, und das Glas

sst? desto leichter isi es möglich, daß durch sie Atmosphuür⸗ luft einströmt und das Hvdrogengas in Knallgas umwandelt,

Gervlcht beider Gasarten leicht begreif— Wird der Deckel nicht abgeboben und die Spitze des Gasleitungs— so können diese Zündmaschinen ohne min⸗ wie dies züm Behufe Jener bemerkt werden muß, die ähnliche Aufsätze lesen, ore Ürtheile darüber harmlose Leute in Unzgst verse regelmäßigen Gebrauch der n ,, ondern ben bewahren, der ihm aus dem regelwsdrigen Gebrauche derselben

akabewischer Docent der Kameral⸗ Chemie. ö .

Musik von A.

Clara Novello. gesungen von Miß C. Novello. von J. Muͤller, vorgetragen von

Im Schauspielhause: deux manières, vauderille nouveau en 2 actes, Mathon. (Mr. Saint. Aubin remplira le role de Mr. Desronel, er

par lui au théätre du Gymnase,)

In Potsdam: Die in 2 Abth., von Schall: Hierauf; Die Verraͤtherin, Lustspiel

von Fr. v. Holbein. Und Solotanz. Königs

Sonnabend, 10. Drama in 6 Tableaux,

schon oft parodirten

laubs⸗Reise hierin zum letztenmale

Im Opernhause: Konzert von Ml „Il Bracciomio“, von Nicolin, 2) Variationen fuͤr Klarinette, dem Accessisten der Koͤnigl Schubert. 3) Pollacca: „Son xirgin veꝛzosan Sie Puritaner, gesungen von Miß C. Novell. Diavolo,

11. Nov. 1) Cavatine:

La seconde représentation de: par MM. Bayard et

städtisches Theater. Nov. Der Gloͤckner von Notre ⸗Damt von Ch. Birch⸗Pfeiffn. Nelke und Handschuh, oder: Di Familie Monetenpfutsch. Neue Parodie einef Stoffes, in 3 Akten, von J. Nestren (Herr Beckmann wird vor seiner Un auftreten.)

11. Nov.

Muller.

reines Hydrogen

de jede Gefahr beim Anzünden des 266 nh der Spitze des Gaslei⸗— Entzündung

n

nicht das im Glasgefäße gangen sind

vn. Je weiter die Ausströmungs— 958 wie es 426

nicht verstehen und durch en. Nicht den chine verdächtig nur Jedermann vor dem Scha⸗

Dr. v. Holger,

ö.

Mar kt-Preise vom Getraide.

Roggen 1 Rihlr. 1 Ribir.? Sgr. 6 Pf., 1-Rtblr. 10 Sgr., 25 Sgr.; Erbsen 2. Rih 187 Wispel.

Zu Wasser; 7 Sgr. 6 Pf.: Roggen] Hafer 28 Sar ? 156 Wöispel 13 Scheffel.

Das Scheck Sireh 5 Rtbir. 18 Sgr., auch 6 Rthlr. Der E ner Heu 1 Rihlr. 2

Berlin, den 8. November 1838.

. Weizen 3 Rthlr., auch 2 Rthlr. 3 Sgt. 9 Vs

27 Sgr. 6 Pf, auch 1 Rthir. 17 Sgr.; große Gerst auch 1 Rihlr. 2 Sgr. 6 Pf.; kleine Gers auch

Rihlr., auch 1 Rthlr. 17 Sgr. 6 Pf.

Weizen Mitiwoch, den 7. Rovember 1838. Sgr. 6 Pf., auch 290 Sgr.

Branntwein ⸗Preise vom 2. bis 8. Rovember 1838.

Das Faß von 200 Zuart, nach Tralles da pCt., nach Richti 10 pCt., gegen Brauntwein 20 Rihlr.; 6 Pf., auch 17 Rthlr.

Der Scheffel Kartoffeln 12 Sgr. 6 Pf., auch? Sgr. In Bertretung des Redacteurs: Wentzel.

Ablieferung. Kom

baare Zahlung und sofortige Rihlr. 7 Sn

Kartoffel-⸗Brauntwein 18

Kartoffel⸗Preise. ; 6 Pf.

Gedruckt bei A. W. S a vm

Bekanntmachungen.

Rotywendiger Verkauf. Ober-Landesgericht zu Bromberg. Das im Inewraciawer Kreise belegene adelige Rittergut Wieizbiezano eum Pertinentiis, lenden f lich abgeschätzt auf 121,770 Thlr. 19 sgr. 8 pf., wo⸗ für im letzten Termine s 200 Thaler gebolen sind, soll 9 3. 6 ,,, . 191Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle in fortgesetzter S = 1 ö 6 fed vpeiheken- Schein, Kanfbedingungen und Tare sin in der zien Abche lung unscrer 3. ratur . Die ihrem Aafenthalte nach unbekannten Realgläu— biger, als 9 . er Ruterschafisrat . e) die Auna nieren . . werden hierzu öffentlich vorgeladen.

Allgemeiner An

zeiger fur Edikt al⸗Cit at i o n. Der am 23. August 1761 jn Militsch, Koseler Kreise, eborne, angeblich im Jabre 1811 als Studiosus der heologle von Breslaü auf die Universität Krakau gegangene Johann Preidel, der seit dieser Zeit keine Rachricht von seinem Leben und Aufenthalte gegeben, so wie Fessen unbekannte Erben und Erbnehmer, wer— den auf den Antrag des ihm, resp. den Erben bestellten Kurators Herrn Justiz-Kemmissarius Frölich hiermit aufgefordert, sich iunerbalb 9 Menaten von der ersten Einrückung dieser Verladung in die öffentlichen Blätter angerechnet, spätestens aber in dem auf den 25. Dezember 1838, Rachmiltags 2 Uhr, in der Gerichts Kanzlei zu Militsch anberaumten Ter⸗ mine bei dem Gerichie oder in der Registratur dessel⸗ ben in Person, schriftlich oder durch einen bei Ersterem zur Praxis berechtigten Justiz⸗Kommissarius, a 2

der Herr Justiz Kommissarius Seiffert zu Groß⸗Stre litz vorgeschlagen wird, zu melden, widrigenfalls der

die preußischen Staaten.

Johann Preidel für todt erklärt und dessen in 38 Thlr. io sgr. bestehendes Kapital-Vermögen eutweder seinen sich legitimirenden gesetzlichen Erben oder aber dem Käönigk Fiskus als herrenloses Gut ausgehändigt wer⸗ den wird.

Kosel, den 12. Januar 1838.

Das Gerichts-Amt Militsch. Siegert.

a e , mm mmm mn m mmm

Lkiterarische Anzeigen.

Wichtige Anzeige für Gutsherrn und Bren⸗

n erei⸗ Besitz er. ; Bei Carl Heym ann in Berlin, Heil. Geisistraße

Rr. 7, ist erschienen und in allen guten Buchhaud— lungen zu haben:

Entdeckung eines bisher unbekannten Mit tels, wodurch die Production au reinen

Kann. Bill. M den dritter Klasse zu tragen.

Loose zu 160 Fl. 276. 6. Poln. Lans 21., 0 Holl. 521 3 82! 1 .

ank-Actien 1382. 1L138 Engl. Russ. 1073/0. 559 Port. . 30 —. Neue Anl.

Königliche Sch auspiele. Sonnabend, 10. Nov. Im Sch auspielhause: bastorase, von L. van Beethoven. Hierauf; Iphigenie Schauspiel in 5 Abth., von Goethe. (Mad. Crelingt: wird hierin als Iphigenie wieder auftreten.)

Symphoni: auf Tau

Oper in 3 Abth., Musik von an, ö . ehrt.

.

unterbrochene Whistparthle, Lustspiel

6

Rihlr. 2 Sgr. 6 Pf.; Hafer 1 Rthlr., ant Eing ⸗·

(welßer) 3 Rthir. 10 Sgr., auch 3 Rt

Rihlr. 28 Sgr., anch 1 Rtihlr. 23 Sg Pf., auch 26 Sgr. 3 Pf. Eingegangen un

ein

. p thnn.

aisers von Rußland Majestaͤt ihm verliehenen St. Annen—

Se. Majestät der König haben dem zum Mitgliede des

* htadtgerichts in Prenzlau ernannten Ober- Landesgerichts-Ase= 21, oi n sssor Siecke den Charakter als Stadtgerichts-Rath beizulegen

ruht. '

Zeit ungs⸗Nachrichten. Ausland.

Rußland und Polen.

St. Petersburg. 3. Nov. Der Herzog von Leuchten⸗ rg ist am 29sten v. M. in Zarskoje⸗Selo eingetroffen, Se. Majestät der Kaiser haben, bei der letzten Anwesen— eit in der Festung Gumri, dieser Stadt den Namen Alexan⸗ opol beigelegt.

Am vorigen Sonntage hatte der neue Großbritanische Bet—

erden und seine Beglaubigungsschreiben zu uͤberreichen. Der sherige Geschäftstraͤger, Herr Milbant, hatte dagegen seine bschieds⸗Audienz.

Der Wuͤrttembergische Gesandte am hiesigen Hofe, Fuͤrst on Hohenlohe-Käirchberg, ist von seiner Urlaubsreise zuruͤck—

Frankreich.

Paris, 5. Nov. Der Infant Don Francisco de Paula mpfing gestern Besuche von den Ministern der auswaͤrtigen ngelegenheiten und des Innern. Die Unterhaltung des Versailler Museums wird, wie es ißt, jahrlich über eine Million Fr. kosten. Die Civil-Liste ll noch nicht alle Hoffnung aufgegeben haben, von den Kam⸗ ern eine bedeutende Entschädigung fuͤr die auf jenes Museum rwendeten Summen zu erhalten. Obgleich die Zahl der in Paris anwesenden Deputirten ch nicht sehr bedeutend ist, so haben doch schon mehrere Ver— mmlungen stattgefunden, um sich wegen der Kandidaten zur raͤsidentschaft zu berathen. Herr Dupin kann in diesem Jahre it Bestimmtheit auf den Beistand des Ministeriums rechnen; per die verschiedenen Nuancen der Opposition werden wahr— heinlich fur die Herren Odilon Barrot und Guizot stimmen. Der Guizot wird heute oder morgen in Paris eintreffen. ie Gazette des Tribunaux, die sich fast immer nur den Schranken des Referirens halt, und sich hoͤchst selten eigenes Raisonnement erlaubt, nimmt heute auch das Wort, gegen die gerichtliche Vorladung des „Temps“ und der zazeite de France“ insofern zu protestiren, als sie den darin sgesprochenen Vorbehalt im hoͤchsten Grade mißbilligt, und demselben mindestens eine falsche Auslegung des Gesetzes er— ickt. (Der Prozeß selbst wird uns binnen kurzem Gelegen⸗ it geben, naher in die Einzelnheiten dieser Sache einzugehen) Man bemerkt, daß das Journal des Debats seit drei agen keinen leitenden Artikel hat, und man spricht von einer inen Mißhelligkeit, die zwischen diesem Journal und dem vnseils⸗Praͤsidenten stattfinden soll. Der Artikel uͤber die Kon⸗ srsionen (siehe No. 309 der St. Z.) mußte schon Herrn Mols d seinen Anhaͤngern mißfallen, und man wunderte sich, daß

ö. .

*

erkt die Revue de Paris, daß der Abdruck im Moniteur zem Versehen zuzuschreiben sey, und begleitet diese Aeußerung it einigen Worten des Tadels uͤber die Direction des Moni urs. Es leuchten aus diesem scheinbar unbedeutenden Um—

n beiden einflußreichsten Ministern (Mols und Montalivet) stehen. Ueberhaupt scheint die ministerielle Presse in diesem Uugenblicke ziemlich undisciplinirt. Die heftigen Angriffe der pposition, in Bezug auf die Spanischen Angelegenheiten blei⸗

ums, wie z. B. der dem „Temps“ neuerlich angehängte Pro—⸗ ß, finden sogar Widerspruch in ministeriellen Journalen. ö

Herr A. Senegal, Avous bei dem hiesigen Tribunal erster nstanz, hat im Namen einer großen Anzahl Actionaire ein schreiben an Herrn Köͤchlin gerichtet, worin er denselben auf— Lddert, eine General⸗Versammlung der Actionaire auszuschrei⸗ n, um denselben uͤber die Eisenbahn von Straßburg nach

be Basel ausfuhrliche und bestimmte Mittheilung zu machen, und

durch möoglicherweise dem ferneren Sinken der Actien Einhalt uf eine ausweichende Antwort des Herrn Koͤchlin . Herr Senecal nun selbst die Actionaire auf, sich am flug den 16. November in dem Hause rue Richelieu Nr. * einzufinden, um uͤber provisorische Maßregeln zu berath— agen, die im Interesse saͤmmtlicher Actionaire zu ergreifen

yn duͤrsten.

Das Journal des Dabats enthaͤlt heute folgende kurze . „Wir sind ermächtigt, anzuzeigen, daß am Dien r November in St. Roch keine Trauermesse zu dem von

after, Marquis von Clanricarde, die Ehre, von Sr. Maje⸗ it dem Kaiser im Palaste von Zarskoje⸗Selo empfangen zu

r Moniteur denselben in seine Spalten aufnahm. Jetzt be⸗

ande wieder die Symptome der Spaltung hervor, die zwischen

n ganz unbeantwortet und einzelne Handlungen des Ministe⸗

Lord Palmerston hat sich in demselben Sinne ausgesprochen, als er einer Deputation von Kaufleuten aus London, Liverpool, Man⸗ chester, Glasgow und Belfast antwortete, die zu Gunsten der durch die Blokaden verletzten Interessen eine Reclamation bei ihm einreichten. Der Minister hat gesagt, daß, obgleich Frankreich die Vermittelung Englands abgelehnt habe, er dennoch hoffe, die Sache auf freundschaftliche Weise beigelegt zu sehen; Herr Pakenham sey mit Instructionen in dieser Beziehung versehen worden, und auf alle Fälle habe Sir Charles Pagel den Be— fehl erhalten, sich vom St. Lorenz⸗-Strom mit See⸗Streitkraͤf⸗ ten nach der Mexikanischen Kuͤste zu begeben, um die Interes⸗ sen des Englischen Handels auf diesem Punkte zu beschuͤtzen.“

Der kurzlich zum Bischof von Algier ernannte Abbe Du⸗ puch ist gestern in Paris angekommen. Er wird gleich nach der Ruͤckkehr des Königs von Fontainebleau den Eid in die Haͤnde Sr. Maj. ablegen.

Berichte aus Algier vom 28sten melden, daß daselbst die

Nachricht von dem Tode Abdel⸗-Kader's eingegangen sey, indeß

ist dieses Gerücht schon so oft verbreitet worden, daß es einer vollstaͤndigen Bestaͤtigung bedarf, bevor man demselben Glauben schenken kann.

Großbritanien und Irland.

London, 3. Nov. Eine uͤber New⸗Hork hier eingegangene Proclamation Lord Durham's an die n . 5. Nord⸗Amerikanischen Provinzen laßt nun keinen Zweifel mehr daruͤber, daß derselbe fest entschlossen ist, nach England zuruͤck= zukehren. Er setzt in diesem Aktenstuͤck ausfuͤhrlich die Gruͤnde aus einander, die ihn zu diesem Entschluß bewogen haben. Das Dokument hat seiner Klarheit und Offenheit wegen allgemeinen Beifall in den Britischen Provinzen sowohl wie in den Ver— einigten Staaten gefunden und große Sensation erregt. In NewYork glaubte man, wie aus den dortigen Zeitungen zu er— sehen ist, daß die Resignation des Grafen Har n, in England die wichtigsten Folgen haben muüsse. „Lord Durham“, so sagte man daselbst, „ist ein Mann von hohen Talenten, außerordentlicher Gewandheit und großem Ehrgeiz. Er wird jetzt mit gleichen Empfindungen gegen Lord Melbourne nach England zurückkehren, wie er sie schon früͤher gegen Lord Broug⸗ ham hegte. Ton und Stimmung seiner Proclamarion werden ge⸗ waltigen Eindruck in England machen. Er wird dadurch zu einer überaus einflußreichen und mächtigen Stellung gelangen. Seit vielen Jahren hat Lord Durham nach dem Punkte ge— strebt, den er jetzt erreicht, und der ihn endlich zur Premier— Minister⸗Stelle fuͤhren wird.“ Man erwartete den Grafen Durham am 20. Oktober zu New-⸗York, und die Zeitungen forderten schon zur Veranstaltung eines großen Diners ihm zu Ehren auf, an welchem Englaͤnder und Amerikaner Theil neh— men sollen. Die Letzteren lieben ihn besonders deshalb, weil sie ihn fuͤr einen aufrichrigen Bewunderer ihrer Institu— tionen halten, und weil sie glauben, daß er nach seiner Ruͤckkehr in sein Vaterland dort wesentlich dazu mitwir⸗ ken werde, den Frieden zwischen England und den Verei⸗ nigten Staaten aufrecht zu erhalten. Bis zur Ankunst eines neuen General- Gouverneurs in Kanada soll Sir John Col— 4 der Verwaltung dieser Kolonie beauftragt seyn, und wie e Grafen Durham von New⸗Hork nach England zuruͤckbringen In seiner Proclamation, die vom 9. Oktober datirt und von Herrn Charles Buller, seinem ersten Secretair, unterzeichnet ist, sagt er zuvörderst, daß er an diesem Tage die Parlaments⸗ Akte publizirt habe, welche ihm und seinen Untergebenen fuͤr die in Betreff der Kanadischen Rebellen⸗Chefs erlassene und zum Theil schon ausgeführte Verordnung, die fuͤr gesetzwidrig erklaͤrt worden, Indemnitaͤt bewilligt, und daß jene Verordnung, die zur Sicherheit der Provinz habe dienen sollen, aufgehoben worden sey. Hierdurch aber, fahrt er fort, sey er außer Stand gesetzt, die ihm übertragenen Pflichten mit Erfolg zu erfuͤllen. Als ihn Ihre Majestät mit unumschraͤnkter Gewalt nach Kanada gesen— dei, um diese Kolonie zu pacifiziren, sey er vor dieser schwie⸗ rigen, von den Umständen erheischten Mission nicht zuruͤckge— bebt, weil er gehofft habe, durch gerechte und milde Ausuͤbung seiner Macht das Glück aller Volksklassen zu sichern und eine baldige Wiederherstellung ihrer Freiheiten zu erleichtern; nie⸗ mals aber sey ihm in den Sinn gekommen, daß die fur ein Land, wo sich Alles in ruhigem und geordnetem Zustande be— finde, angeinessenen Freiheiten auch in einer durch Anarchie und Zwietracht fast ganz zerruͤtteten Provinz gewissenhaft beobachtet werden könnten, daß er die Theorie und Praxis der Britischen Ver⸗ fassung in einem Lande anwenden koͤnne, in welchem alle Re— praͤsentativ⸗ Regierung vernichtet und das Volk aller Kontrolle über seine eigenen Angelegenheiten beraubt worden, wo die ge⸗ wohnlichen Garantieen der persoͤnlichen Rechte waͤhrend einer langen Dauer des Kriegsgesetzes und einer fortwährenden Sus⸗ pendirung der Habeas⸗orpus⸗-Akte außer Kraft gekommen, und wo seit langer Zeit kein Vertrauen mehr auf unparteiische Rechts⸗ pflege in politischen Dingen vorhanden gewesen. Er habe ferner geglaubt, daß er durch die ihm uͤbertragenen Vollmachten und er⸗ theilten Instructionen zu selbststaͤndigem und ungefesseltem Handeln befaͤhigt fey, und daß die Behoͤrden des Mutterlandes ihm ihre auf⸗

eißt, wird das Britische Linienschiff „Malabar“ den

ist dem Departement nichts angezeigt worden; das große Auf⸗

richtige und unerschũtterliche Uuterstützung wurden zu Theil we den lassen, ja, daß unter so wichtigen Verhaäͤltnissen, bei denen es sich u= die Integrität des Britischen Reichs handle, selbst die Parts“ Leidenschaft ihm nicht in den Weg treten werde; aber in al. « diesen gerechten Erwartungen habe er sich leider getaͤuscht ge. hen; vom Beginn seiner Verwaltung an seyen die geringf gigsten Kleinigkeiten derselben in England unaufhörlicher 8. krittelung ausgesetzt gewesen, wobei man gänzliche Unkenntnas des Zustandes von Kanada und der Versahrungsweise, dure welche allein die Oberherrlichkeit der Britischen Krone daselbst aufrecht erhalten werden könne, verrathen habe. Der gestalt hätten seine Verkleinerer im Britischen Parls— ment und die Minister, die e. stillschweigend bei pflichtet, nach und nach seine Autorität geschmälert und sie am Ende fuͤr die von ihm zu bewirkenden Zwecke vollig un zureichend gemacht, indem ein Att seiner Regierung, der erst⸗ und wichtigste, der zur Kenntniß der Behoͤrden des Mutterlan des gekommen, annullirt und so die ganze Politit, von welcher jener Akt, namlich das Verfahren gegen die gefangenen Insur= genten⸗ Haupter, ein kleiner, aber wesentlicher Theil gewesen, vereitelt worden sey. Graf Durham geht nun in eine naͤher⸗ Rechtfertigung der vielbesprochenen Verordnung so wie auf die mit ihrer Aufhebung verknuͤpften Folgen ein (worauf wir neck einmal zurückkommen werden), giebt sein inniges Bedauern darüber zu erkennen, daß er sich genoͤthigt sehe, auf seine Be besserungsplaͤne fuͤr die Kolonie zu verzichten, und versicher— schließlich, daß er, nach England zuruͤckgekehrt, als Pair der Parlamentes mit allem Eifer auf die Begruͤndung einer dauer! *. n Wohlfahrt in Kanada und auf Einfuͤhrung einer ihren Verhs!n nissen angemessenen Repraͤsentativ⸗Verfassung hinwirken werd. Der ministerielle Globe theilt folgende Geruͤchte von untem⸗ geordneten Ministerial⸗Veraͤnderungen mit, ohne sich jedoch sür die Richtigkeit derselben zu verbuͤrgen: „Herr Charles Woce soll seine Stelle als Admiralitaͤts-Secretair mit der Stelle als Secretair des Schatzamts vertauschen, der Secretair des Schals amts, Herr Stanley, zum Staats-Secretair fuͤr Irland ernannt, und Lotd Morpeth von Irland in das Kolonial-Amt versetzt werden, so wie Capitain Dundas die Stelle als Admiralitaäͤts, Secretair erhalten.“ . Ministerielle Blätter widersprechen dem von anderen Blaͤttern gegebenen Geruͤchte, daß man die Absicht habe, das Parlament fruͤher, als gewohnlich, einzuberufen; so viel man bis jetzt wisse, sagen sie, werde dies nicht vor der Mitte des Januar geschehen. r Gestern begab sich der fuͤr das naͤchste Jahr erwaͤhlte Lord— Mayor, Samuel Wilson, in Begleitung der Sheriffs und an—⸗ derer Beamten nach der Wohnung des Lord⸗Kanzlers, um dem⸗ selben durch den Recorder vorgestellt zu werden. Der Lord⸗ , . zeigte ihm an, daß die Koͤnigin die Wahl vollkommen illige. Der General Graf Woronzoff empfing gestern den Besuch des Grafen und der Gräfin Sebastiani, des Preußischen Ge⸗ sandten, a von Buͤlow, des Spanischen Botschafters, des Sir Hudson Lowe, des Herrn von Kisseleff und mehrerer anderer ausgezeichneter Personen. : Die Berichte aus New⸗YPork reichen bis zum 16. Okto ber. Das Interessanteste darin ist, außer obigen Nachrichten aus Kanada, die Mittheilung einer Korrespondenz, welche zwi— schen der dortigen Handels⸗Kammer und dem Staats⸗Depar⸗ tement in Washington in Bezug auf die Blokaden von Mexiko und Buenos⸗Ayres stattgefunden hat. Man glaubt, aus der Antwort des Staats-Secretairs, Herrn Vail, entnehmen zu koͤnnen, daß das ganze Kabinet des Herrn van Buren der Mei—⸗ nung sey, jene von Frankreich angeordneten Blokaden ließen sich durch das Voͤlkerrecht nicht rechtfertigen. Die Adresse der New Yorker Handels⸗Kammer fragte an, wie lange wohl die besag⸗ ten Blokaden noch dauern koͤnnten, und ob die Regierung die noͤthigen Maßregeln getroffen habe, um die Uebel, welche dar⸗ aus entsprängen, zu vermindern. Die Antwort des Staats Secretairs lautete folgendermaßen: „Meine Herren! Ihr Schrei⸗ ben vom 5ten v. M. ist zwar zur rechten Zeit in diesem Depar⸗ tement eingegangen, allein es ist wegen der n,, des Praͤ⸗ sidenten, dem es zur Erwaͤgung vorgelegt worden war, so lange unbe⸗ antwortet geblieben. Ich bin jetzt beauftragt worden, Ihnen anzuzeigen, daß, in Betracht der Unannehmlichkeiten, welche durch die von der Franzoͤsischen Regierung im Meerbusen von Mexiko und im Plata, Strom ergriffenen Zwangs ⸗Maßregeln unserem Handel erwachsen können, der Praͤsident sofort befoh⸗ len hat, diejenigen ,, r, zu ergreisen, die zur Beschuͤtzung der Interessen unserer Burger in jenen Gewaͤssern erforderlich sind, und daß Alles aufgeboten werden wird, um die aus dem jetzigen Zustande der Dinge entspringenden Uebel zu vermindern. über die Ausdehnung der Blokade auf die Mexikanischen fen im Stillen Meere ist uns noch keine Anzeige zugegangen, was doch gewiß geschehen wurde, wenn man zu einer solchen Maßregel schritte. Auch uͤber die Dauer der jetzigen Blokade

sehen, welches dieselbe in der ganzen Handelswelt erregt hat, und die Bemuͤhungen, die Sache auszugleichen, lassen hoffen, daß sie nicht mehr lange wahren wird. Ich habe die Ehre ꝛc. A. Vail.“ Die Brigg der Vereinigten Staaten, „Tonsort“, sollte in etwa acht Tagen von New⸗York nach Vera⸗Cruz adb⸗ gesandt werden, um Briefe dorthin und Geld zuruͤck zu bringen. Man hoffte, das Franzoͤsische Blokade⸗Geschwader werde die⸗ sem Fahrzeuge eben so wenig Hindernisse in den Weg legen, wie den Englischen Paketboͤten. Miß Fanny Wright hall seit . Zeit in der Freimaurer⸗Halle in New York Verle⸗ sungen über Banken und Papiergeld, die so besucht sind, daß am 14. Oktober Hunderte von Menschen keinen Platz mehr er⸗ halten konnten. Ihre Lehren waren jedoch so wenig nach dem Geschmack ihrer Zuhoͤrer, daß ein ungeheurer Lärm entstand und sie nur durch die Polizei vor rohen Mißhandlungen von Seiten des Pobels geschuͤtzt wurde. Die Wahlen in den Vereinigten Staaten sollen, nach dortigen Blattern, sehr zu