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zeichnen sich in dieser Deziehung aus, das inige Theile Thuͤringen und Berlin ren Webestuͤhle auf Baumwolle im Gange gewerbs⸗ ; . weise in den schlesischen Kreisen Lauban, Löwenberg, Hirschberg, Landshut, Waldenburg, Schweldnitz, Rei⸗ chenbach, Frankenstein, Glatz, Ha⸗ belschwerd und Leobschuͤtz im Regierungsbezirke Duͤsseldorf mit Ausnahme der beiden nöͤrdlichsten Kreise Rees und Kleve, dagegen mit Hinzufügung des Kreises Ha— gen ne,, m, , Arnsberg. im Regierungsbezirke Erfurt mit Ausnahme der Kreise Langensalza und Weißensee, dagegen mit Hin— zufuͤgung des Kreises Zeitz, Re—⸗ gierungsbezirks Merseburg . in der Stadt Berlin und in den Kreisen Niederbarnim, Teltow, Juterbogk⸗ Luckenwalde, Zauch Belzig, wie auch in der Stadt een, , außer diesen vier Landestheilen ent— haͤlt noch der Kreis Siegen, Re— gierungbezirks Arnsberg.... und der nordwestliche Theil des Re— gierungsbezirks Muͤnster, in den Kreisen Ahaus, Borken und Stein⸗
in Nebenbe⸗ schaͤftigung
16,988 2813
9291 1031
2765 743
1362 218
457 ferner der Kreis Waarendorf, Regie⸗
rungsbezirks Muͤnster 366 — und der Kreis Höxter, Regierungs—
bezirks Minden.. .... ..... 401 19
aiso in diesen Landestheilen zusammen 35, 773 5056
es sind also hier über neun Jehnt helfe der Saumwoncn de; berei vereinigt, und nur der kleine Ueberrest außerdem im Lande zerstreut. Der bei weitem göoßte Theil des baumwollnen Garnes, welches im preußischen Staate verwebt wird, kommt noch aus den englischen Spinnereien; indessen befinden sich auch schon ansehnliche Anstalten zur Bereitung von baumwollnem Ma⸗— schinen⸗ Garne in den westlichen Provinzen des preußischen Staats. Namentlich hatte der Regierungsbezirk Suͤsseldorf in 29 Anstalten 65,677 Spindeln ö x Koͤln , 18,670 J Koblenz 2 = 14, 000 J
2 *
— — — — —
Kunst und Literatur.
Berlin. In der Versammlung der Gesellschast naturforschender Freunde am 20. November sprach Herr Ehrenberg über Francis— Bauer, den verdlenstvollen Auatomen und Botaniker in Kew Green, dessen persönliche Bekanntschaft er in England gemacht, und über seine neuesten Arbeiten, deren einige in den Englischen Pfennig-Magazi— nen mitgetheilt sind. Dahin gehören besonders die Entwickelung der Weizen -Aelchen im trockenen Weizenkorne, deren eine Partie durch Herrn Ehrenberg der Gesellschaft vorgezeigt und auch unter dem Mi— kroskop anschaulich gemacht wurde. In den acht Jahre alten Kör— nern waren die Aelchen, obwohl nicht mehr lebend, doch noch deutlich sichtbar. Sodann zeigte derselbe eine aus lebenden Süßwasser-In⸗ fusorien bestehende Erde aus England bei Reweastle, sprach über de—⸗ ren Verhältniß zu den bei Berlin vorgekommenen und schloß mit Vor— zeigen einer ähnlichen Erde aus Seeibierchen, welche bei Gravesaud, in den Niederungen an der Themse, von ihm beobachtet wurden. —
men: Inversor ,, Instrument vor. — Herr Gurlt zeigte le⸗ bende Räude- oder Krätziilben von ir fr unter dem Mikrofkop, err Karsten hielt einen aus—⸗
schlesische Gebirge, des Regierungebezirks Duͤsseldorf, ein Theil 2 mit seiner Umgegend. Namentlich wa⸗
1338 Verhältniß mit dem negativen Metall, gar aicht zersetzt werden, ? aber über dieses Ie rtr hinaus die a , 2 Salze 16
das positivere Metall dergesialt eintritt, dãß die Legirun ; ständig dabei zerlegt 6 ä s girung selbst voll
—
Berlin. . wir in unseren geen sagenn . Berichten über die interessantesten musikalischen Neuigkeiten und Virtnosen⸗ zeistungen fortfahren, haben wir zunächst auf den in der vorigen Woche eröffneten Eyklus von geisilichen Konzerten in der Sing-Akfa⸗ demie aufmerksam zu machen; er begann mit der Aufführung des Oratoriums Paulus“ von Heinrich Elkamp aus Hamburg und wird mit der des Mendelssohnschen „Paulus“ schließen; man wird also Gelegenheit haben, die verschiedene Wirkung beider Compositionen, die dasselbe Thema bebaudeln, mit einander ju vergleichen. Dajwi— schen sollen Saydn's Schöpfung“ und ein Oratorium vom Mußsk— Direktor Grell, die Israeliten in der Wüste“ nebst einem der kürze⸗ ren Werke Sebastian Bach's aufgeführt werden. Das Oratortum des errn Elkamp wurde als eine tüchtige Arbeit allgemein aner— fannt; man fand darin eine gute Technik und meist auch eine ästhetisch ansprechende Behandlung des Stoffes; nur wünschte man noch eine größere Selbsiständigkeit in der Erfindung und eine organischere Ein⸗ heit in der Ausarbestung. Ein Gleiches wäre von der neuesten Pro— duction eines jungen hiesigen Komponisien zu sagen, welche kürzlich auf der Köuiglichen Bühne zur Aufführung kam, von Karl Eckert's kleiner Dper „der Laborant im Riesengebirge.“ Es ist freilich in einer Zeit, wo eine solche Fülle von musikalischen Gedanken schon e Gemeingut geworden, für einen Tonsetzer eine sehr schwierige ufgabe, dem Publikum noch etwas Neues zu bringen, und anderer seits kann wieder ein zu ehrgeiziges Streben nach Originalität zu völligen Verirrungen führen, wie wir es au Berlioz in Paris sehen. Um solche Excentrigitäten zu vermeiden, thut dann allerdings ein Künstler, der nicht die geniale Kraft in sich fühlt, der Schöpfer eines neuen Musiksipls zu werden, immer besser daran, sich an ein großes Vorbild ju halten; aber zu hüten hat er sich vor zu vielen Mustern, damit er nicht sich selbst darlber verliere und uns, siatt eines orga— uischen Ganzen, ein Aggregat zusammengesetzter und verschiedenarti⸗ ger Bestandtheile liefere. Wenn nun von dieser Seite minder bedeu— tende Fortschritte in den Leistungen Karl Eckert's zu bemerken wa⸗ ren, o zeigt er sich dagegen als Violin Virtuose außerordentlich vor⸗ gerückt au Fertigkeit und Ausdruck, wovon er vor kurzem zweimal offentliche 36 ablegte. Zwei andere, bereits längst bewährte Vir= tuosen Berlin's, die beiden Konzertmeister Gebrüder 6 hatten 56 im Konzertsaale des Königlichen Schauspielhauses elne musi⸗ alische Abend-Unterhaltung veranstaltet, bei welcher auch Miß Clara Novello, Herr Mantius und der Pianist Herr Taubert mitwirkten. Die beiden Theile dieses überaus zahlreichen Konzerts wurden durch die Ouvertüren zu den „Abencerragen“ von Cherubint und zum Sommernachtstraum“ von Felir Mendelssohn eingeleitet. Die er— stere ist zwar ein kunstvoll gearbeitetes und majestänsches Musikstück, aber es fehlt ihr an Wärme und tiefer Empfindung, wie den meisten Compositionen Cherubini's. Welch' andere Wirkung macht dagegen die Sommernachtstraum⸗Symphonie; in ihr weht und schafft der echte Genius der Musik, „wie Himmelskräfte auf und nieder steigen und sich die goldnen Eimer reichen. Die Herren Leopold und Moritz Ganz trugen , einzeln, der Ersiere auf der Violine, und der Letz⸗ tere auf dem Violoncelle, ein Konzertstück vor und spielten zuletzt zu⸗ sammen ein konzertirendes Duett. Den größten Beifall fand das Concertino für das Pioloncelle; der Violinist hätte vielleicht lieber ein anderes Stück wählen sollen, als das sogenannte „Tremolo“ von Beriot, denn so sehr man auch die talentvolle und fleißige Kopie be⸗ wundern mochte, die noch dazu bloß aus dem Gedächtniß geliefert wurde, so blieb es doch immer eine Kopie und die Vergleichung mit dem Original lag noch zu nahe. Herr Taubert spielte drei von ihm selbst komponirte Etüden mit innigem Gefühl und eben so delikatem als energischem Vortrage; wir möchten sagen, er bilde die Mitte zwischen Henselt und Döhler, deren Spiel offenbar nicht ohne Einstuß auf das seinige geblieben ist. Unter jenen drei Compositionen zeichnete sich besonders die zweile, la Campanella, durch poetische Erfindung aus. Wie verlautet, werden wir im Laufe dieses Winters auch noch den berühmten Pianisten Thalberg hier hören. Was die Vokal-Par⸗ tieen des gestrigen Konzerts betrifft, so erwähnen wir nur noch, daß Herr Mantius eine Arie von Donizetti mit der ihm eigenen Zartheit sang und sich darin bis zu schwindelnder Höhe verstieg, so wie, daß Miß Clara Novello, obwobl mit etwas belegter Stimme und daher mit einiger Befangenheit, zwei Arien von Händel und Meyerbeer und das God save the Gugen vortrug, welches sie auf dringendes Verlan⸗ gen, ungeachtet ihrer Indisposiiion, in Dentscher Sprache, als: „Heil Dir im Siegerkranz“, wiederholte. Der aufmunternde Applaus schien ir für diese Wiederholung die ganze Frische und Klarheit ihrer Stimme wiederzugeben, und so schloß das Konzert mit einem voll kommen befriedigenden Eindruck. 10.
—
Auswärtige Bsrsen. . Aster d am, 17. November. Riesderl. vlirkl. Sahuld B3 12/69. S0 do. 1011. do / g Span. 1613.8. Passivs —. Ausg. Sch. - PFräm. Sek. 1221 /.. Paln. —. Oesterr. Met. —
—— — —
Kanz. Bill. 2. Linsl. — Ereuzgs.
Antwerpen, 16 November.
Bank. Actien
Bank. Actien 1268. 1166. z0/, do.
Cons. 39/9 92a! /. 30/9 do. 203.
Do / Rente fin cour. 111. 5. fin cour. 192. 38. So /o Span. Rente 171. Passive — 230, Portug. j r )
i, * November. ongl.
Russ. 107 /.. do / pen
Nene Anl. —
London, 1. November.
8 3 Neue Anl. 172)J. Do,, Portug. n
Paris, 16. November.
30/9 fin cour. S2. do, N.
Wien, 17. November.
ose Net. 1031 oö. r se icossis. zcsu sii. 2st, — 19059
138635. Neue Anl.
—
—
Berliner Börse. Den 22 November 1838.
Im tIl· cher EGnm de- e d CeIld- Cen Ze tte
Freitag Schaernalk.
J. Nestroy.
Kapellmeister Oper in 3
— — — —— — . — — — — — —
—— —
Bekanntmachungen.
2 Aà u 8 3 n *
Alle diejenigen, welche an die Verlassenschaft des verstorbenen Guts⸗Besitzers Carl Felix Georg v. Behr auf Behrenhoff, in apecie an das dazu gehörende, ge⸗ dachte, im Greifswalder Kreise belegene Gut c. p.
orderungen und Ansprüche haben, werden zu deren ÜAnmeldung und Beglaubigung in einem der folgen— den Termine: den 1. und 22. Rovember und 13. Dezember e,
Sormtttags 19 Uhr. haben: Jassy, Mainz, Frankfurt a. M.: e,, ,, rnb dreier. ee i eie e kee deer , ea b, er. . nige . den 25. September 1838. e , e gn shler . In . ᷣ . ö s . z J Lönist Biens, gigen don onnerns 3 ge Gäele, dndeeläs Crit za Sen Mad cken, ch wären Fähren.
Dr. Odebrecht, Königl. Hofger.⸗Rath. 3) . ö,, . Ber⸗ = ,,. .
¶ . S.)
liner politische
Die Verlags⸗Buchhandlung des verstorbenen Gehei⸗ men Legationsraths Wilhelm Hennings allhier, soll auf den Antrag der Erben bis zum 1. April 1sz39 meistbietend verkauft werden.
Kaufliebhaber erhalten die gedruckte Inventur un⸗ entgeltlich in jeder Buchhandlung, und werden Kauf— gebote und soüstige auf den Handel bezügliche Anfra⸗ gen sowohl vom Stadtgerichte, als von dem Buch⸗
Al gemeiner Anzeiger
händler Herrn W.
Briefen angenommen. Gotha, den 18. Oktober 1638.
Das Stadtgericht daselbst.
Literarische Anzeigen.
Bei Otte Wigand, Buchhändler in Leipzig, ist so eben erschienen und in allen Buchhandlungen zu
) Die protestantische Reaction. stenbenrg gegen die Philosophie;
8) Die katholischs Reaction oder der religiöse Sanzg⸗ külottismus in den Triariern von J. Görres.
* 96 5 9 f n an n schen e erlags⸗ , ; i ittgar o eben erschienen und bei E. S. noch nicht erreichter Schönheit, ist von allen Ken. Mittler in Berlin (Stechbahn Nr. 3), Posen, Brom- nern mit dem ungetheiltesten keifan
Creta
von Donizetti. Zweiter Fraͤul. Johanna v. Schoultz, erste Saͤn San Carlo zu Neapel: Anna Bolen, als Der Schweizer⸗Soldat, militairisches Ballet in i Akt, von Hogutt Im Schauspielhause: 1) Trop heureuse, vaudeville en I Acte 2) Paul et Jean, vauderille en 2 actes, par Mr. Bayard.
Königsstädtisches Theater.
Theodor v. Haupt.
In Vertretung des Redactturs: Wentzel. — 1
68 pCt. O.
Königliche Schauspiele. 23. Nov. 27m Opernhause:
z gesungen in Italiaͤnischer Sprache. erin des Theater; astrolle.) Hierauf:
23. Nov. Eulenspiegel, oder: Schabernack uber Wiener Lokal⸗Posse mit Gesang in 4 Akten, vo Mustk vyn A. Muͤlser. ü .
Sonnabend, 24. Nov. Der Verschwender. Original⸗ ber⸗Maͤhrchen in 3 Alten von Ferd. Raimund. 3
usik vom Konradin Kreutzer. s
Senn a, . Nov. Wilhelm Tell. Heroisch⸗ romantische
en, nach Jouy und Bis frei bearbeitet v ⸗ Musik von Rossini. n 9
Gedruckt bei A. W. Sayn.
e 2 für die Greifswald, zu haben: 8 rh 8, C. F. W. Gnosch.
von K. L. lem von
Wochenblatt;
Dach dem Original- Gemälde Seiner Majestät des Königs
Leo und Heng—
Auf Chinesisehem Papier Colorirt Dieses Kunsthlatt von unübertreffl
höehstdemselben mit allergnädigster Ge- nehmigung zugeeignet.
Auf Eranzösischem Velinpapier s Thlr.
3 Thlr. 18 sgr.
4 Thlr. 18 sgr.
Direftors der Königl. Sternwarte zu Greenwich: c. 36. Populaire physische Astronomie. Aus dem Englischen übersetzt
E de m Lit tro np, Adjunkten an der Kaiserl, Königl. Sternwarte zu Wien, korrespondirendem oder Ehren⸗Mitgliede der gelehrten . zu Padua, Erfurt, Sächs. Altenburg,
C.
im Besitze und Aller.
icher, bisher
Preußischen Staaten.
Hennings zu Erfurt in sfrankirten Ker Culu und Gnesen, auch bei L. Bamberg in
worden. Das Sr. Majestät dem Könige zugehörizs griginal. Gemälde ist eines der Lieblings. Bilder allor Kunstfreunde anf der jetzigen Ausstellung, un. l dürfte auch diese Lithographie in der Gunst d - Publikums hald den ihr gebührenden ausgezeichms. ten Rang einnshmen; zur Erleichterung der An- Schaffung ist der Preis unge wöhnlich 6 gestollt.
Fräe drich Krebs, Kunsthändler, Französische Strasse No. Al, am Gendarmen. Platze.
Bei S. D. Bara sch in Berlin, Jägerstraße Rr. 17, ist zu haben: Aristoteles ex rec. J. Becker, A Vol,, Ato., Ber- lin 836.6, Hfrzbd. 183 Thlr. Plato, ed. j. Bedker, 11 Vol. Londini 82. 187 Thlr. Ciceronis Opera, ed., Qrnellius, Turici sas, à Vol. in7 Partes. bil. 11 Thlr. Plato, ilbers. von Schleierm ach? r, Ber⸗ lin Sas, 6 Vol. Ppbd. oz Thlr. Raum er, Geschschte der Hohenstaufen, 6 Bde., Ppbd. 12 Thlr. Grim mz Deuische Grammatik, 3 Theile, Hfrzbd. z Thir. Leo, Nieder ändische Geschichte, 2 Thle., Ppbd. Sr Thlr. Gervinus, Geschichte der poetischen National-⸗Lite⸗= ratur, 3 Thle., Ppbd. 6 Thir. Menzel, Literatur, 4 Thle., eleg. Hfrzbd. Sz Thlü. Zeitung, 6 Jahrgänge, Ppbd. 6 FThir. r n,, 33 * 2 öh. 17 i uth, Hellenische Alterthums kunde, 2 Thle., eleg. Hfrzbd. 7 Thlr. z
aufgenammen
Anna Bolen, Oper
* Cour. ö . K name, ,, Wen. X nnen. .,. x d ar e. fr iv oe e erm. Fe,, , Tr rr. Pr. Engl. Obl. 24 1031,59 1023. Car- a. Neam. do. 3 3 m kram x. . -er. 6833 S6 ise arleri-cRke do, . 1a. 2. KRarm. Ohl. m. l.c. 4 1031. 103 ãekat. C. und 2. 9 Nm. Int. sch. do. 4 193 1021s. 80h. 4. R. 1. N. — 893 ve. herl. Stad. Ou. 1 1027/, 1022. — Königab. da. — — Gold al mareo — 21515. 21u Elbinger do. 1 — — Nene Daenten 1815. 2. Daun. do. lu T. — 18 — Friedriebad'or — 131, 19 Weat)yr. Ffaadbr. 1 101 100 /. And. dioldmũan- qgroseb. Pos. de. I 105 1011 eu 3 8TII. 1816, 123 Oaꝛpr. Efandbr. saI 101 10016. MPiaconto 2 11 r. Da, Ve ck sel- Cour s. Thlr. aa z6 znr. ö. Brief. Gesq. mrs dam 230 F] Kurn 11ol / 13d . do. 2 22 * 46 — 250 FI. 2 Mt. 13955 159, HNamburg 228 2 SS00 Ml. Kurs 1503. — , , z00 Mb. 2 Mt. 1501, — London.... ... 2 118. 3 Mt. 6 22 3 PFarig......... .. 200 Fr. 2 Mt. 7922 — Wien in w Tr. ... ...... ... 1530 F 2 Mt. 101*/ * Augnuhurg.............. 180 FI. 2 Mt. 1015, — . 66 . 100 TI. 2 Mt. 991, — Leipꝛig......... . . 100 Thul. 8 Tage — 102 Frankfurt a. M. W..... .... 130 Pi. 2 Mt. 1011, — Petersburg 2 2 100 Rb. Wock. — 20, Meteorologische Beobachtung. 1838. Morgens Nachmittags Abends Rach einmaliger 21. November. 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung. — Lufidruch... zd d dl“ Par. S3 A, a par. 333, os“ Par. Quell wärme ⁊7, 3 0 9. Lustwãrme... — D200 R. — 1,99 R. — A, 10 R. Zlutwärme 1,ů20 R. Thaupunkt. .. — 6428 R. — D, o R. — 6,19 R. Bodenwärme 5,35 3. Dunstsattigung S0 pCt. 49 pCt. 76 pCt. Autdunstung O MQ 3. Wetter.... heiter. deiter. halbheiter. Niederschlag O. Wind .... O. O. O. Warmewechsel — 1,0 Wolkenzug... . — O. — — 8, 10 T ag esmitte l 33 d / 24 Par... . 3,5 9 R.. 6 n Id 0 R...
Kö
Preußischt Staats-Zeitung.
Allgemeine
Amtliche Nachrichten.
Kronik des Tages.
e. Majestaͤt der König haben dem Kaiserl. RNussischen . der Artillerie, Philosophoff, den Rothen Adier⸗Orden zweiter Klasse in Brillanten zu verleihen geruht.
Des Königs Masestät haben den bisherigen ber ⸗ Regle⸗ rungs⸗Rath von Koenen zum Geheimen Finanz ⸗Rath und vortragenden Rathe in der zweiten Abtheilung des Ministe⸗ riums des Koͤniglichen 6 zu ernennen und die daruͤber ausgefertigte Bestallung llerhoͤchstselbst zu vollziehen e
Des Königs Majestäͤt haben den Regierungs- Rath und Ritterguts⸗Besitzer von Bockum⸗Dolffs auf Vollinghausen und Ahse zum Landrath des Kreises Soest, im Regierungs⸗ Bezirk Arnsberg, Allergnaͤdigst zu ernennen geruht.
Der Notariats- Kandidat Joseph Harprath ist zum Notar fuͤr den Friedensgerichts Bezirk Neumagen im Land⸗ erichts⸗ Bezirke Trier mit Anweisung seines ohnsitzes in dier magen ernannt worden.
Bekanntmachung. 3 Der wiederholt erlassenen Aufforderungen ungeachtet, sind von den fruͤher ausgegebenen Bank ⸗Kassen⸗-Scheinen die hier⸗
unter verzeichneten bis jetzt noch immer nicht zur Realisation
(bracht worden. Es werden daher die Inhaber dieser Scheine jerdurch nochmals aufgefordert, dieselben gegen Empfangnahme des Betrages in Courant oder Kassen, Anweisungen bis spaͤte⸗ stens den 31. Jan. 1839 bei den betreffenden Bank ⸗Kassen ein⸗ zuliefern, indem nach Ablauf dieser Frist die gaͤnzliche Praklusion ber bis dahin nicht zur Einloͤsung praͤsentirten Bank-Kassen—⸗ Scheine ausgebracht werden wird. Geschaͤftsunkundige machen wir hierbei darauf aufmerksam, daß diese zinslosen Bank⸗Kassen⸗ Scheine sich von den , e genden Bank-Obligationen nicht bloß durch den Inhalt, sondern auch durch die Form unterscheiden, indem die Bank. Obligatio⸗ nen auf einem ganzen Papierbogen ausgefertigt werden, die Bank⸗Kassen⸗Scheine dagegen nuͤr die Groͤße eines Viertelbo⸗ ns haben. ö ir Bank⸗Kassen⸗Scheine, welche von dem Haupt⸗Bank⸗ Direktorium ausgegeben und unterschrieben sind, duͤrfen ferner nicht mit den jetzt werthlosen Kassen-Anweisungen von 1824 verwechselt werden, welche die Koͤnigliche hohe Haupt-⸗Verwal—⸗ tung der Staats Schulden ausgefertigt hat, und denen sie zum Theil in der Größe aͤhnlich sind. Betlin, den 20. November 1838. Haupt Bank⸗Direktorium. Hundt. Witt. Reichenbach. A. Haupt- Bank ⸗Kassenscheine. S120 de 1823 auf J. H. Ebers oder Inhaber sa 300 3 0 lautend 2 200 Rthlr. . de 1824 auf B. L. Lindau oder Inhaber se 500 Rthir.
lautend 44 2 16 ] e 1826
4137 S9ꝛ0 de 1827
od 1386 de 1826] 2 200 Rthir.
18662 de 182863
13h06 de . ödob Rthir.
1576 4e i831 a 1000 Rthir. 14. z36. 25. 622. oyj. öoz. Sz. 1221. 6j. 1351. 360. i389. 183. 170. 172. 1863. 1865. 2096. 2235. 2109. 215i. 2783. 2805. 3813. 3335. Jöb7. J7z3. 352. 3762. 3773. 3570s. 35153. 3975. 1217. 75. zo. 41. 1856. S575. 632. zala. 355.
VNöz. le 1833 32 1000 Rthlr.
916 de 1833 à 500 Rthlr.
14132 270
Kassenscheine der Bank⸗Comtoire 1) zu Breslau.
5
*
2 100 Rthlr.
1191. 1590.
2329. 4e 1832
3352.
4711.
7
e n, n , , s , n e, n, n s , . .
1601
Nr. 34 )
; 9 de 1832... à 500 Rthlr. 71I7 ;
ö . de 1833 ..... à 100 Rthlr. 1025
2) zu Koͤln. Nr. 107. de 1833 ..... à 100 Rthlr. 3) zu Königsberg.
Nr. 321
1530
5735 4e 1833... . aA 100 Rihlr. IJ765
9bꝛ2
) zu Stettin.
Nr. 5 ;
V
Ren] de 8; 2 100 Rihlr. 1145
Bei der am 21sten und 22sten d. M. fortgesetzten Ziehung der oᷣten Klasse 78ster Koöͤnigl. Klassen-Lotterie fiel ein Haupt— Gewinn von 20, 000 Rthir. auf Nr. S0, 315 nach Zeitz bei zuͤrn; 3 Gewinne zu 5000 Rthtr. fielen auf Nr. 56,285. 67, O72 und 73, zÿ 4 nach Juͤterbogk bei Gestewitz, Liegnitz bei Leitgebel und nach Muͤhlhausen bel Blachstein; Jö Gewinne zu 2060 Rthlr.
Berlin, Sonnabend den 24sten November
auf Nr. 7342. 10,586. 25, 607. 44,862. 49,520. 55, 494. 63, 931. 9a, 56 l. 94, Si und 100,986 in Berlin bei Grack, bei Seeger und bei H. A. Wolff, nach Bielefeld bei Honrich, Bromberg bei Schmuel, Halberstadt bei Sußmann, Landshut bei Nau— mann, Stettin bei Rolin, Stralsund bei Claußen und nach
Wittenberg bei Haberland; 7 Gewinne zu 1000 Rthlr. auf Nr. 977. 2809. 3380. 5185. 520. 7352. 7J610. 7788. 9275. 93178. 16, S5. 12, 201. 17,379. 20,178. 21,514. 21, 45. 25, 372. 30,033. 32,633. 38,285. 38, 613. 40, 055. 41, 254. A9, 568. 57, 703. 58, 382. 8, M2. 59. 939. 60, 35. 62, S8. 67, ol 1. 70, 1259. 71, 678. 75, 7sSb. Ti äzo. SI, S50. Sa, 263. S2, 371. S7, 955. S ol3. oi, 687. oi, O3. va, 708. 97, 61. 101, 592. I03, 35 und 105,272 in Berlin bei Alevin, bei Baller, bei Burg, 3zmal bei Matzdorff, bei Mestag und zmal bei Seeger, nach Aachen bei Levy, Breslau bei Ger— stenberg, bei Holschau, 2mal bei Leubuscher und 2mal bei Schrei⸗ ber, Bunzlau zmal bei Appun, Coöln bei Reimbold, Danzig 2mal bei Reinhardt und bei Rotzoll, Driesen 2mal bei Abra— ham, Duͤsseldorf bei Spatz, Eilenburg bei Schwerdtfeger, Elber⸗ feld bei Heymer, Frankfurt bei Salzmann, Halberstadt bei Suß— mann, Halle 3mal bei Lehmann, , bei Hellmann, Juͤ⸗ lich bei Mayer, Koͤnigsberg in Pr. bei Heygster und bei Sam— ter, Liegnitz 2mal bel Leitgebel, Magdeburg bei Brauns und
bei Roch, Posen bei Bielefeld, Potsdam bei Bacher, Sagan bei Wiesenthal, Thorn bei Kaufmann und nach Torgau bei Schubart; 53 Gewinne
zu 500 Rthlr. auf Nr. 26335. 5956. S362. 9359. 13, 79. i5, 957. 16, 65. 20,111. 260, 612. 26,20. 273799. 27, 905. 28, Si9. 306, 463. 31, 170. it, 530. 356,170. 35, 9ꝛ. 37 is. 43,310. A8, 89. A9, 13. SI, Sa9. 5212. 5, 118. 59, 327. z 99. 6 8 j0. S5, 635. 66,35. 70, 969. Iz, 43. 73, 121. 73, Sal. 75,111. J5, 86. 77,246. 79, 093. S2, 2.57. Sa, a63. Sa, S135. 90, oy. z 351. 91,05. Ji, 900. S6, 190. 96, 650. 102,55. 106, 618. 100,918. 110,512. ilo, Śors und 1II,509 in Berlin bei Bor— chardt, Smal bei Burg, bei Gronau, 6mal bei Seeger und bei
. A. Wolff, nach Bielefeld bei Honrich, Breslau 2mal bei . und 4mal bei Schreiber, Coͤln bei Krauß und 2mal bei Reimbold, Driesen bei Abraham, Duͤsseldorf bei Spatz, Elbing bei Silber, Frankenstein 2mal bei Friedlnder, Frank— furt bei Baßwitz, Glogau 2mal bei Levysohn, Halberstadt bei Alexander, Halle 2mal bei Lehmann, Königsberg in Pr. bei Burchard, bei Heygster und bei Samter, Magdeburg 3mal bei Brauns und bei Roch, Minden 2mal bei Wolfers, Posen bei Bielefeld, Sagan zmal bei Wiesenthal, Schweidnitz bei Scholz, Stettin bei Rolin und bei Wilsnach, Torgau bei Schubart und nach Wesel bei Westermann; 79 Gewinne zu 200 Rtihlr. auf Nr. 240. 397. 1867. 2999. 4397. 5067. S308. 9876. 9962. jo, oz5. io, z35. Io, 151. Li, 633. 12,180. ii, 143. Ia, 510. 16, so. 19, 105. 19,526. 20,576. 22,281. 24 476. 24, 692. 26, 765. 29, 330. 31,938. 33 ol. 33, Oo5. 34,872. 36 38. 37,235. 37 360. 374g. 37788. 38,608. zg, 075. Ai, 632. 33, 069. 4, 755. 30, 26. 50,51. zi, i23. S5, Sg6. S5, 96 J. S6, iS2. S7, 9z1. 38, G36. So, 971. 61,917. 62, 651. 64, 313. S6, O56. Ji 627. 3, 9o7. Ji, 672. 7,575. 73, 0ꝛs. Jo, 97. S0, zzö. S0, 357. S2. 173. Sz O54. Sb, S6. S7. 895. Sg, 65. 92, 203. 95,093. 953, 702. g8, 143. 100,265. 102,054. 102, A29. 155,57. joz,5i7. 10s, 8.3. 165,91. ioz, 138. 108, 298 und j i 50S.
Die Ziehung wird fortgesetzt. Berlin, den 23. November 1838. . t Königl. Preußische General-Lotterie-Direction.
Das z3ö5ste Stuͤck der Gesetz Sammlung, welches heute ausgegeben wird, enthält: unter Nr. 1917. das Gesetz uͤber die Eisenbahn-Unternehmungen, vom 3Zten d. M.; und ist dasselbe fuͤr den Betrag von 2 Sgr. auch einzeln zu bekommen. Berlin, den 24. November 1838. Gesetz⸗ Sammlung s⸗Deb its⸗Comtoir. Angekommen: Se. Fuͤrstbischöfliche Gnaden der Fuͤrs⸗ Bischof zu Breslau, Graf von Sedlnitzky, von Breslau.
Zeitungs-Nachrichten. Ausland.
Frankreich. —
Paris, 17. Nov. Der König ertheilte gestern dem Oester⸗ reichischen Botschafter, Grafen Appony, eine Audienz und fuͤhrte dann den Vorsitz im Minister⸗Rathe. —
Der Name des Mannes, der vor dem Garten der Tuile— rieen erschossen wurde, ist bis jetzt noch nicht bekannt.
Das ministerielle Journal „la Presse“ enthaͤlt heute sol— genden Artikel; „Das Stillschweigen, welches wir uͤber die Broschuͤre des Herrn Duvergier von Hauranne beobachtet ha⸗ ben, scheint einigen Journalen unangenehm, und sie gehen uns lebhaft an, um die Ürsache davon zu erfahren. Unsere Antwort wird sehr einfach und ungemein kurz seyn. Die Lehrsaͤtze haben nur Werth in unseren Augen, so lange diejenigen, welche sich zu denselben bekennen, ihnen treu bleiben; seit nun aber die Herren Duvergier und Lerminier ihre Fahnen ausgetauscht ha—⸗ ben, stehen sie in unserer Schaͤtzung Beide gleich. Der Ver— theidiger des Koͤnigthums tritt als öffentlicher Anklaͤger desselben auf, und der Verleumder des Koͤnigthums ist jetzt dessen offi⸗ zieller Apostel. Es ereigne sich aber irgend ein ernster Um— stand, so werden Beide die Rolle aufgeben, die der Ehrgeiz sie spielen läßt, und zu der Aufrichtigkeit ihrer Meinungen zutuͤck— kehren. Wir werden alsdann den monarchischen Deputirten, den Freund des Herrn Guizot an unserer Seite und den republikanischen Professor, den Mitarbeiter des Herrn von Lamennais, uns ge— genuͤber wiederfinden. Was sich daher jetzt zutraͤgt, ist in un—
sern Augen nur ein armseliges Spiel, dem sich die Parteien
aus Langer weile uͤberlassen, und man wurde sehr Unrecht haben, das ernstlich zu nehmen, was am Ende nur eine Schriftsteller⸗ laune ist. Unserer Meinung nach, duͤrfen die in der „Revue fran gaise“ von Herrn Duvergier von Hauranne publizirten Artikel den Freunden der Ordnung und der Freiheit eben so wenig Besorgnisse einfloͤßen, als die in der „Revue des deux mondes“ von Herrn Lerminier publizirten Artikel ihnen Zuver— sicht geben duͤrfen. Dies ist der Grund unseres Stillschweigens, zu dem wir nicht schnell genug zurückkehren zu konnen glauben, wir geben uns nicht die Muͤhe, schlechte Stuͤcke auszupfeifen, sondern wir weichen ihnen lieber aus.“
Dasselbe Blatt sagt: „Der Aufenthalt des Präfekten des Dordogne⸗Departements in Paris, hat von Seiten mehrerer Journale zu r Auslegungen Anlaß gegeben. Der wahre Gruͤnd der Reise des Herrn Romieu ist der Abschluß einer Heirath. Was eine angebliche Broschuͤre des Generals Bugegud betrifft, die sich in den Haͤnden des Conseils⸗Praͤsidenten defin⸗ den soil, und deren Erscheinen man zu verhindern, oder 3 ver zoͤgern suche, so erklärt sich der Moniteur parisien fuͤr er— . ein solches Geruͤcht auf das Entschiedenste Luͤgen zu
rafen.
Nach laͤngerem Stillschweigen äußert sich heute das Jour- nal des Debats einmal wieder uͤber die Spanischen Angele⸗ genheiten und sagt: „Die langsame Auszehrung, welche Spa— nien nach und nach untergraͤbt, wird von Zeit zu Zeit durch eine fieberhafte Erschuͤtterung unterbrochen, welche die Aufmerk— samkeit nach jener Seite , und den Parteien, welche Spanien von Außen her beobachten, einen Text liefert, aus dem Jeder die Bestaͤtigung seiner Hoffnung zu schoͤpfen sich be—⸗ muͤht. Seit einiger Zeit sind die von der Halbinsel kommenden Nachrichten im Allgemeinen der constitutionnellen Sache nicht guͤnstig. Der Tod des General Pardiñßas und die Niederlage seiner Division, die Intriguen, welche in Madrid geschmiedet werden, um das schwache Ministerium des Herzogs von Frias zu stuͤrßen und vor Allem die schauderhaften Niedermetzelungen in Valencia und die Wiederaufnahme jenes grausanen Sp— stems, welches vor einigen Jahren durch die Mission des Lord Elliot unterbrochen wurde, — dies Alles scheint die
rophezeiungen zu bestaͤtigen, welche die legitimistischen er r. bei dem Eintritt der Prinzessin von Beira in Sxpa— nien verkuͤndeten. Wir sprechen nicht oft von Spanien, weil in Ermangelung entscheidender Ereignisse wenig davon zu sagen ist, und besonders, weil es wehe thut, beständig auf so schmerz— liche Calamitäten zuruͤckzukommen, wenn einmal der Entschluß efaßt ist, keine Abhuͤlfe leisten zu wollen. Indeß glauben wir, . unser gewöhnliches Stilsschweigen aufgeben zu muͤssen, um wenigstens zu verhindern, daß man sich uber die Bedeutung der Ereignisse nicht iaäͤusche und sich die Folgen derselben nicht uͤbertreibe. Von den militairischen Ereignissen wollen wir nichts sa⸗ en, man weiß nun aus vieljaͤhriger Erfahrung, wie schwach die Re⸗ altar sind, die aus allen jenen Siegen hervorgehen, von denen man so viel Larmen macht. Was die politischen Intriguen betrifft, so wer⸗ den sie wahrscheinlich die exaltirte Partei wieder an's Ruder bringen, die in Valenzia und Murcia zu schoͤne Siege uͤber die Karlistischen Gefangenen erfochten hat, als daß man glauben könnte, daß sie dabei stehen bleiben wurde. Man meldet schon die Ruͤck= kehr des Herrn Mendizibal nach Spanien; dies ist sehr bedeutungs⸗ voll, denn wenn in Spanien eine Partei anfängt, sich schwach u fuͤhlen, so gehen ihre am meisten kompromittirten Chefs ins
usland und warten daselbst kluͤglich die Ruͤckkehr besserer Tage ab. Wir verlieren Herrn Mendizabal; aber wahrscheinlich wird sich Paris dagegen bald der Anwesenheit der Herren von Toreno und Isturiz erfreuen. In einem anderen Lande wuͤrde man sich vielleicht wundern, eine Partei wieder ans Ruder treten zu sehen, welche sich in den Zeiten ihrer Macht nur durch Mordthaten oder Dummheiten ausgezeichnet hat. Wer aber die wirkliche Lage Spaniens kennt, und dem Spiele der Par teien einige che aufmerksam gefolgt ist, dem wird ein solches Ereigniß nicht allein natuͤrlich, sondern sogar unvermeidlich er⸗ scheinen. In dem beklagenswerthen Zustande, worin sich das Land befindet, bei dem Mangel aller finanziellen Huͤlfsquellen, aller Ordnung und allen moralischen Kredits, sind die hoöͤchsten Staats ⸗Aemter die schwierigsten Posten; moͤge man nun, um sich auf denselben zu erhalten, die Maͤßigung der Schwache, oder die unnuͤtze Wuth der Ohnmacht anwenden, so wird dech die Partei, die am Ruder ist schnell ihre schwachen Huͤlfsquel= len erschoͤpfen. Daher die Nothwendigkeit, die Werkzeuge oft zu aͤndern, nicht etwa um bessere, sondern nur um andere zu haben. Warum kann die exaltirte Partei gegenwartig das Haupt erheben? Weil sie seit ihrer Niederlage im vergangenen Fahre Zeit gehabt hat, Athem zu schöpfen, und einige Krafte zu fammeln; sie hat gegenwaͤrtig uͤber die Moderirten denselben Vortheil, den diese im vergangenen Jahre uͤber sie hatten, naͤm— lich den, daß sie seit 12 Monaten nicht mit unuͤbersteiglichen Schwierigkeiten zu kaͤmpfen gehabt hat. Dies ist nun aller— dings fuͤr ein Volk eine traurige und demüthigende Tage; aber die Karlisten beeilen sich, unseres Erachtens, Liel zu sehr, daruͤber zu triumphiren. Ja, die Regierung der Königin befindet sich in einem beklagenswerthen Zustande der Erschöpfung; aber sie ist noch so stark gegen Don Carlos, daß dieser, auf seine eigenen Kraͤfte beschraͤnkt, noch in 50 Jahren nicht mit ihr fertig werden wird. Ihr schaudert, wenn ihr von jenen furchtbaren Niedermetzelungen der Gefangenen leset; wis⸗ set ihr denn wohl, was mit denselben eigentlich gesagt werden foll? Es soll damit gesagt werden, daß, so lange nicht eine der beiden Parteien im wahren Sinne des Wortes ausgerottet ist, die andere niemals uͤber Spanien herrschen wird. Die jentgen, welche auf die Eischspfung und auf die Ermattung rechnen, um Vergleiche oder Verschmelzungen zu Stande zu bringen sind Traͤumer die nicht wissen, was ein Spanischet Haß zu be— deuten hat. Das Schicksal der Gefangenen von Valenzaist das Schicksal, welches diejenige der beiden Parteien treffen wird,
die sich ergiebt: das weiß Jedermann in Spanien und das ist es auch, weshalb alle mitleidig oder verächtlich lächeln, wenn