1838 / 339 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

1390

Meteorologische Beobachtung. Morgens Nachmittags Abends Nach einmaliger 6 Uhr. 2 Uhr. 10 uhr. Beobachtung.

Landwehr Uniform von 1813. Saulen trugen die Schlachten⸗ Schilder, uͤher ihnen die Adler, uͤberschattet von Fahnen mit den Namen der großen Feldherren, der Fuͤhrer und Sieger. Trophäen und Gewinde schmuͤckten die Wände. Ein Mittags—⸗ mahl von 210 Personen und ein glänzender Ball am Abend

Im Schauspielhause. Representation extraordinaire: é le reiraite de Mr. Clozel. Le spectacle sera composs * e sie tableaus vivans, représentés par les artistes du theatre enn

2) La premiere représentafion de: Clermont, ou: Une klemme fen ?

Allgemeine

1838. 4. Dezember.

Luftdrud.... 333,70 Par. 334 41 par. 235 O Par. Quellwarme 7, 20 R.

beschlossen das Fest.

4 59 R. 5,00 R.

Lustwarme Thauyunkt ....

Auswärtige Börsen.

Amsterdam, 30. November.

Niederl. virkl. Schuld S3 /.. 37/9 do. 1005/6. So s, Span. 169s 9. Passive Ausg. Sch. -. Prüm. Seh. 122. Eoln. 121. Oesterr. Met. —.

. ö t . s r mn ; * November.

eue Anl. i67/ 9 G. Frankrurt ., 2. Dezember . 2160/9 Holl. 27 I. Bank- Actien 17915. 590 Poln. Loose 13A. Taunushahn-Actien 265.

tlam burg, 3. Dezember.

2 5 /

Rank Actien 1485. 1483 Engl. Russ. 1165...

Neue Anl. —.

London, 39. November.

Cons. 39, v3 */. Belg. 1011.

Ausg. Sch. 71. 212 0uο oll. S3 7. So, 100. do. 30 / 20. Engl. Russ. 11155. Bras. 77.

2225. Peru —. Chili —. Paris, 30. November. 3o½ Rente fin cour. 110. 33.

379 do.

Wien, 30. November. 10/0 1091. 3909 8139. Neue Anl. —.

80, Met. 10759. Bank. Actien 1507.

TZinzl. —.

Neue Anl. 162 1

Columb. 2535/9

39/0 sin cour. 81. 65. sin cour. 101. 95. So/ Span. Rente 173/96. Passive 32.

1 21/1 9

S3 pCt. tegnig. W.

Dunstsãttigung

YM. W.

Wolkenzug . ...

Kana. Bill 233. Tagesmittel:

7,30 R. 4 620 R. 7 S pCt. trübe.

23 4.27“ Par.. 4 6 20 R.. 3510 R.. SI pCt. W.

4 5.530 R. 4 5,10 R. S3 pCt. trũbe. W.

Flußwärme 0,49 R.

Bodenwarme 3,50 R.

Ausdünstung O, es“ Rh.

Niederschlag . 10M Rh.

Warmewechsel 4 7,10 4 * 10.

Mes ils. Taglio

le rale de Nin

Freuas. . Königliche Donnerstag, 6. Dez.

Span. Anl. A4

2 559 / Port.

Wohfff. komponirt und vorgetragen v

Der Pflegevater, Schauspiel „Luͤge und Wahrheit“.

o / g Neap.

Passive M. 809 Port. 301. . Mex.

39 / Port. 203g. 9 Ms. Tanz. Musik von Auber.

60 10, 8—

abend bezeichnet verkauft.

22.

Im Schauspielhause. Konzert. Ouvertüre zum Trauerspiele „Belisar“, von dem Koͤniglichen

. Musik⸗Direktor C. W. Henning. 2) Concertino militaire, für die Violine, komponirt und vorgetragen von Herrn H. Wolff aus Frankfurt a. M. 3) Variationen uͤber ein Thema aus der Oper „der Maurer“, fuͤr die Guitarre, komponirt und vorgetragen von Herrn E Pique aus Prag. 4) Introduction und Variatio⸗ nen für die Violine, komponirt und vorgetragen von Herrn H. 5) Variationen auf der E- Saite, fuͤr die Guitarre,

Freitag, 7. Dez. Im Opernhause. Der Ehestister, Lust— spiel in! Akt. Hierauf: Der Maurer, Oper in 3 Abth., mit

Zu dieser Vorstellung werden Opernhaus-Billets mit Sonn⸗

Sch au spiele. ; Ein Bill ges 1 Rthlr.

oder: nach dem Fr Freiherrn von on Herrn E. Pique. Hierauf: in 4 Abth., vom Verfasser von oft parodirten

hierin wieder

l

tiste, vaudeville nouveau en 2 actes, par Seribe. remplira le raͤle de Clermont.)

Le spectacle sera termin par: Les vieux péchès. (Mille x 2 * . u. premiere danseuse de lopéra, remplira, pour cette fois seule dun,

Zu dieser Vorstellung sind Billets von Mittwoch de d Me, früh 9 bis 1 Uhr, in der Wohnung des Herrn Mohrenstraße Nr. 56 zwei Treppen hoch, sen zu haben:

Freitag, J. Dez. Nelke und sale der Familie Monetenpfutsch.

von A. Muͤller.

r. Saint. An

3) Le pas Styrien, 2 ni et Galster, et par Mal. Taglioni et Slullmij uller.

V

ette.) mem,

rn zu folgenden ö

et zum Balkon und einer Lage des ersten Ru,

2c.

Königsstadtisches Theater. Donnerstag, 6. Dez. Der Pariser Perruquier.

Zum erstenmale wiederholt; In Komische Oper in 3 Atum anzoͤsischen des Planard und P. Duport, van Lichtenstein. Musik von Thomas. Handschuh, oder: Die Schich Neue Parodie eines schan, in 3 Akten, von J. Nestroy. Muss (Herr Beckmann wird nach seiner Genesun auftreten.)

Stoffes,

In Vertretung des Redacteurs: Wentzel. —— 0

Géercruct bei A. W. Sayn.

Bekanntmachungen.

r i , m nm Nachstehend benannte Personen: I) der Schuhmacher-⸗Geselle Martin Burchardt, wel cher im Jahre 1788 auf die Wanderschaft gegangen 2)

Christian und Elisabeth, geb. Finger-Steinmann

schen Eheleute aus Borolno, welcher im Jahre

1817 von Rosnowo nach Schwetz gegangen; 3)

7

Thorn abgeflihrt worden; die Euphrosine Urban, welche im Jahre 1820 den obervormundschaftlichen Consens zur Verheirathung mit dem Einsassen Carl Uckermann in Ostromecko erhalten hat; die Geschwister David und Elisabelh Fanslau, welche sich vor etwa 28 Jahren aus der Gegend von Culm entfernt haben; die Gottliebe, geborne Ochner, verchelichte Nico— laus Weber, welche vor etwa 24 Jahren nach Rußland verzogen; der Johann Wevher, welcher im Jahre 1812 oder 1813 in der Absicht, sich in Bessarabien anzusie⸗ deln, weggegangen, welche seit den angegebenen Zeitpunkten keine weitere Machricht von ihrem Leben oder Aufenthali gegeben haben, so wie deren etwanige unbekannte Erben und Erbnehmer, werden hierdurch aufgefordert, schon vor. her oder im Termine den 7. Oktober 1839, Vormittags 11 Uhr, vor dem Herrn Kammergtrichts-AÄssessor Petri im Ge— richtshause hierselbst sich ent weder persönlich oder schrift lich zu melden, widrigenfalls sie für todt erklärt und ihr Vermögen den sich legitimirenden Erben oder in deren Ermangelung dem Fiskus zugesprochen und ver— abfolgt werden wird. Culm, den 2. Rovember 1838. Königl. Land- und Stadtgericht. Westphal.

——————————

RNothwendiger Verkauf.

Von dem Königlichen Land und Stadtgerichte zu Ueckermünde sollen die beiden an der Chaussée zwischen Pasewall und Anklam, eine Meile von ersterer Stadt belegenen Etablissements

I) Albertshef, früher Saurenkrug genannt, aus einem herrschaftlichen Wohnhause, einer Scheune, einem Stallgebäude, Backhause, zwei Familien- Häusern, zwei Ställen, einer Beck Windmühle, einem Kruge nebst 3 Ställen, 1 Morg. 110 N Ruth. Garten—⸗ land, 741 Magd. Morg. 19 Q Ruth. Acker und 26 Magd. Morg. 111 CG Ruth. Wiesen bestehend, tarirt auf 5998 Thlr. 21 sgr. 8 pf.

) Wilhelmsthal, bestehend aus einem Wohnhause, einer Scheune, einem Stalle, zwei Familienhäusern nebst einem Stalle, einer Schmiede mit Wohnung, E Magd. Morg. Acker incl. A Magd. Morg. Sandschellen, 51 Magd. Morg Wiesen und 1 Magd. Morg. Koppeln, tarirt auf 2197 Thlr. 5 sgr.,

am 8. Mai 1839, Vormittags 10 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle subhastirt werden. Die

Taxe und Hypoihefenscheine sind in der Registratur einzusehen.

38)

6) 7

8)

Suhbhast ation s⸗Patent.

Das im Fürsienthume Troppau und im Ratiborer Kreise gelegene, landschaftlich auf 24,981 Thlr. 15 sgr. aon eschhett Rittergut Zabrzeh soll in dem auf

den 11. März 1839 vor dem Fürstenthums-Gerichts-Direktor Hansel auf unserem Grrichts-Gehäude hierselbst anstehenden Ter— mine im Wege der nothwendigen Subhastation an den Meisthietenden verkauft werden, und liegen die Tare und der neuesie Hypotheken-Schein desselben in nnserer Registratur zur Einsicht bereit.

Leobschütz, den 21. August 18338.

Fürst Lichtenstein-Troppau⸗Jägerndorffer Fürstenthumsgericht Königs. Preußischen Antheils.

Han sel.

Subhastations-⸗8Proklam a. . Die Herrschaft Beneschau, so wie dit Rittergüter Zauditz, Klein Peterwitz und Bielau, in complexu auf

Allgemeiner Anze

der Johann Christian Schwenk, welcher sich im Jahre 1815 eder 1816 von Friedrichsbruch entfernt; die unverehelichte Epa Kornacka, welche vor circa 30 Jahren zur Untersuchung gezogen und nach

/

e) das Rittergut Bielau auf 28,725 Thlr.

Justiz⸗Rath Guͤnzel auf

den 13. März 1839

verkauft werden. sind in unserer Registratur einzuschen. Leobschütz, den 21. August 1838.

Fürstenthunmsgericht Königl— Antheil s. Han sel.

Kundmachung.

Von dem Magistrate der Königlichen Haupt- und Residenzstadt Wien als Civilgericht, werden, über An suchen des Stadt-Sequesiers Herrn Georg Prziborsky als, Kurator, der abwesende Anton Wachter oder Wächter, ehemaliger Bäckergeselle, oder dessen allfällige Erben hiermit aufgefordert, diesem Magistrate oder dem Kurator Herrn Georg Prziborsk von seinem resp. ihrem dermaligen Aufenihauserte wegen einer Vorkehrung hinsichtüch des dem Alton Wachter von der Pauline Zeitler zugedachten Legats von 2688 Fl. W. W. in Kenntniß zu setzen.

Wien, am 7. September 1sss.

Das in Westpreussen, Regierungs Bezirk Marien. werder im Culner Kreise, 4 Meile vom Weichsel. strom und der Kreis- Stadt Gulm belegene Rittergut Grubno, 2880 Morgen Preuss. gross, die Hälfte der sährlichen Aussaat Weitzenboden, mit einer voraüg— lichen Merino Schäferei, deren Wolle in den ver. gangenen Jahren im Hurehschnitt mit 100 Thlr. pro. Cent. bezahlt worden und deren Zuchtstöhre einen anerkannten allgemeinen sährlichen Absatz finden, nebst dem in der Weichsel. Siederung, dem Hanptgute angränzend gelegenen Wiesen, Vorwerk Lenz, circa So Morgen Preuss. grofs, ist wegen Erhb-Auseinandersetzing aus freier Hand zu verkau- len. Kaufliebhaber besieben sich wegen der Kauf. bedingungen an die von uns hierzu Bevollmächtig. ten, den Guts-Besitzemr J. K. Grodazki in Schönborno and den Kaufmann Carl Wilh. Lentz in Culm ent- weder persönlieh oder in frankirten Briefen zu wenden.

Grubno, im Rovemher 1838. Die Johann u. Christine Lentzischen Erben.

1 2

mr er m,, .

Literarische Anzeigen. In der Buchhandlung von C. Fr. Amelang in Berlin (Brüderstraße Rr. 11) erschien so eben und ist in allen Buchhandlungen des In- und Auslanves zu haben:

2

Atalanta.

Mittheilungen aus dem Gebiete der Wahr— heit und Dichtung zur belehrenden Unter haltung der Jugend. Von F. Gräfe, Dr., in Jena. Drei Bände in Oktav, auf weißem Papier, mit ganz neuen, deutlichen Let— tern gedruckt. Jeder Band mit 5 sauber gesteche— nen, kolerirten Kupfertafeln und einer kolorirten Titel-Vignette. Sämmtlich elegant gebun den.

1. Band. VIII und A12 Seiten. à 17 Thlr.,

II. Band. VL und 380 Seiten. A 11 Thlr.,

III. Band. VI und 380 Seiten. à 17 Thlr.,

mithin vollständig A Thlr.

Die Löbl. Redaction der Allgemeinen Schul— zeitung in Darmsiadt fand sich bewogen, schon 14 Tage nach dem Erscheinen obigen Werks, dasselbe einer Kritik zu unterwerfen. Das Resultat sindet sich in nachstehender glänzenden Recension vom 28. Ofto— ber a. «. ausgesprochen, welches die Verlags- Hand⸗— lung aller weiteren Lobpreisung überhebt; wohl mag es, ihr aber erlaubt seyn, das Urtheil Sachver— ständiger hier wörtlich folgen zu lassen: „Ueber die Grundsätze, von welchen der Herausgeber bei dieser Sammlung ausgegangen ist, spricht er sich Seite Y der Vorrete zum ersten Bande also aus: „„Die Jugend sollte belehrend unterhalten und unter— haltend belehrt werden; daher mußte die Sammlung mannigfaltig seyn und die Jugend in recht viele Ver hältnisse einführen; die h ,, sollte allgemein verständlich seyn, aber in keiner Weise an das Kin—

216,700 Thlr. 19 sgr. 8 pf, einzeln aber, und zwar: a) die Herxschafi Beneschau auf 190,473 Thir. 28 sgr.; b) die Güter Zauditz und Klein Peterwitz auf,

20,406 Thlr. 13 sgr. 4 pf., und J

dische streifen, denn eine gute Schrift für die erwach⸗

landschaftlich abgeschätzt, werden in dem vor dem Hrn.

in unserem Fürstenthumssgerichts Gebäude angesetzten W z Termine im Wege der nothwendigen Subhasiation der Deter Sieinmann, Sohn der Einwohner

Die Taxen und die neuesten Hvpotheken-Scheine

Fürst Lichtenstein-Troppan⸗-J ägerndorffer Preußischen

gezeichneten Buches:

gend dargebotene Sammlung auf das vollko mmenste, und schon von diesem Gesichispunkte aus betrachtet, verdient sie Aeltern, Lehrern und Freunden der Ju— gend empfohlen zu werden. Betrachtet man aber den Inbalt genauer, erwägt man die treffliche Auswahl, bedenlt man den Reichihum des hier Dargebotenen und die geschmackvelle, edle Form, in welcher es dar« geboten wird, so sieht man sich wahrbaft angenehm überrascht und füblt sich gedrungen, diese Schrift zu dem Vorzüglichsten zu rechnen, was in neuerer Zeit auf dem so vielfach, aber freilich nicht immer glücklich angebanten Felde der Ingendschrifistellerei erschienen ist. Können wir auch hier nicht in das Einzelne eingehen, so glauben wir doch eine kurze An— gabe des überaus reichen J haltes unseren Lesern schul⸗ dig ju seyn. Der erste Band enthält J. Reue Palm- blätler. (Ausgewählte Morgenländische Erzäblungen.) 2. Merkwürdigkeiten der Natur. 3. Erzählungen. . Buntes Allerlei. Der weite Band bietet 1. Mähr— chen und Sagen. 2. Gemälde aus der Länder- und Völkerkunde. 3. Lebensbilder. 4. Buntes Allerlei. Inhalt des dritten Bandes: 1. Geschichtlicher Bil— dersaal. 2. Merkwürdigkeiten menschlicher Kunst. 3. Reiseabenteuer. 4. Buntes Allerlei. Jedem Bande sind die nöthigen Worterklärungen in alvhaberischer Folge angehängt. Die tvpographische Ausstaitung ist vorzüglich zu nennen, und die illuminirten Kupfer sind eine dankenswerthe Zugabe. Kurz, Alles ist hier vereint, um diese Gabe des verdienstvollen Pä— dagegen Gräfe zu einem eben so nützlichen als ange— nehmen Geschenke sür die Jugend zu machen.“

Zu Fesigaben gan; besonders sich eignend empfehle ich bei herannahendem Weihnachten die in meinem Verlage erschienenen:

ketzosch's Umrisse zu Shakspeare s

Hamlet. Subser. Pr. 6 Thlr. Macheth. Subsor. - Pr. ö Diese beiden zusammen genommen 8 Romeo & Julia. Subscr.«- Pr. *5 König Lear. Subser.- Pr. Ketzsch's Phantasieen und Wahrheiten. Subser. Pr. Thlr. 20 sgr. RKetzsch's Schachspieler. Subser.-Pr. I Thlr. I5 sgr. Shakspeare's Plays and Poems, in Lederband mit Galdschnitt. Subser.- Preis A Thlr. 20 sgr. so wie die andern bei mir erschienenen aner— kannt vorzüglichen Ausgaben fremdländi— scher Literatur. Sämmtliche Buchhandlungen des In- und Aus— landes nehmen Bestellungen an, namentlich E. S. Mittler in Berlin (Siechbahn Rr. 3), Posen, Brom— berg, Culm und Gnesen. Leipzig, im Rorbr. 1838. Ernst Fleischer.

ssgr.

35

Passende Weihnachts-Geschenke aus dem

Verlage von C. Hevmann in Berlin, Heil. Geisistr.

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Familien-Bibel für wahrhaft Gebildete reiferen Alters ohne Unterschied des Glaubens und Geschlechtß. Ein Buch zur Beferderung echter Religiesität, von Dr. Fr. Reiche. Gr. So. Elegant in Kongrere-Umschlag gebunden. 1 Thlr.

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Die 2te vermehrte und verbesserte Auflage des aus—

Der Führer auf dem Lebenswege, ein Ge— schenk für jedes Alter und Geschlecht; ein Führer sür die Jugend, ein Angebinde für Lieben e, ein Spiegel für den Glücklichen und ein Trost für den Leidenden. Herausgegeben von Dr. Reich e. Anf feinem Velinpapier gedruckt, in Taschen— format und elegant gebunden. 1 Thlr.

Bei mir ist erschienen und in allen Buchhandlun— en zu haben (in Berlin bei W. Besser, Behren— raße Ni. M):

Der Sundzoll und dessen Verpflanzung; auf Deutschen Boden. Ein Beitrag zur Geschichte der Handelspolitik. Von Dr. C. F. Wurm, Prefessor in Vamburg. 8Svo. Geh. 10s9r.

Hamburg, Nonember 1838.

sene Jugend muß doch auch der Erwachsene selbst nicht ohne Vergnügen lesen können; endlich sollte Alles fern gehalten werden, was auch nur entfernt

Johann August Meißner.

* h - h . chen St ger fur die Preußischen für das sittliche Gefühl ansiößig seyn, oder was Triebe Für Kameralisten, Steuer., Forst. und Wünsche in der Jugend anregen und nähren und , , ,,, so wie für mechz.

könnte, die der besorgte Erzieher in ihr nicht gern seben nisehe kann.““ Diesen Grundsätzen entspricht die bier der Ju—

———

aaten.

Bau.

ünst ler, Chemiker. Landwirth- insbesondere aber für Kaufleute.“ Bei E. A. Herbig, unter den Linden No. ist erschienen und in alsen Buchhandlungen zu haben! Taschenhuch der Mals. u. Gewichlskunde, enthaltend die Faktoren zur gegenseitigen Ver wan. lung der wichtigsten Deutschen und ausländischen läugen-, Elächen-, Körpermasfse und Gewielne, so wie zur Vergleichung von reisen, Feld., Wie. sen-, Forst. und Weinbergs- Erträgen und andere, den Kaufmann, Techniker und Statistiker interessirende Keductianen. Zum praktischen und wissenschaftlichen Gebrauch nach den neuesten gesetalichen Bestimmungen und einer auch dem minder fertigen Rechner zu Hülfe kommemlen Weise bearbeitet vom Prof. F. W. Schneider. Geheftet 21 Thlr.

Es verdient dieses mit dem grössten Fleisée ans. gearbeitete Werk um so mehr eine allgemeine Beach. tung, da wir ein ähnliches noch nicht besitzen. Nach der eigenthümlichen Ein ichtung desselben können die zusammengesetztesten Reductionen mit grösster Sicherheit und Leichtigkeit ausgeführt wer- den. Für den Verkehr, wie iür wissenschaftliche zVweeke, bietet es die grösste Bequemlichkeit dar.

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Der Herr Verfasser hat, zum besten Dank der Her—

ren Besitzer, seit einigen Jahren mehr als 20 Bren⸗

nereien nach seiner Meihode eingerichtet. Oeffemliche

Belebungen, wie in der Leipziger Zeitung vom 7. und

8. Dezember 1835 und 7. Mai 1836, den Berliner

Zeitungen und Intelligenzblatt vom 9. und 10. Ja—

nuar 1838, so wie Zengnisse besonderer Zufriedendeit

von Sr. Durchlaucht dem Fürsten von Tichnewsly⸗

Werdenberg in Grätz, Herrn Landrath Grafen Hever=

den zu Hünern in Schlesien, Herrn Wirthschafis-Ralb

don Dedowich in Troppau u. A. m. charakterisiren den

Verfasser als Ausgezeichneten seines Fachs. Hier bie⸗

tet er im In eresse desselben, was früher mit Honora⸗ ren von vielen Louisd'or bezahlt worden, für den Preis von wenigen Thalern. dar.

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Hinzelu: S. einstimmige Choräle 6 sgr. 25 zweistimmige 6 r. 25 dreistimmige o agr.

Preußischt S

—— ——

Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.

bisherige Kammergerichts⸗-Assesser Karl Albert Fer— , e ist zum Justiz⸗Kommissarius bei dem Königl.

Lammergericht bestellt worden. . ; ; . al. Niederland ngekommen: Se. Excellenz der Königl. Nieder

te außerordentliche Gesandte und bevoll⸗

sichtigte Minister am hiesigen Hofe, Graf von Perponcher,

us dem Haag.

Zeitungs-Nachtichten. Ausland.

Frankreich. Paris, J. Dez. Gestern Abend wurden Herr und Ma— ame Thiers von dem Koͤnige empfangen. . Das Journal des Bebats enthalt Folgendes: „Die hbersten und Oberst-Lieutenants der Pariser Legionen haben n den Seine-Praͤfekten geschrieben, um ihm einen Wunsch, n Betreff des Leichenbegäͤngnisses des Marschall Lobau auszu— rücken. Der Präfekt hat sogleich den Munizipal-⸗Rath von lesemn Wunsche in Kenntniß gesetzt und der Munizipal⸗Nath ät eine Kommission ernannt, welche heute in außer ordentlicher bitzung einen Bericht uͤber diesen Gegenstand abstatten wird. Nach Notizen aus anderen Blättern zu schließen, scheint je— ser von dem „Journal des Debats“ so mystisch gehaltene Bunsch darin zu bestehen, daß man eine Summe von 40,000 Fr. r Bestreitung der Begraäbniß-Kosten erhalten mochte. Außer dem „Temps“, der ganz enischieden gegen die Coa— tion mit den Doctrinairs ist, scheint auch der Constitution— el zwischen seiner Anhänglichkeit fuͤr Herrn Dupin und sei— er nn gegen das Ministerium zu schwanken. Es kam der gestrigen Nummer seines Blattes folgende Stelle vor: Man hat in einigen Journalen von vorbereitenden Versamm⸗ ngen gesprochen, die zwischen den Deputirten des linken Cen⸗ ms und den Doctrinairs stattgefunden hätten; man hat die srte genannt, wo dieselben stattgefunden, die Namen der De— tirten, die daran Theil genommen, und die Reden, die da⸗ sist gehalten worden seyn sollen. Es ist kein wahres Wort nallen jenen Geruͤchten, die man zu verbreiten sucht, um der Exi⸗ nz jener famoͤsen Coalition, die in der That uͤberall ist, aber sich nir⸗ nos versammelt, einigen n, , verschaffen.! Der Cour; ser fran Lais bemerkt hierzu: „Wir begreifen nicht, warum der Constitutionnel“ es sich so angelegen seyn laßt, die Behaup— ungen der ministeriellen Presse zu berichtigen. Man beschul— igt die Deputirten des linken Centrums, vorbereitende Konfe— enzen mit den Freunden des Herrn Guizot zu halten, und der TConstitutionnel“ glaubt, nichts Wichtigeres zu thun zu haben, ls die Journale des Ministeriums in dieser Beziehung Luͤgen lu strafen. n. ware denn da das Ungluͤck? Man raͤumt ein, daß die Coalition uberall sey, man erklaͤrt sie fur nuͤtzlich und mora— ssch, man schreibt täglich lange Artikel zu ihren Gunsten, und bann will man, daß sie sich nirgends versammle. Was hitte das Ministerium Besseres zu seinem Nutzen erfinden kon¶ hen, als die seltsamen Gewissensbisse des „Constitutionnel/“ Wenn es, um das Ministerium zu stuͤrzen, nichts weiter bedurfte, ls eine schwarze Kugel in die Urne zu werfen, so hatten die Par— feen allerdings nicht nöoͤthig, sich zu nähern und sich zu verstaͤndi⸗ zen.

ie Wahl der richtigen Mittel. Wenn Jeder einzeln und fuͤr tzene Rechnung den Sturm auf das Ministerium unter nahme, pvuͤrde das Kabinet gewiß leichtes Spiel mit dieser verwirr—

n Masse von Feinden haben. Wir unternehmen, man be-

nke es wohl, einen langen und muͤhseligen Feldzug. Wenn bie Opposition auch bei Gelegenheit der Adresse die Majoritaͤt

. so wuͤrde sich der Hof deshalb noch nicht fůr besiegt zren. Es bedarf mehr als einer Niederlage, um ihn zu er⸗

z 2. schlttern. In dieser schwierigen Lage kann man den koalisirten

Meinungen nicht genug anempfehlen, sich zu berathen, gemein ⸗·

shafilich ihre Angriffsmittel vorzubereiten und sich zu organi— e . efaͤhrlichsten in solchen Faͤllen ist die Anarchie.“ Der

Batten, zur

Ischreiben in den oͤffentlichen Blattern (siehe das vorgestrige Blatt der St. Ztg.

sso durchaus nicht kompromittiren werde und nur zur Recht— rtigung des Maire nothwendig sey. .

Man glaubt jetzt versichern zu konnen, daß die Eisenbahn mn Paris nach Versailles auf dem rechten Ufer der Seine zu lnfang des kuͤnftigen Jahres erdoͤffnet werden wird.

* der gerichtlichen Untersuchung, die eingeleitet worden hn follte, um die näheren Umstaͤnde des Todes des Doktor Froussais zu. erforschen, hoͤrt man jetzt gar nichts mehr, Es at sich eine Kommission gebildet, welche Beitrage zur Erxrich⸗

ung eines Denkmals fuͤr den Verstorbenen sammelt. Der geistreiche Feuilletonist der „Presse ', Vicomte Charles

Lannay (Sophie Gay), sagt heute; „Man verspricht uns och im Laufe dieses Monats ein wissenschaftliches Werk des errn Alexander von Humboldt. Der beruͤhmte Reisende ist Paris mehr als jemals in der Mode. Ein Gelehrter Mode!

—— —— 2

erlin, Freicag den 7iin Dezember

Nachdruck erwachsen muß, und es wird auch in der bevorste⸗

Aber wenn sie nun auch die Wahrheit gesagt haͤt⸗

des klassischen Theaters des 17ten Jahrhunderts beschaͤftigen,

Aber beim Angriff wie bei der Vertheivigung ist die bednung vor allen Dingen nothwendig; man siegt nur durch hie Disziplin, durch Ausdauer und vor allen Bingen durch

len Karren bestiegen hatte, ourrtier de la Moselle enthalt ein Schreiben, pelches den Oberst der Metzer National⸗Garde vollkommen von her Anschuldigung reinigt, eine Frau, in Abwesenheit ihres Unterzeichnung der Wahlreform-Petition veranlaßt haben, indem der Gatie jener Frau selbst anzeigt, daß ihr

ihr durch die Versicherung abgepreßt wor⸗ hen sey, daß dasselbe nicht oͤffentlich mitgetheilt werden solle, sie

und doch ist dem so. Herr von Humboldt wird überall, in Frankreich eben so gut, als in Rußland oder in China, mit demselben freudigen Eifer, mit derselben allgemeinen Auszeich⸗ nung aufgenommen; und er beklagt sich auf die geistreichste Weise uber diese zu verfuͤhrerische Aufnahme. In der That hindert sie ihn am Schreiben und vielleicht am Beobachten. Wie soll man ein Urtheil uͤber ein Land fallen, wo man be⸗ staͤndig im Triumph herumgetragen wird? Eine so schmeichel⸗ hafte Gastfreundschaft verschließt einem den Mund und hat des⸗ haib auch ihre Gefahren; sie erlaubt nur, das Gute zu sagen, und die Erzaͤhlung bleibt unvollständig.“ .

Das erste Debuͤt des Tenoristen Marlo (Herr von Can—⸗ dia) ist uͤberaus glaͤnzend ausgefallen. Wieviel von dem er⸗ rungenen Beifall dem wirklichen Talente des jungen Edelman⸗ nes, oder wieviel seinem seltsamen Schicksale und seiner Stel⸗ lung in der Welt gebuͤhrt, muß die Folge lehren.

Das Journal des Déebats publizirt heute das nachfol— gende Schreiben einer hiesigen' angesehenen Buchhandlung: „Der Buchhandel hat mit Erstaunen bemerkt, daß in dem kuͤrz⸗ lich mit Belgien abgeschlossenen Handels-Traktat nichts in Be— treff des Nachdrucks stipulirt worden ist. Die Regierung er— nannte im vorigen Jahre eine Kommission, die sich mit diesem Gegenstande beschäftigen sollte, und das Publikum hat seitdem nichts wieder von den Arbeiten jener Kommission gehort. Frank⸗ reich sollte sich doch im Interesse seines Handels und auch ein wenig im Interesse seines Ruhmes, in Bezug auf diese Frage, nicht von anderen Nationen uͤberfluͤgeln lassen. Und doch hat England im Laufe der vorigen Parlaments-Session ein Gesetz erlangt, welches das literarisch? Eigenthum der Ausländer sichert, sobald England nur in seinem Lande auf Reziprozitùͤt rechnen kann; auch in Deutschland ist in Erwartung eines all⸗ gemein guͤltigen Beschlusses von Seiten des Deutschen Bundes von einzelnen Staaten viel fuͤr die Sicherstellung des literari⸗ schen Eigenthums gethan. Frankreich ist in dieser Sache noch nicht ber die Kommissionen hinaus. Man erlaube uns, uns im Namen des ganzen Buchhandels uͤber einen fuͤr denselben so nachtheiligen Zustand der Dinge zu beklagen. Wir sind durchaus ohne Schutz gegen den Belgischen Nachdruck. Fruͤ—⸗ her operirte derselbe nur mit unbedeutenden Kapitalien, und dieselben wurden vorsichtig angewandt, weil sie einzelnen Spe— kulanten gehoͤrten. Jetzt aber wird das Geschäft im Großen mit den Fonds einer Actien- Gesellschaft betrieben, und diese scheint sich weniger um die Interessen ihrer Actionairs zu be— kuͤmmern, als sie einen besonderen Werth darauf legt, sich thaͤtig zu zeigen und vor allen Dingen den Franzòösischen Un⸗ ternehmungen zu schaden. Ein Belgischer Verleger kuͤndigt den Nachdruck eines unserer Werke an, welches mehr als jedes an⸗ dere vor einer solchen Beraubung sicher gestellt zu seyn schien: Es ist die Geschichte Napoleon's von Herrn Laurent, die wir, begleitet mit 500 Zeichnungen des Herrn Horace Vernet, her— ausgeben.“ Im Verlaufe dieses Schreibens wird der Nach— theil geschildert, der den Pariser Verlegern durch einen solchen

henden Session an Bitischriften ͤber diesen Gegenstand nicht fehlen, die doch endlich zu irgend einem entscheidenden Schritt gegen das Belgische Raubsystem fuͤhren werden.

Herr Saint Marc Girardin hat am vergangenen Montag seine interessanten und vorzugsweise besuchten Vorlesungen uͤber die Franzdöͤsische Poesie wieder begonnen. Er wird sich in die⸗ sem en mit der Pruͤfung der vorzuͤglichsten Meisterwer ke

und kuͤndigte in der ersten Stunde an, daß er wesentlich ver—

verschiedene Arten des ; Emotion, zwei verschiedene Arten des Drama; Sie moöͤgen ur⸗ theilen und wahlen.“

John

wahrscheinlich, WVerlegenheiten, Ruͤckkehr Lord Durham's und an sein Auftreten im Par—⸗ lament knuͤpfen möchten,

ham habe den Ministern das Spiel jetzt sehr leicht

d . berfluͤssig, sich auf die Frage einzulassen, ob sich das

gleichend zu Werke gehen, und jenen klassischen Werken die vorzüglichsten Erzeugnisse der modernen Poesie gegenuber stellen werde. sch. : ; Klassikern und Romantikern folgt also jetzt die besonnene wis— senschaftliche Pruͤfung. Der Raum und der 31 Blätter gestatten nicht, den mit Franzoͤsischer Beredsamkeit und

uts. andlichkeit ausgestatteten Professor bei der Ent⸗ 2 , ) * Manchester, Herr Ingham, wurde vor einigen Monaten an

die Bezahlung der Armensteuer gemahnt; eine Versammlung mehrerer Steuerpflichtigen aber

wickelung der Aufgabe, welche er sich gestellt hat, zu begleiten; aber wir koͤnnen es uns nicht versagen, eine Probe seiner Dar⸗ stellungsweise mitzutheilen. Er vergleicht die Art, wie Racine

seine Iphigenia und Victor Hugo seine Katharina (Angelo)

die Furcht vor dem Tode ausdruͤcken laßt, und schließt diese Vergleichung mit folgenden Worten: „Es sey mir erlaubt, ö. eine geschichtliche Erinnerung anzurufen, die den beiden Ar⸗ ten von Drama, welche ich zu charakterisiren versuche, zur Abspiegelung dienen kann. Im Jahre 1794 verließ eine Frau die Conciergerie, um zum Tode zu gehen. Als sie mit ihren Ungluͤcks-Gefaͤhrten den verhaͤngnißvol— war das Antlitz der Ma— dame Rolland eben so ruhig und eben so heiter, als ob sie sich noch in ihrem Salon unter der Elite der Girondisten be— faͤnde. Stolz und veraͤchtlich auf die blutgierige Menge herab⸗

sehend, die sich schmähend herandrängte, um sie sterben zu sehen, rief sie bei dem Besteigen des Schaffots aus:

„Freiheit! wie viele Verbrechen begeht man in deinem Na— men!““ So starb sie, ohne sich ö. beklagen, 6 sich angst⸗ lich zu gebehrden, ohne das Geschrei und die

stand die ruhige Schönheit dieses Todes nicht; und da es nur sinn⸗ liche Emotionen zu begreifen vermag, so drang diese nicht bis zu ihm. Einige Tage darauf verließ eine andere Frau die Tonciergerie, um ebenfalls auf dem

die Wuͤrde nur bei den Abendtafeln Ludwig XI. lernt hatte, stieß erbaͤrmliches Geschrei aus, bebte vor dem Ge⸗ danken des Todes und noch auf dem Schaffot wimmerte sie aͤngstlich: „„Ach, Herr Scharfrichter, nur noch einen kleinen

Augenblick, ich beschwoͤre Sie!““ Dieser kleine und jämmer⸗ liche Augenblick ward ihr nicht geschenkt, und das fallende

aupt hatte noch den Mund geöffnet, aus dem der Schrei des Entsetzens hervorgegangen war. Das Volk war erschuͤttert.

provisorisch anzune schwundenen Leidenschaftlichkeit zwischen den z ö 34 ö ) ralen Ansichten in der Politik erwählt werden. weck dieser ; . O'Connor's gegen das neue Armengesetz haben ihre boͤsen Fruͤchte

die Steuer zu bezahlen.

uckungen der Todetz⸗Afngst, bis zum letzten Augenblicke wuͤrdig und majestä⸗

in! Es ver⸗ tisch. War das Volk geruͤhrt und erschuͤttert? Nein! Es ver—⸗ rl er e ore gh r dend, u nr.

welche eine Spinnmuͤhle umzingelten, Schaffot zu sterben; es war Madanie Dubarry. Die Ungluͤckliche, die den Muth und kennen ge⸗ oder reduzirte

1a ats⸗3 teitung. ö

Diese krampfhafte, bebende Todesangst, dieser Kampf des Le— bens gegen das Aufhören ergriff und ruͤhrte dasselbe; es ver⸗ stand diese Art von Tragödie. Wohlan, m. H., hier sind zwei terbens, zwei verschiedene Arten der

Großbritanien und Jriand. London, 30. Nov. Im auswärtigen Amte sind in der

letzten Woche fast taglich Kabinets-Versammlungen gehalten

denen alle Minister beiwohnten, mit Ausnahme Lord ussell s, der seit dem Tode der Gemahlin bis jetzt noch nicht wieder an der Verhandlung der Staats-Angelegenheiten Theil genommen hat und noch, fern von London, in stiller Zu⸗

worden *

ruͤckgezogenheit lebt.

ie Ankunft Lord Durham's hat von neuem die Frage angeregt, ob das Ministerium sich noch lange halten werde, Man glaubt zwar nicht, daß Lord Durham selbst der Rival Lord Melbourne's seyn duͤrfte, weil er fast ganz isolirt steht und von den Radikalen, zu deren Partei man ihn fruͤher wohl rech⸗ nen konnte, schon durch die Erweiterung, welche die Grundsaͤtze derselben wahrend der letzten Jahre erfahren haben, entschiede⸗ ner aber durch seine Sendung nach Kanada getrennt worden ist, deren Zweck ja den von den Haäͤuptern der radikalen Partei

verfochtenen Ansichten geradezu widerstrebte. Wenn nun aber

auch Lord Durham, dieses Alleinstehens wegen und vielleicht auch wegen seiner allseitig getadelten Proclamation an die Ka—⸗ nadier, jetzt selbst keine Anspruͤche erheben duͤrfte, an die Spitz e der Regierung gestellt zu werden, so hält man es doch fuͤr daß die Tories von den unvermeidlichen welche sich fuͤr das Ministerium an die

allen möglichen Nutzen ziehen werden, um endlich ihren Zweck, die Wiedererlan⸗ gung der Regierungs-Gewalt, zu erringen. Bis jetzt äußern

solche Absichten indeß nur die untergeordneten Organe der To⸗ ryistischen Presse, der John Bull,

die Morning⸗Po st und im Gegentheil, Lord Dur⸗ . durch seine eigenmächtige Entfernung aus Kanada, einen ritt, den dieses Biatt fast als Hochverrath darzustellen sucht. In⸗ alten es doch auch die ministeriellen Blatter nicht na

1 nisterium halten könne oder nicht, und der Courier stellt es

ahnliche Blatter; die Tim es meint

fast als eine unerläßliche Bedingung fuͤr das Ministerium dar,

daß es sich ganz der Nation in die Arme werse, worunter wohl zunächst nur Mitwirkung zur Einführung der geheimen Abstinimung und Abschaffung der Korngesetze verstanden wird,

wenn es siegreich die ihm von mehr als einer Seite dro⸗ henden Hindernisse beseitigen wolle.

Die Morning-⸗Chro—⸗ niche ihrerseits sucht in einem langeren Artikel darzuthun, daß, welches auch die Lage des Ministeriumt seyn moge, jedenfalls fuͤr die Tories noch nicht die Zeit gekommen sey, und um so weniger, da es ihnen doch nur unter falscher Fahne, namlich

als angebliche Reformer, gelingen konnte, auch nur temporair

zum WMachtbesiz zu gelangen. Daß auch die Häupter der Torp— Partei dieser Ansicht seyen, glaubt das ministerielle Blatt aus den Aeußerungen der „Times“ abnehmen zu koͤnnen, die noch vor wenigen 3 wiederholt an den Rath des Herzogs von Wellington erinnerte: „Wartet Eure Zeit ab.

Einer Anzeige im Courier zufolge, ist die Ernennung des Sergeant *. um General-⸗Advokaten der Armee nur als

i ir zum definitiven Nachfolger des Herrn Tuttlar Fergusson foll ein Rechtsgelehrter von entschieden libe—

Die aufreizenden Reden Fielden's, Oastler's und Feargus

getragen. Ein Einwohner des Staͤdichens Todmorden unweit

en den Beschluß, daß er nicht bezahlen und fuͤr die Verluste, die er durch obrigkeitliche Zwangsmaßregeln oder Geldbuße erleiden moͤchte, 6 werden sollte. Die Aufregung unter dem Volke war so groß, daß Ingham mit den furchtbarsten Drohungen abgemahnt wurde, Nach einiger Zeit ward ihm die gesetz⸗ liche Geldbuße von fuͤnf Pfund Sterling aufgelegt, und als er auch diese nicht bezahlte, erhielt er Execution. Kaum waren am 19. November die dazu bestimmten Personen in sein Haus getre⸗ ten, als zur ungewöhnlichen Zeit die Glocken in mehreren be— nachbarten Fabritgebaäuden gelutet wurden, und augenblicklich waren die Spinnmuͤhlen von allen Arbeitern leer. Ein Haufe von wenigstens 1000 Menschen, Männer, Weiber und Kinder, mit Knittein und anderen Werkzeugen bewaffnet, versammelte sich, und es war offenbar, daß fie entschlossen waren, Gewalt. thätigkeiten gegen diejenigen auszuüben, die das neue Armen⸗

66 vertheidigten. Die Haͤuser mehrerer Personen, die dem

esetze gehorcht hatten, wurden erbrochen und alle Geräthe in denselben jerstoͤrt, ja ö,, Hen n,, an Heat: cklicherweise schnell geloͤscht werden konnte. Zur Wieder⸗ das gluͤcklicherweise schnell g ; i, . und Fußvolk mit einigen Kanonen herbeigerufen , en. i die är be. uruͤckgezogen hatten, und mehrere gefangen nahmen. Erst am 22. enn e e, auf diese Weise der Aufstand gedaͤmpft. Der Times zufolge, wird die jetzt zum Theil aufgeloͤste Miliz in England zu Anfang des naͤchsten Fruͤ·h— jahrs von neuem organisiri werden, und es ist binnen kurzein ein Befehl zu erwarten, durch welchen die Zahl der Unt roffi⸗ iere in den bestehenden Miliz-Regimentern vermehrt werden n. Eine Mittheilung in der Limerick Chroniele besagt, daß von dem Ober⸗Befehlshaber der Truppen in Irland an alle Werbe⸗Depots der Befehl ergangen sey, fuͤr die in Ostin⸗