1838 / 352 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

tonne; er verlangte Überdies, das Herr Reis Auskunft hierüber gebe, da die Leute aussagten, daß sie unredlich von ihm behan ⸗· delt worden seyen. Herr Neis erwiederte hierauf, daß sein

Agent in Preußen, der Dr. Strecker, eine Anzahl Leute in Deutschland engagirt habe, um auf seinen und seines Freundes Besitzungen in Demerara zu arbeiten. Man habe die Leute auf keine Weise dabei hintergangen, die 227 gen des Kontrakts seyen im Gegeniheil hHöchst vorthetlhaft

fuͤr sie. Herr Hobler behauptete jedoch, die Leute wären durch die Schilderungen, welche ein in Deutschland verbreiteter Pro⸗

spektus enthalte, verfuͤhrt worden, und es sey die Pflicht des rrn Reis gewesen, den Leuten die Erlaubniß der Preußi⸗ schen Regierung zu einer Abwesenheit von drei Jahren zu er⸗

wirken, indem dieselben, ohne jene Erlaubniß, dur die ei⸗

lung eines Passes auf drei Jahre von Seiten des Konsuls nach Preußischen Gesetzen expatriirt wuͤrden. Der Konsul fuͤgte noch

inzu, daß haufig Preußen, die durch truͤgerische Borspiegelun⸗ Jen' verleitet worden, auszuwandern, nach drei oder vier Jah⸗

ken, von Allem entblößt, zuruͤckgekehrt seyen, und daß er sich far verpflichtet halte, dergleichen, e viel in seinen Kraf⸗

ten stehe, zu verhindern. Herr Reis erklaͤrte sich bereit,

diejenigen Ltutg, die nicht mit nach Demet ara geen woll ten, auf seine Kosten nach Preußen zuruck zu schi

stern begaben sich dieselben Herren nebst einigen Landbe⸗ sitzern in Guyana wieder zum Lord Mayor, und nach einigen Vemerkungen derselben erklärte der Lord Mayr, daß er nicht ein⸗ sehe, welcher Nachtheil fuͤr die Leute daraus entstehen könne, wenn

sts ben Versuch machten, daß er aber die Ratistzit ung des

Kontrakts ganz dem Konsul und den Landeigenthümern uͤber lasse, wenn sich nicht etwa ergeben sollte, daß seine Autoritaͤt

unerläßlich sen. In Bezug auf den Agenten, Dr. Strecker,

war er jedoch der Meinung, daß derselbe, ruͤcksichtlich der

Passe, sich, um nicht mehr ju sagen mindestens einer Unrich h

tigkeit schuidig gemacht habe, die fuͤr die Leute sehr verderb⸗ lich hatte werden konnen.

Das neulich erwahnte Schreiben, welches der sogenannte Herzog der Normandie, Uhrmacher Raundorf, in Bezug auf dag angeblich gegen ihn verübte Merd— Attentat an das mit

Untersuchung der Sache beschäftigte Gericht eingesandt, und in

dein dessen die weitere Inquirirung gegen den Franzosen ousselie niedergeschlagen und Letzterer sreigelassen worden ist, lautete folgendermaßen:

„Man ham mich fragen lassen, ed es mein Wille sey, den Desire Rousselle gerichtlich ju verfolgen. und dabei erklürt, er werde in

zreiheit gefetzt werden. weng diese Kerfelgung nicht ip meinem Na Ken geschche. Meine Religion bessehlt mir, nach dem Benpielt men nes Ferrn Jesu Christi, meinen Feinden zu verzeihen und aus dem in algslen Cerühle meines Herzens werde ich keinen Einzigen verfol⸗

n.“ Wofern Ihre Gefeße befriedigt siud, bin ich es auch. Die Bie des Udlmächtigen bat mich seit metner Flucht aus dem Tempel Hen fo oft gegen die Verdorbenheit der Menschen welche mir nach

em Leben gesirebt, in Schutz genommen, daß ich meine Verfolger kenne. Sie sind zahlreich, mächtig, und ich weiß, daß die großmil⸗ thige Englischt Raiten, ungeachtet (brer Gerechtigkeitsliebe und des hoben Schutzes, den die Gesetze den Fremden leisten, unvermögend ist, mich der Bosheit meiner Feinde zu entreißen und mein Schicksal nach den mir justehenden Rechten festzustellen, Ich bin und war das Spfer einc scheußlichen Nachlavellismus, allein mein Per. trauen auf Gott ist unerschütterlich; dasffelbe beruht gänzlich auf ihm und seinem beiligeg Willen, der mich mitten unter den Gesahren, die mich umringen, beschützt hat und sein Wert nicht unvollendet lassen wird. Für einen nnparteiischen Mann ist es nicht schwer⸗

zu werfen, den eine gewisse Persen an Ferrn Fraser geschrieben, se Hderden Sic dadurch von der Wutb melner nachstellen den Feinde volltsmmene licberzeugung gewinnen. Wag mich unterdessen in Er⸗

ͤ kuf Baron Capellt die Unversichtigkeit und unbe⸗

staunen setzt, ist, da . zreifliche Unerschrockenheit . laut zu behaupten, ich sey mein

eigener Marder gewesen.

mich verbannten und unglüc lichen Sohn der Könige Frankreichs in eint

Schaar schändlicher Unwahrheiten und Schmãbnngen, , Justs Sud ge err fie, un

entral⸗ Section inistertums der auswärtigen Angelegenheiten abgest S298, 9000 Fr., während es im vorigen N Misston nach Konstantinopel betrug. Belgien besitzt jetztẽ im Auslande 12 Gen

wohl, von welcher Partel der gegen mein Leben gerichtete

wabrtn, an deren Spitze Geschöpfe stehen, welche den Titel ven

Rovalisten schänden und das Menschen⸗Geschlecht durch lhre Schand⸗

ihaten entehren. Auch halte ich es für gerecht, jenen Unglücklichen zu verzeihen, welche mich läglich durch ihre Berleumdungen ermen⸗

ben. Wie follie ich auch dench hicht verLeihen, welche, indem sie mir nach dem Leben trachten, bloß untergeordnete Werkztuge sind? Der

Mörder des Körpers kann die Ehre der Person nicht beschimpfen;

seine Ehre ist das in r. Erbthels. welchtz der Weise aus dem Tem. bel femen Kindern Hnteriaffen kann. Ich sprecht den Angeklagien frei. Genehmigen Sie, meine Herren, den Ausdruck meiner Dank. an den Tag gelegt. Die rührenden Beweise von Thellnahme, welche i . 4 . . . ; es Län guftlt!! gtzarltzs Loni, Ser, schen bestimmt ist, erhält den i nn, me, we 6 ö De. Unter ihn; wird ein General G eneral Duvivier so lerie, bestehend aus 2 Kuͤra Guiden und den mohilisirten Abtheil

kommandiren.

die Indischen Truppen wird in allen Theilen Großbritaniens mit n Eifer betrieben, aber noch nicht mlt vollstand igem ge.

barieit für den Eifer, den Sie, um mir Gerechtigkeit zu verschaffen,

dit edelzesñn nie Englische Ration gegtben, haben dem Serzen cineg

Königlichen Unglücklichen Trost bereitet, deffen Leiden sich dann erst

zog der Rormand e.

Rach der Raval and mititary Gazette sollen zwei Regimenter unverzüglich nach Indien abgehen und die für alle dor? bereits dienenden Regimenter neu ausgehebenen Mann⸗

schaften in kurzer Zeit eingeschifft werden. Die Rekrutirung fur

Er fo enes Blatt fuͤgt hinzu, daß angeblich gegen 1560 chen, diese Zahl aber noch weit unter dem eigentlichen Bedarf sey, da fehr viele Invaliden von Kalkutta, Madras und Bom⸗ bay nach England eingeschifft worden seyen, obgleich sie noch mmer in den Bestandlisten ihrer Regimenter e gef nh, wuͤr⸗ den., Bei dem dringenden Bedärfniß einer Verstͤrkung der

Streitkräfte in Kanada und Indien werde die Regierung es

baid unumgänglich nöthig finden, einen großen Theil der Eng— iche Milz zum Dienst aufzubieten.

in von Bah ka in Livetpool angekommenes Schiff bringt die Nachricht, daß der Befehlshaber des Franzöͤsischen Gesch wa— ders im Rio de la Plata am J. Oktober der Republik Buenos Ayres foͤrmlich den Krieg erklärt und von der Insel Martin Garcia Besttz genommen habe. Diese Nachricht hat indeß an

der Londoner Börse nicht viel Glauben gefunden, weil das er;

wähnte Schiff am 29. Oetober von Bahia abgegangen ist, jene Nachricht aber, die durch eine Britische Fregatte von Buenos

Ayres nach Rio. Jangire gebracht worden und von da nach

Bahla gekommen feyn soll, wegen des herrschenden Monsuhn, wie man meint, in fo kurzer Frist nicht nach Bahia hätte kom men können. Indeß halten hiestge mmisterse d Blätrer für sehr wahrscheinlich, daß Zrankreichs Verfahren am Ende zu einem Kriege mit diesem oder jenem Amerttanischen Staate führen . Das vor einigen Tagen hier verbreitete Gerücht, daß in Bahia wieder eine Revolutlon ausgebrochen ware, ft eint auch ungegründer ju seyn, iudem dit Nachrichten vom 29. kto⸗

von Brastlien soll

ber nichts davon erwähnen. Die R lle erhöht haben.

in ihrer Geld ⸗BVerlegenheit die Ein

Rieder lande.

Aus dem Haag, 14. Dez. dem letzten Beschlusse der Londoner Konferenz ist vernimmt, bisher noch nicht hier sie verzoͤgere sich deshalb, weil Frankrei noch irgend einen Vortheil fuͤr Belgien Begierde sieht man auch hier der Erd der Franzoͤsischen Kammern entgegen, ten Ansichten Frankreichs kennen zu Rotterdam werden Anstalten zur Erbauung trepors fur den Rheinhandel getroffen.

Der Stadtrath von Utrecht hat d allmeister und Reitlehrer der Universitaͤt ern Kampen hat sich in der vorigen Woche eine und Zefahrliche Seuche unter dem Rindvieh gezeigt.

1. Dez. (Handelsb lad. In diesem Augenblicke erhalten wir aus dem Haag die Nachricht, selbst die Entwürfe der abzuschließenden Traktate, die, hofft, zu einem gewuͤnschten men seyen. Das Englische Kabi der drei ubrigen Maͤchte angesch Kabinet es uͤberläßt, seinerseits so cht findet. Es wird sich man den von Frankreich gegebenen schenken darf.

Staats Regierung versichert halten, daß sie ohne ihr beso res Ansuchen bei dem hohen Bundestage nach Kräften * zu wirken sich bemühe, daß der gestoͤrte Rechtszustand im

Die offlzielle Anzeige von

an glaubt, ch durch den Ausschub u erlangen hofft. Mit nung und der Adresse weil man alsdann erst lernen denkt.

eines En⸗

en Herrn Baptist Loisset

eingegangen.

versammelt, und fast überall werden nützliche Maßregeln

then. Solothurn, welches im Fruͤhjahre 1837 die Ze ö setzlich aögeschafft vorigen Winter durch eine neue r

(cine Forst Ordnung und eins neue Schuldbetreibungz, im Geldtage (Ordnung erhalten. In St. Gallen ist unter An die Errichtung einer Pönitentiar⸗Anstalt nach Auburng Sysun ansteckende st die Stelle des Herrn Tscharner den bisherigen pri denten des Erziehungs- Departements, 3a Neuhan Amster dam, zum Schultheißen, und Herrn Oberrichter We , , Herrn Karl Schnell zum Regierungs⸗Rath ernann

Resultate fuͤhren werden, ange kom—⸗

net hat sich ganz und gar dem lossen, indem es dem zu handeln, nun bald zeigen, wie weit Versicherungen Vertrauen

en. Vorge⸗

Franzbsischen wie es fuͤr re

elg ten.

Unsere ministeriellen Blaͤtter, die big luͤsse der Konferenz ein vorsichtiges dasselbe zu bre⸗ Pariser Jour große Rath nicht im Stande sey, eine vernuͤnftige Gesetzʒebum zu machen.

Bruͤssel, 13. D er über die letzten Stillschweigen beobachteten, fangen nunmehr an, Indeépendant liest man: nal „la Presse“ enthalt u einen Artikel, welchen wi wie man sieht, den An lem, was bereits uͤber chen wir die Argumente der „Presse“, Verdienst haben, etw Der Artikel hat dadur die sem Blatte befindet. aut den Schluß zu ziehen, lich so denkt, wie man seit einigen konnen Zeitungs Artikel jetzt nur Beschluͤsse der Konferenz nen die Ersffnun . die jetzt erfahrt,

Der Ob

ber die Hollaͤndisch, Belgische unseren Lesern mittheilen; ruͤchen Belgiens ungunsti diese Angelegenheit geschrie

er lautet, Nach Al. ist, brau⸗ die keinesweges das nicht zu widerlegen. ch allein einiges Gewicht, daß er sich in Man ist in der That berechtigt, dar⸗ daß das Franzoͤsische Ministerium wirk⸗ agen hier glaubt. Uebrigens sehr wenigen Einfluß auf die der andern Seite köͤn⸗ Franzosischen Kammern und die D ments, von denen man

en es daher abwarten. der zehnjaͤhrigen Abzahlungsfrist eine kaum erschwingliche Li

as Neues zu sagen,

üben, und von

dresse all' die Arrange Wir h ; 6. ̃

eziehung: nsere aus lassen uns teinen Zweifel beschlossen

wieder aufheben. servateur aͤußert in dieser Auelle fließenden Nachrichten

itglieder der Konferenz einstimmi 24 Artikel hinsichtli erhalten, ohne dieselben rung zu unterwerfen. Was diesen Punkt London durchaus nichts weiter zug estanden. ist die Verminderung unserer Schuld um ulden. Wir haben stets die Besorgnisse zu onaten böswillig verbreitet ch nicht verhehlen, daß die meisten bloß voreilig waren. Dle vorgestern werden binnen en Tagen, zu traurigen ogar Grund vorhanden, zsische Kabinet ung ganz verlassen raktates seine Zustimmung zeben

darüber, daß die M haben, die Bestimmungen der theilung des Grundge der mindesten Verande betrifft, so wird uns in Alles, was wir erlangen, sährlich drei Millionen G zerstreuen gesucht, wurden, doch darf man si

biejenjgen zu entdecken, welche den Arm des Mörders zeleuti, un be, een, uns vonder legter Nachrichten

vchn Sie ch die MWühr gehen wollten, inen Bick auf den Brief diger wen dor e geraten, oder ven en Wochen, vielleicht binnen eini rheiten geworden seyn. esorgen, daß das Fra und zur Ausfuhrung des werde, wenn die Kammern nicht etwa eine andere hervorrufen.

Die Repraͤsentanten-Kammer hat heute ein d daffelbs auf 5, oJ, 523 Fr. festge⸗ hat ihren Bericht uͤber das Budget

biets aufrecht zu

die seit einigen M

e Gagette de France., das hesoldete Oraan meiner Berleumder, ergießt fich bei dieser Gelegenheit gegen stimmig das

treich ge⸗ fommen. Bei allen Merd Anschlägen finde ich nur vor eblicht 263. timssien. Die Borsehung möge mein Vaterland vor einer Regierung be⸗

Dasselbe beträgt wegen der Mö, 090 Fr. sandtschaften und 107 Konsulate.

Lüttich, 14. Dez. tirte 180 Artillerie Batterie unter mans Levigart v diesem Augenblicke formiren. Thaͤtigkeit.

außerordentlichen

Heute fruͤh ist die vollständig mon⸗ dem Befehle des Haupt⸗ on hier nach Tirlemont abgegangen. ist man damit beschäftigt, drel neue Festu In unsern Kriegs- Magazinen herr

der Armee, die nach dem Luxemburgi⸗ General Olivier zum Befehlshaber. erard eine Brigade kommandi— wie es heißt, die schwere Kaval— Regimentern, dem Regiment ungen der Gendarmerie

DaAnem ar k.

Bis zum 1. Dezember h rt. Dies ahre die

Kopenhagen, 11. Dez. lffe in diesem Jahre den Sund pas

schon 13, 66 Sch ch jemals in einem vollständigen

Mann fehlen, Um die Regimenter in Indien vollzählig zu ma,. ist mehr als no

große Weltstraße passirt waren.

Deutschlan d.

In Beziehung auf die erfolgte ezember des Kammer⸗ auf 1839 zu verlän⸗ eine Be⸗

Darm stadt, 15. Dez. Sanction des Großherzogs vom 11. Beschlusses: „das Finanz- Gesetz von 1835 gern“ (St. Zig. Nr. 332, kanntmachung, in welcher n Steuer Erhebungen enthalten sind. Gesetzes vom 265. Juni S856 beläuft direkten Steuern, mit Einschluß der Beitrd der Staatsstraßen und mit Ausschluß des j der standigen Steuern von Kuͤrnbach, efuͤgt ist die Vertheilung dersel

tandes der Person unter die einzelnen n über d

erlaßt der Finanz⸗Minister aͤhere Bestimmungen in Betreff der Nach §5. I des Finanz sich die Total⸗ Summe der ge zu dem Neubau rlichen Betrages S, 253 Fl. Bei⸗ des neuesten

ben nach Maßgabe b⸗ und Grunöstener⸗Kayitalien teuer⸗ Bezirke und den näheren Bestim⸗ e Vertheilung ac.

ammer⸗Verhandlungen der 16ten Sitzung ent⸗ Alt die hestge Zeitung als Berscht des dritten Ausschusses: geordneten Knorr: uber den Antrag dis Wiederherstellun 7 aufgehobenen Verfassung des Kön Der Augschuß spricht sich im A und will nur deshalb

geordneten Glaubre der durch Patent vom J. November 1 reichs Hannover betreffend.

gemeinen im

Sinne des Antrags aus

demselben nicht beitreten, weil die Stande sich von der he

nigreich Hannover wieder hergestellt werde.

Schweiz.

Vom Jura, 9. Dez. (A. 3) In vielen Kantonen si gegenwartig die großen Räthe zur ordentlichen Winter S 2.

Ordnung den landwirthschastlichen Kredit besestigt hat, soi

beschlossen worden. In Bern hat der große Rath

er statt des aus

andamman (Präsident des großen Rathes) wurde Herr vn

Tilller, der Verfasser der Geschichte Berns. Ein Umstand, wa⸗

cher die Regierung in Verlegenheit bringt, ist das pelt

Auftreten der Großräthe aus dem Jura und der Helen 1 einer Menge von Forderungen und Klagen. Sie beklagen sh daß der Jura im Verhältniß zum Deutschen Kanton zu viel be)

zahle daß man ihre Schulen nicht gleichmäßig unterstit;⸗

daß die theure Universtät ihnen nichts nutze, daß man vn

Helvstie einen Preß - Prozeß anhaͤnge (naͤmlich auf Bege der Regierung von Freiburg wegen eines Artikels a

dortigen großen Rath), während man den Volksfreund im die algemeine Schweißzer-FZeitung verschone; daß man hnn

Deutsche Geistliche gebe und sie germanisiren wolle; sie wn,

langen endlich die Franzoͤsische Gesetzgebung; weil der Deu

Aargau. Am 10. Dezember wurde die Sitzung du großen Raths eroͤffnet. Mit der groͤßten Spannung sah man

der Ankunft der einzelnen Mitglieder, besonders aus denjenigen Bezirken entgegen, in welchen die Aufregung wegen der ntüen BVelordnungen (St. 3. No. Jas) einen gefährlichen Grad erreich

hatte. Die Unzufriedenheit hatte sich denn auch in zahlreichen

Petitionen und Vorstellungen von Seiten mehrerer Gemeinden kundgegeben. Die Haupt-Beschwerden, uber welche, so wi

über die allgemeine Stimmung im Kanton, der kleine Rah

in dieser ersten Sitzung Bericht erstattete, betreffen in erstt Linie das Bedenzins limwandlungs⸗ Gesetz, welches einzelne Gemeinden, besonders solchen, die gegenwaͤrtig mit der Abzah⸗

lung des kaum aufgekuͤndigten Zehntens zu thun haben, ui

auferlegt; sodann den Medizinal- Taxen- Tarif, der bereits vn dem Kleinen Rathe dem Sanitätsrath in nochmaligen Pry fung zugewiesen wurde. Nebst diesen

seit einem Monat hinter Großraͤthlichen Kommissionen liegen Gesetz ber Umwandlung des Zehnten in ein Geld / Au tal und dessen obligatorischen Loskauf, das Schuld Betti bungs⸗Gesetz, das Paternitäts Gesetz und das Gest

nber das Vermundschaftswesen, das Gesetz uber Einbuͤrgernn der Landsassen und Heimathlosen. Der kleine Rath hat Schwierigkeiten, weiche sich der Vollziehung des Bod en in Umwandlungsgesetzes entgegenstellen, zum Theil begruͤnder

fünden und denseiben durch Verlegung eines neuen Gesehnh

schlages zu begegnen gesucht, welcher statt zehn Jahren zur My

bezahlung der sogengnnten Vorgangsguͤlten eine Frist von

Jahren gestattet. Dieser Vorschlag sammt den Berichten vn

den Beschwerden der Gemeinden wurden einer Kom mission vn siehen Mitgliedern mit Dringlichkeit empfohlen.

Spanien.

Madrid, 4. Dez. (A. 3.) Nach einem zweitägigen Was / sinnungen der Kaͤmpfenden etwas eingeschlaͤfert zu haben scheint, wurden gestern die parlt mentarischen Schranken im Kongresse wieder er offnet. Verfuche, eine Aussöhnung oder wenigstens eine Annaͤherun zwischen den beiden sich bekaͤmpfenden Parteien zu bewirken, scheinen in so weit gelungen zu seyn, daß die beiderseitign Centrums sich einigermaßen verstaͤndigten, während die beida Extreme, einerseits Martinez de la Resg und seine altest Freunde, auf der anderen Seite Lopez, Caballero, sich gleich wa entfernt bleibend, in ihrer alten Stellung beharrteg. Der Cy neral Seoane, welcher jedesmal seine Feinde fuͤr geschlagn

fenstillstande, der die kriegerischen Ge

halt, wenn er sein furchtbares Schwert auch nur zur

ziehi und es alsdann, zum bittersten Verdrusse derer, welhh ihn als Vorfechter aufstellen, von keinem Blute befleckt wien

einsteckt, trat auch gestern als Vermittler im Sinne der trums, als Abtruͤnniger im Sinne der Ultra; Exaltirten Er schlug namlich, um, wie er sagte, die Gemuͤther zu verein gen, ein Amendement zu dem Lopezschen Zusatze vor, so in

dieser nun so lauten soll: „Der Kongreß der Deputirten hil fur höͤchst wichtig, Ew. Majestaͤt seine festeste Ueber zeugung aun zudruͤcken, daß durch den bisherigen Gang der Abministratktt Edies Wort ist eingeschoben) weder der Buͤrgerkrieg .

noch das Gluck der Nation bewirkt werden kann.“ Der

laffuüng diefes Amendements widersetzten sich sogleich die 8.

Lopez und Caballero mit der größten Heftigkeit; allein die

men⸗Mehrheit entschied, daß das Amendement zur Dis kussen gelassen werden sollte. Hieraus will man schließen, daß min

ganze Zusatz in seiner neuen Gestalt ang enommi werden darf Y Daß jedoch die Abstimmung uͤber diesen Zusc einen entscheidenden Einfluß auf die Gestaltung des neuen M. nisteriums aut uͤben werde, bezweifle ich, da der General Alain der gestern das Kriegs⸗Ministerium uͤbernahm, erklaͤrt hat, de Regler ung muͤse ihre ganze Thätigkeit auf die Kriegs Opett tionen und rf n, von Huͤlfsmütteln, um ihnen einen neun

mehr der

Schwung 7 geben, beschraͤnken, ohne sich mit politischen stemen zu

ster wall, die rechtlich und thaͤtig sind, aber nicht den Eh

besitzen, eine eigene Rolle splelen zu wollen. Dabei wit; die ganze Armer auf seiner Seite haben, da Cordova unde ng vaez abgetreten und Meer, van Halen, Cionard und Vall

ein Gallcien) mit Luchana einverstanden sind. Herr Mon,

Rummer aber den Tod seines Bruders, den Cabrera erschtes

ließ, gebeugt, vertheidigte sich gestern auf eine glünzende *

im Köngresf gegen die von dem Depurtirten Lopes erhob ena BDeschulbigungen, und darauf hielt Herr Arguelle; eint .

Rede, in der er verschiedene höchst wichtige, den Don

7 Die Annahme dieseg Sub. Auiendeme nis in bereits im volst⸗

sirigen Blatie der Staat Zeitung gemeldet.

und die bracht e

ind es aber noch na

9. Beweise der Legalit

efassen. Es scheint daher, daß er nur solche .

el *

Europäische Polittt betreffende Punkte zur Sprache

Madrid, 7. Des. Endlich erfährt man etwas Näheres r die Zusammensetzung des neuen Kabinets. Den Namen

des Consenñls / Präsidenten kennt man indeß noch nicht, doch glaubt

daß der Marquis von Miraflores zu diesem Posten be⸗

f. ed mme mfr. ist Herr Pita Pizarro, der zugleich imi 1 eiten übernehmen wird; Minister des Innern Herr Dibela; Kriegs. Minister bekanntlich der General Alaix; Justiz⸗ Ninister Herr Gonzalez, doch ist es noch zweifelhaft, ob er seine Ernennung annehmen wird; Marine⸗Minister ist der Ad⸗

die Leitung des Departements der auswärtigen

1 Thacon, bis zu dessen Ankunft der General Alaix dieses ortefeutlle übernimmt. Man glaubt hier nicht an die Dauer diefen Ministeriums.

Die Königin wird heute die Deputationen beider Kammern empfangen, um die Adressen derselben zur Beantwortung der LChron · Rede entgegenzunehmen. ,

n der gestrigen Sitzung der Deputirten / Kammer wur he ein Schreiben des Generals Cordovg verlesen, worin derselbe a Wunsch ausspricht sich vor die Varre der Kammer zu stel⸗ len und sich und den General Narvaez wegen 2 Benehmens bei den Vorfällen in Sevilla zu rechtfertigen. In der heutigen Eitzung verlas der Kriegs Minister einen vom 4. Dezember danrrten Bericht Espartero s uber einen von dem General! Ma r Don Diego Leon erfochtenen Steg. Der Feind hatte 120 Lodte und viele Verwundete.

er General Soria, Platz- Kommandant von Madrid, ist zum Senater fuͤr diz Provinz Granada ernannt worden.

Der General Alaix at an demselben Tage, als er das

ortefeuille des Kriegs -Ministeriums uͤbernahm, den Briga— dier Miranda, der von dem Genera! Latre abgesetzt wurde und ein Güͤnstling Espartero's ist, zum Unter⸗Staats-Secretair in dem genannten Ministerium ernannt.

in Geistlicher, Namens Antonio Sedano, bekannt durch seine Raͤubereien in Granada, ist am 28. November auf Befehl des Generals Palarea in Malaga erschossen worden.

Sevilla, 1. Dez. Der General Cleonard ist vorgestern

angekommen und hat sofort das Kommando uͤbernommen. Gestern erließ er eine Proclamation, worin er befiehlt, daß die Rational⸗ Garde aufgelöst und die Waffen derselben innerhalb 21 Stunden in das Arsenal abgeliefert werden sollen. Er fuͤgt hinzu, daß nach Ablieferung der Waffen eine Kommissien er⸗ nannt werden solle, die sich mit der Reorganisirung der Natie⸗ nal⸗Garde beschäftigen und aus einem Mitgliede der Provin⸗ sia⸗ Deputation, einem Munizipal⸗ Beamten, vier National⸗Gar⸗ distin und drei Eigenthuͤmern oder Kaufleuten bestehen soll. Gestern wurden auch auf Befehl des Generals Cleonard meh⸗ rere Personen, die an der Junta Theil genommen, verhaftet; esr befinden sich darunter die Herren Huidabro, Cortinas, Go⸗ vantes, Don Francisco de Paula Alvarez, Deputirter, Sancho, Tovar, Lavigne und Andere.

Spanische Gränze. Man schreibt aus Bayonne vom l0. Dezember. „In dem Treffen, welches am 4. zwischen Maroto und Don Diego Leon bei Mendavia stattfand, wurde durch die, mit der Absetzung ihres Anfuͤhrers Balmaseda un⸗ zufrsedene Karlistische Kavallerie eine für Don Carlos un— in , r; herbeigefuͤhrt. Die Kavallerie floh namlich, o wie sie die Christinos erblickte, nach Suesca, wodurch Ma— ren gensthigt wurde, mit den übrigen Truppen ebenfalls dort⸗

ju marschiren. Die Karlisten beschuldigen ubrigens den Warvto, daß er mit Espartero, unter dem er fruͤher gedient, im Einverstndniß handle. Es heißt, der General O Don“ nel werde, wegen seiner Abneigung . das Unterneh men Nuñagorr is, 43 Vice ⸗Koͤnig von und in seiner Gtellung als Commandeur in Cantabrien durch den Geueral Hovos ersetz: werden.“

Die in ate erscheinende Karlistische Hof⸗Zeitung ent⸗ hält nachstehenden Königlichen Befehl:

„Da fich die Zeit nabet, in welcher zur Erueunung des LAyunta—⸗ mienioz in allen Städten des Königreichds Rararra, der Baskischen Provinzen und des Gebietes ven Castilien, die von der revolutionai⸗ ren Herrschafi frei geblieben sind, geschritten werden muß und die Er⸗ fahrung den Erfolg bewährt hat, welchen verhoffend Se. Majestät in Seinem landesherrlichen Dekret vom 1. Dezember 1836 die Regeln, unter welchen dieses Verfahren ins Leben treten sollte, diktirt haben, po ist ven Sr. Majestät für genehm befunden worden, zu beschließzen, in dem einverleibten Königreiche von Navarra und den Bas— ichen rn, die Erwählung der Justictas für das nächst—⸗ . Jahr 1839 mit gänzlicher Unterwerfung unter die . Anordnungen geschchen soll, welche in dem angege— 37 Königlichen Dekrete enthalten sind. Se. Majestät der König haben sich mit junerem Widerwillen in die Rothwendigkeit versetzt Hieben tin Laufe dieseg Jahres verschiedene Individuen an verschte— , von ihren resp. Stellen zu entfernen, in eimj⸗

Füllen in Folge ihrer bewiesenen Lieblosigkeit gegen die gerechte Sache, ju anderen wegen Uebertretungen mannigfacher AÄrt, und Sie 2 ju befehlen gerüht, daß weil Sie in Zukunft nicht wün— chen, cs möchten sich Gelegenheiten, ähnliche Asie der Gerechtigkeit n en, bieten den Deputatlonen unter der äußersten per— ( augen, erbindlichkeit für die sie bildenden Indioiduen nicht allein . flehte Beachtung des 11Iten Artikels in mehrerwähntem

niglichen Dekret zur Gewissenspflicht gemacht werde, welcher des Rechiß der Wählbarkeit und felbst der Ernennung der Justizias die

che bezeichnet werden sondern auch die Suspension der Approba⸗ an der zur n solcher Aemter Erwählten, bis sie unwiderleg⸗

ö. beraubt, die wegen ihres Mangels an Eifer für die gerechte t

z t in jeder Rücksicht auf die Wahlen erlangt ha⸗ n. Se. Majestät wollen, daß die Wahlen der Avuntam 1

n den Städten der Provinz S z Santander und den Merindades von . nach der Wesse vor sich gehen sollen, die vor den von der urpatorischen Kerrschaft eingeführten Reuerungen fesigesetzu war,

und unter denselben Grundsätzen des angeführten Oekreis, mit Aus— nahme von dem auf. die 2 und gerichtliche Praris des König⸗ Navarra und der Baskischen Provinzen bezuglichen Theile, in⸗

ch * e fr desegr. St4dte nicht paͤffen. Es ist schließlich der Kö⸗

onen von Navarra und der 36 chen Provinzen trwãhnien Ge⸗ t behalten sich die Wahl unter den

i. mitgetheilt werden. Auf Königl. Befehl melde ich solches

n, Bene hl, äh . ö er 16 dem ich Ihrer Einsicht und bänttlichen Erfüllung in

avarra ernannt werden

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Türkei.

Die neueste nach Berlin gekommene Mummer der Tuͤrki⸗ schen Zeitung Takwim ! Wakaji vom 28. Schaaban 17. No⸗

vember) enthalt eine den Kauf und Verkauf der Wohnhäuser

betreffende Verordnung. Es war namlich bisher die Bestim⸗

mung des Preises der Wohngebäude lediglich den kontrahiren⸗ den Theilen uͤberlassen, welcher Mißbrauch gar häufig die Folge

hatte, daß entweder der Käufer oder der Verkäufer in Nach⸗ iheil kam. Wohlhabende Leute, die ein in ihrem Besitze befind⸗ liches Haus zum Verkaufe boten, stuͤtzten sich auf die That⸗ sache; daß der Mangel an Wohnungen in Konstantinepel und den Vorstädten gegenwärtig sehr fuͤhlbar wird, und forderten

deshalb übermäßige Summen, die der Käufer nicht selten noth⸗ gedrungen erlegen mußte, und mancher Käufer bediente sich,

wenn das Haus, auf dessen Besitz er es abgesehen hatte, Per sonen von sehr beschraͤnkten Mitteln angehörte, jedes möglichen Kunstgriffes, um von der geforderten Summe di⸗ Halfte oder gar drei Viertheile abzuhandeln, bis er endlich die armen Ver⸗ käufer mit einer Kleinigkeit abspeisen konnte. Der Sultan hat jetzt diesen Mißbraͤuchen durch Sanctionirung folgender gutacht⸗ —— der hohen Reichs-Kollegien zu stenern ver sucht:

„Wenn ein im Verkaufe 4 Wohngebäude zu den Wokuf (frommen Stiftungen) gehort, so sollen, da die Dir ee⸗ tion der Wokuf's mit der Direction des Großherrlichen Munz= Hufen vereinigt ist, durch den Nasir desselben einige zuverlaͤssige Taxatoren an den betreffenden Ort geschickt werden, und im Beiseyn eines Bevollmächtigten des Mudir's der Geoßherrli⸗ chen Gebäude, einen, dem r, . Zustande des Hauses und der Ehrwuͤr digkeit des Ortes angemessenen Preis bestim⸗ men. Sind beide Parteien mit dem abgeschaͤtzten Preise ein⸗ verstanden, so erhalten sie von Seiten der Direction die Er⸗

laubniß, ihren Handel abzuschließen. Sind die Parteien un zufrieden, weil die Schätzung den Preis, wegen dessen sie uͤber⸗

eingekommen, uͤbersteigt, oder nicht erreicht, so soll man ihren Bitten und Vorstellungen kein Gehör schenken, und der Ver⸗ kauf soll nicht vor sich gehen.“

„Ist das im Kaufe stehende Gebäude nicht von der oben bezeichneten Klasse, so darf der Kontrakt in keiner Gerichts bar⸗ keit ohne vorgängige Erlaubniß des Scheuch⸗ol⸗Islam abge⸗ schlossen werden. Die Parteien sind verpflichtet, dem Scheuch⸗

ol-⸗Islam von ihrem Vorhaben Anzeige zu machen, worauf von

dessen Seite ein Beamter und ein Bevollmächtigter zur Ab⸗ schaͤtzung des Hauses und Bestimmung seines Werthes geschickt werden sollen. Dann erst koͤnnen beide Theile die Erlaubniß des erwahnten hohen Würdenträͤgers erlangen und ihren Kon- trakt rechtskräftig abschliesien. Den Taxatoren ist es streng ver⸗ ern,, Art von Bestechung anzunehmen.“

ieselbe Tuͤrkische Zeitung enthaͤlt ferner ausfuͤhrliche Be⸗ stimmungen, wodurch dem grassirenden Laster der btreibung der Leibesfrucht gesteuert werden soll. Alle Nicht⸗Muhameda— ner beiderlei Geschlechts, die sich der Heilkunde, Geburtshuͤlfe und Apothekerkunst befleißen, sollen hinfuͤhro beim Eintritt in den gewahlten Wirkungskreis vor ihren resp. Patriarchen und Rabbinen mit einem Eide sich verpflichten, keinem Individuum jemals ein Arzneimittel zu verabreichen, das den Fötus im Mutterleibe zerstoͤrt und abtreibt. Die Hebammen von Mu⸗ hamedanischein Glauben sind gehalten, im Beiseyn eines Imams

2 dem r. 6 eben dahin lautenden Eidschwur zu leisten. a man haͤufige Beist haͤufi ispiele hat, daß Aeltern, die eine kuͤmmer,. (4gemetérm Benutznng wird an den Chef dea Sandeis; veparttäaciti

liche Existenz fhren, von der Besorgniß, noch ein Kind mehr genschtet.

nicht ernähren zu koͤnnen, angetrieben, einen so abscheulichen Entschluß fassen, so soll hinfuͤhro ein Familienvater, wenn er im Beiseyn des Imams gerichtlich anzeigt, daß es nicht in sei⸗ nen Kräften steht, mehr als fünf Kinder zu ernähren, auf Großherrliche Unterstuͤtzung rechnen koͤnnen.

us derselben Tuͤrkischen Zeitung erfahren wir endlich, daß ein gewisser Edhem Efendi, seit zwei Jahren Nasir von Felibe (Philippovolis), weil er nicht bloß die Pflichten seines Berufes vernachlaͤssigt, sondern auch Handlungen veruͤbt, wie sie der, niedrigste Mensch kaum begehen kann“, in Gemeinschaft mit dem vornehmsten Theilnehmer seiner Schurkenstreiche, einem gewis⸗ sen Isset⸗Bet, der gleichsam sein Teufels-Auge gewesen, zur

endlichen Verantwortung gezogen worden sey. Die beiden

n , , . verlegten sich anfangs aufs Leugnen, wurden aber durch Confrontation mit ihren Anklägern sehr bald zum

osan (Trapezunt), Isset⸗Bei aber nach Sinope verbannt wor⸗

den. Die von ihnen erpreßten und geraubten Besitzungen sol⸗ len, nach gehöriger Legitimation, an die rechtmäßigen Herren

zurückfallen.

Die Gazzetta di Milano meldet nach einem Schrei, ben vom Ausgang des November, daß die Stadt Scutari

in Albanien der Herrschaft des Rumely⸗Walessi vem Sultan vorläußig davon in Kenntuiß, daß die nähere Prüfung des geslellten

entzogen und zu einer direkt vom Divan abhaäͤngigen Stadt

erhoben worden sey. Es wird zugleich die auptstadt eines Sandschakates bilden, das sich bis zum See Ohrida erstreckt: Zum Gouverneuer desselben wurde der General Ferik Rifaat Hassan Pascha ernannt, der der Griechischen Sprache vollkom⸗

men maͤchtig seyn soll. Bereits hat er die Erbauung einer Bruͤcke uͤbert die Bojana angeordnet, die fuͤr die Bevoͤlkerung von außerordentlichem Nutzen ist. In Scutari ist man mit diesen Veraͤnderungen sehr zufrieden.

Englischen Blättern wird aus Konstantinopel vom 17. November geschrieben: „Nachdem der Handels⸗Ver⸗ trag ratifizirt ist, bleibt nur noch uͤbrig, den Ausfuhr Tarif zu reguliren; der für die Einfuhr ist bereits festgesetzt Die Fran⸗ zoͤsischen Commissaire haben endlich, nachdem sie die Erlaubniß dazu erhalten hatten, sich mit den Britischen vereinigt, um diese Angelegenheit zu beendigen. Man hofft, vor Ende des 6 res mit Allem fertig zu seyn. Der Vertrag wird im Marz 1839 in Wirksamkeit treten.“

Ein in der Morning Chrontele enthaltenes Schrei⸗ ben aus Konstantinopel äußert in Bezug auf die Sage von einem allgemeinen Aufstande der Bevölkerung Georgiens gegen die Russen und von der Niederlage dieser Lehtern: „Ob wohl man die Richtigkeit dieser Nachrichten nicht bestimmt ab⸗

leugnen kann, so wird es doch erlaubt seyn, Zweifel in dieselbe

zu setzen, da es unwahrscheinlich ist, daß Rußland in Provin⸗ jen, die es so lange schon besitzt, den Einwohnern Waffen üuünd Mittel in Händen gelassen, die dieselben in den Stand setzen koͤnnten, Widerstand zu leisten und ein so bedeuten tendes Truppen - Corps, von welchem das Gerücht sprach, aufzureiben; da es noch unwahrscheinlicher ist, daß, wenn

dies der Fall gewesen ware, die große Armee, welche Ruß. land in Georgien haäͤlt, nicht hingereicht haͤtte, den Aufstand zu unterdruͤcken, ohne 15, 00 Mann Verstärkung zu erhalten welche zu etwas ganz Anderem bestimmt waren; und da endli

n

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aus Zscherkessien keine Nachrichten hinstchtlich dieses Ereignisses verlautet haben, obwohl die Lesghier an 2 . genommen haben sollen· Hin sichtlich der polttischen Verhält⸗ nisse in der Turkei bemerkt derselbe Korrespondent: „Die Nach⸗ richten uͤber eine in den Absichten des Tuͤrkischen Kabinets ein⸗ getretene Veranderung scheinen, wie ich mit Bedauern sagen muß, begruͤndet zu seyn. Ein Beweis davon ist das Gerücht, welches, wenn es sich bestätigen sollte, in diesem Augenblicke die beklagenswerthesten Folgen haben könnte, nämlich die Er⸗ nennung des Kayudan Pascha's zum Kriegs⸗Minister und seine Ersetzung in der Eigenschast eines Admirals der Tuͤrkischen Flotte durch den Schwiegersohn des Sultans, Halil Pascha. Kann es etwas Unpassenderes geben, als Achmet Pascha, der hinsichtlich seiner Talente und Erfahrung im Seewesen allein geeignei ist, den Posten eines Ober ⸗Besehlshabers der Flotte auszufüllen, 8 Befehlshaber des Landheeres zu ernennen und Halil

ascha, welcher, obwohl er einmal die Flotte kommandirt hat,

durchaus nichts vom Seewesen versteht, Jedoch ei ter Soldat ist, an seine Stelle zu fen! P* i asch

dieses Geruͤcht noch zu bezweifeln seyn.“ Ferner berichtet dieser Korrespondent. Einige Tscherkessen, 2 von 2 zunt in Konstantinopel eingetroffen sind, haben die Nachricht mit⸗

gebracht, daß die Russen, entschlossen, den Mangel einer Festung

an der Bai von Sutschuk, wodurch ihr Besitzrecht auf die

Theil der Kuͤste begruͤndet würde, nicht , . gegen die Gesetzlichkeit der Wegnahme des „Vixen“ anfuͤhren . lassen, dort nun wirklich gelandet sind und angefangen ha⸗ en, neben der alten in Ruinen liegenden Festung neue Forti—⸗

ficationen anzulegen; doch sollen die Russen hartnäckige Gefechte

mit den Tscherkessen zu bestehen gehabt hab Zweck erreichten zu bestehen gehabt daben, bevor sle ihren

Inland.

Königsberg in Pr., 15. De. Vers rech en. m verwichenen Sommer wurde im Ragniter Kreise eine ienstmagd eines Abends groͤblich von zwel Mannern gemiß⸗ handelt, wobei ihr die Haarflechten abgeschnitten und ihre Klei⸗ dungsstuͤcke abgenommen wurden. Kaum hatte sie der Polizei⸗ Behörde eine schriftliche Anzeige machen lassen und bevor noch ihre Vernehmung erfelgen konnte, verschwand sie eines Mor⸗ gens, als sie in Geschäͤften ihrer Herrschaft vor Tages Anbruch ausgegangen war, spurlos und hat bis jetzt, trotz der sorgfaͤl⸗ tigsten Nachforschungen, weder todt noch lebend gesunden wer⸗ din koͤnnen. Da der dringende Verdacht vorliegt, daß dieses Maͤdchen gemordet worden ist, und alle hieruͤber angestellten Ermittelungen erfolglos waren, so bringt die e,, me,, e., mission Ragnit diesen Vorfall jetzt zur offentlichen Kenntntß.

Kun st⸗ Ver ein. Der Vorstand des hiesigen Kunst⸗ und Gewerb⸗Vereins fordert Kuͤnstler und eee gen rn. auf, die im Januar zu veranstaltende neunte Ausstellung mit . Arbeiten zu bereichern. Bis zum 8. Januar wird die

nne der zu liefernden Gegenstande erwartet. reslau, 17. De. Die hiesigen Zeitungen enthst⸗ ten nachstehende Bekanntmachung des Ober⸗Präͤsidenten der Provinz Schlesten vom 5. Dezember:

„Bei der im Gesetz vom ztein v. M. vorbebaltenen Prüfung der ünträge auf Konzessiontrung von neuen Lisenbahn⸗-Anlagen soll nach einem von des Königs Majestät Allerhöchst beftätigten Beschluß des Königl. Staats Mimisteriums in fei cher Weise verfahren werden.

J. Jeder Antrag auf Konzesston für eine Eisendahn⸗Äniage zur

Dieser Antrag muß durch den Rachweis der Rützlichkeit des Unternehmens begründet werden. Dazu gehört, daß aus zuverlässi⸗ en Quellen, so weit sie zugänglich sind, die Erheblichkeit des jetzigen

erkehrs, des Personen⸗ sowohl als des Güter⸗Trangvorts, ziwsschen den durch die Eisenbahn zu verbindenden Punkten angegeben werde. und daß die hauptsächlichsten Gegenstände des Waaren⸗Trangvorts bezeichnet werden. Außerdem ist dit gewählte Bahnlinie, se weit als nach in,. Prüfung möglich, genau anzugeben, und die Mottve, welche die Wahl bestimmt haben, seyen es technische oder sonstige, sind vollständig darzulegen.

Gudlich muß durch Beifügung einer Stine der Terrain⸗Berhaält⸗ nisse unter speyneller Angabe der für die Bahn anzunehmenden stärk⸗ sten Ansteigungen und des kleinsten Kalbmessers der vorkommenden Krümmungen, so wie der Mittel zur Üeberwindung der hieraus oder

nst aus den Terrain⸗Verhältnissen Kkervorgebenden Schwierigkeiten,

0 ele; ile ,, der ,. 53 Car, . ee ; ; wund ein mögli vollstündiger Ueberschlag der Aus ngę⸗ Gestaͤndnisse gebracht. Edhem Bei ist auf das Niveau eines ire irn enen beigefügt werden. 8 f m 6 ua

emeinen Menschen ohne allen Rang gestellt, und nach Tara⸗

2. Bon Seiten des Cbefs des Handels Departements wird zu⸗ nächst die allgemeine Zulässigkeit des Unternehmens geprüft.

3. Ist solche nicht auzuerkennen, so wird derselbe den Antrag mit seinemn Gutachten dem Staatgs⸗Ministerium vorlegen.

1. Im enigegengesetzten Falle kommuntzitt der Chef des San⸗

dels Dedartemen ts den vorgelegten 6 dem Krieg s⸗Ministerinm

6 Ertiärung über die Zulässigkeit und weckmäßigkeit der Bahn⸗ ulage in militairischer Beziehung, and setzi alle übrige Departemente

Antrages durch die Provinzial⸗ Behörden veraniaßt werden solle. Wird hingegen von Seiten eines anderen Departements ein Be⸗ denken gefunden, so ist darüber unverweilt dem Chef des Handels⸗ ö, zum Zweck der weiteren Erörterung Mittheilung zu machen. 5. Werden dagegen solche Bedenken nicht zur Sprache gebracht.

so läßt der Chef des Han dels Departements den vorgelegten Antrag dem Dber-⸗Präsidenten der Provinz per hen, um selchen durch die Regierungen, welche dabei betheiligt h .

demnmnachst sein eigenes Gutachten zu erstatten.

begutachten zu lassen, und

Die Prilfung wird gerichtet:

I) auf die Erörterung der für die Nützlichkeit der Anlage ange⸗ führten Gründe;

2 auf die technische Ausfübrdarkein des Unternehmeng und die muthmaßliche Zulänglichkeit der angenommenen Kostinz;

3) auf die demfelben aus allgemeinen landeg voltzeilichen Ri csichten etwa entrgegenstehenden Hindernisse;

) auf die mst der nachgesuchten Keujession möglicherweise in Widerspruch tretenden d, ,. ame, besonders wenn da⸗ dur ae en. usprüche gegen den Staat oder gegen die Gesellfchaft begründet werden sönnten;

3) auf die für die Feststellung der Bahnlinte oder für Berdude⸗ rungen der in Borfchlag gebrachten, in Betracht fymmenden partsculatren Interessen;

9 anf * Solidst lt der an die Spltze des Unternehmens gatrete⸗ nen Personen;

n auf die Borschläge wegen Zusammenbringung der Fond. wobei desonders die Naßregẽln zu berücksichtigen 3 welche jn neh men seyn werden, um Actlenschwindel u verbüten;

s) auf die für den Berkehr wünschengwerthen künftigen Fortsetzun⸗ gen der Bahn, auf die Wabrscheinlichkeit künftiger Zweigbah⸗ nen und auf die für Erleichterung solcher Anlagen rath * nenden Vorbehalte.

Cs bleibt den Reglerungen dadei üäderlassen, in welcher Weise sce von den Landräthen und von den Kommungl⸗KBehörden größerer Drie, so wie von einzelnen, durch Gewerbe und sonstigt Berhältnisse J —— . in der Sacht berufenen Personen fer , ain · jie ben wollen

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