1841 / 55 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

—— K

= in bewaffnetes Civil Aufgebot, gleich dem von Main e, , r. ee. Ein fruͤher verbreitetes Geruͤcht, daß lische Regierung den Gouverneur Sir John Harvey von

osten entfernen wolle, hat sich nicht bestaͤtigt. an berechnet, daß die Aufhebung der Blokade von Vue— nos⸗Ayres den Vereinigten Staaten im nächsten Jahre einen Ge⸗ wänn von einer Million Dollars verspreche; der Gesammt⸗Betrag des Handels Verkehrs zwischen den Vereinigten Staaten und Buenbs⸗Ayres vor der Vlokade wird auf eine Million Pfd. St.

tionirt gelassen

Ausfuhr und eben so viel Einfuhr angegeben, wovon ein Dritt ⸗/ theil auf New⸗York, der Rest auf Philadelphia, Baltimore und Nach den letzten Berichten aus Monte— video lagen dort uͤber dreihundert fremde Schiffe, darunter etwa die Aufhebung der Blo— Die Regierung von Blokade

Boston kommen solle.

25 Nord⸗Amerikanische, welche fade von Buenos ⸗Ayres abwarteten. Montevides hat zwar mit einer neuen doch gilt das nur fuͤr blinden Laͤrm. von dem Buenos⸗Ayres in Montevideo eintraf, ließ zwar

Als

dieser Republik, deren Praͤsident bekanntlich Fructuoso Rivera ist, sogleich auf alle im dortigen Hafen befindlichen Schiffe Embargo legen, um dieselben am Auslauͤfen nach Buenos⸗Ayres zu verhin— Sobald aber der Englische und der Amerikanische Com- protestirten sie foͤrmlich da—⸗ gegen und befahlen allen Schiffen ihrer beiden Nationen, sich se⸗ um den Hafen unverzuͤglich zu verlassen. wollte mit den Amerikanischen Schiffen „Potomac“ und „Decatur“ so lange im La Plata bleiben, bis die Verwickelungen vollstaͤndig ausgeglichen waren.

dern. modore von diesem Embargo hoͤrten,

geifertig zu machen, Commodore Ridgely

Jun lan d. Duͤsseldorf, 19. Febr.

Vollendung entgegen.

gefahren, und noch in diesem Jahre ist die ganze so große Schwierigk

det. Wenige Bahnen bieten veranlassen so muͤhsame und in der Steinbeck bei Elberfeld liegt

kostspielige Anlagen. 505 Fuß,

zwischen Vohwinkel und Kruitscheid 545, dem Horizonte der Nordsee.

Die Ersteigung des Gebirges der Erkrath bis zu einer Hoͤhe von 260 Fuß ges

neigten Ebene von 700 Ruthen Lange bei 1 in 30 Die Bahn ist auf dieser Strecke doppelspurig und wer— den die Wagenzuͤge vermittelst eines Seiles, welches auf 30 Fuß laͤuft und 9000 Fuß lang ist, durch Huͤlfe zweier stehenden Dampfmaschinen, jede von

rung. von einander entfernten eisernen Scheiben

50 Pserdekraft, hinaufgewunden werden, Die Entfernungen betragen Rheinlaͤndische auf 1 Preußische Meile gehen):

Vom Bahnhof in der Steinbeck bei Elberfeld bis Station Vohwinkel 1160 Ruthen.

2700 Y 4060 Y 460 5450 7030 9

9 * Haan

ö Hochdahl

* Erkrath

2 Gerresheim Duͤsseldorf

ö. V Die Strecke vom Duͤsseldorfer Bahnhof bis zum Rhein, die Verbindung mit dem Freihafen herstellend, wird außerdem noch

372 Ruthen Länge betragen ( Vom Bahnhof zu Duͤsseldori bis Station Gerresheim ö Erkrath ö Hochdahl 2970 4330

* . 133 ö ohwinkel 5570 8 Elberfeld 7030

2270

11 II

* 5) Die fertige Bahn wird 73 Bruͤcken und Wasser⸗Durchlaͤsse

enthalten, worunter bemerkenswerth:

1) Der Viadukt über das Wupperthal bei Sonnborn zur Durchfuͤhrung des Wupperflusses und der Kölner Chaussee. Diese bei einer Hoͤhe von 68 Fuß uͤber dem und unter einem Winkel von 60 Graden gegen den

Strom betraͤgt die Laͤnge derselben zwischen den Endpfeilern 310 Bogen haben 45 Fuß

Bruͤcke hat 6 Bogen, Flußbette,

Fuß, die äußere Breite 17 Fuß; die Spannung und 3 Fuß Stärke, die Pfeiler Auf einer Seite lehnt sich die Bruͤcke gegen

sind den

rand und laͤuft auf der anderen Seite in den Damm aus, wel— cher zur Fuͤhrung der Bahn durch einen Theil des Thales ge⸗ mit Ausschluß der Ge— Ziegeln erbaut werden, besteht aus Die schiefe Lage der Bruͤcke gegen den durch einen kreisrunden Unterbau ausgeglichen worden, worauf die eigentlichen Brüͤckpfeiler, durch Sternpfeiler

Sammtliches Mauerwerk,

schuͤttet ist. welche aus

laͤnder⸗Mauern, ehauenen Bruchsteinen. tromstrich ist

verstaͤrkt, ruhen.

2) Drei Bruͤcken uͤber die Bahn von 30 Fuß Weite. 35 Drei Bruͤcken von 260 = 350 Fuß Weite uͤber die Duͤssel. 10418 Fuß Weite, zur Durch⸗

1H Zwoͤlf Bruͤckenthore von fuͤheung von Kommunalwegen. 5) Eine Bruͤcke uber die

sind noch in der Ausführung begriffen.

In der gestern stattgehabten General⸗Versammlung der Acĩ tion dee ist die Direction zur Verausgabung der letzten 1000

Abschluß des Traktats zwischen Frankreich

(Elb. Krbl.) Die Eisenbahn von Elberfeld nach Duͤsseidorf schreitet in erfreulicher Weise ihrer Von Vohwinkel bis Duͤsseldorf wird bald

eiten Der Bahnhof der Sonnborner Viadukt 485, der Bahnhof bei Vohwinkel 543, der hoͤchste Punkt die Station Hochdahl 436, Erkrath 170 und der Duͤffeldorfer Bahnhof 118 Fuß uͤber

aus der Rhein-Ebene bei chieht auf einer ge—

(in Ruthen, von denen 2000

1580 Ruthen.

Wupper, zur Verbindung des Bahnhofes bei Elberfeld mit der Stadt, so wie eine Kettenhrüuͤcke für Fußgänger uͤber einen 40 Fnß tiefen Einschnitt der

gedroht, die Nachricht und die Regierung

Bahn vollen— dar und

Fuß Steige⸗

lichte 8 Fuß stark. felsigen Thal⸗

Bahn,

224

Stück Prioritaͤts-Actien ermächtigt worden, nachdem dieselbe er⸗ klärt hatte, diese Summe reiche hin, um die Bahn bis Elber⸗ feld fahrbar zu machen.

Wissenschaft, Kunst und Literatur.

Die Versammlung der Gesellscha ft naturforschen der Freunde am 16. Februar eröffnete Herr von Buch mit einer Mittheilung der Untersuchang des von Herrn Meder in Batavia nach Paris eingesen⸗ deten Thieres von Nautilus Pom halius, mit Zeichnungen durch Herrn Valenciennes in Paris. Der Bau der Sepiarien läßt sich auch bei dem Nautilus nachweisen. Acht Arme mit Fühlfäden stait Säuge⸗ näpfchen; auch ward ein Geruchs; und Gehörs⸗Organ entdeckt. Die oberen Arme bilden, was Owen „hood“ genannt hat. Sie legen sich auf die Wölbung der vorigen Windung und setzen darauf die lebhaften gelben Flammen ab, welche man auf dieser Windung bewundert. Der Sppho geht mit Gefäßen durch alle Kammern bis zur innersten, hat aber mit den Kammern gar keine Verbindung. Bei Ammoniten geht der Sypho zwischen Kammer und Schaale und dann bis zur äußer⸗ sten Gränze der Schaale fort, daher wahrscheinlich sogar über den Kopf weg. Daher ist dieses Organ von dem des Rautilus ganz verschie den, und dieses Fortgehen des Sppho bis zur äußersten Gränze der Schaale, ist eine Thatsache, welche Ammoniten und Nautilen ganz ohne umeg= lichen Uebergang von einander entfernt. Vorgelegte Exemplare von A. Turneri, 4A. Lvthensis und A monsse zeigen diese That⸗ fache mit größter Deutlichkeit —— Herr Link legte Stämme von Fucus digitatus vor, von einer sehr großen Dicke, an der Küste ven Irland gefunden, worin um ein Mark sich deutliche Ringe gelegt hatten; das erste Beispiel von einer Stammbildung, wie sie die Stämme der Dikotvledonen zeigen. Sie bestehen aber aus bloßem, mehr oder

Dauer der Eisenbahn-Fahrten am 21. Februar.

Abgang

von Berli

Abgang von Potsdam.

Zeitdauer n. St. M.

Zeitdauer

Uhr Morgens. 43 „Vormitt... A0 Nachmitt. *5 1 * Abends... 53

Um 7 Uhr Morgens .. „10 Vormitt. .. Nachmitt. .

A . ; 54 Abends ...

3

Meteorologische Beobachtungen.

18461.

21. Februar. 6

Morgens

Abends 10 Uhr.

Nach einmaliger

Nachmittags Beobachtung.

Uhr. 2 Uhr.

Luftdruck Luftwärme Thaupunkt Dunstsättigung 8 Wetter

Wind Wolkenzug ... Tage smittel:

OSO.

338,9“ P—ar. 339, 12“ Par. 339,31 Par. Quellwärme 6,49 R. 4 0,19 R. 1440 R. 4

1620 R. FIlußwärme O3 9 R.

0 o R. Bodenwarme 1410 R. S1 pCt. Ausdünstung O, 22“ Rh. trübe. Niederschlag O, 9“ Rh. OSO. Wärmewechsel 4 145 9 OSO. 019.

338,96“ Par. 4 0,9 O R.. O3 0 R.. S1 pCt. OSO.

0,90 R. 4 pCt. trüt e.

61 R. 79 pCt.

,, OSO.

Berliner Börse. Dex 22. FRBüRdak 1841.

* Brief.

Fr. Cour. 5 Fr. Cour.

Geld.

- alle Spiralgefäße. Herr Au gu st sprach über die Fortsetzung seiner Versuche mit Gefrieren des Wassers in luftleerem Raum. Ruhend gefror es zwischen 133. und 179 R. Ueber 2,50 R. ist es, selbst bei der heftigsten Erschütterung, nicht zum Erstarren zu bringen. Zwischen 23 und 12330 erstarrt es nicht, bei mäßiger Bewegung, tiger Erschütterung.

weniger dichtem Zellgewebe ohne S

wohl aber bei hef Dies scheint einen Einfluß des Drucks auf das Erstarren anzudeuten. Es ward ein kleiner thermometrischer Apparat vorgezeigt, durch wel⸗ chen das Auftreten der latenten Wärme, beim Gefrieren des Wassers, sehr leicht gezeigt werden kann. Herr Klotsch zeigte eine neue und interessante Srchideen⸗ Gattung aus Caraccas von dem Herrn Eduard Otto eingesammelt, durch Analpse erläutert, vor, welche dadurch merk⸗ würdig wird, daß die inneren Blüthenfülltheile ihrer ganzen Länge nach mit der Geschlechtssäule verwachsen sind. Herr Marchand sprach über das Leidenfrostsche Phänomen und zeigte dessen Hervor⸗ bringung in heißem Wasser. ie Temperatur des Wassers und des Metalles darf um so niedriger seyn, ein je besserer Wärmeleiter das Metall ist. Platin bedarf, bei einer Temperatur des Wassers von foo, einer Wärme von 2300. Hat das Wasser 750, dann muß das Platin 2700 seyn, bei 706 aber 2960, bei 630 schon 3506 und bei 58590 end⸗ lich 1000. Glas bedarf einer dunkeln Glühhitze, wenn das Wasser kocht, und einer lebhaften Weißglühhitze, wenn es kalt st. Sr. Reich ert theilte Besbach⸗ tungen mit, über verschiedene Formen der primitiven Muskelbündel (Mus⸗ kelfaser), deren Verbreitung im Thierreich und deren Vertheilung an die beiden Haupt⸗Spsteme des Organismus. Er erwähnte eine bemerkens— werthe Form von ungestreifter Muskelfaser im Darmkanal der Scolopen- gra morsitans, welche sich durch auffallende Entwickelung der Scheide und deren Trennung vom Inhalte auszeichnet. Daran knüpfte der⸗ selbe Bemerkungen Über die Vertheilung der quergestreiften und nicht⸗ gestreiften Muskelfasern im Organismus. Zum Schluß bemerkte Herr Karsten, daß die Vermuthung des Herrn Monheim, daß das uͤnterfuchte Eisen ohne Arfenikgehalt von der Aachener Eisenmasse gar nicht von derselben herrühre, nicht zutreffe. Da weder der verstorbene Klaproth früher, noch Herr von Berzelius später als Herr K. das Refultat seiner Analyse bekannt machte, in jenem Eisen eine Spur von Arsenik gefunden zu haben, so sey Herr Monheim schon vor etwa zehn Jahren in einer wissenschaftlichen Zeitschrift aufgefordert worden, eine Rachforschung an Srt und Stelle anzustellen, ob die Eisenmasse viel⸗ leicht an einer Stelle arsenikhaltig sey und ob von dieser Stelle das von ihm untersuchte und durch ihn an Herrn Stromeyer gesendete Eisen zufällig genommen sey. Diese Aufforderung habe Herr Monheim aber unbeachtet gelassen.

Aus Schlesten. Die Provinz Schlesien, welche im Gebiete der

Künste und unter diesen auch in der Musik Ausgezeichnetes aufzuwei⸗ sen hat, ist reich an großen und schönen Orgeln, deren selbst in den Kirchen kleiner Städte und Dörfer vorzufinden sind. Das vortrefflichste Werk dieser Art ist in der neuesten Zeit wohl in Erdmannsdorf, dem Pri⸗ vatgute Sr. Majestät des hochfeligen Königs, gebaut und am 8. Vezember v. J. bei der Einweihungs Feier der Kirche zum erstenmale zum Gottes⸗ dienste vollständig gespielt worden. Ueber diese Orgel Einiges, dem Raume dieser Zeitung Angemessenes, zu erfahren, dürfte für manche Leser nicht uninteressant seyn. Erbauer ist der Orgelbaumeister C. F. Buckow in Hirschberg, durch viele sehr gelungene Werke und Reparaturen schon rühmlichst bekannt. Der erste Eniwurf entstand unter Zuziehung des als Sachverständigen dazu aufgeforderten damaligen Stadt⸗Organisten Succo zu Görlitz, wurde jedoch, theils wegen urspünglich zu knapp zu⸗ gemessener Tiefe des Chors, theils in richtig gefühltem Interesse für das Werk selbst, von dem Herrn Buckow aus freiem Antriebe umge⸗ staltet und sehr erweitert, fo daß die Orgel jetzt drei Etagen mit drei Prinzipalen im Prospekte enthält, wozu zwei Manugle und ein Pedal mit der Scheibeschen Hülfs⸗Klaviatur und allen während des Spie⸗ lens anzuziehenden und abzustoßenden Koppeln, und in Allem 3090 Re— gister mit 19 klingenden Stimmen gehören, Unter diesen sind 15 von Zinn und Probezinn, 2 theilweise von Holz, Probezinn, Metall und Messing, 2 ganz von Holz. In der Tonhöhe find Stimmen 16füßig, 5 von 5 Fuß, A von 4 Fuß, 2 von 2 Fuß, die übrigen Quinte, Cor⸗ netti und Mirtur 3 bis F5fach. Der Klaviaturen-Umfang ist von C bis dreigeslrichen f, der des Pedals von C bis eingestrichen d. Eine Haupt Eigenthümlichteit diefes Werkes ist die merkwürdige Kraft, welche nicht durch die Menge der Stimmen hervorgebracht wird, son⸗ dern hauptsächlich durch die besondere Art der Windzuführungen, so wie auch durch die sehr weiten Mensurverhältnisse und durch große Sicherheit in der Intonation. Alle Künstfreunde, die der bevorstehende Sommer zu einer Reise in das großartige Riesengebirge einladet, wer⸗ den hierdurch aufmerksam gemacht, das reizende Erdmannsdorf mit der schöänen Kirche und diesem Werke der neueren Orgelbankunst nicht un⸗

beachtet zu lassen.

Schlesische do.

10/9 2A / 500 Sch. So!!“ G. Dosg Span. Anl. 24. 23. 3.

EISenbahn-Actien. tes Ufer M25 G. do. sinkes 320 G. hurg - Basel 280 Br.

schlimmen Fr kten,

St. Schuld- Seh. 1 Hr. Eugl. Obl. 30. 4 Prüm. Sch. d. Se eli Kurm. Neum. Berl. Stadt-9 bl. 4 Danz. do. in Thu. Westp. Pfaudhbr. 3! Grossh. Pos. do. 4 Ostpr. Pfaudhr. 51 Pomm. do. 31 Kur- u. Neum. de. 3!

Schuldv. 31 Schuldv. 3

(* 37

Coup. und zins Sch. d. H

n. N.

A u

Niederl. wirkl. Schuld 50. So / g do. 97* / g. 59/9 Span. 2211 Präm. Sch. —.

Zinsl. 6! / g.

Oesterr. 59 G. B

) 343 / FI. 1345/4.

Bank- Actie

Cons. 39/9

Ausg. Sch. 12! a. 1912.

Peru —.

59/9 Rente

Neapl. au compt. 101. 60. 5½½ Span. Rente 247 / g. Port. —.

59/9 Met.

Bank- Actien 1632. Anl. de

K oͤͤ

Dienstag, 23. Febr. Im hause Lustspiel in 5 Abth., nach Scribe, von A. Cosmar.

Mittwoch,

große Oper in Hoguet. Im Schauspielhause: Scribe. 2) Le mari à la ville et la femme à la campagne, vaude- ville nouveau en 2 actes.

Neu

Köoͤ Dienstag,

von Frar Mittwoch,

Donnerstag, 25. Febr.

Engl. Russ.

auen im Serail.

os 57. I Jos /. 10017 S03 /

1017;

101718

Actliem. Brl. ,, 5

s do. do. Prior. Act. 4

sd. Y ie. - do. do. Prior. Aet. 4 Berl. Auh. Eisenb.

do. do. Prior. Act. 4 10

* Brit. I Geld.

1083 /,

5

Gold al mureo 1. 1027/12 Neue Dukaten Friedrichsdr or ——

Aud.

zen à 5 Th.

1033 f. 1031 1021/2 102

Goldimün-

98 97

Diseconto ö

s wüärtige Börsen. Amsterdam, 18. Februar. Kanz - Bill. 217/e« Passive 6/183. Ausg. Zinsl. —. Preuss. Oesterr. 1031! /a. Antwerpen, 17. Februar. Neue Anl. 2115/16.

Frankfurt a. M., 19. Februar. Met. 106. 108773. A0, ss / Br. 21 20/0 S535 /. Br. ank? Actien 1966. 1958. Partial- Obl. Loose zu 13412. Loose zu 100 FI. Preuss. Prüm. qo. Fo Anl. 101 G. boln. Loose 73! /a. 73. 2iszosg Holl. Asi. AMIsa. St. Germain 710 6. Versailles rech- München- Augsburg Ztrafs- Leipzig- Dresden 1091 Br. Kösn-Aachen 92! /Z G.

Hamburg, 20. Februar. 1620. Engl Russ. 10612.

London, 15. Februar. s8!/ s. Eelg. Neue Anl. 2334. Passive 57g. 21520 Holl. no7/g. 56 /o 9834. 59/0 ort. 3112. Bras. 711s4. Columb. 221/s3. Mex. Chili .

Paris, 17. Februar. fin cour. 112. 10. 30o Rente fin cour. 76. Passive 17. Februar. 10578. o O9. 39690 79. 21629s09 —. 1834 133152. de 1839 1091/2.

niglich e Sch au s pie le Im Schauspielhause: Das Glas Wasser,

24. Febr. Im Opernhause: Iphigenig in Aulis, 3 Akten. Musik vom Ritter Gluck. Ballets von

einstudirt.) 1) Rodolphe, drame en 1

acte, par

nigsstädtisches Theater.

23. Febr. Zum erstenmale wiederholt: Die

Zauberposse mit Gesang in 2 Ak—

Musik von Proch.

Die schlimmen Frauen im Serail. Die schlimmen Frauen im Serail.

nz Told. 24. Febr.

.

Bekanntmachungen.

Das adliche Gut Uhlkau, welches nach der Bekannt⸗ machung des hiesigen Königl. Ober⸗Landesgerichts am . März 1831 subhastirt werden soll, ist nach den Prin⸗

spien der Westpreuß, Landschaft auf 1a, 135 Thlr. 11 er 8 pf. tarirt worden,. Es gehört dazu ein haupt— sächlich für die Schäferei benutztes Neben vorwert Thaershöhe, welches vom Hauptgute aus bewirthschaftet wird, und es ist mit lebendem ünd todtem Inventario, so wie mit Gebäuden, welche sich im besten Stande befinden, vollstãndig versehen. Nach der bewirkten Ver⸗ messung und Bonitirung enthält das Gut:

13 M. A MIR. errschaftliches Garten.

and,

an Käthner vermiethe⸗ tes Gartenland Ackerland II. Klasse,

Allgemeiner Anzeiger

gos M. 80 IR. Ackerland III. Klasse, Zwei Meilen von Dirschau und dem

1. 3 Meilen von Danzig und nur eine hal der dahin führenden Chaussee entfernt, den höchsten Preisen z

92

i n n n m n.

w 2

fur die Preußi

* 2schnittige Wiesen, einschnittige, Hütungen,

der Produkte zu reszeit gesichert. Das herrschaftliche

Gebäude und eine Badestube besinden, d werke außer einem Hausflur 8. Wohnzimmer.

Hof⸗ und Baustelle, Wasser, Wege un Brücken,

, , n, n,,

überhaupt 1987 Y

Das Gut befindet sich in einem vorzüglichen Kul—

tur⸗Zustande, und

Rebenvorwerk in? Schlägen bewirthschaftet . äferei ; unde des Meeres genießt. sondere wird darauf die, Schäferei, welche zu den edel. tergr Ie nl oer Canbeegerichts

sten in der Gegen Erfolge betrieben.

Die Lage des Guts ist in ökonomischer Bezi eben so vortheilhaft, sch eziehung

i. 3 RM.

das ird i . Hauptvorwerk wird in 4 w ure von Hanz

Civil⸗Senat des

d gehört, mit dem ausgezeichnetsten Marienwerder.

als zum Aufenthalte angenehm.

sche Weichselsirome, be Meile von ist der Absatz U jeder Jah⸗ Wohnhaus ent⸗ Waldungen, mhält ein Souterrain, in welchem sich die Wirthschafts⸗ im ersten .

und im zweiten 9 Es legt in dem geschmackvoll legten Garten, welcher durch eine umfangreiche Park⸗ Anlage mit den nahen Wald⸗Anhöhen verbunden ist, von denen man den Anblick der fruchtbaren Weichsel⸗ ig und im Hin⸗

Stock⸗

ange⸗

Staat

Literarische Anzeigen.

Bei Hinrichs in Leipzig ist eben erschienen, in Berlin auch in Plahn's Buchhdlg. (E. Nitze), Jä⸗ gersir. 37, Hirschwald ac. zu finden:

Sammlung auserlesener Abhandlungen und Besbachtungen aus dem Gebiete der Ghrenbeilkunde. Ilerausgeg eben von Dr. C. G. Line ke. . Samunlung. Mit, 1 lithogr. Ta- fel. gr. 8. 13 Bog. 1841. 14 Thlr.

(Sammlung 1 bis 3 kostet z Thlr. 123 sgr.)

Bei Wilh. Besser (Behrenstr. An) ist erschienen: Enfe, J. Fr., Rede zur Feier der Geburt Friedrich des Zweiten, in der öffentlichen Sitzung der Kö⸗

nigl. Akademie der Wissenschaften am 28. Jan. 182 gehalten. 4. geh. 5 sgr.

renußische

Allgemeine

Staats- Zeitung

Berlin, Mittwoch den 24sten Februar

Amtl. Nachr.

Nußl. n. Vol.

Frankr. Dey. K. über das Gesetz in Betreff der geheimen Fonds. P aris. Sitzung der zur Prüfung des Gesetz⸗Entwurfes über die Befestigung von Paris ernannten K ommission der Pairs⸗Kammer. Der „Cour⸗ rier frangais“ über das zZollgesetz. Vermischtes.

Großbr. i. Irl. Lond. Nesultat des Cardiganschen Prozesses. Mac Leod. Wetten auf Parlaments⸗-Auflösung. Frankreichs Rüstungen.

Belg. Brüssel. Verordn. über die Benennung der General⸗Offiziere. Belg. Eisenbahnen, verglichen mit Engl. Privatbrief. (Ueber

den Antrag in Bezug auf die bürgerlichen Rechte der kath. Universität.)

Deut sche Bun desst. Bayern, München. Neue katholische Zeit- schrist =- Fr rt. Die verwittwete Fürstin von Anhalt⸗Bern⸗ burg⸗Schaumburg F. Kassel. Tod Ihrer K. Hoh. der Kurfürstin von Hessen.

Oesterr. Pesth.

aus Oesterreich.

Warschau. Rückkehr des Fürsten Paskewitsch. Annahme des Zollgesetzes. Kommissions⸗-Bericht

Differenz über die gemischten Ehen. Schreiben (Handels⸗Verbindungen und Eisenbahnen.) Vollständiger Inhalt der Note des Oesterr. Gesandten.

Neapel. Noth ili

Madrid. Me

Memorandum der

Schweiz. Ma Lond. Konserenz vom g. Bestätigung der Nachricht von beabsichtigten Ankunft des jüngern Napier. Syr. Nachrichten aus der Marmorizza⸗Bai. Nord⸗Am. Beschwerden über England. Ren-Grangada. Insurrections⸗Zustand und Sieg über Obando. nland. Kleve Eisfahrt. Aachen. Bevölkerung. Wiff., K. n. L. Kunst⸗-Notiz aus St. Petersburg. Die Ge⸗ schichte der medizin. Fakultät in Halle während der ersten hundert Jahre.

2

ntliche Nachrichten.

Kronik des Tages.

der Koͤnig haben dem Schiffs⸗Capitain in der Norwegischen Marine, Klinck, den Rothen Adler-Orden drit⸗ ter Klasse; dem Kaiserl. Russischen Rittmeister, Fuͤrsten von Bariatinsky, und dem Premier⸗Lieutenant von Adlerberg, Adjutanten Sr. Kaiserl. Hoheit des Großfuͤrsten Thronfolgers, den St. Johanniter-Orden zu verleihen geruht.

Se. Maßjestaͤt der Koͤnig haben den bisherigen Oberlandes— gerichts Rath von Forckenbeck zu Muͤnster zum Vice ⸗Praͤsi⸗ denten des Oberlandesgerichts zu Glogau zu ernennen geruht.

Se. Majestaͤt der Koͤnig haben den Land- und Stadtrichter Muͤller zu Steinau a. d. O. zugleich zum Kreis⸗Justizrath des Steinauer Kreises zu ernennen geruht.

Des Koͤnigs Majestät haben den Rittergutsbesitzer und seit—⸗ herigen Regierungs⸗Referendarius von Bredow zum Landrath des Westhavellaͤndischen Kreises im Regierungs⸗Bezirk Potsdam Allergnaͤdigst zu ernennen geruht.

Der Justiz⸗Kommissarius Albert Heitemeyer zu Landes⸗ hut ist zugleich zum Notarius im Departement des Ober⸗Landes⸗ gerichts zu Breslau bestellt worden. .

Der bisherige Kammergerichts-Referendarius Alschefs ki ist zum Justiz Kommissarius im Bezirk des Land- und Stadtgerichts zu Stendal mit Beilegung der Praxis bei den Patrimonial⸗ Gerichten Schoͤnhausen, Fischbach, HohengoͤhMren, dorf, Wudicke, Büunsche und Wust, und Anweisung seines Wohn⸗

sitzes in Tangermuͤnde bestellt worden.

Se. Majestaͤt

Die Kandidaten der Baukunst, welche entweder in dem er— sten diesjaͤhrigen Termine die Vorpruͤfung als Staats ⸗Baumeister oder Bau⸗Inspektoren, oder welche bis zum Oktober d. J. die muͤndliche Pruͤfung als Privat-Baumeister abzulegen beab sichti⸗ gen, werden hiermit aufgefordert, vor dem 15ten künftigen Mo—

nats sich schriftlich bei uns zu melden, worauf den Ersteren das

Weitere eröffnet Und den Letzteren der Termin bezeichnet werden wird, der zu ihrer Pruͤfung in den Naturwissenschaften angesetzt ist. Meldungen, die nach dem 15. Maͤrz c. eingehen, koͤnnen nicht mehr beruͤcksichtigt werden.

Berlin, den 20. Februar 1811.

Königl. Ober⸗Bau⸗Deputation.

Dem George Preston zu Aachen ist unter dem 19. Fe— bruar 1841 ein Einfüͤhrungs⸗Patent auf eine fuͤr neu und eigenthuͤmlich erachtete Methode,

Staͤrkemehl aus Neis darzustellen,

fuͤr den Zeitraum von Fuͤnf Jahren, von jenem Tage an gerech—⸗ net, und den Umfang der Monarchie, ertheilt worden.

Zeitungs-Nachrichten. Al elan d.

Rußland und Polen.

Warschau, 19. Feb. D reichs ist am 16. d. M. von St. Petersburg wieder hier ein—

getroffen. ; . 3 ; Der Civil-Gouverneur von Sandomir, Bechtiejeff, ist zum

Wirklichen Staatsrath ernannt worden. Trankreich.

3

Deputirten-Kammer—. Sitzung vom 18. Februar. Zu Anfang der heutigen Sitzung wurde äber den Zollgesetz-Ent—

Klein⸗M 5. Klein Mangels, nen.

Der Fuͤrst Statthalter des Koͤnig—⸗

3 einige allgemeine Betrachtungen

wurf abgestimmt, und derselbe mit 234 gegen 11 Stimmen an⸗

An der Tagesordnung war hierauf die Berichter— den Gesetz⸗ Entwurf wegen der geheimen Fonds. Herr Jauffroy, ließ sich zufoͤrderst auf —. über die Nothwendigkeit ein, auf die Parteien, welche gegen die Regierung konspirirten, ein wachsames Auge zu richten. Der Redner machte sodann darauf , daß der vorliegende Gesetz⸗Entwurf der Kammer die Gelegenheit darbiete, dem Ministerium ein Zeichen des Ver— trauens zu geben, ohne welches seine Existenz bestaͤndig ge— faͤhrdet sey. Es sey uͤberhaupt, sagte er, eine große Schat⸗ tenseite der gegenwartigen Epoche, daß die Regierung zu keiner Konsistenz gelangen koͤnne, daß die Ministerial— Veranderungen gewissermaßen ein chronisches Uebel gewor— den wären, und daß dadurch regelmäßige und uͤberlegte Fortschritte unmoͤglich wurden. Der Berichterstatter beleuchtete hierauf die verschiedenen Zersplitterungen der Majoritäat, die in neuerer Zeit so weit gegangen waͤren, daß beinahe jedes Indivi— duum eine Partei fuͤr sich gebildet habe. Jedermann erkenne die Nothwendigkeit an, daß ein solcher Zustand der Dinge aufhoͤren muͤse. Einige Personen, sagte er, haͤtten in den politischen Hand⸗ lungen des Kabinettes vom 29. Oktober das politische Glaubens—

genommen. stattung uͤber Der Berichterstatter,

bekenntniß des 1. Maͤrz zu erblicken geglaubt, und sich demselben

deshalb angeschlossen, er wolle untersuchen, ob jene Vermuthung richtig sey Bewegung.) Herr Jauffroy eroͤrterte hierauf zuerst die Politik des Kabinettes vom 12. Mai, welches, seines Erachtens die

auswaͤrtige Politik der fruͤheren Kabinette forigesetzt habe. Dasselbe hätte die Loͤsung der Europaͤischen Zwistigkeiten von diplomatischen,

das heißt von friedlichen Mitteln abhängig machen wollen. Der Praͤ⸗

sident des J. Maͤrz dagegen habe das Land in eine ausschließlich Fran—⸗

Die Kammer wisse es:

zoͤsische Frage zu stuͤrzen gesucht, und an die Stelle der Franzoͤ— sischen Frage habe er bald die revolutionaire gesetzt. Welches waren die Folgen einer so engherzig nationalen Politik gewesen? Mon habe sich gendͤthigt gesehen, den Pascha von Aegypten der Discretion der anderen Mächte preis—

zugeben, und man sey in einen bedauerlichen Zustand der Isoli⸗

rung gerathen.

waͤische Politik vorzuziehen sey.

man

Centrum.

Berathungen drucken lassen moͤge, da

ͤ

moͤchten.

abend angesetzt worden.

einigermaßen wiederhergestellt hatte, zeigte

Der Berichterstatter suchte darzuthun, wie sehr einem solchen System die von Casimir Pẽerier gegruͤndete Euro⸗ (Herr Thiers giebt lebhafte Zeichen des Unwillens und der Ungeduld. Die innere Politik des 1. Maͤrz sey hauptsächlich dadurch so schwach und beengt ge—⸗ wesen, daß sich jenes Kabinet auf die linke Seite gestůͤtzt habe. Lebhafte Ünterbrechung. Herr Thiers spricht einige Worte, die nicht verstanden werden.) Die Kommission sey der Mei— nung, fuhr Herr Jauffroy fort, daß das Kabinet vom 1. Marz, wenn es auch die besten Absichten gehabt habe, sich doch getaͤuscht hätte. Sie theile nicht die Mei— mung, daß man, um einen Krieg mit dem Auslande zu fuͤhren, die revolutionairen Leidenschaften aufregen muͤsse, sondern, daß es im Gegentheil immer die erste Pflicht der Regierung ware, die⸗ selben zu unterdrücken. Die Kommission sey der Meinung, daß die bestehenden Gesetze zur Aufrechthaltung der Ordnung genuͤg⸗ ten, wenn dieselben nur kraͤftig und beharrlich angewen der wuͤr⸗ den. Die Kommission sey ferner der Meinung, daß der Augen⸗ blick noch nicht gekommen sey, das Wahlgesetz anzuruͤhren; 10 Jahre waͤren kein zu langer Zeitraum, um eine Wahlgesetzgebung zu erproben. Man sey kaum im Stande, die jetzt bestehenden Institutionen zu ertragen. (Lebhafte Unterbrechung zur Linken. Herr O. Barrot: „Was soll das heißen!“). Das Wahlrecht, fuͤhr Herr Jauffroy fort, sey kein Privilegium; es koͤnne durch Arbeit und Talent von Jedermann erworben werden. Wenn aber jetzt eine Veränderung des Wahlgesetzes ver⸗

so verlange man eine Schwächung der Institutio⸗ Der Berichterstatter sprach sich sodann gegen Subventioni— rung der Presse aus, und sagte, daß die Regierung, wenn sie sich zum Journalisten mache, ihre Mission vergesse. (Gelächter im Alle Blicke richten sich auf Herrn Thiers.) Herr Jauf— froy druͤckte den Wunsch aus, daß die Kammer ihre vorzuͤglichsten die Journalisten dieselben Schließlich druͤckte der Be—

lange,

Jeder auf seine Weise, entstellten.

richterstatter den Wunsch aus, daß die Privat⸗Interessen und die

untergeordneten Ruͤcksichten vor dem allgemeinen Interesse ver⸗ schwinden, und daß die konservativen Elemente in der Kammer welche nur uͤber unwesentliche Dinge getheilter Meinung waͤren, wieder zusammen halten, und eine kompakte Majoritaͤt bilden Die Kommission, sagte er, trage einstimmig auf die Annahme des Gesetz⸗ Entwurfes an. Der Vorlesung dieses Be⸗— richtes folgte eine stuͤrmische Unterbrechung. Als sich die Ruhe der Präsident an, Gesetz⸗ Entwurfes auf künftigen Sonn⸗

daß die Eroͤrterung des Der Übrige Theil der Sitzung ward mit

Bittschrifts-Berichten ausgefuͤllt.

Paris, 18. Febr. Die Fortifications⸗Kommission der Pairs

Kammer hat sich gestern zum ersten Male im Palaste Luxembourg versammelt. Sie faßte von vorne herein mit einer Masjoritaͤt

von 6 Stimmen gegen 1 den Beschluß, den Grundsatz anzuer⸗

kennen, daß Paris befestigt werden müsse. Hierauf ernannte sie den Grafen Mols zu ihrem Praͤsidenten, und den Baron Mounier zu ihrem Secretair. Diese ersten Schritte der Kommission haben den Anschein eines Widerspruchs, da man weiß, daß die Herrn Mols und Mounier jeder regelmäßigen Befestigung der Haupt⸗ stadt abgeneigt sind, und sich doch wenigstens Einer von ihnen unter den 6 Mitgliedern befinden muß, die dem Grundsatz des Entwurfes beigetreten sind. Das Ganze scheint aber auf eine Taktik hinauszulaufen, was schon daraus hervorgeht, daß die Kommission mit einer Art von Ostentation den Grundsatz votirt hat, bevor sie noch auf regelmaͤßige Weise constituirt war. Die Majoritaͤt der Kommission wird eingesehen haben, daß ein Gesetz- Entwurf, der so entschieden von dem Hofe und dem Ministerium vertheidigt wird, einen zu großen Anhang in der Kammer hat, als daß man geradezu auf Verwerfung desselben antragen koͤnnte. Man erklart daher vor allen Dingen, daß man uͤber den Grundsatz einig sey und daß nur uͤber die

Art der Ausfuͤhrung eine Meinungs⸗Verschiedenheit herrsche, die Jedem nach seiner Ansicht zu vertheidigen wohl erlaubt sey. Die Art der Ausfuͤhrung aber ist, wie man aus den Debatten in der Deputirten⸗Kammer zur Genuͤge weiß, in diesem Gesetz⸗ Entwurfe zur Hauptsache geworden. Wenn, wie es offenbar die Absicht der Wajoritat' der Kommission ist, die Ringmansn aufgegeben und die Befestigung von Paris nur auf die detaschirten. Forts von Paris beschraͤnkt wird, so wurde dies einer Vertagung des Geseß - Entwurfes auf unbestimmte Zeit gleich kommen, denn in diesem Falle wurde Herr Thiers und mit ihm die ganze linke Seite sich gegen den Gesetzz Entwurf aussprechen.

Die nunmehr beendigte Eroͤrterung äber den Zollgesetz-Ent⸗ wurf giebt dem Courrier fran egis zu folgenden Bemerkun— gen Anlaß: „Das von der Deputirten· Kammer votirte Zollgesetz enthaͤlt keinerlei Art von Fortschritt. Die einzigen in demselben befindlichen Neuerungen sind ganz offenkundige er suche, um das beschuͤtzende System noch mehr zu verstaͤrken. Man hat den be⸗ stehenden Zoll auf Hanf und Flachs gewebe erhoͤht. Der Zoll auf Nadein ist um das Vierfache vermehrt worden; und trotz der Theuerung des Fleisches hat man an dem Zoll auf Schlacht⸗ vieh nichts aͤndern wollen, Einen Augenblick lang fuͤrchteten wir, daß die Vorschläge der Kommission, die noch restriktiver waren als die der Regierung, von der Kammer angenommen werden wurden; aber man scheint sich doch der zu eiligen Ruͤckschritte geschamt zu haben. Das Resultat der Eroͤrterung betruͤbt uns indeß noch nicht so sehr als der Charakter derselben. Niemals haben sich vielleicht die Schwachen unserer Repraͤsentativ⸗ Regierung offener gezeigt, als bei dieser Gelegenheit; und niemals hat man sich vielleicht entschiedener von den Grundsaͤtzen der Freiheit entfernt. Die beiden großen Schulen, welche seit zdam Smith die staatswirthschaftliche Welt theilen, befanden sich dieses Mal nicht auf ihren Posten. Kein Deputirter wan bei der Frage uninteressirt, sondern Jeder von ihnen hatte ein Lokal⸗In⸗ teresfse zu vertheidigen, welches fur sich allein und vorzu sweise den Schutz des Staats in Anspruch nahm. Ein solches Beneh⸗ men ist um so mehr zu beklagen, da die Deputirten, indem sie sich zu Organen jener Lokal⸗Praͤtentionen machen, gröͤßtentheils gegen ihre Ueberzeugung handeln. Es ist dies ein Servitut, wel⸗ ches ihnen unser Wahlsystem auferlegt. Die Waͤhler ernennen nur unter der Bedingung, daß ihre Lokal⸗Interessen vorzugsweise beruͤcksichtigt werden, und daher kommt es, daß die Deputirten, statt Richter zu seyn, gewohnlich als Sollicitanten ihrer Heimath auf— treten. Wir sagen es mit Schmerz, daß keine Fraction der Kammer von dieser Natter, die an unserem Repraͤsentativ⸗ Systeme nagt, verschont geblieben ist. Es giebt auf den Banken der linken Seite fast eben so viel Anhaͤnger des Pro⸗ hibitiv-Systems, als in dem Centrum. Bei Maͤnnern, denen die Freiheit uͤberhaupt ein Graäͤuel ist, darf man sich nicht ver⸗ wundern, wenn ihnen der Fortschritt der Ideen eben so zuwider ist, als der Fortschritt der Interessen; aber das Erstaunen beginnt, wenn man fleht, daß Maͤnner, die die politische Freiheit mit der ehrenvollsten Beharrlichkeit vertheidigt haben, sich widersprechen, sobald es sich um industrielle Fragen handelt, und durch ihre Reden, wie durch ihre Voten dahin wirken, daß der Austausch zwischen den Nationen gehemmt werde. Es ist dies in der That eine seltsame Inkonsequenz. Die Freiheit ist ein Grundsatz, den man nicht spastet, und der sich auf alle Bestrebungen der Ge⸗ sellschaft anwendet. In England sind die Anhaͤnger der politi⸗ schen Freiheit auch die Anhaͤnger der Handelsfreiheit; die Tories dagegen vertheidigen das Privilegium immer und uͤberall; die Kirche, der Staat, die Industrie, alles ist Monopol fuͤr sie. Wir wuͤnschten, daß dies die linke Seite bedächte, und daß sie auf ihrer Fahne neben dem Worte politische Freiheit auch das Wort Handelsfreiheit einschrie be.“

Die Presse enthält Folgendes: „Das Ministerium ist äber den Ausgang der Eroͤrterung, die bald in der Pairs-Kam— mer stattfinden wird, nicht ohne Besorgniß. Man versichert, daß es allen Angestellten, die Mitglieder der Pairs⸗Kammer sind, den Befehl ertheilt habe, sich unverzuͤglich nach Paris zu begeben, um bei der Abstimmung zugegen zu seyn. Selbst die Gesand⸗ ten sind von diesen Befehlen nicht ausgenommen; man meldet die nahe bevorstehende Ankunft der Herren Bresson und von St. Aulaire. Der Letztere ist ubrigens, wie es heißt, fuͤr den Botschafter⸗Posten in London designirt.“

Touloner Blaͤtter enthalten folgende telegraphische De— pesche: „Der Kriegs-Minister an den See⸗Praͤfekten zu Tou⸗ son. Senden Sie auf der Stelle dem General von Schramm,

interimistischem Gouverneur von Algier, folgende Depesche: Ge⸗ neral Bugeaud wird unverzuͤglich nach Algier abgehen; man soll aus seiner Ernennung nicht schließen, daß die Oecupation in enge Graͤnzen eingehegt werden wird; der im Fruͤhling bevorstehende Feldzug wird das Gegentheil beweisen.

Gestern gab der Praͤsident der Deputirten⸗Kammer seinen jaͤhrlichen Ball, zu dem sich fast alle in Paris anwesenden De⸗ putirten eingefunden hatten. Man unterhielt sich daselbst viel und fast ausschließlich von der Auflösung der Deputirten⸗ Kammer, die immer wahrscheinlicher wird. Der groͤßte Theil der Depu—⸗ tirten selbst scheint einzusehen, daß bei der gegenwärtigen Lage der Parteien eine neue allgemeine Wahl nothwendig wird, da das Problem, eine kompakte Majoritaͤt fuͤr irgend ein Ministerium

herauszufinden, noch immer ungeloͤst bleibt.

Der Messager zeigt heute an, daß der Graf von Rohan⸗ Chabot sich nun nach Alexandrien begeben wurde, um wahrend der Abwesenheit des Herrn Cochelet interimistisch als General—⸗ Consul zu fungiren.

Durch eine Koͤnigliche Ordonnanz vom vorgestrigen Tage wird festgesetzt, daß jeder Marschall von Frankreich, der nicht in Aktivitat ist, zwei Abjutanten haben kann, von denen indeß nur einer den Grad des Obersten oder Oberst-Lieutenant haben kann, der andere darf nur ein Capitain des Generalstabs seyn.

In Folge der in der Veterinairschule von Alfort stattgefun⸗ denen Unordnungen ist diese Schule gestern auf Befehl des Kriegs⸗ Ministers aufgeloͤst worden.

Der Herzog von Orleans ist vorgestern Abend nach dem La—