1841 / 151 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Man hat diesem ein abscheulicher machen, wenn ott liefert die Gerechtigkeit in man wird strenge

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sollten, gung ihren signationen eine, an die ausweichenden

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gegenüberzutreten, unverzuͤgliche Entfernung zorzuschlagen und, im Fall einer

* 1 Adresse

dem Parlament wiederum ohne Ankuͤndi entschlossen ware, gerichtete

Adresse abschlaͤgigen oder

terhause ganz zu entwinden, so wuͤrde der Britischen Verfassung seit den Zeiten der Stuartschen Dynastie kein schwererer Streich

versetzt worden seyn. die Verweigerung der flucht genommen werden müssen, als dem einzigen

Es hatte dann zu einer Revolution Subsidien ist eine Revolution

denn tion die Zu⸗ Huͤlfsmittel, so oft

das Urtheil des Unterhauses mit den persoͤnlichen Neigungen des Sou⸗

1

wenn die Minister nach ihrer Niederlage eine

verains in Kollision kam. Man sage nicht, daß es etwas Anderes sey,

Parlaments auflöͤ⸗

sung beabsichtigten und die Zeit dieser Maßregel nur aufschben,.

Wenn sie dies thun können, dann die Gränze bestimmen? Monat thut, kann sein Nachfolger, er auch angehören mag, auf zwei oder dre das Drohen mit einer Auflöͤsung vergrößert Gefahr, statt sie zu verringern; man kann sich i

Was Lord Me

so lange es ihnen beliebt, wer soll

lbourne auf einen

welcher politischen Richtung drei Monate thun. die konstitutionelle

Und hrer als Einschuͤch⸗

und er

165 Pfd

Antwort von Seiten der Krone auf eine solche nech weniger im Widerspruche mit der Geset oͤffentlichen Angelegenheiten im Un—

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652 terungsmittel bedienen, um die freie Meinungs⸗Aeußerung im Zaum zu halten und die Wirkung jener anderen ungesetzlichen Einfluͤsse zu unterstuͤtzen, die man unter solchen Umstaͤnden gewiß nicht sparen wird. Glauben die Minister, daß das Land den Ausspruch des Parlaments umstoßen wuͤrde so muͤssen sie auf der Stelle an dasselbe appelliren; einen Mittelweg giebt es nicht. Alles, was Lord John Russell vorgestern uͤber eine fernere Diskussion des Armen-Gesetzes sagte, gilt auch von der Korngesetz⸗Frage und von jeder anderen das Staatswohl be— ruͤhrenden Augelegenheit, wenn sie von einem geschlagenen Mi— nisterium, mit der Drohung der Parlaments⸗-Auflösung im Munde vorgebracht wird. Der Erfolg der Motion Sir R. Peels ist also wohl unfehlbar gewiß. Niemand, der dafuͤr stimmt, wird sich dadurch zur Unterstuͤtzung des kuͤnftigen Ministeriums ver— pflichten, welches natürlich nach seinem eigenen Werth, nicht nach dem Unwerth seiner Vorgänger beurtheilt werden muß. Er wird damit nur die Meinung ausdruͤcken, daß das Benehmen des setziã gen Ministeriums von der Art gewesen, daß man ihm fuͤr die Zukunft nicht mehr vertrauen koͤnne, und darauf dringen, daß es dem Geist der Verfassung gemaͤß sich aus einer Stellung zuruͤck⸗ ziehe, die es verfassungsmäßig und mit Nutzen nicht mehr ein⸗ nehmen konne.“ 5 ö

Times

2 Q 1

Nach einer Berechnung der zählt das Unterhaus jetzt 332 ministerielle und 3235 Oppositions⸗Mit glieder. nister haͤtten demnach eine Masjorität von 7 Stimmen, worauf sie aber nicht rechnen koͤnnen, da das Haus nie vollzaͤhlig ist.

Bei einem Abschiedsfeste, welches zu Malta dem Admiral Stopford gegeben wurde, sagte dieser: „Es ist vielleicht unnoͤthig, Etwas von den rednerischen Floskeln zu erwaͤhnen, die Jemand Napier) an einem anderen Orte gemacht hat, um alles Verdienst seiner Kameraden fuͤr sich in Anspruch zu nehmen. Ich weiß nur, daß ich in allen Faͤllen stets hundert Maͤnner, so gut wie er, gefunden haͤtte, um meine Plaͤne auszuführen, und daß, wenn ein Ungluͤck entstanden ware, ich allein die Schuld hatte uͤber nehmen muͤssen.“

Burch eine der heutigen „Times“ zugegangene Mittheilung wird die Hoffnung auf Erhaltung des Dampfboots „Praͤsident“ noch erhoht, indem man ermittelt haben will, daß das Koͤnig— lich Dampfschiff „Dee“ an dem Tage, wo das Portugiesische Schiff „Conde de Palma“ ein Dampfschiff in der Gegend der Azoren auf der See gesehen, unter ganz anderem Breiten⸗ und LängenGrade mit dem von Palermo nach New-Hork bestimmten Schiffe „Thompson“ zusammengetroffen, so daß also das von dem „Conde de Palma“ gesehene Dampfschiff nicht der , gewesen seyn kann und daher die Möglichkeit noch offen bleibt, daß es der „Praͤsident“ gewesen

Vorgestern wurde hier ein alter tischen Unterschrift Shakespeares bei 15 Sh. verkauft.

e, . Oie Mi—⸗

Kauf-Akt mit einer authen einer Versteigerung fuͤr

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Aus dem Haag, 21. Mai. Der Prinz von Joinville ist mit dem Prinzen Heinrich der Niederlande nach Rotterdam ab gereist, von wo sich ihre Koͤniglichen Hoheiten mit einem Dampf⸗ „vote nach Vließingen begeben. Morgen Abend werden dieselben

be zuruͤck erwartet

Bundesstaaten.

Stuttgart, 26. Mat. (Schwaͤb. M.) Die von der Kammer der Abgeordneten zur Begutachtung von Gesetz⸗Ent⸗ wuͤrfen ingsfache gewahlte Kommission hat ihre am : gonnenen Arbeiten am 13. Mai beendigt, und Berichte, der Bericht uͤber den Gesetz⸗Ent Verbot Nachdrucks und der iterarischer und kuͤnstlerischer Werke,

erschienen ist, so glauben wir demselben fol— Interesse Angehoͤrende entnehmen zu

Deutsche

das

emeinerer

Nachdem durch einen, am g. November 1837 abgefaßten Bun— des-Beschluß die Deutschen Regierungen über gleichförmige Grundsätze äh vereinigt hatten, nach welchen die im Umfange des Bundesgebiets erscheinenden literarischen und artistischen Erzeugnisse gegen Nachdruck und Nachbildung geschützt werden sollen, waren die Gründe beseitigt

z welchem sich das Gesetz vom 22. Juli 1836 über diesen Gegen— jand nur auf eine provisorische Vorkehr beschränkte. Das beabsichtigte definitive Gesetz setzt nunmehr den Zeitraum, während dessen das Nach drucks-Verbet wirfsam seyn soll. auf 20 Jahre, von der Zeit des Erschei nens einer Schrift an, fest. Die Kommission wünscht, daß diese Be⸗ stimmung mit der Gesetzgebung anderer Europäischer Staaten und nsbesondere ber Bundesstaaten, in welch letzteren Sachsen bisher ein ewiges Verlagsrecht, Preußen, Weimar und Bayern ein solches noch 309 Jahre nach dem Tode des Verfassers gewähren, in Uebereinstim mußg gebracht werde und schlägt zu diesem Ende vor, daß der Hutz des Gesetzes gegen den Nachdruck dem Verfasser einer Schrift uf die Dauer seines Lebens und 30 Jahre nach seinem Tode dessen Erben und Rechts⸗Nachfolgern zukommen solle. Außer den Gründen der Billigkeit gegen den Verfasser, dessen literarischer Ruf in Deutsch land in der Regel nur langsam wächst und Zeit braucht, bis er zu den entlegensten Provinzen durchdringt und den gewöhnlichen Widerstand von Gegnern und Nebenbuhlern Überwindet, wird hierfür, besonders die national öfonomische Rücksicht geltend gemacht, daß bei einem im Ver⸗ bälnisse zu den anderen Staaten kürzeren Schutze des Ver lags ts in Württemberg dessen Buchhandel in Nachtheil ge rathen müsse. Es wird aus öffentlichen Schriften dargethan daß in Leipzig, wo der große Verlags-Buchhandel in Deutschland seinen Sitz habe, 120 Buchdrucker-⸗Pressen mit 10 Schnellpressen und In Arbeilern beschäftigt seven; in Stuttgart gegenwärtig allein an 121 Pressen und 30 Schnellpressen (worunter 7 Doppelpressen) 605 Arbeiter Beschäftigung finden und eine einzige der vaterländischen Verlags⸗Anstalien mit 200 Menschen an 20 gewöhnlichen und 19 Schnellpressen arbeiten lasse. Bringe man hiermit in Verbindung. daß mit demselben Verkehr die Papierfabriken, die Schriftgießer, Kupfer⸗ stecher, Stahlsiecher, Lithographen, Holzschneider, Buchbin ger u. s. w. beschäftigt werden, und könne man annehmen, daß die Württembergi— schen Verlagshandlungen jährlich wenigstens für 00 9990 . verarbelten und im Ganzen einen Verkebr von wenigstens 1! / Mil⸗

ürf left 9 icht ohne Grund, d haben, dürfe man diesen Handel nicht ö n n, e ,, gebung anderer Staaten,

bei der Leichtigkeit, mit welcher in Verleger wechseln, auch die Verleger d der Buchhandel dahin sich wenden

n 14 . r Y , würde, w u ngeschützt Und geachtet werde, Die Kom wo er, an mmeisten, ae schüt Schutze des Publikums gegen die

mission glaubte aber auch etwas zum J so oft vo m , m c r e n mg cn durch die Verleger in Vorschlag bringen zu müssen. „Es ist nicht selten— beißt es in dem Berichte daß Buchbanbiungen Werke auf eine bestimmte Zeit in einer n n, Anzahl von Bänden, und jeden Band um einen festgesezten Preis zur Suh⸗ scrsption ankündigen, und haben sie eine angemessene Zahl von Sub⸗ stribenten erhalten, Jahre lang mit der derausgabe zögern und gegen das Ende den Preis der noch folgenden Bände unter aller zi Vorwän⸗ den erböhen und selbst die Zahl der, Bände vermehren. Am meisten aber wird das Publikum dürch die in ganz kleinen Heften erscheinenden Schriften getäuscht: man setzt zur Einladung zur Subscription auf ein sol⸗ Fes Wert für die eln zelnen Hefte, die öfters nicht drei Bogen enthalten, einen sehr geringen Preis, liefert am Ende eine früher nie erwartete Zahl von Hef⸗ ten, von denen jedes den behandelten Gegenstand sof abbricht, daß das

Mon täà Rechts

stören, und habe zu bedenken, daß neuerer Zeit die Schrifisteller ihre ihre Comtoirs versetzen können, un

nachfolgende Heft nicht wohl entbehrt werden kann, um dadurch den Besitzer des vorhergehenden Heftes gleichsam zu zwingen, das nachfol= gende zu kaufen, und so erreichen diese Werke am Ende einen alles Maaß Übersteigenden Preis.“ Als einigen Schutz gegen diesen Miß⸗ stand schlägt die Kommission solgenden Gesetz⸗Artifel vor: „Wenn ein Verleger die Zeit, innerhalb welcher der Ankündigung zufolge sein Werk erscheinen, oder den Preis, den es nach der Ankündi⸗ gung betragen soll, überschreitet, so ist der Subskribent und der Ab⸗ nehmer des Werkes den eingegangenen Vertrag zu halten nicht ver— bunden und kann das bereils Bejahlte von dem Verleger gegen Zu— rückgabe der empfangenen, wenn auch bereits gebundenen Lie— ferung zurückverlangen. Sollte aber bei einer Ueberschreitung des an⸗ gekündigten Preises der Abnehmer es vorziehen, beim Vertrag zu blei⸗ ben, so kann er einen höheren Preis, als den angekündigten, zu bezah⸗ len nicht angehalten werden, vielmehr ist er befugt, das ganze ange— kündigte Werk ohne Rücksicht auf die größere Ausdehnung desselben geliefert zu verlangen.“ e Altenburg, 28. Mai. Die seit dem 16ten d. M. in Muͤnchen anwesenden Koͤnigl. Sächsischen und Herzogl. Sachsen⸗ Altenburgischen Abgeordneten (Kreis⸗-Direktor von Falkenstein aus Leipzig und Major Kunz aus Dresden, dann der Regierungs⸗ Präsident, Freiherr von Seckendorff, aus Altenburg), haben dort eine außerordentlich guͤnstige Aufnahme gefunden und werden wohl schon jetzt ihr Ziel Feststellung des Vollzuges der Säch⸗ sisch-Bayerischen Eisenbahn erreicht haben. Königlich Bayerischer Seits nahmen an den Verhandlungen die Herren Minister des Aeußern, des Innern und der Finanzen, der Wirk⸗ liche Geheime Rath von Klenze und einige Ministerial⸗Raͤthe heil. Die Linie zwischen Hof und Leipzig wird spätestens in Jahren dem Verkehr ganz übergeben; schon vorher werden ein— elne Trakte geoͤffnet werden; der Bau beginnt an zwei verschie enen Punkten im Sächsischen und an zweien im Bayerischen Gebiet, und da Se. Masjestaͤt der Koͤnig von Bayern, sicherem Bernehmen nach, auch den Bau einer Eisenbahn von Nuͤrnberg ach Augsburg auf Staatskosten beschlossen haben, so darf das ganze Deutsche Vaterland in wenig Jahren eine Eisenbahn Ver— bindung zwischen Nord- und Suͤd⸗Deutschland, zwischen der Elbe der Donau, zwischen den groͤßten Handelsplaͤtzen und Haupt staͤdten in dieser Richtung mit Zuversicht entgegensehen. Die Abwesenheit der obgenannten Säͤchsischen Beamten ist uͤbrigens die Urfache, daß die erste General-Versammlung der Actionaire den Sächsischen Theil der Eisenbahn erst in der zweiten Hälfte Jun (vermuthlich den 22sten) zu Leipzig stattfinden wird Der Bau zwischen hier und Leipzig wird an beiden Orten am J. Juli d. J. in Angriff genommen werden, da der Opera tionsplan fuͤr die ganze Leipzig-Nuͤrnberger Linie eben Muͤnchen festgestellt worden ist.

*

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jetzt

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Wien, 24. Mai. Die Hofburg in Wien und das Kaiserliche Lustschloß zu Schoͤnbrunn sind in diesem Augenblick der Sammelplatz einer erlauchten aus dem groͤßten Theile der Kaiserl. Familie bestehenden Gesellschaft. Außer dem Erzherzog Vice⸗Koͤnig und dessen gesammter Familie, befinden sich daselbst der Palatinus von Ungarn mit seiner Gemahlin und Tochter und der Herzog und die Herzogin von Salerno mit ihrer Toch⸗ ter. Die Herzogin von Parma wird erwartet. Ihre Majestaͤt werden sich jedoch nur kurze Zeit hier aufhalten und sodann Ihre Reise nach Ischl fortsetzen.

In den politischen Kreisen verspricht man sich, nach gluͤcklicher Veilegung der orientalischen Wirren einen ruhigen Sommer und mehrere Mitglieder des diplomatischen Corps schicken sich bereits an, Wien mit Urlaub zu verlassen. Der Englische Botschafter wild fich mit seiner Gemahlin nach Marienbad begeben, der Preußische Gesandte Graf von Maltzan gedenkt seine Guter in Schle s zu besuchen, und wird mittlerweile von dem Herrn Legations

Bockelberg vertreten werden. Der paͤpstliche Nuntius Altieri geht mit Urlaub nach Rom, der Sardinische Ge— Graf von Sambuy in die Boͤhmischen Bäder. Der Fuͤrst Kanzler wird sich Ende des kuͤnftigen Monats zunaͤchst 12 ü Boͤhmen begeben und den Spaͤtsom—

Schweiz.

, 24. Mai. (Bundesz.) Die gestrigen Wahlen euen großen Rath, wie derselbe zufolge der am Maitag enen Verfassung zusammengesetzt werden muß, gingen

nter Beobachtung der groͤßten Ruhe und des besten An⸗

in der Jesuitenkirche vor sich, und fielen in rein kon

ti oder im Sinne der Leuenpartei aus. Im ersten

utinium wurden jedesmal gewählt die Herren Rudolph Ruͤt⸗ S068 Stimmen; Praͤsident Zuͤnd mit 775; Joseph

r mit 761; Siegwart

N Muͤller mit 677; Oberst Zurgi d'Orelli mit 700; Alois Haut mit 534 und Joseph Schmid nt, mit 440 Stimmen.

Praͤsit Griechenland.

/ Mai. Es ist Georg Kapodristrias, derselbe, Napisten⸗Verschwoöͤrung im Jahr 1838 kompromittirt war aus Griechenland verwiesen wurde, der kurzlich in Alexandrien mit Tode abgegangen, .

Ungeachtet die Regierung Alles thut, um die Kretenser zu hindern, sich nach ihrem Geburtslande zu begeben und an der Insurrection Theil zu nehmen, so gelingt es doch vielen, zu ent, kommen. Nicht nur geborne Kretenser, sondern auch andere Griechen eilen nach jener Insel, um ihren Glaubensbruͤdern zum großen Werk zu helfen. Dieselbe Gaͤhrung findet in Thessalien statt und auch dorthin entkommen stets mehr Griechische Unter⸗ thanen. Selbst einige Graͤnzsoldaten und Gendarmen sind de⸗ sertirt, um, wie man vermuthet, sich den Insurgenten anzuschlie⸗ ßen. In Macedonien herrscht dieselbe Stimmung, und man will wissen, daß alle diese Aufstände von Samos, Kreta, Thes⸗ salien und Macedonien durch einen und denselben Klub geleitet werden. Sammlungen von Geldbeiträͤgen finden (allerdings im Geheimen) statt, und wir duͤrften bald wichtigen Ereignissen ent— gegensehen.

Athen, 12. der bei der

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Konstantinopel. (Franzoͤs. Bl.) Nachstehendes ist das Memorandum der Pforte vom 19. April an die Botschafter der vier verbuͤndeten Hoͤfe;

„Es hat dem Sultan gefallen, in Rücksicht auf den wohlwollenden Rath, der ihm auch diesmal von Seiten der verbündeten Höfe gewor⸗ den ist, Mehmed Ali Pascha eine neue Gunst zu bewilligen, indem er geruhte, ihm nach seiner letzten Bitte die nachstehenden Zugeständnisse zu machen, unter der Bedingung, daß dieser Pascha genau alle Ueber⸗ einkommen und Verträge befolge, welche zwischen der hohen Pforte und den befreundeten Mächten bereits abgeschlossen sind oder später abgeschlossen werden könnten. Die Erblichkeit der Regierung von Aegvpten soll auf die Söhne und männlichen Nachkommen des Pascha's in der Art übergehen, daß immer der Aelteste unter ihnen berufen wird, das Amt eines Gouverneurs zu übernehmen, mit dem er jedesmal von der hohen

Pforte belehnt werden muß, wenn das genannte Amt erledigt worden ji Die Borwegnahme des vierten Theiles der Einkünfte vou Aegyp⸗ ten wird aufgegeben, und der Tribut, den der Gouverneur desselben zu zahlen hat, soll später sowohl in Bezug auf den Betrag als auf die Erhebungsweise nach dem wirklichen Zustande der Einnahmen dieser Pro⸗ vinz fesigesetzt und geregelt werden. Was die Ernennung zu den verschie⸗ denen Graden in der Armee Aegpptens betrifft, so wird Mehmed Ali ermächtigt, sie selbst bis zu dem Dbersten⸗Range zu ertheilen; nur bei er Verleihung der anderen höheren Grade soll er vorher an die hohe Pforte berichten. Was das Spstem der inneren Verwaltung betrifft, welches dasselbe in Aegvpten seyn soll, wie in den anderen Ländern des Dsmanischen Reiches, so scheint Mehmed⸗Ali Pascha in seinem odener⸗ wähnten Gesuche nicht geneigt zu seyn, dasselbe freiwillig anzunehmen; da dieser Punkt aber bereits in der Separat -Akte festgesetzt worden ist, welche dem Allianz-Vertrage folgte, und um keinem Grunde zu einer Beschwerde von Seiten der verbündeten Mächte gegen die hohe Pforte Raum zu geben, im Fall Mehmed Ali iu der Folge zu Handlungen schreiten sollte, die irgend einem wesentlichen Punkte nach dem erwähn— ten Vertrag entgegen wären, so haben es die Minister der hohen Pforte bei dieser Lage der Dinge für wichtig gehalten, vor allem Erläuterun⸗ gen und bestimmte Erklärungen in dieser Hinsicht zu verlangen, und um Ew. Excellenz zu ersuchen, dieselben schriftlich abgeben zu wollen, wird das gegenwärlige Memorandum an Sie gerichtet.“.

Konstantinopel, 12. Mai. (A. 3.) Die Pforte hat den defi— nitiven Ferman in Betreff Mehmed Alis noch nicht erlassen, weil die faktische Unterwerfung des Letzteren bisher nicht so vollstandig erfolgt ist, als es verlangt wird. Mehmed Ali hat eine Anleihe Millionen Tallari kontrahirt und außerordentlich Verkaͤufe Bulgari⸗

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Aus der c Nod T2 ö ? om! des 25. Mai Stend

ö De Majestaͤt König hatten am Morgen al verlassen, 1 Begleitung Sr. Koͤnigl. Hoheit des Prinzen Karl durch die Wische über Seehausen sich nach Salzwedel, der aͤltesten Stadt der Marken, zu begeben. Um 41 2 Uhr Nachmittags langten

1 die Allerhoͤchsten Herrschaften an dem ersten Umspannungs-Orte .

im Salzwedelschen Kreise, Kl. Garz, an, wo Sie von dem Land— Kreises empfangen wurden Eine große Menge be chulzen hatte sich hier ebenfalls eingefunden. Se. Majestaͤt genehmigten die vorgetragene unterthaͤnigste Bitte, Allerhoͤchstdemselben bis Salzwedel folgen zu duͤrfen. Auf dem Wege dahin wuchs die Zahl derselben, da sich stets neue Schul— zen anschlossen. Langsamen Zuges unter dem Massen näherte sich der Koͤnigliche Wagen der Stadt Salzwedel und um Uhr sahen wir den Landesvater zur Seite Sr. Königl. Hoheit des Prinzen Karl vor dem Neuverperthore an langen. Dieses 70 bis 80 Fuß hohe, im Gothischen Style er baute Thor war mit Laubverzierungen im Gothischen Style und k Namenszuge des Herrschers nach der sinnreichen Angabe ziesigen Architekten und durch ein Gothisches mit Epheu detes Portal kuͤnstlich und geschmackveoll verziert. Die oberste Zinne des Thurmes schmuͤckte eine große Krone, die Nebenzinnen dier große Flaggen mit den Preußischen Farben. Vor diesem zur Ehrenpforte umgewandelten Thore empfingen der Magistrat, die Stadtverordneten, die Geistlichkeit der Stadt Se. Majestaͤt, und der Burgermeister von Bennigsen-Foͤrder druͤckte gegen Se. Majestaͤt die Gefuͤhle der Freude und der unwandelbaren Liebe und unerschuͤtterlichen Treue der Einwohner Salzwedels durch eine passende Anrede aus. Se. Majestaͤt nahmen diese Anrede auf das huldreichste auf und geruhten auf dieselbe gnädigst zu erwiedern, daß Allerhoͤchstsie schon seit langerer Zeit den Wunsch gehegt und ausgesprochen hatten, die alten Staͤdte der Altmark kennen zu lernen. Unker dem Geläute der Glocken fuhren Se. Majestäͤt durch

.

e Schuͤtzengilde und die

* * ——

auchzen und Hurrahrufen der 57

h diese Personen vorstellen zu lassen. Demnaͤchst begaben Sich Se. Majestaͤt nach der vor einigen ahren restaurirten, durch ihre edle Einfachheit und Große im— uralten Marienkirche, wo die drei Geistlichen der— elben Se. Masestät empfingen. Unter den vielen Kunstwerken des Mittelalters in dieser Kirche war es besonders der Markgraͤf⸗ liche und Proͤpstliche Stuhl hart am Hochaltar, welche wegen ihres kuͤnstlichen Schnitzwerkes die Aufmerksamkeit in Anspruch nahm. Hierauf nahmen Se. Majestaͤt in dem Altstaͤdter Rath⸗ hause (jetzigen Land- und Stadtgerichts-Lokale) den alten Raths— saal, in dem die Markgrafen und Churfuͤrsten in den fruͤheren Jahrhunderten die Huldigung der Stadt anzunehmen pflegten, “) in seiner noch vollstaͤndig erhaltenen Form, und die theilweise noch sichtbar schoͤnen Fre Gemälde in hohen Augenschein. Se. Majestaͤt begaben Sich darauf nach der alten Burg Salz— wedel, diesem Anfangspunkte des Preußischen Staats und wid— meten, gefuhrt durch den jetzigen Besitzer der Burg, Ober⸗Landes gerichts-Assessor von Hitzacker ein ganz besonderes Interesse den wenigen noch uͤbrigen Resten des Alterthums, dem Thurme und dem theilweise noch vorhandenen alten Burgwall einer naheren Aufmerksamkeit. In der Schul, ehemaligen Franziskaner Kloster kirche lenkte besonders das Altargemaͤlde von Lucas Cranach die Aufmerksamkeit Sr. Majestaͤt auf sich. Von den antiquarischen Sammlungen des Altmaͤrkischen Vereins, im Rathhaus-⸗Lokale, waren es besonders die Sammlung der Siegel aus den Zeiten der Markgrafen aus dem Anhaltischen und Bayerischen Hause, so wie die aältesten Siegel der Stadte der Altmark, dann die heidnischen Grab-Alterthuͤmer der Altmark, welche auch im Ein⸗ Kelnen der Aufmerksamkeit des Landesvaters gewuͤrdigt wurden. . zuletzt Se. Majestaͤt die Katharinenkirche mit ihren Sehens würdigkeiten und mit den schoͤnen Glas⸗Gemaͤlden in den , in Augenschein genommen hatten, kehrten Allerhoͤchstdie— ö , . und begaben Sich, zur Zafel, . , Masjestaäͤt vorher praͤsentirten Personen be— ,,, Stadt erleuchtet. Die juͤngeren Mit— n nen da, haft veranstalteten während der Illumina— ö! zug, umzogen mit Musik den freien Platz auf

zonirenden

id; in Gerk Diplom Vet. March, 1,71 die naive Erxzäh—

a nn. die Huldigung des Markgrafen Albrecht Achilles auf diesem 11.

Kurfürsten Johann Georg als Kurprinz, seinen

Sich allein nehmen und versicherten, daß, wie lange der Vorsatz

halbes Vermaäͤchtniß unseres Hock betrauerten Königs gewesen sey⸗

von Seinem Sohne verlangt, und es so gewollt, bis das schnelle Dahinscheiden es verhindert.

diese große unaussprechliche Freude noch unserem unvergeßlichen Landesvater und seinem wohlwollenden Herzen.

fand am 12. d. Subseriptionspreis siegte die Vollblutstute „Fliege? Rittmeisters von Arnim⸗Neuensund.

des Herrn Amtmann Rakow zu Zernikow.

rennen), wozu 25 Theilnehmer erschienen, gewannen lungssieger Bendix,

siegte Pferden der

Rennen, steeple chuse,

2 dem Probsteihofe und brachten dem Landesvater ein herzliches Lebehoch, worauf sie das Volkslied: „Heil Dir im Siegerkranz“

anstimmten. i. . a. Am Morgen des 27. Mai begaben Sich Se. Majestat noch

einmal nach der Marien⸗Kirche, um den erhabenen Eindruck des Innern, der besonders durch die Morgenerleuchtung durch das farbige Glas gehoben ward, zu genießen. Unter den heißesten Wuͤnschen verließen Se. Majestät Mor, gens 7 Uhr die Probstei, um Ihre Reise nach dem freiherrlich don den Knefebeckschen Rittergute Tilsen fortzusetzen, wo der General der Infanterie, Freiherr von dem Knesebeck, Sr. Ma—⸗ jestat in dem neu eingerichteten Ahnensaal des Schlosses, durch zahlreiche Ahnenbilder und schoͤn erhe alte E reien ein Dejeuner bereitet hatte, das Se. Masjestaͤt anz geruhten. gers Vemmächst fuhren Se. Majestaͤt und Allerhöͤchstihre Beglei— tung auf leichteren, durch den General von dem Knesebeck be— reit gehaltenen Wagen, nach der wiederaufgebauten zeither wuͤsten Feldmark Woͤtze, wo Allerhoͤchstdieselben eine fortlaufende Reihe von Huͤnenbetten in Augenschein nahmen und Sich dieser aͤltesten Denkmäler der grauesten Vorzeit mit ganz besonde ren Interesse erfreueten, aus dem Wagen stiegen, und sich mit der Beschaffenheit der Graͤber näher bekannt machten. Eine Tafel, mit einer poetischen Inschrift aus der Feder

geziert

des Herrn Generals von dem Knesebeck in diesen Graͤbern errichtet, wird auch der Nach welt verkuͤnden, daß Friedrich Wilhelm 1. hier einst weilte. Die Neise ging hierauf weiter nach Kuhfelde, wo Se. Majestät und Se. Königl. Hoheit der Prinz Karl nebst Gefolge die Reisewagen wieder bestiegen.

Demnaͤchst kamen Allerhoͤchstdieselben nach Koͤbbelitz, wo der Wirkliche Geheime⸗Rath, Graf von der Schulenburg-Wolfsburg, und der Landes-Direktor von Kröcher Se. Majestaͤt empfingen und auf der Reise durch den Droͤmmling begleiteten.

Der Kreis Gardelegen war der letzte, welchen Se. Majestaͤt der Koͤnig auf der Reise durch die beruͤhr⸗ ten, und wo gleiche Freude und Begeisterung Sie geleiteten.

Der Droöͤmmling, durch die Aller von dem Herzogthum Braunschweig getrennt, wird durch die Ohre und sehr zahlreiche Kanaͤle durchschnitten, deren Anlage das Land zweien Koͤnigen, Friedrich dem Großen und Friedrich Wilhelm dem II. verdankt. Durch diese Melioration sieht man einen fruͤher unergruͤndlichen Sumpf in fruchtbare Felder und Wiesen, sehr gut bestandene Holzungen und große Weiden mit schoͤnen Viehheerden verwan— delt, und einst äͤrmliche Ortschaften zeugen jetzt uberall vom Wohlstande.

Bei Oebisfelde wurde die Aller uͤberschritten, und der Weg durch Braunschweigische Orte fortgesetzt Das Schloß zu Wolffs⸗

7 6 ö

burg war das Nacht-Quartier Sr. Majestaͤt und hier wieder⸗

bis in später Nacht die Freudenbezeugungen des Ta⸗ K ; . Haupi⸗Messe schon in der Vorwoche J entscheiden.

holten sich ges, durch Fackeln, durch Erleuchtungen und Aufhoͤren.

Noch am Abend trennte sich Se. Königl. Hoheit der Prinz Karl, weichen im Bezirke seines General Kommando's zu sehen die Einwohner so lebhaft erfreut hatte, von seinem erhabenen Bruder; Se. Majestät jedoch traten am solgenden Morgen nach kurzer Besichtigung des Schlosses die Ruͤckreise an.

Am 28. Rai Vormittags gelangten Se. Majestaͤt nach der Kreisstadt Gardelegen, wo Allerhoͤchstdieselben das alte aus zwei großen Rotunden bestehende Salzwedler Thor, die Nicolai⸗Kirche nebst einigen anderen Denkmaͤlern besichtigten und sodann die Reife bis Letzlingen fortsetzten. Auf diesem Wege zeigte sich die Linie der neuen Chaussee, die von Magdeburg uͤber Gardelegen und Salzwedel nach Luͤneburg angelegt wird, und welche von unschaͤtzbarem Werthe fuͤr die Provinz, hoffentlich den Verkehr neu beleben wird, und die wir als Vermäͤchtniß unseres Hochseli⸗ gen theuren Koͤnigs mit so unendlichem Danke ins Leben tre— ten sehen.

In Letzlingen nahm ein altes Jagdschloß,

Jubelrufen ohne

erbaut von dem Hohen Nach— kommen einige Augenblicke auf, und hier endete auch die Reise durch den Kreis Gardelegen und die Altmark.

Micht aber endete das Gluck und der Segen, welchen diese Reise verbreitete und verbreiten muß.

Sie wird der Geschichte der Altmark angehören und in den Herzen seiner Bewohner wird die Erinnerung daran fortleben. Wer den Jubel und die Freude nicht sah, kann es denken, wer es beschreiben hoͤrt, kann es kaum groß die Begeisterung war, die sich uͤberall

kaum

wie

zeigte.

Als Se. Majestat die allgemeine Ruͤhrung und Dankbarkeit fuͤr

diese Reise wahrnahmen, da wollten Sie den Dank nicht fuͤr bestanden, die Altmark zu besuchen, dech diese Reise noch ein hseligen, so innig geliebten, so tief Schon lange habe Dieser es noch in Seinen letzten Tagen

. glauben,

Laufe des Vormittags belebt, und was von guter Wolle, zwischen bis 80 Rthlr. am Platze war, fand gute Abnahme; weniger Aufmerksamkeit fand ordinaire Wolle, was auch hier der Fall zu seyn scheint.

Der fuͤhlbare Mangel an neueren, guten Deutschen Oxi⸗ ginal⸗Lustspielen veranlaßt die General⸗Intendantur der Kö⸗ niglichen Schauspiele in Berlin, zu einer Preis⸗Bewerbung fuͤr diese Gattung ergebenst einzuladen. Die nächsten Erforder⸗ nisse waͤrden seyn, daß die einzusendenden Stuͤcke den Zeitraum von 217, bis 3 Stunden ausfuͤllen, nicht nach älteren Lust⸗ oder Schaufpielen, sey es im Plane, oder im Einzelnen, bearbeitet, oder aus einer fremden Sprache uͤbertragen worden sind, und sich durch gut gezeichnete Charakteristik, interessante Handlung, wie durch gewandten, in der Sphaͤre des gebildeten Lebens sich bewe⸗ genden, humoristischen Dialog auszeichnen. Fuͤr dasjenige der mitgetheilten Lustspiele, welches diesen Anforderungen nach abge⸗ gebenem Gutachten der, bei den Königlichen Theatern fungiren— den dramaturgischen Prüfungs-⸗Kommission am meisten entspricht,

und als Preisstuͤck anerkannt wird, soll ein Honorar von

Einhundert Dukaten, Gfuͤr das diesem zunaͤchst stehende ein Preis von Sechszig Dukaten

gezahlt werden. Der letzte Einsendungs⸗Termin der an die Kö⸗ nigliche General⸗Intendantur fuͤr die Preis Bewerbung und bis zur Entscheidung ausschließlich mitzutheilenden Stuͤcke ist fuͤr den . November 184! festgefetzt und kann spaͤter fuͤr diese Konkur⸗ renz kein Staͤck mehr angenommen werden. Auf jedes einzelne Maͤnustript würde ein Motto zu setzen und dasselbe Motto mit dem Namen des Verfassers und der Angabe seines Wohnorts versiegelt beizufügen seyn. Erst nach Zuerkennung des Preises und nach der ersten Aufführung werden die versiegelten Zettel in Anwesenheit der sammtlichen Mitglieder der dramaturgischen Pruͤfungs⸗Kommission geöffnet. Bis dahin bleibt der Name der flutoren ein Geheimniß.

Berlin, den 28. Mai 1841. General-Intendantur der Königlichen Sch auspiele.

Die Leipziger

L.

Jubilate⸗-Messe von 1841.

Leipzig, 28. Mai. Die diesjaͤhrige Leipziger Jubilate⸗ Messe hat ihr Ende erreicht. Die Resultate der daruͤber ange⸗ stellten Beobachtungen mogen in Folgendem kurz zusammengefaßt hier Platz finden.

Bereits in den letzten Jahren machte sich die Bemerkung geltend, daß unsere Messen in Bezug auf den Geschaͤftsgang, den Ab, und Umsatz nach und nach einen anderen Charakter angenom- men haben. Früher pflegte sich das Schicksal einer Leipziger Denn das zeitige Eintreffen der bedeutenderen Einkäufer, vornehmlich aus dem ' Drient und dem Norden, bestimmte in der Regel den Gang

des Großhandels, sowohl hinsichtlich der bis dahin schon wirklich vollzogenen Geschäfte, als auch in Betreff der in sichere Aussicht gestellten Einkaͤufe. Jetzt dagegen haben sich die Dinge insofern anders gestaltet, als der Absatz nach dem entfernten Auslande sich, in Folge des Fortschreitens der Russischen Industrie, mehr und mehr vermindert, wahrend der Verkehr im Innern durch das Entstehen des Deutschen Zollvereins von Jahr zu Jahr gesteigert worden ist. Dadurch hat sich aber, wenn auch nicht die Bedeut—⸗ samkeit, doch die Zahl der Einkaͤufer vermehrt und, der Charakter des Meßhandels insofern veraͤndert, als die Entwickelung der da— hin einschlagenden Elemente nicht sowohl gleichzeitig, als vielmehr erst nach und nach, vor sich geht. Diese Bemerkung hat sich in dieser Messe mehr als je bestaͤ— tigt, und daher erklaͤrt sich auch die geringe Meinung, die man noch in der Vorwoche von derselben hegte. Gluͤcklicherweise ist jedoch diese im Laufe der Messe durch das, wenn auch keines— weges glaͤnzende, doch in Betracht der erwähnten Umstaͤnde noch immer sehr befriedigende End⸗Resultat derselben, widerlegt wor⸗ den. Man gesteht sich jetzt sogar allgemein ein, daß diese Messe praͤsumtiv zu den bedeutendsten der neueren Zeit zu rechnen gewesen seyn wurde, wenn nicht die Einkäufer aus der Moldau und Wallachei so gut als vollig ausgeblieben waren. So auffaͤllig auch dies fur den ersten Anblick erscheinen mag, so erklart es sich doch sehr leicht, wenn man bedenkt, daß der fuͤr diese Gegenden unverhältnißmäßig harte Winter jeden Handels-Verkehr dergestalt gehemmt hat, daß die meisten dortigen Verkäufer wochenlang ihre Verkaufsladen geschlossen halten mußten. Die daselbst aufgesta⸗ pelten Waaren-Vorraͤthe konnten deshalb nicht geraͤumt und somit auch von Leipzig aus nicht wieder neu assortirt werden. So be⸗ dauerlich aber auch dieser fuͤr die gegenwartige Messe hoͤchst fuͤhl⸗ are Mangel seyn mußte, man pflegt den Absatz an die Mol—⸗ dau und Wallachei während einer Jubilate⸗Messe mindestens auf 115, Millionen Rthlr. anzuschlagen, so giebt er andererseits doch auch ein erfreuliches Zeugniß fuͤr die Soliditaͤt des dortigen Handels⸗Verkehrs. Denn ungeachtet der Abwesenheit der Ein—

So verdanken wir also zu allen fruͤheren Wohlthaten auch

. Prenzlau, 29. Mai. Das hiesige Pferderennen M. statt. In dem ersten Rennen um einen des Herrn Im 2ten Rennen, mit Pferden der Herren Gutspächter, siegte die Trakehner Fuchsstute Im 3ten (Bauer⸗

käufer aus jenen Gegenden sind doch sehr viele der von denselben zu leistenden Zahlungen richtig eingegangen.

Eben so wie die Moldau und Wallachei, ließ auch Italien seine sonst, namentlich in Tuch, nicht unbedeutenden Einkäufer fast gaͤnz⸗ lich vermissen. Man muß dies wohl, wie schon fruͤher, dem Um⸗ stande zuschreiben, daß mehrere derselben sich aus den Böoͤhmi— schen Fabriken versorgt hatten, wo besonders das Reich enb erger Fabrikat, ihren Anforderungen zu entsprechen scheint.

Sonach beschraͤnkten sich die während dieser Messe gemachten

die Abthei⸗

Rechlin, Krukenberg, Vieritz und Wagener. Im Aten Rennen, um einen Einsatzpreis, siegte die „Paula“ des Herrn Lieutenant von Hirschfeld. Im 5ten Rennen (Offizierreiten) dieselbe. Im 6ten Rennen, um einen silbernen Pokal, mit Herren Gutspaͤchter, siegte die Trakehner braune Stute des Herrn Amtmann Schulz zu BVietkow. Im Iten siegte der Vollblut Wallach „Torry“ des Herren von Bertzen⸗Barsdorf. Im Sten Rennen, zur Ver— theidigung des von Sr. Koͤnigl. Hoheit dem Prinzen von Preu— ßen im vorigen Jahre verliehenen werthvollen silbernen Ehren— Pokals, siegte die Vollblut-⸗Stute „Harmonie“ des Herrn Lieu— tenant von Hirschfeld.

Breslau, 26. Mai. Unser Wollmarkt, der kalendermaͤßig erst in einigen Tagen beginnt, hat doch bereits seinen Anfang ge⸗ nommen, obwohl nur der kleinere Theil saͤmmtlicher Wolle bis jetzt aufgestellt ist und ein Theil der Kaͤufer sich noch auf dem Wollmarkt in Schweidnitz befindet. Man kann das gestern ver— kaufte Quantum auf 2500 Ctr. annehmen. Die Preis⸗Erhoͤhung gegen voriges Jahr kann durchschnittlich auf 8 Rthlr. angenom⸗ men werden. Wir sind allem Anscheine nach berechtigt, keine ruͤckgaͤngige Bewegung fuͤrchten zu durfen. Auch der Woll—

Geschaͤfte nur auf die aus den ubrigen Gegenden in der gewoͤhn⸗ lichen Anzahl hier anwesenden Käufer. Von diesen wurden, wenn auch nicht so große Quantitäten, wie im vorigen Jahre doch immer noch ansehnliche Waaren-Vorraͤthe in den meisten Artikeln zu leidlichen Preisen aufgekauft. Es kann folglich diese Messe doch immer, nach den hier uͤblich gewordenen Bezeichnungen eine gute Mittelmesse genannt werden. In wie weit dieses Urtheil begruͤndet erscheint, wird sich aus nachstehenden Details uͤber den Vertehr in den einzelnen Haupt-⸗Artikeln ergeben.

l. Baumwollene Waaren. Ueber diesen Artikel ist im Allgemeinen zu bemerken, daß sich der Absatz der auslaͤndischen, namentlich Englischen Fabrikate, innerhalb des Zollvereinsgebiets von Jahr zu Jahr wegen des darauf lastenden hohen Zolles auf⸗ fallend vermindert und der Verkehr darin nur noch im Transito⸗ Geschaäͤft bedeutend genannt werden kann. Weniger wird von dieser Kalamität das Franzoͤsische und Schweizer Fabrikat betroffen, da dieses wegen seiner vorzuͤglicheren Qualitat, denn von dort kommen hier nur die feinsten Waaren zum Vertriebe, den darauf lastenden Zoll leichter, als das Englische zu vertragen vermag, zumal da fuͤr die Neufchateller Druckwaaren nicht unbedeutende Zoll. beguͤnstigungen wesentliche Erleichterungen dar bieten. In diesem Ar⸗ tikel sind also gleichzeitig nach dem Auslande, wie im Zollvereinsgebiete befriedigende Geschaͤfte gemacht worden, während in den Engll⸗

markt zu Schweibnitz, der etwas trͤge begann, wurde noch im

schen baumwollenen Waaren nur das Ausland einen Abzugs.