1841 / 196 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

8 Ulanen⸗ oder Lancier⸗Regimenter,

13 Chasseur⸗ Regimenter,

9 Husaren⸗Regimenter,

sese saͤmmtlich z . .

3 Jaͤger (chass eur d'Afrique), jedes dieser in

1 Regimenter zu 6 Schwadronen, außerdem 8

rege e ge

i Mann sch . ; 2m

Issct⸗ Gendarmerie⸗Corps und der Pariser M u Pferde nicht zu gedenken.

Die Franzbsische Artillerie zählt 1 Regimenter zu, 12 oder 13 Batterieen, das 15e Regiment besteht aus Artillerie⸗⸗Ponto⸗ =

nieren. 12 Artillerie-Handwerker-Compagnieen u dronen Train⸗Artillerie⸗Park gehoren auch in diese Das Ingenieur⸗Corps besteht aus 3 Regimen taillonen, zu 7 Compagnieen nebst o) = Ein! Bataillon Administrations-Arbeiter, 14

Train. Equipagen, Compagnieen Train-Arbeiter, so wie 8 pro⸗ visorische Traäin-Abtheilungen fuͤr Algier vervollstaͤndigen diesen 1 ; Acht Untereffizier-Veteranen— ;

Theil' der Franzbsischen Armee. h Eompagnieen, 19 andere Veteranen⸗-Compagnieen,

Veteranen⸗ Compagnieen, 2 Gendarmerie-Veteranen-Com— Abends. ... 10

pagnieen nebst 1 Dis ziplinar⸗Compagnieen, die in nierdienst thun, mogen diese Nomenklatur beschlie Die Pariser Munizipal-Garde, sowohl die zu

zu Fuß, X 0 Mann Infanterie, 600 Mann Kavallerie, ist eine

Hon der Stadt besoldete Truppe, welche demzufolge Autoritaͤten zaͤhlt, die Pariser Munizipalitàt un Kriegs⸗Ministerium.

Französischen Gendarmerie koͤnnen spaͤtere Mitthe l 2 2 ö * ö ; 56 k d . Fuͤr heute genuͤge, daß die Franzoͤsischen Regimenter keinen Niet. Eela. Cel.

bestimmten Garnison-Ort haben und nur 1 oder e

selt, jedoch mit Ausnahme der dort speziell errichteten neuen Torps.

Die besten Soldaten in der Kavallerie werden a

dem Deutschen Lothringen, Burgund, aus dem Limousin und aus Die meisten Franzosen haben weder Die Artillerie ist unstreitig

der Normandie gezogen. ! Liebe noch Sorge fuͤr ihre Pferde. D t ; die beste Franzoͤsische Waffe, namentlich sind die

trefflich. Die Infanterie hat noch heute dieselben guten und

schlechten Eigenschaften, welche das Franzoͤsische Fu risiren. Heftig beim Angreifen, trefflich zur Baj leicht demoͤralifirt beim Ruͤckzuge, Auch in Algier dieses oft bewaͤhrt. m Parade-Regelmaͤßigkeit, ist bei den Franzoͤsischen

eben ausgezeichnet, dagegen marschiren die Fußsoldaten sehr gut.

Die schwache Selte der Franzoͤsischen Armee

die Kavallerie. Verschiedene Umstaͤnde tragen hier Mangel an guten inlaͤndischen Pferden und zweitens bei dem 6. Franzoͤsischen Kavalleristen selbst Mangel an Liebe zu seinem

Pferde. Im Allgemeinen liebt und pflegt der

Pferd, der Franzose hingegen selten. Das Pferd muß dem guten

Reiter das seyn, was einem wahren Jaͤger oder Buͤchse ist. liche Reiterei, da das dortige Volk von Jugend lieb gewonnen.

Potsdammer Garde⸗-Jaͤger-Batgillon eine Eliten⸗

u 5 Schwadronen, ferner 4 Regimenter Afrika⸗

Afrikanischer Spahis in Tuͤrkischer Tracht, endlich ft der Kavallerie⸗Schule von Saumur, des Fran⸗

Tompagnieen nebst Mineurs und Sappeurs.

Ueber diese, so wie uͤber die Staͤrke der

felbst nur kuͤrzere Zeit, in derselben Stadt Garnison halten. Auch

mit der Zusammensetzung der Algierischen Armee wird abgewech- räm. Sek. der . Seehandlung. 783 78 Mad L. pz. Eisenb. 1091 /

Das eigentliche Exercitium, und namentlich die

Deshalb ist die Ungarische Kavallerie eine vortreff—

Eben deshalb sind die Tyroler geborene Scharf— schuͤtzen. Die Büchse ist ihnen theuer, eben deshalb ist das

Truppe, weil die dortige Mannschaft meist aus Jaͤgerssoͤhnen besteht und den Werth

Sõ8 und die Sorgfalt in der Behandlung und Aufbewahrung der Buͤchse zu beurtheilen weiß. Die neuen Franzoͤsischen Schuͤtzen⸗ e n mm Bataillone muͤssen sich erst bewähren. Das zu weite Schießen 54 span. 205. und das auf Knalleffekt berechnete Lauf-Exercitium ist ohne“ 8

8d d a4 Ant wer p wissenschaftlichen Nutzen.

Algier gebilde⸗ Schwadronen

76. S5. 55

35 Port. —. Wien, 1

9

13

. Berichtigung.

untzipal Garde 2 5 In der gestrigen Nummer der Stzg. ist S. 854, Spalte 3, Z. 2 v. o., in Folge eines Schreibfehlers: „ter minweise“ statt

„tonnenweise“ gesetzt worden.

Hamburg, 13. Juli. Paris, 160. Juli. 5

Bauk- Actien 1585.

Auswärtige Börsen. am, 1I. Juli. Niederl. virkl. Schuld 5IJ. Kanz. Kill. —.

en, 10. Juli. zinsl. 55. Neue Anl. 20 . RBank- Actien 1660. Engl. Russ. 1083.

Reute sin eour. 1II5. 15. 33 Rente sin cour. 55 Span. Rente 225.

0

eapl. au eompt. 192. Passive 5.

0. Juli. 55 Met. 1053. 44 981. 33 . 255 u. 2. 1631 IL30. * ae 1630 Ios:

Meteorologische Beobachtungen.

nd 6 Schwa⸗ Rubrik. tern zu 2 Ba—

Dauer der Eisenbahnfahrten am 14. Juli 1841. n.

14. Juli.

Nach einmaliger

6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr.

Morgens Nachmittags Abends

Beobachtung.

Abgang . Abgang 7 Zeitdauer Abgang Von Von Berlin. St. M. Do m. st. M. 11 LThaupunkt ...

Zeitdauer

Compagnieen

Luftwürme ...

Uhr Vormittags. 11

Vormittags. 40 2 Nachmittags 14 Nachmittags 410

Morgens. .. Vormittags. 40 Nachmittags 40 Nachmittags 40

. Abends ... 10

Algier Ponto— kJ 52 39. K 18

ßen.

Dunstsũttigung Wetter

Wind

Wolken zus...

Tagesmittel:

4 Kavallerie⸗

Luftdruck . ... 36,61 Par. 336 53 * Par. 336, 6 Par. Quellwärme 8.30 R. —̃— 10,5 R. 4 19837 R. . 12,87 R. Flusswärme 15,0 R. i 6 n. 4 1,29 R. 4 9, R. Bodenwüärme 1tz,2* R.

78 pCt. 55 pCt. 76 pCt. heiter. bezogen. regnig. 8W. SW. SW. 8VW. 336,50 Par. 4 14,27 R.. 4 9,7 R...

Ausdünstung 0, 042 Rh. Niederschlag 0, ogJ1 Rh. Würme wechsel 20,2 *.

70 pCt. SVW.

Pferde als die k

uͤber sich zwei Den 15. Juli 1841.

d sodann das

tiluomo, vom . gia und Dlle. Hr. Zschiesche:

Sonnaben

ilungen folgen. Rr. Cour.

2 Jahre, oft st. Schuld- sch. 41 101

103 Act nm. Pr. Eugl. Obl. 30. 102

101 ö RErl. Pots. Eisenb. . lo. do. Prior. Act. 5 . ; n , ee, , 14 Abtheilungen Sonntag, Lustspiel in 2

us dem Elsaß, Kurm. Schuldv. * * 102 do. do. Prior. Act. Berl. Stadt- OblI. 1033 Ellinger do. 33 100 Danz. do. in Tn. Westp. Pfandbr. 33 Grossh. Pos. do. 2 Ostpr. Pfaudbr. . z 24 102 Fomm. do. 35 . . 102 Kur- u. Neum. do. 7 102 Schlesische do. . 3 = 102

1034 Berl. Anh. Eisenb. do. do. Prior Act. PDüss. Elb Eisenb. 2 Montag, . 101 = ? An diesem Offiziere vor— Rhein. Kisenb. z ö. . ? Gold al marco ßvolk charakte⸗ onett⸗ Attaque, selbst hat sich

Friedrichsd'or Andre Goldmün-

zen à 5 Th.

Israel. Sonnaben

stellung.) II

Musica del M-

Disconto

Truppen nicht Pr. Cour.

Thlr. zu 30 Sgr. ist und bleibt Brief. Geld. zu bei; erstens

, Kurz 583 1 , 38 / 1. 300 Mr. HRuræ 300 Mlle. 2 Mt.

11 i.

o Mi.

150 FI. 2 Mt.

16 n Mt.

100 Tir. 2 Mt.

190 bpIr. Tage

100 *1. Mt.

1 sRblI. Woch.

Auisterdam 8 eersten Ranges ö ö lamburs —— l Deutsche sein do. im Billet-Verk on, zu haben. , . . ö. 8 . 8 chuͤtzen seine , . ,

Augsburg ..

auf das Pferd

Frankfußt a. M. e,,

Petersburg . ......

. 3

Freitag, 16. Juli. in 3 Abthl., mit Tanz.

Lustspiel in 1 Akt.

Freitag, 16. Juli. Original-Lusispiel in 4 Akten, von Roderich Benedix.

/ Preise der Plätze: 85 1 Rthlr. 10 Sgr.

Königliche Schauspiele. Im Opernhause: Lucrezia Borgia, Oper Musik von Donizetti. (Mad. Gen— Koͤnigl. Hof-Theater zu Hannover: Lucrezia Bor— Penz von demselben Theater Orsini, als Gastrolle. Alfons, Herzog von Ferrara.) d, 17. Juli. Im Schauspielhause: Der Roman, Hierauf: Die Schleichhaͤndler, Possenspiel in von E. Raupach. 18. Juli. Im Opernhause: Die Lotterielisten, Abtheilungen. Hierauf auf Begehren: Robert und

Bertrand, pantomimischés Ballet in 2 Abtheilungen, von Hoguet.

19. Juli. Kein Schauspiel. Tage ist das Billet-Verkaufs-Buͤreau geschlossen.

Rönigsstädtisches Theater.

Das bemooste Haupt, oder: der lange

d, 17. Juli. (Dreißigste Italiänische Opern-Vor— Barbiere di Seviglia. Opera buffa in 2 Atti. estro Rossini.

Ein Platz in der Orchester-Loge Ein Platz in den Logen und im Balkon des 1 Rthlr. u. s. w.

2 . . * 4 Textbuͤcher, in Italiäaͤnischer und Deutscher Sprache, sind . h prache,

aufs-Buüͤreau und Abends an der Kasse à 5 Sgr.

Der Anfang der Italiaͤnischen Opern-Vorstellungen ist um halb 7 Uhr. Dle Kasse wird um halb 6 Uhr geoͤffnet.

*

Verantwortlicher Redageteur Dr. J. W. Zinkeisen.

Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei,

Allgemeiner Al r die Preustischen Staaten.

Bekanntmachungen.

Bekanntmachung. Die Resubhastation des in der neuen Koemmau dantenstraße Nr. 41 belegenen Colbergschen Grund stuͤcks, und demzufolge der auf den 14. Januar k. J angesetzte Bietungstermin, ist aufgehoben worden. Berkin, den 10. Juli 1841. H Königliches Stadtgericht, Abtheilung für Kredit⸗, Subhastations- und Nachlaß⸗-Sachen.

Vom 2. bis 16. August d. J., die Sonntage aus⸗ genommen, werden in den Vormittagsstunden von Z bis 12 Uhr die zu Johannis 1841 faͤllig gewesenen Zinfen der konvertirten Wesipreußischen Pfandbriefe gegen Einlieferung der desfallsigen Coupons durch pen unterzeichneten Agenten in seinem Comtoir ge zahlt, welches mit dem Bemerken bekannt gemacht wird, daß den Coupons ein Verzeichniß beizufügen ißt, welches Nummer und Namen des Guts, so wie den Betrag der Zinsen, enthalten muß.

Berlin, den 12. Juli 1841.

Ludwig Lefsing, Kommerzien-Rath, Spandauer Bruͤcke Nr. 9.

6 t mn n ch ung.

Zum Bauder Berlin⸗Fran kfurter Eisen⸗ bähn soll dem Mindestfordernden die fernere Lie ferung von 2900 Stückiefernen Querschwel⸗ len üs Fuß lang, bestehend aus HalbholzsZoll stark mit einer unteren Schnittfläche von 13 Zoll Breite am Zopfende, mit der Ver⸗ pflichtung, wenn es verlangt wird, noch 2000 Stück nachzuliefern, übertragen werden.

Die naͤheren Bedingungen sind in unserem Buͤ reau, Oberwallstraße Nr. 3, einzusehen, und wer den versiegelte Offerten mit der Aufschrift „Sub— mission zur Holzlieferung fuͤr die Berlin- Frankfur⸗

ter Eisenbahn“ bis zum 1. August d. J. entgegen

genommen. ö Berlin, den 10. Juli 1841.

Fahrten geschehen sowohl auf dem Bahnhofe, als

Betrag, bei welchem sich das Seehandlungs Institut mit einer ansehnlichen Summe bethei⸗ ligt hat, gezeichnet ist, wird die Subscription geschlossen, und es koͤnnen mithin spaͤter ein⸗ gehende Meldungen nicht mehr beruͤcksichtigt werden. ĩ

Bei der Unterzeichnung wird zugleich Ein Pro⸗ zent der gezeichneten Summe, also auf jede Actie à 2065 Thlr. der Betrag von 2 Thlr., ein⸗ gezahlt.

Die ferneren Einzahlungen erfolgen erst nach Eingang der definitiven Konzession, und zwar, wie bei anderen Eisenbahnen, in den durch den Vorschritt des Baues noͤthig werdenden Raten. Doch koͤnnen wir schon jetzt in Aussicht stellen, daß dann, falls einzelne Actionaire es wuͤnschen

Die Sonntagsfahrten bleiben unveraͤndert (55, 8, L und 5 Uhr). / Billet-Verkauf und Gepaͤck⸗-Annahme zu allen,

im Comptoir der Herren Herrmann und Meyer, am Werderschen Markt Nr. 4. Berlin, den 13. Juli 1841. Direction der Berlin-A1Anhaltischen Eisenbahn— Gesellschaft.

unser Buͤreau ist fuüͤr den Billet⸗ Ver kauf, so wie zur Annahme des Reisegepaͤcks zur Berlin-Anhaltischen Eisenbahn an den Wochentagen von des Morgens s bis uhr und von 2 bis 8 uhr Abendz, und Sonntags bis 1 uhr Mittags. gedffnet, sollten, den ganzen gezeichneten Betrag in unge⸗ und wird letzteres bei Vorzeigu ng. des theilter Summe gegen Verzinsung zu 4 Prozent Fahrbillets, gegen Ertheilung des Sisen⸗ einzuzahlen, auch hierauf eingegangen werden bahn-Garantiescheines, zu dem nachstehen⸗ wird. J den Saͤtzen nach dem Bahnhof befördert: Zeichnungen werden im Comtoir der Herren Ruffer bis zu 59 Pfund 23 Sgr. und Comp., Bluͤcherplatz Nr. 17 hierselbst, angenom⸗ von 51 bis 1099 Pfund 35 men, wo zugleich uber die Einzahlung des einen von 101 bis 290 Pfund 4. Prozent Quittung ertheilt wird. In Berlin wird as Passagier⸗Gepaͤck muß jedoch spaäͤ⸗ der Königl. Agent Herr Bloch die Gute ha— testens 15 Stunde vor Abgang, und bet ben, Zeichnungen füͤr uns anzunehmen. den des Morgens abgehenden Fahrten am Wir hoffen, den Bau noch in dem laufenden Abend vorher bei uns eingeliefert werden. Jahre in Angriff nehmen zu koͤnnen. Reisewagen werden ebenfalls nach drei Breslau, den 14. Juni 1841. stündiger vorheriger Anmeldung von den Der Comit« der Breslau⸗Schweidnitz⸗ resp. Reisenden abgeholt und hinaus Freiburger Eisenbahn-Gefellfch aft. 6 fcha ft. Graf Hochberg, Vorsitzender. Becker, Stadt⸗ Herrmann Meyer,, xrath. Graf Burghauß auf Lagsan. L. Moritz Kommisfions- u. Speditions-Geschaͤft: Eichborn. von Könen, Ober ⸗Regierungs— Werderschen Markt Nr. 4. Rath. C. G. Kopisch. Baron von Reibnitz, Regierungs⸗Rath. G. H. Ruffer, Kommerzien⸗ Rath. C. Ruthardt. S. Salice, Stadt-Rath. Einladung zur Betheiligung bei dem Scholz, Stadt⸗-Rath. Breslau-Schweidnitz⸗Freiburger Eisen⸗ .

bahn Unternehmen. ; ö 4

, . ; Die chiffe der vereinigten Hamburg⸗Magde— Das Pro Fisenbahr Bres ach Die Dampfschiffe der v gten H g. Mag

as Projekt einer Eisenbahn von Breslau n burger Dampfschifffahrts- Compagniè gehen läglich so—

Schweidnitz und Freiburg hat schon wahrend der bun 3. ) J . 'rsteneCinleitungen, in Rücksicht der Gemeinnntzig⸗ wohl von Hamburg als von Magdeburg mit Passa⸗

h z z 6. In - TF finn EGise . 66 oy ů. . Die Direction der Berlin Frankfurter Eisenbahn- eit und der unzweifelhaften Rentabilität des Unter- gieren und Guͤtern ab.

Gesellschaft.

Berlin-Anhaltische Eisenbahn.

Von Donnerstag, den 15. d. M. an wird zwischen daher die am 2. Juni, statlgefun dene General-Ver⸗ die bisherigen zwei Fahrten an den Wochentagen sammlung der Actiongire die Ausfuͤhrung des Unter⸗

Magdeburg, im Monat Juni 184.1.

nehmens, eine solche Theilnahme gefunden, daß, ; ; . 6 8

obschon eine dffentliche Einladung zur Subseription bisher nicht erfolgt, bereits ein großer Theil des erforderlichen Anlage-Kapitals gezeichnet ist. Es hat

Freig üͤter⸗Verkauf. Zwei neben einander liegende Freigter nahe bei

von hier bis Juͤterbog und zuruck. Vormittags Ss uhr nehmens einstimmig beschlossen und den unterzeich-⸗ Wittenberg, 1 Stunde von der Berl. Anhalt. Eisen⸗ und Nachmittags 5 Ühr) noch eine dritte Fahrt ein- neten Comité mit den zur Foͤrderung deffelben noͤthi⸗ bahn entfernt) sollen sofort alle beide Guͤter zusam⸗

e werden, naͤmlich: ; 5 dögang von Berlin: 2 uhr Nachmittags.

Nachmittags. . Abgang von Jüterbog:

4 uhr Nachmittags nach Luckenwalde. (Aufenthalt

in Luckenwalde 1 Stunden.)

Abgang von Luckenwalde 6h Uhr. Ankunft in Ber⸗

lin 8 Uhr,

Ankunft in Jüterbog: 4 Uhr der Unternehmung hierdurch öffentlich mit folgenden nommen werden.

gen Ermaͤchtigungen versehen. men als auch jedes Gut füuͤr sich einzeln verkauft In Folge dessen laden wir zur Theilnahme an und konnen sogleich mit vorhandener Llerndte uͤher⸗ Diese beiden Guͤter enthalten Bemerkungen ein. neue Wohn- und Wirthschaftsgebaͤude, das eine 800 1) Das Anlage-Kgpital zu der cinca 8 Meilen lan Magdeburger Morgen Areal, an Feldern, Wiesen, gen, in der Richtung von Canth fuͤhrenden Gaͤrten 3c, und das zweite 5090 Magd. Morgen, zu— Bahn, welches durch Aetien à 200 Thlr. gebil- sammen 1300 Morgen (wobei * Theil , n . det wird, betragt nach den ausgearbeiteten Vor- und 3 Theil Roggenboden ist), nebst vollstaͤndigen anschlaͤgen 2,000,000 Thlr. Sobald daher dieser Inventarien an 10 Pferden, 30 Stuͤck Rindvieh,

600 Stück. Schafen 3c. Forderung fuͤr alle beide 23 oon Thlr. mit 10,090 Thlr. Anzahlung, und ein zeln 5 6000 Thlr. Anzahlung hinreichend. Naͤ— heres im Intelligenz⸗Comtoir.

———

. Rätterguts⸗ Verkauf.

Eins der groͤßten und schoͤnsten Ritterguͤter, bei Halle, soll sogleich, wie es steht und liegt, um den Preis von 120,000 Thlr. mit der Haͤlfte Anzahlung verkauft werden. Naͤheres im Intelligenz-Comtoir.

Literarische Anzeigen. So eben ist erschienen und in allen Buchhand lungen zu finden: ge. . Ein Kinderbuch von H. Kletke. Mit kolorirten Federzeichnungen von Hosemann Jedes Baͤndchen (120 130 Seiten, Velinp.) sau⸗ ber brochirt: 10 sgr. ̃ Es bedarf wohl nur der einfachen Anzeige von dem Erscheinen der neuesten Arbeit des gemuͤthli— chen Jugendschriftstellers, um das Publikum auf die— ses wahrhaft gediegene Kinderbuch aufmerksam zu machen. Das 3zte und 4te Baͤndchen er⸗ scheinen im August d. J. Carl J. Klemann in Berlin Burgstr. Nr. 8.

Bei Julius Kuhr in Berlin erschien in Kommisssion:

Portrait Sr. K. II. des Kronprinzen Friedrich von Dänemark, nach Unger von Jentzen lith. 1 Thlr. weils und 13 Thlr. Chin. Papier; und als Pendant hierzu:

Portrait Ihrer K. II. der Kronprinzessin Ka-— roline von Dänemark, geb. Ilerzogin von Mecklenburg-Strelitz; nach Otto von Jentzen lith. Preis: 1 Lhlr. weils und 1 Thlr. Chin. Pap.

Bei Friedrich Fleischer in Leipzi e erschien ch: 39 . Die Macht und Wuͤrde des Fuͤrsten

auf chrißlichem Standpunkte. Mit Ruücksicht auf die Gegenwart von Dr. G. E. R. Matthäi. In Berlin . rf 6 J erlin zu haben bei Wi e (Behrenstraße Nr. 44). k

Bei L. Levit in Bromberg ist erschie durch jede Buchhandlung zu , hh nt I 96 . (Ferd. Muller) „Nr. 23, in Kuͤstrin in der : Stargard bei Ferd. Müller: . Beitraͤge zur Charakteristik Fisedrich Wil⸗ hel mes III. von Th. G. von Hippel Kvor⸗ mals Staats Rath, u. Neg. Praͤstdent)h. Preis 1èẽ Thlr., ordinaͤre Ausgabe 23 Sgr.

Allgemeine

Preußische Staats-Zeitung.

M 196.

Karlistischer Priester und Fluͤchtlinge hat den Befehl erhalten, das Arrondissement von Bayonne zu verlassen und sich von der Graͤnze zu entfernen. Herr Aneriani, Bischof von Pampeldna, und Her von Arel⸗ lano, Paäͤpstlicher Vice⸗Nuntius in Madrid, die seit einigen Monaten zu Bayonne sich aufhielten, haben ebenfalls Paͤsse nach dem Innern des Königreichs erhalten. Diese Maßregeln hatten in Folge neuer Instructionen statt, die der Minister des Innern dem Praͤfekten des Departements hatte zukommen lassen.“

Die Bemühungen des Marschall Soult, seinem Sehne die Gesandschaft in Wien zu verschaffen, send, einem hiesigen Blatte zu⸗ folge, an der peremtorischen Weigerung des Fuͤrsten Metternich, den neuen Gesandten unter dem Titel des Marquis von Dalma— tien anzuerkennen, gescheitert. Der Graf Appony soll Herrn Guizot die Antwort uͤberbracht haben, daß das Wiener Kabinet ein fuͤr allemal erklaͤrt habe, daß es keinen Titel anerkennen koͤnne, der der fruͤhern Eroberung einer Oesterreichischen Provinz entnommen sey, und daß es zu Gunsten des Marquis von Dalmatien keine Ausnahme machen konne. Es heißt, der Herzog von Monte— bello werde nach Wien gehen und dem Marquis von Dalmatien die Wahl zwischen Rom und Neapel gelassen werden.

Gräf Flaͤhaut ist dem Vernehmen nach zum Botschafter Frank— reichs in Madrid ernannt worden.

Vorgestern begann vor dem Königlichen Gerichtshofe der Prozeß der Kommunisten, der auch gestern noch fortwährte und erst heute beendet wurde. Bekanntlich hatte das Seine-Tribunal erklaͤrt, daß die ihnen Schuld gegebene Anklage, einer geheimen Gesellschaft angehdrt zu haben, unerwiesen sey, und es beschraäͤnkte sich darauf, verschiedene Gefaͤngnißstrafen und Geldbußen wegen des Tragens verbotener Waffen zu verhaͤngen. Das oͤffentliche Ministerium legte gegen dieses Urtheil Appellation ein. Der An— geklagte Pillot, ehemaliger Priester der Franzoͤsischen Kirche, be— hauptete, daß er nicht den Kommunisten gehdre, und daß die Grundsaͤtze, die er bei dem ausge⸗

Banket von Belleville sprochen habe, rein theoretische Doktrinen seyen, die er

Amtl. Nachr.

Nußland u. Polen. St. Pet. Neuer General⸗-Konsul in Aegyp ten. Werth der Waaren-Ausfuhr von St. Petersburg. Frankreich. Paris. Die Anleihe. Die Unruhen in Toulouse. Die Spanlschen Fluͤchtlinge. Diplomatie. Prozeß der Kom muntsten. Vermischtes. Brief aus P ari8s. (Das „Journal

du Peuple“ und die Rheingraͤnze. Abbe Genoude.) e

Großbrit. u. Irl. London. Aufenthalt der Herzogin von Kent in Deutschland. Aufforderung zu neuer Waͤhler⸗Registrirung, cher das Ergebniß der Wahlen. Irlands Stellung bei den Wahlen. Entgegnung auf Peel's Bemerkung uͤber die Juli⸗Revolution. Schreiben des Ober-Rabbiners von Damask. an Montefiore. Zustand der Dinge zu Aden.

Dentsche Bundesstaaten. Dres den. Abreise des Koͤnigs und der Königin. Ankunft des Prinzen August von Preußen. Han⸗ no ver. Letzte Sitzung der zweiten Kammer. Karlsruhe. Zweite Kammer. Erdrterungen uͤber die Baumwollen-Industrie.

Schweiz. Tessin. Bestrafüng der Insurgenten. Basel. Tag⸗ satzungs-Berathung uͤber Basel. Neuchatel. Ankunft des Generals von Pfuel.

Spanien. Schreiben aus Madrid. (Verhandlungen des Senates ber die Vormundschafts-Frage. Das Budget fuͤr die zweite Haͤlfte des Jahres.)

JIuland. Koblenz. Anwesenheit der Koͤnigin von Griechenland,

so wie des Prinzen und der Frau Prinzessin Karl. Breslau. Neuer Forst-Verein in Schlesien. Eisenbahn.

Der Pauperismus und die neuesten Systeme, ihm zu steuern. Ge⸗ schichtliche Ruͤckblicke.

Beilage. Graf Saint Aulaire in der Akademie Fran aise.

Amtliche Nachrichten.

9 ; 2 Kronik des Tages. aus Griechischen und Franzoͤsischen Klassikern geschoͤpft habe. Se. Majestaͤt der Koͤnig haben den Hofgerichts Prokurator In der heutigen Sikung verurtheilte das Gericht . und Advokat Pyl in Greifswald zum Justizrath Allergnaͤdigst geklagten wegen ungescklicher A ssociation zu verschiedenen 8 ew. zu ernennen geruht. und Gefaͤngniß⸗ Strafen. Zu gleicher Zeit verordnet 8 die ; Aufloͤsung der Gesellschaften der Kommunisten und der Wahl— Reform. In Bezug auf die letztere motivirt es das Urtheil da— mit, daß diefe Gesellschaft in den großen Staͤdten aus Quartier und Arrondissements-Ausschüͤssen, in den Departements aus Kommunen, Kantons und Arrondissements bestanden habe; daß sie monatliche Geldbeitrage zusammengeschossen, sich einmal alle vierzehn Tage vereinigt und mit einem Central-Ausschusse in Ver⸗ bindung gestanden habe; eine solche Verbindung sey aber durch⸗ aus gefährlich fuͤr die oͤffentllche Ruhe. Ünter den Franzoͤsischen Blattern zeichnen sich jeßt der „Cour⸗ rier de la Sarthe“ und der „Ne ünal“ durch ihre Kenntniß der

Deutschen literarischen und politischen Zustände aus; der erste hat

Herrn Horrier, der andere Herrn Forgue, einen jungen Advokaten,

der unter vielen Namen und Zeichen schreibt, zum Mitarbeiter

uͤber Deutschlands nichtpolitische Interessen. Der „Commerce“

hat die Deutsche Politik seit einiger Zeit vernachlaͤssigt. Der

Infanterie, Verlust ist indeß gerade nicht groß, denn Wahres enthaͤlt das J Blatt doch nur selten.

Gestern ist der Prozeß der beiden Geranten des „Siecle“, des alten und neuen, entschieden worden. Herr Dutacg tritt hier— nach, wenn er die vom Königlichen Gerichtshof festgestellten pecu— niairen Bedingungen in dem Zeitraum eines Monats erfuͤllt, in seine fruͤheren Rechte ein. In diesem Falle wuͤrde die jetzige Gesammt-Redaction das „Siecle“ verlassen und einer neuen Platz machen. Die austretenden Redaktoren wuͤrden sich mit dem „Constitutionnel“ zu einem Blatte vereinigen und ein dynasiisches Organ zu 50 Fr. gruͤnden. Die Schwierigkeit ist hier eine rein sinanzielle. Die Sache wuͤrde, wenn sie wirklich zur Ausfuͤhrung kommen sollte, abermals eine neue merkwuͤrdige Epoche in der hiesigen Zeitungswelt herbeiführen. Die Redaktoren des „Con— ö stitutionnel! und des „Siecle“ sind uͤbrigens Anhaͤnger des dyna—

Nu land und Polen. stischen Systems, wie es von Herrn Thiers repraͤsentirt wird,

St. Petersburg, 10. Juli. Der Kollegien rath Cremer ist an und es ist demnach anzunehmen, daß ohne Ruͤcksprache mit dem— die Stelle des nach Rußland zuruͤckberufenen Grafen von Me- sselben diese Vereinigung nicht zu Stande kommen werde. dem zum diesseitigen General-Konsul in Aegypten ernannt worden. Herr Thiers scheint auf die Reise, die er nach verschiedenen

Der Legations⸗-Secretair Vegesack, bei der diesseitigen Ge- Staͤdten Deutschlands, unter Anderem nach Berlin, hatte machen sandtschaft in Berlin, hat den Rang eines Kollegien-Assessors wollen, wieder verzichtet zu haben. Denn nach einer kurzen Ex— erhalten. kursion nach Holland ist er bereits in Lille wieder eingetroffen.

Der General-Major a. D. Fuͤrst Kantakuzenos, ist am 17ten In einem hiesigen Blatte wird ein ehrenwerther Zug von v. M., 80 Jahre alt, in Odessa mit Tode abgegangen. Herrn von Ballanche herichtet. Derselbe lebt in einer äußerlich

Die Waaren-Ausfuhren von St. Petersburg haben seit dem sehr bescheidenen Stellung, und zwar von einer Pension von diesjaͤhrigen Anfange der Schifffahrt bis zum 1. Juni einen Werth 1200 Fr., die ihm vom Ministerium des Innern ausgeseßzt ist. von 3, 236,350 Silber⸗Rubel; im Jahre 1810 betrugen sie um Da er zur Wahl in der Akademie von Herrn von Chgteagubriand dieselbe Zeit nur 2, 174,783 Rubel. und Ch. Nodier vorgeschlagen wurde, so hielt der beruͤhmte Ver—

* k fasser der „Palingénüsie sociale“ dieselbe fuͤr gesichert. Demzufolge Frankreich. schrieb er an den Minister, da ihm im Falle seiner Erwaͤhlung

Paris, 11. Juli. Es heißt, das neue Anlehen werde ein Gehalt von 1500 Fr zu Theil werden wuͤrde, so bitte er den um dle Mitte des September emittirt werden und sich nur auf Minister, nach seiner Ernennung zum Mitgliede der Akademie 250 Millionen belaufen. Es wuͤrde, den neuesten Geruͤchten nach, uͤber die Pension, die er bisher bezogen, anderweitig zu verfuͤgen. durch Vermittelung des Herrrn von Rothschild negoziirt werden, . . ba die General-Esnnehmer sich mit der Realisirung desselben nicht *I Paris, 11. Juli. Nachdem das „Journal du Peu⸗ hatten befassen koͤnnen. ple“ mehrmals indirekt angedeutet, daß es die Rheinwuth der

Der Messager erwahnt die Unruhen von Toulouse in fol⸗ übrigen demokratischen Blatter nicht theile daß es dieselbe viel⸗ gender Weise: „Am Abend des ten fanden Ruhestöͤrungen in mehr, zumal in ihren fuͤr Deutschland beleidigenden Kundgebun— Toulouse statt, welche sich am Abend des Tten erneutenz sie wur⸗ gen, mißbillige, legt es endlich heute, auf mehrfaches Draͤngen den unterdrückt. Die Haltung der Behoͤrde hat die Ruhestbrer Lon verschiedenen Seiten, ein foͤrmliches Glaubens-Bekenntniß entmuthigt; am Sten Abends beschraͤnkten sich die unruhigen Be— 3 uͤber den fraglichen Punkt ab: Wir koͤnnten“, sagt es, „unsere wegungen auf einige bedeutungslose Aeußerungen. Am 9Hten wurde Meinung dadurch ausdruͤcken, daß wir sagten, wir verwerfen die Ruhe weiter nicht gestoͤrt, und nach den telegraphischen Nach- durchaus die Napoleonischen Traditionen, und diese Erklarung würde richten, die heute Morgen eingegangen sind, ist die Ruhe wieder ; vollkommen hergestellt. Die Sperakion der Zäaͤhlung der Baulich« wir wollen hinzufügen, daß wir nichts Antidemokratischeres kennen, keiten und der Thuͤren und Fenster, die vom vorigen Praͤfekten als den Durst nach Eroberung, als die Manie, unter die Herr⸗ Herrn Floret eingestellt warden war, wurde im Laufe des sten schaft Frankreichs Vblker beugen zu wollen, welche unabhaͤngig wieder aufgenommen, am Tage nach der Ankunft des neuen Praͤ— zu bleiben gesonnen sind. Nichts ist, gesellschaftlich betrachtet, un⸗ fekten. und ist ohne Widerstand fortgesetzt worden.“ moralischer, als der Anspruch, fremden Nationen Einrichtungen

Man schreibt aus Ba pon ne von F. Juli: „Eine große Anzahl Huszudringen, die ihnen nicht jusagen, und Regierungen, welche ih—⸗

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Angekommen: . Graf von Arnim, von Boitzenburg i. d. U.

Abgereist: Se Excellenz der General der 'erie Gouverneur von Berlin und Präͤsident des Staats-Raths, Frei⸗ herr von Muͤffling, nach Erfurt, Se. Excellenz der General-Lieutenant und General Adjutant Sr. Majestaͤt des Königs, Graf von Nostitz, nach Loͤwenberg

Schlesien. . eg le T ellche Geheime Ober-Finanz-Rath und Direktor im Ministerium des Koͤniglichen Hauses, Thoma, nach Stettin.

Zeitungs -Nachrichten. Ausland.

ohne Zweifel die Frager uͤber unsere Ansichten aufklären. Aber

nen verhaßt sind. Wir verdammen daher in dieser Hinsicht aus allen Kraͤften die Kaiserlichen Ideen.“

So weit lautet die Erklatung des Journal du Peuple ganz befriedigend, und man darf sagen, daß dieses Blatt einen ehrenvollen Beweis von publizistischem Muthe giebt, indem es so offen mit den kriegerischen Erinnerungen der Kaiserzeit bricht, welche dem offentlichen Vorurtheile fuͤr den glaͤnzen dsten Theil des Nationalruhms gelten. Aber ungluͤcklicherweise kann sich das „Journal du Peuple“ nicht enthalten, seiner Verwahrung eine Beschraͤnkung beizufügen, die deren Werth, fuͤr den besondern Fall wenigstens, um den es sich hier handelt, so ziemlich wieder aufhebt. Es erkennt, in Bezug auf Deutschland, den innigen nothwendigen Zusammenhang nscht an, der zwischen den Begrif⸗ fen von Ratidn und Stat stattsindet, es will nicht begreisen, daß auch wir ein Volksganzes bilden, dessen Existenz unter keinem Borwande zerrissen werden soll und darf, und daß also auf ge⸗ wisse Möglichkeiten gar keine Ruͤcksicht zu nehmen ist, die schon von anderen Franzoͤsischen Blattern als Bedingung oder Rechtferti⸗ gung der Trennung eines Theils der Deutschen Provinzen vom Haupt⸗ fande aufgestellt worden sind. Die letzten Jahrhunderte haben ununterbrschen daran gearbeitet, die gleichartigen Volks⸗Elemente zu großen Nationalitaͤten zu verbinden, und es ist die unverkenn⸗ bare Aufgabe unserer Zeit, jenes Werk durch eine dauerhafte, po⸗ litische Konstituirung der verschiedenen Vblker-Familien Europas zu vollenden. Alles, was der naturgemaßen Erfuͤllung dieses ge⸗ schichtlichen Entwicklungs-Zweckes gewaltsam hemmend in, den Weg tritt, ist ein Eingriff in den Organismus des Menschheits⸗ Lebens. Möglich, daß die Nationalitäten eine nur unvollkom⸗ mene Bildungs-Form sind; aber kein Zweifel, daß sie den noth⸗ wendigen Durchgangspunkt zu hoͤherer Entfaltung ausmachen. Wenn man aber, und man kann nicht anders, die Nationalitaͤten fur nothwendig anerkennt, so muß man auch ihre Voraussetzung und ihre Folgerungen gelten lassen.

Der Commerce, welcher fruͤher gewisse Einverstaͤndnisse mit St. Petersburg zu unterhalten schien, kommt heute auf den Ge— danken einer Franzoͤsisch-Russischen Allianz zuruͤck, die er als die einzige Garantie der Interessen Frankreichs im Orient darzustellen sucht. Das Raisonnzment dieses Blattes ist auf die stillschwei— gende Annahme gegruͤndet, daß die orientalische Frage sich dech nur in einer Thellung des Osmanischen Reichs, oder wenig⸗ stens der Europaͤischen Turkei, losen werde, und daß Frankreich sich bei Zeiten sicher stellen muͤsse, um bei jener Operation nicht zu kurz zu kommen.

Es bestaͤtigt sich, daß dem Abbé Genoude, Redacteur der „Ga⸗ zette de France“, von dem Erzbischof von Paris bei den schwersten Kir⸗ chenstrafen verboten ist, ferner die Kanzel zu betreten. Man versichert, daß Herr Genoude von diesem Verbote, dessen besonderer Grund unbekannt ist, nach Rom appellirt habe.

Großbritanien und Irland.

London, 10. Juli. Ihre Königliche Hoheit die Herzogin von Kent wird zu ihrem Geburtstage, den 17. August, hier zu— ruͤckerwartet.

Wenn gleich die „Times“ es fuͤr durchaus unglaublich haͤlt, daß Sir R. Peel, falls er als muthmaßlicher Premier-Minister keine starke Majoritaͤt im Unterhause faͤnde, im Laufe dieses Jah— res noch zu einer zweiten Parlaments-Aufloͤsung schreiten sollte, fordern doch die liberalen Blatter alle Stimmberechtigten ihrer Partei dringend auf, die gehoͤrigen Vorbereitungen zu einer sol⸗ chen zweiten Wahl zu treffen, namentlich sich zu rechter Zeit in die Waͤhler-Listen eintragen zu lassen und ihr Wahlrecht geltend zu machen. Unter Anderem sagt der Morning Advertiser: „Welches Ergebniß auch die noch unentschiedenen Wahlen liefern moöͤgen, so ist jetzt augenfaͤllig, daß in dem naͤchsten Unterhause die Parteien sich beinahe an Staͤrke gleich seyn werden, und daß es daher jeder Verwaltung unmöglich seyn wird, die Geschaͤfte des Lan⸗ des eine irgend geraume Zeit lang mit Erfolg und Nachdruck zu fuͤhren Es ist daher hoͤchst wahrscheinlich, daß nach kurzer Zeit an die Wahlkorperschaften des Britischen Reichs abermals der Aufruf zur Entscheidung uͤber das Benehmen ihrer Vertreter ergehen wird; ja, es erscheint fast gewiß, daß wir in nicht gerxaumer Frist en abermalige allgemeine Wahl haben werden. Die Wahlkoͤrperschaf⸗ ten moͤgen sich daher nur unverzuͤglich vorbereiten, ihre Vertre— tung den falschen und treulosen Haͤnden zu entreißen, welchen sie jetzt in nur zu vielen Fallen dieselbe anvertraut haben. Möge je⸗ der , . Zeit verlieren, fuͤr seine rechtzeitige Ein— tragung in die Wahlregister zu sorgen; Anspruͤche auf Sti J gebung in den Grafschgften nn en vor 6 2. 94 6 und in den Städten muͤssen vor diesem Tage alle Atmen⸗Steuern und gewohnlichen Abgaben bezahlt werden. Registrirt, Reformer registrirt; es ist keine Zeit zu verlieren. Wenn Eure Namen nicht am 20sten auf den Registern stehen und Eure Steuern nicht bis dahin bezahlt sind, so werdet Ihr fuͤr die naͤchsten 12 Monate nicht besser als Sklaven seyn und Euren Ansichten keinen legislativen Ausdruck geben koͤnnen. Registrirt also, wenn Ihr Eure politi⸗ schen Rechte, Euer taͤgliches Brod lieb habt!“

Ein anderes lieberales Blatt sucht das bisher den Ministern unguͤnstige Ergebniß der Wahlen auf folgende Weise zu erklaren: „Wir muͤssen unsere Leser daran erinnern, daß den Waͤhlern durch die Parlaments-Aufloͤsung zwei ganz getrennte Fragen vorgelegt worden: zuerst die uͤber die Popularität der Minister, dann aber uͤber die Prinzipien ihrer Maßregeln, die zugleich mit den Huͤlfs⸗ quellen des Staates auch die Wohlfahrt des Volkes vermehren sollen. Dieser letzteren Frage haben sich die Antworten der Städte fast durchaus guͤnstig erwiesen. Weder in London noch in Liver⸗ pool ist die schwarze Flagge des Monopols siegreich gewesen. Um an das Ruder zu gelangen, sind die Tories von jetzt an gezwun⸗ gen, dieselben Maßregeln vorzuschlagen, gegen die sie das Volk früher aufgewiegelt. Die erste Frage jedoch, wir muͤssen es mit Bedauern eingestehen, ist verneint worden. Um 2 seyn. därfen wir es nicht leugnen, daß die Popularität der nister sehr abgenommen hat. Etwas davon kommt wohxl auf Rechnung des Amtsbesitzes. Jede Regierung ist, so zu sagen, ihrer. 33 mach; len Cingriff ia die satunschen Rechte und greiheiten des