1841 / 247 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

R

gar das Allgemeine nur aus der Kenntniß alles Einzelnen entwickeln möchte, um so mehr mußte sie es bedauern, daß sich Ein Sechstel der bewohnten Erdoberflaͤche mit allen fuͤr sie darguf, gewonnenen oder zu gewinnenden Resultaten ihren Forschungen bisher mehr oder we⸗ niger entzog. Denn so erscheint das Russijche Reich in seiner unge⸗ heũren lie hn, in seinen weitgestreckten Ebenen und Sternen in feinen so sehr änziehenden Gebirgs- Formattenen, seinen Flinssen und Strömen, wie auch besonders in dem Reichthum seiner eihls= raphischen Schaͤtze. Daher ist es sicher von der groͤßten Bedeutung, Srganismus, das Wesen und die Bildung dieser Massen zu erkennen, sie der BVissenschaft zu gewinnen. Fur diesen Ziveg mochte das neu begrün⸗ dete Archiv im westlichen Europa wirken. Der Herausgeber, Herr Professor A. Erman, hat Rußland in seiner ggnzen, Ausdehnung durchresst, kennt seine Sprache und ist durch viele Verbindungen vor⸗ zugsweise in den Stand gesetzt, dem ausgesprochenen Zwecke zu genü gen, da ihm durch freisinnige Vermittelung der Russischen Behörden die so schwer zu erlangenden literarischen Huͤlfsmittel uber alle Un tersuchungen, die nur an Ort und Stelle zu bewerkstelligen sind, zu fließen werden, und er verdient fuͤr die bedeutende Arbeit, welche er

Bekanntmachungen.

Bekanntmachung.

* P ö . J m 2 . Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft. Die Herren Actionaire konnen bei den unter . . 1 . eich te gedruc =. 86 ve der Der mittelst Steckbriefs unterm 29 Juni d. J. n . 66n eren g 6 3366 6 z ö F st zt Geor Wi Scha⸗ ö ö ö . k verfolgte Dienstknecht George Lilhelm Sche gust c. gehaltenen Versammlung des Ad

der erariffen, daher der Steckbrief erledigt. 1 1 3 ; dow ist wieder ergriffen, daher der Steckbrief erledigt. n in istrattons

Beeskow, den 31. August 184. Koͤnigl. Land und Stadtgericht

Wiederholte Kuüͤndigungs-Bekannt⸗ machung.

vom 9. Juni d. J. fordern wir die Inhaber aller ember v damals aufgerufenen, aber bisher noch nicht ein ersption: gelieferten Schlesischen Pfandbriefe wie derholentlich auf, gedachte Pfandbriefe, welche in dem

ĩ 119 eon J . Eisenbahn naͤchsten Weihnachts⸗-Dermine durch Bagrzahlung des )

Hamburg“

Berlin, den 1.

B enn ng n n ng ö . ; ; Wir bringen hiermit zur Kenntniß des Publikums, er * 6 Dy 8 57 3 * w, ö. . ; . ö unter Bezugnahme auf unseren Küͤndigungs-Erlaß daf die durch unsere Bekanntmachungen vom 26. Sep— 3 nnd

Zur Begruͤndung eines Actien Vereins fuͤr die Verbindung zwischen Berlin

September 1841.

1098

hiermit uͤbernommen, sicher den Dank der gelehrten Welt; vorzugs⸗ weise wird er den ersten Theil des Archivs: Physikalisch⸗ man hematische Wissenschaften, behandeln, waͤhrend fuͤr den zweiten Theil: Historische Wissenschaften, zunaͤchst Herr Professor Schott, und fuͤr das: Allge⸗ mein Literarische Herr von Varnhagen Sorge tragen werden. Um die Zwecke und das Gelingen dieses auch fuͤr Rußland bedeutenden Unterneh⸗ mens zu fordern, sind die Russischen Gelehrten aufgefordert, ihre wis⸗ senschaftlichen Arbeiten einzusenden und wir begegnen schon in diesem ersten Heft den Herren Kusmitschew (Einige Bemerkungen uͤber das Schilf an der Wolga und den Kaspischen Kuͤsten), P. G. Batkow Vertheidigung der Russischen Chronik des Nestor gegen die Angriffe der Skeptiker), M. Korkungw Beschreibung eines alten Russischen Siegelringes); auch finden sich darinn; „Ein paar neue Experimente der Galvano⸗-Plastik“ von Maximilian Herzog von Leuchtenberg. Unter dem Abschnitte der historisch- linguistischen Wissenschaften lesen wir sehr interessante Mittheilungen von Herrn W. Schott, meistens in Uebersetzungen aus dem Russischen, „Ueber Kaidalow's Karavanen⸗ Reise nach Buchara“ ꝛc. und wir thun selbst durch kleinere Mitthei⸗ lungen, wie die „Ueber David Tschubinow's Grusisch⸗Russisch⸗Fran⸗

zoͤsisches Wörterbuch einen uͤberrgschenden Blick guf das unendlich reiche Feld Russischer Linguistik, so daß wir gern Varnhagen's Worte hierher setzen (S. 237— 238): „Die Russen werden es als einen Se⸗ gen empfinden, daß ihre schoͤne Literatur gleichzeitig mit der Pflege aller Wissenschaften fortschreitet, welche einen nicht minderen Auf⸗— schwung genommen haben, als jene; die Philosophie nicht ausge

schlossen, fr welche sich unter den Slaven eine entschiedene Anlage und ein erfolgreicher Eifer zeigt. In Sprach- und Geschicht

forschung ist ihnen ein eigenthuͤmliches, unermeßliches Feld ange wiesen, das zu bearbeiten sie schon einen guten Anfang gemacht.“ Erman selbst faßt in seinem werthvollen Aufsatze (erster Theil), Zu⸗ stand der geognostischen Kenntnisse vom Europaͤischen Rußland 59 = 109), alle Arbeiten zusammen, welche sich 1) auf den Finnisch⸗ Nord Russischen, 2) auf den mittleren, 3) auf den Suͤd⸗Russisch⸗ Kaukasischen, und endlich 4) den oͤstlichen, oder West-Uralischen geogno stischen Bistrikt beziehen, und giebt besonders die neuen Resultgte ber Reisen des Baron A. von Meyendorff. Selbst dies Wenige wird hinreichen, die Blicke der gelehrten Welt auf dieses wichtige Unter— nehmen zu lenken.

Rathes in Empfang nehmen.

einzelnen Berechnungen zwischen

Mendelssohn C Comp.

15. April d. J. eroͤffnete Sub

Nennwerthes und bezuglich durch Ausreichung gleich eine Höhe erreicht hat, welche uns in den Stand zuz(gen,

haltiger Pfandbriefe don der Landschaft ginge setzt, dieselbe zu werden sollen, unverzuͤglich an das landschaftliche Subseriptionslisien Unterzeichnungen seither angenommen wurden, noch s J ‚. bis zum 15. Septbr. d. J. einschließlich offen hal

= . 2 6 e . ö. . * . 8 8 2 1 nefen Verfall-Termine nicht erfolgen sollte, e wers ten und dieselben alsdann uberall gleichzeitig schließen. en. die . 2 n Berlin, den 31. August 1841.

Kabinetsorder vom 6. August, iz40 (G. Sz s5lg, Das Comité zur Begründung eines Actien Vereins

Depositortum abzuliefern. . Wenn die Einlieferung auch bis zu dem vorbezeich

den die Inhaber nach Vorschrift der Allerhoͤchsten

** . R z z 9 2 9 9. f die ; d ' * 2 . z 2 z XVII. 2116) mit ihrem Realrechte auf die in fuͤr die Eisenbahn-Verbindung zwischen Berlin und

den Pfandbriefen ausgedrückte Spezial Hypothek

praͤkludirt und die Pfandbriefe in Ansehung dieser nhalt C Wagnr.

*

Speztal-Hypothek für vernichtet erklaͤrt; es wird S. Herz. Jung.; Kunowski. Mendelssohn

dies in den Landschafts-Registern und in den Hy⸗ C Com p. M vothekenbuͤchern vermerkt, und die Inhaber werden 6 mit ihren Anspruͤchen auf Zahlung des Pfand⸗ briefwerthes nur an die Landschaft verwiesen; die baaren Valuten der zur Bagrzahlung gekuͤndigten Pfandbriefe werden nach Bestreitung der Kösten des Aufgebots auf Gefahr und Kosten der Glaͤubiger zum landschaftlichen Depositorio genommen, Ersatzpfandbriefe für die zum Umtausch gekuͤndigten lente wer werden ebenfalls auf Gefahr und Kosten der der Glaͤubiger zum lanoschastlichen Depositorio gebracht und die Kosten des Aufgebots aus den zunaͤchst fa lig werdenden Zinsen gedeckt werden, ; Berzeichnisse aller solchergestalt wiederholt aufg eru⸗ fenen Pfandbriefe sind bei allen Schlesischen Land schaftskassen und bei den Boͤrsen zu Breslau, Ber lin und Leipzig ausgehängt, auch mit den offentli ö chen Anzeigern der drei Schlesischen Regierungs— n jedem Amtsblätter und mit den beiden hiesigen Zeitungen —= ausgereicht worden. Breslau, am 1sten Septbr. 1841. Schlesische General-Landschafts-Direction.

ö Unter Bezugnahme auf, die den Stralsundischen

Robert.

. 13 . . .. Slettiner Dampischifttfahrt. Das Dampfschiff „Kronprinzessin“, Capt. Bluhm, die setzt nach Beendigung Di : c

Monats September so fort, daß es bis zum Schlusse der Bade-Saison am 22. September

an jedem Montag 8 Uhr, von Swinemuͤnde, vom 23. September an aber Donnerstag und Montag Morgen von Ztettin expedirt wird, um, wenn nicht andere Be schaͤftigungen eine Aenderung erheischen, am Mitt woch ünd Sonnabend zu retourniren. Stettin, den 1. September 1841.

Auf wd enn ng ; n, Alle Schuldner des am 10. Juni d. J. verstorbe Zeitungen in Sxtenso inserirten Ladungen vom heuti= ne , ,, nn,. * ; ; nen Koöͤnigl. Rittmeisters und Rittergutsbesitzers Herrn Jen Tage, werden alle und jede, welche an das von von Random auf Eracowghne, Trebnitzer Kreises, vor dem Major von Rosen gegenwaͤrtig an den Guts⸗ erfuche ich hiermit im Auftrage der Erben, binnen

schließen. Wir werden daher die

Oppenheim Sohne. Moritz

Den 28. Juni 1841.

auf denjenigen Plaͤtzen, wo die

Hamburg. Conrad C Klemme.

F. A. von Witzleben

genthuͤmers mit allen Vorraͤthen

verkauft werden.

men und der größte Theil der Gelder bereits ausge theilt worden, die Zuruͤckgabe der uͤbrigen Gelder oder aber ist auf die Verfuͤgung des Finanz ⸗Ministers d X 815 ; 86: I h . der Frem dlir in China dem Biaͤlostokschen Eivil-Tribungl uͤbertragen. Die ren, . 6 . allgemeine Versammlung des dirigirenden Senats, der Sitte zebrd uc * setze, der . . , . r Sitten, Gebrauche, Meinungen, Gesetze, der welche sich hiernach in die Auseinandersetzung der 1 . x M g n . dem Gutsbesitzer Rembelinsky und den Kreditoren der Grafen Potocky, von welche durch das Sidrzansche Gut nicht einlaͤßt, beschließt, es ihnen zu uͤberlassen, die Befriedigung von dem Biaͤlostokschen Civil ⸗Tribu nal, an welches die Gelder assignirt Rechte zu erwarten, daß diejenigen Verfuͤgungen desselben unzufrieden sind, uͤber diesel ben nach der festgesetzten Ordnung klagen konnen. (68 R 54 . i 31 8 . ö . , Hr. 8. 2 Baͤnde. Elega th. Preis 33 Thlr. Woruͤber an die Biaͤlostoksche Provinzial-Regierung 0 aͤnde, Clegant geb, Preis 35 Thär 3 erfolgt ist, dies de zutsbesitzer Re ,, . . k =. und h, ,, . 5. , ,, , ,, dige Schilderungen des Europaͤischen Treibens auf 16 d den Kredito der e to e 3, g , ? ; . ,,, n- dem Kantonstrome und im gewuͤhlvollen Welt⸗

gez.. Joseph Stephanowiez, Rath Grinewizky, Seecretair

en he. ahn ! Die Wohn- und Fabrikgebaͤude sind d der Fahrten nach Ruͤgen die ganz mafsiv und sehr umfangreich. An sie an stoßen ] XT * . ö 41 ! 3m, ganz Und seh 1 . ĩ 36. . ) 333 3 zen zwischen Steitin und Swinemuͤnde waͤhrend zwei schoͤn eingerichtete große Gaͤrten, ö gr 8 5 25 ar .

Der jetzige Besitzer, Kassirer Vogelgesang, ist gern 6 , . 4964 ö , ,, 2 l 41 : erbdtig einen sich sindenden Kaner mit. Fahriegtton fasser behandelt in diesem gehaltvollen letzten Werk⸗ 8 ö * ö ö des Steinguts und allem sonst dazu Erforderlichen ; ;

Sperielle an jede Dienstag, Donnerstag und Sonnabend, he nt ra en 3, 96 Eyöortofreie Briefe *) R ; e

Spezielle edem DYtenstag imnerstag 6 l bekannt zu machen, ertheilt auch auf portofreie Briefe giebt er eine Beleuchtung des“ Abfolutismus der

3 . i

I

1

Religion, des Handels und der Politik des Chinesischen Volkes,

'sichert sind . , . ; 44 gen chert in 23 Charles T. Downing Esdr. Nach der zweiten Auflage des Originals, mit Be⸗ . . zugnahme auf die neuesten Ereignisse umgearbeitet sind mit dem up m 91 1 ,, ,,

*, . und mit Anmerkungen versehen, welche mit den von

8d Ri ch gr d

Diese sehr zeitgemäße Erscheinung enthaͤlt leben⸗

Emporium selber, verbunden mit außerordent lichem Reichthume anziehender Aufschluͤsse uͤber das Chinesische Volksleben, und gewaͤhrt einen schaͤtzba⸗ ren Beitrag zum Ausfuͤllen einer bisherigen Luͤcke unserer Literatur.

Zu haben in der Nicolaischen Buchhandlung

Die der Milte des Koͤnigsreichs S se . ö . ,. 29 !

n n J ,, 6 in Berlin (Bruͤderstr. 13), Elbing, Stettin u. Thorn. „senbahn gelegene vormals Koͤnigliche Steingutfabrik in Hubertusburg, welche sich eines guten Absatzes shrer Erzeugnisse zu erfreuen hat, und dafern einiges gart und ist durch W. Logier in Berlin, Friedrichs⸗ Vermdgen bincinberwendet werden konnte, ein ganz Straße Nr. 161, so wie durch alle Buchhandlungen porzuͤglich rentirendes Geschaͤft werden wuͤrde, soll zu beziehen: .

wegen anhaltender Krankheit des gegenwaͤrtigen Ei Der

und dem ganzen Fnventario um den verhaͤltnißmaͤßig sehr niederen Preis von 30000 Thlr., nach Befinden noch billiger, mehr in seinen inneren wesentlichen als in seinen

So eben erschien bei F. H. Köhler in Stutt

Morgenlaändische und Abendlaͤndische K athoeli eis min

ö aͤußeren Verhaͤltnissen dargestellt urchgaͤngig von

Der ruͤhmlichst bekannte, kuͤrzlich verstorbene Ver⸗

chen hauptsaͤchlich drei gewichtige Sachen. Zuerst

Mittags 12 Uhr, von Stettin, und gern noch nahere Auskunft. Letzteres geschieht auch la , 23 2 * * ; 93 k ! 1 2 1II.. Eh 8 ) abend ond he atho *. J, e . . Miltwoch und Freitag Morgens vom Polizei⸗-Actuar Muͤller in Bresden. endlaͤndischen katholischen Kirchenverfassung oder Hubertusburg in Sachsen, den 27.

des Primats und der permanenten Synodalverfassung der Graͤco⸗Russischen Kirche, die zweite Unter⸗ suchung gilt der Widerlegung der J

August 1841. Idee von der Un⸗

a

ler (Stechbahn 3

aus meinem

Literarische Anzeigen.

n enge dar B Fat then . ö ; 2. Im Verlagen der 3 8. , n, uchhan lung der Menschen von goöoͤttlichen Dingen nehmen wird, in Stuttgart ist so eben erschienen un? in allen Buch so wie sie von der bisher uͤber sie ausgeuͤbten Dikta⸗ handlungen zu haben, in Berlin bei E. S. Mitt tur und zunftzwang befreit seyn wird 9

Erinnerungen paäͤdagogischen Leben und

meiner Bereinigung mit Pestalozzi, waͤhrend derselben und seither.

trennbarkeit und Identitat des Papismus und Ka tholicismus. Zuletzt versucht der Verfasser zu zeigen, welchen Aufschwung die Theologie als das Wissen

Bei E. Kum mer in Leipzig ist so eben erschienen und in allen Buchhandlungen, in Berlin in der Plahn schen Buchh., Jaͤgerstr. 37, zu haben:

Lippold, G. H. . C., Naturgeschichte fuͤr Buͤr⸗

gerschulen. Mit 27 kolorirten Abbildungen.

Wirken

besitzer Heidborn verkaufte, auf Ruͤgen im Garzer vier Wochen mir den Betrag und Entstehungs-Grund . t 37, Rgr.

dreck swi I 9 R j 29 69 . r ae 2 ö 9 2 Kirchspiel belegene Allodialgut Reg nn „k- ihrer Schuldreste anzuzeigen, demnaͤchst aber wegen 1 ern,, , . und Anspruͤche haben, Einzichung oder längerer Stundung derselben die 54 9 X24 * 6 9 ' . 2 2 * 8 . zu deren Anmeldung und Beglaubigung in einem weitere Mittheilung zu gewaͤrtigen. Ferner werden 8 alle unbekannten Gläubiger des obgenannten Herrn „oder den 2 525 . 6. . den 15. und 34. Aug ust, oder den, zt. Sep- Erblaffers hierdurch aufgefordert, binnen gleicher Frist zur Vermeidung der im 8. 137 ff. Tit. 17 Thl. J. des Allgem. Landrechts angedrohten ?; nachtheile ihre Anspruͤche bei mir nachzuweisen, die Theilung des Nachlasses beabsichtigt wird. Oels, den 20. August 1841.

der folgenden Termine, als

tember d. J., Morgens 10 uhr, vor dem Koͤnigl. Hofgericht, bei Vermeidung der am 17. Oktober or. zu erkennenden Praͤklusion, hiermit aufgefordert. Datum Greifswald, den 10. Juli 1841. . Königl. Preuß. Hofgericht von Pommern u. Ruͤgen. u 589 v. Möller, Praeses.

Nothwendiger Verkauf zur Aufloͤsung der Gemeinschaft. Stadtgericht zu Berlin, den 11. August 1841. Die an der Spandauer Bruͤcke Nr. 3, 4 und belegenen Grundstuͤcke des Rendanten Hache und 30.005

2

der Wadzecks⸗Anstalt, tarirt zu oz, 139 Thlr. 24 Sgr.

am 29, April 1842, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Tare und

Rirkergut. Ein Rittergut von 5319 Morgen 98 AMRth. aus- druckt. gezeichnetem Acker, Wald und. Wiesen, mit, guten aäͤltester Mitarbeiter, giebt in ihr nicht nur über Karl Julkuüs Guyet 5 massiven Gebäuden, bedeutender Blenneret, schoͤnem eine eigene Perfon, sondern auch uͤber die verdien= . ö f wi Garten und Schloß, so wie einem Inventarium von

von

Jiechts.? Erinnerungen an den Mann,

Wentz ky Justiz - Rath.

an die Seminaristen des dritten Lehrkurses bei ihrer Schulpruͤfung am 19. August 1839

Herrmann Kruͤsi, . Direktor des Schullehrer⸗-Seminars in Gais

Gr. 8. Broschirt. 22

gangene Schulreform zu Dank verpflichtet sind, duͤr fen sich bei allen Lehrern, besonders bei den Volks⸗

Dieselbe mit schwarzen Abbildungen 25 Ngr. Der Name des Verf. ist durch Herausgabe der mehrfachen Auflagen der Funkeschen Naturgeschichte fuͤr Kinder schon längst vortheilhaft bekannt. Er

*

hofft daher, daß diese kleinere Naturgeschichte, welche

Sgr. g (inen er mit derselben Sorgfalt und mit Benutzung der ö ,,, . . neuesten Entdeckungen bearbeitet hat, eine nicht min⸗ da eigenen Kerngusdrucke das Europaische 8 chu wesen der beifaͤllige Aufnahme sinden moge. umgekehrt hat, Erinnerungen an Pestalozzi, dem ; wir auch in Deutschland fuͤr die von ihm ausge

Im Verlage von Duncker und Humblot ist so eben erschienen und durch alle Buchhandlungen

schullehrern, einer freundlichen Aufnahme versichert zu beziehen:

Hypothekenschein sind in der Registratur einzusehen.

Von der Bjaͤlostokschen Provinzial-Regierung wird den verdienen.

Als der hiesige Bürger und Schopenbrauer Mar— tin Lichtfeldt, auch Leichen elbt are! . im Mai dieses Jahres im Kloster zum heiligen Geist nen . hierselbst verstorben ist und pessen Erhen und eiwa— nige Kreditoren unbekannt sind, 0 werden hiermit Alle, welche an dessen Verlassenschaft entweder als Erben oder als Glaͤubiger Ansprüche zu haßen ver- meinen, oͤffentlich geladen, solche in nachschenden Terminen, als: am 2. oder 16. oder 360. Sey

tember dieses Jahres vor uns auf hiesiger We Grafen Potocky und ihm, dem Rembelinsky, zuer⸗— ; unten länn ten Rinfen, Folgendes resolvirt hats diese Sache die Bodenkunde oder die Lehre vom— oden arb in der aligzinclnen Verffmming zee Licigiren nach den gegenwöctigen standrnntzt R Natutwise Den zahlreichen Freunden und Vereh— ssenschaften und ans ge fenen in Bezug auf

. F. iteb ig

kammer, Nachmittags 3 Uhr, gehdrig anzumelben und zu bescheinigen, widrigenfalls sie zu gewartigen

haben, daß sie durch die am 13. Oktober d. J. in ken Senats einzig auf die Anspruͤche der Krone an

ö n 2 1.3 * en,. Fr v8 58 Sidr nsch e (8 ar Gr s P t ky degen deęy D Fffentlicher Diaͤt zu publizirende Praͤklusiv⸗Erkennt— ass ä-ibrzansche Gut der Grafen Potocky wegen der 3 ö Fentlich h h P Hollandischen Schuld verhandelt, uͤnd dieser Umstand organische Chemie in ihrer Anwendung auf Agrikul⸗

niß werden praͤkludirt und von dein gedachten Nach lasse de ,. auch mi Rechten gemäß werde verfahrrn werden. zu ruͤckgegeben Stralsund, den 23. August 1841. 4. rn e,, n,, Verordnete zum Stadtkammergericht hiers. und der vom

(L. S.) Erichson.

——

einen Ukas vom verwichenen 25. April unter Nr. 3094, erfolgt nach angehdrtem Vortrage der aus der Se⸗ nats-Verhandlung angefertigten Note, guf die Bitt—⸗ schrift des Gutsbesitzers Reinbelinsky über die von r- den in der Reichs-Kommerzbank deponirten Kapita⸗ en i) 9 din Ser T 35 Zreditoren des

lien kommenden und in der Folge den Kreditoren des

den Kreditoren der Grafen Potocky hiermit bekannt gemacht, daß der dirigirende Sengt in der allgemei⸗ Versammlung der ersten drei Departements durch

wirthe.

der Stuührschen:

; 64 ist von der all i erf . 6 Physiol mit einem vorausgehenden Ab⸗

mit diesem anderweitig den schiede genieinen Versammlung schließlich ent- tur und Physiologie, mit einfin gehenden 9 schieden, auch dgs Gut wem gehdrig bereits wieder riß der Chemie und Gesteinslehre gemeinfaßlich und

Jur Zurückgabẽ der von der allge in mb

i n nun zuerkannten Kapitglien

d der vom Meichsrath zuerkannten Zinsen sind, . ; ̃

wie aus der Vorstellung des Herrn Finanz Minister⸗ Bei J. Al. Mayer in Aachen ist erschienen und

Kollegen erhellt, die gehbrigen Mäßregeln genom- in allen Buchhandlungen zu .

halten. Fuͤr sie besonders ist die kleine Schrift aus 1ten Sr Dr. Magers Pädagog. Revue besonders abge J ur t ö ch . Der beruͤhmfe Herr Verfasser, Pestalozzi's

Wichtige Schrift für praktische Land⸗ So eben ist in der Arnoldischen Buchhandlung in Dresden und Leipzig erschienen und in allen Buch⸗ 8 handlungen vorraͤthig, zu Berlin und Potsdam in

. (Verfasser des „Steinkohlenbuͤchleins“*)

glichster Kuͤrze bearbeitet. gr. 8

Anton Friedr. Just. Thibaut's ,, herausgegeben von

Erster Band: Code Napoleon.

. . . L von testen ünter den uͤbrigen Mitarbeitern Pestalozzi's Auch unter dem besonderen Titel: Thlr. k den er. 6. 110,000 Thlr. (Dr. Niederer, Tobler u. A.) höͤchst interessante Auf⸗ ; 9 Pf., sollen, Behufs Aufldf der Gemeinsce zu verkaufen und mit der vollen Aerndte sosort zu schluͤsse und knuͤpft daran eine Reihe von geistvol⸗ Pf. „Behufs Aufloͤsung der Gemeinschaft, übergeben. Naͤheres Mlttelstr. Sa, eine ö

bei Herrn Wendland.

Lehrbuch des Franzoͤsischen Civilrechts in steter Vergleichung mit dem Roͤmischen Ei⸗

repvpe hoch sen paͤdagogischen und didaktischen Ansichten, die vilrccht von Dr. Anton Friedr. Justus ein solches doktrinelles Interesse haben und auch f den Lehrern an Gymnasien und anderen hoheren Lehranstalten zu geneigter Achtung empfohlen zu wer⸗

Thibaut. Nach des Verfassers Tode heraus— gegeben von Dr, KarlÜ Julius Guyet, 2ber⸗ Appellationsgerichts-Rathe und ord. Professor des Rechts zu Jena. gr. 8. Subseriptionspreis 15 Thlr.

Neu erschien so eben: Erfahrungen im Gebiete

bb path von Dr. Jakob Jeanes, uͤbersetzt von Hr. E. F. Ruͤckert.

n, gr. 8. Leipzig, Friedrich Fleischer. Preis 43 Thlr.

K unst⸗ Anzeige

̃ rern Mendelssohn⸗Bartholdy's die ergebene Anzeige, daß in der unterzeichneten Handlung zur gef. Ansicht und resp. Subseription ausliegt: Portrait Dr. Mendelssohn-Bartholdy

broch. 227 Sgr. nach Hildebrandt, gestochen von PJayne und

Wrankmore, Subseriptionspreis 15 Thlr., auf Chin. Pap. 2 Thlr., avant la lettre Abdruͤcke 25 Thlr. Gropius sche Buch- und Kunsthandlung, Kgl. Bauschule Laden 12.

Prenßisch

Berlin, Montag den 6ten September

Inhalt.

Landtags⸗Angelegenheiten. Rhein -P rovinz. Wald⸗Ser⸗ vitut. Bralin- Und Steinkohlen, Landwirthschaftliches,

Frankreich. Paris. Sie Franzoͤsische Pnresse über Sir Robert Peel'zs Rede. Herr Mahul, ehemaliger Praͤsident von Toulouse, tritt als ministerieller Deputirter in die Kammer,. Vermisch tes. Brief aus Paris. (Algier; die neuen Jaͤger⸗Bataillone im Felde; Lord Grenville.) .

Gl sibe ein ken und Irland. Parlam. Verh. Unt erh aus. Abschieds Rede Lord John Russell s. Lo ndon. Ueber die Par⸗ laments Vertagung und Sir Robert Peel s naͤchste Maßregeln. Differenz der Herzöge von Cambridge und Susser bei der Abstim⸗ mung üͤber die Adresse. Crawford's Amendement zur Adresse. Bermischtes. Konferenzen und Verhandlungen uber die Zusam= mensetzung des neuen Kabinets. Brief aus London. (Zur Charakteristik der letzten Parlaments-Debatten; Peel und sein Mi nisterium.)

DOesterreich. Wien. Erdͤffnung der Nordbahn bis Prerau.

Flitter von Seyfried 4. Schreiben aus Böhmen. (Eisenbahn.) Schweiz. Zürich. Die Tagsatzung und der Kanton Aargau. Schweizer Gränze. Die Tagsatzung nicht vertagt. . Portugal. Oppositions⸗-Projekt gegen die Minister. Neuer Tarif. Türkei. Konstantinopel. Ordens-Verleihung an Emir Beschir. Der Brand in Smyrna. 4 Nord? Amerika. Bankbill. Landesvertheidigung und Fortifica⸗

tionen. Dampfboot⸗Verungluͤckung. Inland. Breslau. Parade des 6ten Armee⸗ Corps. Koͤln. Anwesenheit des Königs von Hannover. Verletzung des Reise⸗ Marschalls Baron von Malortie. Feierliche Erdffnung der Rheinischen Eisenbahn. Ueber die Moralitaͤt des Franzoͤsischen Handels und der Franzoͤsischen Industrie. Wissenschaft, Kunst und Literatur. Koͤnigliche Schauspiele.

2

Die letzte Aufführung von „Romeo und Julia.“

CTandtags Angelegenheiten. Rhein ⸗Provinz.

Düsseldorf, 24. Juli. Ein bereits auf dem vierten Rhei⸗ nischen Landtage eingereichter, damals aber nicht zur Beschluß— nahme gekommener Antrag, daß die Waldweide⸗Servitut-Berech⸗ tigungen, und zwar zunäͤchst im Regierungs⸗Bezirk Duͤsseldorf, in Folge einer gesetzlichen Bestimmung zur Abloͤsung moͤgen gebracht werden, ist wieder aufgenommen worden, und der 7te Ausschuß spricht sich im Einverständnisse mit dem Antrage dahin aus, daß solche Ausgleichungen sowohl im Interesse der Berechtigten, als der Verpflichteten, sehr zu wuͤnschen waren, indem Erstere durch die Real-Abloͤsungen einen Theil eigenthuͤmlichen nutzbaren Grund— Eigenthums erlangen und dadurch in den Stand gesetzt werden würden, ihr Vieh in dem Stalle zu füttern, wahrend durch die Austrift jetzt aller Duͤnger verloren gehe, Letz⸗ tere aber ihre Waldungen in regelmaͤßige Kultur zu seßen ver—⸗ möchten, was bei der bestehenden Servitut nicht moglich sey, wes⸗ halb' denn auch wirklich jetzt viele Tausend Morgen dienstbares, zum Theil aus sehr gutem Voden bestehendes Grund-Eigenthum kaum den vierten Theil des Ertrages liefern, den es seiner Qua— litaͤt nach zu liefern im Stande sey. Daß aber die Ausgleichung so viel als moglich in natura geschehe, sey im Interesse der aͤr⸗ meren Berechtigten durchaus noͤthig, weil diese außerdem meistens in die Lage kommen wuͤrden, ihr Vieh, welches bisher auf der diensspflichtigen Trift ernaͤhrt wurde, ganz abschaffen zu muͤssen. Die Versammlung erklaͤrt sich mit dem Gutachten des Ausschusses dahin einverstanden, daß des Koͤnigs Majestaͤt gebeten werden moge, dem naͤchsten Landtage den Entwurf eines allgemeinen Ge— setzes vorlegen lassen zu wollen, in welchem die Grundsaͤtze der Ausgleichung oder Ablöͤse dieser Weidgangs-Servituten festgesetzt wuͤrden. ;

Ein fernerer Antrag ist dahin gerichtet, daß des Königs Ma— jestaͤt um Bewilligung einer Mustermaschine moͤge gebeten werden, wie deren in Schlesien bereits bestehen, und durch deren Anwen⸗ dung es möglich werden soll, der Braunkohle durch Kompression eine solche Festigkeit zu geben, zugleich aber deren Volumen in der Weise zu vermindern, daß daraus eine der Steinkohle nahe kom⸗ mende Masse gebildet werden koͤnne. Der 8. Ausschuß hat dem Antrag, welcher bei der Abnahme des Holzes eine bessere Be⸗ handlung des in manchen Gegenden der Provinz ganz unentbehr⸗ lichen Brennmaterials beabsichtigt, seine Zustimmung nicht versa— gen können, und die Ver sammlung erklaͤrt sich mit der an Se. Majestäͤt zu stellenden Bitte einverstanden,

Ein schließlicher Antrag bezweckt die Vermehrung der Geld⸗ mittel zur Befoͤrderung landwirthschaftlicher Zwecke in der Pro⸗ vinz. Es wird eine Uebersicht der Leistungen des landwirthschaft⸗ lichen Vereins fuͤr Rhein-Preußen gegeben und erwahnt, daß zwar von den auf dem letzten Provinzial-Landtage zur Unter— stuͤtzöng des Vereines erbetenen 12000 Rthlr. nur 1000 Rthlr. be⸗ willigt, die fernere Bewilligung aber von der Bedingung abhaͤn— gig gemacht worden sey, daß die Provinz einen gleichen Betrag zu demselben Zwecke aufbringe. Der Verein sey nun auf die Zahl von mehr als 4500 Mitgliedern gestiegen, allein dennoch er— mangele er förtwaͤhrend der erforderlichen Geldmittel, um seine Thätigkeit mit Erfolg fortsetzen zu koͤnnen. Es wird daher ein— mal ein fernerer Zuschuß aus Staats-Fonds, dann aber ein pro— vinzieller Beitrag, und zwar aus den Zinsen des schon fruͤher erwaͤhn⸗ ten Land wehr⸗Pferde⸗Demobilmachungs-Fonds, in Vorschlag gebracht, serner dahin angetragen, daß auch eine Muster-Wirthschaft in der Provinz mbge etablirt werden, wie deren in anderen Staaten bestehen. Der 7te Ausschuß hat Bedenken getragen, diese Antraͤge, fo wie sie vorliegen, zu befüͤrworten, indem sie eher nuch

en, sich aus den fruͤheren Ver—

handlungen ergeben, daß die Zinsen des Demobilmachungs⸗-Fonds schon ihrer primitiven Natur nach zu ander a, ) : nach z deren als den hier er—⸗ wähnten Zwecken bestimmt sind. Was aber die in Vorschlag ebrachte Musterwirthschaft betrifft, so wird deren mannigfacher Jutzen in Beziehung auf die Losung landwirthschaftlicher Fragen überhaupt und auf. Versuche sowohl ruͤcksichtlich neuer Degen stände, und Arten der Kultur, als der Anwendung verbesserter

Allgemeine

Geraͤthschaften nicht verkannt; es wurde ein solches Institut selbst dem Unbemittelteren leicht die Gelegenheit darbieten, sich von den Resultaten irgend eines Versuches zu überzeugen, ehe er ihn selbst unternimmt, und somit Fortschritte und neue Erfahrungen schnel⸗ ler in das praktische Leben einführen. Dagegen wird auch nicht geleugnet, daß in der Ausfuhrung Manches den ge— meinnutzigen Wirkungen entgegentrete, indem solche Anstalten mei⸗ stens nuͤr fuͤr einen engen Kreis von Einfluß seyen und selbst die guͤnstigen Resultate oft mit einem gewissen Mißtrauen betrachtet werden, da der Zweck der Versuche ein ganz anderer, als der fuͤr eigene Rechnung betriebenen Wirthschoft sey und beim Jahres— schluß nicht sowohl der Ertrag, als das Resultat der angestellten Versuche in Betracht komme. Der Ausschuß tragt demnach schließ— lich darauf an: die Versammlung moge bei dem Könige dahin Verwendung eintreten lassen, daß Se. Majestaͤt geruhe, in aͤhnli— chem Maße, wie dies in benachbarten Staaten der Fall ist, durch das Organ des Vereines der Landwirthschaft noch fernere Auf— merksamkeit Allergnaͤdigst angedeihen zu lassen. Gegen die Er— richtung von Muͤster-Wirthschaften sprechen sich noch mehrere Deputirte auf das entschiedenste aus und sind der Meinung, daß die Ackertreibenden uberhaupt ihr Interesse am besten selbst wahr— zunehmen wissen. Gute, die Boden⸗Kultur und den Handel schuͤtzende Gesetze und Verminderung der Lasten seyen in dieser Beziehung weit mehr werth, als alle direkte Unterstuͤtzung. Daß durch letztere in den Nachbarstaaten Ackerbau und Industrie besonders gehoben werden, sey sehr zu bezweifeln; einen besonderen Schutz dafuͤr zu erbitten, scheine nicht noöͤthig, da es sehr zu bedauern ware, wenn es dazu einer besonderen Bitte bedurfte. Der Herr Vorsitzende bemerkt, der schließliche Antrag des Ausschusses gehe nur dahin, daß der Provinz zu landwirthschaftlichen Zwecken ein jährlicher Zuschuß von 1000 Rthlr. bewilligt werden möge, ohne daß diese Bewilli— gung an die Bedingung der Aufbringung eines gleichen Betrages aus der Provinz geknuͤpft bleibe. Es sey gewiß der allgemeine Wunsch, eine solche Bewilligung fuͤr den vorliegenden Zweck zu erlangen. Die demnach gestellte Frage kann aus Mangel an gesetzsicher Anzahl von. Deputirten nicht mehr zur Abstimmung gebracht werden, und die Sitzung wird um 9 Uhr aufgehoben.

Zeitungs Nachrichten.

Ausland. Frankreich.

Paris, 31. Aug. Die Rede des Sir Robert Peel hat hier

einen überaus guͤnstigen Eindruck gemacht. Es ist seit langer Zeit wieder das erstemal, daß freundliche und anerkennende Worte von jenseits des Kanals heruͤbertbnen. Selbst solche Journale, die, wie die Presse, entschiedene Gegner der Englischen Allianz sind,

erklaren sich durch die Aeußerungen Sir Robert Peel's zufrieden⸗

gestellt und räumen ein, daß die Englische Allianz wieder möglich und zweckmaͤßig sey, wenn das Englische Ministerium so freund— liche Worte durch entsprechende Handlungen rechtfertigen werde. Das Journal des Débats sagt in Bezug auf die erwaͤhnte Rede: „Dergleichen Erklaͤrungen, mit einstimmigem Beifall auf— genommen von den Repraͤsentanten eines großen Volkes, sind

wahrhafte Dienste, die man der Menschheit leistet. Der

Con stitutionnel äußert sich sehr behutsam: „Die Rede des Sir Robert Peel“, sagt er, „muß in England einen sehr tiefen

Eindruck hervorbringen, und wenn sie in Frankreich auch nicht

alle Gemuͤther uͤberzeugt, so wird sie nichtsdestoweniger von allen

Personen, die sich fuͤr die großen politischen Fragen interessiren,

mit hoͤchster Aufmerksamkeit studirt werden.“ Die radikalen Blaͤtter, die durch nichts zufriedenzustellen sind, betrachten natuͤr— lich das Lob des Herrn Guizot in dem Munde des Sir Robert Peel als einen Schimpf, und dessen wohlwollende Aeußerungen

X

gegen Frankreich als einen hinterlistigen Versuch, Frankreich zur

Entwaffnung zu veranlassen.

Das Wahl-Kollegium von Carcassonne hat sich vorgestern

versammelt, um an die Stelle des zum Pair erhobenen Herrn Mathieu de la Redorte einen neuen Deputirten zu wählen. Bei

der ersten Abstimmung erhielt der ministerielle Kandidat, Herr

Mahul (wormaliger Praͤfekt in Toulouse), von 3668 Stimmen 108;

Kandidat der Opposition, Herr Pech, 71 Stimmen. Es muß demnach zu einem zweiten Skrutinium geschritten werden.

Dem ministeriellen Cirkular vom 28. Juli zufolge, sind heute

fruͤh um 5 Uhr alle Soldaten der Pariser Garnison, die der Klasse von 1834 angehoͤren, verabschiedet worden. Es heißt, daß sobald die jungen Leute von der Klasse von 1849, welche kuͤrzlich unter die Fahnen berufen wurden, einigermaßen eingeuͤbt sind, die ganze Klasse von 1835 provisorischen Urlaub erhalten werde. Der Temps theilt nach Privatbriefen, die er aus Athen er— halten haben will, mit, die Unterwerfung der Insel Kandia sey

noch nicht so vollstaͤndig, wie es in den letzten Tagen geheißen, gen geh .

bewerkstelligt; es sollen sich auf den Gebirgen noch mehrere In— surgenten-Schaaren halten, und die Insurrection werde noch lange Zeit den von Tahir und Mustafa Pascha gegen sie gerichteten Ünterdruͤckungs-Maßregeln widerstehen koͤnnen.

Gestern Abend hatte auf der Rue Aubry⸗le-Boucher ein gro—

ßer Zusammenlauf statt. Zwölf Diebe hatten sich bei einer Dame,

von der es hieß, sie habe immer eine große Summe baaren Gel— des in ihrer Wohnung, eingefunden. Es entstand Laͤrm, und das Haus wurde umringt. Die Diebe suchten sich uͤber die Dächer zu retten, wohin ihnen aber die Munizipal-Gardisten folgten. Doch gelang es nur, drei der Uebelthäter zu erwischen, die uͤbri— gen, von Dach zu Dach fluͤchtend, entkamen.

Böͤrse vom 31. August. Die Course der Rente waren heute bei lebhaftem Geschaͤfte ziemlich sest. Gegen Ende der Boͤrse trat aber in Folge zahlreicher Verkaufe eine kleine Reaction ein.

* Paris, 31 Aug. Zu Ende Septemher oder Anfangs Qkto—⸗ ber wird der neue Feldzug nach Maskara zu eroͤffnet werden. Denn

(E Staats -Zeitung.

die Monate August und September sind der Art, daß um diese Zeit im Algierischen Gebiete jede Expedition unmoglich ist. Daher sucht jetzt General Bugeaud die Truppen zu der dortigen Be⸗ festigungs- oder Einfassungs-Linie zu benutzen. Der Ingenieur⸗ General' Berthois, einer der Adjutanten des Köoͤnigs der Franzo⸗ sen, steht bekanntlich an der Spitze der Algierischen Befestigungs⸗ Arbeiten. Erst im verflossenen Monat suli hat dieser General sein Befestigungs-Projekt dem General Bugeaud vorgelegt, und man beginnt setzt einige Arbeiten auf der projektirten Einfassungs⸗ Linie vom Meere an nach Koleah zu und von dem bekannten Punkte der Maison carrée in der Ebene bis nach Mered zu. An Civil-Arbeitern fehlt es gaͤnzlich, die Truppen allein muͤssen her⸗ halten. Diese aber haben in den letzten Expeditionen, troß der neuen Art, sich zu verproviantiren, dennoch viel gelitten. Na⸗ mentlich sind die neu aus Frankreich angelangten und noch nicht akklimatisirten Bataillone besonders von den Fiebern und dem Durchfalle, einer Art Ruhr, stark heimgesucht worden.

Auch haben der schnelle Marsch durch Frankreich, und zwar in der damals so heißen Jahreszeit, die rasche Einschiffung in Toulon, die Ueberfahrt und sofertige Benutzung zum Afrikani⸗ schen Felddienste die neuen Schuͤtzen-Bataillone sehr mitgenom⸗ men. Aus den staͤrksten Mannschaften gewahlt, haben sie freilich auf dem Exerzierplatz einen Parade-Effekt gemacht, aber in Algier sind diese neuen Soldaten, die theils aus ehemaligen In⸗ fanteristen, theils selbst aus ehemaligen Kavalleristen bestanden, um zwei Drittel mehr als die ubrigen Afrikanischen Regimenter von den Krankheiten, den Maͤrschen und dem Tirailleur-Feuer dezimirt worden. Das Schließen im Laufe hat sich als völlig nutzlos erwiesen, eben so die zugweisen Mandver im Laufen, welche bei dem bergigen Terrain in Afrika nirgends anwendbar schienen. All dieses elegante Phantasie-Exercitium, welches den Parisern so sehr gesiel, ist vor dem Feinde unnuͤtz geworden. Die Bekleidung schien dagegen auch in Afrika das Beste an diesen neuen Schuͤtzen; was die Bewaffnung anbetrifft, so ist der Ba⸗ taillons-Chef Thierry, ein Ordonnanz-Offizier des Königs, vorige Woche vom Schlosse Eu nach Algier mit dem Auftrage abgereist, über die Resultate derselben vor dem Feinde Rapport abzustatten. Herr Thierry war es bekanntlich, der die Armirung der neuen Schuͤtzen-Bataillone geleitet hatte. !

Lord Granville, der bisherige Englische Gesandte, welcher bereits seit einiger Zeit auf dem Lande in der Nahe von Paris wohnt, macht bereits seine Anstalten, um das Hotel der Gesandt— schaft in der Vorstadt St. Honoré fuͤr den neuen Englischen Bot— schafter zu raäͤumen. Einige Berichte nennen als solchen Lord Londonderry, der bereits als junger Gesandtschafts-Secretair unter dem Namen Castlereagh vor 1830 in Berlin der Eng— lischen Gesandtschaft beigegeben war. Ob sich diese Ernennung bestäͤtigt, ist noch ungewiß; die Etikette verlangt, daß vor dem Eintreffen des neuen Gesandten dessen Ernennung aus Höflichkeit der hiesigen Regierung mit der Anfrage angezeigt werde, ob die— ser Name derselben auch angenehm sey.

Am Ende seiner Laufbahn meldet sich jetzt auch der Kanzler Pasquier zu einem Sitze in der Franzoͤsischen Akademie.

Großbritanien und Irland.

Parlaments-Verhandlungen. Unterhaus. Sitzung vom 30. Augu st. Die erwaͤhnte Rede, mit welcher Lord J. Russell an diesem Abend als Minister seinen Abschied nahm lautete folgendermaßen: . .

„Vielleicht wird mir das Haus bei dieser Gelegenheit und ehe ich den Antrag stelle, womit ich zu schließen gedenke, erlauben, noch einige Bemerkungen zu machen, wobei ich aber alle Gegenstaͤnde, die zu Kontroversen führen koͤnnten, moͤglichst zu vermeiden suchen werde. Wir hielten es fuͤr unsere Pflicht, dem letzten Parlamente Maßregeln, hinsichtlich des Handels und Verkehrs des Landes vorzu⸗ schlagen, die wir als wesentlich fuͤr seine Wohlfahrt betrachteten; und da der Foͤrderung dieser Maßcegeln sich Hindernisse in den Weg stell ten, so riethen wir Ihrer Majestaͤt, sobald die Angelegenheiten der Session es gestatten wuͤrden, zur Auflbsung des Parlaments zu schrei⸗ ten. Nachdem die Auflösung stattgefunden hatte, riethen wir, das neue Parlament so bald als möglich zusammenzuberufen, und wir gaben Ihrer Majestaͤt ferner den Rath, diesem Parlg ment die Erwägung von Maßregeln derselben Art anzuempfeh⸗ len und hinsichtlich ihrer die Meinung desselben einzuholen. Es hat dem Unterhause beliebt, sich mit einer großen Majoritaͤt an

Hert Fargues, der legitimistische Kandidat, 90 Stimmen und der Ihre Majestaͤt zu wenden, um derselben vorzustellen, daß Ihrer Ma⸗

sestaͤt Minister nicht das Vertrauen des Unterhauses besaßen. Die⸗ ser Beschluß ließ uns nichts Anderes uͤbrig, als die Aemter aufzuge⸗ ben, welche wir zu bekleiden die Ehre hatten. Ich will jetzt nicht auf irgend etwas zurückkommen, was die Diskussion uͤber das Vos gefallene verlaͤngern koͤnnte, sondern nur erklaren, daß wir in allen üunseren Handlungen unserer Ueberzeugung von unserer Pflicht gegen unsere Monarchin und von dem Nutzen und der Nothwendigkeit der von uns vorgelegten Maßregeln, so wie dem Gefuͤhl unserer Oblie⸗ genheit gegen das Volk dieser Reiche, gefolgt sind. Diese Ueberzeu⸗ gungen haben es uns zur gebieterischen Pflicht gemacht, den Kampf für diese Maßregeln bis zum gegenwaͤrtigen Augenblick fortzu— setzen., Lauter Beifall von den liberalen Baͤnken. Ich habe bei fruͤheren Vergnlassungen das Verfahren gerecht fertigt wel⸗ chem gemaͤß wir handelten, und ich werde gleichermaßen bereit seyn, bei; jeder kuͤnftigen Debatte, wo sich di. Veranlassung dazu darbieten wird, denselben Weg einzuschlagen. Es ist unser Loos gewesen, waͤhrend einer betraͤchtlichen Anzahl von Jahren im Amte zu bleiben. Ich will nicht sagen, daß, so lange wir uns der Macht ugch unserem Dafürhalten zum Besten des Landes bedienen konnten, wir widerstrebend im Amte geblieben seyen, aber so viel will ich sa— gen, daß der Besitz der Macht in diesem Lande nicht erfreulich ist, wenn sie den Minisiern nicht die Gewalt giebt, Maßregeln durchzu= setzen, welche ihnen von wesentlicher Bedeutung fur daz Wohl der Krone und des Volkes zu seyn scheinen. Indem ich dies aͤußere habe ich keine bestimmte Maßregeln von geringerer Bedeutung im Auge, sondern solche, welche den Ministern von großer und uͤberwiegender Ve deutung zu seyn scheinen. Was diese Maßregeln betrifft, so fingen wir mit der Reform-Akte des Grafen Grey an, und wir enden mit Maßregeln zu Gunsten der Handels-Fretheit. (Anhaltender Beifall Mit groß. artigen und wichtigen Maßregeln begannen wir unsere Laufbabn ls! whäintster der' Krone, uünd ekten so beschlicßen wir sie mig großar tigen und wichtigen Maßregeln. (Eencuerter Beifall. Es giebt nöch einige andere Gegenstaͤnde mit Bezug auf die Verwaltung dez

w ö . = = , e ,, n,.