1841 / 276 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

begonnen. Um 11 Uhr wird eine gemeinsame Fahrt nach Kbnigs winter zu einem Gastmahl unternommen. Das erste gedruckt aus— gegebene Verzeichniß der Theilnehmer des Vereins ist erschienen.

In Koͤln ist heute der Franzoͤsische Marschall Gérard ange— kommen.

Spandom, 2. Okt. Am 30. September Abends wurde die KolonistenWittwe Klaͤhn in ihrem bei Pichelsdorf be⸗ legenen, zum Polizei⸗Bezirk der Stadt Spandow gehörigen Hause ermordet gefunden; gleichzeitig vermißte man aus einem Schranke Geld und mehrere geldwerthe Papiere. Die Ermordete war zu— letzt mit einem Menschen gesehen worden, dessen Personsbeschrei

1226 weit uͤber eine halbe Million, gab solchen Anlagen hinreichenden Nachdruck. In diesem Carré einer zugleich fruchtreichen, wohlbe⸗ voͤlkerten, aber vor allem fuͤr Angriff, Vertheidigung und Evolution der Begebenheiten konzentrirten, durch waldige Huͤgelreihen, auch landeinwärts wohl gesicherten Landschaft streckte es nun das Netz seiner politisch merkantilen Thaͤtigkeit und das Schwert seiner Herr— schaft uͤber die bekannte Welt. Brauchte es Krieger, sein Stamm war Karthagisch, seine heilige Schaar und seine Feldherren wa— ren stets edle Karthager, aber die uͤbrige Bemannung der Schiffe und die Masse der Krieger wurden erkauft und geworben. Sein Gold brachte ihm die Sklaven fuͤr seine Flotte und die Soͤldner fur seine Heere aus der bunten Musterkarte der Afrikanischen

s . f sck 51 e 9 190 2 25 91 3. z bung auf einen Verwandten paßte, der nicht unter den guͤnstig. und Hesperischen Voͤlkerschaaren, die es der reichen Beute der Ei—

. 2 sten Umffaͤnden lebte. Die staͤdtische Polizei⸗Behoͤrde gründete darauf die weiteren Nachforschungen, in deren Folge es dem Buͤrger— meister Dr. Zimmermann zu Spandow gelang, den Thaͤter in der Per⸗ son des Baͤckergesellen Weller in Nen Honow bei Landsberg zll ermitteln, denselben zu verhaften und zu einem vollstaͤndigen reui gen Bekenntniß des Verbrechens zu bringen. Der Verbrecher er— wartet jetzt in den Haͤnden der Gerichte seinen Urtelspruch.

Die Herrschaft der Karthager und Römer im nörd⸗ lichen Afrika, in Vergleich zu den gegenwärtigen Eroberungen der Franzosen daselbst.

Karthago. Rom und Masinissa.

Afrika in der eigenthüͤmlichen Abgeschlossenheit seiner Welt— lage, der Einfoͤrmigkeit seiner Kuͤsten-Foͤrmation, bei dem Mangel an großen Stroͤmen, und umgeben von dem heftigen Ungestuͤm seiner Meere, ist unter allen Erdtheilen bei weitem am wenigsten dem bildenden Einfluß ausländischer Vöͤlker-Entwickelungen gebff— net gewesen. Kaum sind es mehr als einzelne Kuͤstenstriche, an welche sich die Spuren einer hoöͤchst duͤrftigen Civilisirung knuͤpfen; weicht aber das Interesse des Augenblicks, so sinken alle diese blendenden Erscheinungen der Gesittung wie jener Zauberblick der Wuͤste, leicht und spurlos wieder in sich zusammen. Werden jene freundlichen Bestrebungen zur Ausbreitung des Christenthums im Suͤden, werden die neuen großartigen christlichen Kolonieen, wie sie England am Niger zu gruͤnden strebt, eine bleibende Staͤtte behaupten? Wird Frankreich, in dem Bewußtseyn seiner Ge genwart jenen Adel des Geistes finden, der Eroberungen des Schwertes, Eroberungen der Menschheit zu gestalten befaͤhigt ist? Wir wissen es nicht, bisher aber sind selbst die bluͤhend— sten Erscheinungen auf oiesem Gebiete, die Herrschaft des Christen— thums an der Nordkuͤste Afrika's, mit ihren Bischoͤfen und ihren bildungsreichen Gemeinden, eben so jene besseren Zeiten des Islam, in denen das Kalifat der Araber Glanz und neue Gesittung bis hieher verbreitete, fast spurlos in die Vergessenheit zuruͤckgesunken.

Vier Fremdherrschaften haben nach einander auf dem aͤußer—

Nordrande von Afrika ihren besonderen Einfluß geltend ge—

acht, die Herrschaft der Karthager, die Herrschaft der Roͤmer, der Vandalen, und die der Volker des Islam; mehr als 700

285 59 66

26 1 * t Rall 8 (.

alls

großen

Jahrhundert lang sodann die der Vandalen, und nach einer inne— zen Auflbsungs-Periode Vandalisch-Roͤmischer Obmacht, uͤber tau send Jahre die Wechselherrschaft des Islam, erst Arabisch-Mau— risch, dann Turkisch, bis zu dem Zusammenstoß der christlichen Voͤlfer Suͤd-Europas mit ihrem Bestande in der neueren Zeit. Die ersten Jahrhunderte Karthago's sind dunkel und sagenvoll, unsere Kenntniß der Sprache, Staats Verfassung, Kultus und Geschichte bei dem Mangel nationaler Quellen äußerst mangel— haft. Trotz des Glanzes, welchen Handel, Reichthum, Macht und kriegerisches Heldenthum so lange uͤber diesen Freistaat ausgebrei tet, geht dennoch von Karthago's fruͤhsten Tagen bis zu seiner letzten Stunde ein Zug dumpfer und truͤber Barbarei, im Gegen— saß zur lichten Schönheit der Hellenischen Welt, durch seine Ge r Von jenem Bruͤderpaar der Philänen, welches sich einst ndig begraben ließ, um seinem Vaterlande die bestrittene Graͤnze sichern, bis herab auf die Stunde, wo Hasdrubals Gattin sich init ihren Kindern in die Flammen stuͤrzte, reden viele Beispiele „n diesem maͤchtigen doch finstern Geist: selbst Hannibals riesige zestalt, wie dunkel steht sie nicht der menschlich schoͤnen Helden—

89 2 „Son kbor! große 86 clplo 8 gegenüber 9 . 2

Die Religion der Karthager war duͤster und blutig und Tau— sende von Kindern und Sklaven fielen dem Baal zum Opfer. Wieheilig und vaterlaͤndisch aber ein so duͤsterer Opfer-Kultus war, ergiebt sich bei dem Einfall des mit Karthagischer Huͤlfe aus Sicilien vertriebe— nen Tyrannen von Syrakus, jenes Sicilischen Toͤpfersohnes Aga— thocles, der nun mit einem kühnen Kriegerhaufen nach Afrika uͤbersetzt und anfangs siegreich die Landschaft um Karthago her erobert. Damals waren es nicht Kinder der Armen und Sklaven, die man opferte, um die Gottheit zu versohnen, sondern 200 Kin— der der Vornehmen wurden so geschlachtet, und mehr als 300 edle Karthager boten sich freiwillig dar zu dieser Orgie des To— des; und doch hatte schon uͤber hundert Jahr fruͤher der edle Fuͤrst von Syrakus, Gelon, nach der Schlacht bei Himera in Sicilien, den Karthagern auch dies als besondere Friedens-Bedin— gung gestellt, hinfuͤhro keine Kinder zu opfern. Ein solches Volk, das in wildem Religionsdienst so grausam gegen sich selbst wuͤthen konnte, was selbst feine ungluͤcklichen Feldherrn mit dem Kreuzes— tode bestrafte, war nicht geeignet, wo es gegen Unterworfene zu verfahren hatte, mild und freundlich und in wohlwollender S orge fuͤr die unterjochten Volker zu handeln. Daher hielt es auch alle diese Vblkerschaften, die es sich unterwarf, oder die es an sein Interesfe zu knuͤpfen wußte, in einer steten Isolirung; die Fremden wurden benutzt, aber nie einheimisch in Karthago, die Unterworfenen nicht selten mit Harte behandelt, und selbst Libysch-Phöͤnizische Mischlinge, wenn sie sich auszeichneten, darnieder' gehalten. Jedech der Umfang seiner Kuͤsten-Landschaft war es keines weges an sich, der ihm seine beherrschende Stellung an dem Nordrafde von, Afrika gab; dazu war diese Landschaft felbst in der höͤchsten Bluͤthe des Landes zu, klein, wohl aber war es die Gunst ihrer Lage, die es trefflich zu nutzen verstand. Rechnen win den Ostrand seiner Besitzungen hinweg, das Steppenland der großen und kleinen Syrte, wo es sich zinspflichtige Nomaden unterwor— sen hatte, und was zum Theil die Landschaft des jetzigen Tripo— lis umfaßt, so waren seine Besißungen, wie sie den güßßeren TheiQ! des jetzigen Tunis in sich, begreifen „in Lin, Rechteck zusammenge⸗ draͤngt von 140 Meilen Länge und 30 Meilen Breite, mit einer dem Handel guͤnstigen und por Stürmen sicheren Reihe von wohl— bevblkerten Seeplaͤßen umgurtet und dominirt durch den gewaltt— gen Kriegs⸗ und Handelshafen Karthago s, der, allein faͤhig 220 Kriegsschiffe zu fassen, durch das wild hervorspringende Geklipp der Kuüͤste nach Westen hin noch ganz besonders gegen den An— drang der Nordweststüͤrme und des Krieges geschüßt war. Eine

welche die Volker, gebannt hielten: Soͤhne der Fuͤrsten zu der zu lernen und Herrschaft den Kurulischen Sessel und das Elfenbein-Scepter ihrer Magistra— turen und die Roͤmische Toga, die man ihnen sandte, wie durch den Titel Freunde der Roͤmer, oder wie spaͤter unter den Kaisern Patrizier des Roͤmischen Volkes.

Rom Ss mom s ) 6er ,, nabte sich als Flůcl tli ,, Afrika landete, da nahte sich ihm als Fluͤchtling, mit wenigen treu

vilisation entgegenfuͤhrte, und gern zogen selbst die Numidischen Fuͤrstensohne mit ihm in den Krieg, in den Streit der —Numidischen Fuͤr⸗ sten dagegen unter sich mischte es sich nur dann, wenn es galt, einen zu mächtig Werdenden von ihnen zu hemmen. Aber wie spaͤter Vene— digs Handels⸗Aristokratie, duldeten auch seine Nobili me einen beherrschenden Einfluß der Fremden in Karthago, selbst wenn man sie brauchte, und auch die größten eigenen Feldherren konnten sich nur so lange behaupten, auch wenn sie den edelsten Geschlechtern der Punier angehörten, als sie nothwendig und der Herrschaft nicht, gefaͤhrlich schienen. Jener Hannibal, so groß, so kuͤhn, so un— erschütterlich ausdauernd in seinen Feldherrn-Entwuͤrfen und seinem Feldherrn-Willen, haͤtte ihn jene zähe, kalte Berechnung der eifer— suͤchtigen Handels-Aristokratie Karthago's nicht verlassen, nie hatte er wohl die Siegesherrschaft Italiens gelassen, schwerlich haͤtte es ein welthistorisches Zama gegeben.

Fragen wir nun noch bestimmter, welches der Einfluß Kar— thago's auf die Civilisation der Voͤlker Afrika's war, so laͤßt sich das Resultat in die wenigen Worte zusammenfassen: „sie haben urch dieses Karthago nichts gelernt und nichts verlernt.“ Die No—⸗ maden, wie die Griechen die Numidier nennen, sind geblieben wa sie waren, in ihren Steppen, in ihrer Kultur des Bodens, in ih— rem sporadisch vereinzelten Anbau von Burgen und Staͤdten, und nur die Karthagische Landschaft selbst gewaͤhrte ein bluͤhendes Bild der Civilisation. Eine so großartige Agrikultur, wie sie der Numidische Fuͤrst Masinissa entwickelte, mag er wohl mehr der Beguͤnstigung der Roͤmer zu verdanken haben, deren Freund und Verbuͤndeter er ward, als einem unmittelbar anregenden Einflusse Karthago's.

Ganz anders verhaͤlt es sich mit der Herrschaft Rom's in diesen Gegenden. Wo Rom in die Gebiete der Völker eingriff, da galt es einen bleibenden Eindruck seiner Herrschaft, eine Besitz⸗

Ergreisung durch Militair-Kolonieen, Bundesstaaten und Freund— schafts-Vertraͤge, und eine Organisation der Provinzial-Verwal— tung, welche, troß der Mißbraͤuche der Prokonsuln, dennoch un— ausgesetzt eine Buͤrgschaft des Besseren mit sich fuͤhrte und in bleibenden Formen geregelt war. Wenn der Norden Afrika's die Karthager in ihrem Wachsthum als seine Gegner und Bedruͤcker ansah, so war das Verhaͤltniß zu Rom das vollig umgekehrte. Die RKoͤ— mer wurden als die Befreier von der Tyrannei der Karthager in Afrika angesehen; so ging in Sicilien jener kuͤhne Libisch-Phoͤni— zische Reiter-General des Hannibal, Mutines daselbst zu den Roͤ— mern uͤber, so unterhandelte Syphax, Koͤnig vom westlichen Nu— midien, gern mit Rom, und ein Romischer Centurio organisirt ihm sein Fußvolk auf Roͤmische Weise; so ward später Masi— nissa, König von Ost-⸗Numidien, Freund und Bundesgenosse der Roͤmer. Es giebt in der Persoͤnlichkeit einzelner großer Maͤnner wie in dem Wesen einzelner Volker etwas Wunderbares und ge— heimnißvoll Tiefes, worin sich die innerste Macht ihres Schicksals und ihrer Weltbestimmung, als ein unwiderstehliches Gepräge ihres Wesens kund giebt. So tragt das Romische Volk das Siegel der Herr— schaft an seiner Stirn, und willig oder nicht zieht ein geheimniß— voller Zwang die Volker, sich ihm zu heugen. In diesem Sinne empfaͤngt Afrika zugleich seine Herrschaft, es ist nicht der Vortheil allein, nicht der unmittelbare Schutz gegen Karthago: es ist der Zauberspruch Roͤmischer Herrschaft, dem es zugleich darin begeg net. Karthago faͤllt, und die Volker Afrika's draͤngen sich um Rom, von ihm zu lernen, ihm zu dienen und gern seine Schlach— ten zu schlagen. Jene Beharrlichkeit des Röͤmischen Willens, welche

bei allen inneren Verwickelungen und aͤußeren Schwankungen un—

aufhaltsam an ihr Ziel geht, sie vollendet die Siegeszeichen seiner Herrschaft. wie die fernhin treffende Festigkeit der Handlungsweise zu Tage,

In ihr trat jene sichere Konsequenz der Grundsaͤtze,

die sich ihm anschlossen, sest an die Republick voll Diensteifer draͤngten sich die Fuͤrsten und ewigen Roma, um durch sie Herrschaft

*

zu sichern, sich fuͤhlten sich geehrt durch

rgend, so gilt dies ganz besonders von dem Einflusse Als der ältere Scipio in

Wenn auf die Numidischen Staͤmme.

*

des

; . 5 * 9 gebliebenen Reiter-Geschwadern, aus den Wuͤsten des Landes sich

herandraͤngend, Masinissa, denn ihn hatte Syphax, damals

wieder der Freund Karthago's, mit seinen Roͤmisch ausgebildeten Kriegsschaaren von Land und Leuten vertrieben, und er ward

zum Freunde der Römer angenommen; aber seine Macht wuchs unter dem Schutz und dem Einflusse Roms zur Herrschaft von ganz Numidien, ja selbst der zinsbaren Landschaften Karthago's heran, und durch die lange Reihe seines neunzigjaͤhrigen Lebens ist er der Freund der Roͤmer geblieben und hat seine Herrschaft koͤniglich zu behaupten gewußt. Aber mit dieser Zeit, mit diesem Hervortreten des Roͤmischen Einflusses in Afrika beginnt sogleich durch ganz Numidien eine neue Macht der Dinge, die in Masi— nissa's kbniglichem Sinne ihren Anfang und ihre selbstständige Ent— wickelung findet. Numidien jetzige Gebiet

umfaßte damals die Landschaften, welche das von Algier ausmachen, eben sowohl den Theil, welchen die Franzosen behaupten, wie den, welchen die freien Maurisch-Arabischen Stamme durchziehen, und erstreckte sich selbst im Osten unterhalb des Karthagischen Gebietes bis an den Saum der Syrten und die Afrikanische Wuͤste. Es ist das Berg-Plateau des mittleren und kleinen Atlas mit sei— nen ausgebreiteten weidereichen Bergebenen, seinen mannigfaltigen Thalgelaͤnden, seinen Huͤgelwellen und munteren Fluͤssen bis her— ab zu dem Klippensaum des Mittellaͤndischen Meeres. Vor Ma⸗ sinissa ward es nur als Weideland benutzt, von fluͤchtigem Anbau der Cerealien und geringfuͤgiger Baumzucht kaum oasenartig

durchbrochen; der Verkehr mit den Italienischen Handelsleuten war

weniger auf die Erzeugnisse des Bodens als auf den vortheil— haften Umsatz der Kriegsbeute gerichtet. Allein seit Masinissa's Herr— schaft wird Numidien die Kornkammer Italiens, und spaͤter in den Zeiten des Kaiserthums, bei den gegenseitigen Kämpfen der Röͤ— mischen Imperatoren um die Herrschaft der Welt, zuͤgelte oder

empörte die Sperrung dieser Zufuhr nach den verschiedenen Zwecken ö 2 ,. der Roͤmischen Staats⸗Politik die Völker Italiens. Die Vortheile der große seekundige Bevoͤlkerung der Stadt, in den besten Zeiten wohl

Karthagischen Kultur des Vodens fanden felbst bei den Romern so hohe

Anerkennung, daß der Senat das von dem juͤngeren Scipio aus den Frümmern Karthago's gerettete Werk des Punischen Feldherrn Mago uͤber die Landwirthschaft in das Röoͤmische uͤbertragen ließ. Polybius, der spaͤtere Zeitgengsse des Masinissa, und als väterlicher Freund der Gefaͤhrte des juͤngeren Scipio auf den Schlachtfeldern Kar— thago's, spricht von der Ausdauer des Masinissa, von der durch Schicksal und Alter ungebeugten Kraft seines Geistes und Kön pers mit der vollsten Anerkennung. Allein als das Herrlichste oder mit seinen eigenen Worten zu reden, Goͤttlichste seines Lebens preist er es, daß er als der erste und allein es dargethan habe, wie es fuͤr ganz Numidien, welches bisher als voͤllig unwirth— bar und fuüͤr keine Art des Fruchtertrags empfaͤnglich gegolten, keine Frucht gebe, welche nicht daselbst eben so ergiebig, wie in anderen Gegenden angebaut werden köͤnne; uͤberall hin wurden durch ihn Saaten und Fruchtbaͤume gepflanzt, und die Numidi— schen Auen trieften jezt von der reicheren Beute des Friedens und den Eroberungen des Feldbaues. Diese Entwickelung ist jenen Gegenden unter Roms Ünd der Sarazenen Oberherrschaft dauernd geblieben und auch unter der Brutaͤlitaͤt der Taͤrkischen Eigen. macht nie ganz verloren gegangen. Rom hatte anfangs kein Inter esse, einzelne Numidische Landschaften selbst in Besitz zu nehmen es herrscht daselbst durch das Bewußtseyn seiner Macht und die Gewalt seiner Freundschaft, dagegen Utica und einige andere Ort schaften des eigentlich Karthagischen Gebietes hielt es als die Schluͤssel zu Numidien besetzt. Aber bald sollte die Zeit thaͤtige: ren Auftretens kommen, doch nicht erobernd, sondern mit dem Schwerte der Gerechtigkeit und Wiedervergeltung bewaffnet, um Jugurtha, Enkel Masinissa's, zu zuͤchtigen, zu bestrafen, der das Besitzthum der rechtmaͤßigen Erben aus Masinissa's Stamme durch List, Meuchelmord, und Bestechung so kuͤhn an sich zu reißen wußte. Er hatte die Macht und den sittlichen Uõobermuth des damaligen Roms, so wie den Preis seiner Ehre in den Feld agern der Roͤmer, wie in Rom selbst kennen und nutzen gelen so war er von jener Achtung Roms, die ihm die Persbniichkei⸗ des großen Scipio Aemilianus eingefloͤßt, zu der tiefsten Verach

tung des Roͤmischen Volkes uͤbergegangen, und so hielt er sich Rom gegenuber fuͤr Mannes genug, ganz unabhangige Herrschaft zu gruͤnden. seile Stadt, die wie er meinte, sich selbst zum Preis hingeben wurde, wenn sie nur einen Kaͤufer fande sandte ihm Marius und Sulla; jenen, der ihn durch die eiserne Uner— schuͤtterlichkeit seiner Feldschlachten nach Mauretanien hinauswarf; diesen, der von dem Mauretanischen Koͤnig Bochus seine Aus lie sferung zu erzwingen wußte. An Marius Triumphwagen gefesselt erfährt er endlich den Hohn seiner Lictoren, die ihm den letzten Goldschmuck seines fruheren Glanzes von Haupt und Ohr hekun? terreitzzen und ihn so in die Schmach des Hungertodes hinabst ür

zen. Von nun an theilt sich die Herrschaft Numidiens wieder

unter Bochus und die Nachkommen Masinissa's, aber unter der

Bevormundung Roms, und einzelne feste Platze bleiben von

mischen Kriegern besetzt.

D* .

Wisslenschaft, Kunlt und Literatur.

Berlin. In der Sitzung der geographischen Gesellschaft am 2. Oktober erstattete HerrLichtenstein Bericht uͤber die Unterneh mungen mehrerer Reisenden, welche sich großentheils als Gäͤste in der Gesellschaft anwesend befanden, und uͤber die von ihnen veran laßten Sammlungen. Herr W. Rose setzte seinen fruͤheren Be icht uͤber seine Alpenreise in die weniger bekannten und besuchten Thaͤler der Schweiz fort, insonderheit theilte er seine Beobachtun gen uͤber den rothen. Schnee mit, und legte Charbentiers Ercui'u las Flaciers“ zur Ansicht vor. Sodann sprach er uͤber mehrere Arg bisch klingende Namen jener Gegenden, welche zugleich im Arabi schen ihre Erklarung finden und auf den ehemaligen Aufenthalt der Sargzenen daselbst deuten. Herr Lichtensteim legte ein nene. Werk des Herrn von Drieberg vor, ferner den fuͤnften geologischen Bericht der 3sten Versammlung von Tenessee von P. Troost und berichtete aus demselben uͤber mehreres Neue und Wichtige, beson ders uber die dort gefundenen Massen von Meteoreisen und dessen chemischer Zusammensetzung. Alsdann machte er die Gesellschaft mit der so eben erschienenen Fortsetzung des Werks des Prinzen Maximilian von Neuwied uͤber Nord-Amerika bekannt gab eine lebersicht des Inhalts und machte daraus mehrere interessante Mit theilungen. Herr von Arnim schenkte zur Bibliothek fein Werk „Fluͤchtige Bemerkungen eines fluͤchtig Reisenden“, und der anwe sende Herr Hr. Cristoforo Negri aus Mailand sein Werk „Del grado d'importanza degli stati Milano 1841 Es ke men mehrere neue Karten und andere geographische Werke zun Ansicht.

Vall odierni.

Meteorologische Brobachtungen.

Lhends

Nachmittags

2 Uh

1841. 2. Oktober.

Morgens 6 Uur.

Nach eintua

lie

Heohachtun

335,21 bar. 335,53 Par. 333 (läaellwärme S, 1 R. 10,89 R.,; 16,49 R.

S, 909 R.; 4 12,22 R. 81 Cl 71 (t 77 pCt.

Luftdruck.

9

Luftwäüärme ... n Flusswärme 12,7 m

Thanßunkt. 1 Bodenwäürme 2,9

. Lusdinstung 0,0 Niederschlag (d, 3 Würme wechsel- . . 4 10,19.

335,27 ar. 3 . R. .. 77 pCt. WS v

unstsittigung Wetten

Wind

W olkenzug.

1 Lagesmittel:

halblieiter.

VW sSVwW.

halhheitor. lRnlbheiter,

Auswärtige Eörsen.

Amsterdam, 29. Sept. Piederl. wirkl. Schuld 54. 55 do. 1007. Kanz. Bill. 25 6. 5* Span. 19 25 Ziusl. —. Präm. Sch. —. Fol. —. Oesterr. —.

Ant wer pen, 28. Sept. Pinsl. 54. Neue Aul. 19 06.

IIambu rg, . 0kt. Bank- Actien 1605 Br. kugl. Russ. 108.

London, 28. Sept. Cons. 359 89. Bel. 102. Neue Aul. 221 Passive 55. Ausg. Seh. 107. 258 Iloll. 513. 5 * bort. 3. 18 Engl. Russ. 1123. Bras. 6.3. Coluimb. 205. Mex. 25. Peru 15. Chili 68. ö

Paris, 28. Sept. 59 Reute siu eéour. 114. 50. 359 Rente fin 78. 95. 54 1 ,,.

. z 53 K (6. Neapll. fin 5 5. Pass 33 Port. —.

Spau,. KHente 223 9 1 0 W ien, 28. Sept. 59

14 RBauk- Actien 1570.

Passive. —. Ausg. —. Preuss,

Conn

CoOur.

Mei. 1665. 43 983. 33 d 2 Au. de 1831 137. 46 1839 1093. Uönigliche Schauspiele.

Montag, 4. Okt. Im Schauspielhause: Auf Begehren: Die Laͤsterschule, Lusispiel in 5 Abth., nach Sheridan, fuͤr die Dentsche Buͤhne bearbeitet, von Leonhardi.

Dienstag, 5. Okt. Im Opernhause: Die Hirtin von Piemont komische Oper in 1 Akt, von Genée. Muͤsik von Schaffer. Hierauf: Don Quixote, komisches Ballet in 2 Abth., von P. Taglioni. t

2

Königsstädtisches Theater. Montag, 4. Okt. (Italienische Opern⸗Vorstellung.) Lu- crezia Borgia. Opera in 3 Atti. Musica del Maestro Gaetano Donizetti.

ö ö ö Verantwortlicher Redaeteur Dr. J. W. Zinkeisen.

Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei.

Allgemeine

Preußische Staat

JZuhalt.

Amtliche Nachrichten. -)) n ntten r in

r . 1 3 m Un des

ar , J,, Eiter fit fg Die Opposition und i k Mariüc. Nachrichten aas Afrika Munstize Aussichten in Bezug auf den Herbstfeldzug.. Tunis. Vermisch tes. Brief aus Paris. Die Entwaffnung der Marine: Po lemik über die Unvergutwortlichkeit des Königs.

Großbritanien und Irlgud. Park aments- Verhandlungen lnterhaus. Debalte uber die Finanz- Maßregel und die zurück haltung des Ministeriums. Annahme der Bill uͤber die Rechts pflege. Verlangerung der Armen-Kommission. London. Ge neral Gouverneur des Britischen Nord-Amerika Blokade von Cartageng Britischer Schleichhandel auf dem Gugdiang. Er folglosigkeit der Agitation gegen die Korngesetze. Vermischtes

Belgien. Brüͤssel. Naͤheres uͤber die angeblich beabsichtigt ge wefenen Unruhen. Die Koͤnigl. Familie in Ostende. Ver haftungen von Franzosen.

Dentsche Bundesstaaten. Munchen. Die hohen Tegernsee. Stuttgart. Das Königliche Jubilaͤum. ben aus Weimar. Ruͤckkehr des Großherzogs Musterung des Bundes Kontingents. Leipzig Hamburg. Huller Dampfschifffahrt.

vesterreich. Schreiben aus Wien halsen hier eingetroffen.

Spanien. Madrid. Vermischtes

Türkei. Konstantinopel. Die Ruͤckreise der Aegyptischen Ab gesandten aufgeschoben. Tahir-Pascha's Ruͤckkehr. er Oesterr. Beobachter uber den Vorfall auf einem Oesterreichi schen Schiffe

Syrien. Beirut. roniten Konflikt mit den Engländern.

Bezug auf

D Personen in S chrei Cassel

Meßbericht

Belling

(Graf von Muͤnch

Die Zwistigkeiten der Drusen und der Ma

Religidses Schisma

Die Herrschaft der Karthager und Romer im noͤrdlichen Afrika, in Vergleich zu den gegenwartigen Eroberungen der Franzosen daselbst Schluß.

Wissenschaft, Knnst und Literatur. Bonn. Versammlung der Philologen

Amtliche Uachrichten.

Kronik des Tages.

Des Köͤnigs Masestoͤ s Her ene Preußischen Konsuls T den dortigen Kanu mann JF. Michaelsen zu lerhoͤchstihrem Konsul daselbst Al eranadigst zu

erne!

Zeitungs- Uachrichten. Ansland

Frankreich.

Der Moniteur, der jetzt sehr

Paris, 29. Sept. selten ministeriellen Mittheilungen gebraucht wird, enthält heute einen lrtikel zur Widerlegung der Angriffe, welche die beiden Tirkulare Großsiegelbewahrers von Seiten der Oppositions— Presse en fahren haben. „Man erklart es sich schwer“, das ofsizielle

Blatt, „wie ein so einfacher, so rechtmaäͤßiger Akt einen solchen Zorn hat hervorrufen kbnnen. Hat l

sagt

der Großsiegelbewahrer etwas Anderes gethan, als was ihm das Gefuͤhl seiner Pflicht gebot: sr hat zur Ausfuͤhrung der Gesetze ermahnt; er hat empfohlen, datz man die Anstrengungen verdoppele, um die Charte und das— enige, was die Charte fuͤr unangreifbar erklart, vor jeder Beein— teächtigung sicher zu stellen; er hat die unter seinen Befehlen stehen den richterlichen Beamten ermahnt, mit der lebhaftesten Sorgfalt ber die Aufrechthaltung des bffentlichen di

er Friedens und uͤber die

gesetzliche Unterdruͤckung des Factionsgeistes zu wachen. Das Land mußte sich zu dieser festen Sprache Gluͤck wuͤnschen, die Factionen ellein können sich daruͤber beklagen. Alle Rechte, welche die Gesetz zebung verbuͤrgt, sind streng und gewissenhaft geachtet; aber das, woas sene Gesetzgebung verbietet, was sie mit einen Strafe belegt, welche nicht angeordnet worden ist, um unausgefuͤhrt zu bleiben, wird der Wachsamkeit der richterlichen Beamten anheimgegeben. Niemand hat das Recht, sich daruͤber zu beklagen, und die Be sorgnisse, die man affektirt, sind eben so wenig wirklich vorhanden, als die Gruͤnde, welche man angiebt, unhaltbar sind. Nein, es 4e nicht moglich, die Versammlungen, welche die Ausübung des Petitionsrechtes zum Zweck haben, mit einer permanenten Associa tion zu vermischen, deren Organisation alle Punkte des Landes umfaßt und um einen gemeinschaftlichen Mittelpunkt zahlreiche Heerde der Aufregung und des Umsturzes versammelt. Im erste ren Falle handelt es sich um die Ausuͤbung eines Rechtes; im letzteren zeigen sich fur feindselige Absichten die Mittel, den bffent—

lichen Frieden zu stören und auf den Umsturz unserer Institutionen hin— zuarbeiten. Um die Modifizirung dieses oder jenes Gefetzes zu verlangen, um sich des Petitionsrechtes zu bedienen, ist es durchaus nicht nothwendig, Comité's in Permanenz zu haben, welche einem Cen— tral-Comité unterworfen sind eine lebhafte Korrespondenz unter einander fuͤhren, regelmäßige Beitrage erheben und sich, so viel sie 1oͤnnen, der Leitung der Gemuͤther bemächtigen. Was die Presse hetrifft, so wird in dem Cirkulare des Großsiegelbewahrers auch nur die bestehende Gesetzgebung angerufen. Ist der Weg, den mehrere Journale der ertremen Parteien gegenwärtig einschlagen, nicht eine wirkliche Verletzung der Gesetze, eine permanente Dro— hung gegen die Regierung von 1830, gegen die Charte und gegen

Berlin,

ö. ö . . . Rana Gk ganisirt haben, um das

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Koöͤnigthum x ĩ l Verwegenheit : agen hat ein abscheuliches abermals Frankreich empört und in Bestuͤrzung versetzt.

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westlichen General 19ten Morgens in ten von Oran abgegangene eingetrosfen; sie war keinem einz ei Die Nachrichten aus dem Westen gquͤnstiger uͤber den dortigen Zustand unserer Mann von der regulgiren Kavallerie Abd el ihren Pferden, Waffen und Bagagen desertirt und werden Truppen auf dem Feldzuge begleiten. Mehrere Stämme, ; denen Abd el Kader Auflagen erheben wollte, haben sich empoͤrt und Alles laßt vermuthen, daß die nahe bevorstehende Erpedition sehr wichtige Resultate herbeiführen wird.“ Das Linienschiff „Diadnme“ hat Befehl erhalten, sich von Toulon nach Tunis zu begeben. Der Toulonnais, der meldet, fuͤgt hinzu, daß die Tunesische Angelegenheit, die man beendigt gehalten habe, ihrem Abschlusse noch nicht nahe sey. haben schon mehreremale“, sagt das genannte Blatt, „von lands Plänen auf Tunis gesprochen. Es ist augenscheinlich, daß sene ehrgeizige Macht dahin strebt, die Regentschaft mittelst Tur kischer Pascha's zu beherrschen, und daß die von den Admiralen Galbois und Lalande vereitelte Landung bewerkstelligt werden wird, wenn sich die Franzoͤsische Regierung nicht beeilt, sie zu verhin dern. Wenn ein solcher Plan ausgefuhrt wurde, so hätte es mit dem Franzoösischen Einfluß im Mittelländischen Meere ein Ende, und Algier wuͤrde dann nur eine unnuͤtze Besitzung für uns seyn.“ Dem Constitutionnel zufolge, ist abermals von einer Pairs-Kreirung die Rede. Unter den Personen, welche zu Pairs ernannt werden sollen, befänden sich, wie das genannte Blatt sagt, Herr von Bussinres, Franzoͤsischer Gesandter in Dresden, und Herr von St. Priest, Franzoͤsischer Gesandter in Kopenhagen.

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I. = . 3 1111 * Paris, f. offentliche Meinung mehr gegen die in Aussicht gestellte Verminder der Flotte, ut h die Ursache

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moͤglichst gewaltigen Marine ist Ron zefü klo reIariwor (C Sehm‚ck- dem Gefühle relativer Schwäche dafür, daß der 315,56 ö * 4 Mißtrauen heg

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Franzoͤsisch

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torischen Scheide wird Frankreich sich eher mit wollen

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um seine Einwendun

en gegen den ministexiellen Finanzplan darzulegen.

Da den Uebernehmern dieser neuen Anleihe sagte er unter die Wahl gelassen ist, die Halfte der von ihnen unter

Wort,

Anderem jeichneten Summen in Schaßkammerscheinen die Halfte, in baaren Gelde zu liefern, so bleibt das Ministerium bis zum letzten Termine der Lieferungszeit, die im März abläuft, im Zweifel, wie viel Geld zur Deckung des Desizits ihm wirklich zufließen werde. Wenn also der Hauptzweck der Maßregel die Fundirung der Schatzkammerscheine ist, so kann man nicht sagen, daß der Kanzler der Schatzkammer sei nen Zweck erreicht habe, und eben so wenig, wenn der Hauptzweck in der Herbeischaffung des Geldes zur Deckung des Defizits besiehr Meiner Ansicht nach hatte die Regierung einen solchen Plan nicht entwerfen sollen, ohne des Erfolges vollkommen sicher zu seyn, und daher lieber eine hoͤhere Prämie ertheilen sollen. Bei dieser Giele genheit darf ich indeß wohl darauf aufmerksam machen, daß Herr Goulburn jetzt, nach zehnjähriger Herrschaft der Whigs im Stande gewesen ist, Bedingungen anzubieten, welche um ein Drittheil un. güͤnstiger fr die Unternehmer sind, als die von ihm , . Gelegenheit im Jahre 18 inn gebgt enen, ,,. also der Stagts Kredit jetzt in bedeutend besserem Zustande befindet,

Herr Baring äußerte sich demnächst sehr unzuf jeden damit. daß auch der Kanzler der Schatzkammer mich̃ts Vr, . 2 Pläne des Ministeriums in Betreff der , re,. . verlauten lassen, und erinnerte daran, mit wie großer Hefrigkeie