suchung hervorgegangett ist die einleitende titre er (er bien ,, mentlich fuͤr die älteren Zeiten, nicht an trefflichen Vorarbeiten fehlt. Es würde nicht schwer seyn, in dicsem Abschnitte dem Verfaser man⸗ cherlei Irrthůmer, Luͤcken und i fgriffe nachzuweisen. Auch die sonliã⸗e Eharakteristeung der einzelnen Regenten ist oft sehr ver⸗ 36 de vergebens fucht der Verfgsset nicht selten den Mangel eines fehl en Studiums durch das Urtheil zu decken. welches er den r pour servir à l'histoire de Brandebourg entnimmt. Besser 2 mit mehr Fleiß ist das Familienrecht der Hohenzollern bearbei⸗ en, hier ist das Material mit rühmenswerther Sorgfalt oft auz nicht sehr leicht zuganglichen Quellen zusammengetragen. Am vorzuͤglich⸗ ken aber und danken zwerthesten ist die Schilderüng der Beziehungen Brandenburgs zum Reiche. Die Rechte und Ehren, die den Mark- rafen von Brandenburg, als Kurfuͤrsten des er en Roͤmischen Reiches, gebuͤhrten, ihre Theilnahme an der Kaiserwahl, ihre Verhaͤlt⸗ nisse zu den Reichzkollegien, ihr Antheil am Reichstage und an den sonstigen Reichsgeschaͤften, ihre Beziehungen zum Reichs Kammerge⸗ richte und Reichs Hofrathe, ihre Exemtion von der Reichs⸗-Gesetzge⸗ bung, ihre Verpflichtungen zur. militairischen Beschirmung des Rei— chez, alle diese Dinge sind mit Benutzung der wichtigsten Reichs gesetze, so wie der zuverlaͤssigsten aͤlteren Bearbeiter des Reichs⸗ Staaisrechtes, wie Olenschlager, Pfeffinger, Ludewig, Luͤnig, J. J. Moser, Häberlin, Faber, von Meyern u. 4. und der besten vaterlaͤn⸗ dischen Geschichtsforscher, wie Gercken, Kuͤster, Lentz, Pauli, Schepe⸗ litz, Breger, Wohlbrüͤck, G. W. von Raumer u. a, sorgsam zusam⸗ mengestellt. — Im Ganzen wird man auch in den beiden letzten Ab— schnitten keine neue und uͤberraschende Ansichten, keing Resultate ei⸗ gener Forschungen finden; allein, auch Dieses zugestanden, bleibt das bloße Sammler -Dalent, wenn es mit Vorliebe und Unverdros— senheit sich einer Arbeit widmet, immer sehr schaͤtzenswerth, nament⸗ lich wenn dasselbe sich, wie hier, Gegenstaͤnden zuwendet, die, so, groß auch das Interesse ist, welches sie in Anspruch nehmen und verdienen, dem aroͤßsen Theile des modernen Publikums gaͤnzlich unbekannt sind. Rach dem, was uns vorliegt, bleibt die Ünmdglichkeit der weite⸗ ren Ausfuhrung des vorliegenden Werkes sehr zu beklagen. Ueber allen Unvollkommenheiten, welche die Arbeit darbietet, gewahrt man in derselben doch eine Unverdrossenheit in der Aufhellung der verschie— denen staatsrechtlichen Verwickelungen, und einen in unserer Zeit nicht haufig vorkommenden Sammlerfleiß, die gewiß großeren Anforderun— gen genugt hatten, wenn durch ein laͤngeres und tieferes Studium eine leichtere Handhabung und eine sicherere Beherrschung des Siof fes moͤglich gemacht worden ware. — —g.
Berlin -Potsdamer Eisen bahn.
In der Woche vom 28. September bis incl. 4 Oktober c. sind auf der Berlin- Potsdamer Eisenbahn gefahren:; 1) Zwischen Berlin und Potsdam 12,988 Personen 2) Zwischen Berlin und Steglitz 2, 100 Zusammen ... . 15,088 Personen. Im Monat September fuhren auf der Berlin -Potsdamer Ei
senbahn: ö.
3Zwischen Berlin und Potsdam 147,216 Personen. 23 Zwischen Berlin und Steglitz 10,534
. Zusammen .... 57,750 Personen. und betrug die Einnahme 15,676 Rthlr. 2? Sgr. 3 Pf.
Auswärtige Börsen. Amsterdam, 1. Okt. Niederl. wirkl. Schuld 513. Kanz. Bill. . 59 Spau. 19 35. Ziusl. Oesterr. 1055.
2A Bekanntmachungen.
Berlin-Frankfurter Eisenbahn. Die Anlieferung von 90,909 Stuͤck Hakenn agel Nr. 1. zu Quersch wellen, 50,900 Stuͤck Hakennaͤgel, Nr. 2. zu Lang schwellen, 28,9009 Stuͤck Endbolzeen mit Vorlegescheibeu. Mutter,
5 40. 101.
Passive. —. Ausg. —. Preuss.
Präm. Sch. —. Pol. —.
bereiten zu a lehrungen ren re.
Vorlegescheibeu. Mutter, 28, 000 Stuͤck Platten Nr. 4. zu den Endbolzen,
zu den Hakennägeln ar Querschwellen, 8.000 Stuͤck Platten Nr.“
f Buches. und
t ne, fuͤr die Berlin⸗Frankfurter Eisenbahn soll in Entre fes * Arten? 6 prise gegeben werden. Die naͤheren Bedingungen , ö hierzu sind in unserem Buͤreau, Ober⸗Wallstr. Nr. 3,
chen und
Proben der einzelnen Gegenstaäͤnde aus. Die
hierauf Reflektirenden werden ersucht, ihre Forderung ten.
ferung von Hakennaͤgeln, Bolzen und Platten fuͤr die gemachte. 2r
Berlin- Frankfurter Eisenbahn, bis zum 34. Hk to franken 2 Arten
. fore . 9 Ser- Yo 6 5 . 2 . , . NR J ! ; ber c. in unserem Buͤreau, Ober⸗Wallstr. Nr. 3, ein gementz, nebs. Anwejssung zum Tranchiren 36. — Man sieht hiergus, daß e Kochkunst treffendes vergessen ist, und das es in diesem Buche auch nicht an Anweisungen zu
Kochkunst mangelt, ausbilden wollen,
zureichen. Berlin, den 27. September 1841. Die Direction der Berlin-Frankfurter Eisenbahn— Gesellschaft.
dieselbe seyn muß.
Literarische Anzeigen. In allen guten Buchhandlungen, zu Berlin und Potsdam in der Stuhrschen, ist zu haben: D acstelltung ö der ö Verfassung und Verwaltung
. . der k
amte in Staͤdten, Gutsherrschaften und Pokizeifchul— zen auf dem Lande und k von Dr. Gu st. Alex. Bielitz.
66 ⸗ gen zu haben: Leipzig bei Kollmann. 20 Sgr.
Bei E. S. Mittler (Stechbahn 3) ist zu haben: Wohlfeiles Kochbuch fuͤr Hausfrauen und Koͤchinnen.
Antonie Metzner:
Die sich selbst belehrende Koͤchin,
r Th.
oder allgemeines Deutsches Kochbuch für buͤrgerliche nisse abhelfen und in der Bibli re,, n. Beobachtungen zu ; Enthaltend: gruͤndliche und allge⸗ ten fehlen durfen“. w irie i eines Gbit. Mere and ö J ] von beit danach, in Bedurfnij Cr fühl aärdeu' machen, Berwandiung der Thermometer Skalen. . Dänische waltet hat.
Haushaltungen,
mein verstaͤndliche Anweisungen, alle Arten
late, Gelees, P werk, Getraͤnke re. lernen. uͤber Anordnung der Tafeln, Ein unentbehrliches Handbuch, für frauen und Koͤchinnen.
Siebente Auflage. Mit Abbildungen. Gebunden. 20 Sgr. ; . Dieses Kochbuch darf nicht nur jungen S4, 000 St. . ze 9 , J Si, oog St. Mitt elb gien mit angehenden Hausfrauen auch Speisewirthen mit c r Den besten Beweis seiner außerordentlichen Brauch . barkeit liefern wohl die schnell auf 9,000 S P . N .. 2. . J * 0 Stück Platten tr. 2. ten Auflagen diefes nuͤtzlichen und
. Der reichhaltige Inhalt dieses Kochbuches ist nach⸗ . ꝗ „ stehender: 15 Allgemeine Belehrungen. der kle en E . y ö der kleinsten Gattung zur zg verschiebene Arten.
4) Eingelegtes zu Suppen, 18 Arten.
7) Saucen oder Bruͤhen, 74a Arten. 2 ö Braten s je echnis Bureau, Krauts-Gasse Nr. 30, * Tis ö ; so wie im technischen ö J ö . M Fische, 63 Anweisung en. entgegen zu nehmen und liege h Fierspeifen, 6h Anweis̃nngen. d en. 12) Geschmorte Obstarten ünd Salate, . , . * 56 . 13) Gelées und Cremes, 51 Arten. versiegelt unter der Aufschrift: „Submission zur Lis steten, Torten und Backwerk, 103 Arten. Arten.
Musikalien -Leih --Institut der Buch-, Kunst- und Musikalien-Ilandlung von Ed. Jigerstrasse No. 42, Ecke der Oberwallstrasse. Abonnement für 3 Monate 1 Thlr. 15 . ; . der Berechtigung, sür den ganzen gezahlten. Ein Hul P . trag Musikallen als kigenthum zu entnehmen, 3 Ihlr. aͤr Landraͤthe, Ma , . ö her Prospekt gratis. für Landraͤthe, Magistratszersonen und. Politzeibe vortheilhaftesten Beclintzunen.
So eben ist erschienen und in allen Buchhandlun⸗
Spanische Dramen
r T Velinp. ü! ö. Diese Verdeutschung bisher noch unuͤbersetzter ausge Sonne für 2 55. zÄichneter Werke aus der Vlüthezeit des Kastillanischen Breite zu berechnen, = Tafeln zur Bestimmung der werden, welche klar und buͤndig aus der Geschichte
Dramg im 46ten und 17ten J ; tt ni ö ten Jahrhundert gehort nicht zu H v den Büchern, „weiche einem längsi gefühlten Bedurf⸗Besscl's Tafeln, um Höhen- ünterschiede aus Baro⸗ in Frankreich mit Nothwendigkeit erzeugk und
131 Antwerpen, 30. Sept. Ziusl. 5 G. Neue Aul. 192 4. . Hrankfu rt a. M., 2. Okt. Oesterr. 55 Met. 1077 6. 25 55 6. 15 21 Br. Bank- Act. 1915. 1913. zu 90 FI. 1383. 138. Loose zu 100 El. — , 36 G. Polu. Loose 744 G. 53 Spaun. Aul. 203. 203. oll. y * .
Eisenbahn - Actien. St. do. linkes —. München- Außsburg —. Dresden 100 G. Köln- Aachen 99 G.
Londo n, 1. Oct. Cous. 35 89. Kelg. —. Passive 55. Ausg. Seb. —. 235 3 Iloll. 512. 55 Port. ö. Paris, 30. sept. 55 Rente fin eour. 114. 45. 79. 20. ; 3 Noæapl. —. 5 Spau. Rente 223. Passive 5.
; Wien, 30. sept. 5 Met. 168. 45 93585. 35 —. 21 15 —. Bank- Actien —. Aul. de 1831 —. de 1839 273.
et la premitre représentation de Tabonnement. I) Henri lfa- melin, comédie en 3 actes, du théätre du Gymnase, par 9 Souvestre. 2) Le tyran d'une semme, vaudeville nonvkau en 1 acte, par M. Bayard.
Freitag, 8. Okt. Im Opernhause: Die Nachtwandlerin Oper in 3 Abth., mit Solotanz. Musik von Bellini. (Dlle. Tuczek, vom K. K. Hof⸗Operntheater zu Wien: Amine.)
Sonntag, 10. Sept. Im Opernhause: Die Stumme von Portici, große Oper in 5 Abth; mit Ballet. Musik von Auber
Preise der Plätze: Ein Platz in den Logen des ersten Ranges 1 Rthlr. 10 Sgr. ꝛc. .
Im Schauspielhause: Die Vertrauten, Lustsp. in 2 Abth von A. Muͤller. Hierauf: Vor hundert Jahren, Sittengemaldẽ in 4 Abth., von E. Raupach. ö
Die eingegangenen Meldungen um bestimmte Plaͤtze zu den Franzosischen Vorstellungen sind moͤglichst berücksichtigt idorden und wird ersucht die Billets von Dienstag den ten bis Mittwoch den 6ten d. M. abholen zu lassen. ö. ;
45 99 a. Partial Obl. —. Loose Preuss. Präm. Sch. 8I 6G.
Ufer — Leipzig-
Versailles rechtes Strasshurg - Basel 2415 Br.
Germain —.
Neue 303. 38 Rente fin
1 r . ra . Den 5. Oktober 1841. Pr. Cour.
Briel. Geld.
. * ö ö V onds. 8 A cCItöen. Pr. Cour. Brief. 6Ü eld.
Nönigsstädtisches Theater. Mittwoch, 6. Okt. S Italienische Opern⸗Vorstellung. Tor- quato Tasso. Opera in 3 Atti. Musica del Maestro Donizektti Donnerstag, 7. Okt. Der Wollmarkt, oder: Das Hotel de Wibourg. Lustspiel in 1 Akten, von Clauren. (Neu einstudirt.) Hierauf? List und Phlegma. Vaudeville in 1 Akt, von L. Angely.
Brl. Pots. Eisenb. 22 — do. do. Prior. Act. 102 Męd. Lpæz. Eisenb. 111 do. do. Prior. Act . Brl. Anh. Eisenb. . 104 do. do. Prior. Act. 1017 Düss Elb. Eisenb. 92 do. do. Prior. Act. 102 z
104 104 101
St. Schuld- Sch. 1 pr. Eugl. Obl. 30. 4 102 Prim. Sch. der Sechandlung. 80 . Kurm. Schuldv. 102 3 101 Berl. Stadt- Obl. 103 103 Elbinger do. t 5 100 99 Danz. do. in Th. ; 18 J 102 1053 102
Meteorologische Beobachtungen.
Rhein. Eisenb.
Westp. Pfandbr. 33 Grossh. Pos. do.
Ostpr. Plfandhr.
Abends
10 Uhr.
Nachmittags
1841. Oktober.
Morgens Nach einmaliger
Gold al maro — P 4. 6 Ubr. ; 6 Friedrichs dror é 3 13
Kur- u. Neum. do. 101 Andere Goldmü Schlesische do. 37 102 . 7 Disconto 8 4 Pr. Cour. Thlr. zu 30 Sgr. Brief. Geld.
KEBe obachtung.
Pomm. do.
. 332,06 Par. Kuellwärme S, 29 R. 10,7 R. 8S, 79 R.
3355,01 Par. 3
10, 49R*.
4 S,29 R. 83 pCt.
Luftdruck .... Luftwärme -... Thaupunkt .. PDunstsãttigung 841 pCt. Wetter trühe. halbheiter. Wind XO. x0. Wolkenzu. .. ö NO. . l . 259 II. 332,93 Par. 4 ,,, . 8,80 R. .. S2 pet. Xo 250 FI. 2 Mt. — ; .
300 Mr. 149 6 . 1 2 . w 1 Marktpreise vom Getraide.
300 Fr. 2 M.. 78 . Berlin, den 4. Oktober 1841. 150 *I. 2 Mt. 1027 Zu Lande; Weizen 2 Rthlr. 15 Sgr., auch 2 Rthlr. 10 Sgre; 150 *I. 2 Mt. Roggen 1 Rihlr. 16 Sgr. 3 Pf, auch 4 Rthlr. 13 Sgr. 9 Pf 100 Thlr. 2 Mt. kleine Gerste 27 Sgr. 6 Pf.; Hafer 26 Sgr. 3 Pf.; auch 21 Sgr. 11 Pf. ; 100 ThIr. z Erbsen 1 Rthlr. 17 Sgr. 6 Pf. 100 *I. Zu Wasser;; Weizen 2 Rthlr. 26 Sgr. 3 Pf, auch 2
1 8RbI. 21 Sgr. 3 Pf.; Roggen 4 Rthlr. 18 Sgr. 9 Pf.
. Sonnabend, den 2. Oktober 1841. Das Schock Stroh 9 Rthlr., auch 8 Rthlr. Der Centner Heu
1è Rthlr. 5 Sgr., auch 20 Sgr. ĩ
Flusswärme 12,69 R. 13,45 n. Ausdiünstung 0, 041 Rh. Niederschlag 0,016 Rh. Wärme wechsel 25, 32.
8 Bodenwäürme
9
? p ; Amsterdam Kurz * = Lagesmittel:
do. Hamburg. ...... Kurz do. London.... Kö Wien in 20 Xr. .. Augsburg
Breslau 99
Tage — 993 Mt. 101 101 Woch. 1 21 ö.
60
Leipzis Frankfurt a. M.
Petersburg....
Königliche Schauspiele. Mittwoch, 6. Okt. Im Schauspielhause: Werner, oder: Herz und Welt, Schauspiel in 5. Abth., von C. Gutzkow. Donnerstag, 7. Okt. Im Opernhause: Auf Begehren: Wil— helm Tell, Schauspiel in 5 Abth., von Schiller. Im Schauspielhause: Pour PFouverture du théätre frangaisꝗ!
, 2 Rthlr. 5
2
Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen.
Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei.
die Preusęzischen Staaten.
auzschließlich auf die gefeierten Namen Cervantes Ausdehnung der Koͤrper durch die Warme. — Noch in sehr kurzer Zeit schmackhaft und Calderon beschraͤnkt zu glauben. Nur diese bei⸗ etwas uͤber den veraͤnderlichen Stern R Bayer ö
Nebst Küchenzetteln und Be⸗ den Heroen haben hisher sich der besonderen Vorliebe Schwan. Nebst einigen Beobachtungen über Vari Tranchi⸗ und Beachtung unserer Deutschen Meister im Ueber- hilis HIydrae, von Olbers. — Ueber die Ten dergtur⸗ Haus- tragen zu erfreuen gehabt, wit haben drei his vier Veraͤnderung der Erde in der Nahe ihrer ire ahn Nach vieljaͤhrigen Erfah- wesentlich gute Uebersetzungen des Don Quixote auf- von A. Quetelet. — Bemerkungen bei 86 . zuweisen und am Calderon versuchten unsere Kory⸗ der Abhandlung von Quetelet: Üeber den , . ohäen Schlegel, Gries, von der Malsburg ze. ihre und die Gesetze seiner Entwicklung, von j. ö. Kräfte mit glaͤnzendem Erfolge. Aber von den treff⸗ Wilh. Heinr. Lehmann. — Ueber den Zusamm nd nnz Damen, lichen Kastilianern Lope de . Moreto, Rojas, zwischen Temperatur, Luftdruck und' . und Köchinnen, sondern Alarcon, Gugvara, Tirso de Molina ic, ist nicht das von CL. F. Kamtz. — Ueber die Mondgebirge 61 Recht empfohlen werden. Gleiche zu ruͤhmen. Lope de Vega gilt den meisten J. H. Maͤdler. — Nordamerika und . ö. (höchst ünverdienter Weise) fuͤr einen Vielschreiber rologisch mit einander verglichen von H V DVov⸗ Stuttgart und Tuͤbingen, im Augusi isa. .
asteten, Kuchen und anderes Back
rungen bearbeitet. 175 Sgr.
einander gefolg⸗ etwa in Kotzebue's Manier und die vorhandenen Ueber⸗ unentbehrlichen tragungen seiner Werke sind nicht eben geeignet, die⸗ . J G. Cotta scher Verlag. sem Vorurtheile zu begegnenz von Moreto ist nur Berlin, vorraͤthig in der Gropiusschen Buch— sein berühmter desden con el desden unter der sehr und Kunsthandlung, Königl. Bauschule Lad . 2) Suppen, freien Bearbeitung „Doßa Diana? von West be⸗ . g. Kbnigl. Bauschule Laden Nr. 42. 3) Kalteschalen, t , nn,. Wenigsten . daß aber 6. ö 5) Gemuͤse, heblichsten terationen zu Gunsten moderner Buͤh⸗ j 92. , ; J und Fricasfis, Zs Ärten, nen-Konvenienz statt gefunden haben; von den kibri. hen . im , nh und in Berlin s) Von Ko. gen kennt Deutschland kaum die Namen. Das Ppu⸗ Bec er, ö abn 3) vorraͤthig: des Fleisches, 130 Anweisungen. blikum erhalt also in dem vorliegenden Werke Gele⸗ Be c er Pr. K. T. Leit faden für den ersten Un— en n' Mehl Milch- ünd genheit, die Bekanntschaft mit äuserlesenen Werken . in der Deutschen Sprachlehre. Ate Aus- (t) Puddings, 22 Ar- wenig oder gar nicht bekannter Meister der , ö . Pär schen Poeste zu machen, und es wird genuͤgen, die Kehr Dr. Herm, physikalisch, chemische Bei= 14 Pa⸗Aufmerksamkeit der Literaturfreunde auf diesen ersten träge äster Theil. Ueber die Modification der 15, Ein. Band zu lenken, wenn wir einfach bemerken, daß mittleren Eigenschaft, oder über, die Eigenschaf⸗ 16 Kalte Und warme Ge- darin el burlador de Serilla; der Verfuͤhrer von , . Mischungen in Ruͤcksicht auf die ihrer 17) Kuͤchenzettel und Tafel-Arran- Sevilla, Urtypus des Mozartschen Don Juan, ein Be , ,. mit 4 lithogr. Tafeln. 8. 4 Thir. ; Intriguen-Lustspiel „Don Gil von den gruͤnen Ho- er! 35. das spenifische Gewicht der chemischen nichts die Kochkunst Be⸗ enz, beide von Tirso de Molina, und ein geistliches Verbindungen. 5. 123 Sgr⸗ Stuͤck von Lope de Vega, das erste vollstaͤndig ver⸗ Frankfurt a. M, im August 1846. ] G. F. Kettembeil
Kloͤße
Gerichten der hoͤheren deutschte auto sacramental mit seinem burlesken In⸗ sich fuͤr termezzo enthalten sind. Von der Uebertragung laßt clegen sich nach dem Urtheile Sachverstaͤndiger beh / gelegen, nach dem Urthetle achverstaͤndiger behaupten, daß sie bemüht ist, den echten Spanischen Ton in
Form und Inhalt zu treffen, ohne daruͤber undeutsch schen, . 12
zu werden. Leipzig, und in Berlin bei Ferd. Duͤmmler, Lin
Nicolai sche Buchhandlung in Berlin den Nr. 19, zu haben: /
woran Koͤchinnen, die ebenfalls sehr n j ̃
So eben ist erschienen im Verlage der Friedrich- schen Verlagsbuchbdlg. in Siegen, Wiesbaden und
Bruͤderstr. 135, Elbing, Thorn, Braunsberg ö der J m, oder die Staatsidee in Frankreich in ihrer nothwendigen Entwicklung von Ludwig XIV. bis auf Ludwig Philipp . mit einem Rückblick auf Deutschland. gr. 8. geh. 125 Bogen auf Velin⸗Druckpapier. 1 Thlr. 1565 Sgr.
und Stettin.
Bote C G. Bock,
— Mit ; . ; n Be In Unterzeichnetem ist so eben erschienen und durch ö. , zu n,, Berlin durch die Far umnärtige die Gropius che neh und Kunsthandlung: ᷣöö Jahrbuch für 1841. Herausgegeben von 8 6 chern; mit Beitragen von Dove, Kaͤmtz, kö , Olbers und Quetelet. Jetzt, wo in Deutschland Gestaltun ö 8. kart. Preis 3 Fl. 24 Kr. oder 3 Thlr. lung und a,, . ,,, Inhalt: Astronomische Ephemeride far i81t. — Red räsentativ-⸗Berfafsung das lebhafteste In= Tafeln um aus der Ephemeride den Aufgang, der teresse aller Vaterlandsfreunde in Anspruch ninimt, Orte zwischen 44 und 55 nördlicher wird gewiß eine Schrift mit Beifall aufgenommen
ö .
uͤbersetzt von E. A. Dohrn. Sauber geh. 1 Thlr. 20 Sgr.
bhen vermittelt des Barometers von Gauß. — nachweist, fowohl wie jene Staatseinrichtung sich
berechnen. — Tafeln zur fortgebildet, als welches Verhaͤltniß in dieser Be⸗
Im Gegenthfeil strebt diese Ar⸗Verwandlung der zarometer⸗-Skglen. — Tafeln zur ziehung zwischen Frankreich und Deutschland obge—
Speisen, als Suppen, Gemuͤse, Saucen, Ragouts, die Nothwendigkeit naͤmlich, den reichen Schatz der und Preußisché Fuße; Toisen. — Pariser Fuß. — Mehl-, Milch und Eierspeisen, Fische, Braten, Sa- unermessen produktiven Syanischen rer! tuset . — Englischer Fuß. — Spezifische Gewichte n.
Allgemeine
Preußische Staats -Zeitung.
Berlin,
—— / /
Amtliche Nachrichten. GJ . Frankreich. Paris. Die Tories und die Tunesischen Haͤndel. —
Bruch der Belgischen Unterhandlungen.— Vermischtes. Brief
z Paris. (Di ipati Sklaven in den Franzdsischen
aus Paris. (Die Emancipgtion der ; Kolostieen und der Widerstand der Pflanzer . h
Großbritanien und Irland. London. Vorstellung des neuen Brasilianischen Gesandten. — Geruͤchte von diplomatischen und Fuderen Ernennungen. — Blokade von Cartageng und Buͤrgerkrieg ud hren Granada? — Vermischtes. — Das Parlament eilt zum Schluß. — Schreiben aus London. (Grahams Versprechungen in Bezug auf die herrschende Fabriknoth und die Armengesetze; die Dissenters in der Kornfrage.) .
Niederlande. Haag. Reue Bestimmung hinsichtlich der Rech⸗ nungs⸗-Kammer.
Belgien. Bruͤssel. Zoll-Verhandlungen. — Stationsplatz.
Schweden und Norwegen.
Dentsche Bundesstaaten. tembergischen Jubelfeier. — Leipzig. aus Frankfurt. (
Oesterreich. Wien. Ankunft des Prinzen von Preußen und des Prinzen Johann von Sachsen.
Italien. Rom. Die Antonins⸗Saͤule Blitzstrahl versehrt.
Spanien. Madrid. Espartero. — Don Francisco de Paula.
Türkei. Konstantinopel. Truppen-Konzentrirung in der Haupt⸗ stadt. — Neue Organisation der Armee.
Nord-Amerika. Wichtige Ereignisse der letzten Zeit. — Stand der Angelegenheit Mac Leods. — Bedenkliche Lage der Graͤnz⸗ streitigkeit. — Abermaliges Veto des Praͤsidenten gegen die neue Bank? Bill und Prorogirung des Kongresses,. — Kabinets Wechsel mit Ausnahme des Staats Seeretairs. — Tarif Erhdͤhung. — Untergang der ehemaligen Unions-Bank, — Rauferei in Cinein nati. — üÜnterhandlungen zwischen Mexiko und Texas.
Inland. Löwenberg. Huldreicher Empfang einer Deputation bei Sr. Majestaͤt. — Stonsdorf. Beisetzung des verewigten Fuͤrsten Reuß. — Se. Majestaͤt und Prinz Wilhelm im Trauer⸗ zuge. — Glog au. Vorbereitungen zum Empfange Sr. Ma⸗ jestaͤt des Koͤnigs. — Erdmannsdorf. Ankunft des Prinzen Albrecht Köͤnigl- Hoheit. — Berlin. Koͤnigl. Kabinets⸗ Ordre, die Belegung der Sparkassen⸗-Bestaͤnde und die Sportel- und Stempel-Freiheit in Armen-Angelegenheiten betreffend. — Bonn. Versammlung der Philologen re.
Wissenschaft, Kunst und Literatur.
Differenzen im Ministerium hinsichtlich der Die Eisenbahn und der neue Bruͤsseler
Stockholm. Getraidezoll. Stuttgart. Denkmal der Würt— Meßbericht. — Schreiben
durch einen merkwuͤrdigen
Riemer uͤber Goͤthe.
Amtliche Uachrichten.
Kronik des Tages. Berlin, den 6. Oktober.
Se. Majestät der Koͤnig sind von der Reise nach Schle— sien hier wieder eingetroffen.
Se. Majestaͤt der König haben den Staats- und Kabinets= Minister, Freiherrn von Werther, auf seinen Wunsch, von der Leitung des Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten Aller⸗ gnaͤdigst zu entbinden und solche dem zum Staats⸗ und Kabi⸗ nets-Minister ernannten bisherigen Gesandten am Kaiserlich Oesterreichischen Hofe, Grafen von Malßan, zu übertragen, die Verwaltung der Angelegenheiten des Fuͤrstenthums Neuchatel und Valangin dagegen dem Ersteren vorzubehalten und denselben zugleich zu Allerhoöͤchstihrem Ober-Marschall zu ernennen geruht.
Dem Zahnarzt Karl Berthold Alexander Lomnitz in Berlin ist unter dem 30. September 1841 ein Patent
auf ein Verfahren, Metalle auf electrochemischem Wege zu vergolden, soweit es als neu und eigenthuͤmlich aner⸗ kannt worden ist, ohne Jemanden zu behindern, auf die bekannte Weise mit Hülfe der Elektrizitat Metalle zu vergolden, auf Fuͤnf Jahre, von jenem Tage an gerechnet, und fuͤr den Um— fang der Monarchie ertheilt worden.
Zeitungs - Nachrichten. Ausland.
Frankreich.
Paris, 1. Okt. Mehrere hiesige Blaͤtter enthalten ein Pri— vatschreiben aus London vom 28. September, worin behauptet wird, daß das Tory⸗-Ministerium sich nicht gefuͤgiger in Bezug auf Frankreich zeige, als es Lord Palmerston that. Lord Aber— deen soll sich weit schroffer gezeigt haben, als Herr von St. Au— laire erwartete und haäͤtte von vorne herein ohne die geringsten Umschweife auf das bestimmteste erklart, daß England es nicht dulden könne, wenn Frankreich, kraft der Besetzung Algiers, nach einer Art von See-Ober⸗ Herrschaft, im Mittellaͤndischen Meere strebe, sich in die Tunesische Angelegenheit einmische und den Sultan zu verhindern fuche, daß er den Bey ven Tunis, seinen Vasallen, der jeden Tribut zu zahlen wei— gere, zuͤchtige. „Bis jetzt“, hätte Lord Aberdeen hinzugefügt, haben“ wir Alles gethan, um in der Tunesischen An⸗ gelegenheit keine Schwierigkeiten hervorzurufen, wir haben Frank⸗ reich einen Beweis unseres guten Willens gegeben, indem wir es vermieden, ihm Verlegenheiten zu bereiten; aber das muß ein Ende haben. England wird es nicht dulden, daß Frankreich in Tunis intervenire, den rebellischen Bey beschuͤtze, und so seinen Einfluß an der Afrikanischen Kuͤste auf Kosten der Rechte des Sultans vermehre. Das beste Mittel fuͤr Frankreich, um seine friedlichen Absichten zu beweisen, wuͤrde darin bestehen, wenn es seine Seestreitkräfte im Mittelländischen Meere verminderte, eine
Donnerstag
theilweise Entwaffnung in Toulon wuͤrde ein Pfand der Eintracht zwischen den beiden Landern seyn.“
Der Toulonnais vom 2ssten d. sagt, daß die Tunesische Angelegenheit sich täglich mehr werwickele, und daß Algier von den Englaͤndern bedroht werde. Er fuͤgt hinzu, daß der Papin“ am 2hsten Abends 11 Uhr Toulon verlassen habe, um sich nach Tunis zu begeben, wohin ihm binnen kurzem mehrere Schiffe folgen sollen. — Man liest zu gleicher Zeit in der Sentinelle de la Marine vom 28sten, daß das Linienschiff „le Genereux!“ Anstalten zur Abreise trifft, und daß mehrere Dampsschiffe den Befehl erhalten haben, Kohlen einzunehmen, um bereit zu seyn, auf das erste Signal in See zu gehen. Das Dampfschiff „le Phauton, welches mit Depeschen fuͤr den Capitain Leray nach Tunis expedirt worden war, wird jeden Augenblick in Toulon zu— ruͤckerwartet.
Das Journal des Debats enthaͤlt Folgendes: „Es scheint gewiß, daß die zwischen Frankreich und Belgien eroͤffnete Unter— handlung nicht, wenigstens fuͤr jetzt nicht, das große Resultat ha— ben wird, welches wir herbeigewuͤnscht hatten. Wir wußten wohl, daß ein Zoll-Verband bei näherer Pruͤfung auf große Schwierig— keiten stoßen wurde; aber wir hatten die Hoffnung, daß ein fester und aufrichtiger Wille von beiden Seiten dieselben besiegen wurde. In Ermangelung jener Combination bleiben indeß noch ander— weitige Arrangements zu treffen, die geeignet sind, unsere Han— dels-Beziehungen mit Belgien zu verbessern, und man muß glau— ben, daß die ÜUnterhandlung wenigstens zu einem Abschluß kom— men wird, der, wenn er auch nicht vollkommen zufriedenstellend, doch von einiger Wirksamkeit ist. — Die Presse dagegen er— klaͤst, daß die Unterhandlungen auf unbestimmte Zeit verschoben waren, und daß man auf keine Loͤsung mehr rechnen dürfe.
Die Gendarmerie hat gestern ein Individuum verhaftet, welches als eines der thaͤtigsten Anstifter der Emeute bezeichnet wurde, welche kurzlich Paris beunruhigte, Man hat zwei mit Kugeln geladene Pistolen, eine Schachtel mit Zuͤndhuͤtchen und eine kleine duantitaͤt Pul⸗ ver bei ihm gefunden. Nach der Polizei⸗Praͤfektur gefuͤhrt, nannte er sich Antoine Boidin und gab vor, in einem hiesigen Hand— lungshause beschaͤftigt zu seyn. Spaͤter gestand er ein, daß er Soldat im 3Zten Linien-Regimente gewesen und am 15. Septem⸗ ber desertirt sey. Die Pistolen haͤtte er bei sich gefuͤhrt, um sie gegen diejenigen zu gebrauchen, welche ihn verhaften wollten. Er leugnet, irgend einen Antheil an den Emeuten genommen zu ha— ben und behauptet, daß nur der Widerwille gegen das Soldaten— leben ihn zur Desertion veranlaßt hatte. Er ist vorlaͤufig nach dem Militair-Gefaͤngnisse der Abbage gebracht worden.
Im Temps llest man: Die Angelegenheiten des Notars Lehon, die ein Defizit von 8 Millionen Fr. ergeben sind ihrer definitiven Erledigung nahe, und Herr Lehon wird, Dank seinem Bruder, dem Belgischen Gesandten, und anderen maͤchtigen Ver— mittlern, binnen kurzem in Freiheit gesetzt werden.“ .
An der hiesigen Boͤrse hat abermals ein bedeutender Speku— lant, den die Journale als Baron d'E ... bezeichnen, seine Zah⸗ lungen eingestellt und die Flucht ergriffen. Derselbe hatte noch wenige Tage zuvor gegen nachtheilige Geruͤchte, die uͤber seinen Vermoͤgens-Zustand zirkulirten, in den offentlichen Blaͤttern pro— testirt. Er soll 900,000 Fr. 3proc. Renten in blanco verschlossen haben. An Differenzen bleibt er uber eine Million Fr. schuldig.
Der Graf Lehon, außerordentlicher Gesandter und bevollmaͤch⸗ tigter Minister des Königs der Belgier, ist gestern nach Com— pfägne abgereist und wird sich von dort nach Bruͤssel begeben, wohin er von dem Koͤnige Leopold berufen worden ist. Waͤhrend seiner Abwesenheit wird der Legations-Rath Firmin Rogier als Geschaͤftstraͤger fungiren.
Der Courrier frangais will mit Bestimmtheit wiss daß Lord Cowley, Bruder des Herzogs von Wellington, zum Eng lischen Botschafter in Frankreich ernannt worden sey.
Man spricht mehr als je von der Vermaͤhlung der Koͤnigin Isabella von Spanien mit dem Sohne des Infanten Don Fran— Asco de Paula. Es scheint gewiß, daß sich ig diesem Augenblicke mehrere Agenten der Franzoͤsischen Regierung in Madrid befin⸗ den, um wegen dieser Verbindung zu unterhandeln.
Börse vom J. Oktober. Heute, als am ersten Tage der Liquidation, war das Geschaäft ziemlich lebhaft und der Cours der Zproc. Rente steigend. Dieselbe schloß zu 79. 45.
en, 14:
44 Paris, 1. Okt. Der von der Kolonial-Kommission un— ter dem Borsitz des Herzogs von Broglie ausgearbeitete Entwurf der Sklaven-Emancipation ist jetzt dem Kolonial-Rathe der Insel Bourbon vorgelegt worden, und diese Versammlung hat sich be— reits in ihrer Antwort auf die Eroͤffnungs-Rede des Gouverneurs in einer Weise uͤber die Absichten der Regierung geaͤußert, welche den starrsinnigsten und unbedingtesten Widerstand gegen jeden denkbaren Plan der Aufhebung der Sklaverei voraussehen laͤßt. Es ist leider nur zu gewiß, daß die große Mehrzahl der Pflanzer in den Französischen Kolonieen der Idee der Sklaverei mit Fana— tismus anhaͤngt, daß sie dieses Institut als ein natuͤrliches Gesctz, ihren Besitzstand als ein heiliges, unantastbares Recht betrachtet und fest entschlossen ist, keinen Finger zu rühren, um die Emanei patson unter irgend einer Vorausseßung zu erleichtern. Wir werden nur der Gewalt weichen, ist ihre Losung; man kann uns hinopfern, aber nicht zwingen, die Werkzeuge unseres eigenen Un— terganges zu seyn. Durch diese hartnäckige und systematische Op⸗ position gegen die Maßregel, die ihnen als unwiderruflich beschlos— sen angekuͤndigt ist, werden die Kolonieen es allerdings dahin bringen, die Emancipation zu verzögern und zu erschweren, aber sie vermehren dadurch auch die Gefahren derselben in hohem Grade. Doch die Kolonisten verblenden sich recht geflissentlich uͤber ihre eigene Lage, so weit, daß sie sogar — man wurde es vielleicht nicht glauben, wenn ich es nicht mit eigenen Ohren ge— hört hätte — mit offenem Aufruhr drohen, wenn Frankreich ssie aufs Aeußerste treibe. Als ob Frankreich zur Demuͤthigung und Zuͤchtigung einer solchen Empörung etwas Anderes zu thun brauchte, als di Garnisonen der Kolonieen einzuschiffen.
Wenn dieser Widerstand das Ergebniß des Racen— hasses, der Habgier, der Herrschsucht, kurz aller der boͤsen Leiden—
schaften ist, welche von dem Sklavenwesen unzertrennlich sind, so wird er durch falsche oder einseitige Darstellungen von der Lage der Emancipations-Frage noch gesteigert. In dieser Hinsicht wirken besonders die Delegirten der Kolonieen aäͤußerst nachtheilig. Da sie von den Kolonial-Versammlungen periodisch gewählt wer— den und ein sehr bedeutendes Gehalt haben, so ist es leicht be⸗ greiflich, daß sie den Wuͤnschen und Hoffnungen derselben durch die guͤnstigsten Schilderungen der Verhaͤltnisse schmeicheln. Nichts ist natürlicher, als daß die Kolonieen durch die ermuthigenden Worte von Maͤnnern, wie die Herren Mauguin, Ch. Dupin, Janvier u. A, welche Delegirte waren oder noch sind, in ihrem Widerstands-Systeme bestaͤrkt werden. Dazu kommt dann noch ein besonders fuͤr die Kolonieen berechneter Journalismus, der in der Vertheidigung der Interessen seiner Klienten Alles zu uͤber— bieten sucht, was Selbstsucht und Leidenschaft in ihrem eigenen Namen vorbringen konnten. Endlich hat die fatale Geschichte der Herren Granier de Cassagnac' und Capo de Feuillide gezeigt, wie die Regierung selbst durch Miß⸗ griffe oder Uebereilung in den Kolonieen die Meinung befördert hat, daß der Emancipationslärm nicht so ernstlich gemeint sey und eigentlich nur dazu diene, die ewigen Reclamationen des Liberalis— mus und der Philanthropie zu beschwichtigen.
Ungluͤcklicher Weise giebt es aber wirklich eine, von dem guten Willen der Regierung und der Legislatur einigermaßen un— abhaͤngige große Schwierigkeit, welche die Emancipgtion noch viele Jahre lang zu verzögern droht, naͤmlich die Entschaͤdigungs-Frage. Die den Kolonisten zu zahlende Entschaͤdigungs-Summe wird nach den geringsten Anschlaͤgen auf 25 Millionen berechnet, und der Franzoͤsische Schatz wird sich in seiner jetzigen Verfassung und bei den ihm vom vorigen Ministerium aufgebuͤrdeten Lasten, schwerlich im Stande fuͤhlen, der bloßen Idee der Pflicht ein so bedeutendes Opfer zu bringen. Daher werden denn nothwendiger— weise Vorschläge einer sffufenweisen Emancipation, bei der die Sklaven ihre Freiheit selbst ganz oder theilweise verdienen sollen, in den Vordergrund treten. Ein solches System hat aber unfehl— bar nicht allein die absoluten Vertheidiger der Sklaverei, sondern auch diejenigen zu Gegnern, welche da glauben, daß es endlich Zeit sey, etwas Vollstaͤndiges zu thun. So ist denn alle Aussicht vorhanden, daß nachdem das Ob entschieden, der Streit uͤber das Wie noch ein halbes Menschenalter und laͤnger dauern koͤnne.
Großbritanien und Irland.
London, 1. Okt. Der Marquis von Lisboa ist dieser Tage der Kbnigin als außerordentlicher Gesandter und bevollmaͤchtigter Minister Brasiliens am Hofe von St. James vorgestellt worden.
Sir Stratford Canning wird, wie es heißt, den Gesandt— schafts-Poslen in Konstantinopel erhalten, nachdem er den in Wien abgelehnt hat. Einige Tory—-Blaͤtter scheinen aber mit dieser Wahl nicht ganz zufrieden zu seyn; sie meinen, Sir Stratford Canning habe fruͤher in St. Petersburg nicht den kühlen Takt und die vorsichtige, aͤußerlich parteilose Ruhe bewiesen, die eine Haupt— Eigenschaft jedes Diplomaten seyn muͤsse. ⸗
Lord Stuart de Rothesay wird vom Geruͤcht als General— Gouverneur Ostindiens bezeichnet; auch glaubt man, daß Lord Heytesbury und Sir Edward Vaughan bald eine Anstellung von dem neuen Ministerium erhalten wurden.
Es heißt, der Vice-Admiral Sir Edward Owen werde den Ober-Befehl im Mittelmeere ubernehmen.
Alus Cartagena wird gemeldet, daß der Insurgenten-Chef Carmona noch immer die Stadt blokirt hielt. Es ist hiernach die neulich gegebene Nachricht von der Blokade Cartagenga's dahin zu berichtigen, daß nicht die Regierung von Neu-Granada, sondern dieser Insurgenten-Chef Carmona die Stadt Cartagena in Blo
kade-Zustand erklart hatte, und daß diese Blokade, als eine fak
tische, von der Britischen Regierung in der Hof-Seitung anerkannt worden ist. Carmona ist naͤmlich der Ober-Befehlshaber von Manzanares, welches sich fuͤr die Foͤderativ-Verfassung erklaͤrt und daher, als einer der neuen Foͤderativ-Staaten in Neu-Gra— nada gegen die Central-Regierung dieser Republik empoͤrt hat. Gouverneur dieses Staates ist Francisco Antonio Obregon, der unterm 8. Juli die Blokade-Erklaͤrung gegen Cartagena erließ, „um“, wie es in seinem Dekrete heißt, „sowohl die Zufuhr von Lebensmitteln nach jener Stadt abzuschneiden, als auch die Ent— weichung der Rebellen (8d. h. der Anhänger der Central-Regie— rung) von dort zu verhindern.“ Mit Aufrechthaltung der Blo⸗ kade wurde der kommandirende Offizier des Geschwaders von Manzanares, Jose Antonio Padilla, beauftragt. Der eigentliche Chef der foͤderalistischen Emporung ist aber der oben genannte Francisco Carmona, General und Chef der Insurrections-Trup— pen, der unterm 14. Jul noch ein zweites Dekret hin— sichtlich der Blokade von Cartagena erließ und die Zwecke und Vorschristen derselben näher auseinandersetzte. In die⸗ sem Dekrete wird gesagt: , Folge des raths eines Chefs die Stadt Cartagena den Agenten der Central— Regierung uͤbergeben worden sey, ganz im Widerspruch mit dem aus den Berathungen hervorgegangenen Votums der Masjoritaͤt der Einwohner der Stadt, als der einzigen legitimen Basis der Macht bei dem jetzigen Zustande der Civilisätion. 2) Daß in Folge der offenkundigen Meinung der Einwohner der besagten Provinz Cartagena, Uünd um die Pflicht zu erfuͤllen, welche in Bezug auf Manzanares ihm (Carmona) obliege, Cartagena's Be⸗ stehen unter der Foͤderativ-Form sicher zu stellen, er die militairi⸗ schen Operationen zu Lande und zu Wasser begonnen habe, in der Absicht, die mißvergnuͤgten Einwohner der befagten Stadt zum Gehorsam zuruͤckzufuͤhren und sie mit der Mehrheit der freiwillig geaͤußerten Meinung der Buͤrger zu vereinen, welche, der na⸗ fuͤrlichen Rechte und Privilegien eines souverainen Volkes bedie⸗ nend, sich von der Eentral-Regierung in Bogota losgesagt und
eine andere, ihrem Gluͤcke und ihrer Wohlfahrt mehr entsprechende
Regierungsform organisirt hatten. 3) Daß ungeachtet der feind seligen Maßregeln, welche getroffen werden müßten, um die Stadt
Cartagena zu zwingen, sich zu ergeben, es doch 1n keinen Weise die Absicht sey, die Interessen des fremden Handels zu beeintraͤch⸗ tigen, wodurch man den freundlichgesinnten HRꝛationen, mit welchen
ey. Ver⸗
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