1841 / 297 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

dig die Sache schwaͤchen, welcher Christine auf diese Weise shren moralischen Schutz entzieht. Die Organe der Christinischen Par- tei in Madrid sind seit der . der . 63 Hauptstadt fast alle verstummt, nur der Correo 21 f . hat . seinen Ton bedentend , Man hat in Madrid Nachrichten aus Cuba bis zum 18. * gust erhalten, weiche durchaus befriedigend enz Sie melden, daß ein, dem Gerüchte nach, mit dem Verkaufe der geistlichen und gewisser Staatsguͤter beauftragter Intendant in Havanna e en sey. mae, vorgestrigen Sitzung der Akademie der Wis⸗ senschãften wurde ein Auszug aus den Memoiren der Aka⸗ demie von Rouen vorgelesen, aus welchem sich ergiebt, daß die Heilung des Schielens vermittelst chirurgischer Operation schon 1713 in der genannten Stadt von einem Arzte geuͤbt wurde, dem der Ruf seiner Gewandtheit einen solchen Zudrang von Men— schen zuzog, daß sein Haus durch Wachen beschuͤtzt werden mußte. Das Mitglied der normaͤnnischen Akademie, welches diesen Ope⸗ rationen beigewohnt und den Erfolg derselben konstatirt hat, und dann jener gelehrten Gesellschaft Bericht daruͤber erstattet, steht gleichwohl nicht an, jenen Arzt einen Charlatan zu nennen.

* Paris, 20. Okt. Die neuesten Nachrichten aus Afrika melden, daß die Verproviantirung von Mascara nicht blos voll— staͤndig gelungen, sondern auch äußerst rasch, d. h. in 7 Tagen vollendet worden ist. General Lamoricièere ging mit seinem star— ken Transporte am 23. September von Mostaganem ab und langte am I0sten bereits wieder daselbst an, nachdem er nirgends erheblichen Widerstand gefunden. Am 3. Oktober wird jedoch derselbe General einen neuen Transport nach demselben Orte ge— leiten. Den Angaben zufolge, welche mir ein diese Woche wieder nach Algier an, n. Ober-Offizier mittheilt, beabsichtigt der Marschall Bugeaud selbst dieses Jahr den Emir Abd el Käder in Tlemcen anzugreifen. Die nach Mascara geschafften Proviante

aller Art waäͤren demzufolge nur eine Vorbereitung zu einer groöͤ— ßeren Unternehmung. Im Fall Tlemcen in die Haͤnde der Fran— zosen fallen sollte, wuͤrden Abd el Kader's Verbindungen und Zu— führen von Marokko aus wesentlich beeintraͤchtigt werden. Die Generale Duvivier, Changarnier, Bedeau, Cavaignaë sind saͤmmt lich wieder in Afrika thätig.

Grosubritanien und Irland.

London, 20. Okt. Die konservative Times spricht sich heute sehr heftig gegen die im Namen der Koͤnigin Christine ver— suchte Umwaͤlzung in Spanien aus, und sie scheint zu dieser Sef tigkeit besonders durch die Erklarung des Journal des Da— bats uber die zwischen Frankreich Und Spanien aufrecht zu er⸗ haltenden Familienbande veranlaßt worden zu seyn. „Wir sahen es voraus“, sagt die Times, „nach den Mandvern der Koͤnigin Christine und der Haͤupter der Moderados⸗Partei in Frankreich, daß die Proclamgtion, in welcher die Ex-Regentin die Ausübung von Rechten in Anspruch nahm, welche mit ihrer eigenen Abdan⸗ kung und Zuruͤckziehung unvertraͤglich sind, kein todter Buchstabe bleiben wurde. Wir besorgten, daß die Anwesenheit Christinens in Frankreich und der Ton der vertrauten Agenten des Franzoͤsi— schen Koͤnigs fuͤr Spanien keinen Frieden bedeuteten, sondern viel⸗ mehr die Erneuerung jener verzweifelten und abgeschmack⸗ ten Versuche, das Madrider Kabinet dem Pariser Kabinet zu unterjochen, Versuche, die unter so viele e SGetalten seit den Tagen Ludwig's XIV. bis auf die Ludwig's XVIII. und, wie es scheint, bis auf diese Stunde, dem ersteren Lande zum Unheil, dem letzteren zur Schmach gereichten. So hat denn der Versuch begonnen, den Buͤrgerkrieg in, den Baskischen Pro— vinzen durch einen Aufruf an eben sene ortlichen Leidenschaften und Interessen zu erneuern, welche Christine, als die Regentin des Throns ihrer Tochter, Jahre lang mit der ganzen Kraft Spaniens zu zermalmen strebte. Aber, als sey es nicht genug, den Krieg an den mit Frankreich zusammengraͤnzenden Enden des Königreichs zu entzuͤnden, wird ein Blutbad in finsterer Nacht in der Hauptstadt, in den eigenen Zimmern der jungen Souverainin angezettelt. Der Kampf scheint einige Stunden gedauert zu ha⸗ ben, bis die angreifende Partei durch den hingebenden Muth der Hellebardiere zuruͤckgeschlagen wurde, ein Muth, so tapfer, aber gluͤcklicher, als der der Schweizer Garde, die in den Korri⸗ dors von Versaillis fuͤr Marie Antoinette starb. Und das Jouxr— nal des Débats kann es noch wagen, diesem erbaͤrmlichen Aufrufe, nachdem er durch sein Scheitern verurtheilt und durch so abscheuliche Gewaltthat besudelt worden, seinen Beistand zu leihen. Ja, gerade diesen Augenblick waͤhlt das Haupblatt Frankreichs und das besondere Organ der Franzbsischen Tamarilla, um nicht nur seine Sympa— this fuͤr die Sache der Ex⸗-Regentin einzugestehen, sondern auch der Welt den Beweggrund seiner Politik zu offenbaren, Dieser Beweggrund war uns laͤngst. klar, aber der Moment, ihn zu bf⸗ fentlicher Geist zu bringen, scheint uns sehr ibhel gewaͤhlt. Wir erfahren nun geradezu, daß der Zweck jener Bewegung gewesen, „„durch eine neue Heirath die alten Familienbande zu befestigen. welche die Throne Frankreichs und Spaniens verbinden, und daß es Verrath (gegen Frankreich Aseyn muͤrde, eine fremde Dynastie und Verwandtschaft auf dem Spanischen Thrane sich festsetzen zu lassen.“ Dies sagt das Journal des De bats in einem Am⸗ genblick, wo die Präͤtensionen Franzbsischer Prxinzen zu Madrid wohl etwas kuͤhl von einer Königin durften aufgenom⸗ men werden, die sich kaum von dem Schrecken, und Schimpf erholt hat, den ihr eine Partei von

Militair⸗ Empdrern zugefügt, welche ausgesandt waren, sie aus ihrem eige— nen Palaste zu entfuͤhren; die Politik, welche auf der Leidenschaft— lichkeit mütterlicher Liebe und auf der Heiligkeit von Familienban— den zu beruhen vorgiebt, haͤtte kaum unpassendere Repraͤsentanten wählen kbnnen. Welche Fehler auch Espartero haben mag, die— sem Vorfalle scheint er fest und wacker begegnet zu seyn, und nichts kann die Proskribirung der Moderados und das Exil der Koͤnigin Christine vollständiger rechtfertigen, als die niedrigen Ge— waltthaͤtigkeiten, zu denen dleselben fo eben sich herbeigelassen ha⸗ ben. Die Anstrengungen einer solchen Faction muͤssen jedenfalls erfolglos bleiben, und welchen Theil auch das Franzoͤsische Kabi⸗ net an ihren Intriguen genommen haben mag, wir zweifeln kaum, daß dasselbe es nicht fuͤr klug halten sollte, seine Schuld zu leugnen.“ .

Die liberale M orning Chroniele erhebt förmlich die An— klage gegen die Franzoösische Regierung, daß dieselbe 304 40, )) Pfd. fuͤr den O'Donnellschen Aufstand hergegeben habe, diese Summe sey aber bereits verbraucht, und die Insurgenten ver— langten mehr. Erst nach einigem Zaudern habe Marie Christine

1320 senden; Waffen und Kriegs-Vorraäͤthe sollten uͤber Gibraltar nach Andalusien geschickt werden.

Auch der ministerielle Morning Herald, welcher fruͤher im Interesse des Herrn Guizot zu schreiben pflegte, enthaͤlt einen sehr scharfen Artikel gegen die Franzoͤsische Politik in Beziehung auf Spanien und spricht sein Mißvergnuͤgen daruber aus, daß die halboffizielle Pariser Presse so heftig gegen Espartero auftrete.

Lord Ellenborough, dessen Ernennung zum General-Gouver— neur von Ostindien nun von dem Direktorium der Ostindischen Compagnie bestäͤtigt worden ist, wird sich uͤber Aegypten auf sei⸗ nen Posten begeben.

In Betreff der Verhaftung des Amerikanischen Buͤrgers Grogan, welche mit der Mac Leodschen Sache in Verbindung zu stehen scheint, meldet der Morning Chroniele, daß nach Aussage eines vor kurzem aus den Vereinigten Staaten ange— kommenen Mannes diese Verhaftung nicht durch regulaires Mi— litair, sondern durch Milizen geschehen zu seyn scheine, daß aber der interimistische General-Gouverneur von Kanada, Sir R. Jackson, die von ihm verlangte Auslieferung Grogan's, eines der

Hauptmitglieder der sogenannten Hunter's Lodges, verweigert und daß darauf der Gouverneur des Staates Vermont eine heftige Proclamation erlassen und die Milizen des Staates zusammenberu— fen habe. Uebrigens erklaren sich selbst mehrere Tory-Blaͤtter, unter anderen Times und Morning Herald, sehr entschie— den mißbilligend uͤber die gewaltsame Wegfuͤhrung Grogan's und aͤußern die Hoffnung, die Britische Regierung werde die noͤthige Genugthuung fuͤr die geschehene Unbill nicht verweigern.

Die neueste Volkszählung ergiebt eine Zunahme von 30 pCt. in den Manufaktur-Distrikten und eine Abnahme von 2 pCt. in den Ackrbau-Distrikten. Die Bevölkerung im Allgemeinen hat etwa um 12 pCt. zugenommen. Man erklaͤrt sich jene Zunahme durch die Einwanderung von Landleuten in die Manufaktur⸗ Distrikte und will daraus schließen, daß die Vexaͤnderung der Korngesetze einen noch verderblicheren Einfluß ausüben würde.

Vier Tage lang hat in London und der Umgegend ein hefti⸗— ger Sturm gewuͤthet, der an der Kuͤste besonders sehr bedeuten⸗ den Schaden anrichtete. Am Sonntag stieg dieser Sturm his zum Orkan und verursachte große Verheerungen an den Ufern der Themse; doch erreichte das Ungluͤck seine groͤßte Hoͤhe erst vorgestern Nachmittag, wo alle Gebaͤude, die unmittelbar an dem

*

Fluß-Ufer standen, von einer der hoͤchsten Ueberschwemmungen, deren man sich erinnert, heimgesucht wurden; selbst die Spring— fluth im Jahre 1828 und die Ueberschwemmung von 1821, welche so vielen Schaden veranlaßte, haben diese Wasserhoͤhe nicht er— reicht. Schon um 4 Uhr waren die meisten der niedriger gelege— nen Straßen, welche nach der Themse fuͤhren, unter Wasser, der Zugang zu dem Polizei-Gerichte der Themsen-Polizei war nur auf Kähnen zu bewerkstelligen, auf welchen denn auch Ange— klagte und Zeugen uͤbergeschifft wurden; bald nach 4 Uhr waren uͤber 100 Straßen unter Wasser, und in eine große Anzahl von Haͤusern drang das Wasser mit solcher Schnelligkeit ein, daß die Kellerbewohner nur mit Muͤhe sich retten konnten und einige aͤltere Leute ertranken. In den Speichern in der Naͤhe von Wapping und Shadwell ist eine große Menge von Waaren bedeutend be⸗ schaͤdigt worden; die nach Blackwall fuͤhrende Eisenbahn war uͤber— schwemmt, so daß die Fahrt auf derselben eingestellt werden mußte; der ganze untere Theil von Westminster war unter Wasser, und wenn das Parlament versammelt gewesen waͤre, so wurden die Mitglieder desselben nur auf Boͤten in ihre Sitzungssaͤle haben gelangen koͤnnen. Erst gegen Abend floß das Wasser wieder ab und ließ in allen uͤberschwemmt gewesenen Straßen dicken Schlamm zuruͤck. Der angerichtete Schaden laͤßt sich naturlich noch nicht genau ermitteln, wird aber schon aus dem Grunde nicht unbedeu tend seyn koͤnnen, weil auch mehrere auf der Themse liegende Schiffe, welche von den Ankern trieben, Havarie gelitten haben.

Es ging das Geruͤcht, daß sich Sir Robert Peel fuͤr einige Zeit aufs Land begeben wolle; man glaubt indessen nicht, daß er sich jetzt von der Hauptstadt entfernen konne, da die Niederkunft der Kbͤnigin fuͤr sehr nahe bevorstehend gehalten wird. Zwei seiner Sohne hat der Premier-Minister kurzlich auf die Universitaͤten Oxford und Cambridge gesandt.

Lord Palmerston ist mit seiner Gemahlin in troffen.

Die hiesigen Blaͤtter enthalten eine Proclamation, welche die jungen Leute von Canton und 36 Dörfern der Umgegend unterm 2. Juni an die Englaͤnder erlassen haben sollen, und worin die denselben einen Vernichtungskrieg androhen, wenn sie nicht bald sich zuruͤckzogen.

Die Times kommt bei Gelegenheit einer Besprechung der Differenzen zwischen England und den Vereinigten Staaten auch wieder auf die nordwestliche, das Oregon-Gehiet betreffende Graͤnz— frage zuruͤck und meint, daß, wenn die Amerikaner erst Herren und Meister am Columbia-Flusse waͤren, sie nicht ermangeln wur den, sich auch uͤber das fruchtbare Gebiet von Ober Kalifornien auszubreiten und sich der Vortheile des Handels und der Schiff— fahrt zu bemächtigen, welche mit einer Niederlassung in der schoͤnen Bai St. Francisco verknuͤpft waren. Wenn also die Diplomatie nicht ins Mittel traͤte oder Mexiko wunderbar gestaärkt und wie— dergeboren wurde, so wurde man eines Tages Bruder Jonathan mit schmunzelndem Gesicht erblicken, daruber frohlockend, datz er John Bull aus dem Oregonlande gedrängt und den eventuellen Befitz des ganzen Gebiets zwischen den Schnee-Gebirgen (Snowy Mountains) und dem Rio Grande sich gesichert habe.

Weizen war am vorgestrigen Getraidemarkte wieder nur mäßig, und die Preise gingen daher wieder 1 Sh. hoͤher. Fremder Weizen war unverandert mit mehr Umsatz ais ani letzten Markttage. In den uͤbrigen Getraidesorten zeigte sich wenig Veranderung. Der sechswoͤchentliche Durchschnittspreis von 1 Penny, der Zoll also 20 Sh. der sich in Irland, 1 Jahre gedient hat,

Do, , ßlis* 1 Dublin einge

1 .

Die Zufuhr von

Weizen ist 66 Sh. 8 Pce.

General-Lieutenant Sir John Fuller Spanien und Holland ausgezeichnet und ist am 16ten d. mit Tode abgegangen.

* * J

London, 20. Okt. (B. H.) Die Entbindung der Köoni—

agin wird taͤglich erwartet; sollte ein Prinz geboren werden, se wird

den neuen Ministern die Austheilung einer bedeutenden Zahl von j 7 Ivy j 5 141 1m 2 sebyo IX in⸗

. WGnabenbezelgungen zufallen. Die Königin hat inzwischen Wind

. zeigungen

kingham halast angekommen.

*

wahrscheinlich um der ärztlichen Huͤlfe naher zu seyn.

6.

elbst sich entschlossen, Geld herzugeben, und somit wären große hi n * de Christinische Comité zu Bayonne , jedoch mit dem Befehl, meist nur Waffen und wenig Geld nach Bilbao zu schicken. Narvaez hatte 6090 Pfd, erhalten, die er in vergeblichen Verfuchen, die Garnison von Cadix zu bestechenn aus⸗ gegeben zu haben behaupte. Der Intendant der Königin Mutter, Herr Gavirla, solle nun von London aus 60000 Pfd. an Narvaez

folgender Ernennungen zu verschiedenen die indeß saͤmmtlich schon durch die minis aus bekannt gemacht waren:

*

Wien und Lord Burghersh zum außerordentlichen Gesandten und bevollmaͤchtigten Minister in Berlin.

In den gestrigen Zeitungen finden sich umstaͤndliche Berichte über die hohe Fluth, von der wir vorgestern heimgesucht wurden. Eine solche Wassernoth ist hier etwas Ünerhörtes. Seit vierzig Jahren ist die Themse nicht so hoch gewesen. Fruͤher als die alte im Jahre 1831 abgebrochene Londoner Brucke noch existirte, war die Stadt oberhalb der Bruͤcke gegen Ueberschwemmungen ge schuͤtzt; seitdem aber die neue Bruͤcké erbaut worden ist, hat die Themse einen freieren Lauf gewonnen, und Ebbe und Fluth uͤben einen viel staͤrkeren Einfluß aus als sonst.

Die „Caledonia“ ist noch nicht in Liverpool eingetroffen, aber ein Segelschiff von New-York war heute bei Abgang der Post im Ansegeln und wird wohl spätere Nachrichten mitbringen.

Nach der Hamburger Böͤrfenh alle vom 2 Oktober hatte an diesem Tage der Hamburg⸗Altonger Telegraph gemeldet, daß das Huller Dampfschiff „William Darley“ welches am Mor! gen in die Elbe eingelaufen, aber beim Schluß jenes Blattes noch nicht in Hamburg angekommen war, die Nachricht von der in Liverpool erfolgten Ankunft des Dampfsschiffs „Caledonia“ über bringe, und daß man auf diesem Wege die Kunde erhalten hab r der Prozeß Mac Leod's sey wiederum aufgeschoben worden.

7 London, 19. Okt. Die Begebenheiten in Spanien erregen hier allgemeinen Unwillen gegen Frankreich, indem fast jedes Blatt, gleichviel von welcher politischen Farbe, den neuen Sturm, wel— cher uber jenes ungluͤckliche Land ausgebrochen ist, dortigen In triguen zuschreibt, die man um so bitterer verdammt, weil man nichts Anderes darin erkennt, als ein selbstsuͤchtiges Streben, das eigene Haus zu vergrößern. Die liberale Mo rning Chronicle ist dabei am bittersten und legt alles Maß auf die Seite, welches sonst dieses Blatt auszuzeichnen pflegt. Dabei sprechen unfere Blaͤtter gewiß nur die Gesinnung der Nation aus, wenn sie er klaͤren, England suche von Spanien nichts, als was es auch jeder anderen Nation goͤnne, die politischen und Handels-Vortheile, welche aus der ungestoͤrten Entwickelung der Huͤlfsmittel entsprin gen muͤßten, welche jenes Land so reichlich besitzt. Dieses giebt mir denn auch Gelegenheit zu bemerken, daß mehrere Deutsche Biätter seit kurzem Behauptungen uber die Englische Handels-Politik aufgestellt, die einem, welcher an der Quelle sitzt und die Verhaͤltnisse kennt um es gelinde auszusprechen, höͤchst sonderbar vorkommen. So zum Beispiel wurde ganz ernsthaft versichert, die geringen Preise womit Englische Fabrikate neulich in Deutschland verschleudert worden, seyen nicht die Folgen des Dranges, worunter die diessei tigen Fabrikanten sich befinden, sondern einer gemeinsamen Ber schwoͤrung um die Deutschen Fabriken zu Grunde zu richten! Ohne zu fragen, wo und wann eine solche Verschwoͤrung unter Leuten eingegangen worden, die durch ihre tolle Konkurrenz ein— ander zu Grunde richten, nicht zu gedenken, daß eine solche Verschwoͤrung unter Hunderten von Spinnern, Druckern, und Kaufleuten, welche im ganzen Lande zerstreut leben, und ein ander meistentheils kaum dem Namen nach kennen, unmöglich seyn muß; darf einer nur einen Spaziergang durch unsere Stra— ßen machen, um sich zu uͤberzeugen, daß es nicht nur in Deutsch land ist, wo Englische Waaren jetzt verschleudert werden. In al len Laͤden sind Massen von Wollen, Baumwollen-, Leinen- und Seidenstosffe angehäuft, und mit Preisen bezeichnet, wie man sie nie so niedrig gesehen hat. Nimmt man noch dazu die zahlreichen Bankerotte, welche selbst bei dieser Wohlfeilheit nicht nur bei Fabrikan ten, sondern auch bei Kaufleuten und Kraͤmern ausbrechen, so kann man gleich begreifen, wie auch Deutschland mit wohlseilen Britischen Manufakturen uͤberschwemmt werden kann, ohne daß es die Folge einer Verschwoͤrung sey. Und sollte auch wirklich fuͤr die D

Verschwoͤrungen zu bewegen. Und so oft Britische Mi— nisterien auch Kriege erklaͤrt und Frieden und Vertraͤge geschlossen haben mogen, um den Handel der Nation zu befördern; so zeigt uns die Geschichte doch nicht die leiseste Spur, daß je eines zu diesem Zwecke sich je unmittelbar mit Handelssachen befaßt habe Daß der Deutsche seinen Vortheil wahrnimmt, ist billig; aber daß er dabei gegen andere ungerecht werde, ist sonst nicht seinem

Eharakter gemäß.

blad meldet, g sey bereite

Aus dem Haag, 20. Okt. Das Handels die Constitution fuͤr das Großherzogthum Luxembur vom Koͤnig unterzeichnet.

Se. Majestaͤt der Koöͤnig haben von den drei durch die zweite Kammer praͤsentirten Kandidaten den ersten derselben, Herrn van Dam van Isselt, zum Praͤsidenten dieser Kammer ernannt.

Zur Prufung und Revision des Militair-Gesetzbuches ist von

Majestaͤt eine Spezial-Kommission ernannt worden.

Belgien.

20. Okt. Der Minister des Innern, Herr hat eine in mancher Hinsicht wichtige Maßregel in

den Universitaͤts-Unterricht zur Ausfuhrung ge— Das Gesetz uͤber den hoͤheren Unterricht von 1835 hatte der Regierung anheimgestellt, Preise fuͤr die besten von den verfassenden Abhandlungen auszusetzen. Die Universitaͤten waren auch einige Zeit darauf um ein Gutachten

Studirenden zu

sor verlassen und ist gestern Nachmittag kurz nach 4 Uhr im Bu— Es soll ihr Wunsch gewesen seyn, ihr Wochenbett in Windsor zu halten, die Minister haben es aber für rathsam gehalten, daß Ihre Majestaͤt nach der Stadt komme,

. Die Hof-Zeitung von gestern Abend enthält die Anziige ö diplomatischen Stellen, steriellen Blatter im vor— Lord Cowley zum Botschafter in Paris, Lord Stuart de Rothesay zum Botschafter in St. Petersburg, Sir Stratford Canning zum Botschaster in Konstantinopel, Sir Robert Gordon zum Botschafter in

üͤher die Art und Weise der Preis-Bewerbung befragt worden. Diese Gutachten haben aber seit 5 Jahren in den Kartons des Ministeriums geruhet. Der fruͤhere Minister des Unterrichts hatte daran gedacht, eine Verfugung daruͤber, zu treffen; dem jetzigen Minister bleibt aber das Verdienst, diese Aufmunterung den hoͤheren Studien wirklich gegeben zu haben. l Da die Art des Verfahrens neu ist, so mogen hier einige Worte erlaubt seyn. Es werden 4 Juries, fuͤr Philosophie und Philologie, Naturwissenschaften und Mathematik, die Rechte und die Me⸗ dizin eingesetzt. Jede Jury besteht aus von den respektiven Fa⸗ kultäten den 4 Universitäten delegirten Professoren und zi— nem Regierungs-Kommissair. Jede Fakultaͤt sendet 6 fuͤr schriftliche Abhandlungen passende Fragen ein, unter welchen das Loos entscheidet. Auf diese Weise sind alle Universitaͤten gleich be⸗ handelt und es tritt auch kein ungehoöͤriges Einmischen. der Kam⸗ mern ein, welche fuͤr die Kandidaten- und Doktor-Pruͤfungen den größten Theil der Examinatoren ernennen. Die Einwendungen, welche man gegen die neue Maßregel machen kann, treffen mehr das Geseß selbst, als die Ausfuhrung. Wenn man bedenkt, daß die hiesigen Universitaͤten eine andere innere Organisa— tion, als die Deutschen haben, indem die Studirenden in der Regel jahrlich ein Examen zu machen haben, und so stets durch die ziemlich schweren Prüfungen in Athem gehalten Kerden, so fragt es sich, ob nicht diese Preisbewerbungen besser fuͤr solche vorbehalten würden, welche schon seit einem oder zwei Jahren die gesetzlichen Pruͤfungen bestanden und nun mit mehr

Fahnen,

1321 Muße und Geistesfreiheit einen wissenschaftlichen Gegenstand, tie- ziert, bei Musikklang und Bbllerschuͤssen der Reihe nach vor— fer eingehend, behandeln koͤnnen. Es wuͤrde dann eine solche uͤbergefahren war, üm 12 Uhr 46 Minuten die 25 Deutsche Preisbewerbung eine Ergänzung und Kroöͤnung der akademischen Meilen von Wien entfernte Haupt- Station Prerau. Ein groß⸗ Studien seyn. Doch es wird wohl dieser Gegenstand bei der artiger, aus frischem Laubwerke kunstwoll geflochtener Triumphbo⸗ Diskussion des neuen Gesetz-Entwurfs uͤber die Universitäͤts-Pruͤ⸗— gen üͤberraschte hier den Zug unmittelbar vor der 300 Fuß langen fungen besprochen werden. gesprengten Doppelbruͤcke 2 21 ** deren massiver und ö . schoͤner Bau sich in imposanter Weise hinbreitet, während einige Deutsche Bundesstaaten. . 2 8. oͤstlicher, und gerade an der Wee München, 20. Okt. Ihre Majestät die Konigin von Olmuͤtz und Leipnik, ein mit den auf die eben vorzunehmende Griechenland hat heute Morgen unsere Stadt verlassen, ebenso feierliche Handlung bezüͤglichen Inschriften versehener Obelisk den Ihre Königl. Hoheiten der Kronprinz, so wie der Erbgroßherzog vor demselben bereiteten Illtar überrägte. Nachdem das Prerauer und die Erbgroßherzogin von Hessen. Die hohen Herrschaften Kreis-Amt, den Kreis-Hauptmann, Gubernial-Rath Schroͤter, an begeben sich, nach einem kurzen Aufenthalt bei Ihrer Königl. der Spitze, den Herrn Landes-cGouverneur ehrfurchtsvoll Hoheit der Herzogin Max in Possenhofen, nach Hohenschwangau, empfangen hatte, trat eines der hier in Spalier aufgestell⸗ wo die Königin Amalie den morgenden Tag zu verweilen, und ten Schulmaͤdchen festlich gekleidet vor und sprach ein auf das uͤbermorgen, geleitet von Ihrer Königl. Hoheit der Erbgroßherzo—

) gin und deren Durchlauchtigem Gemahl die Reise nach Venedig

Fest bezuͤgliches Gedicht, welches hierauf in zahlreichen Exempla⸗ ) ren unter die Anwesenden vertheilt wurde. Nun ging die Feier fortzusetzen gedenkt. Se. Königl. Hoheit der Kronprinz wird sich, . wie verlautet, einige Zeit in Hohenschwangau aufhalten.

der Einweihung der Bahn, wegen Erkrankung Sr. fuͤrstlichen Gnaden des Fuͤrst-Erzbischofs von Olmuͤtz durch den Bischof Der Bischof von Eichstaͤe, Graf von Reisach, besindet sich ven Bruͤnn, Grafen von Schaffgotsche, unter Assistenz einer zahl⸗ sortwährend in unserer Stadt, wo auch seit zwei Tagen der reichen Klerisei, vor sich. Im Angesichte einer großen Menge Bischof von Speyer, Herr von Geissel, verweilt. von Glaͤubigen aus der Umgebung, die aus den Waggons in tie— ö ser Stille herangeschrittene Gesellschaft an beiden Seiten, sprach Darnmstadt, 22. Okt. Die heute erschienene Nummer des der Praͤlat die üblichen Gebete, segnete hierauf den zu erbffnen— Regierungs-Blattes enthält das aus Abschnitten und den Weg ein und stimmte zuletzt die Ambrosianische Lobhymne 9 Artikeln bestehende Feld⸗Strafgesetz vom 21. September, an, welche von den Mitgliedern der Preraner Kirchen Kapelle welches mit dem 1. April 1842 in Wirksamkeit treten soll. bei Instrumental-Begleitung abgesungen, in dem Klange des un— weit davon aufgestellt gewesenen großen Musik-Corps und in dem

1 der Boller ein weit hallendes und erhebendes Echo

ist in der verflossenen Nacht Baron Huͤgel, der beruͤhmte Rei fand. Die den Mauern ihrer namensverwandten Stadt sende, als Courier von London nach Wien, durch unsere Stadt nun zum erstenmale entgegeneilenden Lokomotive, „die Olmuͤtze⸗ gekommen. rin“, hatte mittlerweile sich in ein Blumengewand gehuͤllt, so wie

Frankfurt a. M., 22. Okt. Wie man vornimmt,

Donner

Man vermuthet, und wohl nicht mit Unrecht, daß 2. , , 5 6 n ß rg. , 9 ; 4 861 6 * j 5 ? sich seine Depeschen , .. Angle-Nord⸗Amerikanischen Angele- sie an beiden Seiten die Mährisch⸗-Schlesischen Landesfarben auf . 2 Ron 5 Böy rGgfter i 13* 56 71 wo 3 ( . h ö z J. genheiten beziehen. Mit sehr großer S pannung sieht man wei- gesteckt hatte. Um auf 2 Uhr fuhr der Zug von Prerau ab teren Nachrichten aus London entgegen und besorgt, daß sie we und erreichte um 2 Ühr 45 Minuten den 35. Meilen davon ent— ö 3 2 1 5 54 . 1 1 . . . 2 . ö * 12 2 r 96 * nig guͤnstiger Natur seyn werden. Allerdings glaubt man nicht, sernten schbͤnen Bahnhof von Olmuͤtz, an dessen beiden S eiten daß Nerd⸗ Amerika in ernste Zerwürfnisse mit England zu kom- sich zierlich ausgeschmüͤckte und mit einem gewaͤhlten Publikum men wuͤnscht, allein man zieht es in Zweifel, daß es der Nord⸗ gefuͤllte Tribuͤnen befanden, indeß im Parterre des Bahnhofes Amerikanischen Central-Regierung gelingen werde, die Volks-Lei— selbst sich die obersten Militair-Chargen, der Kreis-Hauptmann denschaft so zu zuͤgeln, daß sie keine Gewaltthat begeht, welche und Gubernial-Rath, Graf Stadion, mit dem Kreis⸗Amts⸗-Per⸗ ernste Verwickelungen mit England herbeiführen kann. Auch die sonale, der Buͤrgermeister, die Mitglieder der staͤdtischen Behör Börse zweifelt nicht, daß Nord⸗Amerika keinen Krieg mit Eng⸗ den und des Burger Offizier-Corps eingefunden hatten— land will, da er nicht im entferntesten in seinem Interesse liegen „Ein herzlicher Freudenruf von Seiten der in Schaaren in 3 2 106 fe, nl 1 686 * 3; . ö 8 3. ( 33 , , . 52 10 J kann, und deshalb giebt sie auch nicht die Hoffnung auf, daß der dem Bahnhofe und auf den Waͤllen versammelten Einwohner der Friede zwischen beiden Machten aufrecht erhalten werde. Stadt und der Umgebungen, verbunden mit dem Donner der An unserer heutigen Boͤrse zeigten die Fonds im Allgemeinen Böller und dem Klange einer doppelten Militair auch gröͤßene Festigkeit, ohne daß gerade der Umsatz sehr belebt oder den einfahrenden Zug, und, die Sours-Veraͤnderung von einiger Bedeutung gewesen wäre. Die ĩ riefen nun die Massen / . eK e . Ro . ĩ iE * 96. in Londoner Nachrichten haben momentan den Blick der Spekulan- d kitbürgern ihr nachbarliches ten von den Spanischen Wirren gezogen, doch bleiben die Spa- Willkomm jubelnd entgegen. Durch die Vorsorge der Stadt . T Is Rr Dr ni ck Bor gine 2 ? z gr Mn, E . . . . 7. 8 J . . . nischen Fonds sehr , , da man cher 6 Zunahme der Ver⸗ Olmütz wurden sammtliche Eingeladene mittelst eigener Equi— . e,. eine , , ,, der Spanischen Verhaͤltnisse er- pagen in die Stadt befoͤrdert, wo dann, auf der Ersteren wartet. In den Desterreichischen Effekten wird fortwaͤhrend we⸗ Veranstaltung, im Lokale des städtischen Redouten-Saales nig gethan. Die troß der schlechten Witterung anhaltende ziemlich eine Tafel von 200 Gedecken gehalten wurde, welche Se. starke Frequenz der Taunus-Eisenbahn hat den Cours der Tau⸗ Excellenz der Landes Gouverneur und der Bischof von Bruͤnn nus , ,, . h e, gehoben, doch geschahen die heuti⸗ mwit ihrer Gegenwart beehrten, und welcher auch die gesammte gen Ein 6e. far fruͤher in Blanko verkauften Partieen, und so Generalitäͤt, mit den ersten Autoritaͤten beiwohnte. Am Abende wurden diese Actien heute wieder mit 119 Fl. Agio bezahlt. Die ließ zur Erinnerung an die eben begangene Feier Direktor Burg—

(Sy eld⸗ ) 2 af sie e 1 io dor Rer. srollz ö Mic x z 9 E, s z Geld-Abendanz hat sich noch nicht wiederhergestellt, und der Dis hauser eine Auffuͤhrung im Theater bei prachtvoller Beleuchtung

steoßt Jm ö j * , . i . 38 / 29. fee. 6 2 * konto steht 3 j 310 pt. Es bestaͤtigt sich leider, daß ein hie— stattsinden und zum Schlusse des Sonntagsfestes wurde im Re⸗ siger juͤdischer Geldwechsler mit einem Passivstande von circa einer doutensaale auf Kosten des Magistrats ein glänzender Ball gege— halben Million fallirt hat. Der Direktor der Taunus-Eisen⸗ hen, zu welchem unter Anderen saͤmmtliche aus Wien gekommen b hn, Herr Rath Beil, besucht in den nach sten Tagen die Rhei Gaͤste geladen wurden, und wozu der Wiener Kapellmeister, Herr nischen Eisenbahnen und wird auch die Velgischen, Behufs der S trauß, mit seiner Musik-Gesellschaft eigends nach Olmütz beru⸗ Einfuhrung des Vieh-Transports auf der Taunus-Eisenbahn, be— fen war. J ö suchen. 2 1 * ĩ U Am 18ten um 5 Unser J. P. Wagner ist immer noch abwesend und mit den Bau seiner ersten großen elektro-magnetischen Maschine beschaͤf

. . ni Uhr Morgens trat der erste Zug mit Rei senden die Ruͤckfahrt nach Wien an; um ! auf 7 Uhr folgte der zweite Train, die Gesellschaft der Eingeladenen fuͤhrend; und eine . . . . * . ö ö. , , tigt. Man hofft, daß er noch in diesem Jahre damit zu Stande halbe Stunde später setzte sich auch der dritte in der naͤmlichen kommt. , Richtung in Bewegung; sie trafen, nachdem sie an allen Zwischen Die in den letzten agen stattgehabte Wahl der 47 Mitglie Stationen eine geraume Zeit verweilt hatten, der Reihe nach, um der der gesetzgebenden Versammlung aus der Buͤrgerschaft, ist T2 23 und 4 Uhr im Wiener Bahnhofe ein.“ meistens auf Personen gemaͤßigter Gesinnung gefallen und es j charakterisirt sich dadurch der politische Sinn unserer Buͤrgerschaft.

2 J

ö. Pesth, 13. Okt. Se. Majestaͤt der Kaiser haben unterm ; . . . ; 26sten v. M, felgendes gnädige Reskript an das Slebenbürg sche Lnuremburg, 1 Okt. Die Minoritqt der kuͤrzlich von Gubernium n Lateinischer S . , , . er Regierung ernannten Handels-Kammer hat folgendes Schrei „Wir, von Gottes Gnaden, Ferdinand! ß 6 ben an Se. Majestaͤt den Koöͤnig⸗Großherzog gerichtet: Antrieb Unseres väterlichen Herzens folgend, heben hiermit die An „Luxemburg, 15. Okt. Sire! Einstimmig in dem Aus klageprozesse, die durch Unseren gewohnlichen Fiskus, als den Ber druch ihrer lebhaften Dankbarkeit und in ihrer Ergebenheit fuͤr die wefer Unserer Rechte in diesem Großfuͤrstenthume, vor ünserer Interessen des Landes, sind die Mitglieder der Handels- Kammer des niglichen Tafel gegen Baron Paul Kemny! Graf Johann Bethlen (Großherzogthums Luxemburg uneinig gewesen uͤber einen wesentlichen jun., George Inczje, Johann Erxesei, Johann Esejd?, Michael Ba punkt der in ihrer ersten Sitzung an Ew. Majestaͤt votirten Dank kabas, Martin Korosika, Steph. Jakoh, Johann Nagy, Martin Adresse. Wenn Ew. Majestaͤt sich geweigert hatten, den ams. August Orban, Alexander Simon, Jos. Kuütaschi, Steph. Kakaschi sohann letzthin zu Verlin in Betreff des Beitrifts unseres Landes zum Deut Incze, Daniel, Peterfi, Steph. Jänost, Anton Nagy Peter Kopftz schen Zoll Verein abgeschlossenen Vertrag, einen Vertrag', den wir ünd Baron Nikolaus Wesselenyi eingeleitet wurden, duf und an stets betrachtet haben, als muͤsse er die Wohlfahrt des Landes sichern, nulliren dieselben aus der Fuͤlle Unserer Königlichen Gnade.“ Wel zu ratifiziren, so würden wir uns ohne Murren allen Folgen dieses ches Wir euch, unferem Gubernium, gnaͤdigst zu wissen thut : Beschlusses Ihrer Königlichen Macht zu unterwerfen wissen, Gegeben in Unserem Schlosse zu Schönbrunn, 27. September 1811 würden wir uns in das ungluͤck ergeben, wovon wir so . schmerzlich betroffen waren. Aber wir zweifeln noch, Sire, und Schweiz. wäre der Zweifel nicht mehr gestattet, waͤre selbst eine unaln— . 13 8 z ö J! liche Gewißheit erlangt, so 53 unsere al rn nr , . . Nenchgtel⸗ ä, Der Donner der Kanonen verkůn ten unserer nenen Fusfgttolt'n e dim widerscken, daß wir ais ene dete heute fruͤh den Bewohnern unserer Stadt den Geburtstag Wohlthat.z ein ECreigniß annehmen konnten, welches unvermeidlich den unseres, theuern Fuͤrsten. Fahnen, die Farben des Staates und Ruin unserer Etablisfements nach sich ziehen und unsere zahlreichen der Vürgerschaft tragend, slatterten von den bffentlichen Gebäu Arbeiter in Elend stürzen wuͤrde. Die durch achtzehn anwefende Mit den und zierten auch die, meisten Privat-Haͤuser, In der Kolle glieder diskutirte Adresse ist nur durch zwölf unterzeichnet worden; gial-Kirche fand ein feierlicher Gottesdienst statt. um 1 uhr die anderen fuͤhlen also daz Beduůrfniß,/ allein zu den Fuͤßen des hatten sich im Alpen-Hotel 76 Personen zu einem Diner versam Thrones den Zoll ihrer Ehrfurcht und ihrer tiefef Dankbarkeit fuͤr melt, bei welchem die Gesundheit des Könsa nter Bg . die dem Lande im hoͤchsten Grade nuͤtzliche Einrichtung niederzuleqen, , . 3 ö. 3 ö . ier, n welche Sie dem Großherzogthum zu bewilligen geruht haben. Glan Kehnliche Versammlungen fanden auch in ben Sie, Sire, daß die Unterzeichneten mit allen ihren Mitteln bei tragen werden, die kommerzielle Lage des Landes zu verbessern, und daß sie, sich fuͤr die Zukunft auf die wohlwollenden Absichten Ew. Majeslaͤt. verlassend, alle Anstrengungen machen werden, mit Eifer und Redlichkeit dem Zutrauen zu entsprechen, womit Sie geruht ha ben, sie zu beehren. Geruhen Sie, Sire, zu genehmigen zc.“

151 * 138 442 dem gnaͤdigen

ausgebracht wurde.

51 * 6 24 anderen Lokalen statt.

Spanien. enthaͤlt

Der M 9 ss 9 9 61 peschen:

Bayonne, 18. Okt. Der Chef des Seedienstes an den Marxrine-Minister. „General O'Donnell wendet sich nach Amescoas, um Mannschaften auszuheben. Vitoria ist mit Artil⸗ serie besetzt. Urhistondo ist mit 120) Mann und eben so viel bewaffneten Parteigäͤngern zu Bergara. General Alezon haͤlt

nachstehende telegraphische De—

4 Oesterreich. Wien, 20. Okt ie Wi ei ahr ö . Fkt. Die Wiener Zeitung giebt folgende nähere gäachricht über die am I7ten d. WM. stattgefündene Eroͤff nung der nach Olmuͤtz fuhren k w nands-Nordbahn? führenden Zweigbahn der Kaifer-Ferdi! Miranda bescht.“ 'sfé nen ngelse Terz, nach o ühr Morgens vom Werner Bayonne, 18. Okt. Der

„Madrid war am 13ten ruhig.

; Bahnhofe abaeganaeile Lenne, / unter-Präfekt an de hnhofe gegangene erste Train traf, von der Lokomotive „Olo⸗ Mini st er des Innern. s ( den erschossen worden.

mucia“ gezogen, um 8 4

eine Ve f nd. , Dingen in Lundenburg ein, wo Diego Leon ist an die sen Tage

von Maͤhren und Schlesten Srep e len der Herr Gouverneur Rodil und Lorenzo waren am 16ten mit 9 bis 10 0) Mann zu

langte, um die Fahrt mit selner I . . n a Aranda; sie marschiren auf Vitoria. General Alcala war am

15 Waggons starke erste Zu ,,, zu beehren. Dieser Abend des 17uen zu Andoain, sich vor Urbistondo zurüͤckziehend

Weiterfahrt an und er ech! , ; Uhr 19 Minuten die der zu Villa Franca war.“ een, .

2 ) er Bo 9 6. 94 . ö . ö 2

und Hullein unter Ehrenpforten 66. ag oradisch, Napagedl Man liest im Moniteur parisien; Es scheint jetzt be— fsestz n n, nn, 9 ,. Reisern, mit slimmt, daß Espartero Madrid nicht verlassen wird. Er will am

prechenden Inschriften ge- Sitze der Central-Regierung bleiben.

Ugarte, von Brünn an—

Schreihen der Königin Christine gefunden wor

Das Journal des Débats giebt uber den in Madrid

/ erschossenen General Diego Leon folgende Details: Diego Leon war ohne Zweifel der beste Kavallerie-⸗General, den die constitu⸗ tionelle Armee im letzten Kriege besaß. Er hatte alle seine Grade und seinen Titel als Graf von Belascogin auf dem Schlachtfelde Unter-Navarra und Aragonien waren der Hauptschau⸗ platz seiner Kriegsthaten, und er zeschnete sich in allen Gefechten durch einen schnellen Ueberblick und durch die glaͤnzendste Tapfer⸗ Er hatte in seinem Charakter und in seinem ganzen Wesen etwas Edles und Ritterliches, welches ihn sowohl bei den Offizieren, als bei den Soldaten, beliebt machte. Diego Leon ward in der Armee wegen seiner Tapferkeit und auch wegen seiner rei⸗ hen und glänzenden Uniform der Spanische Murat genannt. Espartero war bis zu den vorjährigen Ereignissen in Barcelona Diego Leon verstand nichts von der Politik und beschäͤftigte sich niemals mit derselben; er ward gJleichsam wider Willen das Oberhaupt der Gemaͤßigten. Er lonnte es in seinem Rechtlichkeitsgefuͤhl nicht begreifen, daß ein

erworben.

keit aus.

sehr befreundet mit ihm.

General, der das volle Vertrauen feiner Souverainin hatte, und

der von ihr mit Wohlthaten überhäuft worden war, sein Schwerdt

gegen sie wenden könnte. In Espartero haßte er daher nicht das Oberhaupt der Exaltirten, sondern den unredlichen und undank ba⸗ ren Soldaten. Da er sich nicht verstellen konnte, so bezeigte er laut, selbst als er unter den Befehlen Espartero's stand, seine Ver⸗ achtung und seine Abneigung gegen denselben. Die Details sei⸗ ner Verhaftung sind nicht bekannt, aber sein tragischer Tod wird ohne Zweifel diejenigen seiner Waffenbruͤder, die Gelegenheit hat⸗ ten, seinen edlen Charakter und seinen Heldenmuth am Tage der Schlacht zu bewundern, mit dem tiefsten Schmerze erfuͤllen.“

Der Moniteur parisien enthaͤlt Folgendes: „Die De⸗ putatien ven Guipuzcoa, kaum in Bergara installirt, ist dem Bei⸗ spiele der Deputationen von Alava und von Biscaya gefolgt und hat die Regentschaft der Königin Christine durch ein besonderes Dekret proklamirt. In Irün errichtet man Befestigungen und stellt das Thor wieder her, welches sich fruͤher vor dem Bruͤcken⸗ kopfe von Behobia befand. In Tolofa hat der General⸗Capi⸗ tain der Baskischen Provinzen ein Dekret erlassen, welches so lange jeden Post⸗Verkehr und jede Communication untersagt, bis alle Theile der Provinzen wieder zum Gehorsam gegen die Re— gierung des Regenten zuruͤckgekehrt sind.“ *

Die stenographirte Korresponde nz aus Paris theilt ein Schreiben aus Madrid mit, dem wir nachstehend Einiges entnehmen:

Madrid, 11. Okt. ist still voruͤbergegangen. weil man ohne Zweisel fuͤrchtete, es möchten der Königin Bitt—

Der gestrige Namenstag der Königin

schriften zu Gunsten der Verschwornen überreicht werden. Als der Regent erschien, um ihr seinen Gluͤckwunsch abzustatten, ver⸗ langte sie Verzeihung sär die Schuldigen, allein er widerstand mit Festigkeit allen ihren Bitten und selbst ihren Thraͤnen, indem er sagte, daß eine solche Milde in dem Augenblick, wo die Empdrung in den Provinzen noch stolz ihr Haupt erhebe, eine Thorheit und überdies beleidigend für die National-Garde seyn wurde, die ihr Blut fuͤr die Wiederherstellung der Ordnung und der auf so Die Gerech—

unwürdige Weise verletzten Gesetze vergossen habe. tigkeit, wie streng sie auch sey, muͤsse ihren freien Lauf haben

Dem Ayuntamiento von Madrid und der Provinzial⸗Depu⸗ tation erwiederte die Königin, auf die ihr dargebrachten Gluͤck⸗ C ö CM 128 2 = 2

he: „Ich danke Ihnen, ich weiß sehr wohl zu wuͤrdige za8g (Sie wil el s h 9 . gen was Eie fur mich gethan haben und ich bin überzeugt, daß das 21 ; ** j 7 h ö 8284 5 lyuntamiento von Madrid stets meine Person uͤnd die Nechte

wuͤnsche:

der Nation vertheidigen wird.“

Es scheint, daß das Komplott z1l fruͤh zum Ausbruch gekom⸗ den

men ist und daß der eigentliche Plan der Insurgenten war allgemeinen Handkuß am 10ten zu benutzen, um sich des Palastes und gleichzeitig des Regenten, der Minister, des , ,. 9 der Generale und aller im Schlosse befindlichen Offtjlere 3 6 maͤchtigen. Es wuͤrde ihnen dann leichter geworden seyn die h⸗ rer Fuhrer beraubten Truppen zu gewinnen; die im Palast ein geschlossene Regierung haͤtte keine Befehle ertheilen, die National garde sich nur schwierig und ohne llebereinstimmung ver fammeln oͤnnen und . ö allgemeinen Unordnung wuͤrde es den Insurgenten hoͤchst wahrscheinlich gelungen seyn' sbre Fre“ 3 , , scheinlich gelungen seyn, ihre strafbaren Die Aufregung ist hier noch immer sehr groß. Es heißt die Bewohner der Hauptstadt wollten sich in Masse 33 ĩ Palast des Regenten begeben, um Gnade fur die Schuldig 3 ,, Die National-Garde will jedoch nichts von Hiak⸗ Hören und unterzeichnet eine Bittschift, worin sie die ĩ . 6 eine Bittschift, worin sie die Bestrafung Der zum Praͤsidenten der Militair Kommission Genergl-Lieutenant Don Fernando de Butron hat sich geweigert diese Function zu uͤbernehmen. Diesem Beispiele ist nuch 3 General Bresson gefolgt, der unverzuͤglich durch den Ger . Pedro Mendez Vigo ersetzt wurde. . ö Bei dem General Don Diego Leon soll

X

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ernannte

ein eigenhaͤndiges No n j sje* ihn während ihrer Ahwesenheit zum . . unbedingte Vollmacht ertheilt. Dem Ca stellano zufolge n derselbe auch noch ein von ihm an Espartero! gerichtetes Schrelben bei sich getragen, worin er diesem Sicherheit der Person und die Mittel Spanien zu verlassen, anbietet. Dem Vernehmen nach hat die Regierung die Absicht, 30 Ba— taillone nach den insurgirten Provinzen zu senden und der Re⸗ gent wird sich selbst an die Spitze derselben stellen. . Der General Borso di Carminatf, dessen Verhaftung die Gazeta de Madrid meldete, ist mit 176 Offizieren nach . reich übergetreten. Der General Ayerbe, welcher in 6 lommandirt und in dessen Gewalt sie gefallen waren e , Paͤsse nach Frankreich gegeben. ö

3 Portugal.

dee T lle we dn e ngen. ere n arauf aus, die Charte Dom Pe⸗

dro's zu rehabilitiren, und man hat als eine Vorbereifun dazu den vor kurzem in den Cortes von Herrn Silva Cabral ge e n 2. trag zu betrachten, demzufolge der jetzt ganz vom Volke gewahlte Senat in Zukunft zu einem Drittel aus? Mitgliedern bestehen soll, welche vom Souveraine auf Lebenszeit erwaͤhlt würden. Es scheint, daß die Regierung sich gefaßt macht, etwaige Opposition gegen ihre Pläne mit Gewalt zu unterdruͤcken, wenigstens heißt es, daß bedeutend fuͤr das Heer rekrutirt werde. ; Der Finanz⸗Minister hat in seinem oͤkonomischen Eifer eine Summe von 30090 Reis (16 Sh. 6 Pee), welche allmongtlich für den Unterhalt von Kaßen in dem Lissäboner Mauthgebäude bewilligt war, aus dem Budget gestrichen.

Baron Lagos hat einen neüen Plan wegen Konvertirung der auswärtigen Schuld entworfen, wonach dieselbe in vierpro= zentige Fonds konvertirt werden soll, deren Zinsen in Lissabon zu

Es fand kein Handkuß bei Hofe statt,