Langner, ein Sohn des Königl. Münz Rendanten
er sich gegen Ende des vo⸗ = Carl August Langner, hat sich gegen Ende cer.
rigen oder am Anfang des jetzigen Jahrhundert von hier nach Rußland entfernt ünd zuletzt, o viel
1502
nen, welchen es hier an Bekanntschaft fehlt, der ui Kommissarius Koͤltze in Vorschlag gebracht. Zuällichau, den 29. Juni 1841. . .
Das Patrimonial-Gericht uͤber Klemzig.
bekannt ist, in oder bei Taganrog 3) . jetzt auf den Antrag des ihm bestellten J . Kurators gerschtlich für todt erhlart r. . selbe oder, in sofern. er. fin 4 ch ö wer⸗ wangen zurückgelasenen, Erben ode 3 binnen den dahe; hiermit Sfentlich porgeladen, ich ; neun Monaten, spaͤtestens aber in . . . den 15. März 1842, Vormittags il — K vor dem Herrn. Ser Landesgerichts Neferen gariu Guͤhler angefehten Termine, schriftlich oder personlich zu melden und die weiteren Anweisungen zu gewarti gen, widrigenfalls gegen den Carl Friedrich Langner auf Todeserklaͤrung erkannt, demnaͤchst aber sein Ver⸗ mögen den alsdann bekannten Erben oder, in Erman gelung solcher, der dazu berechtigten dͤffentlichen Be horde zugesprochen und zur freien Verfuͤgung verab— folgt werden soll. Die etwaigen unbekannten Erben desselben werden zugleich aufgefordert, spaͤtestens in dem vorgedachten Termine zu erscheinen und ihr Erb⸗ s recht nachzuweisen, widrigenfalls den sich legitimi— renden Erben der Nachlaß zur freien Disposition verabfolgt werden wird und die nach erfolgter Praͤklu⸗ sion sich etwa erst meldenden naͤheren oder gleich nahen Erben alle Handlungen und Dispositionen derselben anzuerkennen schuldig, auch von ihnen weder Rechnungslegung noch Ersatz der erhobenen Nutzun⸗ gen zu fordern berechtigt sind, sondern sich lediglich mit dem was alsdann noch von der Erbschaft vor handen seyn wird, zu begnuͤgen haben werden. Breslau, den 27. April 1841. Koͤnigl. Ober-Landesgericht. Erster Senat.
Nothwendiger Verkauf bei dem Ober-Lan⸗ desgericht zu Glogau.
Zur Subhastation des im Glogauer Kreise belege nen, auf — 25,481 Thlr. 12 Sgr. 8 Pf. landschaft⸗ lich abgeschaͤtzten Gutes Mahnau ist ein Bietungs⸗ termin auf den 11. Mai 1842, Vormittags; um 10 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle auf dem hiesigen Ober-Landesgericht anberaumt worden.
Zugleich werden hierzu die theils ihrem Aufent- halte, theils ihrer Legitimation nach unbekannten Real⸗Interessenten, als:
1) der Handlungsdiener Adolph Carl Herrmann
Wilhelm) Lehmann, als Mitbesitzer des Guts geordnet, mit seiner Namens-Unterschrift und seiner lius Ferdinand Zube, der im Monat Juni ohnungs⸗-Anzeige versehen, einzureichen, gegen Jahres von hier nach Frankreich abgegangen ist oder
und der Rubrica 1II. No. 26 fuͤr ihn und seine Geschwister eingetragenen 5106 Thlr. 22 6 Pf. die Bela Hillel Mannheimer resp. deren Rechts- nachfolger, wegen der Rubrica 1II. No. 17 ein- getragenen 6715 Thlr. 3 Sgr. 10 Pf. 3) der Ober⸗-Amtmann Kayser resp dessen Rechts- nachfolger wegen derselben Post, 4) der Zinngießermeister Emanuel Gottlieb Sat-
tig hier, jetzt seine Rechtsnachfolger, wegen der Die Direction der Berlin-Potsdamer Eisenbahn—
Rubrica 1II. No. 16 eingetragenen 1500 Thlr.
dͤffentlich vorgeladen,
Taxe, Hypothekenschein und Kaufbedingungen kon nen waͤhrend der gewohnlichen Amtsstunden in der Registratur eingesehen werden.
Glogau, den 28. September 1811.
Koͤnigl. Ober-Landesgericht. Erster Senat. Nothwendiger Verkauf. Land- und Stadtgericht zu Nordhausen.
Das zur August Fleckschen Konkursmasse gehoöͤ⸗ rende, vor dem Vogel No. 10982 zu Nordhausen be legene und zu 12,967 Thlr. gerichtlich abgeschaͤtzte Haus nebst Zubehoöͤr soll
am 4. März 1842, Vormittags 11 uhr, im Gerichtslokale im Rathhause daselbst öffentlich meistbietend verkauft und konnen die Tazationsver handlungen und der neueste Hypothekenschein in der Gerichts-Registratur eingesehen werden.
. 8 ̊ .
Koͤnigl. Land⸗ und Stadtgericht zu Tuch el.
1) Der in Koszlinka gebuͤrtige Jakob Meykowski
welcher angeblich im Jahrg isig sich von Koen haber privilegirter Obligationen werden hierdur un, benachrichtigt, daß die Zinsen der Actien fuͤr d / und v.
linka nach Pillau zum Festungsbau begeben
seit dieser Zeit von seinem Leben und Aufenthalt Fahr i834 die Zinsen der privilegirten Obligationen fuͤr das Stuͤck
keine Nachricht gegeben hat; die Joseph und Marianna, geborne Patzke, Gens
keschen Eheleute, welche sich angeblich aus ihrem om ö.
fruͤheren Wohnort Frankenhagen zum Belage
rungs-Corps nach Danzig begeben haben und
seit dem Jahre 1810 von ihrem Leben und Auf enthalt keine Nachricht gegeben haben;
der Karl Wichmann, am 20. Maͤrz 1788 in Tu chel geboren, ungefaͤhr im Jahre 1808 zum Preu
*
ßischen Militair ausgehoben, hat seit dem Jahre
1816, wo er aus Paris geschrieben, keine Nach richt von sich gegeben;
deren etwa von ihnen zuruͤckgelassene unbekannte Er⸗ ben und Erbnehmer werden hierdurch vorgeladen, sich innerhalb neun Monaten, spaͤtestens aber in termino den
18. Maͤrz 1842, Vormitt. 10 Uhr, an ordent licher Gerichtsstelle vor dem Herrn Land⸗ u. Stadt gerichtsrath Kranz persoͤnlich oder schriftlich zu mel den und weitere Anweisung zu gewaͤrtigen, widrigen falls sie fuͤr todt erklart und ihr etwaniges Vermöge den sich legitimirenden Erben oder resp. dem Fisku als herrenloses Gut ausgeantwortet werden wird,
Edittal⸗Citation.
Bei dem unterzeichneten Gericht ist darauf ange tragen, den Samuel Rau, einen Sohn des in Klein—
14
zig verstorbenen Muͤller
boren am 1. Mai 1786 in Buckow bei' Zuͤllicht:
Behufs der Ausantwortung seines in gärichtlicher todt zu . r ö derselbe verstorben ist, seine etwa zuruͤckgelassenen unbekann—
Verwaltung befindlichen Vermögens, für erklaͤren. Der Samuel Rau oder, insofern
ten Erben und Erbnehmer werden demnach hie
durch aufgefordert, sich binnen 9 Monaten schrift— lich oder persoͤnlich bei dem unterzeichneten Gerichte oder in dessen Registatur, spaͤtestens aber in dem auf den 14. April 1842, Vormittags um 19 uhr, im Gerichtszimmer zu Klemzig angesetzten Termine melden und die weiteren Anweisungen zu erwarten. Wenn der Samuel Rau weder erscheint, noch sich schriftlich meldet, so wird er fuͤr todt erklaͤrt,
aber sein Vermögen den alsdann bekann⸗ nachdem sie sich gehörig legiti⸗ mirt haben, zugesprochen und zur freien Verfugung
zl
demnaͤch ten Erben desselben,
verabfolgt werden. Zum Bevollmaͤchtigten wird
hat in sei den Vorschlag des nach 8.
d
552
Johann Friedrich Rau, ge
Bekanntmachung. Verein der Kunstfreunde im Preuß. Staate seiner Jahres Versammlung vom 18. Mai auf 17 des Statuts vereinig en Vorstandes und Ausschusses beschlossen, bei Ver heilung des von Seydlitzschen 6 fuͤr die Jahre Ss37— 1840, wie fruͤher die Malerei, so fuͤr diesesmal zie Bildhauerei zu beruͤcksichtigen, und hat die Amazonengruppe von Kiß zum Erzgusse model lirt und in der Ausfuͤhrung begriffen, den Knaben mit dem Schwan von Kalide zum Erzgusse modellirt und als Springbrunnen bereits in Charlottenburg aufgestellt, die Charitas von Bracke modellirt und in Mar mor ausgefuhrt, in einem der Koͤnigl. Schloͤsser aufgestellt, als solche Kunstwerke anerkannt, deren oͤffent liche Aus
Der
zeichnung in der Absicht der Stiftung des Nitter schaftsrathes von Seydlitz liege. Vorstandes, die Herren Rauch und zum voraus auf jede Theilnahme an der Konkurrenz verzichtet.
Die Mitglieder des Tieck, hatten
Berlin, den 29. November 1841.
Direktorium des Vereins der Kunstfreunde im Preuß. Staate.
v. Olfers. Funk.
, Zinszahlung fuͤr die Berlin-Pots damer Eisenbahn - Aetien wird vom bis inel. 17. Januar k. J., Vormittags 9 bis 12 Uhr, mit Ausschluß des Sonntags, im Kassen lokale auf dem Berliner Bahnhofe statthaben, und zwar: 1) fuͤr die 4) prozentigen Prioritaͤts-Actien die Zinsen fuͤr das zweite halbe Jahr 1841, 2) fuͤr die 5 prozentigen Stamm -⸗Aetien die erst am 1. Maͤrz 1812 zahlbaren Zinsen fuͤr das
ganze Jahr 1841. . , Ein jeder Coupon -Besitzer hat demzufolge eine Speecificgtion, sowohl eine besondere von den Cou— pons der Prioritaͤts-Aectien, als auch eine von denen der Stamm-Aetien, nach den laufenden Nummern
D ie
22 Sgr. Abgabe der Coupons die Zahlung durch unseren diejenigen Rendanten Herrn Plahn sofort
Zeit nicht mel
Wer sich aber in der angegebenen 8yw Fr 249 . Maͤrz 1842 ge
det, dem kann die Zahlung erst im leistet werden. Wegen der Hoͤhe der fuͤr 1841 zur Auszahlung kommt, die weitere Bekanntmachung vor. Berlin, den 15. November 1841.
Gesellschaft.
Berlin-Frankfurter Eisenbahn. Es soll die Anlieferung von 3000 Klgf stern trocknen, guten, kie fernen, großk! o bigen Brennholzes im Wege, der n im Ganzen oder Einzelnen in Entreprise ge geben werden.
nuar bis 1. April 1812 auf dem Bahnhofe zu Fur
stenwalde, mit 3 Zoll Sackmaaß dicht und festgesetzt,
aufzustellen, und hat der Unternehmer eine Caution Die
(
von 10 pCt. des Lieferungs- Betrages zu leisten.
Brennholz-Lieferung fuͤr die Berlin-Frankfurter Ei senbahn“, bis zum 18. Dezember (. in unserem Buͤ reau, Oberwallstr. 3, einzureichen. Berlin, den 25. November 1841. ⸗ Die Direction der Berlin Frankfurter Eisenbahn Gesellschaft.
— Rheinische Eisenbahn. 353i n 1841.
69
85 bot nn 1 dnn, der Aete die zweite Semester 1841 2 4 pCt. mit 5 Thlr. per Januar 1842 ab
in unserem Comtoir oder e tt
/ S. Oppenheim jun. et Comp.
in Köln . A. Schaaf fhausen . 6 Oeder et Comp. N. Wergifosse Mendelssohn er Comp in Berlin
hoben werden koͤnnen. Koͤln, den 31. Oktober 1841. Direktor-Substitut.
Hirte, Spee.
1
5 Einladung 71111
9gten General- Vers der Disseldorsf-Elberselder Fisenbahn Gesellschast. Die diesjährige General dors-Elberselder Kisenbalm Sonnabend den 18.
Gesellschalt wind Dezember d. J.,
1, Vormttiags hiesigen Balinhose, stattfinden.
1) Vortrag der der Bahn und der Bahnhöse r sung der noch ersorderlichen Betriebsmittel:
durch eine Anleihe;
tuten wegen des Zinsfulses;
den Actionaire sind genau anzutzeben, und es haben sich die Vollma— geber und Bevollmachtigten genügend
de⸗
wie auch die persänlich erscheinenden Actionaire, bereits am Tagé vor der General- Versammlung bei der Direction melden, um die Eintrittskarten in Em- Ce zu nehmen, welche die Zakl der vertretenen Nummern nachweisen werden.
Inhaber von Prioritäts - Actien, welche blols als solche der Versammlung beiwohnen wollen, erhalten auf gehörige Legitimation Einlasskarten.
Düsseldorf, den 15. November 1841.
Der Ver wall ung s-Rath: Fassbender. v. Sybel. Baum. v. Fuchsius. . 34 Gras v. Spee. Gies- berts. Pfeisfer. Blankarts. Eng. Eller.
IIO Imann. Schmitz. Rulirmann. Aug. von der Heydt.
Dividenden-Vertheilung. Die Lebens Versicherungsbank
. f. D. in Gotha. bringt auf die im Jahre 1837 fuͤr lebenslang liche Versicherungen eingezahlten Prämien im Jahre 1842 eine Dividende von s 29 r Bent im Gesammt-Betrage von 95,778 Thlr. 17 Sgr. zur Vertheilung. Diese Dividende wird auf noch be stehende Versicherungen durch Abrechnung an der naͤchsten Praͤmie, auf erloschene Versicherungen durch Baarzahlung an die Inhaber der daruͤber ausgefer⸗ tigten Scheine, sofern deren Einlieferung bis spaͤ—
testens zum 8. November 1843 erfolgt, gewahrt wer den. Zugleich ergeht an diejenigen, welche Praͤmien aus 1836 noch Dividenden zu beziehen ha
Scheine spaͤtestens bis zum 4. November widrigenfalls dieselben ihre Guͤltigkeit verlieren.
Einladung zu fernerer Theilnahme an der Bank
zu gewaͤrtigen.
Dividende, die hier, so schnell als moͤglich schriftlich zu wenden, in⸗ behalten wir uns dem sein Interesse durch Verzoͤgerung leiden konnte.
Suhbmission ?
Dasselbe ist in der Zeit vom 1. Ja⸗
Die Actionaire unferer Geseilschaft und die In- n ich tes Lehmkuhlen angeordneten
as mission, den 21. Oktober 1841.
in Aachen,
gegen Aushaͤndigung der faͤlligen Zins-Coupons er Die Direction der Rheinischen Eisenbahn Gesellschast.
ammlung
Versammlung dei Düssel
10 Uhr, in dem Schlegerschen 1lause am
Ilauptgegenstinde der Berathung werden seyn: Direction über die Fertigstellung
und die Beschas-
2) das sich danach ergebende RErsordernils einer Vermehrung des Gesellschasts-Kapitals, entwe- der durch Ausgabe neuer Prioritäts-Actien oder
2 . 28 — 2 3) Vorschlag einer Abänderung des 5§. 7. der Sta—
—r * . der Eisenbahn von Köln nach Minden. neden Vollmachten der nicht persönlich erscheinen- 1 die Nummern der Primitiv-Actien ht ö . ö ; ( auszuweisen. Lu dem Ende können sich die Bevollmächtigten, 80
erkaufen. C. G. Fr Alexanderstraße Nr. 11.
auf der ffen Vollstaͤndigkeit hrl ben, die wiederholte Aufforderung, die betreffenden Auswahl, zum bequemen Taschengebrauche fuͤr 1842 zur d Erhebung der Zahlung, bei der Bank einzureichen, und bei Consulstationen, im Studierzim⸗ mer als nuͤtz liches Hülfsbuch von besonderem
Mit dieser Anzeige verbindet der un erze ch nch ni erg . d . der Buchhandlung vor, und wir bitten die Herren
und macht auf die neue Einrichtung aufmerkfam, Aerzte, Stu dtrende der Medizin und Phar⸗ welche älteren und neuen Versicherten gestattet, sich maceuten sie selbst einzusehen; die 2te Haͤlfte wird mittelst jaͤhrlich er Zusatzpraͤmien die Zahl noch vor Ende d. J. barkeit der Versicherungssumme hei Leb⸗ fert. — zeiten für eine beliebige Altersstufe
. zu ßens, in Berlin G. Franz, bei E. S.
2
Die Bereitung warmer und kalter Getraͤnke, Tinkturen, Essenzen wohlriechen der Was
und ö
Eine nuͤtzliche Anweisung zum Gebrauch in der Land—
und Hauswirthschaft. In Umschlag geheftet 77 Sgr. Unter mehr als 120 verschiedenen heilsamen Vor—
schriften und Rezepten erhaͤlt man hier fuͤr wenige Groschen Anweisungen zur Bereitung des Lebens Elixirs, der Hallischen Bitteressenz, der Chokolade,
des Kaffees, Thees ze.
So eben ist bei Metzler in Stuttgart erschie nen: Ta schen wörterbuch der
Materie nme di ca.
Unter geeigneter Beruͤcksichtigung auch der in neue— rer Zeit empfohlenen Arzneimittel, vorzuͤglich zum Gebrauch für praktische Aerzte bearbeitet von
Dr. N. Paulus. 16. geh. Preis komplet 2 Thlr. 25 Sgr. Durch die gewaͤhlte Nonpareilleschrift, die jedoch
bei dem weißen Papiere und guten Drucke auch fur schwaͤchere Augen leicht zu lesen ist, wurde moöoͤglich, in dieser Schrift auf etwa 45 Bogen ein so reiches Material von thatsaͤchlichen Notizen und wichtigen Theorieen zusammenzudraͤngen, wie beigleicher Baum ersparniß keines der vorhandenen Handbuͤcher der Mat. med. giebt. durch die eigenthuͤmliche Weise ihrer Behandlung
Diese Schrift wird deshalb und
angemessene
betreffenden Gegenstaͤnde, durch angemes bei kritischer
und Ausfuͤhrlichkeit,
en Praktiker, auf Reisen, am Krankenbette
Die 1ste Halfte (à bis ) liegt in je
ohne Berechnung nachgzgelie Vorraͤthig in allen Buchhandlungen Preu Stechbahn 3), Bromberg, Posen 5. Mittler.
In unserem Verlage ist erschienen und in allen
; 2 ; J 9 : ä / J Buchhandlungen, in Berlin in der Gropiusschen
Hiermit fordern wir unseren Bruder Friedrich Ju- Buch vorigen den Nr. 12, zu haben:
n, die Auskunft uͤber dessen uns jetzt unbe⸗ kannten Aufenthaltsort ertheilen koͤnnen, pflichtschul⸗ dig auf, sich an unseren Anwalt in der Rudenschen
Ecbschafts⸗-Angelegenheit, Herrn Justizrath Rafalski
Bromberg, Novbr. 1841. Die Geschwister Zu be.
J 64
Das im Herzogthum Holstein im Preetzer adelichen Guͤter-Distrikte belegene, immatrikulirte adeliche Gut Lehmkuhlen cum pertinentiis, mit einem Areal von 3280 Tonnen, die Tonne zu 240 (JIRuthen gerechnet, des besten Weizenbodens und mit den gewoͤhnlichen adelichen Privilegien und Gerechtsamen versehen, soll am 19. Januar 1842, Vormittags 11 Uhr, auf dem Rathhause zu Kiel oͤffentlich gerichtlich ver⸗ kauft werden. Die Beschreibung des Guts sammt den Verkaufs-Bedingungen koͤnnen 6 Wochen ante
terminum in Altong bei, dem Weinhaͤndler Heyer, in Hamburg im privilegirten Adreß-Comtoir,
auf Reltnrenden werhen ersucht, ihre Forbernn . n n e dn, m,, gen ö mit der ÄAufschrift: „Submission zur in Lubeck in den Gasthoͤfen zu den fuͤnf Thuͤrmen
und zur Stadt Hamburg,
in den Haupt-Gasthoͤfen der Staͤdte des Herzog ͤ thums Holstein
/ Flensburg, .
so wie beim Holsteinischen Landgerichs-Notariat zu Gluͤckstadt eingesehen und abgefordert werden. Ueber das zu verkaufende Grundstuͤck werden den Kaufliebhabern auf dem Hofe Lehmkuhlen auf Ver langen naͤhere Nachrichten und Nachweisungen ge geben werden. Gluͤckstadt in der zum Verkauf des adelichen Gu landgerichtlichen Kom⸗
B ,,,,
Pro vera copia Martens
Literarische Anzeigen. v. Schultes l . Reg. Rath) Taschenbuch fuͤr
* 2 D 2. o Natur-, Forst- und Jagdfreunde Dritter Jahrgang auf die Jahre 1810 und Mit Mongtskupfern und Vignetten. gr. 1. feinem Maschinen Papier in lithogr. Umschlag. 1 Thlr. 75 Sgr.
1841.
D
in der Adelsztg. 1841: „Dieser mit Geschmack, Geist und Talent geschriebene Almanach hat uns unge mein gefallen. Mit vieler Umsicht vereinigt der Her ausgeber, dessen eigene Arbeiten uns am meisten an—
Unterhaltenden. j 9 zit 1 berichten wir nicht naͤher uͤber das große Interesse was jeder einzelne Auffatz den Forstmaͤnnern einfld
Ausnahme ganz besonders angesprochen haben.“ Vorraͤthig zu haben in der Stuhrschen Buch
Hohenwegstraße Nr. 4.
JJ
des nächsten Monats: die wohlgetrofsenen
. . h Polizei- Präsidenten LIerrn wv. Putt
des K önigl. —— a mmer und
beide nach Zeichnungen des rühmlichst
Randel, zu 1 Thlr. für das Exemplar auf w eic sem une
Kunsthandlung von Julius Kuhr, Linden 33.
bei L. Hold in Berlin, Koͤnigsstr. 62 neben der Post zu haben:
und der Staͤdte Schleswig und W Die
Erforsch' ich nicht die U Du junger Tag, ihr Berge rings, warum
Herzogl. Saͤchs. Forstmeister und
Hr. Kammerherr v. Wachsmann in Dresden sagt!
zogen, das Nuͤtzliche und Wissenschaftliche mit dem Um nicht zu weitlaͤuftig zu werden,
ßen muß, doch bezeugen wir, daß sie uns alle ohne
handlung, Berlin, Schloßplatz Nr. 2, Potsdam,
Im Verlage des Unterzeielmeten erscheinen im Laus- zildnissè
des Geh. Med. Ratlis IIerrn Dr. Diessenbach, bekannten
von E. Meyer lithographirt, und werden Subscriptionen aus diese höchst gelungenen Portraits
1. Thlr. auf chines. Papier engenommen in der)l
Bei C. G. Hendeß in Koͤslin ist erschienen und
und Kunsthandlung, Koͤnigl. Bauschule La
Handbuch der Wasserbau-Kunst von , Köoͤnigl. Preuß. Geh. Ober⸗Baurath :e Erster Theil: Die Quellen.
Mit 21 Kupfertafeln. Preis 7 Thlr. 10 Sgr. Die beiden folgenden Theile werden die Stroͤme und das Meer umfassen.
Koͤnigsberg. Gebr. Born traͤger. haben, in Berlin
In allen Buchhandlungen ist zu mn. Buͤ low
in ODehmigkes s Buchhandlung (.J. Burgstr. 8:
Dichtungen von Lord Byron. Aus dem Englischen mit Hinzufuͤgung der Anmerkungen der Londoner und Pariser Sriginal- Ausgaben broch. 267 Sgr.
Das Literaturbl. zum Morgenbl. spricht sich dar
uͤber in Nr. 78, Jahrg. 1841, wie folgt aus:
„Die Hebraͤischen Gesaͤnge, der Gefangene von Chillon und Manfred. Die Uebersetzung ist so wohl lautend und so fließend, daß man oft nicht glauben sollte, sie sey nur Uebersetzung. Hier eine Probe, die jede Vergleichung aushaͤlt:
Manfred: Geister, die ich rief, verlassen mich Zauber, die ich lernte, taͤuschen mich Mittel, die mir dienten, quaͤlen mich; Ich trau nicht mehr auf uͤberird'sche Kraft, Die aͤndert nichts an der Vergangenheit; Und doch, bis sie in Dunkelheit versinkt, Zukunft. Mutter Erde
Die Die
Seyd ihr so schoͤn? ich kann euch ja nicht lieben; Und du, des Weltalls helles Aug', o Sonne! Die uͤber Alle scheint und ein Entzuͤcken
Fuͤr Alle ist mir strahlst du nicht ins Herz; ünd du, o Fels! auf dessen Rand ich stehe,
Und an des Gießbachs Ufern unter mir In schwindelhafter Ferne schlanke Fichten Berkleinert seh zum Strauche, wenn ein Sprung Bon deiner Hoöͤh', ein Ruͤhren, ja ein Athmen Mein Herz in jenem Klippenschooß fuͤr immer
Zur Ruhe braͤchte? Warum zaudre ich?
Crefeld, 1841. J. H. Funckesche Bchhdlg. Für Mineralogen
ist so eben erschienen und in allen Buchhandlungen zu erhalten, in Berlin bei Alexander Duncker,
„Auf Koͤnigl. Hofbuchhaͤndler, Franz. Str. 21:
B. Breithaupt, vollstaͤndiges Handbuch der Mi neralogie. Zweiter Band. Des speziellen Theils erste Abtheilung. Mit 4 Tafeln krystallographi scher Zeichnungen. gr. 8. 2 Thlr. 15 Sgr. Der erste Band, den allgemeinen Theil ent haltend, kostet 3 Thlr. 73 Sgr.. . Arnoldische Buchhandlung in Dresden u. Leipzig
Im Verlage von Hermann Schultze ist so eben erschienen: 8 a, oder Systematische Abhandlungen über die wichtigsten Angelegenheiten des . häuslichen Bearbeitet von Louis von Malinowsky, unter Mitwirkung seiner Frau Therese von Malinowsky, geb. Boygues. gr. 8. 33 Bogen. geh. 17 Thlr.
bürgerlichen Lebens
Bei F. Varrentrapp in Frankfurt a. M. ist o eben erschienen und in Berlin bei E. S. Mitt er (Stechbahn 3) vorraͤthig:
J saͤmmtlicher
christlichen und juͤdischen Feste,
nach deren Reihefolge im Kalender. kl. 8. geh. 37 Sgr.
l
.
Allgemeine
Prenßische Staats-Zeitu
Inhalt.
Amtliche Nachrichten.
Rußland und Polen. Warschau. Enthuͤllung des Denkmals fuͤr die in treuem Dienst gefallenen Polen. — Tatischtscheff's Abreise.
Frankreich. Paris. Die Polemik uͤber den Ausgang des Prozesses Ledruͤ⸗Rollin dauert fort. — Lamartine und die Praͤsidentschaft der Kammer. — Neuer Marschallsstab. — Der angebliche Kongreß wegen der Spanischen Handel. — Vermischtes.
Großbritanien und Irland. Fortschreitende Genesung der ver— wittweten Koͤnigin. — Herzog von Wellington uͤber seine amtliche Stellung. — Verhaͤltniß der Bevoͤlkerung zu den Unterhaltsmit— teln. — Cassation eines Theilnehmers an Grogan's Verhaftung. — Vermischtes. — Schreiben aus London. (Die Arbeiter von Pais ley und der Herzog von Wellington; Lord John Russell und die Getraide-Gesetze; die Chartisten und die League; Oxford und die Puseyiten; fortdauernde Ruͤstungen.)
Viederlande. Mastricht. Die Hollaͤndischen Minister in Kerkrade.
Dentsche Bundesstagten. Dresden. Einfuͤhrung der Paßkar— ten statt der Reisepaͤsse. — Schreiben aus Dresden. (Pauli; Reissiger' s neue Oper. — Hannover. Bevorstehende Eroͤff⸗ nung der StaͤndeVersammlung. — Hamburg. Einweihung der neuen Boͤrse.
Schweiz. Genf. Ein Wahlgesetz fuͤr die konstituirende Versamm lung angekuͤndigt.
Italien. Palermo. Anwesenheit des Königs.
Spanien. Madrid. Vermischtes.
Portugal. Thronrede zum Schluß der Cortes-Session.
Türkei. Konstantinopel. Die Truppen⸗Vermehrung in Ru melien. Das Journal de Smyrne uͤber die Differenzen mit Griechenland.
Inland. Paderborn. Naͤheres uͤber die Bischofswahl
Die Handels-Kammer von Bordeaux und Zoll Verband
der Franzoͤsisch Belgische
Die Eisenbahnen Deutschlands und der Nachbarstaaten. Erster
Artikel
Amtliche Nachrichten.
Kronik des Tages.
Se. Majestät der Koͤnig haben Allergnaͤdigst geruht: Dem Wallmeister Koberstein zu Giesen im Warthebruch Allgemeine Ehrenzeichen zu verleihen; ferner Zu gestatten, daß die von Sr. Hoheit dem Sultan verliehe— Decorationen:
Dem Gesandten, Grafen von Königsmark, eine große Decoration in Brillanten mit dem Bildnisse des Großherrn,
das
nen
Des Dem Wirklichen Geheimen Rath und Bundestags-Ge— sandten, Freiherrn von Buͤlow, die große Decoration des Nischan Iftihar in Brillanten und Dem Geheimen Legations-Rath von Le Coq eine kleinere Decoration desselben Ordens in Brillanten, . angenommen und angelegt werden duͤrfen, und Dem Archiv-Rath und Geheimen Staats-Archivarius Klaatsch den Titel eines Geheimen Archiv-Raths zu verleihen.
Angekommen: Se. Excellenz der Ober-Burggraf des Koͤ— nigreichs Preußen, von Bruͤnneck, von Trebnitz.
Zeitungs Nachrichten.
Ausland. Rußland und Polen.
Warschau, 30. Nov. Gestern fand hier die feierliche Ent— huͤllung des Denkmals statt, welches, den Kaiserlichen Befehlen zufolge, auf dem Saͤchsischen Platze zu Ehren der am 29. No— vember 1830 in treuer Hingebung fuͤr ihren rechtmaͤßigen Mo— narchen gebliebenen Polen errichtet worden ist. Zu diesem Zweck war auf einer Erhoͤhung zwischen dem Denkmal und der Kolo— nade, welche den Zugang zum Saͤchsischen Garten bildet, eine Ka— pelle erbaut, und in derselben befand sich ein Altar zu einem Trauer-Gottesdienst. Zu beiden Seiten der Erhoͤhung waren die Zoͤglinge saͤmmtlicher Gymnasien und Bezirks-Schulen der Haupt— stadt aufgestellt, ihre Lehrer an der Spitze. Die Seiten des Platzes und die daran stoßenden Theile der Krakauer Vor— stadt nahm das zur Parade kommandirte Militair ein, bestehend aus 12 Infanterle-Bataillonen, einer Batterie rei⸗ tender und Fuß-⸗A1rtillerie, einer Division des Gendarmerie⸗Regi⸗ ments und einigen Schwadronen verschledener Kavallerie-Gattun— gen. Vor 10 Üihr verfammelten sich in der Kreuzkirche die katho— lische Welt- und Ordens⸗Geistlichkelt, das General-Konsistorium und Seminarium, so wie das Konsistorium der evangelischen Kon— fession, die Civil⸗Beamten aller Behörden, die Generale und Offi— ziere. Um 10 Uhr begann die feierliche Prozession durch die Kra⸗ auer Vorstadt; den Weg entlang, welchen sie nahm ber n der Mitte der Straße ein Bretterboden gelegt. Während der Zu sich fortbewegte, wurde die Hymne Dies srae gefungen Der Gei ' lichkeit folgten der Fuͤrst Statthalter, der Ilie net Ce. verneur von Warschau, der Minister Staats? a,. des Königreichs, die Mitglieder des Administrations⸗ Raths die Denatoren, die Generale, die hoͤheren Beamten, der Stab die Offiziere, die uͤbrigen Offizianten und viele angesehene Mltglie⸗ der des Adels und der Buͤrgerschaft. Eine zahllose Volksmenge r auf dem Plaß und in den anstoßenden Straßen versammest. Ils die Geistlichkeit auf dem Säͤchsischen Platz anlangte, wurden
den Dezember
ntag
.
die Inschriften auf dem Denkmal enthuͤllt; die Adler und Löwen welche es umgeben, waren schon fruͤhmorgens aufgedeckt worden Mit dem Eintreffen des Zuges am Altar begann der Trauer-Gottes— dienst. Der Bischof Chmielewski, Administrator der Warschauer Erz— didzese, hielt die Messe, zu welcher ein Requiem von Kozlowski aufge— fuͤhrt wurde, worauf der Leichenkondukts-Gesang Libera me Domme folgte. Nachdem sodann das Denkmal eingesegnet worden, feuerte das im Sächsischen Garten aufgestellte Geschkütz, und die Infan⸗ terie gab bataillonsweise Salven aus ihrem Gewehr. Der Praͤlat Kotewski hielt darauf eine der Feier angemessene Rede und zum Schluß wurde die Hymne „Gott sey des Kaisers Schutz Don 30) Schuͤlern gesungen. Mit einer Militair-Parade endete die Feierlichkeit, indem dle saͤmmtlichen Truppen im Ceremonial⸗Marsch vor dem Fuͤrsten Statthalter unter Anfuͤhrung des General Li⸗ siezki vorbeidefilirten. .
Der Ober-Kammerherr, Bailli von Tatischtscheff, ist am 27sten d. von hier nach St. Petersburg abgereist. Frankreich. ri. Noch immer sind es Betrachtungen uͤber den Ledruͤschen Prozeß, die einen Theil der Spalten der hiesigen Jeurnale, in Beschlag nehmen. Der Aerger einiger radikalen Blaͤtter uber den Ausgang jenes Prozesses, veranlaßt sie zu Be— merkungen uͤber die Jury, die von den ministeriellen Blattern nicht unbenutzt gelassen werden, um auf die vielfachen Widerspruͤche der radikalen Theorieen aufmerksam zu machen. Der nachstehende Ar— tikel des Journal des Dabats glebt davon ein schlagendes Bei spiel:
„Das Verdikt von Angers hat wenigstens das eine unbestreit— bare Resultat gehabt, daß es eine merkwürdige Revolution in der Sprache der radikalen Journale uͤber die Jury hervorgebracht hat. Wir mochten nicht gern uͤber eine Säche spaßen, die an sich nichts Spaßhaftes hat; aber ist es moglich, ernst zu bleiben, wenn man an die Phrasen denkt, die in der Aussicht auf eine Freisprechung bereit gehalten wurden, an die lobsprechenden Phra⸗ sen fuͤr die Jury, die man plotzlich in Trauer- und Verdruß— Phrasen umsetzen mußte? Was ist aus der Unfehlbarkeit, aus der Souverainetaͤt, aus der Unverletzlichkeit der Jury geworden? Wie! die Jury ist also nicht mehr das Land selbst? Denn von dem Lande wuͤrde der National nicht mit solcher Unehrerbie— tigkeit sprechen. Er wuͤrde nicht sagen, wie er s.
X Nov.
Paris, 29.
sagt:
„Die guten Leute, die das Prinzip der Wahl-Souverainetaͤt ret ten wollten, haͤtten vielleicht in ihrem eigenen Interesse etwas Ande— res reiten sollen, naͤm lich ihre Inteltigenz.“
Und weiter unten:
„Fuͤr die Inkonseguenz des Verdikts giebt es nur eine Erklaͤ
rung: Es ist von der Jury von Angers ausgegangen!“ Wenn uns der National all die charmanten Dinge, all die schmeichelhaften Komplimente mittheilen wollte, die er fuͤr die arme Jury von Angers fuͤr jene guten Leute in Bereitschaft hielt, in der Hoffnung, daß sie so intelligent seyn wuͤrden, Herrn Ledré freizusprechen, so wuͤrde man sehen, was fuͤr ein zerbrechliches Ding es in dieser Welt um die Popularitaͤt ist. Es hing von jenen guten Leuten ab, die Elite der Patrioten, die wehrhafteste Repraͤsentation des Landes, das unfehlbare Organ der Juͤstiz zu seyn; denn der National und die Journale der linken Seite haben dies stets von jeder Jury behauptet, die den Angeklagten frelsprechen. Aber jene guten Leute des Maine- und Losre-Departements sind ganz einfach dem Antriebe ihres Gewissens gefolgt. Sie haben etivas Strafbares gesehen und haben dasselbe veruͤrtheilt, ohne sich um die koalisirte Beredsamkeit der Herren Berryer, Arago“ und Odilon Barrot zu kuͤmmern. Sie haben ihr Gluck ver scherzt. Der National muß einräumen, daß wenn es viele Geschwornen⸗-Gerichte giebt, die so sind, wie er die Jury von Angers geschildert hat, die Justiz sich bei uns in seltsamen Hän— den befindet? Und warum sollte es nicht viele Jurys der Art geben? Welche Buͤrgschaft stellt uns der National dafür daß andere Geschworne intelligenter sind als die Geschwornen von Angers? Es wuͤrde dies ein beunruhigender Umstand seyn, wenn wir nicht wußten, daß das Unrecht der guten Leute von Angers darin besteht, daß sie als rechtliche und freie Manner geurtheilt haben, und daß man ihnen alle Intelligenz der Welt zugestanden haben wuͤrde, wenn sie freigesprochen hätten.“
Man behauptet jetzt, daß die Ernennung des Herrn von La martine zum Praͤsidenten der Deputirten-Kammer nur ein Vor⸗ spiel zur Ausfuhrung der Pläne des Herrn Guizot seyn werde der sich des Marschalls Soult und des Herrn Teste entledigen und sie durch Herrn Molé und den Maͤrschall Bale ersetzen mbchte. Man fuͤgt hinzu, daß der Marschall Soult, von diesen Plaͤnen des Herrn Guizot unterrichtet, sie durch eine Allianz mit den Herren Passy und Dufaure zu vereiteln suche. Ob diese Geruͤchte mehr als bloße Geruͤchte sind, muß die Zukunft lehren; man darf indessen nicht unterlassen, zu bemerken, daß die Kandi— datur des Herrn von Lamartine bis jetzt nur von der Presse und nicht von dem Journal des Dabats unterstuͤtzt wird.
Der König hat einige Veraͤnderungen mit der Form des Marschallstabes vornehmen lassen. Derselbe ist jetzt mit blauem Sammt uͤberzogen, worauf goldene Sterne gestickt sind. An dem einen Ende desselben ist eine Emailleplatte, worauf sich die Worte befinden: „Terror belli, decus pacis.“ Die Bewaffnung der Marschaͤlle wird fortan in einem Degen und einem Paar Psstolen bestehen.
Der Constitutionnel halt den Commerce belge fuͤr schlecht unterrichtet, wenn er sagt, daß der Vorschlag zu einem Kongresse uͤber die Spanischen Angelegenheiten von dem Neapo— litanischen Hofe ausgegangen sey, und daß das Englische Ministe⸗ rium denselben angenommen habe. Ven Herrn Guizot sey der— selbe ausgegangen, und Graf Aberdeen, weit davon entfernt seine Zustimmung zu ertheilen, habe sich foͤrmlich gegen die Einmischung eines Kongresses ausgesprochen. Die ministeriellen Blatter schwie⸗ gen zwar uͤber diese ganze Angelegenheit, aber von der Reöner— . herab wuͤrde dieselbe bald in die Oeffentlichkeit hineingezogen werden. ö
J der Spanische Gesandte am Londoner Hofe, sst, wie es heißt, mit Vollmachten versehen, um die neue Anleihe, äber welche seit drei Monaten mit Englischen Banquiers unter— handelt wird, zu unterzeichnen.
Herr von Rothschild hat gestern fruͤh den zweiten Termin der Anleihe von 150 Millionen in den Schatz gezahlt.
Der General Bugeaud hat dem Kriegs-Minister einen sehr ausführlichen Bericht uͤber seinen letzten Streifzug durch die Pro⸗ vinz Oran uͤbersandt. Derselbe enthält aber im Wesentlichen nur bereits bekannte Thatsachen und schließt mit der Anzeige, daß sich n Maskara nunmehr eine fuͤr den ganzen Winter verproviantirte Sarnison von 69600 Mann unter den Befehlen des Generals Lamorieière befinde. Diese Maßregel sey nothwendig gewesen, um senen wichtigen P⸗unkt wahrend des Winters nicht wieder in die Hande Abd el Kader's fallen zu lassen. z . , Boͤrse des Café de Paris hieß es heute fruͤh, 5 Fowley dem Herrn Guizöt gestern eine Note aͤberreicht abe, iwerin gesagt werde, daß das Englische Kabinet sich in Folge ö. rnsten Unruhen, die in Syrien ausgebrochen waren, in der Nothwendigkeit befinde, die Räumung der Haͤfen von Beirut und Saint, Jean d' Acre zu verschieben. .
. fur Nechnung der Regierung in England aufgekauften 50 Remonte-Pferde, von denen im Durchschnitt jedes mit 900 Fr. bezahlt worden ist, sollen von den Ofsizieren, die zur Empfang⸗ nahme derselben beordert worden waren, fuͤr vollkommen untauz⸗ lich zum Kavalleriedienst erklart worden seyn.
Der Erzbischof von Bourges, dessen Tod gestern gemeldet wurde ist der aͤlteste Bruder des vormaligen Ministers Villele.
Börse vom 29. November. Die Rente war heute waͤh— rend der ganzen Dauer der Boͤrse ausgeboten und fiel von 80. 40 auf 80. 10. Es zirkulirte keine politische Nachricht, die geeignet gJewesen waͤre, diese ruͤckgaͤngige Bewegung zu erklären. Man schien nur zu fuͤrchten, daß die neuen Schwierigkeiten, die im Orient durch die Griechische Frage angeregt wuͤrden, einige di⸗ plomatische Verwickelungen herbelfüͤhren könnten.
Herr Sancho,
Großbritanien und Irland.
London 30. Nov. Gestern ist wieder ein Buͤlletin uͤber das Befinden der verwittweten Koͤnigin ausgegeben worden, wel— ches folgendermaßen lautet: „Die Königin Wittwe ist seit dem letzten Bulletin in ihrer Besserung erfreulich fortgeschritten, und heute früh sind die Symptome Ihrer Majestaͤt wiederum guͤnsti⸗
p (. 3 ( * io so w av, 6 in e . 9 s ĩ !. ö Der Inhalt dieses Bulletins, der durch Privat-Nachrichten vollkommen bestaͤtigt wird, hat die größte Freude verursacht, und ö mmer mehr die Hoffnung, daß die Königin Adelaide von, hren langen Leiden, die eine Zelt hindurch sich so gefaͤhrlich anlleßen, noch wieder genesen werde. Vor uͤbermorgen wird kein Buͤlletin ausgegeben werden.
Fw Moss; 9 ;
Der Herzog von Wellington hat es abgelehnt, eine Depu⸗ tation zu empfangen, welche ihm Vorstellungen uͤber die zu Paisley herrschende Noth machen wollte. In der Antwort olcko ** 115 28 3 957. d 1 6 j 1 s welche er auf das betreffende Gesuch ertheilen ließ, heißt es? Der Herzog widmet der Noth zu Paisley, so wie der, welche anderwaͤrts herrscht, alle Aufmerksamkeit, welche in seinen Kraͤf— ten steht. Es bedarf nicht erst einer Zusammenkunft zur Erörte⸗ rung ĩ Aufmerksamkeit darauf hinzulenken,
ng dieser Noth, um seine und seine anderen Geschaͤfte noͤthigen ihn, die Annahme der De' putation abzulehnen. Er ersucht dieselbe, zu bedenken daß er nicht im politischen Dienst der Koͤnigin steht, daß er kein politi⸗ sches Amt bekleidet und keine Macht oder Autorität ausübt“ Der Atlas aäͤußert Folgendes üͤber die neueste Volkszaͤhlung: „Die Bevölkerung von. Großbritanien und den ubrigen Insesn in den Britischen Gewaͤssern, mit Ausschluß von Irland, beträgt 18. 66,761. Zur Zeit des letzten Census, im Jahre 1631 . lief sie sich auf 16, 36,011, so daß also in zehn Jahren eine Zunahme um 14 pCt. stattgefunden hat. Wenn wir die bedeu— tende Auswanderung waͤhrend dieser Zeit, die neuerrichteten Ko⸗ lonieen und den Druck, der in der letzten Zeit auf dem Han⸗ del gelastet hat, durch den die Zahl der Heirathen vermindert und die der Auswanderungen vermehrt werden mußte, in Er⸗ wägung ziehen, so muͤssen wir darauf rechnen, daß die Zunahme der Bevölkerung in den naͤchsten zehn Jahren nicht geringer seyn wird. als in den vorhergehenden, und daß sich also, wenn dies Verhaͤltniß noch laͤnger fortdauert, die Bevoͤlkerung innerhalb siebzig Jahren verdoppelt haben wird. Obgleich aber zwei und eine halbe Million Menschen mehr im Lande sind, so hat sich die Zahl der bebauten Aecker im Lande auch nicht um einen einzigen vergrößert. Dieselbe Zahl der Aecker, welche zur Zeit der Reform Bill 16 Millionen Menschen ernaͤhrt hat, muß jetzt 18 Millionen ernaͤhren, und im Jahre 1911 wird sie, nach der Theorie Sir Robert Peel's und der jetzt herrschenden Partei, 36 Millionen Men⸗ schen ernähren můssen. Schon jetzt kann das Land nicht 18 Millonen mit dem noͤthigen Quantum Getraide versorgen, es ist nicht moͤg⸗ lich, die Insel im gleichen Verhaͤltnisse mit der Bevoͤlkerung de selben zu vergroͤßern, und dennoch verlangt die Regierung, daß den Grund-Eigenthuüͤmern die Macht bleibe, 18 Milfionen Menschen zu, zwingen, daß sie von derselben Anzahl von Brodten leben, wie fruͤuͤher 16 Millionen, und daß kuͤnftighin 36 Millionen mit dem— Elben Quantum von Getraide auskommen sollen, welches jetzt 18 Millionen Menschen zu hohen Preisen anzukaufen gezwungen werden.“ e ;
Nach neuen Berichten aus Kanada war dort auf Befehl des General Jackson ein Kriegsgericht uͤber Herrn Johnstone, ei⸗ nen der Offiziere von Oberst Dher's Corps, wegen selner Theil⸗ nahme an Grogan's Verhaftung gehalten worden. Johnstone be⸗ kannte sich als schuldig und ersuͤchte nur um Milderung seiner Strafe, er wurde jedoch zur Cassation verurtheilt. Man betrach⸗ tete diesen Urtheilsspruch in Kanada als sehr hart, besonders wenn man damit verglich, was sich Offiziere der Amerikanischen Regie⸗ rung herausgenommen hatten, und wie die Sache Mac Leod's behandelt worden.
Dr. Bowring, der auf 14 Tage in Paris war, ist am 2sten von dort nach London zurückgekehrt. Dem Pariser Korrespon⸗ denten des Globe zufolge, hat er sich uͤberzeugt, daß der Abschluß