1590
Huldigung den Frauen. Taschenbuch für das Jahr 1842. Herausgegeben von
J. F. Castelli. . 20oster Jahrgang. Mit 6 Stahlstichen in 8. im ele⸗ ganten Fresko Umschlag mit Goldschnitt gebunden. Preis 2 Rthlr. 15 Sgr.
Wann die in dem beim vormaligen Hof- und Land— gerichte und gegenwartig bei hiesiger Großherzogli⸗ cher Justiz Kanzlei anhaͤngigen Debitwesen des Haupt⸗ manns Ulrich Georg von Viereck, vormals auf Watt manshagen, erwachsenen Akten darüber keine Aus⸗ 2 — . daß nachstehende Glaͤubiger desselben, nämlich: .
1) der Eigenthüͤmer Ernst Heinrich Gustav Frisch
auf Glocksin, * 2) der Major von Viereck zu Beverstaedt, 3) die Erben des General-Lüieutenants von
* ir . . 4) ; — Seeretairin Saurkohl zu Guͤstrow, 55 die Erben des Paͤchters Duüͤwel zu Roggow,
sten Jahrgang dieses Taschenbuches uͤbergeben, glau ben wir, daß diese Zahl die Beliebtheit des Werkes hinlaͤnglich ausdruͤckt, um uns weiterer Empfehlun gen zu uͤberheben.
von dem Herrn Herausgeber auch auf den Inhalt die⸗
Treskow
Ileilquellen in leichtsasslicher, vergleichender Zusam- menstellung und Versinnlichung dem Auge des schauers vorgeführt wird, noch besonders durch ihre eben so schöne als kunstvolle typographische Ausstat- tung von Seiten des rühmlichst bekannten typogra- phischen Instituts des Hrérrn F. X. Schlösser in Köln und eignet sich daher noch vorzüglich zur Zierde sonohl sär die Studirstube des Arztes, als Indem wir dem verehrten Publikum den zwanzig— ö des an dem. Gegenstande Interesse ne n,
. , Bei E. H. Schröder, Buch⸗ Gleiche Sargfalt wis feüher ist unker den Linden 25 m Jagorschen Hausc l *sch ten
Be- und in
24 Bo
reundes der Najaden.
Die
Le
35 . 6 . eine J er 1 . irt z .
5) di 6 r, . 8 vor . so eben eine sauber lithographirte Ausgabe
6 Erben des Paͤchters Franck zu Hagenow und ses Jahr es verwend orden, welcher die hohe 6 8a die E J es Jahrganges verwendet wo ; e e h der Sixtinischen Madonna von Raphael,
die Kinder des Gemeinschuldners, als welche in Ehre genleßt, daß Ihre Majestät die Durchlauchtlgste er x ador on Rapl 28 Zoll hoch, 21 Zoll breit, fuͤr den aͤußerst geringen
Frau regierende Herzogin von Parma, Pigcenza und
517] genannt worden: 3. Kd⸗
die unverehelichle Henriette von Guastalla die Widmung desselben huldreichst anzu— niglich Preußische Hofdame, 238 nehmen geruhten ; p) der Ulrich Lon, Vickedh, Stahs Capitain beim ir Haben Keine Kosten gescheut, um durch ein zn * Regiment, Prin Heinrich zu Kyritz - passendes Format (Englisch ki. 8.), durch schoͤnes zlalhhverehelichte. Dozotheg von Viereck, Kö Päaschinendapier, zicklichtn Druck, sumunhlge Siahl J 1 Berlin und stiche und einen grschme g alen Cin and Ren aschen. 1 . ) * 23 511 X . 8 8 Wwe * y I en, . 65 ö e) der Leopold von Viereck, Premier Lieutenant buche jenen Reiz zu verleihen, der seiner Bestimmung im Regimente des Prinzen Georg von Hohenlohe, das ihnen nach dem im Jahre 1799 entworfenen Di⸗ stributionsplane Zukommende empfangen, vor kurzem aber 658 Thlr. 317 53 n. . zur Masse gekommen sind, 4e Bach-, Kunst- und Musikalien Handlung von! wovon indessen ein Theil zu den erwächsenen Kosten ö r in Abrechnung kommt; so werden auf Antrag des e . 5b metres Advokaten Schondorff hierselbst, dua mandatarĩi 5m Mannen elt (ü 3 , 1 Thlr. 15 Sgr. . Mit munis der von Viereck Wattmannshaeger Glaͤubiger, 4.6 Berechtigung, für den ganzen gezaßlten Be- alle vorstehend aufgefuͤhrte Glaͤubiger, eventualite trag Musikalfen 8 Eigenthum zu entnehmen, 3 Thlr. deren sich gehdrig legitimirende Erben, Cessionarien maki 9 Für Auswärtige die oder Gläubiger, unter Gestattung der Akten-Einsicht ,mheilhaltestemn B-dm. auf hiesiger Großherzoglicher Justiz Kanzlei, prae- 663 sente Registratore, hierdurch aufgefordert, binnen 3 Monaten a dato, unter Bestellung von procuratoribus in loco, sich daruͤber zu erklaͤren, ob sie gemeint sind, annoch Rechte in dem von Viereck Wattmannshae⸗ ger Debitwesen geltend zu machen, sub praejudicio pro omni, daß sie fuͤr darauf verzichtend werden an- genommen werden. Gegeben Guͤstrow, den 13. November 1811. Großherz. Mecklenburg⸗Schwerinsche Justiz-Kanzlei. 6 A. Radel.
— Viereck,
Musikalien -Leih-lInstitut /
P ospekt gratis von
Durch jede Buchhandlung ist zu beziehen: Das Kreuz in der Mark von Karl Seidel. ᷣ Durch seine vaterlaͤndische Tendenz, wie durch die edle poetische Form, empfiehlt dieses allgemein aner .
sene Jugend. * Preis elegant kartonirt 1 Thlr. 15 Sgr.
gebd. 2 Thlr Plahn sche Buchhdlg. (L. Ni
i hlr. h 28* . * 9 * ĩ . FS„AnvCtt 27 Literarische Anzeigen. he5, Jaͤgerstr. 37. So eben ist erschienen und in allen Buchhandlun⸗
gen zu erhalten, in E Mittler
Berlin bei E. S. Va Stechbahn 3).
Weihnachtsgeschenk fuͤr bemittelte ; und
terlandsfreunde .
J. G: Kohl bei C Heymann in Berlin, heilige Geiststr. Nr.? (Verfasser der mit entschiedenem Beifall aufgenom- menen ethnogrgphischen und geographischen Werke: Reisen in Suͤd⸗Rußland“, „Petersburg in Bil
dern und Skizzen“, „die Deutsch-Russischen Ostsee⸗
Provinzen“ und „der Verkehr und die Ansiedelun⸗ gen der Menschen in ihrer Abhaͤngigkeit von der
Personen und Zuͤge aus dem Leben der Fuͤrsten,
Aer e Herren,. Nitter und Burger. She dckit
Gestaltung der Erdoberflache“), Kenniniß der vaterlaͤndischen Gg erund zur
im Innern von Rußland und Polen. Belebung patriotischen Sinnes. Im Vercine
Mit J Titelkupfer und ei⸗ mit mehreren Geschichtsfreunden, herausgegeben
nem Plane von Moskau 3. von lr. F. Reiche, Verfasser des Fuͤhrers auf
zweiter Theil: Die ükraine. Kleinrußland. dem Lebenswege, der. Familienbibel ze.
In t n m Titelkupfer einem Plane der Win? „6 Baͤnde sauber kartonn. mit 19 ESighlstichen .
ꝛ ö. . 6. ! 3 iner Karte des Preuß. S 8. 85 Thlr. Auch in termesse von Charkow und einer Karte von Klein- ejner, Karte des Preuß. Staats Th luch
rußland.
einzelnen Baͤnden und Heften zu haben. Dritter Theil: Die Bukowina,
Krakau und Maͤhren. Mit einem Titelkupfer J. ß . und einer Karte der Bukowina, Galiziens, Kra⸗ 12 C 13, Oberwall-Strasse, auprès de la Juägerstrasse, kaus und Maͤhrens. . Nous avons l'honneur d'inviter le Public à visite
8. broch. Preis aller drei Theile 7 Thlr. 15 Sgr. nos magasins, ou il trouvera l'assortiment le
Arnoldische Buchhandlung in Dresden u. Leipzig. complet et le plus varie d'ouvrages propres à éêtre ⸗— osserts Litt s rature, Scien
et sps ialement de,
w
plus C.
pou! kKEtrennes:
Vo vages, Romans été.
Wichtige Schrift für Landwirthe. . wa, , . So eben ist erschienen und in allen Buchhandlun-stras jolis livres ö . 8 ö dédis
st i 5 sche zerli Sc s5⸗ l' E A, orneés de no uses e les gravures,
gen, zunachst in der Stu h r schen, Berlin, 8. chloß — n fsne⸗ ] . 9 6 . 66. 3. 14 96. age . platz 2, Potsdam, Hohenwegstr. 4, zu erhalten: et reli‚s dans le got, le p . h a, , . . , h n n z GCes ouvrages, choisis parmi les plus éI6tzantes nou— Beschreibung des Betriebes der Landwirthschaft zu veautes de Paris et de Londres, ne pourront que just!
Zuschendorf, nebst der daselbst eingefuͤhrten Buch⸗slier la consiance dont los bersonnes de bon gout, . 2 . ; h A cette epoque de Stettin ist vorraͤthig: J . Comtoir⸗Kalender in 4. füͤr 1812 in Congreve⸗
haltung. Zweite ganzlich umgeagrbeitete und sehr outume d'lionorer notre maison vermehrte Auflage. Nebst einer Titel Vignette, anne. einem Plan des Rittergutes Zuschendorf und ö 28 Abbild. auf 6 Tafeln. gr. 8. brosch. 1 Thlr. In allen Buchhandlungen ist zu haben: 3 1seßhhe Such k 1 j a Re 2ainz ia . 53. Arnoldische Buchhandlung in Dresden u. Leipzig. Elisabeth Magdalene, . kN 4 geborene Markgraͤfin zu Brandenburg, verw. Herzo⸗ nn m s hm, ft. gin zu Braunschweig So eben erschien die zweite Auflage von: .
oder Frommen
än , e ,, Berlin, in Kommission bei W. Besser. Preis brosch. 77 Sgr.
und Altglaͤubigen ——
die ; d. unserer Tage.
Die Naucksche Buchhandlung, Hausvoigteiplatz
Ven, . ö Ne. 1, empfiehlt als nuͤtzliches , Geschenk:
Dr. Karl Gottlieb Bretschneider, / Allgemeines Landrecht Ober-Konsistorial⸗Direktor und General-⸗Superinten⸗ 8 ö.
dent zu Gotha. ( JI
gr. 8. geh. Preis: 1 Thlr. . ,
Die er ste Auflage dieser Schrift wurde am 8. Ok- 1 ö.
r pierre Tahres versfan? nd veraris siel innen ö ; . 3 w
e. 2 versandt und vergriff sich binnen, Bände u. Register, Lex. Format. 18 Thlr. fo Sgr.
wenigen Wochen. ö Von der bloßen Text Lusgabe des Landrechts in
Halle, November 1811. . - 2 2 S. ind ebensalls noch Exempl., aul Schreibpap. .
C. A. Schwetschke und Sohn. 8! r. 2 l .
Vorraͤthig in Berlin bei Alexander Duncker, 1m. ö. ö ö
Kdͤnigl. Hofbuchhaͤndler, Franz. Str. 21, so wie in riminal - Urdnung
mit
allen uͤbrigen Buchhandlungen. J 1 .
ö n
k
u nge
In der Enzlinsche Buchhandlung, Ferd. Mul . herz in Berlin, Breite Str. 23, in derselben in ß hl Kuͤstrin und in Ferd. Muͤller's Buchhandlung 644 . n,, ,, in Stargard sind so eben erschienen und in allen. uch JJ Buchhandlungen zu haben: W erke stets vorräthig.
Reänecke Fuchs. Für die Jugend bearbeitet. —
u . n, ,, . ,, . Bei C. M. Schüller in Kreseld ist ö e ; 8 14 en. Sauber karton. Thlr. 2 issio erschiene Lin der Stuhrschen Buch- Mit illum. Höh schnitten 13 Thi. ,
8 . Kill st, Du ein snen vegsrasse No. 4, zu haben:
Maͤhrchen hören anmuthige Erzaͤh⸗ * ; . ; . . lungen, der lieben Jugend dargbenhze Fh. Deus sehlands Heilquellen, illuminirten i , ,,, . o sem ann. übersichtlich , , , von
8. 13 Bogen, sauber karton. 1 Thlr. ö Steisens and. ö
Diese beiden Kinderschriften, empfehlen sich von FEine Tabelle in grölstem Imperial - Folio. selbst durch ihren Inhalt und ihre Ausstattung, und Kolorirt, Preis 13 Thlr. , bitten wir daher, dieselben einer Ansicht zu wuͤrdigen. Diese übersichtliche Darstellung der Ileilquellen
Deutschlands empfiehlt sich aulser der Reichhaltigkeit
. und zweckmälsigen Anordnung, womit hier das phy-
Bei Tendler und, Schaͤfer, Buchhaͤndler in iz alische Verhätniss, die specielle chemische Zusam-
Von
, . 1 *
1
vorstehender
580 eben 11
gefaß
schi es ĩ entspric 6 serem Verlage sind so eben erschienen und dem schoͤnen Geschlechte zu huldigen, entspricht. In unserem Verlag . ? a 6 — durch alle Buchhandlungen zu haben:
Berlin, Dezember 1841.
Bei Bernh. Tauchnitz zun
Jeden Monat erscheint ein 8 Bogen starkes Heft; kannte Werk sich ganz besonders zur Festgabe fuͤr der Preis des Jahrgangs ist? liche len lbs r t in . aulch fut 9 eerhclh Ankündigungen über dicses nationale, das allgemeinste nteresse beanspruchende Unternehmen, so wie ein gra= tis ausgegebenes Programm, sind in allen Buchhand lungen zu erhalten. begnuͤgen wir uns, . Presse befindlichen ersten Heftes anzugeben: Ueber die Fortschritte des nationglen Prinzips in Deutschland. L. Feuerbach: „Das Wesen des Christenthums—
7 lehre.“ Preußens Vorzeit, oder histoörische Unterhal⸗ len im Großherzogthum Hessen, im Mai und Juni tungen, Gemaͤlde und Sagen aus der Vorzeit 1841. — Ueber die Besteuerung des Runkelruͤbenzuk⸗— von Staͤdten, Burgen, Schloͤssern, Kloͤstern und kers — . ustalten. Doͤrfern, Biographieen beruͤhmter vaterlaͤndischer — Politische und kommerzielle Uebersicht. — Notizen. Bestellunger Fare zur Stechbahn 3.
erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen:
Galizien, Zu Bestellungen einpftehlt sich in Berlin die
Taschenbuch der Liebe und Fre
Bruͤderstr. 13, Elbing,
Preis von 3 Thlr. fuͤr Abdrücke auf Ch ine fischem Papier. Das schoͤn gelungene Blatt empfiehlt sich
nem passenden, werthvollen Weihnachts- Ge⸗
schenke; auch sind einige Exemplare geschmackvoll Mit dem wohlgetroffenen Stahlstich.
t vorraͤthig.
;. 19 2
Ju dische Briefe. Zur Abwehr und Verstaͤndigung
von Gabriel Rießer. Zweites Heft. 20 Sgr. ;
Veit C Comp.
Jaͤgerstr. 265.
*
Bern 1
de 21
bezieh
B I
in Leipzig erscheint ;
1842 an:
Deutsche Monatsschrift
fuͤr t
und offentliches Leben, redigirt von
Biedermann. J
Literatur
Carl
8 Thlr. Ausfuͤhrliche
P
Indem wir darauf verweisen, gr
hier den Inhalt des unter der Ar
1
. ö ili 83 ; D
Dr. F. Strauß: „Die christliche Glaubens ö . Geschichte der letzten landstaͤndischen Wah
zur Reform der Deutschen Straf-Anstalten.
darauf nimmt an E. S. Mittler,
2 gesammelt und herausgegeben von , ,, eleg. kart. Preis 25 Sgr.
Sch
quer 8. oder Voß sche Buchhandlung, dan Charlottenstr. 25, Ecke der Dorotheenstr. eine
Hoͤchst preiswuͤrdiges Weihngchts-Geschenk bei
Heymann, Heil. Geiststr. 7: ĩ dem undschaft,
auf 1830 — 35 mit 70 Kupfern 2 Thlr
—
Orphea. Taschenbuch auf 1824 — 29 mit 48 Ku⸗
2
pfern 25 Thlr. In der Nicolaischen Buchhandlung in Berlin, Braunsberg, Thorn und
Druck mit farbigem Rande auf Pappe ge ogen r § Thlr.
Mondar, E. J. Erinnerungs-Blaͤtter. Denk- maͤler der Liebe und Freundschaft. Eine Samm lung der besten Stammbuchs-Aufsaͤtze fuͤr jedes ej Lebens⸗Verhaͤltniß. 12. geh. „ Thlr. den
Wirthschafts-⸗Buch fuͤr Damen auf alle Tage im Jahre, mit Waͤsch⸗Tabellen fuͤr jeden Monat. 8. geh. 5 Thlr.
A⸗B⸗-C⸗ und Lese buch, neues, mit kolorirten Abbild. aus der Naturgeschichte. 8. geb. Thlr.
Rhode, C. E., Schul-Atlas uͤber alle Theile der Erde nach den neuesten Ansichten entworfen und gezeichnet. geh. 1 Thlr. J
Blumensprache, neueste, mit einem Anhange von Stammbuch⸗-Versen. 12. geh. „ Thlr.
Taschenliederbuch, neues, eine Auswahl von circa 100 der beliebtesten Lieder. 12. geb. „ Thlr.
Ansichten, 24, der vorzuͤglichsten Orte und Gegen den Ost und West Preußen, von J. Gottheil, lithogr. von Bils, in Umschlag. 18, 2s, 33 Heft à 1 Thlr.; Chinesisch Papier à 15 Thlr.
Confirmations⸗Scheine, 50, lith. Quer 4. 66.
Ehrentraut, V. . ten. Nach den Regeln der neueren Kalligraphie. 18 Heft Thlr. 36 Heft 125 Sgr. .
— Englische Schul-Vorschriften 3c. 13 Heft S Thlr.; 28 Heft 127 Sgr.
— Alphabete der uͤblichsten Schriftarten. Supple⸗ mentheft zu den Englischen und Deutschen Vor⸗ schriften. Thlr. . Boston⸗-Tabelle in Congreve⸗Druck. 4. 4 Sgr. Aufblick, der, zu Gott. Ein Gebet⸗ und Er⸗ bauungs⸗Buch fuͤr gebildete Katholiken. Mit 3 Kupf. 8. geh. 3 Thlr. Carl, E., Einleitung und Ergaͤnzung zu der Gram— maire frangaise par Nobl et Chapsal. gr. 8. geb.
123 Sgr.
Un
V., Deutsche Schul⸗Vorschrif⸗ E
Bei P. C. Faure, Koͤnigstr, 37, ist erschienen: Portrait des Koͤnigl. Preuß. Wirkl. Geh. Ober-Fi⸗ nanzrath und General-Direktor der Steuern ; Herrn Kuhlmeyer, Ritter ic. . Gezeichnet von Prof. Franz Kruger— Lithographirt von Fr. Jentzen.
ĩ j e schiene Buchhand⸗ mensetzung, die Glassificati lie charakteristischen Wien, ist so eben erschienen und in allen Buch ne 8. llazsisication, die chara ̃ lungen zu haben, in Berlin bei E. S. Mittler Eigenschaften und allgemeine Wirkung für den Ileil- (Stechbahn . zweck, kurz alles wesentlich VWissenswerthe über die
Preis auf Chin. Pap. 13 Thlr., auf w. Pap. 4 Thlr.
und Kunsthaͤndler passendes Festgeschenk:
Hauslehrer auf dem Lande, so Selbstunterricht. lage.
wür digsten aus de
. wennn Dante, Tasso. 4. geh.
Daraus einzeln: saͤnge. Preis:
setzt und erlautert von K. Ausgabe letzter Hand.
Schillerformat. ö
Bierbrauer, Branntweinbrenner und Alle,
Bei E. S.
lebensgefaͤhrlichen Folgen derselben zu bewahren. s eigenen Erfahrungen und mit Benutzung der besten neuesten Schriften uͤber diesen Gegenstand abgefaßt
Bei K. F. Köhler in Leipzig erschien so
Breite
Luflage:
In unterzeichnetem Verlage sind so eben erschienen
allen Buchhandlungen vorräthig: 11 8449 von Heinrich von Mühler. gen Velinpapier. 8. Elegant gehestet. 1. Thaler 15 Sgr. Volssche Buchhandlung,
Charlottenstrasse 25, Ecke der Dorotheensti
Preis
unterzeichnete Buchhandlung empfiehlt als
bens⸗ und Regierungs⸗Geschichte Friedrich Wilhelm's III., Koͤnigs von Preußen. Herausgegeben von
e .
Direktor der staͤdtischen Gewerbschule in Berlin.
Portrait des Koͤnigs in Preis 1 Thlr. 10 Sgr
Elegant geb. ) L. Nitz e),
Plahn sche Buchhandlung Jaͤgerstr. Nr. 37.
Vorzüglich empfehlenswerthe Werke zu
Weihnachtsgeschenken. uns ist erschienen und in Berlin durch Alexan—
„Duncker, Köoͤnigl. Hofbuchhaͤndler, Franz. Str. so wie durch alle uͤbrigen Buchhandlungen zu
en:
ane, Dr. L. G., Handbuch des Wissenswuͤrdig⸗
sten aus der Natur und Geschichte der Erde und ihrer Bewohner.
Zum Gebrauch beim Unter icht in Schulen und Familien, vorzuͤglich fuͤr wie auch zum
Vierte neu durchgesehene Auf gr. 8. Preis: 3 Thlr. 25 Sgr. IIandbuch des Wissens Natur und Geschichte dei
Bewohner, in 23 Blättern, ent
Que
8 Thle. las zu Blanc's und ihrer
vorsen und bearbeitet vou Ws, Wöalter. 2 hr
. de
olio. geh. Preis Italienischen Dichtkunst Uebersetzt von K. Streckfuß. Ausgabe in einem Bande. Preis 6 Thlr.
Meister Ariosto Hoch
rasender Roland und dessen fuͤnf Ge
zweile
io st o's sen
Uebersetzt von K. Streckfuß.
imgearbeitete Ausgabe letzter Hand. Hoch 4. geh .
ante Alighieri's goͤttliche KLomoͤdie. Ueber Streckfuß. Dritte
Hoch 4. geh. Preis: 1
Thlr. 25 Sgr.
Fouqus, Friedrich Barondela Motte, aus
gewaͤhlte Werke. Ausgabe letzter Hand. 12 Baͤnde geh. Preis; 4 Thlr. C. A. Schwetschke und Sohn.
zei Fri t 5 i aͤrich ist so eben Fur Buͤrgerschulen und sonst Jedermann Bei Friedr. S theß in Zuͤrich ist so eben Für Bürgerschule ; ö n n, bens . ist in der Arnoldischen Buchhandlung in Dres den und Leipzig erschienen und in allen Buchhand
lungen,
Stuhrschen, Berlin,
zunaͤchst in der 4, zu haben:
loßplatz 2, Potsdam, Hohenwegstr. 2 J
die Gewinnung, Benutzung und Verarbeitung
der Natur- Produkte zunaͤchst fuͤr Buͤrgerschulen,
mauch fuͤr Kuͤnstler, Handwerker, Landwirthe J die sich Haupt-Ansicht von chemischen und mechanischen
Geschaͤften verschaffen wollen.
Dritte sehr vermehrte Auflage, jetzigen Standpunkte der Wissenschaften gemaͤß
bearbeitet von Dr B Bruhn. 21 Bogen. 8. br. 20 Sgr.
Mittler (Stechbahn 3) ist zu haben Rath und Huͤlfe fuͤr k . 8 Alters und Geschlechts. Oder: Allgemein faß e Belehrungen, wodurch sie in den Stand gesetzt
werden, nicht nur diese Gebrechen richtig zu erkennen und durch eine passende Behandlung uünschaͤdlich zu z machen, sondern auch selbst radikal
en, zu heilen und stattfindender Einklemmung durch eigene Huͤlfe Bruch bald zuruͤckzubringen und sich so vor den Nach
von einem praktischen Arzte. zweite, verbesserte Aufl, 8. geh. 15 Sgr. eben zu haben in Berlin bei T. Trautwein, Str. 8, Logier und Eyssenhardt: Sommerblumenstraäuße den JJ gewidmet von 8. R e t nh. 2 Thle, bvosch. 3 Thlr. Der Verfasser giebt unter obigem Titel sechs neue rzaͤhlungen, die, wie seine fruher gelieferten Er⸗
d ist
zaͤhlungen und Novellen, mit Geist und Interesse
aufgefaßt und ausgefuͤhrt sind. n ders Damen zur angenehmen und interessanten Lek
tuͤre empfohlen werden.
Sie koͤnnen beson
Nützliches Wieihnachts-Geschenk. In 1 nsSeleln Verlage erschien 80 eben in zweiter Taschen- Atlas des Preulsischen
Historischer
Staats,
bestehend aus 16 historisch- geographischen Karten
mit erläuterndem Texte von Julius Loewenberg. Kartonnirt. Preis 1 Thlr. 10 Sgr. Aller Empfehlungen enthalten wir uns, da schon las Erscheinen einer zweiten Auflaße binnen Jahresfrist är die Nützalichkeit und den allgemeinen
Beisall unseres Atlasses spricht.
Volssche Buchhandlung, . Charlotten-Str. 25, Ecke der Dorotheen- Str.
Allgemeine
Preußische Staats-Zeitung.
M 3354.
Inhalt.
Amtliche Nachrichten.
Frankreich. Paris. Fortdauernde Spaltung unter den Konser⸗ vativen. — Vermischtes. — Pairshof. Prozeß Quenisset. Selbst⸗ vertheidigung der Angeklagten. — Briefe aus PJaris. Thiers und seine gegenwartige politische Stellung. — Weite Aufklaͤrun⸗ gen über die Praͤsidentschafts Frage.)
Großbritanien und Irland. Kon don. Medaille. — Organisation des Chartismus. Whigs. — Vermischtes.
Viederlande. Aus dem H aag. Berichtigung.
Deutsche Bundesstgaten. Hannover. Stande Versammlung. Erklaͤcung einiger Deputirten. — Gesetz uͤber die Rechtsverhaͤlt nisse der Juden. — Schreiben aus Fra nk furt. (Borse.)
Spanien. Vermischtes. — Schreiben aus Madrid. (Dem Sy siem des Terrorismus soll Einhalt gethan werden; Kongreß und Intervention, von der Presse beleuchtet; Zustand von Barcelona.) Türkei. Konstantinopel. Minssterial Veraͤnderungen.
Beilage. Türkei. Nachrichten aus der Tuͤrk. Ztg. — Deputa— tion der Maroniten gn die Pforte. — Inland. Berlin. Kö⸗ higliche Verordnung uͤber Militair-Dissiplin. — Jlufhebung der Postscheine fuͤr Lohnfuhrwerk. ;
Astronomische Preis — O'Connell und die
Amtliche Nachrichten.
Kronik des Tages.
Se. Majestät der König haben Allergnaͤdigst geruht:
Dem Geheimen Hofrath und Profesfor Dr. Weber in Breslau; so wie dem Stadtgerichts Rath Stu ertz zu Koͤnigsberg in P den Rothen Adler-Orden vierter Klasse; und .
Dem Buchhalter und ersten Vorstands-Beamten des Bank— omtoirs zu Maͤnster, Bacmeister, den Charakter als Rech— ungs-Rath zu verleihen.
6 X J
J
Bekanntmachung.
Dem dabei betheiligten Publikum wird hiermit bekannt ge⸗ macht, daß die Haupt-Seehandlungs-Kasse, vom 3. Januar k. J. die ihr zur Belegung gegen Seehandiungs-Obligationen an? gebotenen Gelder nicht mehr zu 36, sondern unter Beibehaltung der ubrigen Bedingungen nur zu 24 pCt. jaͤhrlicher Zinsen anneh? men wird. Dagegen bleibt fuͤr die fruͤher belegten Kapitalien der Zinsfuß von 375 pCt. vorlaͤufig unverändert.
Berlin, den 23. Dezember 1841. er Geheime Staats-Minister und Chef des Seehandlungs⸗ Instituts.
(gez) Rother.
ab,
8) —
Zeitungs - Nachrichten. Ausland.
Frankreich. . Paris, 16. 3 Spaltung der parlamentarischen Majorität, auf die wir schon seit laͤngerer Zeit aufmerksam ge⸗ macht haben, tritt bei Annaͤherung der Session immer deutlicher hervor, so viel Muͤhe sich auch das Kabinet gegeben zu haben scheint um dieselbe zu verbergen, Man hat gesehen, wie die De— batte uͤber die Kandidatur des Herrn von Lamartine erstickt und bis auf den Augenblick des wirklichen Kampfes in der Kammer hinausgeschoben wurde. Die Presse, welche sich bei jener Gele— genheit offenbare Gewalt anthat, scheint sich jetzt fuͤr das ihr auf— gedrungene Stillschweigen entschaͤdigen zu wollen, indem sie be— Verig eine andere Gelegenheit ergreift, um in ganz unverhohlene Opposition gegen das Ministerium zu treten. Man' gewinnt taͤg— lich mehr die Ueberzeugung, daß dieses einflußresche Journal schon lehßt im Interesse eines folgenden Ministeriums, im Interesse einer Combination Mols⸗-Lamartine, welches das rechte Centrum herbeiwuͤnscht, redigirt wird. Der Consti— tutionnel hatte in seinem gestrigen Blatte dargethan, daß die Königliche Ordonnanz uͤber die Reduction der Armes ein deutlicher Beweis sey, daß die von dem Ministerium Thiers getroffenen und so laut verschrieenen militairischen Einrichtungen vollkommen zweck⸗ mo ßig. gew gen waren, da der Marschall Soult und das Kaͤbinet vom 25. Oktober nicht die geringste Veraͤnderung mit denselben ern, hatten. Die Reduction an sich wuͤrde auch Herr Thiers vorgensmmen haben, sobald die Kriegs⸗Eventualitäten ver⸗ schwunden gewesen wären. Hierzu nun bemerkt die Preffe: 61 öl n,, man sieht, uͤber das, was geschehen ö. . erbli arin eine Rechtfertigung jener Politik, welche as Ministerium und dessen Freunde bekaͤmpft und verschrieen hatten, Offen, gesprochen, hat Herr Thier; Recht, sich Gluͤck zu wunschen. Es ist gewiß, daß man bis jetzt wenig hervor stechende H 2 lungen seiner Politik anfuͤhren könnte, die, nachdem sie . staͤ9nde eines heftigen Tadels gewesen, von seinen Nachfolge . verdammt worden waͤren. Es ist dies, wie man weiß , bestaͤndigsten und gegründetsten Vorwuͤrfe gegen das Kabinen vom 29. Oktbr. Wir unsererseits sind konsequent in unserem Beneh⸗ men. Wir haben dle Handlungen des Herrn Thiers bekãmpft.
D
241 Vez.
nicht weil sie von Herrn Thiers kamen, sondern weil sie un ᷣ
t e ; nen, so S verderbli an , , . Wir erblicken sie in keinem besseren Lichte, wenn * mehr oder weniger offen von Herrn Guizot angenommen und legitimirt
Berlin,
.
22sten
Mittwoch den
waͤren. Was auch bei Herrn Guizot, und zwar aus dem ganz einfachen Grunde, weil wir eine Politik von Grundsaätzen und ernsten Ueberzeugun⸗ gen, und nicht, wie so viele Andere, eine Politik von Personen und Eigennamen zu der unsrigen gemacht haben. Wir glauben, daß das Land nicht geneigt ist, seine Ansichten und seine Sprache in Betreff der Polltlk des 1. Maͤrz so leicht zu andern. Wir halten es fuͤr das sicherste Mittel, sein Vertrauen zu verscherzen, wenn man sich jener Politik nähert, sie fortsetzt und ihren Urhe— bern oͤfters Gelegenheit giebt, solche Freude, wie gestern der Ton— stitutionnel, an den Tag zu legen.“ . ö Mehrere der hiesigen Gpposstions-Journale tadeln es, daß man es mit der Instruction gegen den Angeklagten Dufour so eicht genommen habe. Da dieser angeblich die Seele der ganzen Verschwörung gewesen sey und man durch ihn endlich einmal an die eigentlichen Anstifter der Attentate, dle stets bezeichnet, aber niemals aufgefunden wuͤrden, haͤtte gelangen können, so waͤre es wohl der Muͤhe werth gewefen, eine foͤrmliche supplementarische Instructien gegen Dufour einzuleiten, energischer in ihm zu drin— gen, und sich hicht bei den wenigen an ihn gerichteten Froͤgen zu beruhigen. Dufour wisse augenscheinlich mehr, als alle uͤbrigen Angeklagten: er verweise selbst auf die Zukunft, die manches Ge⸗ heimniß enthuͤllen werde, und es sey hoͤchlichst zu tadeln, daß man sich nicht mehr Muͤhe gebe, schon jetzt diefen Geheimnissen auf
die Supur zu kommen. Heute, als am Jahrestage des Einzuges der Leiche Napo⸗ leons in Paris, begaben sich eine große Menge von Personen, worin; ter mehrere Militairs in der Uniform der alten Garde, nach dem Dom der Invaliden, um an dem Gitter, welches den Sarg Na— poleons umschließt, Immortellenkräͤnze aufzuhaͤngen. ; ö Boͤrse vom 16. Dezember. Zu Anfang der heutigen e,. n die Rente gesucht, aber bald stellten sich wieder zaͤhl— eiche Yzer 9 9 10 1 s o m 8 o 4 ; 7 ö w und die Course gingen auf ihren gestrigen
. Pairsh of. S itzung vom 15. Dezem ber. (Fortsetzung.) Nachdem Du four auf eine so unerwartete Weise das Gestaänd— niß seiner Schuld abgelegt hatte, verbreitete ich im Sitzungs⸗ Saale die Nachricht, daß er in der vorhergehenden Nacht einen Versuch gemacht hatte, sich das Leben zu nehmen. Er hatte zu dem Ende den in seiner Dose befindlichen Taback verschluckt. Schnelle ärztliche Huͤlfe vereitelte den Versuch, aber Dufour litt die ganze Nacht hindurch an furchtbarem Erbrechen und war geistig so herunter gekommen, daß ihm die Kraft fehlte, sein Ge— heimniß laͤnger zu bewahren. Nachdem im Verlauf der Si⸗ tzung mehrere der Vertheidiger noch einmal das Wort fuͤr ihre Klienten genommen hatten, fragte der Präsident den General— Prokurator, ob er noch etwas hinzuzufuͤgen habe. Dleser erhob sich und verlas das folgende Schluß⸗ Requisitorlum: In Bezug auf Prioul erklart das oͤffentliche Ministerium sein Schicksal der Weisheit des Hofes anheimstellen zu wollen. ö
— ð ö Was Quenisset betrifft, so tragen wir darauf an, daß er des am 135. September begangenen Attentats und des Komplotts, welches zum Zweck hatte, die Regierung zu vernichten, oder zu verändern, fur schul⸗ dig erklaͤrt werde; in Bezug auf Bouchenon, Colombier, Brazier (genannt Just), Dufoure, Petit (genannt Auguste), Jarasse, Lau— nois, Boggio (genannt Martin) ünd Mallet? tragen wil! Sarar⸗ an, daß sie der Mitschuld an dem Attentat vom 13. September und der. Theilnahme an dem oben erwaͤhnten Komplott fur schul⸗ dig erklaͤrt werden; der Weisheit des Hofes stellen wir es anheim, ob hinsichtlich Boucheron's, Baggio's und Mallets eine Straf— milderung eintreten konne. Was die Angeklagten Dupoty, Mar— tin, Fougeray, Bouzer, Considére und Bazin betrifft, so tragen wir darauf an, daß sie der Theilnahme an dem Komplotte fuͤr schuldig erklart werden, wobei wir fuͤr Martin und Fougeray mildernde Umstaͤnde fuͤr zulaͤssig erachten.“ — Der Praͤsident fragte hierauf den Angeklagten Quenisset, ob er noch etwas zu seiner Vertheidigung hinzuzufuͤgen habe? Qu enisset erhob sich mit einem Papier in der Hand, welches er mit zitternder Stimme, und offenbar tief erschuͤttert, ablas:
Da mir das Wort bewilligt worden ist, so werde ich dasselbe zuvor
derst benutzen, um dem Herrn Pallier zu danken, der ein so großes Talent entwickelt hat, um meinen so bedrohten Kopf zu vertheidigen. Ich bitte ihn, hier meinen Dank anzunehinen fur die Art, wiMker sich einer so peinlichen Misston erledigt hat. Meine Famllis und ich werden einen solchen Dienst nie vergeffen. Sie wissen, meine Herren Pairs, wie viel ich seit 8 Tagen habe leiden muͤssen, weil Ph die Wahrheit gesagt habe. Heute danke ich Gott, daß ein neuer Ange klagter guftreten mußte, um Ihnen zu beweisen, daß ich kein Luͤgner war. Er hat die Vertheilung der Patronen eingestanden. Alles, was ich gesagt habe, ist wahr, und es waͤre fuͤr mich ein großes Unglück gewesen, wenn die Wahrheit an der Klippe der Lüge hätte scheltern mussen. Ich habe Ihnen auch gesagt, m. H., daß ich mich nicht vertheidigen wollte; ich vertheidiqe mich auch jetzt nicht, aber ich höre in der Rwe Popincourt zwei klagende Stimmen, die meiner Frau und die meines Kindes. Ich hoͤre, wie inein Kind mir zuruft: „Vafer, du willst dich also nicht vertheidigen; du wilist alfo den Haß der Handwerker und die Verachtung der Einwohner mit dir in z Grab nehmen!“ Wenn mich nicht Bescheidenheit zurückhielte, so würde ich mich dem Hofe zu Füßen werfen; ich wuͤrde denen, gegen die ich strafbar bin, meine Gewissensbisse zu zeigen suchen. Ja, m. H., ich bin vera? then, auf eine unwürdige Weise verrathen worden. Sie haben selbst gehoͤrt, daß man när einen Vorrath von 21 Patronen hatte, und ich glaubte, man besaͤße ein ganzes Magazin, um das Regiment anzugreifen., Ich weiß nicht mehr, was ich gethan habe; ich weiß nicht, wie ich dessen faͤhig war, aber ich bin resignirt. Ich weiß, daß die Leiden der Menschen auf dieser Welt ein Ende nehmen, und ich glaube an ein anderes, ewiges Leben; ich weiß, daß es eine Erbsuͤnde giebt, die auf uns Allen bet unferer Geburt lastet. Ich habe alle meine Fehler, alle meine Vergehen, alle meine Verbrechen vor Gott gebeichtet, und ich beichte sie jetzt vor Ihnen. Ich bin strafbar, aber meine Reue ist groß. Ich habe nur noch Eines zu beklagen, daß naͤmlich die Herren Advokaten und ihre Klienten den Glauben ausgesprochen haben, daß mein Kopf allein genuͤge, um ein so großes Verbrechen abzubüͤßen. Nein, mein Kopf sst nicht den hundertsten Theil jenes Verbrechens werth. Wenn ' ich uͤberzeugt ware, daß er genuͤgen koͤnne, so wuͤrde ich ihn nehmen (er faßte seinen Kopf mit beiden Haͤnden) und ihn zu Boden werfen; aber
wir bei Herrn Thiers getadelt haben, tadeln wir
Dezember
ehr ed gf si e u, welches daraus hervorspritzen wurde, die rer ne , . a . Man würde sie dann an ihren fon ren rn er 7 sie wurden Niemand mehr taͤuschen
Die dor n 1 6. eiter hinzuzufügen. sie noch etwagesn Angeklagten, ven dem Präsidenten befragt, ob
noch etwas zu sagen hätten, beschraͤnkten sich ard theils dar⸗ auf, ihre Unschuld zu betheuern. tg e, e. n, de ,,, uern. Als die Reihe an den Angeklag— 5h i am, erhob sich derselbe und sagte: J e, . Worte hinzuzufügen; meine Sache ist von / . ihn schickt ert heidi gt worden, daß es mir Be⸗ It eine Dankbarkei Szudrnck⸗ Sei , . , ,. , nn Mitt waren die zährl icht r kae. ah : ek zich habe sie mit? . d. h . Anklage mit Geduld , Ruhe, die ei fes Gem ß ö ; , ies Alles m n é genkand ich war. Aber bevor dies Alles zu Ende geht, muß ich vor dem Publikum, zur Ehr d Civilisation, gegen den unerhoͤrten Gedanken protein en nr . klage beherrscht. Man will in meiner Person die P , ,. * will den Journalisten ihre Freiheit, ihr Eigenthum a 63 wenn meine Sache verloren ware, so würde es in der Fol * gend einer Perfidie beduͤrfen, um die Journalisten von 34 Til s⸗ herab, von wo aus Sie mir jetzt zuhoͤren, an den Platz zu . en den ich in diesem Augenblick einnehme. Was mich betrifft 3 meinem Lande nach besten Kraͤften diene, fo danke ich dem Drganen desselben, daß sie sich meiner Sache angenommen haben. Ein verein⸗ zeltes Organ ist ohne Staͤrke gegen die Maͤchte, welche es unterdrük= ken; aber die ganze Presse ist stärker als alle ihre Feinde. Ich werde Ihre Entscheidung, m. H., mit der Ruhe eines kechtlichen Mannes ähwarten; wie sie auch ausfallen möge, ich werde weder darts triumphiren, noch mich von ihr niederdrücken lassen.
Ganz zuletzt wendete sich der Präfidenkt noch an Dufour und fragte ihn, ob er dabei bleibe, keine weiteren Aus sagen ma— chen zu wollen? — Dufour: Die Zukunft wird Alles aufklaͤ— ren. — Der. Präsident: Ich kann nicht umhin, euch noch ein— mal bemerklich zu machen, daß ihr, wenn ihr wirklich als rechtli— cher Mann sterben wollt, die volle zahrheit sagen und die Ju⸗ siiz über die Ursachen eures Ungluͤcks aufklären mußt. Fuͤrchtet ihr denn nicht, daß euer Stillschweigen Anderen schaͤdlich werde, die man in dieselbe Falle locken konnte? Sagt uns daher, wel—⸗ en Anreizungen ihr gefolgt seyd, wer euch in jene Reihe von Verbrechen gestoßen hat, die euch den Strafen des Gesetzes bloß⸗ stellen. — Dufour bleibt einige Augenblicke lang schweigend mit gesenktem Haupt, dann erhebt er die Augen und ruft aus: „Un⸗ glůͤckseliger Stern! Wenn sich mir ein' besserer zeigen sollte, so wurde ich mich an ihn anklammern, um ihn niemals wieder zu verlassen. Es ist jener unselige Stern, der mich bis jeßt verfolgt hat. Ich wiederhole, daß, wenn einer jener Männer im Stande wäre, die Ruhe des Landes zu stöͤren, so wuͤrde ich sagen: Der ist es! Aber es ist kein solcher unter ;
l ihnen. — Der Praͤfi— dent; Die Debatten sind geschlossen. Morgen Mittag, Punkt 12 Uhr, wird der Hof sich in sein Berathungs⸗Zimmer zuruͤckzie⸗ hen. (Man, glaubt, daß das Urtheil nicht vor Sonnabend den 18ten d. gefaͤllt werden wird.)
Die clamentarischen Intriguen
Herr Thiers läßt seine as einzige Werkzeug, welches
Paris, 15. Dez.
werden mit großer Thätigkeit forte Journale sprechen, und dies ist fast ihm fuͤr den Augenblick uͤbrig bleibt. Dei ehemalige Praͤsident des Kabinets vom 1. Maͤrz haͤt seine Popularitaͤt fast ganz verlo⸗ ren, und sein persoͤnlicher Einfluß ist sehr gesunken. Er fuͤhit uͤbri⸗ gens wohl, daß er sehr weit von der Gewalt entfernt ist, und seine Annaͤherung an die Konservativen ist, nur ein Mittel, um die Schwaͤchen seiner Politik waͤhrend seiner letzten Verwaltung der Angelegenheiten vergessen zu machen. Frankreich hat die Opfer die ihm Herr Thiers auferlegt, und den unbedeutenden Ausgang der kriegerischen Politik, die beinahe Europa in Flammen gesetzt haͤtte, nicht vergessen. Man will hier keine Agitation, und die revolutionaire Partei, auf die Herr Thiers sich stuͤtzte, will ihn nicht; sie verstoͤßt ihn. Er beunruhigt uͤberdies Europa, und seine Anwesenheit in einem Kabinet gilt immer als eine Garantie we— niger fuͤr den allgemeinen Frieden. Jetzt, da er den Maßstab fuͤr seine Prejekte gegeben, wuͤrde seine Rückkehr ins Kabinet im Alis— lande vielleicht noch allgemeinere Mißbilligung finden. Seine Journale machen sich allerdings nach dieser Seite hin keine Sorge und glauben, daß es leicht seyn werde, mit den Feind— seligkeiten des Auslandes fertig zu werden. Sie nehmen in ihrer Po⸗ lemik keine Ruͤcksicht auf die wahren Interessen Frankreichs; worauf es ihnen ankommt, das ist der Triumph ihres Patrons, denn wollte man sagen, es lage ihnen etwas an dem Triumph ihrer Meinun⸗ gen, so wuͤrde man sich taͤuschen und zwar aus folgenden Gruͤn— den. Der Courrier das Sidele und der Constitutisnnel haben fruͤher Herrn Thiers mit der aͤußersten Heftigkeit angegrif⸗ fen. Als er Minister des Innern war, ging eines dieser Journale sogar so weit, daß es seinẽ Redlichkeit verdächtigte, indem es offen erklaͤrte, daß Herr Thiers nicht ein Mann sey, dem man ohne Gefahr die geheimen Fonds anvertrauen könne. Es war der Tonstitutionnel, der diese Sprache fuͤhrte. Seit jener Zeit sind die Politik und die Moralitaͤt des Herrn Thiers dieseiben geblieben, er hat nur das Talent gehabt, die Linke von ihrem ge⸗ wohnlichen Wege abzulenken und sie theilweise mit sich zu ver— schmelzen. Allein dies ist keine Veraͤnderung von seiner Seite, sondern die Opposition hat sich geändert, und die Journale haben sich fuͤr den Dienst einer Sache hergegeben, die nicht die ihrige ist. Diese Opposition ist jedoch Herrn Thiers nicht sehr treu ge— blieben, und der schlechte Erfolg, den der Praͤsident des 1. Maͤrz gehabt hat, rechtfertigt bis zu einem gewissen Punkte diesen Abfall. Sie giebt uͤbrigens auch der offentlichen Meinung nach, die sich so sehr gegen Herrn Thiers gewendet hat, daß er, wie gesagt, kaum noch anderswo Unterstüͤtzung findet, als in den dre genann⸗ ten Journalen, die ihm ganz ergeben sind. Er begreift vollkommen, wie viel Unangenehmes eine solche Stellung hat, und wie schwierig es ist, sie zu verlassen. Es sind viele Dinge, fuͤr die er Nachsicht bedarf, und noch mehr, die er vergessen machen muß.
Herr Thiers wird um so mehr Muͤhe haben, sich unter den gegenwartigen Umstaͤnden Bahn zu machen, als einer seiner größten