536 tuirenden Cortes! es lebe das einzig souveraine Volk! es fallen die Köpfe der Tyrannen! Figueras, den 5. September 1843. (Folgen die Unterschristen.) Diese Manifestation, die stark nach republikanisch⸗kommunistischen Ideen schmeckt, scheint die Bewegung von Gerona, die am Tten vor
Allgemeine
Magdeburg, 20. Sept. Höchster und niedrigster Getraide⸗Marktpreis: Wispel , . 18 — 42 Rihlr. Gerste: 235 — 24 Rthlr. j Roggen: 37 — 34 5 Hafer: 165 — 15 * s 83 — 231 . 1 Rkthir. Jahr. . Petersburg, 15. Sept. Waaren-Umsatz seit dem letzten Bör— S Rthlr. - I Jahr. senbericht: Gekauft: Von gelbem Lichttalg, 4. Sorte, 600 Fäss. zu 32 R. in allen Theilen der Monarchie
Das Abonnement beträgt:
2 Kthlr. für Vahr. Alle Post-⸗Anstalten des An- und
Auslandes nehmen SGestellung
auf dieses Slatt an, für Gerlin
die Erpeditign der Allg. Preuss. Zeitung:
unsicherheit ist unbehaglicher, als selbst die ungewissen Wechselfãälle eines offenen Kampfes es sein könnten. Kömmt dieser zum Ausbruch, so muß er doch eine Entscheidung herbeiführen. Denn es handelt sich nicht mehr um einen Streit zwischen Moderirten und Exaltirten, son⸗ dern darum, ob die Monarchie oder die Republik sie⸗—
gen soll.
Der Infant Don Francisco und seine Gemahlin haben, hänger für ihre Zwecke zu gewinnen, ihre letzten Juwelen und sogar lhre Equipagen verkauft, und ihren Aufenthalt nach dem Dorfe Ca— rabanchel, eine halbe Meile von hier, verlegt.
Die Regierung hat den General D. Fermin Salcedo zum Ge⸗ neral-Capitain der kanarischen Inseln, und den General Urbistondo zum General-Kommandanten von Biscaya ernannt.
Die Regierung hat beschlossen, alle Offiziere, welche seit dem 23. Mai durch einen Federstrich Espartero's in Masse um einen Grad befördert wurden, in diesen Erhöhungen zu bestätigen.
Die Herren Martinez de la Rosa, Perez de Castro, General Llauder, so wie die Herzogin von San Fernando, sind aus Frankreich hier eingetroffen.
Der englische Gesandte, Herr Aston, wird morgen, begleitet von seinem Privat⸗Secretair, dem bisherigen Korrespondenten der Mor⸗ ning Ehroniele, nach London abreisen.
X Paris, 17. Sept. Man hat heute genauere Nachrichten aus Barcelona vom 10ten. Das Feüer zwischen den Insurgenten, welche die Atarazanas, das südliche Fort, und alle Stadtthore besetzt hielten, und den Truppen, welche in Monjuich, in der Citadelle, zu Gracia und an mehreren anderen Punkten standen, welche gleichsam die Vorstädte von Barcelona bilden, war an diesem Tage fast ein— gestellt. Man schoß nur, wenn gerade einzelne feindliche Abtheilungen aufeinanderstießen, bei Ablösung der Posten oder bei Abholung von Mundvorräthen. Am Sten Abends 8 Uhr war indeß Alarm ent⸗ standen; man glaubte in der Stadt, die Garnison der Citadelle wolle einen Ausfall machen. Der Appell wurde geschlagen, und in einem Augenblicke waren die Milizen unter den Waffen, allein die Garnison der Citadelle wagte sich nicht hinter ihren Wällen hervor. Der Oberst Martell, begleitet von seinem Adjutanten Febres, einem bekannten Radikalen, war, von einer Abtheilung National-Miliz zu Pferde ein— geholt, am 9gten Nachmittags 1 Uhr in Barcelona eingezogen. Vom Thore San Antonio an bis zum San Jaimeplatz war er mit tausend
stimmigem Rufe: „Es lebe die Central-Junta!! empfangen worden. Auf dem Platze angekommen, fand er das dritte Freibataillon Martell war selbst Chef einer Division der Expeditions- Armee unter Amettler gewesen in Schlachtordnung aufgestellt, und als er herankam, präsentirte diese Truppe das Gewehr, worauf Martell eine Anrede an sie hielt, worin die gewöhnlichen Phrasen, wie sie jetzt zu Barcelona allgemein sind, natürlich nicht fehlten. Die Junta hatte im Hotel der vier Nationen ein Bankett ihm zu Ehren veranstaltet, wobei Toaste vor Allem auf die Central-Junta ausgebracht wurden. Noch an demselben Abend ging aber Martell, der bekanntlich eines der der Junta neuerlich beigeordneten Mitglieder ist, mit zwei anderen Mitgliedern dieser wieder ab, um sich mit dem zu Sans eingetroffenen Brigadier Amettler, der sieben Bataillone bei sich hatte, zu besprechen. Die Truppen Amettler's bestanden aus Frei⸗Bataillonen von Barce⸗ lona und Gerona, so wie aus mobilisirter Miliz der ersteren Stadt, und bilden eine beträchtliche Verstärkung für die Insurrection. Am Iten um 6 Uhr Morgens war Amettler auf seinem Marsche nach Barcelona in Molins del Rey eingerückt.
Der Constitucional erklärt es für eine llig. dung, daß die Tendenz des jetzigen Aufstandes für Errichtung der Republik sei, man wolle nichts mehr und nichts weniger als eine Central⸗Juünta. Emissaire von Prim, den man mme mehr anders be—⸗ zeichnet, denn als Grafen von Res (was im Catalonischen nichts“ bedeutet), sollen in der Nacht vom 7Tten auf den Sten versucht haben, die Fabriken von Montedas, Valenti, Tous und Serra, die mit Dampfmaschinen arbeiten, in, Brand zu stecken; allein die Gegenwart einiger Streitkräfte unter Rierg's eigenem Befehl und eines Mitglie⸗ des der Junta hätten hingereicht, um jeder Unordnung vorzubeugen. Ein Bataillon der Miliz von Mataro und eine Abtheilung jener von San Martin waren in Barcelona eingerückt. Auf der anderen Seite waren die Milizen von Igualada, und jene der anderen Orte, die dem Aufrufe Prim's und Gibert's folgend nach Gracia gekommen waren, wieder fast sämmtlich nach Hause gegangen, Hieraus erklärt sich, daß Prim unthätig zu Gracia steht, wie heute der T graph, sagt.
Die Stadt Figueras hatte schon am 20. August sich für die Central-Junta erklärt, indem sie der Protestation der Minorität der damals sich auflösenden Junta von Gerona sich angeschlossen hatte. Sobald die Nachricht von den Ereignissen von Barcelona nach Fi— gueras gelangte, erschien daselbst folgende Proclamation:
„Die National-Miliz von Figueras an die Bewohner
der Provinz Gerona.
; Bewohner dieser Provinz? ⸗
Wir, die wir am 20. August dem besonderen Votum uns angeschlossen haben, welches Cabrera, Maranges, Prat und Autet 9 Gallarda in der denkwürdigen Sitzung vom 1ten (in wescher die Mehrheit der Junta von Gerona dem Dekret dem Ministeriums Lopez gemäß den Beschluß gefaßt hatte, sich zu einer bloßen Hülfs-Junta umzuwandeln) konsequent mit un serer Manifestation, wenden wir uns an euch, auf daß wir, zusammen ein kompaktes Ganzes bildend, dahin gelangen, die Freiheit zu retten. Die Königin ist gerettet worden; aber das Land hat nie eine größere Gefahr gelaufen. Der politische Gedanke des Pronunciamiento wird verdreht; das Ninisterium Lopez, verbrecherisch oder bethört, verletzt die volksthümlichsten Bestimmungen unserer Fundamental-Gesetze, und was noch schlimmer ist, es verhindert den Zusammentritt der Central⸗Junta. Eine schon hinfällige Partei, widersetzt sich der Verwirllichung unserer Wünsche. Wie also die Freiheit retten und unsere Rechte ein für allemal erringen? ͤ 6 wenn der, Wille des Volks geachtet wird, so haben alle Alte
ö. , zum Ziele, die Güter auszudehnen, deren es genießt. Laßt 3 so die Central-Junta und die konstituirenden Cortes pro— 1 . , respektirt werden. Wenn wir Widerstand finden, 14h affen ergreife s. ĩ Wi , . Tiumen wech Mn greifen und dem souverainen Willen der Nation den (cle, Durch das Mittel der konstituirenden Cortes werden wir unsere po— litischen Rechte erlangen, und ö ; . . f friangen, und nur von ihnen können wir materielle Verbes⸗ erungen erlangen. Es steht , n , , , e enn git dl core Ben. 6 geschrieben; „Wo keine Freiheit ist, da giebt ich rn Ceuscht (ä. ( Tie blühendsten Nationen von Europa, Frank— reich, Deutschland, England, sind“ nicht alückli j so n n * Danl ö „ind nicht glücklich (diese Nationen werden schönen Dank sagen für das Glück, wie e die Hel . feifen. Anmerk, deg Korresp3, Tete, , big Herren von Figuergs be. greif orresp.), weil sie ihre NR ; zie in Spanien ist vie hre Rechte nicht erobert haben; wie in Spanien ist die zahlreichste Klasse da en, , me, Und jetzi, wo sich eine so schöne Gelegenheit bietet oll h die ärmse, Un lassen? sollen wir sie entschlüpfen Werfen wir unsere Apathie bei Sei ? . 242 Seite, möge u j ; ; Majestät erheben, und unter dem Rufe: , . sich mit Cortes, die Tyrannen fallen und die Rechte des Volks trium moe „Bewohner dieser Provinz, eure Landsleute richten r r euch; antwortet darauf: sollen wir Feiglingen gleich sein? dic i hin ist offen, sie wird uns als groß oder als erbärmlich beurtheilen . unserem Verhalten. . )
„Das Infanterie⸗Bataillon und die Compagnie, der Sappeurs- Pompiers der Miliz von Figueras haben sich bereits die Linie vorgezeichnet bie sie befolgen sollten: entweder unsere Rechte erlangen oder fechtend zů sterben! Zu den Waffen! es lebe die Central-Junta! es leben die konsti⸗
böswillige Verleum⸗
ele
um An⸗
sich ging, entschieden zu haben. Wie bereits gemeldet, hat die Junta von Gerona den Obersten des Provinzial-⸗Regiments dieses Namens zum General- Kommandanten der Provinz ernannt. Eine Kolonne wurde dort sogleich organisirt, um Barcelona zu Hülfe zu ziehen. Der ganze Distrikt des Ampurdan soll bereits organisirt sein, aber Mangel an Waffen sich fühlbar machen. Am 19ten Mittags war auch der so eben erst zu Toulouse in dem bekannten kommunistischen Prozesse freigesprochene ehemalige constitutionelle Alkalde von Figueras, Abdon Terradas, dahin zurückgekommen, und schon sagt man, die Junta von Gerona gedenke, sich ihn beizugesellen.
Ein Schreiben aus Barcelona vom 10ten sagt: Der eng⸗
¶
lische Konsul, der von der Fregatte „Medea“, wohin er sich wegen des sein Hotel bedrohenden Bombardements geflüchtet hatte, wieder ans Land gekommen war, sei in den Straßen der Stadt festgenommen, aber auf das energische Einschreiten des französischen Konsuls, Herrn Lesseps, auf Befehl der Junta augenblicklich wieder in Freiheit gesetzt worden. Zugleich wurden Entschuldigungen gemacht wegen dieses Verfahrens der Rational-Miliz, welche den Konsul für eine andere Person angesehen habe.
Eisenbahnen.
Vom Niederrhein, 15. Sept. Für die Eröffnung der RheinischBelgischen Eisenbahn in ihrer ganzen Ausdehnung ist nun, sicherem Vernehmen zufolge, der 14te. k. M. festgesetzt; jedoch wird der Dienst in seiner ganzen Vollständigkeit erst im nächsten Frühling in Betreff der verschiedenen Waarenzüge ꝛc. eingerichtet werden. .
Mainz, 18. Sept. Vorgestern Abend wurde bei der Abfahrt des Convoi's, der um 57 Uhr nach Frankfurt geht, bei Annäherung des Zugs an der Stelle, wo der Schienenweg die Chaussee nach Darmstadt durchschneidet, diese durch Vorschiebung des Schlagbaums gesperrt, wie dies, um Unglück zu verhüten, immer ge⸗ schieht. In diesem Augenblicke traf bei der Barriere ein leerer Wa gen, der nach Büttelborn wollte, ein, und der Besitzer desselben, ohne auf den herannahenden Bahnzug zu achten, erklärte, er habe das Chausseegeld bereits bezahlt, und fuhr mit solcher Heftigkeit gegen den Schlagbaum, daß er denselben zertrümmerte und glücklich über die Eisenbahn hinwegkam. Die zersplitterten Balken fortzuräumen, war nicht mehr Zeit; die Lokomotive war ganz nahe und zugleich war es unmöglich, den Lauf derselben zu hemmen. So ging der ganze Zug über die zerbrochenen Holzstücke fort, ohne daß sich auch nur der geringste Unfall ereignet hatte. Aber wie leicht hätte ein großes Unglück entstehen, wie leicht der Anstifter desselben, wenn er nicht den Schienenweg ganz passirt hätte, einen gräßlichen Tod finden können. Derselbe wurde übrigens sofort verhaftet, und ist zwar gegen Caution vorläufig auf freien Fuß, gesetzt worden, wird aber, da eine gerichtliche Untersuchung eingeleitet ist, für seine Un⸗ besonnenheit büßen müssen.
Braunschweig, 19. Sept. Das Chaos unseres Eisenbahnhofes beginnt allmälig sich zu lichten; die Erdarbeiten zu diesem Behufe sind so ziemlich vollendet und gestatten einen vorläufigen Ueberblick über die Großartigkeit der ganzen Anlage; von den Nebengebäuden sind manche der Vollendung nahe und zu den Hauptgebäuden wird wenigstens der Grund gelegt. Ein wesentlicher Nachtheil der Lage unseres Eisenbahnhofes bestand in seinen sehr winkeligen und engen, oder wenn geräumigeren, bedeutende Umwege bildenden Zu⸗ gängen zum Innern der Stadt. Man beginnt jetzt, diesem Uebel durch Brücken und Straßen-Erweiterung und Umwege ersparendes Niederreißen von Häusern nach Möglichkeit entgegenzutreten und so erhalten wir durch unsere Eisenbahnen den Nebengewinn der Ver schönerung wenigstens eines kleinen Theiles unserer sehr unregel mäßig gebauten Stadt.
3u =
— w —
auch 26 Sgr.; Eibsen
Rthlr. 8 Sgr. 9 Pf., auch 2 Rthlr. Roggen 1 Rihlr. 21 Sgr. 3 Pf. auch 1 Rthir. 18 Sgt. Hafer 6. Sgr., auch 22 Sgr. 8 6 Pf. Eingegangen sind
Sgr.
Zu W er; Weizen 2 5 Sgr. 3 P 9 Pf.; große Gerste 1 Rthlr. 2 Sgr. 6 Pf.; 6 Pf.; Erbsen (schlechte Sorte) 1 Rthlr. 12 249 Wispel 11 Scheffel.
Mittwoch, den 20. September 1843.
Das Schock Stroh 7 Rihlr. 5 Sgr., auch 6 Nthlr. 7 Der Centner Heu 1 Rthlr. 5 Sgr., auch 25 Sgr.
Branntwein ⸗Preise.
Die Preise von Kartoffel-Spiritus waren am 16ten 157 Rthlr., am 19ten 15 — 157 Rthlr. und am 21. September d. — 15 Rihlr. (frei ins Haus geliefert) pro 200 Quart à 54 pCt. oder 10,800 pCt. nach Tralles. Korn-Spiritus: ohne Geschäft.
Berlin, den 21. September 1843. . .
Die Aeltesten der Kaufmannschaft von Berlin.
9 = 2 1
ass .
Sgr. 6 Pf.
15 1 J. 141
2
Danzig, 18. Sept. Getraide. Der Umsatz an unserem Getraide—⸗ markle war in der vorigen nur sehr llein, da die Inhaber von Hetrgide von ihren hohen Forderungen nichts ablassen wollten, indem sie noch später eine günstige Konjunktur erwarten, Der ganze Umsatz war: 1375 Last Wei⸗ zen, davon: 42 Last 135— 36 pfünd. zu 409 Fl., 83 Last 130 - 34 pfünd. 355 Fl., 12 Last 135pfünd. rothbunter 340 Fl. und 75 Last 135 — 36pfünd. Fl.? — 1285 Last Roggen, davon: 56 Last 124 — 25 pfünd. zu 235 Fl., 19 Last 124 pfünd. 2325 Fl. und 53 Last 123 3fünd. Fl.? — und s Last Gerste, 19858 — pfünd., wovon der Preis ebenfalls nicht bekannt wurde.
Da heute die englische Post ausgeblieben, so war der Markt sehr flau und wurden nur 60 Last Weizen, 30 Last 135 —=36pfünd. 3823 Fl., 3 Last 131 —=35pfünd. 3823 Fl., 27, Last 134pfünd., zu 365 Fi. und 333 Last Rog⸗ gen, davon 12 Last 123pfünd. zu 230 Fl., 12 Last 122pfünd., 17 Last 124pfünd. und 5 Last 126pfünd., die 3 letzten Posten zu unbekannten Prei— sen, verkauft.
Die Witterung ist seit dern leßten Bericht vom 11ten d. schön geblie—⸗ ben, obgleich es jetzt schon des Morgens und Abends empfindlich kalt ist, und des Nachts ein so starker Thau fällt, daß es am Morgen aussieht, als hätte es geregnet. . .
Ein richtiges Urtheil über den Ausfall der diesjährigen Aerndte zu fällen, ist noch nicht gut möglich gewesen, da die bis jetzt darüber sprechen⸗ den Berichte zu sehr verschiedener Meinung sind. In manchen Gegenden soll sie nicht nur ergiebig sein, sondern auch volle, durchweg gesunde Aehren geliefert haben; in anderen Gegenden soll Beides fehlen. Jedenfalls ist eine gute Durchschnitts - Aerndte anzunehmen. Mit dem Einbringen der Garben in die Scheuern ist man, wie es heißt, fertig.
Danzig, 20. Sept. An der Börse sind verkauft: gestern nachträg= lich 7 L. U2ipfd. incl. Roggen a Cf. (I; heute: Weizen poln. 25 E. 135ps8. 2 Cf. 370, 25 L. do. 136pfd. a2 Cf. () und 335 L. 131 — 35pfd. a Ef. 380; 50 L. 123pf8. poln. Roggen u. 13 L. Leinsaat a Cf. C) pr. Last.
400 do. zu 31 R., 300 do. zu 31 R., 1000 do. zu 316, R., 200 do zu 315 R.; 1. und 2. Sorte 460 do. zu 316 und 307 R., 150 do 2. Sorte zu 305 R.; Seifentalg, 7090 do. zu 30 R. und 50,900 Pud zu 315 R., 10,006 Pud zu 313 R. und 10,000 Pud zu 315 R. z Flach 1216pf. 2000 Pud zu 287 R. und 1260 do. zu 27 N., 9 kopf. HJ 0 Pup zu 235 R. und 5600 do. zu 235 R., 6löpf. 3000 Pud zu 21 R. und
Insertions-Gebühr für den Raum
ohne Preiserhöhung.
einer Zeile des Allg.
Anzeigers 2 Sgr.
Preußische Zeitung.
Friedrichsstrasse Ur. 72.
2000 do. zu 205 R., alles per Berk. — Borsten, 1.
245 — 265 R., 2. Sorte, 1000 Pud zu 8 —
lich baar in Loco.
EB er. l
Den 22. Septem her
i n
9 r* 5 *
9, R. per Pud; —
Sorte, 1000 Pu zu sämmt
8 6.
1843.
ᷣ — ö Fonds. 83 Er. ö Brief.
our. Geld.
; 4 Actien. S — l
Pr. Cour.
Brief. Geld. Gem.
St. Schuld-Sch. Pr. Engl. Obl. 30. Präm Sch. d. Seeb. Kur- u. Neumärk.
10416. 103 90
102
Schuldversehr.
Berl. Stadt- Obl.
Dauz. d0. in Thb. Westpr. Pfandbr. 35 102 do. 1067
.
103 15
Grossh. Pos. do. Ostpr. Efandbr. — 103 1033
Pomm., do.
Kur- u. Neum. do. 3 8
Schlesische do.
C old al marco. K Friedrichsd' or. 137 And. GIdm. à 5 Th. — 2 Disconto. ö 3
Auswärtige 18. Sept. 6 san. I7
Amsterdam, HKanz-Bill. —. Freuss. Seh.
Antwerpen,
lIIam burg, 20. Sept
Pol. 17
Präm.
103 * 1025
1012 102 102
101 1032 1062 103
101
— 31 1312
3 113
1
ept.
London, 16. Sept. Cons.
sive 6 Ausg. Sch. 103. Russ. Bras. Petersburg, Wien, 17. Sept.
Engl.
75. Chili —. Lond. 3 Met. 373.
Ranle-Actien 1616.
Brl. Pots. Bisenb. do. do. Prior. Obl. Md. Lpæ. Eiseub. do. do. Prior. ObI. krl. Anh. Eisenb- do. do. Prior. ObI. Düss. Elb. Kiseul. do. do. Prior. Ohl.
Rhein. Eisenb.
Ju. do. Prior. Obl.“ Brl. Frankf. Eisb. do. do. Prior. Ohl. Ob. Sehles. Eisb.“ Erl. Stet. E. Lt. A. do. do. Lt. . — Magdeb. - alber-
do.
stüdter Eisenb. Bresl- Schweidn.-
Freihæ. Eisenb.
Pass. 4 3. Neue
395 9435. Bel. —.
Column l..
Anl.
Angekommene Fremde.
British Hotel. von Levis, Se. Excel Excellenz der Vicomte de Villaret de
aus Adamsdorf. Major a. D. aus Farbelwitz. Hotel de St. Petersb
— X V
Höotel du Nord. General⸗Lieutenant,
Alexandrine von Li
Matthes Forster, Mitglieder des britischen Parlaments, ar Se. Durchlaucht der Fürst von Wittgenstein
Hotel de Russie.
Johyeuse, von Arnim aus Mirow.
und
lenz d
St.
von Wakulsky aus Riga. Baron James von
ourg.
6 n
Prix, sämmtlich General⸗Major 4. D. Stephany, Königl. sächs. Konsul und General Major (. D. Straßburg.
der Fürst Bemitri
er General
aus Grätz.
Teil aus Durchlaucht
—0
olgurucki und Baron von Stein aus Moskau. on Strachwitz und von Garniew aus Deßau.
Se. Durchlaucht der Fürst von Lieven, Kaiserl. russ. Prinzessinnen Charlotte,
Sir ⸗—
aus Mitau.
Aul. Enz. Neue 2595 soll. 53. 550 1913. 59 Fort. — mex. 33. Hamb. 343. de 1839 ;
von Bog
2 1 Sames
Börsen. Niederl. wirkl. Sch. 53 39h d0. 26. — c esterr. 1092. Jiusl. Bank- Actien 1675.
57h do. 1005. Zinsl. —.
173.
Russ.
Anl.
395
Fern 203.
Faris 407
1153.
Graf von Chambord, Se. Durchlaucht der Herzog Lieutenant Messieurs de l
Vincent, Se. abannes und ttmeister a.
no wsky
Eh Ri von Kamptz
Baroninnen
Emilie und uke nud
7 * is London.
Ihre Durchlaucht die Frau Fürstin von Wittgenstein, Ihre Durch lauchten die Prinzen Peter und Friedrich und die Prinzessin
nen Marie und Antoinette von Wittgenstein aus Petersburg. Baron von Hehldorf und Familie aus Glünagu.
Hotel de Rome.
Graf von Finkenstein nebst Gemahlin, Baron von Korff, Redlich, Oberst a. D., nebst Gemahlin, aus
Meinhardt's Hotel. mahlin, aus Moskau. Torgau.
Hotel de Prusse.
O
Toll und Fräulein von 8
*
Graf von Bourmont nebst Gemahlin, aus Paris. aus Mad
Oberst
I 5 olitz. 9. nebst (He
Ihro Excellenz die Frau General-Lieutenant wstien aus Neu⸗Bleyen bei Küstrin. Ober
Forstmeister von Münchhausen und Comtesse de Hardenberg aus
Merseburg. Rath von furt a. d. O. aus Potsdam.
König von Portugal.
Bever
lüger aus Zitonen in Volhynien.
in Mecklenburg, L
und Fräulein Tochter, aus Warschau, von Wilson, aus Dresden und von Roy aus Hamburg. fohr aus Altenhagen in Mecklenburg.
von Röder, Lieutenant aus Wollenberg. Hönig Mad. Oertel aus Ham
Particulier von Roedern aus Halberstadt. und Regierungs-Assessor Amborn Major 1m Regiment Garde du Corps von Derentholl
w ; Doctoren Fleischer aus
9 D. . burg.
N.
Gutsbesitzer Fabrikant Weber aus Moskau.
Königl. Justiz
aus Frank
Kleve und Bisch—
Particuliers Heise aus Altenhagen anna aus Prag, von Podezas ki, nebst Gemahlin
J zaialllil nebst (Hemahlin,
Stoelter
und Rittergutsbesitzer, nebst Gemahlin,
K. Hofrath, aus Wien. Professor Petersen
Particuliere
aus Hamburg.
Kaufleute Habendorff aus Stetiin, Knoblau ch aus Magdeburg,
Loth aus Warschau, Mamitz und de Robiani aus Riga und Neumann aus Neu-Brandenbung. Hof-Lieferant Schmidt aus Neu-Brandenburg.
St. Petersburg.
Ilgenkow,
8
Cand. Phil., aus
Kalser von Rüßland. Kaufleute W. Adam aus Nastenburg, H Adam
aus Sensburg, S. J. und S. aus Mainz.
culier von Berger aus Dresden.
Hotel de Saxe. aus Paris.
*
aus Lübz im Grh. Mecklenburg, und Borowski aus Danzig.
Königsberg i. Pr., in aus Lok in Ost Preußen. Hotel de l'Europe.
Gutsbesitzer vo und von Jaroinski, nebst Gemahlin und
im Großherzogthum Posen.
König von Preußen. Kaufleute der Crone aus Elberfeld, C. F. Milde aus Lemberg und To
aus Rostacks. Hotel Stadt London. aus Wien.
lenbesitzer We dinger aus Gr. Kgemau,;
Jaeschke aus
Fabrik-Inhaber von Franck und Rameder Russell, Edelmann, nebst Gemahlin, aus London. Rendant Zimmer aus Koö—
blenz. Parficulier Böhring aus Königsberg in Pr. aus Dublin. Kaufleute Müller aus Hamburg, Haeger und Jahnke
.
Sonnabend, 23. G. A. von Maltitz. 4 Aten, von Albini.
Hie
Sept.
rauf:
Königliche Schauspiele.
Die Leibrente, Schwank in 1 Akt, von
Adam aus Darikehnen, H. Sart mann aus Obornit, Weinberg aus Elbing, und Blenker, nebst Gemahlin,
Rittergutsbesitzer Kaiser aus Königsberg in Pr. Rendant Gastmann aus Ersurt. Propristaire Marquis de Harenc de la Condamine Negociant Blockhuys aus Amsterdam. Kaufleute Arond Aron aus Schwerin, Professor Cludius
Pari
Fischel aus
n Mittelstädt aus Groß⸗-Kolede
Tochter, aus Groß-Silee
Breslau, W. von llens
f
Müh⸗
Rentier Hathsuell
aus Rügenwalde, Kleemann aus Glogau und Mars aus Lyon.
Die gefährliche Tante, Lustspiel in
Rönigsstädtisches Theater.
9)
Sonnabend, 23. Sept. erstenmale in dieser Saison: Lucia di Lammeraioor. Poesia del Sgr. Salvatore Cammarando.
3 Atti. Maestro Donizetti.
Italienische Opern⸗Vorstellung.) Zum
Opera in Musica del
Verantwortlicher Redactenr Dr. J. W. Zinkeisen.
Gedruckt in der De cke rschen Gehesmen Sber-Hosbuchdruckerei.
Beilage
1843.
—
Sonntag den 24sen September
eli
Fe n. 2 Rthlr. Preuß. Cour. für das Inland. — Bestellungen für Berlin werden in der r der Stadt wohnende Pränumerant erhält das Blatt durch die Stadtpost, schon den Abend vor Auslandes, bewirken ihre Bestellungen rechtzeitig bei den resp. Post-Aemtern; wer dies versäumt, Für einzelne Nummern des Blattes ist der Preis 24 Sgr.
gewünscht wird, an den Wochentagen von Morgens Der Preis der Insertion beträgt für den Raum
A n
Die vierteljährliche Pränumeration dieser Zeitung beträgt Expedition selbst (Friedrichs ⸗Straße Nr. 72) gemacht, und jeder innerhalb der Ringmaue dem angegebenen Datum, frei ins Haus gesandt. — Auswärtige, des In⸗ oder la — kann nicht mit Gewißheit die Nummern erwarten, die vor der hier eingegangenen Meldung erschienen sin . n lun Uebrigens ist die Einrichtung getroffen, daß Inserate, deren Aufnahme in den All emeinen Anzeiger dieser Zeitung
9 Uhr ab bis Nachmittags 4 Uhr in unserem Expeditions-Lokale, Friedrichs-⸗Straße Nr. 72, in Empfang genommen werden.
einer Zeile 2 Sgr. / Inhalt. Feld resse . Schwerin . s. ue nt eines Jesniten für den 2. Januar f. J. gekündigten neumärkischen Schuld Verschreibungen, natholischen Religions Unterricht am Ke , , . Schrei! im Betrage von 1, 600 Rthlr., wird zugleich mit Realisation des zu l,. n, ,, 3 , ihnen gehörigen, ant 2. Januar k. J. fälligen Zins- Coupons, Serie Il. h an en. Schreiben R Fades Rr. 17 schon vom 1. Dezember d. J. ab bei der Staatsschulden⸗ über die neueste Gestaltung der Dinge in Spanien.) Palästina. 3 , 21 w gor mit haizbrauch icht Verbbendung der in Europa gesammelten Helder zum Tilgungskasse, hier in Berlin Taubenstraße Nr. 30), in den Vormit⸗ Besten nothleidender Israeliten in Jerusalem. tagsstunden, gegen die vorgeschriebenen Quittungen erfolgen. Den außerhalb Berlin wohnenden Inhabern solcher gekündigten neumärkischen Schuld⸗Verschreibungen bleibt überlassen, diese sofort an die nächste Regierungs-Haupt-Kasse, unter Beifügung doppelter Verzeichnisse, in welchen die Obligationen nach Littern, Nummern und Geld- Beträgen aufzuführen sind, portofrei zur weiteren Beförderung an die Staatsschulden-Tilgungs Kasse zu übersenden und die Kapital⸗ Beträge bis zum 2. Januar k. J. bei der Regierungs⸗ Haupt⸗Kasse in Empfang zu nehmen, da von diesem Tage ab die Verzinsung aufhört. Berlin, den 18. September 1843. Haupt⸗Verwaltung der Staatsschulden. von Berger. Natan. Köhler.
2 . ö 3 . . ö e Ki 5e 7
Trauer der Armee um den General von Hrolmanct- ben aus dem Finchen taal
— Personal-Veränderungen in der Armee. Köln,. i, n anbler⸗ Verein. — Koblenz. Ankunft des russischen Finanz ⸗= Minister ö.
Dentsche Bnndesstaaten. Bayern. Aus Aschaffe bung; dos⸗ / Nachricht. — Sachsen. Grimma. Dreihundertjährige Jubelfeier der Landesschule. — Hannover. Hannover. Ankunft des Königs zu Harburg. — Aufhebung der göhrder Constitution. . Hessen. Mainz. Ankunft des Herzogs von Cambridge,. — Mecklenburg. Schwerin. Abmarsch des Bundes- Kontingents. — Freie Städte. Bremen. Durchmarsch des oldenburgischen Bundes⸗Kontingents. — Neues Dampfschiff für die Ober-Weser, ⸗ ö ⸗ ;
Frankreich. Paris. Abschieds⸗ Audienz Coletti 8. — Vorstellun gen des spanischen Ministeriums an die französische Regierung. — Ver- mischtes. — Schreiben ans Paris. (Das neu entdeckte Kommunisten⸗ Komplott.) .
Großbritanien und Irland. London. Der Plan zur Centralisa—⸗ tion der örtlichen Steuern in England und Wales. .
Niederlande. Aus dem Haag. Taufe des neugeborenen Prinzen = Schreiben aus Mastricht. (Die schwebenden Gesetz⸗Entwurfe; Stel lung des Herzogthums Limburg.) ;
Belgien. Brüssel. Empfang der Königin von England, .
Spanien. Paris. Telegraphische Nachrichten aus Spanien. — Briefe aus Paris. (General Concha geht nach Barcelona; Veränderungen in der Tiplomatie; Graf Toreno. — Weiteres über den Stand der Dinge in Barcelona.)
Türkei. Von der montenegrinischen Gränze. einem Zuge gegen Montenegro.
Tunis. Schreiben aus Paris. (Gutes Vernehmen mit Frankreich; der Bei foll dem Vertrage liber das Durchsuchungsrecht beitreten; Rüstun gen an den Küsten; Fortdauer des Sklavenhandels)
Vereinigte Staaten von Nord⸗Amerikg. Schreiben aus New⸗— Mork. (Parteistellung bei den Wahlen und Tyler's Aussichten bei der ö 0] , k Präsidentenwahl in Folge derselben; Gerücht vom Tode des Generals zu ihnen gehörigen, am 1. November d. J. fälligen Zins- Coupons, Jackson ungegründet; Besetzung erledigter Staats-Aemter; die nächste Serie J. Nr. 8, schon vom Isten k. M. ab, bei der Staatsschulden⸗
Sesston Tilgungs-Kasse, hier in Berlin (Taubenstraße Nr. 30) in den Vor⸗
ein ,,, , , , , d. mittagsstunden gegen die vorgeschriebenen Quittungen ö .
ö. 2. 8 ĩ ö. 2 * P ö I ö an ! or = 9 n
Handels- und Börsen⸗Nachrichten, Stettin und Magdeburg. , außerhalb , , . hr n, n Marttvrcise, — Fam burg. Getraidepreise. — Paris. Börse. 8. kurmärkischen Schuld⸗Verschreibungen bleibt überlassen, iese s .
— die nächste Regierungs- Hauptkasse, unter Beifügung doppelter er⸗ zeichnisse, in welchen die Obligationen nach Littern, Nummern und
Geldbeträgen aufzuführen sind, portofrei, zur weiteren Beförderung
an die Staatsschulden⸗Tilgungs⸗Kasse, zu übersenden und die Kapital⸗
Beträge bis zum 1. November d. J. bei der Regierungs⸗Hauptkasse, in
Empfang zu nehmen, da von diesem Tage ab die Verzinsung aufhört.
Berlin, den 18. September 1843. .
Haupt ⸗Verwaltung der Staats⸗ Schulden.
von Berger. Ratan. Koehler. Knoblauch.
Bekanntmachung, . die Auszahlung der zum 2. Januar 1844 gekündigten 11,600 Rthlr. neumärkischer Schuld-Verschreibungen
betreffend. Die Einlösung der in der vierten Verloosung gezogenen, das Publikandum vom 27. Juni d. J. zur baaren Auszahlung
64
Amtlicher Theil.
Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: Den bisherigen Kriegs-Zahlmeister, Kriegsrath Richter, zum General-Kriegs-Jahlmeister zu ernennen und ihm den Charakter als
*
Geheimer Kriegsrath zu verleihen. —
Se. Königl. Hoheit der Prinz Karl ist nach der Provinz Rother. Knoblauch.
Sachsen, e . ö. Ihre Königl. Hoheit die Prinzessin Ka rl nach Weimar und Se. Königl. Hoheit der Prinz August von Württemberg nach Altenburg abgereist.
Bekanntmachung,
die Auszahlung der zum 1. November i813 gekündigten
Rüstungen zu As, 000 Rthlr. kur märkischer Schuld⸗-Verschreibungen
betreffend. Die Einlösung der in der vierten Verloosung gezogenen, durch
27. Juni d. J. zur bagren Auszahlung am
das Publikandum vom 27 . b. zahl J. November d. J. gekündigten kurmärkischen Schuld⸗Verschreibungen, Realisation des
im Betrage von 18,000 Rthlrn., wird zugleich mit
Angekommen: Se. Durchlaucht der Fürst Ludwig zu Sayn⸗ Wittgenstein-Berleburg, von Mainz.
Abgereist: Der General⸗Major und Commandeur der Garde⸗ Infanterie, von Prittwitz, nach Lüneburg.
Der General-Major und Kommandant von Schweidnitz, Graf Henckel von Donnersmarck, nach Schweidnitz. ; Der Kaiserl. russssche Geheime Rath und, Kammerherr, außer= ordentliche Gesandte und bevollmächtigte Minister am hiesigen Hofe, Freiherr von Meyendorff, nach Neu⸗Strelitz. .
Der Kaiserl. russische Wirkliche Staatsrath von Fuß, nach St. Petersburg.
* 9 1
nlichtamtlicher Theil. Inland.
Sept. Das Militair-Wochenblatt enthält
folgende Allerhöchste Kabinets Ordre:
„Um die ausgezeichneten Dienste des verstorbenen Generals der Infanterie von Grolman zu ehren, bestimme Ich, daß die Armee, welche an ihm ein hohes Vorbild verloren hat, sür denselben die Trauer auf brei Tage anlegen soll. Diese Trauer beginnt bei jedem einzelnen Truppentheile mit dem Tage des Empfanges dieser Meiner Bestimmung, deren Bekanntmachung Ich dem Kriegs⸗Ministerium hierdurch auftrage.
Berlin, den 16. September 1843. (gez) Friedrich Wilhelm.“ Den 31. August ist der Geh. Kriegsrath, und General-Kriegs⸗ Zahlmeister bei der General-Militairkasse, Müller, in die erste Ren⸗ dantenstelle; der Kriegsrath Richter, Kriegs— Zahlmeister und erster Controleur derselben Kasse, in die zweite Rendantenstelle eingerückt. Unter demselben Datum ist der Geheime Kriegsrath Fehrmann, General⸗
Liegnitz. NiederschlesischMärkische Bahn. — Aus der
Berlin, 23.
Neueste Leistungen von Cornelius. — Musit Aufführung in der Königlichen Alademic der' Künste. — War sch au. Italienische Opern-Vorstellung.
—
Schreiben aus Breslau. (Schauturnen.) — Einfangen der Nachtigallen. — Uneigennützigkeit Kreife Bitterfeld. — Düsseldorf. Lebens. r Assisen. — Trier. Thaer's Denkmal. — Deutsche Bundesstaaten. Bayern. Reform im Medizinglwesen. — Aus Fran⸗ fen. Tie evangelische Kirche. — Ansbach. Beaussichtigung des Ver— fehrs mit Lebensmitteln. — Württemberg. Eßlingen. Gewerbe⸗ Ausstellung. — Grh. Hessen, Mainz. Aussichten auf die Wein⸗ Aerndte, * Braunschweig. Brau nschweig. Abgang des Truppen—
Reichshofrathes und Reichskammer⸗
Corps. — Prozeßakten des ehemaligen ho ꝛ u Dänemark. Kopenhagen. Erfindung einer lithographischen
Beilage. Inland.
Merseburg. Das, mehrerer Gemeinden im reliung. — Eröffnung de Neues Eisenbergwerk. — Schreiben aus München.
Rother.
durch gerichts. — am
Viertes Bild: Herminia und Klorindens Rettung bei den Hirten. Nach 7. Stanze des 7. Gesangs: Als dort so jäh die fremde Wehr erschienen, Da zeigen sie erstaunt sich und erschreckt, Doch sie erweckt Vertraun durch Gruß und Mienen, Indem sie Aug' und Lockengold entdeckt. Ihr gottgeliebten Menschen, sagt sie ihnen, In Ruhe sei das schöne Werk vollstreckt; Denn nicht soll diese Wehr von holden Sängen Und stiller Arbeit feindlich euch verdrängen.
Eine anmuthige Idolle, worin die drei musizirenden Hirtenkinder hübsch angelegt sind, und gehoben durch den leichten Kontrast der kriegeri— schen Erscheinung. Der Oberkörper der Heldin geräth durch die Verlänge⸗ rung des Panzerhemdes in etwas unvortheilhafts Dimensionen. Die Hal⸗ tung des Rosses der davonspringenden Heerde gegenüber giebt der etwas schwergehaltenen Gestalt ein gut angebrachtes Relief. In der Varirung ber drei Kinderköpfe zeigt sich die Meisterhand, welche mit wenigen Strichen in die Züge die Eigenschaften des Gemüths und der Seele zu legen weiß. Die pakriarchalische Figur des Greises vermittelt in ihrer geistigen Gestal— tung die stechende Neugier der Kleinen.
Als fünftes Bild sehen wir die Taufe der sterbenden Klorinde durch Tankred. Tasso singt (XII. 67, 68):
Nicht weit von dort mit leisem Murmelklange Entquillt ein kleiner Bach dem Hügelschoß
Dort eilt er hin und füllt im heil'gen Drange
Den Helm und kehrt zum Amte, fromm und groß. Ihm bebt die Hand, doch macht er trüb und bange Den Helm vom unbekannten Antlitz los.
Er sieht, erkennt — wie wird ers tragen können? — Verstummt, — erstarrt. — O Anschaun, o Erkennen!
Doch starb er nicht — all seine Kräfte drangen Nach diesem Punkt als Wächter um sein Herz,
varienberg mit drei aufgerichteten Kreuzen; im Vorgrunde der Träger des Beausant (Bannerführer) und die Heerführer, theils auf den Knieen Gott
der dankend, theils in frommes Entzücken über den Anblick der Stätte verloren,
Neneste Leistungen von Cornelius.
Die Entwürfe des Nitters Peter H. Cornelius zu den sechs Dar stellungen aus Tasso's „Befreitem Jerusalem“, welche bei dem am 28. Fe— bruar d. J. zu Berlin veranstalteten Hoffeste in lebenden Bildern zur Aus= führung kamen, ind nunmehr bei G. Reimer dahier in Großfolio im Stich erschienen. Diese Umrisse veranschaulichen auch Demjenigen, der jenem Heiteren und durch die Kunst, die Vermittlerin eines erhöhten geistigen Daseins, verschönerten Feste nicht beiwohnte, die Großartigkeit desselben. .
Von den sechs sauber und sicher gearbeiteten Platten (Stich von E.
wo der Tod der Menschheit durch das Opfer der Gottheit besiegt ward. Auf den einzelnen Gesichtern zeigen sich tiefe Andacht, ritterliche Freude über das gelungene Werk, anbekende Zerknirschung, Ehrfurchtschauer, schwär⸗ merischer Aufblick nach Oben, Erstaunen, Preis und Jubel in charakteristi⸗ schen Abschattungen, und das Ganze macht einen Eindruck, als vernähme das Ohr wirklich die mit festem Glauben und innigem Gottvertrauen aus—= gesprochenen Gebete der frommen Krieger. Der Anführer des Nachtrabs sieht gar kriegslustig drein, und man merkt ihm die Freude an, daß die Belagerung der Stadt bald von statten gehen werde. (Sie begann be⸗ fannklich am folgenden Tage, und an einem Freitag, am 6, , nnn, am Tage, zur nämlichen Stunde, als Jesus Christus gekreuzigt worden war, pflanzte Gottfried von Bouillon die Fahne mit dem Siegeszeichen der
Christen auf den Wällen Jerusalems auf.)
Eichens) zeigt uns die erste den Engel Gabriel, wie er dem Herzog Gott⸗ stied' von Bouillon erscheint, unter Zugrundlegung der St. 15 des ersten Gesanges der Tasso'schen Epopöe:
Er schwingt dann schnellern Fluges aus den Höhen Sich abwärts nach Tortosa's Auen her,
Und sieht die Sonn' im Osten auferstehen,
Zum Theil herauf, zum größern Theil im Meer. Nach seiner Art vertraut im frühen Flehen Gottfried dem Höchsten Sorgen und Beschwer, Und mit der Sonne sieh, doch heller scheinend, Vom Osten her den Engel, ihm erscheinend!
Die Gestalt des Erzengels, der die „Stärle Gottes“ schon im Namen äandeutet und auf den ersten, noch mit den Sternen ringenden Strahlen des Morgens zu dem am Boden betenden, von schlafenden Kriegern umgebe⸗ nen Herzoge schwebt, ist vortrefflich gehalten, in der triumphirenden Glorie des christlichen Bewußtseins.
Das zweite und Hauptbild stellt den Moment dar, wie das Heer der Kreuzritter zum ersten Mal Jerusalem erblickt, nach III., 3:
Beschwingt das Herz, beschwingt die Füße, rücken Sie vorwärts im bewußtlos schnellen Lauf; Doch wie auf's dürre Feld die Gluten drücken, Denn höher stieg bereits die Sonn' herauf,
Da sieh, Jerusalem vor ihren Blicken! Jerusalem! und Alle zeigen d'rauf;
Jerusalem! so tönt es lauten Schalles,
So grüßen Tausende, so jubelt Alles.
Eine meisterhafte Gruppe! Die nach langen Leiden zusammengeschmol⸗ zenen Haufen der Kreuzfahrer sieht man in der Ferne gegen die den Saum des Horizonts begränzende heilige Stadt anrücken, etwas näher der Kal—
Dem dritten Bilde: „Armide spricht den Herzog Goltfried um Hülfe
an,“ dient die St. 38 des vierten Gesangs zur nächsten Folie:
Er schweigt, bis sie zu Gottfried's Zelt gelangen, Der, fern dem Volk, bei seinen Helden sitzt. — Und ihr, die tief sich neigt, die Rosenwangen Vor Scham entzündet, fehlt's an Worten itzt. Doch dies Erröthen, dieses inn're Bangen
Wird von des Kriegers Trostwort unterstützt,
So daß sie endlich ihre Mähr verkündet
Mit einem Ton, der süß die Sinne bindet.
Hier ist die Gruppirung einfacher gehalten, da es darauf ankam, das Interesse der Situation auf eine einzige Persönlichkeit, die am Boden lie⸗ gende hülfeslehende Armide, hinzulenken. Der würdevolle Ernst, die nach⸗ sinnende Erwägung . . 236 i erg ie e nnn, n
estalt des schönen Weibes einen pittoresken Gegensatz, gehoben durch die ee. ! rn er i n Hestalten der bel diesem Aufiritz anwesenden und die , , , n, . Knieende mit sichtlicher Theilnahme, die bei zweien schon den Anbruch eines , En 1
tieferen Gefühls durchblicken läßt, betrachtenden und ihr Muth zusprechen⸗ Sah sie, von Lust ,, — den und zuwinkenden Krieger, Als lebendes Bild mußte diese Situation ie n nn, n sprache sie zufrieden: ; einen wahrhaft magischen Eindruck machen. Auf diesen Effekt war auch r n. jn lhre g, n, een. der Entwäürf zunächst berechnet, der sonst von einem an Ideen so reichen , . 2 ae malerische heraussftellt, ist⸗ Meister wie Eornelius natürlich noch in weit größerer Mannigfaltigkeit hätte Diese Situation, die sich von selbst als 36 he e wenn, bet genia- angelegt werden können. mit einem sparfamen, aber zutreffenden Aufwan