1843 / 90 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

setzes verlassen, die durch dasselbe der Regierung zustehenden Befug⸗ uisse nicht Überschreiten, sondern mehr auf begütigendem, versöhnen⸗ den Wege vorschreiten müsse. Aber ein Beschluß, der am besten die ehegten Besorgnisse vor einem Ausbruch zu Madrid zeigt, ging end⸗ . durch, nämlich, daß im Falle eines Aufstandes in der Hauptstadt selbst das Gesetz vom 17. April 1821 wieder in Kraft gesetzt wer⸗ den solle, welches dem General-Capitain eines Platzes, wo die Re— bellion offen das Haupt erhebt, gestattet, das Martial-Gesetz zu pro⸗ klamiren, und welches bekanntlich von dem esparteristischen General Carratalé während des Aufstandes gegen den Regenten zuerst zu Sevilla und dann zu Cadiz in Anwendung gebracht worden war. Dadurch wird der General-Capitain, im gegebenen Falle von Madrid also der General Narvaez, ermächtigt, eine ständige Militair-Kom⸗ mission zu Aburtheilung der als der Rebellion Beschuldigten nieder⸗ zusetzen.

In den Gebirgen der Sierra Morena in der Gegend von An— tequera, Loja und Ronda, auf der ganzen Strecke zwischen Sevilla und Granada scheint der Aufstand immer mehr um sich zu greifen. Man erinnert sich, daß Ronda und dessen ganze Gegend schon wäh— rend des Juni-Aufstandes bis zum letzten Augenblicke die Sache des Regenten unterstützt, und daß besonders die Miliz von Ronda alle selbst mit bewaffneter Hand von Granada aus gemachten Versuche, dort ein Pronunciamiento zu Stande zu bringen, gänzlich mißlangen. Nun scheint man dort einen förmlichen Guerillas-Krieg organisirt zu haben, in Folge dessen am Sten der General⸗Capitain von Granada mit allen nur irgend verfügbaren Truppen ausgerückt ist, um die In surgenten zu verfolgen. Zu Madrid beschuldigt man den General Linage, den vertrauten Freund und Anhänger Espartero's, von Gibraltar aus die Fäden dieses Komplottes zu lenken. Wie dem auch sei, die Sache schien sehr ernstlich zu sein.

Die heute aus Madrid eingetroffene Gesandtschafts-Staffette bringt bereits Nachrichten von dort bis 16ten. Die Gaceta vom 16ten bringt einen Befehl, welchen der Kriegs-Minister an den Ge— neral-Capitain Araoz in Catalonien gerichtet hat. Es heißt darin: „Die provisorische Regierung, welche geneigt ist, die Treue der braven Diener der Sache der Nation und der Königin zu belohnen, ist auch verpflichtet, auf eine exemplarische Weise diejenigen zu bestrafen, welche so heilige Pflichten verletzen. Da sie gesehen hat, daß der Brigadier Amettler, der an der Spitze der Truppen stand, welche die Regierung ihm anvertraut hatte, auf die Seite der Aufrührer von Barcelona übergegangen ist, so hat sie beschlossen, daß Ew. Excellenz gegen den besagten Amettler vorschreite, sobald man seiner habhaft geworden sein wird, mit der ganzen Strenge, welche die militairischen Gesetze gegen diejenigen verlangen, die die Regierung Ihrer Majestät und das Banner des Vaterlandes verrathen, so wie gegen jede andere Person, die sich in demselben Falle befinden könnte.“ Ferner hatte der Minister des Innern ein Rundschreiben an alle politischen Chefs erlassen, worin er ihnen sagt, in dem von der Regierung am 14ten veröffentlichten Manifest fänden sie die Linie für das von ihnen zu beobachtende Verfahren vorgezeichnet in den kritischen Umständen, worin das Land sich befinde. Der Sieg der Opposition bei den Wahlen zu Madrid wird als sicher angegeben.

2

& Paris, 21. Sept. Die Stadt Bahia (Brasilien) ist durch einen furchtbaren Erdsturz größtentheils zerstört worden. Um die Darstellung der fürchterlichen Katastrophe leichter verständlich zu machen, wird eine kurze Beschreibung der Lokalitäten, wie sie das Jonrnal du Havre giebt, am rechten Orte sein:

Die Stadt Bahia oder San Salvador, im Norden der herrli⸗ chen Bai gleiches Namens gelegen, ist in zwei Theile getheilt, in die obere und die untere Stadt. Die ersten Niederlassungen wurden in letzterer gebildet, die sich parallel am Meere hin auf einem schmalen Strich Landes ausdehnt, der von einer beinahe perpendigulairen Fel senwand beherrscht wird. Je mehr die Stadt ins Aufblühen kam, desto mehr suchte man gute Luft und Raum zu gewinnen, und die Bergabhänge bedeckten sich daher immer mehr mit Bauten aller Art, namentlich wit Land und Lusthäusern. Allmälig erhoben sich auf dieser Hochebene reiche Klöster und prächtige Gebäude aller Art, zum Theil reich mit Marmor bekleidet, und gegen das Ende der portu— giesischen Herrschaft hin hatte dieser Theil der Stadt einen bemer⸗ kenswerthen Grad von Glanz und Pracht erreicht. Hier stehen die Reglerungspaläste, die öffentlichen Gebäude, die schönsten Kirchen und ein botanischer Garten, von welchem aus man eine der schönsten An— sichten der Welt genießt. .

Die untere Stadt dagegen besteht in einer dichtzusammengedräng⸗ ten Häusermasse, dort hat ausschließlich der Handel seinen Sitz, der da alle Bequemlichkeiten findet in der Nähe der Zollstätte, der Rhede und den weitschichtigen Magazinen, die sich nach dem Meere hin öffnen. Für die Verbindungen mit der oberen Stadt, die so zu sagen über ihrem Haupte schwebt, hat sie nur einige Laderas oder sehr jäh ansteigende Fußpfade, eben so gefährlich zum Hinan- als zum Her⸗ absteigen, und auf welche man nur äußerst selten anders sich wagt, als in einer Tragsänfte: dessenungeachtet ist aber der Verkehr auf denselben sehr lebhaft. Es scheint, daß in den ersten Tagen des letz ten Monats Juli sehr reichliche Regengüsse zu Bahig gefallen sind und den Boden so erweicht haben, daß am gten ein Theil der Hoch— ebene, auf welcher die obere Stadt gebaut ist, sich losriß und auf die untere Stadt herabstürzte, wo eine große Anzahl von Magazinen da⸗ durch verschüttet, ganze Straßen eingestürzt und die Kirche del Pillar unter der Masse begraben wurde. Eine Menge von Personen, die gerade ihre Siesta hielten, wurden so lebendig begraben, unter An⸗ derem die Geistlichkeit der Kirchen von Rio Fundo und del Pillar.

Man kann sich den Schrecken denken, welchen diese furchtbare Kata⸗

strophe beiden Theilen der Stadt verursachte, und auf welchen hohen Grad derselben steigen mußte, als eine Warnung der Polizei ankündete, daß die Ingenieure der Regierung den Einsturz des ganzen Fels-Abhanges voraussähen, vom Kloster de la Solidad an bis zum Theater. Das ist ungefähr der dritte Theil der Länge der Stadt, die etwa drei AÄilometer betragen kann. Alles entflo0h daher aus den bedrohten DAugrtieren: die Douanen und die Magazine wurden geschlossen, alle Beschäfte eingestellt. Am 31. Juli indeß war das Wetter wieder schön geworden, und da kein neuer Unglücksfall eingetreten war, so hatte das Vertrauen sich wieder etwas gehoben. Einige Läden öffne⸗ ten. sich . und immerhin noch mit Zittern nahm man wieder Einige , f . Weiter gehen die Nachrichten nicht, als bis zu diesem Datum (3. Juli), und die vorstehenden Details sind bis jetzt die einzigen, die zu unserer Kenntniß gekommen sind.

Eisenbahnen.

Stettin, 23. Sept. Gestern ist auf unserer Eisenb , ersten Station von hier, bei Tantow, ein Wärter ö . * auf eine traurige Weise ums Leben gekommen. Derselbe hatte näm—

5 Sgr.; Roggen 14 Nthlr. 20 Sgr 25 Sgr.,

6 Pf.

Zufuhren .... 18 Preise .....

560

sein Stationshaus wieder zu erreichen und wird nun von der Loko— motive ergriffen, wodurch der Kopf und einige andere Glieder sofort vom Körper getrennt und ein augenblicklicher Tod des Unglücklichen herbeigeführt wird.

Dresden, 24. Sept. Die Bedingungen, unter welchen sich die Staats-Regierung bei der Oberlausitzer Bahn betheiligen wird, werden in einigen Tagen nunmehr offiziell veröffentlicht werden. Daß die Staats-Regierung das mehrfach erwähnte Anerbieten meh— rer Banquiers, sämmtliche Actien mit einem Aufgelde von „pCt. zu übernehmen, abgelehnt hat, ist gewiß. Es wird freie Konkurrenz,

wie bei der Zeichnung der Sächsisch- bayerischen Eisenbahn-Actien, stattfinden.

Wien, 20. Sept. Die mit Glück in England gemachten

Versuche mit der Clegg'schen Luft-Eisenbahn, welchen zufällig auch ein sachverständiger Angestellter der hiesigen Nordbahn beigewohnt hat, erregen hier in solchem Grade die verdiente Aufmerksamkeit, daß man die Anwendbarkeit dieser Erfindung zur Ueberschreitung des Semmerings in ernste Erwägung ziehen will. Für Gebirgsstrecken, aber wegen der verhältnißmäßig bedeutenden Baukosten auch nur für diese, wäre die Clegg'sche Luftbahn, wenn die Erfindung sich be währt, in der That von den größten Vortheilen begleitet. Es soll auch zur Prüfung der Sache demnächst eine unserer technischen Au toritäten durch den Freiherrn von Kübeck nach England abgeordnet werden. Die Vorarbeiten am Semmering sind einstweilen eingestellt worden.

Berlin -Stettiner Eisenbahn. Frequenz in der Woche vom 17. bis incl. 23. Scptenthe! 7605 Per-

8011enh.

gandels- und Bärsen „Uachrichten. Marktpreise vom Getraide.

Berlin, den 25. September 1843. ö Zu Lande: Weizen 2 Rthlr. 1 Sgr. 3 Pf., auch 1 Nthlr. 27 29.

6

6 Pf.; Roggen 1 Rthlr. 22 Sgr., auch 1 Rthlr. 14 Sgr.; gioße K Rihlr., auch 28 Sgr. 9 Pf.; Hafer 25 Sgr., auch 20 Sgr. 8 P; Erbsen 1 Rthlr. 10 Sgr.

Zu Wasser: Weizen 2 Nthlr. 7 Sgr. 6 Pf. auch 2 Rthlr. ) „auch 1 Rihlr. 18 Sgr. 9 Pf.; Hafer auch 22 Sgr. 6 Pf.; Erbfen (schlechte Sorte) Nthlr. 12 Sgr.

Sonnabend, den 23. September 1843. . Das Schock Stroh 7 Rthlr., auch 6 Rthlr. 15 Sgr. Der Ceniner

Heu 1 Rihlr. 5 Sgr., auch 25 Sgr.

Stettin, 25. Sept. (B. N. d. O.) Get raide. Mit Weizen ist

es auch seit Freitag ganz stille geblieben. Die Inhaber von alter Waare beharren bei ihren Forderungen von 52 a 53 Rthlr. für besten 129 130pf. gelben, 50 a 51 Rthlr. für 127 129pf. geringeren gelben und bunten pol⸗ nischen. Neuer 125 126pf. märkischer wurde auf baldige Lieserung zu 4 43 Rihlr. angestellt. In Noggen zur Stelle ist nichts von Belang seit Freitag gemacht, 36 a 38 Nihlr. nach Qual, verlangt,. Auf Lieferung zr. September Oktober 36 Rihlr., pr. Frühjahr 33 Rthlr. zu haben, 32 Nihlr. auf letzteren Termin geboten.

Landmarkt vom 23sten d.:— . . Weizen. Roggen. Gerste. Hafer. Erbsen.

16 3 6 2 Wspl.

J 2 26 156 2 20 32 36 Nthlr.

Samen. In Oelsamen ist bei größeren Partieen seit Freitag nichts

gemacht und bleibt 70 a 71 Nthlr. für Winter-RNapps und Rübsen gefor ert., Bei kleineren zu Wasser oder aus Produzenten-Händen ist Winter—

V

Rübsen zu 60 a 64 Rthlr., Sommer- do. zu 54 Nthlr. gekauft.

Spiritus aus erster Hand zur Stelle 214 —243 26. Der Markt ist

noch immer weichend und aus zweiter Hand selbst zu 25 56. gekauft worden.

Rüböl in loco und pr. Septbr. —Oktbr. 107 Rthlr., Nosbr.- Dezbr.

105 Rthlr. zu machen und Abgeber für den Augenblick fehlend, Dezbr. bis Januar 11 Rthlr. bezahlt., pr. März April 115 a Rthlr. gefordert.

Magdeburg, 23. Sept. Höchster und niedrigster Geiraide-Markt—

preis pro Wispel.

Weizen: 48 38 Nthlr. Gerste: 26 25 Rthlr. Noggen: 41 345 * Hafer: 16— 13 * Paris, 21. Sept. An der heutigen Börse wurden fast gar keine

Geschäfte gemacht, doch hielten sich die Course der französischen Nenten fest, respeftise zu 82. 25 und 121. 30. Die spanische altive Schuld wurde 266 . X notirt. Am Schluß der Börse hieß es, Amettler habe die Sache der Insurgenten zu Barcelona verrathen; er sei nur ausgerückt mit den Truppen, um den Platz bloßzustellen und dem Biigadier Prim die Wieder besetzung zu erleichtern; dies Gerücht fand aber keinen Glauben; vielmehr wurde aͤndererseits versichert, Prim habe sich nachdem ein Preis auf seinen Kopf gesetzt worden, von Gracia weg ins Fort Monjuich geflüchtet.

1 B ö r s e. Den 26. Septem ber 1843.

lich vergessen, den Schlagbaum zu einem Uebergange über die Eisen? bahn zur gehörigen Zeit zu schließen und deen; , dies . als er den Zug bereits ankommen sieht, erreicht auch glücklich sein Ziel und verrichtet seine Sache nachträglich, ist aber so unvorsichtig, den Bahnzug nicht erst vorüber zu lassen, sondern hofft noch vorher

; ö ) ö Pr. Cour. Fonds. 8 Fr. Cour. Acii en. S ; a. Brie. Geld. O nrief. Geld. Gem. ; sar 113599 ; 21 ? a1 Bel. Pots. Fisenb. 5 153 1523 . Schuld. Seh, 35 1064 103 do. do. Prior. Obl. 4 163) pr. Rugl. Obl. 30. 4 193, , Eram Sc. d Seb. 90 40. do. Prior. Ohl. 4 103 Kur. u. Neumkrk. Kir. Auh. Eisenb. 141 58 . 3 . —— - Schuldrers chr. 36 1023 ö. do. do. Prior. Obl. 1 . 1033 terl. Sade ohi. 3 1067 1025 müss. Elb. Bisenb, s 78 Heuz. da. in Thb. Je. 65 do. do. Prior. Obl. 4 94 2 , 6 3 . T snbein. Kiek. s 714 73 Grossh. Fos. do. ö lo. do. Prior. Obl. d4 96 do. ao. 3 1, krl. Frankef. Bisb,. 5 127 . Ostꝑr. Pfandbr. 3. , 03x do. do. Prior. Obl,. 4 104 104 Pomm. do. 35 10 5 ö Ob. Schles. Eisb. 4 111 z I 10 Kur- u. Neum. do. 3 10 ö el. Stet. E. L.A. 117 1163 Schlesische d-. 35 10915 io. do. d0. L... I17. 116! Gold al maro. 3. ; Magileh. Nrlber- . Friedriehsd'or. 13773 13 ia , Fiaenh. 4 1165 Aud. Gli. à S Th. 1275 114 Bresl- Sehweidn.- Piscouto. 35 4 Freilig. Eisenb. 4 Fr. Gour. 1 echsSel- Couns. 1klx. zu 30 Str. riet. Geld. 1 Amsterdam.... F 250 FI. Hara ö 141 ; ii w. 2 Mt. 1407 1405 Hamburg ...... ... .... ... 300 M*. Kurz 1493 ö, . . . 14a 6 ; 14, Hondon. . . 1ã18t. 3 Mi. 6 2 5 6 253 K 300 Fr. 2 Mt. 30 . Wien in 20 Xr. ...... ...... ö. 150 FI. Mt. 1045 * Augsburßz..--- J 150 FI. 6 Mt. . 102 1 .... 100 ThII. ; Mt. 99) 36 ö * Leipzig in Courant im 14 ThI. Fuss.. 100 rum. 2 Mi 99 99 Frankfurt a. M. Wr. ...... .. 100 FI. 2 Mt. 884 1 d 100 sRhi. 3 Wock. 1073

Hotel de Saxe. Garnison Prediger Jacobi, nebst.

Hotel du Nord. Baron Schoultz Son Ascheraden,

Kronprinz. Hofrath Teglew aus St. P In Privathäusern. General⸗Major r

Auswärtige Eörsen.

Amsterdam, 22. sept. Niederl. Sirkl. Sch. 53 5. 576 do. 100. kanz-Bill. 5 Ih Span. 1715. Z96 40. 2653. Pass. Austzz. —. Ziusl. —.

Preuss. Präm. Sch. —. Pol. —. Qesterr. 1097. 496 Rass. Ilope 8035. A ntwerpen, 21. Sept. ins. —. Neue Aul. .

Paris, 21. Sept. 595 Reute gu eour. 121. 30. 395 Reute fin uur. 82. 25,

595 Neapl. au compt. 107. 90. 596 Span. Reute 26 8 Pass. 4. Wien 81. Sept. 56 Met. 1107. 496 100. 39h 6, Aetien 1641. Aul. de 1834 1453. de 1839 1143.

Angekommene Fremde. Hotel St. Peters bourg. Se. Durchl. der Fürst Felix Lichnowsh aus Schloß Krzizanowitz. Frau Baronin von Hertefeld aus Liebenberg

J

Hotel de Rome. Nittergutsbesitzer von Wilkrycki nebst Gemahlin au—

Ronsk. Dr. Edler von Hofmansthal nebst Gemahlin aus Wien.

Frau Rittergutsbesitzeiin von Mühlen und Frl. von Schätzel Dresden.

Meinhardt's Hotel. Staatsrath von Spaßko nebst Gemahlin au St. Petersburg.

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aus Cöthen bei Freienwalde. Sausette Blancherd, Gouveinann aus Lausanne. von Falcken-Placheki, Privatmann, aus Köln von Schäwenbach, Lieutenanf im ten Kürassier-⸗-Negiment, Brandenburg. Kaufmann F. Schauerm ann und Mad. Reusch aus Glogau. A. Lange, Königl. Bau-Conducteur, aus Magdeburg Rittergutsbesitzer von FJiethen aus Radbewitz. Negierungs Rath

Oel sen nebst Gemahlin aus Stettin.

9

Woskobovnikoff, Edelmann und Kaiserlich russ

strator außer Diensten, aus Moskau. Mühlenbaumeiste 2 h . 5 11d T 115 M . 4 J Fürstenwalde. Kaufleute M. Bing, aus Frantfüurt a. i. und G. Miche!

aus Offenbach. Einwohner Teofil Gier liez, nebst Sohn, aus ? blin und Tadeus Fechner aus Warschau. .

Kaifer von Rußland. Gutsbesitzer Lon Mohrenschild aus Reval. Rittergutsbesitzer von Eder aus Kreutheim. Gutsbesitzerin Frau

von SchleHer, nebst Fräul. Tochter, aus Riga. Königl. Ober⸗-Amt mann Krause aus Unterbaum. Eigenthümer Mevperbach, ne mahlin, aus Wien. Particuliers Graf von Schirinivesiko St. Petersburg und von Nadeskv aus Posen. Kaufleute Gu Waren in Mecklenburg, Jachtmann aus Memel, Kuhlmann g Frankfurt a. M. und Lisserndorf aus Bamberg in Bavern.

König von Preußen. Nittergutsbesttäzer Beckmann, nebst Gemahlin

und Schwester, aus Carlominde sin Holstein und von Gagern, nebst Ge

mahlin, aus Pechorn. Kaufleute Mager Edou 6ts aus Halle, Schmidt aus Stettin, Behendig und ann Teterow, Reichenbach aus Breslau, Dolich e .

aus Warschau. Prediger Neander, nebst Gemahlin, aus-? Schiffs-Capitain Zieme und Ober-Küper Witthoft aus Oekonom Ballerstae“t aus Magdeburg. Studiosen Bert og Halberstadt, Wirth aus Heidelberg und Fritsch aus Halle. Kami gerichts-A Assessor Brehmer, nebst Gemahlin, aus Kowitz. Konduktem Nast aus Gumbinnen.

Hotel Stadt London. Königl. Land⸗Stallmeister auf Friedrich

helms-Gestüt Fr. W. Strubbenrg, nebst Gemahlin und Tochter, und Frl. von Rohr aus Neustadt a. d. D. Frau Rittergutsbes 1è80on Rohr auf Trieplatz. Kaufmann Marggraf aus Stettin Reglerungs⸗-Rath Hamann, nebst Gemahlin, und Fil. Wel ticuliere, aus Frankfurt a. d. O.

König von Preußen. Kaufleute Hildebrand und Gerlach

Danzig. Fabrikant F. Biertümpfel aus Warschau.

Hotel de l'Europe. Kaufleute F. Cunitz, nebst Gemahlin

ter, aus Angermünde, J. Padderatz und L. P

.

Musik⸗ Direktor Wolff aus Halberstadt.

adderatß aus

preußischer Gesandter am Königl. dänischen Hofe, aus Kopenha Graf von Teleke, aus Wien. Kommerzienrath Plüddemann, nebst Familie, aus Kolberg.

British Hotel. Ihro Ercellenz Frau General Lieutenant von 1

nebst Tochter, aus Stettin. Königl. Landrath von Petersdorf,« Friedeberg. Direktor der Berlin⸗Magdeburger Eisenbahn-Gesellschast Cunyv, aus Magdeburg.

Nheinischer Hof. Graf Lottum aus Lissa. Gutsbesitzer v

nebst Familie, aus Reddersdorf. Langlois, Königl. franzö nebst Gemahlin, aus Paris.

vision von Esebeck, aus Königsberg, 1. Rittmeister von Tettenborn, nebst Gemahlin, aus Neichenberg, Klo sterstr. 3) bei Piper. Baron von Brand, Gutsbesitzer, nebst Famili aus Nadrense, Unter den Linden 59a bei Possart. Rittmeister

Winterfeldt aus Düsseldorf, Münzstr. 22 bei Walther.

Metrorologische Beobachtungen.

1843. Norgens Nachmittags Abends Nach einialiceen 25. Sept. 6 n 10 nnr, KBeobachtung.

1

Schlegel: Jessonda, als Gastrolle.)

Lustspiel in 3 Akten, nach einer englischen Idee für die deutsche Bül bearbeitet, von Albini. Vorher: Nummer 777, Posse in Akt, Lebrün.

Vorstellung.) Lucia di Lammermoor. Opera in 3 Alti. del Sgr. Falvatore Cammarano. Musica del Macsiro Donißaell

Luftdruck... 335,0 h. par. 33 . Par. 333, 88 Par. Tucllwäü6ürime 1,9 6

Luft wärme .,. = 10,39 R. 4 10,8 R. 4 6, 49 R. Flusswärme 109,9 R, Thaupunkt ... —ᷣ 9, 0 R. 1 O, 3? R. 4 1,239 R. Rodenwärme 11,67 k Huus isttiguus 90 pet. . 83 Ct. Aus düusti

0, 024 Rb.

*

Wetter...... regnig. heiter. heiter. Riederschlas 0,0309 Rh K W. ö. W. Würme wechsel 411, Wolkenzutg. ..

w Lagesmittel: 334,36 Par...

. n. 49,29 R. .. = 1,59 R, pCt. W

Königliche Schauspiele. Mittwoch, 27. Sept. Der Platzregen als Ehe- Prokurator,

dramatisirte Anekdote in 2 Abth., von E. Raupach. Hierauf: No bert und Bertrand, pantomimisches Ballet in 2 Abth., von Hoguet Musik von H. Schmidt.

7 s

Donnerstag, 28. Sept. Jessonda. (Mad. Köster, geboren

Nönigsstädtisches Theater. Mittwoch, 27. Sept. Endlich hat er es doch gut gemacht

6ue

gol

In Potsdam: Auf Allerhöchsten Befehl: (Italienische Opern 3 9 ; j P oesla

Ter Anfang dieser Vorstellung ist um 6 Uhr. Die Kasse wid

um 5 Uhr geöffnet.

Der Billet⸗-Verkauf sindet in Potsdam bei dem Kastellan dis

Königl. Schauspielhauses statt.

Textblicher in italienischer und deutscher Sprache, sind bei ge⸗

dachtem Kastellan und Abends an der Kasse à 5 Sgr. zu haben.

Donnerstag, 28. Sept. Die Auserstandene.

e . Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen.

Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober Hofbuchdruckerei. Beilage

ll inc

sche Zeitung.

e ptem b

Das Abonnement belrägt: 2 Rthlr. für . Jahr.

iserhöhung. Fnsertions-Gebühr sür den

o nner stag

Nachschrift. jster Zufriedenheit mit dem Zustande der Truppen des Corps mittelst Allerhöchster Kabinets Ordre vom 17. ember C. erfolgten Ordens-Verleihungen sind anderweit bereits

annt gemacht worden.

Inspektor Werner in Tilsit und

9 ö.; 89a * Wedekind zu Palermo, dem Bau Pektor ( Lehmann zu Schwiebus den Rothen Adler

dem Steuner-Einnehmer Orden vierter Klasse zu verleihen.

utlicher Theil.

Hof Nachrichten. . er heute fortgesetzten Ziehung der zten Klasse Ssster Königl. Verkehr auf terie fielen 2 Gewinne zu 300M) Rthlr. auf Nr.

es Kronprinzen. s Schreiben aus 8 Durchreise des Flugschrift des

zundesstaaten. 3 Donau⸗Main Kanal. Dresden. Kriegs Uebungen. Stadtverordneten Verhandlungen.)

2 Gewinne 10060 Rthlr. auf Nr. hicsigen Garnifon

zum Nachmanösver

Gewinn von

100 Rthlr.

tronprinzen von Hannover. 14 Heidelberg. Der Präsident hiesiger Köni

heute Mittag von t zurückgekehrt.

ö 2 ö . rie as 1 Weimar⸗Eisenach. - Kriegs- llebun Vr 5f11 9 . . Frankfurt a4. ö 1843.

erlin, den 2 . ; Königliche General-Lotterie-Virectio

Niedeikunft der Gemahlin des in Warschan. Abd el Kader' s

Außland und Polen. W u. 1 de ßfürsten Thronfolgers. Fernerer Aufenthalt des Kaisers Paris. Herzog von Nemours in Loon.“ bd el . Keine Absendung von Schiffen nach

Angekommen: üürst Felix Lichnowskv 2 Reise Chateaubriand's. Catalonien. Vermischtes, itanien und Irland, don L. Bulver zum bevollmächtigten Erneuerung der Agitation gegen Brief aus London.

; . Abgereist: Der Hof⸗Jägermeister, Graf von London. Ankunft der Konigin aus Minister in Madrid be s Vermisch ; jaraäͤtteristik der kritischen Lage Jrlands; Maßregeln zur Herstellung der Sidnung in Wales; gün— stigere Stimmung in den Fabrit⸗Distrikten.)

Aus dem Haag. hres Sohnes. Budgets⸗Modification. Wallfischfang. . er die Gerichts⸗-Verfassung verworfen.) Inhalt des

Der Kaiserl. russische Geheime Rath Joukowski,

B elgien.

Zur weiteren El ; ; JJ ur weiteren 8 er General⸗Major und Commandeur

urchgereist: al. Division, von Esebeck, von Königsberg in Pr.

2

Befinden der Prinzessin von Oranien

J . itut, die Blüthe u Einberufung der ersten

Niederlande.

chtamtlie

Inland.

Dinge zu Barcelona und die

Breslau, Königsberg, . . T 5 21 . 8 251 211 11 252222 1 NM 3 nn aIa72 1 . 0 11 Magdeburg und Köln. Getraidepreise. Frankfurt zu Potsdam ein De jeune dansant im Marmorpalais, an welchem Ehrenwerth s j 8 8 into Torr f Me fton w 61 . die noch anwesenden Höchsten Verrschaften Theil m

Baumwollen⸗Martkt.

ie Abnahme der vulkanischen Thätigkeit in historischen Zeiten. (Der Violoncellist Herr (Neugothische Bauten

Frankfurt a. . Berlin, den 3. August bis 17. September stattgefu

des Zten Armee-Corps ist fole

Schauspiele denen Zzusammenziehung (hill s ß 1 ä . . J . ö 23 5 8 asselbe erla 351 Nachrichten aus Paris. 1 daässelbe erlassen

cher Gebäude.)

ender Corps-⸗B

Dank der Kreisstände für Schiffbar Kriegs-Uüebungen.

efehl für das September

Se. Majestät der König haben dem Armee -Corps Ihre Zufriedenheit mit dessen Leistungen, sowohl in Hinsicht der her tigen Parade, als überhaupt, huldreichst zu erkennen gegeben. Das selbe wird hierin den schönsten Lohn finden und das Zi Strebens erreicht sehen.

Indem dasselbe morgen den Rückmarsch antritt, angenehme Pflicht, wenn ich zuvor meinen Dank und meine Anerken nung ausspreche, für die Ausdauer und den freudigen Muth, womit alle Truppen die mancherlei Anstrengungen und Entbehrungen, die d sein mußten, ertragen haben. muß ich die gute Mannszucht dankend erkennen, welche sie Alle be Landwehr und Linie haben darin rühmlich gewetteifert und wie jene im Militairdienst das Muster ihrer jüngeren Kameraden war, so wird sie auch in ihren bürgerlichen Verhältnissen bemüht sein, ein Muster ihrer Mitbürger zu sein. T ind freudiger Muth sind die dat bedarf, um bei guter Ausbildung des Sieges gewiß zu Das Armee-Corps hat gezeigt, daß e . estit der König darf mit Zuversicht unter allen Umständen auf Zte Armee-Corps zählen, wenn der Königliche f

Leibes⸗Uebun Gewerbebetrieb. Dentsche Bundesstaaten. Württemberg. Aus dem Kalenbergschen. Landwirthschaftliches Obstzucht.

zreifswald. . Stuttgart. Hannover. Karlsruhe. zrh. Hessen. D. Schau⸗Turnen. erfülle ich eine Frankfurt g. Monarchie.

! günstig gestaltet. Landtag des Herzog⸗ befuhr Audienz des russischen Ministers Vereinigte Staaten von (Offizielle Erklärung

Vermischtes. Schreiben aus New⸗Nork. Vesitznahme

(Ex⸗Präsident

Uwaroff beim Papste. . . Nord⸗Amerika. mit den Uebungen verbm Boyer in Frankreich; Zustand der Insel. Handels- und Börsen-Nach—

Preise der vier Haupt Marltstädten im Monat August

Am sterdam.

den bedeutendsten

Getraide⸗ Arten Börse; Getraid 2 ; , Boblsez zelrüidemnttt. ö enschaften , welche der

diese besitzt, jaben Allergnädigst geruht:

Dem fürstlich reuß⸗schleizischen Kammer-Rath von Strauch Schleiz den Rothen Adler-Orden dritter Klasse;

Majestät der König

Der kommandirende General. Dürkheim, 19. Sept.

(gez. von We

em Konsul F. W.

Alle Post-Anstallen des In= und Auslandes nehmen Sestellung auf dieses Clall an, sür Serlin die Expedition der Allg. Preuss. Zeilung: Friedrichsstrasse Ur. 72.

1843.

ö Q Q Q .

2 2 83. 2851 924 Majestät dem Könige zum Be⸗

sen Morgen gegen 11 Uhr örenden Truppen, welche seit

konmandirt waren, wieder in ihr

Regierung, Herr von Auerswald,

Versammlung zu Godesberg in hiesige

September der Kölnischen Zei⸗ enthält folgenden Korrespondenz-Artikel aus Berlin, angeblich isseldorfer Zeitung entnommen: Man erzählt sich von strafbarer Unzufriedenheit, welche sich wäh⸗ end der gegenwärtigen Herbst-Uebung unter der berliner Landwehr ziederholentlich kundgegeben haben soll.“

Diese Angabe ermangelt so sehr aller und jeder näheren Begrün⸗ s und gar aus der Luft gegriffen, daß sie als eine zeichnet werden muß. Unser herrliches Landwehr⸗ Frucht einer volks und thatkräftigen Zeit, zinsterling und Schwächling an Leib und Seele ein Dorn her geflissentlich noch so manche Verdächtigung desselben.

Landwehr hat i

er nach einem 28jährigen Frieden ihre ihre Aufgabe sehr richtig begriffen und namentlich in ̃ ; Zufriedenheit ihres Königs und das eigene Be wußtsein treu erfüllter Pflicht zum heimischen Heerde mit hinüber ge

Gesinnung als Wehrmann wie als

Königsstadt kann sie jeden Angriff mit chwert oder Feder siegreich begegnen.

1843. von Webern, Oberst und Commandeur des 20sten

(berlin.) Landwehr⸗Regiments.

Nürnberg, 21. Sept. (M. J.) Der Verkehr auf dem Tongu-Mainkanal hat sich seit seiner theilweisen Eröffnung äußerst Nicht allein die Zahl der Schiffe, welche denselben se mit denselben beförderten Frachten sind verhältnißmäßig mit jedem Monat bedeutend gestiegen. Die Ge sammtzahl der ersteren betrug in den Monaten Mai, Juni und Juli

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536 mit einer Ladung von 1,111,137 Ctrn. Dabei ist zu bemerken, daß nicht allein von sämmtlichen Mainstädten, sondern auch von vie⸗ tzen am Rhein Schiffe di achten bestanden größtentheils in Kolonialwaaren, während zwischen hier und Bamberg der Verkehr in Landesprodukten, nament⸗ lich Getraide, besonders lebhaft war. Trotz dieser günstigen Resul tate will sich der Cours der Actien nicht heben. An der noch nicht fertigen Strecke des Kanals wird mit aller Thätigkeit gearbeitet, die Schwierigkeiten sind aber so groß, daß man wahrscheinlich auch im nächsten Jahre damit nicht zu Ende kommen wird.

die direkte Fahrt hierher machten.

(M. J.) Es ist die freudige Nachricht eingetroffen, daß Se. Königl. Hoheit unser allgeliebter Kronprinz

2 4 6 4 6 a m0 . . r

ie Geschichte hier die Wahrheit redete, so wäre die Zahl der Erdbeben so ungeheuer im Zunehmen begriffen, daß zer Mark Brandenburg zuletzt um ihre Sicherheit be Diese gewaltige Zunahme der vulkanischen Kondul indem man im Mittelalter wie im Alterthum nur solche Erdbeben verzeichnese, welche durch ihre zerstörenden in höherem Grade die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich lentten, wäh⸗ rend man jetzt auch die geringste Erderschütterung mit allen Neben-Umstän Indeß ist auch kein Grund vorhanden, eine Ab— nahme der Erdbeben anzunehmen, zumal da die Stärke und Gewalt der selben noch eben so groß ist, wie im Alterthum, was sich in den furchtbaren Phänomene neuerlich noch in Amerika, den Kar pathenländern und anderwärts angerichtet haben, hinreichend kundgiebt Zu den Feuerbergen übergehend, bemerkt der umsichtige und be Vulkane erloschen sind, ja, daß die Zahl dieser abgestorbenen Feuerberge fast unendlich groß ist, wer wird das be erhältnissen der Erde auch

*. . Das einzige

Abnahme der vulkanischen Thätigkeit in kruste begraben würde, denn 1 Pz

historischen Zeiten.

Das diesjährige Herbst Programm des Friedrich

Wilhelms-Gymnasiums enthält außer einer sehr lesenswerthen von dem besten

Geiste beseelten „Rede zur Feier

selbst die Bewohner sorgt werden müßten. sionen ist aber nur scheinbar,

Berlin, 27.

Vertrages von Verdün, ge⸗— 5. August 1843“, von Prof. Heydemann, eine sehr interes⸗ sante Abhandlung „Ueber die Abnahme der keit in historischen Zeiten“, von Prof. Walter, deren Haupt-Resul tate auch in weiteren Kreisen bekannt zu werden verdienen. mit rühmlicher Umsicht bemüht, zuverlässige Data zusammenzubringen, um die ze, ob der Erdball im Erkalten begriffen sei, verneinend beantworten zu Er faßt daher zunächst die vulkanischen Erscheinungen ins Auge, indem wir mit Sicherheit annehmen dürfen, daß diefe zur Tempe— ratur der Erdrinde (da sich über das Innere unseres Erdkörpers blos Schlüsse ziehen, nicht Erfahrungen ausstellen lassen) in der innigsten und Es werden merkwürdige Beosbachtun— So hat schon vor mehr

halten am

ulkanischen Thätig den sorgfältig aufschreibt.

Der Verf. hat sich

Verwüstungen, welche

lesene Verfasser Folgendes:

unmittelbarsten Verbindung stehen. z estätigung letzterer Angabe beigebracht. als sechzig Jahren die ungewöhnliche Wärme in den am Fuße der vulka— nischen Karpathen-Gebirge liegenden Schemnitzer Gruben Aufsehen erregt, daß die, Arbeiter in diesen Bergweiken der Wärme halber fast nackt gingen. Nicht minder bedeutsam ist es, daß diejenige Pflanze, welche stets als der Nepräsentant der heißesten Zone des Erdballs betrachtet wird, daß „Linth am Fuße des Aeina, also in: Dieser belebende Einfluß der

en geologischen nur auf die oberflächlichste Weise bekannt gemacht hat. partement des Puy de Dome in Frankreich zählt bekanntlich mehr als 70 solcher Vulkane und mindestens 59 deutliche Krater mit mächtigen Lava strömen, die sich nicht selten stundenweit hinziehen. der unendlichen Menge ähnlicher Erscheinungen reden, welche Deutschland, ganz Europa, Asien und Afrika liefern. Ruhe verwiesenen Vulkane reden über die Zeit ihres Bestehens, ihrer Thä tigkeit wo möglich unklarer zu uns, als ägoptische Gräber mit ihren Hiero Auch die Geschichte weiß von ihren Eruptionen nichts zu erzählen, und somit fallen sie also einer Zeit anheim, in welcher der Zustand der Erdrinde vermuthlich noch ein ganz anderer war, als jetzt, zugleich einer Zeit, die nur von dem trügerischen Zwielicht der Höopothese erhellt wird, des sicheren Leitfadens der Ueberlieferung, Erfahrung und Beobachtung aber gänzlich ermangelt. 1 · h darf nicht in Rechnung gezogen werden, wir müssen uns vielmehr auf die Frage beschränken, ob Vulkane nachweisbar in historischer Jeit, und zwar schon so lange erloschen sind, daß ein Wiedererwachen ihrer Thätigkeit nicht anzunehmen ist. Doch auch diese Frage läßt sich nur unter folgender Einschränkung beantworten. Es ist aus den bisherigen Erfahrungen, deren Resultate namentlich L. v. Buch in seinem berühmten Werke: „Description physique des iles Canaries““ niedergelegt hat, ersichtlich, daß die vulkanischen Kräfte, wenn sie nicht einen einzelnen Berg, sondern eine Gruppe von In⸗ seln oder eine Reihe von Bergen zu ihrem Heerde erkoren haben, zu irgend einer gegebenen Jeit meistentheils nur durch einen Krater ihre Gase oder ihre festen und flüssigen Massen der Oberwelt zuführen. Ein solcher Krater

Wir wollen nicht von der Pisamg nach Escher s. Aber alle diese auf immer zur Grad nördlicher Breite, reife Früchte trägt. vulkanischen Wärme wird besonders auch dadurch anschaulich, daß auf Erd⸗ stellen, unter welchen in der Tiese anhaltende Erdbrände fortglimmen sich eine Vegetation entwickelt, die der ihrer Umgebungen stets vorauseilt und! sich, wenn auch in beschränktem Maße, selbst gegen die Angriffe des W ö Schon Pallas machte hierüber auf seiner . dam Berge Kargusch-Kugischtau eine nicht uninteressante wie es scheint, längst vergessene Beobachtung, und Planißz in Sachsen die zerstörende Thätigkeit eine um üher seinen Gluten Beete anzulegen zu erzielen, welch gewinnen ließen.

Für den Fall nun, daß sich das vulkanisch Oberfläche zurückzöge und diese dem Erkalten pr beben weniger geworden,

ders verstehen läßt, glophen und Mumien.

behaupten weiß. Rußland am B ö. . s lter. Was daher dieser Zeit gehört, nenerlichst hat man bei 33 8 . sogar benutzt, en und in denselben allerlei GewächsJ . e 8 . * ; e je sich der kargen Jahreszeit auf anderem W (hr Jah m Wege nicht ab— fest, daß die vultanische Thätigkeit sich in Jialien vermindert und lich das albaner Gebirge gänzlich verlassen hat.

ze Leben der Erde von der 8 11 ĩ 3 ; a,, In Griechenland giebt es heut zu Tage , e, leg 6

e eisgäbe, müßte nd⸗ müßten Vulkane . . ö Walter, die Untersuchung zuvörderst allein auf die scheint es, als dürften wir uns der freudigen Hoffnung übe der Hand keine neue Eiszeit uns und unsere Felder unter

Erdbeben, so erlassen, daß vor einer Gletscher=

, . den re,. ö; noch vulkanische Thätigkeit besitzt: dies ist die Inte k Eruptionen und r eg, fene l, ü mn os

ein für alle Zeiten fortbestehender Abzugs-Kanal der

ndenen vulkanischen Kräfte und Materien, sondern es

hat seine Thätigkeit nur an einen anderen abgegeben, der mit ihm aus demselben Boden seine Nahrung zieht, und das vulkanische Leben dauert an gleicher Stelle fort in ungeschwächter Kraft. Die Frage, auf deren Beantwortung es hier allein ankommen kann, würde demnach so lauten: Sind in histoörischer Zeit Vulkane erloschen, welche nicht als Glieder einer noch in Thätigkeit befindlichen Gruppe oder Reihe anzusehen sind?

Der Verf, gesteht, wie sehr ihn auch zu Zeiten die Lösung der eben gestellten Frage beschäftigt habe, so sei die Zahl der darauf bezüglichen Data, welche sich bis jetzt habe auffinden lassen, doch nur außerordentlich gering und kaum bedeutend genug, um eine völlig sichere Entscheidung zu begründen. etail eingehend, weist er aus zuverlässigen Quellen mit ziemlicher Sicherheit nach, Arabien sei ein Land, dessen vulkanisches Leben sich in historischer Zeit noch mit großer Energie geäußert habe, jetzt aber als er loschen zu betrachten sei.

Die vulkanische Thätigkeit des albaner Gebirges in Italien (auf welchem nach Livius zur Zeit des zweiten punischen Krieges zwei Tage hin— ter einander ein Steinregen gefallen ist, welche Angabe sich nicht wohl an als von einem vulkanischen Ausbruch des benannten Gebirges, wobei zwei Tage nach einander Rapilli ausgeworfen wurden) ist muthmaßlich auch erst in historischer Zeit erloschen, falls es dieselbe nicht an den noch heute thätigen Vesuv abgetreten haben sollte. Der Epomeo auf dem der Esse des Vesuvs nahen Ischia ergoß noch im Jahre 1302 einen Lavastrom, ist aber seitdem in ewigen Schlummer versunken. Auch die phlegräischen Felder besaßen noch im Jahre 1538 die ungewöhnliche Energie, den 413 Fuß hohen Monte Nuovo aus ihrem Schooße hervorzu⸗ treiben, begaben sich von da ab aber auch ganz zur Ruhe. Wenn setztere auch auf den beiden letztgenannten Punkten wegen der Nähe des Vesuvs leicht einmal wiederum gestört werden könnte, so steht doch im Allgemeinen

mment- Punkt, wel=

Alter⸗ des vul⸗