wir analysirt haben, nicht eine tiefe Sensation, und vielleicht auch ernste Ereignisse hervorrufen sollte.“ g afititn. Paris, 23. Sept. Wir wollen hoffen und wünschen, daß ein an das hiesige Blatt den Globe gerichtetes Schreiben von einem Mitgliede des Handelsstandes von Paris Recht haben möge, wenn
7. 572
Kartoffeln 137 3 14 Sgr. pr. Schfl.
Rüböl hat in den letzten Tagen wenig Umgang gehabt, pr. Sept. Dit. 10 Rt., Nov. Dez. und Dez. Jan. 11 Rt., 115 Nt. gefordert.
Aus Riga wird der Preis von Säe⸗Leinsamen heute SRo. 55 gemeldet.
Magdeburg, 26. Sept. Höchster und niedrigster Getraide⸗Markt= preis pro Wispel.
in loco und März / April
es die Bedeutung des Unglücksfalles, welcher die Stadt Bahia in Weizen: 48 — 44 Rthlr. Gerste: —— — Rthlr. Brasilien durch einen Erdeinsturz am 9. Juli betroffen hat, als weit Roggen: 40 — 37 Hafer: 17 — 16 5
geringer angiebt, als die ersten über Havre eingetroffenen Berichte sie darstellten. Nicht ein großer Theil der Stadt soll verschüttet, sondern im Ganzen nur 22 Häuser, in der oberen und unteren Stadt zusammengenommen, sollen mehr oder minder beschädigt worden sein, worunter allerdings die Kirche del Pillar und ein Zucker⸗Magazin, das aber fast leer stand, sich befanden. Die Straßen, worin die Läden und Magazine meist sich befinden, sollen nicht gelitten haben und vermöge ihrer Lage auch keiner Gefahr durch einen Erdsturz ausgesetzt sein. Allerdings habe der theilweise Erdsturz einige Tage hindurch lebhafte Besorgnisse erregt und eine fast gänzliche Einstellung der Geschäfte zur Folge gehabt; aber nach Briefen vom 14. Juli wären schon da— mals alle Läden wieder offen gewesen und die Geschäfte hätten ihren Gang wie früher wieder genommen.
Paris, 23. Sept. Die französischen Renten waren heute am Schlusse der Börse etwas schwächer. In Folge der Vorgänge in Spanien zeigte sich große Ungewißheit in den Operationen. Man hegte Besorgniß, Frankreich und England möchten zuletzt genöthigt sein, zu interveniren. Es verbreitete sich das Gerücht, daß heute auf telegraphischem Wege die Nach— richt von dem Pronunciamiento noch mehrerer anderer Städte, in Folge des von Saragossa gegebenen Beispiels, eingetroffen seien. Auch hieß es, dem Anscheine nach würden die Wahlen zu Gunsten der Opposition aus fallen. — Die Börse war überall nur wenig belebt, und von 2 Uhr ab wurde gar kein Geschäft mehr gemacht. Stand der Nente: Fproc. 121. 45 3proc. 82. 20.
, // Den 28. September 1843.
British Hotel. Geh. Ober⸗Regierungs Rath und Ober-Bürgermeister Masche aus Stettin.
Hotel de Brandebourg. Ober-Forstmeister von Schönfeldt aus Köpenick. Gräfin von Schirad aus Mohilew. Gräsin von Lö— wenhjelm aus Dittfurth.
Rheinischer Hof. Baron von Ibell, prakt. Arzt, nebst Gemahlin,
aus Ems. Professor der Musik Brieccialdy, nebst Gemahlin, aus
ö Rom. Königl. sächs. Geh. Finanz⸗Rath von Scheuchler aus Dresden.
König von Preußen. Gutsbesitzer von Dallwitz aus Logau, Kauf mann Humbert aus Magdeburg.
König von Portugal. Se. Erc. von Toll, General Lieutenant a. D., aus Neu⸗-Bleyen bei Küstrin. Gutsbesitzer von Ferber aus Solzow. Ad volat Pörtner aus Röbel. Kaufleute Spaarmann und Neumann aus Neu-Brandenburg, Töpfer aus Stettin, Cordes aus Friedland, Kempke aus Neu-Strelitz, Hevne aus Magdeburg, Cohn aus Marien werder, Arnold aus Reutlingen, und Fassi aus Mailand. Stud. ju W. Wenzel aus Bonn, An drae und Engelmann ans Heidelben, Reich und F. Wen zel aus Kreuznach.
Stadt London. Königl. Kreis⸗-Justizrath Krause nebst Gemahlin, a Glatz. Particuliers Müller aus Paderborn, und von Mellenthin nebst Gemahlin, aus Frankfurt 4. d. O. Kaufm. Krüger aus König berg in Pr. ;
Hotel de Prusse. lier Scharon aus
Nentier Grothe aus Koͤnigsberg i. d. N. Part Potsdam. Kandidat Ilgenkoff und Kaufmann
letzten Tagen gemacht, pr. Frühjahr 33 Rt. gefordert, 32 Rt. bezahlt.
Rationsbunden 7 8 Rt.
Heutiger Landmarkt:
Heu pr. Cir. 15 32 25 Sgr. nach Qual. — Stroh pr. Schock in
Hotel de Rome.
Hotel du Nord.
Gräfin von Wielhorsko9, Geh. Räthin, Gräfin
von Wielhorskyv, Hof⸗-Fräulein Ihrer Majestät der Kaiserin von
Nittergusbesitzerin Frau Baronin von Gertz dorff, nebst Familie, aus Netckow.
Tre m,
ö dd , ,,, . , . j 18. 8 . ꝛ n. d Kaiser on Rußland. NRittergutsbesitzer von Rö ike, nebst Gemah E i se nba h nen. . * neirt. Geld. . riet. Eeld. Gem. lin, aus Schwedt a. d. O. in n von Harttmann aus Hannover, 24. Sept. Die förmliche Eröffnung der hanno⸗ 4 ö Wi, und Griebel aus Dresden. Fabrikant Schneider aus Hirschher ver⸗braunschweigischen Eisenbahn ist, wie bestimmt versichert wird, am St. Schuld-Sch. 3 193. 102 [. , , ö 163 . Kaufleute G anguir aus Königsberg, Boas aus Landsberg a nächsten Sonntag, den 1. Oktober, vor der Hand freilich nur erst Er. Rnsl. Ori. 30. 4 192. 102 , ,, e, 1 166 En **” Goldberg aus Breslau und Müllers aus Magdeburg für die etwa eine Stunde weite Strecke bis nach dem Dorfe Kirch Prüm Sch. a Sceh.— 90 — , . 1 Hotel de Saxe. Baron von Venn ing sen, Guts hf tze tg h rode angesetzt. Vier Lokomotiven zum Gebrauche auf dieser Bahn Kurs a. rerrnärs- ar ao uri. Au. Hi. err. — 139 i368. zig. Land- und Stadtgericht Nath Wirtes Uslermündg, sind jetzt hier schon in Bereitschaft. y, . 3 192 do. da. Prior. Ol.. 4 . 1031 ticulier Eberhard o on Zulmerin eg ,, ,, , , . ö kerl. Stadt- Obl. 35 10935 — püas. Lill. Biseu. 5 77 ; aus Torgau. Kaufleute Klamm aus Königsberg, Pre c aus! Karlsruhe, 24. Sept. Gestern Nachmittag hat sich auf Heng. 4 in rb. — 18 — 3 eth . ö ö Bruhns aus Mainz, und 3 achlehner urebs Gemahlin, aus unserer Eisenbahn ein kleiner Unfall ereignet, der jedoch glücklicher Westhr. Ptrnabe. 3; 192 — G, nm, a, , Rothei nder (Kölnischtz en, nut, , nn gn weise ohne andere üble Folgen geblieben sst als einigen Aufenthalt Grossh. Pos. do. 4 106 / ö. ö J ö. ; zig, z it rich nehst. l , . . , 2 ocht zweier Bahnzüge. Zwischen Bruchsal und Weingarten ist nämlich, ge, P“ 31 3 161 lar. rut. ri. 3 126 JJ , . wie man hier die Sache erzählen hört, an einer der neueren engli— . ; —ᷓè 3 10975 6 ae prime enn, , n, ot K Yranng , , schen Lokomotiven der untere Wellbaum gebrochen, wodurch der Zug ö . . 3. 107 Cob. Sehles. kisb. 4 114 110 1 Ver9 ? erpeftant Amn ecke aus Dortmund. Kaufleute Totthoff von Heidelberg nach Karlsruhe plötzlich stehen blieb. Dieses wurde Schlesische is,. 3 101 — PickäStetk. rt. — 1165 115 Tunen, und Meyer aus Bremen. augenblicklich nach Heidelberg und Karlsruhe signalisirt, damit nament , . . — 2. 1165 115 In Privathäusern. General a. D. von Forstner aus Neustadt lich der von hier um 2 Uhr gewöhnlich abgehende Zug nicht mit 33 . . , e , . 116: Eberswalde, Jerusalemerstr. 29 bei Doebes Baron Tronch dem stehen gebliebenen zusammentreffe. Es wurde nun unverweilt , J. * ö 1. k . ,, / 5 eine Lokomotive von hier abgesendet und später noch eine zweite, bi,, 3 . 3 Metrorologische Beobachtungen. wovon die eine den Zug hierher geleitete, die andere aber die ver⸗ — an, , r, n, z ö unglückte Lokomotive auf eine Ausweichbahn bugsirte und gegen 9 Uhr ö 71414 Ir. zu 30 Sgr. (. J, . e , ,. in der Nacht sodann hierher brachte. . ö ö riet. Gia. . . , ee r ee * * . 6. z 3 uft druck.... 33 ir. 32 3 ar. EQuellᷣ⸗ 7,8 Fandels- und Börsen Nachrichten. Auserdem... 230 rr. ur; ö. 14 JJ 4 8,10 R. 4 5,16 R. I c Breslau, 24. Sept. (D. A. 3.) Unser Herbst⸗Wollmarkt naht ./) . . 116 . rhaupunkt ... 4 3,80 R. 4 3,77 R. 4 3-6 R. Rod. 11, heran, und sowohl die fortwährend günstig lautenden Berichte aus den eng- Ilamburg -! . . 1491 119 uns tsättiguns 79 pet 61 pe 6 per ö 0, o2- lischen Manufaktur -Distrikten, als auch der fast ununterbrochene Besuch d 23 6 251 6 25 Wetter ..... R een heile Vie ders fremder Käufer berechtigen uns zu guten Hoffnungen. Im Laufe dieseß London J . ö. / 5 * — JJ w. Sy V Würnie v Monats sahen wir mehrere angesehene Händler aus England, Sachsen, Erriss- - 35. . 6. 13 ö. n, Wolkeuzutz... wSw. — 4 5, 17 mR. Berlin und Polen hier; die meisten hatten freilich ihr Augenmerk auf feine Wien in 20 Tr. ... 6 ,, . . . Fagesmittel: 330,oꝛ“ Par.. 6,85 R... 4 3,70 R. 5 und hochfeine schlesische Einschur, Lamm- und Sierblingswolle gerichtet, 1 9 ö. / . a. K achmitt Uhr Ilagel und Reen. und die Vorräthe dieser Gattungen wurden dadurch bedeutend reduzirt, so Rreslau == ,, . ,,, ,,, , daß wir von beiden letzteren nur wenig, von Einschur aber kaum noch reipzis in Courant in 14 Til. uss. . 100 Tb.) ö ö . k . ; Königliche . chaus lelt. 400) Etr. übrig haben; allein auch feine polnische Einschur von 56 — 62. ö. 100 * . — ,, Freitag, 29. Sept. Die schöne Müllerin, Lustspiel Rihlr. fand bei guter Behandlung Nachfrage und ersetzte theilweise die schle' Erankeurt n J . , . J oöß. 24 von Melesville und Duveyrier, übersetzt von L. Schneiber. In S sische Mittelwolle, von der keine großen Vorräthe mehr vorhanden sind. Eetersburr=—r== . J 1 gesetzt vom Regisseur Weiß. Hierauf: Das Räthsel, ) Seit 14 Tagen kommen, uns fortwährend bedeutende, Zufuhren aus Ruß- Auswärtige Börsen. 1 Aufzug, von Contessa. Und: Drei Genre-Bilder, Scenen in spa land, Polen und Galizien zu, und wir können in diesem Augenblicke das Amsterdam, 24. Sept. Niederl. wickl. Sch. 53 35. 59 Span. nischer, sranzösischer und deutscher Sprache, von L. Quantum schon auf cireg 25, 000 Ctr, annehmen. Es hat in den Mittel= Antwerpen, 23. Scht. Zziusl. 5̃. Neue Aul. 173. spanische Contrebandier und seine Geliebte. 2) Der pyrenäis sorten noch kein großer Umsatz stattgefunden, und ihr Schicksal hängt sehr läöamburg, 26. Sept. Hauke- Actien 1675. Engl. Russ. 112. birgssänger und die Bearnerin 3) Hans und Grete, ausgeführt i von dem Nesultate der leipziger Tuchmesse ab; nur wenn dieses ein günsti—⸗ paris, 23. Sept. 536 Rente in cour. 121. 5. 3696 Rente fiB cour. 82. 20. g on gz enn , ,, . . Vie Pol ges wird, haben wir auf die Konkurrenz inlndischer Fabrikanten und aus 59 Neapl. 2M cbt. 108. S9) Span. ente 27. Fass. 4. Dia 99, Gesang und Tanj von * errn Schneider und, lle. Po den Zoll⸗Vereinsstaaten zu rechnen, die überhaupt im Oltobermarkte den J Sept. 656 niet. 11083. 495 1005. 3965 76. hauk- Die Musik ist komponirt und arrangirt von dem Königl. Kam Ausschlag geben. Für England und in den Rheinprovinzen ist die polni JJ, 1455. de 1839 1145. Musikus Barnewitz. Tanz vom Königl. Balletmeister Hoguet. sche Mittelwolle weniger geeignet; ersteres findet seit einigen Jahren ein . r / / Sonnabend, 30. Sept. Wallenstein's Tod. billiges Aequivalent in der, Wolle, die ihm von Australien in stets zuneh Angekommene Fremde. Sonntag, J. Okt. Die Huguenotten. (Mad. Köster, geboren mender Quantitst und, theilweise auch in osrbessrter Eigenschaft zug'fühlt Hotel de Ru ssie. Kafferl. russischer Staalsrath von Jasv ow, Frar Schlegel: Valentine, als Hastrolle) und in großen Auctiongn zur Auswahl angebeten wird; leßlere vergrbeiten Oberstin von Jaspkow, und Kollegienrath von Tjutschen, aus St. ͤ Preise der Plätze: Ein Billet zum Balkon und nur wenig geringe Wolle und beziehen solche bequemer aus Oesterreich und Peter burt 8 ; . ehe n ,, Unddg ar. Indessen können wir immer bei mäßigen Preisen — und über⸗ Mrinh . s Hotel. Oberst a. D. von b Estoeq aus Ober- Gieligs Loge des ersten Re . ö e,. Forderungen finden nicht statx — auch auf einen lebhaften Ver⸗ dorf. Graf Henkel von Donnersmark, Rittergutsbesitzer, aus Rönigsstädtisches Theater. kehr rechnen. Schlesien. Rittergutsbesitzer von Seydlitz aus Stolpe. Geh. Kom— Freitag, 29. Sept. Der alte Jungges Posse in 2 A Stettin, 27. Sept. (B. N. d. O.) Roggen stiller, in loco ganz merzienrath Diergardt aus Viersen. Edler von Mente-Reggio, Mit freier Benutzung einer Novelle de— Kok, von R nominell, pr. Sept. / Okt. 36 Rt. gefordert, zu 357 Rt. eine Partie in den Dr., Präsident der medizinischen Gesellschaft, nebst Gemahlin, aus Wien. Vorher: Die beiden Brigadiers. Lustspiel in 2 Aufzügen, n
von B. A. Hermann.
8 abe 3 38 . . Sonnabend, 30. Sept. (Italienische Opern⸗Vorste
Weizen. Noggen. Gerste. Hafer. Erbsen. Rußland, und Graf von Wielhorsky aus St. Petersburg. Kammer . tellung.) ! Zufuhren . .. 16 20 3 5 1 Wsp. herr von Hardorf aus Neu-Strelitz. Rittergutsbesitzer von Rei— di Lammermocr. Preise .... w 3 45 34 3 37 2422 6 15 532 365 icke aus Rostock. . — Preise 12 3 15 1337 126 16 218 36 Nt. nicke aus Nostock Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeise
nschen Geheimen Ober
Gedruckt in der Decke Hosfbuchdruckerei
r e, e e , e , , m ,, . m r 4
.* 2 14 Titerarische Anzeigen. Leipzig. In der ILIahnschen Verlags- handlung sind so eben erschienen und an alle Buch—
handlungen versandt, in Berlin (Stechhan 3),
POsen u. Bromberg an E. 8. Mittler:
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Dokumente aus rö— lion jmischen Archiven.
Ein Beitrag zur Geschichte des Pretestantismus vor, und nach der Reformation. 81 5
8 geh. Velinpap. 18143. Preis 3 Thlr.
Mit Allerhöchster Geneh— ö migung.
In unserem Verlage erscheint in diesen Tagen:
Die Königl. preuß. Armee in ihrer neuen Unisormirung im C . 2 ., 1 Jahr 1843.
Gezeichnet von Randel, lithograph. von Meyper—
heim.
Vollständig in 6 Blättern größtes Median-Format. 21 Zoll hoch, 16 Zoll breit. Subscriptions Preise:
Ausgabe auf feinstem französischen Velinpapier,
prächtig kolorirt . Bla 2 Thi. II. Ausgabe auf Bristol-⸗Papier mit Gold⸗ und Silber⸗-Kolorit Blatt 4 Thi.
xy Bekanntmachungen.
Auf den Antrag der Geschwister und Benefizial-Er⸗ ben des am 2ten dieses Monats verstorbenen hiesigen Kaufmanns und Material Waarenhändlers Carl Wil⸗ helm Rudolphi, Firma: Wilhelm Rudolphi jun.,, wer— den alle diejenigen, welche aus irgend einem Rechts— grunde an den Nachlaß desselben und namentlich an das dazu gehörige, in der Franken-Straße hierselbst sub Lit. B. No. 295 belegene Wohnhaus, desgleichen an das vorhandene Waarenlager Ansprüche und For— derungen zu machen berechtigt sind, hierdurch aufgefor— dert, solche in einem der nachstehend vor uns auf hie— siger Weinkammer, Nachmittags 3 Uhr, angesetzten
Termine, als: am 28, September, ober am 12.
oder endlich am 26. Oftoberd. J., gehörig anzu⸗
melden und zu beschein gen, oder zu erwarten, daß sie durch das am 4. NRoLemb'er Liefes Jahres in öffentlicher Diät zu pubizirende Präklusis? Erkenntniß werden präkludirt und für' immer abgewiesen werden Stralsund, den 15. September 1813 — Verordnete zum Stadtlammergericht (. 8.) Erich son. 6.
n m ach ung. Breslau⸗Schweidnitz⸗ Freiburger-Eisenbahn.
3
In unserer Bekanntmachung vom 4. August d. J. haben wir die Herren Actiongire, welche Vier schon vor dem Isten d. Mts. ihre Actien-Beträge voll 6 eingezahlt hatten, bereits aufgefordert, in der Zeit vom 15ten d. Mts. ab die Original-Actien nebst Coupons und Dividendenscheinen gegen die Interims-Bescheini⸗ gungen in unserer Hauptkasse umzutauschen. Da dies bis heute noch nicht vollständig geschehen ist, sehen wir uns veranlaßt, die betreffenden Herren Actiongire hier— mit nochmals dringend und ergebenst zu ersuchen, ihre
Interims-Actien spätestens bis zum lsten k. M. gegen Original-Actien in
unserem Haupt Büreau, Antonien-Straße Nr. 10, wäh— rend der täglichen Amtsstunden um zutau schen. Breslau, den 21. September 1833. Der Verwaltungs-Rath der Breslau⸗Schweidnitz-Frei burger Eisenbahn-Gesellschaft.
Bekanntmachung.
In Folge des niedrigen Wasser— —— Istandes weiden vom 8. Oktober «. bis zum Widerruf auf die mit den Dampfböten von I. Damburg nach Berlin verladenen Güter, höherer Be⸗ stimmung gemäß, 165 6 Frachtzulage berechnet und ungezogen werden. Bei den Verschiffungen von Ber— lin ab tritt keine Frachterhöhung ein.
Berlin, den 26. September 613. Anker.
zu ch
wälirend
Berlin⸗Stettiner *r! Eisenbahn.
Vom 1. Oktober er. ab werden die ; Güterzüge auf allen Stationen etwas
früher als bisher, und zwar der Zug von Berlin um
11 Uhr 30 Minuten, der Zug von Stettin aber um
11 Uhr 45 Minuten Vormittags abgefertigt werden. Stettin, den 26. September 1843.
Das Direktorium.
Diese unsere Ausgabe des „Preu ß ischen ee res“ ist in jeder Beziehung die schönste und wür digste.
Der berühmte Name des Herrn Randel ( Professor Krüger einer unserer ersten Künstler dieses Genres), bürgt für die höchst korrekte treffliche 3 nung.
Hserzu kommt die wahrhaft künstlerische An in der Gruppirung, Lie Composition, die Treu Kolorits ꝛ2c.U, so daß sich Ganzen vereinigt. :
In prachtvollerer Ausstattung ist ein derartiges Unternehmen noch nicht erschienen.
Die feine Ausgabe in Gold- und
31 *** 7 . . 857 e 1 macht einen Ubtr! asch end schonen Eindru und ist nur den ausgezeichnetsten englischen Blättern
gleichzustellen. . . 3 erste Blatt (Kavallerie), Husaren ꝛe., wird
Dissor Inari Silber Kolorn
Das die Wahrheit des Obengesagten dokumentiren. Berlin, den 24. September 18143. Die Buch und Kunstverlagshandlung von Meyer C Hofmann, Schloß freiheit Nr. 3. — 23791 Am 26. Oktober d. J., Morgens 10 Uhr,
beabsichtigt der Unterzeichnete sein ganzes Vollblut-Gestär hierselkbst in e is bieten TC C nter — Me dre, so
imn Augenschein zu nehmen, — auch er- theilt auf porto freie Anfragen die serhalb den vollständigen Nachweis der Aktua- rius Dehnicke hierselbst. Gadow bei Perle— berg, den 15. September 1843. VW ilamo wit 2 Moellendorff, Königl. Kkammererr— —
—
1 1 Alles zu einem vollendeten
Das Abonnement beträgt: 2 Kthlr. für Jahr. 4 RKthlr. . Jahr. 8 Rihlr. ⸗ 1 Jahr. in allen Theilen der Monarchie ohne Preiserhöhung. Insertions-Gebühr für den Raum einer Zeile des Allg. Anzeigers 2 Sgr.
Allgemeine
Preußische Zeitung.
Alle Post - Anstalten des An- und Auslandes nehmen SGestellung auf dieses glatt an, für Berlin die Expedition der Alg. Preuss. Zeitung: Friedrichsstrasse Ur. 72.
M 92.
Die vierteljährliche Pränumeration Expedition selbst (Friedrichs⸗Straße Nr. 72) gemacht,
6 1 . — 5 J 3 z * 2. 2 D dem angegebenen Datum, frei ins Haus gesandt. Auswärtige, d ᷣ kann nicht mit Gewißheit die Nummern erwarten, die vor der hier n , leldung daß Inserate, deren Aufnahme in den All Uhr ab bis Nachmittags 4 Uhr in unserem Expeditions-Lokale, Friedrichs-Strasße Nr.
Uebrigens ist die Einrichtung getroffen,
sr, Deils 8 — einer Zeile 2 Sgr.
Serlinm,
dieser Zeitung und jeder innerhalb der
2A *. 1 fer.
Sonnabend den 30m September
beträgt 2 Rthlr. Preuß. Cour. für das Inland. — Ringmauer der Stadt wohnende Pränumerant erhält das Blatt durch die Stadtpost, schon den Abend vor es In- oder Auslandes, bewirken ihre Bestellungen rechtzeitig bei den resp. Post⸗Aemtern; wer dies ver säumt Meldung erschienen sind. Für einzelne Nummern des Blattes ist der Preis 24 Sgr.
emeinen Anzeiger dieser Zeitung gewünscht wird, an den Wochentagen von Morgens T, in Empfang genommen werden. e
Bestellungen für Berlin werden in der
Der Preis der Insertion beträgt für den Raum
w
Amtlicher Theil. JJ . ö Inland. Berlin. Inhalt des Ju stiz-Ministerial Blattes. = Verleihung der Rettungs-Medaille. — Koblenz. Neise des Großfürsten
Michael. . . . Deutsche Bundesstaaten. Nürnberg. Verein gegen die Kleider Sachsen. Dres den. Abreise des Prinzen Karl von Bayern. — W Ellwangen. Kriegs-Ucbungen. — Hannover.
Lüneburg. Das Lager. — Baden. Karlsruhe. Landwirthschaftli⸗
ches Fest. — Freiburg. Barmherzige Schwestern. — Grh. Hessen.
Worm s. Gewerbehalle. — Sachsen⸗Weimar-⸗Eisenach. Weimar.
Kriegs- Uebungen. — Staats-Verträge. — Sach sen-Altenburg.
Altenburg. Patrimonial⸗-Gerichts barkeit. — Brodpreise. Anhalt⸗
Cöthen. Cöthen. Vereinigung der protestantischen Freunde. Frankreich. Paris. Ankunft des Präsidenten Bover. — Vermischtes. Großbritanien und Irland. London. Hof⸗-Nachricht. — Die
Times über die spanische Regierung. Spanien. Paris. D
pracht. —
ürttemberg.
Telegraphische Depeschen aus Spanien. — Brief aus Paris. (Olozaga in Paris angekommen; das Neueste aus Bar⸗ celona; die Revue de Paris über die spanischen Zustände.)
Türkei. Konstantinopel. Die Dienstzeit der Soldaten auf 5 Jahre beschränkt. — Smyrna. Aufstand auf den Inseln Kasso und Kalymno.
Persien. Eriwan. Ueber die Zustände von Herat und Persien.
Vereinigte Staaten von Nord-Amerika. Schreiben aus New— Mork. (Die Parteistellung bei den Wahlen und Clay's Kandidatur zur Präsidentschaft; Ueberschwemmungen durch Regengüsse.)
Eisenbahnen. Berlin. Postkarten⸗Legitimation. — Köln. tungen der Festlichkeiten zur Eröffnung der Eisenbahn.
Handels- und Börsen-Nachrichten. Berlin.
Vorberei⸗ Getraidemarkt.
Königl. Oper. (Zur Charakteristik der Sängerin Schlegel-Köster.) — Berlin. Aufführung der Oper „Jessonda“. — Theater in Potsdam. — Ueber die Manuskripte in einigen Departements-Bibliotheken in Frank— reich. (Erster Artikel.)
Beilage. Inland. Posen. Aerndte. — Laub an. Gewerbe⸗Aus⸗ stellung. — Aachen. Konzession für die metallurgische Gesellschaft.
Dentsche Bundesstaaten. Baden. Heidelberg. Dr. Höfer. — Konstanz;. Getraide⸗ und Brodpreise. —Kurhessen. Kassel. Kriegs⸗ en. — Dampsschifffahrt. — Nassau. Wiesbaden. Landtags⸗ dlungen. — Schweiz. Vom Genfer See. Zustand von is. — Lausanne. Der deutsche Bildungs⸗Verein in Lausanne. — zallis. Beschluß des Staats-Raths gegen Monthey. — Handels— ud Börsen⸗-Nachrichten. Königsberg, Danzig, Breslau Magdeburg. Getraidemarkt. — St. Petersburg. Handels— bericht. — Einige Worte über das Getraide Lieferungs-Geschäft.
Amtlicher Thei 2. * *. 679 Ne- ⸗ = Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: Dem Bäckermeister Heinrich Schramm zu Duisburg und dem zofbesitzer Karl Pankrath zu Biesterfelde, Kreises Marienburg,
8 —
I Rettungs-Medaille am Bande zu verleihen; so wie
Dem Ober-Wegebau⸗Inspektor Neuhaus zu Stettin den Titel
eines Bauraths beizulegen.
=.
Se. Königl. Hoheit der Prinz Karl ist aus der Provinz Sachsen, und Ihre Königl. Hoheit die Prinzessin Charlotte, Tochter Zr. Königl. Hoheit des Prinzen Albrecht, von Dobberan hier wie
der eingetroffen. k Die Reitpost nach Wittenberg, welche bisher täglich Abends
3 Uhr zum Anschluß an die ersten Dampfwagenfahrten nach Magde—
burg und Leipzig von hier abgefertigt wurde, hört mit dem 2ysten d. M. auf. Es ist dafür vom 30sten d. M. ab eine tägliche Cou rierpost zwischen hier und Magdeburg eingerichtet, welche folgenden Gang erhält:
Abgang aus Berlin täglich 7 Uhr Abends, Ankunft in Magdeburg » 5 » früh, Abgang aus Magdeburg » 7F „» Abends, Ankunft in Berlin . früh.
Von dieser Veränderung wird das korrespondirende Publikum mit dem Bemerken in Kenntniß gesetzt, daß die mit gedachter Courierpost abzusendende Korrespondenz nach Magdeburg, Leipzig, Westphalen, der Rheinprovinz, Frankreich, Belgien, den Niederlanden ꝛc. täglich bis 6 Uhr Abends zur Post geliefert sein muß. Berlin, den 28. September 1843. Königl. Hof-Post-Amt.
Die von dem unterzeichneten Rektor und Richter hiesiger Frie drichWilhelms-Universität vorschriftsmäßig zu prüfenden Gesuche der Studirenden .
um Stundung und resp. Erlaß der Honorare für die Vorlesungen müssen nicht nur durch genügende Maturitäts-Zeugnisse und resp. durch günstige Abgangs-Zeugnisse von den früher besuchten Univer—⸗ sitäten, sondern insbesondere auch durch Zeugnisse der Bedürftigkeit gehörig begründet werden.
In Ansehung dieser Bedürftigkeits-Atteste ist festgesetzt, daß sie bei Waisen nur von der betreffenden Vormundschafts⸗ Behörde und für Studirende, deren Aeltern noch am Le⸗ ben sind, von dem Magistrate des Wohnortes oder von den Amts -Vorgesetzten des Vaters ausgestellt werden kön⸗ nen, und daß in diesen Zeugnissen folgende Punkte ausdrücklich enthalten sein müssen:
1) Angabe des Vor⸗ renden; kö
2) Amt, Stand und Wohnort der Aeltern, und bei Waisen der Vormünder;
3) Zahl der etwanigen übrigen versorgten oder unversorgten Kin— der, oder Bemerkung, daß keine vorhanden seieng;
4) Angabe der Lehr-Anstalt, auf welcher der Bittsteller seine Vor⸗ bildung erhalten hat;
5) Die von den Aeltern oder Vormündern zu machende bestimmte
Angabe der Unterstützung, welche dem Studirenden jährlich
und Zunamen und des Alters der Studi—
von welcher Art sie auch sein möge;
zugesichert worden, aus welcher Quelle sie auch komme und
6) Die bestimmte Versicherung, daß die Aeltern oder Vormün⸗ der nach ihren, der attestirenden resp. Behörde genau bekann⸗— ten, Vermögens- Verhältnissen dem studirenden Sohne oder Mündel nicht mehr, als die unter Nr. 5 anzugebende Unterstützung, gewähren können.
Indem wir diese hohen Anordnungen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß bringen, damit dieselben bei Ausstellung der bezeichneten Dürftigkeits Jeugnisse von den resp. Behörden in der vorgeschriebe— nen Art berücksichtigt werden, sind wir zu der Bemerkung verpflich— tet, daß bei mangelhaften Attesten die von uns vorschriftsmäßig zu prüfenden Gesuche um Stundung der Honorare für die Vorlesungen nicht bewilligt werden können.
Berlin, den 1. Oktober 1843.
Der Rektor und der Richter hiesiger Friedrich-Wilhelms-Universität. von Raumer. Lehnert.
Angekommen: Se. Excellenz der General-Lieutenant und Di⸗
rektor der Allgemeinen Kriegsschule, Rühle von Lilienstern, aus dem Bade Gastein.
Se. Excellenz der General-⸗Lieutenant und Commandeur des Ka⸗
detten-Corps, von Below, von Bensberg.
Uichtamtlicher Theil. Inland.
Berlin, 29. Sept. Das heute ausgegebene Ju stiz⸗Mini sterialblatt enthält eine durch Bericht des Ober-Landesgerichts zu
Posen vom 6. September d. J. hervorgerufene allgemeine Verfügung vom 23. September 1843, betreffend die Einziehung und Verrechnung
der Kosten in der Rekurs-Instanz; ferner eine Verfügung vom 16. September 1843, betreffend die Publication der Erkenntnisse in fiska⸗ lischen Untersuchungen wegen Injurien; und endlich eine Verfügung vom 15. September 1843, betreffend die Frage, wie es nach dem Gesetze vom 21. Juli d. J. mit der Einlegung der Rechtsmittel und der Attestirung der Rechtskraft zu halten sei, wenn in erster Instanz vermöge genereller oder spezieller Substitution statt des instruirenden ein anderes Gericht erkannt hat?
Berlin, 29. Sept. Das Königl. Polizei⸗Präsidium macht in dem heutigen Amts-Blatte bekannt, daß das Ministerium des Innern mittelst Erlasses vom 10ten v. M. dem Schiffs- Eigner Gott⸗ sieb Hoffmann zu Posen für die Rettung der zehnjährigen Tochter des Feldwebels Koch hierselbst, Vornamens Hildegard, vom Ertrinken in der Spree, die zur Aufbewahrung bestimmte Erinnerungs-Me⸗ daille für Lebensrettung verliehen hat.
Koblenz, 25. Sept. (Rh. u. M. 3. Der Großfürst Michael ist heute Mittag auf einem düsseldorfer Dampfer hier vorbei nach Rotterdam gereist, um sich dort nach England einzuschiffen.
Ausland.
Deutsche Gundesstaaten.
Bayern. Nürnberg, 25. Sept. (N. K.) Gestern Vor⸗ mittag um 11 Uhr fand, der unterm 20sten v. M, erlassenen Auf forderung des hiesigen Stadt-Magistrats gemäß, die erste öffentliche Versammlung zur Bildung eines Vereins wider übertriebene Kleider⸗ pracht statt. Es waren zu derselben ungefähr 200 Individuen zu⸗ sammengekommen, unter welchen man, außer den Mitgliedern des Magistrats, namentlich viele Vertreter des Gewerbstandes bemerkte. Den Vorsitz führte der erste Bürgermeister, Herr Dr. Binder, welcher in einem ausführlichen Vortrag den Zweck und die Nothwendigkeit des Vereins auseinandersetzte. Nürnberg, bemerkte derselbe, habe wohl vor Allen den Beruf, sich in dieser Reformsache an die Spitze zu stellen, da die hier vorherrschende Liebe zur Kleiderpracht sogar die Aufmerksamkeit der Regierung erregt habe. Anlangend die Aus⸗
sichten und Hoffnungen des Vereins äußerte er, daß bereits ähnliche in Frankreich und England mit gutem Erfolge beständen; übrigens sei demselben nicht nur der Schutz der Regierung, sondern auch die
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Königliche Oper.
Zur Charakteristik der Sängerin Schlegel-Köster.
Schon durch die Wahl der Partieen, worin sie bisher aufgetreten, hat Mad. Köster gezeigt, daß ihr Kunststreben ein edles, ein dem Höheren zugewendetes sei, und daß sie es als ihre Aufgabe erachte, klassische Ton⸗ werke zu reproduziren. Dies hat sie als Fidelio, als Donna Anna, als Jessonda bewahrheitet. In letzterer Nolle ist sie zum zweiten Mal am 28. Feptember unter dem Beifallruf der zahlreichen Versammlung aufgetreten. Nachdem wir ihre betreffende Leistung in No. 85 d. Bl. im Allgemeinen beurtheilt, bliebe uns für heute noch übrig, auf die Eigenthümlichkeiten ihrer Stimme und ihres Vortrags spezieller einzugehen. Jene ist klar, melodisch und von ziemlich bedeutendem Umfang; Brust⸗ und Mitteltöne sind runder und voller als die Kopftöne, die manchmal, und besonders bei den gehal⸗ tenen anwachsenden, etwas schneidend und gedrückt klingen. Manchen will s überhaupt scheinen, als habe ihre Stimme, seit ihrer letzten Anwesen⸗ heit in Berlin (noch als Fräulein Schlegel), an Klangfülle etwas eingebüßt. Ihr Vortrag isi edel, sowohl in der Cantilene als in den Koloraturen, die sie mit Anmuth und Leichtigkeit wiedergiebt; nur die chromatischen Läufe sind nicht recht deutlich. So z. B. gelang ihr das Larghetto in As-dur ihrer großen Arie im ersten Akt, die se mit großem Beifall vortrug, ganz vortrefflich, bis auf den chromatischen Lauf as, g, ges, , fes, es, d, des, c 2c., der etwas verwischt klang. Das Portamento (Herüberziehen von einem Ton zum anderen) wäre, da Spohr's Musik ohnehin schon weich und süß genug klingt, nicht zu oft anzuwenden. Ihre Intonation ist rein, ihre Aussprache gut, bis auf die der Konsonanten welche besonders am Anfang der Wörter nicht scharf genug bezeichnet wer⸗ den. Vorzüglich schön trug sie vor, gleich zu Ansang ihrer ersten Scene im Reeitativ die Worte; „Nie wieder! nie wieder“, welche sie das erstemal leidenschaftlich, das zweitemal schmerzersüllt, mit verhallendem, verschmelzen⸗ dem Tone, ganz im Geiste des Komponisten, sang; ferner; die schon er⸗ wähnte Arie, bis auf den viermaligen Ausruf „gu ihm!“ der sich in den beiden letzten Malen ein wenig zu schnell steigerle; dann: das Duett im zweiten Alt mit Amazili, und vornämlich im dritten Akt: die große Arie mit Recitativ, worin sie die Worte „Schauer des Todes, und Feuerflammen!“
mit dem tiefen Fall nach dem kleinen a herunter sowohl sehr klangvoll als sehr beifällig sang.
Die Chöre waren brav; wir wollen die Mitglieder desselben aber dar⸗ auf aufmerksam machen, daß man nie die leichte Silbe eines Wortes be⸗ tonen darf, wie es z. B. in dem Chor der Braminen und Bajaderen des Zten Aktes geschah, wo bei den Worten „Soll sogleich Jessonda sterben“ der Accent immer auf die leichte Silbe ben gelegt wurde. Das Orchester begleitete präcis und diskret, doch fielen einige Fehler vor, die nicht unbe⸗ merkt blieben. — u.
Berlin, 29. Sept. Bei der gestrigen Aufführung der „Jessonda“ ist mehreren Musiffreunden die große Langsamkeit und Einförmigkeit der Tempi, und zwar nicht nur bei den Reritativen, sondern auch bei Arien und Ensemblestücken, sehr störend aufgefallen. Dasselbe hat sich seit einiger Zeit auch bei anderen Opern- Vorstellungen auf dem Königlichen Theater bemerklich gemacht. Die schönste Musik verliert dadurch an Schwung und Energie; die Mannigfaltigkeit, welche durch die Verschiedenheit und Nüan⸗ cirung der Zeitmaße entsteht, geht großentheils verloren, und die Wirkung ist eine fast einschläfernde für das Publikum, für die Sänger, für das Orchester selbst. Den Herren Dirigenten des letzteren möge daher dieser Punkt zur Beachtung empfohlen sein; denn von ihnen hängt es vorzüglich mit ab, dem angedeuteten Uebelstand für die Zukunft abzuhelfen.
Theater in Potsdam.
Auf Allerhöchsten Befehl gab die italienische Gesellschaft des Königs⸗ städtischen Theaters am 27. September Donizetti's melodiöse Oper „Lucia di Lammermoor'“ im Theater zl Potsdam. Die Vorstellung fand außerordentlichen Beifall. Die Sänger übertrafen sich selbst, und das En— semble ging so vortrefflich, wie Ref. lauge kein ähnliches gehört hat. Der Hof gab seinen Beifall wiederholt auf die unzweideutigste Weise zu erken⸗ nen. Se. Majestät der König geruhten, nach der Voͤrstellung den Kom—
missions- Rath Cerf aus Berlin vor Sich bescheiden zu lassen und dem— selben Ihre volle Zufriedenheit mit den Leistungen des Personals der ita⸗ lienischen Opern-Gesellschaft in den huldvollsten Worten auszudrücken.
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Ueber die Manuskripte in einigen Departements⸗ Bibliotheken in Frankreich. Erster Artikel.
Unter dem Titel: „Notice des manuscrits de quelques biblioth- ques des deépartements de la France“ hat Herr Libri, Mitglied des In⸗ stituts, eine sehr interessante Arbeit über die Manuskripte, die sich in 18 Departements -Bibliotheken befinden, bekannt gemacht. Von dem Minister des öffentlichen Unterrichts beauftragt, das Verzeichniß der Reichthümer die⸗ ser Art, die in den Provinzen vorhanden sind, anzufertigen, hat er nach gewiesen, daß die Verpflanzung der Manuskripte aus den Klöstern in die Kommunal-Bibliotheken während der Revolution keine so bedeutende Ver luste zur Folge gehabt hat, wie man bis jetzt glaubte. Bei der Verthei⸗ lung der Manuskripte, die heutzutage jeder Ort in Frankreich besitzt, hat der Zufall gewaltet, und da die Kommunal-Bibliotheken unter der Aussicht der Munizipal-Conseils stehen, die nicht immer die Wichtigkeit dieser Ma⸗ nusfkripte zu beurtheilen verstehen, so sind nur sehr wenige Personen im Stande, sie zu würdigen und einen richtigen Begriff davon zu geben. Herr Professor Hänel in Leipzig hat zwar in seinem „Catalogus manuseripto- rum etc.“ die Beschreibung einiger Manuskfripte unserer Departements= Bibliotheken gegeben, allein es sind dies im Allgemeinen sehr un vollstän— dige und zuweilen sogar falsche Angaben. Wir wollen die scharfe Krilit welcher Herr Libri die Arbeit des Herrn Hänel unterwirft, hier nicht e derholen, sondern unmittelbar zu der eigentlichen Arbeit des Ersteren—
Die Nachforschungen des Herrn Libri beziehen sich harte lkee 2 . 394 a, , eo , nch Biblioth
anuskripte von Pithou und Bouhier befinden,. m mn öder von . y. im Jahre 1651 von 33 . ten ran is smnern von Sorbonne, gegründet, wescher alle seine B