3
an eine Intervention in Spanien zu denken, und daß der Ausstand zu Athen, obschon an sich bedenklich, feinesweges einen so ernsten Charakter gehabt, als man anfangs glaubte. Stand der Rente: 5proc. 121. 5. zproc. S1. 95.
London, 25. Sept. ¶ B. H.) Getraide⸗Markt. Neuer engli- scher Weizen bedang die vorigen Montagspreise, alter, bei geringer Zufuhr und guter Frage, 13 höher; feiner fremder sehr begehrt und einzeln eben— falls 13 höher bezahlt. — Gerste flau und 3 niedriger. — Malz unver⸗ ändert. — Bohnen vernachlässigt. — Graue Erbsen eiwas besser. — Mehl gedrückt. Preise unverändert.
Auswärtige Börsen.
Amsterdam, 27. Sept. N.ederl. virkl. Seh. 21. 596 do. 99 6. Kanz-Bill. —. 5 96 span. 173. 396 do. 26 5. Pass. — Ausg. — . Zinsl. —. Preuss. Präm. Sch. —. Fol. — Oesterr. — 4X6 Russ. Ilope 90.
Antwerpen, 26. Sept. Zinsl. — Neue Anl. 173.
Hamburg, 29. Sept. Bank- Actien 1675. Engl. Russ. 1125.
London, 26. Sept. Cons. 396 943. Bels. 104. Neue Anl. 183. Las- sire —. Ausg. Sch. —. 23 9h Iloll. 23. 595 1013. 596 Fort. —. 39h . Engl. Russ. 1145. Bras. 755. Chili 1091. Columb. 253. Mex. 34. Peru 223.
Paris, 26. Sept. 535 Rente siu eour. 121. 5. 396 Reute fin cour. 8I. 95. 596 Neapl. au eompt. 107. 75. 5965 Spau. Rente 27. Pass. 13.
Wien, 26. Sept. Sa. zen. 111. 455 1065. 3M 76. Actien 1642. Anl. de 1834 1453. de 1839 1143.
Ban-
35 Berichtigu ng. Im gestrigen Blatte der Allg. Preuß. 3. S. 579, Sp. 2, Z. 15, fehlt vor: „von Wahlen-Jürgas“ die Cha— rakterbezeichnung als: pensionirter Major.
Angekommene Fremde.
Hotel de Russie. Se. Durchlaucht der Fürst von Drutzkji⸗-Loubeckji Kaiserl, russ. Wirkl. Geheimer Rath, und Bara noff, Kaiserl. russ. Stab? Capitain und Flügel-Adjutant des Kaisers, aus St. Petersburg.
König von Portugal. Se. Exc. der General- Lieutenant von Toll und Particulier von Toll aus Neu⸗Bleyen bei Küstrin. Hof-Lieferant Schmidt aus Neu-Brandenburg. Particuliers Schnaulein aus Havelberg und Dunker, nebst Schwester, aus Hamburg. Kauflente Berens aus Heinsberg, Lamberts aus Gladbach, Medetz aus Pesth, Büder und Ephraime aus Hamburg. Ober⸗ Landes gerichts⸗ Rath Bonstedt aus Bromberg. Rentier Golliet, nebst Gemahlin,
Bekanntmachungen. lig 1698 Bekanntmachung.
Der auf den 5. Oktober d. J. anberaumte Termin zur Subhastation des Ritterguts Nieder-Alt-Gabel, Sprottauer Kreises, ist aufgehoben, was hiermit bekannt gemacht wird. sind,
Glogau, den 29. September 1813.
Königl. Ober-Landesgericht. Erster Senat.
(L. S.) v. Forcken beck.
imgleichen
262 b R 49. vertirung in
Mit Bezug auf das den stralsundischen Zeitungen in nicht unterwerfen
extenso inserirte Prollama werden alle diejenigen, welche als Agnaten, Gesammthänder oder Anwärter, oder aus 9 irgend einem sonstigen lehnrechtlichen Grunde an das im neuenkirchener Klrchspiel auf Rügen belegene Ritter⸗ gut Tribbevitz (vormals Groß- und Klein⸗-Tribbevitz) . p. Ansprüche und Anforderungen zu haben vermei— nen, zum Zweck ihrer patentmäßigen Abfindung zu de— ren Anmeldung nnd Beglaubigung in einem der auf den' 17. OSkkober, 7 und 28. No vember d. J Morgens 10 Uhr, vor dem Königi. Hofgericht anstehenden Termine, bei Vermeidung der am 14. Dezember e. zu erkennenden Präkflusion, hiermit aufgefordert, Greifswald, am 16. September 1843. Königl. preuß. Hofgericht von Pommern und Rügen. (l. 8.) v. Möller, Praeses.
nießen.
260 b] m
Alle diejenigen, welche an den Nachlaß des unlängst zu Stralsund verstorbenen Majors und Commandeurs m Tten Jufanterse- genannt Königs-Regiment August von Bergfeld begründete Ansprüche und Forderungen haben, werden zu deren Liquidation und Beglaubigung in einem der auf den 17. Oktober, 7. und 28. November d. J., Morgens 10 Uhr, hierselbst ange⸗ setzten Termine bei Strafe des in termind den 14. Dezember er. zu erkennenden Ausschlusses und ewi— gen Stillschweigens, — hierdurch aufgefordert,
Datum 5 am 16. September 1843.
Königl. Hofgericht von Pommern und Rügen. v. Möller, Praeses.
bogen einliefern.
gationen von
15201 Subhastations-⸗Patent.
Die zur Apotheker Schoeppenthauschen Konkursmasse gehörige Apotheken⸗Gerechtigkeit sub No. 6. nebst dem Haufe zub No. 40. hierselbst, zusammen auf 38, 144 Thlr. Sgr. 2 Pf. gerichtlich geschätzt, wird
am 24. Rovember e', Vormittags 10 Uhr, an unserer Gerichtsstelle subhastirt. Taxe und neuester de dolhelenschein sind in unserer Registratur einzusehen. Als Lizitant kann nur zugelassen werden, wer im Ter⸗
virt werden.
261]
Papieren nach dem Courswerthe, als Caution niederlegt. Jauer, den 24. August 18413. Königl. Land- und Stadtgericht. Dethloff.
1699.7 Bek anntm ach un Der auf den 13. Oktober «? 6 z gr; ö ntlichen Ver⸗ kaufe der Landschafts Ngth ir b e stücke zu Gorzenieg augesetzie Termin wird aufgehoben. Strasburg in Westyr., 22. September 1843. (. 8.) Königl. Land und Stadtgericht.
1227
Bekanntmachung. Nothwendiger Verkauf
k ..—;/—/)—)
Auf Grund der uns ertheilten gesetzlich erforderlichen höheren Genehmigung kündigen wir s co: sirende königsberger Siadt-Obligationen, sofern sie nicht schon im Wege des Amorsifaskons-Verfahrens gekün— digt und im nächsten Januar⸗ Monate zu realisiren sämmtliche coursirende königsberger Magistrats-Obligationen, Behufs der Kouvertirung in drei und einhalb prozentige Papiere, zum 1. April 1844 dergestalt, daß jeder Inhaber von königsberger Magi strats- und Stadt⸗-Obligationen, der sich deren Kon⸗ 35 pro Cent Zinsen tragende will, den Nominalwerth derselben nebst versessenen Zinsen, gegen Einlieferung der Obli⸗ ationen und der dazu gehörigen laufenden Coupons, in der Zeit vom 1. bis 14. April 18144 an jedem Montage, Dienstage, Donnerstage und Freitage, Vor⸗ mittags von 9 — 12 Uhr, bei unserer Stadtschulden⸗ Tilgungskasse erheben kann.
Diejenigen Inhaber königsberger Stadt- und Magi⸗ strats Obligationen, welché sich deren Konvertirung in brei und einhalbprozentige Papiere gefallen lassen, sol⸗ len als Konvertirungs-Prämie die Zinsen vom Ablaufe der Kündigungsfrist ab noch für ein Jahr, also bis zum 1. April 1845, zu dem Zinsfuße von 4 pCt. ge— Jedoch müssen sie sich zu der Konvertirung spätestens bei Erhebung ihrer im Monat Januar 1844 fälligen Zinsen auf der Stadtschulden-Tilgungskasse dazu melden, und nicht allein ihre Obligationen Be⸗ hufs des darauf zu setzenden Konvertirungs-Vermerks hroduziren, sondern auch die dazu gehörigen Coupons Rr. 73 und folg. gegen Aushändigung neuer Coupon—
Wer dieser Bestimmung nicht genügt oder zur Kon—⸗ vertirung während der im Januar 18414 stattfindenden Zinsen-Zahlung überhaupt sich nicht meldet, wird angesehen werden, als unterwerfe er sich der Kündi⸗ gung und wolle seine Obligationen am I. April 1844 zum Nominalwerthe bezahlt erhalten. auch dann, bei dem Ablaufe der Kündigungsfrist, nicht meldet, unterliegt den gesetzlichen Folgen der Zögerung in der Art, daß vom 1. April 1811 ab auf seine Obli⸗ der Stadtschulden-Tilgungskasse keine Zinsen mehr gezahlt, deren Nominalwerths-⸗Beträge dielmehr auf seine Gefahr und Kosten zum gerichtlichen Depositorio gegeben und dort bis zur Einlieferung der Obligationen und der dazu gehörigen Coupons asser⸗ Von
Königsberg in Pr., den 12. Septbr. 1843. Magistrat Königl. Haupt- und Residenzstadt.
Bekanntmachung.
Ng h hem die ,,,, welche uns veranlaßt 1 j den Verkauf der der hiesigen Stadt⸗Kommune gehoöris mine 1000 Thlr. baar, oder in inländischen öffentlichen gen, am ö . Mehlmühle, di Neu⸗ mühle genannt, aufzuheben, beseitigt sind, haben wir zum Verkauf derselben auf um den I. Dezember e, Vormittags 41 Uhr, auf dem rathhäuslichen Fürsten⸗Saale einen Licitations⸗ Termin anberaumt. in unserer Rathsdiener⸗Stube zur Einsichk bereit.
Die Neumühle mit dem erforderlichen Areal nebst einem Stall-Gebäude und einer Remise, theils massis, theils von Bindwerk gebaut, hat vier Mahlgänge, welche von drei unterschlächtigen Rädern betrieben werden, ohne daß dadurch die Wasserkraft vollständig benutzt ist.
Breslau, den 26. September 1843. .
Der Magistrat hiesiger Haupt- und Residenzstadt.
588
aus Lyon. Professor Bergfeld, nebst Gemahlin, aus Neu Strelitz. Gutsbesitzer von Goslindwski, nebst Gemahlin und Schwester, und Frau von Mepezinska aus Kempa im Samter Kreise.
British Hotel. Frau Freiin von Richthofen, Rittergutsbesitzerin, nebst Familie, aus Brechelshoff. Graf von Hahn-Basedow, Erb⸗
landmarschall, aus Basedow. Nittergutsbesitzer von Herford aus Mackrow. Geh. Justizrath Freiherr von Oertzen und Baron von
Oertzen aus Leppin. James Backer, großbritanischer Konsul, nebst Familie, aus Riga. Frau von Zeppelin, Rittergutsbesitzerin, aus Schwerin. j
Meinhardt's Hotel. Graf von Gurjew, Mitglied des Reichsraths und Wirkl. Geh. Rath, Ihre Durchlaucht die Prinzessin Kourakin, geb. Comtesse von Gurjew, Frau Gräfin von Gurjew und Com⸗ fessen von Gurjew, aus St. Petersburg. Graf und Gräfin Henckel von Donnersmarck aus Breslau. Baron und Baronin Bi st rom aus St. Petersburg.
Hotel du Nord. Domherr und sProf. Dr. von Ludicke aus Warschau. General a. D. von Chtapows ki aus Turew. Hotel de St. Petersbourg. Ritterschaftsrath Baron von Maltzahn⸗ Sommersdorf, nebst Familie, aus Sommersdorf. Ober⸗Regierungs⸗
Rath von Kreis aus Köslin. .
Hotel de Rome. Rittergutsbesitzer Baron von Minigerode aus Braunschweig. ö
Rheinischer Hof. Rittmeister von der Lanken, nebst Gemahlin, aus Delitsch. Ritterschafts⸗-Direktor Bredow aus Schwanebeck.
Kronprinz. Kommerzienrath Mitscherlich aus Eilenburg.
Prinz von Preußen. Ober⸗Landesgerichtsrath Theden aus Ratibor.
Hotel Stadt London. von Puttkammer, Lieutenant im Aten Ulanen-Negiment, aus Treptow a. d. N. Particulier Drovetti aus Turin. Berg-Eleve Wille aus Nauheim. Kaufleute Brocks aus Nauen und Wilmanns nebst Gemahlin aus Bremen.
Hotel de Saxe. Kaufleute G. Fricke aus Offenbach, M. Simon aus Königsberg i. Pr., C. B. L. Georg, nebst Gemahlin, aus Ham— burg und Koch, nebst Gemahlin, aus Stargardt. Assessor Baum aus Dresden. Amtmann und Rittergutsbesitzer Carow aus Schönermarck. Jonvelier Bazdrow aus Warschau. Fräulein Francke aus Nord— hausen.
Hotel de l'Europe. Rittergutsbesitzer T und S. Dembowski aus Warschau. Banquier J. Meier aus Warschau. Koch Depaur aus Paris. Stud. philosophiae Nicolae aus Moldau.
König von Preuß en. Rittergutsbesitzer Lüdecke aus Zützen bei Schwedt. Raths-Kellermeister Ahlers, nebst Gemahlin, aus Rostock.
Hotel de Prusse. Gutsbesitzer de Sch ira aus Mohileff in Rußland. Arzt Kruschefsky aus St. Petersburg. M arnitz, Kaufmann dritter
Allgemeiner Anzeiger.
nent gen haben wir unsere General- Agenten Herren
Mertens C Rubens inberlin
bevollmächtigt und empfehlen dieselben hierzu bestens.
.
ämmtliche cour⸗=
Königsberg in Pr. Berlin
Carl Douglas. Joseph Mendelssohn.
Papiere
lauben wir uns hierdurch unsere
Versicherten, bestens zu empfehlen.
Berlin, den 1. Oktober 1813.
„ am 25. September 1813. Feuerversicherungs-Anstalt Borussia. Die Direction. Joseph Friedländer. Martin Wilhelm Oppenlieim. George Moritz Oppenseld. Bezugnehmend auf vorstehende Bekanntmachung er⸗
Ae entur zu Versicherungen gegen Feuersgefahr allet Art auf Mobiliar und Immobiliar zu festen bil— ligen Prämien, ohne Nachschuß Verbindlichkeit für die
2 2 695 . e r Le . . 8 .
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Mertens C Rubens.
Gilde, aus Riga. Rittergutsbesitzer von Ziethen aus R
Frau Oberst- Lieutenant Staffenhagen und Fräulein Sta e⸗ hagen aus Posen. Frau Ritterschafts-Räthin von Erang ch aus Cratzen. Lehrer Richter aus Tilstt. von Auer, Lieutenant im ersten , , zu Fuß, aus Potsdam. Kaufmann Stiesser a— eipzig.
Kaiser von Rußland. Amtsrath von Gunterstädt aus Eibingdon Fabrikant Schmidt aus Krossen. Kaufleute: Kreitziger aus Siettin, Toßm ann aus Dessin, Fritz aus Neustrelitz, Rausnitz und Fürsten⸗ berg aus Königsberg in Pr. und Gerlach aus Elbing. Partikulier Petitjean aus Paris.
Metrorologische Beobachtungen.
Abends
10 Uhr.
ö ö Nachmittags Nach einmaliger
1843. 2 Uhr.
30. Sept.
Morgens 6 Uhr.
Beobachtung.
Luftdruck .... 334, 90 Par. 332, 9s Par. 332, S0 Par. Auellwärme 7,7' R. 3,7 R. 8, 22 R. 4 7, 3) k. Flusswärme 7,99 -.
Luftwärme . 9
Thaupunkt ... * 0, 99 R. 6,6 n. 4 34 R. Bodennärme 10,7, R.
Dunstaãttigung 79 Cie. 89 pCt. 90 pCt. Ausdünstung CO, 021, Rh.
Wetter heiter. Regen. Regen. Nie ders chlas 0, 0 12 Rh.
Wind. ...... VW. . W. Vwaärmewechsel * 8,9 . 7
Wolkenzug. .. W Kö —w— 7,1 R.
Tagesmittel: 333, 26 Par... 4 6,17 RN... , 80 R... S6 pc. W.
Königliche Schauspiele
Montag, 2. Okt. Voltaire's Ferien. Nierau]: Fröhlich.
Dienstag, 3. Okt. Marie, oder: ie Tochter des Regiments. Königsstädtisches Theater.
Montag, 2. Okt. Italienische Dpern⸗Vorstellung.) Zum ersten—⸗ male in diefer Saison: Belisario. Opera in 3 Atti. Musica del Maestro Gaetano Donizetti. (Sgra. Ersilia Ranzi wird hierin als Antonina debütiren.)
Dienstag, 3. Okt. Zum erstenmale: Lord, Krämer und Vaga bund, oder: Die Mißverständnisse, Lustspiel in 3 Aufzügen, nach dem Englischen frei bearbeitet von FJ. Meck.
Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen.
Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober Hofbuchdruckerei.
II. Ab th. Das Neue Testament. 4te Aufl (2Ater Abdr.) S3 Bog. (1467 Doppelbog.) Kl. hoch 4. ,
Inhalt: Einleitung in das Neue Testament; von den vier Evangelien überhaupt. I. Geschichtsbü⸗ cher: Die vier Evangelien, jedes mit einer besonderen Einleitung; Harmonie der vier Evangelien; Zeittafel über die Apostelgeschichte; die Apostelgeschichte mit einer besonderen Einleitung. II. Lehrbü cher: Von den Lebens Umständen, der Lehre und dem Leben des heil. Apostel Paulus; die dreizehn Episteln des Paulus, jede mit einer besonderen Einleitung; von den katholischen Briefen im Allgemeinen; die katholischen Briefe und der Brief an die Hebräer, jeder mit einer besonderen Einleitung. III. Das prophetische Buch. Die Offenbarung St. Johannis, mit einer besonderen hoöchst ausführlichen Einleitung; ein vollständiger Abriß der Geographie von Palästing für das Alte und Neue Testament; vom Reiche Gottes (einen vollständigen Abriß der Kirchengeschichte enthaltend); Verzeichniß der Bücher des Neuen Testaments nach ihrer wahrschein lichen Zeitfolge; Verzeichniß der Gleichnisse Jesu; Verzeichniß der im Neuen Testament erzählten, von Jesu Ehristo und seinen Jüngern verrichteten Wunder; AÄbschnitte des Neuen Testaments, welche in der Schule gelesen werden sollen und welche nicht; alphabetisches Sachregister; alphabetisches Spruchregister; Verzeichniß
M. E. Beer.
General⸗
d. S. Mintler:
so Zur 1691 den
Wer sich aber ʒ nach
Grundideen.
. .
gr. 8. geh.
Registern.
Lis co (Dr. Ih, Pred. u. R.) J. Abth.:
Die Verkaufs- Bedingungen liegen 155
pelbog.) stark, à n. 5 Thlr. 1843.
unausgesetzt fortgedruckt. Inhalt der ersten sechs Hefte:
schen Büchern des Einleitung in die
ur Auflösung der Gemeinschaft. tadtgericht zu Berlin, den 20. Mai 1843.
Das in der Lindenstraße Nr. 92 belegene Kemnitz= sche Erb-Grundstück, tarirt zu 7979 Thlr. 25 Sgr., soll zur Auflösung der Gemeinschaft am
6. Februar 1844, Pormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Taxe und Hy— pothekenschein sind in der Registratur einzusehen.
Die unbekannten Real⸗Prätendenten werden unter der Verwarnung der Präklusion und die nicht aufgesunde⸗= nen Hypotheken ⸗Gläubiger, Kaufmann Rehfeld, Buch⸗ drucker Müller, ober deren Erben, und der Uhrmacher Winkler, zur Wahrnehmung ihrer Rechte hierdurch öf- fentlich vorgeladen.
259
berg in
mien
Borussia.
Die Feuerversicherungs⸗Anstalt Borussia in Königs⸗ n Pr., welche laut Kabinets-Ordre Sr. Majestät des Königs d. d. Sanssouci, den 4. Juli d. J. die Allerhöchste Bestätigung erhalten hat, wird nunmehr ins Leben treten und mit Anfang Oltober d. J. ihre Thätigkeit beginnen, sie wird zu billigen und festen Prä— ersichexungen gegen Feuerschaden auf. Immobi⸗ lien und Mobilien annehmen und sich bemühen, durch logale, auf die reellsten Grundsätze basirte Handlungs- weise, das Vertrauen eines resp. Publikums zu eiwerben. Zur Annahme und Abschließungen von ö
Mosis. — 3. B. Mosis.
ersicherun · I Einleitungen.
,, ö Literarische Anzeigen. Bei C. W. Leske in Darm sadt ist so eben er⸗ schienen und durch jede Buchhandlung zu beziehen, in Berlin (Stechbahn 3), Posen und Bromberg durch
R Ehescheidungs-Gesette biblischen, altrömischen und Staaisrechtlichen
e Zuschrist an Se. Excellen den Königl. Preulsisclien Minister für die Gesetz-Revision 8. Herrn von Savigny.
ö Aus dem „Neuen SooioꝰβsasgaeaJnr'n“ besonders abgedruckt.
25 Sgr.
1671] Verlag v. G. W. F. Müller in Berlin. Bibel, die, nach der Aebersetzung Di M. Luther's. Mit Erläuterungen, Einleitungen, Aufsätzen und Zum Gebrauche fuͤr alle Freunde des göttlichen Wortes, insonderheit für Lehrer in Kir— ö. chen und Schulen, bearbeitet von Friedr. Gust. dogm atisch
Das Alte Testament. e 5— 20 Lieferungen in kl. hoch 4, jede 10 Bog. (5 Dop⸗
Sechs Lieferungen sind bereits erschienen.
Allgem. Einleit. in die Schriften des Alten Testam. — Von den histori⸗ Alten Testaments im Allgemeinen. — fünf Bticher Mosis. — Einleit, in d. J. Buch Mosis. — 1. Buch Mois. — Tabelle über die Völker- Genealogie. — Ueber die Patriarchen und ihre Erwählung. — Ueber Moses und die göttliche Führung Isracls zu seiner Zeit. — Einleit. in d. 2. B. — Mosis. — 2. B. Mo sis. = Aufsatz über das Ge⸗ . . das 5 esetz; 6 en, bas Eeremonialgesetz; Zter Abschnitt: das ürgerliche ; Hesetz; als E „ Einleit. in d. 3. B. ęnäali ͤ Rmroite Ge, e fee, Enslinschen Buchhandl, Breite Mosis. — 14. B. . 6 in i 5 9 Mosts. — 5. B. Mosis. — Völkerschau oder Nach⸗ ᷣ ler die Völker und Länder, deren im Alten Te⸗ Die Hauptpunkte des evangelisch⸗prote⸗ stamente gedacht wird. — Bilderdienst und Abgötterei. = Einleif in d. B. Josua. — B. Jo su a. — 2 B. d. Richter. — Ruth. — 2 B. Samuelis.
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Zu haben in der Enslinschen Buchhandlung in Berlin, Breitestr. 23, in derselben Handlung in Kuͤstrin und in Ferd. Müller's Bachhandlung in Stargard in Pommern.
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Allgemeine
Preußische Zeitung.
Alle post-Anstalten des An und Auslandes nehmen Sestellung auf dieses glatt an für Gerlin die Expedition der Allg. Preuss. . Zeitung: Friedrichsstrasse Ur. 72.
n Amtlicher Theil. . ö. Juland. Berlin. Hof⸗Nachrichten. — Ordens -Verleihung. — Vie
Rachdrucks Angelegenheit des Prof. Paulus. — Königsberg. Kün— digung fämmtlicher Stadt⸗-Obligationen.
Dentsche Bundesstaaten. Bayern. München. Hof ⸗Nachrichten. Hannover. Lüneburg. Kriegs Uebungen. — Mecklenburg⸗ Schwerin. Schwerin. Landtags⸗-Ausschreiben.
Frankreich. Paris. Die Königliche Familie in Trianon. — Sieges, Friedens- und Colonisations⸗ Berichte aus Algier und Oran. — Ver⸗
mischtes.
Großbritanien und Irland. London. Sir Mathew Wood 4. — Vermischtes.
Spanien. Briefe aus Paris. (Die Junta von Barcelona erklärt das Ministerium Lopez für abgesetzt. — Stimmung von Madrid; Haltung des Ministeriums; Fortgang der Insurrection zu Saragossa; Stand der Dinge in den übrigen Provinzen.)
Griechenland. Athen. Näheres über die jüngsten Ereignisse daselbst. — Einberufung einer National-Versammlung zur Entwerfüng einer Consti= tution.
Königl. Oper. (Die Hugenotten; Gastspiel der Frau Schlegel Köster.)
Beilage. Inland. Straßerhof. Das Münster zu Altenberg. — Ratingen? Besserungs-Anstalt. — Frankfurt a. d. O. und Arns⸗ berg. Lebengrettung. - Neisse. Entweichung eines Baugefangenen. — Dentsche Bundesstaaten. Sach sen. Leipzig. Finanz-Gesch.
Württemberg. Ulm. Turn-glnstalt. — Stuttgart. Turnfest. — Preis-Vertheilung an Gewerbtreibende und Landwirthe. — Aus dem Großherzogthum Hessen. Neue Post⸗Verbindungen. — Anhalt⸗
Deß au. Deß gu. Missionsfest. — Central⸗Amerika. Schreiben aus Paris. (Die Republik Venezuela und die neueste Gestaltung ihrer Handels- Verhältnisse. Nachtrag zu einer in der Schles. Ztg. enthaltenen Berichtigung, die Münz⸗ stätte zu Düseldorf, betreffend. Handels- und Börsen-Nachrichten. Berlin. Börsenbericht. — Danzig und Breslau. Marktbericht. — Frankfurt a. M. Börse; Messe. — Paris. Börse.
Amtlicher Theil.
Se. Masestät der König haben nachstehend benannten Kaiserlich russischen Offizieren und Beamten Allergnädigst zu verleihen geruht: Den Rothen Adler-Orden erster Klasse
mit Brillanten: Dem Gesandten an Allerhöchstihrem Hofe, Baron von Meyendorff. Den Rothen Adler-Orden zweiter Klasse mit dem Stern in Brillanten:
Dem General-Lieutenant, von Lanskoy, Chef der Isten leichten Garde- Kavallerie⸗Division; Dem General -Lieutenant vo
Infanterie⸗Division; JJ Dem GeneralMajor von ffrossinoff, Chef der 1sten Garde⸗ Infanterie⸗Division. Den Rothen Adler-Orden 2ter Klasse mit dem Stern: Dem General-Major von Bésac, Chef des General-Stabes der Artillerie bei der aktiven Armee; e 6 Dem General-Major von Tolstoy, Adjutanten des Großfürsten Michael, Kaiserl. Hoheit. Den Rothen Adler-Orden zweiter Klasse mit Brillanten; Dem Wirklichen Staatsrath Wyllie, Leib-Arzt des Großfürsten Michael, Kaiserl. Hoheit. Den Rothen Adler-Orden dritter Klasse: Dem Rittmeister von Tettenborn, Adjutanten des Großfürsten Michael, Kaiserl. Hoheit;
n Moller, Chef der Zten Garde—
Berlin, Dienstag den 3 Oktober
Dem Rittmeister von Zoller, Adjutanten des Herzogs von Leuch— tenberg, Kaiserl. Hoheit. Den Rothen Adler-Orden vierter Klasse: Dem Titularrath Kiriline. Den Ste Johanniter-Orden mit Brillanten; Dem Rsttmeister und Flügel⸗Adjutanten Fürsten Menschikoff.
Den St. Johanniter-Srden:
Dem Obersten und Flügel-Adjutanten von Effimowitsch; Dem Obersten und Flügel⸗Adjutanten von Froloffʒ Dem Schiffs-Capitain ersten Ranges und Flügel⸗Adjutanten von
Moller; 1 Dem Capitain und Flügel-Adjutanten Oon Baranofß Dem ÄUeutenant und Flügel⸗Adjutanten von Kouscheleff; Dem Obersten von Sgare ff, Adjutanten des Großfürsten Michael
Kaiserl. Hoheit; . . ö . Dem Reise⸗-Marschall Ihrer Kaiserl. Hoheit der Frau Großfürstin
Helene, von Grünwald.
. Das 28ste Stück der Gesetzsammlung, welches heute ausgegeben
wird, enthält unter: ;
Nr. 2378. Die Allerhöchste Kabinets-Ordre vom 14. Juli d. J., wodurch bestimmt wird, wie es im Bezirke des Appella⸗ tionsgerichtshofes zu Köln bei dem Ableben eines Staats⸗ oder anderen öffentlichen Beamten, welcher Akten oder Gelder in amtlicher Verwahrung hat, hinsichtlich der Versiegelung gehalten werden soll.
„2379. Die Verordnung, eine zusätzliche Bestimmung zu dem Gesetz vom 13. Mai 1833 über Schenkungen und letzt— willige Zuwendungen an Anstalten und Gesellschaften betreffend. Vom 21. ejd. m.
„2380. Die Verordnung, betreffend die zum Zwecke einer Aus⸗ einandersetzung eingeleiteten Subhastationen. Vom 11. August d. J. ;
„2381. Die Allerhöchste Kabinets-Ordre vom 25. ejd. m., den Tarif über die auf dem alten Rheine zwischen der Stadt Rheinberg und dem Rheinstrome zu erhebenden Kanal⸗ gefälle und Hafengelder betreffend; und
Das Privilegium wegen Emission auf den Inhaber lau⸗ tender Obligationen Über eine Anleihe der Rheinischen
Eisenbahn-Gesellschaft von 1,250,900 Rthlr. Vom 8.
September d. J.
Berlin, den 3. Oktober 1813. Debits-Comtoir der Gesetz-⸗Sammlung.
Angekommen: Der Kaiserl. russische Wirkliche Geheime Rath
und Mitglied des Reichs ⸗Raths, Fürst Druck i-Lubecki, von Aachen. Der Kaiserl. russische Wirkliche Geheime Rath und Mitglied des
Reichs Raths, Graf von Ju rieff, von Leipzig.
Der Schloßhauptmann, Graf von Arnim, von Henkinshain. Abgereist: Se. Durchlaucht der Jürst Ludwig zu Sayn⸗ Wittgenstein-Berleburg, nach Gumbinnen.
Se. Excellenz der General der Infanterie und Gouverneur von Berlin, Freiherr ven Müffling, nach Posen.
Se. Excellenz der Wirkliche Geheime Rath, außerordentliche Ge⸗ sandte und bevollmächtigte Minister am Kaiserl. russischen Hofe, von Liebermann, nach Königsberg in Pr.
Uichtamtlicher Theil.
Inland.
ben, =, um der zuwohnen. Se. Majestät werden sind, am zten d. M. Abende uns 6 Uhr en Knef Lieutenants Grafen von Nostitz, des Hen ra des Obersten Grafen Brühl, des Majors Gra O ber⸗Stabs⸗ Arztes Dr. Grimm, Potsdam v nach Kyritz gehen. in aller Frühe von Kyritz abfahren, um Si wigslust, Boizenburg und Altenburg 8 Allerhöchstsie drei Tage verweilen werden.
/ Berlin, 1. Okt. Dem Vernehmen nach, sollen Se. Majestät 2 .
der König an einem der nächsten Tage eine Reise nach Lüneburg,
1843.
Deerschau des 10ten Bundes⸗Armee⸗ Corps bei⸗ wenn wir anders wohl unterrichtet eitung des General⸗ ajors von Neumann, nn int ensten und des rlassen und über Nauen Am folgenden Tage werden Allerhöchstdieselben über Perleberg, Lud⸗ urg zu begeben, wo
Ani Sten gedenken Se. Majestät, nach dem Diner Sich von
Lüneburg nach Üelzen, des anderen Tages von r.
legen und Salzwedel nach Letzlingen, 2. am 23 . um acht Uhr von Letzlingen nach Magdeburg zu begeben n, ee Allerhöchstdieselben um eilf Uhr Morgens auf der de s bahen ö Berlin nach Potsdam zurückkehren werden. 2 .
Berlim, 2. Okt. Se. Majestät der Kaiser von Rußland haben
Dem General der Infanterie von Müffling, Gouverneur von
Berlin, den St. Andreas-Orden mit Brillanten;
Dem General der Kavallerie von Borstell,
Dem General der Infanterie von Krauseneck, Dem General der Infanterie, Kriegs Minister von Boyen, den St. Andreas-⸗Orden;
Dem General-Lieutenant und General- Adjutanten Grafen von Nostitz, — den St. Alexander-Newsky⸗Orden Dem Staats- und Kabinets-Minister Freiherrn von Bülow, den St. Alexander-Newsky⸗Orden;
Dem General-Lieutenant von Weyrach, Commandeur des 3ten Armee ⸗Corps, Dem General Lieutenant von Wrangel, Commandeur des 2ten Armee⸗Corps, Dem General- Lieutenant von Brauchitsch, Commandeur der Garde⸗Kavallerie, den Weißen Adler⸗Orden;
Dem Geheimen Kabinets⸗Rath Dr. Müller, den St. Wladimir-Orden zweiter Klasse;
Dem Obersten von Gerlach, Commandeur der Isten Garde⸗Land⸗ wehr⸗Brigade,
Dem Obersten von Bonin, Commandeur des Kaiser Alexander Grenadier⸗Regiments,
Dem Obersten von Katte, Commandeur des Garde ⸗Dragoner⸗ Regiments,
Dem Obersten von Erhardt, Brigade,
Dem Sbersten von Stockhausen, Chef vom Generalstabe des Garde⸗Corps,
Dem Geheimen Ober-Medizinal-Rath, Leibarzt und Professor Dr. Schönlein,
Dem Kabinets⸗Rath Uhden,
den St. Wladimir-Orden dritter Klasse;
Dem Major von Gerhardt vom 3ten Ulanen-Regiment,
Dem Major Mohrenberg, Platzmajor von Berlin,
Dem Hauptmann von Unruh, Platzmajor von Potsdam,
Dem Hauptmann von Walther des Kaiser Alexander Grenadier⸗ Regiments,
Dem Rittmeister von Knobelsdorff, Führer der Leib⸗Gendarmen,
Dem Rittmeister von Podewils vom 6ten Kürassier-Regiment (gen. Kaiser von Rußland),
Dem Rittmeister von Schulz desselben Regiments,
mit Brillanten;
Brigadier der Garde⸗Artillerie—
Königliche Oper. Die Hugenotten. — Gastspiel der Frau Schlegel-Köster.
Durch die am Sonntag, den 4. Oktober, bei überfülltem Hause statt⸗ gehabte Aufführung der „Hugenotten“, welche — wenn die große Oper der Vereinigungspunkt aller Kuͤnste, und insbesondere der Dicht- und Tanzkunst, Musik ünd Malerei sein soll diese Eigenschaft in allem Maße besitzen, sst der thatsächliche Beweis geliefert worden, daß uns der Genuß großartiger Tonwerke durch den Brand des Opernhauses im kommenden Winter in
ek; denn auf einer Bühne, welche Meger⸗ . Mittel massenweise in Anspruch nehmende Oper ins Leben rufen konnte, darf nun wohl schwerlich eine andere mehr aus dem Grunde zurückgestellt werden, weil das Terrain des Schauspielhauses ĩ Wir sind der Umsicht des Herrn General-Intendanten, der ein unter den gegebenen Verhältnissen so glückliches Auskunftsmittel für die Kunstwünsche und Kunstbedürfnisfe des Publikums gefunden, zu wahrem Dank verpflichtet; ein berliner Winter ohne
keiner Weise geschmälert we beer's, auch die sinnlichen
ein dafür ungeeignetes und zu beengtes sei.
eine große Sper gehört ja fast in das Reich des Undenkbaren.
ÜUm, einmal ünsere Kritik mit Aeußerlichkeiten anzufangen, so waren die Decorationen, Versatzstücke u. s. w. theils von denen des Dpernhauses her⸗ genommen, theils nen. Die Schluß-Ansicht, die Gräuelscenen der blutigsten pariser Nacht ausmalend, konnte natürlich diesmal nicht so großartig aus⸗ gefallen sein, wie in dem, jetzt in Trümmern liegenden Hause, auch das TLust- und Leuchtschiff mußte in verjüngtem Maßstab genommen werden; sonst merkte man der Ausstattung keinerlei Abnahme des Aufwandes an, und die Scenerie entwickelte sich in wahrhaft großartiger Pracht. Die Hof⸗ Quadrille zur Hochzeitfeier der Königin Margarethe von Valois mit Hein⸗ rich IV. im 5ten Aft, wobei die schauerlichen Glockenklänge von St. Theo⸗ bald, verkündigend, was in der Schreckensnacht des 24. August 1572 zu Paris vor sich gegangen, in die heiteren Klänge der, im Pas der Etffeite sich bewegenden Contretänze erschütternd eindröhnen, bildete ein dem Auge wohlgefälliges Ensemble; die, Garderobe, im Zuschnitt jener Zeit, zeigte uns zugleich die damals zu Kleidern gebräuchlichen Stoffe modẽgemãß. Das Tempo des Ballets wurde zierlich und gemessen genommen, so daß die Grandezza des Gehe⸗ Tanzes sich bemerkbar machen konnte. Bei dem, auch durch die begleitende Musik sich angenehm herausstellenden Zigeunertanz erren Stullmüller und Reichner Anlaß, sich in grotesk— wilden, tarantelartigen Sprüngen vortheilhaft zu produziren; auch die Da—= men Brue, Galster, Polin, Wagon und Lem cke zeichnelen sich in
3 Tanz⸗Ver⸗
nahmen die
neuen Gruppirungen und in der Entwirrung der phantasti
knotungen aus; das gewählte Kostüm erhöhte die Anschauung, war jedoch wohl zu reich, so daß man mehr spanisch Seguidillas - Tänzerinnen als jene unheimlichen Wesen zu sehen glaubte, denen Göthe das Hundegebell „Wille wau wau wan“ in den Mund gelegt hat. Im Allgemeinen und Befonderen steht das berliner Ballet-Corps gegenwärtig guf dem Höhe⸗ punkt, und was das Ensemble betrifft, so überbieten seine Leistungen wohl Alles, was in anderen Hauptstädten des In- und Auslandes jetzt gebo⸗ ten wird.
Die Aufführung der Oper befriedigte, erfreute, entzückte so, daß auch das Lob derselben sich im Climax ankündigen darf. Sprechen wir zuerst von unserem Gaste. Der Erfolg der Frau Schlegel-Köster als Va⸗ lentine war der glänzendste, den sie bisher hier noch gefeiert; verschiedene Mal gerufen, hörte sie auch den Zuruf „Hier bleiben“. Dem vom Dichter, wie wir später nachweisen werden, ganz verzeichneten Charakter wußte 6 aus eigener Zuthat eine Gestaltung zu geben, daß das Mißliebige nicht heraustrat und die Ertravaganzen nicht in unangenehme Raserei ausschlu—= gen. Sie suchte immer die unter der Hülle schlummernde Glut sittig zu verhüllen, und erreichte dadurch eben so ihren Zweck, als durch allzu mar— kirte Bloßlegung desselben. In dieser Hinsicht drang ihr Vortrag des Be—⸗ lenntnisses;
O bleibe, Raoul! Denn wenn Dein Auge bricht, Bricht auch dieses Herz, muß vergehen!
Derfelbe Streich trifft Beide uns! Bleibe!
Ich liebe Dich — —
als die Culmination ihrer Leistungen in alle Herzen, weil sie mehr erra—
then ließ als enthüllte. Frau Schlegel-Köster ist nämlich darum eine so bedeutungsvolle Künstlerin, weil sie das Geheimniß mit Recht als das Grundleben aller Schönheit betrachtet und der Lehre, von Franz Hem⸗ sterhuis solgt, welcher bekanntlich das Wesen des Schönen darin suchte, daß es mehr andeute als ausspreche, und uns anteize. zu dem Ausge⸗ sprochenen unendlich viel hinzuzudenken. In diesem Sinne ließ sie als Balentine schon im Finale des Aten Aktes, wie sie von Raoul beschimpft wird, mittels des Spiels mehr durchblicken, als der Dichter irgendwie mo⸗ tivirl hätte. Wenn blumige Anspielungen und Beziehungen auch nicht in die Kritik gehören, so ist hier doch das Gleichniß erlaubt, daß unsere Künst⸗ lerin einer Rofe gleicht, welche noch halb in der Knospe ruht, und auf deren völliges Auferblühen man immer noch harrt, sich im voraus des Ge⸗ nusses freuend, sie alsdann in ihrer vollen Pracht bewundern zu können. Dies mysteriöfe Erwartenlassen, welches sich noch lange, lange in der Idea⸗
lität halten möge, da der Wunsch und die Sehnsucht dichterischer sind als der Besitz; diese priesterliche Sittigkeit, welche die Erscheinung unserer Sängerin immerdar umschwebt, wußte sie auch als Valentine so geltend zu machen, daß man in ihr die unglückliche Verirrte bemitleiden mußte, und darüber feinen Groll gegen die große Sünderin fühlte, welche sich in der⸗ selben Nacht, wo sie einem Anderen am Altar die Hand gereicht, und nah ber Leiche des Erschlagenen, demjenigen, den sie heimlich liebt, als Gattin 6 Messterhaft vermittelte die Künstlerin ihr Geständniß gegen Marcel:
Ich bin ein Mädchen, o Marcel, das ihn liebet,
Ünd das sein Leben willig giebt für ihn
in einer — war es Bemessenheit oder Anflug des Genies? — trefflichen Steigerung aus dem Piand der Scham in das Adagio der Liebe und das Fortissimo des leidenschaftlichen Heroismus. Von diesem Geständniß an wurde ihre Extase immer kunstschöner; die von drei charalteristischen Schlä⸗ gen auf der Pauke, womit die Nemesis in ihr Gewissen hineindonnern zu wollen scheint, unterbrochene Stelle des Duetts:
Ach, Du kannst nicht begreisen, nicht fühlen, Welche Qualen den Ven durchwühlen, Diese Flamme, die nie mehr zu kühlen, Diesen Kampf zwischen Liebe und Pflicht. Daß von ihm die Gefahren ich kehre
Und dem Dolche der Mörder ich wehre, Hab' verrathen ich Vater und Ehre,
Ja, den Tod selbst scheute ich nicht.
Doch gewiß, es verzeiht mir Armen,
Der Gott, der die Herzen erkennt —
(Wir setzen die Worte hier hin, damit sie dem Gedächiniß derjeni⸗ ö. Leser, welche der Wiederholung der Hugenotten am nächsten Sonntag eiwohnen wollen, e e , — Diese Stelle, worin sie .
Was während der Versn hn 39 ihrem Innern vorging, malte sie, bald lanernd, balt, . wan
auch als hosiognomik geltend machte. In dem Duett, bei 3 2 ; ängig, besonders aher 3 erhob sie sich fast in ae lama ie Größe, auf