das Schloß gelegt und die Truppen in den Kasernen konsignirt wor⸗ den. Sei es nun, daß man erst am 14ten d. M. die genaueren Nachweisungen über das, was im Werke war, erhielt, oder daß man aus irgend einem anderen Grunde die Ergreifung von kräftlgen Maßregeln bis zu diesem Tage verschieben zu müssen glaubte — genug, man beschloß am Abende desselben Tages, die in dem Hause des Sbersten Makryjannis in der Nähe des Jupiter Tempels ver⸗ sammelten Betheiligten aufzuheben. Diese erhielten indeß hiervon Nachricht, und so wurde der Ausbruch der Revolution um mehrere Tage beschleunigt. In derselben Nacht gegen 12 Uhr begab. sich der Oberst D. Kalergis, Kommandant der Kavallerie, in Begleitung mehrerer Offiziere in die Kasernen, wo sich die Corps Kommandan⸗ ten sogleich unter seinen Befehl stellten. Mehrere Offiziere, die sich weigerten, zu folgen oder die abwesend waren, wurden durch andere ersetzt, und sodann der Marsch nach dem Schlosse angetreten. Un gefähr gleichzeitig setzte sich Oberst J. Makryjannis mit seinen ver—⸗ sammelten Palikaren nach dem Schlosse in Bewegung. Ein Bri⸗ gadier der Gensdarmerie, welcher diese Truppen aufheben wollte, wurde durch einen Schuß niedergestreckt. Ein Versuch der Gensdarmerie, den Zug aufzuhalten, lief fruchtlos ab, und so zog sich dieselbe zurück, und sah dem weiteren Verlauf der Dinge ruhig zu. Vor dem Schlosse angelangt, ließ man die Constitution leben; der Kriegs- Minister Vlachopulos, der sich im Schlosse befand, und heraustrat, um den Truppen zu befehlen, sich in ihre Kasernen zu begeben, wurde sogleich in Arrest geschickt, ebenso der Adjutant des Königs, Oberst Gardi fiotis Grivas, welcher den Obersten Kalergis wegen seines Unterneh mens zur Rede stellen wollte. Sämmtliche übrige Minister wurden gleichfalls in ihren Häusern unter Aufsicht gestellt, und dasselbe Schick sal hatte der Stadt Kommandant. Inzwischen schickten die Führer des Aufstandes nach den Mitgliedern des Staats Rathes, welche zum größten Theile noch gar nichts von der Sache wußten; sie ver sammelten sich um 4 Uhr in außerordentlicher Sitzung in dem durch Militair besetzten Sitzungs-Lokal, und hier wurde zuvörderst folgende Proclamation erlassen (s. Allg. Pr. Ztg. Nr. 95.)
Unterdeß verfammelte sich vor dem Schlosse, aufgeweckt und her— beigerufen durch den ungewöhnlichen Lärm, eine immer größere Menge, die in den Constitutions-Ruf einstimmte. Eine Proclamation des Königs, welche man vom Schlosse aus zu verbreiten suchte, wurde durch die Ehefs zurückgehalten. Der König verlangte einige Bedentzeit, die ihm abgeschlagen wurde. Als er seine Minister zu sich bescheiden wollte, erklärte man ihm, daß dieselben nicht mehr in Function seien, und ebenso verweigerte man den Repräsentanten der fremden Mächte, von welchen sich die von England, Frankreich, Preußen und Rußland schon um drei Ühr auf dem Schauplatze eingefunden hatten, den Ein tritt in das Schloß, welches auf das strengste abgesperrt war. End lich begab sich eine aus fünf Mitgliedern des Staats Raths beste hende Deputation zum Könige und legte ihm eine Adresse des Staats Rathes zur Unterschrift vor (. Allg. Pr. Ztg. Nr. 95).
Die Kanonen waren unterdeß mit ihren Mündungen gegen die Eingänge des Palais gekehrt worden, und um 11 Uhr Vormittags
Zu Wasser: Weizen 2 Rtihlr. 10 Sgr., auch 2 Rthlr. 5 Sgr.; Noggen 1 Rihlr. 26 Sgr. 3 Pf. auch 1 Rihlr. 18 Sgr. 9 Pf.; große Gerste 1 Rthlr. 5 Sgr.; kleine Gerste 14 Rihlr. ; Hafer 23 Sgr. 9 Pf. auch 22 Sgr. 6 Pf.; Erbsen (schlechte Sorte) 1 Rihlr. 11 Sgr. 3 Pf. Eingegangen sind 96 Wispel 9 Scheffel.
Mittwoch, den 1. Oktober 1843. Das Schock Stroh 8 Rihlr., auch 6 Rihlr. 10 Sgr. Der Ceniner Heu 1 Rihlr. 5 Sgr., auch 25 Sgr. ͤ Kartoffel ⸗Preise. Der Scheffel 17 Sgr. 6 Pf, auch 10 Sgr. Branntwein ⸗⸗Preise.
Die Preise von Kartoffel Spiritus waren am 30. September 111 — 15 Rihlr., ain 3. Oftober 14 Nihlr. und am 5. Oftober d. J. 11 Nhl. (frei ins Haus geliefert) pro 200 Quart à 51 pCt. oder 10,800 pCt. nach Tralles. Korn-Spiritus: ohne Geschäft.
Berlin, den 5. Ottober 1813. .
Die Aeltesten der Kaufmannschaft von Berlin.
Berlin, 6. Ott. Am 4— 5. Okt.: Alter weißer schlesischer Weizen s89 / 9ꝗ0pfünd. zuletzt 51 Rthlr. p. Wspl. bezahlt, auf 55 Rthlr, gehalten, gelber 89 /90pfünd. 2 32 Nthlr. p. Wspl. verkauft; weißen polnischer Wei— 54 — 55 Rthlr. p. Wspl., bunter polnischer à 515 Rthlr. p. Wspl. be—⸗ zahlt. Neuer weißer schlesischer Weizen 886pfünd. 3 50 Rthlr. p. Wspl. offe rirt, 48— 49 Rthlr. p. Wspl. zu bedingen; gelber schlesischer 49 48 Rthlr. p. Wspl. zu kaufen, doch kein höheres Gebot als 46 — 47 Rthlr. p. Wsel. zu erlangen; märkischer und Buchweizen nach Qnalität von 15— 19 Rihlr. p. Wspl. zu notiren. Ro g98en loco S6 / 87pfünd. alte Waare 40 11 Rihlr. v. Wspl., 83 — 34pfünd. 38 — 38 Rthlr. p. Wspl., 82pfünd. 37 Nthlr. p. Wspl. Neuer Roggen 82 — 83pfünd. auf hier schwimmend àß 37 Rihlr. p. Wspl. offerirt. Lieferung pr. Oktbr. flau und à 37 Rthlr. p. Wspl. ver fauft, pr. Frühjahr 333 Rthlr. pr. Wspl. zu bedingen. Große Bruch
zen
Gerste à 25 Rthlr. p. Wspl. käuflich, 23 — 24 Rthlr. geboten; kleine Gerste
21 = 21 Rihlr. p. Wspl. zu bedingen. — Hafer hielt sich fester und wird 17 Rthlr. p. Wspl. für neue Qualität bezahlt; Lieferung pr. Olt. und pr. Frühjahr 17 Rihlr. b. Wspl. zu haben. — Win ter-RKaps und Nh; sen unverändert von 72 — 74 Nthlr. p. Wspl. zu notiren. — Rohes Rüböl loco wieder angenehmer, 11 — “ Rthlr. p. Ctr. bezahlt, auf 11 Nthlr. gehalten; auf Lieferung Nov. / Dez. 115 Rthlr. v. Ctr., pr, April / Mai k. J. (13 Rthlr. zu bedingen. Leinöl io — Rthlr. p. Ctr. geboten auf 16 Rthlr. gehalten. Mohnöl 167 Rthlr. p. Ctr, gefordert, — Spi ritus angenehm; für effektive Waare bleibt 15 Rthlr. für 10, So) 9h gern zu machen; auf Lieferung bis April k. J. sind à 14 Rthlr. viel Kaufer.
Unser Landmarkt ist seit einigen Tagen schwach versoigt, und bedang bester Roggen bis 39 Rihlr. p. Wspl. und weißer Weizen bis 51 — 5! Rthlr. p. Wsopl.
Danzig, 4. Olt. ⸗ A415; heute: 9 L. 131pf. à Cf. 380; inl. 18 L.
132 — 33pf. à Cf. 410 pr. Last.
Königsberg, 30. Scht. Markth ericht. p. Schfl., Roggen 35 bis 3 Gerste 26 bis 30 Sgr, Hafer 15 bis 19 weiße Erbsen 36 bis 142 Sgr., das Schock Zufuhr war mittelmäßig.
Breslau, 30. Sept. Getraide⸗ P reise.
Höchster: Mittler: Niedrigster:
Kaurz-Bill. — . Preuss. Pram, Sch. —. Fol. —.
Nheinischer Hof.
König von Preußen.
An der Börse sind verkauft: nachträglich am 2ten: 339f. à Cf. 400, 20 L. do. u. 13 L. 133pf. 131pf. à Cf. (2) u.
Weizen 142 bis 60 Sgr. 5 Sgr., große Gerste 29 bis 33 Sgr., kleine Sgr., graue Erbsen 38 bis 52 Sgr, Stroh 100 bis 120 Sgr. Die
Auswärtige Börsen.
Niederl. virkl. Sch. 52115. 59h do. 99 65. 396 40. 26155. Pass. —. Ausg. — . Zinsl. —. Gesterr. 1093. 495 Russ. lope 90. IIam burg, 1. Okt. Rauk- Actien 1670. EBugl. Russ. II3. Petersburg, 29. Sept. Lond. 3 Met. 38. laub. 35. Faris 410. Wien. 1. Okt. Bank-Actien 1633. Anl. de 1839 111.
Amsterdam, 2. Okt.
5 96 Span. 171 .
Angekommene Fremde. Präsident von Sack aus Stargard. Prosessor Dr. Bischoff aus Bonn. Frau Ober Regierungs Räthin Röstel, nebst Töchter, aus Stargard. Frau Kammer Räthin von Block, nebst Toch⸗ fer, aus Krakau. Lehrer Anders aus Demmin. Particuliers Parnel!, Atkinson und Mad. Walcker aus London, Mauenberg aus Lands berg und Bartel aus Krakau. Naufleute Schuster aus Frankfurt a. M. und Pastor aus Burtscheid. Oekonom Freude aus Beerbaum.
Student von Twardowski aus Posen. Re Kaufleute Meyer aus
gierungs Conducteur Schäffer aus Stettin. Rönigéberg i. Pr. und Hintze aus Brandenburg. 2
Hotel Stadt London. Ober Landesgerichts Assessor Messerschmid⸗ und Frau Landrichter Rübner aus Köslin. Particulier Behrend neest Gemahlin aus Potsdam. Kaufmann Richter aus Breslau. Gutsbe⸗ sitzer von Klewitz aus Stolpe.
Kässer von Rußland. Rittergutsbesitzer Baron n 2 . Dafer bei Stettin, von Niefen stein aus Riefenstein, Graf do n Kus manowsko aus Warschau. Edelmann Nowich aus NAarmuth in Schottland. Particuliers Heinrich aus Dresden und Ran bert aus Berleburg. Kaufleute A. und L. Rosen hain aus Königsberg 5 Pi. Adam aus Rastenburg und Grundmg— un aus Worms am Rhein. Ober? Amtmann Güntherbach aus Glücksberg. 23
Hotel de Prusse. Rittmeister a. D. und Rittergutsbesitzer von Lösche
brand aus Saarow. Partikulier Kreutzer, nebst Gemahlin, aus Stettin. Rittergutsbesitzer von Ribbeck und Oekonom von der Hagen aus Ribbeck. 3 .
König von Portugal. Frevin von Vogten aus Hüschberg. Frau Majorin und Oekonom von Stegmann-Stein und Eartongge Fabrikant Bergmann nebst Frau und Tochter aus Breslau. Ober Amtmann Jürgens aus Teschendorff. Kandidat Schreng aus tenin, von Camberg, Lieut. a. D. und Particulieur, aus Lüber Graf von Both, Drost, aus Bülzow. Kauf leute Schmidt aus Ham burg, Moritz aus Steitin, Don at und Dietler aus Leipzig.
Rother Adler. (Kölnischer Hof.) Frl. von Frobel und Stists dame von der Osten aus Potsdam. Ober⸗-Amtmann 3aryng ck, nebst Gemahlin, aus Grimnitz. Particulier Hildebrand, nebst Gemahlin, aus Frankfurt a. d. O. .
Hotel de Saxe. Kaufmann Meyer nebst Gemahlin,
Regociant Srnario Soardi aus Vengdig. n.
Hotel de l'Europe. Gutsbesitzerin J: Rayka aus Wilna.
herr Blumenkron, Kaiserl. Ober Lientenant des General Quartier meisterstabes, aus Prag. Particulier R. Schmidt aus Swinemünde.
British Hotel. Denison, Parlaments Mitglied, und Ladd Denison aus London. Freiherr von Voß, Rittergutsbesitzer, aus Puchow— Kommerzien Rath Schmidt, portugiesischer Vice-⸗Konsul und Königlich preußischer Konsul, aus Pernau. Rittergutsbesitzer Graf Hahn aus Neuhaus, Comtesse von Hahn, Stiftsdame, aus Preetz,.
Hotel de St. Petersbourg. Ihre Durchl. die Jinrstin
von Ramin aus
aus Hamburg.
W. Frei
d sche⸗
Das Abonnement beträgt: 2 Kthlr. sür I Jahr. 4 RKihlr. I Jahr. 8 Kthlr. — 1 Jahr. in allen Theilen der Monarchie ohne Preiserhöhung. Anserlions-Gebühr sür den Raum einer Zeile des Allg. Anzeigers 2 Sgr.
100.
a
Amtlicher Theil.
Inland. Berlin. Anstellungen der Offiziere. ) Pensionen der Civil-Veamten. — Personal-Veränderungen in der Armee. Po fen. Kabinets Ordre in Bezug auf die Anlegung und auf die Revi ston von Schanktstätten. — Bekanntmachung des Ober -Präsidenten.
Allerhöchste Kabinets Ordre in Bezug auf Civil
Berlin. Berichtigung einer Korrespondenz-Nachricht der Augsb. Allg. Geschenk des Herzogs von Arenberg an die
Zeitung. Koblenz. Elisabethen⸗Stiftung. Dentsche Bundesstaaten. Bavern. München. Würzburg. Abgang des Hofes von Aschaffenburg. Lüneburg. Kriegs-Uebungen. von Preußen. Baden. Karlsruhe. Die Habersche Angelegenheit. Kriegs- Uebungen. — Landwirthschaftliches Centralfest. Rn Kassel. Eröffnung der Stände⸗-Versammlung. Philologen ⸗-Vereini gung.
Ottoberfest.
Frankreich. Paris. Rückkehr des Herzogs von Nemours von Lyon. —
Olozaga's Gesuche. — Absendung von Schiffen nach dem Piräus.
Louis Napoleon über den Tod des Herzogs von Enghien.
Brief aus London. (Wales; Irland; wahrer Grund der Repeal Bewegung; Lord Brougham und die Whigs; Parteigeist in England.) Niederlande. Schreiben aus Mastricht. C das Budget; angebliche Minister⸗Veränderung.)
Spanien. Paris. Telegraphische Nachrichten aus Spanien. —
und Gerona. Wendung der BVerhältnisse in Spanien.) Griechenland. Athen. Im ganzen Lande herrscht Ruhe. Handels- und Börsen⸗Nachrichten. Stettin. Köln. Rüböl. — Hamburg. Getraidepreise.
Ri Leinsamen.“ Part 3. Borst. Riga. Leinsamen.
Ry 9. che Soner (Sol. * 8 . T 64 e 306 5 per. (Gitelio; Hastspiel der Frau Schlegel Köster.) — Ballet. — Musikalisches. (Wanderlieder, komponirt von Julins Weiß.)
Beilage. Dentsche Bundesstaaten. Bayern.
Allerhöchste Bestimmung in Bezug auf die
Hannover. Ankunst Sr. Majestät des Königs
Kurhessen.
—Vermischtes. Großbritanien und Irland. London. Nepeal-Versammlungen und
O'Connell's Erklärung gegen Connor. — Persönlichleit O'Connell's. — (Die Veihandlungen über Briefe
9 . 6 3st 5 nor 9. T 28 . 2 aus Paris. Qeuestes über den Stand der Dinge in Barcelona, Reus Die Revue des deur Mondes über die neueste
Marktverkehr. —
München.
11 tine
sche Zeitung.
Uichtamtlicher Theil.
FJuland.
Nr. 40 des Militair
Berlin, 7. Ott. enthält folgende Verordnungen für die Armee:
nm 2 57 . . „Auf Ihren Antrag habe Ich wegen der künftigen Bezeichnung
. des Civil Anstellungs-Anspruchs, welcher Offizieren bei noch nich vollendeter 15 jähriger Dienstzeit heigelegt wird, die abschriftlich an liegende Ordre, an das Staats Ministerium erlassen.
Sanssouci, den 21. September 1843.
(Gez. Friedrich Wilhelm. An den Kriegs-Minister, General der Insanterie,
ö
von Boyen.“
„Ich bestimme hierdurch, daß der Anspruch auf Civil-Anstellung, len Dienstzeit r „Civil -Anstellungs-Berechtigung der 12 Jahre dienenden Unteroffiziere“ gewährt wird, künftig überali zum Unterschiede von der unbedingten Civil⸗-Versorgungs Berechtigung, als ein bedingter Anspruch auf Civil Anstellung bezeichnet werden soll
welcher Offizieren bei noch nicht unter der bisherigen Bezeichnung:
vollendeter 135 jähriger
Sanssouci, den 21. September 1843. ; . (Gez) Friedrich Wilhelm. An das Staats-Ministerium.“
im S. 12 des Pensions-Reglements, wonach die Penstonen in 3wi
erhöhen sind, dahin abzuändern geruht, daß die Pensionen der Civil—
steigen sollen.
Wochenblattes
Berlin, 7. Okt. Des Königs Majestãt haben die Bestimmung einen Rechts Anspruch hierauf einzuräumen. schenräumen von zehn zu zehn Dienstjahren um „ der Besoldung zu
Staatsdiener fortan nach dem zurückgelegten 206sten bis zum Ihsten ö ,, ; ; 2 , Vienstjahre von fünf zu fünf Jahren um „ des Dienst- Einkommens
Alle Post-Anstalten des An- und Auslandes nehmen Sestellung auf dieses glatt an, sür Gerlin die Expedition der Alig. Preuss. ; Zeilung: Friedrichsstrassge Ur. 72.
1843.
Major mit der Negiments-Uniform mit den vorschr. Abz. f. V. d Pension, der Abschied bewilligt.
1nd
Posen, 3. Ott. Das heutige Amtsblatt enthält eine
Nönial he ine ts- Ordre — 1. 2 ) . königliche Nabinets ordre (. (. Sans souci 18. August d. 3 an die
C .
— . n . . . Innern, in welcher Se. . , ü Sich auf einen Bericht vom 16. Juli mit den⸗ leben einderstanden er lãten, daß der 8. 6 des Gesetzes vom 13. Mai ! „ nicht, nach dem Alntrage der Provinzialstände des Großherzog⸗ . 1 kö Petitiyn vom 20. April 131 dahin abgeändert . . „ baß bei nl gung einer neuen Schankstätte das zum Ausschanke und Krugverlage berechtigte Dominium nicht blos mit sei⸗
nen Einwendungen gehört, sondern solche auch nur dann erlaubt werden wenn das Dominium dem nachgewiesenen Mangel selbst
abzuhelfen nicht bereit sein sollte, indem eine Anordnung dieser Art zu einer Wiederherstellung der aufgehobenen ausschließlichen Schank⸗ Gerxechtigkeiten hinführen würde. Da jedoch bei dem Betriebe der Schankwirthschaft auf dem platten Lande die Interessen der Po⸗ lizei mit denen der Dominien der Regel nach in einer für den Zweck förderlichen Weise zusammentreffen, wie dieses auch schon seither von der Verwaltung anerkannt worden, so bestim— men Se. Majestät, daß in den Fällen, in denen wegen besonderer Umstände die Anlegung einer neuen Schankstätte nothwendig gefun⸗ den wird und das zun Ausschanke und Krugverlage berechtigte Do⸗ minium diesem Bedürfnisse selbst abzuhelfen bereit ist, demselben eine vorzugsweise Berücksichtigung zu Theil werden soll, ohne ihm jedoch ein t 1 ü Auch treten Se. Maje⸗ stät der Ansicht bei, daß Nevisionen krugsverlagspflichtiger Schankstätten unter polizeilichem Beistande mit der privatrechtlichen Ratur der Krugsverlags-Verhältnisse nicht vereinbar sind und in den Gesetzen keinen Anhalt finden; dem auf Gestattung solcher Revisionen gerich⸗ teten Antrage der genannten Provinzialstände kann daher keine Folge gegeben werden. ö
Posen, 5. Okt. Man liest in unserer heutigen Zeitung fol⸗
entschloß sich endlich der König, nachdem er vergeblich verlangt hatte, sich mit den Repräsentanten der drei Schutzmächte berathen zu dür sen, dem Begehren nachzugeben, und sämmtliche ihm vorgelegte Or⸗ donnanzen durch seine Unterschrift zu genehmigen. Es wurde darauf
* 8 2 9 f Weizen 9Pf. Nihl. i908 gr. 6 pf⸗ Roggen J 12 * y .
2 . an, J 4 6
1 Rthl. 22 Sgr. — Pf. 1 Rthl. 20 Sgr. l — 6
9 * D 3 9 3 *
kassti⸗-Nedeshada aus Moskau. Baron von Alven sleben,
Rittergutsbesitzer, aus Royng. Appellationsgerichts Räthin Viereck aus Rostock. Ober-Forstmeister Wickede aus Schwerin. .
Meinhardt's Hotel. Ober-Stallmeister Graf Moltke, nebst Familie,
Berlin, 7. Ott. Das heutige Militair-W ; „7. Oft. Das heutige Militair-Wochenb Sei O äasi macht folgende Personal⸗Veränderun 9 , ,. . chenblatt gende Bekanntmachung von Seiten unseres Herrn Ober-Präsidenten:
P al-Veränderungen in der Armee bekannt: Es ist bekanntlich am 19ten v. M. an der Ecke der Wallischei und, der kleinen Gasse in dem Augenblicke, wo ein zum Gefolge Sr. Majestät des Kaisers von Rußland gehöriger Wagen vorbeifuhr, ein
9 Minister ' 9 T 6 M iniste von Abel. — Die Landräthe. Straßenbau. — Kunst.“ N * = 9 or — T ; ö ; 53 ürttemberg. Stuttgart. Fabrikanten⸗Verein. — Baden 1 ö Mer! ker 10 E NMNMeors ( 7 3 ⸗ Karlsruhe. Bericht über die Haupt- Versammlung des Gustav-Adolph—
Neri Er . . 8 Fm = c Vereins. Ernennungen, Beförderungen und Versetzungen.
den oben genannten Diplomaten, zu welchen sich inzwischen noch die Repräsentanten von Bayern und der Türkei gesellt hatten, kundgethan,
daß der Eingang frei sei, und sie verfügten sich demgemäß sogleich zum Kö— nige. Während dieser Audienz wurde von den Anführern au den Nöuig
noch das Verlangen gestellt, durch einen Tagesbefehl das Betra
gen des Militairs und insonderheit der Chefs zu beloben, und sodann ein Denkzeichen zu stiften, um es an Alle, zu vertheilen, die irgend Einführung der Constitution genommen hätten.
wie Antheil an den,
Der König trug einiges Bedenken, in diesen beiden Stücken nachzu
geben; als aber der Oberst Kalergis ihm noch eine kurze Bedenkzeit
gab, mit dem Bedeuten, daß er nach Verfluß derselben die Schloß shore mit den darauf gerichteten Kanonen einschießen lassen würde,
so gab der König endlich auch hierin nach. Der belobende Tagsbe⸗
fehl erschien heute und lautet folgendermaßen:
„Otto von Gottes Gnaden König von Griechenland. Wir
bezeugen dem Herrn Obersten und Garnisons-Kommandanten Deme
trios Kalergis, dem Herrn Obersten J. Makryjannis, so wie auch und Subaltern-Offizieren von der Garnison der Hauptstadt Unsere. Königliche Zufriedenheit für die Ordnung und
den übrigen Ober
Sicherheit, welche sie am heutigen Tage gewahrt haben.
Unsere Staats Secretaire des Krieges und des Innern werden die gegenwärtige von Unserem Minister-Rathe zu contrasignirende
und zu publizirende Ordonnanz vollziehen. Athen, den 3. September 1843.
e n d.
Londos.
Leon Melas.
Rhigas Palamidis.
A. Metaxas. And. Mich. Schinas.“
Drosos Man solas.
Eben so erschien heute auch die Ordonnanz (s. Allg. Preuß. einem eisernen Kreuze bestehen wird, auf der einen Seite mit der Inschrift:
2 welches in
*
Ztg. Nr. 906) über Stiftung des Denkzeichens,
4
„Der 3. September 1843“, auf der anderen: „Der constitutionelle Thron“ (5 d ο ο Is bs g onmos). Darauf zeigte sich der König, umgeben von den neuen Ministern und den fremden Gesandten, auf dem Balkon, wurde von der versammelten Menge mit einem Lebehoch begrüßt und die Truppen marschirten in ihre Kasernen zurück. Abends wär die Stadt beleuchtet und die Ruhe ist bis jetzt noch keinen Au⸗— genblick weiter gestört worden, auch sind keinerlei Erzesse vorgekom— men. Heute früh hat der Minister-Rath noch eine Proclamation
erlassen (s. Allg. Preuß. Ztg. Nr. 96).
Der neuernannte Marine-Minister K. Kan aris, bisher See⸗ Präfekt in Poros, wird auf einem dorthin abgeschickten Kriegsschiffe
stündlich hier erwartet. — Auch hat der König eine Ordonnanz un
terzeichnet, wonach sämmtliche in griechischen Diensten stehende Frem— den, mit Ausnahme der alten Philhellenen (d. h. der vor der Schlacht von Petra 18239 nach Griechenland gekommenen Fremden) entlassen werden sollen, und die verschiedenen Ministerien beauftragt werden, (S. Allg. Preuß.
dieses in kürzester Zeit in Vollz tzen. Ztg. Nr. 96.) zeit in Vollzug zu setzen ⸗ ri.
Paris, 1. Ott.
Depesche aus Toulon erhalten:
Thera pia, 12. Sept. Der Pascha . a ö : , . . r 13 von Jerusalem ist abgesetzt; sein Nachfolger wird den! französischen Konsul einen offiziellen Ent? schuldigungs Besuch machen. Die französische Flagge wird feierlich zu Beirut, dem Hauptort des General-Gouvernements der Provinz, Alle An⸗
aufgezogen und mit 21 Kanonenschüssen salutirt werden stifter der Emeute erhalten exemplarische Strafe. 2
Handels- und Zgörsen Nachrichten.
Marktpreise vom Getraide. Berlin, den 5. Oltober 1843.
Zu Lande: Weizen 2 Rthlr. 2 Sgr. 6 Pf, auch 4 Rthlr. 18 Sgr. 9 Pf.; Roggen 1è Rthir. 17 Sgr., auch 1 Rthlr. 13 Sgr. 3 Pf.; größe Gerste 1 Rihlr. 2 Sgr. 6 Pf.; Hafer 26 Sgr. 3 Pf, auch 21 Sgr. 3 Pf.
Eingegangen sind 36 Wispel.
Die Regierung hat folgende telegraphische
Magdeburg, 4. Okt. preis vro Wispel.
Weizen: 46 — 42 Rthlr. Roggen: — 4 — *
Breslan, 3.
sich noch nicht sehr vergrößert und
Gerste: — 27 — Nihlr.
Hafer 9
L—amm
welchen Sorten ein bedeutender Umsatz stattfand.
haben und die keinen raschen Abgang findet.
warten. . starken Rückgang bereiten.
selben Tag. Taxe) anzunehmen.
macht dieser offene Krieg Aufsehen, doch wird er beigelegt werden.
St. Petersburg, 29. Sept. sen⸗Bericht: Gekauft: 314 R., 500 do. zu 31 R., 500 do. zu 313 R. Seifentalg 100 Fässer zu 30 R., alles per Berk. und baar in loco.
Verkauft: Von weißem Havannazucker, Mittelqualität, 909 Kisten zu 75 R.
per Pud, auf die gewöhnlichen Bedingungen.
Brüssel, 2. Okt. (Emancipation.) Aus den Berichten, die uns daß sich eine Besserung der Preise b 5 und 6 pCt. bei ordinairer Leinwand. . webten Leinwand, gegenüber der auf mechgnischem . gefähr derselbe wie im vorigen Jahre. Die Märkte von Roulers, und Brüssel sind mit Fabrikanten überfüllt, welche schem Wege verfertigen, während zu Brügge, Thielt, narde dergleichen nicht vorkommt. es wenigstens zu den Ausnahmen. geringeren Production während der guten erst alle Winterarbeiten wieder aufgenommen sehen können, was wir zu fabriziren im Stan Hemmungen zu befürchten haben.
.
i n e Den 6. Oktober 1843.
8 E.
Höchster und niedrigster Getraide-Markt-
Prinz vo Preuße
Olt. (Schl. 3 Wollmarkt. Die Zahl der Käufer hat e, n en em. die meisten englischen und rheinländischen Gäste scheinen ihr Augenmerk mehr auf mittelfeine schlesische Einschur, feine und Sterblingswolle und feine polnische Einschur zu richten, in Weniger können wir dieses von polnischer Mittelwolle sagen, von welcher wir noch große Lager Morgen wird wegen des südischen Festes wenig Geschäft sein, und es muß in den zwei letzten Tagen der Woche noch viel Leben werden, wenn diese geringeren Gattungen ihren vorjährigen Preis behaupten und keine rückgängige Bewegung machen sollen.
ä Frankfurt a. M., 3. Okt. Unsere Börse ist jetz wenig be lebt, da die Spekulanten auf die Abstimmung über das holländische Budget Eine Verwerfung desselben würde den holländischen Fonds einen Der Umstand, daß die pariser Post jetzt nicht mehr zur Börsenzeit eintrifft, benachtheiligt auch das Börsengeschäft für den⸗ Seit vorgestern weigert sich die Direction der Taunus -Eisen— bahn, kraft höherer Anordnung, die Postgüter anders als gegen baare Zah lung der Tare von 1 Fl. 12 Kr. pro Ctr. (die Hälfte der gewöhnlichen ᷓ Die Post war nämlich mit diesem Nachlaß von 50 7h nicht mehr zufrieden und wollte nur 9 Kr. pro Ctr. zahlen, als die Eisen bahn die Taxe für die Frachtgüter auf 18 Kr. pro Ctr. herabsetzte. Es
Waaren Umsatz seit dem letzten Bör Von gelbem Lichttalg, 1ste Sorte, 250 Fässer zu und 700 do. zu 313 R.;
verschiedenen über den Stand unserer Leinwandmärkte zugehen, erhellt, emerklich macht; sie beläuft sich zwischen Der Stand der mit der Hand ge Wege versertigten, ist un Alost Leinwand auf mechani Grammont und Aude Zu Rengir, Gent und Courtray gehört
Die jetzigen besseren Preise werden der Jahreszeit zugeschrieben. Wenn sind, werden wir auch über— de sind und ob wir nicht neue
. ö ö . Hr. (Cour. Er. Cour. Actien. hries. 6 eld.
Fonds.
Rrief. Geld. Gem.
Brl. Pots. Bisenb. / do. do. Prior. OblI. Mg4d. Lp. Bisenb.
do. do. Prior. Obl.
Brl. Anh. Eisenb. — do. do. Prior. Obl. 4 miss. Elb. Biseub. 5 do. do. Prior. Opl. 4 Rhein. Eisenb. 5 do. do. Prior. Obl. 4 Krl. Frankf. Bisb. 5 do. do. Prior. Op. 1 Ob. -Schles. Ris b. 4 krl. Stet. E. Lt. . — do. do. do. Li. B. Magdeb. lalber-
St. Schuld-Sch. 103 103* Pr. Bugl. Obl. 30. 10235 102 Pram Sch. d. Seb. — 897 89 Kur- u. Neumärk. Schuldverschr. Berl. Stadt- ObI. Danz. do. in Th. Westpr. pfandhr. Grossh. Pos. do. 40. do. Ostpr. Pfandbr. Pomm. do. Kur- u. Neum. do. Schlesische do.
102
8 S
e d=
83 =
C -
stãdter Risenb. 4 Bresl- Sch weidn.· Vreibg. Eisenb. 4
Gold al mareo. Friedrichsd'or. And. Gldm. à5 Th. — Dis eouto. a
1 8
aus Neustrelitz. Hotel de Nome. üs Hotel de Brandebourg. Edelleute O.
Freienwalde.
In Privathäu sern. Major bei Michelsen. Major 4. D. von der Hagen und Fräuleins von Ribbeck aus Ribbeck, lemerstr. 29 bei Doebes. Markgrafenstr. 66 bei Kursch.
Metrorologische Beobachtungen.
Nach einmaliger
Beuhachtun-
Abends 10 Ubr.
Nachmittags
1863. 5. Okt.
Morgens 6 Uhr. 2 Uhr.
Luftdruck .... 337, 353 par. 336,9 par. 337, os Par. ?
8, o R. 4 13,57 R. 11,8? R. 5 mn
82 pCt.
hezogen.
(C uellwärme ! 8 2 ( 1 Flusswärme 9, !
Lustwärme ... * J Bodenwärme 10,7 16
Thaupunkt.-. * 6,4 HR. * S, 8? R. * Dunstsättigun,., SS pet. 69 pet. Wetter trüh. hezoken. Wind W. VW. , Wolkenzug. .. — 9 . . 4 9,57 R. Tagesmittel: 337, os Far... 4 II, 17 R... 4 8,29 R... 80 pCt. W. Die Dunstsättigung war am 4. Oktober: S5. 74. 89. im Mittel 83
Rönigliche Schauspiele.
Sonnabend, 7. Olt. Maria Stuart, Trauerspiel in von Schiller. .
Sonntag, 8. Okt. Die Hugenotten. (Herr Ditt, vom Stadt Theater zu Breslau: Raoul de Nangis.)
Der Anfang dieser Vorstellung ist um halb 6 Uhr.
Preise der Plätze: Loge des ersten Ranges Rthlr. 10 Sgr. ꝛc.
Montag, 9. Okt. Torquato Tasso.
KRönigsstädtisches Theater. Sonnabend, 7. Okt. Otalienische Opern -Vorstellung.) di Lammermoor. Opera in 3 Alti. Cammarano. Musica del Maestro Gaetang Donizesli.
Verkaufs⸗-Büreau und Abends an der Kasse à 5 Sgr. zu haben. Preise der Plätze:
5 Sgr., Amphitheater und in den Logen Parterre 15 Sgr., Sperrsitz des 69
75 Sgr.
des zweiten
Die Kasse wird um halb 6 Uhr geöffnet.
7 Uhr. . 8. Okt. Lord,
Sonntag, Mißverständnisse.
zweiten Akt, die aus der Oper: Die diebische Elster. stenmale: Chiara di Rosemberg, Musica del Maestro Luigi Ricci. Zinkeisen.
3
Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei.
Edelleute Ball aus London und Cr o ss aus Preston. und A. von Richter aus Riga. General-Major von Osten-Sacken aus Knappe aus Wittenberg, Lindenstr. 52 von Goertz ke aus Groß-Beuthen, Frau Jerusa⸗
Regierungs Rath Urbani aus Gramzow,
Aus düus tung 09, 02 Rb. Niederschlag 09,929 Rh Wärmewechsel 4 11,65“
5 Abtl .
Ein Billet zum Balkon und zu einer
Lucia boesia del Sgr. Salvatore
Textbücher in italienischer und deutscher Sprache sino im Billet—
Ein Platz in der Orchester-Loge 1 Rth!h. 10 Sgr., in den Logen und im Balkon des ersten Ranges 1 Rthlr.
im Parquet und in den Parquet Logen 25 Sgr., im Ranges 20 Sgr.,
dritten Ranges 10 Sgr., Gallerie
Ber Anfang der italienischen Opern⸗Vorstellungen ist um halb
Krämer und Vagabund, oder: Die Tustspiel in 3 Akten, von F. Meck. Vor dem Anfang des Stücks, bie Ouvertüre aus der Oper: Fra Diavolo, nach dem ersten Akt, die aus der Oper: Die weiße Dame, nach dem
Montag, 9. Okt. Gtalienische Opern-Vorstellung.). Zum er⸗ ĩ Opera semiseria in 2 Atti.
Beilage
Noch ein Beitrag zur Nechtfertigung der Politik Englands in der Sklaven und Darchsuchungs Frage. . . . .
Eisenbahnen. Magdeburg. Rhein⸗Weser Bayerisch⸗Sächsische Bahn. Aus Thüringen.
Amtlicher Theil.
Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: Y ü M 1 Gos, ͤfrHXIr K 4 ö 26 . Dem seitherigen Geschäftsträger der ottomanischen Pforte an Allerhöchstihrem Hofe, Davoud-Sglough den Rothen Adler-Orden dritter Klasse; dem Oberst Lieutenant von Knobloch und Hau zh 3 d, , , n, ; J Dauptmann von Riedel, der Garde⸗Artillerie⸗ Brigade, Hauptmann Schmi 5 (. e, ,. ) ⸗ gade, Hauptmann Schmidt, der 2ten Artillerie Brigade, Hauptmann von Lobenstein, aggr. dem Z3sten Infanterie (isten Reserve) Regiment und dienstleistenden Ad jutanten der Ften Division, den Rothen Adler-Orden vierter zllasse und dem Wachtmeister Scharnhorst, der Garde-Artillerie Brigabe, das Allgemeine Ehrenzeichen zu verleihen. ö Anger a, der nnn, h, nnn, ner ; Ang ko m . n: Der Wirkliche Geheime Ober-Negierungs-Rath und Direktor im Ministerium der geistlichen, Unterrichts und Medi zinal-Angelegenheiten, von Ladenbenrg, von Halle.
—
—
Eisenbahn. — Hof. Thüringische Bahn.
8 s9o 9 * r 1461 * z 1 . ĩ d ĩ
Rosenberger, Major vom 2ten Kürassier-Regiment, dem Regi ment aggregirt.
Joffroy, Hauptmann zur Disposition, zuletzt in der 27sten
beigelegt.
des Ften kombinirten Reserve-Bataillons,
K
zum etatsmäßigen Major ernannt.
MW o r 8 16r 749 f . ĩ . Wegner, Major vom 17ten Infanterie⸗Regiment, als Commandeur
des 7ten kombinirten Reserve-Bataillons kommandirt.
von Leslie, Major zur Disposition, zuletzt im 13ten Infanterie
Regiment, der Charakter als Oberst-Lieutenant beigelegt. Kö
von Ha . ste ru, Major und Führer des 2ten Aufgebots vom lsten Bataillon 26sten Regiments, der Charakter als Oberst- Lieu tenannt beigelegt. 8 7 2 D R n = 8. 5. *
von 9 aven, Hauptmann und Führer des 2ten Aufgebots vom 2ten Bataillon 6ten Regiments, zum Major ernannt.
. . Verabschiedungen: von kö ane, Hauptmann vom 26sten Infanterie ⸗-Regiment, als Major mit der Armee - Uniform mit den vorschr. bz. f. V. Aussicht auf Civil-Versorgung und Pension, von Stein, Hauptmann vom 30sten Infanterie-Regiment, als
/ / k / /
o Ha ö e ; Infan⸗ terie Regiments-Garnisons-Compagnie, der Charakter als Major
Krohn, Major vom 19ten Infanterie Regiment, zum Commandeur
von Blankenburg, Hauptmann vom 18ten Infanterie Regiment,
Schuß gefallen.
Um dieses Ereigniß aufzuklären, sind mehrere Personen, welche zur gedachten Zeit auf der Straße sich befunden haben, vernommen worden, ohne daß ihre Aussage zu einem ganz sicheren Resultate ge— führt hätte. Mehrere Aussagen stimmen darin überein, daß im Augen— blicke des Schusses drei anständig gekleidete Männer an der in der Nähe der an der gedachten Straßen-Ecke befindlichen Pumpe gestanden und beim Losgehen des Schusses an die Häuser zurückgetreten wären. Da diese drei Personen anscheinend die zuverlässigste Auskunft über die Umstände geben können, unter denen der gedachte Schuß gefallen ist so sind die Behörden bisher, jedoch vergeblich, bemüht gewesen die⸗ selben zu ermitteln. Ich setze voraus, daß es einem jeden Bewohner dieser Stadt nahe am Herzen liegt, ein Ereigniß aufzuklären, welches bereits mannigfache Deutungen erfahren hat, und wähle daher diefen Weg der Oeffentlichkeit, indem ich die gedachten drei Personen, so
wie alle diejenigen, welche, ohne bisher vernommen zu sein, aus eige⸗
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ner Auschauung Wissenschaft von diesem Vorfalle haben, auffordere freiwillig zur Ablegung ihres Zeugnisses sich zu gestellen und zu die⸗ sem Zweck bei dem Herrn Polizei-Direktor Duncker (Wilhelmsstraße Nr. 16) sich zu melden.
Berlin, 7. Okt. Ein Artikel von der polnischen Gränze, 26.
September, in Nr. 296 der Augsburger Allgemeinen Zei⸗ tung berichtet über das bereits in Nr. 94 der Allg. Preu ßischen
Königliche Oper. Gastspiel der Frau Schlegel-Köster. . Neserent, fragte einst den verstorbenen Börne, ob er am Abend in den e Fidelio komme, „Nein“, antwortete er, „ich mag diese Musik nicht; e ist mir zu Hüster/ . Also, selbst bei einer geistigen Notabilität konnte eine , über ein Tonwerk herrschen, das allerdings auf nächt— , 8 k ist, in seinen Wirkungen aber triumphirend zur ö , , , und heiligen Kunst erhebt. Anfang, Mitte und ö. re = a. üibergus ergreifenden, großartigen Tongemälde in 6 . . fine häuslichen, scherzenden Auftritte, dann urch Lied klingende Münze bewillkommnet, hören wir ,,, ꝛ ze b . hören wir bald am 9 , ,, Gewitter aus den Ferne anrücken; ein ir Me . zarro donnert in schmetternden Tö sein N ; ,,, . j metternden Tönen sein Nache k , vor dem Eintreten Pizarro's seine Gesin⸗ ig angedentet; man glaubt, wenn er erscheint, es den Justrumente zuhören, daß er vor Ingrimm nicht W n, ,,, , Ill . 21 3 or 2 h 64 . , giimm nicht zu Wort kommen lönnez endlich bricht ,,, seine Aufregung gewinnt Luft. Aus der sanften sich in , , i,, Mitte der Handlung versetzt, die ) d ugen durch das unübertreffliche Due Jetz Alter, gilt es Eile“ (welche 3 . , nn,, er ? che Justrumeniation bei den Worten „Ein Stoß? J . . Iustrum bei den Worten „Ein Stoß — 3. ö . 8 , n himmelangeslohene Cavatine ö 5 g, 9 rührenden Thränodieen der Gefan ur Florestan's fast im Verklärungsdra sch aufflü kJ V ung sich ausflügelnde Kerker- Ari ᷣ ,, . uungs drang llügelnde Kerker- Arie, durch „Duett beim Graben in der Eiste ĩ ? Grab rne, bis zu dem Gl zun ; . h / f 8 an * ,, sortbewegt, wir meinen den Ausbruch der höchsten Liebe ö sprengende ee . sein . 1 den die Trompete, wie die gräber— hren Fdolaune des jüngsten Gerichts, einfällt. Von diesem bö gn, . ⸗ ö ein sällt. Von diesem höchsten , eden char ab ebnet sich allmälig Alles wieder, um im 3 genen Friedens in den Hymnus: — .
We ein holdes Weib errungen, Mische seinen Jubel ein,
in Alternirune s ñ edi Ich slerujn uh io stelchz die seligste Befriedigung athmen, auszullingen. r ngen, arbar lönnte diese in Tönen veranschaulichte i,, ,, 8 t wahrnehmen, ohne zum Entzücken hinge⸗ Gefühl für das esnhf hönste, was Göthe nach allgemein menschlichem n n, , hl rieb, ist wohl sein Lied: „Wer nie sein Brod ,, d, ,. stellte sich ihm gleich in der Composttion der Sin ö 6 , . du armer Mann!“ Ueberhaupt ist seine gn. , nn, on em Goldliede Rocco's ab, wesches wohl die ? ist ein frischer, immergrüner Blüthenkranz musikali=
Fidelio.
scher Schönheiten, deren Grundzüge schon in der herrlichen Ouvertüre, nicht durch Reminiscenzen, sondern rein-geistig angedeutet sind. (Karl Maria von Weber hat aus dieser Ouvertüre späterhin die Vorhaltsnoten im ersten Fortissimo zu den meisten Effektstellen seiner Werke benutzt, am auffallendsten zu der Balletmusit im „Oberon“ bei der Verführungsgeschichte.) Wie charalteristisch ist, um aus dem Vielen nur auf Einiges hin zuweisen 3. B das Duett: „Nur hurtig fortgegraben.“ Eine Malerei, wie Beltho di ji beim Herausarbeiten des Steines angewandt, ist zwar sonst in der Kunst⸗ musit nicht gestattet; wir lassen sie uns inzwischen immerhin gefallen wenn sie wie hier und bei einigen Stellen in Hapydn's Cantaten gebraucht wird Florestan's erste Arie im Kerker ergriff Ref. diesmal um so' mehr, als er ein paar Stunden vorher in Bettina's neuester Schrift die, zwar mitunter etwas radikalen, aber auch manche gute Satzungen enthaltenden Gespräche der Frau Rath (Göthe's Mutter) uber „Schweig- und Isolirgefängnisse“ gelesen hatte, wo das kranke aufgereizte Gemuͤth zur Wuth angeschürt wird und mit sich allein brüten muß in bitterer Einsamkeit, wo Tage und Nächte gezählt oder ungezählt eine verzweiflungsvolle Kette bilden, von kei— nem Klang des Mitgefühls betont!“ Einem solchen geistigen Jusammen⸗ brechen des verschmachtenden Gefangenen hat Beethoden den üreffendsten Ausdruck gegeben, nur ist der dastylische Schluß dieser Arie:
Und athm' ich nicht milde sanstsäuselnde Luft,
Und ist nicht das Grab mir erhellet?
Ich seh, wie ein Engel in rosigem Dust
Sich tröstend zur Seite mir stellet;
Ein Engel, Lenoren der Gattin so gleich:
Der führt mich zur Freiheit, ins himmlische Reich —
wegen des schwierigen Rhythmus und der anhaltend hohen Stimmlage äußerst schwierig zu singen. Eine ganz eigenthümliche Wirkung macht bei der Introduction zu derselben die ungewöhnliche Stimmung der Pauken welche bekanntlich sonst nur in Quarten gestimmt werden. .
Herr Mantius, welcher bei der Darstellung des „Fidelio“ am G6. Oltober den Florestan sang, und zwar mit Seele und Innigkeit sang löste auch die großen Schwierigkeiten jener Arie, eines wahren Probir⸗ steins für Tensristen, glücklich. Ueberhaupt ist die Aufführung, welche das Publikum in Masse angezogen hatte, so daß das Haus bis auf den letzten Platz gefüllt war, als eine solche zu bezeichnen die des genialen ächt lorisch-dramatischen Tonwerks würdig war. Frau Sch lege l * östei nahm in der Titelrolle Abschied von Berlin, und hätte, um sich ein ehren- volles Andenken bei uns zu sichern, wohl keine bessere Wahl treffen können Die ächt weibliche Auffassung dieser Rolle, sowohl im Spiel als im Ge
sange, ist ganz ihrem Charakter und ihren Mitteln angemessen. In der
gehend, eine wahrhaft großartige Wirkung hervorbrachte. 16. ö ö Sängerinnen in dieser Oper giebt — den Ausruf „Tödt' erst sein Weib“ auf es, es, es bh in der zweigeskri Oktave — hat sie glücklich . ,,, sagen, Verwegenheit, gab sie hier das hohe bh an, was, besonders auszusprechenden Wortes, Weib“ wegen, sehr schwierig k die verschiedenen Sängerinnen hier auch im Terte variiren. Schon manche der⸗ selben hat dieser Stelle, wenn sie, im größten Affekt vorgetragen nicht mit Vorsicht gesungen wurde, den Verlust ihrer Stimme zuzuschreiben. Im Vorbeigehen sei hier bemerkt, daß die Geschichte mit dem Terzerol eine Erfindung der Sängerin Schröder-Devrient ist. Beethoven hatte den Fidelis be⸗ kanntlich für die Milder geschrieben; diese aber griff niemals zu dem übrigens höchst drastischen und der Ersinnerin alle Ehre machenden Mittel den Effelt durch das Anschlagen der Pistole auf Pizarro zu erhöhen Dei Tomponist hatte die wunderbar ergreisende Stelle, wo die Trompeten die Ankunft des Ministers verkündend, einfallen, in feine erste Duvertüreꝰ zur ß (Ouvertüre Nr. 1), einer früheren Bearbeitung des Fidelio einge⸗ zebt. gemälde, sind überhaupt viele Stellen aus der Oper auf in di jeßige Eröffnungs- Symphonie aber keine Note . n, n, fd, O namenlose Freude.“ wurde von unserem Gaste, durch Herrn Mantius y , ; . 1. südlichem Feuer, und der Ausruf Flore⸗ c t Fermgte, das Tiefst S ü x eli n gc . 3 K Seele rührend, vorgetragen. Das durch Hervorruf dankbar zu bei zarro und Herr 3schiesche als Ganzen : Henning geleitet, leistete Vvortreffliches. . der größten Präzison, ein nüanzirt, vorgetragen, vom Publikum mit wahrer And und am Schluß nicht applaudirt ĩ em muß es auch fin wan, , Beifall soll einem solchen anerkannten Meisterwerke durch lärmenden, den ganzen Eindruck vernichtenden gehren einer Wiederholung, womit die Claque 23 r 3 . . 83 6 pflichtet, daß sie uns an diesem spannend ; „Lenore“ zu genießen gab. — Der Tert is .
großen Arie des ersten Akts (RE- dur), die sie mit dramatischer Wahrheit äußerst gelungen vortrug, gab sie einige wirklich meisterhafte Züge z. B. bei den Worten „Die Liebe wird's erreichen“, wo sie vom ʒwei⸗ gestrichenen hi durch den gebrochenen 11 -dur Akkord in's kleine l hinab⸗
Auch die gefähr⸗
Mit der größten Sicherheit, fast möchten wir
In letzterer Ouvertüre, einem äußerst genialen, phantastischen Ton⸗
en Genuß am Schluß der Oper beweisen. — Herr Bötticher als Pi⸗ Nocco trugen zum Gelingen des Das Orchester, von Herrn Kapellmeister ortre Gleich die Ouvertüer wurde bis in die kleinsten . inein
nach Kräften bei.
Durch stillen, inneren, aus dem Hen