als er im Begriff stand, eine schwarze Fahne aufzupflanzen, der an⸗ dere, indem er beschäftigt war, einen jungen Menschen, der die Nach⸗ richt von der Niederlage Amettler's im Fort Atarazanas bekannt ge⸗ macht hatte, an eine Fahnenstange festzubinden, um ihn dem Geschütze des Feindes bloßzustellen. Nachmittags gegen 2 Uhr wurde das Feuer auf beiden Seiten lebhafter, als es bis dahin gewesen war, und das Fort Monjuich, welches sich früher nur seiner Kanonen ge⸗ gen Barcelona bedient hatte, sing an, einige Bomben auf i Stadt zu werfen. Man glaubte in Barcelona, daß der Oberst Prim mit seinen Truppen in das Fort Monjuich eingerückt sei. Unten den Insurgenten herrschte die äußerste Aufregung. Man wußte nichts von Amettler und seinem Expeditions-Corps. Auf dem Platze San Jaime, der in einen Artillerie Park verwandelt ist, wehte die schwarze Fahne. Der endliche Ausgang dieser furchtbaren Krisis er⸗ schien beim Abgange der letzten Nachrichten so zweifelhaft als je. Das Pronunciamiento von Reus ist durch, die National= Garde von Tarragona vereitelt worden bei deren Anrücken die Insurgenten der erstgenannten Stadt das Feld räumten, um sich in die benachbar ten Berge zurückzuziehen, denn sie hatten keine Zeit gehabt, sich, wie bei dem Angriffe Jurbano's, in Reus selbst zu befestigen. Der Ge neral Capitain muß indessen eine starke Besatzung in Reus lassen, wenn er der Ruhe der Stadt einigermaßen sicher sein will. In Ge rona dagegen ist die Partei des Pronunciamiento fortwährend sieg reich, und sie hat eine neue Pröclamation an die Einwohner des Ampurdan erlassen, in welcher sie die leidenschaftlichste Beredsamkeit um dieselben zum Anschlusse an den Aufstand zu bewegen.
Barcelona ist unermüdlich thätig auf
—
zosen,
ben, und sie werden unter dem
dem Hafen geführt und an Bord des
ders gebracht. Diejenigen, welche in Barcelona bleiben wollen, aber keine eigenen Hülfsmittel besitzen, erhalten eine tägliche Zahlung von 1 Franken.
Nach schrift. Die heute Nachmittag eintreffende Emancipa tion von Toulouse giebt den folgenden Aufschluß über die Ursache, weshalb der zwischen der Junta von Barcelona und dem General Arabz geschlossene Waffenstillstand fast eben so schnell wieder aufge hoben äls abgeschlossen worden ist. Das Organ der Junta, der Constitucional, behauptete nämlich, daß die Garnison der Cita delle, welche die Wünsche und Ansichten der Aufrührer theilt, den General-Eapitain zur Abschließung des fraglichen Waffenstillstandes gezwungen habe. Diese Erklärung wurde von den Offizieren der Be satzung mit großem Unwillen aufgenommen, und sie führte heftige Erörterungen zwischen einigen derselben und dem General⸗Capitain herbei, in' deren Folge der General Araoz das förmliche Verlangen an die Junta stellte, jenen anstößigen Artikel des Constitucional berichtigen zu lassen. Da die Junta diese Forderung rund abschlug, so ließ der General Capitain am 21sten Abends um 7 Uhr durch drei Kanonenschüsse das Zeichen geben, daß er den Waffenstillstand als aufgehoben angesehen wissen wolle, Es entspann sich hierauf sogleich ein heftiges Gefecht zwischen der Besatzung und den Insurgenten, von denen eine gewisse Anzahl bis in die Gräben der Citadelle drang, ohne daß indessen ihre Verwegenheit zu einem Ergebnisse geführt hätte.
x Paris, 1. Olt. Das heute erschienene Heft der Revue des deus Mondes spricht sich in seiner Chronik über die neue Phase, welche in den spanischen Zuständen eingetreten ist, in folgen der Weise aus:
„Trotz der verbrecherischen Bemühungen der Männer der Unru⸗ hen ünd der Unordnung, und trotz der Komplotte einer Handvoll Ayacuchos, gehen die Wahlen fast in allen Provinzen Spaniens mit einer vollkommenen Regelmäßigkeit und in einem trefflichen Geiste vor sich. Die parlamentarische Partei wird in dem Wahlkampfe einen glänzenden Sieg davontragen; selbst in der Provin; Madrid ist ihr ber Triumph gesichert. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird die par lamentarische Partei nahe an zweihundert Vertreter im Schooße der Cortes zählen. Die Gewißheit dieses Resultates ist es, welche die Faction zu den Excessen verleitet hat, welche ste entehren, und zu Re⸗ volten, welche weit mehr Skandal erregen als sie gefährlich sind. Was sie wollte, war die Wahlen und den Zusammentritt der Cortes zu verhindern. Man weiß, daß die letzten Wogen dieses so lange durch die politischen Stürme aufgeregten Meeres am Fuße des von den Repräsentanten des Landes umgebenen und gestützten Thrones sich beschwichtigen werden. Man möchte den Tag hinausschieben, ws die Insurrection und die Emeute weder Entschuldigung noch Vorwand mehr hätten. Vergebliches Bemühen. Der 15. Oktober naht heran, und trotz der Gewaltthätigkeiten von Barcelona und der Declamationen von Saragossa werden die Cortes sich versammeln und den Ayacuchos nur die Schmach ihrer strafbaren Versuche lassen. Indeß ist die Regierung auf ihrer Hut und kennt die Umtriebe ihrer Feinde selbst im Schooße der Hauptstadt. Die abgeschmacktesten Ge⸗ rüchte, die lügenhaftesten Veröffentlichungen, die verletzendsten Unter⸗ stellungen nichts wird gespart, um die Gemüther aufzureizen, um die Meinung aufzuwiegeln, um Spanien von neuem in alle Schrecken der bürgerlichen Zwiste zu versenken. Die Regierung entwickelt in diesen schwierigen Umständen eben so vie Mäßigüng als Festigkeit und wird auf bewundernswerthe Weise von Narvaez unterstützt. Wenn das Ministerium überall Männer dieses Schlages getroffen hätte, wären die Unruhen von Catalonien und Aragonien bereits unterdrückt. Diese Bewegungen, welche nichts Nationales haben, haben nur einigen Schein von Bedeutung durch die befremdende Schwachheit der GeneralQ Capitaine und durch die Mitwirkung einiger Ayuntamientos.
Aebrigens läßt Alles an eine Annäherung zwischen England und Frankreich glauben in Betreff der Verhältnisse der Halbinsel. Dann ist die Sache der äußersten Parteien ohne Rettung verloren, denn die Descamisados (Männer ohne Hemde), die Karlisten, die Esparteristen, haben keine Wurzeln im Lande; ihre strafbaren Hoffnungen beruhten nur auf der Unterstützung und dem Einflusse des Auslandes. Sind die Cortes einmal versammelt und die Königin in Besitz der Regie rung gesetzt, so muß die Vermählungs-Frage bald eine Lösung sinden. Bei der gegenwärtigen Lage Europä's kann man ohne, Bedenken be⸗ — 1 ah, i e ee e esthiesen he ö Böfebe l 2. . . . des Nordens anerkannt werden wird. Ihre Weigerung war nur ein Mittel zur Einwirkung auf diese wichtige Frage, ein Mittel zum Unterhandeln, ein Aequivalent, das sie sich vorbehielten, um dem Einfl 1 ur, Hen in, influse Englands und Frankreichs ein Ge⸗ gengewicht entgegenzustellen. Ist die Vermä inmal 9 n n, g, ä be. Vermählung einmal geschlossen, würden sie kein Interesse mehr dabei haben, sich seden freundschaft⸗ lichen Verkehr mit Spanien zu versagen. Es , nur lein Sch n, len ohne Zweck, das zum Vortheile Frankreichs und Engl ö. ö. glands aus⸗ schlagen würde.“
Offenbar stehen die Meinungen und Behauptungen der Revue des deux Mondes diesmal mit den Thatsachen im Widerspruche und ist der wahre Standpunkt, unter welchem der parteilose a , lich der deutsche Beobachter die spanischen Angelegenheiten zu betrach— ten und aufzufassen hat, etwas verrückt.
622
Sriechenland.
Athen, 22. Sept. (A. 3.) In der Hauptstadt und auf aller Punkten des Königreichs herrscht vollkommene Ruhe. Am Tage nach der eingetretenen Aenderung war der König, begleitet von der Köni gin und der Prinzessin von Oldenburg, im offenen Wagen, ohne ir⸗ gend eine Eskorte, durch die Stadt gefahren und von allen Klassen der Einwohner mit dem freudigsten Lebehochrufe empfangen worden.
gandels- und Börsen Nachrichten.
Stettin, 6. Okt. (B. N. d. O.) G etraide. Für Weizen bleibt Specmslationsfrage durchaus fehlend, die Stimmung der Inhaber von alter Waare aber sehr fest. Zur Koömpletirung einiger Abladungen sind in dieser Woche 109 Wspl. 130 / 131pfünd. vorjähriger gelber schlesischer, 20 Wspl. 130 131pfünd. vorjähriger weißer do. gekaust worden, und mußte, da nicht billiger anzukommen war, für ersteren 54 Rthlr., für letzteren 56 Rthlr. bewsiligt werden. Vorjähriger 128 / 130pfünd. bunter polnischer ist zu 52 Rthlr. noch zu haben, und von neuem Weizen bleibt mehreres vergebens angetragen, 125 126pfünd. märkischer und uckermärker zu 145 — 44 Rthlr. Der für 127 / 128pfünd. neuen vorpommerschen auf Lieferung geforderte Preis von 50 I5 Rthlr. wird so außer Verhältniß hoch befunden, daß man sich zu keinen Geboten darauf entschließen kann. Roggen in loco sort⸗ während ganz ohne Umsatz und nominell 357 3 37 Rthlr. sür Waare von 82 bis S4 / S5pfünd. pr. Schfl. Die Preise sind zu hoch, um nach dem Auslande Rechnung zu geben, und die Consumtion hier und im Innern wird durch die Zufuhr am Landmarkt befriedigt. Auf Lieferung pr. Sllober ist wieder etwas billiger, zu 35 Nthlr. gekauft, pr. Frühjahr zu 33 Rthlr. anzukommen. Gerste bleibt weichend. Neue Oderbruch⸗ ist zu 222 — 22 Rihlr. nach Qualität verkauft worden. Vorpommersche ist zu 27 Rthlr. auf Lieferung angetragen. Hafer ebenfalls ohne Kauflust. In loco Oderbruch 167 Nthlr. auf Lieserung im Frühjahr vorpommerscher von über 50pfünd. pr. Schfl. zu 17 Rihlr. fr. Kahn erlassen, Oderbruch von A8pfünd. 157 — Nthlr. Erbsen, alte Futter-, 32 à 33 Rthlr., neue am Landmarkt, leine 34 2 35 Rthlr., große 38 à 39 Rthlr.
Samen.? Fuͤr Oelsamen erhält sich nur partielle Frage zur dung nach der Saale 2c,, was aber, in Verbindung mit schwachen Vor räthen, trotz der verhältnißmäßig billigeren Preise des Oels, hinreicht, den Marft völlig zu behaupten. Guter Winter-Rübsen ist bis 71 Rthlr., Rapps bis 715 Rihlr. zuletzt bezahlt. Dotter soll mit 49 Rthlr. bezahlt sein. Kleesamen und andere Samenarten unverändert.
Rappkuchen bedingen bei kleinen Partieen zur 10 a 11 Sgr., sind aber bei größeren auf spätere 8 Sgr. begeben.
Spiritus aus erster Hand zur zwar noch immer schwach, doch bl
Versen
Consumtion 1 Nthlr. Lieferung zu 1 Rthlr. Stelle 24 — 243 5h. Die Zufuhr ist eibt der Markt durch die alten Vor räthe in zweiter Hand versorgt, aus welchen, außer einigen kleineren Par tien zu 24 — 245 99 ein ansehnlicher Posten noch billiger und zwar zu 2556 gekauft worden ist. Auf Liefer, in den Wintermonaten soll etwas
zu 257 95 gemacht sein. Reber bie Kartoffel Aerndte in unserer Gegend hört man jetzt übrigens ziemlich allgemein, daß solche im Ertrage weniger lohnt, als die ,, Ausbeute
Außerdem wird von mehreren Sesten bestätigt, daß die Spiritus
der Kartoffeln ebenfalls geringer ist, als die vorjährige. . .
Butter. Während die Zufuhren aus Hinter Pommern nur sehr gering waren, stellten dieselben sich um so bedeutender ein aus Holstein und Preu ßen. Indeß ist der Abzug, namentlich von ersterer Sorte, lebhaft und man bewilligt dafür 24 a 277 Rt. nach Qual., für letztere Sorte 22a 24 Rt.; Hinter- Pommern bedingt 29 a 25 Nt. pro Ctr. !
Feitwaaren. Rüböl ist noch ziemlich unverändert, doch eher eiwas fester, in loco 107 Rthlr. bezahlt und dazu wohl noch anzubringen, pro Okttober 107 a 3 Rthlr. gefordert, pro Februar / März 11 Rthlr. bezahlt, pro März/April 114 Nthlr. gefordert. Leinöl 14 Rthlr. gefordert. Palmöl auf 114 a * Rthlr. gehalten, eine Partie jedoch zu 11 Rthlr. gekauft. Baumöl wie letztgemeldet. Südseethran auf Lieferung von Amerika 95 a Nthlr. bezahlt und auf letzteren Preis ferner gehalten. Berger br. Leber 14, . 35 Rthlr.
Hering. Die Qualität der in d. W. angekommenen Partieen neuer Fettheringe war nicht schön, und theilweise müßten sie deshalb sehr billig verkauft werden; reelle neue Waare kostet: Kaufmanns 12213 Nt. groß⸗ mittel 11a 12 Rt., mittel 10a 11 Rt. versteuert, klein Christiania fehlt. Jähriger Fetthering räumt sich successive bei sehr gedrückten Preisen. Der Haupthandel in Hering besteht jetzt in neuem Scholt. Fullbrand; die Frage dafür war bedeutend, und es geschahen auch namhafte Abschlüsse zu den Preisen von 7a 74 Nt. unverst. vom Bord ab zu empfangen, während einige Inhaber 75 a 8 Rt. unverst. fordern und sich theilweise auch vom Manfte zurückziehen, indem sie vermeinen, später noch bessere Preise be
dingen zu können.
Köln, 2. Okt. (O. O.) Rüböl ist heute nicht viel umgegangen. Die Preise sind pro Oktober 32, pro Mai 297 32 Rthlr. Rappsaat gleich zu greifen 95 und pro März 9 Rihlr., auf letzteren Termin gesucht.
Hamburg, 5. Okt. Getraider eise, Weizen: polnisch. 104. 132 Rihlr', anh. u. magd. rother 98. 130 Nthlr., dito weißer 106. 130 Rthlr., märk. u. braunsch. 98. 130 Rthlr., schles. gelber 114. 128 Nthlr., dito weißer 112. 128 Rthlr., mecklb. u. pomm— 92. 136 Nihlr., holstein. 90. 126 Rthlr., eyder u. Büsum. w. 1094. 1418 Rihlr., nieder⸗elb. r. u. b. 92. 122 Rtihlr. Roggen: danz., elb. Uu. fön. 78. 86 Nthlr., holst. u. nied. elb. 80. 81 Nthlr,“, dänisch 77. 80 Rthlr. Gerste: Oderbruch 60. 64 Rthlr., mecklb. n. holst. 56 . 67 Nthlr., anh. und magd. 66. 70 Rthlr., nied. elb. Winter 477 57 Rthlr. Malz 56. 58 Nthlr. Hafer: mecklb. u. holst. 45. 58 Rthlr., nieder- elb. w. 38. 52 Rihlr., eyder u. husumer 32. 40 Rthlr. Wicken 66. 76 Rthlr. Rappsaamen 125. 145 Rthlr.
Riga, 2. Okt. (B. N. d. O.) Die Zufuhr von neuem Leinsagmen bis gestein Abend betrug 5] Mille To. Säe⸗ und 24 Mille To, Schlag saamen. In Folge der augekommenen vielen Schiffe halten die Eigner von Säe-Leinsaamen auf SRo. 535 „, und ist wenig gehandelt.
Paris, 2. Okt. In den französischen Renten war heute für Ende d. M. große Festigteit; 3pCt. Nente blieb nach der Börse auf diesen Ter min zu 81.723, in Liquidation zu 8 . 50. Es war an der Börse keine neuere politische Nachricht von Belang im Umlauf.
3 89
. 1 3 Den 7. Oktober 1843.
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acüen 1670 he,. kKkugl. Nuss. 1I20 H, 395 Rente sin Cour. 81. 50.
Auswärtige Amsterdam, 3. Okt. Niederl. wirkl. Sch. Kanz-Bill. —. 5 95 Span. 17135. Preuss. Präm. Sch. Pol.
IIam burg, 5. Okt. Rau- l aris, 2. Ole Ih Rente fin our. 120 75. 5 9h N pl au compt 107. 66. Wien, 2. Okt 5 hh Met.
egen 1643. Anl. de 1833 1453. de
569 Span. Rente Pass. 13 11145. 496 100. 1839 114.
Angekommen Fremde.
British Hotel. Se. Exc. der lievländische Vice Gouverneur, Wirkliche Staatsrath von Cube, nebst Familie, aus Riga. Nord⸗Amerikanischer Fapistain Fefferson van Horne aus Wasphington.
Hotel de St. Petersbourg. Gutsbesitzer von Speschner und Frau
Comtesse von Souweljew, Gutsbesitzerin, aus Kursk.
Meinhardt's Hotel. Gutsbesitzer von Frever, nebst Fam lie, aus Brandenburg. Herzogl. sachsen-meiningischer Hof Maler Schellhorn aus Meiningen.
Hotel de Rome. Geheimer Hofrath Gravenhor st nebst Gemahlin aus Breslau. Kommerzien- Rath Löwenst imm aus Petersburg. Landra thin von Smitten nebst Töchtern aus Riga. de Groot, Plantagen Eigenthümer auf Java, aus dem Haag. . —
Hotel du Nord. Justizrath Groddeck aus Danzig. Plüddemann nebst Familie aus Kolberg.
Kronprinz. Amtsrath Koppe nebst Gemahlin aus Wollup.
Hotel de Brandebourg. Ober-Landesgerichts Vice⸗-Präsident von Tellem ann aus Stettin. Nittergutsbesitzer von Zeschwitz aus
Baselitz. .
Hotel de Russie.
Kommerzien⸗ Rath
Frau Stabs-Capitain von S tolipin, nebst Fa milie, aus St. Petersburg. Nitter von Boznanski aus Lemberg
Hotel de Hambourg. Superintendent Wessel aus Schwedt.
König von Preu ßen. Kaufleute Schade aus Leipzig und Czarnecki aus Danzig. ⸗ ö .
In Privathäusern. General-Superintendent Severin aus Wolkwitz, Anhaltstr. 6 bei Henz. Land- und Stadtgerichts- Direktor üdicke aus Zehdenick, Jerusalemerstr. Z6 bei Lüdicke. Edelmann von Transche gus Liefland, Friedrichsstr. 5 bei Herzhoff. Frau Superintendentin Seger aus Biesenthal, neue Friedrichsstr. 11 bei Seger.
Rheinischer Hof. Rentieren Frl. von Buch und Frl. Schulz aus Mecklenburg ⸗Strelitz. Oesterreschischer Nittmeister von Szäthmary aus Pesth. Hauptmann a. D. S chlieter aus Braunschweig. Rektor Wiedemann aus Arnswalde. Gutsbesitzer Reismer aus Stanowiz und Kramer aus Butterfelde. Hüttenbesitzen Walter aus Sorau. Particulier Jarczewski aus Warschau. Kaufleute Schwarzenberg aus Kassel, Watthes aus Magdeburg und Schönen berg aus Offen bach. Kunstgärtner Gaiche aus Schildberg. Student Herschel aus Köln.
König von Portugal. Medizinal-Rath Seerig aus Königsberg. Gutsbesitzer Hinze aus Thorn. Kaufleute Sucrow und Simon aus Stettin, Nöldechen aus Breslau, Lebegott aus Tilsit, Saaling aus Königsberg, Stauwe aus Riga und Matthey aus Bremen. Konsul Simon, nebst Familie, aus Stettin. Particuliers von Haas, nebst Familie, aus Wittenberg, und Lauterbach aus Breslau.
Kaiser von Rußland. Kaufleute Ma nsuroff aus Moskau, Lom nis aus Rostock, Eugene Josson aus Narwa i. Rußl., Dist el feld aus Christiania, Cosmann, Salomon und Maas aus Damizow. Ingenieure Herrenkind und Kramer aus Frankfurt a. d. OD. Ad vo fat Höoben aus Rostock. Buchhändler Sön derop aus Landsberg. Particulier Lightween aus Amsterdam. Fabrikant Korn aus Magde— burg. Gutsbesitzer Salomon aus Dessin. Assesor Langer aus Dresden.
Hotel de Saxe. Major a. D. Gaede aus Danzig. Frau Kaufmann Herzbruch aus Gr. Glogau. Kaufleute Lielie aus Magdeburg und Lickfett aus Danzig. Mad. Itzig sohn aus Landsberg a. d. W.
Hotel Stadt London. von Karpe cka, Kaiserl. russ. Flotten-Lieute nant, aus St. Petersburg. Strubberg, Königl. Lieutenant im 30sten Infanterie Negiment, aus Trier. Bildhauer Pascal aus Nürnberg. Kaufmann Goödduhn aus Frankfurt a. M. Controleur Meißner, nebst Gemahlin, aus Neustadt-Eberswalde.
Rother Adler. (Kölnischer Hof) von Gerhardt, Major im 3ten Ulanen-Regt., aus Fürstenwalde. Nittergutsbesitzer von Läbmann aus Drebkau. Mad. Kemper nebst Tochter aus Königsberg. Kaufmann Seyfert aus Dahme. Fabrikanten Böhm und Anthony aus Im genbroich.
Hotel de Prusse. Regierungs Assessor von Mörner aus Oppeln. Gräfin Antoinette von Plater, Comtesse von Plater und Gräfin Adele von Plater aus Wroncawy. Malport, dram. Schauspieler, Artiste de Romanzo und Kausmannsfrau S tschuking aus Pgris.
Hotel de l' Europe. Particulier Wollmany aus Erfurt. Rentier Wündig aus Breslau. Kaufleute Paul aus Liegnitz und Brandes nebst Gemahlin, aus Brienstedt.
Metrorologische Beobachtungen.
Abends 10 Ubr.
1843. Mor eus Nachmittags Nach einmaliger
ö 6. Okt. 6G Ur. / 2 Uhr.
Beobachtung.
Luftilruek!.. . 336,81“ Par. 336, 22 Par. 335, 12 — Par. Guellwärme 7,6? R.
Luft wärme .. 4 . R. 1 13, 1 . 4 10,99 R. I luss würme 9,59 R.
Thaupunkt . . 9,7 KR. . 8, 0 R. 8,59 R. odenwäärme 1 RX.
uns takttigun 94 pCt. 65 pCt. 83 pt. Aus diustung 0, 020, R h.
Wetter balbheiter. halbheiter. Niedersehlag 0, 941! Rh.
Wind VW. VW. W. Würmeweehsel - 13,9 VW — 4 10,09 H.
Woll enzug. . — . =. — LTagesmittel: 336,03 Par. 411,57 R... 4 ,so n... 8I pC. WM.
Königliche Schauspiele. ö. Sonntag, 8. Okt. Die Hugenotten, Oper in 5 Abth., Musik von Reverbeer. Ballets von Hoguet. (Herr Ditt, vom Stadt Theater zu Breslau: Raoul de Nangis.) Der Anfang dieser Vorstellung ist um halb 6 Uhr,. Zu dieser Vorstellung sind nur noch Billets zu einer Loge des ersten Ranges à 1 Nthlr. 10 Sgr;, zum Parterre 1 20 Sgr;, zum dritten Range n 15 S Amphitheater à 10 Sgr. zu haben.
Montag, 9.
bezogen.
Rönigsstädtisches Theater.
Sonntag, 8. Okt. Lord, Krämer und Vagabund, oder: Die Mißverständnisse. Lustspiel in 3 Akten, von F. Meck. Vorher: Nach Sonnenuntergang. Lustspiel in 1 Akt, von Lotz.
Montag, 9. Skt. Italienische Opern Vorstellung.) Zum er⸗ stenmale: Chiara di Rösemberg, Gpera semiseria in 2 Alti. Musica del Maestro Luigi Ricci.
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Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen. Gedruckt in der Decker schen Geheimen Sber Hosbuchdruckerei.
Beilage
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Ansertions-Gebühr sür den Kaum einer Allg. Anzeigers 2 Sgr.
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Amtlicher Theil. Inland. Berlin. . Allgemeinen Zeitung. Widerlegung zweier Angaben der eu! seldorfer Zeitung. Noch etwas in Betreff der, Paulus Schelling schen Nachdrucks Sache. Koblenz. Besuch des Bischofs Arnoldi. Intendant von Nibbentrop 4. — Vom Rhein. Feier des 25jährigen Bestehens der Universität. . Dentsche Bundesstaaten. Bavern. München. Ankunft des griechischen Hofmarschalls, Obersten von Heß. — Streit in der englischen Gemeinde. — Hofsänger Bayer. Sachsen. Leipzig. Durchtreise des Kronprinzen von Hannover. — Hannover. Lüne burg. Kriegs Uebungen. — Das Lager. Freie Städte. Frankfurt a. M. Kriegs⸗-Uebungen. Oesterreichische Monarchie. Triest. Ankunft der Prinzessin von Oldenburg und der entlassenen Bavern aus Griechenland. Nußland und Polen. Warschau. Abmarsch der Truppen in ihre Winterquartiere. Frankreich. Paris. schen Ereignisse. — Vermischtes. dels Vertrag mit Sardinien. Großbritanien und Irland. Hos-Nachricht. — Ankunft des Großfürsten Michael. Schiffbruch des Dampfschiffes „Memnon“ mit der Ueberland Post aus Indien. Proclamation der Königin gegen die Rebekkaiten in Wales. — Repeal Versammlung O'Connell'ß. Spanien. Brief aus Madrid. (Saragossa; abermals eine angebliche Verschwörung vereitelt; die Wahlen; Diplomatisches). — Griechenland. Briefe aus Athen. (Wei über die jüngsten Ereig- nisse und die öffentliche Stimmung in Folge derselben.) — und Paris. (Beruhigende Nachrichten; Thätigleit des neuen Ministeriums; Bewegung in Chaleis; Kolettis.) . . Eisenbahnen. Wesel. Zweigbahn von Wesel nach Köln. Ausführung der Köln-Mindener Bahn. Lripzig. nung der Aetienzeichnung für die Dresden-Görlitzer Bahn. Handels- und Börsen⸗Nachrichten. Berlin. und Ge⸗ traidebericht. Königsberg, Danzig, Breslau, Magdeburg und Köln. Getraidemarkt. Breslau und Brieg. Wollmarkt. . Hamburg. Getraidebericht. Paris. Börse.
Berichtigung einer Mittheilung der Augsburger
Haf⸗-Nachrichten.“
Hof-Nachrichten. — Konferenz über die griechi Brief aus Paris. (Der neue Han
London.
Oberhaus. — Eröff
6 . 2 Amtlicher Theil. J nicht immatriculationsfähigen angehenden sowohl als älteren Studirenden der Chirurgie und Pharmacie bei hiesiger Königl. Friedrich Wilhelms Universität werden aufgefordert, noch vor Anfang des bevorstehenden neuen Semesters, um wegen Beginnen oder Fort setzung ihres Studiums die nöthige Anweisung zu empfangen, unter Beibringung der über ihre Schulkenntnisse und respektiven Besuch der Vorlesungen sprechenden Zeugnisse bei Unterzeichnetem (Französische Straße Rr. 29) Morgens von 8 bis 9 Uhr sich zu melden. Berlin, den Oktober 1813. Der provisorische Direktor des chirurgisch-pharmaceutischen Studiums bei hiesiger Universität. Kluge.
õ5. D
Den Gebrüdern Erpelding zu Köln ist unter dem 7. Oktober 1843 ein Patent . auf eine Vorrichtung zum Bearbeiten von Steinflächen, in der durch Zeichnung und Beschreibung nachgewiesenen Zu sammensetzung, so weit sie für neu und eigenthümlich eräach tet worden, auf acht Jahre, von jenem Tage an gerechnet, und für den Umfang der Monarchie ertheilt worden.
ö gekemmen: Der Kaiserl. russische Wirkliche Staatsrath von Cube, von Dresden.
2 reist⸗ Se GEreellen? Ir G . n 396 Ab gereist: Se. Excellenz der General- Lieutenant und kom— nandirende General des ästen Armee-Corps, Graf zu Dohnng, nach Nönigsberg in Pr.
llichtamtlicher Theil.
— ö FJuland. 8 ĩ 28 z 6 * 8 * 8 * . saßt k Wir sehen uns hiermit von Neuem vęeran⸗ stuttgel. nr e n . Version in Bezug auf das bekannte, zu Posen , gn , unter Hinweisüng auf unsere früheren Mit- 36 Nr. 99 und 10 der Allgemeinen Preußischen 3 ͤ zu widerlegen. Die Augsburger Allgemeine o ,,. nämlich in ihrer Nr. 277 in einem Artikel von der e eng ile 27. September, nach Briefen aus Posen: „daß der . . seinem Gefolge acht Stunden vorausgeeilt, daß 99 aner n iest it als das Attentat stattgefunden habe, nicht in 3 sughen, Wagen anwesend gewesen seiz alle Schüisse seien . 3 , der Kaiser gewöhnlich im Wagen einnehme, ge⸗ ,, , n. Sr. Majestät, der sich darin befunden, ssei . ne sch roffen und verwundet worden.“ — Diese Nachricht ö. e, 3 . . unlauteren Quelle her. Zunächst 9 „Schüssen“ die Rede sein. Erweislich ist sur ei C us 6. die Re n. rweislich ist nur ein 66 , , 6 den Kaiserlichen Wagen, sondern in der Nähe Zwischenraum gon m , . 565 n n ,. Jwischenraum . un ät? ̃ ; . cht a une temn en spät Abends folgte und in dem aben. zerletzt ist fe wir n . ö. , . 363 aft nt an hinzufügen können, 1 auch gsb. „IZtg. selbst bereits in Nr. 276 ihren Lesern richtig gemeld gien a lic Hach hstie et hatte, Niemand. Auch ke ĩ Hi ar n . . ann die Sache nach den bisherigen Ermittelungen nicht als „Attentat“ ker eff ii
.
sondern Kaiserliche Kanzlei Beamte befunden
Montag
werden, da noch gar nicht festgestellt ist, ob Leichtsinn, M Vorsatz zu jenem vereinzelten Schusse Anlaß gegeben haben Berlin, 8. ? ist die Angabe enthalten „das Urtheil des Ober s die konfiszirte Schrift Edgar Bauer's sei jetzt gefällt worden, nach dem das Gericht erst nach sechs Wochen durch den Verfasser selbst auf die Consiscation aufmerksam gemacht worden sei; obgleich das Censurgericht alle polizeilichen Schritte nach dem Gesetz zu richten habe, so sei doch während sechs Wochen ihm nichts von der
15 ell.
Olt. In Nr. 269 der Düsseldorfer Zeitung
sxarr . 2 Eensurgerichts uber
ist ihrem ganzen Inhalte nach unwahr. 1. August erfolgten Beschlagnahme ist
Polizei- Präsidiunis im Einklange mit 8.7 der Allerhöchsten Verord—
nung vom 30. Juni d. J. dem betreffenden Kriminal-Gericht zur
weiteren ressortmäßigen Veranlassung Anzeige von der getroffenen
da in der Schrif
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chrift Aeußerungen enthalten zei Behörde von Amtswegen zu rügende Verbrechen enthielten. C die Sache hiernach gesetzlich für jetzt gar nicht gelangen. Es wird viel mehr zunächst der Ausspruch des Kriminalrichters über den Gegenstand zu erwarten sein.
Auch die in demselben Artikel enthaltene Nachricht, Dr. Nuten berg habe die Erlaubniß bekommen, seinen Namen auf die von ihm herausgegebene „Bibliothek politischer Neden“, welche ihm fi
n . ] . : 9 ĩ r r beiden ersten Hefte verweigert worden sei, zu setzen, ist ungegrü
8 * . ; e ⸗ udet. Eine solche Verweigerung, welche auch gesetzlich gar nicht zulässig ge wesen wäre, hat, wie wir aus guter Quelle versichern können, nicht stattgefunden.
. Berlin, 4. Okt. Der belehrende und treffliche Aufsatz in Nr. 95 der Allg. Preuß. Ztg. (über die Nachdrucks-Angelegenheit des Dr. Paulus) nimmt Bezug auf einen früheren „aus Süddeutsch land“ datirten Artikel in Nr. 79 derselben Zeitung. In diesem letzt—⸗ gedachten Artikel heißt es: „Was ihm (dem Dr. Paulus), unseres Dafürhaltens, am meisten zu statten kommt, ist der Wortlaut des Großherzogl. hessischen Gesetzes gegen den Nachdruck, dessen erster Artikel „„wörtliche Auszüge eines ganzen Werks““ als „beiläu⸗ sige Bestandtheile oder Beilagen anderer Schriften““ für erlaubt er klärt.“ Das erwähnte Großherzoglich hessische Gesetz (vom 23. Sey tember 1830) wird indeß dem Dr. Paulus ebenfalls nicht zu Stat ten kommen können. Der erste Arkikel desselben lautet, insoweit er auf den vorliegenden Fall Bezug vat, ganz analog dem späteren preußischen Nachdrucks Gesetze, so: „Jede Vervielfältigung von Handschriften, Vorlesungen und Predigten durch den Druck, ohne die Einwilligung ihrer Urheber erlangt zu haben, ist verbotener, straf⸗ barer Nachdruck.“ Erst Art. 5 erwähnt wörtliche Auszüge, aber mit folgenden Worten: „Wörtliche Auszüge eines ganzen Werks, welche als besondere Schriften ausgegeben werden sollen, sind dem Nachdrucke gleich zu beurtheilen.“ Gesetzt, diese Worte wären auf das Buch des Dr. Paulus, der ausdrücklich erklärt, keine Aus züge, sondern das ganze vollständige Werk gegeben zu haben, an⸗ wendbar, so wäre das Buch gerade mit den angeführten Worten als Nachdruck erklärt. Denn es enthielte wörtliche Auszüge eines gan zen Werkes, der Schellingschen Philosophie der Offenbarung, als besondere Schrißt herausgegeben; das Buch trägt von dieser den Titel und enthält wesentlich nichts als diese, blos mit den Zwischenreden und Anmerkungen des Dr. Paulus. Aus eben dieser Beschaffenheit des Paulusschen Buchs ergiebt sich, daß die folgenden Worte des Artikels 5 ihm nicht zu Statten kommen können; denn sie lauten so: „Uebrigens aber (sind wörtliche Auszüge ganzer Werke) in kritischen oder anderen periodischen Werken“ (das Paulussche Buch ist eine besondere, Schrift und kein periodisches Werk) „so wie in größeren Sammlungen, auch als beiläufige Bestandtheile oder als Beilagen anderer (offenbar selbstständiger) „Schriften erlaubt“. In dem Paulusschen Buche aber ist der wörtliche Text der Schelling schen Vorlesungen nicht ein beiläusiger Bestandtheil einer anderen Schrift, sondern das Wesentliche des Buches, nicht Beilage, sondern der Text selbst. Die Zuthaten des Dr. Paulus bilden unferes Erachtens nicht eine andere Schrift, von der die Schellingschen Vorlesungen bei läufige Bestandtheile wären, sondern im Gegentheil scheinen uns die Zuthaten des Dr. Panlus nur beiläufige Bestandtheile zu sein. Hier aus möchte erhellen, daß durch den Geist nicht blos, sondern auch durch den Wortlaut des Großherzoglich hessischen Gesetzes das Pau⸗ lussche Buch entschieden als Nachdruck verurtheilt ist. Ueberhaupt steht es aber unseres Dafürhaltens mit der Anwendung des Bundes⸗ beschlusses gegen Nachdruck in den deutschen Bundesstaaten nicht so zweifelhaft, wie der Artikel aus Süddeutschland annimmt, und es möchte schwerlich ein Bundesstaat existiren, worin das Paulussche Buch, sobald Untersuchung dagegen eingeleitet würde, nicht eben so, wie in Preußen, mit Beschlag belegt und mit dem Stenipel des Nachdrucks bezeichnet werden müßte. Uebrigens würde das Groß⸗ herzoglich hessische Gesetz, wie es der Artikel aus Süddeutschland in Nr. 70 der Allg. Preuß. Zeitung auslegt, auch dem Dr. Pau⸗ lus nichts nützen können. Im besten Falle könnte es dem Verleger Leske zu gute kommen; über den geistigen Urheber des Nachdrucks werden' die Großherzoglich badischen Behörden jedenfalls nach dem 2 Bundesbeschlusse und den betreffenden Staats Verträgen urtheilen.
Koblenz, 4. Ott. (Rh. u. M. 3.). . Am gestrigen Tage ward dem hochwürdigen Herrn Bischef Arnoldi, von Trier, welcher zum erstenmale Koblenz besucht, seit derselbe die bischöfliche Würde bekleidet, von den Bürgern ein Fackelzug gebracht; die Architektur der Kastorkirche war beleuchtet, und als die Fackeln im Scheiterhau⸗ fen verbrannten, trug die Liedertafel einige angemessene, bewillkomm⸗ nende Gesänge vor. Der Herr Bischof sprach bei der Gelegenheit so freundliche als würdige Worte. ö
So eben erfahren wir den in vergangener Nacht erfolgten höchst
bedauerlichen Hintritt des Herrn von Ribbentrop, Königl. Intendan⸗ ten des 8. Armee⸗Corps!
Vom Rhein, 3. Okt. (GI. 3.) Am 18ten d. M. wird das 23sjährige Bestehen der rheinischen Friedrich⸗Wilhelms-Universität festlich
Alle Post-Anstalten des An- und Auslandes nehmen Beslellung auf dieses Clalt an, sür Berlin die Srpedilion der Allg. Preuss. Zeitung: TFriedrichsstrasse Ur. 72.
1843.
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begangen werden. Die Feier ist auf engere Gränzen beschränkt worden, als anfänglich beabsichtigt worden war, indem es zweckmäßig schien, bei der verhältnißmäßig kurzen Dauer der Wirksamkeit der — Nächste ins Auge zu fassen. Eben deshalb hat den 16. Oktober, als den eigentlichen Stiftungs⸗ und das Jubiläum nicht auf den Monat November
lniversität, nur das
Ausland. Deutsche Bundesstaaten.
ö Bayern. München, 3. Ott. (4. 3.) Ihre Maj. die Kaiserin⸗ Mutter von Oesterreich besuchte diesen Morgen wieder unsere Stadt, hier mehrere Stunden und kehrte wieder nach Ismaning Se. Königl. Hoheit Prinz Luitpold von Bayern ist diesen nach Florenz abgereist, von wo er nach einem Aufenthalt von zwei Monaten eine größere Reise (nach dem Orient) anzutreten gedenkt. In seinem Gefolge befinden sich der Oberst Lieutenant Delpy von La Roche, der Hauptmann von Hagens und der Artillerie- Lien⸗ tenant von Speidl. Der Königl. griechische Oberst und Hof⸗Marschall des Königs Otto, von Heß, ist als Courier über Hohenschwangau und München nach Aschaffenburg geeilt. k .
In der hiesigen kleinen englischen Gemeinde scheint ein Schisma ausgebrochen zu sein; es sind nämlich jetzt zwei englische Geistliche hier und es findet ein doppelter Gottesdienst statt.
Hof-Sänger Bayer betrat vorgestern nach 20 jährigem Wirken zum letztenmale (in Katharina Cornaro) die Bühne. Die Feier, die ihm seine Kollegen am Schlusse der Vorstellung bereiteten, war eben so sinnig und überraschend, als die Theilnahme des Publikums, dessen Liebling der Abtretende ist, sich durch Kränze, Gedichte 2c. laut und herzlich aussprach. . .
. . Leipzig, 6. Okt. (C. Z) ,. Heute Vormittag um 10 Uhr kamen Se. Königl. Hoheit der Kronprinz von Hannover nebst Frau Gemahlin, begleitet von ihren durchlauchtigsten Aeltern und de ren, Familie, von Altenburg hier an und setzten sämmtlich ihre ge meinschaftliche, Reise auf der Eisenbahn über Magdeburg nach Braun⸗ schweig, wo sie heute übernachten, und Hannover fort.
Sachsen.
Hannover. Lüneburg, 3. Okt. (H. C.) Ueber das heu tige Manöver ist Folgendes zu berichten: Wir hatten gestern das Aller-Corps bei Melbeck, eine Meile südlich von Lüneburg, verlassen Es hatte sich hinter dieses Dorf zurückgezogen und eine feste Stel lung auf den Höhen hinter dem großen Moore so genommen, daß sein rechter Flügel an das Grünhagener Holz und sein linker Flüge sich bis an den Barnstädter Bach aus dehn te. Diese Position schloß bie beiden Straßen nach Uelzen und Ebstorff ein. Es schien nun da es eine so feste Stellung inne hatte, das Elb-Corps weiches heute seing ffensio⸗Operationen fortsetzte, ruhig erwarten zu kön— nien. Dasselbe rückte mit einem Theile seiner Infanterie, das große Moor an den geeignetsten Stellen überschreitend, vor. Sein Haupt- Corps und die schwere Kavallerie mit Artillerie unigin⸗ gen dieses Moor und machten ihre, Haupt- Angriffe von der ülzener Chaussee her. Es entspann sich ein sehr lebhaftes Gefecht dessen Resultat war, daß das Aller-Corps seine Stellung aufgeben mußte, da die Höhen mit Sturm genommen wurden. Es zog sich fechtend von Berg zu Berg zurück. Bevor es aber eine feste Stel⸗ lung wieder gewinnen konnte, wurde es von der Kavallerie des Elb⸗— Corps angegriffen, wogegen es sich theils durch Bildung von Quarré's deckte, theils kam ihm seine Kavallerie zu Hülfe, und es entspannen sich nun auf der Hochebene zwischen dem Grünhagener Holze e. dem ebstorffer Wege sehr interessante Kavallerie Manöver. Die Kavallerie des Elb⸗Corps wurde dadurch an ihrem Vorhaben gehindert und mußte sich zurückziehen. Das Aller-Corps konnte ungehindert eine feste Stellung ein⸗ nehmen, von wo aus es den Feind abermals kräftig empfing, dieselbe aber ebenfalls verlassen mußte. Es zog sich bis vor Eitze zurlick, wo es sich auf den Höhen nochmals festsetzte: sein Centrum auf den Höhen vor Eitze, sein rechter Flügel stets noch an das Grünhagener Holz und sein linker Flügel an Bardenhagen gelehnt. Die ganze Cini? dieser Höhen war mit Artillerie besetzt, womit der Feind kräfti empfangen wurde. Auf dem linken Flügel des Aller⸗-Corps * sich wieder sehr schöne Kavallerie- Gefechte, die von den Zuschauern immer mit Enthusiasmus begrüßt wurden. Nachdem das Aller Corps auch aus dieser Stellung verdrängt war, zog es sich durch Eitze, wo drei Brücken über den Eitzerbach geschlagen waren, auf Natendorf zurück, an diesem Tage nicht weiter vom Feinde verfolgt. Am 4ten d st Waffenstillstand. Am ten d. setzen beide Corps ihre Sperationen fort. Das Aller- Corps erwartet Verstärkung und wird, wenn es diese erhält, die Offenstve ergreifen. ;
Lüneburg, 5. Okt. (B. H.) Am Montag ward ei Jeld⸗Mandver, ausgeführt; Hasenburg, wo sich — 2 r , und eine Papiermühle befinden, wurde eingenommen; die Truppen drangen bis Melbeck vor, der Regen störte aber sehr. Am Dienstag ward das Manbver von Melbeck bis zum Pulipsberge in der Haide sortgesetzt. Bis gegen 12 Uhr hielt sich das Wetter, dann lähmten vier aufeinanderfolß ende starke Regengüsse die Thätigkeit beider Ar⸗ meen,. Das Vorrücken hatte ein Ende; das Kleingewehrfeuer schwieg gänzlich, und nur die Artillerie ließ sich noch mit einigen Kanonen vernehmen. Im Lager führt man große Klage über die Nässe und Kälte. Die Truppen können ihre Montur nicht trocknen und sind wahrhaft heißhungrig nach warmen Speisen. Die Zahl der Kranfen beläuft sich auf 300 Mann, von denen bereits mehrere g orben In der Stadt dreht sich das Tagesgespräch um den großen streich. Aus einem von demselben früher entworfenen Programm, dor, daß man auch den Kaiser von Rußland in Ein kleiner Auflauf fand vorgestern im 21 ö Zeltwirthin beschuldigt, Opium unter die öden. Die Stürmenden, welche auf das Mecklenburger.