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schiff „Hermann; mehrere Ma le hier sind wir auf die Fortschritts entspre Weser, ] 1 so größer ist die Besorgniß
anlegen zu sehen, und gespannt weitere Entwickelung der dem jetzigen Geiste des chenden Unternehmungen, welche auf Belebung der Werra diirch Dampfschifffahrt gerichtet sind. Um erfahrener Sachverständiger, daß der Aus⸗
Fulda und
übung der Schifffahrt, und der Ausbreitung der begonnenen Unter⸗ nehmungen hier in Rinteln ein neues Hinderniß erwachse, nachdem
so manche frühere Hindernisse, namentlich die bisher so sehr hindernde Brücke zu Hoya,
glücklich beseitigt sind. Es wird hier nämlich jetzt
angefangen, statt der bisherigen Schiffbrücke eine feste Brücke mit stei⸗
nernen Pfeilern zu r St engt wird welche außerdem in ihrem Gefolge manche Gefahren für Schifffahrt haben, insbesondere ein der in Zukunft hoffentlich von ihnen zu Bei der benachbarten glücklichem Erfolge, ohne alle im Flusse
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Brücke zu bestimmen haben, ein Gegenstand der
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bauen, durch welche der Strom beengt wird und
für allemal die Breite der Dampfsschiffe und schleppenden Schiffe feststellen. Stadt Hameln hat man über die Weser mit stehenden Pfeiler, eine weit lligere Kettenbrücke gebaut, welche den Lauf des Wassers nie hindert d Schiffe mit deren Anhängen in ganz beliebiger Breite durchläßt. s müßte daher sicher für Alle, welche über den Bau der hiesigen reiflichen Ueberlegung in, ob auch nicht hier solche Kettenbrücke zu erbauen ist oder doch sche Vorkehrungen zu treffen sind, welche bei jedem Wasserstande die usübung einer möglichst zu erweiternden Schifffahrt zulassen.
Nassau. Hof heim, 18. Olt. (J. J.)
barschaft angekündigte und abzuhaltende Revue der Herzogl. nassaui⸗
schen Truppen ist höchsten sinden demnach die Manöver für dieses
schleswig-holsteinschen Regierung vom zur Kunde der Obrigkeiten der Herzogthümer stein: „Se. Majestät der König höchst zu resolviren geruht, daß sionen zur ranern kunft gänzlich wegfallen und die desfälligen Dis pensationen unentgelt⸗
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Stellung in der Marine⸗-Verwaltung erhalten.
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nächsten auf den
politischen Parteigeiste in Frankreich eigentlich
Capitaine Bruot und Janvier und der Ingenieur beigegeben.
franzosischen ⸗ es den Kopf O'Connell's verlaugt. stäblich in einem der hiesigen Blätter zu lesen.
Die in unserer Nach⸗ Orks wieder zurückgenommen worden, und Jahr weiterhin nicht statt. (A. M.) Ein Circulair der 3. Oktober bringt Folgendes Schleswig und Hol haben unterm 13ten v. M. Aller die für die Ertheilung von Konzes Eingehung von Ehen zwischen den Katholiken und Luthe
Holstein. Altona, 24. Okt.
bisher Üblichs Gebühr von 14 Rbthlr. 18 Bankschill. in Zu⸗
ch ausgeliefert werden sollen.“
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Der Prinz von Joinville hat jetzt eine neue Er ist zum Präsiden⸗ en einer Kommission ernannt, welche Versuche und Vorschläge zu iner verbesserten Bewaffnung der Dampßsböte zu prüfen hat. Die Pretot sind ihm
Paris, 21. 9kt.
Der Moniteur parisien zeigt an, daß Graf Salvandy am Sonntag oder Montag von Paris abreisen werde, um sich Botschafter-Posten in Turin zu begeben.
Obgleich wir längst wissen, daß dem nichts unmöglich ist, so hat es uns doch in einige Verwunderung gesetzt, zu sehen, daß die Dpposition es Über sich gewinnt, das Kabinet der Tuilerieen für die gegen Irland ergriffenen Maßregeln der englischen Regierung und für den gegen O'Connell erlassenen Verhaftsbefehl verantwortlich zu machen. Bald ist es Ludwig Philipp, der bei der Zusammenkunft in Eu die Königin Victoria zu dem Entschlusse gebracht hat, das jetzt befolgte System gegen die Repeal-Agitation anzunehmen, bald ist es das Fournal des Débats, welches, natürlich im Auftrage der Regierung, eine Anklage - Alte abgefaßt, in der Biese letzten Worte sind buch-, Es versteht sich von,
X Paris, 20. Ott.
selbst, daß die neuesten Maßregeln der britischen Regierung der hie⸗ sigen Presse im höchsten Grade mißfallen, und daß dieselbe ein stren
ges Gericht darüber ergehen läßt.
h ; ; Eine Zeitung, in welcher man
sonst einige Mäßigung und einigen gesunden Sinn zu suchen gewohnt ist, die Sémocratie pacifique, nennt die gegen O'Connell ein⸗
geleiteten Handlung der rohen Gewalt, einen Mißbrauch dieses Blatt wohl daran gedacht hat, n . gehen würde, wenn zum Beispiel in Korsika ein O'Connell aufstände,
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welcher im Namen der nationglen Rechte seines d
gerichtlichen Verfolgungen „eine brutale Thatsache, eine der Uebermacht“. Ob was in Frankreich selbst vor
Volkes die Auflösung es politischen Verbandes zwischen jener italienischen Insel und dem ontinentalen Frankreich verlangte? Und ob überhaupt wohl, die fran ösische „liberale“ Presse, welche jetzt den Stab üiber die britische Re serung bricht, sich in Gedanken die Rolle vergegenwärtigt hat, die
ge in dem Falle spielen würde, daß der in Irland obwaltende Zustand
730 der Dinge sich in Korsika erneute? Allerdings hat die letztgenannte Insel weniger Ursachen der Unzufriedenheit über ihr Verhältniß zu Frankreich, als Irland über sein Verhältniß zu England; allein auch Korsika ist nur durch Waffengewalt zu einem Theile des Staats gemacht worden, dem es jetzt einverleibt ist, und es könnte immerhin die Zeit kommen, wo es sich wieder erinnerte, daß es durch natürliche Lage, Abstammung und Charakter einer anderen Nation angehört. Wie dann, wenn man es jetzt als eine unerhörte Tyrannei verschreit, wenn die britische Regierung gegen die Bestrebungen einschreitet, die darauf hinausgehen, Irland seine alte Selbstständigkeit wiederzuschaffen?
m Paris, 21. Okt. Jetzt, wo die Streitfrage der Bewaff⸗ nung der Festungswerke von Paris alle Gemüther beschäftigt, wird eine kurze Note, welche im Journal le Bien public vom 19. Ok tober enthalten ist, nicht verfehlen, die Polemik der Tagespresse gegen die Bewaffnung der Hauptstadt noch mehr zu erhitzen. Das Jour⸗ nal le Bien public ist das persönliche Organ des Herrn von La martine, und da die unten folgende Note an der Spitze des erwähn ten Blattes eingerückt wurde, fo muß man annehmen, daß Herr von Lamartine die betreffende Mittheilung aus guter Quelle erhielt, um derselben so viel Nachdruck zu verleihen.
„Eine sehr wohl unterrichtete Person“, so beginnt die Nummer des Bien public von vorgestern, „schreibt uns heute aus Paris, daß die Regierung durch den einstimmigen Widerstand, der sich im ganzen Lande gegen die Bewaffnung der Hauptstadt offenbart, in Aengsten ver⸗ setzt, in einem geheimen Kabinets-Rathe beschlossen habe, die Schwie rigkeiten auf folgende Art zu umgehen. Das Kabinet wird bles einen Kre di von der Kammer begehren, um das erforderliche Bewaffnungs⸗-Material ganz bereit zu haben, und wird sich zu dem Versprechen verstehen, nur im dringenden Falle eines Krieges Paris zu bewaffnen. Aber mittelst neuer Bauten in Vincennes, welche ein unermeßliches Arsenal in sich fassen sol— len, wird die Haupistadt binnen sechs Stunden bewaffnet werden können (?). Wenn also die Deputirten-Kammer zugiebt, daß die Kanonen Gießerei und das Artillerie Depot in einer Entfernung von weniger als 30 bis 40 Lieues von Paris angelegt werden dürfen, so werden alle gesetz lichen Vorsichts-Maßregeln gegen die Bewaffnung der Festungswerke von Paris illusorisch sein. In weniger als sechs Stunden können 1209 Kano nien in die Forts und cuf die befestigte Ringmauer geführt werden. Möge die öffentliche Meinung“, schließt das Organ des Herrn von Lamar tine, „auf ihrer Hut bleiben! Sie ist hinlänglich gemahnt: Betrogen wer den nur jene sein, die es gewollt haben!“
Aus dieser Sprache des genannten Blattes kann man schließen, wie hitzig in der nächsten Session der Kampf wegen der Bewaffnung
. 4 8 von Paris zwischen der Regierung, und h
dem Deputirten von Macon zu werden verspricht. Es wird in einigen sonst gut unterrichteten
Kreisen versichert, daß das Kabinet nicht ohne Besorgniß zt, sich den vereinten Angriffen der Opposition und, ines Theiles der Conservateurs (das Organ der Letzteren ist die Presse) in der Streitfrage der Bewaffnung von Paris auszusetzen. Mar⸗
schall Soult, der dabei mit Herrn Guizot die Vertheidigung, der Re gierung theilen soll, ist so schwach und erschöpft nach Paris zurück gekehrt, daß das Kabinet kaum auf ihn rechnen kann. erwartet mit Ungeduld die Ankunft des Herrn Thiers, der in weni⸗ gen Tagen aus Lille zurückkehren wird. Sollte der Ex Präsident vom 1. März, wie man behauptet, sich jetzt weigern, die Bewaffnung von Paris zu unterstützen, so dürfte das Kabinet sich vielleicht noch vor der Diskussion der Adresse modifiziren, um durch neue Elemente aus dem linken Centrum (Passy⸗Dufaure) frische Kräfte zu gewinnen.
r Kaiserreichs
Thiers, dessen Geschichte des
Man sagt, Herr K. ich ganz vollendet ist, und im nächsten Januar erscheinen soll, habe wieder Lust bekommen, eine bedeutende politische Rolle nicht unthätig sein kann und als Schrift
zu spielen, da er if steller für mehrere Jahre genug geleistet hat. Herr Thiers hat sich eine bequeme Hinterthür vorbehalten. Er übernimmt die Verant⸗ wortlichkeit der Befestigung von Paris, aber er findet, die Bewaff nung davon nicht dringend genug, um sich gleich damit zu befassen. Mehr bedarf es nicht, um der Opposition der Linken, welche sich durch Herrn Thiers verleiten ließ, die Befestigung von Paris zu votiren, und die jetzt ihre Willfährigkeit nicht genug bereuen kann, einen geschickten Vorwand zu bereiten, um umzusatteln und die Befestigung von Paris im Allgemeinen zu bekämpfen. Herr Thiers ist unstreitig berufen, in der nächsten Session eine große Rolle zu spielen; er übt dadurch schon im voraus einen großen Einfluß auf die Dauer oder Auflösung des Kabinets Soult Guizot.
Der ministerielle Moniteur pa risien hatte neulich angezeigt, daß Herr Emanuel de Cessiat, Neffe des Herrn von Lamartine, als Atkachs bei der Gesandtschaft von China ernaunt wurde. err pon Lamartine erklärt im Bien public die vom Moniteur parisien angezeigte Nachricht für unrichtig, indem sein Neffe nicht als Attach«
Man
der Gesandtschaft, sondern als Freiwilliger in der Königlichen Marine die Reise nach China machen wird.
Die heute erschienene Nummer der Revue de l'Orient be⸗ leuchtet die traurigen Folgen des zwischen dem Obersten Jancigny und dem Herrn Ratti⸗Menton in Macao ausgebrochenen Streikes und weist nach, daß dadurch die Abschließung eines besonderen Handels—⸗ Vertrages, welchen Oberst Jancigny auf dem Punkte stand, mit China zu schließen, vertagt worden ist. Ein Korrespondent der Revue de „Orient meldet, daß die hohe obrigkeitliche Person, welche in Canton beiläufig das Amt eines Präfekten ausübt, unlängst eigens nach Macao sich begab, um dem Obersten Jancigny einen Besuch abzustat fen, was ganz außer dem bis hierher befolgten Ceremoniell der Chinesen liegt. Kurze Zeit vorher hatte der nämliche Präfekt von Canton nach Peking berichtet, „daß unter allen Völkern Europa's die Fran— zosen die ältesten Freunde der Chinesen wären, daß die chinesische Regierung nie Ursache hatte, sich über sie zu beschweren, und daß, da mit ihnen in kommerzieller Hinsicht Unterhandlungen ein geleitet wurden, man zu deren Gunsten etwas mehr thun sollte, als für andere Nationen.“ Der nämliche Korrespondent der Revue de L- Orient setzt hinzu, daß die Regierung von Peking den Präfekten von Canton ermächtigt hatte, sich mit dem Obersten Jancigny in Han⸗ dels Unterhandlungen einzulassen, welche einen erfreulichen Gang zu nehmen anfingen, als der Brief des Herrn Ratti Menton im Chi— nese Repository von Macas erschien, wodurch dem Herrn Janciguy ein öffentlicher Charakter abgesprochen wurde. Sie reichte hin, die angeknüpften Unterhandlungen wieder abzubrechen. Sowohl Herr Jancigny, als Heri Ratti-Menton, sind Beide abgerufen. Ersterer, weil feine Mission nicht mehr gelingen kann, der Andere, um bei der Regierung sein unbegreifliches Auftreten in China mündlich und per— sönlich zu verantworten.
Grossbritanien und Irland.
London, 21. Okt. Ihre Majestät die Königin wird, wie verlautet, in Begleitung ihres Gemahls am 2östen die Universität Cambridge besuchen, woselbst bereits Anstalten zu ihrem feierlichen Empfange getroffen werden.
Man hatte vor einigen Tagen das Gerücht verbreitet, daß die Regierung zur Unterdrückung der Repeal Bewegung in Irland die Hülfe des Königs von Hannover in Anspruch nehmen und 20 (M) Mann Truppen von ihm sich erbitten würde. sind ermächtigt“, erklärt heute die Times, „diese Nachricht für durchaus falsch zu er klären; die Minister haben niemals au so etwas gedacht; im Gegen theil, sie sind zu sehr von der Tüchtigkeit der englischen Truppen und der Loyalität der irländischen Protestanten überzeugt, als daß sie fremde Soldaten zur Unterdrückung der Agitation in jenem Lande herbeirufen sollten.“
Reue Nachrichten aus Dublin vom 19ten wiederholen die früher verbreiteten Gerüchte, daß die Regierung versöhnliche Maßregeln be absichtige und die kriegerischen Zurüstungen einstellen wolle; nur bei der Verfolgung O'Connell's vor Gericht werde man stehen bleiben. Die Sprache des ministeriellen Journals, des Evening Packet,
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„Es ist klar“, schreibt dies
steht mit diesen Gerüchten im Einklang. Blatt, „daß der Zweck des Verfahrens der Regierung die Her stellung der Ruhe und die Erhaltung des Volkes ist. Das Streben
unserer Regierer sollte dahin gehen, jene Keime der Wohlfahrt zu fördern, welche sicherlich die gegenwärtige stürmische Auf regung der politischen Atmosphäre, beruhigen würden nämlich dir Kultur der ungeheuren Quellen dieses lange vernachlässigten Landes und die Beseitigung jener rauhen Scheidewand, welche die Bewohner desselben gegenseitig zu „Fremden hinsichtlich der Gesinnungen“ gemacht hal. Das 'ist der Kreis, in welchem wir eine Regierung wirken sehen, und das sind die Aussichten, die wir denen eröffnen möchten, welche die Wohlfahrt unseres gemeinsamen Vaterlandes aufrichtig wünschen. Wir können gegenwärtig kein Hinderniß entdecken, welches einem sol chen Zustande der Dinge im Wege steht; Alles, was dazu erforderlich ist, besteht in Standhaftigkeit von Seiten der Regierung und Geduld und Unterthänigkeit von Seiten des Volks.“ Eine solche gemäßigte Sprache der Tories in Irland, wo man ge⸗ wohnt ist, nur die ertremsten Richtungen der Parteien herrschen zu sehen, ist durchaus neu und auffallend und muß zur Begründung der obigen Gerüchte viel beitragen. Die Ultra⸗Partei zeigt sich darum wenig zufrieden mit Len angeblichen Absichten der Regierung. So schreibt heute der Korrespondent der Times: „Un⸗ geachtet der Stille (sie kann eine böse Vorbedeutung sein), welche hier seit den letzten zehn Tagen herrscht, und trotz des verdrießlichen Schweigens, welches die Agitatoren beobachten, fährt man mit den f die Dauer dieser Ruhe zu sichern, welche einzig
Vorkehrungen fort, und allein nur durch ein festes thatkräftiges Befolgen derjenigen Po—
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Kranle auf den drei Kliniken, die theils aus den Militair⸗Spitälern, theils aus der Bevölkerung Konstantinopels wurden, daß der Schüler die meisten Krankheiten beobachten konnte.
und Augen-Operationen gemacht. mertwürdigsten an:
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vom Prof. der Klinik so gewählt Im Amphitheater der Klinit wurden von uns über 130 chirurgische Von diesen führen wir hier nur die 1) Entfernung eines Osteosorloms mit Rescction des Untertiefers; 2) Rhineplastit vom Arm; 3) Steinzertrümmerung nach Hortloop; 4) Seitenblasenschnitt; 5) eine subkutane Durchschneidung der Achillessehne; () zwei fubtutane Durchschneidungen der Beugemustel der Hand; 7) eine subkutane Durchschneidung der Beugen des sinterschenkels und künstliche Kniestreckung; 8) Entfernung eines Fibrochondroids von der Größe eines Puttereies zwischen den beiden Lamellen des Gaumensegels; 9) Entfernung ane festen schwammgestaltigen, großen Exosstase vom Schläfenbein; 10) Bildung eines fünstlichen Asiers bei einem Kinde; 114) mehrere Amputa tionen der Vorderarme, Unterschenkel, der Brüste, der Mandeldrüsen, Po- rn n Wasserbruch-Operationen u. s. w. 12) Trennung der knöcher 1 des Ober und Unterkiefers mit Wangensubstanzverlust nich Schlag und lünstliche Wangenbildung; 13) mehrere fünstliche Wan— 8 23 und Lippen Kienbildungen; fa) sechzehn Staar-Operationen, 8 t nn. durch Neclingtion, vier durch Deseission; 15 eine Paracenihese die a. 16) drei künstliche Pupillen -Vildungen; 17) dung, eine Operation de n r sslogz is), eine Augenlied= Bil⸗ sen i e 6 pharon und eine Exstigation eines squierrhö⸗ eberdies mach f jn 1 ; . schiefen Halses 6 . n ngen Prof. Nigler die Opergtion des ,, , eine künstliche Pupil⸗ Alle Kandidaten für die' chüntgifihn nende wind daß sie Proben ihrer Fertigkeit am Kadaver ,,,, . migstens zwei, einige sogar fünf O ⸗ e g he ; eder we⸗ nigstens zwei, einige sogar fünf Operationen mit vnller Ferligkeit 1 Kalt⸗
bluüligkeit an Lebenden vor uns auf der Klini Alle von uns und den Schülern auf , en O . nen waren von einem wirklich selten so glücklichen Erfolge ien e n allen wurden Zweck und Endzweck des chirurgischen ea nee, t kommen erreicht, bei einigen nur war er unvollkommen, und e. 6 ; dividuen erlagen in Folge, aber nicht an den Folgen ber . i dern an der ungentubertulose, wie unsere Vorhersage es angekündigt hö. Die beschreibende Anatomie wurde durch schöne Bilderwerke, die Mo delle von Dr. Auzout und frische und getrocknete Präparate den Schülern anschaulich gemacht und Secir-llebungen vorgenommen. Die letzteren hät- ten wir nur etwas zahlreicher gewünscht, als es dieses Jahr wegen der geringen Zahl der Kadaver . konnte. Die pathologischen Leichen Oeffnungen haben schöne Präparate für pathologische Kabinette geliefert.
Herr Dr. Spitzer, Professor dieser beiden Zweige, zeichnet sich eben so durch seine Tüchtigkeit und Kunstfertigkeit in seinem Fache, als durch den Eifer und die Gabe aus, seine Vorträge sehr anschaulich, leicht begreiflich und Schülern in hohem Grade interessant zu machen.
den In Bezug auf praktische Chemie wurden eine sehr bedeutende Zahl offizineller Präparate gemacht und die Vorgänge den Schülern gezeigt.
Sie würden noch viel zahlreicher gewesen sein, große chemische Laboratorium vollendet wäre. . ĩ Die phosikalischen Experimente auf den prachtvollen Instrumenten un seres reichen Kabinettes waren zahlreich und sehr interessant. Herr Professor Derwisch, gleich bewandert in Mathematik, Phosik, Chemie und Mineralogie, macht seine Vorträge so fruchtbringend, als es nur immer möglich ist.
Der bo:anische Garten wurde mit einer großen Anzahl offizineller und mehreren anderen seltenen und interessanten Pflanzen bereichert, in sehr guter Ordnung erhalten und gut gepflegt. Wir verdanken dies dem uner= müoblichen Fleiße des suppl. Piofessors der Botanik Herrn Salih, der sich durch die Liebe für sein Fach und überhaupt durch sein Talent und seine Fähigkeiten sowohl, als seine gründlichen Kenntnisse in der Medizin aus⸗ zeichnet, und gewiß ein würdiges Mitglied des Lehrkörpers der Schule dar— stellen wird. Auch er hat die strengen Prüfungen für die Doktorswürde be- standen und wird einer der Ersten promoviren.
Herr Alexander Soutzo, der Uebersetzer der Schule, welcher sich durch die Fertigkeit in seinem Fache auszeichnet, hat außer den laufenden offi⸗ zinellen Stücken die Gesundheitslehre des Hern Prof. Archigenes, ins Türkische übertragen; welche Uibersetzung für die Bewohner des Osmanischen Reiches gewiß sehr nützlich sein wird.
Die Bibliothek der Schule wurde um mehrere hundert Bände, theils durch Ankauf theils durch Geschenke, vermehrt. Unter den letzteren zeichnen sich die Werke des Herrn Negierungsrathes. Dr Bischoff von Altenstern in Wien, des Autors derselben, über praftische Medizin besonders aus.
Auch der Unterzeichnete hat die zum Gebrauche der Vorlesungen an erste ist eine Elementarabhandlung dieses Jahr vollendet wurde, zt Auscultation und Perkussion; der Bibliothelar, Herr Parlos, Bibliothek und die Register in der größten Ordnung.
wenn das bereits proöjektirte
der Schule verfaßte, dotirt.
Die Bürcaus der Vaccination und unentgeltlichen Ordinationen für Jahre große Wohthaten unter die mittellose Bevölkerung der Hauptstadt und der Umgebung verbrei— let Sie wurden regelmäßig fünfmal in der Woche von den Piofessoren Direktor Dr. Bernard, Dr. Sicphan Karathsodorp, Dr. Konstantin Karg thäodory, Dr. Spitzer und Pr. Archigénes gehalten, die Vaceination wurde kine große Anzahl von Medika⸗
arme Kranke und Kinder haben auch in diesem
durchgehends von den Schüler geuͤbt.
Bibliothek mit zwei Werken, die er Das über die Botanik, dessen Druck erst und das zweite eine kurze Abhandlung über hält die
menten wurde armen Kranken aus der Apotheke von Galala Serai auf Kosten der Regierung unentgeltlich verabfolgt.
Die Zahl der unentgeltlich behandelten armen Kranken beträgt 16,835, jene der geimpften armen Kunder 2295. Das Medikamenten Depot, das nun einen integrirenden Theil der Schule ausmacht, hat die ganze Armee mit Arzneien von bester Qualität verschen und eine große Ersparung durch eine gute Veiwaltung bewirkt. Der Mutir Mehmed Efendi ist ein sehr eifriger und sachverständiger Beamte.
Die bkonomssche Verwaltung der Schule ließ wie im letztabgelaufenen Jahre nichts zu wünschen übrig.
Der erste Secretair und Rechnungsführer der Schule, Schakir Efendi, und der Verwalter, Mehmed Efendi, vollführen mit großer Pünktlichkeit und Rechtlichkeit die administrativen Vorgänge und zeichnen sich durch eine un⸗ ermüdliche Thätigkeit und bewährte Rechtschaffenheit aus. Der Unter⸗-Ver— walter und Spitäls-Kommandant, Emin Efendi, und alle übrigen subalter— nen' Beamten unterstützen die beiden Ersten in Allem und führen ihre Be fehle getreu und pünktlich aus.
Wenn wir in wenigen Worten die Fortschritte der Schule Jahre hier kurz zusammenfassen, so sind wir so glücklich, in allen Theilen wesentliche Verbesserung und Vervolllemmnüng zu bemerken, namenl⸗ sich aber die Schöpfung einer Hebammenschule und endlich das sachwichtige Ereigniß für die Civilisation der Türkei anführen. zu können, daß zum ei— stenmale in diesem Neiche 16 Zöglinge, alle Muselmänner, regelmäßig und systematisch die medizinisch⸗chirurgischen Studien absolvirt, in den Jahres- und strengen Prüfungen unzweideutige Beweise ihrer, vollendeten ärztlichen Bildung gegeben haben und, zu Doktoren der Medizin und Chirurgie nach den Regeln europäischer Fakultäten promovirt, das Institut verlassen.
Es ist nun nicht mehr zweifelhaft, daß diese wissenschaftliche Anstalt, von Jahr zu Jahr vervollkommnet und erweitert, nach den bereits gelegten Grundzuͤgen für das osmanische Reich vom größten Nutzen sein werde, nicht nur aus Ursache der Aerzte, die daraus hervorgehen werden, sondemn im Allgemeinen wegen der Verbreitung von Wissenschast und Aufklärung unter der Bevölkerung der Türkei.
Diese höchst wichtigen Resultate werden im geraden Verhältnisse mit dem Schutze und der Gunst stehen, die Ew. Hoheit dieser jungen wissen⸗ schaftlichen Anstalt zu schenken gerühen werden; und sie werden leicht und sicher zu erhalten sein, wenn die Regierung Ew. Hoheit die geringen Geld⸗ mistel bewilligt, welche noch zur Aufführung einiger unentbehrlichen Bauten nöthig sind, und wenn man fortfährt, mit derselben Beständigkeit und Aus⸗ dauer auf dem durch die Statuten der Schule vorgezeichneten Weg. vor⸗ wärts zu schreiten, Statuten, deren Ausführung in so kurzer Zeit so schöne
Früchte getragen hat.
in diesem ihren
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en kann, die in den letzten Tagen den Ministern das Vertrauen des lopalen Theils der irländischen Bevölkerung wieder ge⸗ wonnen hat. Man kann für gewiß annehmen, daß die Agitation wenigstens gelähmt ist, daß Uneinigkeit in dem Rathe an der Korn⸗ börse hertscht, daß die heftigsten Distussionen in den Gemãächern des Comit : 's stattgefunden haben, daß O'Connell den Muth sinken läßt und, was die Sache vollstndig, macht, daß ein Haufe von Ruhestö rern, die ohne Zweifel über das offenkundige Wanken O'Connell's erzürnt sind, von thatsächlicher Gesetzwidrigkeit nur durch dessen Ge⸗ wändtheit zurückgehalten wird. In solcher risis könnte nur die blindeste Bethörung die Regierung veranlassen, in ihrem Gange ein— zuhalten und sich mit einem theilweisen Siege über den noch immer zefährlichen Feind zu begnügen. Die Informationen der Regierung gegen O'Connell bestehen hauptsächlich in den Aussagen ihrer geschwornen Berichterstatter: Hughes, Ireland und Kemmis, welche den Repeal-Versammlungen zu Mullaghmast, Clifden und an der Kornbörse beigewohnt haben. Jede auf eine Gesetzwidrigkeit nur irgend hindeutende Stelle der Reden O'Connell's und der übrigen Angeklagten ist darin aufgenom
men, und die ganzen Anklage Akten werden wahrscheinlich vor die große Jury der Grafschaft Dublin gebracht werden.
litik erreicht werd
s D O'Connell wird seine Vertheidigung selbst führen und, da er auf die weitläuftigen Anklagepunkte antworten muß, die ganze Sache des Landes vertre ten. Von weiteren Verhafts-Befehlen der Regierung, namentlich, wie anfänglich behauptet wurde, gegen die katholischen Bischöfe Hr. Higgins und M. Hale, verlautet nichts. Unter den Angeklagten befinden fich nur zwei katholische Geistliche, Tierney und Tyrrel. —
Das Parlament soll diesmal im Januar schon eröffnet werden. „Man sagt“, schreibt der ministerielle Morning Herald, „daß die Königin den Wunsch ausgedrückt habe, das Parlament im Juli schon geschlossen zu sehen, um früher als in diesem Jahre ihre Lustfahrten zur See auf der Dampf-Nacht „Victoria“ antreten zu können. Sir R. Peel hat beschlossen, die Session im Januar zu eröffnen und die Kammer unmittelbar mit den öffentlichen Angelegenheiten zu be schäftigen.“
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Aus dem Haag, 21. Okt. Es ist eine bemerkens werthe Thatsache in der, parlamentarischen Politik, daß die Unent schlossenheit, die Winkelzüge und die Schwankungen der Mitglieder unserer Deputirten⸗ Kammer während der letzten Session die Organe der Opposition völlig aus der Fassung gebracht. Die Opposition hat anfangs geglaubt, daß sie große Unterstützung finden werde; daß ihre Prinzipien Wurzel geschlagen, daß ihre Sache gesichert, wenn nicht gewonnen sei. Und nun werfen sie alle Schuld auf die nämlichen Mandatarien der Nation und klagen sie an, daß sie nicht bei einem System geblieben sind, das ihnen einen Sieg über die Regierung schien bereiten zu müssen. Die Kammern haben nun kei nen Gemeinsinn mehr; die Minister thun nichts Geringeres, als sie verletzen das Fundamental-Gesetz, verdrehen den Sinn der Gesetze und handeln nach ihrem Belieben; die Deputirten sind schwach oder der Regierung ergeben; sie betragen sich wie Wahnsinnige u. s. w. Alles geht gegen den gesunden Menschen-Verstand und zum Unglück des Landes, während doch dieselben Organe ganz vor kurzem noch verkündeten, daß die zweite Kammer von dem besten Geiste, von einer regenerirenden Kraft beseelt sei, welche die besten Aussichten verheiße, nämlich den Freunden der Umwälzungen. Die Deputirten-Kammer hat in der Session 1812 dings Fehler, ja sogar große Fehler begangen; sie ist häufig mit Jukonsequenz zu Werke gegangen, z. B. bei der lächerlich langen Diskussion der durch das Fundamental-Gesetz unwiderruflich festge⸗ stellten Civil Liste, die von 19 Deputirten verworfen wurde; allein reiflichere Ueberlegung hat die Kammer am Rande des Abgrundes, in den sie die Nation zu stürzen drohte, zurückgehalten, und die Oppo⸗ sition ist wie aus den Wolken gefallen. Unsene Deputirten sind Hol länder, wie der übrige Theil der Nation; sie haben gefühlt, daß das obgleich mit Abgaben belastet, politische
1843 aller
sie den Häuptern der Regierung die Gefahr, aber sie wollten nich bie Hand anlegen, um das Regierungs-Gebäude zu zertrümmern, g
wiederherzustellen.
Die Regierung ist von allen Seiten mit Schwierigkeiten umge— ben; das ist eine Wahrheit, die nicht wegzuleugnen ist; aber jede heftige Erschütterung ist ihr eben so wenig zuträglich, wie der Wohl fahrt der Nation. Die Resignation, der Muth und der gesunde Sinn des Volkes kann auf diesem stürmischen Ocean allein Rettung bringen, und der König wird mit dem größten Rechte stets auf die An hänglichkeit seiner Unterthanen rechnen können, um ihm die schwerste Last, die jemals einem Monarchen ohne den geringsten Fehler von seiner Seite auferlegt wurde, tragen zu helfen. Es ist dies das zweite Mal, daß dieser Fürst, welcher uns beherrscht, sich in einer der schwierigsten Lagen befindet, worein das Schicksal einen Helden und einen Souverain versetzen kann, nämlich 183 und 18131! Und man kann ihn nicht beschuldigen, daß er die Veranlassung dazu gewesen ist. Der edle Erbe der Nassauer hat seinen Thron am Nande eines Abgrundes bestiegen, ohne die Mittel zu besitzen, den selben auszufüllen! Das ist eine Wahrheit, die das holländische Volk vollkommen begreift. Man kann behaupten, ohne Widerspruch be fürchten zu dürfen, daß nur die Liebe zum Könige das niederländische Volk in den Stand setzt, die ungeheuren Lasten zu tragen, welche ihm die Gewalt der Umstände auferlegt. .
Der Geburtstag Sr. Majestät des Königs von Preußen ist von dem preußischen Gesandten durch ein Diner und eine glänzende Soirce gefeiert worden; bei der letzteren waren Se. Majestät der König der Niederlande und der Prinz von Oranien zugegen. .
Der Großfürst Michael wird hier erwartet und, dem Vernehmen nach, längere Zeit hier verweilen. .
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; G Madrid, 13. Okt. Uebermorgen treten die Cortes zu— sammen, und bis jetzt dauern die Berathschlagungen der Minister über die Fragen, ob die Königin der Eröffnungs-Sitzung beizn wohnen und ob die Regierung bei dieser Gelegenheit eine Thron Rede an die Cortes zu richten habe, fort. Vermuthlich wird sich sedoch die , . daß die Königin nicht als stummer Zeuge in der Mitté der n g Vetretung erscheinen dürfe, geltend machen. Die Prüfung der Wahl-Atten soll alsdann so beschleunigt werden, daß man hofft beide Kammern spätestens nach acht Tagen förmlich konstituirt zu sehen. h. Ob darauf die Minister einen die Volljährigkeits Erklär . der Königin beantragenden Gesetz⸗Vorschlag vorlegen und di f ö. ö 3 dem Reglement gemäß, zur Lierussson ' fell! ode b zollsähriakei 5599 an, afuss z ; . fierllher k Tiskussion vermit
s. feier ic ug der Cortes ausgesprochen werden soll darüber sind ebenfalls die Meinungen getheilt. So viel aber ist e. wiß, daß die Minister, sobald die Königin für volljährig 26 fi und die Constitution beschworen haben wird, ihre Stellen bie . nicht von der Königin übertragen wurden, niederlegen werden 5 der Wahl ihrer nenen Minister wird die Königin natürlich den Ane
731 spruch der Cortes zur Richtschnur nehmen, und diese scheinen ent— schlossen zu sein, Herrn Olozaga als den Präsidenten des neuen Ka⸗ binets und Minister der auswärtigen Angelegenheiten zu bezeichnen, neben welchem, falls er anders auf die ihm zugedachte Auszeichnung eingeht, Herr Cortina das Ministerium des Innern übernehmen dürfte.
Einige der esparteristischen Mitglieder des aufgelösten Senats,
welche bei den neuen Wahlen durchsielen, gehen mit der Absicht um, sich in die erste förmliche Sitzung des Senats einzudrängen, als ob sie noch Senatoren wären. Kaum kann ich glauben, daß sie geneigt sein sollten, auf diese Weise in Widerspruch zu ihrer eigenen Erklä⸗ rung, der jetzige Senat wäre null und nichtig, zu gerathen. . Gestern erhielt die Regierung durch außerordentliche Gelegenheit Depeschen von ihrem Gesandten in Paris, Herrn Olozaga. Dieser Staatsmann findet sich durch die Aufnahme, die ihm sowohl von Seiten des Königs der Franzosen, als von Herrn Guizot zu Theil ward, in hohem Grade befried gt, und soll auch die persönliche Ab⸗ neigung, welche die Königin Christine gegen ihn hegte, zu beseitigen gewußt haben. Herr Olbzaga wird in Boulogne sur Mer eine Zu sammenkunft mit dem diesseitigen Gesandten in London, Herrn Sancho, haben und zu Ende dieses Monats wieder hier eintreffen, um seinen Sitz in den Cortes einzunehmen.
An die Stelle des Herrn Aguilar, der seines Gesandtschafts Postens in Lissabon entsetzt worden ist, wird Herr Carnerero als be vollmächtigter Minister dorthin gehen.
Es wäre eine endlose und undankbare Arbeit, auch nur einen geringen Theil der Irrthümer berichtigen zu wollen, durch welche pa riser Korrespondenten einiger deutscher Blätter der öffentlichen Mei nung in Bezug auf die spanischen Angelegenheiten eine falsche tung zu geben suchen. So meldet man der Augsburger Allge meinen Zeitung aus Paris unter dem 29. September, es s im November ein curopäischer Kongreß stattfinden, auf welchem die Herren Villafranca, Pantoja und Alvarez de Toledo die Ansprüche des Don Carlos, die Herren Martinez de la Rosa, Cortina und Sancho dagegen die (von Frankreich, England und vielen anderen europäischen Mächten nie bestrittenen, im Lande selbst in der vollkom mensten Wirksamkeit bestehenden) Rechte der Königin Isabella II. vertheidigen würben. Ich enthalte mich, die inneren Gründe, die gegen die Wahrscheinlichkeit des Zusammentretens eines Kongresses in der angegebenen Form streiten, zu entwickeln, da sie jedem Kenner der hie sigen Verhältnisse und der Charakterfestigkeit der letztgenannten drei Her ren von selbst einleuchten. Versichern aber kann ich, daß die hier anwesenden Herren Martinez de la Rosa und Cortina keinen Beruf fühlen, die bezeich nete Vertheidigung den Karlisten gegenüber zu übernehmen, und nicht wenig erstaunt sind, sich eine solche Rolle übertragen zu sehen, wenn gleich nichts ihren Wünschen und denen aller wohlgesinnten Spanier mehr entsprechen kann, als ein aufrichtiges Zusammenwirken aller große! Mächte Europa's zum Behuf einer vollständigen und bleiben— den Sicherstellung des Rechtes und der Ruhe in Spanien. Der er wähnte Korrespondent fügt hinzu, daß die Kabinette Frankreichs und Englands in Betreff auf eine Ausgleichung der Karlistisch⸗Isabellinischen Interessen mit den großen Mächten vollkommen einverstanden wären. Ohne in die Geheimnisse der Kabinette eingeweiht zu sein, darf ich doch versichern, daß die hiesigen Repräsentanten Frankreichs sowohl wie Englands sich auch jetzt noch laut dahin erklären, ihre betreffenden Höfe würden an keinen Verhandlungen theilnehmen, durch welche die in Kraft stehenden Rechte der Königin von Spanien im geringsten beeinträchtigt werden könnten.
Die jetzige spanische Regierung widmet denjenigen Karlisten, welche der Uebereinkunft von Vergara beitraten, und von Espartero ver tragswidrig zurückgesetzt wurden, ganz besondere Aufmerksamkeit, und täglich erscheint ein Verzeichniß ex-karlistischer Offiziere, die in ihren früheren Graden bestätigt werden. Sobald die Königin die Zügel der Regierung übernimmt, wird sie fast allen noch von der Amnestie ausgeschlossenen Karlisten die Rückkehr in die Heimat erleichtern.
96 , , m, aus B arcelona gehen nur bis zum gten
Es heißt, die Insurgenten, welche am Morgen des „ten den helden
müthigen Angriff auf die Citadelle unternahmen, hätten ein geheimes Einverständniß mit einigen Artilleristen der Citadelle gehabt, in Folge dessen Letztere die Kanonen blind luden. Der Gouverneur, vor dieser Verrätherei unterrichtet, ließ Nacht die Artilleristen durch andere ersetzen, und die Kanonen mit Kartätschen laden. Daher die Niederlage.
Saragossa wurde am 10ten enger eingeschlossen. Die Ueber
reste der Division Martell's erlitten am Sten unfern Alcaniz eine Niederlage, und wurden an die Gränze von Catalonien zurückgedrängt.
in 28 Gefangene Hände.
während der
d sielen den Truppen der Regierung in die
XR Paris, 21. Okt. Das zu Perpignan erscheinende M mo rial de s Pyrénées hat Nachrichten aus Saragossa vom 14ten, denen zusolge auch an diesem Tage keine entscheidende Veränderung in der Lage der Hauptstadt von Aragonien vorgegangen war. Obgleich die Blokadelinie bis auf einen halben Büchsenschuß von den Mauern der Stadt vorgeschoben ist, und obgleich Saragossa jede Aussicht auf
selben doch fortwährend entschlossen, es auf das Alleräußerste ankommen zu lassen. Die Junta von Saragossa hat in der Person eines ihrer Mitglieder, des Herrn Maracco, einen interimistischen Regenten er nannt, der indessen eine bloße Decoration, eine stumme Person der politischen Tragödie zu sein scheint. Ein Befehl der Junta, kraft dessen auch die Ausländer in Saragossa gehalten sein sollen, mit den Waffen in der Hand zur Vertheidigung der belagerten Stadt beizu tragen, hat französische Familien veranlaßt, die Stadt zu verlassen. Das schon früher erwähnte Despronunciamiento von Al caniz ist durch die Annäherung der ausgehungerten, abgerisse⸗ nen und demoralisirten Truppen Martell's herbeigeführt worden, in denen die Insurgenten von Aleaniz keine Waffenbrüder erkennen wollten und denen sie die Thore verschlossen, um sich der Erfüllung der Pflichten der politischen Glaubensgemeinschaft mit denselben zu entziehen. Von dieser Verleugnung der Märtyrer der eigenen Partei bis zur ausdrücklichen Wiederanerkennung der Regierung war denn natürlich nur ein kleiner Schritt, den sich Alcaniz in aller Stille zu thun beeilt hat.
Aus Barcelona erhalten wir heute keine direkten Nachrichten. Dagegen sehen wir aus einem in den madrider Blättern enthaltenen amtlichen Berichte des politischen Chefs der catalonischen Hauptstadt, daß die Belagerer von Barcelona den mehr als sonderbaren Einfall gehabt haben, zu den Ehrensalven, mit denen sie den Geburtstag der Königin gefeiert, scharf geladene und auf die Stadt gerichtete Ka⸗ nonen zu verwenden. Der Phane des Pyränses bestätigt die Nachricht von dem Obwalten des größten Mißtrauens der Masse der barcelonaer Insurgenten gegen die Junta, deren Autorität zwar fortwährend anerkannt wird, die man aber Tag und Nacht bewachen läßt, um ihr die Flucht unmöglich zu machen, zu welcher sechs bis acht ihrer Mitglieder das Beispiel gegeben haben.
mehrere
Eisenbahnen.
Nachdem in den letzten Tagen schon
Hannhv—er, 23. Okt. hatten, wurde geslern die
mehrere Probefahrten stattgefunden
hannover braunschweigsche Eisenbahn von Hannover bis Lehrte, einem
2„ Meilen von hier entfernten Dorfe (bei welchem bekanntlich die hannover-braunschweigsche und die celle-hildesheimsche Eisenbahn sich durchschneiden werden) für das Publikum eröffnet. Sbgleich diese kleine Bahnstrecke für die Beförderung von Reisenden und Waaren natürlich nicht von Wichtigkeit sein kann, so erregt sie doch als das erste vollendete Stück der großen projektirten Eisenbahn⸗ Linien unseres Landes großes Interesse.
Fortgang der Arbeiten an der Main-Neckar-Eisenbahn: Alle Vorar⸗ beiten sind in vollem Betriebe, das ganze Längen- Profil auf eine Entfernung von 20 Stunden ist vollendet, alle Quer Profile in Distanzen von 25 zu 25 Klaftern sind aufgenommen, um daraus den zubik⸗Inhalt der Erdmassen für die Grund -Arbeiten zu berechnen; die Trace der ganzen Linie ist abgepflöckt, so daß überall, wo die Ab⸗ tretung des Terrains keinen Schwierigkeiten unterliegt, der Anfang mit der Herstellung des Planums der Bahn gemacht werden kann. Diese um⸗ fassenden Arbeiten sind das Werk weniger Monate und geben Zeugniß von der Sachkenntniß und Ausdauer der dabei thätigen Techniker. Wirklich werden auch die Erd-Arbeiten mit dem Anfange des nächsten Monats auf der ganzen Linie überall beginnen, wo das Grundeigenthum abge⸗ treten ist; hierbei kommen aber freilich Schwierigkeiten vor, die nicht immer durch unbillige und exorbitante Forderungen, sondern auch manchmal durch Schikane hervorgerufen werden. Daß hierdurch Stok⸗ kungen entstehen müssen, ist leicht begreiflich. Trotz aller dieser Hindernisse ist mit Sicherheit vorauszusetzen, daß, wenn nicht ganz außerordentliche Ereignisse eintreten, die ganze Bahn, dem Vertrage gemäß, innerhalb drei Jahren vollendet sein wird, wovon jedoch die großen Brücken über den Main bei Frankfurt und über den Neckar bei Ladenburg ausgenommen werden müssen, weil diese importanten Bauwerke einen größeren Zeitraum erfordern.
Dar msta dt, 21. Okt. 2 hiesige Zeitung berichtet über den
26
Ulm, 19. Oft. Die von Stuttgart hierher gekommene größere Eisenbahn-Kommission verweilte zwei Tage hier und ging näch der Richtung von Friedrichshafen ab. Ober ⸗-Baurath von Bühler kam zwei Tage vor den anderen Mitgliedern allein zurück und ging nach Stuttgart. So wenig man auch über die Resultate der Untersüchung bis jetzt Zuverlässiges weiß, so scheint es doch beinahe, daß dem frü her vorgeschlagenen Zuge über die Alb mit seinen Krümmungen c. ein geraderer ohne viele Umwege wolle vorgezogen und die Bahn bei Geißlingen ziemlich in der Richtung der ehemaligen alten sogenannten Salz- und Reichsstraße über die Alb nach Ulm fortgeführt werden. Vignoles ist am 16ten d. M. mit Major von Prittwitz nach Donau⸗ wörth und Augsburg gereist, von wo er bis gestern Abend noch nicht
zurück war.
. Paris, 21. Okt. Man hält es für ausgemacht, daß das Mi⸗ nisterium den Kammern zu Anfang der nächsten Session einen Gesetz⸗ Entwurf vorlegen werde, wodurch der Staat ermächtigt würde, den Bau der nördlichen Eisenbahn zu übernehmen. Die Kammern wür den dann die nöthigen Fonds zur Legung der Schienen und zur An— fertigung des Materials zu bewilligen haben. Dessenungeachtet wollen mehrere Compagnieen noch Anerbietungen zur Uebernahme des Baues dieser Bahn machen. Diejenige, an deren Spitze der Name eines großen Finanziers steht, hält sich für den Augenblick zurück, während eine andere Compagnie, die noch im Entstehen ist, sich über die Frage wegen der vom Staate zu übernehmenden Zins Garantie nicht zu einigen ver mag. Was die lyoner Bahn. betrifft, so ist noch Alles in Unordnung, we nigstens insofern englisch⸗französische Compagnieen dabei betheiligt sind welche über die in England bereits eröffneten Subscriptionen mit ein⸗ ander in Streit gerathen. Man glaubt, daß die Vereinigung der Compagnie von Orleans mit einer dieser Gesellschaften ein? für alle linterzeichner befriedigendes Resultat herbeiführen würde. Die dieser Vereinigung entgegenstehende Schwierigkeit bleibt die Zins-⸗Garantie welche das Ultimatum des Direktors der Compagnie von Orleans ist Man bezweifelt es sedoch, daß die Deputirten-Kämmer ihren Beschluß zurücknehmen und dem Staat die Uebernahme der nördlichen Tin, bewilligen dürfte. ö
e 1 .
Berlin -Stettin er 1
requeil- in den VWeoche 011 15 his
isen bahn. incl. 21. Oktober 5018 Per-
86nen
gandels- und Börsen-Uachrichten.
Magdeburg, 21. Olt. Höchster und preis pro Wispel.
Weizen: 55 14 Rth
Roggen:
niedrigster Getraide⸗Markt⸗
Gerste: Rihlt. Hafer: — 18 ö
*
Im Auf hiesigem, am 17, 18. und kö. Woll marfte waren im Ganzen. 2813 Stein, ane, mn e , nn,, 3 2. ki, won , , verkauft 669 St. sächsische, ais t rr n h e , n n ,,
g. St. sächsische, ao St; preußische, 264 St. böhmische Wolle, unver— kauft zurückgeführt ahr! 170 St. preußische Wolle. Die Preise gestalteten sich zu 127 14 Rthlr. für mittelfeine, 9 — 12 Rthlr. für mittlere,? bis
9 Rthlr. für geringe Wolle.
8nIlmark oll markt
Budissin, 23. Olt.
l 2 J ; ñ 19. Oktober abgehaltenen He
Frankfurt a. M., 20. Okt. (D. A. 3.) , Kaum ist die rheinisch⸗ belgische Eisenbahn eröffnet und schon sind bei hiesigen Häusern Offerten von Sp aus Ostende gemacht worden, Waarensendungen von die
sem Platz aus mittelst der neuen Eisenbahnstraße zum Preife von 3 Fr. 15 Ct. für 100 Kilogramme (etwa zwei Centner) zu übernehmen. Kommen nun auch die Speditionen von Antwerpen aus noch billiger zu stehen, so wird doch der Unterschied reichlich durch die geringeren Frachipreise aufge⸗ wogen, welche die überseeischen Güter für die Fahrt von der englischen Küste aus bis Ostende zu bezahlen haben; wohl möglich daher, daß für die Zukunft auch Beziehungen von England her über diesen Seeplatz werden gemacht werden. Reisende, die ganz kürzlich in Handels-Angelegenheiten England besuchten, versichern, daß die Fabrik-Industrie neuerdings daselbst einen Aufschwung genommen, wie nur je zu den günstigsten Epochen. Sie bemerken dabei, daß dieser Aufschwung vornehmlich den verbesserten Geld— Verhältnissen in den Vereinigten Staaten von Nord-Amerika zuzuschreiben sei, wogegen für den neuen chinesischen Markt fast nur die Wollentuch-Fa= briken von Leeds, Hudderssield ꝛc. beschäftigt wären. Doch fängt man auch schon an, für diesen Markt gedruckte Baumwollenwaaren zu fabriziren.
Paris, 24 Ott. Zu Anfang der heutigen Börse stiegen die Fonds in Folge einiger Liquidations⸗Bedürfnisse um 15 Centimen, aber am Schluß waren sie wieder noch um 15 Centimen niedriger, als bei Eröffnung der 266 und zu diesem Course angebeten, weil beträchtliche Verkäufe auf Nechnung des Hauses Rothschild stattgefunden hatten, welches, wie man sagte, Fonds für die Konvertinung der holländischen 5procentigen Schuld und die in Verbindung mit dieser Operation zu gewärtigende Anleihe bedurfte.
Hull, 17. Oft, Getrgidemarkt. Am heutigen Markttag hat⸗ ten wir nur eine mäßige Zufuhr von engl. Weizen, meistens in guter Be= schaffenheit, und es wuͤrde ungefähr 1 Sh. mehr dafür bedungen, als vor
acht Tagen. Für fremde Wanre herrschte mehr Frage, und ne Geschafte ! : t * n d In Gerste war der
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zu Stande kamen, wurden volle Preise angelegt. Umfatz sehr beschtänkt, der Werth ist aber unverändert, . Bohnen sind 0 . schräntt, der Werrh is ! s berichten. — Von
etwas theurer. — Ueber Hafer läßt sich nichts neue ö Rappsaamen sind mehrere Ladungen angekommen, 2 um 6 werkstelligen, würde man niedrigere Preise nehmen m ssen. — Lei