sen bleibt in bester Qualitat auf 69 Rthlr. gehalten, ig abfallen ;
3 —— selbst noch billige ü notiren, kommt aber wenig vor.
5 2 2 Sill, n ahr nn matt, in loco zi Rihlt, März salpril 1466 Nthlr. Briefe.
Hand zur Stelle 233 — 24 56. ö io, Rihm,
11. Nov. Marktbericht. An der Bahn zahlte man für n r, , 40 a 63 Sgr, Roggen 115 — 1245.
Eibsen 30 a 40 Sgr., Gerste 4 zeil. 107 — 112 pf. 24 a
5— 113 pf. 9 13 Jithỹ pr. 120 Quart 80 76 Tr.
preis pic n; 50 — 36 Rthlr.
Roggen: 39 — 365 Köln, 10. Nov. (H. O.) Rüböl. Effeltiv 32
d. Mis. 305 à 30, pro Dezember 295 bis , pro Mai 294 à R, pro Ok-
tober 31 Rthlrt.
Riga, 5. Nov. (B. N. d. O.) Hanf. Es war darin mäßiger Um⸗ saz; gemacht wurde:; Feiner Reinhanf zu 93 BRo., Ausschuß zu 81, Paß zu so Ro.; 1841r. do zu z = 82 BRNo., Ausschuß zu 75— 74. Paß zu 39 Ro.; 18121. do. zu 78 BRo., Ausschuß zu 73, Paß zu 67 Ro.
Schwarzer Paßhanf 63 a 64 Ro.
Bie Kontrakte auf künftigsährige Lieferung sind eröffnet zu 89. BRo.
für Keinhanf, 75 für Ausschüß und 70 Ro. für Paßhanf schuß und 75, gen auch noch zu haben war.
Tors blieb unverändert 43 2 44 BRo.
Flachs hatte vermehrten Umsatz, bei unveränderten Preisen, als: für
Partiegut 28 SNot, engl. Kron 27, B. G. 233 a 3, R. D. Y, PI. D. 29, H. DH. 25 Ro. Flachsheede wurde à 14 SRo. abgegeben.
Hanföl. Es wurden 500 Schiffspfd. sür das künftige Jahr à BRo ber zahlbar, kontrahirt, zu welchem Preise,
S4, den 1. Dezem n BRo. 90, mit 10 35 Vorschuß, Verkäufer blieben.
Hanfsaamen. Es entwickelte sich dafür auf künstige Lieferung eine
lebhafte Frage; man bewilligte für 0pfünd. 41 BRo. mit und bald darauf 89syopfünd. Ro. 117. und 10) Ro. gemacht.
gekanntmachungen.
1454 .
Das von dem Regiments-Quartiermeister George Wilhelm Willudowins mittelst Stiftungs- Urkunde vom 22. Oktober 1788 und 20. Februar 1795 mit den Grund- stücken Ragnit Nr. J0 und Krakonischker Milchbude errichtete Familien- Fideikommiß soll auf den Antrag der zeitigen Besitzer desselben, des Landraihs August Friedrich Boguslaw v. Wildowski in Ragnit und der Frau Stadtrath Johanna Charlotte Wegener, geb. Wil⸗
ludowius, in Danzig, durch einen Familien -Schluß in
der Art aufgehoben worden, daß die beiden Grundstücke nebst den vorhandenen Gebäuden und den in dem Ko— dizille vom 20. Februar 1795 bestimmten Inventarien—⸗ stücken nach vorgängiger landschaftlicher Taxe im Wege der freiwilligen, jedoch mit den Formen der nothwendi— gen Er n gen o/ meistbietend gerichtlich verkauft und die reine Lösung an die einzelnen zum Nießbrauche resp. zur Succession berufenen Interessenten auf den Grund einer ungefähren Wahrscheinlichkeits Rechnung über den möglichen dereinstigen Anfall des Fideikommisses an sie verhältnißmäßig vertheilt werden sollen.
Es werden daher in Gemäßheit des §. 9 des Ge⸗ setzes vom 15. Februar 18490 alle etwanige unbekannte Anwarter dieses Fideikommisses hierdurch aufgefordert, vor oder spätestens in dem am 13. März 1844, Vormittags um 11 Uhr, im Geschäfts⸗-Lokale des unterzeichneten Ober-Landes⸗ gerichts vor dem Deputirten, Herrn Ober-Landesgerichts⸗ Rath Bock, anstehenden Termine ihre Erklärung über den zu errichtenden Familienschluß entweder persönlich oder durch gehörig legitimirte Bevollmächtigte, zu wel⸗ chen ihnen die Justiz⸗Kommissarien Lindenau und Koß— mann und der Kriminalrath Hassenstein hierselbst in Vorschlag gebracht werden, abzugeben, widrigenfalls sie nach Ablauf des Termins mit ihrem Widerspruchsrechte präkludirt werden sollen.
Insterburg, den 12. Juli 1843.
Königliches Ober⸗Landesgericht.
118231 .
Alle diejenigen, welche aus irgend einem Grunde Rechtens an die Perlassenschaft des unlängst verstorbe—= nen Pächters Johann Holtz zu Andershoff Ansprüche und Forderungen zu haben vermeinen, werden zu deren Liquidation und Verification in einem der dazu auf den 7. und 28. November und 19. Dezember
. d. Is., Morgens 10 Uhr, hierselbst anberaumten Termine bei Strafe der in ter— mino am 9. Januar 1844 zu erkennenden Präklu— sion, hierdurch aufgefordert.
a,. Greifswald, den 7. Oktober 1843.
. preuß. Hofgericht von Pocedrönern und Rügen.
¶ . 8.) v. Möller, Praeses.
ö 3 e ner Arrest.
edi deer Kmdgen des hiesigen Kaufmanns Jacob
3 ö ist 6 , ,, Deshalb ; n dem Gemeinschuldner et⸗ achen, Effelten oder Brief
r nselben nicht e zu machen und d alt ihrer daran e.
ist 3 in 5 * 7 Rthlr. und im kleineren Geschäft zu 66 —* mnie, — — Dotter ist nur noch 18 146 Rthlr. Säc - Leinsamen, rigaer ex Schiff auf halten, zu 8 Rthlr. gekauft, pernauer auf 97 Rthlr. gehalten.
30 Sgr., 2 zeil. 27 * 33 Sgr., Hafer 17 2 20 Sgr. pr. Schffl.
Ge me⸗ 11. Nov. Höchster und niedrigster Getraide⸗Marklt-
Gerste: 29 — 27 Rthlr. Hafer: 18 — 16 *
70, 65 Ro. den 1. Dezember zahlbar, zu welchen Notirun—⸗
Mit 50 965 Vorschuß wurde 10
Heute war zu den höchsten Notirungen keine Frage. Schlagleinsaamen. Es wurden ein paar Tausend Tonnen 112pfuͤnd.
wismarer Rittelwaare zu BBo. 14 mit 50 6 Vorschuß genommen.
840
Die Zuführen bis an Schlusse der
Säelein⸗ und Thurmsaamen.
Ro., nach Qual. Nov. / Dez. 105
selben Preise gemacht. 34 a2 40 Sgr.,
Spiritus dungen zu Ende gehen.
Paris, 9. Nov.
313, pro Laufe
eine Kleinigkeit drückten.
mit 10 55 Vor⸗
20 MK.
— — ,)
so wie zu 10 95 Vorschuß
etwas im Werth gehoben.
Woche betrugen ca. 160 Mille Ton. Säe⸗ und ca. 51 M ille To. . saamen. Säeleinsamen blieb weichend, gemacht wurde zu 57, — *. zuletzt wurde mehr sallgemein
5 SRo. Puiker Waare zu 6 weniges, meist 55 — No. Nur Thurmsaa⸗ in Detail zu men in schöner Waare konnte 47 Ro. bedingen, sonst galt er nur 44 -
Getraide. Roggen auf Liefer. pr. ult. Mai fand mehr Frage, es wur= den 400 Last 1175i8pf. zu 66 und später auch etwas 116 17pf. zu dem⸗
Riga, 9. Nov. (B. N. d. O.) von gewöhnlicher Qualität hat sich auf 5-— 43 Ro. zurückgestellt, da die Abla⸗
Gegen den Schluß der Börse trat heute in den franzoöͤsischen Renten wieder eine etwas günstigere Stimmung ein. Die Zproc. war zu 81. 90 und die 5proc. zu 126. 60 begehrt. Auch in Eisen⸗ bahn-Actien machte sich lebhaftẽ Nachfrage bemerklich, in Folge des Ge— rüchtes, die Regierung habe beschlossen, daß sämmtliche große Eisenbahnlinien in Zukunft auf Rechnung des Staats e — Folge haben würde, daß die gegenwärtige Zahl der Eisenbahn-Actien nicht mehr sehr fühlbar vermehrt werden dürfte. London, 6. Nov. Getraide⸗Markt. 1 Woche waren die englischen und schottischen Märkte nur mit mäßigen Weizensendungen versorgt, welche sich indessen mehr als hinreichend für den Bedarf bewährten und daher, mit nur ein paar Ausnahmen an der westlichen Küste, den Werth von Weizen im Allgemeinen noch ferner um Die Frage für verzollten fremden Weizen in Marf Lane ist ungewöhnlich beschränkt gewesen, aber die Inhaber bewiesen sich ziemlich fest in ihren Forderungen. Für Bondweizen gab es hier ein wenig Nachfrage von Frankreich, indessen sind unsere Preise zu hoch für dort. Aus den offiziellen Angaben geht hervor, daß für das Jahr bis zum 10. Oktober 1843 nur 854,375 Or. Weizen und 196,702 Ctr. Mehl in Großbritanien und Irland eingeführt sind, wogegen während derselben Periode in 1842 2,656,677 Or. Weizen und 1,075,186 Ctr. Mehl ankamen; es leidet indessen keinen Zweifel, daß der Weizen unserer letzten Aemdte, obwohl nicht von so schönem Ansehen, viel kräftiger ist und sich ganz bedeutend besser mahlt, als der vom Jahr 1842, und daß derselbe daher nur einen viel geringeren Zusatz von altem oder fremdem erfordert. Diesem Um— stande, zusammen mit dem verhältnißmäßig viel höheren Preisstande von fremdem Weizen, muß der unbedeutende Begehr dafür zugeschrieben werden, welcher sich bisher gezeigt hat. — Am 10. v. M. befanden sich 68,086 Qr. Weizen und 34,813 Ctr. Mehl unter Königl. Schlosse. — Mit Ausnahme von Hafer, hat Sommer-Getraide sich während der vorigen Woche eher Heute hatten wir aus den uns nahe gelegenen Grafschasten nur wenig Weizen am Mahkte, der in Folge seiner abfallenden
Der Preis von Säe-Leinsamen
exploitirt werden sollten, was zur
Während der vorigen
——
u. sranz. pr.
Allgemeiner Anzeiger.
durch in Gemäßheit der §§. 137., 138. Tit. 17. Thl. 4. A. L. R. zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Flatow, den 6. November 1843. Königliches Kreisgericht.
ü i R i o n.
Bei dem unterzeichneten Gerichte ist auf die Todes— Erklärung des schon seit einer Reihe von Jahren ab⸗ wesenden Johann Georg Hellmundt von hier, dessen Vermögen, zu Gelde veranschlagt, ungefähr 505 Thlr. beträgt, angetragen worden.
Es ergeht daher nicht allein an den 1c. Hellmundt selbst, sondern auch an seine etwanigen unbekannten Erben und Erbnehmer hierdurch die Aufforderung, sich schriftlich oder persönlich, spätestens aber in dem u
ven 5
in unserem Geschäfts-Lokale zu Langensalza (Kornmarkt
Nr. 172) anberaumten Termine zu melden, widrigen—
falls der 2c. Hellmundt für todt erklärt und sein Nach= laß den sich legitimirenden Erben, nach Befinden aber dem Fiskus, als Eigenthum zufallen wird.
Denjenigen, welche die Wahrnehmung ihrer Gerecht same einem Bevollmächtigten übertragen wollen, werden dazu die zu Langensalza wohnhaften Rechts-Anwalte, der Herr Justizrath Goeschel und die Herren Justiz— Kommissarien Bürger und Werner in Vorschlag gebracht.
Ufhoven, den 29. Juni 1843.
Adelig Goldackersches Patrimonial-Gericht.
377 b] Berlin⸗ Frankfurter Eisenbahn.
.
Tägliche Dampfwagenzüge vom 19. November 1843 ab.
A. Personenzüge. Abfahrt von Berlin Mrg. 7 Uhr 45 M., Ab. 6 Uhr — M. Franktfurtt⸗ 8 — — 6 - 30 Ankunft in Frankfurt Mrg. 10 Uhr 30 M., Ab. 9g Uhr 40 M. Berlin 1 146 9 Mit den Personen⸗Zügen werden zwei Klassen von Personenwagen J. und II. Klasse, Equipagen und Eil⸗ fracht, befördert.
2 22 . B. Güterzüge.
Abfahrt von Berlin Morgens 11 Uhr 30 Min.
' Frankfurt Mittags 12 — — — Ankunft in Frankfurt Nachmitt. 3 Uhr 15 Min. . Berlin . 3 * 145
Mit den Güterzügen werden Personen in Perso⸗ nenwagen II. Klasse und auf Stehplätzen, so wie Equi⸗ pagen, Frachtgüter und Vieh, befördert.
Die näheren Bestimmungen ergiebt das Betriebs— Reglement, welches auf allen Stationen für 1 Sgr. zu haben ist.
Berlin, den 9. November 1843.
Die Direction der Berlin-Frankfurter Eisenbahn—
= *
er und Sachen chalten sollte, so .
ines daran habenden Un= es für verlustig enen
Gumbinnen, den 21. Oftober 1843. Königl. preuß. Land- und Stadtgericht.
i941] Avertissement
Die am 2. Oftober d. J, erfolgte! Thei Freischul Johann Daniel Mehr 3 . Polnisch Ruden bei Flatow in Westpreußen wird hiel⸗
Gesellschaft. 368 y 66
8 * ö 33 Berlin-Frankfurter Eisenbahn. 3m Bequemlichkeit der Reisenden, welche auf der erlin-Franlfurter Eisenbahn den gegenwärtig um . dom 19. November ab um 75 Uhr Mor 66 en * abgehenden Personenzug benutzen wol= Beil en bei den unten bezeichneten Vorstehern von Renn er en, Fuhrlenten bis 11 üihr JRachls nung na dlen der Neisenden aus ihrer Woh—
d n ben z 2. 0 der Berlin- Frankfurter Essen⸗ Die Preise fü ; a, ,. al 9 el g anne hel, Berlins
wie folgt, festgesetz. d der Entfernung,
R ; 1 Person⸗ ö einschließlich , . ) 2 = . des tarif mä Punkte ab- 3 ; (ßigen Freige⸗ geholt 4 . 6 ) ö päck s. Kinder unter 10 Jahren zahlen die Hälfte. Das Fahrgeld wird bei der Bestellung erlegt und die dafür auszureichende Marke nach zurückgelcgter Fahrt dem den Wagen begleitenden Conducteur ausgehändigt. Für jede Bestellung, gleichviel ob auf eine oder meh⸗
rere, von demselben Punkte abzuholende Personen is Sgr. Schreibgebühr zu erlegen. .
Eine Stunde vor Abgäng des Eisenbahn⸗ zuges, also gegenwärtig um 6 Uhr, Som 19. No⸗ vember an um 6 Uhr, muß jeder Mitfahrende mit seinem Gepäck zum Einsteigen bereit sein, und darf unter keinen Umständen den abholenden Wagen warten lassen, bei Verlust der Mitfahrt und des erlegten Fahr— geldes.
Für Unterbringung des Reisegepäcks sorgt der den Wagen begleitende Conducteur, der das Gepäck unter Aufsicht behält und es auf dem Bahnhofe an die be⸗— treffende Erpedition abliefert. Reisende, die mehr als das tarifmäßige freie Reisegepäck mit sich führen, haben sich über den dafür mehr zu entrichtenden Betrag mit dem Conducteur zu einigen, der zu mäßiger Forderung angewiesen ist. Die Wagen werden bequem sein und höchstens 6 Personen aufnehmen.
Wer es vorzieht, separat durch eine Droschke für tarifmäßiges Fuhrlohn abgeholt zu werden, kann solche unter Erwartung pünktlicher Bedienung daselbst ebenfalls bestellen.
Die gedachten Vorsteher wohnen:
Herr Friedländer, Karlsstr. Nr. 36.
Rosenberg, Landsbergerstr. Nr. 18.
Daetweiler, Prenzlauerstr. Nr. 22. Sembdner, alte Schönhauserstr. Nr. 36. Spaarwald, Spaarwaldshof (Spittelmarkt 10). Damm, Wallstr. Nr. 14.
Gentz, Dresdnerstr. Nr. 15.
Winkler, Zimmerstr. Nr. 36.
Sange, Schützenstr. Nr. 73.
— Pohjser, Wilhelmstr. Nr. 40.
Daetweiler jun., Roßstr. Nr. 30.
Berlin, den 7. November 1843.
Die Direction der Berlin- Frankfurter Eisenbahn— Gesellschaft.
Ostrheinische (Köln-Mindener) Eisenbahn— 1918 Gesellschaft. Erste Einzahlung von zehn Prozent.
Gemäß der in Folge der Verhandlungen mit dem Kommissarius des Königl. Finanz⸗Ministeriums unterm 9. Oktober d. J. modifizirten und ergänzten Statuten unserer Gesellschaft, welche künftig den Namen „Köln⸗ Mindener Eisenbahn -Gesellschaft“ führen wird, werden sämmtliche Actionaire hierdurch aufgefor— dert, 10 Prozent von den ihnen laut spezieller Bengch⸗ richtigung zugefallenen Actien-Beträgen nach ihrer Wahl in Köln beim Königlichen Bank-Eomtoir, in Düs⸗ seldorf beim Bankhause Wilh. Cleff und in Berlin bei der Königlichen Haupt-Bank-Kasse spätestens bis zum 30. November d. J., von wo ab die statutenmä—⸗ ßige Verzinsung beginnen wird, einzuzahlen.
Das bereits eingezahlte Z Prozent auf die Actien— zeichnungen, welche auf Grund der von der Direction der Rheinischen Eisenbahn⸗-Gesellschaft bekannt gemach— ten Bedingungen vom März 1841 erfolgt sind, kann bei der jetzigen Einzahlung in Abrechnung gebracht werden.
Diejenigen Actionaire, welche die Einzahlung nicht leisten, können nach Art. 2. der transitorischen Verfü— gungen der Statuten, sofort ihres Anrechts für verlustig erllärt werden.
Köln, den 8. November 1843. . ö. Die proviserische Direction der Ostrheinischen Eisen⸗ bahn-⸗-Gesellschaft.
Fischer. M. Hölsilerhol. D. Oppenheim. Philippi.
v. Wittgenstein.
6. HIcCuser. VW. Joest.
Th. Rautenstrauch.
37861 . Das Barlschiff „Borussia“, Capt. F. A. Zieme, gehl Ende dieses Jahres auf den Wallsischfang nach
Beschaffenheit nur ille To. Thurm seit vorigem Montage, abgesetzt werden konnte. —
eher etwas besseren Preisen, da wir aber eine gute Zufuhr empf ten, blieb ein Theil unbegeben, und man konnte gegen Schluß des Marktes eher billiger kaufen. — In Bohnen bemerken wir keine Veränderung. Die Ankäufe von Hafer waren geringfügig; der Absatz beschränkte sich daher hne Vorräthe; welche die Preise vom Freitage, oder ein wenig mehr als heute vor acht Tagen bezahlen mußten. — Wicken bleiben unbeachtet. — Bester odessaer Leinsamen ist leichter zu begeben. — In Kleesamen geht Nichts um. — Kanariensamen wird mehrere Schillinge billiger ausgeboten.
Getraide -Preise. Weizen, englischer 16 2 60 Sh. danz. kö nigsb., span. u. weiß. toskan. 50 2 57 Sh. Lunter Schloß 10 a M Sh.), do, feiner weißer u. ausgewählter 57 a 62 Sh. rostock,, pomm. rhein. hamb. u. dän. 50 a 56 Sh. (u. Schl. 38 a 42 Sh. ), do. frischer 57 63 Sh., schles. rother 50 a 58 Sh., do, weißer 3 2 60 Sh, Odessa, pe⸗ tersb. und vom schw. Meere 47 2 52 Sh. (u. Schl. 34 a 40 Sh.), roth
nur auf Händler o
große hamburger (u. Schl. 25 a 28 2 50 Sh., amerikanisches u. Kanada a2 24 Sh. ), do. saures 22 a 30 Sh.
Saamen, Oeltkuchen 2. Leinsaamen, Odesa pr. Or, 10 a 42. s Ostsee pr. Or. 34 2 38 Sh. Rappsaamen, engl. pr. Last 21 2 2 Pfd., fremder pr. Last 18 a 23 Pfd. Kleesaamen, weißer, hamburg. Pr. 10 a 70 Sh., rother holländ. pr. Cent. 3 a 3. 50 a 53 Sh. Kanariensaamen pr. Qr. 60 2 66 ; k in tn g a 7 Pfd. 10 Sh. Rappkuchen, deutsche und
holländ. 5 Pfd. 5ᷣ
langsam zu einer Erniedrigung von 1 2 Sh. Fremde Waare
begehrt, der Absatz war aber nur ganz
unseren früheren Notirungen. — Für Bondgüter hält die Frage zu niedrigen Preisen an; der einzige Verkauf, von dem wir hörten, war der eines Postens gutbunten königsbergers, bester Qualität und in guter Condition, 39 Sh. 6 Pee. auf dem Boden. NMalzgerste behauptel sich völlig im Werthe, während abfallende Sorten 14 Sh; billiger sind. — Zu Anfang des Morgens fanden weiße Erbsen willig Absatz zu
angen hat⸗
4
toskan., Civ. Vecchia, Barletta, Romagna, Romanilla und Dongu 17 2 52 Sh. Erbsen, englische 26 a Z8 She, fremde grüne 36 a 44 Sh., do; graue 26 a 31 She, do. weiße u. gelbe Koch- 32 2 40 Sh. (u. Schl. 22 30 Sh), do. Futter- 26 32 Sh. Ju. Schl. 20 2 23 Sh.) Noggen, englischet 2 a 36 Sh. Bohnen, englische 22 a 36 Sh, fremde Sh., do. große 20 a 27
Sh.) Gerste, Malz l sti 231 ‚ 3 18 a 27 Sh. ). Hafer, englischer 15 2 24 Sh., holländischer 15 2
20 a 36 Sh', ägoptische 2 a 25 Sh. (u. Schl. 14 215
35 2 35 Sh. , Mahl- u. Destillir⸗ 25 a 34 Sh. (u.
24 Sh. (u. Schl. 12 a2 17 Sh.) dänischer, schwed. u. rüss. 13 a 20 Sh. (u. Schl. 10 a 14 Sh. ). Wicken, dän. u. königsb. (u.
Schl. 24 a 28 Sh.), z Sh.). Mehl, englisches pr. Sack 14 , süßes 28 a 33 Sh. (u. Schl. 22
10 a 42 Sh. ,
Cent. Sh., weißer do. pr. Eent. Sh. Leinkuchen, deutsche
Sh. a 5 Pfd. 10 Sh.
; em em.,
der Südsee, wird jedoch zuvor von hier direkt nach New-⸗Bedford (Amerika) segeln. Das Schiff ist kupfer⸗ fest und mit Kupferboden, in jeder Beziehung ausge zeichnet ausgerüstet, hat 38 Mann Besatzung und ge währt daher sichere und rasche Gelegenheit für Güter und Passagiere nach Amerika. Stettin, November 1843.
J. G. Weidner C Sohn. Schillow L Comp. 3 Wm. Schlutow.
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Petrus in Rom und Bischof der römischen Kirche gewesen?
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. ö . Monatsschrift für öffentliches Leben. Redigirt Von August Theodor W oceniger. Zweites Heft. (Oktober 1843.) Inhalt. Die Twist⸗ und Eisenfrage. Leipziger Zoll-Vereins-Schmuggelei. Die Wildschund, eine Verhandlung darüber. Oeffentliche Handel s-Gerichte als Privat Institut. Germaniens Völkerstimmen. Literatur. Eisenbahn⸗Schulen. Deutschland und Belgien.
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Dem pünktlichen Erscheinen dieses Heftes hatten sich Hin dernisse in den Weg gestellt, die zu beseitigen nicht in der Macht der Nedaction noch der Verlagshandlung gestanden, und von denen
nicht abzusehen, daß sie auch das gleich pünktliche
Erscheinen der folgenden Hefte nicht hindem sollten. Berlin, den 11. November 1813.
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in allen Theilen der Monarchie ohne Preiserhöhung.
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Preußische Zeitung.
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Amtlicher Theil.
Inland. Berlin. Jubiläum des Wirkl. Geh. Raths von Jordan. — Marienwerder. Denkmal zur Erinnerung an den Bischof Adalbert. Mün ster. Besuch der höheren Schulen.
Dentsche Bnudesstaaten. Baden. Karlsruhe. Ernennungen. — Mannheim. Schiller's Geburtsfeier. — Verkehr mit Antwerpen. — Kurhessen. Kassel. Stände⸗Verhandlungen.
Frankreich. Paris. Versicherungen des engl. Kabinets in Betreff des Herzogs von Bordeaux. — Ankunst des Grasen Bresson. — Vermisch⸗ tes. — Briefe aus Paris. (Journal⸗-Polemik; die Bischöfe verharren bei ihrer Fehde. — Freisprechung der France; der Herzog von Nemours; der griechische Geschäftsträger; die Üeberschwemmungen im Süden.)
Großbritanien und Irland. London. Die Reise des Herzogs von Bordeaux nach London aufgeschoben. Die Anklage gegen O'Connell von der Grand Jury für begründet befunden. — Verzögerung des Pro⸗— zesses. — Vermischtes. — Schreiben aus London. (Polemit über D Connell's Prozeß; Wales; Wahlsieg der Anti⸗corn-law-league.)
Niederlande. Schreiben aus dem Haag. (Ferien der Generalstaaten; Beförderungen in der Armee; Finanzen.)
Spanien. Paris. Telegraphische Nachrichten aus Spanien: Olozaga sst zum Präsidenten der Deputirten- Kammer ernannt. — Schreiben aus paris. (Stand der Dinge in Barcelona; Gerona und Saragossa.)
Portugal. Lissabon. Ministerwechsel.
Griechenland. Athen. Rundschreiben des Ministers des Innern über die wahre Bedeutung der September-Ereignisse. — Triest. Das Mini—⸗ sterinm verbietet den Volks-Deputirten, mit bewaffneter Bedeckung nach Athen zu kommen. — Schreiben aus München. (Kolokotronis; Wah⸗ len; Kolettis und Maurokordatos.)
Eisenbahnen. Aachen. Nachtfahrten. — Konst anz. Bahn von Basel nach Konstanz. Briefe aus Paris. (Unfall auf der Bahn nach Versailles, rechtes Ufer. — Der Staat und das Gesetz vom 11. Juni 1842.) — Schreiben aus dem Haag. (Lebhafter Betrieb der Arbeiten an der dortigen Bahn.)
Handels-⸗ und Börsen⸗Nachrichten. Königsberg, Breslau, Magdeburg. Marktbericht. — Paris. Börse. — London. Ge traidemarkt. — Amsterdam. Börse; Marktbericht.
Rückblicke auf das Französische Theater im Konzertsaale des Königlichen Schauspielhauses. .
Beilage. Deutsche Bundesstaagten. Grh. Hessen. Darm⸗ stad t. Bericht über die Gewerbe- Ausstellung zu Mainz. — Groß⸗ britanien und Irland. London. Die Kommission zur Unter— suchung der Pacht Verhältnisse in Irland und ihre Bedeutung. — Schweden und Norwegen. Stockholm. Gesellschaft zur Beförde— rung der Auswanderung nach Amerika. — Vermehrung des Silberfonds der Bank. — Heringsfang. — Schweiz. Antwortschreiben von Luzern und Freiburg an Zürich — Türkei. Aleppo. Exzesse gegen die Christen. K
Ober Appellationsgerichts-Präsident Fischer. (Nekrolog.)
Der Kanal durch die Landenge von Panama.
Hydraulisches Eisenbahn-System.
Amtlicher Theil.
Majestät der König haben Allergnädigst geruht:
Dem außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister am Königl. sächsischen Hofe, Wirklichen Geheimen Rathe von Jor⸗ dan, den Rothen Adler-Orden erster Klasse mit Eichenlaub in Bril— lanten; und dem Stadt-Physikus Dr. Meineke zu Treptow an der Tollense den Rothen Adler-Orden vierter Klasse zu verleihen.
Se — F
Berlin, den 14. November.
Se. Durchlaucht der Herzog von Braunschweig ist von Sypbillenort hier eingetroffen und in den für Höchstdenselben im Kö— nigl. Schlosse bereit gehaltenen Appartements abgestiegen.
er Justiz⸗Kommissarius Lütticke zu Medebach ist in gleicher
W —
Eigenschaft an das Land- und Stadtgericht zu Erwitte versetzt worden.
N
Bei der heute fortgesetzten Ziehung der ten Klasse 88ster König⸗
lichen Klassen- Lotterie siel ein Hauptgewinn von 10,000 Rthlr. auf!
Nr. 72,068 nach Cöln bei Reimbold; 2 Gewinne zu 5000 Rthlr. fielen auf Nr. 13,144 und 41,741 in Berlin bei Seeger und nach Halle bei Lehmann; 2 Gewinne zu 2000 Rthlr. auf Nr. 21,318 und IS, 835 nach Halberstadt bei Sußmann und nach Königsberg i. Pr. bei Borchardt; 28 Gewinne zu 1900 Rthlr. auf Nr. 24,148.
27, 141. 31,005. 31, 160. 37,630. 39,918. 41,206. 12,093. 44, 17,137. 147, 185. 18,285. 49,653. 51,751. 56,309. 56,497. .
57, 388. 63,276. 65,756. 66,236. 8, 80M. . 76 3
ä . J. 75,349. 78,015. SsIi,z88 und 82,366 in Berlin bei Alevin, bei Grack, bei Mendt⸗ heim und Zmal bei Seeger, nach Breslau bei Bethke, und 5mal bei Schreiber, Bunzliu 2mal bei Appun, Cöln 2mal bei Reimbold, Danzig bei Meyer, Düsseldorf bei Spatz, Elberfeld bei Heymer, Halberstadt bei Sußmann, Liegnitz bei Leitgebel, Merseburg bei Kieselbach, Münster bei Lohn, Nordhausen bei Schlichte⸗ weg, Oppeln bei Bender, Posen bei Pulvermacher, Stralsund bei Claussen und nach Schweidnitz bei Scholz; 42 Gewinne zu 500 Rthlr. auf Nr. 2000. 4634. 5828. 7823. 11, 188. 12,895. 14,216. 15,090. 16,015. 23,429. 29, 699. 31,937. 34,471. 36,505. 39,672. 39,996. 41, 490. 44,428. 46,821. 46,941. 48, 332. 49,3541. 49,517. 50,376. 50, 980. 52,430. 53,789. 56,168. 56, 324. 58,000. 58,479. 62,353. 63,388. 66,113. 68,032. 70,538. 71,369. 71,750. 76, 258. 79,434. 79,590 und 81,665 in Berlin bei Alevin, 2mal bei Burg, 2mal bei Klage und 3mal bei Seeger, nach Bres⸗ lau bei Holschau, bei Leubuscher und 4mal bei Schreiber, Bromberg bei Schmuel, Bunzlau bei Appun, Cöln 5mal bei Reimbold, Crefeld bei Meyer, Düsseldorf bei Simon und Zmal bei Spatz, Elberfeld bei Brüning, Hagen bei Rösener, Halle 2mal bei Lehmann, Hamm bei Huffelmann, Landsberg bei Borchardt, Liegnitz bei Leitgebel, Magde— burg bei Brauns, Münster bei Lohn, Neiße bei Jäkel, Pote⸗ dam bei Hiller, Sagan 2mal bei Wiesenthal, Stettin bei Ro⸗
lin, Stralsund bei Claussen und nach Wittenberg bei Haberland;
50 Gewinne zu 200 Rthlr. auf Nr. 2786. 3737. 4856. 4859. 5209. 5995. 7270. 8779. 9038. 9883. 9907. 11,385. 15,873. 17,219. 17,486. 18,995. 22,799. 25,198. 25,220. 26,655. 27, 932. 28,771. 28,793. 31,053. 32,236. 34,117. 34,685. 36,014. 36, 249. 38,832. 39,604. 41,420. 12,581. 47,986. 48,191. 48,500. 50,373. 51,800. 55,186. 59,088. 61,998. 61,809. 64,288. 64,417. 66,007. 70,492. 70,525. 182. 74,111 und 79,572. Berlin, den November 1843. Königl. General -Lotterie⸗Direction.
. 15.
Angekommen: Se. Excellenz der General -Lieutenant und Commandeur der 11ten Division, von Rohr, von Breslau. Der Kaiserl. russische General-Major, Fürst Elie von Dol
Inland. Berlin, 15. Nov. Se. Majestät der König haben Allergnä⸗ digst geruht, dem beim Kadettenhause in Potsdam angestellten Haupt⸗ mann von Reinhard die Anlegung des ihm verliehenen Ritter— kreuzes des Königl. schwedischen Schwerdt-Ordens zu gestatten.
Berlin, 15. Nov. Am Sten d. M. feierte der Königl. preu⸗ ßische außerordentliche Gesandte und bevollmächtigte Minister am Rönigl. sächsischen Hofe, Wirkliche Geheime Rath von Jordan, sein 50 jähriges Dienst- Jubiläum. —
In huldvoller Anerkennung seiner während dieser langen Zeit geleisteten treuen und rühmlichen Dienste hatten Se. Majestät der König demselben, in Begleitung eines sehr gnädigen Handschreibens, die Insignien des Rothen Adler-Ordens erster Klasse in Brillanten zu verleihen geruht.
Zur Ueberreichung derselben und eines besonderen Glückwünschungs—⸗
Berlin, Donnerstag den 16m November
Schreibens des Chefs des Ministeriums der auswärtigen Angelegen⸗ heiten war ein Rath dieses Ministeriums eigens an den Jubilar nach Dresden abgeordnet worden. ;
Auch von dem Königlich sächsischen Hofe, bei welchem der Wirk liche Geheime Rath von Jordan fast ein Viertel ⸗Jahrhundert hin⸗ durch als Gesandter beglaubigt ist, wurden ihm Beweise der gnädig sten, Theilnahme aun diesen freudigen Ereignisse gewährt; Ihre Majestäten der König und die Königin von Sachsen hatten den Staats- und Minister der auswärtigen Angelegenheiten, von Zeschau, Ihre Königlichen Hoheiten der Prinz und die Prinzessin Johann von Sachsen dagegen den Ober-Hofmeister von Miltitz dazu ausersehen, dem Jubilar Höchstihre Glückwünsche zu überbringen.
Die ihm auch von vielen anderen Seiten her für diesen Tag gewidmeten Beweise von Freundschaft und hochachtungsvoller Theil nahme konnten nur dazu dienen, die heitere Geistesstimmung des Jubilars zu erhöhen, wenngleich derselbe für den Augenblick die Folgen eines unlängst mit dem Pferde erlittenen Unfalls körperlich noch nicht ganz überwunden hat.
V́arienwerder, 19. Nov. Das heutige Amtsblatt ent⸗ hält folgende Bekanntmachung der hiesigen Königlichen Regierung: „Des Königs Majestät haben mittelst Allerhöchster Kabinets⸗Ordre vom 4. April v. J. zu bestimmen geruht, daß zur Erinnerung an den Bischof Adalbert, welcher in der Nähe von Tenkitten bei Fisch⸗ hausen im Jahre 9907 in seinem Berufe, das Christenthum unter den heidnischen Preußen zu verbreiten, den Märtyrertod gefunden, an der Stätte dieses Ereignisses ein Denkmal gesetzt werde. Dieses Denkmal soll in einer Gedächtniß⸗Kapelle bestehen, welche dergestalt aufzubauen, daß sie in zwei Abtheilungen zerfällt, von welchen die vordere für den evangelischen, der Chor für den katholischen Gottesdienst bestimmt ist. Für die Aufbringung der Kosten, welche bereits veranschlagt sind und sich auf 18,3148 Rthlr. belaufen, haben des Königs Majestät die Abhaltung einer Kirchen- und Haus- Kollekte bei beiden christlichen Konfessionen der Provinzen Preußen und Posen anzuordnen geruht, welche Kollekte nach dem Reskripte der Königlichen Ministerien der geistlichen ꝛc. Angelegenheiten und des Innern vom 10en v. M. nunmehr veranstaltet werden soll.“ (Folgen die näheren Bestimmun— gen über die Erhebung der Kollekte.)
Münster, 11. Nov. Nach einer Bekanntmachung des König⸗ lichen Provinzial-Schul⸗-Kollegiums betrug die Zahl der im Sommer⸗ Halbjahr 1843 auf den höheren Lehr-Anstalten der Provinz befindlich gewesenen Schüler: A. auf den Gymnasien: 1) zu Arnsberg 119, 2) zu Bielefeld 171, 3) Koesfeld 112, 4) zu Dortmund 141, 5) zu Hamm 106, 6) zu Herford 139, 7, zu Minden 192, 8) zu Münster 351, 9) zu Paderborn 390, 10) zu Recklinghausen 116, 11) zu Soest 113, zusammen 1986. B. auf den höheren Bürger⸗Schulen: 1) zu Warendorf 60, 2) zu Siegen 132, zusammen 1352. C. auf den Progymnasien: 1) zu Dorsten 39, ) zu Vreden 44, 3) zu Rheine 360, h zu Attendorn 53, 5) zu Brilon 64, 6) zu Warburg 41, 7) zu Rietberg 19, zusammen 2900. Von den Gymnasien sin im Winter- Halbjahre 1842 — 43 abgegangen 151, darunter 36 zur Universität; aufgenommen wurden 215. Von den höheren Bürger⸗ Schulen sind abgegangen 87, aufgenommen wurden 1tz. Von den Progymnasien sind abgegangen 15, aufgenommen 11.
Ausland. Deutsche Bundesstaaten.
Baden. Karlsruhe, 10. Nov. Das gestrige Staats⸗ und Regierungsblatt enthält eine Großherzogl. Verordnung vom 4. d., welche 8 Mitglieder der 1. Kammer für den bevorstehenden Land⸗ tag ernennt, nämlich: den Großhofmeister, Staats⸗Minister Freiherrn vost Berckheim, General-Lieut. und General-A1Adjutant von Freystedt,
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Mückblicke auf das französische Theater im Konzert— sagle des Königl. Schauspielhauses.
Unser französisches Theater scheint sich dieses Jahr besonderer Gunst des Publitums zu erfreuen. Die gemüthlichen Räume, in denen es gegen wartig seinen Wohnsitz aufgeschlagen hat, sind fast immer von der Elite unserer höheren Gesellschaft gefüllt, und die Direction, durch neue sehr lo— benswerthe Kräfte unterstützt, läßt es sich angelegen sein, den Beifall, welcher ihren Leistungen zu Theil wird, sich für die Dauer der Saison zu sichern. Das Repertoir ist zwar, der Natur der Sache nach, im Ganzen auf die mittlere Sphäre des Vaudeville's und der kleineren pariser Lokal-Komödie angewiesen; aber gerade in diesem Fache hat es uns bis jetzt mitunter recht artige Sachen gebracht, wenn auch nicht Alles der Art unseren Sitten und unseren Begriffen von gesellschafilicher Moralität zusagen will und kann. .
Am 19. Oftober wurden auf Befehl zur dritten Vorstellung in der diesjährigen Saison zwei Vaudevilles gegeben, deren Darstellung Ihre Ma= estat die Königin nebst einigen der bei dem Allerhöchsten Hoflager gegen— wärtig anwesenden höchsten Herrschaften durch Ihren Besuch eine Zeit lang zu beehren geruhten. Man führte auf:
2 3 Le mari à la ville, et la femme äà la campagne. Vauderille en aeg g n,. i Auch uns Deutschen fehlt es nicht an Stücken, ,,, Begriffen von der Heiligkeit der Ehe leider ein loses Spiel pn t ep . . genannten französischen Vaudeville aber ist dieser naht, n . gestellt, daß die Sache sich dem Verbrecherischen bear ben, e fr Junger Maler, ist seiner jungen Frau überdrüssi ge⸗ „hat, sie leichtsinnigerweise verlass d vagirt — ird in SGG mehrmals nn. . assen und vagirt er wird im Stück ,, sich in , — in der Welt herum. In Pa⸗ V I. h . s z 3 6 aufhält, und der Letzteren , . 9 n, g * 3 tan, 6 1 n Hof. Fantz geloben sich, einander zum Ziele zu verhelfen, werden aber . . berti's Frau, nachdem sie ihren Mann wiedergefunden durch eine in erst , er ger i e h n ein wenig an der Rafe herumgeführt, bis er Maler dann schließlich sich wieder seiner Frau in ;
̃ l annimmt
dieselbe, aber vergebens, zuvor rechts und links an einen i e 5
geboten. Als Entschuldigung für die Sinenlosigkeil der Sünn—
tionen wird das „Consentement mutue!“ angeführt, dem im Code Napo— 1léon allerdings eine Stelle in Ehescheidungssachen, jedoch nur unter der strengsten gesetzlichen Kontrolle, nicht aber in jener verderblichen Allgemein heit, wie ihn Varin auffaßt, angewiesen ist. — Das Stück ward, wie zu erwarten war, kalt hingenommen, wie viele Mihe Herr Montaland, der für das Fach der ersten jugendlichen Liebhaber engagirt ist und zum zweitenmal beifällig debütirte, auch anwandte, dem charakterlosen Lam— berti einen Anstrich von Bildungs Finesse zu geben und ihn nicht ganz dem gemeinen Treiben verfallen zu lassen. Heir Montaland hat ein hübsches Aeußere, besitzt Bühnensicherheit und Routine, Mimik und Darstellungs gabe, singt auch seine Couplets adreit, so daß er eine gute Acquisition zu nennen ist. Das Ensemble war zu loben.
2) Frontin mari gargon. Vaudeville eu 1 acte, par Scribe et Méelesville. — Zwei namhafte Lustspiel⸗Dichter haben sich zusammen⸗ gethan, um eine Farce aufzustellen, wozu nicht einmal einer noöthig war: denn das Ganze ist eine Compilation läͤngst dagewesener, schon vernutzter Sceenen. Frontin, der Kammerdiener des Grafen Eduard, hat sich insge⸗ heim mit der schalkhaften und wohlhabenden Denise vermählt und läßt sie, in Abwesenheit des gräflichen Paares, aufs Schloß kommen, um sich in ihrer Gesellschaft ein Vergnügen à la Jean in der Operette „Der neue Gutsherr“ zu machen, wird dabei aber von seinem Herrn, der ein Auge auf die schöne Denise geworfen, überrascht und muß nun bei diesem in den ver— fänglichen Momenten, wo er seine Frau mit Zärtlichkeiten überhäuft, Lakaien⸗ dienste thun, hilft sich in seiner Eifersucht jedoch dadurch, daß er die auf Rei⸗ sen gegangene Gräfin mittelst eines listigen Streichs noch zu rechter Zeit zurück⸗= improvisirk, wo denn die Stunden der Verlegenheiten für seinen Herrn ange— hen, die damit enden, daß aus der heimlichen Ehe des Kammerdieners eine offenkundige wird und die Frau desselben in die kammerjungferlichen Dienste der Gräfin tritt. Der Spaß dreht sich lediglich darum daß der Graf die Angabe Frontin's, er sei mit Denise vermählt, für eine Finte desselben hält, um ihn, den Grafen, bei seiner Gemahlin reinzuwaschen, und daß er in komischen Zorn geräth, als er sich endlich dur ein notarielles Aktenstück überzeugen muß, die von ihm, dem eifersüchtelnden Den Juan Eduard, umstrickie Zerline⸗Denise habe wirklich einen Masetto-Frontin gefunden. Die letztere Rolle ist nicht grade so bedacht, daß ein Komiker sich darin von einer brillanten Scite zeigen könnte, aber auch nicht so vernachlässigt, daß man mittelst ihrer uch sein Urtheil über den Darsteller zu gewinnen vermöchte.
Dieses fiel für Herrn Villars recht günstig aus. Auch Herr Mon taland gab den Grafen gut; die Schilderung der Reize, welche er Denisen hinsichtlich der ihrer in der großen Welt harcenden Vergnüglichkei⸗ ten vorsang, erregte allgemeinen Applaus. Mlle. Clozel zeigte als Denise, in echtfranzösischem Sonbretten-Timbre, die Befähigungen der Anfangerin
zur Soubreite.
Am 26. Ottober wurde zum eistenniale aufgeführt; Pierre- le- Rouge, ice 3 eépoques, par Fil. de R QGuge- mont eit Dupeuty. Wie die meisten neueren „Epochen“ Stücke, ist auch dieses, welches uns Scenen aus den Jahren 1788, 1798 und 1818 vorführt, ohne künstlerischen Werth, ja nicht ein⸗— mal belustigend grauenhaft. Wenn ein derartiges Bühnen- Gemälde den Titel „Dreißig Jahre aus dem Leben eines Spielers“ führt, so könnte man diesem füglich die Aufschrist „Dreißig Jahre aus dem Leben eines Flegels“ geben, denn der Dreschflegel ist das belebende Element, das fata— listische Ingredienz desselben, und der Held des Stücks, zunächst dadurch charakterisirt, daß er die Leute im ersten Att prügelt, im zweiten Akt vrü⸗ gelt und im dritten Akt prügelt. Hören wir den Inhalt.
Im Dorfe Montdragon hat der Drescher (harteur en grange) Peter, dem man wegen seiner rothen Haare einen Spitznamen gegeben und den man wegen seiner groben Fäuste fürchtet, ein Auge auf die Kuhmagd sachäre) Jeanneton geworfen. Allein wie vor Zeiten Zeus sich zu naiven Hirtinnen vom Olymp niederließ, verschmäht es auch noch jetzt der Schloß herr, der Marquis d'Entraigues, durchaus nicht, der Stallnomphe seine Zärtlichkeit zuzuwenden, und da diese große Anlagen zur Kokette hat, ge⸗ fällt ihr der Marquis bald besser, als ihr rother Wilddieb; sie wirft die ÄUlumpschuhe aus und läßt sich vom Gutsherrn — der erste Theil des Stückes spielt zur feudalistischen Epoche von 1788 — zur Rosenjungfer C Boriere) erliesen. Als solche ausstaffirt, soll sie eben in Prozession zum Schlosse geführt werden, als Nothpeter, der sich kurz zuvor mit dem Dorf müller Madré einen Rausch getrunken, dazutommt, in Wuh geräth, der Jeanneton den Rosenkrauz vom Kopf reißt und ihn, zertritt, Lärm im. Dorf, Aufruhr. Die herrschafilichen Jäger und Diener wollen etern arreiiten, diefer wehrt sich aber mit dem Dreschflegel und hat dabzi das Unglück, den Feldschützen Raimbaut, einen Familien gater wor den Augen derꝰ Zuschauer ö) jodtzuschlagen. Er enispringt. Erster Akt.
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