1843 / 149 p. 2 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

Objeften ihre vorzügliche Anwendung, sowohl auf den Wällen als in den Kasematten. Ihre Vorzüglichkeit zeigte sich aber besonders in Hinsicht ihrer Beweglichkeit und leichten Handhabung auf dem engen Wallgange der Plattformen. Baden. Karlsruhe, 21. Nov. (R. 3.) Die auf den 21. November d. J. einberufene Stände⸗Versammlung wird Donner⸗ stag, den B3sten d. M., im Auftrage Sr. Königl. Hoheit des Groß⸗ herzogs durch den Präsidenten des Ministeriums des Innern eröffnet werden. Morgens halb 10 Uhr wird in den beiden Stadtpfarrfkirchen Gottesdienst stattfinden. Um halb 11 Uhr versammeln sich die Mit glieder der ersten und zweiten Kammer in ihren resp. Sitzungssälen. Die Mitglieder der zweiten Kammer nehmen in den Bänken der Ab geordneten dieser Kammer ihre Sitze ein. Die erste Kammer, der zweiten Herrn Vice⸗-Präsidenten an ihrer Spitze, begeben sich um auf 11 Uhr, unter Vortritt eines Ceremonienmeisters, in den Saal der zweiten Kammer und nehmen die für sie bereiteten Sessel vor den Sitzen der Abgeordneten der zweiten Kammer ein. Um 11 Uhr werden der Großherzogliche Commissair und die übrigen Mitglieder des Staats- Ministeriums aus ihrem Versammlungssaal von einem Ceremonienmeister in den Sitzungssaal der zweiten Kammer geführt, wo sie die für sie bereiteten Sitze einnehmen. Hierauf wird der Groß herzogliche Commissair nach der Eidesleistung die Stände -Versamm lung eröffnen. Nach erfolgter Eröffnung wird sich der Zug in der nämlichen Ordnung, in welcher er eingetreten, zurückbegeben.

e 20 24 & 4 96 Darm stadt, 22. ov. . 3,‚ Herr Mylius, Großherz te, Sr. Königl. Hoheit dem Gr rzoge im

Großh.

Am 19ten d.

zu Hamburg, die

Auftrage des Senats der freien Stadt Hamburg ein

Schreiben für die derselben von Seiten Sr. Königl. Hoheit und aus dem Großherzogthume nach dem großen Brande Th

dene Beihülfe zu überreichen.

Nassau. Wiesbaden, 19. Nov. (Rh. u. M. 3.) Für die große Stille, welche in diesem Augenblick in unserer Stadt herrscht, wird uns bald hinreichende Entschädigung werden. Die großartigen Festlichkeiten, welche den Einzug des regierenden Herzogs von Nassau mit seiner künftigen Gemahlin, der Großfürstin Elisabeth von Ruß land, begleiten sollen, werden hier einen eben so zahlreichen als glän— zenden Kreis hoher Gäste und schaulustiger Fremden versammeln. Be reits sind vielfache Wohnungs⸗Bestellungen für diese Zeit eingetroffen, in welcher unsere Residenzstadt ihrerseits Alles aufbieten wird, um die Gesinnungen ihrer bewährten Anhänglichkeit für das Herzogliche Haus bei diesem freudigen Anlaß aufs neue zu bethätigen. Der Herzog wird bis zum Anfange des nächsten Monats von Wien hier zurücker— wartet. Er wird, dem Vernehmen nach, mit dem Großfürsten Thron folger von Rußland (welcher mit seiner Gemahlin in der ersten Hälfte des Dezembers an dem Großherzoglich hessischen Hofe in Darmstadt eintreffen wird) sich nach St. Petersburg begeben, wo im Januar seine Vermählung mit der Großfürstin Elisabeth gefeiert werden wird.

Freie Städte. Hamburg, 23. Nov. (B. H.) In dem heutigen Rath⸗ und Bürger-Konvente machte E. E. Rath der erbge sessenen Bürgerschaft mehrere wichtige Anträge:

Zuvörderst trug E. E. Rath auf die Niedersetzung einer Depu— tation von drei Rechtsgelehrten und fünf anderen Bürgern an, von denen die drei Rechtsgelehrten aus und von gesammter Bürgerschaft und die fünf anderen Bürger aus den Kirchspielen und zwar einer von jedem Kirchspiel zu erwählen, um, in Anleitung des Art. 17 des Haupt-⸗Rezesses, mit drei von E. E. Rathe zu deputirenden Senats— Mitgliedern zu folgenden Zwecken zusammenzutreten:

a. Zur vorbereitenden Verhandlung und Berathung über die de— sinitive Organisation der Polizei, über Revision des polizeilichen Kom petenz Gesetzes vom 9. Juni 1826, und über eine Reform unseres Kriminal-Verfahrens und einiger damit konnexer Punkte des Civil⸗ Verfahrens und der Organisation einiger Justiz⸗Behörden, nach Maß gabe der dieser Deputation von E. E. Rathe vorzulegenden Gesetz Entwürfe, welche Arbeiten, wenn irgend thunlich, in dem Maße zu beschleunigen, daß das Ganze demnächst auf verfassungsmäßigem Wege zu Himmelfahrt 1845 Gesetzeskraft erhalten kann;

b. Zur Entwerfung eines neuen Kriminal-Gesetzbuches, welches demnächst E. E. Rathe zur Prüfung vorzulegen und über welches von E. E. Rathe sodann mit derselben Deputation ebenfalls vorbereitend

zu verhandeln ist; welcher Deputation, insofern sie eines eigenen Pro— tokollisten zu bedürfen glauben wird, die Wohl eines Rechtsgelehrten zum Protokollisten zu überlassen.

Und ersucht E. E. Rath Erbges. Bürgerschaft sofort zur Wahl ihrseitiger Mitglieder dieser Deputation zu schreiten, worauf Er so⸗ dann seine Deputirten namhaft machen wird.

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Nächstdem wurden verschiedene Anträge gestellt, welche Abände rungen in den bisherigen Verhältnissen des Sekretariats E. E. Raths und in der mit demselben in Verbindung stehenden Hypotheken-Ver— waltung bezweckten. J

Sodann theilte ein E. E. Nath der erbgesessenen Bürgerschaft eine Uebersicht über die Nesultate des Staats Haushalts für die Jahre 1811 und 1812, so wie über den Budget- Entwurf für das laufende Jahr mit, und ersuchte er die erbgesessene Bürgerschaft, fol gende Deckungsmittel mit zu genehmigen: 1) Die Deckung des Ausfalles der Finanz⸗-Jahre 1811 und

durch die, im Kassen-Saldo liegenden Ueberschüsse früherer 3 Verordneter löblicher Kammer,

1842

Admiralitäts⸗ straße, und in Berügsichtigung des verminderten Roulance⸗Fonds, Beo. Mark 200,000 falls erforderlich, bestmöglichst aufzunehmen; die Deckung des diesjährigen, wegen der Verhältnisse der

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künftigen Jahre um so mehr zu beachtenden Defizits durch einige einer Anlage näher angegebene) Ansätze in indirekten Abgaben.

Ferner legte E. E. Rath der Erbges. Bürgerschaft den Bericht der Rath⸗ und Bürger-Deputation in Bezug auf die Feuer⸗Kassen⸗ Staats-Anleihe und und trug in völliger Ueber einstimmung mit der und Bürger⸗-Deputation auf die Mitge nehmigung Erbges. Bürgerschaft dahin, daß

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Aunlan Gnur Bauplan vor,

1) der nicht anderweitig gedeckte Theil der Schuttwegräumungs Kosten zum Belaufe von etwa 240,090 Mark Cour. auf die entbehr lichen Mittel der Feuer-Kassen-⸗Staats-Anleihe übernommen werde;

2) daß die Feuer⸗Kassen-Gelder der abgebrannten, nicht wi herzustellenden, größtentheils frü

nden Gebäude innerhalb der 230,000 Mark Cour., als Beitrag verwenden.

Endlich ersuchte die Erbg. es mitzugenehmigen: daß die 7 sogenannten kombinirten Abgaben, nämlich: die Abgabe von den Eigenthums⸗Veränderungen der Immobilien, die Kollateral⸗ Steuer mit dem Zehnten, die Auctions-Abgabe, die Abgabe von den öffentlichen Vergnügungen, das Auctionariat, die Thorsperre und die Stempel-Abgabe, und zwar im Uebrigen unverändert, die letzteren drei jedoch mit den in einer Anlage näher bezeichneten Modisicationen, und zwar für die drei Jahre 1841, 1845 und 1846 bewilligt würden.

Bürgerschaft,

M. verstarb

Bremen, 22. Nov. (Br. in Gröning,

der erste Syndikus unserer Stadt, Albert im ö59sten Lebensjahre, nach einem fast halbjährigen Krankenlager. Bewährt, wie er war, durch aufoßfernde Treue und großmüthige Gesinnung, verliert an ihm der Staat, wie seine Familie und die große Zahl seiner Freunde und Verehrer den echten Biedermann, des sen Beispiel einst den Freiwilligen vorleuchtete, als sie sich zur Ver theidigung de i

nen, und unt

den sich dem Trauergefolge bei der Beerdigung an denken aber wird von allen Mitbürgern in warn bleiben.

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s Vaterlandes unter die Fahne stellten. Diese Vetera er ihnen auch Kameraden aus dem Preußenheere, wer

reihen. Sein An J

er Brust bewahrt

ü Frankfurt a. Dt., 22. Nov. Der neuernannte Groß herzogl. badische Bundestags-Gesandte, Freiherr von Blittersdorf, traf vorgestern von Karsruhe hier ein, an welchem Tage Herr von Dusch dorthin abgereist ist, um seinen Posten als Minister des Auswärtigen zu übernehmen. Wenn ein Staatsmann, wie Herr von Dusch, nicht allein durch Scharfblick und eine hervorragende Geschäfts-Bildung,

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sondern auch durch leutselige Zugänglichkeit sich allgemeines Wohlwol len erworben hat, sieht man ihn immer ungern von einem Orte schei den, wo er eine Reihe von Jahren gewirkt. Man hofft aufrichtig, daß das Wirken des Herrn von Dusch in seiner neuen wichtigen Stellung für Baden, und dadurch auch fürs große Vaterland, ein segensrei ches werde.

Immer von neuem taucht das Märchen auf, unser J. P. Wagner

sei bedenklich erkrankt, und es sindet, obgleich total ersonnen, d Gläubige, weil man in der letzteren Zeit von den elektro-magnetischen Arbeiten Wagner's nichts vernommen. Wäre aber die von der Bundes⸗Versammlung ernannte Kommission vollzählig, so würde die Prüfung des elektro- magnetischen Wagens Waguer's längst haben stattfinden können.

Während die würzburger Gesellschaft den Dienst Dampfschifffahrt für dieses Jahr eingestellt hat, geht die Lokal⸗-Dampf schifffahrt zwischen hier und Mainz, durch die beiden guten Böte der Gebrüder Ohlenschlager, ununterbrochen fort und gewährt den Rei senden, wenigstens für die Thalfahrt, und für den raschen Güter Transport große Annehmlichkeit. Die Gebrüder Ohlenschlager finden bei dem Unternehmen auch vollkommen ihre Rechnung.

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Frankreich.

Paris, 20. Nov. Der Herzog und die Herzogin von Ne mours sollen der Königin Victoria und dem Prinzen Albrecht von Seiten des Königs Ludwig Philipp die Einladung überbracht haben, im nächsten Jahre die Königliche Residenz von St. Cloud mit ihrer Anwesenhecit zu beehren.

Heute soll ein Minister Rath in den Tuilerieen gehalten werden, um die Frage wegen der Dotation für den Herzog von Nemours zur Erörterung zu bringen.

Der Herzog von „ssuñg, spanischer Grand erster Klasse, ist von der Königin Isabella dazu ausersehen worden, dem Könige der Fran zosen das ihre Volljährigkeits Erklärung anzeigende eigenhändige

chreiben derselben zu überbringen.

Der Minister des Innern und der Kriegs-Minister sind jetzt, wie verlautet, über die vorspringenden Pavillons des Instituts-Pa lastes mit einander im Streite; Letzterer will diese nämlich nieder reißen lassen, um den Quai bloßzustellen und dem Geschütz die freie Bestreichung desselben zu sichern. Der Minister des Innern, als Konser vator der geschichtlichen Denkmäler, und das Institut wollen die Nieder reißung der Pavillons nicht zugeben; man glaubt jedoch, daß ihr Einspruch ohne Erfolg sein wird.

Herr Thiers sammelt, dem Vernehmen nach, an Materialien zu einer Geschichte der Bildhauerkunst in Europa. Dieses Werk soll aus mehreren Bänden bestehen, und die französische Bildhauerkunst, welche im Mittelalter während der sogenannten gothischen Periode herrschte, wird darin einen bedeutenden Platz einnehmen. In den Mußestun

—ᷣ die ihm die Bearbeitung seiner Geschichte des Konsulats und aiserreichs übrig läßt, arbeitet Herr Thiers an diesem anderen ampfschiff „Lavoisier“, an dessen Bord die Flagge des irals Leray weht, ist am 15. November von Toulon nach abgegangen. mie der Inschristen und schönen Wissenschaften hat des verstorbenen Marquis de Sortia d' Urban den unde zu ihrem Mitgliede durch Stimmenmehrheit ernannt.

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Paris, 20. Nov. Herr von Chateaubriand ist nach Lon abgereist. Nur mit Mühe hat man ihn bewegen können, diese ise zu unternehmen. Herr von Chateaubriand, obwohl seiner Partei mund der gestürzten Dynastie ergeben, nimmt dennoch nicht an allen Inkonsequenzen der Legitimisten Theil. Seit langer Zeit hat er sich zurückgezogen und will mit den knabenhaften Umtrieben seiner Partei nichts zu thun haben. Man sagt sogar, er habe die Reise nach London unternommen, um dem Herzoge von Bordeaux nützliche Wahrheiten zu sagen, und ihn von gewissen, für seine Lage nachthei⸗ ligen Einflüssen zu befreien. Herr von Chateaubriand ist der einzige

in der legitimistischen Partei, der sich stets von den kleinlichen Zänkereien freigehalten und sich die Achtung derjenigen Blätter zu bewahren gewußt hat, welche die Sache, zu deren ausgezeichnet⸗— sten Repräsentanten er gehört, auf eine sehr verschiedene Weise ver theidigen. Die Gazette de France, welche weder Herrn Berryer, noch Herrn von Dreux-Brézé, noch Herrn von Pastoret respektirt, hat es niemals gewagt, auch nur den kleinsten Angriff gegen Herrn von Chateaubriand zu richten, obgleich derselbe bei mehr als einer Ge legenheit die heuchlerische und gewundene Politik des Herrn von Genvude offen getadelt hat. Herr von Chateaubriand lebt seit lan ger Zeit nicht nur sehr zurückgezogen, sondern auch auf eine höchst einfache Weise. Er hat seit mehreren Jahren sein kleines Haus in der Rue d' Enfer verlassen und wohnt jetzt in der Rue du Bac, als ob er stets nur der Gelehrten-Republik angehört hätte. In dieser bescheidenen Wohnung findet man den Mann, der Pair, Minister, Botschafter gewesen, und dem von allen seinen Titeln, von allen sei nen Aemtern nur sein Sitz in der Academie srangaise übrig geblie ben ist. Er ist jedenfalls die merkwürdigste und auffallendste Per sönlichkeit, die dem Herzoge von Bordeaux während seines Aufenthalts in England begegnen wird. Möge er aus den Lehren des edlen Greises, der gleich ihm in der Schule des Unglücks erzogen worden ist, Nutzen ziehen!

Herr Charles Dupin, Pair von Frankreich, hat gestern seine Vorlesungen über Geometrie in dem Konservatorium der Künste und Handwerke eröffnet. Ehe er auf seinen Gegenstand einging, sprach er zu seinen zahlreichen Zuhörern über die Fortschritte der Sparkasse in Paris seit ihrer Gründung im Jahre 1818. Er bekämpfte die während der letzten Session in beiden Kammern laut gewordene Be sorgniß, wegen einer zu schnellen Anhäufung der Ersparnisse des Volkes in den Kassen des Schatzes und wegen der Störung, die der Kredit des Staates dadurch erleiden könnte, wenn plötzlich eine Zu rückzahlung gefordert werde. Er sagte etwa Folgendes. Die Bank von Frankreich, welche die Kasse der Reichen ist, wie die Sparkasse

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auf der gebahnleren Straße, über Baiburt nach Erzerum, zu nehmen, wurde eine viel weiter gegen den Osten ziehende Directlon genommen, um auf noch unbekannten Zickzackwegen wo möglich eben dahin vorzudringen. Am 27. Juli, sagt Koch, schifften wir auf einem Küstenfahrer uns nach dem benachbarten Hafenstädichen Riza ein, das an einem kleinen Bache liegt, ziemliche Bazare hat und einigen Handel, zumal mit Leinwand, treibt, aber nur Moslemen zu Bewohnern hat, bei denen wir jedoch eine gute Auf— nahme fanden. Von hier aus hofften wir einen Weg über die Gebirgs— kette, landein, einen Weg nach Ispir zu finden; allein der Mussellim (Gou— verneur) verweigerte uns das Eindringen in das Innere seines Gaues. Er schlug es rund ab, unter dem Vorwande, daß für Pferde dahin gar kein Weg gehe und das Land viel zu gefährlich sei. Wie ich schon früher 1 ähnlichen Hindernissen im Kaukasus gethan, besuchte ich nun die Kran— k sie wentgeldlich, theilte Arzneien aus, und es ver⸗ kl mch ,. . Volks um mich Hierauf erkundigte ich men aer nn. ö. h . ö. daselbst Arzneien zu suchen, und noch einhan män a . he soebirge hie gi trug ich dem Gouverneur lon ute um ig igen . da er i nh von mir gehört haben aus geferi e en Va * , , Durultuh (dem in Trebisond sei, Sund zuf dot . . Delim Bashi, d.i. Qberarzt, des Pascha Rün wurde mit diu Ee e gn 1 des Gebirges Arznei suchen wolle. So gelang es, und fie enn . und Alles gegeben, was nöthig war, des As fotos aufwärtge den r . wir am nächsten Morgen das Thal emporsteigenden Gebirgen herabtoset ,, , an en m Güstn bog unbewohnte Gegenden und fanden erst . V, , , , nung, die eines Dereb ei! . e e e dend eine menschliche Woh⸗ lun chen lleberfaik. und ku g g, ö en der früher seiner räu—= und sechs Jahre im Kerker zu gon tan dr chen Tieten e augen w Preisgebung eines großen Theiles seines Brend . , , h Bei diesem im Lande berühmten Räuberfürsten ann r e ,. hatte. Aufnahme; da einige seiner Frauen frank waren, lernte ich end n, .

kennen. Somit war unsere Laufbahn eröffnet ĩ folgten wir sie weiter. Höchst . ö. i , * u hig r. Zeit unserer Reise zwei andere Derebei's, wegen Näubeleien . h nommen wurden: denn ein panischer Schrecken hatte schnell Lie ,. 7 giiffen; man wagte nun nicht, dem Hekim Bashi des Pascha eiwas zu Leide, zu thun. Ein ernstes Gericht, das im vorhergehenden Jahre über . . . , , nn,, 6. . aufgegriffen und von ern der alten Burg in Artwin herabgestü Volke auch seine Wirkung n ,

Die Leute unterstützten mich daher wohl, doch das Mißtrauen, das hier

so allgemein gegen den Europäer verbreitet ist, mußte immer wieder von neuem besiegt werden. Sie waren beim Einsammeln der Pflanzen behülf

lich; um sie aber wegen des ihnen fremdartigen Barometers zu beruhigen, sagte ich ihnen, daß es nöthig sei, zu wissen, wie hoch eine Pflanze wachse: denn, je höher gesammelt, um so wirksamer sei sie. Das Tagebuch müsse geschrieben werden, damit ich wisse, wo ich die Pflanze gefunden; auch die Zeit des Tages und Mondes zu wissen, sei nothwendig. Mit dem Sam⸗— meln der Steine war es schlimmer, weil der Asiate nur Pflanzen und Fette als Arzeneien kennt; im Gebirge durfte ich es daher nur verstohlen thun. Der Wahn, der so allgemein im Orient, als suche man Gold und Schätze in den alten Mauern, Denkmälern, Grabstätten und Steinklippen, die man antiquarisch oder geognostisch untersucht, ist auch hier verbreitet; auch mein

ten sie, man wolle Anderen die Wege bahnen, das Land dereinst in Besitz zu nehmen, deshalb ist jede Zeichnung, Schrift, Sammlung, ja Erkundigung ihnen zuwider. Den echten Muselmann verdrießt es schon, daß ein Europäer sein Land nur kennen lernen will, weil er für die Zukunft nichts Gutes von ihnen erwartet. Die Aufnahme mehrerer dieser Gegenden Klein -Asiens, durch preußische, russische und englische Offiziere, in der neuesten Zeit, hat die Asiaten gar sehr geängstigt, und die erste Frage an uns war immer, ob wir Ingenieure wären und Instrumente bei uns hätten. Nicht erleich tert, sondern gestiegen sind die Schwierigkeiten der Bereisung dieser Gegen— den, doch den Einfluß fremder Mächte, wie Rußland und England, die man fürchtet, und da die Europäisirung der Beamten dem echten Musel— mann ein Gräuel ist, der seinen Turban trägt nach wie vor. Die unge⸗ heure Besteurung, die ihn von seinem eigenen Gouvernement drückt, giebt der Asiate dem Europäer schuld; er wähnt sehr oft, daß dieser nur umher— reise, um den Zustand des Landes und der Bewohner zum Vortheile des Großsultans kennen zu lernen. Dies zumal in dem Paschalik von Trebi⸗ sond, in dem der jetzige Abd-ullah Pascha, obwohl der Hauptstadt des Rei— ches so nahe, alle Neuerungen hassend, festgehalten hat an den alten Ge⸗— bräuchen. Niemand erlaubt er, sein Haus an die Straße zu bauen, und den türkischen Frauen ist jedes Ausgehen ohne die schwarze Make und ohne die Einhuͤllung der ganzen Figur in das deckende Tuch verpönt. Selbst in mehrfach besuchten Gegenden, z. B. im Gau von Astahan am Kur, wurde es vom Landes-Gouverneur den Leuten verboten, den Fränki über irgend etwas Bericht zugeben; die Führer im Gau Pertakreg leiteten sie absichtlich auf Irrwege und scheuten die größten Mühen des Ab- und Auf— seigens steiler Berge nicht, um die Kenntniß des Landes unmöglich zu machen. Auch dem angegebenen Votwande über den nothwendigen Barometer-Gebrauch traute man leider nicht lange; meine Höhenmesser, sagt. Herr Koch, wurden mir heimlich zerbrochen, und das Quccksilber in ein Loch gegossen, um dessen fernere Benutzung unmöglich zu machen. Den Kompaß durfte

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man nur unbemerkt, am besten auf dem Pferde während des Rei

obachten, wie dies auch schon früher dem großen Reisenden J.

hardt durch den ganzen Orient so hinderlich gewesen war. (Schluß folgt.)

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Französische Bilder zu Berlin.

Berlin, 25. Nos. Den Kunstfreunden Berlins und unseren Lesern glauben wir einen großen Dienst zu erzeigen, indem wir sie auf einige Bilder der französischen Schule aufmerksam machen, welche sich gegenwärtig in dem Lokale des Herrn Kunsthändler L. Sach se und Comp., Jägeistraße Nr. 309, ausgestellt befinden. Es sind darunter mehrere schöne Seestücke Lon Gudin, eine herrliche niederländische Landschast (wenn wir nicht irren eine Ansicht von Rotterdam) von Roqueplan, vor Allem aber ein Bild von Horace Vernet, welches trotz des etwas schauerlichen Gegen= standes eine seiner schönsten und anziehendsten Leistungen genannt zu werden verdient. Vor einer unter einem Orangenbaum leicht aufgeschlagenen Hütte sitzt auf geraubten Gegenständen eine Näubersfran, in ihrer linken Hand noch die des neben ihr mit feinem Mantel bedeckt liegenden todsen Näubers haltend. Ihre Bekleidung, ein leichtes weißes Gewand, gleicht einem Sterbehemd, mit welchem sie selbst sich schon angethan zu haben scheint. Auf ihrem Schoße liegt ein goldenes Fruzistz welches früher einem Altar angehört haben mag. Ein Bettelmönch, das Allerheiligste tragend, dem ein

Meßner mit brennender Kerze vorangeht, verläßt die Sterbende, welcher er augenscheinlich die letzten Sakramente gereicht hat. Unten auf dem Bilde besindet sich die Inschrift: H. Vernet 1822. Diese flüchtige Schilderung wird den Kunstfreunden genügen, um sie auf das aufmerksam zu machen, was Vernet's reiches Talent und wahre Meisterschaft in jeder Bezie— hung hier geleistet haben, und können wir uns um so mehr jedes ferneren Wortes darüber enthalten; Alle, die das Bild sehen, werden gewiß in den Wunsch mit einstimmen, daß dieses schöne Kunstwerk für Berlin erhalten bleiben möchte. Herrn Sachse dürfen wir den Dank nicht auszusprechen versäu— men, auf den er sich sowohl durch den regen Eifer, mit welchem er Kunst= zwecke überhaupt fördert, als für die Liberalität, mit welcher er dem kunst⸗ liebenden Publikum entgegenkommt, hierdurch von neuem gerechte Ansprüche erworben hat.

die des Volkes ist, hat allen Forderungen Genüge geleistet, ohne da durch in Verlegenheit zu kommen. Im Jahre 1846, als die Be⸗ sorgnisse vor einem Kriege herrschten, sind die Sparkassen in Paris und den Departements dem Schatz so wenig lästig gewesen, daß sie ihm mehr Geld übersandten, als zurückforderten. Die Rückzahlungen betrugen 78 Millionen Fr. und die Einzahlungen 99 Millionen; „040 alte Sparkassen⸗Bücher wurden abgeschlossen und 113,000 neue ausgegeben. In Paris, wo gewöhnlich in einem Jahre 16,000 Sparkassen⸗-Bücher eingezogen werden, geschah dies im Jahre 1810 nur mit 22,000, so daß also nur 60090 auf Rechnung der Krisis lommen; dagegen wurden aber 38,000 neue Bücher ausgegeben, so daß also der Schatz noch mehr einzukassiren, als auszuzahlen he Ju den Gränz⸗Departements, die im Falle des Krieges mehr be

sind, als Paris, wo aber auch die politischen Leidenschaften

die schimpfliche Krankheit der Furcht weniger Eingang sinden, ver halten sich die Rückzahlungen zu den neuen Einzahlungen wie 1900 zu 1300 2300; in den großen Militair-Städten Brest und Metz sind die neuen Einzahlungen, dies Zeichen von dem zunehmenden Vertrauen des Volkes zu dem Glücke Frankreichs, am bedeutendsten. Herr Dupin berührte sodann noch einige besondere Ereignisse, die noch Rückzahlungen veranlassen könnten, z. B. eine Hungersnoth. Er glaubt, daß in diesem Falle die pariser Bevölkerung, wie im Jahre 1817, lieber ihre Bedürfnisse vermindern, als ihre Ersparnisse aus den Sparkassen zurückfordern werde. Dieser Schluß scheint uns ein wenig zu absolut und der Staat dürfte in einem solchen Falle wohl zahlreichen Forderungen ausgesetzt sein.

im Paris, 20. Nov. Die vom Courrier gebene Nachricht, daß Herr Thiers sich vornehme,

Session die Ausdehnung der Festungswerke von Paris scheint nicht ohne Grund zu sein. Herr Thiers mag der sein, daß die passive Rolle, die er seit drei Jahren in der Kammer spielt, ihm nicht mehr zukomme, und daß er Gefahr laufe, seinen ganzen Einfluß auf das linke Centrum zu verlieren, wenn er nicht entschiedener auftrete. Er theilt, so scheint es, die ziemlich verbreitete Ueberzeugung, daß die Regierung nicht hoffen dürfe, für die Bewaff nung der Festungswerke von Paris die nöthigen Kredite zu verlangen, möge man noch so oft versprechen, daß nicht die eigentliche Bewaff nung, sondern nur die Anschaffung der Materialien zur eventuellen Bewaffnung dabei bezweckt würde. Gewohnt, nach dem Winde, wel cher im Palais Bourbon weht, seine eigenen Ansichten zu richten, findet Herr Thiers eine vortreffliche Gelegenheit, sich durch die Be kämpfung einer unpopulairen Maßregel sowohl bei der Kammer, als bei der öffentlichen Meinung wieder in Gunst zu setzen, um dadurch sich den Weg zu dem Wiedereintritt in das Ministerium zu ebnen. Herr Thiers wird mit der ihm angeborenen Geschicklichkeit eine Gränz scheide zwischen den Festungswerken von Paris, wie er sie zur Wehre de Hauptstadt projektirte, und zwischen der Art und Weise, in welcher das ge genwärtige Ministerium, wie man meint, aus der Befestigung von Paris eine Waffe gegen die innere Freiheit des Landes machen möchte, zu ziehen wissen. Die nächste Session dürfte einen hartnäckigen Kampf zwischen Herrn Thiers und Herrn Guizot darbieten, zumal da Graf Mols die Bemühungen des Herrn Thiers offen fördern zu wollen scheint. Die Reise des Grafen Molé nach London wird in unseren politischen Kreisen mit der verglichen, welche Herr Guizot im August 1840 aus London nach Eu unternahm, und deren Resultat die Ent lassung des Herrn Thiers war. So glaubt man begiebt sich Graf Mols nach London, um mit den Häuptern des britischen Kabinets sich zu verständigen und zu gleicher Zeit die Aufregung der britischen Aristokratie, welche durch die gleichzeitige Gegenwart des Herzogs von Bordeaux und Nemours in England hervorgebracht wurde, zu mildern und zu heben. Da man hier durch das Benehmen der Tories zu Gunsten des französischen Prätendenten ziemlich unangenehm be rührt wurde, so würde Graf Molé sich ein wesentliches Verdienst er werben, wenn es ihm gelänge, die zwischen den Tuilerieen und einem Theil der mächtigen britischen Aristokratie eingetretene Spannung ver schwinden zu machen.

Grossbritanien und Irland.

London, 18. Nov. „Die Erfahrung der Zeiten hat keinen politischen Grundsatz mehr bestätigt, als denjenigen, welcher erheischt, bei Zeiten den vernünftigen Wünschen einsichtsvoller und gemäßigter Männer Zugeständnisse zu machen.“ Mit dieser Behauptung leitet die Times heute einen Artikel gegen die Politik des Ministeriums in Bezug auf die Kornfrage ein, indem das Festhalten an dem setzi gen Korngesetz die stets größere Ausdehnung der Anti-cern-law-lea gue, und diese wiederum die Erweiterung der ursprünglichen Grund sätze derselben zur Folge haben müßte, so daß am Ende bei fortgesetzten Widerstande gegen die Forderungen der League die Lei schaften einst ungemäßigt hervorbrechen, anarchische Pläne aus der l friedenheit hervorwachsen und die dann abgezwungenen Bewilligungen zu spät erscheinen würden, um den englischen Grundbesitzer vor dem Schicksale des französischen Adels zu bewahren. Die Times vertritt in der Korn frage, wie in vielen anderen Fragen, unabhängig von jedem Partei-Einfluß, die Wünsche und Interessen der Grundmasse des englischen Volks; sie will keinen schwankenden Zoll, wie er jetzt besteht, aber sie will auch nicht, wonach die League strebt, die Aufhebung aller Zölle; sie will Schutz für die Agrikultur und Schutz für die armen Klassen, und in— dem sie gleich weit von dem Wunsche entfernt ist, das landwirthschaft liche oder industrielle Interesse ausschließlich herrschen zu sehen, erhebt sie sich zum Organ desjenigen Theils der Nation, welcher außer den gemäßigten Anhängern der League die Geld-Aristokratie der Städte umfaßt. Das Blatt unterscheidet sich durch diese Richtung wesentlich von den übrigen Tory⸗Organen, obgleich es, wie diese, immer noch dem Tory-Prinzipe als der eigentlichsten Grundlage des englischen Volkes dient, und während die Morning Post und früher der Standard, denn jetzt folgt dieser fast sklavisch den Schritten der Regierung, ausschließlich die Land-Aristokratie vertreten, so daß das letztere Blatt einmal auszusprechen wagte, daß, wenn auch alle Ma nufaktur-Städte Großbritaniens auf einmal völlig verschlungen wür— den (one ruin spgousd inguls alh England doch so groß und mächtig dastehen würde als jetzt, während, sagen wir, auf solche wahrhaft unsinnige Weise von manchen Tory⸗Organen das landwirthschaftliche Interesse vertheidigt wird, wendet sich die Times dem gesunden Sinn und Gefühl der Mittelklasse, als der Grundmasse des Volkes, 1. wezn sie freilich, vermöge ihrer Unabhängigkeit und ihrer . ihr e. ausge ei hnetsten Talente des Landes aus fordert sie . en ö, , n. ist. Von diesem Standpunkte ben Holen, . Abschaffung der Korn-Skala, des schwanken⸗ sehen . bis Than 1 ö Zoll an die K gesetzt za . umherzieht . n 26 . welche nach ihrem Plane im , , nn, 1 39. , Parlaments-Wahl ihren Einfluß gel⸗ , ,. hen, ö. er, Anhang, welchen das allerseits in der Mittelklasse gefühlte Bedürfniß einer' Aenderung des Zoll- Gesetzes derselben zuwendet, wie sich dies bei der Wahl des Herrn Pattison in der City von London am deutlichst zeig die Bee n er, ö 26 . ; hsten gezeigt hat, die Verschmel zung der Geld-Aristokratie mit den Interessen des Handelsstandes, das sind die Elemente, welche auf das unabhängige Tory⸗-Blatt der⸗ in inn, 366 an n,, sich entäußernd, eine

ar die uneigennützigste, das Gesammt⸗

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wohl des Landes im Auge haltende Partei zu bilden anfängt. Und in der That, man kann wohl erwarten, daß das mächtige Wort der Times hierin nicht ohne Folge bleiben wird. Das System des schwan kenden Zolles ist in seiner Basis ein falsches, denn nicht allein führt es die Speculation in den Handel der ersten Lebensbedürfnisse, son⸗ dern es hindert zugleich auch die Herstellung eines regelmäßigen inter nationalen Handels-Verkehrs, wie dies schon seit vielen Jahren durch Zahlen und Argumente vielfach erwiesen ist. Der Schutz, welchen dies System gewährt, ist ein nothwendiges Uebel; kann aber dies Uebel in .

wärtig gemacht werden,

der Meinung des Volks minder drückend als

so wird eine Aenderung in den beste henden Gesetzen eintreten müssen. Die Gefahr, welche man bei Herstellung eines festen Zolles für die Agrikultur fürchtet, scheint dazu nur eine eingebildete, oder sie geht aus einem einseitigen Gesichtspunkte hervor, denn der Vortheil eines solchen Zolles würde sicherlich nicht darin bestehen, daß der Preis des Brodes sich bedeutend niedriger stellte, als vielmehr darin, daß es der arbei

ö 5 6 ö ö ö 6 6 8 tenden Bevölkerung dann leichter wäre, diesen Preis zu bezahlen, in ornhandel den Erzeugnissen der Industr

gegen

ĩ 1 dem bei regelmäßigem Kort ie

mehr Ausgangswege sich eröffneten. Die Produzenten der Kornlän der in Europa und Amerika könnten ihr Korn gegen Artikel englischer Manufakturen austauschen, was natürlich so lange unterbleiben

muß, als die Basis alles regulairen Handels, der Aus ausch, durch die Schwankungen der Jahreszeiten in England gestört Hat deshalb Sir Robert Peel 1812 einen Fehler begangen, er die schwankende Zollrolle beibehielt, so wird er wohl durch die öffentliche Meinung in einiger Zeit gezwungen werden, denselben ieder gut zu machen oder abzudanken. Einige Jahre können darüber noch ergehen, da man es in England nicht liebt, oft wiederholte Aenderungen

er daß diese Zeit eintreten wird, kann nicht mehr zweifel

man nach dem heutigen Arti er Times urthei

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gerem Aufschube liegt. „Die League“, sagt

große Thatsache. Es würde thöricht, ja, es ihre Wichtigkeit zu leugnen. Es ist eine große in unseren Manufaktur -Distrikten sich ein Bund gebildet zur Agitation einer politischen Frage, der dabei Jahre lang beharrt, keine Gefahr gescheut und alle Hindernisse über wunden hat. Das beweist die moralische Kraft, den Vorsatz durchzusetzen, den unbezwinglichen Willen, mit welchem Engländer, die insgesammt auf ein großes Ziel hinarbeiten, gewaffnet und be elt sind.“ (Es muß hier auffallen, wie die Times die Agitation eague billigen kann, während sie die O'Connellsche Agitation chmähungen überhäuft; es zeigen sich aber hierin die Vorzüge und Fehler John Bull's, dessen treuer Ausdruck die Times ist.) „Es ist ein großes Faktum“, fährt sie weiter fort, „daß einer Versammlung zu Manchester mehr als 40 Fabrikherren auf der Stelle 190, einige 300, ja, sogar 400 und 500 Pfund zur Förderung eines Werkes zeichneten, das recht oder unrecht, vortheilhaft oder schädlich, sie wenigstens zu fördern für ihre Pflicht oder ihren Nutzen erachte ten. Das sind sehr wichtige Thatsachen, die kein Moralist verachten, kein Politiker belächeln, kein Staatsmann unterschätzen darf.“ Die Gefahren aber, welche aus der League für den Staat hervorgehen, wenn ihr nicht gewillfahrt wird, was vielleicht auch schon zu spät ist, glaubt die Times aus einer Vergleichung derselben mit dem trojanischen Pferde zu deduziren, diesem „infandum monstrum““ das bewaffnete Männer in seinem Bauche trägt, und des sen gefährliche Gegenwart innerhalb der Mauern der Consti tution sich bald gelten machen wird. „Wer aber schaffte dies Unge⸗ heuer? wer füllte seinen Leib? Wir antworten: die für Nichts geachtete Erfahrung die verachteten Rathschläge die vernach lässigten Warnungen diese gaben der League das Dasein; diese gaben ihr Macht und Bewegung und Energie; diese verschafften ihr leichten und widerstandelosen Eintritt in das tiefste Heiligthum unse res häuslichen Lebens falalis machina muros Foeta

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gaudent. Ila suhit,

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sunemque mann contingere

mediacqu- minans illabitur urbi.“

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Brüssel, 21. Nov. Vorgestern war bei Hofe großes Diner u Ehren der hier anwesenden Verwandten des Königs, des Fürsten

der Fürstin von Hohenlohe. Die Fürstin, eine geborene Prinzes—

von Leiningen, ist eine Nichte König Leopold's. Mehrere fremde Viplomaten, die Minister und Hofchargen, Mitglieder beider Kammern und verschiedene Beamte waren zur Königlichen Tafel geladen. Abends kehrten Ihre Majestäten mit ihren Gästen nach Laeken zurück. Da die Versammlung in der Repräsentanten-Kammer gestern nicht zahlreich genug war, um eine Sitzung zu halten, so zeigte Präsident an, daß, in Folge des in der letzten Sitzung von Kammer gefaßten Beschlusses, der Adreß-Entwurf gedruckt und Abend unter die Mitglieder vertheilt werden solle, damit heute Diskussion über die Adresse beginnen könne.

die Mitglieder der Adreß⸗Kommission hatten sich vorgestern ver

sammelt, um den Entwurf zu redigiren, und es soll sich über die we sentlichen Punkte keine Meinungs-Verschiedenheit kundgegeben haben. Man versichert, daß die Kommission sich in ihrem Entwurf mit eini ger Zurückhaltung über das Gutachten der parlamentarischen Unter suchungs⸗-Kommission äußere; weder das Wort Differenzial-System, noch das Wort Handels-Compagnie sind darin ausgesprochen; mit Hinsicht auf die Eisenbahnen wird die Zweckmäßigkeit eines allgemei nen Berichts über die Verwendung der verschiedenen für diese Ünter nehmungen kontrahirten Anleihen hervorgehoben; bei aller Guthei ßung der auf die Eröffnung noch neuer Verkehrswege gerichte ten Absichten, empsiehlt man doch der Regierung dringend, die nothwendige Bedachtnahme auf Erhaltung des Gleichgewichts zwischen den Ausgaben und Einnahmen nicht aus den Augen zu verlieren; man will hiermit, wie es scheint, jeder neuen Anleihe entgegentreten. Mit Bezug auf eine Revision der Gehalte werden die Beamten der Verwaltung mit den Mitgliedern des Richterstandes in dem Adreß Entwurf auf ganz gleiche Linie gestellt.

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Endlich wird die baldige Vorlegung eines Gesetz Entwurfes über die Rechnungslegung von Seiten des Staats als sehr wichtig bezeichnet. Dies ungefähr soll der Inhalt des Entwurfs sein, über den wahrscheinlich einige Tage lang lebhaft debattirt werden dürfte.

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Rom, 11. Nov. (A. 3.) Das römische Publikum verfolgte mit gespanntester Aufmerksamkeit den endlichen Verlauf eines seit län gerer Zeit gegen einen Militair-Beamten von Rang wegen Geld Veruntreuung anhängig gemachten Kriminal-Prozesses; denn außer dem Angeschuldigten waren viele andere Personen von Bedeutung indirekterweise in dieser verwickelten Rechtssache kompromittirt. Nach⸗ dem der Papst selbst durch eigene genaue Einsicht und Revision der Prozeß⸗Akten Kenntniß von den Verhandlungen genommen, hat er gestern zu großer Genugthuung der Römer ein strenges Urtheil ge⸗ sprochen, welches die der Anklage Ueberwiesenen ohne die mindesten persönlichen Nücksichten und Aufschub mit vieljährigem Festungs-Ar— rest, Aemter-Verlust und Exil bestraft.

Begen das nach den verschiedensten Seiten hin ausgelaufene

Gerücht von einem wahrscheinlichen Unterbleiben des weiteren Ver—

kaufs der Gallerie Fesch haben dessen Testaments-Vollstrecker gestern öffentlich protestirt. Ihrer Erklärung nach sollen die noch übrigen Kunstschätze, unter ihnen die werthvollsten Meisterwerke der Samm— lung, jedenfalls diesen Winter versteigert werden und der Gesammt⸗ Verkauf vor Ende März k. J. beendigt sein. Das diplomatische Corps wird sehr bald wieder vollzählig sein. Gestern kam auch der Königlich preußische Minister⸗Resident beim päpstlichen Stuhle, Freiherr von Buch, von einer längeren Urlaubg⸗ reise hierher zurück.

Spanien. Paris, 20. Nov. Telegraphische Depesche aus Spanien. . Bavonne, 18. Nos. Der französische Konsul zu Coruna chreibt unterm 12. November, daß bie Insurgenten zu Vigo sich am zuvor ohne Capitulations- Bedingungen unterworfen haben. ie Nachricht, daß sich Vigo ergeben hat, und die Majorennitäts Arklärung der Königin haben zu Coruna die lebhafteste Freude erregt.

20. Nov.

; . Der Waffenstillstand, welchen der Ge⸗ neral Sanz au Bitte des ersten Alkalden den Barcelonesern zu⸗

den hat, ist am 11Iten auf 48 Stunden, die am folgenden Tage

en sollten zu laufen, abgeschlossen worden. Der General⸗ er Bewilligung dieser Waffenruhe zugleich erklärt, z elbe zu Ende gehen lasse, ohne zu einer Ueber einkunft gelang 1wse von keiner Wiederanknüpfung von Unter⸗ handlungen die ) ͤ

seligk

Capita

letzten Na ich das von Cadix kommende Dampfschiff „Villa de Ma⸗

nach Marseille gebracht. An diesem Tage war die Uebergabe

von Barcelona nicht allein nicht erfolgt, sondern der General Sanz

ffenstillstand abgelaufen, zu einem allge⸗

1 1sro si ch . 8 K vistete sich Aalch, da der Wa

meinen Angriffe gegen die Stadt, mit deren stärkerer Befestigung an tausend Arbeiter ununterbrochen beschäftigt waren. Die vorüberge⸗ hende Bereitwilligkeit zum Kapituliren ist durch das Eintreffen der Nachricht von der Uebergabe von Gerona hervorgerufen worden. Nichtsdestoweniger wurden die vom Obersten Amettler mit dieser Nachricht nach Barcelona abgeschickten Boten in der Hauptstadt von Catalonien so übel aufgenommen, daß sogar ihr Leben durch die er— bitterten Insurgenten bedroht gewesen zu sein scheint. Tausend Stim⸗ men erklärten, daß es die Pflicht der Geronesen gewesen, lieber bis auf den letzten Mann umzukommen, als sich zu ergeben. Die Be⸗ hörden von Barcelona waren indessen nicht derselben Meinung, wie die von ihnen angeknüpften Unterhandlungen beweisen, deren Erfolg vermuthlich durch die Opposition des fanatisirten großen Haufens vereitelt ist.

Ju der Citadelle von Figueras befinden sich gegenwärtig, unter dem Ober⸗-Befehle des Obersten Amettler, 1000 Mann, welche ent⸗ schlossen sind, die Fahne der Central⸗Junta noch länger zu vertheidi⸗ gen. Am 12ten stieß zu dem Obersten Amettler die Besatzung des Schlosses von Hostalrich, welche in der Capitulation von Gerong mit⸗ begriffen ist, der man gleichfalls den freien Abzug nach Figueras ge⸗ stattet hat. An demselben Tage wurde alles Zugvieh in Figueras und der Umgegend in Requisition gesetzt, um Mundvorrath auf die Citadelle der genannten Stadt zu führen. Außer großen Vorräthen von Getraide, Reis u. s. w. sind auch 300 Stück Rindvieh auf die Citadelle gebracht, von welcher anerkannt wird, daß sie bei ihrer star⸗ ken Besatzung nur durch Aushungerung erobert werden kann. Am 13ten erließ der Oberst Amettler eine Proclamation, in welcher er dem General Prim den Bruch der Capitulation vorwirft, weil er vor Ablauf der ausbedungenen fünftägigen Frist über die Fluvia gegangen. „So wird denn“, fährt die Proclamation fort, „das Geschütz der Centralisten (Anhänger der Central-Junta) von neuem donnern, so werden denn die Waffen der Centralisten von neuem gegen diefe undankbaren Söhne des Vaterlandes, gegen diese Feinde der Frei⸗ heit gekehrt werden, welche die gesetzwidrige und usurpatorische Re⸗ gierung unterstützen. National-Gardisten und Freiwillige, ihr habt mir bis jetzt nichts zu wünschen übrig gelassen. Ihr habt eure edle Laufbahn in Gerona angefangen, und jeder Tag hat euch einen neuen Lorbeerzweig eingetragen. Ihr verlangtet nach nichts Anderem, als nach dem Kampfe, und das Feuer war euer Element. Wohlan denn, neues Feuer und neue Kämpfe stehen euch bevor, und der Ruhm wartet mit Ungeduld auf neue Helden, um ihre Stirnen zu bekränzen.“ Der Oberst Amettler fügt hinzu, daß Galicien in Flammen stehe, daß Saragossa sich von neuem rege, und daß die centralistische Partei auch in Madrid eine diohende Haltung gegen die Regierung ange⸗ nommen habe. An demselben Tage, wo diese Proclamation erlassen wurde, zog sich Amettler mit allen seinen in Figueras und den benach⸗ barten D liegenden Truppen in die Citadelle zurück. Am fol⸗

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brsern Ta der General Prim mit 14000 Mann

rie fer en in Figueras ein, das jetzt vermuthlich

u Spfer eines neuen hartnäckigen Kampfes

werden wird. Eine von Figueras aus abgeschickte Abtheilung der Insurgenten hat la, Junquera besetzt und sucht sich daselbst zu befestigen.

Die telegraphische Depesche, welche die Unterwerfung von Vigo meldet, beweist die Grundlosigkeit einer vom Indicateur de Bor⸗

ur mitgetheilten Nachricht, der zufolge es dem General Iriarte gelungen sein sollte, sich wieder nach der genannten Stadt zu werfen.

Griechenland.

Athen, 6. Nov. (A. 3) Der seitherige Königl. Gesandte in Pa⸗ ris, Herr Kolettis, hatte am Tage nach seiner Ankunft die Ehre, dem König und der Königin sich vorzustellen, die, soviel wir erfahren ha⸗ ben, ihn auf das freundlichste empfingen. Was bis jetzt über seine Gesinnungen verlautet, ist völlig beruhigend. Er scheint im Einklang mit Herrn Maurokordatos handeln zu wollen, und Beide sind sonach als dem König treu ergebene Männer zu betrachten, die ihren Ein⸗ fluß dahin anwenden werden, dem constitutionellen Throne alle nöthi⸗ gen Garantieen zu sichern. .

Die Mehrzahl der Deputirten ist bereits hier angekommen. Das Vertrauen des Landes in König Otto und der Wunsch für eine mög— lichst monarchische Verfassung haben sich durch die Wahlen bethätigt. König und Königin befinden sich wohl, zeigen sich oft und werden stets mit ungehenchelter Achtung begrüßt. Sowohl in der Haupt— stadt, als in den Provinzen, herrschte Ordnung und Ruhe. Die öffentliche Meinung hat die Umtriebe einiger weniger Schwindler so entschieden niedergeschlagen, daß denselben keine Hoffnung mehr bleibt, den ruhigen Gang der National-Versammlung durch absurde Vor= schläge oder Gewaltmittel zu stören. Der Militair-Gouvernenn, Oberst Kalergis, zeigt lobenswerthe Thätigkeit in Aufrechterhaltung der Ord⸗ nung und wird darin von allen Offizieren der Garnison auf das be⸗ reitwilligste unterstützt. Jedes Ereigniß macht sich seine Geschichte selbst, und die Thatsachen allein haben Anspruch auf Glauben. In diesem richtigen Gefühl scheint heute die gesammte Garnison die Verpflichtung zu begreifen, die während der Dauer der National- Versammlung auf ihr liegt, nämlich den König und die Abgeorbneten des Volks während des gemeinschaftlichen, die höchsten Interessen des Thrones und Landes betreffenden Werkes mit dem Schutze zu um⸗ geben, den die Ruhe und Würde der Berathung verlangen.