1843 / 159 p. 3 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

„Das Schutzrecht, welches die französische Regierung über die christlichen Rajas im Oriente in der neuesten Zeit wieder mit großer Festigkeit in Anfpruch nimmt und zur Ausübung bringt, hat zu Mossul ein erfreuliches Refultat gehabt. Es befand sich vor einigen Jahren in dieser Stadt ein Grieche von niedrigem Charakter, der, um nur ungehindert seine Leiden⸗ schaften befriedigen zu können, zum Islam überging und kurze Zeit darauf starb, mit Hinterlassung einer Frau und mehrerer Kinder. Das älteste un⸗= ter diesen, ein junges Mädchen von ungefähr 15 Jahren, war so ungläck lich, die Lust eines Muselmannes rege zu machen. Um nun zu seinem End zweck zu gelangen, begab sich dieser mit einigen seiner Glaubensgenossen vor den Kadi und setzte ihm auseinander, daß, da der verstorbene Renegat Türke geworden sei, seine Kinder faktisch gleichfalls zur muselmännischen Religion sich bekennen müßten, daß man also darüber zu wachen habe, daß von ihnen die für einen solchen Fall vorgeschriebenen Formalitäten er— füllt würden. Der Kadi ging ohne Weiteres auf dieses Ansinnen ein und gab sogleich Befehl, sie sämmtlich in Haft zu nehmen. Allein glücklicher weise hatte die unglückliche Familie noch zur rechten Zeit von der sie be— drohenden Gefahr Mittheilung erhalten und sich in die Wohnung des fran zösischen Konsuls Herrn Botta flüchten können. Der Pascha von Mossul ließ sie sogleich zurückverlangen und bedrohte sogar Herrn Botta mit der Verletzung seiner Wohnung, im Falle er die Herausgabe der geflüchteten Familie verweigern würde. Dieser erwiederte dem Pascha, er habe ihm (dem Pascha) nichts vorzuschreiben über das, was derselbe thun wolle; was aber ihn (den Konsul) anlange, so könne er keine Entscheidung treffen ohne Ermächtigung der Botschaft zu Konstantinopel, an welche er darüber be⸗ richtete. In der That beeilte sich Herr von Bourqueney, so⸗- bald er die Depesche des Konsuls erhielt, bei der Pforte Re clamationen gegen dieses Verfahren zu erheben. Der Große Rath versam melte sich, untersuchte die Sache und entschied in seiner hohen Weisheit, daß die griechische Familie den Behörden von Mossul überliefert werden müsse. Herr von Bourqueney that darauf der Pforte zu wissen, daß er an den Konsul zu Mossul den Befehl abfertigen werde, die griechische Familie sein Haus verlassen zu lassen, sie selbst wieder in die Wohnung einzuführen, die sie gewöhnlich eingenommen hatte, und wenn man ihr nur das mindeste Leid zufüge, seine Flagge einzuziehen und sich nach Konstantinopel zu be geben, wo man dann sehen werde, was zu thun sei. Diese Drohung scheint eine gute Wirkung hervorgebracht zu haben, denn Herr Botta hat seine Instructionen vollzogen und seitdem ist schon geraume Zeit verstrichen, ohne daß der Pascha von Mossul noch gewagt hätte, die Ruhe dieser armen Familie zu stören.“

„Außer der Absetzung Hafiz Pascha's kündet man auch noch einige an dere Aenderungen im Ministerium (zu Konstantinopel) als bevorstehend an, namentlich die Absetzung des Kapudan Pascha Halil's, Schwagers des Sultans. Am 6ten ist an ihn ein Dampfschiff abgefertigt worden, das ihn unmittelbar zurückführen soll. Man glaubt, er werde durch Mehemed Ali Pascha, den Großmeister der Artillerie, einen jungen und besonders von fanatischem Hasse gegen die Christen erfüllten Mann, ersetzt werden.“

JJ

im Paris, 30. Nov. Ein Privatschreiben aus Rio Janeiro

vom 12. September, welches über New-Aork heute hier eintraf, ent— hält über den Empfang der jungen Kaiserin von Brasilien mehrere interessante Details. Die Escadre, welche die junge Gemahlin des Kaisers Dom Pedro von Neapel nach Rio Janeiro brachte, langte am 4. September, nach einer höchst glücklichen Fahrt von 36 Tagen, bei dem Fort Villegagnon an (es beschützt den Eingang des Hafens von Rio Janeiro). Die Escadre bestand aus drei brasilianischen und vier neapolitanischen Kriegsschiffen, nämlich dem „Vesuvio“ von 74, der „Parthenope“ von 64, „Isabella“ von 54 und „Amalia“ von 41 Kanonen. Sobald die Escadre im Angesicht des Hafens erschien, wurde sie von allen Batterieen der Forts begrüßt. Kaum hatte sie dicht am Fort Villegagnon die Anker geworfen, so begab sich der Kaiser von Brasilien in Begleitung aller seiner Minister und eines glänzenden Generalstabes an Bord der hrasilianischen Fregatte, worauf seine jugendliche Braut sich eingeschifft hatte. Der Kaiser blieb bis zum Anbruch der Nacht an Bord derselben, und da die Kaiserin erst am solgenden Morgen ihren feierlichen Einzug in die Hauptstadt hal⸗ ten sollte, so blieb die junge Monarchin noch während dieser Nacht unter der Obhut ihres Bruders, des Grafen von Aquila, der sie nach Rio Janeiro begleitet hatte.

Das Programm des feierlichen Einzuges war vorläufig im Mi— nister⸗Rathe erörtert und bestimmt worden. Es enthielt nicht weniger als 50 Paragraphen. Mit einigen Aenderungen wurde dabei das Ceremoniell befolgt, welches bei der Landung der Erzherzogin Leopol dine von Oesterreich, Mutter des gegenwärtigen Kaisers Dom Pedro II., stattfand, nur wurde jetzt vielleicht noch mehr Pracht entfaltet. Um 10 Uhr Morgens begab sich der Kaiser in Begleitung der Prinzessin Januaria an Bord der Fregatte, um seine Braut in Person abzu⸗ holen. Eine Salve von 101 Kanonenschüssen ertönte in dem Augen blick, als die Kaiserin an der Hand ihres Bruders auf dem Verdeck erschien, um ans Land zu steigen. Ein prächtiger Gallawagen, mit acht weißen Pferden bespannt, nahm die Kaiserin und die Prinzessin Januaria auf. In einem zweiten f

an

Wagen, ebenfalls mit acht Pfer— den bespannt, saß der Kaiser Dom Pedro und der Graf von Aguila. Auf dem ganzen Zuge wurde das Kaiserliche Paar mit den lau— testen Freudensbezeugungen empfangen. Die Raiserin schien sicht bar gerührt und dankte mit großer Herzlichkeit dem Volke. Nach der kirchlichen Einsegnung der Ehe hielt die Kaiserin große Cour, wobei die Minister, das diplomatische Corps, die Hofschargen u. s. w. zugelassen wurden, Ihren Majestäten ihre Glückwünsche dar zubringen. Abends war große Tafel bei Hof. Die ganze Stadt flammte in einem Lichtmeere. Der Hafen, die vor Anker liegenden Kriegsschiffe waren glänzend erleuchtet. Ein großartigeres Schauspiel läßt sich kaum denken. Die herzlichste Freude der Bevölkerung gesellte sich zu den melodischen Gesängen und Serenaden, welche überall er— tönten.

Am folgenden Tage, als dem Gedächtnißtage der Gründung der hrasilianischen Unabhängigkeit, besuchte das Kaiserliche Paar die öffent— lichen Belustigungsörter und Schauspielhäuser, welche, gleich der gan zen Stadt, auf das glänzendste beleuchtet waren. Aus Gelegenheit seiner Vermählung hat der Kaiser Dom Pedro eine Menge Adels⸗ und Ordens - Verleihungen vorgenommen. Der Graf von Aquila Burde eigenhändig vom Kaiser mit dem Großkreuze des Ordens vom ie chen Kreuze geschmückt. Alle Ofsizire der neapolitanischen Escadre erhielten Orden im Verhältnisse zu ihrem Range.

Rio . Neuigkeiten berichtet das erwähnte Schreiben aus eie, k sinanzielle Gesetz-Vorschlag, betreffend die gelbes in ung . von fremden Schiffen zu entrichtenden Anker bird. Nach , , . Widerstand findet, und schwerlich durchgehen Gefen Une e Jenwärtigen Ankergeld⸗ System zahlen fiemde hiffe in den. Häfen Brasiliens täglich 30 Reis per Tonne, während ber erzen sfunsfzig Tage, vom? Tage i ders ga ele er amn, mw ren dieser Frist gar nicht 3 Ee hrer Lan ung, und nach. blauf ben un e rr, dr . ex neue Gesetz- Entwurf schlägt vor, von Brasilien Verweilen, tz fc f . kürzere Zeit in den Häfen geld von 30 auf 60 Reis per . daf n das bigherige Anker⸗ ein, daß der fremde Handeln zu erhöhen. C Jedermann sieht da . d nur dabei verlieren kann. De

rend früher ein fremdes Schiff für funfzig Xe ann, enn wäh⸗ . ; , uszig ge nur 1500 Reis ver

Tonne zahlte 360 1 per

e zahlte, wird es jetzt 3000 entrichten müssen; und wäl

Ankergeld für die Frist von 50 Tagen das nämliche il gren; . 1b Tage, soll, dasselbe, nach dem neuen Gesehchehs b ne Tonne werden, vierfach größer als früher, und so stufenweise weiter ,. Gesetz-Vorschlag ist von der Regierung ausgegangen, welche duich ö. Vermehrung der Ankergelder dem Nothstande ihrer Finanzen auszu⸗ helfen wünscht. Die Deputirten⸗Kammer ließ sich durch diesen pecu⸗

958

niairen Vortheil bewegen, zu dem Gesetz-Vorschlage der Regierung ihre Zustimmung zu geben. Aber der Senat, welcher mit Recht be fürchtet, daß die unmittelbare Folge davon nur Repressalien von Sei— ten der fremden Staaten gegen brasilianische Schiffe sein können, zeigt sich, wie schon bemerkt wurde, dem Gesetz⸗-Vorschlage ungünstig und wird mehr als wahrscheinlich denselben auch zuletzt verwerfen.

Die Regierung geht mit dem Vorschlage um, in dem Gehalte der diplomatischen Agenten Brasiliens bedeutende Reductionen vorzu nehmen. Dagegen sollen, da die Handels- Verhältnisse zwischen Bra— silien und den übrigen Staaten sich täglich mehr entfalten, neue Legationen und General-Konsulate errichtet werden. Es scheint ausgemacht zu sein, daß mit nächstem ein Gesandtschaftsposten in Berlin kreirt wer den wird, dessen Titular zugleich bei einigen anderen Staaten des deutschen Bundes beglaubigt werden soll.

Die Errichtung einer Eisenbahn nach Minas-Seroes ist nun ge sichert. Alle Actien davon sind schon untergebracht. Die Direktoren der Eisenbahn haben bereits die Einzahlung des ersten Viertheiles je der Actie begehrt, um sogleich die Hand ans Werk zu legen.

In Handelssachen ergab sich für das laufende Jahr bis zum l. Juli eine Vermehrung von 72,000 Tonnen in der Ausfuhr des Kaffee's. Im Jahre 1810 betrug die Ausfuhr 1,008,414 Tonnen; im Jahre 1841 1,000,901 Tonnen; 1842 1,093,634 und 1843 1,165,589. Tonnen. Da die Erzeugung des Kaffee's in Brasilien, wegen Mangel an arbeitenden Händen, seit Jahren stationair geblie ben ist, so kann die Vermehrung der Ausfuhr dieses Handels- Artikels früher oder später nur die Erhöhung der Preise des Kaffee's in Bra silien nach sich ziehen.

Eisenbahnen.

A Breslau, 3. Dez. Die Actionaire der Breslau Schweidnitz-Freiburger⸗-Eisenbahn sind zu einer außeror dentlichen General-Versammlung am 11ten d. M. einberufen. Gegen— stände der Berathung und Beschlußnahme sind: ob und in welchem Betrage die Betriebsmittel über den ursprünglichen Anschlag hinaus vermehrt werden sollen; Feststellung der zur Vollendung der Zweig bahn nach Schweidnitz noch erforderlichen, auf circa 120,000 Rthlr. veranschlagten Summe; Beschlußnahme über die Führung einer, die Vereinigung mit der NiederschlesischMärkischen Eisenbahn bewirkenden Verbindungs- Bahn, so wie über die Verlängerung der Zweigbahn nach Schweidnitz von dort bis zur Landesgränze. Zu diesen Fragen kommen für den Fall der, bei den beiden ersten Fragen unumgängliche Bewilligung der nöthigen Geldmittel, noch die Bestimmung über Aufbringung derselben, event. über die zu kreirenden Prioritäts Actien ꝛc. Im Jahres⸗-Berichte vom April cur. wurde die zuversicht liche Hoffnung ausgesprochen, daß die schon entstandenen und noch etwa entstehenden Mehr-Ausgaben über die Anschlags Summe durch die theils schon erzielten, theils mit Sicherheit noch zu erzielenden Ersparnisse gedeckt sein dürften. Wenn jetzt Supplemen tar⸗Kredite zur Vermehrung der Betriebsmittel in unbestinimter Höhe und zur Herstellung der Zweigbahn, deren stiefväterliche Behandlung während der nicht kurzen Bauzeit vielfache Klagen hervorgerusen hat, mit 120,060 Rthlrn. gefordert werden, so verdient der un erschüttert verbliebene Stand der Actien immerhin einige Verwunde rung, nicht weniger der Umstand, daß gerade das Bekenntniß der nicht geringen Unzulänglichkeit der früheren Anschläge mit neuen, weit ausgehenden Erwelterungs- Plänen der Bahn in Verbindung gesetzt ist. Auf mehreren Arbeits-Stationen der niederschlesisch märkischen Bahn sollen Unordnungen und Exzesse der Arbeiter statt gefunden haben.

Hannover, 2. Dez. Gestern fand eine solenne Probefahrt auf der jetzt von Hannover bis Telgt vollendeten Eisenbahn statt. Die Königliche Eisenbahn-Direction hatte zur Theilnahme an dieser Fahrt etwa 40 Staats- Beamte und andere Personen, welche durch Dienst-Verhältnisse oder Studien in mehr oder minder nahen Bezie hungen zu dem Eisenbahnwesen des Landes sich befinden, eingeladen. An dem einstweiligen Bahnhofe bei Telgt wurde der Dampfwagenzug von den Behörden und Einwohnern des nahen Peine auf das fest— lichste empfangen. Es war eine Ehrenpforte errichtet, Fähnchen in den Landesfarben waren an der Bahn aufgestellt, Musik und Kanonen schüsse begrüßten den Zug. Am Aussteigeplatze hielt der erste Beamte des Amts Peine, Herr Drost von Wense, eine ansprechende Rede, in welcher der ehrerbietigste Dank der Stadt und Umgegend für die Leitung der Bahn in ihre Nähe Sr. Majestät dem Könige ausgebracht, für die umsichtige und geschickte Ausführung der Anlage dem Herrn Minister des In nern Excellenz den Behörden überhaupt, der Königl. Eisenbahn-Di rection und den Technikern insbesondere, gedankt, und der großen Vortheile anerkennend gedacht wurde, welche die Eisenbahn der Stadt und Gegend gewähren werde. Ein enthusiastisches Lebehoch, Sr. Ma jestät dem Könige von der zahlreichen Versammlung gebracht, folgte dieser Rede. Junge Damen erschienen dann mit Blumengewinden, mit denen die Lokomotive bekränzt wurde. In dem, binnen wenigen Wochen errichteten Restaurations Gebäude am Bahnhofe vereinigten sich darauf die Besuchenden von Hannover und Hildesheim, unter welchen die Her— ren Landdrosten der beiden Provinzen und der Herr General-Lieutenant Halkett sich befanden, mit den Honoratioren der Stadt und Umge gend zu einem festlichen Mahle, wobei in Toasten und einem Festge sange bekräftigt wurde, was der Herr Drost von der Wense in sei ner Rede treffend ausgesprochen hatte. Nach 6 Uhr Abends kehrte der Dampfwagenzug nach Hannover zurück und die Einwohner von Peine beschlossen den festlichen Tag mit einem Balle. Von morgen an sinden nun die regelmäßigen zweimal täglichen Personenfahrten zwischen hier und Telgt statt, bis im Frühlinge nächsten Jahres die Bahn ganz bis Braunschweig vollendet sein wird.

ßerlin- Potsdamer kEisenhbahbmn.

In der Woche vom 28. November bis inel. 4. Dezember . auf der Berlin-Potsdamer Eisenbahn 5609 Personen Vonat November aul le Berlin- Potsdamer

gefahren betrug

uhren

Eisenkbalin

12,487 Rthilr.

ind und

Im . 29, 756

7,

12 Sgr.

bersonen die kRinnalnne

Berlin-Stettiner Eisenbahn. krequenæ in der Woche vom 26. November bis incl. 2. ber 1843 3656 Personen.

Dezem

gandels- und Börsen - Uachrichten. Auswärtige Börsen.

Niederl, wirk!. Sch. 5215. 59h o. 99*. Pass. 545. Ausg. —. Zinsl. 5 5. 19h Nuss. Ilope 905. Neue Anl. 215.

Ihh Rente fin cour. S2. 5

Pass. .

1002. 395 76.

Amsterdam, 1. Dez. 59h Span. 213. 395 do. 32. Pr. Sch. Oesterr. 1087.

Press. Pol. —.

Antwerpen, 30. Nor. zinsl. 5. 59h Rente sin cour. 122. 59h Neapl. an compt. 109. 59h Span. Rente 305. Wien 30. Nov. 59h Met. 1 107. 499 Aetien 1664. Anl. de 1831 149. 46 18639 1163.

Paris, 30. Nov.

ank

w 2 Den 5. Dezember Pr. Brief.

2 1843.

6.

Hur.

Pr. Bries.

Cour. Actiäöen.

ell. ;

Fonds.

Geld Cem

1606 101

nel. ots. Eisen. 5 12 do. d0. Prior. Obl. 4 Mæd. Lp. Eisenbk-. o. do. Prior. Ohl. Erl. Anh. Eisenb. do. do. Prior. Obl. PDũüss. Elb. Eisenb. do. do. Prior. Ohl. Rhein. LEisenb.

do. do. Prior. ObI.

St. Sehuld-Sch.

Pr. Engl. Ohl. 30. Pram Sch. d. Sœeh-. 16 11 113

Kur- u. Neumärk.

Schuldvers chr. 3 Berl. Stadt- Ohl. Lanz. in 1 li. Westpr. Pfaudhr. ? Pos. do.

0.

68

91 69

10

Grossh.

do.

1 98 *

HBrl. Frankf. Lisb. o. do. Prior. Ohl Ob. - Schles. Fish. o. Li. B. v. einge B. - St. E. Lt. A u. B - Mag deb. - IIalber

städter Risen]

Pfandhbi

0.

Ostpr.

104

Pomm.

Q71 1 Q

ILur- u. eum. do. 33

Schlesische do.

Gold al marco. Friedrichsdror. And. GIdin. à 5 ĩh. -

NDisconto. ö

kKresl Sechweidn.-

nl)

Freihæ. Hi

1 /

Amsterdam. ‚. ⸗. . . 75 ur⸗ / 3 J

Mk. Ik

L St.

Ilamhurs . . 300

10 ö! 5. ö 33116) London .. J . 1 Paris ö 300 Fr Wien in 20 Xr 150 FI. Augshur. ...... 150 FI. wc 100 Th

100 ThyIr.

Leipzig in Courant im

Frankfurt a. M. W

Petersburg

Koblenz. Particulier Graf von . von Fircks, tair in Frankfurt a. M., a Mitau.

ais als

1138 Ie] .

Meinhard

Hofrath Pßanier Leipzig. Kommissio Hauptmann Herrboth

Prusse. Rittergutsbesit

irgsdorf aus Hohensesar

Neinart, Premier-Lieutenant

Aachen. Gutsbesitzer von Bredow

do w, Premier- Lieutenant

Rentier von Borcke aus

önig von Portugal.

Guts besitzer

Dr.

andhaus. Hoe d von B dorff.

L 9

e 31 9

n sah z L w anus 8

1 . Kreis-Justizrath Boltzenth

pens. Kaiserl. russ. Kammer

Oekonom Raffner aus

Demmin, Hantler ar ind v 1

Polfantz in Hinter⸗Pomm aufleute Hansen au

Hernmarck aus Stockholm, l

poc Leipzig und Keßle n Rußland. Particulier Gutsbesitzer von Bülow aus Frankfurt a. M., Haase aus Siebert aus Stralsund. Müncheberg. Maurermeister Buchting aus e Sare. Kaufleute Evert u Eckar

D. Hailpe rin aus Konstantinopel. Gut Löwenhardt, Dr. med., und Banquier Fräul. L. Baruch aus Elmshan.

Stadt London. Agent Hamm aus Ha aus Stralsund, Hasterm ann Schmidt und Seydel aus Dresden.

dheinischer Hof. Königl. hannov. Hannover. Gutsbesitzer Martini aus Particulier

8

aus Kaufleute Paderstein aus Paderborn, Löhr aus

ant ali *

einb ach

Stettin

und

König? be dt C vert aus

Krautheim

,. Sbesitzer

111 *

. Breslau. Erfurt. deburg und Lesser aus Rüdesheim. Gutsbesitzer Nit schke aus Hotel de Brandebourg. NRittergutsbesitzer Graf Hon Nimmersatt. Gutsbesitzer Hon Soerensen aus Posen. laufman Wedlich aus Frankfurt a. d. O König von Preußen.

Kaufmann Meteorologische

MWMillnwösv Blülbn

Kirschbaum aus Leipzi

Beobachtungen.

Lbends 16 1 ö 338,972 mar. 1

J 85 pCt.

Nachmittags Nach

1843. 1. Dex.

Morgens

Beobachtung

190 42 1,0 12

Luftdruck . ... 3 uellwürm-«

Luftwiürme .. lusswürme Rodenwärme 6,67 R

Lusdünstung O, 014, Rh Niederschlag 9, 066 ih

Wärme wechsel . 6,89

IThaupunkt. Hunstsüttigunæ Wetter Wind Wolkenzug. .

Lagesmittel:

bezogen.

34

triil⸗

W.

9

JJ nigliche Schauspiele. Mittwoch, 6. Dez. Zum erstenmale wiederholt: Regine, Lust spiel in 5 Abth., von der Verfasserin von „Lüge und Wahrheit“. Hierauf: Der Verstorbene, Posse in 4 Aufzug, von Tenelli.

Donnerstag, 7. Dez. Mademoiselle de Belle-Isle, oder: Die verhängnißvolle Wette. .

Rönigsstädtisches Theater.

Mittwoch, 6. Dez. Italienische Opern-Vorstellung) Tampa, ossia: La Sposa di Marmo, Opera in iti. Musica del Maesiro

llerold.

Donnerstag, den 7. Dez. Zum erstenmale: Akrobatisch- mimi sche Gast-Vorstellung des Kinder⸗-Ballets des Herrn Price aus Kopen hagen, in 3 Abtheilungen. Erste und zweite Abtheilung (nach dem ersten Akt des Stücks): La Gitana. Spanischer Nationaltanz mit Castagnetten, ausgeführt von Clara (8 Jahr alt). Komisches chi nesisches Quintett, ausgeführt von Kindern, von denen das jüngste sechs Jahr alt ist. Dritte Abtheilung (nach dem Stück): Cassan— dro's und Pierot's Luftfahrt. Komische Pantomime in 1 Akt, aus geführt von zehn Kindern. Dazu: Zum erstenmale: Drei Feen. Lustspiel in 2 Akten, frei nach Bayard bearbeitet von W. Friedrich.

, n. Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen.

Gedruckt in der Decker schen Geheimen Ober- Hofhuchdruckerei.

Beilage

226 . 338 w 535,4

* .

82

1 d

O 11 1

. tung 194 6 der Bewohner der sogenannten Kasematte, die nach Schleifung der

Festungswerke der Stadt überwiesen und etwa seit dem Jahre 18260 z dazu benutzt worden ist, zu gewähren. Der Artikel machte in allen Kreisen der Gesellschaft

Platze vor der Kasematte gruppirt, an den ehemaligen pariser Wunder

Kasematte so viel grauenhaftes Elend aufgeschichtet sei, und so far die

. ö. 250 1 22 . ̃ lichste

Beilage

959

zur Allgemeinen Preußischen

Zeitun g. Mittwoch den 6ten Dez,

Inland.

A Breslau, 3. Dez. Ein Artikel der Breslauer? schilderte vor kurzer Zeit mit brennenden Farben das Elend

3ei

Quartierlosen ein vorübergehendes Obdach

1317 1 den tiefsten Eindruck. Viele hatten vielleicht einmal zufällig gehört, daß jenes auch äußerlich düstere und im Verfall begriffene Gebäude

Zufluchtsort nicht nur der in bitterster Armuth Verkommenen, sondern auch des liederlichsten Gesindels, das letzte Asyl der Bettler, Vagabunden und Korrigenden und eine Schule der Prostitution und des Verbrechens sei; Viele haben sogar vielleicht an einem heiteren Tage die unglücklichen Bewohner desselben gesehen, die in allen Alters tufen, Männer, Weiber und Kinder, in schmutzige Lumpen gehüllt, auf dem

/

der

hof erinnerten. Aber schwerlich glaubte Jemand, daß im Innern de

. 1 68 nd

lebend Darstellung des Artikels der Breslauer Zeitung mit verbundene Aufruf zur Hülfe schnell die außerordent heilnahme. Ein Verein konstituirte sich vorläufig. Bis heut seit dem 19. November) sind an gleichgezahlten Beiträgen Rthlr. 15 Sgr. (darunter ein Beitrag von 200 Rthlrn.), ferner Betten und Kleidungsstücke in nicht geringer Quantität eingegangen, an jähr⸗— lichen Beiträgen sind 535 Nthlr. 2 Sgr. zugesichert. Die nothbe⸗ dürftigsten Bewohner der Kasematte haben, zum Theil nach der drücklichen Bestimmung der Geber, bereits Unterstützungen empfangen. In den Aufruf knüpft sich der Wunsch, es möchte die Kasematte, durch zesserung des Fußbodens, der Fenster und Oefen wenigstens einiger maßen für menschliche Wesen bewohnbar gemacht und somit dafür gesorgt werden, daß die hier zu hausen Gezwungenen nicht ihr ein iges Kapital, ihre letzte Hülfsquelle die Gesundheit einbüßten. Die Stadtverordneten-Versammlung ist demnächst eingeschritten und eine Kommission zur Prüfung der Kasematte und der Verhält eren Bewohner ernannt, wonach, so weit eben die Kommune fen kann, eine erung des Nothstandes, jenem billigen Wünsche gemäß, zu gewärtigen ist. Gestern versammelten sich die unterzeichner zur Erörterung und Feststellung des Prinzips, von wel hem aus die Hülfe und ksamkeit der bald zu konstituirenden Ge schaft erfolgen soll. Es wurde beschlossen, die gegenwärtigen und künftigen Kräfte des Vereins ausschließlich den verwahrlosten Kindern zuzuwenden, sofern nicht Beiträge zu einem bestimmten, natürlich zu füllenden Zwecke der Mildthätigkeit eingehen sollten. Ein wird das Statut der Gesellschaft ausarbeiten und einer nächster sammlung vorlegen. Somit hat unsere Stadt zu den Instituten der Privat-Wohlthätigkeit ein neues, gewiß seger

ige D ind der da

198 12

aus

B J

6

1p

Mild

5. 1

Der sogenannte Suppen-Verein, welcher, von anderen trefflichen wecken abgesehen, den Hülfsbedürftigen täglich einen warmen Raum ffnet und kräftige Suppen verabreicht, hat mit dem Eintreten der hen Jahreszeit unter der Leitung der Frau Polizeiräthin Neumann ie Wirksamkeit wiederum begonnen. Heute und morgen findet die n dem Kuhnschen Frauen-Verein für Hausarme veranstaltete Aus ung der Verkauf von geschenkten und gelieferten weiblichen

nen statt. Die gleiche Ausstellung seitens des Jungfrauen-Ver

srd bald folgen. Außer diesen Vereinen nennen wir nur das

ger⸗Rettungs-Institut, welches sich von Jahr zu Jahr mit grö

Segen ausbreitet.

Herr Fürstbischof hat unterm 13.

lassen, in welchem nach oberhirtlichen Mahnungen zur

samkeit, Gebet und zur Selbstverleugnung die Fasten-Dis—

pense für das neue Kirchenjahr ertheilt wird. Nach einer Notiz des

Schlesischen Kirchenblattes hat des Königs Majestät zu

nehmigen geruht, daß bedeutende Vermächtniß des vormaligen

Stadt Kämmerers von Frankenstein zur Begründung eines Klosters barmherzigen Brüder daselbst verwendet werden darf.

ran 8 ind

8

November ein Pastoral

vonn 2 . 1

zum

d ge das d . Stralsund, 30. Nov. Das heute ausgegebene Amtsblatt nthält das Reglement für die neubegründete Provinzial-Irren ziechen-Anstalt in hiesiger Stadt. Der früher auf dem pommerschen provinzial⸗Landtage gefaßte Beschluß wegen Begründung einer ge meinschaftlichen Irren= und l Anstalt für die ganze Provinz war bekanntlich mit Allerhöchster Zustimmung aufgehoben und dage gen vom neuvorpommerschen Kommunal-Landtage die Exrichtung eines für diesen Landes zesonders bestimmten Institutes beschlossen wor— den, jetzt, nachdem alle erforderlichen Einrichtungen getroffen nd, in das Leben treten soll. Die jährlichen Ausgaben der Anstalt ind auf 2156 Rthlr. 22 Sgr. veranschlagt; aus der Landeskasse ist zu der Bestreitung der Kosten ein Zuschuß von 1000 Rthlr. ausge worfen, an dem aber bei völlig besetztem Hause 283 Rthlr. 8 Sgr. erspart werden, so daß dann nur noch 716 Rthlr. 22 Sgr. zu lei sten bleiben.

18 ind

Sichen

welches

8a *

ĩ 1

Ausland. .

Paris, 29. Nov. Auch der Bischof von Rennes soll sich jetzt dem Kampf mehrerer Prälaten gegen die Universität angeschlossen und die Entfernung des Professors Zevort, der am dortigen Collêge Philosophie vorträgt, verlangt haben, unter der Drohung, daß er widrigenfalls den Kaplan aus der Anstalt zurückziehen werde. Die Gazette de France, welche nach langem Schweigen über diesen Streit zwischen Klerus und Universität ihre Meinung darüber verlauten läßt, hält die Frage von Seiten der Bischöfe für unrichtig gestellt und ihre Opposition für eine viel zu kleinliche, statt daß sie dieselbe, im Interesse ihrer Kirche, auf einem viel höheren und umfassenderen Gebiete hätten eröffnen sollen, nämlich, wie sie meint, von dem Punkte aus— gehend, daß die Charte von 1830 die katholische Kirche gar nicht mehr als Staatskirche anerkenne, daß also die Kirche jetzt recht lich unabhängig dastehe und das Konkordat nebst allen anderen Gesetzen, welche dieselbe an den Staat geknüpft, außer Kraft gekommen sei, aus welcher Annahme das genannte Blatt dann weiter folgert, daß die Kirche nunmehr, frei von jeder weltlichen Autorität, ihre Bischöfe selbst ernennen und ihre eigenen Schulen einrichten müsse. Um der Kirche vollkommen diese Stellung zu geben und sie darin zu organisiren und zu befestigen, wird von diesem radikal⸗legi⸗ timistischen und katholischen Blatt dann ganz ernstlich die Berufung eines National⸗Konziliums vorgeschlagen.

Capitain Dutot von dem Schiff „Ave Maria“, welches Gam⸗ bia am 25. September und Gorih am 3. Oktober verlassen hat,

9.

bringt Nachrichten über den französischen Handel an der Küste von

Afrika, aus denen der Constitutionnel Folgendes mittheilt: „Die

Differenzen zwischen dem König von Barre und den Kaufleuten der französischen Niederlassung zu Albreda sind ausgeglichen. Der Wachshandel war sehr lebhaft. Die nach Albreda segelnden fran zösischen Schiffe werden aber noch immer von den englischen Behöi den von Santa Maria angehalten, welche deren Papiere in Beschlag nehmen und sie zur Zahlung von Ankergeld und anderen Abgaben nöthigen, mag es für sie gelegen sein, bei Santa Maria anzulegen oder nicht. Nach der Rückkehr der „Afrikanerin“ von Portendic, wo dies Schiff mehrere Tonnen Gummi angekauft hat, war ein zw tes Fahrzeug ebendahin abgesandt worden und hatte 140,909 Pfund Gummi geladen. Die Häuptlinge der Mohrenstämme von Trasas, welche die „Afrikanerin“ an Bord genommen, befinden sich jetzt zu Santa Maria und schließen weitere Verträge über Lieferung von Gummi zu Portendie ab. Seit Eröffnung des Handels mit Arsahi den (einer ölgebenden Pflanze) scheinen sich die Geschäfte zu Albreda sehr ausgedehnt zu haben. In diesem Jahre ist von diesem Ar schon 25mal so viel als im vorigen gekauft worden.“

Srossbritanien und Irland.

e Tarif⸗Unterhandlungen zwische

und Portugal, welche man durch den gegenwärtig hier anwese von Palmella zu einem baldigen Abschlusse gebracht zu sehe nach einem Schreiben des Geheimenraths-Comité's für Handels- A genheiten an die nach New-Foundland handelnden Kaufleute eigentlich noch gar nicht aufgenommen wurden. Es ist somit wenig Aussicht, daß überhaupt ein Vertrag zu Stande kommen werde: Das Schrei— ben lautet: „Mit Bezug auf das von mehreren nach New-Foundland handelnden Kaufleuten an dieses Büreau gerichtete Schreiben, bin ich von den Lords der Geheimenraths-Comité für die Handels-Angelegen heiten beauftragt worden, Ihnen mitzutheilen, daß die Unterhandlun gen mit Portugal, welche im April d. J. abgebrochen wurden, strenge genommen nicht wieder aufgenommen worden sind; daß seit der An kunft des Herzogs von Palmella in England, Se. Excellenz der Re— gierung Ihrer Majestät Erklärungen übergeben hat, welche dahin ab zielen, darzuthun, daß die britischen Vorschläge, vor der im April J. stattgehabten Unterbrechung oder Abbrechung, ihrem We von der portugiesischen Regierung angenommen gewesen seien; die Regierung ihrer Majestät aber, nach Prüfung dieser Erklärunge unzweideutig der Ansicht ist, daß der Herzog von Palmella bei jener Voraussetzung sich im Irrthum befindet und leberzeugung, dem Herzoge von Palmella heilung gemacht worden ist. Ich habe die

3 81 Sofegre H. Shaw Lesevre

.

tikel

London, 29. Nov. Di l

J (

t

L.

Sitten, 23. Nov. In Sitzung hat der Große Rath,

uf Antrag des Staats-Rathes und der Kommission, in großer Mehr— Stande Luzern in Sachen der aar—

onferenz nicht zu beschicken.

.

hat aus der Havanna Nachrichten

hatte daselbst öffentlicher Handkuß aus

hunt

it beschlossen, die vom hohen l

uischen Klöster vorgeschlagene K

1

Paris, 29. Nov. Man 10ten ges der Königin von Spanien stattgehabt. Neue n bleihaltigem Mineral, Zink und Silber wa

durch einen französischen Ingenieur, Herrn Trenard, Eigenthümer einer Kaffeepflanzung im Süden des Distrikts von Cojemar entdeckt worden. Da er die Absicht hat, zu gleicher Zeit seine acht Minen auszubeuten, so will er dieses große Unterneh men vermittelst einer Commandite⸗-Gesellschaft unter dem Namen der französisch⸗spanischen Gesellschaft verwirklichen, welcher er die Hälfte des Eigenthums der acht Minen übertragen will, während er sich die andere Hälfte vorbehält. Das Gesellschafts Kapital soll 400,900 Pia ster betragen, die Actien werden in drei Serien getheilt; die erste be⸗ steht aus 125 Actien zu je 1000 Piaster; die zweite aus 230 Actien zu je 500 Piaster; die dritte endlich aus 600 von je 250 Piaster. Der Gesellschafts-Akt wurde bereits am letzten 4. Juni abgefaßt. Herr Trenard hat bereits abgesetzt für 15,900 Piaster in Actien zu Santiago und für 13,B00 Piaster zu Trinidad. Bei Abgang der letzten Nachrichten befand er sich in der Havanna, das Weitere zur Ausführung seines Projektes vorbereitend. dort wollte er sich nach Matanzas einschiffen, dann nach New-Orleans gehen, zu demselben Zwecke. Am 1. Januar 1814 soll die gleichzeitige Aus beutung der acht Minen beginnen. Der Gouverneur Don Juan Tello, Gouverneur von Santiago de Cuba, war, gleich dem General Val— dez, ersetzt worden. Sein Nachfolger ist der General Don Cayetano Urbina. Der General Tello hinterläßt zu Santiago de Cuba das ehrenvollste Andenken, indem er stets auf wahrhaft väterliche und ge Weise die Verwaltung dieses Distriktes geführt hatte.

.

Oktober. Anlaß des Geburts Minen von Kupfer, v ren kurz nach einander

24 Von

rechte

Konstantinopel, 15. Nov. (Oesterr. Beob.) ten d. M. verfügte sich der Sultan, begleitet von den Großwürden trägern und Ministern der Pforte, zu Lande nach San Stefano, um die für die dortigen Pulvermühlen aus England verschriebenen Ma schinen in Augenschein zu nehmen und mit dem daselbst erzeugten Schießpulver Versuche anstellen zu lassen. Der Baruthane Nasiri (Aufseher der großherrlichen Pulvermühlen), Ali Nedschib Pascha, gab bei diesem Anlasse ein großes Bankett. .

Der Posten eines ottomanischen Botschafters in Paris ist gestern

dem bekannten Mustapha Reschid Pascha, welcher denselben vor seiner Hierherkunft bekleidet hatte, wieder verliehen worden. Heute ist das vom Kapudan Pascha befehligte Geschwader von seiner Uebungsfahrt im Archipel in den hiesigen Hafen zurückgekehrt. Halil Pascha selbst befindet sich schon seit drei Tagen in der Hauptstadt. ; Vorgestern ist der Königl. französische General-Inspektor der schönen Künste, Baron Taylor, auf dem ihm von seiner Regierung zur Disposition gestellten Kriegsdampfboot „Veloce“ hier angelangt. Der durch seine Reisen im Orient bekannte methodistische Mis sionair, Dr. Joseph Wolff, ist aus England hier eingetroffen. Er gedenkt von hier über Trapezunt, Erzerum, Bagasid, Etsch Miazin, Kars, Erivan, Tabris, Teheran, Mesched, Sarat, Chiva, nach Buchara, wo er den Oberst Stoddart und Capitain Conolly noch am Leben zu treffen und aus der Gefangenschaft zu befreien hofft, abzugehen und von da über Kokan, Orenburg, Moskau, Petersburg, Konstantinopel, Wien, Paris nach London zurückzureisen. .

Im Smyrna hat man eine Bande von Falschmünzern entdeckt, die gefänglich eingezogen und nach Konstantinopel zu weiterer Unter— suchung transportirt wurde.

HMeriko und Teras

O Neww⸗RYHork, 6. Nov. Die mexikanische Regierung hat auf dem von ihr betretenen Wege des Prohibitiv-Systems einen neuen Schritt vorwärts gethan. Man möchte glauben, Santana habe sich zum Ziele gesetzt, Mexiko der ganzen übrigen Welt zu verschließen. Nachdem er dem auswärtigen Handel den Zutritt in dieses Land

durch die Erhöhung der Tarife so schwierig und kostspielig als mög lich gemacht, nachdem er aus dem Detailhandel im Innern ein aus⸗ schließliches Privilegium für die Landes- Eingeborenen gemacht hat, hat er nun durch ein Dekret auch die Schließung der Zollstätten längs der Landgränze gegen die Vereinigten Staaten hin angeordnet. Das betreffende Dekret lautet:

„Se, Ercellenz der provisorische Präsident der Republik hat das sol= gende Dekret erlassen: .

io Lopez de Santana u. s. w.

. nd ohne Vorbehalt jedem äußeren Handel ver⸗ schlossen die Gränz en von Taos im Departement von Neu⸗Mexiko und von del so wie von Presidio del Norte in dem von

bibuabua Chihuahug.

1 Si Zollstätt Paso Norte iese Erklärung wird beginnen, in Kraft zu tre—

Veröffenilichung in der Hauptstadt. Dem⸗

ust 1843.

o p e Santana. Trigueros, Minister der Finanzen.“ Art von Gesundheits⸗Cordon, der gegen den Handel aller ind besonders gegen den der Vereinigten Staaten gezogen r gewinnreichsten Zweige der amerikanischen Spe⸗ tion bedeutenden Nachtheil bringen. Die Vereinigten Staaten hatten sich Absatzkanäle von ziemlicher Bedeutung gerade über die b die ihnen nun verschlossen worden sind. Die Fe war ein Punkt beträchtlicher Ausfuhr geworden, derselben in diesem Augenblicke eine Expedition auf bei der Ankunft an ihrer Bestimmung Thüre und Thor ssen wird. Diese schnelle Aufeinanderfolge von Prohi⸗ Maßregeln wird dagegen wenigstens das gute Resultat haben, das Kabinet von Washington nur um so mehr sich beeilen wird, Vorstellungen dagegen zu erheben.

(l

11 6

sinden

agegen zu, en. Auch ist zu hoffen, daß eben da⸗ ch nur um so früher jene Einstimmigkeit in den Protestationen der deren Interessen gleichmäßig benachtheiligt eintreten werde, welche geeignet und nothwendig ist, um den beabsichtigten Eindruck zu machen. England dürfte um so weniger zaudern, sich anzuschließen, als ohnedies bereits jeder diplomatische Verkehr zwischen seinem Gesandten und dem mexikanischen Kabinet, aus Anlaß der von dem letzteren geduldeten Insulte gegen die britische Flagge, unterbrochen zu sein scheint. In dieser letzteren Angelegenheit scheint aber der englische Gesandte, wie man wenigstens hier allgemein di beurtheilt, eine allzu weit getriebene Empfindlichkeit an den Tag gelegt zu haben, und Viele meinen, er habe nur den willkommenen Anlaß benutzt, um seiner Mißstimmung über die neuesten Prohibitiv⸗Maßregeln der mexikanischen Regierung freien Lauf lassen zu können. Wie dem auch sei, es ist mehr als wahrscheinlich, daß künftig England aus der Angelegenheit wegen seiner Flagge und der seines Handels nur eine und dieselbe machen wird.

Großes Aufsehen haben die neuesten Nachrichten aus Texas ge⸗ macht, mit denen sich die ganze amerikanische Presse aufs lebhafteste beschäftigt. Es soll nämlich ein Plan im Werke gewesen sein, nach welchem der Präsident von Texas die kleine Marine dieser Republik an die Engländer zu verkaufen die Absicht gehabt hätte, aber durch die Weigerung des Commodore Moore, der bekanntlich Befehlshaber dieser Marine ist, daran verhindert worden wäre. Eine Korrespon denz aus Galveston vom 13. Oktober nämlich meldet, der General Murphy, Geschäftsträger der Vereinigten Staaten bei der Republik Texas, habe Washington (in Texas) den Sitz der Regierung verlas⸗ sen, sei nach Galveston abgereist und habe von dort sogleich auf einer

Goelette Herrn Abell abgeschickt als Ueberbringer von Depeschen, welche eine tiefe Sensation zu Washington (in den Vereinigten Staa⸗ ten) hervorbringen müssen. Der Inhalt dieser Depeschen und die Ursache der Abreise des Generals Murphy sollen nun, nach glaubwür digen Notizen, folgender Art sein. Herr Murphy hatte den Argwohn, daß geheime Unterhandlungen, die für die Sache von Texas eben so ver hängnißvoll als für die amerikanischen Interessen nachtheilig wären, zwischen Großbritanien und dem Präsidenten Houston vor sich gingen. Er benutzte daher die Abwesenheit des Letzteren, um sich authentische Abschriften von einer Korrespondenz zu verschaffen, welche zu gleicher Zeit zwischen dem General Houston und den Ministern von England und Mexiko stattfand. Nach dieser Korrespondenz hätte Herr Houston sich anheischig gemacht, die kleine texrianische Kriegs Marine verkaufen zu lassen unter dem Vorwande ihrer Nutzlosigkeit und der Leere des Schatzes. Zu diesem Zwecke wäre diese Marine damals nach New⸗ Orleans geschickt worden, wo aber ihr Befehlshaber Moore den Plan vereitelte, indem er auf eigene Verantwortlichkeit und Machtvollkom⸗ menheit hin, sie dem Dienste von Nukatan zuführte. Wäre sie ver⸗ kauft worden, so hätte dann die mexikanische Escadre Galveston blokiren und sich desselben bemächtigen können. Der Präsident Houston hätte dann die durch diese Invasion erzeugte Entmuthigung benutzt, und versprochen, die Souverainetät von Mexiko anzu= erkennen und durch den Kongreß von Texas anerkennen zu lassen, un⸗ ter der Bedingung, daß die mexikanische Regierung sofort alle ihre Rechte auf Texas an England abtrete. Wäre dann Texas englische Provinz einmal geworden, st

* 9 7 en Mächte,

81

die Sache

1,

l :

1 so wäre natürlich die Abschaffung der Sklaverei sogleich ausgesprochen worden, und das ist es, was die süd⸗ lichen Staaten der Union und deren Presse so lebhaft gegen diesen Plan in Harnisch gebracht hat. Mir persönlich drängen sich noch ge— waltige Zweifel über die Richtigkeit aller dieser Angaben auf, die so gewaltigen Lärm verursachen. Aber wäre ein solcher Plan von Sei ten des Generals Houston wirklich gefaßt gewesen, so könnte es den Vereinigten Staaten, ganz abgesehen von der Sklaven-Frage, aller— dings nicht gleichgültig sein, auf solche Weise England sich auch im Süden ihres Gebietes festsetzen zu lassen, wie es schon im Nor— den festen Fuß hat. Wenn Texas, Mexiko und England zusammen ihre Rechnung machen würden, ohne auch mit den Vereinigten Staa ten sich zu verständigen, so hieße dies wahrlich die Rechnung ohne den Wirth machen, und wahrscheinlich würde in einem solchen Falle auch Frankreich seine Stimme geltend machen. J

Ca Plata -Staaten.

S Paris, 29. Nov. Zur Ergänzung der früher mit— getheilten Nachrichten aus Montevideo gehört noch, daß damals die Rede war von einem zwischen Montevideo und Brasilien ab⸗ geschlossenen Handels-⸗Vertrag, wonach das die beiden Länder scheidende neutrale Gebiet an Brasilien abgetreten würde gegen Be⸗ zahlung einer Million schwerer Piaster und eine Unterstiützung von 6000 Mann Truppen. Dieser zu Montevideo unterzeichnete Vertrag wäre sogleich nach Rio Janeiro geschickt worden, um dort ratisizirt zu werden. Die Franzosen zu Montevideo hofften so aus der pein—⸗ lichen Lage herauszukommen, in welche sie wider ihren Willen durch die Macht der Umstände gekommen waren.

. Paris, 29. Nov. Man hat Nachrichten aus Haiti bis 13. Oltober. Die interessanteste Neuigkeit, welche die Blätter von

nn