Versenders
z ĩ ich Schuld des alle Schaden. die durch Schuld de —
oder n der versicherten
j utstehen. —⸗
2) . Scheidewasser und andere derartige Gegeustände können auf der Eisenbahn nur be⸗ fördert werden, wenn das zu versendende Quantum eine besondere . Wagen ⸗ La. dung beträgt, — Die Ge ellschaft übernimmt
jedoch für solche Sendungen leine Verbindlichkeit irgend einer Art, behalt ssich vielmehr vor, vom Absender oder Empfänger Ersatz für alle Beschä— digungen zu verlangen, welche durch dergleichen
Substanzen an den Transport- Fahrzeugen mögli=
cherweise entstanden sein können. — Dagegen ist
der Transport von Schießpulver, chemischen Feuer⸗ zeugen und derartigen chemischen Präparaten, als
Rnallsilber und Knallgold, Sireichhölzchen, Streich. schwamm 2. und allen durch Reibung sich leicht entzündenden Gegenständen auf der Eisenbahn überall nicht zulässig.
Wer dennoch unjer falscher Declaration solche Gegenstände der Gesellschaft zur Beförderung über—⸗ geben sollte, wird im Falle eines dadurch herbei Zeführten Brandes für jeden Schaden in Anspruch genommen.
3) Dagegen wird im Falle einer Brandbeschädigung aller nicht vorgedachten Güter während, des Transports der durch Fakturen und andere glaub würdige Dokumente, welche die Gesellschaft ver langen möchte, zu erweisende wirkliche Werth der verunglückten Wagren vergütet, jedoch so, daß für die Güter eines Versenders an einen Empfänger nicht mehr als 50 Thlr. durchschnittlich pro Ctr. an Vergütung gezahlt werden.
Gereltete, unbeschädigte Collis bleiben bei Er mittelung der Entschädigung unberücksichtigt; für Guter in geretteten, beschädigten Collis, deren Durchschnitiswerth größer ist als 50 Thlr. per Gtr., wird die Entschädigung pro rata geleistet.
4) Die Brandschaden-Vergütigung des verladenen Gepäcks der Passagiere geschieht zu dem festen, keiner weiteren Ermittelung unterworfenen Wertße von 1 Thlr. für jedes zum Transporte dellarirte Pfund.
5) Die Brandschaden⸗Vergütigung für auf der Bahn zu befördernde Reisewagen wird nach dem wahren Werthe, jedoch höchstens bis zum Betrage Lon:
600 Thlr. für die Equipagen erster Klasse —,
wozu viersitzige oder ganz bedeckte Wagen,
300 Thlr. für die Equipagen zweiter Klasse —,
wozu alle anderen Wagen gehören, geleistet. — das auf den Wagen befindliche Ge päck ist von der Versicherung ausgeschlossen. — Ist der vorstehend zu 4) und Z) bezeichnete Schade ein partieller, so iritt nur eine pro rata Entschädi— gung ein.
6) Für während des Transports auf der Bahn durch Feuer verunglücktes oder wesentlich beschädigtes Vieh wird Vergütigung nach dem erweislichen Werthe bis zu folgenden höchsten Sätzen geleistet.
Für ein Pserd 150 Thlr.
einen Mastochsen 70 *
„ein Stück Rindvieh bis 5 Ctr. Gewicht 50 *
9 1 ö.
Mastschwein
Faselschwein
Schaf einen Hund w Geflügel in Käfigen pro Ctr. krutte 10. Die Zahlung der Entschädigungen erfolgt binnen der nächsten 4 Wochen nach Erweis und Feststel lung des Schadens.
Für die im Vorstehenden
stung einer Brandschaden
Eigentbümern der beförderten
nicht entrichtet.
Stettin, den 5. Dezember 1843. Das Direttorium. Zenke. Witte. Kutscher.
ausgesprochene Gewährlei Vergütigung wird von den Gegenstande eine Prämie
t mach ung.
Die Zinsen Magdeburg ⸗⸗* berstädter Eisenb.⸗ Actien liegen vom 2. Januar tk. Is. an auf unserer Hauptkasse zur Zahlung bereit.
Von denjenigen Actien, welche in den ausgeschrie⸗ benen zehn Raten bezahlt schon bis zum 31. Juli
gegen Ausbändigung fünfmenatliche Zinsen vom 1. Auzust bis
31. Dezbr. v. Js. er zwanzig Silber groschen erboben.
Dagegen sind * und bis zum 31. De mit Interims- Coupons versehenen Actien über die schon bei dem ersten und zweiten Ausschreiben vollständig eingezahlten Tapitalien gegen Aushändigung dieser Inte in „⸗Ceuvons sechs monatliche Zinfen vom 1. Juli bis 31. Dezbr. d. mit zwei Thalern zu erheben.
Indem wir die Herren Actionaire richtigen, ersuchen wir zugleich die In
gedachten Actien, dieselben im Laufe des
und von denen die Zinsen
Ns J
*
on en ce rüher ausgegebene
1
nuar k. Is. Behufs der Empfangnahme denscheint für die mit dem 14. Januar k. 32. den vier nächsten Betriebsjahre, auf s vorzulegen. Magdeburg, den 20. Novbr. 1813. Direltsrium der Magdeburg-Halberstätter Eisenbahn Gesellschaft. Francke. Vorsitzender.
1044
des Artikels 124. des Gesetzes vom 1. Juni 1825, alle Besitzer obiger Pfandbriefe und Zins Coupons, so wie diejenigen, welche irgend ein Besitzrecht dazu zu haben glauben, auf, sich mit denselben an die Haupt Direction zu Warschau in dem Zeitraume von Einem Jahre, von der gegenwärtigen Bekanntmachung in öffentlichen Blättern an gerechnet unbedingt zu mel den, als widrigens besagle Pfandbriefe mit Zins ⸗Cou- pons amortirt und die Duplikate darüber an die be— treffenden Interessenten ausgeliefert werden.
Warschau, den I. März 1813.
Der Präsident J. Mo rawski. Der Gencral-Secrefair Drewnowski.
o- 1 938 3 ö , 33 Literarische Anzeigen. Im Verlage der Unterzeichneten ist so eben erschienen und kann duich jede gute Buchhandlung bezogen wer den, in Berlin (Stechbahn 3), Posen u. Bromberg durch
E. S. Mittler: 221] Die
Bestimmung und Erziehung
weiblichen Geschlechts. Entworfen von 3.3 Schulz,
Oberlehrer an der Königl. Real- und Elisabethschule und Lehrer an der Königl. Louisenstistung in Berlin. gr. 8. Velinpapier. geh. 4 Fl. — 2 Thlr. 11 Sgr. Vorliegendes Werk ist eine Bereicherung der an ge ten Schriften armen Literatur des speziellen Zweigs der Eziehung, der die weibliche Jugend betrifft. Der Herr Verfasser dnech seine amtliche Stellung vor vielen an deren berechtigt und berufen, ein Wort tiefgehender Be- lehrung und ernster Erinnerung an seine Zeit zu rich ten und die Schätze seines Geistes und seiner Erfah⸗ rung auch weiteren Kreisen der menschlichen Gesellschaft aufzuthun, hat seine Schrift der Königin von Preußen, dem Muster edler Weiblichkeit, gewidmet. In einfacher, klarer, allen gebildeten Aeltern verständlicher und an ziehender Sprache, handelt er mit logischer Folgerich— tigkeit und philosophischem Geiste in der ersten Abthei— lung von der eigenthümlichen Natur und Bestimmung des? Weibes im Gegensatz von der männlichen, und baut sodann in der zweiten auf das Ergebniß seiner Unter⸗ suchung die zweckmäßigste Methode der Erziehung und Unterweisung des weiblichen Menschen. zum Beweis der Gediegenheit des Werks mag schon das dienen, daß hier das religiöse Prinzip, das heutzutag von den Stimmberechtigten wohl als das einzig richtige aner fannte, zur Grundlage des Ganzen genommen wird. Aeltern, Lehrer, Schulbehörden und wer immer in die⸗ ser großen Sache thätig zu sein im Fall ist, wird das Buch mit Nutzen lesen. Möge es den Segen stisten. den es beabsichtigt und den es zu verbreiten in hohem
Grade geeignet ist. Stuttgart, im November 1843. J. F. Ca stsche Buchhandlung.
486 p Mit Januar 1844 beginnt der zweite Jahrgang der Koͤnigsberger allgemei—
nen Zeitung. Dieselbe hat es sich zur Aufgabe ge— stellt, neben einer genaueren und vollstandigeren Dar⸗ stellung der Ereignisse und Zustände des preußischen Staates, vorzugsweise die der deutschen Bundes staaten und nächstdem die der wichtigsten Länder Euro— ba3's und der übrigen Eidtheile, sowohl in gewöhn— lichen Zeitungs⸗-Nachrichten, als in ausführlicheren Ori- ginal-Artikeln ihren Lesern vorzuführen und damit ein eine Berichte aus dem Gebiete der Künste, Wissen schaften und Literatur zu verbinden. Dies Bestreben wird
dem ersten
auch in dem nächsten Jahrgange unter deiselben Redaction festgehalten werden, und wie wir verheißen kennen, mit eimer größeren Ausdehnung in Bezug auf die Original-Artikel. Die Lage und die Verhältnisse Königsbergs rechtfertigen noch insbesondere einen gro ßeren Antheil an den Verhältnissen Rußlands und Po— lens, indem auch hierin zugleich Neues nach Ort und Zeit in möglichster Schnelle dargeboten werden kann.
Die verehrlichen Abonnenten dieser Zeitung werden gleichzeitig ergebenst ersucht, ihr Abonnement rechtzeitig u erneuctn, damit die Lieferung der Blätter keine Un terbrechung erleide. Neue Bestellungen werden außer— halb Königsbergs bei den resp. Königl. Postbehörden u 1 Thlr. 20 Sgr. für das Quartal, für hiesige Abon nenten zu J Thlr. 5 Sgr. in der Zeitungs-Erpedition angenommen.
Rönigsberg, den 13. Dezember 1843. Die Redarction der Königsberger Zeitung.
Allgem.
; w 5 s R — In Darlazern Duncker C Humblot jenen und in allen Buchhandiungen zu haben: Die
Boettig .. ubscriptionz preis 12 Thlr. Die alte Ges 2 Thle. lr
797
Die Haupt-Direction des PolnischenLand—
schaft⸗Kredit⸗Vereins.
In Folge eingegangener Gesuche wegen Ausf , ö ; gen A und Einhändigung von Duplikaten dar e er l 8
nichtete oder gestohlene angegebener Pfandbriefe: — vom 1. Zeitraume ;
Lit. D. No. 69552 pro 500 Fl. Poln. mit 13 Zins—
Coupons, vom 2. Zeitraume
Lit. A. No. 227100 pro 20000 Fl. Poln. mit 10 Zins-
Coupons,
Lit. C. No. 293687 pro 1000 Fl. Poln. mit 9 Zins⸗
Coupons,
Fordert hiermit die Haupt Direction des Landschast⸗ Kredit Vereins im Königreiche Posen, in Ausführung
pbieen. 2 Thle. 37 Thlt.
Tie neuere Geschichte in Biographieen.
2 Thle. 36 Thli.
. i. 2 Th Das Anziehendste wohl für Jeden schichte, abgesehen von dem Intereste,
in der
Zweifel die histörischen Personen. nun die meisten Weligeschichten, die Thaten aller dieser Männer
— sie erscheinen uns als Heroen, ner uns näher rückt, vermissen wir.
unternommen, die Weltgeschichte darzustellen in
chichte in Biographieen.
Die mittlere Geschichte in Biogra—
Die neueste Geschichtein Biographieen.
Weltge⸗ welches die histo⸗ rischen Begebenheiten und der Fortschritt des Menschen⸗ geschlechts im Großen und Ganzen einflößt, sind ohne
Durchblättert man so findet man wohl darin aufgezeichnet, aber nicht, wie sie zu diesen Thaten gelommen, nicht wie diese aus ihrem Charalter sich allmälig eniwickelt, aber das eigentlich
Menschliche an ihnen, was auch die größten Män⸗ Duichdrungen von
dem Gefühle dieses Mangels hat es der Herr Verfasser eine Beschichte der hist orischen Personen, dabei hat er aber zugleich die einzelnen Biographieen durch histo⸗ rische Uebersichten mit einander verbunden, so daß seine
deren würdig an die Seite reiht, durch die Biographieen aber gewissermaßen als ein Supplement zu allen an⸗ deren zu betrachten ist.
la22?]
Weihnachtsgabe. n da T. Trautweinschen Such- n.
Musikalien‚ Handlung (J. Guttentag) ist erschienen und zu haben: ; Taubert, W., Chöre zur Medea des Euri⸗ pides. Kl. Ausz. 2 Thlr. 10 Sgr., einzeln daraus: Ouverture à deus mains 77 Sgr.
Taubert, W., Klänge aus der Kinderwelt.
12 Lieder von Hoffmann v. Fallersleben, aus des Knaben Wunderhorn 2c. mit Begl. des Pf. Op. 58. Pr. 25 Sgr.
Diese Lieder vergegenwärtigen uns die poetische Zeit der Kindheit und muͤssen jedes dafür empfängliche Ge⸗ müth freudig bewegen. Sie dringen zu den Ohren und Herzen der Kinder, weil sit deren Lust und Wonne in anmuthigen, lebensfrischen Melodieen kund thun. Die Lieder haben in auswärtigen Konzerten, größeren Jirkeln und Familienkreisen einen gleich mächtigen Ein dräck auf Erwachsene und Kinder gemacht und können mit Recht als eine passende und schöne Weihnachts⸗ gabe empfohlen werden.
Taubert, W., Gruß an Schlesien. 3 Lieder
in schlesischer Mundart von Hoffmann v. Fallers⸗ leben, Viol und Geisheim mit Begl. des Pf. Op. 59. Pr. 15 Sgr.
Diese Lieder zeichnen sich durch Heiterkeit und Ge⸗ müthlichkeit aus. Den Charakter dieser harmlos lusti⸗ gen Texte hat der Komponist in den Tönen treu und lebendig wiedergegeben und werden diese Lieder ohne Zweifel so freudig aufgenommen werden wie des Kom
*
ponisten „blauer Montag“.
22301 o eben ist erschienen und in Berlin zu haben in der
Buchhandlung,
S —
Enslinschen
Breite Str. 23, in Oehmigke's Buchhdlg, Burgstr. 89,
Buchhandlung des Berliner Lese-Kabinete: einer Berli— Preis 10 Sg.
und in der ; Charaden und Räthsel von nerin. Eine Weihnachtsgabe.
5522 6 .
n, Ankündigung.
Der dahier erscheinende Korresp 98d n
für Dentschland ö
ist fortwährend bemüht, durch schnelle und vollständige
Mittheilung der politischen Ereignisse sowohl, als durch
ein alle bedeutenden Eischeinungen auf dem Gebiete
der Kunst, Wissenschaft und des sozialen Lebens um—
fassendes, die Unterhaltung mit der Belehrung verbin⸗
dendes Feuilleton den Anforderungen eines gebildeten
Lese⸗ Publikums zu entsprechen.
Eine Anzahl gut
von und
unterrichteter Mitarbeiter in den Hauvtstädten Deulschlands, in Paris, London u. s. w., o wie eine sorgfältige Benützung der besten journali⸗ stischen Quellen, wird ihn auch in Zukunft in den Stand ttzen, die geachtete Stellung, die er seit seinem Ent⸗ stehen unter den ersten Blättern Deutschlands einge⸗ nommen, zu behaupten, und dem Berufe der Tages presse würdig und zeitgemäß nachzustreben.
Bestellungen auf das täglich 1. Bogen stark erschei- nende Blatt wollen bei allen Post-Aemtern des In⸗ und Auslandes möglichst frühzeilig gemacht werden.
Für Insertionen und Bekanntmachungen jeder Art ist das Blatt wegen seiner großen Verbreituns vorzüg lich geeignet, und wird die zweispaltige gedruckte Petit zeile mit 5 Kreuzern, in größerer Schrift nach Ver hältniß des Raumes berechnet.
——
Nürnberg, im Dezember 1843. Die Exped. des Korrespondenten von und für Deutschland.
Im Verlage von J. Urban Kern in Breslau sind erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben, in
Berlin vorräthig in der Gr opiusschen
Buch- und Kunsthdlg. Königl.
Bauschule Laden 12:
Neur Romane und Schriften der Verfasserin von „Schloß
Goczyn“.
Magdalene. Skizzen
72 35
Roman in 2 der 8. 18113. 2 Thlr. 15 Sgr. Erster Band: — . — 2 5) 6 In der seimat. Marie. Briefe eines Halbjahres vom Blätterknospen bis 3weiter Blätterf. — . Blätterfallen. Haraldsburg.
18413. gr. 8. eleg. lart. 2 Thlr. — — . 1814. 8. geh. 1 Thlr. Schloß Goczyn. ritter Vans: Aus den Papieren a. Hugo.
einer Dame von Stande.
Band:
Ferner sind bei mir erschienen: 2 8 X ö = ). * — — Aus d. Residenz. Elisenhof. Sch icksalle eines Fürstensohnes. Von Jeanne Marie. Roman in 2 Bänden. 1813.5. geh. 2 Thlr. 20 Sgr. Preußen gewidmet.)
2225
Breite Straße NRJ. H, zu haben:
ür deutsche Freiheit. ben Zeiten der Reformation. ken OStiginal-Quellen bearbeitet; 3
Weltgeschichte auch in dieser Beziehung sich seder an
17 Stahlsstichen, eleg. geb. 3 Thlr. 18 Ngi.
Ften Auflage Verlag der G.
2 Bänden. aus der vornehmen Welt:
1812. 8. geh. 1 Thlr. 15 Sgr.
1841.8. geh. 1 Thlr. 15 Sgr. (Erscheint in einigen Mon.)
No man aus d. großen Welt.
(Der Prinzeß Wilhelm von
Förster, Fr., Christoph Columbus, der Entdecker del neuen Welt. Ein Volksbuch zur Belehrung und Unterhaltung, nach den besten Original= Quellen bearbeitet. Mit 22 Stahlstichen, Land- farten und Facsimile. 3 Bde. in eleg. farbigem Einband 3 Thlr.
— — Leben und Thaten Friedrich's des Großen, Königs von Preußen. Ein vaterländisches Ge⸗ schich ls buch. Mit 52 Bildern. Zweite Stereotyp⸗ Auflage. 2 Bde. eleg. geb. 2 Thlr. 7] Ngr.
Andrens Hofer und der Freiheitskampf in Tyrol 1809. Von *r. 3 Bde. mit 24 Stahlstichen in eleg. farbigem Einband. 2 Thlr.
Leipzig, im November 1843.
B. G. Teubner.
In allen Buchhandlungen Deutschlands ist vorräthig zu haben, in Berlin (Stechbahn 3), Posen und
5 (2 Fiffler ·˖ Bromberg bei E. 961 Mittler: 22221 Die neue Gte) Auflage des Werkes:
Franz Nowak, der wohlbera—
thene Bauer, ein nützliches Handbuch für den
deutschen Landmann, von A. Rothe. Preis 15 Sgr. Die Versammlung der Landwirthe Deutschlands, desgl. die besten landwirthschafil. Zeitschriften haben sich dahin ausgesprochen, daß dieses Buch eines der besten und zweckmäßigsten Werke sei, welche jemals für den deut- schen Landmann geschrieben wurden.
K é 577 ö 8 115 5 Literarische Anzeige . . ö von Wilhelm Besser. (Behrenstr. 41.) gilhelm Besser sind so eben erschienen: Kinder- und Hausmährchen gesammelt durch die XV — 6 8 . Brüder Grimm. Kleine Ausgabe, 6te Auflage. Preis broch. 20 Sgr., in farbigem Umschlage mit Titel . . kleine Ausgabe mit Kupfenn ist in der Reimerschen Verlags Buchhandlung und dort wie in allen Buchhandlungen für Thlr., so weit der Vorrath reicht, noch zu haben.) In neuen Auflagen sind ferner erschienen: Kinder- und Hausmärchen, große A usgabe in 2 Bänden. Fte Aufl. gr. 12. m. Kupfern, in farb. Umschlage kart. Thlr., in wohsseiler Ausgabe broch. 2 Thlr. Wir benutzen diese Gelegenheit, um ausdrücklich dar⸗ auf hinzuweisen, daß „Grimm Fabelbuch“, 3 Bände, und „Grimm bunte Bilder“, so wie „Grimm Märchen aus dem Morgenlande“, nicht von pen Brüdern Grimm verfaßt sind.
— —
2
Dieselbe
Bei C. F. Kiuns in Hannover ist erschienen und in 2 1 1 9 5 2 2
Berlin vorräthig in der X uslins che L Buch ;
handlung (F. Müller), Breite Str. 23:
Versuch einer getreuen Schilderung [122311 er 9 1 . . Republik Mejico in Hinsicht auf Geographie, Ethnogräphie u. Statistit. Von Eduard Mühlenpfordt, früher Vorstand des Bauwesens bei der Mexican— Company erte. Erster Band. Ueberblick uber das Land im Allgemeinen. Preis 2 Thlr.
Die Republik Mejico, so vielfach ausgezeichnet durch ihre köstlichen Boden-Erzeugnisse, durch ihren un— erschöpflichen Mineral Reichthum, ihre günstige Lage sür den' Welthandel, ihre freisinnigen Institutionen ꝛc, ist trotz dieser Vorzüge noch in vieler Beziehung eine Terra incognita. Der Verf. beabsichtigt in diesem Buche, das sich wesentlich von den meisten, größten heils von Touristen verfaßten Werken über Mesico unterscheidet, genauere Kunde zu geben von einem Lande, das keinem anderen der neuen Welt an Interesse nach-, gar vie⸗ en aber weit vorsteht, das nur der inneren Nuhe bedarf, um sich zu einem der eisten Staaten der Eide zu erheben. Des Verf. jähriger Aufenthalt in Mejico und feine dortige Stellung lassen seine statistischen und geographischen Angaben um so genauer und zuverlässi⸗ ger erscheinen.
2219 J
Ein in allen Zweigen und insbesondere in der Guß= Spiegel- Fabrication volllommen erfahrener Wertführer kann unter sehr annehmbaren Bedingungen ein Unter
kommen sinden. digung hinzugesügt, das Vollkommenste
werden kann. ö brie tr allgemeine Privat Geschäfts Kanzlei in Prag.
las iu] Eine neueren
ren Betrieb und nach
komplett eingerichtete
einer großen Palmöl - Bleicherei, der größten Städte . derung halber aus freier kauft werden.
Auf mündliche 8 ertheilt nähere Auskunft
Adolph Flemming,
1541. 8. geh. 1 Thlr. 23 Sg.
In meinem Verlag ist erschienen und n allen Buch-
handlungen, in Berlin in ben T. Trautwein⸗
schen Bach nt Mäsllallen-Hanblung (J. Guttentag),
Lrunnow, E. vs, Ulrich von Hutten, der Streiter Historisches Gemälde aus Ein Volksbuch, nach Bde. mit
Brüder ⸗Str. Nr. 33,
von 3 —5 Uhr. Berlin, den 30. September 1843.
Is h
Dic Erössnung
Belle Etage, Veit kiermit ergehenst an
Julius KulWr, lof-Kunsihändler.
Es wird jedoch zur näheren Verstän⸗ daß nur ein im obigen Fache anf ausgebildeter Mann berücksichtigt Die brieflichen Anträge übernimmt die
mit Dampfapparat und hodrauli⸗ schen Pressen u. s. w. versehene, ür größe⸗ Prinzipien
Stearin⸗Lichte und Seisen-Fabrik, verbunden mit in einer
Preußens, soll Verän⸗ pu . billig wer⸗
Anfragen und portofreie
Vormittags von 8 — 19 Uhr, Nachmittags
* permanenten Kunst- Ausstellung, läden 20
pfui, ein politisch Lied“ versallen mochte.
Das Abonnement beträgt: 2 Uthlr. für Jahr. 4 KRthlr. . Jahr. 8 Rthlr. — 1 Jahr. in allen Theilen der Monarchie ohne Preiserhöhung. Ansertions-Gebühr sür den Raum einer Zeile des Allg. Anzeigers 2 Sgr.
e 174.
Allgemeine
Preußische Zeitung
Alle post-Anstalten des An- und
Auslandes nehmen gSestellung
auf dieses Glatt an, für Gerlin
die Expedition der Allg. Preuss. Seitung:
Friedrich sstrasse Ur. 72.
Berlin, Donnerstag den 2 gen Dezember
aa e e r
1843.
Die vierteljährliche Prä ĩ ; ; . ,,,, . ränumeration dieser Zeitung beträgt 2 Rihl 5 6 ö . Expedition selbst (Friedrichs⸗S Rr. 7 . g beträgt 2 Nihlr. Preuß. Cour. für das Inland. — Be z ; pedition selbst (Friedrichs⸗-Straße Nr. 72) gemacht, und jeder innerhalb der Ringmauer der Stadt wohnende . erhält das an ngen far , . werden in der
Stadtpost, schon den Abend vor
dem angegebenen Datum, frei ins Haus ges— seen, e, . — . X gesandt. — Auswärtige, des In- oder Auslandes ĩ ihre ? zeiti ⸗ kann . r, , e. erwarten, die vor der hier ,, . , , ihre Bestellungen rechtzeitig bei den resp. P
. . 8 1 9 * 6. * * 2 en .
a, 9 nn ist die nme, ee. getroffen, daß Inserate, deren Aufnahme in den Allgemeinen Anzeiger dieser Zeitung gewünscht wi 9 Uhr ab bis Nachmittags 4 Uhr in unserem Expeditions-Lokale, Friedrichs-Straße Nr. 22 fa ; g gewünscht wird, an den Wo ; . * .
in Empfang genommen werden.
ost⸗Aemtern; wer dies versäumt,
Für einzelne B 3 i ö F zelne Nummern des Blattes ist der Preis 2 Sgr.
chentagen v Y c, er 2 agen von Morgens Der Preis der Insertion beträgt für den e e.
einer Zeile 2 Sgr. ieder An? ᷣ . — 22 n, m, . , k 26 45 e, , . der Allg. Preusßt. Zeitung, außer gerichtlichen und anderen öffentlich
inden. ze , . ; . - Anzeigen, e Familien-Nachrichten jeder Art, so wie Industri e,, . offentlichen Bekannt⸗ sinden. Auswärtige haben ihre Inserate unter der Adresse der Expedition in frankirten Den . wit Industrie ünd Handel betreffende Anzeigen, sreis aufnahme
. .
Amtlicher Theil.
— Berli 86rl / ff Minn, 6 Erläuterung in Betreff der Hr. Jgcobo verweiger—
me nr 1 der Abschrift des in seiner Sache erfolgten Erkennt e. f ai. nig sb arg. Sturm auf der Rhede. — Festungsbau. — , urn . — Swinemünde. Seesturm. — Bres⸗ . Brand. zu Heinrichau. — Windbruch in den Militscher Forsten. —
ö. * tz. Schluß des Kommunal-Landtages.
D . he Bundes staaten, Sach sen. Dresden. Hofnachrichten. — Baden. arlgri he., Stände - Verhandlungen. — Grh. Hessen. . m st a 8t. Personal-Nachrichten. — Steuer- Ausschreibung. — 2 3. , Versammlung. — Mecklenburg. Schwerin Hoftrauer. — Schreiben aus Lübeck. (D Auft instige 2of ᷓ hreih . auernde Au ig;
e m mag in den Mittelklassen.) e ,
i, , ,. Monarchie. Preßburg. Die Vorstellung gegen z se n erg von beiden Kammern angenommen. .
3. . 5 N. z z z *
ꝰ e. . ö. a tas. Verhalten der englischen Regierung in Bezug auf . zog ö. Bordeaur. — Eröffnung eines belgisch - französischen ͤ ana 5. ,, . aus Paris. (Der Herzog von Bor⸗ degun un die Normandie; Fürst Ottingen-⸗Wallerstein; Blicke nach dem ⸗ , Jasimit Telavigne z. Rossiz Lamartine's Plan über die Ver—
. tung. der Sparkassen,. — Gedächtnißfeier Napoleon's; Reschid Pascha.) zroßbritauien und Irland. London. Termin der Parlaments= Groffnung. Konflikt der Engländer mit den Eingeborenen in Neu— ( Seeland. — Der Herzog von Bordeaux. ; , , r,. . . dem Haag. Denkschrist der Regierung über die 1 ung der Ordnung in den Finanzen. — Anerbieten des Königs X elm Friedrich, Grafen von Nassau, zur Abhülfe der Finanznoth bei⸗ , K aus dem Haag. (Die dreiprocentige Schuld; zeitere Finanz-Gesetz-Entwürfe; Schenkung Sr. Majestät des Graf von Nassanʒ Vermischtes.) . ,
i. Brüssel. Genehmigung des Einnahme⸗-Budgets.
ä , . Schi iben. aus Paris. (Stimmung in Barcelona in Betreff , , , . zu Madrid; Adresse des Apuntamiento an die Königin; angeblich vorbereitete Karlisten⸗s ĩ üdli F 316 angeblich vorbereitete Karlisten⸗Bewegung im südlichen Frank⸗
Griechenland. Schreiben aus Paris. sammlung; Kalergis.)
Türkei. Veo nder türkischen Gränze. Herr von Daschkoff angeb— lich nach Athen bestimmt. — Konstantinopel. Berathungen und
Maßregeln wegen Griechenland. Vermischtes. ö
Eisenbahnen. Schreiben aus München. (Rechenschafts- Bericht der
or M 1 es * münchen-augsburger Bahn.) — München. Dividende derselben.
(Arbeiten der National -Ver
Jönigsstädtisches Theater. Dominikaner Lacordaire.
Deilage. Deutsche Bundesstaaten. Württemberg. Geiß-= lingen. Ablösung der Gülten. — Grh. Hessen. Gießen uni⸗ versiläts ·Besuch. — Italien. Neapel. Hafen ⸗Arbeiten in Brin dis. — Nevision der Armen-Anstalten. — Gefängnißwesen. — Türkei Konstantinopel. Absendung von Kommissarien in verschiedene Pro? vinzen zur Untersuchung des Zustandes der christlichen Bevölkerung. — Anlunft des Wutsitsch und Petroniewitsch in Sistow. — Brasilien Schreiben aus P aris. (Verhältnisse zu den La Plata⸗Staaten.) ;
Hamburgische Zustände, vorzüglich mit Bezug auf die neuliche Versamm—
lung des Senats und der Bürgerschaft. ;
Handels- und Börsen-Nachrichten. Königsberg, Breslau Magdeburg. Marktbericht. — Paris. Börse. — Am ste rdam. n . und Marltbericht. — Bucharest. Zoll-Verhältnisse in der Wallachei.
(Ein neues Lustspiel von Gautier.) — Der
Amtlicher Theil.
Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht:
Dem Landrath Grafen Kleist von Nollendorf und dem Justiz⸗-Kommissarius Schulz zu Münster den Rothen Adler - Orden Jierter Klasse; so wie dem Käster und Schullehrer Eigen dorf zu Werbig, in der Superintendentur Jüterbogk, das Allgemeine Ehren⸗ zeichen zu verleihen.
— ——
Y R t dis 16 . Dem, Wilh. Sam. Dobbs zu Köln ist unter dem 16. De⸗ zember 1843 ein Einführungs-Patent zuf mechanische Vorrichtungen zum Einfahren des Wagens, Regieren des Aufschlagedrahts und Aufwickeln des gespon nenen Fadens in selbstspinnenden Mulemaschinen in der durch Zeichnung und Beschreibung nachgewiesenen Zusam— ; mensetzung . auf sechs Jahre, von jenem Tage an gerechnet ür f. Jahre, von Ta gerech und für den Umfan der Monarchie ertheilt worden. . t ö.
Uichtamtlicher Theil.
Inland.
. Berlin, 17. Dez. In der zu Wesel unter dem Titel der Sprecher erscheinenden Zeitschrift, und zwar in Nummer 96, wird behauptet: in Preußen sei es Regel, und Gesetz, daß jeder in Kri⸗ minal⸗ Untersuchung Gewesene auf seine Kosten eine Abschrift des Ur⸗ theils erlangen könne; es sei daher nicht abzusehen, warum in der Untersuchung gegen den Dr. Jacoby davon eine Ausnahme gemacht worden sei. J Wer sich die Mühe geben will, die preußische Kriminal-Ordnung nachzulesen, wird in den S8. 515, 531, 534 finden, daß die Gründe der Entscheidung dem Angeschuldigten auf sein Verlangen vorgelesen oder doch wenigstens bekannt gemacht werden sollen, und daß ein Freigesprochener eine Ausfertigung der Erkenntniß- Formel kosten⸗ frei verlangen kann. Dem Dr. Jacoby sind die Gründe der Ent⸗ scheidung in einem besonders hierzu angesetzten Termin vorgelesen auch ist ihm eine Ausfertigung der Erkenntniß-Formel ostenfrei ertheilt worden. Dem Gesetz ist hiernach vollkommen genügt. Durch die Reskripte des Justiz-Ministers vom 17. Januar 1812 vom 12. November 1831 und vom 17. Dezember 1831 ist zwar den Gerichten nachgelassen worden, in einzelnen Fällen dem Angeschuldig⸗ ten auf sein Verlangen und auf seine Kosten eine Abschrift des Er⸗ kenntnisses mit den Entscheidungsgründen zu ertheilen, wenn kein Mißbrauch davon zu besorgen ist. Zu einer solchen Mittheilung fand sich jedoch der Kriminal-Senat des Kammergerichts als Richter erster Instanz nicht veranlaßt, und der Widerspruͤch desselben ist im Auf⸗ sichtswege beachtet worden, weil er die Worte des Gesetzes für sich hat. — Dies sind die Gründe, aus denen dem Dr. Jacoby die Mit⸗ 6 . , Abschrift des Erkenntnisses eben so ver⸗ agt werden mußte, wie dies bei vi ten Angeschuldigte ki r'. ßte, elen anderen Angeschuldigten schon
Königsberg, 18. Dez. (K. 3.) In der Nacht zum 15ten d hig unser Pregel durch die Gewalt eines , aus W. zum S. in wenigen Stunden um mehr denn 4 Fuß, und nur mit Besorgniß konnten wir an die auf der pillauer Rhede ankernden Schiffe denken, deren Tiefgang das Einsegeln verhinderte. Am 15ten 3 Uhr Nachmittags hatte das Wasser die Höhe des niedrigsten Boh⸗ lenwerkes erreicht, einige wenige tiefer liegende Theile der Stadt überschwemmt und fiel dann einige Zoll, als der Wind mehr nach N. ging. Während das Wetter mit Hagel, Regen und Schnee abge⸗ wechselt hatte, versprach der sternenhelle Abend eine ruhige Nacht. Bald aber erhob der Sturm sich von neuem und erreichte am 16ten früh zwischen 2 und 3 Uhr die Höhe eines Orkans, während die eilenden Wolken Schnee und Hagel entluden und das Wasser 57 Fuß, über, den mittleren Stand, dieser Jahreszeit stieß. Gegen Mittag ließ der Sturm nach. Ein um 2 Uhr aus- brechendes Feuer auf der Laak wurde auf ein einziges Gebäude beschränkt. Die Post von Pillau langte an, und wir sahen, daß der englische Schooner „Godfroy“, Capitain M. Gibbon, der mit Lein⸗ kuchen beladen von dort in See gegangen war, zurückgekehrt sei und schwer beschädigt durch das Stoßen auf den Gründen den Hafen erreicht habe. Das königsberger Schiff „Courier“, Schiffsführer
Zimmermann, welches schon seit 14 Tagen auf der
am 15ten 12 Uhr Mittags vor seinen ö zu 26 u e. um 3 Uhr zwischen Pillau und Neuhäuser in den a,, , Wischhusen ordnete alle mögliche n. Versuche an; man warf Leinen an Bomben, die aber leider das Schiff, vom Orkan vertrieben, nicht erreichten, und die hereinbre chende Dunkelheit ließ die Unglücklichen die folgende furchtbare Nacht auf den Masten zubringen. Das Rettungsboot war eben so erfolglos über Land an Ort und Stelle gebracht. Das königsberger . Heinrich“, geführt von Groß, und das memeler Schiff,, Hope“ Führer Trapp, erreichten, ersteres durch das Stoßen schwer beschadigt den Hafen. Am Morgen des 15ten wurden für die Mannschaft des „Courier“ die Rettungs⸗Versuche erneut, und es gelang, 9 der Ge⸗ strandeten zu retten, während der Tod des Schiffführers Zimmer— mann, seines Sohnes und dreier Seeleute zu beklagen ist. Fest über⸗ zeugt, daß in Pillau die Behörden Alles auf boten, was die Mittel erlaubten, können wir nur deren Unzulänglichkeit bedauern, ;
. Bis zum Eintritt des Frostes werden bei dem königsberger Festungsbau noch immer Arbeitsleute aus hiesiger Stadt und Umge⸗ gend mit Graben und Karren beschäftigt. Zur Zeit sind circa 260 derselben von 8 Uhr Morgens bis 4 Uhr Nachmittags in Thätigkeit und erhalten dafür pro Mann täglich 6 bis 77 Sgr. Die 12 Ert⸗ hütten (eine ist bereits zusammengefallen) stehen leer, indem die ta⸗ piauer Sträflinge abgezogen sind. Einstweilen dienen diese Hütten den Trommelschlägern, Pfeifern und Trompetern zum Uebungsplatze.
Memel, im Dezember. (K. 3) Auch hier hat sich eine Turn⸗Anstalt gebildet, welche ihre Uebungen in dem auf dem Walle der Citadelle belegenen sogenannten Kommandantenhause abhält.
Swinemünde, 17. Dez. (B. N. d. O.) Heute Vormit⸗ tag 19 Uhr gerieth das von Königsberg mit 55 Last Schlagleinsaa⸗ men beladene Kuffschiff Neptunus“, geführt vom Capitain Geert. mken, aus Carolinenziel, bei dem herrschenden NM W.⸗Sturme, in der Pritterschen Bucht, zwischen unserem Hafen und Swinerhoft, auf den Strand. Die See ging sehr hoch, und gelang es unseren Loot⸗ sen, die Schiffsmannschaft durch ein Rettungsboot zu bergen. Das Schiff ist am 30. November (. von Pillau in See gegangen und nach Dieppe bestimmt, hat der fortwährenden westlichen Stürme we⸗ gen auch schon acht Tage in Christiansoe gelegen. — Der Sturm scheint jetzt nachlassen zu wollen, und wird es oi gelingen, einen Theil der Ladung zu bergen; das Schiff dürf wract sein
Breslau, 18. Dez. Ueber den Brand zu Heinrichau berich⸗ tet die Breslauer Zeitung nack daß die Kapellen der Kirche, die nach früheren Mirtseilungen ganz zerstört worden sein sollten, zwar durch das Feuer gelitten hätten, aber im Innern voll= ständig erhalten wären. Jerstert wurde dagegen ein mit Kupfer be⸗ beckter Chorgang, so wie die Kupfer- Bedachung der Kirche, deren Werth auf 40, 900 Rthlr. geschätzt wurde. ;
Bei dem heftigen Sturmwinde am Iten d. sind in den Forsten der Standesherrschaft Militsch und Neuschloß mehrere 1000 Stück der stärksten Bäume umgeworfen und gebrochen; derselbe Sturm riß den Schaafstall auf dem Dominium zu Brustave ein, wobei an 300 Stück Schaafe erschlagen wurden.
Görlitz, 14. Dez. (Schles. 3. Der Landtag der O
; . ; —d— ** ) ˖ꝙ )x“ er ) — Lausitz ist am 9. Dezember geschlossen worden. Der ,, des Aelteste von Oertzen auf Nicolasdorf legte, obgleich mit allge⸗ meinem Vertrauen aufs neue gewählt, dennoch sein Ant, dem er 13 Jahre mit ruhmvoller Treue und Aufopferung vorgestanden hat nieder.! — Der Sitz des Standesherrn blieb wiederum leer. — Unter * J 95 ,, hervorzuheben sein, daß um die Emanation des Gewerbe⸗? olizei⸗Gesetzes wiederholt bei hö
Stelle gebeten werden soll. 6. ,,
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Königsstädtisches Theater. Ein neues Lustspiel von Gautier.
Am 19. Dezember zum erstenmale: „Eine Reise nach Spanien“, Posse in. 2 Alten, nach Gautier, von Y. A Herrmann. — Teophil Gautier ist Theater- Referent für das Feuilleton der Girardinschen Presse, und in dieser Stellung mußte es ihm in Paris allerdings schwer werden, einem Bühnenstück aus seiner Feder allgemeine Geltung zu verschaffen. Wegen des hier in Nede stehenden gerieth er in eine literarisch interessante Fehde. Es ist jedenfalls eine beachtenswerthe Bereicherung der politischen Lustspiel · Coklen. Gautier hat es unternommen, uns den Bürgerkrieg, wel chen Ferdinand VII. bei seinem am 29. September 1833 ersolgten Tode Spanien als trauriges Vermächtnis hinterließ, im komischen Ge— wande vorzuführen. und uns mittelst einer heiteren Intrigue mitten in die Gräuel desselben zu versetzen. Wir sehen ein Stündchen lang jenem wirren Treiben zu, wie jede Stunde eine andere Revolution gebiert, und wie die Gesetzlosigkeit in einem Lande haust, „on binsubordination se respire avec l'air.“ Die unmittelbare Anschauung einer solchen end- losen Anarchie würde höchst unerquidlich sein, wäre hier nicht durch wahr= haft possirliche Jntermezzos eine heilsame Gegenarzuci wider die Moglich· leit gegeben, daß der angewiderte Zuhörer in den Ausruf „Ein garstig Lied,
Die Schreckbilder des banditen⸗
artigen Wühlens der verschiedenen spanischen Parteien, von den F ris
bis zu den Avacuchos herab, sind nämlich ö. an die hafen ef r eines pariser Buchhändlers (woraus, mit minderer Wahrscheinlichkeit, in der deutschen Bearbeitung ein berliner Leihbibliothekar geworden) der um sich, zu divertiren, die Bidassoabrücke überschritt, gleich bei sei⸗ nem Eintritt in Biscava aber dermaßen in die Enge getrieben wird, daß ihm für die Jukunst die Lust vergangen sein wird in den Ausspruch jenes Königs „Es giebt keine Porenäen mehr“ einzu⸗ stimmen. Ein solches Lustspiel verliert natürlich seinen Hauptreiz wenn es nicht aus dem Standpunkt, worauf die Geschichte Spaniens gegen wa r⸗ tig steht, erfaßt wird, so daß es gewissermaßen ein Gelegenheitsgedicht ist zu dessen richtiger Würdigung man noch dazu sowohl mit den eirbegeben⸗ heiten, und politischen Justanden jenes unglücklichen Landes bekannt, als auch in der dortigen Denk-, Gefühls - und Lebensweise, in den Sitten Gebräuchen und gesellschaftlichen Einrichtungen der Spanier orientirt sein muß. Gleich im Eingange erfahren wir, daß in den Adern der romani-= schen Völker „blaues. Blut 2 — ein altes Märchen, an das selbst Lamartine, wie seine an Nikolaus Becker gerichtetete „Friedens Marseillaise“ zeigt, noch glaubt. Aehnliche eylehungen kommen Schritt vor Schrüt vor, und nur wer sie zu denten versteht, wird das geistreiche Stück zu wirdigen wissen, dessen Werth in eben
dieser heiteren Darlegung eines historischen Nachtgemäldes besteht P bei die Intrigue in hen Bersadelun gen pikant und iu h, n r
findung aber nicht neu ist, da uns deutsche Theater. Dichter schon des Oef⸗
teren komische Naturen vorgeführt haben, welche sich auf lä ü zeren Neisen einen Jur w und . ir . 2 vontrugen. Die Reise von Stolpe nach Danzig, die Reise auf 2 schastliche Kosten, die Sonntagsreise des frankfurter = , nach Konigsstein, u. a., sind in dieser Nichtung allbekannt. Da wir in der * ä velle, wie in der Komödie, des ewigen Refrains vom Frauenherzen“ 3 satt geworden, so ist Gautier zu loben, daß er ein einschlagendes Lustspiel ohne diese Ingredienzien zu verfertigen wußte und von der Liebe nur so i n, , um seinem komischen Helden, dem die spanischen Frauen f 2 6 en, als Ersatz schließlich zu einer landsmännischen Modistin Das Stück wurde rasch und srisch unter an iedi Belustigung der Zuschauer gespvielt, 3e sehr 1 — 6 z n toirstück bleiben, da Herr Beckmann den Gotthelf Fischer (. Don Fischer“) 9 . allerbesten Rollen zählen darf. Er wurde unter allgemeinem Jubel gerufen. Je mehr er die spanischen Orts - und Eigennamen zu humoristischen Zwecken verdrehte und berolinisirte, um so wurden dieselben ven den Uebrigen, welche wirkliche Sxanier g2usge- prochen. Wir erkennen dies lobend an, da die Dmibesbie auf der de den Beweis liefert, daß die Leseproben von Sachkundigen werden, was nicht allerwärts der Fall ist. Wenn Alle auf ihrem waren. so verdient Herr Hänsel als Benito noch besondert E
da er