i rung gemacht, daß in 6 Minuten der Luftdruck in der Röhre * 8 gieren, gleichstellt, d. h. die ganze Kraft verliert sich in Minuten. Sie dürfte demnach bei einer Zahl von 24,000 statt 100 Klappen sich vielleicht in einer einzigen Minute ganz verlieren. Bei diesem Experimente ist aber auch noch zu berücksichtigen, daß der Rrihaltene Luftdruck durch das Aussetzen der Pumparbeit fortwährend abnimmt, und so auch den Kraftverlust in 6. Minuten im⸗ mer vermindert; während hingegen im Betrieb, der Trans⸗ porte, bei fortgesetzten Pumpen und sich gleichbleibendem Luft⸗ bruck, der Kraftverlust in 6 Minuten unvergleichlich größer sein wird. Man kann demnach annehmen, daß beim Arbeiten der Pumpen, um eine Kraft von 19 Pferden hervorzubringen, die ganze, bei hermetischem Schlusse erforderliche Kraft in 6 Minuten 2 bis 3 Mal durch alle Oeffnungen eingebüßt wird, und dies gewiß in 10 Mi⸗ nuten, in welchen eine Meile durchlaufen wird. Dadurch wird denn die Fortschaffung mittelst Luftauspumpen 3 Mal so viel an Feuerung if als mittelst einer Lokomotive oder stehenden Maschine mit
ugseil. = Wenn nun eine Eisenbahn von 30 Meilen Länge den Tag hin⸗ durch mit 6 Lokomotiven von 15 Pferde- Kräften mit 12 Führern bedient wird, so arbeitet im Ganzen eine Dampfkraft von 90 Pfer⸗ den. Auf einer Bahn von 30 Meilen erfordert das Lufttriebmittel 31 stehende Maschinen; denn die Kingstown⸗Dalkey Probebahn ist nur Meile (13 englische) lang, und man giebt eine Meile als die höchstmögliche Entfernung zwischen den n. Maschinen an. Wä⸗ ren nun diese stehenden Maschinen jede blos von 10 Pferde⸗Kräften, so arbeiten 310 Pferde⸗Kräfte mit 62 Personen (manchmal so viel als Reisende). Da aber, wie eben gesagt, das Dreifache an Luft auszupumpen ist, so muß für eine atmosphärische Eisenbahn mit 930 Pferde⸗- Kräften, anstatt 96, wie für Lokomotiven, gearbeitet werden; und mit einem Maschinen-Personale von 62 statt 12: sie würde dem= nach an Feuerung das Zehnfache und an Bedienung der Maschinen das FJünffache elner Loaͤkomotid- Bahn kosten. Außerdem wird das zum besseren Schließen erforderliche Schmieren von 24,000 Klappen pro Meile ein besonderes Personal erfordern.
Wir übergehen hier eine Berechnung, nach welcher eine atmo⸗ sphärische Eisenbahn von 30 Meilen Länge an Röhren, Trennung der Schienen- Unterlagen zu beiden Seiten der Röhren, stehenden Dampfmaschinen und ihren Gebäuden, 3 Mill. Thaler mehr als eine Lokomotiv- Bahn kosten würde, mithin auch noch zu deren Verzinsung eine jährliche Auslage von 150000 Thaler oder 50 pCt. mehr als eine Lokomotiv⸗Bahn. Eine gründliche Aufklärung dieser Verhältnisse dürfte wohl zu wünschen sein, bevor größere Versuche mit Lufteisen⸗ bahnen gemacht werden. )
Berlin-Stettiner Eisenbahn. Frequenz in der VWoche vom 17. bis incl. 23. Dezember 1843 4731 Personen.
gandels- und Börsen nachrichten.
Berlin, 29. Dez. Die heutige Vörse war stark mit den ult. Regu⸗ lirungen beschästigt, daher das Geschäft nur auf einzelne Effelten beschränkt blieb. — Stettiner bis 118 7 bezahlt und Brief; Anhalter flauer, schlossen n Briief. — Hamburger 167 96 gefragt; Köln-Mindener 103 976
ezahlt.
Marktpreise vom Getraide. Berlin, den 28. Dezember 1843.
Zu Lande: Weizen 2 Nthlr. 4 Sgr. 10 Pf., auch 1 Rthlr. 27 Sgr. 7 Pf; Roggen 4 Rihlr. 11 Sgr. 5 Pf., auch 1 Nihlr. 9 Sgr, ! Pf; kleine Gerstẽ 1 Rthlr., auch 28 Sgr. 10 Pf; Hafer 24 Sgr., auch 20 Sgr. 5 Pf. Eingegangen sind 63 Wispel 12 Scheffel,
Zu Wasser: Weizen (weißer) 2 Rthlr. 10 Sgr. 10 Pf., auch 2 Rthlr. 7 Sgr. 2 Pf. und 2 Rihlr. 1 Sgr. 2 Pf.; Roggen 1 Rthlr. 13 Sgr. 2 Pf, auch 1 Rthlr. 19 Sgr. 140 Pf. große Gerste J Rthlr. 1 Sgr. 2 Pf. auch 1 Rthlr.; kleine Gerste 1 Rthlr. 1 Sgr. 2 Ps.z Hafer 20 Sgr. 9 Pf. auch 19 Sgr. 7 Pf. Mittwoch, den 27. Dezember 1843.
Das Schock Stroh 6 Rthlr. 15 Sgr., auch 6 Rthlr. Der Centner Heu 1 Rihlr. 5 Sgr., auch 22 Sgr. 6 Pf.
Kartoffel ⸗Preise. Der Scheffel 17 Sgr. 6 Pf, auch 12 Sgr. 6 Pf.
Branntwein ⸗Preise. Die Preise von Kartoffel-Spiritus waren am 23ten 15 Rthlr. und am 28. Dezember d. J. 15 Rthlr. (frei ins Haus geliefert) pro 200 Duart 54 pCt. oder 10,800 pCt. nach Tralles. Korn⸗Spiritus: ohne Geschäft. Berlin, den 28. Dezember 1843. Die Aeltesten der Kaufmannschaft von Berlin.
Königsberg, 23. Dez. Marktbericht. Weizen s9 bis 65 Sgr. p. Schfl., Roggen 34 bis 36 Sgr., große Gerste 30 bis 31 Sgr., kleine Gerste 27 bis 30 Sgr., Hafer 17 bis 19 Sgr. graue Erbsen 34 bis 46 Sgr., weiße Erbsen 30 bis 36 Sgr, das Schock Stroh 130 bis 150 Sgr. Die Zufuhr war mittelmäßig.
Breslau, 23. Dez. Getraide Preise. Höchster: Mittler: Weizen 1 Rthl. 20 Sgr. — Pf. 4Rthl. 18 Sgr. =Pf. Rog en 1 * 7 * — 8 Y k e f t 6 — Q 5, 8 5 31 26 * Hafer 6 19 * 17. 5 = , 6 15 n 6 5
Magdeburg, 27. Dez. Höchster und niedrigster Getraide⸗ Marktpreis
pro Wispel: Weizen: — 46 — Nthlr. Gerste: — — — Rthlr. — — 2 Hafer: 18 . )
Roggen:
St. Petersburg, 23. Dez. Der Vice-Kanzler Graf Nesselrode hat auf Allerhösten Befehl am 7. Juni d. J. dem Justiz⸗Minister zur Publi⸗ cation durch den dirigirenden Senat die Kopie des mit Allerhöchster Geneh—⸗ migung Sr. Majestät des Kaisers zwischen Rußland und der ottomanischen Pforte festgesetzten neuen Tarifs mitgetheilt, welcher die Zoll- Steuern ven den in die türkischen Provinzen einzuführenden und von dort durch russische Unterthanen auszuführenden Waaren bestimmt, und hinzugefügt, daß dieser Tarif schen vom 13. Oktober 1842 an in der Türkei in Wirksamkeit getre⸗ ten ist. Jetzt ist dieser Tarif durch einen Sengts - Ulas vom 27. Oftober d. J. Publizirt worden. Im Eingange des Tariss heißt es:
„In den zwischen dem Kaiserlich russischen Hofe und der hohen Pforte bestehenden Trattäten ist festgesetzt, daß eine dreiprocentige Zollsteuer en den in die türkischen Saaten eingeführten und aus denselben, durch russische r , . und Unterthanen, welche in der Türkei Handel treiben, ausge— führte ' erhoben werden soll. Die Uebereinkunft ist fest und unver⸗ brüchlich; jedoch zur Abwendung von Streitigkeiten, die zwischen russischen Unterthanen und türkischen Zoll- Beamten aus einer willkürlichen Schätzung der Wagren zur Erhrbung dieser Zoll-Steuer entstchen könnten, haben beide Mächte sich vorbehalten, diese Steuern durch einen Tarif zu bestinmmen, welcher als feste Nichtschnut dabei dienen könnte. Der Termin des jetzt 19. Ji 1813 fam 25sten Tage Les Mengrs Dshumastl Aichir Les Jahres 1239 abgelaufen, die ottomanische Pforte hal jedoch den Wunsch zu
Niedrigster: 1Rthl. 10Sgr. — Pf. M 3 2 — Tn
. K *
) Da die Ausführbarlest und die Vorzüge der almosphärischen Eisen— e glaubten wir, dem vorstehenden ung zugelommenen Hrmertungen uni fo ther einen. Plaz einräumen zu dürfen, da wir bereits öfter Gelegenhest
gehabt haben, von der Theorie dieses Eisenbahn⸗Systems und den damlt
bis seßzt angestellten Versuchen zu sprechen. Anm erJ. d. Red.
1096
erkennen gegeben, daß vor Ablauf des bestimmten Termins ein neuer Tarif festgesetzt werde, und der Kaiserliche Hof, stets von den Ge⸗ fühlen einer aufrichtigen Zuneigung für die hohe Pforte beseelt, hat ein= gewilligt, einem solchen Wunsche zu willfahren und einen neuen Tarif vor Nblauf bes Termins für den Tarif vom Jahre 1813 festzusetzen. In Folge dessen hat der russische Geschäftsträger in Konstantinopel, wirtliche Staats- raih Titow, nach einer ihm ertheilten Vollmacht, dazu zu Commissairen er= nannt: den ersten Dragoman des Kaiserl. Ministeriums, stellvertretenden ersien Dragoman der Kaiserl. Gesandtschast, wirklichen Staatsrath Fürsten Telemach Ehandscheri, und den Dirigirenden der Handels ⸗Kanzlei der Ge⸗ sandtschaft, wirklichen Staatsrath Pifani, und zur Berathung mit denselben waren eingeladen die angesehenen russischen Taufleute, der ommerzienrath, Taganrogsche Kaufmann Aster Gilde Sachar-Sacharow, der Odessasche Kauf⸗ mann (sster Gilde Thomas Ralli, und der Kischinewsche Kaufmann Zter Gilde Franz Calaronl. Die hohe Pforte hingegen hatte ihrersests ernannt Se. Excellenz Nasiri Sarabchane und den Haupt⸗Direltor des konstantino⸗ pelschen Zoll-⸗Amtes, Tahir Bei. Nach vielen gemeinschaftlichen Berathun⸗ gen haben die beiderseitigen Commissaire nach gemeinsamer Uebereinkunft nachstehenden Tarif bestimmt und festgesetzs und nach den jetzt bestehenden Preisen die Quote der Zoll-⸗Steuer bemessen, welche russische Kaufleute und Uͤnterthanen sowohl für das Recht der Ausfuhr der von ihnen in der Türkei gekauften Waaren, als auch für das Recht der Einfuhr von Waaren, welche von ihnen aus Rußland oder aus anderen ausländischen Staaten in die Provinzen des ottomanischen Reichs eingeführt werden. Für alle im gegenwärtigen Tarif benannte Waaren und Gegenstände wird eine Steuer von 3 pCt. von dem bestehenden Preise derselben erhoben; im Falle eines Streits über den Preis der Waaren wird die Steuer in Natura entrichtet werden, um allen Mißverständnissen zwischen den Kaufleuten und den Joll-Beamten vorzubeugen. Da aber die Zoll-Steuern von einigen Wagren in dem gegenwärtigen Tarif zu 3 pCt. angegeben sind, so werden diese Steuern in streitigen Fällen gleichfalls in Natura entrichtet werden. Der gegenwärtige Tarif, der von beiden Regierungen durchgesehen und bestätigt worden ist, soll in Bezug auf russische Unterthanen, die in den tür⸗ fischen Staaten Handel treiben, vom Äten Tage des Ramasan im Jahre 1258 der Hedschra, welcher den 14. Oktober 1842 alten Styls (13. Oktober n. St.) entspricht, beginnend, in Wirksamkeit gesetzt werden, und wird im Laufe von zwölf Jahren vom eben bezeichneten Datum an Kraft haben. Die Zollsteuern werden im Lause diefer zwölf Jahre nach dem gegenwärti= gen Tarif erhoben werden. Die russischen Kaufleute werden 3 pCt. Zoll⸗ steuern für alle Waaren zahlen, welche Erzeugnisse der türkischen Provinzen sind und von ihnen nach anderen Gegenden ausgeführt werden, desgleichen auch für die nach der Türkei eingeführten Waaren, welche Erzeugnisse frem⸗ der Staaten sind. Nach Ablauf des Termins des gegenwärtigen Tarifs werden die während dieser Zeit bestehenden Preise gleichermaßen als Basis zur Bestimmung der Preise der Waaren und zur Festsetzung eines neuen Tarifs angenommen werden.“
London, 22. Dez. (B. S) Getraidemarkt. Unser Markt war diesen Morgen sehr schwach besucht. Es wurde fast gar kein englischer Wei⸗ zen ausgeboten, und die Preise dafür stellen sich ungefähr wie am Mon⸗ tage. — Fremde verzollte Waare wurde in einzelnen Fällen eiwas billiger verkauft; im Allgemeinen hält man aber auf die früheren Notirungen. Mit Ausnahme des Verkaufs von einer Ladung poln. Odessa⸗Weizens zu 37 Sh. pr. Qr. vom Bord des Schiffes für Jersey, hörten wir von keinen Ge⸗ schäften in Bond. — Gerste findet langsam Absatz zu den letzten Preisen. Erbsen und Bohnen bleiben unverändert und ebenfalls Hafer.
Da der Montagsmarkt am 25sten d. M. in Folge des Weihnachts⸗ festes wegfällt, werden wir unseren nächsten Bericht erst heute über 8 Tage drucken lassen.
Durchschnittspreise der letzten 6 Wochen.
Weizen. Gerste. Hafer. Noggen. Bohnen. Erbsen. Sh. Pee. Sh. Pee. Sh. Pee. Sh. Pee. Sh. Pre. Sh. Pee. . 31 5 3319
8 39 8 3 1 — K . ! 32 3
Endigend am 40, Nor. . .
3. . 31 33 11 5 ( . 31 5 32 Gesammt⸗Durchschn. Pr. 51 3 3 , . 33 Zoll auf fremdes Getraide
bis 20. Dez.. 10 6 9 Auf Getraide aus den
Kolonieen 5 — — 6
Auf fremd. Mehl 6 Sh. 66 Pee. S3 Pee. pro Ct.
Londoner Durchschnitts-Preise vom 19. Dezember. Weizen. 5186 Or. 5t Sh. 8 Pꝗe. Noggen .. 52 Or. 29 Sh. 6 Pee. Gerste .. 8434 9 34 * 3 5 Bohnen 1 Hafer .. 20764 . 191 665 * Erbsen J
Getraide-Ein⸗ und Ausfuhr in voriger Woch e. Weizen. Gerste. Malz. Hafer. Nog⸗ Boh- Erb⸗Wit⸗ Lein⸗Napp⸗ Einfuhr, gen. nen. sen. ken. saam. saam. engl. .. 6542 11614 7542 1668 — 1125 1648 17 — hot, , 2 os = 179a8 — 1060 — — — irländ. . 600 210 — 13200 —
7 6 16 1 ** Mehl aus den Kolonieen 1 Sh.
ausländ. 3661 126 — — 130 97191139 1139 Ausfuhr 570 — 472 — — 15 — —
Hull, 19. Dez. Getraidemarkt. Am heutigen Markttage hatten wir eine gute Zufuhr von englischem Weizen und zwar in etwas besserer Beschaffenheit; die Landleute wollten nicht unter den Preisen der vorigen Woche abgeben, wir hatten aber nur ein sehr flaues Geschäft, und selbst die besten trockenen Proben behaupteten sich kaum im Werthe. In fremder Waare geht so gut wie nichts um.
Gerste, obgleich nicht reichlich offerirt, ging nur sehr langsam ab, ist aber unverändert im Preise. Üeber Bohnen, Erbsen und Hafer können wir nichts Neues berichten. In Lein- und Rappsaamen sind auch keine Ver—= änderungen vorgefallen, für letzteren Artikel zeigt sich indessen etwas mehr Frage. Bei Leinkuchen ist etwas billiger anzukommen; für Nappkuchen zeigi sich mehr Meinung. (
Vom 23. Dez. Die Frage für fremden Weizen ist fortwährend äußerst schwach, und obgleich wir unsere Notirungen nicht wesentlich verändern kön⸗ nen, indem keine nennenswerthe Verkäufe stattgefunden haben, so geben die Inhaber doch mehr Neigung zu erkennen, einen Theil ihrer Vorräthe zu Dersilbern und daher den Abnehmern mehr entgegen zu kommen. Die Ein= fuhr von irländischem und Kanada Mehl in Liverpool hat in letzterer Zeit die großen konsumirenden Distrikte überführt und es uns an dieser Seite unmöglich gemacht, Weizen oder Mehl dahin abzusetzen, wir sehen indessen nach dem Feste einer kleinen Besserung entgegen indem die Zufuhr von Irland alsdann abnehmen und das Vertrauen zu dem bestehenden Kornge⸗ setze befestigt werden dürfte. In Betreff des letzteren Punktes ist noch zu bemerken, daß jetzt schon weniger Lust herrscht, Bestellungen zum Frühjahre zu machen. Schöne Gerste wind wohl nicht niedriger gehen, geringere Waare
eht aber schlecht ab. Der Umsatz in den übrigen Artikeln unserer Ge— en ff b an s sst fo unbedeutend, daß wir weiter keine Bemerkungen zu machen haben. . .
Leinöl, welches in letzterer Zeit sehr gedrückt gewesen, ist 109 Sh. pro Ton in die Höhe gegangen. .
Getralde⸗Preise. Weizen, danz. u. lönigsb, hochbunt. 55 2 56 Sh. En hl 12e 443 Stöh, zö. bunte a. roth Sie 33 Sz. Su. Sch. Is 2 46 Sh, pomm, mecklenb. u. märkscher rother 50 a 54 Sh. (u. Schl. 37 4 40 ShJ, anhalter u. schles. weißer 54 a 56 Sh. (u. Schl. 40 2 42 Sh.), dänisch, holstein u. fries. do. 18 a 52 Sh. (u. Schl. 36 a2 38 Sh.) do, rother As a 51 Sh. (u. Schl. 33 2 36 Sh), russ. u. odess. harter 38 4 43, do. weicher 44 a 47 Sh. (u. Schl. 309 2 36 Sh). Gerste, Mahl⸗ 27 a 29, Malz⸗ 28 a 30 Sh. Hafer, dän. U. pomm. 13 42 10, fries, Brau⸗ 17 a 19, do. Futter 18 a 20, russ. 14 2 17 Sh. Bohnen,
roße u. Mittel- 27 a 29, kleine 28 a 3 Sh. Erbsen, Mahl- 30 a 32, och⸗ 32 a 34 Sh. Wicken, große u. kleine 30 a 31 Sh.
Saamen, Sel kuchen z. Leinsaamen, Schlag Pp. Or. 33, 36 2 38 Sh., extra 42 Sh. Rappsaamen p. 10 Sirs. 24 Pfd. 19 Sh. Lein- kuchen, holländ., fries. n. franz. p. Ton 6 27 Pfd. 5 Sh., flensburger u. deuische p. Ton 6 a 7 Pfd. RNappkuchen Pfd. 12 Sh. 6 Pee. a Apsd. 15 Sh. Leinbl 26 Pfd. 10 Sh. Ruböl 34 2 365 Psd.
Eer liner KEBörse.-. Den 29. Dezember 1843.
Pr. Cour. kn riet. eG cid.
Pr. Cour.
Fonds. Bries. Geld.
Actien. 7
Gem.
161 160
Erl. Pots. iseub. 5 1047
6 *
10m 10 e. a. prior. ol. 4 — 89 Digd. Lp. Eisenb. — — 186
ö a0. e. Peiot. ou. 4 104 103 Bel. Anh. Ein. - 146 — 40. do. Prior. Obi. 4 104 Duss. Elb. Risenb. 5 — Mo. do. Prior. oJ. 4 96 Rhein. Eisen-. 5 72 A0. 40. Pονονν., 4 93 rl. Franks. EKicb. 5 138 0. a0. Prior. Os. 4 104 Ob. Sebles. Bisb. 4 1144 do. Lt. B. v. ese). = 108 B. Si. E. Lt. Au. — 1183 Magdeb. - Halber-
St. Schuld- Sch. 3 Pr. Rugl. Obl. 30. 4 pra Scł. d. Sec. — Kur- u. Neumark. Sckeldeerchr. 3 1007 Berl. Siadt-obl. 3 1011 Dauz. do. in r. — 48 Westpr. Pfaudhr. 35 101 Grossh. Pos. do. 4 — do. do. 3 — Osipr. Efaudbr. 3 — Pomm. do. 35 — Kur- u. Neum. d0. 3 102 Schlesische do. 3 101
Gold al mareo. 44 — p Frie dri ehsd' or. — 13 stadier Eiseub. 4 118 And. Gldm. à 5 T. — 121 Bresl-Schweidn-
Nisconto. — H Hei. c. Rieνub. 4 .
Auswärtige Börsen.
Hamburg, 27. Dez. Bauk-Aetien 1690 Br. Eugl. Russ. 1II2.
London, 22. Dez. Cons. 396 96. Belg. 103. Neue Anl. 201. Pas- sive 43. Ausg. Seh- 113. 2395 IIoll. 553. 575 do. 99. Neue Port. 431. Eugl. Russ. 115. Bras. 73. Chili 99. Columb. —. Mex. 31. Peru 227.
Wien, 25. Deæ. Aul. de 1839 116. Nord. 122. 2 1235. be. 1231. . Gloggn. 108. . 2 1083. Livorn. 94. 2 Mail. 1001. a 1014. bez. 1001. 7.
In der Beilage zur gestrigen Nummer der
Berichtigung. „Filtrir⸗
Allg. Preuß Zeitung S. 2, Sp. 2, 3. 5 ist statt: tuche“ zu lesen: Filtrirteiche.
Angekommene Fremde.
Hotel de Rome. Graf von Schulen bung, Großh. mecklenburg n . Hofmarschall und Gräfin von Schulenburg, aus Nen⸗
trelitz.
Meinhardt's Hotel. Rittergutsbesitzer von Heincke, nebst Gemah⸗ lin, aus Bottendorf.
Hotel de France. Regierungsrath Schreier aus Halberstadt.
Hotel de Ru ssie. Freiherr von Schellersheim aus Eisleben. Stabs⸗ , . Lewtkowitsch aus Kiew. Konimerzien- Rath Cohn aus
e zau.
Hotel du Nord. Land- und Stadtgerichts-Direktor Lobe ck aus Demmin.
British Hotel. Costenoble, Direktor der Berlin-Hamburger Eisen bahn, aus Magdeburg.
König von Portugal. Die Gutsbesitzer von Coßwant aus Contzor in Pommern und Weise aus Nowochos. Particulier von Wilamo⸗ wiß aus Pinne. Banquier Heine aus Bückeburg. Künstler Dupuis aus Uzes. Kaufleute Rodenbeck und Koch aus Stettin, Dartmann aus Bielefeld, Schütt aus Hamburg, Brandt, nebst Sohn, aus Bran⸗ denburg und Haberland und Knoblauch aus Magdeburg.
Kaifer don Rußland. Particulier von Bütow aus Glöbitz. Guts⸗ besitzer von Werder aus Königsberg. Student von Keiserling aus Halle. Fabrikbesitzer Masch aus Leipzig. Buchhalter Levi aus Tessin. Kaufleute Rudolphi aus Magdeburg, Bachmann aus Po⸗ sen, Drewitz aus Stettin und Menzel aus Dresden.
Stabt Londdn. Ritterguisbesitzer von Görke aus Cantow bei Wusterhausen an der Dosse. Kaufleute S chäffer aus Stettin und Bergemann aus Marienwerder. Particulier Leichert aus Breslau. Lehrer Riemer aus Halle. Eigenthümer G äbler aus Dresden.
Rheinischer Hof. Rittergutsbesitzer von Schwerdtner aus Ilkendorf in Sachsen. Forst⸗Akademist von Seckendorf aus Tharandt. Amtm. Heuer aus Eisleben. Kaufleute Leuthw aus Frauenfeld i. d. Schweiz, Erbacht aus Rawitz und Fintelmann aus Danzig.
Hotel de Saxe. Forst⸗-Inspekltor Teschlow, nebst Gemahlin, aus Nassenheide bei Stettin. Kaufmann Michaelis, Oelonom Schwarz und Wiitwe Schwartz aus Neudamm.
Hotel de Prusse. Baron von Schoenaich, Rittmeister . D. und Landschafts⸗Rath, aus Tromnau bei Marienwerder. Ritterschafts⸗Rath von Katte aus Roskow. Fabrikbesitzer Lucke aus Schlagenthin.
Hotel de l'Europe. Kaufmann Borges aus Bartensleben in Pr. Sachsen. Particulier Troschock aus Thoren. Rentier Francke aus Neu⸗ Stettin.
König von Preußen. Kaufmann Berg son aus Warschau. Oekonom Maußel aus Regenwalde in Pommern.
Meteorologische Beobachtungen.
Abends 10 Uhr.
Naeh einmaliger Beobachtung.
Nachmittags / 2 Uhr.
Morgens
6 Uhr.
1843. 28. Dex.
Luftdruck. ... 342, 80 par. 342, 15“ per. 312, 6 par. Quellwärme 6, 09 R. 4 3,8) n. 5,07 R. 4 4,57 R. Fluss wärme 359 H. 2, 27 R. . 3, 05 R. 4 3, * R. Bodenwärme 5,8) R. S9 pCt. 85 pCt. 93 pee. Aus ns tung 0, o 14. Rh. trüb. regnig. neblig. Niederschlag 0, 027 Rb. w. W. W. Würme wechsel 5, s? Wolkenzuß... 2 W. — 3 4,00 R. Tagesmittel: 342,66 Par... 4 4,S? R... 3, 0? R... S9 pet. W.
—
Luftwärme ... Thaupunkt .. 4 Dunstsãttitgzung Wetter
Königliche Schauspiele.
Sonnabend, 30. Dez. Die Fräulein von St. Cyr, Lustspiel in 5 Aufzügen, nach A. Dumas, von H. Börnstein.
Sonntag, 31. Dez. Die Schleichhändler. Hierauf: Der Ka⸗ pellmeister aus Venedig.
Montag, 1. Jan. 1841. Vor hundert Jahren. Hierauf: Das Jubiläum.
Im Konzertsaale: Französische Vorstellung.
In Potsdam: Die Fräulein von St. Cyr,
Dienstag, 2. Jan. Der Sohn der Wildniß.
In Potsdam: Carlo Broschi, oder: Des Teufels Antheil.
Königsstädtisches Theater.
Sonnabend, 30. Dez. (Italienische Spern⸗-Vorstellung) Zum erstenmale wiederholt in dieser Saison: Don Giovanni. Opera in 2 Atti. Musica del Maestro Mozart.
Sonntag, 31. Dez. Gast⸗Vorstellung des Kinder⸗Ballets des Herrn Price aus Kopenhagen, in 3 Abtheilungen. Dazu: Das Abenteuer einer Neujahrsnacht. (Neu in Scene gesetzt.) Lustspiel in 3 Akten, von J. von Plötz.
Montag, 1. Jan. (Italienische Opern⸗Vorstellung) Don
Giovanni.
Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen.
Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober⸗Hofsbuchdruckerei.
Beilage
Beilage
Ausland.
Grossbritanien und Irland.
London, 23. Dez. Die Arbeiten der Anti-corn⸗law- league, welche sich wenig mehr von den Bestrebungen der radikalen Partei unterscheiden, haben unausgesetzt einen erfolgreichen Fortgang. Der Verein zählt unter seinen Mitglledern Männer von allen polltischen Farben, weil es keine Partei giebt, die nicht Elemente in sich trüge, welche dem Fortbeste⸗ hen des gegenwärtigen Korngesetzes abgeneigt wären und es besteht darin seine Hauptstärke und die Ürsache der schnellen Verbreitung sei⸗ ner Doltrinen. Man erfährt Beispiele, daß Männer, welche weit ent⸗ fernt sind, auf die politischen Ansichten der League einzugehen, keinen Anstand nehmen, derselben Beiträge zu liefern und ihre Zwecke zu för⸗ dern. Am deutlichsten trat dies in einer vorgestern von Freunden des freien Handels in der Mäßigkeitshalle zu Bradford abgehaltenen Versammlung hervor, welche die Unterzeichnung von Beiträgen für den League⸗ Fonds zum Hauptzweck hatte, und welcher ein sehr vermögender Fa⸗ brikant und Grundbesitzer, Herr Rand, ein Mann von echt konserva—⸗ tiver Gesinnung, präsidirte. Der Rath der League hatte eine De⸗ putation seiner angesehensten Häupter, wie Herrn Cobden, Oberst Thompson u. A., nach Bradford gesandt, welche mit einer großen Menge angesehener und reicher Moͤnopolisten der Stadt und Umge⸗ gend bei der Versammlung gegenwärtig waren. Aus den Verhand⸗ lungen derselben ist die Rede des Herrn Rand bemerkenswerth, in welcher er als Konservativer seinen Beitritt zur League motivirte. „Die Korn-Gesetze seien“, so begann derselbe, „keine Partei⸗Frage, sondern eine National-Frage, die von allen Parteien auf gleiche Weise erörtert werden müßte. Er sei bis vor zwei Jahren selbst ein eifriger Gegner aller Versuche gewesen, das Korngesetz zu ändern, weil er das Schutzsostem unerläßlich für die Wohlfahrt des Landes gehalten habe, aber vor zwei Jahren sei er durch Lord Stanley selbst in einer großen Versammlung von Grundbesitzern von der Unzweckmäßigkeit dieses Gesetzes vollständig überzeugt worden, indem der jetzige Minister den Zustand der unangebauten Felder damals für eine National⸗ schmach erklärt und behauptet habe, daß die Verwendung von Kapital auf den Anbau dieser Felder reichere Früchte tragen müßte, als alle Minen und Gruben im Vereinigten Königreichs. Dadurch sei er zur Erkenntniß gekommen, daß nicht durch Schutzzölle der Ackerbau verbessert, da die Preise dadurch gesteigert würden, sondern durch eine völlige Freigebung der Konkurrenz des fremden Getraides allein gefördert werden könne. Unter den gegenwärtigen Umständen werde nichts für den Ackerbau gethan, einmal, weil die Pächter ihr Land messtens nur auf einige Jahre haben, dann, weil die Grund— besitzer von ihrem Einkommen nichts auf die Boden Kultur verwen⸗ den mögen, um zu Gunsten des ältesten Sohnes ihre jüngeren Söhne nicht in? Nachtheil zu stellen. Zwänge man sie aber, mit dem frem⸗ den Getraide zu konkurriren, fo müßte eine Verbesserung des Acker⸗ baues, dieser Quelle der Wohlfahrt Englands, unausbleiblich sein. Der Redner erklärte demnach, daß er mit allen Kräften die Bestre⸗ bungen der League unterstützen wolle. In dieser Versammlung wur⸗ den zum Schlusse für den League⸗-Fonds 1709 Pfd. St. gezeichnet.
Der akademische Senat der schottischen Universität Aberdeen hat den Beschluß gefaßt, daß alle bisher den Professoren und Universitäts⸗ Beamten abgeforderten Religions- Eide in Zukunft wegfallen sollen, und eine Petition in diesem Sinne soll vor das Parlament gebracht werden. Durch diesen Eid mußte der in sein Amt Eintretende be— schwören, daß er kein heimlicher Katholik sei.
8 weit.
Zürich, 21. Dez. In den gestern stattgehabten Verhandlungen unseres großen Raths veranlaßte die Behandlung mehrerer das Schulwesen betreffenden Petitionen eine sehr ausführliche und inte— ressante Diskussion, die von Morgens 9 Uhr, mit nur anderthalb Stunden Unterbrechung, bis nach 10 Uhr Abends währte. Die Pe⸗ titionen, im Ganzen wohl von 10,900 Bürgern ausgehend, treten gegen die seit dem Jahre 1810 vom Erziehungsrathe eingeschlagene einfeitige, pietistische Richtung auf, und obschon gleich im Eingange der Diskussion die Herren Landschreiber Dietrich, Stadtschreiber Gysi, Oberst-Lieutenant Nüscheler, Bürgermeister Mousson, und später viele Andere sich mit der religiösen Richtung des jetzigen Schulwesens unsers Kantons einverstanden erklärten und auf Tagesordnung 4an⸗= trugen, so fand doch auch der Inhalt jener Petitionen ihre beredten Vertheidiger. Dr. Furrer wies unter Anderem nach, daß diese Pe⸗ titionen kein flüchtiges Partei⸗-Manöver seien; auch seien sie kein Treiben gegen das ganze System der gegenwärtigen Negierung. Wohl aber herrsche Spannung, ja Erbitterung Jegen den Erziehungs⸗ Rath, der nicht nach einer Stellung über den Parteien strebe, sondern
werden.
Bekanntmachungen.
Nothwendige Subhastation. Land- und Stadtgericht Wittenberg.
Die am rechten Elbufer bei Prühlitz, ; Meile von 193 v) Wittenberg entfernt belegene, dem Papiermühlen-Besitzer August Heerde zugehörige sogenannte rothe Mühle, welche in einer Papierfabrik nebst Inventarium, 1 Wohnhause, 1 Mahlmühlen⸗-Gebäude, verschiedenen Seiten. Gebäuden, 1 Obstdarre, 4 Schuppen, Hof⸗ raum und 2 Gärten, nebst anderem Zubehör besteht, und auf 27,683 Thlr. 17 Sgr. 6 Pf. abgeschätzt ist, laut der in unserer Registratur einzusehenden Taxe nebst Hypothekenscheinen, soll
am 13. März 1844, Vormittags 10 Uhr
und Nachmittags 3 Uhr,
vor dem Deputirten, Herrn Ober⸗Landesgerichts⸗Refe⸗ rendar Scheffler, an Land- und Stadtgerichtsstelle sub⸗ gastirt werden.
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22831 Bekanntmachung.
Der täglich stattfindende Transport der Akten an die Beanuen des Stadtgerichts und von diesen zurück nach dem Königlichen Stadtgerichts-Gebäude in zwei Wagen, soll vom 1. April 1844 ab an den Mindest⸗ fordernden verdungen werden. Es ist hierzu ein Sub= missions⸗Termin auf
den 15. Januar f., Vormittags 11 Uhr, vor dem Herrn Stadtgerichts-Nath Hufeland anberaumt worden, zu dem Fuhrwerksbesitzer eingeladen werden.
Die Bedingungen können vom 2. Januar 1844 ab
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zur Allgemeinen Preußischen Zeitung r=n.
Allgemeiner
verkauft werden, wozu wir Kauflustige hierdurch mit dem Bemerken einladen, daß sie sich wegen Besichtigung der Güter, der näheren Beschreibung derselben und der dem Verkauf zum Grunde zu legenden Bedingungen, an uhnser Mitglied, den Kämmerer Anders, in frankirten Briefen oder persönlich wenden können.
Hirschberg, den 12. Dezember 1843. Magistrat.
bei unserem Kastellan
Berlin, den 21. Dezember 1813. . Königliches Stadtgericht hiesiger Residenz.
Wenn über das Vermögen des hiesigen Saffian-Fa⸗ brikanten Ferdinand Friedrich Wilhelm Stausebach der förmliche Konkurs eröffnet worden, so werden hierdurch alle diejenigen, welche aus irgend einem Rechtsverhält nisse Ansprüche und Forderungen an den genannten Ge— meinschuldner zu machen berechtigt sind, aufgefordert, solche in nachstehenden Terminen, als: am 71. De⸗ zember dieses Jahres, oder am 4. oder endlich am 18. Januar 1844 vor uns auf hiesiger Wein kammer, Nachmittags 3 Uhr, gehörig anzumelden und zu bescheinigen, oder zu gewärtigen, daß sie durch das am 24. Januar 1844 in öffentlicher Diät zu publizi— rende Präklusiv⸗Erkenntniß werden präkludirt und von aller Theilnahme an der vorhandenen Konkurs-Masse ausgeschlossen werden.
Stralsund, den 13. Dezember 1843.
Verordnete zum Stadtkammergericht.
Verkauf der Hirschbergschen Kämmereigüter.
Die der hiesigen Stadt gebörenden, im hicsigen Kreise in einem der schönsten Thäler des Riesengebirges bele⸗ genen Erb -Lehn-Rittergüter Schwarzbach mit Södrich und Hartau, sollen Behufs der Abbürdung der städti= schen Schulden entweder im Ganzen, oder auch einzeln am 31. Januar 1844, Vormittags 10 Uhr, in unserem Sessionszimmer im Wege einer Licitation
sich selbst als die Spitze einer Partei hinstelle. Schon der Umstand, daß der Erziehungsrath eine große Anzahl von Lehrern, die in pietisti⸗ schen Anstalten gebildet wurden, anstellte, wäre allein Grund genug zur Untersuchung. Die große Mehrheit des Volkes sei gegen diese religiöse Richtung, und doch kämen von Zeit zu Zeit schauderhafte Früchte der⸗ selben zu Tage. Eine große Anzahl Bürger träten vor den großen Rath und wünschten Abhülfe. Viele Lehrer, die mit der Richtung des Erziehungs-Nathes nicht einverstanden waren, seien verdrängt, ver⸗ setzt, unschuldig angeklagt worden! Die Folge davon wäre gänzliche Entmuthigung des Lehrerstandes; viele tüchtige Lehrer hätten das Land verlassen 1c. — Aehnliches äußerte sich Herr Pfarrer Tobler. „Un⸗ ser Volk (bemerkte er unter Anderem) will am religiösen Element festhalten, aber dem Pietismus tritt es in seiner großen Mehrheit entgegen. Es will frohmüthig arbeiten, nicht kopfhängerisch sein; es wollte früher keinen Papst mehr, und etzt will es auch keine Päpste. Priife man die Unterschriften, man wird darob erstaunen. Lehrer mit geringeren Fähigkeits Noten sind solchen mit besseren vorgezogen worden. Auf die Wünsche der Gemeinden wurde bei Besetzung der Lehrstellen keine Rücksicht genommen. Der Geist der Unterordnung wurde besonders belohnt und dadurch Andere gekränkt. Gegen den Willen der Gemeinden und Schulpflegen wurden oft Lehrer abberu⸗ fen und von Schulen mit 140 Schülern an solche mit 20 versetzt. Der Staatsbeitrag wurde öfter entzogen. Lehrer, die von den Ge⸗ richten freigesprochen worden, wurden noch lange Zeit suspendirt und so härker bestraft, als es die Gerichte gethan haben würden. Die Thätigkeit des Erziehungs- Rathes wird erst dann rühriger wer⸗ den, wenn die Mitgliederzahl beschränkt und Besoldungen ausgesetzt werden. Also der Gründe genug, um eine Untersuchung einzuleiten!“
— Die Bemühungen dieser Redner, unter welchen sich auch Herr
alt R. R. Weiß auszeichnete, waren jedoch vergebens: am Ende der mit Würde und Wärme geführten Diskussion wurde beschlossen: es sei über diese Petitionen zur Tagesordnung zu schreiten.
Die Eisenbahn von Potsdam nach Magdeburg.
Unter der Aufschrift: „Die Magdeburger Frage“ befindet sich in der Vossischen Zeitung Nr. 302 ein Aufsatz als zweiter Artikel über die Eisenbahn-Verbindung zwischen Potsdam und Mag⸗ deburg.
Ber Verfasser beginnt folgendermaßen: „Wer sein Geld ins Wasser werfen will, und er hat, freie Disposition darüber, den hat Niemand ein Recht, daran zu hindern. Aber man darf ihn war⸗ nen.“ Wir können dagegen sagen: Wer einen Fehler began— gen und die Kraft hat, denselben gut zu machen, ohne einen neuen zu begehen, den hat Niemand das Recht daran zu hindern. Aber man muß ihn loben. Das gilt in gewisser Hinsicht von dem so oft besprochenen Projekt einer direk⸗ ten Eisenbahn-Verbindung Berlins mit Magdeburg und Dresden, mit Beziehung auf die desfalsigen früheren Verhandlungen, auf welche wir nachstehend hinweisen wollen.
Vor Allem müssen wir auch zur Belehrung des geehrten Ver⸗ fassers der „Magdeburger Frage“, der die früheren Vorgänge nicht recht zu kennen scheint, bemerken: daß bereits im Mai 1836 in Berlin ein Comité zur Bildung einer Actien-Gesellschaft zusammentrat, um eine Eisenbahn- Verbindung Berlins mit Leipzig und Dresden herzustellen. Zu diesem Zwecke wurde die Erbauung einer von dem Endpunkte der Berlin-Potsdamer Bahn bei Potsdani ausgehenden und bis zur Elbe bei Riesa zum Anschluß an die damals bereits im Bau begriffene Leipzig-Dresdener Bahn sortzuführenden Eisenbahn vorgeschlagen. Schon am 21. Mai desselben Jahres er⸗ folgte die zur Bildung einer solchen Actien-Gesellschaft beantragte Genehmigung der hohen Behörde. Das Kapital, veranschlagt auf vorläusig 2 Millionen Rthlr., war bis Ende Juni desselben Jahres bereits gezeichnet, im September wurde mit der Leipzig Dresdener Gesellschaft ein Anschluß-Vertrag geschlossen und im Dezember die erste Einzahlung von 10 pCt. ausgeschrieben und vollständig geleistet. Ein neuer Antrag, die gedachte Bahn unmittelbar von Ber⸗ lin aus bis zu dem an der sächsischen Gränze belegenen Dorfe Riesa führen zu dürfen, erhielt unterm 6. März 1837 die Allerhöchste Genehmigung.
Hierauf wurde das entworfene Gesellschafts-Statut der hohen Behörde eingereicht und um die desfallsige Genehmigung nachgesucht. Es vergingen 10 Monate, ohne daß diese Genehmigung erfolgte, und die verschiedenen Gerüchte, welche cirkulirten, veranlaßten die der⸗ zeitigen Unternehmer im Monat Mai 13837, eventuelle Vorschläge zu einer Seitenbahn von Jüterbogk aus über Cöthen nach Magdeburg zu machen; es bildete sich hierauf im November eine Gesellschaft zuni Bau einer direkten Bahn nach Magdeburg. ͤ
An zei
im Gerichtshause eingesehen
Der
2270
kauf.
Erichson.
Sd olz⸗-Vetlau f.
In dem Königlichen Forstrevier Bodland, im Regie⸗ rungsbezirk Oppeln, kommen cirea 3000 Stämme ertra starkes und starkes Bauholz, 709 bis 80 Stück ausge⸗ suchte Segelbäume und 1090 Klafter weiches Leihholz in dem am 40. Januar 1844, von Vormittag 19 Uhr bis 12 Uhr in der Amtskanzlei des unter⸗ zeichneten anberaumten Termine zum meistbietenden Ver— Das Aufmaß dieser Stämme wird vom 3. Ja— uuar k. J. ab den Kauflustigen zur Einsicht bereit lie- gen; auch sind die sämmtlichen Förster angewiesen wor— den, die Hölzer auf Verlangen vorzuzeigen.
Bemerkt wird noch, daß bei Erreichung oder Ueber. steigung der Taxe der Zuschlag sofort ertheilt werden wird und R des Gebots gleich im Termine an den an⸗ wesenden Rendanten als Caution deponirt werden muß.
Jagdschloß Bodland, den 22. Dezember 1843.
Der Königliche Oberförster. v. Hedemann.
Auf beide e 2 mitè unterm 1. März 1838 eröffnet‘. sich keine Rechnung auf Ertheilung ad den 30 sten Dez. Anlage einer Eisenbahn nach Riesa zu machen, zogen sei, eine Eisenbahn Verbindung Berlins mi — Lespziger Eisenbahn hergestellt zu sehen, weshalb ihnen ben wurde, das Unternehmen auf die Ausführung der letz 3 Eisenbahn zu richten, die von Seiten des Staats begünstigt wer. würde.“
Dies sind Thatsachen, denen wir noch hinzufügen, daß eine Bahn gebaut worden ist, welche schon nach kurzer Zeit ihres Bestehens sich für den direkten und nützlichsten Verkehr nicht bewährt erweist. Wir brauchen kaum hinzuzufügen, daß sie dreier Herren Länder durchschnei⸗ det und auf der anderen Seite unsere gewerbreichen, bevölkerten Städte, als Brandenburg, Bentheim und Burg, abgeschnitten von dem früher so lebhaften Verkehr, bei Seite liegen läßt. — Jüterbogk hätte leicht durch eine Seitenbahn der Magdeburger nach Riesa in den Ver⸗ kehr aufgenommen werden können; der Stein des Anstoßes lag also in' der Stadt Luckenwalde. Es dürfte nun wohl an der Zeit sein, diesen hinwegzuräumen. Sage man ja nicht, um, wie der Verfasser es thut, von dem Werth oder Stand der Actien zu sprechen, die Anhalter Bahn sei die beste. Vielleicht, weil sie gute Einnahmen ge⸗ währt und den Actionairen ersprießliche Dividenden zahlt? Darum ist sie nur eine gut rentirende, aber keinesweges eine dem Nutzen des Reisenden wie des Landes in jeder Hinsicht entsprechende Eisenbahn. Um wie viel billiger und in welcher kürzeren Zeit könnten wir nach Magdeburg fahren, und wie mancher Thaler bliebe im Lande. Hat denn dies gar keinen Werth, und müßten wir es nicht dankbar an⸗ erkennen, wenn mit aller Kraft dahin gearbeitet wird, wieder gut zu machen, was früher übersehen worden ist?
Wir glauben, annehmen zu dürfen, daß die jetzige Richtung, welche die Anhalter Bahn nimmt, eine für den gegenwärtigen Ver⸗ kehr den betheiligten Interessen zuwiderlaufende ist, und sehen uns zu der Bemerkung veranlaßt, daß sie, weil sie mit großen Kapita⸗ lien einmal begründet ist, vorzugsweise dazu zu benutzen wäre, Sei⸗ ten-Verbindungen, welche über kurz oder lang gebildet werden müssen, aufzunehmen. Es wird daher von Jüterbogk nach Riesa und von Halle über Erfurt nach Frankfurt a. M. eine Bahn gebaut und hierdurch der der Anhalter Bahn entzogene Verkehr zum Theil wieder ersetzt werden können. Vielleicht rentirt die Anhalter Bahn vorerst nicht mehr so gut, da falls die jetzigen Actionaire diese Sei⸗ tenbahnen bauen, größere Kapitalien zu verzinsen sind; aber ein⸗ leuchtend ist es wohl, daß auf diese Weise allein, der ganze Ver⸗ kehr, wie es zu wünschen ist, und viele Interessen auf eine gemein⸗ same und zufriedenstellende Weise gewinnen.
Unter welchem Einfluß der Verfasser das Publikum vor dem Zeichnen von Actien für eine direkte Bahn nach Magdeburg warnt, kann dem Sachverständigen wohl nicht fremd sein; doch möchte es gut sein, alle Verhältnisse genau zu erwägen und zu prüfen, um
nicht in Irrthümer zu verfallen. Sind wirklich solche Terrain⸗ Schwierigkeiten vorhanden, wie der Verfasser vorgiebt, so würde es jedenfalls angemessen sein, Mittel vorzuschlagen, wie solche zu beseitigen sind; oder giebt es keine? — Wir behaupten das Ge⸗ gentheil und schlagen zur Verbindung Berlins mit Magdeburg die Benutzung der Anhalter Bahn bis Groß-Beeren und von da ab direkt nach Magdeburg vor. Hier finden sich keine Terrain⸗Schwie⸗ rigkeiten. Ferner heißt es zweitens: es wird kein dringendes Bedürfniß einer direkten Verbindung zwischen Berlin und Magdeburg gefühlt, Magdeburg protestirt sogar gegen eine solche; das heißt mit anderen Worten: die Inhalter Actiongire fühlen kein dringendes Bedürfniß, aber der Reisende, der sein Geld zahlt und gern so billig und so rasch als möglich das Ziel erreichen möchte, die verwaisten Städte und end⸗ lich unser Vaterland fühlen ein solches Bedürfniß. 3) endlich heißt es, der Staat könne nicht dulden, wenn wohlerworbene Rechte der älteren Bahn gekränkt werden, selbst wenn die Anhaltische dazu schwie ge. In diesem Punkt wollen wir dem Herrn Verfasser Recht geben; wir selbst sind der Meinung, daß der Staat dies nicht dulden werde, halten aber die Konzession zur Erbauung von Seitenbahnen für eine in jeder Hinsicht loyale Ent⸗ schädigung. Warum aber gab der Verfasser sich nicht einmal die Mühe, statt aller Angriffe, auf solche Mittel hinzudeuten? — Wir können eine direkte Verbindung Berlins mit Magdeburg keine Kon⸗ kurrenzbahn der Anhalter Eisenbahn nennen, und es dürfte nur so weit von einer vollständigen Entschädigung die Rede sein, als eine kurze Strecke der Anhalter Bahn zur Benutzung des neuen Unternehmens gefordert werden würde. — Q —
der Prioritäts⸗acien unserer Gesellschaft (Cou- pon Rr. 6.) erfolgt während des ganzen Monats Ja⸗ nuar, an jedem Wochentage
Vormittags von 9 — 12 Uhr in unserer Hauptkasse,
im Bahnhof⸗Gebäude (am Anhalt-Thor-Platze Nr. 6). Behufs Erleichterung der Auszahlung wird gebeten, den Coupons ein nach der Reihenfolge geordnetes Num⸗ mem-⸗Verzeichniß beizufügen und, wenn Coupons dabei sein sollten, welche schon in früheren Terminen fällig gewesen, dieselben besonders zu verzeichnen.
Berlin, den 21. Dezember 1843. Die Direction der Berlin -Anhaltischen Eisenbahn-Ge—
sellschaft. v. Cron stein, Vorsitzender.
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Berlin-A Anhaltische Eisenbahn.
Zur Bequemlichkeit der auf der Eisenbahn von hier nach Braun schweig Reisenden, können vom 1. Ja⸗ nuar k. J. ab in unserer hiesigen Billet ⸗Erpedition au- ßer den Fahrbilletten von hier nach Magdeburg, auch '. Fahrbillette Lon Magdeburg bis Braun-
chweig gelöst und das Relsegepäck kann gleich ven hier aus zur Beförderung bis nach Braunschweig auf— gegeben werden.
Preis der Billette von Magdeburg nach Braunschweig.
J. Klasse 28 Thlr. Freigepäck 55 ti. Für jede 10 t.
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Berlin-Anhaltische Eisenbahn. 8 *
Die Zahlung der am 2. Januar f. fälligen Zinsen
I.. 18 mehr sind7 Sgr. von Berlin
m n, bis Braunschweig zu zahlen. Berlin, den 20. Dezember 1845.
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