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die Erfahrung gemacht, ; 1 sich * e r fbenl . gleichttellt. d. M. di- = — — man
ische Renten Nel 2 mnuar un
Preußische , ,
rungs Mnb lg en Einlagen
Y wis einschließlich 1842,
Bet 4Anons Kasse (Mohrenstraße
Die unterzeie agen:
lichen KenyGe⸗
FJebrnften:
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1 Il. Re, D, , Rc D.
daß in 6 Minuten der Luftdruck in der
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1098
bei den sämmtlichen Agenturen, nach ng des §. 26. der Statuten, stattsinden wird. lälligen Renten- Coupons sind mit dem im S. 27. der Statuten vorgeschriebenen Lebens-Atteste zu ver= sehen und wird in letzterer Beziehung noch bemerkt, daß, wer mehrere Eoupons für Eine Person zu i . Zeit abhebt, auch nur Ein Lebens Alttest eizubringen nöthig hat, und daß dergleichen Atteste von Jedem, der ein öffentliches Siegel führt — unter Beidrückung desselben und dem Vermerk des Amts Charakters — ausgestellt werden können. in Klasse IV V .
Re, D, . J. Ayr, , Ref 3e ..
3 ö 8. 3 — 3 3 3
Berlin, den 6. Dezember 1843. ; Direction der preußischen
Preuß. Renten-Versicherungs— Anstalt.
Bekanntmachung.
Nach einer Mittheilung Seiner Excellenz des Herrn Ministers des Innern vom 14ten d. Mts. haben Seine Majestät der König mittelst Allerhöchster Kabinets⸗Ordre vom 4ten ejusdem mir die nachgesuchte Entlassung von dem Präsidium des Kuratoriums der Preußischen Ren= ten⸗Versicherungs-Anstalt Allergnädigst zu bewilligen und zugleich den Präsidenten des hiesigen Haupt -Banlo⸗Di⸗ restoriums, Herrn von Lamprecht, zu meinem Dienst⸗ Nachfolger zu ernennen geruht, welches ich mit dem Bemerken hierdurch bekannt mache, daß der Herr Prä— sident von Lamprecht die Präsidial-Geschäfte des ge⸗ dachten Kuratoriums am 2. Januar k. J. übernehmen wird. Berlin, den 27. Dezember 1843.
von Reiman.
152561
Dampsschifffahrt zuschn Magde— länzr burg ud Hamburg. Dienst f. d. Monat Dezember C.,
insofern nicht der Eintritt des Winters die Fahrten stört, wöchentlich zweimal mit Passagieren und Gütern, nämlich: Von Sonntag Von Magdeburg Donnerstag
Von Hamburg , Morgens 7 Uhr.
Außerdem werden nach Bedürfniß wöchentlich 1 bis 2 Schleppschiffe erpedirt. Magdeburg, den 26. November 1843. Die Direction der Vereinigten Hamburg-Magdeburger Dampsschifffahrts⸗Compagnie. Holtzapfel.
Morgens 7 Uhr.
2265
Ren häzuzer Steinkehlen - Actien zu 209 IThlIr. Preuss. Cour., welche jã lin liel (am 1. Juli) zehn Thaler Zins und eine Dividende ertragen, ind noch mit 3 95 Ai f8ę eld, also gegen Einsen- dung oder Anschaffung vou 206 Thlr. Preuss. Cour., oder 360 FI. 30 Kr. im 24 Fl. - Fuss von Anhalt C VWuagener in Berlin, B. Metzler sel. Sohn C Comp. in Frankfurt a. M. und Jol. Lorenz Schaezler iln Augsburg zu erhalten, bei welchen Wechselhäusern Zins und Dividende 8. Z. erhoben werden können.
Hildburghausen, 10. Dezember 1843.
Der Neuhäuser Steinkohlen -- Verein.
ale dnn g
Da die Intestat-Erben des so viel bekannt ohne Hin— terlassung einer letztwilligen Verfügung verstorbenen Bür⸗
ermeisters und Kaufmanns Wentz hierselbst, dessen Nachlaß nur eum benesicio legis et inventarii ange- treten und jetzt Konkurs erklärt haben, so werden alle diejenigen, welche persönliche oder dingliche Ansprüche an diese Erbmasse aus irgend einem Grunde zu ma— chen haben, hiermit vorgeladen, dieselben bei Strafe des Ausschlusses am Montag, den 25. März künftigen Jahres, Morgens 9 Uhr, auf hiesiger Amtsstube anzumelden und ihre Beweismittel anzugeben.
Zugleich ist Termin zur Wahl eines Güter -Perwal⸗ ters, so wie zur Ernennung eines engeren Glaͤubiger⸗ Ausschusses, auf Dienstag, den 26. März künftigen Jahres, Morgens 9 Uhr, auf hiesiger Amtsstube unter dem Prä⸗ judize anberaumt, daß, widrigenfalls der interimistisch angestellte Kurator, Advokat Culemann hierselbst, für bestätigt und die nichterschienenen Gläubiger als den 6 n der Mehrzahl beitretend angesehen werden ollen.
Schließlich wird den Schuldnern der Erbmasse hier⸗ mit eröffnet, daß sie bei Strafe doppelter Zahlung nur an den genannten Kurator gültige Zahlungen leisten können.
Der Wittwe des Kridars ist jede Veräußerung oder Verpfändung der Erbmasse bei Strafe der Nichtigkeit und des Betruges unter sagt.
Wustrow, den 20. Dezember 1843.
Königlich hannoversches Amt.
12216]! Betanntm ö aschung. , , , Publikum wird hierdurch benach⸗ — 1 n z. ie Meßhandelswoche der Lichtmesse 1844 u R Januar ihren Anfang nimmt, und daher as . der Kuizenwaaren am 22. Januar, al— ler übrigen Wagren aber am 24sten desselben Monats von Mittags 12 Uhr an, gestattet ist. enn ,. i 6 ezember 1813. erzogliches Haupt- Zoll- Amt. Wolff.
2254
S 411 — 5 110 16 — 1 1116 6 4 111613 6 — 4110 — 1 5 5
re ,
8
Renten-Versicherungs-⸗-Anstalt.
3) der Ehefrau des Kaufmanns Johann Heinrich Daniel Müller, Emilie Christiane Henriette geb. Markwort;
4) des Kaufmanns Karl Julius August Markwort, in Halberstadt;
I) der unverehelichten Marie Auguste Johanne Man— wort hierselbst, und
6) der unverehelichten Markwort hierselbst
gegen die Wittwe weil. Kaufmannes Marlwort allhier,
Johanne Henriette geb. Träber bei unterzeichnetem Ge⸗ richte folgende Klage überreicht:
Die Verklagtin — Mitglied der früher hier bestan⸗ denen Todtenkasse für die Kaufmannschaft, welche seit dem Jahre 1810 der braunschweigischen Beerdigungs kasse beigetreten, gewesen, habe bis zum 14. Januar 1818 die zu entrichtenden Beiträge selbst, die seitdem zu entrichtenden aber habe auf ihren Wunsch der Kauf⸗ mann Christian Julius Markwort hierselbst berichtigt, und hätten die nach dessen Tode fällig gewordenen seine oben genannten Intestat-Erben bezahlt.
Die für die Verklagtin bestrittenen Auslagen betrü⸗ gen nun, dem produzirten Todten-Kassenbuche zufolge vom 10. Februar 1818 bis 3. September 1840
39 Thlr. 19 Sgr. 6 Pf. und wären außerdem nach den
gleichfalls vorgelegten Quittun⸗ gen die Beiträge für den Zeit⸗ raum bis zum Monat Juni des laufenden Jahres mit annoch .. zu entrichten, so daß die Verklag⸗ kin den Klägern mit der Gesammt⸗ summe von, verhaftet sei.
. . die Verklagtin, well sie abwesend und ihr Aufenthalt dem Gerichte unbekannt ist, gewöhnlicher⸗ maßen nicht hat vorgeladen werden können, so wird dieselbe nunmehr zu dem zum Verhör der Sache und Versuch der Güte auf
ben 25. Januar k. J.,
Amalie Georgine Karoline
T Fyms. 20 Sgr. 2 Pf.
Der hiesige Kaufmann Jakob Heinrich Graß ha Bevollmächtigter der Erben des hier . en. manns Christian Julius Markwort, als:
1) dessen Wittwe, Johanne Wilhelmine Margarethe Markwort geb. Wolters;
2) der Ehefrau des Kaufmanns Jakob Heinrich Graß, Mathilde Henriette Alwine geb. Markwort;
Vormittags 10 Uhr, angesetzten Termine vor das un— serzeichnete Gericht im Gebäude des Herzogl. Kreis gerichts, und zwar unter dem Nechts⸗Nachtheile, daß, m Falle ihres Ausbleibens, sie der Klage für geständig gehalten und beantragtermaßen zur Bezahlung der sibellirten Schuld verurtheilt werden wird, hiermit vor— geladen.
Uebrigens ist dem Antrage der Kläger gemäß der Ar⸗ rest auf die von dem Rechnungsfuͤhrer des ehema⸗ ligen hiesigen großen Vittualien⸗ Amts, Kaufmann Herrn Wilhelm Geller, von dem an die Verklagtin zu zahlenden ÄAntheile an dem zur Vertheilung unter die Mitglieder kommenden Vermögen bis zum Belaufe der Summe von 90 Thlr. bereits erkannt, auch jenem die erforderliche Auflage geworden, und bleibt der Verklag⸗= tin nur noch unverhalten, daß die ferner abzugebenden Verfügungen, bei nicht erfolgter Bestellung eines Pro⸗ furators, ihr nicht weiter, als durch Anschlag an die hiesige Gerichtstafel werden bekannt gemacht werden. Deer, Braunschweig, den 15. Dezember 1843.
Herzogliches Stadtgericht Aten Bezirks.
Literarische Anzeigen. Zu Reujahr
empscht die Gropiussche Buch— und Kunsthandlung, verlin, Königl. Bausch ule Laden Nr. 12 ihr bedeute nbeg Lager „n Neujahrwünschen, Berliner us Wiener Kunstbillets, Blu— men⸗-Kranz-Bouquete und rollizen Ziehwünschen.
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sind diesmal in reich ster Auswahl vorräthig. Ferner sämmtlich erschienene englische und de ut sche
Taschenbücher, Comtoir-, Volks- und Ta— schen⸗Kalender.
2266
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Versuch einer pragmati- * 3 schen Geschichte der
Arzneikunde.
Neue Ausgabe. Mit Berichtigungen und lit. Zusätzen versehen von Dr. Julius Ro senbaum. J. 1. Heft. 15 Sgr.
K, Sprengels Werk, das sich als Grundlage zur Geschichte der Medizin stets behaupten wird, erscheint seßt in Neuer Ausgabe von Dr. J. Rosenbaum bearbeitet. Ungeachtet der zahlreichen Zusätze dieser
egeben wird, erlaubt es uns die Veränderung in der
Einrichtung des Druckes, den bisherigen Preis von
12 Thlr. T2 Sgr. auf die Hälste zu ermäßigen. Gebauersche Buchhandlung.
122731 Für Kunstfreunde.
Stuttgart. In S. G. Liesching's Verlags⸗ Buchhandlung sind so eben erschienen und auf feste Bestellung durch alle Buch- und Kunsthandlungen zu beziehen:
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II. Shakespeare in ganzer Figur. Nach Nou— billac's Statue und dem Original ⸗-Gemälde von R. Burbage. Gestochen von Ed. Schuler.
III. Maria Stuart. Nach dem Orforder Ori= ginal Gemälde des Italieners Zuccaro; gestochen von Ed. Schuler.
IV. V. Hohenstauffen und Hohenzollern. Pendants. Nach der Natur aufgenommen und ge— malt vom Gallerie Direktor C. Frommel, gestochen von Demselben und Henry Winkles.
Folio. Kupferdruckpapier. In Umschlag.
Preis dieses Ganzen . Thlr. Preuß. Auf chines. Papier 2 Thlr.
Preise der einzelnen Blätter; J. 13 Thlr. 11I. 14 Thlr. 1V. V. 13 Thlr. — Papier verhältnißmäßig höher.
Stuttgart, Herbst 1813.
Vorräthig in der G. Gro piusschen Buch- und
Kunsthandlung (C. NReimaru s), Bauschule, Laden 12, in Berlin.
14 Auf chines.
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Aten Auflage, welche in 13 Lieferungen 2 15 Sgr. aus—=
7 scherzhaften Zug⸗ und Bogenwünsche, ebenso Neu⸗ jahrskarten, empfehlen in den neuesten Des—
sins und reichhaltigster Auswahl C 23 2 21 8 ** * Gebrüder Rocca, Königestt. 1, neben dem Rathhause.
Gropiusschen Buch- und Kunsthand- Reimarus) in Berlin ist erschienen und Buchliandlungen des In- und Auslandes
In der lung (C. in allen vorräthiig:
1 Lieder Von Reini gk, Maler. 18 Bogen 8. Sauber gehiestet 13 Thlr.
Ein Theil dieser Lieder ist bereits in den Liedern eines Malers mit Rkandzeichnungen seciner Freunde mit grossem Beifall aufgenommen und iat zu zahl— reichen musikalischen Compositionen Gelegenheit gegeben. Die neueren lyrischen Dichtungen des Verfassers, die hier zum Erstenmal gedruckt ers chei-
az? 6
nen und denen sich mancherlei Klänge aus dem Künstlerleben anreihen, werden sich gewils einer nicht geringeren Theilnahme erfreuen. Für eine würdige typographische Ausstatlung habe ich Sorge getragen, auch für Sänger und Musikfreunde dem VVerke eine Uebersicht der mir bekannt geworde— nen Compositionen dieser Lieder heigefügt. Gropiussche Buch- und Kunsthandlung.
Ausländische Literatur.
523.
Durch unsere reszelmälsigen direkten Verbindun- gen mit dem Auslande, namentlich mit London, Paris und Mailand, sind wir in den Stand gesetat, die literarischen EWrscheinungen Englands, Frank- reichis und Italiens sortwährend auf das schnellste und prompteste besorgen zu können. cChentlichen Postsendungen London Paris bringen die Neuigkeiten Orte resp. am 7ien und 10ten Tage nach ihrem Erscheinen, und Bestellungen auf englische Bücher werden in der Regel in 11 — 14 Tagen, auf sranzösische in 20 Tagen von uns efsectuirt. Austräge auf englische und französische Monats- und Vierteljahrsschristen, so wie anf die wöchentlich erscheinenden Journale erbitten wir haldigst.
20 Linden.
Unsere wö-= von und
bei der
A. Asher C Gomp.
2276
Im Verlage von J. Buddeus in Düsseldorf ist erschienen und in Berlin in der Gropius schen Buch- und Kunsthandlung, Königl. Bauschule Laden 12, vorräthig:
Lieder u. Bilder Bd. J., auch unter dem Titel; Lieder eines Malers (R. Reinick) mit Randzeich— nungen seiner Freunde. 4. 6 Thlr.
Lieder u. Bilder Bd. II., auch unter dem Titel: Deutsche Dichtungen mit Randzeichnungen deutscher Künstler. Bd. J. 6 Thlr.
Unter der Presse befindet sich:
Lieder u. Bilder Bd. III.
Deutsche Dichtungen mit Randzeichnungen deutscher Künstler. Bd. II. Pränumerations⸗-Preis bis zur Vollendung der ersten Hälfte 5 Thlr. für den gan= zen Band.
Indem die unterzeichnete Handlung zu geneigter Be⸗ stellung auf vorstehende Werke einladet, empfiehlt sie zugleich ihr Lager der besten illustrirten Werke des In— und Auslandes zur gefälligen Beachtung.
Gropius sche Buch- und Kunsthandlung,
Königl. Bauschule Laden Nr. 12.
Literarische Anzeige von Wilhelm Besser.
22821 Behrenstr. 44.)
Im Verlage des Unterzeichneten und unter der Re⸗ daction des Pastor von Tippelskirch in Giebichen- stein bei Halle soll vom 1. Januar 1640 in wöchent⸗
lichen Lieferungen von 2 halben Bogen eine Zeitschrist unter dem Titel:
„Volksblatt für Stadt und Land,
zur Belehrung und Unterhaltung“ erscheinen.
Dieselbe wird in allgemein verständlicher so viel als möglich ächt vollsthümlicher Sprache aus den verschie⸗ denen Gebieten dasjenige darbieten, was den gemeinen Nutzen nach irgend einer wesentlichen Seite hin zu för dern geeignet scheint. Sie soll daher über folgende Gegenstände Mittheilungen und Aufsätze, wie's eben trifft und noththut, enthalten:
J. Ueber interessante Zeitereignisse und Zustände, be—= sonders vaterländische, Verfassung, Gesetzgebung, Ver= waltung, Handel, Kunst, Wissenschaft, Gewerbe 3c. II. Ueber die Kirche, sowohl in ihrem Leben und Wirken nach Innen (Verfassung, Synoden, Prediger ⸗Konseren= zen, religiöse und wohlihätige Vereine, Liturgie, Stati— stisches) als nach Außen (Missionen), desgleichen über die Schule (Erziehungs- und Unterrichts -Methoden, Lehrbücher, statistische Nachrichten 2c) III. Nützliche Rathschläge sür Haus und Hof, Garten und Feld. IV. Belehrendes und Unterhaltendes im Allgemeinen aus der Geschichte, Völkerkunde, Naturgeschichte 2c, humoristische Aufsätze, lehrreiche Geschichten, wohl auch zuweilen Gedichte, Charaden und Näthsel, religiöse Betrachtungen und Lieder 20.
Namhafte Schriftsteller haben diesem Unternehmen ihre thätige Mitwirkung zugesichert, unter denen wir vor= läufig nur die Namen Schubert, Hey, Stöber,
Otto Glaubrecht, Geibel, Carl Ritter, Friedrich von Meier, Harnisch, Liebetrut, Westermeier, Appuhn, Tholuck, Julius Müller, Carl Witte, Stahl, Massmann, Carl von Raumer, Leo, Steinberg, Lösselꝝ, Daniel, Kramer, Wiese, Glöckler — zu nennen brauchen, um zu unserem Unternehmen Vertrauen ein— zuflößen.
Der Preis des Jahrgangs ist 1 Thlr. 10 Sgr. mit vierteljährlicher Pränumeration, welche alle deutsche Buchhandlungen und Königl. preuß. Post-Anstalten ohne Erhöhung des Preises annehmen.
Halle a. d. S., Dezember 1843.
Richard Mühlmann, = Buchhändler.
Bestellungen übernimmt die Bessersche Buchhandlung in Berlin.
So eben erschien in unserem Verlag und ist in allen Buchhandlungen zu haben:
Die Geheimnisse von lr v Berlin. Aus den Papieren eines Ber— liner Kriminal-Beamten.
Mit Illustrationen in Stahlstich von P. Habelmann. 15 Bändchen mit Stahlstich. Preis 5 Sgr.
Komplett in 18 bis höchstens 24 Liefer. 16.
Dieses treffliche Werk steht den Geheimnissen von Paris in keiner Beziehung nach, das Interesse des Le— sers wird um so mehr in Anspruch genommen, als die Handlung mitten unter uns spielt u. größtentheils auf That= sachen beruht, welche den besten Quellen entnommen sind.
8 * ). R ö. — —
Meyer C Hofmann, Schloßfreiheit Nr. 3.
Bei George Westermann in Braunschweig
ist erschienen und zu haben in allen Buchhandlungen
Deutschlands, Oesterreichs und der Schweiz:
Neues Heldenbuch für die län! deutsche Jugend „n Johann Sporschil,
enthaltend die Großthaten der Deutschen
in den Befreinngskriegen 1813, 1814 und 1815.
3 Bände mit 25 Stahlstichen.
gr. 8. fein Velinpapier. geh. Dritte Auflage. Preis
2 Thlr.
Bessere Ausgabe mit 33 Stahlstichen. Preis 3 Thlr.
Vorräthig in der Gropiusschen Buch⸗ und Kunsthandlung, Königl. Bauschule 12.
5241! Bekanntmachung,
Die unterzeichnete Maschinen⸗Bau⸗-Anstalt erlaubt sich das interessirende Publikum zu benachrichtigen, daß ihr Betrieb durch das am 1sten d. M. erfolgte Ausscheiden ihres bisherigen Technikers, Herrn Wöhlert, keine Stö— rung erleidet, sie vielmehr unter anderweitiger Leitung jeden ihr ertheilten Auftrag sorgfältig und rasch aus— zuführen im Stande sein wird.
Moabit, den 27. Dezember 1843. Maschinen-Bau-Anstalt in Moabit.
526 b
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Rechnungssormulare, Wechselschemas, Adreßlarten 1c. 2c. werden aufs billigste angefertigt bei E. F. Keil,
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Julius KuRlrs Hos-Kunsthandiuns-«
Das Abonnement beträgt: 2 Rthlr. sür Jahr. 4 Rthlr.— ahr. 8 Rihlr. - 1 Jahr. in allen Theilen der Monarchie ohne Preiserhöhung. Ansertions-Gebühr für den Raum einer Zeile des Allg. Anzeigers 2 Sgr.
Preußisch
Allgemeine
183.
Die vierteljährliche Pränumeration Expedition selbst (Friedrichs⸗Straße Nr. dem angegebenen Datum, frei ins Haus gesandt. — kann nicht mit Gewißheit die Nummern erwarten, die vor
Uebrigens ist die Einrichtung getroffer Uhr ab bis Nachmittags 4 Uhr in unserem einer Zeile 2 Sgr. Um wiederholten Anfragen zu begegnen, machuͤngen der Königl. Behörden,
wird
72) gemacht, und jeder innerhalb Auswärtige, der hier eingegangenen 1, daß Inserate, deren Aufnahme Expeditions⸗ Lokale, Friedrichs ⸗ Straße Nr. 22,
literarischen und Kunst-Anzeigen, auch Familien⸗
Berlin, Sonntag den 31sen Dezember
. .
dieser Zeitung beträgt 2 Nihlr. Preuß. our. für das Inland. — Bestellungen für Berlin der Stadt wohnende Pränumerant erhält das Blatt durch die Stadtpost, 86 Bestellungen rechtzeitig bei den resp. Post⸗-Aemtern; Für einzelne Nummern des Blattes ist der Preis 2 Sgr.
der Ringmauer des In- oder Auslandes, bewirken ihre Meldung erschienen sind.
zugleich bemerkt, daß in dem Anzeiger der Allg. Preuß.
sinden. Auswärtige haben ihre Inserate unter der Adresse der Expedition in frankirten Briefen einzusenden.
Juha.
Amtlicher Theil.
Inland. Berlin. ränderungen in ler dam. Persammlung des Enthaltsamkeits-Vereins. — Münster. evangelische Gustas - Idolph-Stiftung.
Deutsche Bundesstaaten. Baggern, n snachri Württemberg. Stuttgart. Besuch des Großfürsten Thronfolgers von Rußland. — Reise des Kronprinzen. — Nasfau. Wiesbaden. Ernennungen. — Vorbereitungen zum Empfange des Herzogs. Freie Städte. Ham burg. Abfahrt des „Curaggo“.“—=— Lübeck. Der Weih—⸗ nachts mant. — Ungestörte Aufrechthaltung der Ruhe. .
Oesterreichische Monarchie. Preßburg. Der Reichstag verwirft die Emancipation der Juden. .
Frankreich, Paris. Vorbereitende Sißungen der Deputirten⸗Kammer. — Legitimistische Erwartungen hinsichtlich des politischen Eides. — Geld⸗ solderung Louis Napoleon's an den Staat. — Vermischtes. Briefe aus paris. (Neue Anregung des Streites über das Durchsuchungsrecht; die Präsdentschaft. — Zur Zuckersragez Preis der Cigarren; die Revue de Paris; die Legitimisten und die Thron⸗Rede.)
Großbritanien und Irland. London. Neueste Nachrichten aus Kanada und Schwieriglelten des General⸗-Gouverneurs..
Spanien. Schreiben aus Paris. (Der neue General-Capitain von Tasalonien; Figueras; Saragossa.)
Griechenland. Athen. Journal-⸗Polemik
Vereinigte Stagten von Nord⸗Amerika, Jorf. (Parfeistellung in Betreff der Organisation des hauses.)
Personal⸗ Veränderungen in der Armee. — . Die
München. Hofnachricht. —
egen die türkischen Blätter. Schreiben aus New— Repräsentanten⸗
Freunde zu Berlin. — Der Platz
Sitzung der Gesellschaft naturforschender r Der. Das archäologische Bülletin. —
der Eintracht zu Paris. — Neapel. Die Ausgrabungen in Pompeji.
Beilage. Deutsche Bundesstaaten. Bayern. München. Bau⸗ ust. Bam berg. Kleinkinder⸗Bewahranstalt. — Frankreich. Paris. Jlellung und Absichten des Ministeriums und der Opposition in Betreff der Präsidenten⸗Wahl. — Jonische Juseln. Ein türkisches Schiff wegen Sklavenhandels mit Beschlag belegt. — Türkei. Trie st. Frie⸗ dens-Vertrag zwischen Montenegro und der Herzegowina. — Der Pascha on Scutar läßt zwei montenegrinische Inseln besetzen. — Von der rürtfsschen Gränz e. Kampf Um die Inseln. — Mexiko. Schrei⸗ ben aus Paris. (Santang's Dekret über seinen Rücktritt. — Bra⸗ silien. Rio Janeiro. Wiederherstellung der Prinzessin Januaria. — Schluß der Kammern. — Rede des Kaisers. .
Die Sächsischen Eisenbahnen. (Verhandlungen der Stände darüber.)
Handels? und Börsen⸗Nachrichten. Danzig, Stettin, Mag⸗
deburg, Hamburg. Marktbericht.
bährden — wohl aber in seinem Geist und seiner Wahrheit,
ben anvertraut wird, tragen kein Ordenszeichen.
Amtlicher Theil.
Wir Friedrich Wilhelm, von Gottes Gnaden, König von Preußen 2c.
Allen, die Gegenwärtiges lesen, Unseren Gruß zuvor.
Von dem wielfach Erfreulichen, welches unsere Zeit, unter den Segnungen eines langen Friedens — den Gott uns erhalten wolle — hervorbringt, verdient kaum etwas größere Anerkennung und Beach ung, als die weitverbreiteten Bestrebungen, „auf dem Wege der Bildung von Vereinen physische und moralische Leiden zu lindern.“ Dies Streben ist wesentlich eins mit dem, das weisen, — nicht durch Bekenntnißstreit oder nur in
j
äußerlichen Ge⸗ nämlich
— Durchdrungen von der Ueberzeugung, daß viele vollen Wirksamkeit, deren sie fä⸗ wenn sie ein gemeinsames
durch Leben und That. sener achtungswürdigen Vereine zu der hig sind, nur dann gelangen können, Band um einen leitenden und anregenden nigt, ben Wir beschlossen, den ältesten Srden Unseres Hauses, die Gesell— schaft des Schwanen⸗Ordens, welche gerade jetzt vor 400 Jahren von Unserem in Gott ruhenden Ahnherrn, dem Erz⸗Kämmerer und Kur—
fürsten Friedrich II., gestiftet und nie förmlich aufgehoben worden, wieder zu beleben und, dem erwähnten Bedürfniß entsprechend, neu einzurichten. — Schon der Sinn der im Jahre 1443 verfaßten Sta⸗ tuten dieses Ordens ist kein anderer, als „Bekenntniß der christlichen Wahrheit durch die That“. — Wir haben die Anfertigung neuer Statuten und die Bildung eines leitenden Ordens-Rathes befohlen, dessen Gliederung in Abtheilungen zur Hritung der verschiedenen Thö⸗ tigkeiten der Gesellschaft demnächst erfolgen soll. Unsere nächste Sorge für die praktische Wirksamkeit der Gesellschaft des Schwanen⸗ Srdens soll die Stiftung eines evangelischen Mutterhauses in Berlin für die Krankenpflege in großen Spitälern sein. — Den Ordenszeichen haben Wir diejenigen Veränderungen gegeben, welche Uns den gegen= wärtigen Verhältnissen entsprechend erscheinen. Die für die Zwecke des Srdens unmittelbar arbeitenden Mitglieder, nämlich die Pfleger und Pflegerinnen der Leidenden, der reuigen Gefallenen, der Bestraf⸗ ten u. s. f., so wie die Geistlichen, welchen etwa die unmittelbare Leitung von Stiftungen der Gesellschaft und die Seelsorge in densel⸗ Die Insignien des Schwanen⸗Ordens sind nicht, gleich denen anderer Orden, bestimmt, als ein Schmuck des Verdienstes, als eine Auszeichnung, verliehen zu werden; nur die goldene Kette desselben wollen Wir in seltenen Fällen als Königliches Ehrengeschenk an gekrönte Häupter und erlauchte Personen verleihen. Der Schwanen-Orden soll vielmehr „eine Geseilschaft“ sein, in die man freiwillig eintritt, um sich thätig einem der Zwecke derselben zu weihen, aus welcher man aber auch ohne Unehre austreten kann, wenn man jener Thätigkeit sich zu widmen nicht ferner den Beruf fühlt oder im Stande sindet. Die Aemter und Würden des Ordens bezeichnen nur die Sphäre der Thä⸗ tigkeit der damit Beliehenen und die Nähe oder Ferne, in der sie von selnem Mittelpunkte stehen. Männer und Frauen ohne Ansehen des
sellschaft sich zu unterziehen bereit sind, in dieselbe aufgenommen
e Zeitung.
in den Allgemeinen Anzeiger dieser Zeitung gewünscht wird, in Empfang genommen werden. Zeitung, außer gerichtlichen und anderen Nachrichten jeder Art, so wie Industrie
werden. der Kur und Krone zugestanden
stehen von selbst unter Unserer und
keit und Treue Unser geliebtes Volk verkennen, Christenthum zu be⸗ nend
Mittelpunkt vereinigt, haä⸗ blühe, t . Ständen und Stämmen Unseres Volkes in
im edelsten Wetteifer beweisen mögen,
göttlichen Liebe.
und Kammerherrn Lous den Rothen Adler Orden
desgleichen dem Küster und Scha — gierungs⸗-Bezirk Potsdam, das Allgemeine Ehrenzeichen zu verleihen.
Billets umgetauscht, s ; itp Standes und Bekenntnisses können, wenn sie den Pflichten der Ge⸗ zum Umtausch gelangten derartigen Papiere aber als völlig werthlos betrachtet werden sollen.
8
S435.
werden in der schon den Abend vor wer dies versäumt,
an den Wochentagen von Morgens Insertion beträgt sür den Raum öffentlichen Bekannt⸗ und Handel betreffende Anzeigen, stets Aufnahme
Der Preis der
vie solches allen Unseren Vorfahren an hat, mit Unserer vielgeliebten Gemahlin, der Königin Majestät, das Groß-Meisterthum des Ordens und damit die oberste Leitung seiner Thätigkeiten übernommen. — Nur solche Stiftungen und Vereine, die von dem Orden ausgehen, der Ordens Behörden Leitung. Alle anderen aber nur dann, wenn sie selbst die Aufnahme aus freiem Willen begehren und der Orden dieselbe seinem Zwecke entsprechend befindet. Wir würden die Tugend, welche neben der Tapfer⸗ am schönsten ziert, tief vermeinten Wir, mit dem Glanze und den Mühen eines Ordens Uns in das Heiligthum stiller Wohlthätigkeit loh⸗ und fördernd zu drängen. Unsere Absicht ist allein die: durch vereinte Kräfte auf dem bezeichneten fruchtbaren Felde Großes zu wirken. An Gottes Segen ist Alles gelegen. Ihn flehen Wir auf dieses Werk herab, damit die erneute Drdens-⸗Gesellschaft zur Linderung und Heilung vielfacher Leiden erwachse und empor⸗ und damit Männer und Frauen aus allen Bekenntnissen,
zahlreichem Verein und daß sie das Wort des Herrn beherzigen: „An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen.“ In dem Bewußtsein, daß der Zweck, für welchen Wir den Schwanen⸗-Orden wieder herstellen, ein guter, daß die Absicht dabei lediglich gerichtet ist auf Abhülfe fühlbarer Mängel, auf Förderung heilsamer Anstal⸗ ten, befehlen Wir Unsere Stiftung getrost und freudig dem König der Könige. Unter Seinem Segen wird. sich eine wahrhaft edle Schaar sammeln, welche das Große, Heilsame, Thatkräftige in den Richtungen dieser Zeit mächtig erfassen und fördern, allem Verderb⸗ lichen darin aber nicht durch Kampf und Streit, nicht durch heimliches Treiben,
Wir selbst haben,
ritterlich widerstehen wird, wohl aber durch das, worin allein alle christlichen Bekenntnisse sich vereinen können und sollen, durch thätiges Ueben des göttlichen Willens, in Siegesgewißheit der ͤ Der Ordens-Wahlspruch ist: Gott mit uns! . Gegeben zu Berlin am Vorabend vor dem Christfest 1843.
Friedrich Wilhelm.“
geruht:
in der Marine dritter Klasse; zu Zehlendorf, Re⸗
Se. Majestät der König haben Allergnädigst Dem Königl. schwedischen Capitain Lieutenant
Schullehrer Schaed
—
Bekanntmachung. = 9 . —y l 1 ö 92 -. 2. Das diesjährige 16te Stück des Gesetz⸗ und Verordnungs⸗
—
blattes für das Königreich Sachen enthält eine Verordnung
vom 9gten v. M., wonach die etwa noch im Umlaufe befindlichen säch= sischen Kassen⸗ nur noch bis mit dem 1. Auswechslungs-Kassen zu Dresden und
Billets über 1 Rthlr. und 2 Rthlr. vom Jahre 1818 März 1814, Nachmittags 5 Uhr, bei den Leipzig gegen neue Kassen—
bemerkten Zeitpunkte nicht
ämmtliche bis zum
mn.
Sitzung der Gesellschaft naturforschender Freunde zu Berlin.
Am 19. Dezember.
Herr Troschel sprach über die von Herrn Prof. Lepsius eingesandten Konchvlien, welche auf der ersten ägyptischen Erpedition nach dem weißen Nile 1810 gesammelt worden sind, und bezeichnete 4 davon als neue Arten. Herr Dr. Klotzsch theilte den Inhalt der botanischen Abhandlungen im neuesten Bande der Schriften der Linnenn Society zu London mit und gab einige Bemerkungen dazu. Herr Girard sprach über Gesteine, welche bei der ersten ägoptischen Erpedition zu den Quellen des Bahr abiad 18190 gesammelt und von Herrn Lepsius eingesandt sind. Insbesondere besprach er die Gesteine des Berges Defafaugh () am rechten Ufer des weißen Nils unter 1605 40 N. B. und 297 30 O. L., welcher sich nach denselben als ein erloschener Vulkan erweist, der ein olivinreiches basaltisches Grundgestein, poröse Laven und lockere Tuffe besitzt. Es ist dies der erste mit Bestimmt⸗ heit in (Central) Afrika nachgewiesene Vulkan. Herr Tschu di, Reisen⸗ ber in Peru, zeigte als Gast die unter dem Namen Cuca bekannten Blät⸗ ter des Erythraxylum Coca vor, welche von den Eingeborenen mit unge löschtem Kalke so gelaut werden, daß der Sast hinuntergeschluckt wird. Derselbe theilte auch mit, daß der kürzlich aus Peru zurüczgelehrle Hern von Winterfeld 2 lebende Exemplare der großen ameritanischen Landkrabbe, Gecarcinus, mitgebracht habe, die von 16 Stück allein übrig geblieben. Herr J. Müller bemerkte hierzu, daß er bei alsbaldiger Untersuchung eines abgestorbenen Eerarginus eine von Milne Edwards unbeachtet geblie= bene eigenthümliche Bildung der Kiemen gefunden habe, welche den Aufent⸗ halt dieser Thiere außer dem Wasser bedingt. Diese Kiemen sind mit har⸗ ten Fortsätzen zwischen den Blättern versehen, welche das Zusammenbacken der Kiemenblätichen in der Luft hindern, und deren Mangel allein den Fischen in der Luft tödtlich zu werden scheint.— Herr L. von Buch sprach von den wesent⸗ lichen Verschiedenheiten zwischen dem armlosen Hemicosmites pyriformis von Petersburg und dem mit Armen versehenen Caryocrinites ornatus Sa). von Lockport, New-Nork, welche beide von Hermn de Verneuil für iden⸗ tisch erklart worden sind. — Herr Ehrenberg legte der Gesellschaft einen
Sensburg vor. Derselbe hat 123 Polygastriea und 30 Rotatoria in sau⸗ beren Abbildungen und mehrere davon lebend übersandt, worunter sich im Ganzen etwa 4 bisher ganz unbekannte Formen befanden. — Hierauf theilte derselbe die eigene Beobachtung mit, daß der scheinbar erdige Aluminit ganz und gar, wie schon Schreber wußte, aus kleinen Krostallen, aber in Form sechsseitiger Säulchen mit jederseits wohl entschieden dreiflächiger Zuspitzung, bestehe. Diese kleinen Krystalle sind in wellenförmig konzentrische Lagen geordnet, was bei Kalksintern und vielen dichten fasrigen Mineralien sehr gewöhnlich, bei erdigen Substanzen und vollkommen frei ausgebildeten Kro— N aber ganz ungewöhnlich und sehr merkwürdig sei, indem in diesem Falle die ganzen und freien Krostallformen als rohes Material in eine ganz andere, die krystalloidische Bildung gezogen und von ihr augenscheinlich zu bestimmten Gruppirungen verwendet worden seien, falls nicht diese Crystalli⸗ sationen im secundairen Zustand wären, welcher dann aber einen primairen unbekannten voraussetzen würde.
Der Platz der Eintracht zu Paris.
2 Paris, im Dez. Der diesem vormaligen Revolutions platze jetzt beige⸗ legte Namen der Eintracht steht in einem traurigen Kontrast mit den Erinne- rungen an die Ströme Bluts so vieler edlen Menschen, welche auf diesem Platze der Zwietracht und Parteiwuth zum Opfer sielen. Er ist der größte, lebendigste, am schönsten gelegene und nun auch der prächtigste von allen Plätzen in Paris. Sein Name wurde mehr als einmal umgetauft; er hieß ursprünglich der Platz Ludwig's XV. von einer Reiterstatue, welche man in seiner Milte diesem Vielgeliebten auf einem hohen Postamente vom feinsten weißen Marmor errichtet hatte. Als aber der Vandalismus der Revolution die herrlichen Denkmäler der Zeiten Ludwig's XIV. auf dem Siegsplatze und dem Platz Vendome zerschlug, als selbst der gute und treue König Heinrich IV. zertrümmert mit i chernen Pferde vom Pont neuf in dit Seine mußte, da war es freilich nicht mehr als folgerecht, daß man auch den Vielgeliebten herunterriß, dem damals die Volksprediger alles Un⸗ glück vorzüglich zuschrieben. Das Pferd und der Reiter von Bouchardon, die Basreliefßs und die vier . an den Ecken des Piedestals von
interessanten Beitrag zur Kenntniß des unsichtbar leinen Lebens in Massu⸗ rien nach den Beobachtungen des Kreis- Physikus Dr. Thienemann in
ug waren Meisterstücke der Bildhauer- und Gießlunst und hätten als unstwerke Erhaltung verdient, wurden aber mit der größten Wuth umge—
worfen und zerschlagen. Während der Schreckensperiode thronte auf dem erhabenen FußgestelUl eine kolossalische Freiheitsgöttin mit gebäumtem Speer, von Thon modellirt und daher la liberté de boue benannt, ein rohes Wert, welches die Konsular-Regierung wegnehmen und durch das unförmliche hölzerne Modell einer sogenannten National-Säule ersetzen ließ, dessen Ausführung in Erz zum Glück unterblieb. Das Kaiserreich, scheint es, wußte mit dem halbfertigen Platze, der Eintracht nichts Rechtes anzu⸗= fangen, und es geschah wenig dafür, bis unter der Restauration die Stadt Paris anderthalb Millionen Franken zu dessen Vollendung bestimmte. In der Mitte des Platzes sollte ein Denkmal für den unglücklichen Ludwig XVI. und in jeder der vier Ecken ein großes Bassin mit einer eleganten Fontaine errichtet werden; aber die Juli⸗Revolution unterbrach die zu diesem Behuf eingeleiteten Bau-Anstalten, von denen mehrere Jahre hindurch keine Rede mehr war. Im Jahre 1855 entschied endlich der Präfekt des Seine⸗De⸗ partements uͤber die Verwendung von 2,590,000 Franken für neu vorzu— nehmende Arbeiten auf dem Platz de la Concorde der mit dem großen Obelisken aus Aegypten geschmückt und dem angemessen auf eine prachtvolle Weise verziert werden solle. Unser talentvoller Landsmann, Herr Hittorf, mit der Verschönerung des Platzes beauftragt, entwarf dazu einen ungemein zweckmäßigen Plan, welcher bei der Regierung Genehmigung fand und binnen funf Jahren zur Ausführung kam.
Der Plaß breitet sich in der Form eines unregelmäßigen Achtecks aus und ist mit Gräben umgeben, die von steinernen Geländern eingefaßt und und in denen kleine Gärten angelegt sind. In diese Gärtchen gelangt man durch acht mäßige Pavillons, die im Zopfgeschmack mit Zockeln und Guir⸗= landen aufgeputzt und jetzt mit den bolossalen Statuen der acht vornehm⸗ sten Städte Frankreichs besetzt sind, welche von namhaften neueren Bild- hauern herrühren und sich im Allgemeinen durch echt monumentalen Stol auszeichnen. Marseille und Loon auf der Tuilerienseite gegen die Seine sind zwei treffliche Figuren von Petitot, erstere, von besonders schöner Gesichts- und Formendildung. Straßburg und Lille von dem Gardemeuble gegen die Nivolistraße von Pradier könnten vielleicht in der = febendiger, doch in der Korperbildung nicht gewählter, in der Haltung nich schöner und in der Behandlung nicht tüchtiger sein. Rouen und Brest auf eben dieser Seite gegen die cipsäischen Felder von Cortot machen zwar eine gefällige Wirkung, leiden indeß an einiger Kälte in der Bewegung und
einigen Sipllosigkeiten in der Ausführung. Nantes und Bordeaur auf der