1843 / 183 p. 3 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

Preußische Renten-Väersiche⸗ rungs⸗Anstalt.

Bekanntmachung.

Die unterzeichnete Direction bringt hiermit zur öffent⸗

lichen Kenniniß, daß in den Monaten Januar und

5 k. J. die Zahlung der für das Jahr 1843

älligen Renten von den vollständigen Einlagen

der Jahres-Gesellschaften 1839 bis einschließlich 1842,

sowohl hier bei der Directions Kasse (Mohrenstraße Diese Renten betragen:

von den Jahres⸗Ge⸗ . II.

sellschaften: Ref D, ., Rieß Q

163 b]

5 6*.46 93

1098

Nr. 59), als bei den sämmtlichen Agenturen, nach Bestimmung des §. 26. der Statuten, stattfinden wird. Die fälligen Renten⸗Coupons sind mit dem im §. 27. der Statuten vorgeschriebenen Lebens -Atteste zu ver⸗ sehen und wird in letzterer Beziehung noch bemerkt, daß, wer mehrere Coupons für Eine Person zu i Zeit abhebt, auch nur Ein Lebens -Attest eizubringen nöthig hat, und daß dergleichen Atteste von Jedem, der ein öffentliches Siegel führt unter Beidrückung desselben und dem Vermerk des Amts-

Charakters ausgestellt werden können. in Klasse

v. ** VI. Ref 23 . Rea, n, , ic d, .

III.

. 2

Berlin, den 6. Dezember 1843.

3 3 3 3

22 06 4 1566 ( 10 2 1 2 . ⸗. 8 22 4 16 ; ;. 8 20 4 5

9

Direction der preußischen Renten-Versicherungs -Anstalt.

Preuß. Renten-Versicherungs⸗ Anstalt.

Bekanntmachung.

Nach einer Mittheilung Seiner Excellenz des Herrn Ministers des Innern vom 14ten d. Mts. haben Seine Majestät der König mittelst Allerhöchster Kabinets-Ordre vom Aten ejusdem mir die nachgesuchte Entlassung von dem Präsidium des Kuratoriums der Preußischen Ren- ten-⸗Versicherungs-Anstalt Allergnädigst zu bewilligen und zugleich den Präsidenten des hiesigen Haupt-Banlo⸗Di— telktoriums, Herrn von Lamprecht, zu meinem Dienst— Nachfolger zu ernennen geruht, welches ich mit dem Benierken hierdurch bekannt mache, daß der Herr Prä— sident von Lamprecht die Präsidial-Geschäfte des ge⸗ dachten Kuratoriums am 2. Januar k. J. übernehmen wird. Berlin, den 27. Dezember 1843.

von Reiman.

oꝛ5 v]

Dampfsschifffahrt zuschÿwt Magde— ltäar burg us Hamburg. Dienst f. d. Monat Dezember C.,

insofern nicht der Eintritt des Winters die Fahrten stört, wöchentlich zweimal mit Passagieren und Gütern, nämlich:

Sonntag

Von Magdeburg Bonnerstag

Sonnta 9 Von Hamburg 5 Morgens 7 Uhr.

Außerdem werden nach Bedürfniß wöchentlich 1 bis 2 Schleppschiffe enpedirt. Magdeburg, den 26. November 1843. Die Direction der Vereinigten Hamburg-Magdeburger Dampfschifff ahrts⸗ Compagnie. Holtzapfel.

Morgens 7 Uhr.

22651

Neuhäuser Steinkohlen Aetien zu 200 Thlr. Preuss. Cour“, welehe jlirlich (aim 1. Juli) zehn Thaler Zins und eine Dividende ertragen, sind noch mit 3 5h Aufgeld, also gegen Einsen— dung oder Anschassung von 206 Thlr. Preuss. Cour., oder 360 FI. 30 Kr. im 24 FI.- Fuss von Anhalt C Wagener in Berlin, B. Metzler sel. Solln C Comp. in Erankfunrt a. M. und Joh. Lorenz Schaezler in Augsburg zu erhalten, bei welchen Wechselhäusern Zins und Dividende s. J. erhoben werden können.

Hildburghausen, 10. Dezember 1843.

Der Neuhäuser Steinkohlen - Verein.

[22817 Edittal-⸗ Ladung.

Da die Intestat-Erben des so viel bekannt ohne Hin⸗ terlassung einer letztwilligen Verfügung verstorbenen Bür—

ermeisters und Kaufmanns Wentz hierselbst, dessen Nachlaß nur cum benesicio legis et inventarĩi ange⸗ treten und jetzt Konkurs erklärt haben, so werden alle diejenigen, welche persönliche oder dingliche Ansprüche an diese Erbmasse aus irgend einem Grunde zu ma— chen haben, hiermit vorgeladen, dieselben bei Strafe des Ausschlusses am Montag, den 25. März künftigen Jahres, Morgens 9 Uhr, auf hiesiger Amtsstube anzumelden und ihre Beweismittel anzugeben.

Zugleich ist Termin zur Wahl eines Güter⸗Verwal⸗ ters, ) wie zur Ernennung eines engeren Glaͤubiger⸗ Ausschusses, auf Dienstag, den 26. März künftigen Jahres, Morgens 9 Uhr, auf hiesiger Amtsstube unter dem Prä- judize anberaumt, daß, widrigenfalls der interimistisch angestellte Kurator, Advokat Culemann hierselbst, für bestätigt und die nichterschienenen Gläubiger als den ö der Mehrzahl beitretend angesehen werden ollen.

Schließlich wird den Schuldnern der Erbmasse hier— mit eröffnet, daß sie bei Strafe doppelter Zahlung nur an den genannten Kurator gültige Zahlungen leisten können.

Der Wittwe des Kridars ist jede Veräußerung oder Verpfändung der Erbmasse bei Strafe der Nichtigkeit und des Betruges untersagt.

Wustrow, den 20. Dezember 1843.

Königlich hannoversches Amt.

lz2t6U! Bekanntmachung.

Das handeltreibende Publikum wird ene benach⸗ richtigt, daß die Meßhandelswoche der Lichtmesse 1844 mit dem 28. Januar ihren Anfang nimmt, und daher das Auspacken der Kurzenwaaren am 22. Januar, al⸗

ler übrigen Waaren aber am von Mütags 12 Uhr an, . ö

Braunschweig, den 13. Dezember 1843 Herzogliches Haupt- Zoll- Am 2j 63 Amt.

2254 Der hiesige Kaufmann Jakob Heinrich Graß ha Bevollmächtigter der Erben des hier . . manns Christian Julius Markwort, als: I) dessen Wittwe, Johanne Wilhelmine Margarethe Markwort geb. Wolters; 2) der Ehefrau des Kaufmanns Jakob Heinrich Graß, Mathilde Henriette Alwine geb. Marlwort;

3) der Ehefrau des Kaufmanns Johann Heinrich Daniel Müller, Emilie Christiane Henriette geb. Markwort;

4) des Kaufmanns Karl Julius August Markwort, in Halberstadt;

3) der unverehelichten Marie Auguste Johanne Mark⸗ wort hierselbst, und

6) der unverehelichten Markwort hierselbst

gegen die Wittwe weil. Kaufmannes Marlwort allhier,

Johanne Henriette geb. Träber bei unterzeichnetem Ge-

richte folgende Klage überreicht:

Die Verklagtin 6 Mitglied der früher hier bestan⸗ denen Todtenkasse für die Kaufmannschaft, welche seit dem Jahre 1840 der braunschweigischen Beerdigungs— kasse beigetreten, gewesen, habe bis zum 14. Januar 1818 die zu entrichtenden Beiträge selbst, die seitdem zu entrichtenden aber habe auf ihren Wunsch der Kauf— mann Christian Julius Markwort hierselbst berichtigt, und hätten die nach dessen Tode fällig gewordenen seine oben genannten Intestat⸗Erben bezahlt.

Die für die Verklagtin bestrittenen Auslagen betrü⸗ gen nun, dem produzirten Todten Kassenbuche zufolge vom 10. Februar 1818 bis 3. September 1840

39 Thlr. 19 Sgr. 6 Pf. und wären außerdem nach den gleichfalls vorgelegten Quittun⸗ gen die Beiträge für den Zeit⸗ raum bis zum Monat Juni des laufenden Jahres mit annoch .. zu entrichten, so daß die Verklag⸗ lin den Klägern mit der Gesammt-⸗ summe von verhaftet sei.

Da nun die Verklagtin, weil sie abwesend und ihr Aufenthalt dem Gerichte unbekannt ist, gewöhnlicher maßen nicht hat vorgeladen werden können, so wird dieselbe nunmehr zu dem zum Verhör der Sache und Versuch der Güte auf

de d, 8 anngr k. d.

Vormittags 10 Uhr, angesetzten Termine vor das un— terzeichneie Gericht im Gebäude des Herzogl. Kreis— gerichts, und zwar unter dem Nechts-Nachtheile, daß, m Falle ihres Ausbleibens, sie der Klage für geständig gehalten und beantragtermaßen zur Bezahlung der sibellirten Schuld verurtheilt werden wird, hiermit vor= geladen.

Uebrigens ist dem Antrage der Kläger gemäß der Ar⸗ rest . die von dem Rechnungsfuͤhrer des ehema— ligen hiesigen großen Viktualien⸗Amts, Kaufmann Herrn Wilhelm Geller, von dem an die Verklagtin zu zahlenden IUntheile an dem zur Vertheilung unter die Mitglieder kommenden Vermögen bis zum Belaufe der Summe von 90 Thlr. bereits erkannt, auch jenem die erforderliche Auflage geworden, und bleibt der Verklag⸗ tin nur noch unverhalten, daß die ferner abzugebenden Verfügungen, bei nicht erfolgter Bestellung eines Pro⸗ kurators, ihr nicht weiter, als durch Anschlag an die hiesige Gerichtstafel werden bekannt gemacht werden.

Deer. Braunschweig, den 15. Dezember 1843.

Herzogliches Stadtgericht 2Aten Bezirks.

Amalie Georgine Karoline

18 Thlr. 20 Sgr. 2 Pf.

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Stuttgart, Herbst 1843.

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=. 2 Lieder von D Reiniek, Maler. 18 Bogen 8. Sauber gehestet 13 Thlr.

Ein Theil dieser Lieder ist bereits in den Liedern eines Malers mit Randzeichnungen seiner Freunde mit grossem Beifall aulgenommen und Rẽ(iat zu zalil— reichen musikalischen Compositionen Gelesenheit gegeben. Die neueren lyrischen Dichtungen des Verfassers, die hier zum Erstenmal gedruckt erschei— nen und denen sich mancherlei Klänge aus dem Künstlerleben anreihen, werden sich gewils einer ni'elit geringeren Theilnahme erfreuen. Für eine würdige ypographische Ausstattung habe ich Sorge getragen, auch lür Sänger und Musikfreunde dem VWoerke eine Uebersicht der mir bekannt geworde— nen Compositionen dieser Lieder beigefügt.

Gropiussche Buche umd Kunsthandlung.

(12275

Ausländische Literatur.

523 9]

Durch unsere regelmälsigen direkten Verbindun- gen mit dem Auslande, namentlich mit London, Paris und Mailand, sind wir in den Stand gesetzt, die literarischen Erscheinungen Englands, Frank- reichs und Italiens fortwährend auf das schnellste und prompteste besorgen zu können. Unsere wö- chentlichen Postsendungen von London und Paris bringen die Neuigkeiten beider Orte resp. am T7ten und 10ten Tage nach ihrem Erscheinen, und Bestellungen auf englische Bücher werden in der Regel in 11 - 14 Tagen, auf sranzösische in 20 Tagen von uns effectuirt. Austräge auf englischie und französische Monats- und Vierteljalirsschristen, so wie auf die wöchentlich erscheinenden Journale erbitten wir baldigst.

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Im Verlage von J. Buddeus in Düsseldorf ist erschienen und in Berlin in der Gropius schen Buch- und Kunsthandlung, Königl. Bauschule Laden 12, vorräthig:

Lieder u. Bilder Bd. J., auch unter dem Titel: Lieder eines Malers (R. Reinick) mit Randzeich— nungen seiner Freunde. 4. 6 Thlr.

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Unter der Presse befindet sich:

Lieder u. Bilder Bd. Ill.

Deutsche Dichtungen mit Randzeichnungen deutscher Künstler. Bd. II. Pränumerations-Preis bis zur Vollendung der ersten Hälfte 5 Thlr. für den gan= zen Band. .

Indem die unterzeichnete Handlung zu geneigter Be— stellung auf vorstehende Werke einladet, empfiehlt sie zugleich ihr Lager der besten illustrirten Werke des In— und Auslandes zur gefälligen Beachtung.

Gropius sche Buch- und Kunsthandlung,

Königl. Bauschule Laden Nr. 12.

Literarische Anzeige von Wilhelm Besser.

2282 (Behrenstr. 44.)

Im Verlage des Unterzeichneten und unter der Re⸗ daction des Pastor von Tippelskirch in Giebichen⸗ stein bei Halle foll vom 1. Januar 1844 in wöchent⸗

lichen Lieferungen von 2 halben Bogen eine Zeitschrist unter dem 5 dalbe 9 Zeitschrist

„Volksblatt für Stadt und Land,

zur Belehrung und unterhaltung“ erscheinen.

Dieselbe wird in allgemein verständlicher so viel als möglich ächt volksthümlicher Sprache aus den verschie— denen Gebieten dasjenige darbieten, was den gemeinen Nutzen nach irgend einer wesentlichen Seite hin zu för— dern geeignet scheint. Sie soll daher über solgende Gegenstände Mittheilungen und Aufsätze, wie's eben trifft und noththut, enthalten:

J. Ueber interessante Zeitereignisse und Zustände, be- sonders vaterländische, Verfassung, Gesetzgebung, Ver— waltung, Handel, Kunst, Wissenschaft, Gewerbe 2c. II. Ueber die Kirche, sowohl in ihrem Leben und Wirken nach Innen (Verfassung, Synoden, Prediger⸗Konseren-= zen, religiöse und wohlthätige Vereine, Liturgie, Stati— stisches) als nach Außen (Missionen), desgleichen über die Schule (Erziehungs- und Unterrichts ⸗Methoden, Lehrbücher, statistische Nachrichten 2c.) III. Nützliche Nathschläge für Haus und Hof, Garten und Feld. IV. Belehrendes und Unterhaltendes im Allgemeinen aus der Geschichte, Völkerkunde, Naturgeschichte ꝛc., humoristische Aufsätze, lehrreiche Geschichten, wohl auch zuweilen Gedichte, Charaden und Räthsel, religiöse Betrachtungen und Lieder ꝛc.

Namhafte Schriftsteller haben diesem Unternehmen ihre thätige Mitwirkung zugesichert, unter denen wir vor läufig nür die Namen Schubert, Hey, Stöber, Otto Glaubrecht, Geibel, Carl Ritter, Friedrich von Meier, Harnisch, Liebetrut, Westermeier, Appuhn, Tholuck, Julius Müller, Carl Witte, Stahl, Masfmann, Carl von Raumer, Leo, Steinberg, Lössel, Daniel, Kramer, Wiese, Glöckler zu nennen brauchen, um zu unserem Unternehmen Vertrauen ein— zuflößen.

Der Preis des Jahrgangs ist 1 Thlr. 19 Sgr. mit vierteljährlicher Pränumeration, welche alle deutsche Buchhandlungen und Königl. preuß. Post-Anstalten ohne Erhöhung des Preises annehmen.

Halle a. d. S., Dezember 1843.

Richard Mühlmann, Buchhändler.

Bestellungen übernimmt die Bessersche

Buchhandlung in Berlin.

So eben erschien in unserem Verlag und ist in allen Buchhandlungen zu haben:

Die Geheimnisse von 6 Berlin. Aus den Papieren eines Ber— liner Kriminal-Beamten.

Mit Illustrationen in Stahlstich von P. Habelmann. 10 Bändchen mit Stahlstich. Preis 5 Sgr.

Komplett in 18 bis höchstens 24 Liefer. 16.

Dieses treffliche Werk steht den Geheimnissen von Paris in keiner Beziehung nach, das Interesse des Le— sers wird um so mehr in Anspruch genommen, als die Handlung mitten unter uns spielt u. größtentheils auf That⸗ sachen beruht, welche den besten Quellen entnommen sind.

MMonor C f Meyer C Hofmann, Schloßfreiheit Nr. 3. Bei George Westermann in Braunschweig ist erschienen und zu haben in allen Buchhandlungen Deutschlands, Oesterreichs und der Schweiz:

Neues Heldenbuch für die ann deutsche Jugend von Johann Sporschil,

enthaltend die Großthaten der Deutschen in den Befreiungskriegen 1813, 1814 und 41815. 3 Bände mit 25 Stahsstichen. gr. 8. fein Velinpapier. i Dritte Auflage. Preis 2 Thlr. Bessere Ausgabe mit 33 Stahlstichen. Preis 3 Thlr.

Vorräthig in der Gropiusschen Buch⸗ und Kunsthandlung, Königl. Bauschule 12.

52461 Bekanntmachung.

Die unterzeichnete Maschinen-Bau⸗-Anstalt erlaubt sich das interessirende Publikum zu benachrichtigen, daß ihr Betrieb durch das am 1sten d. M. erfolgte Ausscheiden ihres bisherigen Technikers, Herrn Wöhlert, keine Stö⸗ rung erleidet, sie vielmehr unter anderweitiger Leitung jeden ihr ertheilten Auftrag sorgfältig und rasch aus— zuführen im Stande sein wird.

Moabit, den 27. Dezember 1843. Maschinen⸗Bau-Anstalt in Moabit.

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Das Abonnement beträgt: 2 Rihlr. sür . Jahr. 1 kthir. Jahr. 8 Rihlr. 1 Jahr. in allen Theilen der Monarchie ohne Preiserhöhung. Ansertions-Gebühr für den Raum einer Zeile des Allg. Anzeigers 2 Sgr.

Preußische Zei

Allgemeine

Berlin, Sonntag den

Die vierteljährliche Pränumeration dieser Zeitung ie vierteljährliche P und jeder innerhalb der

Auswärtige, die vor der hier eingegangenen

72) gemacht,

Expedition selbst (Friedrichs Straße Nr. ñ gesandt.

dem angegebenen Datum, frei ins Haus kann nicht mit Gewißheit die Nummern erwarten,

Uebrigens ist die Uhr ab bis Nachmittags 4 Uhr einer Zeile 2 Sgr. Um wiederholten Anfragen zu begegnen, machungen der Königl. Behörden, literarischen und Kunst⸗

sinden. Auswärtige haben ihre Inserate unter der Adresse der

Znhalt.

Amtlicher Theil. .

Inland. Penlin. Personal-Veränderungen in der Armee dam. Versammlung des Enthaltsamkeits-Vereins. Münster. evangelische Gustav Adolph⸗Stiftung. ;

Deutsche Ban be fta n? * . ern. München. Hofnachricht. Württemberg. Stuttgart. Besuch des Großfürsten Thronfolgers von Rußland. * Neise des Kronprinzen. Nassau. Wiesbaden. Ernennungen. Vorbereitungen zum Empfange des Herzogs. . Städte. Hamburg. Abfahrt des „Curagao“.—⸗=— Lübeck. Der Weih⸗ nachtsmarst. Ungestörte Aufrechthaltung der Ruhe.

Oesterreichische Monarchie. Preßburg. Der Reichstag verwirft die Emancipation der Juden.

Frankreich. Paris. Vorbereitende Sitzungen der Deputirten· Kammer. Legitimistische Erwartungen hinsichtlich des politischen Eides. Geld⸗ forderung Louis Napoleon's an den Staat. Vermischtes,. Briefe zus Paris. (Neue Anregung des Streites über das Durchsuchungsrecht; die Präsidentschaft. Zur Zuckersrage; Preis der Cigarren; die Revue de Paris; die Legitimisten und die Thron⸗ Rede.) .

Grosübbritanien und Irland. London. Neueste Nachrichten aus Kanada und Schwierigkeiten des General Gouverneurs. .

Spanien. Schreiben aus Paris. (Der neue General-Capitain von Catalonien; Figueras; Saragossa.) J z

Griechenland.“ Athen. Journal-Polemik gegen die türkischen Blätter.

Vereinigte Staaten von Nord-Amerika. Schreiben aus New⸗ NMorf. (Parteistellung in Betreff der Organisation des Repräsentanten⸗ hauses. )

Pots⸗ Die

Sitzung der Gesellschaft naturforschender Freunde zu Berlin, Der. Platz 2 Eintracht zu Paris. Reapel. Das archäologische Bülletin.

Die Ausgrabungen in Pompeji.

Beilage. Deutsche Bundesstaaten. Bavern. München. Bau⸗ lust. Bamberg. Kleinkinder ⸗Bewahranstalt. Frankreich. Paris. Stellung und Absichten des Ministeriums und der Opposition in Betreff der Präsidenten⸗Wahl,. Jonische Inseln. Ein türlisches Schiff wegen Sklavenhandels mit Beschlag belegt. Türkei. Trie st. Frie⸗ dens-Vertrag zwischen Montenegro und der Herzegowina. Der Pascha von Scutarl läßt zwei montenegrinische Inseln besetzen. Von der türksschen Gränze. Kampf um die Inseln. Mexiko. Schrei⸗ ben aus Paris. (Santang's Dekret über seinen Rücktritt.) Bra⸗ silien. Rio Janeiro. Wiederherstellung der Prinzessin Januaria. Schluß der Kammern. Rede des Kaisers. . !

Die Sächsischen Eisenbahnen. (Verhandlungen der Stände dariiber

Handels- und Börsen-Nachrichten. Danzig, Stettin, Mag⸗

deburg, Hamburg. Markibericht.

Einrichtung getroffen, daß Inserate, in unserem Expeditions-Lokale, S wird zugleich bemerkt, daß in J Pr Anzeigen, auch Familien-Nachrichten jeder Art, so wi

hervorbringt, verdient kaum etwas größere Anerkennung und tung, als die Bildung von Vereinen physische Dies Streben ist wesentlich eins mit dem, weisen, nicht durch Bekenntnißstreit oder bährden

durch Leben und That. Durchdrungen von der Ueberzeugung, daß viele

wärtigen Verhältnissen entsprechend erscheinen. die Jh des Srdens unmittelbar arbeitenden Mitglieder, nämlich die Pfleger

. e f e n.

des In⸗ oder Auslandes, Meldung erschienen sind. deren Aufnahme in den

Expedition in frankirten Briefen einzusenden.

Amtlicher Theil.

Wir Friedrich Wilhelm, von Gottes Gnaden, König von Preußen ꝛc.

Allen, die Gegenwärtiges lesen, Unseren Gruß zuvor.

Von dem wlelfach Erfreulichen, welches unsere Zeit, unter den Segnungen eines langen Friedens den Gott uns erhalten wolle Beach⸗ weitverbreiteten Bestrebungen, „auf dem Wege der und moralische Leiden zu lindern.“ das Christenthum zu be—

nur in äußerlichen Ge⸗ wohl aber in seinem Geist und seiner Wahrheit, nämlich

sener achtungswürdigen Vereine zu der vollen Wirksamkeit, deren sie fä⸗ hig sind, nur dann gelangen können, wenn sie ein gemeinsames Band um einen leitenden und anregenden Mittelpunkt vereinigt, ha—

Hen Wir beschlossen, den ältesten Orden Unseres Hauses, die Gesell⸗

schaft des Schwanen⸗Ordens, welche gerade jetzt vor 400 Jahren von Unserem in Gott ruhenden Ahnherrn, dem Erz-Kämmerer und Kur⸗ fürsten Friedrich II., gestiftet und nie förmlich aufgehoben worden, wieder zu beleben und, dem erwähnten Bedürfniß Eentsprechend, neu einzurichten. Schon der Sinn der im Jahre 1443 verfaßten Sta⸗ tuten dieses Ordens ist kein anderer, als „Bekenntniß der christlichen Wahrheit durch die That“. Wir haben die Anfertigung neuer Statuten und die Bildung eines leitenden Ordens Rathes befohlen, dessen Gliederung in Abtheilungen zur Leitung der verschiedenen Thä⸗ tigkeiten der Gesellschaft demnächst erfolgen soll. Unsere nächste Sorge für die praktische Wirksamkeit der Gesellschaft des Schwanen⸗ Srdens soll die Stiftung eines evangelischen Mutterhauses in Berlin für die Krankenpflege in großen Spitälern sein. Den Ordenszeichen haben Wir diejenigen Veränderungen gegeben, welche Uns den gegen= Die für die Zwecke

und Pflegerinnen der Leidenden, der reuigen Gefallenen, der Bestraf⸗ ten u. s. f., so wie die Geistlichen, welchen etwa die unmittelbare Leitung von Stiftungen der Gesellschaft und die Seelsorge in densel⸗ ben anvertraut wird, tragen kein Ordenszeichen. Die Insignien des

Schwanen⸗Ordens sind nicht, gleich denen anderer Orden, bestimmt, als ein Schmuck des Verdienstes, als eine Auszeichnung, verliehen zu

werden; nur die goldene Kette desselben wollen Wir in seltenen Fällen als Königliches Ehrengeschenk an gekrönte Häupter und erlauchte Personen verleihen. Der Schwanen-Orden soll vielmehr „eine Gesellschaft“ fein, in die man freiwillig eintritt, um sich thätig einem der Zwecke derselben zu weihen, aus welcher man aber auch ohne Unehre austreten kann, wenn man jener Thätigkeit sich zu widmen nicht ferner den Beruf fühlt oder im Stande sindet. Die Aemter und Würden des Ordens bezeichnen nur die Sphäre der Thä⸗ tigkeit der damit Beliehenen und die Nähe oder Ferne, in der sie von seinem Mittelpunkte stehen. Männer und Frauen ohne Ansehen des Standes und Bekenntnisses können, wenn sie den Pflichten der Ge⸗ sellschaft sich zu unterziehen bereit sind, in dieselbe aufgenommen

tung.

31sten Dezember

beträgt 2 Rihlr. Preuß. Eour. für das Inland. Bestellungen für Berlin werden in Ringmauer der Stadt wohnende Pränumerant erhält das Blatt durch die Stadtpost, bewirken ihre Bestellungen rechtzeitig bei den resp. Post-Aemtern; wer dies versäumt, Für einzelne Nummern des Blattes ist der Preis 2 Allgemeinen Anzeiger dieser Zeitung Friedrichs⸗ Straße Nr. 22, in Empfang genommen werden. D eis . ägt si dem Anzeiger der Allg. Preuß. Zeitung, außer gerichtlichen und anderen öffentlichen Vckannt⸗ e Industrie und Handel betreffende Anzeigen, stets Aufnahme

der Kur und Krone zugestanden

befindet. keit verkennen, eines Ordens Uns in das Heiligthum stiller Wohlthätigkeit loh⸗

Dee wost-Anstalten des An- und us lane. nehmen gestellung XR Dieses vie an, sür Gerlin 1 Expedilion den Allg. Preuss.

J Seilung⸗ Friedrich sfrraf se Nr. 72

S43.

der

schon den Abend vor Sgr.

gewünscht wird, an den Wochentagen von Morgens Der Preis der Insertion beträgt sür den Raum

werden. Wir selbst haben, wie solches allen Unseren Vorfahren an hat, mit Unserer vielgeliebten Gemahlin, der Königin Majestät, das Groß Meisterthum des Ordens

und damit die oberste Leitung seiner Thätigkeiten übernommen. Nur solche Stiftungen und Vereine, die von dem Orden ausgehen,

stehen von selbst unter Unserer und der Ordens⸗Behörden Leitung. Alle anderen aber nur dann, wenn sie selbst die Aufnahme aus freiem Willen begehren und der Orden dieselbe seinem Zwecke entsprechend Wir würden die Tugend, welche neben der Tapfer⸗ geliebtes Volk am schönsten ziert, tief

und Treue Unser n ö mit dem Glanze und den Mühen

vermeinten Wir,

nend und fördernd zu drängen. Unsere Absicht ist allein die:

durch vereinte Kräfte auf dem bezeichneten fruchtbaren Felde

Großes zu wirken. An Gottes Segen ist Alles gelegen. Ihn flehen Wir auf dieses Werk herab, damit die erneute Ordens⸗Gesellschaft zur Linderung und Heilung vielfacher Leiden erwachse und empor⸗ blühe, und damit Männer und Frauen aus allen Bekenntnissen, Stänben und Stämmen Unseres Volkes in zahlreichem Verein und im edelsten Wetteifer beweisen mögen, daß sie das Wort des Herrn beherzigen: „An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen. In dem Bewußtsein, daß der Zweck, für welchen Wir den Schwanen⸗Orden wieder herstellen, ein guter, daß die Absicht dabei lediglich gerichtet ist auf Abhülfe fühlbarer Mängel, auf Förderung heilsamer Anstal⸗ ten, befehlen Wir Unsere Stiftung getrost und freudig dem König der Könige. Unter Seinem Segen wird sich eine wahrhaft edle Schaar sammeln, welche das Große, Heilsame, Thatkräftige in den Richtungen dieser Zeit mächtig erfassen und fördern. allem Verderb⸗ lichen darin aber ritterlich widerstehen wird, nicht durch Kampf und Streit, nicht durch heimliches Treiben, wohl aber durch das, worin allein alle christlichen Bekenntnisse sich vereinen können und sollen, durch thätiges Ueben des göttlichen Willens, in Siegesgewißheit der göttlichen Liebe. Der Ordens Wahlspruch ist:

Gott mit uns! ;

Gegeben zu Berlin am Vorabend vor dem Christfest 1843.

Friedrich Wilhelm.“

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: ; Dem Königl. schwedischen Capitain- Lieutenant in der Marine und Kammerherin Lous den Rothen Adler-Orden dritter Klasse;

desgleichen dem Küster und Schullehrer Schaede zu Zehlendorf, Re⸗ gierungs⸗Bezirk Potsdam, das Allgemeine Ehrenzeichen zu verleihen.

Bekanntmachung. 92 . ęz * J . . Das diesjährige 16te Stück des Gesetz- und Verordnungs⸗ blattes für das Königreich Sach sen enthält eine Verordnung

vom 9ten b. M., wonach die etwa noch im Umlaufe befindlichen säch— sischen Kassen-Billets über 1 Rthlr, t uur noch bis mit dem 1. März 1814, Nachmittags 5 Uhr, bei den Auswechslungs- Kassen zu Dresden und Leipzig gegen neue Kassen— Billets umgetauscht, sämmtliche bis zum bemerkten Zeitpunkte nicht

und 2 Rthlr. vom Jahre 1818

zum Umtausch gelangten derartigen Papiere aber als völlig werthlos

betrachtet werden sollen.

Sitzung der Gesellschaft naturforschender Freunde zu Berlin.

Am 19. Dezember.

Herr Troschel sprach über die von Herrn Prof. V epsius eingesandten Konchylien, 6 . 4 der ersten ägyptischen Erpedition nach dem weißen Nile 1810 gesammelt worden sind, und bezeichnete 4 davon als neue Arten. Herr Dr. Klotzsch theilte den Inhalt der botanischen Abhandlungen im neuesten Bande der Schriften der Linnean Society zu London mit und gab einige Bemerkungen dazu. = Herr Girard spräch über Gesteine, welche bei der ersten ägoptischen Erpedition zu den Quellen des Bahr abiad 1810 gesammelt und don Herrn TLepsins eingesandt sind. Insbesondere, besprach er die Gesteine des Berges Defafaugh (3) am rechten Ufer des weißen Nils unter 105 40 N. B. und 297 30, O. ., welcher sich nach denselben als ein erloschener Vulkan erweist, der ein olivinreiches basaltisches Grundgestein, poröse Laven und lockere Tuffe besitzt. Es ist dies der erste mit Bestimmt heit in (Central!) Afrika nachgewiesene Vullan. Herr Tschu di, Reisen⸗ der in Peru, zeigte als Gast die unter dem Namen Cuca bekannten, Blät⸗ ter des Eryilirxylum Coca vor, welche von den Eingeborenen mit unge- löschtem Kalke so gekaut werden, daß der Sast hinuntergeschluckt wird. Derselbe theilte auch mit, daß der kürzlich aus Peru zurückgelehrte Herr von Winterfeld 2 lebende Exemplare der großen amerifanischen Landkrabbe, säecarcinus, mitgebracht habe, die von 40 Stück allein übrig geblieben. Herr J. Müller bemerkte hierzu, daß er bei alsbaldiger Untersuchung eines abgestorbenen Eecarcinus eine von Milne Edwards unbeachtet geblie⸗ bene eigenthümliche Bildung der Kiemen gefunden. habe, welche den Aufent⸗ halt dieser Thiere außer dem Wasser bedingt. Diese Kiemen sind mit har⸗ ten Fortsätzen zwischen den Blättern versehen, welche das Zusammenbacken der Kiemenblättchen in der Luft hindern, und deren Mangel allein den Fischen in der Luft tödtlich zu werden scheint. Herr L. von Buch sprach von den wesent⸗ lichen Verschiedenheiten zwischen dem armlosen Hemieosmites pyriformis von Petersburg und dem mit Armen versehenen Caryocrinites ornatus Say. von Lochpoͤrt, New - Nork, welche beide von Herrn de Verneuil für iden- tisch erklärt worden sind. Herr Ehr enbeng legte der Gesellschaft einen

Sensburg vor. Derselbe hat 123 Polygastricg und 30 Rotatorig in sau⸗ beren Abbildungen und mehrere davon lebend übersandt, worunter sich im Ganzen etwa 4 bisher ganz unbekannte Formen befanden. Hierauf, theilte derselbe die eigene Beobachtung mit, daß der scheinbar erdige Aluminit ganz und gar, wie schon Schreber wußte, aus kleinen Krystallen, aber in Form sechsfeitiger Säulchen mit jederseits wohl entschieden dreiflächiger Zuspitzung, bestehe. Diese kleinen Krystalle sind in wellenförmig konzentrische, Lagen geordnet, was bei Kalksintern und vielen dichten fasrigen Mineralien sehr gewöhnlich, bei erdigen Substanzen und vollkommen frei ausgebildeten Kry⸗ ine aber ganz ungewöhnlich und sehr merkwürdig sei, indem in diesem Falle die ganzen und freien Krostallformen als rohes Material in eine ganz andere, die krostalloidische Bildung gezogen und von ihr augenscheinlich zu bestimmten Gruppirungen verwendet worden seien, falls nicht diese Erystalli⸗ saiionen im secundairen Zustand wären, welcher dann aber einen primairen unbekannten voraussetzen würde.

Der Platz der Eintracht zu Paris.

2A Paris, im Dez. Der diesem vormaligen Revolutionsplaßze setzt beige⸗ legte N⸗men der Eintracht steht in einem traurigen Kontrast mit den Erinne- rungen an die Ströme Bluts so vieler edlen Menschen, welche auf diesem Platze der Zwietracht und Parteiwuth zum Opfer sielen. Er ist der größte, lebendigste, am schönsten gelegene und nun auch der prächtigste von allen Plätzen in Paris. Sein Name wurde mehr als einmal umgetauft; er hieß ursprünglich der Platz Ludwig's XV. von einer Reiterstatue, welche man in seiner Mitte diesem Vielgeliebten auf einem hohen Postamente vom feinsten weißen Marmor errichtet hatte. Als aber der Vandalismus der Revolution die herrlichen Denkmäler der Zeiten Ludwig's XIV. auf dem Siegsplatze und dem Platz Vendéme i als selbst der gute und treue König Heinrich JV. zertrümmert mit seinem chernen serde vom Pont neuf in die Seine mußte, da war es freilich nicht mehr als folgerecht, daß man auch den Vielgeliebien herunterriß, dem damals die Volksprediger alles Un⸗ glück vorzüglich zuschrieben. Das Pferd und der Reiter von Bouchardon, die Basreliefs und die vier Tugenden an den Ecken des Piedestals von

interessanten Beitrag zur Kenntniß des unsichtbar leinen Lebens in Massu⸗ rien nach den Beobachtungen des Kreis = Physikus Dr. Thienemann in

big n waren Meisterstücke der Bildhauer und Gießkunst und hätten als unstwerke Erhaltung verdient, wurden aber mit der größten Wuth umge-

worfen und zerschlagen. Während der Schreckensperiode thronte auf dem erhabenen Fußgestell eine kolossalische Freiheitsgöttin mit gebäumtem Speer, von Thon modellirt und daher la liberté de bone benannt, ein rohes Werk, welches die Konsular-Regierung wegnehmen und durch das unförmliche hölzerne Modell einer sogenannten National-Säule ersetzen ließ, dessen Ausführung in Erz zum Glück unterblieb. Das Kaiserreich, scheint es, wußte mit dem halbfertigen Platze der Eintracht nichts Rechtes anzu⸗ fangen, und es geschah wenig dafür, bis unter der Restauration die Stadt Paris anderthalb Millionen Franken zu dessen Vollendung bestimmte. In der Mitte des Platzes sollte ein Denkmal für den unglücklichen Ludwig XVI. und in jeder der vier Ecken ein großes Bassin mit einer eleganten Fontaine errichtet werden; aber die JulicKevolution unterbrach die zu diesem Behuf eingeleiteten Bau-Anstalten, von denen mehrere Jahre hindurch keine Rede mehr war. Im Jahre 1835 entschied endlich der Präfekt des Seine ⸗-De⸗ partements über die Verwendung von 2,500,000 Franken für neu vorzu- nehmende Arbeiten auf dem Platz de la Concorde, der mit dem großen Obelisken aus Aegypten geschmückt und dem angemessen auf eine prachtvolle Weise verziert werden solle. Unser talentvoller Landsmann, Herr Hit torf, mit der Verschönerung des Platzes beaustragt, entwarf dazu einen ungemein zweckmäßigen Plan, welcher bei der Regierung Genehmigung fand und binnen fünf Jahren zur Ausführung kam.

Der Plaß breitet sich in der Form eines unregelmäßigen Achtecks aus und ist mit Gräben umgeben, die von steinernen Geländern eingefaßt und und in denen kleine Gärten angelegt sind. In diese Gärtchen gelangt man durch acht mäßige Pavillons, die im Zopfgeschmack mit Zockeln und Guir-= landen aufgeputzt und jetzt mit den kolossalen Statuen der acht vornehm⸗ sten Städte Frankreichs besetzt sind, welche von namhaften neueren Bild—⸗ hauern herrühren und sich im Allgemeinen durch echt monumentalen Stol auszeichnen. Marseille und Lyon auf der Tuilerienseite gegen die Seine sind zwei treffliche Figuren von Petitot, erstere von besonders schöner Gesichts- und Formenbildung. Straßburg und Lille vor dem Gardemeuble gegen die Nivolistraße von Pra dier könnten vielleicht in der Gewand lebendiger, doch in der Koͤrperbildung nicht gewählter, in der Haltung n schöner' und in der Behandlung nicht tüchtiger sein. Nouen und Brest auf eben dieser Seite gegen die elosäischen Felder von Cortot machen zwar eine gefällige Wirkung, leiden indeß an einiger Kälte in der Bewegung und einigen Sipllofigkeiten in der Ausführung. Nantes und Bordeaur auf der