1844 / 57 p. 3 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

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ä ĩ i ital von ĩ ine Länge von 7 Meilen haben und ein Kapita ö 26 gh . Rthlr. erfordern wird. Stuttgart 21. Febr. Der Schwäb. Mert. schreibt: Den⸗ senigen, welche auf Anlehen für die württembergischen Eisenbahnen n n glauben wir nicht vorenthalten zu dürfen, daß der Finanz⸗ . 66 uns glaubwürdig versichert wurde, sich gegen den stän⸗ dischen lusschuß bereit erflärt hat, die Erfordernisse zu dem Eisen⸗ bahn⸗ Aufwand des J. J. einstweilen aus Staatskassen -= Ueberschüssen ö und daß daher wegen der Eisenbahnen nicht sobald ver⸗ zmbssche Staats-Obligationen freirt werden.

Paris, 19. Febr. Der Minister der öffentlichen Arbeiten 11 . . in dieser Woche, einen Gesetz Entwurf über die Eisenbahnen vorlegen, der dem im Jahre 1812 votirten or⸗ ganischen Gesetze als Ergänzung dienen soll. Dieser Gesetz⸗ Entwurf wird namentlich die Bedingungen feststellen, unter denen das Mini⸗ sterium direkt mit den Gesellschaften, welche die Ausführung von Ei— senbahnen übernehmen wollen, zu unterhandeln hat, und die Kammern würden mithin sich nicht mehr in die Konzessionen einzumischen haben. Man scheint eingesehen zu haben, wie unpassend es ist, den Namen der Banquiers in den legislativen Dokumenten erscheinen zu lassen und gewissermaßen die Kammern zu verpflichten, mit den Concessio- nairen zu unterhandeln. Es giebt indeß einen Punkt, über den man nicht einig ist. Um die Ausführung der Nordbahn bewerben sich zwei Gesellschaften; die eine wird durch Herrn von Rothschild repräsentirt, die andere ist durch Herrn Durand gebildet worden. Diese beiden Gesellschaften haben in verschiedener Beziehung einen großen Einfluß, und ihre gleichzeitige Bewerbung, setzt die Regierung in Verlegenhest. Herr Durand stellt bessere Bedingungen, als Herr von Rothschild, der indeß durch einen Einfluß, begünstigt zu werden scheint. Um den hieraus erwachsenden Nachtheil zu vermeiden, macht

das Ministerium Miene, die Herstellung der Nordbahn selbst über⸗ nehmen zu wollen. Auf diese Weise umginge man die Schwierigkeit, eine Wahl zu treffen, und die noch größere, einen Vertrag abzu— schließen. Ein ministerieller Deputirter, Herr Muret de Bord, hat eine Broschüre herausgegeben, worin er behauptet, daß es nothwendig, möglich und zweckmäßig sei, die Eisenbahnen durch den Staat auszu⸗ führen und sodann sie an Gesellschaften zu verpachten. Zuerst sucht er darzuthun, wie der Kredit des Staats von der Art sei, daß es ihm leicht werde, die zur Ausführung der Eisenbahnen erforderlichen Kapitalien herbeizuschaffen; ferner, daß diese Kapitalien, um uns sei⸗ nes Ausdrucks zu bedienen, auf allen Fonds⸗Märkten Marchs de Capitaus) im Ueberflusse vorhanden seien. Dies vorausgesetzt, würden die Kapitalien in den von der Regierung zu machenden Anlei- hen untergebracht werden, und die Privat-Industrie würde ihre

Thätigkeit der Benutzung der vom Staate ihr verpachteten Eisenbahn Linien zuwenden. Dies System hätte nach der Meinung des Verfassers den Vortheil, daß die Eisenbahnen in den Händen der Regierung blieben, die zum Besten

des Publikums den Tarif verändern könnte. Es wäre weniger kost— spielig, als die Ausführung durch Gesellschaften; der Rückkauf, welcher früher oder später stattfinden muß, würde dem Staat eine jährliche Zahlung von 33 Millionen auferlegen, während die für die Legung der Schienen erforderliche Anleihe nur eine Summe von 18 Millionen jwĩhrlich betragen würde. Ohne die Genauigkeit dieser Berechnungen verbürgen zu wollen, scheint doch so viel gewiß, daß, wenn der Staat nicht selbst Hand ans Werk legt, der Bau der Eisenbahnen nur äußerst langsam fortschreiten wird. Frankreich ist dasjenige Land in Europa, wo am meisten über Eisenbahnen gesprochen, aber verhält⸗ nißmäßig am wenigsten dafür gethan wird. Am Schlusse des Jahres 1843 waren solgende Strecken der Benutzung übergeben:

, nach in ßhurßs-, . 110 Kilom. wach brleanss. J JJ en,, J k »Alais nach Beaucaire ..... ö,, J k ,, n, nan hoe, 58 * „Montpellier nach Nismes ...... ..... .... . 32 ö ; ae,, 52 * „Epinac nach dem Canal de Bourgogne .... .. 28 * » Montpellier nach Cette ... . ... JJ . » St. Etienne nach Andrezieux ..... ...... ... , , na, .... . JJ . . „Paris nach Versailles (rechtes Ufer)... ... .... 19 5

17 **

AÄille nach der belgischen Gränze ...... ...... 11 n Valenciennes nach der Gränze ..... ...... .... 1 WVillers⸗Coterets nach Port- aux⸗Perches .... w » Saint Waast nach Denain ... . . . . J E...... 5 » Montbrison nach Moutrond ..... ... ...... .. . .

Diese verschiedenen Linien haben eine Gesammt-Länge von 93 Kilometer oder 228 französischen Lienes. Die im Bau begriffenen Linien sind:

Von Paris nach Lille und nach Valenciennes... 90 Kilom. »Aoignon nach Marseille ...... ..... 4 J

J , . »NRouen nach Havre .. . . . .. . 53

J on ... .... .. ...... . Dijon nach Chalons .. . . . J

» Straßburg nach Hommarting ...... ..... ..... 60 *

Summa. .. . . S373 Rssom. . oder 206 Lieues. Die Linie von Avignon nach Marseille ist einer Gesellschaft zur vollständigen Ausführung und Benutzung überlassen worden. Auf den übrigen Linien läßt die Regierung nur die Erd- und Handwerks⸗ Arbeiten ausführen, die Legung der Schienen erfolgt nach dem später anzunehmenden System. ; Großbritanien und Irland besitzt heutzutage 3600 Kilometer . 00 Lieues Eisenbahnen, die fast sämmtlich vollendet sind. Die . rie e gen sind Lie von London nach Birmingham, 180 Kilometer; e. ondon nach Bristol, die Great ⸗Western⸗Eisenbahn, 177 Kilo⸗ 2 von Birmingham nach Manchester und Liverpool, 136 Kilo⸗ 3 nn London nach Southampton, 120 Kilometer; von Carlisle e Castle Kilometer u. s. w. ale ge T e üg des Jahres 142 in den Vereinigten Staaten 170 fran e en haben eine Länge von 6814 Kilometer oder Niffenen Bahnen ane, und, die in die sem Augenblicke im Bau be⸗ im Ganzen also n, dn don 7796 Kilometer oder 1919 Lieues; men 1) auf Ue e er ö er oder Zbß2 Lieues. Hiervon kom? Al ghann. Ben 6 . r Osten nach Westen über das Ve en des Missis vpi mit den * erz 2) auf die Linien, welche das 5298 Nilometer; ) auf din ecden des St. Lorenzstromes verbinden, schen Küste liegenden Staaten e m ä, gde den atianki. Linien bei den Kohlenmincn von inden ie Rilomeler; ih auf die die Linien um die Hauptstädte den e oansen I Kilometer; 5) auf

Zieht man nur den absoluten ih we Rilomeier.

351 England zweimal so viel Eisenbahnen als Frankreich (die im Bau begriffenen mitgerechnet); die Vereinigten Staaten werden bald vier⸗ mal so viel als England und achtmal so viel als Frankreich besitzen. Das Verhältniß der Eisenbahnen zur Bevölkerung und Gebiets-Aus= dehnung stellt sich in den drei Ländern folgendermaßen: Auf 1 Myriamet. Auf 1000 Einwohner.

Frankreich. ..... .... 99 Hommel... 51 Kilomet. gde, ,,. . 133 e ,, S ỹßtz *

Man sieht, daß, ohne von Deutschland und Belgien zu sprechen, die uns ebenfalls weit voraus sind, Frankreich unter den Ländern, die sich ernstlich mit der Anlegung von Eisenbahnen beschäftigt haben, die letzte Stelle einnimmt. Wir haben die Zeit mit unfruchtbaren Dis⸗ kussionen hingebracht, und die Verzögerungen sind bald von den Kam— mern, bald von dem Ministerium ausgegangen; der Wunsch, Jeder— mann zufrieden zu stellen, hat die Arbeiten gelähmt, und zuletzt ist doch Niemand zufrieden.

gandels- und Börsen - NUachrichten.

Berlin, 24. Febr. Der bevorstehende Abrechnungstag, welcher ohne Zweifel wieder sehr bedeutend sein wird, beeinträchtigte keinesweges die Um— sätze in den Eisenbahn-Effekten an unserer Börse. Das Geschäft war in einigen Actien wieder sehr umfangreich, und die bercsts in voriger Woche eingetretene bessere Stimmung steigerte sich täglich, so daß wir viele Actien bedeutend höher notiren. .

Von den Zusicherun gs⸗Sch einen waren vorzugsweise Hambur⸗= ger fortwährend gefragt; solche wurden in namhaften Summen umgesetzt, wenngleich der vorwöchentliche Cours von 112 erst heute überschritten und bis 1127 6 bezahlt wurde. Die Hauptveranlassung hierzu gab die in nahe Aussichf gestellte Verbindung Magdeburgs mit Wittenberge zum An—̊ schluß an die Hamburger Bahn. Dem Vernehmen nach stehen diesem Un ternehmen nicht allein sehr einflußreiche, sondern eben so einsichtsvolle Män— ner an der Spitze, und dürften wir bald im Stande, sein, nähere Mitthei⸗ lungen darüber machen zu können. Ueber die Wichtigkeit dieser Bahn, be— sonders für die Berlin-Hamburger, kann wohl kein weiterer Zweifel obwalten.

Märkisch-Niederschlesische haben sich durch starke Ankäufe eben falls bedeutend gehoben, und während solche in der vorigen Woche zuletzt 2 11096 verkauft wurden, bezahlte man heute bis 111 dafür. Die zweite Ratenzahlung von 10 65, welche in diesen Tagen geleistet wird, scheint nicht allein die Inhaber zu bestimmen, ihre Effelten zu behalten, sondern viele Privaten kaufen jetzt lieber als seither, was uns den Beweis liefert, daß Einzahlungen nun dazu beitragen, das Vertrauen für solche Effelten zu be⸗ festigen. ;

Für Sächsisch-Schlesische zeigte sich ebenfalls großer Begehr und auch deren Cours hob sich von 110 bis 1107 59 wenngleich das Geschäft darin nicht so bedeutend war.

Köln- Mindener wunden bereits gestern bis 10s „4 bezahlt, gingen

sedoch heute bis 198? a Pb zurück, weil anscheinend noch manches vor der Liquidation zu verkaufen war.

Sagan⸗Glogau⸗-Sprottau, welche in voriger Woche noch 21064 9 verkauft wurden, hoben sich heute bis 1087 2 105 6 und blieben sehr beliebt.

SächsischsBaverische erholten sich von ihrem letzten Rückgange und schlossen 1024 55 Geld.

In Oberschlesischen Actien Litt. B. ging viel um, und so flau es damit vor einiger Zeit auch wurde, hat sich doch wieder eine sehr gün= stige Meinung dafür eingestellt, und man bezahlte heute bis 11423 56, wozu indeß anzukommen blieb.

Oberschlesische Litt. A. haben sich in demselben Verhältniß geho— ben und sind bis 119 39l0 bezahlt worden; auf Zeit sind diese Actien vor— zugsweise sehr beliebt. . .

In Berlin-Potsdamer Actien blieb das Geschäft unbedeutend und der Cours ziemlich unverändert zwischen 169 a 170 96, wozu heute na— mentlich Mehreres umgesetzt werden. . . Berlin-Frankfurter Actien erfuhren einige Schwankungen, ver— anlaßt durch nicht unbedeutende Cassa Verkäufe. Man bezahlte Anfangs der Woche bereits bis 154 76; der Cours drückte sich indeß wieder bis 152 5, und blieb auch heute nicht mehr dafür zu bedingen.

Berlin-Anhalter Eisenbahn-Actien bildeten wieder das Haupt⸗ geschäft in dieser Woche und erfuhren eine beträchtliche Steigerung von ca. 356, indem gestern pr. Cassa bis 1537 9 dafür bezahlt wurde; heute kamen bedeutende Posten, anscheinend durch Gewinn ⸗-Realisirungen zum Verkauf, der Cours ging bis 153 6, zurück, wozu indeß Käufer blieben.

Magdeburg-Leipziger sind von 186 bis 190 9. gestiegen und werden fortwährend pr. Cassa wie auf Zeit gesucht, während die Inhaber sich nicht zum Verkauf geneigt zeigen.

Magdeburg-Halberstädter blieben fast ganz außer Verkehr, und waren die ganze Woche über offerirt, ohne Käufer zu finden. Man lonnte heute a 120 56 willig kausen.

In Rheinischen Eisenbahn-Actien ging wieder viel um, doch finden sich immer viel Verkäufer dafür, so daß selbst bedeutende Ankäufe keine Steigerung hervorbringen lonnten, und der Eours noch unter der vorwöchentlichen Notirung schloß. Heute ist bis 8s 6e mehreres bezahlt, und blieb dieser Cours willig zu machen.

In Düsseldorf-Elberfelder Actien konnte die Nachfrage nicht befriedigt werden, solche stiegen von 90 a 937 9b, wozu heute noch Käufer blieben.

Zarskoje-Selo Eisenbahn-Aetien sind in dieser Woche im Weichen geblieben, was offenbar seinen Grund in fortwährenden Gewinn⸗Reali⸗ sirungen und auch darin zu haben scheint, daß die günstigen Verhälinisse diefer Bahn nicht hinreichend befannt sind, da sonst der setzt, in Betracht der hohen Dividende, welche diese Actien halbjährig vertheilen, niedrige Cours, zu Ankäufen benutzt werden würde. Nachdem heute Kleinigkeiten a 767 Rthlr. pr. Stück bezahlt wurden, blieben Posten 4 76 Rihlr. pr. Stück offerirt.

In Oesterreichischen Eisenbahn-Actien' hat das Geschäft sehr nachgelassen und erst heute stellten sich die Course sämmtlicher Effelten, bei nicht unbedeutenden Umsätzen wieder höher. Nondba hn-⸗Actien blieben a 113 96 begehrt; für Gloggnitzer war 120 95, willig zu machen und für Mailänder wurde zuletzt bis 1129. bezahlt.

Berlin, 25. Febr. Die Börse war heute für alle Actien sehr animirt, und erfuhren die meisten eine neue beträchtliche Steigerung. Anhalter haben sich seit gestern wieder sehr erholt und wunden p. ult. d. M. pCt. höher bezahlt; auf Zeit fehlten Abgeber. DOesterr. Effelten blieben pr. Cassa und auf längere Sichten in Folge höherer wiener Notirungen sehr begehrt. Zarskoje⸗Selo billiger erlassen. . ö.

B Königsberg, 21. Febr. Die letzten englischen Posten haben die enn iff Meinung für Weizen noch mehr verstärkt, und es sind nicht nur

ämmiliche Zuführen vom Lande zu besseren Preisen begeben, sondern auch circa 250 Last geringer, frischer, bunter 12512616 Weizen zu 3273 333. gelauft worden. Fuͤr circa 30 Last guten bunten 13016 Weizen hat man 3585 Fl. angelegt, und die feinen 13156 hochbunten Qualitäten mit ) altem Weizen werden auf 409 1410 Fl. gehalten. Diese Preise lassen gegen die höchsten Notirungen in England keinen angemessenen Spielraum mehr auf irgend cinen Gewinn, und der englische Spekulant kann sich eben so Aut zu Hause versorgen, daß für setzt auf solide Ordres nicht zu rechnen ist. Die Spekulanten auf den Ostseemärkten haben sich seit einigen Jahren daran gewöhnt, den zu erwartenden Konjunkturen mit den Preisen votan⸗ zueilen und ihr Geld auf eine unsichene Hypothek anzulegen, welche in Zu⸗ kunst gut werden kann. Der Sanguine schreitet keck und rasch voraus, der Besonnene und selbst Verzagte folgt langfam nach, weil es noch immer leidlich abgelaufen ist, wenn? Viele auch leer ausgegangen und ohne Erfolg gewagt und gearbeiset haben.

Noggen hat sich gut behauptet, und es ist auch darin Einiges umge⸗ angen. Für 119 /20pf. polnischen hat man 1867 Fl. pr. Juni mit Geld, bewilligt. Gerste ist etwas matter. In Hülsenfrüchten, Hafer und Leinsaat fiel nichts vor, Klee und Thimothee Sagt ohne Ver⸗ änderung.

Die Nolirungen für Getraide und Waaren sind solgende: Weizen, weißer 13211 379 a 380 Fl., hochbunter 130/131. 360 a

Roggen, 118 1201 195 a 200 Fl., frischer 1201. 190 a 195 Il. Berste, greße 1101 200 Fl, kleine 10310140. 1702 175 51. Hafer, 7 75. 100 105 JI.

Erbsen, weiße neue 200210 Fl, graue 200 a 240 Fl.

WVicken, neue 190 Fl. Bohnen 195 2200 F.

Saaten. Rappsaat 180 Fl. Winterrübsen 400 31. Leinsaat 113/1141

320 2 360 Fl. pr. Last von 56 Schfl. Flachs. Drojaner Kron 107 Fl., oberländer Kron 975 Fl.

Hanf, Reinlagen 9 a 103 FI. Schnittlagen 85ę a 9 Fl., Lagen russ.

8 a 9 FI., Heede 4 a 55 Fl

Talg, Lichtentalg 12 Fl, Seifentalg 113 Fl. pr. Stein von 33 Pfd. Borsten, weiße Leck 29 u. 15 Sgr., graue Leck 21 und 17 Sgr., weiße Schuhmacher⸗ 42 Sgr., graue Schuhmacher⸗ 30 Sgr., schwarze 32

Sgr. Ftron- 11 u, 16 Sgt., Kronbrack- 8 Sgr. Wachs, gelbes 15 2 16 Sgr. Lleesaat, rothe 33 a 4 Sgr. alte 25 Sgr. Thimotheesaat, neue 2 a' 3 Sgr.

Bettfedern, weiße 16 Sgr., gemischte 14 Sgr., graue 12 Sgr.

* 2.

Daunen, weiße 35 Sgr. pr. Pfd.

Oele, russ. Hanföl 14 Nthlr., Rüböl 10 Rthlr., Leinöl 16 Rthlr.

pr. Ctr. . Spiritus, s! Rthlr. pr. A600 &,σ zum Transit.

Matten, 20 Sgr. pr. 5 Stück.

Rohe Posen, 516th. 19 Nihlr., 1416th. 6 Nihlr., 136th. 4 Rihlr., l2löth. 2. Rthlr., 11löth. 134 Rihlr., lolsth. 17 Rthlr., 9löth. 111 Rthlr.,

; Slöth. 27 Sgr., 7löth. 225 Sgr., 6löth. 18 Sgr., Ecken 8 Sgr. Trockene Ochsenhäute im Gewicht von 8 se4 11. 2 7 k 5 ) 5 ) 5 24/32 16. 4 7 Sgt. Kuhhäute 1 . » 19613 16 2 73 as Sgr. AKalbfelle, Fleischerselle, 8 a 30 11 p. Decher 3 95 Sgr. p. I. ohne Köpfe 15122 16. 2 105 Sgr. Schaffelle, ordinaire und feine ohne Vorrath. Neohe Noßhäute fehlen ebenfalls, zum Frühjahr z 145 5 Sgr.,

im Gewicht von 14/18 16. p. 16 Stück zu kaufen. London 3 Mt. 2037. Amsterdam 716 T. 1003. Hamburg 9 Wch. ͤ 4413. Berlin 2 Mt. 99. ;

* 1

Magdeburg, 23. Febr. Höchster und niedrigster Getraide Marktpreis

pro Wispel: Weizen: 48 38 Rthlr. Gerste: 30 29 Rthlr. 35 D Hafer: 18 —16 )

Roggen: 36

Hamburg, 23. Febr. (B. H.) Hier am Platze. Thauwetter und Frost wechselten seither schnell mit einander; eben glaubte man die Schiff— fahrt wieder eröffnet, so hat ein plößlicher Frost sie schon wieder unterbro— chen. Ende voriger Woche kam mehr Frage für Weizen auf, und es wurden cg. 2090 Lasten, sowohl am Platze lagernd, als auf Lieferung, zu ca. 3 Nthlr. höheren Preisen gekaust. Aber nach der am Montag ange⸗ kommenen englischen Post wollte man für Weizen die vorher bezahlten

Preise nicht niehr bewilligen. In Noggen war das Geschäft unbedeu— tend. Die Preise haben sich nur mühsan behauptet. Von Gerste blie⸗ ben Geber zu den in voriger Woche bewilligten Preisen. Hafer bei klei nem Umsatz preishaltend. Erbsen und Bohnen unverändert. Für neue Wicken war einige Frage zu vorigen Preisen. In Nappsaamen hier geht sehr wenig um; man hält solchen auf die bisherigen Forderungen. Lein⸗ saamen ohne Veränderung. Weizenmehl zu vorigen Notirüngen zu ha— ben. Schiffsbrot war dazu zu lassen. Rappkuchen waren etwas billi— ger verkäuflich. Leinkuchen flau und niedriger.

Wir hatten hier Ende voriger Woche wieder ein ziemlich bedeutendes Geschäft in Getraide, ab auswärts zu liefern, Von Weizen sind 5 bis 690 Last seit vorigem Freitag gekauft worden und mußten ein paar Thaler über Lie, vor acht Tagen bezahlten Preise angelegt werden; seit Dienstag dieser Woche ließ die Kauflust für Weizen nach, doch waren Nehmer zu 2A. 3 Rthlr, billigeren Preisen. In Roggen ging wenig um und ist eine Kleinigkeit billiger zu haben. Gerste wurde anfangs Ra 1 Rthlr. besser bezahlf, zuletzt aber waren dazu keine Käufer. Hafer wurde auf vorige Notirungen gehalten, die aber nicht zu bedingen waren. Erbsen und Bohnen preishaltend. Wicken, neue, wurden etwas höher gehalten, aber ohne Erfolg. In Buchweizen ging nichts um. Rappsaamen blieb

verngchlässigt, und wer verkaufen wollte, mußte sich billiger finden lassen. Mit Leinsaamen ist es derselbe Fall. Leinkuchen flau und wieder etwas niedriger. Nappkuchen konnte man zu vorigen Preisen kaufen.

Paris, 20. Febr. In den französischen Renten fand heute an der Börse sehr geringer Ümsatz statt. In spanischen Fonds trat ein an sehnlicher Aufschwung ein. Die Eifenbahn Actien waren weniger angeboten als an den letzten Tagen. Die Börse war heute überhaupt wegen der Karnevals⸗ Lustbarkeiten schwach besucht.

Auswärtige Börsen.

A is ter da n, . Seh. 545. 59 do. 1003. 59h Span. 215. 395 do. 343. Pass. 54. Ausg. . 2insl. 7 Preuss. Er. Sch. . Pol. . Oesterr. 109. 95 masz. lIape 91.

tw er pen , . Aul. 214.

Frankfurt a. M., 22. Fehr. hh Met. 1131. Bank- Actien ohne Div. p. ult. 2009. 2007. RNayr. Hank Acdtien 688 6. Ilope 90] G. Siegl. 90 6. lut. 5165. Lolu. 300 FI. 935 Rr. do. 5oo I. M7 G. do. 200 FI. 323 Hr.

lILamhbu 8 23 Fehr, s ne, 1665 Be. Engl. Russ. 1122.

Paris, 21. Febr. 59h Rente gu eour. 125. 70. 306 Reute fin Cour. S2. 35. 59h Neabl. au eompt. J104. 75. h hh Span. Rente 313. Pass. 53.

Wien, 21. Kepe. 536 bier ili. 47 1063. 37. 751. 217 -=. Ranke Actien —. Anl. de 1831 152. de 1839 1335. NKordb. 1385. Mail. 1085. Glosgn. 1154. Livorn. 100. HPesth. 104.

Meteorologische geobachtungen.

1844. Morgens Nachmittags Abends / Nach einmaliger 24. Lehr. 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Unr. Reohachtung.

Luftdruck . . .. 330, 2 Par. ? 23, 60“ par. 325 oz Par. Guellwärme 5,97 R. Luftwürme ... 4,3? n. J . n. Flusswärme 0, 00 R. Thaupunkt ... 6,57 R. 2, 32 n. 3,5? n. Rodenwärme 1,57 HR. Dunstsũttigung S7 pet. / 95 pet. ͤ S5 pet. Aus (dinstung H, o11, Rh. w trüh. Sehne. trüb. Niederschlag 0,278 Rh, Win⸗;̃⸗. N. XO. . Würmewechsel 4 2,9?“ Wolkenzug. .. . VNVMW. 5,42 N.

LTagesmittel: 326,165“ per. .. 2,50 R... 1,17 R... S9 pCt. NW.

Während des heftigen Schneefalls sank das Rarometer um d Zoll hund hatte 3 Uhr den niedrigsten Stand: 323, 07“, bei einer Luftwärme von . Darauf stieg es wieder auf die Tamperatur, die für kurze Zeit auf ö 1,97 kam, so dafs es zu thauen ansing. .

Rönigliche Schauspiele. ; Montag, 26. Febt. Ein Sommernachtstrgum, nach Shakespeare, von Schlegel, in 3 Akten. Musik von Felir Mendelssohn⸗Bartholdy— Tänze von Hoguet. Decorationen von Gerst. 4 Dienstag, 27. Febr. Carlo Broschi, oder: Des Teufels An⸗ theil. (etzte Vorstellung dieser Oper vor der Urlaubsreise der Dlle. Har) . Im Konzertsaale: Französische Vorstellung.

Rönigsstädtisches Theater.

Montag, 26. Febr. Italienische Opern-Vorstellung.) Maria: ossia: La kiglia del ReggimentJ. Opera bafsa in 2 Atti. Musica del Maestro Gateano Donizetti.

Dienstag, 27. Febr. Gast-Vorstellung des Kinder-Ballets des Herrn Price. Dazu Cine Neise nach Spanien. Vorher; Ich irre mich nie, oder: Der Räuberhauptmann.

Verantwortlicher Redacteur . W. Zinkeisen.

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370 Fl., bunter 1306. 340 a 350 Fl., rother 128/130. 325 1 335 Fl.

Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober- Hofbuchdruckerei. Beilage

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57. Beilage zur Allgemeinen Preußischen Zeitung.

Montag den 26sen Februar.

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Inland. Breslau. Aufruf des Central-Hülfsvereins zu Landeshut zur Unterstützung der Spinner und Weber im Gebirge.

Frankreich. Schreiben aus Paris. (Der Karneval.)

Spanien. Schreiben aus Paris. (Neger-Aufstände in Cuba.)

Moldau und Wallachei. Galacz. Widerlegung der Gerüchte von angeblichen Unruhen dafelbst.

Vereinigte Staaten von Nord-Amerika. Mo rk. (Oregon⸗Frage.)

Haiti. Schreiben aus Paris. (Französische Schuld; Einsetzung des Präsidenten; neues Ministerium.) ;

Schreiben aus New⸗

Das Budget der Stadt Paris und die Tabacks— Fabrication in Frankreich.

Handels⸗ und Börsen⸗Nachrichten. Preise der vier Haupt⸗Getraide⸗ Arten im Monat Januar 1844.

Eugen Maximilian von Röder. (Nekrolog. )

1 ö Fuland. Breslau, 20. Febr. Von dem Ausschuß des Central— Hülfs Vereins zu Landeshut ist ein Aufruf zur Unterstützung der nothleidenden Spinner und Weber in den Kreisen Landes“ hut und Boltenhain ausgegangen. Ermächtigt durch den seit Jahren wirksamen Central Hülfsverein in Landeshut habe er es unternommen, von den ärmsten Spinnern dieser Gebirgs⸗ kreise leinene Garne zu erhöhten Preisen aufzukaufen und sie den ärmsten Webern zu ermäßigten Preisen wieder zu überlassen, damit die Armen vor äußerstem Mangel möglichst geschützt, und doch zugleich bei nützlicher Thätigkeit erhalten werben. Die Bitte des Ausschusses wendet sich nun an alle edle Menschenfreunde, den geringen ihm zu Gebote stehenden Fonds durch milde Beiträge vergrößern zu wollen.

Ausland. Frankreich.

A Paris, 19. Febr. Der Karneval, welcher morgen zu Ende geht, ist diesmal weniger geräuschvoll und friedlicher als gewöhnlich, aber deshalb gleichwohl nicht moralischer und nicht kurzweiliger. Der Satz, daß sich die Pariser in der Faschingszeit belustigen, und daß namentlich die öffentlichen Maskenbälle Feste des Frohstuns und der jubelnden Freude sind, dieser Satz ist nichts weiter als eine Erdich⸗ tung, die durch stillschweigende Uebereinkunft zu einer conventionellen Wahrheit gestempelt wird, der man sich wenigstens nicht laut zu widersprechen erlaubt. Vorzüglich die Zeitungen sind es, welche theils in bezahlten Reklamen, theils in Feuilletons, welche oft nur Reklamen zu doppelten Preisen sind, den Karneval-Kultus schüren, indem sie das Publikum glauben zu machen suchen, daß es während der Zeit der Musik, des Tanzes und der Masken ein olympisches Ergötzen empfindet. Liest man die Schilderungen nächtlicher Karnevals⸗ Feste, von Ball-Seenen und Ball- Abentheuern, von denen. die Tagesblätter wimmeln, so könnte man versucht sein, sich über⸗ reden zu lassen, daß sich Paris während der Fastnachtswochen in eine Feenwelt aus Tausend und Einer Nacht verwandelt, daß die Bewohner dieses Traumreiches in dem rassinirtesten Genusse schwimmen, daß sie alle bürgerliche Sorge und Noth meilenweit hinter sich lassen, um in langen Zügen aus dem, schüumenden Becher der Lebenspoeste und des Glückes zu trinken. Die Wiüklichkeit nimmt sich leider ganz anders aus, als alle jene dichterischen Bilder. Der Pariser hört die, Musik Musard's und seiner Kollegen während des Faschings wie zu jeder anderen Zeit, ohne sie zu einpfinden, er tanzt allerlei unzüchtige Tänze mit demselben Gleichmuth, mit dem er etwa eine Partie Billard spielt, er nimmt die abenteuerlichsten Verkleidungen an, aber er tritt in denselben in den seltensten Fällen aus seiner Alltagsrolle heraus, die er Jahr aus Jahr ein am Schreibpult oder hinter dem Ladentische oder im Salon zu spielen gewohnt ist. Es ist unbegreiflich, wie sich nichtsdestoweniger an jedem Ballabend Tausende und aber Tausende, nicht nur von jungen Leuten, sondern auch von Personen reiferen Alters in den öffentlichen Sälen drängen, um dort Vergnügen zu suchen, wo, wie Jedermann aus eigener Erfahrung weiß, nur wenig zu finden ist. Die große Oper zumal pflegt von Mitternacht bis gegen Tagesanbruch mit einer Menschenmenge angefüllt zu sein, in welcher das Athmen erschwert wird, und die jeden Schritt zu einer mühsamen Arbeit macht. Die elegante Damenwelt ist zwar an diesen Orten während der letzten Jahre seltener geworben, aber sie hat keinesweges ganz darauf verzichtet, dieselben im strengen Inkognito zu besuchen.

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S Paris, 19. Febr. Ueber England ist kürzlich die Nachricht von neuen Neger Alufstäiden guf der Insel Cuba hðierher gelangt. Es wurde sogar von (inem gesprochen, der nur mit bedeutendem Blutvergießen htte erstickt werden können: man sagte, 500 Neger seien mit den Waffen in der Hand niedergemacht worden. Die Ge— fahr beschränke sich aber nicht hierauf, sondern eine ausgedehnte Ver⸗ schwörung der Schwarzen . die Weißen wäre auf anderen Punkten der Insel organisirt. 400) Neger, in bewaffnete Banden vereinigt, bedrohten die Stadt Matanzas, deren erschreckte Bewohner un schleunigste Hülfe gebeten hätten. Alle Behörden seien unaufhörlich auf dem Qui vive. Auch wurde hinzugefügt, diese Revolten schenen von geheimen Agenten angeregt, zu werden, welche von den Weißen laut dessen beschuldigt würden. Nun sind aber Briefe aus der Havana vom Aten und vom 11. Januar angekommen, welche von dieser angeblichen Empörung nicht nur keine Eiwãhnung thun, sondern im Gegentheile versichern, die dollkommenste Ruhe herrsche fortwährend in jener ganzen e , Im Widerspruche mit diesen letzteren Angaben melden aber Briefe vom Z. Januar, die aus der Pflanzung Santa Rosa datirt sind, von neuem das Be? stehen jener Verschwörung, und zwar mit Beifügung einiger Detalls, die aber gerade der Art sind, die Angaben sehr verdächtig zu machen. Es wird darin zugestanden, daß man die Aufreizer zu dieser Verschwörun nicht legal habe entdecken können, daß jedoch die Umtriebe der englischen Abolitionisten offenbar (2) dahinter steckten. Dies ist das alte, stets wiederholte Schlagwort aller Vertheidiger der Jortdauer der Sklaverei, und verdient deshalb nur sehr bedingten Glauben. Inzwischen wird auch gemeldet, daß das Kriegsgericht b Neger der Pflanzung Santa Rosa, 4 von jener von Santo Domingo, 3 von ener von Estevan Oviedo, 3 von der Pflarzung seiner Schwester, 3 von Don Gonzalez Alfonso und 1 von Don Jost Rodriguez habe enthaupten lassen, also 16, deren Köpfe an ihren respektiven Vohnorten gusgestellt wurden. Sechs andere Reger, würden zu ihn Jahren Gefänghiß verurtheilt. Der Briesschreiber fügt hinzu: „Wir sind unserem Gouverneur Dank schuldig, er hat eine außerordentliche Thätigkeit entwickelt, eine voll— endete Umsicht und eine solche Unparteilichkeit gezeigt, daß er das schwere Geheimniß gefunden hat, alle Welt zu befriedigen.“

Moldau und wallachei.

Galacz, 5. Febr. (D. A. 3.) Es wird allem Vermuthen nach ein Gerücht zur Kenntniß des europäischen Publikums gekommen sein, welches sich besonders von Jassy aus verbreitet hat, als ob hier in Galacz ein Komplott von politischer Bedeutung entdeckt wäre, ja selbst ein revolutionairer Auflauf stattgefunden hätte. Da dieses Ge⸗ rücht aller Wahrheit entbehrt, so müß die Lage der Sache hiermit berichtet werden. Am 19. Januar, dem griechischen Johannisfeste, kam es zwischen einem sardinischen Unterthan und einigen Gendarmen zu einer Schlägerei, an welcher später einige von den hinzugelaufenen Zuschauern Theil nahmen; der Streit war aber beigelegt, bevor noch die Polizei sich ins Mittel legte. Die Nachricht von diesem gänz⸗ lich unerheblichen Vorgange gelangte, wie es scheint ins Unend—

liche vergrößert, nach Braila und von dort aus, wo man seit einiger

Zeit überhaupt sehr geneigt zu sein scheint, Komplotte, ja Revolken zu wittern, durch Estaffette nach Bucharest und dann nach Jassy. In Jassy scheint die Sache große Unruhe verursacht zu haben, denn es erschien vor einigen Tagen eine Kommission von da, wobei sich ein Oberst des Generalstabes befand, welche den Vorgang an Oit und Stelle zu untersuchen beauftragt ist. Schon vor einiger Zeit las man in der Augsburger Allgemeinen Zeitnng einen Aufsatz, in welchem von der Entdeckung eines politischen Komplotts zu Galacz und von daselbst erfolgter Verhaftung mehrerer Individuen die Rede war. (Nr. 274 v. J.) Die Stadt Galacz erfreut sich aber schon seit einigen Jahren der vollkommensten Ruhe; man beschäftigt sich daselbst nur mit Handels- Interessen und kümmert sich durchaus nicht um politische Zustände; auch hat seit mehr als Jahr und Tag hier keine Verhaftung aus politischen Gründen stattgehabt. Es wäre dem— nach interessant, zu wissen, in welcher Art jener unwahre Zeitungs- Artikel mit dem in Jassy verbreiteten Gerüchte eines hier erfolgten Aufstandes in Verbindung steht, und ob beides nicht aus derselben Quelle fließt. Auch am jenseitigen Donau⸗-Ufer befindet sich die bul⸗ garische Bevölkerung in vollkommenster Ruhe, wie es aus dem Schrei⸗ ben eines vor zwei Monaten dorthin gesendeten Geschäftsmannes, der in Handels-Angelegenheiten das ganze Land von Rustschuk bis Varna durchreist und sich noch daselbst befindet, deutlich hervorgeht. Die hiesige Untersuchung will man mit der schleunigen Reise des sardini⸗ schen Konsuls Castellinaud in Verbindung bringen, der sich bald nach dem erwähnten Vorfalle nach Jassy begab, wo sich auch der russische General⸗Konsul befindet. . .

bereinigte Staaten von Uord- Amerika. ) *7

O Rem Mork, 27. Jan. Am 2gsten ist die Frage wegen des Oregongebiets im Repräsentantenhause zu Washington endlich zur Sprache gekommen, und der Ausgang ist ganz so ausgefallen, wie ich ihn schon in einem früheren Schreiben als wahrscheinlich vorausge= sagt hatte. Der Präsident hatte schon vorher auf den Antrag auf Mittheilung sämmtlicher Aktenstücke und der“ mit der englischen Re— gierung so wie dem amerikanischen Gesandten bei derselben gewech⸗ selten Korrespondenz in dieser Sache ablehnend geantwortet, da es unzeitig und unpolitisch wäre, gerade in dem Augenblick, wo die An— kunft eines großbritanischen Abgesandten zu dem Zweck der Un— terhandlungen Behufs einer Ausgleichung der Streitfrage bevor— stehe, zu einer solchen Veröffentlichung der genannten Aktenstücke zu schreiten. Am 23sten nun legte das Comité für die auswärtigen Angelegenheiten dem Repräsentantenhause seinen Bericht über diese Angelegenheit vor. Durch den bisher bestandenen Vertrag zwischen Großbritanien und den Vereinigten Staaten war bekanntlich die Be⸗ setzung des Oregon⸗Gebietes gemeinschaftlich gewesen, es stand den beiderseitigen Unterthanen frei, sich auf jenem Gebiete niederzulassen. Wenn eine der beiden Mächte von diesem Vertrag zurückzutreten wünschte, so sollte dieselbe verbunden sein, ein Jahr vorher der anderen davon Kenntniß zu geben. Es war nun im Repräsentantenhause ein Beschluß beantragt worden, daß der Präsident zu dieser Maßregel schreiten solltle. Dieser Antrag war an das Comité für die auswärtigen Angelegenheiten zur Begutachtung überwiesen worden. Diese hat nun im Gegentheile die folgende Resolution vorgeschlagen: daß es für jetzt nutzlos erscheine, daß das Haus in irgend einer Weise mit ber gemeinsamen Besetzung des Oregon-Gebiets sich befasse. Ueber die—⸗ sen Antrag des Comité's kam es zu einer langen und heißen De— batte. Zwei Tage lang dauerte dieselbe, endigte aber zuletzt mit An⸗

nahme der Resolution, welche das Eomité beantragt hatte.

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Paris, 20. Febr. Die Sendung des Herrn Adolphe Barrot nach Haiti fängt an ihre Früchte zu tragen. Bereits kündet man an, daß die am J. Juli vorigen Jahres verfallenen Zinsen der Staatsschuld von Haiti bezahlt werden sollen. Die dortige Regie⸗ rung hat die Herren Jean Elie Usebe und Dunai Lespinasse beauf⸗ tragt, mit Herrn Adolphe Barrot sich desfalls zu verständigen, und außerdem soll ein eigener Abgesandter hierher geschickt werden, um wegen der künftig zu, bewerkstelligenden Zahlungen ein llebereinkom⸗ men mit der französischen Regierung zu treffen. Herr David Saint-Preux soll diese Sendung übernehmen. Auch sonst lau⸗ ten die neuesten Nachrichten vom Sten aus Port⸗ Nepublicain gün⸗ stig. Auf der ganzen Insel herrschte vollkommene Ruhe. Am 4. Ja⸗ miar war der neue Präsident, Charles Herard der Aeltere, dessen Ernennung ich Ihnen bereits gemeldet, feierlich installirt worden im

Beisein des außerordentlichen Gesandten Frankreichs, des Herrn

Adolphe Barrot, des französischen Admirals de Moges, Kommandanten der französischen Escadre in den Gewässern der Antillen, des ganzen Stabes dieser Escadre, und des übrigen diplomatischen Corps. Man hatte die Ceremonie mit allem möglichen Pomp zu umgeben gesucht; am Abend fand großes Feuerwerk statt, und die ganze Stadt war beleuchtet. Am 6ten kam das neue Ministerium zu Stande, das aus folgenden Personen besteht: Herr Herard Dumesle, Minister der auswärtigen Angelegenheiten und des Krieges; Herr Hippolyte, Mi⸗ nister des Innern; Herr Perry, Minister der Justiz und des öffent⸗ lichen Unterrichts, und Herr J. C. Imbert, Minister der Finanzen. Mit Ausnahme des früheren Präsidenten, Generals Boyer, und des Generals Inginac, feines treuesten Anhängers, sind alle Personen, gegen welche auf Versetzung in Anklagestand erkannt worden war, entweder bereits in Freiheit oder können ungestört in ihr Vaterland zurückkehren.

Das Budget der Stadt Paris

und die Tabacks⸗Fabrication in Frankreich.

n Paris, 19. Febr. Der Minister des Innern hat in der. Deputirten⸗Kammer das Budget der Stadt Paris für das Jahr 1844 ustheilen lassen, wie selbiges durch die Königliche Ordonnanz vom 19. Dezember 1843 definitiv und ausführbar geworden ist. Die

ordentlichen Einnahmen ber Stadt Paris im laufenden Jahre sind auf 42, 127, 285 Franken angesetzt und zerfallen in folgende Rubriken: Gemeinde⸗ Steuern (centimes communaux) ... 1,013,620 Fr.

,,, w ,,, ,,,, 30, 600, 000 * w 1,236,000 5 Gewichts- und Abmessungs- Gebühr. .... ...... 210,600 * n, n, 176,900 Hydraulische Anstalten-Gebühr ..... ...... ..... 911,000 * Ochsen⸗Markt von Poissy ..... ..... ..... ..... 1,360, 0005 , 6, 1, 080,000 5 ,, . ö 470,276 * Mieth offentkiher Hine 461,670 5 Miethe von Kommunal- Lokalitäten ...... ...... 164,841 * Taxen von Akten, die in den Civil-Etat (Heira⸗

then, Geburten) iu nn, ö 90, 180 5 Hen nn,, 192,00 Grund- Konzessionen in Begräbnißplätzen ...... 670,000 * Ertrag vom Dienste der Munizipal⸗ Garde

in Theatern, Konzerten u. s. w), 1,996,418 Verschiedene jährliche Ginkin ;; 1,492,329

Zusammen 412,427, 285 Fr. Die außerordentlichen oder zufälligen Einkünfte

sind angeschlagen auf ...... r,,

Total der Einnahmen Ausgaben. l) Fixe jährliche Ausgaben: Munizipalschuld-Zinsen ......

1,861, 255 *

rs s F.

4,605,849 Fr.

Civil⸗Etats⸗Verwaltung ..... 38,000 * Grundsteuer der Munizipal⸗ s 77,0079 5 Abgabn, welche dem Staats— schatze bezahlt werden ... . . .. 4,884,661

gj o0nỹ, 5 Fr.

2) Veränderliche Ausgaben: Präfektur der Seine und Cen— ,, Mairies der 12 Arrondissements Steuerbüreau Verwaltung. ..

9g, 605,51 15

667, 650 5 139,995 n 2, 984,450 5

, n rn n,, 968, 967 nn,, 91, 426 5 Begräbniß pläßte 386,750 5 National⸗Garde . . . . . . . .. . 961, 169 5 Straßen ⸗Unterhalt 512,100 5 Erhaltung der Kommunal—

ö 2, 360,075 Grobe Reparaturen .... .... .. 190,000 Direction der Kommunal-Ar—

ö 364,B710 5 Krankenhäuser und Wohlthätig—⸗

mi n, 5, 139, 292 Verschiedene Ausgaben ..... .. 132,900 Rückständige Bezählungen. .... gb, 771 *

15,296, 165 Fr. Budget der Stadtpolizei, welche dem Polizei⸗Präfekten anver—⸗ n,, 10631, 073 5 Zusammen 25,927, 509 Fr. 265, 927, 509 , 3) Fakultative jährliche Ausgaben: Bibliotheken, Museen, öffentliche

6a, ; 130,930 Kollegien und Unterrichts An— ö 132,832 5

Pensionen und Unterstützungen M400 »

Oeffentliche Feste und Belusti⸗

ingen 262, 000 5 Zusammen 585,ů 162 Fr. 585, 1832 Außerordentliche Ausgaben. k b, 366,173 Fr. Unvorhergesehene Ausgaben.. 1,854,184 *,

Zusammen S, 220,357 Fr. S, 220,357 ,

Total der Ausgaben. 11,288,510 Fr. Total der Einnahmen 44,288,510 Y

Zu gleicher Zeit hat der Finanz⸗Minister den Bericht der Gefäll⸗Verwaltung über die Resultate der Tabacks- Fabrication in Frankreich während des eben verflossenen Jahres den Deputirten zu⸗ stellen lassen. Aus diesem Berichte geht hervor, daß im Jahre 1813 die Tabacks Fabrication dem Staate einen reinen Gewinn von „3, S4, 142 Fr. eingetragen hat, 1,804, 142 Fr. mehr, als im vor— hergehenden Jahre. Der Gesammt- Ertrag des verkauften Tabacks während des Jahres 1843 betrug 100,715,235 Fr. Die Ausgaben beliefen sich nur auf 29,175,001 Fr., wovon 28, 279,753 Fr. auf den Ankauf von Tabacksblättern und auf die Fabrication und 1, 095,248 Fr. auf die Kosten des Verkaufs kommen.

Nach dem Gewicht gemessen, betrug die Tabacks⸗Consumtion während des angeführten Jahres 16,855,586 Kilogramme, wovon 6,08, 674 Kilogr. Schnupftaback, 7,713,700 Kilogr. Rauchtaback, 434,119 Kilogr. Cigarren. Nach der Ansicht der Gefäll⸗ Verwaltung dürfte die Tabacks Fabrication dem Staate im laufenden Jahre 76 Millionen reinen Gewinnes abwerfen, so daß sie die Hoffnung hegt, daß binnen zehn Jahren die Tabacks Fabrication wenigstens 100 Mil⸗ lionen dem Staatsschatze eintragen wird. Nach der Berechnung der Gefäll-Verwaltung hat die Tabacks⸗Fabrication, vom Jahre 1811 bis zum heutigen Tage, die Summe von 1,169, 546, 000 Fr. reinen Ge= winnes in die Staatskasse geliefert.

Um die Tabacks - Fabrication noch mehr in Frankreich zu heben, hat der Finanz-Minister nach dem Vorschlag der Gefãäll⸗Verwaltung beschlossen, in Korsika und Algerien eine besondere Gattung von Ta⸗ back anzubauen, welcher zur Fabrication des Scoferloti dient, und der bisher aus Ungarn bezogen werden mußte. Die ersten Versuche da— mit sind im Jahre 1843 auf Korsika gemacht worden, und haben die Erwartungen, die man sich davon machte, sogar übertroffen. Das warme trockene Klima von Korsika scheint sich vortrefflich zum Anbau des Tabacks zu eignen. Bei der Rückkehr der warmen Jahreszeit sollen nun nicht nur von Seiten der Regierung, sondern auch von mehreren vermöglichen Gutsbesitzern, die schon gemachten Versuche in einem größeren Maßstabe erneuert werden.

In Algerien ist man damit noch mehr vorgerückt, als in Korsika. Auf Befehl des Kriegs-Ministers wird der Taback schon seit ein paar Jahren in Algerien angebaut, so daß im verflossenen Jahre sowohl die von der Regierung daselbst errichtete besondere Tabads- Pflanzung, als