1844 / 65 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

sten Arg woh n,

md Galeeren Strafe belege. orzüglich scheint es,

oft mit den emp ndlichsten Strafen, selbst mit Kerker -

ge Angriffe veranlassen wird.

Antwerpen, 27. Febr. daß die Finanz⸗ Int. 5. HPolu. 300 FI. 965 6.

Verwaltung des Landes hefti

Handels- und Zörsen Nachrichten.

Es wurde zwar heute nicht viel in Eisenbahn⸗ doch waren die meisten derselben wieder höher. Die berschlesische Litt. B. und A, welche bis ß der Börse gefragt blieben. Anhalter blieben ab Leipzig stark wurden billiger als gestern erlassen; der Umsatz hier war zu et⸗

Berlin, 3. Marz.

j mgesetzt, rn. Sieigerung erfuhren O

zum Schlu offerirt und ee furt;

(driaeren Coursen auch nur unbeträchtlich. ö was gr wier een haben sich in olg besseter wieder gehoben.

Magdeburg, 1. März. Höchster und niedrigster Getraide⸗Marktpreis

; zel: 9 wi r m 28 49 Rihlt.

Roggen: 36 31 *

Gerste: 30 Hafer:

Pie französische proc. Rente war bereits wieder auf 82. 35

sich aber in Folge einiger Verkäufe nicht auf diesem Standpunkte behaupten.

Auswärtige Börsen. Amsterdam, 28. Febr. Niederl. vir. Sch. 55.6. 9h Span. 215. 39h do. 34 **. Pass. 5. Ausg. —. Pr. Sch. —. Pol. —.

Oesterr. 110. 495 Russ. Ilope 91.

Bekanntmachungen.

1207 Bekanntmachung. Höherer Bestimmung zusolge sollen die im Posener Kreise belegenen Domainen⸗-Vorwerke Mrowino, Przy⸗ boda, Kokoczon und Zmoslowo=— von denen das erstere 3 Meilen von Posen, 1 Meilen von Samter, 2 Meilen von Obornik, 3 Meilen von Buk und „Meilen von der Posen-Berliner Chaussee entfernt ist mit einem Areal von ;

87 Morgen 174 JRuthen Gärten,

3

2995 * 11 y Acker, 242 * 40 ) Wiesen, 899 5 173 . Hütungen, ö 26 . Hof- und Bau— stellen, 1683 114 . Unland,

Summa 81 Morgen 94 MRuthen,

jedoch ohne anderes Inventarium als Saaten und Be⸗ stellung, auf 24 hinter einander folgende Jahre von Jo—⸗ hannis er. bis dahin 1866 im Wege des öffentlichen Meistgebots verpachtet werden. Das Minimum des jährlichen Pachtzinses beträgt 4099 Thlr. 5 Sgr. 8 Pf. incl. 1365 Thlr. Gold und die beim Antritte der Pacht zu erlegende Caution 1509 Thlr. .

Der künftige Pächter übernimmt zugleich die Erhe⸗ bung der von den zum Amte Mrowino gehörigen Ort— schaften auftommenden Gefälle, so wie die Amts -Ver⸗ waltung überhaupt, wofür derselbe jedoch eine Vergü⸗ tung voön 138 Thlr. jährlich bezieht, aber auch noch eine besondere Caution von 300 Thlr. zu bestellen hat. Der Termin zur Verpachtung wird hiermit auf den 10. April er., Vormittags 16 Uhr, anberaumt und von dem Departementsrathe, Regierungsrath Kretz schmer, in dem Sessions-Zimmer der unterzeichneten Regie⸗ rungs- Abtheilung abgehalten werden. Diejenigen, welche auf das Pacht-Verhältniß einzugehen geneigt sind, haben sich bis spätestens den 1. April d. J. schriftlich oder persönlich bei dem gedachten Departe⸗ mentsrathe und dem Justitiarius des Collegii, Negie⸗ rungsrath Troschel, über ihre Qualisication zur Ueber⸗ nahme der Pacht, insbesondere über ihre Vermögens- Verhältnisse, vollständig auszuweisen, widrigenfalls sie bei der Licitation nicht zugelassen werden können. Außer. dem hat Jeder, welcher mitbieten will, bis zu dem letztgedachten Zeitpunkte eine Bietungs-Caution von 100 Thlr. in baarem Gelde oder in inländischen vol. len Cours habenden Staatspapleren oder Pfandbriefen bei unserer diegierungs⸗ Haupt- Kasse zu deponiren, welche

so lange bel derfelben verbleibt, bis des Herrn Gehei= men Staats- Ministers Grafen zu Stolberg rr en

welcher sich bei Ertheilung des Zuschlages die . unter den rei Meistbietenden vorbehalten hat, über e. Person des künftigen Pächters entschieden haben wird.

Die Bedingungen, Register und Karte önnen vom

1. März er. ab täglich in unserer Registratur eingese⸗

hen werden. Bemerkt wird noch, daß zur hebern chm

der Pacht ein disponibles Vermögen von eiresa 20,000

Thlr. erforderlich sein wird.

Posen, den 8. Februar 1814. Königliche Negierung. Abtheilung für direlte Steuern, Domainen und Forsten. Dannenberg.

185 18 *

aris, 27. Febr. An der Börse war heute das Gericht verbreitet, die besgische Regierung beabsichtige die Konventirung der Sproc. Fonds von 1831 In spanischen Effekten sanden keine Geschäfte statt, außer in Passiven.

Zinsl. .

Hamburg, 1. März. 59h Neapl. au eompt. 103. S5. Wien, 28. Febr.

390

6

zinsel. 7. Frankfurt a. M., 29. Febr. 576 Met. 1133 6. ohne Div. p. ult. 2014. Bayr. Bank- Actien 690 6. IIope 90 G. Stiegl. 90 6. do. so FI. 990 6. Bank- Actien 1665. Paris, 27. Febr. 595 Rente sin cour. 125. 60. 395 Rente sin our. S2. 20. 595 Span. Rente —. 595 Met. III. ö ö Anl. de 1831 1505. de 1839 129. Bank Actien 1635. Nordb. 1373. Mail. 1072. vaudeville en Gloggu. 110. Livorn. 983. Pesch. 102.

WMeteorologische Beobachtungen.

Neue Anl. 214. J! Bank- Actien 2012.

do. 200 FI. 325 6.

z 1122. 661. Engl. Russ . Fidelio. Pass. 51.

195 1005. 3565 777. vaudeville en

1 2399

oder:

Wiener Course

59h do. 100

Preuss.

Montag, 4. März. von Kotzebue. Hierauf:

Tagesmittel: 332, 2 bar... 4 3, 15 R... 4 O, 60 R... S3 pct. W.

Königliche Schauspiele. ; Der arme Poet, Schauspiel in 1 Aufzug, Das Liebes⸗Protokoll, Lustspiel in 3 Abth.,

1814. Morgens Nachmittags Abends Nach einmaliger 2. März. 6 Ur. 2 Ur. 10 Uhr. RBeobachtung. 9 Montag, . März.

Luftdruck!. ... 33, oa Per. 332, 02 Par. 332, 5 Par. KQuellwärme 5,9 R.

—28 Nthlr. Luft wärme... 2, 05 n. 4 5 07 R. 4 2,2 R. Flusswärme G8 * R. Thaupunkt ... - C0, 10 n. 4 1,7 R. 4 91 un. odeun wärme 1,15 R. Dunstsittiguns,. Sd pet. 76 pCt. 89 pet. Ausdünstuns Q, o10, Rh. Oper Wetter...... nehlig. heiter. heiter. Niederschlag O, o09 Rh. * . Wind.... . w. W. , , 4 5, 22

gestiegen, konnte Wolkenaus.. w. 4 1,7 R.

von Bauernfeld. Dienstag, 5. März. Im Konzertsaale:

1 acte.

Mittwoch,

Döring: Elias Krumm, als Gastrolle. Hierauf: Die Insel der Liebe, Das unausführbare Gesetz.

6. März.

ossia: La kFiglia del Reggimento. Musica del Maestro Donizetti.

„Il Giuramento“ heute nicht gegeben werden. bereits verkauften Billets bleiben zur heutigen Opern⸗Vorstellung gültig, oder kann der Betrag dafür bis 6 Uhr Abends in Empfang ge— nommen werden.

(Herr Döring im ersten Stück: Lorenz Kindlein, im zweiten Stück: Banquier Müller, als Gastrollen.)

1) Tiridate, ou:

actes, par Mr. Bayard.

Der gerade Weg ist der beste.

Rönigsstädtisches Theater Italienische Opern⸗Vorstellung.)

Wegen fortdauernder Heiserkeit der Signora Bendini kann die Die dazu

; * ö. Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen.

Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei.

loss! Edikt al- Citation. Der Handlungs-Commis Carl Friedrich Ackermann aus Deutsch-⸗Marchwitz, hiesigen Kreises, seit dem 12. Februar 1822 im minderjährigen Alter von Breslau verschollen, wird hierdurch aufgefordert, zur Beantwor tung der von seinen bekannten Erben angebrachten Provocation auf Todes-Ertlärung sich spätestens in

dem am O rl ober 1841,

vor dem Herrn Kammergerichts-Assessor Seydel in un serem Parteien Zimmer anstehenden Termine zu melden, widrigenfalls er für todt erklärt und sein zurückgelasse⸗ nes Vermögen den sich meldenden und legitimirenden Erben ausgeantwortet oder nach Umständen als her— renloses Gut erachtet werden wird. ( Zugleich werden die etwanigen unbelannten Erben des Earl Friedrich Ackermann hiermit aufgefordert, sich in diesem Termine entweder in Person oder durch gäe hörig bevollmächtigte Sachwalter, wozu ihnen die Ju⸗ stizKommissarien Strützki und Ernst hierselbst vorge⸗ schlagen werden, zu melden und ihre etwanigen An— sprüche geltend zu machen,, widrigenfalls dieselben bei ihrem Ausbleiben zu gewättigen haben, daß der Nach laß des 2c. Ackermann seinen nächsten bekannten Erben ausgeantwortet werden wird. Namslau, den 7. November 1843. ,

Königliches Land- und Stadtgericht.

1875 Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 24. Oktober 1843. Das hierselbst an der Communication am Anhalt. schen Thore belegene Grundstück des Böttchermeisters Wilhelm Gustav Schmidt, gerichtlich abgeschätzt zu 12, 002 Thlr. 11. Sgr. 10) Pf, soll Schulden halber am 28. Mai 1544, Vormittags tit uhr an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Taxe und Hy⸗— pothekenschein sind in der Registratur einzusehen.

asg 3. unterzeichnete mit höherer Genehmigung gehil—

Verein zur Verbreitung und Förderung einer Ei— erer r rg ne, von Hern mit Königsberg findet sich veranlaßt, auf die bei demselben sowohl, als bei einzelnen Mitgliedern eingegangenen Anmeldungen zur Actien Betheiligung an dem gedachten Unternehmen, zu erklären: ö daß sein Wirkungskreis sich vorläufig darauf be⸗ schränkt, die nöthigen Verhandlungen mit den hohen Behörden, sowohl über die vom Staate zu gewäh— renden Unterstützungen, als über die Richtung der Bahn und die Ermittelung der Kosten 24. zu einem angemessenen Ziele zu führen. Erst wenn dies er— reicht und zur öffentlichen Kunde gebracht sein wird, können daher Zeichner unter Vorbehalt der Dar— legung ihrer Solidität zur Theilnahme aufgefor⸗ dert werden. Bevor aber diese Aufforderung nicht erfolgt ist, kann keine Anmeldung berückichtigt werden.

Berlin, am 27. Februar 1814. Der Verein zur Vorbereitung und Förderung einer Eisenbahn-Verbindung von Berlin mit Königsberg und ihren Verzweigungen. (gez) v. Brünneck-⸗Velsch witz, Ober⸗Burggraf 2c. v. Below, General⸗-Masor à la Suite eie. Grf v.

1707 Nothwendiger Verkauf. Land- und chen, zu Brandenburg, den 18. September 18435.

Das hierselbst in der Altstadt, Ritterstraße Ni. 111, belegene, Völ. III. ol. i186. des Hopothekenbuchs ein Hr deir und der unverehelichten Marie. Dorothee

ach gehörige Haus mit Hauskavel, ö. abge⸗ ken auf bös! Thlr. 8 Sgr, 10 PF, zufoige der neb Hopothekenschein und Kaufbedingungen in unserer Negistratur einzusehenden Tare, soll am 19. April

1844, Vorm. 11 Uhr, vor dem Deputirten, Herrn dand und Stadtgerichtsrath Augustin, an ordentlicher

Gerichte telle subhassiri werden. ;

önigl. Preuß. Land und Stadigericht.

l2t366]! E dittal-Citahion.

Der Handlungsdiener Jacob Goerzen, welcher am 12. Januar 1826 hier 6. Rehhoff bei Stuhm nach Tamburg oder Amsterdam gegangen, um von dort nach Ostindien zu segeln, seitdeim aber keine Nachricht von

seinem Leben gegeben, so wie dessen eiwa zurückgelas

Blankensee⸗Filehne. A. Bloch, Agent der

Haupt⸗-Verw. d. St. Sch. v. Brandt-Lauchstädt.

Fischer, Major. J. Mendel sohn. Müller,

Wirkl. Geh. Rath, Königl. Gen. Pr. Mstr. Rühle

v. Lilienstern, General-Lieutenant ꝛc. Skalleyg,

Geh. Ob. Fin. R. Thoma, Wirll. Geh. Ob. Reg. N v. Treskow-⸗-Friedrichsfelde.

1

2621

Berlin-Hamhurger Eisenbahn. Zum Bau der Ber ein- Hamburger Eisenbahn sollen 6090 Stück Karren angefertigt und die Lieferung der= selben in mehreren beliebigen, nicht zu großen Abthei⸗ lungen in Entreprise gegeben werden. Die Bedingungen welche der Lieferung zum Grunde gelegt werden, sind? im technischen Vürtau der Gesellschaft, Berlin Loni⸗ . schylat Nr. , in Spandow im Gasthof zum Prinzen Heinri in Nauen bei dem . hernt 6

ö in Friesack bei dem Gasthofsbesißer Herrn Borchhardt,

sene unbelannie Erben und Erbnehmer werden hier— in Fehrbellin bei dem Gasthofsbesitzer Henn Wolff

durch auf Antrag der Kaufleute Jacob und Abraham Thiessen zu Königsberg in Preußen, als die durch . utter ihm substituirten Erben, öffent-

,. seiner ich vorgeladen und angewiesen, sich in dem auf d n . ö 1. r Vormittags, vor dem Herrn Land⸗ und Stadt⸗ gerichtsrath Hartwich anberaumten Termine schriftlich oder persönlich zu melden, widrigenfalls sie für job! erklärt und das zurüctgebliebene Vermögen den belann= ten Erben ausgeantwortet werden wird. Marienwerder, den 28. November 1843. Königl. Land- und Stadigencht.

in. Wusterhausen bei dem Gasthofsbesitzer Herrn Wille in Kyritz bei dem Gasthofsbesitzer 33 . in Perleberg bei der Gasthossbesitzetin Mad. Wolff, in Wittenberge bei dem Gasthofsbesitzer Herrn Peters in Grabow bei dem Kaufmann Herin Rose, z in Ludwigslust bei dem Gasthofsbesitzer Herrn Behn, ö . bei 6 n, Herrn Rusch, itzenburg a. E. bei dem

. 9 Gasthofsbesitzer Herrn in Lauenburg 4. E. bei dem Ga b

. g sthofsbesitzer Herrn

in Bergedorf bei dem Gasthofsbesitze Henn Minten,

AliiIgem einer Anzeiger.

einzusehen; auch ist an jedem der genannten Orte eine Probekarre zur Ansicht aufgestellt worden. Die Aner bietungen werden veisiegelt unter der Aufschrift: „Karren⸗ Lieferungs-Offerfe“ bis zum 15. März er. in dem tech nischen Büreaun der Gesellschaft erbeten.

Berlin, den 26. Februar 1844.

Der technische Direktor der Berlin Hamburger Eisenbahn

Gesellschaft und Baurath. Neuhaus.

Verein für Pferdezucht und 164 6

ac . Pferdedressur.

Die im Dezember v. J. ausgesetzte General⸗Ver⸗ sammlung zur Ablegung der Rechnung und Wahl neuer Mitglieder des Verwaltungsraths in Stelle der ausscheidenden findet am Mittwoch den 6. März d. J.; Mittags um 12 Uhr, im Lokal des Herrn Stallmei— sters Seeger statt.

Berlin, den 20. Februar 1844. Direktorium des Vereins für Pferdezucht und Pferde— dressur.

Graf v. Nostiz. A. Falckm ann.

190

Die Listen der am Sten dieses Monats stattfindenden Vertheilung von Prämien auf die Februar Marken unserer Droschken werden vom 6ten d, M. ab in un— serem Büregu, Karlsstr. Nr. 35, so wie bei

Herrn Sparwald, Sparwalds-Brücke Nr. 2,

Rosenberg, Landsberger⸗Str. Nr. 18,

Sembdner, alte Schönhauser⸗Str. Nr. 34, u.

» Winckler, Zimmer⸗Str. 36, gratis ertheilt. Auch werden unsere Kutscher mit Listen versehen sein, und sind dieselben verpflichtet, sie jedem Fahrgast zur Einsicht vorzuzeigen. Berlin, den 2. März 1844. Der Vorstand von Berlins vereinigten Fuhrleuten.

268

Das Niedergericht hat auf Anhalten von George Wilhelm Barthold und Gustav Eduard Barthold, als früherer Theilhaber der Firma George Wilhelm Bar— thold C Sohn, ein Prollam dahin verstattet:

Daß Alle und Jede, welche an die 1799 von dem Mitimploranten George Wilhelm Barthold un— ter gleichlautender Firma etablirte, seit dem 1. Ja⸗ nugr 1834 von beiden Imploranten für deren ge— meinschastliche Rechnung unter der veränderten Firma George Wilhelm Barthold C Sohn bis zum 1. Januar 1844 fortgesetzte, an diesem Tage aber von dem Mitimploranten Gustav Eduard Barthold cum Activis et Passivis für alleinige Rechnung über— nommene und unter unveränderter Firma fortgesetzte Handlung oder wegen derselben an einen der Im— ploranten Ansprüche und Forderungen, welche aus der Zeit vor Anfang des Jahres 1844 herrühren, aus irgend einem rechtlichen Grunde erheben zu können vermeinen sollten, solche Ansprüche und Forderungen, und zwar Auswärtige durch gehörig Bevollmächtigte, in diesem Gerichte bis zum

159 als einzigem und peremtorischem Termine bei Strafe des Ausschlusses und der Auferlegung eines ewigen Stillschweigens anzumelden und demnächst rechtlicher Art nach zu justifiziren schuldig seien.

Hamburg, am 1. März 1844. Zur Beglaubigung G. Pemöller, Dr., Aftnarius.

Literarische Anzeigen. 259 ö allen Buchhandlungen ist zu haben:

Eylert, Dr., Bischof ꝛc. Charakter⸗ züge und historische Frag— mente aus dem Leben Frie— drich Wilhelm's III. Zwei— ter Theil. Erste Abtheilung, enthaltend das eheliche Ver— hältniß des hochseligen Kö— nigl. Paares und die Zeit des Unglücks in Königsberg und Memel. Magdeburg, Heinrich s⸗

hofen. geh. 1 Thlr.

2 Thlr.

Vorräthig in Berlin bei F. Dümmler,

U. d. Linden 19.

263] Anzeige für die Besitzer des 1sten Bandes von Eylert's Charakterzügen.

gu rer Gropiusschen Buch- und Kunsthandlung, Königl. Bauschule,

Laden Nr. 12, ist so eben angekommen: Eylert, Charakterzüge aus dem Leben Wilhelm's 1III. II. Band (4ste Abthl.

265

Bei Unterzeichnetem ist erschienen und in allen gu—

; n n . ten Buchhandlungen zu haben, in Berlin in Oeh⸗ Bülow),

migke's Buchhandlung (Julius Burgstr. Nr. 8:

221 . 2 Tabelle über die Berechnung

der Brandversicherungs= und Beitrags Summen Auf den Grund des Gefetzes über die öffentliche Anstalt der Brand— versicherung vom 28. August 1826. S8. 38 10. und S§§. 50. und 51. ausgearbeitet von Bern⸗ hard Bohm, Amts-Kommissar beim Großher— zogl. Kreis amte zu Neustadt a. S. Orla. 4. 1 Bg.

nach Quoten und Klassen.

ef.

Preis 5 Sgr.

Durch den Druck der Tabellen beabsichtigt der Ver— fasser denjenigen, welchen die Besorgung der Brand Assekuranz-Geschäfte obliegt, eine Erleichterung zu bie⸗ ten, zumal da sich beim Schlusse jeden Jahres so viel Offizial-Geschäfte häufen, daß man Grund genug fin— det, auf Erleichterungsmittel für dieselben zu sinnen. Um den Tabellen die nöthige Richtigkeit zu verleihen, ließ der Vf. dieselben durch einen tüchtigen Rechnungs- kundigen einer nochmaligen Prüfung unterwerfen, da— mit auch jeder Versichernde diese Tabellen mit Nutzen

gebrauchen kann. Neustadt a. d. Orla, im Januar 1844. J. K. G. Wagner.

Konzert, in welchem auf Allerhöchsten Be⸗ fehl die Herren Moralt aus München mitwirken werden. (Mad. Schröder⸗Devrient: Fidelio, als Gastrolle.)

LTragédie et comédie, 2) Les premißres armes de Richelieu,

Hierauf:

(Herr

Maria, Opera hufsa in 2 Alti.

Preis des Ersten Theils

Friedrich

bei dem Land- und Stadtgericht zu Schrimm zu ernennen.

kendorff zu Nörenberg ist zum Justiz⸗Kommissarius bei den Unter— gerichten des Schlochauer Kreises, mit Anweisung seines Wohnsitzes zu Schlochau, und zum Notarius im Departement des Königlichen Ober⸗Landesgerichts zu Marienwerder; j

Notarius im Departement des Ober⸗-Landesgerichts zu Breslau; und

2671 z . . Durch das Ableben des Königl. Justiz-Kommissarius John in Neisse ist die Nothwendigkeit eingetreten, daß

sowohl die sämmtlichen kurrenten als auch reponirten lassirt

Manual-Akten entweder ausgehändigt oder

wenden.

Es werden daher alle diejenigen, welche zum Besitz

ihrer Manual-A Akten zu gelangen wünschen, ersucht, dieselben durch portofreie Briefe Oder bis zum 290. März d. J. in dem bekannten Geschäfts Lokale des Verstor— benen direkt zu verlangen, widrigenfalls die Akten fas= sirt resp. verkauft und der Erlös zum Besten der hin— lerbliebenen Erben verwendet werden wird.

Haus- u. Garten-Grundstücks—

75 1 . 5 n, * * . üsn! Verkauf in Leipzig.

Ein sehr schönes, in einer inneren Vorstadt, sehr nahe der Promenade gelegenes Haus- und Garten⸗ Grundstück in Leipzig, aus 1 Haupt-Vorder⸗Gebäude, 6 großen Hinter-Gebäuden, 3 dergleichen Höfen, worin 2mal Brunnenwasser befindlich, einem großen hübsch angelegten Garten mit Gewächshaus, Garten-Lusthaus, Lauben u. s. w. bestehend, welches sich vermöge seiner Lage und der vielen großen Räume zu jedem Geschäft eignet und gegenwärtig, wo Alles, im Verhältniß zu anderen ähnlichen Grundstücken, viel zu billig vermie— thet ist, einen jährlichen Mieths- Ertrag von 1822 Thlr., halbjährlich pränumerando zahlbar, gewährt, soll ein getretener Familien-Verhältnisse halber für den billigen Preis von 30,009 Thlr. mit 12,000 Thlr. Anzahlung (das übrige Kapital kann gegen 4 75 Verzinsung für lange Jahre hvpothekarisch auf dem Grundstück stehen bleiben) schleunigst verkauft werden. Sämmtliche Ab— gaben betragen jährlich ca. 120 Thlr., und sind die Gebäude in gutem Zustande.

Alles Weitere durch den Oekonom Fr. Herrmann in Halle 4. d. S.

244 36 Mustersendung aus Paris.

Philippe, Commissionaire Rue Meslay No. 19 in Paris, versendet Muster, Dessins und Modelle aller franzsisch er en r er err gleichzeitig mit ihrem Erscheinen; sowohl in Seiden, Wollen uͤnd Baum— wollenstoffen, als auch in Tapeten, Möbeln, Shawls, Bändern u. s. w., besorgt außerdem alle auf Paris bezüglichen Aufträge. Briefe werden portofrei erbeten.

Kommissarius bei dem Land- und Stadtgerichte zu Attendorn und zum Notarius im Departement des Königl. Ober- Landesgerichts zu Arns berg bestellt worden.

Sälen des Königlichen Akademie-⸗Gebäudes, vom 15. Sep⸗

die 34ste der seit 1786 von der Königlichen Akademie der Künste veranstalteten, wird am 15. September eröffnet werden. demie ladet einheimische und auswärtige geehrte Künstler ergebenst ein, dieselbe mit ihren Kunstwerken zu bereichern, sendung, die spätestens bis zum 7. September d. J. erfolgt sein muß, sie um gefällige Beachtung der bestehenden Vorschriften ersucht, welche sie hierdurch, wie dies bisher immer geschehen, zur öffentlichen Kenntniß bringt:

gemeldete Werke werden ausgestellt, was auch dann gilt, wenn die—

Das Abonnement beträgt: 2 Kihlr. für Jahr.

41 Uthlr. Jahr. 8 Üthlr. = I Jahr.

in allen Theilen der Monarchie ohne Preiserhöhung.

Ansertions - -Gebühr für den

Raum einer Zeile des Allg. Anzeigers 2 Sgr.

Allgemeine

Preußische Zeitung

Alle Post-Anstalten des In- und Auslandes nehmen Sestellung auf dieses Glatt an, für Gerlin die Expedition der Allg. Preuss. . Zeitung: Triedrichsstrasse Ur. 72.

M ö6ö5.

Berlin,

Dien stag den 5e

Mär

ö 1844.

3nhalt.

Amtlicher Theil. Inland. B Allen . Adolph-Vereine. Swinemünde. Unterbrechung der Schifffahrt. Deutsche Bundesstaaten. Bapvern. München. Hofnachtichten. Choralmessen älterer Komponisten. Sach fen. Schreiben aus Dres⸗ den. (Hoffest; Universitätssachen.) W ürttemberg. Tübingen. Stand des Neckars. Grh. Hessen. Bingen. uͤeberschwemmung der Nahe, —⸗ ; Desterreichische Monarchie. Wien. Der Graf von Orloff. Befinden des Herzogs von Angoulsme. Preßburg. Die Stände erliären sich für die ährliche Abhaltung des Neichbtages! ö Frankreich. Deputirten-Kam mer. Detail-Disfusston des Patent⸗ Gesetzes. Paris. Rückkehr des Königs. Aeußerungen der Oppo sitions- und Regierungs Organe über die otaheitische Angelegenhest. Briefe aus Paris. (Kammer-Arbeiten vom 28. Februar: Die Aften— stücke über die Angelegenheiten von Otaheiti; Brief der Königin Pomareh an Ludwig Philißp. Der Ausflug des Königs nach En; Weiseres über die otaheinische Angelegenheit.) ö ; Großbritanien und Irland. Unterhaus. Antrag der radikalen Partei auf Verringerunß der Steuern verworfen. Interpellationen we— gen der Besitznahme Otaheiti's und der Ausweisung polnischer Flüchtlinge aus Posen. Debatte über die Freilassung des Don Carlos. Lon 3 . e,. Pre über die irländische Debatte. Niederlande. Aus dem Haag. Protestati g c Gesetz üb die Besteuerung des Vermögens. J 8 . (Monsignore Capaccini; Vermischtes.) . Schreiben au aris. (S Di in Alice Lar= fan enn fn, Paris. (Stand der Dinge in Alicante, Car— en , , von Nord⸗Amerika. Schreiben aus New— Jork. (Stand der Tarif⸗Frage; der Zwiesp Demolr i ĩ . Frag Zwiespalt der Demolraten und die Handels- und Börsen-Nachrichten. Berli Paris. Börs Koln. Marni be ah K

Königl. Schauspielhaus. „(Ein neues Ballet von Taglioni.) Paris. Konservatoriums-Medaille an F. Belcke ertheilt ö

.

Beilage.

Amtlicher Theil.

Se, Majestät der König haben Allergnädigst geruht: Den Land und Stadtgerichts- Rath, Rülttergutsbesitzer von

Schönfeldt auf Werben zum Landrath des Kreises Kottbus, im Regierungs⸗Bezirk Frankfurt; und

Den Kammergerichts⸗Assessor Po rawski zu Kosten zum Rath

Der vormalige Stadtrichter, jetzige Patrimonialrichter Bene—

Der Justiz-Kommissarius Knittel zu Langenbielau zugleich zum

Der bisherige Ober⸗Landesgerichts⸗Assessor Krafft zum Justiz—

2

Ausstellung von Werken lebender Künstler in den

tember bis zum 17. November d. J.

Die diesjährige große Ausstellung von Werken lebender Künstler, Die Ala⸗

bei deren Ueber—

Berlin. Allerhöchste Kabinets-Ordre in Betreff der Gustas⸗

selben nicht mehr im

stellung zweifelhaft sein darf. 97 ?

den, müssen die Anzeigen vor dem 20. August d. J

Gegenstände, Bildnisse,

dann unter einer Nunimer zusammengefaßt werden, wenn sie in einem indem sonst die richtige nut ücklie fern ht verb. Die vorläufige Annahme dieser Anzeigen berechtigt übrigens nicht zu dem Anspruch, daß die

gemeinschaftlichen Rahmen befindlich sind, Zurücklieferung sich nicht verbürgen läßt.

angemeldeten Gegenstände auch wirklich ausgestellt werden.

3) Zur Bequemlichkeit des Publikums und zur Erleichterung der Geschäftsführung werden die Einsender ersucht, jedes Werk an einer mit dem Namen des Künstlers durch Anheftung fte zu b. wo eine Verwech⸗ selung möglich ist, als Prospekten, Landschaften u. dgl., den Inhalt

sichtbaren Stelle einer Karte zu bezeichnen und bei Gegenständen,

der Darstellung auf der Rückseite der Bilder kurz zu benennen.

4) Nunstwerke, welche in Berlin bereits öffentlich ausgestellt waren, anonyme Arbeiten, Kopieen aller Art (init Ausnahme der Zeichnungen für den Kupferstich, Quodlibets, in Papier geschnitzte SFechen, Stickereien nach Stickmustern, Arbeiten von Haaren, Leder, a er mach und dergleichen, so wie aus der Ferne kommende Malereien und Zeichnungen unter Glas, werden nicht zur Aus— stellung angenommen.

I) Vor Beendigung der Ausstellung kann Niemand einen aus— gestellten Gegenstand zurückerhalten. )

0) Eine für diese Ausstellung vom Senat zu ernennende Kom— mission, aus vier ordentlichen Mitgliedern der Akademie und vier Senats -Mitgliedern bestehend, ist für die genaue Beobachtung dieser Vorschristen ünd die Ausschließung der für öffentliche Ausstellung in der Akademie nicht geeigneten Kunstwerke verantworklich. Gegen die Entscheidungen dieser AusstellungsKommission läßt sich nur an den akademischen Senat rekurriren.

7) Auswärtige Künstler, welche nicht Mitglieder der unterzeich— neten Königlichen Akademie, oder Professoren an einer Kunstschule, oder besonders aufgefordert sind, haben die Kosten des Transports ihrer Arbeiten selbst zu tragen und zur Ablieferung und Empfang— nahme derselben der Akademie einen Beauftragten namhaft zu machen, welchem jede diesfällige Besorgung und Kortespondenz, so wie die Vermittelung des Verkaufs der Kunstwerke, wenn dieser beabsichtigt wird, überlassen bleiben muß. Für Gegenstände, welche durch Schusd der Absender, selbst wenn diese sich in den Eingangs dieses Para— graphen ausgenommenen Fällen besinden, erst nach dem 7. Septem⸗ ber d. J. bei der Akademie eintreffen, werden keine Transport⸗ kosten vergütigt.

8) Endlich wird wegen häufig vorkommender Irrungen darauf

gufmerksam gemacht, daß die ebenfalls in Berlin befindliche Central Verwaltung des allgemeinen preußischen Kunst Vereins mit der Aka— demie in Betreff dieser Ausstellung in keiner Verbindung steht, wes⸗ halb die Adressen der für die Kunst⸗Ausstellung bestimmten Gegen⸗ stände nur an die Königliche Akademie der Künste gerichtet werden müssen. ö

Berlin, den 6. Januar 1844.

re ö ee enn. ĩ

Direktorium und Senat der Königlichen Akademie der Künste. Dr. G. Schadow, Direktor.

Angekommen: Se. Durchlaucht der Landgraf Wilhelm

zu Hessen von St. Petersburg.

Der General-Major und Inspecteur der Besatzung der Bun—

des-Festungen, von Below J., von Mainz.

Abgereist: Der Fürst zu Lynar nach Drehna.

auf die Gustav⸗-Adolph-Vereine nachstehende Ordre an den Minister der geistlichen Angelegenheiten zu erlassen geruht:

1) Nur von Künstlern oder auf deren spezielle Veranlassung an

Uichtamtlicher Theil.

Inland. Berlin, 3. März. Seine Majestät der König haben in Bezug

„Ich habe mit warmem Interesse und wahrer Freude die Theil— nahme wahrgenommen, mit welcher die Idee des Vereins zur Unterstützung hülfsbedürftiger Glaubensgenossen, der unter dem

. im Besitze ihrer Urheber sind, indem weder die Echtheit der Arbeiten, noch die Bestimmung derselben für die Aus—

2) Um in das zu druckende Verzeichniß aufgenommen zu wer— d k J. eingegangen ein und außer den Namen und dem Wohnort des Künstlers die Anzahl und den Inhalt der einzusendenden Kunstwerke nebst der Be— merkung enthalten, ob dieselben käuflich sind oder nicht. Mehrere Landschaften, Zeichnungen zc. können nur

Namen der Gustas-Adolph-Stiftung sich bildet, in den preußischen Landen aufgefaßt worden ist. Dem Antrage der ausländischen Leiter jenes Vereins, das Protektorat desselben zu übernehmen, habe Ich aus der natürlichen Rücksicht auf die anderen Souveraine von Deutschland nicht willfahren können; dagegen erkläre Ich Mich zum Protektor dieser Stiftung innerhalb der preüßischen Monarchie in der zuversichtlichen Hoffnung, daß die Evangelischen des Inlandes nicht hinter denen des übrigen Deutschlands zurückbleiben, und dem hoch⸗ herzigen Gedanken der Stiftung durch reiche Beiträge ein größe⸗ les Leben und, eine segensreichere Wirksamkeit geben werden. Indem Ich Sie beauftrage, Meine Uebernahme des Protektorats zur Kenntniß der inländischen Vereine zu bringen, fordere Ich Sie zugleich auf, der Entwickelung und Mehrung derselben in aller Weise förderlich zu sein, und diese Gelegenheit zu benutzen, um

das Bewußtsein recht lebendig werden

unter allen Evangelischen zi lassen, wie wichtig ihr einmüthiges Zusammenwirken in dieser Angelegenheit ist. Zur Erhaltung der Einheit muß die Verbin⸗ dung mit der Stistungs⸗-Direction zu Leipzig festgehalten werden, jedoch so, daß für die gesammten preußischen Vereine eine vollkom— mene Selbstständigkeit bewahrt wird. Sie haben deshalb auf die unverzügliche Bildung eines eigenen Central-Vereins für das Inland,

Ich gebe Mich

sowie besonderer Provinzial-Vereine hinzuwirken. der schönen Hoffnung hin, daß über diesem guten Werke! sich Alle freudig zur Eintracht des Handelns verbinden werden, welche zur Einigkeit in der Auffassung und Lehrart der Glaubenswahrheiten ver⸗ knüpfen zu wollen, ein vergebliches Bemühen wäre, und daß keine der vielen Parteien, welche in diesem Augenblick innerhalb der deutsch⸗ evangelischen Kirche um den Ruhm „„die christlichste zu sein““ kämpfen, es wollen wird, die Schmach auf sich zu laden, Zwietracht in ein Unternehmen zu bringen, welches bas evangelische Bekenntniß ehren wird und den Zweck verfolgt, mittellosen Gemeinden, zumal in fremden und fernen Ländern, die spendende Bruderhand der Glau⸗ bensgenossen unseres Vaterlandes fühlbar zu machen.

Berlin, den 14. Februar 1844.

(gez. Friedrich Wilhelm.

An den Staats⸗Minister Eichhorn.“

Diese Ordre ist mit einer ihrem Inhalte entspr : . . 1 liner ih Frechenden Anweisun; sämmtlichen Ober -Präsidenten und e r,

Monarchie von dem Minister der geistlichen Angel ͤ . s geistliche ugelegenheiten mitge⸗

Swinemünde, ? März. (B. N. b. D.) Der erneuerte Win— ter, welcher alle Gewässer geschlossen hält und selbst unseren Hafen die Ausfahrt aus See mit Eis angefüllt und die Rhede mit Treib⸗ und Schnee-Eis bedeckt hat, giebt leider der Befürchtung einer sehr ö. (, it , 3 Raum, wodurch die noch kürzlich ge⸗ hegte Hoffnung für die diesjährige frühzeitige Eröff; ʒaßhrt gänzlich verschwunden ist. n,,

Ausland. Deutsche Bundesstaaten.

Bayern. München, 27. Febr. (M. p. 3.) Se. Königl Hoheit, Prinz Luitpold, wird morgen von Florenz in der Röniglichen Residenz zurückerwartet. Se. Durchlaucht der Kron=⸗Obersthofmeister Fürst Ludwig von Oettingen⸗Wallerstein trat vorgestern abermals eine Reise nach Paris an. Vergangenen Sonntag wurde, wie vor kurzem der erste, auch der zweitgeborene Prinz Sr. Durchlaucht des Prinzen Eduard von Sachsen-Altenburg semen tieftrauernden erlauch⸗ ten Aeltern durch den, Tod entrissen. Auch in dieser Fastenzẽit werden in der St. Michaels-Hofkirche wieder mehrere der schönsten Andacht erweckenden Choral⸗-Messen von Compositeuren älterer und

neuerer Zeit, Orlando di Lasso, Palestrina, Benedetto Marcell C. Ett und Gregorio Allegri ausgeführt. 2.

Sach sen. T* Dresden. Zur Feier des nahe bevorstehen⸗ den Namenstages Sr. Majestät des Königs wird hier seit einiger Zeit von einer Anzahl Kavalieren, an deren Spitze Se. Königl. Hoheit der Prinz Johann steht, ein ritterliches Caroussell vorbereitet und ein- geübt, welches in der Königl. Reitbahn ausgeführt werden soll.

Der zu Leipzig stattgefundene Triumphzug des von der dasigen Universität weggewiesenen Studenten v. M. wird in den hiesigen

geselligen Zirkeln viel besprochen und soll auch, wie sich das von selbst versteht, die Aufmerksamkeit der Ministerien in hohem Grade auf sich

gezogen haben. Es kann wohl nicht fehlen, daß Viele an diesem

Zahl in Berlin Legion ist, die Freude, am 2. März ein neues großes Ballet zur Ausführung gebracht zu sehen. Vor übervollem Hause würde gegeben: Die Insel der Liebe, oder: Das unausführbare Gesetz, phantastisches Ballet 9 hf Akten, verfaßt und in Scene geseßt vom Königl. Solotänzer Paul

aglioni, ; kunst bei Zusammenstellung eines Ballets besteht darin, Elemente aufzufin— den, aus denen sich ihrer inneren Natur nach die Tänze wie von selbst und ungezwungen entwickeln. Das Süsjet führt uns in die neckische Welt der Amoretten, in deren Ge? leit die Spiele, die Tänze, die Reize und Scherze ja niemals fehlen. Licbe ohne Tanz war den Alten nicht denkbar, und Ovid, der cupidonische Fein⸗ schmecker, rief den Schönen in seinem Liebes -Gesetzbuch zu:

6

Königliches Schauspielhaus. Ein neues Ballet von Taglioni. Endlich wurde, den Freunden der blumenbekränzten Terpsichore, deren

Musik vom Königl. Lammermusikus Gährich. Die Haupt=

Solche Grund- Bestandtheile sind hier vorhanden.

Tanzen das ist keine Frage Lernt, ihr Mädchen, ungesäumt! Tanzen müßt ihr beim Gelage, Wenn der Wein im Becher schäumt. Sind doch stets die Tänzerinnen Von der Bühne gar beliebt;

So weiß Anmuth zu gewinnen,

Die beim Tanzen kund sich giebt.)

3 Vgl. „Die Liebelunst. Drei Bücher. Dem Publius Ovidius Naso

und um das nüchterne Leben ihre goldigen Guirlanden schlingen, darf vor— ausgesetzt werden. Sie sehen ihre Rechte durch ein anti- amoröses Gesetz gefährdet, welches der Statthalter der von ihnen beschützten Liebes-Insel den Einwohnern derselben aufbürden will, und haben nun nichts Eiligeres zu thun, als die gefährdete Liebe in intesrum zu restituiren und den Er—Q— lasser des fraglichen Gesetzes für die Eingriffe in die Prärogativen ihres Bundes zu foßpen. n ü die Prosa, der freien Herzenswahl über die Speculation dar; und nachdem die kleinen Schelminnen ihre bunten Ränke und Schwänke ausgeführt und man eben glaubt, sie bei den Schmetterlingsslügeln erhaschen zu können, entschweben sie, in Luft und Duft zerfließend.

besinsel, Don Parasol (Heir Stullmüller). versammelt, und nachdem die Großwürdenträger mit den Hofdamen eine zierliche Menuett (in der Composition diskret und zierlich aufgefaßt) getanzt, erklärt ihnen Parasol seine Absicht, sich zu vermählen. ĩ die Fischertochter Fiorellina (Mad. Taglioni), die von Herolden in die Versammlung eingeführt wird. Das arme Kind war, gerade an ihrem Hoch⸗ zeittage, aus den Armen ihres geliebten Amato (Herr Ta glioni) gerissen

nachgebildet von Dr. Chr. F. Adler.“ Leipzig bei . S 146. Diese unserem Rückert gewidmele g 1 ;

, . muthwilligsten Dichtungen des Alterthums ist in ihrer Art

X

Daß die Liebesgöttinnen in diesem Ballet ihrem Berufe treu bleiben

So stellt sich der Inhalt als ein Sieg der Pocsie über

Die Scene führt uns zuerst in den Palast des Statthalters der Lie- Der ganze Hosstaat ist

Seine Geliebte ist

bildung eine der origi=

rücksetzung, beschließt auf den Vorschlag eines seiner Räthe, der ganzen Insel durch ein Gesetz zu verbieten, damit kein Unterthan eines Glückes theilhaftig werde, das ihm elsast sei.

Ufer des Meeres; der Vorgrund ist festlich geschmückt. ertönt und verkündet die Ankunft der jungen Leute. Triumph auf einer aus Baumzweigen geflochtenen Trage herbeigebracht. In der Freude des Wiedersehens und zur Begehung des Hochzeitfestes zwischen Amato und Fiorelling führen die Fischer einen idollischen Reigen aus, der in scenischer und musikalischer Beziehung nichts zu wünschen übrig ließ. Hieran schloß sich, in erhöhterer Stimmung, ein Pas de quatre, von den Repräsentanten der beiden Liebenden und von ihren Anverwandten (Mad. Brue und Herrn Reichner) auf das graziöseste und unter unauf⸗ hörlichem Beifall getanzt.

und dem Statthalter gewaltsam als Braut zugeführt worden. Sie will von seinen Bewerbungen nichts wissen, er droht mit Gewalt, da dringen die Bauern der Insel bewaffnet in den Saal und befreien Fiorellinen, die sie auf ihre Arme heben und im Triumph davontragen. (Hier parodirt die Musik den Einzug Aniello's in Neapel.) Parasol, in Wuth über seine Zu⸗ die Liebe auf

Der Schauplatz ändert sich. Wir sind in einer reizenden Gegend am Ein freudiger Marsch

Fiorellina wird im

Trompetenschall unterbricht die Freude. Die kleine Armee des Statt=

halters, eine Banda an der Spitze, tritt auf; zwei Herolde gehen und tragen Lanzen, an denen folgende j gehen vorauf

nschriften befestigt ö 1. Nicht mehr zu lieben, so heißt n err . Der eienr gn . den 56

2X. Es so ann und Weib auf dieser Insel theilen, Die Männer werden nord-, die Weiber er 1 g