grom, 21. Febr.
ini, welcher in letzter 3
38 r* Aderlaße abi machte, daß er wieder persönlich allen Ge fungokreises vorsteht.
Aus Ancona sollen, eingeleitet werden. bten ĩ : i, Jurist übernehmen will. In Bologna, Verhafteten gesprochen; als Verführte erscheinen, des Papstes ins Mittel tritt. Neapel, 10. Febr. ernd ernste Besorgnisse. Generale.
Garnison begleitet, beerdigt.
Serbien.
Von der türkischen Gränze, 21. Febr. suchung gegen die Theilnehmer der letzten Bewegung hat bereits Re⸗ sultate geliefert, welche deutlich beweisen, daß man von Seiten der Miloschisten bedeutende Summen aufgewendet hatte, um das Volk gegen die Regierung des Alexander Georgiewitsch aufzuwiegeln. Doch die Sache war vor ihrem Ausbruche bereits der Regierung verrathen und die nöthigen Maßregeln dagegen zu rechter Zeit noch getroffen. Nach dem Plane der Empörer, unter denen sich auch Jephrem und Johann Obrenowitsch, die beiden Oheime des Exfürsten Michael, be—⸗ fanden, sollte, wie aus den Ergebnissen der bisherigen Untersuchung erhellt, der Erstere, Jephrem, von Schabacz aus, der Zweite, Johann, von Tschatschak und der ehemalige Prestawnik Protitsch von Semen dria aus den Zug gegen Belgrad antreten und alle Unzufriedenen des Landes an sich ziehen, so wie das Landvolk durch Geld und Ver= sprechungen zur Ergreifung der Waffen gegen die Regierung bewegen. Simitsch war angewiesen, sich in Tschatschak oder auf dem Wege nach der Hauptstadt mit dem Fürsten Johann zu vereinigen. Es läßt sich kaum zweifeln, daß die Unruhstifter, wenn die Regierung nicht früh genug von ihrem Vorhaben unterrichtet worden wäre, ihren Plan zur Ausführung gebracht hätten, da die Unternehmung mit hinlänglichen Mitteln und zu einer Zeit begonnen wurde, wo im Lande wirklich Erbitterung herrscht wegen der harten und ungerechten Behandlung, welcher man die zwei populairsten unter den serbischen Staatsmännern, Wutsitsch und Petroniewitsch, ausgesetzt glaubt, deren Schuld man nur zu sehr geneigt ist, der Regierung zur Last zu legen.
Bekanntmachungen.
119 Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 39. Dezember 1843. Das Neu-Köln am Wasser Nr. 19 und Wallstraße
Nr. Hi helegene Reuschersche e n n ab⸗
geschätzt zu 10, 245 Thlr. 19 Sgr., soll Schulden halber
am 13. Au gust 1844, Vormittags 11 uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Taxe und Hp— pothekenschein sind in der Registratur einzusehen.
20 Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 27. Dezember 1843. Das in der neuen Roß⸗Straße Rr. 7 belegene
Grundstück der Kaufmann Gleichschen Erben, gerscht—
lich abgeschäͤtzt zu 21, 353 Thlr. 15 Sgr., soll' Thei⸗
lungs d am 20. August 1844, Vormittags 11 uhr,
an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Taxe und Hyö⸗
pothekenschein sind in der Registratur einzusehen. Die unbekannten Realprätendenten werden unter der
Verwarnung der Präklusion vorgeladen.
1226 Bee Lamm ntmach ung Das zum Nachlasse des Gold- und Sllber-Arbeiters Johann Christian August Thun ehörige Waarenlager, bestehend in geschmackvoll gearbeitelen Gold- und Sil? bersachen: Cylinder⸗Uhren, Pettschasten, Ketten, Ringen, Breschen, Juwelen und couleurten echten Steinen, Ta⸗ batieren, Leuchtern, Zuckerkasten und Vasen, Eß⸗, Thee⸗ und Sahnenlöffeln, Kuchenhebern, Pokalen, Bechern und dergleichen in der reichhaltigsten Auswahl; desglei⸗ chen die zum Geschäft gehörigen Werkzeuge, sollen von Donnerstag den 4. Mätz e. ab und au den dar—= auf folgenden Tagen, jedoch immer nur am Freitage, Nontage, Dienstage und Donnerstage jeder Woche, Nachmittags um 2 Uhr, auf dem Königlichen Stadt⸗ Eich hierselbst vor dem Deputirten, Herin Assessor ierle, gegen gleich baare Bezahlung verauctionirt wer⸗ den. Das Verzeichniß über die zu verkaufenden Sa— chen ist vorläußg in der Registrakur des Stadtgerichts ein zusehen. Königsberg in Pr., den 16. Februar 1844. Königlich preußisches Stadtgericht.
Literarische Anzeigen. kor Ministerial-Blatt
der gesammten inneren Verwaltung.
Bon vemselben iss am Ten d. M. die erste Nr. 9 ff. Jahrgangs 1814 erschienen, die . 1 gen Herren Abonnenten durch das Königliche e e ge en und durch die mit demselben in Ver⸗= an esefn Königlichen Postänner, auf ersolgte een w. denselben, berclis zugegangen sein wind. vessch bigligen Herren Abonnenten den Bezug pin enn . ist der Buchdruckerei Besitzer . e Charlottenstraße Rr. 15) von faz iich auf a ed f ads, Fränumeiazibhen von 2Thir. . üien mn aft 1 ar iber Quittung aug-· nn . e n! . pin nich aß binn nennen, so wie Berlin, ben 1b. Man an Die Kevaction des Rin in die gesam me inn ere d
erren eben⸗ e eischeinen,
3 Der Staats ⸗Secretair Kardinal fi 33 von einem Unwohlsein befallen ist jetzt so weit hergestellt, schäften seines umfangreichen Wir⸗
wie man vernimmt, * er. n n, ; iti enen hierher gebracht und hier ihr Proze y e e m, diese e ge der dort stattge⸗ Ermordung des Kriminalrichters bei, welche Stelle seitdem kein
wo die Inquistten der letzten Vorfälle in 3
ĩ theilt sind, ist das Urtheil über die weniger gravirten gategerien abgeheilt, an mit ein⸗ oder , . . ingni belegt. Man glaubt, daß von ihnen Mehrere, die blos y, . ö werden dürften. chwer Strafe droht den beiden anderen Abtheilungen, wenn nicht die Milde
Die große Sterblichkeit erregt fortdau⸗ Es starben in diesem Jahre bereits acht Der letzte derselben, der Marschall Lucchesi⸗Palli, wurde vorgestern Abend mit allen militairischen Ehren und von der ganzen
Aegypten rechnen könne, schen werde.
10,000 Rthlr., die an
spedirt waren; man glaubte,
Schwerere gethan.
Weiteres wenigstens,
Die Unter⸗ delsstand viel günstiger, viel Geld verloren worden.
richtete man aus Pesth,
werden.
dem vorjährigen Frühjahrspreise
Schlesien.
einigen Jahren der Fall gewesen.
AU ltigemein
1290 An die Besitzer der früheren Ausgaben des Brock⸗— hausschen Conversations-Lexikons.
In der Gropiusschen Buch- und Kunsthandlung, Königliche Bauschule
Laden Nr. 12, ist so eben angekommen und wird gratis vertheilt: Anerbieten zum Umtausch früherer Auflagen des Conversatlons-Lexikfons
gegen vi neueste neunte wustage
298 — Im Verlage bei Ludwig Hold in Berlin wird nächstens erscheinen:
Beurtheilung des Entwurfs des Straf- gesetzbuches für die preußischen Staa— ten durch Vergleichung mit dem Allge— meinen Landrecht, dem Code pénalund dem österreichischen Strafgesetzbuch von Otto Plathner, Königl. preuß. Ober- Landes- gerichts⸗Assessor.
Die in Nr,. 52 des Centralblatts für Juristen (Jahr— gang 1843) befindliche Rezension bezeichnet vorstchende Schrift als eine sehr interessante, über welche sich nam= hafte Rechtsgelehrte bereits höchst vortheilhaft ausge— sprochen haben, und welche es verdient, in nicht gerin⸗ gem Grade die Aufmerksamkeit der Mitglieder unserer Gesetz⸗Kommission, so wie der Stände⸗Versammlungen, nicht minder aber auch aller NRechtsgelehrten, so wie des
ebildeten Publikums überhaupt, zu erregen, indem der
Kiffe mit großer Schärfe die Vorzüge unserer land⸗ rechtlichen Gesetzgebung hervorhebt, dem Entwurf aber die erheblichsten Vorwürfe macht und dabei seine Anu— sichten und Behauptungen mit Bescheidenheit, aber sehr bestimmt und scharf entwickelt und belegt.
2121
In der Gselliusschen Bücher— handlung, Kurstraße 51, neben dem Intelligenz-Comtoir, ist zu beibemerkten sehr wohlfeilen
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6 der preuß. Gesetzbücher, Breslau, kom= plett nebst Suppl., Ladenpreis 38 Thlr., gebunden für 20 Thlr. Gräff, Sammlung der Verordnungen, 13 88d. nebst Negister, Ladenpreis 19 Thlr., gebunden wie neun n 9 Thlr. ornemann, Civilrecht, Bd. 1 — 9 u.
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———
426
Aegypten.
Alerandrien, 6. Febr. Bep's, der nach Kahira gereist war, ist von dem Vice⸗König sehr huldvoll empfangen worden und hat die Versicherung erhalten, daß die Familie des Verstorbenen auf
so lange Mehmed Ali's Stamm hier? herr=
Vor einigen Tagen brachte ein von Triest kommendes Schiff Boghos Bey adressirt und von seinem Bruder dieses Geld sei von dem Verstorbenen gefordert worden; indessen wissen wir aus guter Quelle, daß diese Summe, wie ferner erwartete 10900 Rthlr., ein Darlehen Peter Jussuf's an Ibrahim Pascha bilden. in der letzten Zeit viel für den Bau des Zuckerrohrs in Aegypten
Während alle Provenienzen zur See aus Syrien der Quaran⸗ taine unterworfen würden, waren die Land⸗Traneporte bis vor zwei Monaten von derselben befreit; jetzt hat man eine Quarantaine auf der Gränze errichtet, und dagegen sollen künftig alle Schiffe, bis auf libera pratica haben! zwischen den aus Syrien kommenden Beduinen und den Sanitãäts⸗ Beamten, welche dieselben in Quarantaine setzen wollten, den, und eine Kommission ist von hier aus nach gegangen, um die Sache zu entscheiden.
In Geschäften bleibt es fortwährend still, wozu auch die Jahres- zeit beiträgt; im Ganzen war das Jahr 1843 für den hiesigen Han— als die beiden vorangegangenen, in denen
Von der bevorstehenden Aerndte hört man noch nichts Bestimmtes.
Handels- und Börsen - Nachrichten.
Breslau, 5. März. (Schl. 3.). Von vielen Seiten her gehen uns Nachrichten zu, daß es im Wollhandel sich zu regen anfängt. Unsängst be⸗ daß die dasigen Wolllager bei weitem nicht so groß seien, wie sonst um diese Zeit, und daß als ziemlich gewiß anzunehmen, es werde bei dem nächst bevorstehenden Josephimarkte so Schon im vergangenen Herbste Frühjahr etwas an und man hegt die sichere Hoffnung, es werde dies an diesem Markte noch mehr der Fall sein. einiger der berühmten ungarischen Schäfereien Anbote um 5— 10 pCt. über gemacht; man hat sie aber nicht angenom⸗ men, weil in Ungarn die Preise notorisch noch viel geringer waren, wie in Aus Wien schreibt man uns ganz kürzlich, daß Nachfrage nach den neuen Schuren sich finde und daß man eine mäßige Preis ⸗ Erhöhung
gegen voriges Jahr bewillige. Auch aus Maͤhren' und Galizien nisch e gehen gleiche Nachrichten ein. aß seit kurzem in Breslau und Einfuhr fü Berlin ziemlich aufgeräumt. worden sei, wissen wir, so wie auch, niglichen
daß bedeutende, Partien der dort gelagerten Wollen nach gen sind, wohin wohl von der i mehr gehen
iese Thatsache, daß dort die Wollen⸗Manufakiuren in reger Thätigkeit sind, und
(A. 3.) Ein Verwandter Boghos
alle möglichen Vergünstigungen in
Ibrahim, wie sein Vater, haben
Ernste Scenen haben
stattgefun⸗ jenem Gränzort ab⸗
Flachs.
iß a nähere ziemlich aufgeräumt kommen sollen:
zogen dort die Preise gegen das
Schon sind auf die neue Schur holz.
Einfuhrzoll.
England gegan⸗ dürfte, als seit Vermuthung stützt sich auf die lensaures
mit Soda.
sich den eingegangenen Be
frage ihrer Commi feine Täuschung, in der wir be mittheilen möchlen, wenn wir Frühjahr lebhaft gehen, und es schwindelnde Höhe, so doch einen weitere Züchtung edler Schafe bel strengungen gewährt.
SRo. pr. Comp
Argentan oder Neusilber wird im back, Tomback und anderen in der Ta gesetzten Metallen. Blauholz, im Jol Phosphor: Ausfuhr frei. briten, nach besonderem Ansuchen b und von demselben gegebenen Erlaubniß, von 100 Rthlrn. Werth 5 Rihlr.
E für medizinischen Bedarf gilt die Bestimmung Chemisch⸗ tech⸗ Zur
Zur der Zolltare für nicht specifizirte Apotheker⸗Waaren. räpargte, in der Taxe nicht specisizirt: ür den Bedarf der Fabriken, nach besonderem Ansuchen beim Kö— Kommerz Kollegium und von demselben 100 Rthlrn. Werth 5 Rthlr. Einfuhrzoll. die Bestimmung der
4
Nigg, 26. Febr. Getraide. Für kurischen Roggen eigte sich Kauflu und die Forderungen dafür erhöhten , , n if i t. Käufer und für 117 Vorschuß zugestanden werden. Nussischer zu 64 Ro. mit 10 9 kur. Gerste zu 53 Ro. Oelsamen. . , . * 2 13 SRo. nach Qual. gekauft. — In zu 10 BNo. mit 2 h.
pr. Compt. gemacht. Eine Kleinigkeit *.
Vorschuß geschlossen.
Zu 73, 68 und
Feiner Rein zu 7, Ro. baar gemacht.
egeben wurden. Die Nolirung
infuhr Ausfuhr frei.
1214 b Ein gegenwärtig in London in Thätigkeit stehender
Siedemteister, mit dem Vacuum- Apparate und den neuesten Fortschritten der Zucker- Fabrication vertraut, der überdies ein sehr empfehlendes Fabrikat liefert, sucht auf dem Kontinente zu Ostern oder später ein Engagement. Vortheilhafte Zeugnisse darüber so wie über . Führung besitzend, bistet er sich wegen nä— herer Auskunft an
Herrn Carl Stöcker in Berlin, Schloßfreiheit Nr. 7, zu wenden.
21161
Es wünscht Jemand in der feineren Reitkunst und, wer diese kennt, in der Pferdedressur (auf Verlangen la Baucher) praktischen Unterricht im Freien zu 'er— theilen. Gebildete und Herten vom Stande, die ihre Pferde selbst beschaffen, belieben Adressen unter V. 159. im Intelligenz Comioir abzugeben.
Neue wichtige Erfindung. J. P. Goldschmidt (Alexander⸗ straße (am Platz) Nr. 47, eine ers Treppe hoch),
Erfinder den chemisch-elastischen Streich⸗ riemen, deren außergewöhnliche Leistung bereits durch mehrere technische Gesellschaften öffentlich belobt und sich meh⸗ rere ausschl. Privilegien im österreichischen Kaiserstaate
erworben haben — hat nun neuerdings einen Pris- matisch - magnetischen Apparat zusammengestellt, welcher die wichtigsten Bedingungen eines
2 8 1 * 9 * ö Schärfungsmittels erfüllt, men die abgestumpften Rasir⸗ und Federmesser, so wie chi⸗ k Schneide⸗Instrumente den höchsten Grad Schärfe und Feinheit wieder erhalten, und es ge⸗ schieht dies in einer solchen Schnelligkeit, daß ein paäar= maliges Auf- und Abstreichen hinreicht, um den Zweck zu erreichen, und Jedermann ist im Stande, es selbst zu behandeln. — Es hat die Vorzüge gegen das Ab—= ziehen oder Schleifen auf Steinen, daß fich die Messer durchaus nicht abnutzen, indem der Stahl nicht irrilirt wird, und den Schneide⸗Instrumenten feine Nachtheile herbeiführen kann. Der Grad der Schärfe, welchen die stumpfesten Schneide⸗Instrumente auf diefen Streich⸗ riemen erhalten, ist der Art, daß der zartfühlendste Bart beim Rasiren nie verspüren wird, daß ein Messer auf
dem Gesihhte sih befndet, soaar kleine Schar⸗ ten und andere Unregelmäßig⸗ keiten auf der bei jedem Apparat beigefügten Metallplatte, mit Hülfe der dazu gehörenden Mag⸗
net ⸗-Composition,
früher noch obgewalteten Mängel eines volllommenen Selbstschleifers gänzlich verschwinden.
Besitzer meiner elastischen Streichriemen erhalten solche Metallplatte incl. Büchse mit Magnet Composition à 1 Thlr. 5 Sgr.
I nnn magnen cher Apparat mit Büchse und Platte hlr.
Streichriemen mit Holzschrauben 20 Sgr., 1 Thlr. und 1 Thlr. ᷓ Sgr., mit Eisenschrauben 17Thli. 5 Sgr., 1 Thlr. 15 Sgr. und 2 Thlr.
Franko Bestellungen werden prompt effeltuirt.
3
Sonntag, den 10. März 1814, Abends 7 Uhr.
är! PDrittes Konzert“ Saale
i m
der Sing- Akademie,
veranstaltet von den
Schwestern Therese und Maria Milanollo,
unter gesälliger Leitung des Königlichen Konzert- meisters Herrn Hubert Ries und Mitwirkung der Königl. Kapelle. Erster Theil.
1) Ouvertüre für Orchester. 2) Adagio und Rondo
zerts von Beriot, Therese Milanollo. 3) Das jüngste Gericht von Saphir, ge-
sprochen von Fräulein Charlotte von Hagn. 4 Sechste Polonaise von Maysed er. vor-
getragen von Fräulein Maria Mila- nollo (Schülerin ihrer Schwester).
5) Fantasie und Caprice von Vieuxtemps,
a N vorgetragen von Fräulein 1 herese
Milanollo.
Z weiter Theil. 6) Ouvertüre für Orchester. 7) Variations brillantes von Nayse der,
vorgetragen von Fräulein Maria Mi- lanollo.
8s) Arie, gesungen von Fräulein Hähnel. 9) Fantaisie brillantes. la Romance, Ma Gel- line“ von Haumann Vorgetragen von Fräulein
Therese Milanollo.
Billeis zu numerirten Plätzen à 2 Thlr. sind in der Musikhandlung der Herren Bore l Beek, Jägerstrasse No. 42, 80 wie au nicht numerirten Sitzplätzen à 1 Thlr. ebendaselbst, und beim Haus- wart der Sing-Akademie, Herrn Rieiz, und Abends an der Kasse, zu haben. Der Saal wird um 6 Uhr geöffnet. ;
des dritten Kon- vorgetragen von Fräulein
: stellungen zu Folge auch darin eihalten werben. Daß auch die Rheinländer und Vier nicht unthätig sind, 24 die An⸗ ssionaire bei mehreren Woll Produzenten. So ist es wohl fangen sind, und die wir gern auch Anderen glauben, es werde das Wollgeschäst dies dürften die Preise, wenn auch nicht eine Satz erreichen, welcher den Muth für die ebt, und Ersatz für die gemachten An—
sind zu 61 Its pf. würde 64 Ro. mit 10 3, Noggen ohne Umsatz und Begehr; blieb 117 / 1i8 pf. Waare angeboten. — 105 / 166 pf.
poln. Schlagleinsamen wurde zu Hier liegender Thurmsamen zu Hanfsamen war eiwas Umsatz . t halbem, ünd auch zu 95 Ro. mit ganzem Vorschusse; doch dürste nicht viel zu haben sein. Hanföl hatte zu 78 BRo. pr. von ersten Verkäufern erhältlich. Hanf. Mit 10 94 Vorschuß war nur w auf 76 BNo. für Nein, 7. Ro. für Ausschuß abgesetzte Preise. Begehr, doch unter Verkäufern w 58 — 573 No. baar gefordert. In Tors nichts umgegangen. Die Zufuhr in den ersten 14 Tagen hielten sich zurück und bedangen in einzelnen Fällen Ro. 433 wogegen Sorten mitunter s Ro. niedriger ab Partiegut 257 SRo., engl. Kron 24 Ro, badstub. geschn. Dreiband 18 Ro. Flachsheede ohne Verkehr.
Stockholm, 23. Febr. S richten über den Bedarf für inlä in Kraft stehenden Zolltaxe nicht u. s. w. sür gut gefunden unten benannten Artikeln, Vorschriften zu ertheilen, die
Compt. Käufer, zu 79 Ro. war etwas
enig Umsatz, ungeachtet der und 66 Ro. sür Paß, her⸗— 63 No. pr. Compt. dagegen, war mehr enig Auswahl. Für schwarzen Paß wurde
war schwach. Verkäufer
ist: 21 Ro., Risten⸗
e. Majestät haben nach eingezogenen Nach= ndische Gewerbe von gewissen in der jetzt specifizirten chemisch-technischen Präparaten in Absicht auf die Behandlung im Zoll von durch Bekanntmachung vom Sten d. M. folgende vom 1. April d. J. ab in Anwendung
Zoll gleich behandelt mit Pinch- re nicht specifizirten zusammen— l gleich zu behandeln mit Färbe⸗ Zur Einfuhr für den Bedarf der Fa— eim Königlichen Kommerz- Kollegium
gegebener Erlaubniß, von Zu medizinischem Behuf, gilt Zolltare für nicht specifizirte Apotheker⸗Waaren. Koh⸗ Natron oder gereinigte Soda wird im Zoll gleich behandelt
herausge⸗ bracht werden können und dadurch die
ö
—
Das Abonnement beträgt:
2 Kthir. für Jahr. 4 Rihlr. Jahr. 8 Rthlr. — 1 Jahr.
in allen Theilen der Monarchie ohne Preiserhöhung.
In sertions- Gebühr sür den
Kaum einer Zeile des Allg. Anzeigers 2 Sgr.
Allgemeine
M 71.
nhalt.
Anitlicher Theil.
Inland. Berlin. Inhalt des Militair-Wochenblattes. — Breslau. Platz für das Denkmal Friedrich's des Großen. — Olẽtz ko. General⸗Versammlung der litthauer landwirthschaftlichen Gesellschaft.
Deutsche Bundesstaaten. Sachsen. Schreiben aus Leipzig. Diffe⸗ renzen wegen Wiedereinführung des alten apostolischen Glaubens Befennt= nisses; Buddeus. — Würtiemb erg. Stuttgart. Befinden des Kö— nigs. — Neue Bekleidung der Infanterie. — Hannover. Hannover. Jahres Bericht über den Unterstützungs-Fonds der deutschen Legion. — Baden. Karlsruhe. Verhandlungen ber zweiten Kammer, * Kur- hessen. Marburg. Prof. E. Creuzer 4. — Grh. Hessen. Darm⸗ stadt. Finanz-Minister von Kopp 4. — Holstein- Lauenburg. . Elbschifffahrt. — Freie Städte. Hamburg. Schiff⸗ ahrt.
Frankreich. Pagirs- Kam mer. Debatte über Marine⸗-Gegenstände. — De putirien Kamm er. Motivirung der geheimen Fonds. — Patent= geseß-Distussion. — Pals. Berichtigendes über das Militair Rom— plott, — Briefe aus Paris. (Die legitimistischen Deputirten wieder er⸗ wählt; Kammer-Arbeilen. — Bas en deckte Millitair⸗Komplott soll einen bonapartistischen Charafter haben; die geheimen Fonds; die legitimistischen Deꝑutirten; Ueberschwemmungen.)
Großbritanien und Irland. London. Hosnachricht. — O'Con⸗ nell's Anhang in England. — Adresse an das irländische Volt.
Schweden. Stockholm. Besinden des Königs und des Erbprinzen. — Vertrag mit Belgien zur Auslieferung von Verbrechern.
Griechenland. Schreiben aus Mün chen. (Graf von Rechberg; die neueste Post aus Athen.)
Aegypten. Kahira. Hemmungen des Handels in Ober⸗Aegopten. — Professor Lepsius. .
Handels- und Börsen⸗Nachrichten. Berlin. Börse. — Stettin. Bevorstehende Wiedereröffnung der Schifffahrt. — Magdeburg, Ham⸗ burg und St. Petersburg. Marktberscht. — Triest. Unterhandlun⸗ gen wegen des See⸗Verkehrs mit der Türkei. — Paris. Börse.
Königsstädtisches Theater. Zur Kunst⸗Archäologie.
Beilage.
Gtalienische Oper: Mercadante's, Schwur ) —
Amtlicher Theil. Se. Majestät der König haben Allerguädigst geruht: . Den Geheimen Ober-Justiz- und Revistons⸗-Rath Dr. Simon
zum Wirklichen Geheimen Ober-Justiz-Rath, und den Geheimen Justiz-Rath Ern st zum Geheimen Ober-Justiz Rath zu ernennen.
. Abger eist: Der General⸗Major und Juspecteur der Aten Ar⸗ tillerie⸗Inspertiön, von Scharnhorst, nach Koblenz.
—
Uichtamtlicher Theil.
In land.
Berlin, 10. März. Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruhet, dem Gefteiten Moll, vom Stamm des 1sten Bataillons (lsten Berlin. 20sten Landwehr⸗-Regiments, die Anlegung der ihm verliehenen Königl. niederländischen Kriegs-Medaille zu'gestatten.
Berlin, 9. März.
z. Das heute ausgegebene Militair⸗ Wochen blatt enthält eine Verordnung des Kriegs⸗Ministeriums, welche verschiedene, von Sr. Majestät dem Könige getroffene Be= stimmungen in Bezug auf die Tracht des Regiments Garde du Corps und des Garde⸗Kürassier⸗Regiments bekannt macht.
Unter den Personal⸗Veränderungen in der Armee, die angezeigt werden, sinden sich folgende: du Moulin, General-Lieutenant a. D., der Charakter als General der Infanterie beigelegt. Dr. Wolff, Regiments-Arzt vom Kadettenhause zu Berlin, der Ti=
Preußische Zeitung.
Alle Post - Anstalten des In und Auslandes nehmen Sestellung auf dieses Glatt an, sür Serlin die Expedition der Alig. Preuss. Zeitung: Friedrichsstrasse Ur. 72.
Berlin, Montag den 11 een
tel und die Uniform eines General-Arztes mit Majors ⸗Rang verliehen. von Röhl, Masor der Garde- Artillerie Brigade, zum interimistischen Brigadier der ten Artillerie- Brigade ernannt. Kitscher, Hauptmann der Isten Artillerie Brigade, zum Major und Iten Stabs-Offizier; Grapow, Oberst⸗Lieutenant der 2ten Artillerie— Brigade, der Brigade aggregirt und zum beständigen Mitgliede der Artillerie⸗ Prüfungs- Kommission und der Prüfungs⸗Kommission für Artillerie⸗Premier-Lieutenanis ernannt; Pommerenicke, Hauptmann derselben Brigade, zum Major und ten Stabs⸗Offizier ernannt; Lademann, Hauptmann der 4ten Brigade, zum Major und Ften Stabs⸗Offizier ernannt; Mente, Hauptmann der 5ten Brigade, als Major und ster Stabs⸗-Offizier zur Iten Artillerie⸗Brigade versetzt; Igel, Major der 6ten Artillerie Brigade, als aggregirt zur Sten Artillerie- Brigade versetzt und zum Commandeur der Festungs⸗Re⸗ serve⸗Artillerie Compagnie in Luremburg ernannt. Vog ell, Haupt⸗ mann und Artillerie- Sffizier des Platzes Erfurt, als Major und Ster Stabs⸗Offizier in die Hte Brigade versetz:. von Röhl, Hauptmann der Sten Artillerie⸗Brigade und Artillerie⸗Offizier des Platzes Köln, als Major und ster Stabs-Ofsizier einrangirt., Encke, Major der⸗ selben Brigade, zum interimistischen Brigadier der ersten Artillerie⸗ Brigade ernannt. Siebrandt, Intendantur⸗Rath beim 5ten Armee⸗ Corps, mit Pension in den Ruhestand versetzt.
Breslau, 6. März. (Schl. Z.) In der heutigen Stabtver⸗ ardneten⸗Versammlung wurde der Platz destimmt, auf welchem das Denkmal Friedrich's des Großen errichtet werden soll. Dem wieder⸗ holten Antrage des Magistrats gemäß und gestützt auf das Gutach⸗ ten des Herrn Professor Kiß, beschloß die Stadtverordneten⸗Versamm⸗ lung, daß die Reiter-Statue Friedrich's in der Mitte des Parade⸗ platzes, ziemlich da, wo jetzt die große Waage befindlich ist, aufge⸗ stellt und letztere weiter nach der Kiemerzeile hin, wo früher die 5 genannten Mehlbuden standen, versetzt werden solie.
Oletz ko, 25. Febr. (K. A. Z.) Nach vorangegangener Be⸗ kanntmachung durch das litthauische Intelligenzblatt fand hier am 23. Februar die General-Versammlung der litthauisch⸗ ökonomischen Gesellschaft statt. Des übeln Weges und des ungestümen Wetters wegen konnte dieselbe nicht so zahlreich, als man erwartet hatte, besucht werden; indessen hatten sich doch gegen 50 Mitglieder, theils aus Litthauen, theils aus Masuren eingefunden. Nachdem die Ver⸗ sammlung durch einen Vortrag des Hauptvorstehers, Grafen v. Keyser⸗ ling Rantenhurg, eröffnet war, der Sekretair der Gesellschaft, Pfarrer Albrecht in Nemmersdorff, den Bericht über das Wirken des Rereins seit der letzten General-Versammlung vorgetragen hatte, und einige zwanzig neue Mitglieder aufgenommen waren, wurde über mehrere landwirthschaftliche Gegenstände debattirt und unter Anderem beschlossen: 1). Dahin zu wirken, daß der Hopfenbau sich baldigst hier so gestalte, daß das Ausland nicht ferner in Konkurrenz treten könne. 2) In jedem der masurischen Landraths Kreise mindestens zwei Bauer⸗Muster⸗ wirthschaften einzurichten. 3) Durch das Landes ⸗Oekonomie⸗Kolle⸗ gium dahin zu wirken, daß das Provocations⸗ Recht der Separanten, in Folge des letzten Allerhöchsten Landtags- Abschiedes, erweitert werde, indem Labon hauptsachlich das Gedeihen den fleinen ländlichen Besitzungen abhängt. ) Mindestens alle zwei Jahre eine General⸗ Versamnilung der litthauisch⸗ ökonomischen Gesellschaft hierselbst zu halten. 6) Eine neu erfundene portative Dreschmaschine entweder für Rechnung der Vereinskasse oder auf Actien zu beschaffen u. a. m.
Ausland. Deutsche Bundesstaaten.
Sach sen. . 8. März. Großes Aufsehen, ja man kann fast sagen, eine allgemeine Bewegung der Gemüther erregt hier eine Maßregel, welche allerdings tief in das lirchliche Leben der hiesigen protestantischen Gemeinde eingreift, nämlich die von dem Superin⸗ tendenten Dr. Großmann unter Zustinimung der Mehrheit der Stadtgeistlichen angeordnete Wiedereinführung des alten apostolischen
m d
* — —— — —— t e .
Königsstädtisches Theater.
Italienische Sper: Mercadante's „Schwur“.
Unter den lebenden italienischen Komponisten genießt der stomponist von „Claudio und Elise“, Saverio Mercadante, eines europäi- schen Rufes. Seine lieblichen Arien erklingen in den Konzerten zu Neapel wie zu St. Petersburg, zu Lissabon wie zu Berlin, zu Paris wie zu Lon⸗ don. Seinen Opern hat es nicht so, wie denen Belliniss und Don izetti's, gelingen wollen, allgemeinen Eingang zu finden, obwohl er dem Ersteren an elegischer Milde ünd dem Anderen an Melodieen⸗Reichthum wenig nach⸗ steht: hinsichtlich der Erfindungsgabe und Phantasie muß er jedoch hinter Beide zurücktreten, und da er mit fast allen jetzigen italienischen Kompo- nisten das Loʒos theilt, auf elende, schwung⸗ und mitunter sinnlose Texte angewiesen zu sein, so läßt es sich erklären, warum seine Muse nicht über⸗ all zum Durchbruch lommt und von der donizettischen überflügelt wird.
Diese italienischen Librettisten nehmen sich den ersten besten (in der Regel französischen) Roman und schreiben ihn seenisch so um, daß musika— lische Momente hervortreten, ohne jedoch irgendwie dabei darauf zu achten, daß auch der Poesie ihre Rechte verbleiben: jede Oper aber, worin Musit und Dichtkunst nicht Hand in Hand gehen, ist und bleibt nur ein Halbwerk. Wer wäre im Stande, den Text zur „Straniera“ (nach einem d Arlincourt⸗ schen Roman), zur „Beatrice di Fenda'“ u. s. w. zu genießen? Auch
ercadante hat zujüngst Unglück mit seinen Libretten gehabt, und seine Oper „Die Räuber“ (I Bravih scheiterte an dem Süjet. Mit seiner neue⸗ sten dreiaftigen Oper „M Giuramento' (eine freie deutsche Uebertragung derselben hat Emilie Seidel geliesert, welche am gien d. von unserer italienischen Gesellschaft zum erstenmal gegeben wurde, ist es ihm in dieser Beziehung nicht besser gegangen. Abermals ein farblos graues Rachtge— mälde von Eisersucht, Ehebruch, Nach und Mord. Die Handlung splelt im vierzehnten Jahrhundert auf Sieilien, zur Zeit der Städtefehden zwischen Syrakus und Agrigent. Zu Syrakus halt sich eine fremde Dame; Elaisa (Sgrg. Malvanh , auf, die ein Wunder von Anmath ist und von dem, mit Bianca (Sgra. Bendini) vermählten Beherrscher von Syrakus, Man⸗
Stell a), der sich, unter der Angabe, er sei Elaisens Bruder, in der Um⸗ gebung derselben befindet. Zehn Jahre vor dem Eintritte der Katastrophe, die in dem Libretto geschildert wird, war Elaisa' Vater in einer Fehde ge⸗ fangen worden und n den Tod erleiden; auf die Bitten derselben wurde die junge Tochter des Herzoglichen Siegers feine Erretterin, und Elaisa hatte dieser aus Dankbarkeit den Schwur gethan, ihr einst hierfür erkennt⸗ lich zu werden, und ihr deß zum Unterpfand ein mit ihrem Namen versehenes Amulett geschenkt. Diese Erretterin ist aber Niemand anders, als Manfredo's Gattin Bianca, welche diesen nicht leiden mag, dagegen mit dem von Elaisen geliebten Viscardo ein geheimes Herzensver⸗ ständniß unterhält. (Die sechste Scene des ersten Alis, worin daͤs Ver—= hältniß zwischen Viscardo und Bianca in seinen Motiven dargestellt ist, blieb bei der Aufführung weg.) Beide werden bei einem Rendezvous in Bianca's Gemach durch die Verrätherei des gräflichen Geheimschreibers von der eifersüchtigen Elaisa überrascht, und diese ist im besten Zuge, Beide zu verderben, als ihr Biancg das Amulett zeigt und sich ihr als ihre vorma⸗ lige Retterin darstellt. Ihres Schwurs gedenkend, unterdrückt Elaise die Regungen der Wuth und befreit die Liebenden durch eine Rot lüge von den Zorn-⸗Ausbrüchen Manfredo's, der sich ebenfalls zu dem Stelldichein eingefunden. Unterdessen ist Krieg gewesen, Mann und Liebhaber sind hin⸗ ausgezogen und der tückische Selretarius ist in dem Kampfe mit den Agri⸗ entinern gefallen. Bei der Heimkehr vernimmt Vis cardo, Bianca sei gestor⸗ en,. Lamento, Grabgeläute, Nänlen. Die . lebt indeß noch, ist blos in ein Grabgewölbe eingeschlosen, und soll erst noch von Manfredo, der hinter ihre Liebesschliche gerathen . in die andere Welt eschafft wer- den. Er ersieht Elaisen zu dem . seiner Gemahlin 3 beizubrin-⸗ n Diese aber denkt abermals ihres Schwures und rettet Biancen, indem se ihr, der neuen Julig, als zweiter Bruder , statt Giftes einen Schlastrunk beibringt. Vis cardo erfährt nun, seine Geliebte sei unter Elaisa's BVeißülse gemordet worden, und sticht diefe aus Boshesn in demselben Ge⸗ hach tod; worin Bianca im Scheintode liegt. rade als Elaisa das Messer in der Brust hat, erwacht Bianca, Viscardo erfährt den Zusammen hang, und ist natürlich außer sich, eine Unschuldige erdolcht zu haben, . aber führt ihre Großmuths⸗Rolle noch weiter aug, und legt sterbend die
fredo (Sgr. Capitini) . alich geliebt wirb. Sie liebt dagegen einen armen verbannten Edelmann aus Benevent, Namens Vis caldo (Sgr.
Hände Bianca's und Vigcardo'g zusammen. Was Signor Manfredo zu dieser Copulation seiner Frau mit einem hebt. her * n n '.
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März
1844.
Glaubensbekenntnisses an die Stelle des seit 40 Jahren hier in Geltung bestehenden, von dem Super. Dr. Rosenmüller herrührenden, welches eine der neueren Zeitbildung angepaßte Umschreibung des lutherischen Textes jenes Bekenntnisses enthält. Allerdings besteht dies moderne Bekenntniß eben nur hier, und auch nur bah der Confirmation, während überall sonst im Lande und auch hier in den Schulen das alte Bekenntniß angewendet wird; auch geschah die damalige Neuerung lediglich auf Anordnung des Superintendenten Rosenmüller, ohne Mitwirken der höheren geistlichen Behörde. Aus diesem Grunde mochte der jetzige Superintendent, Dr. Großmann, sich für berechtigt halten, ebenfalls auf eigene Hand das alte Bekenntniß, welches über⸗ dies das ursprüngliche und in der Grundverfassung der ,,,, Kirche begründete, auch, wie bemerkt, im ganzen Lande übliche ist, wieder herzustellen, und er fand sich dies zu thun veranlaßt durch die Anträge einer Anzahl von Lehrern der Bürgerschule, welche die Unzwecmäßig⸗ keit des bestehenden Widerspruchs zwischen der in der Schule gebräuch⸗ lichen und der bei der Confirmation in Anwendung kommenden Glaubensformel vorstellten. Die von Großmann zu Rathe gezogene Kon⸗ erenz der hiesigen Geistlichen stimmte ihm mit 11 gegen 2 Stimmen bei. Allein in der Stadt erregte dieser Schritt die außerordentlichste Sensation. Man erblickte darin einen Rückschritt in kirchlichen Dingen und fürch⸗ tete, daß diesem ersten noch anbere nachfolgen möchten; man fand es unrecht, ein Bekenntniß, an welches man sich seit 40 Jahren ge⸗ wöhnt, welches die Aeltern und Großältern ber jetzigen Konsirman⸗ den abgelegt, plötzlich wieder durch ein anderes zu verdrängen, wel⸗ ches, wenn auch historisch das ursprüngliche und insofern berechtigtere, doch mit unserer Zeitbildung weniger in Einklang stehe und sogar unverständlich sei; man bestritt das Recht der Geistlichen, eine so wichtige Veränderung allein ohne Befragen der höchsten Kirchen⸗Be⸗ hörden anzuordnen, da doch das Rosenmüllersche Bekenntniß, wenn auch vielleicht auf gleich einseitige Weise eingeführt, doch durch ein vier- zigfähriges Bestehen eine gewisse Berechtigung erlangt habe und nicht allein von den obersten Kirchen⸗Behörden, sondern auch von den Nach⸗ folgern Nosenmüller's, Tzschirner und Großmann, bisher niemals an- gefochten worden sei. Biese Ansichten machten sich auch in öffent⸗ lichen Blättern geliend, wogegen aber von der anderen Seite eben falls öffentliche Vertheidigungen der beschlossenen Maßregel erfolgten, zuletzt in einer Erklärung von Großmann selbst, worin er aus ühr⸗ lich die Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Näthlichkeit seiner An⸗ ordnung zu begründen verfuchte. Endlich kam die Sache auch vor das Kollegium der Stadtverordneten, in Folge eines Antrags, den eines der Mitglieder dieses Kollegiums gestellt hatte, des Inhalts, der Stadt-⸗Rath möge geeignete Maßregeln zur Beruhigung der entstandenen Aufre⸗ gung ergreifen und das Bestehende in Schutz nehmen. Am vergan⸗ genen Donnerstage fand darüber eine außerordentliche Berathung statt, unter einem unglaublichen Andrange von Zuhörern, so daß diese nicht allein die Tribünen des Sitzungs- Lokals füll fen, sondern sogar in den Saal selbst eingelassen werden mußten. Die Berathung war nur kurz, da Niemand zur Vertheidigung der Maßregel das Wort ergriff, sondern nur 4 oder 5 Redner gegen bieselbe sprachen. Mt Ausnahme einer einzigen Stimme beschloß das Kollegium, dem Antrage Folge zu geben und dem Antragsteller den Dank des Kollegiums für Knreè= gung dieser Sache auszusprechen. Was nun weiter in dieser Ange⸗ legenheit geschehen wird, weiß man noch nicht; jedenfalls wird sie nun zur Kenntnißnahme und Entscheidung des Kultus-Ministeriums gelan⸗ gen; was aber dieses beschließen werde, darüber herrschen verschledene Meinungen. .
U hier unlängst verstorbene fürstlich reußische Regierungs⸗ und Konsistorial⸗Rath Buddeus, bekannt als Schriftsteller, namentlich durch seine geschätzte Monographie „über die Verantwortlichkeit der Minister in constitutionellen Monarchieen“ und die Herausgabe des „deutschen Staats⸗Archivs“, von dem zu befürchten steht, es werde mit dem Tode seines Begründers ebenfalls eingehen, war auch in den Kreisen öffentlicher bürgerlicher Wirksamkeit auf verdiente und ehrenvolle Weise thätig. Nach Aufgebung seines amtlichen Postens in Gera, in Folge der Ereignisse von 18365, in Leipzig eingebürgert, ward er hier sehr bald durch das Vertrauen der Bürger zum Stadtverordneten, durch das Vertrauen des Kollegiums zum Vorsteher desselben erwählt, wel⸗
ches Amt er fünf Jahre lang mit unermüdlichem Eifer und einer
wird, ist zu sagen vergessen worden, da er mit dem Schluß des zweiten Akts aus der Handlung verschwindei.
Die Musik, wodurch Mercadante diesem thönernen Drama Leben und Seele einzuhauchen suchte, verdient, im Allgemeinen genommen, Lob und Anerkennung. Das Meiste ist gut, Manches schön, Einiges vortrefflich. Letzteres Prädikat verdient insbesondere im Duett des zweiten Akts zwischen Elaise und Bianca die Stelle „Dolce consorto al misero'“, worin Sopran und Alt sehr rührend zusammenfließen, um den von Gott dem Unglück chen , „Trost in Thränen“ zu malen. Hier ist keine erkünstelte Weiner ichkeit, sondern ein schönes tiefes Gefühl spricht das Heiz an. lieberhaupt nähert sich die Musik dieser Oper, was Gefühl Aussprache betrifft, ö . mehr dem Charakter der Deutschen, und wenn die Italiener in die fer tung, in der Verschmelzung des melodisch Süßen mit dem charakteristisch Wahren, weiter vorangingen, würde die Welt den Ruhm ihrer Komponisten allseitig anerkennen müssen, während man ihnen jetzt nur das ein seilige Verdienst zugestehen darß, schöne Momente zu haben, melodieenreich zu e und dem Ohre Annehmlichkeiten zu bereiten.
Eine Ouvertüre hat „der Schwur“ nicht; ein Mangel, den wir bella⸗ gen müssen, da er allgemein einzureißen droht. Mercadante dürfte eben so wenig wie Bellini die Ersindungsgabe besitzen, welche zur Conceptien einer selbstständigen, den Charalter elner Oper in großartigen Umrissen an= deutenden Symphonie erforderlich ist; Donizetti schreibt zwar Ouvertüren, sie sind aber fast durchgängig werthlos. Die Italiener scheinen die Bever der freien Instrumentasmusik noch gar nicht recht zu würdigen; was freili auch noch bei uns hin und wieder der Fall ist. .
In die Introduction und das Fingle des ersten Alis hat Mere wie das jeßt bei den südlichen Komponisten Mode wird, ne eine verwebt, die vom . aus die Wirkung verstärken soll. In dem tent diefes Ang zwi 4 Elaisa, Viscardo, Manfredo und B den Pelion auf den Ossa, um den Olymp zu lürmen m unter Zuziehung des Chors zu erreichen; uin auf
muß man von den leichten Schwingen der Begei selbst die Kräfte der Giganten haben den Musenber nommen. Der weibliche ö . .
hübsches Flötenritornell eingeleitet, ist eine geschm niedlichen, gleich dem Sonett aut. vierzehn Jeile