ĩ ĩ ieri der „w. und fügt hinzu: „Man ist begierig, ob 2 — —— 3 . in der amtlichen Gaceta ohne il ation vorübergehen lal
wie dern, daß weder in der Gace
en wird.“ Es genüge, darauf zu er⸗ ta vom 5ten d. M., 24 in . ; mmer bie angegebenen Worte oder irgend eine der⸗ 1 — h vorfinden. Ich habe neulich einige Bemerkun⸗ — gi den Einfluß mitgetheilt, den der vormalige englische Ge- eg bei Gelegenheit des Soldaten Aufstandes
andte, Lort Clarfnden, und dabei auf die für den Druck be⸗
ja geltend machte, : 1 . des Marquis von Miraflores verwiesen. Jetzt
ᷣ em . ö . — Stand geseßzt, aus diesen selbst folgende nähere Üm⸗ stande zu entlehnen, die auf der Aussage von Augenzeugen beruhen.
achdem die Schrist mitgetheilt worden ist, in welcher die Sol; daten verlangten, die Königin⸗Regentin solle die Constitution von 1812 beschwören laͤssen, erzählt der Verfasser Folgendes:
„Ehe sich die Regentin diesen neuen Zumuthungen unterwarf, wollte sie den englischen Gesandten, Herrn Villiers (jetzt Grafen von Clarendon) und den französischen Agenten, Herrn Bois le Comte, aubören, denn der Botschafter, Graf von Rayneval, war gefährlich frank. Diese Diplomaten waren der Ansicht, „„daß, wenn die Köni— gin⸗ Regentin die freie Auswahl hätte, sich den Zumuthungen einer brutalen Soldateska zu unterwerfen oder die Abdankung ihrer Toch⸗ ter zu unterschreiben, sie diese eher auf würdige Weise vom Throne steigen lassen als zugeben müßte, daß dieser Thron selbst mit Schmach und Blut befleckt würde. Da es sich aber um, die Annahme der Constitution oder den Tod der verwittweten Königin und deren Töch⸗ ter handle (wie die Diplomaten irrigerweise annahme), so könne die Wahl nicht zweifelhaft sein, zumal da selbst die Ermordung der drei Fürstinnen die Wiederherstellung der Constitution nicht verhindern könnte, die als der Wahlspruch der mit solcher Unbändigkeit aufgetre⸗ tenen Partei aufgestellt worden wäre. Da die Königin in Berück⸗ sichtigung dieser Umstände nun einmal die Wirksamkeit der Constitu⸗ tion wiederhergestellt habe, so müsse sie sich auch in alle Folgen die⸗ ses ersten Schrittes fügen und das, was die Aufrührer zu dessen Vervollständigung für nöthig hielten, genehmigen.““ Die beiden Diplomaten behaupteten vor Allem, daß ein mehr oder weniger kräf⸗ tiger Widerstand von Seiten der Regentin die Rebellen zu Unge— bührlichkeiten von größerer oder geringerer Bedeutung verleiten würde, in deren Folge Frankreich und England sich genöthigt sehen dürften, Spanien ihren Beistand zu entziehen, wodurch dann die Kräfte der Karlisten vermehrt und die Wahrschein⸗ lichkeit des definitiven Triumphes der Sache der Königin vermindert werden würden. So viel sich nun auch gegen die Richtigkeit dieser Bemerkungen und selbst gegen die Form, in welcher sie unter so ge⸗— wichtigen Umständen vorgetragen wurden, hätte einwenden lassen, so mußte sich doch die alles einheimischen Beistandes beraubte Königin— Regentin den Rathschlägen der beiden Ausländer fügen, und sie be⸗ schloß, daß der Minister Vigo nach Madrid zurückkehren solle, um dort die Constitution beschwören zu lassen.“
Auch der General-Lieutenant Llauder, Marquis von Valle de Rivas, der als General-Capitain von Catalonien zur Zeit des Ab— sterbens Ferdinand's VII. einen großen Einfluß auf die Umgestaltung der inneren Verhältnisse Spaniens ausübte und als Kriegs⸗-Minister im Januar 1835 den Aufstand des Lieutenant Cardero im Posthause von Madrid erlebte, hat so eben seine Denkwürdigkeiten durch den Druck veröffentlicht.
Der Infant Don Henrique, zweiter Sohn des Infanten Don Francisco de Paula, befindet sich seit einigen Tagen hier an der Seite seines Vaters. Diesem jungen Prinzen werden Talente und eine gewisse Entschiedenheit des Charakters zugeschrieben. Er hat sich seinem Chef, dem Marine-Minister, so wie auch dem Minister-Präsi= denten, vorgestellt und dringend gebeten, ihn an jeden Punkt zu schicken, auf welchem innere oder auswärtige Feinde der Ruhe seines Vaterlandes zu bekämpfen wären. Man darf annehmen, daß die so⸗ genannten Progressisten nunmehr jede Aussicht verloren haben, durch den Beistand der Familie des Infanten Don Francisco wieder zur Gewalt zu gelangen.
Der Justiz⸗Minister ist mit dem Secretair des Minister-Rathes, Herrn Bermudez de Castro, vorgestern von hier nach Valencia abge⸗ gangen, um der Königin Marie Christine dort ein Schreiben ihrer erlauchten Tochter, der regierenden Königin, zu überreichen. Auch eine Deputation des Senats hat sich dorthin begeben, an deren Spitze der Präsident desselben, Herr Onis, steht, einer von den Männern, die sich der September⸗Revulotion von 1840 am eifrigsten anschlossen.
Am 25sten langten bei Alicante 14 Barken von Valencia an, welche den Belagerern 3 24 pfündige und 9 16pfündige Kanonen, 8 Mörser und 4 Haubitzen, 2400 Bomben, 6000 Kanonenkugeln und 212 Artilleristen überbrachten. Im Ganzen sind 36 schwere Geschütze gegen den Platz aufgestellt. Boné hat sich mit den Lebensmitteln in das Kastell eingeschlossen.
Präsident der rebellischen Junta von Cartagena ist der Bri⸗ gadier Santa Cruz, ein Vetter der Gemahlin Espartero's. 12,000 Mann, von denen die Mehrzahl National⸗Milizen, blokiren den Platz, gegen den schweres Geschütz unwirksam sein dürfte. Am 23sten er⸗ schienen eine englische Fregatte und eine französische Kriegsbrigg auf der dortigen Rhede. Am selben Tage machten 400 Rebellen einen Ausfall, wurden jedoch durch den General Concha zurückgetrieben.
Die Regierung hat die Nachricht erhalten, daß man in Biscaya und Navarra eine Verschwörung entdeckte, welche einen Aufstand zu Gunsten des Don Carlos bezielte. Zwei Geistliche, bei denen man Waffen vorfand, und ein Major, der unter Don Carlos gedient hatte, wurden in Bilbao verhaftet. Die Absicht war, die Truppen der Kö⸗ nigin auf jenen Punkt zu ziehen, während der eigentliche Schlag in anderen Gegenden ausgeführt werden sollte. Der General-Capitain der baskischen Provinzen, General Amor, ging am 2bsten mit einiger Kavallerie von Vitoria nach Bilbao ab.
Die karlistische Faction im Maestrazgo (Provinz Castellon de la Plana) unter Cova, Groc, Espin und Santa Maria, beläuft sich jetzt auf 250 bis 300 Mann, die jedoch gegenwärtig von den Trup⸗ pen der Königin hart verfolgt werden.
Die Rebellen von Alicante tragen einen Strick von Esparto im Knopfloch, um ihre Anhänglichkeit an Espartero zu erkennen zu geben.
Der hiesige dänische Geschäftsträger, Herr Dal Borgo di 6
. e. * e er des griechischen Ordens vom Er⸗
und sein Privat⸗Secretai ĩ
eig , ecretair das Ritterkreuz desselben Ordens
ren & n, n, Boischafter, Graf Bresson, ist von seiner schwe⸗
Vru ELit, die in einem gastrischen Fieber bestand, an das sich
r. erden knü ö e da elsten vollkommen wiederhergestellt. Auch Herr
r Veri
des porenetk'ßcözs März. Die neueste Nummer des are — Verschwoʒ Lunz , Mittheilungen über die in Win. ** ersten e baer den Larumbe und Zoloaga sind nach
e baben den Befey 6 2 eder in Freiheit gesetzt worden, aber raya auf der Stelle zu den ihren Wohnort und die Provinz Bis⸗ herrschenden „Ausnahme er, w achtstreich, der . den Gesangenen werden fortwo rend in 3 I wird. Die übrigen
engsten Haft gehalten, und
es sind überdies mehrere neue Verhaftungen vorgenommen, die vor⸗ zugsweise ehemalige karlistische Offiziere getroffen haben. die Masse der Bevölkerung von Biscaya si Provinz ruhig verhält, so heißt es doch, daß die Militair-Behörde Truppen⸗Verstärkungen verlangt hat. Der General⸗Kommandant von Bilbao hat überdies die allgemeine Ablieferung aller im Besitz der Bürger von Biscaya befindlichen Waffen befohlen. lassene Bando lautet wie folgt:
nung um jeden Preis aufrecht zu erhalten, in Anbetracht der Schwierigkeit der Umstände, in Anbetracht der Mittel, welche die Feinde des Thrones und der Verfassung anwenden, um Unruhen zu stiften und den Frieden und das Wohlsein des Volkes zu stören, in Anbetracht der mir von dem Herrin Ge— neral-Capitain gegebenen Vollmachten und im Einverständniß mit der oberen politischen Behörde verordne ich, was folgt:
zen Provinz dazu, sich alle Gewehre, Flinten, Büchsen, Pistolen, Säbel und dergleichen ohne Ausnahme abliefern zu lassen.
Stunden nach der Veröffentlichung dieses Bando abliefern, und wenn die Alkalden bei den Haussuchungen, die sie mit der größten Sorgfalt anzustel⸗ len haben, bei irgend Jemanden, weß Standes und Ranges er auch sei, verheimlichte Waffen antreffen, so werden die Schuldigen und seine Mit— schuldigen von einem permanenten Kriegsgerichte verurtheilt.
Verzeichniß begleitet, nach der Provinzial-Hauptstadt abgeliefert, um von hier aus ihren Eigenthümern zur geeigneten Zeit zurückgegeben zu werden.“
die Bevölkerung erlassen und in Guipuzcoa werden die darin vor⸗ geschriebenen Haussuchungen mit großer Strenge ausgeführt.
lesen wir in den bayonner Blättern die nachstehenden Einzelnheiten. dem sie um sechs Uhr in der Haupikirche die Messe gehört hatte.
auch bei ihrer Abreise. Gränzorte Perthus an, wo der General Castellane sie seit einer Stunde erwartete, um sich bei ihr zu beurlauben. in einem Angesichts der Gränze der beiden Länder liegenden Wirths⸗ hause ab, um einige Augenblicke auszuruhen. nen eine halbe Schwadron des Reiter-Regiments Villaviciosa und vier Compagnieen des Infanterie⸗Regiments de la Constitucion auf dem äußersten Rande des spanischen Gebiets.
436
Obgleich ch auf allen Punkten der
Der deshalb er⸗
„In Anbetracht der gebieterischen Nothwendigkeit, die öffentliche Ord—
Art. 1. Die Alkalden und Richter schreiten unverzüglich in der gan— Art. 2. Wenn die Inhaber von Waffen dieselben nicht binnen 24
Art. 3. Die abgelieferten Waffen werden, von einem ausführlichen
Bilbao, am 26. Februar 1844. Gez. Urbistondo.
In den anderen baskischen Provinzen sind ähnliche Befehle an
Ueber den Einzug der Königin Christine in das spanische Gebiet Die Königin brach um halb acht Uhr von Perpignan auf, nach—
Der Donner der Kanonen, mit dem sie empfangen war, begleitete sie Um zehn Uhr kam sie in dem französischen
Die Königin trat
Gegen 11 Uhr erschie—
Ein heftiger Sturm, wel⸗ cher den Uebergang über die Gränzbrücke gefährlich machte, ver⸗ hinderte die Königin, bis nach zwei Uhr ihre Reise fortzusetzen. Die Königin befahl endlich, anzuspannen, obgleich der Wind noch im⸗ mer so stark war, daß er einen französischen Artillerie⸗Lieutenant mit seinem Pferde umriß, und daß der General Castellane selbst mehr⸗ mals auf dem Punkte war, von seinem Pferde gestürzt zu werden. Französische Truppen bildeten Spalier von Perthus bis an die Gränze, welche die Königin kurz nach 3 Uhr überschritt. Das Geschütz des Forts Bellegarde und eine hart an der Straße aufgepflanzte Batterie begrüßten ihre Ankunft auf spanischem Boden. Der General de Meer, an der Spitze der spanischen Behörden, hielt zwanzig Schritte jen— seits der Gränze eine Anrede an die Königin, welche nach einer sehr huldvollen Antwort ihren Weg nach Figueras fortsetzte. Der Sturm scheint der Feierlichkeit dieser Empfangs⸗-Ceremonie einen ziemlich star⸗ ken Eintrag gethan zu haben.
Griechenland.
O München, 5. März. Wie schon gestern erwähnt, lassen unsere neuesten Briefe aus Athen gerade über einige der wichtigsten Tagesfragen noch immer die wünschenswerthen Aufhellungen vermissen. Weder lesen wir Genaues über die Stellung, in welcher sich neuer⸗ dings Maurokordatos, Kolettis und Metaxas gegenüberstanden, noch erhalten wir Nachweise über die Gründe, aus denen in der Be⸗ mühung des Letzteren für die Bildung eines neuen Ministeriums, oder für die völlige Umgestaltung des alten in seinem Sinne, ein plötzlicher Stillstand eingetreten zu sein scheint. In einem Brief von ehren⸗— werther Hand wird zwar darauf hingewiesen, daß in diesem Augen⸗ blicke in Athen jede Stellung eine blos provisorische sei, und daß vor dem Ende des letzten Kampfes zwischen den Autoch⸗ thonen und Heterotochthonen in diesem Zustande auch keine Aenderung eintreten könne; aber sollte nicht Alles aufgeboten werden, dem Ausbruche eben dieses letzten Kampfes irgendwie vorzubeugen? Froh ihres vermeintlichen Triumphes, vielleicht auch über das Cent⸗ nergewicht der Folgen ihres Beschlusses selbst erschrocken, legen die Autochthonen die Hände gleichsam in den Schoß, ja sie haben in der National-Versammlung und im Staats⸗Rathe seit der Annahme des Fremden⸗Ediktes Alles vermieden, was einer Herausforderung oder weiteren Kränkung der Heterotochthonen nur einigermaßen gleichsehen könnte. Dagegen schaaren sich die Heterotochthonen in dichtester Phalanx um den Thron, und lassen kein Mittel unversucht, welches ihnen als geeignet erscheint, den König von der Unvermeidlichkeit und Unerläßlichkeit der Nichtsanctionirung eben jenes Fremden⸗Ediktes zu überzeugen. Alle Briefe von Urtheilsfähigen, die wir seit gestern hier lesen konnten, finden in dieser Lage das, was gegenwärtig vorzugs⸗ weise ins Auge gefaßt werden müsse, weil darin der Zündstoff für einen neuen Brand, der Anfang zum letzten Kampf zwischen beiden Parteien liege. Daraus, daß alle Einsichtsvolleren die von dieser Seite her drohende Gefahr recht wohl erkennen, erklärt sichs auch, daß alle unsere neuesten Briefe, obschon sie keine üblen Neuigkeiten zu melden haben, gleichwohl das Gepräge der Sorge vor der Zukunft unverkennbar an sich tragen, und eben aus dieser Sorge erklärt sichs wieder, warum Niemand eine Antwort auf die doch sehr nahe liegende Frage hat, nach welcher Seite hin sich denn am Ende König Otto in seiner letzten Entscheidung wenden werde.
Briefe aus Triest, deren Inhalt heute hier bekannt geworden ist, wollen von einer Landung englischer und französischer Marine⸗Soldaten in Athen wissen. Da dieselben nicht neueren Datums sein können, als unsere direkten Nachrichten aus Athen, welche davon nichts er— wähnen, so darf man das Gerücht, welches im Falle der Bestätigung allerdings die vollste Beachtung verdienen würde, ohne Zweifel als ein voreiliges ansehen.
bereinigte Staaten von Uord-Amerina.
O New⸗Mork, 16. Febr. Der Tarif macht noch immer den wichtigsten Gegenstand der Debatten des Kongresses zu Washington aus. Die Vertheidiger der hohen Zölle bieten Alles auf, um eine Nevision des Tarifs zu verhindern, einer der letzten und eifrigsten Redner in diesem Sinne war Herr Huntingdon, der mit großer Energie, ja n, für das Schutz⸗Zollsystem sich aussprach. Ich werde ein andermal Gelegenheit haben, auf diese Verhandlungen zurückzukommen. Nicht zu leugnen ist, daß die Manufakturen im Lande sich immer mehr ausbreiten und auch in den südlichen Staaten bereits Boden zu gewinnen suchen. Eine englische Gesellschaft soll so eben einen . Landstrich von 8000 Acker in Süd⸗Carolina,
2 Meilen oberhalb er, , . am Savannahflusse, gekauft aben, um dort große Baumwoll⸗Spinnereien und Webereien zu er⸗
richten. Die Arbeiter dazu sollen aus England herbeigeholt und auf dem umliegenden Lande angesiedelt werden.
Im Senate hat man sich in den letzten Tagen vorzugsweise mit Lokalsachen beschäftigt. Aber man sieht der Eröffnung der wichtigen Debatte über die Oregon⸗-Frage schon übermorgen entgegen, Herr Allen soll sie anzuregen entschlossen sein. Oberst Merrick soll an dem— selben Tage eine Bill wegen Einführung von Reformen im Postwesen einbringen wollen. Ferner sah man im Senate der Anzeige einer Anzahl von Ernennungen von Beamten durch den Präsidenten ent gegen, nämlich von zwei Secretairen des Kabinets, drei Richtern am obersten Gerichtshofe, und zu mehreren anderen Stellen von gerinae⸗ rer Bedeutung. =
Herr Packenham, der britische Abgesandte an die Regien Vereinigten Staaten, ist am 13ten nach stürmischer Ueberfacr— der englischen Fregatte „Vestale“ hier eingetroffen. Als das Sqch Anker warf, zog es die Flagge der Vereinigten Staaten auf und be— grüßte sie mit 21 Kanonenschüssen, die aber noch am späten Ab « nicht erwiedert waren, was allgemein aufgefallen ist. Die Batter « sollen nicht darauf gerüstet gewesen sein. — In einer Stadt von Massachussets, zu Saxony, sind plötzlich eine Anzahl von Personen an einer Krankheit gestorben, die von Einigen gar für die Pest aus— gegeben wird.
Ostindien und China.
Paris, 6. März. Telegraphische Depesche. Ma! 28. Febr. (Ueber Marseille, Die Ueberlandspost aus Bombay von— 1. Februar meldet die Wegnahme von Gwalior, nach zwei Gefechten, in welchem über 1000 Mann anglo-indischer Truppen verwundet getödtet worden sind; der Verlust auf Seiten des Feindes wird 6000 Mann angegeben. Es ist mit dieser Post nichts Neues d Bedeutung aus dem Pendschab aus Sind und aus China einberichter worden.
gJandels- und BVörsen Uachrichten.
Berlin, 11. März. Die Börse eröffnete heute mit einer enormen Kauflust für sämmtliche Eisenbahn Effekten in Quittungsbogen, doch konnten sich die Course nach mehrseitigen Verkaufs⸗-Ordres nicht behaupten, son gingen fast sämmtlich zurück. — Am Schluß der Börse stellte sich wieder mehr Begehr ein, wodurch die Course sich immer noch bedeutend höher el am vorigen Posttag stellten. — Von volleingezahlten Actien waren beson— ders Stettiner sehr begehrt.
eä Frankfurt a. M., 8. März. Der Umsatz an der Börse war in dieser Woche nicht sehr belebt, und heute erfuhren von den österreichischen Fonds namentlich die beiden Lotterie⸗Anlehen wieder einen Rückgang. Ve den holländischen Effekten waren Integrale heute etwas fester, doch herrscht zu Amsterdam noch Flauheit, da es ungewiß ist, ob die erste Kammer der Generalstaaten das außerordentliche Steuergesetz annimmt, und wenn, ob es bei der allgemeinen Unzufriedenheit, die es erregt, ausgeführt werde kann. Man ist gespannt auf weitere Nachrichten aus Holland. — Neue Kauflust zeigte sich heute wieder in Taunus-Eisenbahn-Actien, die 9 377 Fl. stiegen. In den übrigen Effekten wurde wenig gethan. T Geld ist immer noch überaus flüssig.
Paris, 6. März. Es hat sich unter den Inhabern der französischen spCtgen Rente ein panischer Schrecken verbreitet. Man will wissen, die Regierung habe bei Herrn Garnier-Pages Schritte thun lassen, um ihn zu vermögen, daß er den Antrag auf Konversion dieser Rente dem Herrn Gouin, der sie früher schon auf die Bahn gebracht, überlassen solle; dabei sei zu verstehen gegeben worden, falls der Vorschlag von der Kammer einigerma— ßen günstig aufgenommen werde, dürfte die Regierung einen schon vorbe— reiteten Plan, bestehend in einer Abzahlung mittelst Verloosungen in zwan— zig Serien, jährlich vorzunehmen, je nachdem es die Umstände erlauben würden, in der nächsten Session den Kammern vorlegen.
Ber liner Börse. Den 11. März 1844.
Pr. Cour. Briet. Geld. Gem, 168 103 103
156 103
Pr. Cour. Brie. Geld.
Fon ds. Actien.
Brl. Pots. Eisenb. do. do. Prior. Obl. Mad. Lp. Eisenb. do. do. Prior. Obl. Brl. Anh. Eisenb. do. do. Prior. Obl. Düss. Elb. Bisenb. do. do. Prior. Obl. Rhein. Eisenb. do. do. Prior. Obl. do. v. Staat garant. 3 Erl. Frankf. kisb. 5 do. do. Prior. Obl. 4 Ob. -Sehles. kishb. 4 do. Lt. B. v. einge. — Gold al mare. J B. - St. E. Lt. A u. B — Friedrichsd'or. 3757 1 Magd. IIalbst. 3 41 And. Gldm. à 5 Ih. — 8 RKresl- Schweidn.- Piseonto. Hreihæ. Risank. 4 Auswärtige Börsen. Amsterdam, 7. März. Niederl. wirkl. Seh. 554. Hh Span. 2245. 395 do. 36. Pass. 6. Aust. — . Zins. 73. Sch. — Pol. —. Oesterr. 1093. 495 Russ. Ilope 91. ö Antwerpen, 6. März. Zinsl.— Neue Anl. 213. Frankfurt a. M., S. Mürz. 5b Met. 1133 G. Rank-Aetien 2003. ohne Div. p. ult. 2009. Mayr. Bank-Aetien 691 G. Ilope 9g0r G. Stiel. 90 . 1nt. 555. Poln. 300 Fl. —. do. 500 RFI. 985. do. 200 RFI. 325 G. Ila m burg, 9. März. Uauk - Aeden 1670 Rr. Kut. Russ. 1133 6. London, H. März. Cons. 39h 971. Belg. 1035. Neue Aul. 253. Pas- sive 6. Austz. Sch. 14. 2596 Ioll. 55. 55h do. 1017. Neue Port. 16 Engl. Russ. 116. Bras. 803. Chili 103. Columb. — . Mex. 34. Peru 30. Faris, 6. Mürz. 59h Rente fin eour. 124. 5h. 395 Rente siu our. 82. 3 59h Neapl. au compt. 102. h9h Span. Reute 33. Pass. 55. — Weijen, 7. März. 596 Met. 11135. 496 100. 395 7753. 23596 2 Anl. de 1834 1501. de 1839 129. Bank-Aetien 1632. Nordb. 1403. Gloggn. 1115. Mail. 1083. Livorn. 1003. Pesth. 105. . Königliche Schauspiele. ; Dienstag, 12. März. Der Freischütz, Oper in 3 Abth. Muß von C. M. von Weber. (Mad. Schröder-Devrient: Agathe,“ Gastrolle.) . . Wegen Unpäßlichkeit des Herrn Bötticher kann die Oper: T fliegende Holländer, nicht gegeben werden. . Im Konzertsaale: 15 Lorage, comädie en 2 acie, *
Laurèncin. 2) La nuit aux suflleis, vaudeville en 2 actes Dab
ar MM. Dumanoir et Denner). ; Mittwoch, 13. März. Die Insel der Liebe. Portrait der Geliebten. NRönigsstädtisches Theater Dienstag, 12. März, Gast-Vorstellung des Kinder⸗Ballets des Herrn Price in 3 Abtheilungen. Dazu: Des Schauspielers letzte Rolle. Lustspiel mit Gesang in 3 Alten, von Friedrich Kaiser. Mittwoch, 13. März. (Italienische Opern⸗Vorstellung.). Zum erstenmale wiederholt; U Giuramento. Opera in 3 Atti. Musica dei Maestro Mercadante.
— — Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen.
St. Schuld- Sch. 1003 Pr. Engl. Obl. 30. Präm Sch. d. Seeb. Kur- u. Neumärk. Sckuldvers ehr. 3 Berl. Stadt-Obl. “ Danz. do. in Th. Westpr. Pfandbr. * Gross. Pos. do. do. do. Ostpr. Pfandbr. Pomm. do. ? Kur- u. Neum. do.“ Schlesische do.
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Preuss. FP
Vorher:
Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober- Hofbuchdruckerei. Beilage
, Anhalt.
Wnlgud. Rreslau. Belobung der städtischen Verwaltung.
Deutsche Bundes staaten. Bayern. München. gi weisung der Beschwerde des Senats des heiligen Kreuz⸗Bündnisses. — Verbot der I slnahme an der Anwalte-Versammlung zu Mainz. — Guß des Bot de-Den!mals. — Regensburg. Donau⸗Dampsfschifffahrt. —
mer *übing. Barmherzige Brüder, Karmeliter und Redemptoristen. — bein . ver. Hannover. Prüfung der Zahnärzte. — Grh. Hesfen.
Di⸗ ista dt. Verbot des Einsammelns von Gaben in den Schulen. — y sen⸗Weim ar- Eisen ach. Weimar. Vortheile des Lehmbaues. —
wohenzaollern „Sigmaringen. Sigmaringen. Ueberschwem—
. . — Mangel an Geistlichen. ;
Trynnkreich. Paris. Aufenthalts-nweisung für die italienischen Flücht— Ne. — Französische Bevölkerung in Algerien. — Vermischtes. — Briefe aus Paris. (Die geheimen Fonds. — Das Neueste von den Sand⸗ wich s ⸗ Inseln.)
Großbritanien und Irland. London. Zur Armen Statistif Eng⸗ lands. — Handel der ostindischen Compagnie mit Ching.“ Vermischtes.
Syenien. Madrid. Die Bewohner Kuba's verlangen die Abschaffung des Negerhandels. f
La Plata Staaten. Schreiben aus Paris. (Weiteres über die Stel-
g der französischen Legiongirs in Montevideo.)
Handels- und Börsen-Nachrichten. Hüll. Getraitemarlt. —
2 nut. Errichtung eines Handelshauses in Syrien.
—— 2 Inland. Breslau, 7. März. (Schl. 3.) Schon früher haben wir die Genugthuung gehabt, eine Anerkennung zu veröffentlichen, welche ein hohes Ministersum unseren städtischen Behörden wegen ihres um— chtigen Verfahrens bei der finanziellen Verwaltung der Stadt zu Theil werden ließ. Es gereicht uns zur besonderen Freude, jenem Dornmente. ein anderes von dem Herrn Ober-Präsidenten, ihr, von e,. Excellenz, folgen lassen zu können, welches folgendermaßen t: ⸗ ; H, ö . ö. , — Die mihsame und vollständige Ausarbeitung der Darstellung der J erwaltungs-Verhältmisse, welche in dem mir vorgelegten Berichte gegeben mird, erkenne ich rühmlich an und zolle der sorgfästigen und umsichtigen Ju⸗ nmenstellung der in den beiden Jahren 18117. 123m Fem Kämmereswe⸗ nelanglen administrativen Ergebnisse meinen Beifall um so mehr, als Sei dem mehrfachen Zurückgehen auf frühere Verwaltungs Resultate sich er⸗ gebenden erfreulichen Thatsachen darlegen, daß die zeitherigen städtischen Behör—= den theils die ihnen zur Disposition gestellten Mittel durch eifrige Bemühungen zu ginem höheren Ertrage brachten, theils neue reiche Hülfsquellen hervorgerufen und ungegchtet des Dranges ungewöhnlicher Bedürfnisse doch den übrigen Isüllenden Verpflichtungen, ohne irgendwo in Verlegenheit zu kommen in Rücktand zu, bleiben, vollständig Genüge zu leisten wußten, wie nach Seite 32 die in den Jahren 18140, 1841 und 1812 auf den Bau ort Sordermühle verwendeten Kosten von 85,578 Rthlrn. 11 Sgr. 2 Pf. welche auf der Verwaltung schwer und fühlbar lasteten, besonders darlegen. Gewiß werden solche Ergebnisse zum willigen Ertragen der auf den contri'? butionspflichtigen Einwohnern ruhenden Abgaben ermuntern, zumal die Hossnung, daß Ermäßigung derselben mit der Zeit wohl zu erwarten, we— nigstens in Aussicht gestellt sein dürfte. Denn ein Sinfen des allgemeinen Wohlstandes kann wenigstens aus der Thatsache nicht gefolgert werden, daß die Zahl der contributionspflichtigen Bürger seit dem Jahre 1820 bis 182 a) bei einem Einkommen von 100 bis 1000 Rtihlr. von 10,645 auf nicht mehr als 11,931; b) bei einem Einkommen bis zu 200 Rihlr. von 6719 auf nicht mehr als sio gestiegen ist. Vielmehr zeigen diefe Zahlen, mit der Zahl der in beiden Jahren vorhandenen Bevölkeruͤng verglichen, gerade, die kontribualen Verhältnisse der Einwohner in diesem' langen Zeit? raume, in welchem vieles Herbe übertragen werden mußte, dessenüngeachtet Janz ungeändert geblieben sind, weil 1520 wie 1812 etwa der 7Tte bis Ste Kopf der Bevölkerung in die Kategorie der sub a bezeichneten Steuerpflich⸗ tigen traf, während in beiden Jahren ebenso der 11e — 1216 Kopf der Steuer-Kategorse sub hb zufiel.“ Breslau, den 28. Februar 1844.
Ausland.
Deutsche Bundesstaaten.
ern. München, 4. März. Das Regierungsblatt
10 enthält eine Allerhöchste Entschließung, wonach die von den Ständen des Reichs an Se. Majestät gebrachte Beschwerde des Se— nats des heil. Kreuzbündnisses zum guten Tod in München wegen angeblicher verfassungswidriger Belastung mit Konkurrenz -Beiträgen zu verschiedenen Kirchen-, Unterrichts- und Wohlthätigkeits- Zwecken zu näherer Untersuchung an den Staats-Rath gewiesen und von die— sem in der Plenar-Sitzung vom 8. Februar nicht für begründet er— kannt worden ist.
(Aschaff. Ztg.) Das Königl. Ministerium hat sich veranlaßt gefunden, die Theilnahme an der im Monat Juni d. J. zu Mainz = indenden Anwalte⸗Versammlung zur Herstellung deutscher Einheit
echt und Rechtsverfahren zu untersagen, da in Ermangelung der „höchsten Genehmigung dieser Verein nicht als ein erlaubter sich darstelle, die Theilnahme an neuen, den Verfassungs-Gesetzen unbe? tannten Organen für politische Zwecke nicht stattfinden könne, und der Verein als eine verfassungswidrige Einmischung in die Ausübung von nr dem Könige und den Ständen vorbehaltenen Rechten erscheine.
Würzb. 3.) Der Guß des nach Frankfurt bestimmten Göthe⸗ Mongmentes, welcher vorgestern in Stiglmayer's Atelier vorgenom⸗
wurde, ist sehr gelungen. Ein paar Stunden darauf starb der ler!“ Sobald in einigen Tagen die Form abgenommen werden kann, wird mit dem Ciseliren begonnen werden und schon in einigen Mongten die Statue des Dichters vollendet sein. Ein Schwager des verblichenen Stiglmayer, Ar. Müller, wird nunmehr die Leitung der artigen Gießerei erhalten.
Negensburg, im März. (R. 3.) In der an 1. März
Kst stattgefundenen General-Versammlung der bayerisch-württem'
Hen Donau⸗Dampfschifffahrts-Gesellschast wurde in Beziehung auf
eschiffung der oberen Donau der Ausschuß ermächtigt, die nöthi=
Fonds in entsprechender Größe, se nachdem die Fahrt bis Do—
oder vollends bis Ulm hergestellt werden soll, aufzubringen.
t 1843 sind in 176 Fahrten mit 4 Schiffen 19,139 Passa⸗
re und 23,36tz Centner Waaren befördert, und für erstere g6, 219
Hwulden 35 Kr, für letztere 22,22 Fl. 55 Kr., zusammen 108,572 Il. O Kr. eingenommen worden.
Straubing, 1. März. (Reg. 3.) Die barmherzigen Brüder haben vorgestern Morgens die Krankenpflege im hiesigen Kranken ause übernommen, und es wurde das Gebäude mit aller Einrichtung n diesen Orden übergeben. Gegenwärtig befinden sich hier ein ater Priester Wirthmüller) und drei Fratres, jedoch dürfte die Ge⸗ eeinschaft sich bald mehren, so wie überhaupt dem ganzen Kranken⸗ Institute eine Reform und Eiweiterung bevorsteht. Jetzt schon wird e Pflege der männlichen und weiblichen Kranken von zwei geson⸗ rten Instituten besorgt: die der ersteren von den barmherzigen rüdern, und jene der Weiber von den Elisabethinerinnen in der Alzburg. Am 2bsten fand bei den hiesigen P. P. Karmelitern bie
437, Beilage zur Allgemeinen Preuß
2 it
säus statt. — Im benachbarten Markte Geiselhöring befinden sich gegenwärtig einige Redemtoristen von 1 und halten daselbst Predigten und Exercitien. Der Zudrang der Andächtigen von allen Seiten her ist groß.
Hannover. Hannover, 7. März. (H. 3.) Nach einer Bekanntmachung des Königl. Ministeriums des Junern, die Ausübung der Zahnarzneikunst in beschränkter Maße betreffend, soll künftig Nie= mand zur Prüfung als Zahnarzt in beschränkter Maße zugelassen werden, welcher nicht durch glaubhafte Zeugnisse nachgewiesen hat, daß er 1) von einem zur Ausübung der Zahnarzneikunst in unbe— schränkter Maße zugelassenen Zahnarzte praktische Anleitung empfan⸗ gen; 2) bei einem Kunstverständigen sich Geschicklichkeit in der An— fertigung künstlicher Zähne und Gebisse erworben; und endlich 3) mindestens ein Jahr lang dem Studium der Anatomie und Chirurgie e. . vollständig eingerichteten chirurgischen Schule sich gewib— met habe.
; Grh. Hessen. Darmstadt, im Februar. (J. J.) Höherer Weisung zufolge hat der Ober- Schulrath zu Darmstabt unterm
J. Jebruar an sämmtliche Bezirks⸗-Schul⸗Kommissionen und standes— herrliche Konsistorien ein Ausschreiben erlassen, wonach das Einsam⸗
meln von freiwilligen Gaben und Beiträgen in den öffentlichen und Privat⸗Schulen verboten worden ist. Diese Verfügung hat ihren
seierliche Einkleidung zweier Fratres und die Profeß des Pater Eli⸗
guten Grund, und scheint auf der häufigen Wiederkehr der Wahr⸗ nehmung zu beruhen, daß die Schulkinder bald zu diesem, bald zu jenem Zwecke um sogenannte freiwillige Gaben angegangen wurden. Schon in der Art der Anforderung lag aber gewissermaßen eine Nöthigung, und selten konnten die Kinder, oder vielmehr deren Aeltern, sich der Entrichtung solcher außerordentlichen Beiträge für meist sehr überflüssige Zwecke, deren Beurtheilung in ben Kress der Schule gar nicht einmal gehörte, entziehen. j
= Sachsen-Weimar-Eisenach. Weimar, im März. (W. 3.) Die bemerkbare Vervollkommnung des Lehmbaues und die grö⸗ ßere Sicherheit, welche er im Vergleich mit dem Holzbaue gegen die Verheerungen des Feuers gewährt, haben die Großherzogl. Ober— Baubehörde veranlaßt, den Wunsch auszusprechen, daß auch der Bau mit getrockneten Lehmsteinen und Wellerwand als Massivbau aner— kannt und ihm in Beziehung auf Brandversicherung dieselben Vor— theile beigelegt werden möchten. Zu diesem Zweck ist bereits ein Antrag des Großherzogl. Staats⸗Ministeriums auf verfassungsmäßige landständische Zustimmüng zur Ergänzung des Branbversicherungs— Gesetzes vom 28. August 1826 erfolgt.
Zufolge hier eingegangener Nachricht, sind dem diesseitigen Groß- herzoglichen und Herzoglich anhaltischen Minister-Ressdenten am Kö nigl, preußischen Hofe, Herrn Freiherrn von Martens, von Sr. Ma— jestät dem König der Niederlande das Komthurkreuz des Ordens der Eichenkrone, von Sr. Majeslät dem König von Schweden die In⸗ signien des Nordstern-Ordens zweiter Klasse, so wie von Ihrer Ma⸗ jestät der Königin von Portugal das Komthurkreuz des Thurm- und Schwert-Ordens als huldvolle Anerkennung des von demselben her— ausgegebenen neuesten diplomatischen Werks, verliehen worden.
Hohenzollern-Sigmagringen. Sigmaringen, 2. März. (S. M.) Das Donauthal bot in den letzten Tagen des Februars durch die Wassermassen, die sich in demselben gesammelt hatten, einen großartigen Anblick dar. Aus mehreren Bezirken des Fürstenthums Und Berichte über den Schaden eingelaufen, welchen das plötzliche Austreten aller Flüsse und der damit verbundene Eisgang angerichtet haben; er besteht größtentheils in Zerstörung einiger Brücken und Beschädigungen an Straßen und einzelnen Gebäuden. Der Posten⸗ lauf. und die Verbindung überhaupt haben hierdurch große Unter⸗ brechung erlitten. .
Für den fühlbaren Mangel an Geistlichen bei uns zeugt der Um— stand, daß gegenwärtig, ohne die fehlenden Hülfsprüestei, von 78 kirchlichen Pfründen 20 erledigt sind, mit welcher Zahl der Nach⸗ wuchs außer allem Verhältnisse steht.
Frankreich.
Paris, 5. März. In Folge mehrerer diplomatischer Noten, welche Herrn Guizot von Selten des neapolitanischen Botschafters und des päpstlichen Nuntius zugestellt worden, soll dem Präfekten von Korsila der Befehl zugeschickt worden sein, die in seinem Departe⸗ ment befindlichen italienischen Flüchtlinge nach Marseille zu schicken; sie werden in den inneren Departements ihre Aufenthaltsorte ange⸗ wiesen erhalten. In den besagten Noten wurbe als Grund für die Nothwendigkeit einer solchen Maßregel angeführt, daß diese Flücht⸗ linge fortwährend ein Einverständniß mit den Unzufriedenen Steiliens und der Romagna unterhielten und eine neue Erhebung vorzuberei⸗ ten suchten.
Im Kriegs⸗Ministerium sind im Jahre 1843 mehr als 14,900 Landbauern und Arbeitern Erlaubniß-Scheine für die unentgeltliche Ueberfahrt nach Algerien ausgestellt worden; unter dieser Zahl sind sämmtliche Personen, welche sich auf ihre Kosten in die Kolonie be— geben haben, nicht begriffen. Die Zahl dieser Letzteren war bedeu⸗ tend. Es ist jetzt erwiesen, daß die europäische Bevölkerung in der Kolonie sich in den 3 ersten Viertehjahren von js43 um 11,780 ver— mehrt hat, und fügt man die Resultate des letzten Vierteljahres hinzu, so kann man die Gesammt-Vermehrung in jenem Jahre auf 18 bis 19,009 Seelen schätzen.
Der Presse zufolge berathen die Bank-Direktoren ernstlich darüber, ob es nicht zweckmäßig sei, Noten von 250 Fr. auszugeben. „Bereits geben“, sagt dies Blatt, „die Zweigbanken Noten zu diesem kleinen Betrage aus, und ihr Nutzen in der großen Geschäftsstadt ist unbestreitbar. Blos das Publikum, nicht aber die Bank, kann durch Ausgebung dieser Noten gewinnen, die in den Kammern schwerlich auf Widerstand stoßen wird.“
Der Globe bespricht die in den Oppositions Blättern angeregte Unterzeichnung für lleberreichung eines Ehren- Säbels an Abmiral e , g, . ssch ,, daß der Admiral eine olche unpassende Gabe, falls man sie ihm wirkli ᷓ ügli ö f sie ih ch darbiete, klüglich
ach dem Courrier frangais steht die Regierung im Begrif Herrn von Gasparin als Ken gischen Ham ensof gen Ce 9 die Königin Pomareh abzusenden.
z Paris, 5. März. Frankreich hat seit fünfundzwanzia Jahren etwa. 60 Millionen Fr. als ge nl. . 333 nn Durchschnitt 2 Millionen jährlich. Im Jahre 183 betrug diese Summe 4 Millionen Fr., im Jahre 1637 3, 466, 500 Fr., seit drei Jahren aber nur 1.9373, 000 Fr. Diese Summe steht mit 932,900 Fr. im gewöhnlichen Budget und der Rest, d. h. 1 Million, wird als Supplementar⸗ oder außereordentlicher Kredit verlangt. Go geht es seit dem Jahre 1830. Es ist sogar in einigen Jahren vorgekommen,
Bewilligungen; so betrugen z. B. biese im Jahre 1830 1 Millionen, jene dagegen 27 Millionen Fr. Bis zum Jahre 1838 wurden die 69 Fonds von dem Ertrage der Spielpacht im voraus erhoben; seit der Aufhebung der Spielhäuser hat dies jedoch aufgehört. Es ist hier nur die Rede von den dem Minister des Innern bewillig⸗ ten geheimen Fonds; denn die Minister des Krieges und der aus⸗ wärtigen Angelegenheiten haben besondere Bewilligungen, die zwar weniger hoch sind, aber eben so regelmäßig stattfinden.
Die geheimen Fonds des Ministeriums des Innern werden zu sehr verschiedenen Zwecken verwendet, und Personen aller Art nehmen Theil an den geheimen Spenden, mit deren Austheilung die Kammern den Minister beauftragen. Die ministerielle Presse in Paris, wie in den Provinzen, wird hierbei nicht vergessen. Die Liste dieser Sub⸗ ventionen ist ziemlich merkwürdig; es handelt sich nicht nur darum, die ergebenen Blätter monatlich zu besolden, sondern man muß mei⸗ stentheils auch noch mit den Rebacteuren einen Vertrag abschließen und im schlimmsten Falle für sie sorgen. Es giebt Redacteure von Journalen, die seit 10 Jahren nichts mehr thun und dennoch regel⸗ mäßig monatliche Summen von 500. 190) Fr. beziehen. Die Ergebenen der, Vergangenheit werden eben so behandeit, wie die der Gegenwart. Bei wichtigen Gelegenheiten, wo man einen größeren Eifer von der unterstützten Presse fordert, erhält sie auch größere Summen. Im Augenblicke der Wahlen z. B. sorgt die Regierung dafür, Oel genug in die Lampe zu gießen. Es ist indeß nicht erforderlich, daß ein Li= kerat bei der Presse beschäftigt sei, um Theil an den geheimen Gunst⸗ bezeigungen der speziellen Fonds zu haben; es reicht für diesen Zweck
daß die außerordentlichen Krebite größer waren, als die ursprünglichen
hin, daß er dem Minister irgend einen Dienst erwiesen habe. Herr W, der seit zwanzig Jahren theils im Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten, theils im Kriegs-Ministerium ein Amt hat, besitzt, wie man sagt, ein Einkommen von 36,0060 Fr. Der Graf von M—d, bekannt, durch seinen Witz und seine lange Freundschaft mit Talleyrand, hatte bis zu seinem vor kurzem erfolgten Tode eine ähnliche Einnahme.
Hãufig treten Schriftsteller gegen das Ministerium nur in der Absicht auf, demselben einen Tribut abzunöthigen. Beispiele dieser Art sind ziemlich zahlreich und die geheimen Fonds haben manchen tugendhaften Republikaner zum Uebertritt in das ministerielle Lager bewogen. Es ist immer dasselbe Verfahren, und wir wenden es eben so offenherzig an, wie weiland Philipp von Macedonien. Das Ministerium erfauft vielleicht mehr Feinde, als es Freunde belohnt. Um diese Traditionen zu erhalten, hat Herr Ducha⸗ tel gestern eine Million von der Deputirten-Kammer gefordert, die Kammer wird sie geben und die Pairs Kammer wird dies gut heißen; denn niemals, so weit die constitutionelle Erinnerung reicht, hat man einem Ministerium die geheimen Fonds verweigert. Man hat wegen mehr oder weniger ernster Fragen aller Art Kabinette ge⸗ stürzt, aber wegen dieser Fragen niemals. Als die Opposition Herrn Thiers ans Ruder brachte, bewilligte sie die geheimen Fonds mit einer wahren Herzlichkeit. Gelangte die Opposition zur Gewalt, so würde sie weit bedeutendere Summen fordern, als dies jemals von den ängstlichsten Konservativen geschehen ist.
* Paris, 5. März. Der Wallsischfänger „Ajar“, der neulich zu Havre eingetroffen ist, hat von den Sandwichs⸗-Inseln Nachrichten überbracht, die um 3 Monate neuer sind, als die von dem Wallsisch⸗ fänger „Elizabeth“ überbrachten. Der Capitain Letellier hatte zwei⸗ mal zu Honolulu angelegt, welches mehr und mehr der Sammelplatz der Jischer, wird, in Folge davon, daß die Wallfische sich nach den Norstwestküsten von Amerika, Kalifornien und Kamtschatka gezogen haben, wo man sie jetzt aufsuchen muß. Der Capitain glaubt daher daß eher an den Sandwichs-Inseln, als zu Neu⸗Seeland eine fran⸗ zösische Schiffsstation zum Schutze der französischen Wallsischfanger errichtet werden sollte. Als der „Aljar“ dort erschlen, war seit einem Jahre die französische Flagge auf keinem französischen Kriegeschiffe, dort erschienen gewesen. Ueber die politische Lage auf den Sandwichs-Inseln erfährt man Folgendes: Nachdem der König Kamehameha in die Rechte seiner Souverainetät wieder eingesetzt war, hatte der Vice-Admiral Thomas bekanntlich einen Vertrag mit dem— selben abgeschlossen, wodurch die britischen Unterthanen große Ver⸗ günstigungen erlangten. Dieselbe war vom 31. Juli 1813 und so— gleich in Kraft getreten. Seitdem ist die Lage der Dinge dieselbe geblieben, die Franzosen beklagen sich, daß Vice⸗ Admiral Thomas zwar den Lord Paulet desavouirt, aber durchaus den verletzten französischen Interessen keine Genugthunng gegeben habe, namentlich dem franzö⸗ sischen Konsul Herrn Dudoit nicht. Dieser bei dem König Kamehameha beglaubigt, hatte sich geweigert, seine Vollmachten der englischen Kom— . vorzuzeigen, welche von Lord Paulet an die Stelle der Re⸗ gierung der Sandwichs =Juseln gesetzt war, und diese Kommission hatte darauf öffentlich anschlagen lassen, daß sie keinen Konsul von Frankreich mehr anerkenne, ja sie hatte sogar Haus und Papiere des Herrn Dudoit unter Siegel legen lassen. Dieser Stand der Dinge dauert noch fort, und der Vice- Admiral Thomas erklärt einfach, er könne sich in diese Sache nicht mischen, sondern müsse die ganze Ver⸗ antwortlichkeit dafür seinem Vorgänger überlassen. Am 31. Oktober hatte der „Ajax“ zum letztenmale Honolulu berührt.
Grossbritanien und Irland.
London, 4. März. Nach amtlichen Berichten des Ministers des Innern betrug in dem mit dem 25. März 1843 zu Ende gehen⸗ den Quartal die Anzahl der eingeschriebenen Armen in 584 . Bezirken von England und Wales 1,303,089, von denen 201,927 in den Werk- und Armenhäusern und 1,ů 191, izz- außerhalb derselben Unterstützung erhielten. In demselben Zeitraum des Jahres 1842 war die Gesammtzahl 1,208,032, von denen 188,454 in den Werk⸗ und Armenhäusern untergebracht waren und 1,019,578 außerhalb derselben Unterstützung erhielten. Die Gesammtsumme der Unter⸗ stützungs Gelder in jenen Bezirken belief sich in dem am 25. März 1843 zu Ende gegangenen Verwaltungs-Jahre auf 3, 622,405 Pfd., in dem vorhergehenden Jahre auf z, 0b, 966 Pfd. Zu bemerken ist übrigens, daß weder alle Armen-Bezirke noch diejenigen Ortschaften, welche noch nicht bestimmten Armen-Bezirken zugetheilt sind, in jener Berechnung siguriren.
Die ostindische Compagnie hat ihren Jahres⸗-Bericht bekannt gemacht. Aus den demselben beigegebenen Tabellen erhellt, daß der britische Handel mit Ching in fortwährendem Zunehmen begriffen ist. Im Jahre 1843 betrug die Ausfuhr dorthin 1,544,009 Pfd. St. an Werth, die bedeutendste seit 1831. Im 3. 1840 war die Ausfuhr auf 524,198 Pfd. St. gesunken und se t noch im Jahre 1842 betrug sie nur 9b, 381 Pfd. St. In dem Berichte wird auf eine Verminderung des Einfuhr -Zolles von Thee gedrungen; man bezweckt dadurch die Consumtion dieses Artikels zu vermehren. End⸗ lich erhellt aus dem Berichte noch, daß die bisher obwaltenden Schwierigkeiten in Betreff des in Java von britischen Waagren erho⸗ ö größtentheils glücklich aus dem Wege ge⸗ räumt sind. ö
Die Tim es glaubt, daß sowohl die Regierung, als das Unter⸗ haus, Willens seien, die Mittwochs⸗Sitzungen des letzteren