1844 / 73 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

damit die Mitglieder , m er 2

i land, genöthigt seien, so viele Tage hinter ein- 23 2 * * d lden anstrengenden Erörterung bei⸗ 2 e Times ist sehr dafür, daß man dem Unterhause

zuwohnen. D lungstag gönne, meint aber zugleich, daß noch ben Mimwoch ale Cie nn, ge! Geschäfte geleistet werden könne,

6iderung der 1 n,, ihre Vorträge abkürzen und andere sie lieber lassen wollten. ö . 4 e e ner ist am ten ein großes siebenstöckiges Magazin von 66 Cllen Länge und 20 Ellen Tiefe niedergebrannt. Man schätzt

den Schaben auf mindestens 190,000 Pfund.

58 panien.

Madrid, 28. Febr. (A. 3. Die Kaufleute von Matanzas haben eine Adresse an den General⸗Capitain von Cuba gerichtet, aus welcher hervorgeht, wie besorgt sie wegen der Stimmung der Neger⸗ Sllaven sind. Der Negerhandel, heißt es in der Adresse, habe auf der Insel eine farbige Bevölkerung von 660,000 Seelen angehäuft, worunter 198,000 Sklaven, und ihre numerische Ueberlegenheit über die Weißen könne die traurigsten Folgen herbeiführen. Die Meute⸗ reien von Bamba und Ingenio Triumvirato bewiesen die aufrührerische Neigung der Schwarzen, welche durch den Sieg der Haltaner, die Emaͤncipation auf Jamaika und die nicht blos von diesen Inseln, sondern auch von bekannten lbritischen) Gesellschaften abgeschickten Emissaire nur immer mehr aufgestachelt werde. Eine englische Mission, an beren Spitze einer der eifrigsten Abolitionisten stehe, durch⸗ ziehe die Insel. Hieraus erkläre sich, daß man bei den letzten Neger⸗Aufständen Afrikaner bemerkt habe, welche der englischen Sprache mächtig gewesen. Es sei daher dringend nöthig, daß dem abscheulichen und gefährlichen Negerhandel auf der Insel ein Ziel gesetzt werde, und der General⸗-Capitain, welcher die völlige Unter— hrückung desselben zu Stande brächte, würde sich das größte Verdienst um sein Vaterland erwerben. Der Bezirk von Matanzas, auf dem über 0,000 Sklaven lebten, heische eine ganz besondere Aufmerksam⸗ leit. Zwar seien die Meutereien von Bamba und Triumvirato erstickt worden, aber der Tod von 300 Negern sei doch ein großer Veilust für die Kolonisten. Von der glücklichen Lösung dieser wichtigen Frage hänge durchaus das politische Bestehen der Insel ab. Schließlich bitten sie den General-⸗Capitain, doch Alles anzuwenden, was in sei⸗ nen Kräften stehe, um den Handel mit afrikanischen Schwarzen, der noch immer heimlich auf der Insel betrieben werde, völlig zu ver⸗ nichten.

ausfallen zu lassen,

Ca Plata -Staaten.

X Paris, 3. März. Ueber den Stand der Dinge zu Mon⸗ tevideo erfährt man noch einiges Nähere. Nachdem die französischen Legionaire daselbst zweimal von dem Konsul, Herrn Pichon, zu Nie⸗ derlegung ihrer Waffen aufgefordert waren, aber jedesmal vergeblich, so hat das Konsulat alle Verbindungen mit ihnen abgebrochen, und sich geweigert, irgend einen amtlichen Akt für die Mitglieder dieser Legion vorzunehmen. Herr Pichon nimmt keinen Civil⸗Etats=, Hei⸗ raihs‚, Geburts-Akt mehr auf, fertigt keine Certisikate mehr aus, und die Betreffenden kommen dadurch natürlich in große Verlegenheit. Da es dem Konsul nicht gelang, die Legion zur freiwilligen Auflösung zu vermögen, so sucht er nun auf die einzelnen Leute zu wirken und sie zum Rücktritte aus derselben zu vermögen, hat aber dabei mit dem bösen Willen und den Leidenschaften cher zahlreichen Gegner zu kämpfen, die ihm Hindernisse aller Art in den Weg legen. Dessen⸗ ungeachtet scheinen seine Bestrebungen nicht ohne Erfolg zu bleiben. Seine desfallsigen Bemühungen aber werden von seinen Gegnern als ein Bruch der Neutralität betrachtet. Der Konsul hat es indeß nicht bei diesen indireften Schritten bewenden lassen, sondern er ist noch bestimmter aufgetreten.

Montevideo, im Kriege mit Buenos⸗Ayres, wird bekanntlich von einer Armee im Solde von Rosas belagert, deren Chef Oribe der frühere Präsibent der orientalischen Republik ist. Für jetzt ist faktisch und rechtlich General Riveira Präsident von Montevideo, und da er als solcher auch von Frankreich anerkannt ist, so kann daher Oribe aller⸗ dings nur als ein Mann betrachtet werden, der mit Hülfe Fremder sein Vaterland mit Krieg überzieht, um sich der Gewalt wieder zu bemächtigen. Riveira ist der anerkannte Chef der Regierung, und

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mit ihm als solchem hat Frankreich unterhandelt; daraus sollte man nun allerdings schließen, daß die französischen Agenten, wenn sie dem Völkerrechte, dem Buchstaben des Vertrages und den Grund— sätzen der Neutralität treu bleiben wollten, keine andere Auto⸗ rität als die seinige anerkennen dürften, und daß es nicht wohl mit dem strengen Rechte vereinbar ist, wenn sie mit Oribe unterhandeln, der als Verräther an der orientalischen Re⸗ publik und als ihr erbitterter Feind betrachtet wird. Indeß scheint Herr Pichon bei seinem Verfahren nicht von diesen Grundsätzen ge⸗ seitet gewesen zu sein. Um seinen Aufforderungen an die Freiwilli⸗ gen-Legion zu Niederlegung der Waffen mehr Gewicht zu geben und die Legionaire über die Folgen derselben zu beruhigen, hat er sich in das Lager des bewaffneten Feindes der orientalischen Republik bege⸗ ben und von demselben eine Uebereinkunft nachgesucht und erlangt, worin Letzterer sich die Eigenschaft eines Präsisdenten der Republik beilegt. Die folgenden beiden Aktenstücke werden darüber das Nähere sagen. Sie lauten: . Im Namen des Königs.

Allen zu Montevideo wohnenden Franzosen, welche die Waffen für die Vertheidigung dieser Stadt in dem im Monat April dieses Jahres organi= sirten Corps ergriffen haben, wind die Weisung ertheilt, sie unverzüglich zu verlassen.

Es kommt ihnen nicht zu, ihre Stellung und den Namen Frankreichs zu kompromittiren, durch Parteinahme für eine fremde Regierung,

Die hier beigefügten Bürgschaften, welche von neuem zwischen dem Vice⸗Admiral Kommandanten der französischen Seemacht und Sr. Excellenz dem Herrn General Don Manuel Oꝙribe festgestellt worden sind, werden alle Franzosen überzeugen, daß die Autoritäten, welche vom König beauftragt sind, sie zu schützen, niemals eine Gelegenheit haben vorübergehen lassen, über die Interessen ihrer Landsleute zu wachen.

Montevideo, 17. Dezember 1843.

Gez.: Der Vice Admiral A. S. Massieu, Gez. : Der General -Konsul von Frankreich, Theodore Pichon.

II. Antwort des Präsidenten der Nepublik, zeitweiligen Ober Generals der vereinigten Vortrabs⸗Operations-Armee der argentinischen Confederation, auf die Voͤrschläge, welche an ihn Se. Excellenz der Herr Vice - Admiral, Ober-Befehlshaber der Seemacht Sr. Majestät des Königs der Franzosen in Brasilien und im La Plata, gerichtet hat, und über welche der Herr Vice-Admiral eine geschriebene Bürgschaft meinerseits zu haben wünscht.

Art. 1. Ja: ich verspreche die Personen und das Eigenthum der zu Montevideo und auf dem Gebiete der Republik wohnenden Franzosen zu respeltiren, unbeschadet der natürlichen Rechte der eigenen Vertheidigung der besagten Republik und der Armee unter ihren Befehlen, ein Vorbehalt, der auch auf alle folgenden Artikel Anwendung sinden muß. .

Art. 2. Uchereingekommen: Kein Militair noch sonst Jemand kann in die Wohnung eines Franzosen eintreten, ohne einen geschriebenen Be⸗ fehl der zuständigen Behörde.

Art. 3. uͤebereingekommen: In dem Falle, wo die, Belagerungs— Truppen in die Stadt Montevideo nach einem Angriffe mit Gewalt ein—= drängen, werde ich Befehle geben, die Personen und die Wohnungen der Franzosen zu respektiren, die, um Mißgriffe zu vermeiden, so viel als mög- lich, die französische Flagge außen aufgepflanzt erhalten werden.

Art. 14. Ucbereingelommen: Kein Franzose soll wegen seiner Meinun⸗ gen oder politischen Akte vor dem Einrücken der Belagerungs⸗Truppen oder shrer Chefs in die Stadt Montevideo verfolgt werden.

Art. 5. Auf das Verlangen des Herrn General-Consuls von Frank⸗ reich wird die kompetente Behörde Pässe ausfertigen für die Franzosen, welche solche verlangen sollten, um sich dahin zu begeben, wohin es ihnen belieben wird; weder ihrem Abgange, noch dem ihren Effelten, soll ein Hin⸗ derniß durch die Chefs der Belagerungstruppen entgegengesetzt werden, und in dem Falle, wo die Franzosen Waaren mit sich nehmen wollten, sollen sie nur den' seit dem 1. Dezember 1812 für dieselben Waaren bestehenden Ausfuhr⸗Zöllen unterworfen werden. ; .

Art. v. So weit dies von mir abhängen wird, soll die Ausübung von Prosessionen und Gewerben, mit denen sich die Franzosen befassen, in Zulunft feinen anderen Lasten unterworfen werden, als denjenigen, die durch die Gesetze des Landes sestgestellt, sanctionirt und der Constiiutisn gemäß promulgirt sind, und da die neuen ausnahme weise seit dem 1. November 1812 in Montevideo eingeführten Auflagen nicht in diesem Falle sein wer⸗ den, so sollen sie unterdrückt und von meiner Seite nicht durch andere gleich— bedeutende ersetzt werden. ö .

, auf dem Cerrito, den 15. Dezember 1813.

(Gez) Manuel Oribe. Für die Uebersetzung: Der Vice⸗Admiral, Ober-Besehlshaber der franzö⸗ sischen Seemacht in Brasilien und im Rio de la Plata (Gez) A. S. Massieu.

*

gandels- und Börsen - Uachrichten. Olt. 28 Rthlr.

Köln, 6. März. 27; pro Mai 273; pro 69) .

Hull, 2. März.

Rüböl

(B. SH.) Getraide⸗Markt. In unserem letzten monaslichen Berichte hatten wir das Vergnügen, eine hessere Stimmung im Kornhandel anzugeben, welche Besserung sich auch auf einen großen Theil des vergangenen Monats erstreckte. Die Einfuhr in den mit dem 24sten v. M. endigenden vier Wochen ist nur unbedeuiend gewesen, wie es in die ser Jahreszeit nicht anders sein kann, und besteht in

Küstenweise. Vom Auslande.

, 18 4 1 1813 s18 44 18 4: 3702 Qr. 112 Or. 924 Qr. Or.

Weizen ...... 1 z 2217 257 3586

Gerste Hafer 2

Bohnen 510 w 2 Erbsen z 50 115 Wicken 86 42

1

Leinsaamen 6864 * 1106 Rappsaamen 113 . 399! Delkuchen 199 Ton. 72 Ton. Knochen 608 * g57 *

recht gut gewefen, obgleich die Frage beinahe allein von den Müller ausging, und 6 een 2. Preise bedungen; um die Mitte des Minas betrug der Avanz völlig 2 Sh., und es wurden nicht, unbetraächtlsche Verkäufe zu sol⸗ genden Preifen bewerlstelligt, nämlich 55 bis 58 Sh. für hamburger, stet⸗ liner (gelben) und pommierschen (rothen) Weizen; 3] bis 9 Sh für weißen schlesischen und danziger, und für eine ausgesucht schöne, Partie weißen wahrener Weizen wurde sogar 63 Sh, bedungen, sämmtlich mit einem Gewichte von 66 Pfund pr. B. Augenblicklich ist der Geschaftsgang leblos, wie es sich unter den angeführten Ümständen nicht anders erwarten ließ, und man darf eben so sicher auf eine baldige erneuerte Lebhaftigleit rechnen. Die Müller legen keine großen Vorräthe ein, sondern kaufen nur hinlänglich für einen Verbrauch von 14 Tagen oder einem. Monate, und lommen dann wieder in den Markt. Der. hiesige Vorrath ist ziemlich reduzirt, die Inhaber scheinen aber Willens zu sein, sobald sich wieder Frage zeigt, zu Marktpreisen abzugeben, welches einen nennenswerthen Avanz 8er hinbern dürfie. In Weizen auf Lieferung im Frühjahre haben inge Ab⸗ schlüsse zu 26 bis 40 Sh. frei am Bord stattgesunden, und in Waare unter Schloß 40 bis 40 Sh., je nach Dualität. Die günstige Meinung, welche sich sür Gerste zeigte, scheint elwas nach gel en zu haben, und es ist Manches zu niedrigeren Preisen auf Lie⸗ ferung im Frühjahr ausgeboten, ohne Kaufliebhaber u , . jenigen, welche srühe Einkäufe gemacht haben, suchen sich ihrer =. denn entledigen, in den meisten Fällen aber vergebens. Der Umsaß . Hafer hat sich lediglich auf das einheimische Produkt und den Kon sumd bes hsänk uind die Presse sind 4 Sh. höher. Bohnen sowohl wie Erbsen . im Preise gestiegen und für letzteren Artikel zeigt sich gute rg g 3 i, ü. ö. sst nur unbedeutend und unsere Nolirungen ,. . a, ,. . Leinsamen haben wir ziemlich gute Zufuhren gehabt n ö so che .

don Bord verkauft werden, so haben die Lager nur um ,,, , . einen werden können; die Preise sind im Laufe , 1 bis 2 Sh. gewichen. In Rappsamen ist nicht viel umgesetzt, der Artitel darf aber etwas höher ange— nommen werden. Dieses läßt sich auch von Nappluchen sagen, wovon nur wenig herankommt. Für Leinkuchen hat sich eine ziemlich gute Frage für den Konsumo gezeigt,

kat beschränkte, vermy⸗ fremder Waare ist nicht b

Der Umsatz in verzolltem Weizen ist während des verslossenen Monats

henbé Tendenz; Guane zicht jetzt die . mn, sich und burfte' in der bevorstehenden Consumtionszeit ungünstig auf Kno-

chen und Nappkuchen einwirken.

Beyrut, 3. Febr. Das Handelshaus A. H. Heymann u. Comp. in Berlin hat hier eine Commandite unter der Firma: Gebrüder Heymann

welche sich indessen fast gänzlich auf englisches Fabri⸗ hlich in Folge der niedrigen Preise; der Vorrath von n bedeutend, verkleinert sich aber 6 Der

Fin Knochen ist von keinem Belang und die Preise haben eine wei- , Aufmerksamkeit der Landleute auf

Das Abonnement beträgt: 2 Rthlr. für 4 Jahr. 4 Uthlr. * Jahr. 8 Rthlr. = 1 Jahr. in allen Theilen der Monarchie ohne Preiserhöhung. Ansertions- Gebühr für den Raum einer Zeile des Allg. Anzeigers 2 Sgr. z

rin

Preußische Zeitung

Alle post-Anslallen des Ju- nnd Auslandes nehmen gestellung auf dieses glatt an, sür Gerlin die Expedition der Aug. pPreuss. Zeitung: Friedrichsstrasse Ur. 72.

. Anhalt.

Amtlicher Theil.

Juland. Berlin. Die allgemeine Wittwen-Verpflegungs - Anstalt. Köln. Verlagsverein von Buchhändlern. Preußisch-Holland. Gustav⸗ Adolph Stiftung. 6 ; ö

Deutsche Bundesstaaten. Bavgern. München. Veränderungen im Zoll⸗Tarif. Schulgarten der Benediktiner. Sachsen. Schrei ben aus Drest en (Gerüchte über Ministerwechsel; Major Kunze; Bit erung. Württemberg. Stuttgart. Besinden des Königs. Baden. Karlsruhe. Veränderungen im Zoll Tarif. Grh. Hes sen. Alzey. Prozeß des von Haber. Sch warzbu rg⸗ S on ders⸗ hausen. Sondershausen. Landtags- Verhandlung. Luxem burg. Luxemburg. Bundes- Kontingent. ö

Rußland und Polen. St. Petersburg. Abreise des Herzogs und der Herzogin von Nassau. ö .

Frankreich. Paris. Beabsichtigte Reise des Königs. Subscription 9 Dupetit⸗Thouars. Fernere Gerüchte über Ümtriebe unter dem Militair. Briefe aus Paris. (Kammer-Arbeiten: Wahl der Kom missien zur Prüsung des Gesetzes über die geheimen Fonds. Neue , . der äußersten Linken; die legitimistischen Devutirten; die L ehen von Montevideo. Prozeß und Verurtheilung des Abbe

Großbritanien und Irland. Oberhaus. Die irländische Kom— mission zur Untersuchung der Pachtverhältnisse. Unterhaus. Antrag auf Einstellung der Parlaments⸗Debatten nach Mitternacht. London Die Stimmberechtigten bei Parlamentswahlen. Schreiben aus Lon ; do n. (Verstärkung der Land- und Seemacht.)

Niederlande. Aus dem Haag. Annahme von Finanz-Gesetzen.

e, ,,. Brüssel. Annahme der ersten Attifel des Konvertirungs—

V.

Spanien. Madrid. Errichtung von Gendarmerie Corps. Gerüchte ber die Zurüchberufung der Mönche und Rückgabe der Klostergüter. ,, , Schließung der Theater an den Freitagen

Portugal. Schreiben aus Lissabon. Septembristen⸗Aufstand; Olozaga.)

Griechenland. Schreiben aus München. Metaras und Maurokordatos.)

Türkei. Konstantinopel. Volkszählung in der Hauptstadt. Dampf⸗ boot · Verbindungen. . .

Eisenbahnen. Soest. Hamm-Werler Bahn. Köln. Köln- Min— dener Bahn. Schreiben aus Frankfurt a. M. (Main Neckar-Bahn.)

Handels- und Börsen-⸗Nachrichten. Berlin. Börsen- und Marlt⸗ bericht. Stettin. Marktbericht. Paris. Börse.

Die Schwestern Milanollo. Zur Literatur der Militair-Pädagogik. Döbler g optische Nebelbilder. Der Isthmus von Panama.

(Vertagung der Kammer; der

(Der König; Kolettis,

1. Comp. errichtet, deren Bestreben es ist, Fabrikaten Preußens sowohl, als Beilage.

der Zoll-Vereinsstaaten, in Syrien Absatz zu verschaffen und auf diese Weife einen direlten Handel zwischen jenen Ländern und der Levante ins

Leben zu rufen. Das neue Unternehmen, welches durch einen Verwandten

des gedachten Hauses, Herrn P. Schragow, geleitet wird, dürste um so cher

einem glücklichen Erfolge enigegengehen, als es sich ganz besonders der

Begünstigung und des Schutzes des hier residirenden Königlich preußischen

General-Konsuls für Syrien zu erfreuen hat.

Gekanntmachungen.

261 Freiwilliger Verkauf. Königl. Sber-Landesgericht zu Köslin. Das in Hinterpommern im Schlaweschen Kreise be— legene, dem Gutsbesitzer Neumann und seinen Kindern

Der greise König, einer der

Hier die eben so man in Frankreich lebt.

16 . .

Paris. Eine Sammlung französischer Redensarten, welche im geselligen Leben vor⸗ kommen und man täglich hören kann, wenn m ; , Mit einem franzö— sisch deutschen Wörterbuch über alle Wörter, welche .

llgemeiner Anzeiger.

Aufmerksam sind Europa's Blicke jetzt auf Skandi⸗ naviens Thron gerichtet. größten Männer unserer Zeit, liegt hingestreckt auf's Nrankenlager; vielleicht in kurzem schon hat er das Ziel seiner ruhmvollen Bahn erreicht. gründlich als geistreich geschriebene Biographie desselben,

Dünger mit Kohlensäuren zu verbinden, die Er⸗ nährung der Pflanzen zu vermehren, die Bewaässe⸗ rung zu vervolllommnen und die Verwüstung durch Insckten zu verhindern. Aus dem Englischen übersetzt. Preis 15 Sgr.

Amtlicher Theil.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

Dem Kammerherrn des hochseligen Königs Wilhelm Friedrich, Grafen von Nassau Majestät, Freiherrn von Estorff, den St. Johan⸗ niter-Orden zu verleihen; und

Den ersten Direktor des Stadtgerichts zu Berlin, Wentzel, zum Geheimen Justiz und vortragenden Rathe im Justiz-Ministe⸗ rium für die Gesetz⸗Revision zu ernennen.

Dem, bei dem Königlichen Hofmarschall-Amte für technische Fälle zur Disposition gestellten, Landschafts Maler August Kopisch hier— selbst ist das Prädikat „Professor“ beigelegt worden.

Dem Herrmann Weigert jun. in Berlin ist unter dem 9. März 1844 ein Patent auf ein durch Zeichnung und Beschreibung nachgewiesenes Verfahren, die Musterpappen für Jacquard⸗Maschinen ein⸗ zurichten, so weit solches für neu und eigenthümlich erkannt worden ist, auf sechs Jahre, von jenem Tage an gerechnet, und für den Umfang

.

gehörige, im Jahre 1813 auf 19,155 Thlr. 18 Sgr. 5 Pf. landschastlich abgeschätzte Erb⸗ und Allodiglgut Laßig soll Theilungs halber im Wege der freiwilligen Subhastation in termin

den 27. April 1844, Vormittags 0 Uhr, im Instructio nszimmer unseres Kollegienhauses subha— stirt werden, Hopothelenschein und Bedingungen kön⸗ nen vorher in unserer Registratur eingesehen werden.

lago]. Nothwendige Subhgstation.

Die beiden verbundenen, unter Nr. 33 und 34 eat. in der Baustraße hierselbst belegenen, unter Nr. 25 des Hypothekenbuchs verzeichneten, den Stadtbaubeamte er ,. Eheleuten gehörigen Häuser, abgeschätzt auf 5339 Thlr. 7 Sgr. 8 Pf., zufolge der, nebst Hopo⸗ ihekenschein und Bedingungen in . Büreau Ni. 1 einzusehenden Taxe, sollen

am 25. Juni 1844, Vormittags 11 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle, im Instructions- Zimmer Nr. 2, vor dem Herin Land- und Sladtgerichts Nath

Goehde subhastirt werden. Kolberg, den 28. November 1813. Königl. Land⸗ und Stadigericht.

Literarische Anzeigen. va E. S. Mittler i Berlin ( Stech⸗

bahn 3), Posen und Bromberg, ist zu haben:

Karl XIV.

lzo] (Johann Bernadol vu n e gene, n. 2 Bände. Hin . anf schen. r. 8. Gehestet. Preis: Thlr. 20 Sgr. Frisey

(Queblinburg und Leipzig, bei G.

eine wahrhaft interessante Lektüre. Ein so farbenreiches, auf dem Gipfel mächtiger Zeitereignisse getragenes Bild war um so schwieriger zu erfassen, festzuhalten und aus⸗ zuführen, als ein großer Theil der Zeitgenossen Züge und Farben zu verwischen und zu verdunkeln eifrig be⸗ müht gewesen ist. Hier wird so mancher Schritt des klug berechnenden Mannes, der anfangs sehr gemißden⸗ ket'würde, nach seinen Beweggründen und Folgen rich¶ tig gewürdigt und ins gehörige Licht gesetzt. Sich selber treu wie dem gesetzlichen Oberhaupte, geht Ber= nadotte vom wackern Kbnigssoldaten gegen die inarseiller Wütheriche, vom thatkrästigen Führer der Republikaner, vom Feldherrn und Gesandten des Direktoriums und des eisten Konsuls, vom Marschall des Kaisers der Franzosen, ohne Gesinnungswechsel, ohne Falschheit und Gewaltähat, unbefleckt und sicher, der Sohn eines schlichten Bürgers, wie ein geborener König die Stufen des nor— dischen Thrones hinan, auf dem er friedlich Platz ge— nommen, ein ruhingekrönter, kriegerischer Beschützer, um seine Völler aus dem reichen Fuͤllhorn des Friedens zu jaben. Das gänzlich zerrüttete Schweden ist unter Karl XIV. groß, stark und glücklich geworden. 103

Bei E. H. Schroeder, Buch- u. Kunsthändler, Unter den Linden 23, ist zu erhalten:

Vorläufige Ansichten über eine Berlin-Stralsunder Eisenbahn. Berichtigte Ausgabe mit einem Nach— trage, einer n, m,, des Bahn-Gebietes und des Hafens von Stralsund. Preis 7! Sgr.

299 . So eben sind eingegangen und in der T. Traut⸗ Weinschen Buch- und Musikalienhandlung (J. Gut—

tentag), Breite Straße Nr. 8, zu haben:

Lepbage, M., IEcho de

in dem Werke vorkommen. Zweite Auf⸗

. lage. Nach der J. Londoner Auflage sür

Denische bearbeitet. Pr. 20 Sgr.

Gaugain Johanna, Arbeits— buch für Dam en zu Awssihtus nützlicher und geschmackvoller Muster in der Strick, Netz- und Häkel— Arheit. Mit 15 Abbildungen. Nach der 3. Londoner Auflage übersetzt. Pr. 1 Thlr.

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dungen. Nach der ö Auflage aus dem Engli⸗ schen übersetz. Pr. 229 Sgr. * ;

Murray, J., M. D., une Dar. stellung der auß erordentlichen Wirkungen

eis chemischen Diingers, nebst land wirthschaftlichen Versuchen, um den Boden und

Musikalien zu den hillig-

der Monarchie ertheilt worden. ö

Angekommen: Der Fürst von Hatzfeld, von Trachenberg.

7M

sten Preisen bei

März

Mittwoch den 13m

Uichtamtlicher Theil. Inland.

Berlin, 12. März. Die Preußische Staats-Zeitung von 1843 enthält in Nr. 157 eine auf amtlichen Quellen beruhende Darstellung des Zustandes der allgemeinen preußischen Wittwen⸗-Ver⸗ pflegungs-Anstalt, worin näher nachgewiesen ist, daß und aus wel⸗ chen Gründen dieses wohlthätige Institut, um seine Verpflichtungen zu erfüllen, bedeutender jährlicher Zuschüsse aus der Staats- Kasse be⸗ darf. Dieselben sind in der jener Darstellung beigefügten rechnungs⸗ mäßigen Uebersicht speziell angegeben. Sie waren danach in den 11 Jahren von 18323 bis 1812 von 21,635 Rthlr. allmälig bis auf 227,783 Rthlr. gestiegen.

Daß der Zuͤstand der allgemeinen Wittwen-Verpflegungs-An⸗ stalt im Jahre 1843 sich nicht günstiger für die Staats-Kasse ge⸗ staltet hat, ergiebt die nachstehende Rechnungs- Uebersicht, welche im Verfolg der oben gedachten Darstellung hier mitgetheilt wird.

ueber ficht der Einnahmen und Ausgaben der General-Wittwen⸗— Kasse im Jahre 1843.

A. Einnahmen. An Rente von dem zur Staats-Kasse einge— zogenen Aktiv- Vermögen (im Betrage von 2,684,000 Rthlr. Gold) an baar eingezahlten Antrittsgeldern (durch Ein⸗ lösung der Wechsel) an Beiträgen der Interessenten an Zinsen von Wechsel-Antrittsgeldern der äl⸗ teren Interessenten an Retardat-Zinsen

114,800 Rthlr.

4,500 . 355 513

an vermischten Einnahmen, nämlich an alten Zins⸗Rückständen, verfallenen Antrittsgeldern, Strafen u. s. f.

Summa der Einnahmen . ..

B. Ausgaben. Zurückgezahlte Antrittsgelder . . . . . J 43,607 Rthlr. Pensionen und Abfindungen .... ..... ... , Administrations⸗Kosten und außerordentliche Aus⸗ gaben. n, ü, r, ,,, n, , 3 . , Summa der Ausgaben S833, 173 Rthlr. Es war mithin nach Abrechnung obiger Einnahmen mit 585,116 *

ein Staats-Zuschuß erforderlich von . 248, 057 Rthlr.

2,4 49 )

ö T hm.

Köln, 8. März. (W. M..), Neun hiesige Buchhandlungen sind seit dem 1. Januar zu einem Verlags-Vereine zusammengetreten. Ihr erstes Verlagswerk soll eine mit dem 1. Juli beginnende und in Mo⸗ natsheften von etwa 8 Bogen (Preis jährlich 6 Rthlr) erscheinende „Katholische Zeitschrift für Wissenschaft und Kunst“ sein, welche, un⸗ ter der speziellen Redaction des Hr. Dieringer, von den Professoren der katholisch⸗theologischen Fakultät zu Bonn herausgegeben wird.

Pr. Holland, 5. März. (E. A.) Heute fand hier die erste Versammlung in Bezug auf die Angelegenheit der Gustav⸗IAdolph⸗ Stiftung statt, die auf beachtenswerthe Weise ein von Tag zu Tage wachsende Theilnahme in der protestantischen Kirche gewinnt und in dem neuesten bayerischen Verbote das erste Zeugniß fuͤr ihre Bedeu⸗ tung von außen empfangen hat. Die erwähnte Versammlung bestand nur aus Geistlichen, welche einstimmig ihren Entschluß kundgaben, nicht blos für ihre Personen Mitglieder des Vereins werden, sondern auch ihre Gemeinden dafür ermuntern zu wollen. Demnächst be schlossen sie, dahin zu wirken, daß durch angesehene Männer des Krei ses eine Versammlung von geachteten Mitgliedern aus allen Gemein⸗ den veranstaltet und ein Zweigverein, gemäß §. 9 der bekannten Sta⸗ tuten des Central⸗Vereins gegründet werde.

(20 a⸗

Ausland.

Deutsche Bundesstaaten. Yꝛünchen, 7. März. Das Regierungsblatt Nr. JI enthält die mit den Zoll-Vereinsstaaten vereinbarten Modi⸗ sicationen in Betreff des Tarifs der Durchgangs Zölle; ferner eine Bekanntmachnng, die Erleichterung der Wanren⸗-Durchfuhr betreffend, wonach vom 1. Mai d. J. an bei der Waaren⸗-Durchfuhr anstatt des tarifmäßigen Abgabesatzes nur ein halber Kreuzer vom Centner erhoben wird? I) auf den Straßen, welche östlich des Straßer⸗ Zuges von Waldsassen nach Pfronten, diesen eingeschlossen, ein⸗ und' austreten; 2) auf den Straßen, welche das Vereins- Gebiet auf dei Linie von Kehl bis Mittenwald oder südlich dieser Unie berühren; 3) auf den Straßen, von den Rheinhäfen zu Mainz und Biberich, von den am linken Rhein-Ufer oberhalb Mainz gelege⸗ nen Häfen, so wie von den Main⸗ und Neckarhäfen über die Gränz⸗ linie von Neuburg am Rhein bis Mittenwald (diesen Ort einge= schlossen; 4) auf den Straßen, welche von Mainz und Biberich, oder von einem Rheinhafen oberhalb Mainz nach einem höher gelegenen Rheinhafen führen; ) auf den Straßen, welche auf der südlichen Gränzlinie von Randegg in Baden einschlüssig bis zur Donau (die se eingeschlossen ein- und ausmünden. J (Fr. M.) So eben sieht man bei uns einen Schulgarten seiner Vollendung entgegenführen, dessen Einrichtung sehr viel Nachahmungs⸗ werthes darbietet. In Folge des neuen Palastbaues mußte das den Benediktinern übertragene Erziehungs⸗Institut seinen Garten abtreten, und mit dem erlösten Gelde, dann mit einer Unterstützungssumme aus der Kabinets-Kasse des Königs, im Betrage von 6090 Fl., wurde gegenüber der Basilika ein großer Platz angekauft, auf welchem schon in vergangenen Jahre die nöthigen Bauten ausgeführt worden sind, so daß es jetzt nur noch weniger Zuthaten a. um den Zöglingen der erwähnten Anstalt einen allen Anforderungen der Gegenwart thunlichst entsprechenden Erholungsgarten übergeben zu können.

Sach sen. ** Dresden, 9. März. Noch immer erhält sich hier das Gerücht, der Minister des Innern, Nostitz⸗Jänkendorf, wolle sich, Kränklichkeits halber, auf seine in der Ober⸗-Lausißz gelegenen Güter zurückziehen, und zu dessen Nachfolger sei der Negierungs⸗-Direktor von Falkenftein ausersehen; ferner, das erledigte Oberlausitzsche Kreis⸗ Direktorium sei dem Bruder jenes Ministers, dem dermaligen Bundes⸗ tags-Gesandten, NostitzͤJänkendorf, zugedacht, an dessen Stelle der Geheimerath von Langen, der Führer des Prinzen Albert, Königliche Hoheit, nach Frankfurt gehen werde. Auch soll im Verfolg einer dritten Versetzung unter Anderen der diesseitige Kommissarius beim Zoll-Verein, Ober-Zollrath von Schimpf zu Magdeburg, eine ander⸗ weite Bestimmung erhalten. t

Die durch die Versetzung des Major Kunze in das Ministerium des Innern erledigte Stelle eines Ober⸗-Ingenieurs für den Bau der Eisenbahnen ist noch unbesetzt; es scheint schwer zu halten, für der⸗ gleichen Stellen erprobte Männer aufzufinden. Der Regierungs⸗ Rath Major Kunze hat mancherlei Anfechtungen zu bestehen gehabt. Namentlich ist über die zweckmäßigste Richtung der Sächsisch⸗Bayeri⸗ schen Eisenbahn, von Werdau ab durch das Voigtland, ein Schisma entstanden, bei welchem außer dem Interesse der Actionaire auch das Interesse einzelner Ortschaften mit der Ansicht jenes verdienten Tech- nikers zu kollidiren scheinen.

Der Winter hat in unserem Elbthale diesmal einen sehr milden Verlauf genommen, obschon der Monat Februar sich ziemlich unange— nehm machte und der häusige Witterungswechsel Manchem gefährlich wurde. Von den großen Schneemassen, welche im Obergebirge und in anderen Gegenden gefallen sind, wurde uns nicht so viel zu Theil, als zu einer guten Schlittenbahn erforderlich ist. Auch kam die Elbe hier nicht zum Stehen und der unbedeutende Eisgang war mit einer nur geringen und kurzen Uebersteigung der Ufer verbunden. Die Schifffahrt ist bereits wieder gangbar.

Württemberg. Stuttgart, 7. März. (S. M.) Se. Majestät der König hat eine weniger häufig durch Husten gestörte, ruhigere Nacht gehabt; auch in den übrigen Brustbeschwerden ist eine Verminderung benierkbar, weniger in dem Fieber.

Bayern.

Ed. Bote C G. Bock, ——

Buch- u. Musikhdlg. .

3 ö 1in n erst 1 7 Die Schwestern Milanollo. 361 —ᷣö 28 . * Wie wunderbar die Natur in ihren Hervorbringungen ist, zeigt uns Schweidhitzer-Str. Nas. am besten dies Schwesternpaar. Auch der abgesagteste Feind alles Frühreifen muß gestehen, daß er hier Etwas gefunden, dem er seine wärmste Anerken—⸗

5 ö . 2 nung nicht versagen kann. Bei diesen Kindern ist Nichts, was wie einge— Giesmansdorfer Preßhefe era

lernt, durch Zwang getrieben erscheint; was sie geben, ist der Ausdruck ihres 218] 06 Ifundbär m ) inneren Wefens, Etwas, das sich organisch aus ihnen herausgebildet hat. 26h Pfundbärme). Durch die in 66 Stunden von Breslau nach Berlin

Ein Seelenhauch, wie er uns aus den Tönen der Aelteren, Therese, ent— . , , 36 3 a n, . ; Kraft, daß es die Hörer zum Entzücken hinreißt. anerfannte frische Preßhefse einen Tag um den anderen regelmäßig nach hier zu liefern. Die Haupt⸗ Niederlage bei

Ist der Charalter des Spiels bei Therese das Elegische, so ist es bei Marse eine Art wilde Keckhest. Sie tobt oft auf dem Instrumente herum, Herin Johannes Friese, d . 5 . 2 06 4 Gertraudten Str. 24,

daß man glauben sollte, es wäre ihrer Hand noch, zu wenig. Ihre mecha— nischen Anlagen sind ebenfalls viel bedeutender wie die Theresen s, weshalb ihr auch eine noch glänzendere Zukunst zu prophezeihen ist. Sie überwindet die größten, Schwierigkeiten mil spielender Leichtigleit. Besonders ausge⸗ ee ihr Staccato, eben so die Arpeggios mit springendem Vogen und 9 ö. ; hr. Spiccato. Ist auch ihr Spiel noch viel lindlicher wie das ihrer Schwester wird den Herren Wiederverläusern, wie auch den Herre) welches von Selbstbewußtfein zeigt, so enthält es doch Elemente, die stau⸗ . * = . nenerregend sind. Gewerbtreibenden, welche Pfundbärme bra Fülrp! ln Konzeile hörten wir ine geisliche Quvertürg von Henn chen und sich zu einer regelmäßigen Abnahme verpflich von Oertzen. Dies Werk ist mit Fleiß und Kenniniß geschrieben, konnte len, die äußersten Fabrik- Preise bewilligen. Wir ersyỹ chen hiermit ergebenst, da zum 21sten d. M, der erß Transport hier eintrifft, gefällige Rücksicht hierauf ne men zu wollen. Das Nähere wird Herr J. Frie] auf portofreie Anfragen sofort mittheilen. Carl Friedenthal, Besitzer der Preßhefen-zFabrikt zu Giesmansdorf.

Breslau,

jedoch an diesem Platze keine Wirkung machen. Herr von Oertzen = merherr in rue s Sulz,. mithin Dilettant, schrieb diese n , um zu beweisen, daß er sich mit Ernst der musikalischen Wissenschaft hinge! eben und somit über den gewöhnlichen Dilettantismus erhoben habe. Er chrieb sie aber nicht für ein glänzendes Virtuosen-Konzert. An solcher l 6 ein solches Werk aufführen, heißt, es einer falschen Kritik preis= eben. Am Sonntag, den 19. März gab das geniale Schwesterpaar Mila— nollo, welches sich während seines kurzen Hierseins mit ih, zu hi lingen des Publikums emporgeschwungen, sein drittes Konzert.

Die älteste der beiden Schwestern, Therese, begann mit dem Adagio und Rondo des dritten Konzerls von de Beriot. Wie zart, wie innig voll tiefer Empfindung sie das Adagio, wie feurig und keck sie das außerordentlich schwere Rondo spielte, läßt jede Beschreibung weit hinter sich zurück. Hierauf exeku⸗

tirte die jüngere Schwester Marie die sechste Polonaise von Mapsed er. So sehr die älteste uns durch ihren ungemein schönen Gesang auf der Violine be— geisterte, eben so entzückte uns der kecke, muthwillige, mit den gewagtesten Schwierigkeiten spielende Vortrag der jüngeren kleinen Meisterin in * dieser Polonaise. ;

In der darauf folgenden schon im ersten Konzerte gehörten Fantasie, über deren Ausführung wir bereits in einem früheren Berichte sprachen, können wir nicht umhin, des Eindrucks zu erwähnen, welchen Frl. Therese Milanollo durch ihren bis zu Thränen rührenden Vortrag in dem „Schlum— merliede“ auch diesmal auf das Publikum hervorbrachte, welches letztere, begeistert, unter nicht endigen wollendem Beifall die Wiederholung dessel—⸗ ben verlangte.

Im zweiten Theil spielte Marie Milanollo wieder die brillanten Ecdur— Variationen von Mapseder, und erregte aufs Neue durch ihre enorme Fertigleit, durch ihr herrliches Staccato, ihre mit springendem Bogen aus— geführten Arpeggien, und durch ihren fast übermüthigen Vortrag die allge— meine Bewunderung. s

Zuletzt spielten beide Schwestern ein Duo von Danda, und nicht leicht kann man etwas Vollkommeneres hören, als beide mit einander wett⸗ eifernde, Virtuosinnen im Zusammenspiel. Ihre außerordentliche Reinheit des Spiels, die sich gleich Anfangs bewährte, wo beide Violinen in Okta— ven gehen, ist so selten als anerkennungswerth; aber auch die abwechselnden Staccato's, die Trillerketten, kurz alle Schwierigkeiten, die man auf diesem Instrumente zu überwinden im Stande ist, gelangen diesen beiden ausge— zeichneten Künstlerinnen meisterhaft. Daß ihnen höchst verdientermaßen der n, ,, ,. . . 3 ja, oft während desselben zu Theil

daß sie bei jedesmaligem Auftre . 1e . 9 ce. 9g streten lebhaft empfangen wurden, ver

ur Abwechselung sprach Frl. Ch. von Hagn zwischen den beiden ersten Konzerten ein artiges Gedicht (,das nch! em er. Saphir, wenngleich hier nicht am rechten Orte, seines ernsten Inhalts wegen, mit

der an ihr bekannten Meisterschaft des Vortrages; auch sang Dlle. Hähnel zwei Lieder mit Pianoforte-Begleitung. Vor dem ersten Theil wurde die Ouvertüre zu „Figaro's Hochzeit“ und vor dem zweien eine Ouvertüre von . (nach jener zur „Jauberfloͤte“ gearbeitet) sauber nüancirt aus- gefuhrt.

Zur Literatur der Militair-⸗Pädagogik.

Die Nothwendigkeit totaler Umgestaltung der Ka dettenhäuser, bei Gelegenheit der Einführung eines neuen Lehrplans dargethan von August Ludwig Len Ber⸗ lin 1844. ;

Da der Verfasser die preußischen Kadettenhäuser im Auge hat, welche einen beträchtlichen Theil unserer Leser mehr oder minder interessiren, er- scheint es angemessen, die Schrift nicht unerörtert zu lassen. Sie beruht auf derjenigen Kenninß des Gegenstandes, die bei einer Provinzial⸗- (Vor- bereitungs-) Anstalt zu eilangen ist. Vielleicht hätten gewisse Verhältnisse Herrn Lintz über seinen Beruf, die Angelegenheit öffentlich zu besprechen, zweifelhaft machen können, aber er ist von einer solchen Anschauungsweise so weit entfernt, daß seine Mittheilungen über Einzelnheiten die Gränzen gewöhnlichsten Geklatsches berühren; wir werden ihm natürlich auf dieses Gebiet nicht folgen und bemerken nur, daß überspanntes Selbstgefühl, mit Gereiztheit verbunden, gar leicht und fast unvermertt zum Entstellen oder Verzerren der Thatsachen führt.

Im ersten Abschnitte: Die Kadettenhäuser als Unterrichts- Anstalten; Zweckmäßigkeit der Veränderungen im Lehr— plane, begegnet man zuvörderst der fast komischen Unrichtigkeit, der Name der Kadettenhäuser sei in den von Real- Gymnasien verwandelt, woran Niemand denken konnte, auch wirklich nicht gedacht hat, womit also die daran gelnüpften gelehrten Erörterungen von selbst 2 Die rung des lateinischen Sprach Unterrichts wird von jedem Urtheilesäb höchst dankenswerihe Modification des früheren Lehrplanes was Herr Lentz desfalls beibringt, ist nur geeignet, Heüterk