1844 / 89 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

Stettin, 25. März,. (*. Schlesfen täglich schr knapp sind. Englan

daß heute ge ) * 2 . weißer kaum mehr zu?

Auch andere Gattungen Weizen würden Käufer haben, während alte sest auf letztbezahlte Preise gehalten wird. während der letzten Tage etwas billiger zu kaufen. Käuser und zu 333 2 35 Rthlr. 32 Rihlr. zu machen, pr.

In Verbindung mit den

gekanntmachungen.

233 Avertissem ent. Die Banko⸗Obligation Litt. M. Nr. 32,744, über den Betrag von S0 Thlrn. lautend, welche das Patri= monialgericht Zwirnitz für den Johann Gottfried Klemz beim Königlichen Banko⸗Comtoir zu Stettin am 1. Mai 1837 zins bar bestätigt hat, und auf welche die Zinsen seit diesem Tage noch nicht bezahlt sind, ist nach der An⸗ gabe des Inhabers, Knechts Johann Gottfried Klemz, bei dem im henschaftlichen Wohnhause zu Quisbernow in der Nacht vom 26. auf den 27. August 1841 statt-= gehabten Brande verloren gegangen. Auf den Antrag des gedachten Knechts Klemz werden alle diejenigen, welche an die benannte Bank-Obligation Litt. NM. Nr. 32,714 über 80 Thlr. als Eigenthümer, Cessionarien, Pfand oder sonstige Briefs⸗Inhaber Ansprüche zu ha⸗ ben vermeinen, hiermit aufgefordert, solche binnen drei Monaten, und spätestens in dem auf den 12. Juni 1844, Vormitt. 11 Uhr, vor dem Herrn Referen— darius von Dewitz anberaumten Termine entweder per⸗ sönlich oder durch zulässige Bevollmächtigte anzumelden, als welche ihnen die Justizräthe Teßmar und Hilde— brand und die Justiz⸗Kommissarien Villnow und Valen— tin vorgeschlagen werden, widrigenfalls sie mit solchen prälludirt, die erwähnte Bank ⸗Obligation amortisirt und an deren Stelle eine neue ausgefertigt werden wird. Cöslin, den 14. Februar 1844. Königliches Ober-Landesgericht. Civil-Senat.

m 4 t dn,

J. Nachbenannte Verschollene und deren unbekannte Erben und Erbnehmer:

1) Johann Friedrich Hagen, Schuhmacherlehrling, ge— boren am 6. Dezember 1808, welcher einem Ge⸗ rücht zufolge im Juli 1824 in der Elbe ertrunken, in jedem Falle seit dieser Zeit nichts hat von sich

ören lassen; ;

2) Johann Friedrich Conrad Hochgraebe, Leineweber= eselle, getauft den 18. März 1784, welcher seit ire Entfernung von hier länger als 10 Jahren k. von seinem Leben und Aufenthalte egeben;

3) 23 Heinrich Caspari, geboren den Ja⸗ nuar 1798 zu Siegersleben, der sich im Jahre 1831 von hier nach Mexiko begeben und seit die ser Zeit keine Nachricht von sich gegeben hat.

II. Die unbekannten Erben

4) der Wittwe Büschner, Marie geb. Kratzenstein, am 10. Februar 1841 hier verstorben;

5) der unverehel. Catharine Elisabeth Schnobbel, am 12. September 1834 in der Friedrichsstadt ver— storben;

6) der Marie Lossius, 48 Jahr alt, welche am 309. Mai 1841 hier, auf einer Reise begriffen, verstorben ist;

7) der Wittwe des Feldhüter Christoph Heyde, Marie Rosine, geb. Golisch, vorher verwittwet gewesenen Panne, am 1. Oltober 1836 hierselbst verstorben,

werden hierdurch vorgeladen, sich binnen neun Mona—

ten und spätestens in dem peremtorischen Termine an

Gerichtsstelle hier

den 15. Julius k. J., Vormittags 10 Uhr,

vor dem Land⸗ und Stadigerichts⸗-Rath Peguilhen schrist=

lich oder in Person zu melden und weitere Anweisung zu gewärtigen.

Im Falle die obigen Verschollenen zu J. oder deren Erben weder vor noch in dem Termine sich melden, so werden erstere für todt erklärt und es wird ihr Ver— mögen den belannten Erben, in deren Ermangelung aber der fiskalischen Behörde, ausgeantwortet werden.

Gleichermaßen wenn für die Erblasser zu 1I. Erben sich nicht melden, werden die Nachlaßmassen gleichfalls e n ., Behörde zugesprochen und ausgeliefett werden.

Magdeburg, 12. September 1843.

Königl. Land und Stadtgericht.

27.

1835 Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 14. Oftober 1843. Das in der Rosengasse Nr. 33a belegene Oelonom Hamannsche Grundstück, gerichtlich abgeschätzt zu 6311

Thlr. 24 3 1 Pf., soll

am 24. Mai 1844, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Tare und Hy— pothelenschein sind in der Negistratur einzusehen.

Die unbekannten Neal-Prätendenten, so wie der dem Aufenthalte nach unbelanute Neal-Gläubiger, Zimmer— polier Johann Carl Friedrich Schulze, werden hierdurch, und zwar Eistere unter der Warnung der Präklusion, öffentlich vorgeladen.

390 Nethwendiger Verkauf.

Stadigericht 1 Berlin, den 9. März 1844. n 93 3. 12 belegene 47

ück, gerichtlich abgeschätzt zu 9780 Thlr.

2 Sgr. O6 Pf, soll n ern, . am 25. Oftober i844, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Taxe und Hö— pothelenschein sind in der Registratur einzusehen.

265 b

Faden über das Vermö e gen des hiesigen Kaufmanns . Moritz Brünslow der ben i he n, eröff⸗ . so werden alle diejenigen, welche aus irgend 22 Ker ande an den genannten Gemeinschuldner * * Vermögen, und namentlich an das dazu . 9 der Vadenstraße hierselbst Sub Litt. X. (gent Wohnhaus, Ansprüche und Forde= 1 2 hierdurch aufgefordert, der nachstehend vor uns auf hiesiger

Nachmin x Rar, . 3 Uhr,

2am 18. April d. J.. gehöri

; en, oder zu mmulicher Dia ten enn e

angesetzten Termine,

sie durch das J. Mn vubliꝛi

N. b. O.) Von 752 treffen * in, während andererseits Bodenräume hier , . abermals flauen 7 * aäußerf dies auf den Verkauf einen sehr nachtheiligen influß, so = . schles. von 124/125 Psd. kaum mehr zu 50 Rihlr. zu begeben sein würde. nur zu etwas billigeren Preisen . Waare jedoch nicht nietriger erlassin und noch Saamen. Rapps und Schlagleinsaamen wie am Freitag, Kleesaamen sind neue Zuführen aus Hinterpommern eingetroffen, g in geringer Qualität, die nicht beliebt und schr schwer verkäuflich, während Sgr. Geisse zeil. joꝛ 1129fd. 21 a 30 Sgr., feinere gefragt und nicht billiger zu kaufen ist. r 25 73 Nthlr. bezahlt, auf 8 Rthlr. fest gehalten, pernauer auf 97 Rihlr. ö

Am Landmarkte war Weizen Roggen in loco ohne nominell, auf Lieferung im Frühjahr Juni / Juli 343 Rihlr. bezahlt. Gerste ist zu!

536

26 Rthlr. 18 Rthlr. Landmarkt vom 23sten d.:

Weizen. Roggen. Zufuhren . . . 21 16 Preise 50 53 33 3 35

haben, 106 / Iozpsd. Oderbruch zu 25 Rihlr., 104 M06pfd. schles. Hafer ebenso, pommerscher von mindestens 52 Psd. pr. Erbsen bleiben rar und gefragt. Gerste.

22 3 24

27 bis

Schff.

Hafer. Erbsen. 12 6 4 Wsp. 17 219 32 à 35 Rthl.

Von weißem ür doch nur 37 Sgr.

bezahlt.

6 Sgr.

Säe-⸗-Leinsaamen, rigaer

m ö K

Danzig, 23. März. Weizen Jig 134pfd. 353 a2 S Erbsen 32

i Hafer 65 13 Nthlr. pr. 120 Quart 80 5H Tr.

Spiritus aus erster Hand zur Stelle 25 24 75. Auf Lieferung im Frühjahr 243 956 B Rüböl in loco 10 Nihlr. gefordert, auch bei einer kleinen Partie be⸗ zahlt, pr. Sept. /Olt. 11 Rihlr. Br. und Geld. Leinöl auf Lief. 103 Rihhr.

.

Marktbericht. An der Bahn zahlte man 70 Sgr. Roggen 112 125ps8. 32 2 Sgr. Wicken 30 a 31 2zeil. 105 116pfd. 30 Scheffel. Spiritus 12

2 40 Sgr., graue 40 a 45

70pfsd. 18 a 20 Sgr. pr.

.

klusiv⸗Erkenntniß werden präkludirt und von aller Theil— nahme an schlossen werden. Stralsund, den 7. März 1844. Verordnete zum Stadtkammergericht. 1 (gez. Erich son.

1391 Das Niedergericht hierselbst hat auf Imploriren ab— seiten Herrn Jacob Schleiden Dris., mandat. nom. Johann Jacob Bergmann zu Berlin und Joseph Tie— senbacher hierselbst, als Inhaber der ehemaligen hier und in Berlin bestandenen Firma Bergmann & Tie— fenbacher, ein öffentliches Prollam dahin erkannt: daß alle diejenigen, welche an das seit dem 4. Ja⸗ nuar 1823 in Hamburg bestandene, von den Implo— ranten unter der Firma Bergmann C Tiefenbacher gesührte, jedoch mit dem 31. Dezember 1843 wieder aufgehobene Sozietäts-Geschäft, oder an einem der beiden bisherigen Associss aus irgend einem Grunde, er sei welcher Art er wolle, xrechtsbegründete An⸗ sprüche zu haben, und deshalb der Aufhebung der Firma, so wie der Uebernahme und Liquidation des Hamburger Geschaͤfts durch Tiesenbacher, aus irgend einem Rechtsgrunde widersprechen zu können vermei— nen möchten, schuldig und gehalten sein sollen, sich mit diesen ihren vermeintlichen An= und Widersprü chen bis zum 9. August 1844, als einzigem und peremtorischem Termine, und zwar bei Strafe des Ausschlusses und eines ewigen Stillschweigens, in dem Niedergerichte zu Hamburg (und zwar Aus⸗ wärtige durch hiesige Bevollmächtigte) zu melden, selbige auf Verlangen gehörig zu justisiziten und den Sprüch Rechtens zu gewärtigen. Hamburg, den 19. März 1814. Zur Beglaubigung G. Pemöller, Dr., Attuarius.

Literarische Anzeigen.

Do rr o 8 Duncker und Gum— blot sind so eben erschienen und daselbst, so wie in allen Buchhandlungen, zu haben:

(J 7 . 8 7 18 * 43 *

Deinhardstein's Gedichte. g.“ geh. 15 Thlr. eleg. geb. 153 Thlr.

Dielitz, Thor,, Grundriß der Weltgeschichte für Gomnasien und Nealschulen. Ate Ausl. gr. 8. 5 Thlr.

Yeussi, Jacks, die Experimental-Physik, metho disch dargestellt. 2Zter Kursus: Von den phꝰsikali⸗ schen Gefetzen. 2te verbess. Ausl. Mit 6 Kupfer— tafeln. gr. 8. 1 Thlr.

Krüger, M. S., Die Botanik in drei Lehr⸗ stufen methodisch bearbeitet. Zum Gebrauch für Realschulen und Gymnasien. Erster Kursus. Pflan— zen -Beschreibungen (Phvtographien) nebst einer Erläuterung und bildlichen Barstellung des Linné schen Systems und einem Wörterbuch der botani— schen Terminologie. gr. 8. 5 Thlr.

Varnhagen von Ense, a. A, rr—

; ö . 3 4

ben des Feldmarschalls Jacob Keith. 8. geh. 17 Thlr.

Wachsmuth, W., Weimars Musen— hof in den Jahren 1772 1807. Historische Slizze. gr. 8. geh. 1 Thlr.

3

Wöhler, F, Grundriß der Chemie. Zweiter Theil. Organische Chemie. Zte verb. Ausl. gr. 8. 1844. 3 Thlr.

In kurzem erscheinen ebendaselbst:

2

Burat, A., angewandte Geognosie oder das Aussinden und der Bau nutzbarer Mineralien. Aus d. Franz. übersetzt von H. Krause und J. P. Hochmuth. Mit 166 Abbildungen der pariser Original-Ausgabe. gr. 8. geh.

Kreuser, J., Dombriefe oder Beiträge zur alichristlichen Kirchenbaukunst. gr. 8 geh.

R 2. k Rosenkranz, K.,, Georg Wilhelm Frie⸗— 8 522 J

drich Hegel S Leben. Ein Supplement

zu Hegeß's Werlen. Mit dessen Bildnisse in Stahl gestochen von C. Barth. gr. 8. geh.

387 Im Verlage von

„oder am 4., oder endlich anzumelden und zu be⸗= n öf- ende Pra

Theremin, F., der Rhein und Jeru⸗—

salem, eine Phantasie für die Charwoche. Mit Holzschnitten nach Zeichnungen von E. Holbein. 4. geh.

So eben ist versandt worden: . L. Schubar's Mysterien von Berlin.

Zweiter Band. 8. eleg. brosch. 230 Seiten. 1 Thlr.

Wochen drei

Allgemeiner Anzeiger.

der Brünslowschen Konkursmasse ausge⸗

Wenn zwar ein Werk, dessen erster Band binnen acht

wir doch nicht umhin, auf das ausgezeichnete Interesse des gegenwärtigen Bandes, dessen Personen den höheren Kreisen unseres Residenzlebens eninommen sind, auf merksam zu machen.

Verlagshandlung von Carl Hevmann.

Zu einem passenden Confirmations-Geschenk eignet sich besonders und ist durch alle Buchhandlungen zu beziehen:

Deutsch durch Dr. Martin Luther.

Nach der letzten Ausgabe von 1545 von der Leipziger Buchdrucker⸗Innung als Jubel-Ausgabe im Jahre 1840 gedruckt.

. ö Thlr.

Berlin, im März 1814. Gropius sche Buch- und Kunsthandlung, Bauschule 12.

, ,

Aa(Gehrüder Scherk in Posen

ist erschienen und vorräthig bei W. Besser:

Klee, E. W., Regier. R. und beider Rechte Doktor. Ueber die Bedeutung der Sonoden in der evange— lischen Kirche und das Gesetz ihrer Organisation. Inhalt. Begriff der cvangelischen Kirche allge— meines Gesetz der kirchlichen Verfassung Begriff der Synoden Gesetz ihrer Organisation die Gemeindeordnung als Basis der Synodal-Verfas— sung die Kreis-Synode die Provinzial Sy⸗ node die Reichs⸗-Synode. Preis br. 10 Sgr.

3

Oeffentliche Handels -Lehran— kenn stalt zu Berlin.

Das Sommerhalbjahr in dieser, unter der besonderen Obhut der hohen Ministerien der Finanzen und des Unterrichts stehenden Anstalt, beginnt am 15. April. Die Lehrgegenstände sind: 1) Allgemeine Handelswis⸗ senschaft (Münz-, Maß- und Gewichtskunde, Lehre von den Wechseln, Staatspapieren, Börsen, Banken, Han dels-Gesellschaften, Fracht! und Schifffahrtskunde ꝛc.): Direktor Noback und Friedrich Noback. 2) Kaufmännisches Rechnen: Dieselben. 3) Waaren⸗ kunde und Technologie: Direkt. Nob ack. 4) Kauf männische Korrespondenz: Friedrich Noback.

5) Einfaches und doppeltes Buchhalten: Derselbe. 6) Mathematik: Dr. Salzenberg. 7) Allgemeine und Handels-Geschichte: Dr. Schw eitzer. S) Han⸗ dels-Geographie und Handels-Statistik: Lr. Freiherr von Reden. 9) Phosik und Chemie: Dr. Ram⸗ melsberg. 109) BDeutsche Sprache: Bittko w. 11) Französische Sprache: Depauburg und Acker⸗ mann. 12) Englische Sprache: Dr. Edward Moriarty. 13) Schönschreiben: Schütze. 14) Zeichnen: Unger.

Ueber die Bedingungen der Aufnahme von Zöglin gen, so wie wegen jeder anderweitigen Auskunft über die Handels -Lehranstalt, beliebe man sich an den Un— terzeichneten zu wenden.

Berlin, im März 1844.

. Direktor der Handels-Lehranstalt (Zimmerstr. 91).

393

Ein in einer der östlichen Provinzen des preuß. Staates, 30 Meilen von Berlin entferntes, ganz nahe an einer der stequentesten Chausseen belegenes

z der ö Allodial-Rittergut von einem Haupt Vorwerke und 3 Neben-Vorwerken, welches einer vor— geschrittenen Kultur sich erfreut, und einen Flächenraum von 8000 Morgen, unter welchen 3109 Morg. Weizen und Gerstboden (in 9 Schläge geth), 1100 Morgen sehr guter Roggenboden, 200 M. Wiesen u. 2009 M. gut bestandene Forst sich besinden besitzt, soll für 140,000 Thlr. mit 60,000 Thlr. Anzahlung verkauft werben. Das vorhandene lebende Inventarium besteht in 31 Pferden, 62 Ochsen, 76 Kühen und Jungvieh und in 3000 Schafen. Außer dem Patronat, der Ju⸗ risdiction, der hohen und niederen Jagd, hat das Gut noch Brennerei, Ziegelei, Fischerei, Geld- und Natu⸗ ral Gefälle. Das herrsch. Wohnhaus ist anständig eingerichtet und die Wirthschafts Gebäude sind größ tenlheils ganz neu. Nähere Nachricht hierüber ertheilt auf portofreie Anfragen der Güter Agent Neumann zu Schloppe in Westpr. 298]

Auf einem Landgute 10 Meilen von Berlin wünscht man Wiesen-Ueberrieselungen anzulegen. Diejenigen Herren Wiesenbauer, welche durch Atteste über ihre be⸗ reits ausgeführten Arbeiten sich ausweisen lönnen, wol

den Markgrafenstr. 53 1 Treppe, Nachmittags zwischen 3 und 4 Uhr.

3891 Erklärung.

sere Reisende oder Commissionaire ausgeben, um

sehen wir „daß Reisende noch. und diejenigen reisenden

Commissionaire

starke Auflagen erlebt hat,

iner besonderen Empfehlung nicht bedarf, so können

Verlagssachen führen, für eigene

len sich gefälligst der näheren Rücksprache wegen mel⸗

schäfte betreiben, wir also deren Handlungen durch- aus nicht vertreten können. Berlin, den 24. März 1844. C. G. Lüderitz sche Kunst⸗Verlagshandlung.

1300 1

In der Wilhelms-Straße Nr. 64 stehen zu verkau⸗ fen: ein solider und eleganter echt englischer Coupé, völlig zur Stadt und Neise eingerichtet, und ein nach englischem Modell in Wien gebauter, sehr hübscher und wenig gebrauchter Phaeton.

Thonwaaren-Fabriks—

26061

2 9 ? 262 Versteigerung. In der Stadt Kamenz (Königl. Sächs. Ober⸗Lausitz, 4 M. von Dresden) findet ()* 8 —— am 27. April d. J.

6

vie Barneigerunz aner Thonwaarenfabrik nebst Inventarium statt. ; Sie besteht aus einem cirea 150 F. langen massi—⸗ ven mit Ziegeln gedeckten, mit Blitzableitern versehenen. Haupt-Gebäüude, in welches zwei runde Brennöfen, zu vier Etagen jeder, eingebaut sind; einem gewöhnlichen langen Töpferofen von zwei Etagen nebst Brennhaus; einem Holzschuppen, Holzraum und einem Pferdestall; fließendes so wie Brunnenwasser ist ganz in der Nähe. Die in der unmittelbaren Umgegend vorhandenen sehr reichen Lager eines sehr vorzüglichen Thones, so wie die daselbst bestehenden billigen Holzpreise sind der Thonwaaren - Fabrication mehr als irgendwo günstig. Die Verbindung mit Dresden und Bautzen ist durch Chausseen gesichert.

Am 11. April d. .J.

findet ferner die Versteigerung

*

ene Pane glaͤsirter u unglasirter zer. Zuck erformen und

ene Pant Baster⸗, Lump und Raf⸗ sfinade⸗Potten

Nähere Auskunft ertheilt auf portofreie Anfra⸗

statt. ö Herr Georg

gen der Gerichts-Direktor und Advokat Craßo in Kamenz.

301 h

Heinrich Wie mer, Bandfabrikant aus Schwelm, bezleht die Leipziger Ostermesse zum Erstenmale. Sein Logis ist Reichstraße Nr. 50 S544.

Donnerstag, d. 28. März 1844, Abends? Uhr. laren Achtes Konzert

aer Sin g- Akademie, veranstaltet von den

Schwestern Fherese und Marie Milanollo,

unter gefälliger Leitung des Königlichen Konzert- Herrn ILubert Ries und Mitwirkung der Königl. Kapelle. , n 1) Ouvertüre. 2) Grolses Konzert in C-moll,

ausgeführt von Eräunlein The Lese Mi- lanollo. Ge

gesungen

Saale

11m

imelsters

von de Beriot,

; ; Arie aus Cenereniola, von Fräulein Hagen. ; dag ib und Rondo brillant, ven Vieux-

. 2 temps, ausgeführt von brualein Ma II6 J 2

lanollo. Duc

forte, zenedict und Beriot,

Fherese Milanollo e ue (Neu.) . 0uvertüre. Variations brillani

Fherese Mila-

cConcertant für Violine nnd Piano- über Motive aus der Somnambula, von ausgeführt von Fränlein

Steifensan d.

Theil.

es von Ariot, ausge-

sültrt von Fräulein

nollo. Ger 3) Gesang von Fräulein Hagen. 14) Sechste Polonaise von Mayseder« 2usge-

sührt von Kräul. Ma 1 6 Milanollo.

Morgens vor 9 oder

Da sich herumreisende Bilderhändler, wie uns vLer— schledene eingegangene Briefe beweisen, zuweilen , .

ei bem Publiko besser Eingang zu finden, dies aber für uns unangenehme Verwicklungen herbeiführen kann, so uns zu der öffentlichen Eiflärung veranlaßt: wir für unser Kunstgeschäft weder halten“ Bilderhändler, welche unsere

5) Hud eoncertant für 2 Violinen, ausges‚hrnt

von den Sclrwestern Therese Und Marie Milanollo.

Billets zu numerirten Plätzen à 2 Ihlr. sind in der Musikhandlung der 1Lerren Bote & eek- Jügerstrasse No. 42, so wie zu nicht numerirten Sitzplätzen à 1 Thlr. (k.-endaselbst, und beim Haus- wart der Sing- Akademie, an der Kasse, zu haben. geössnet.

Rechnung ihre Ge—

klerrn Rieiz, und Abends Der Saal wird um 6 Uhr

Das Abonnement beträgt: 2 Kihlr. für 4 Jahr. 4 KRthlr. . Jahr. 8 Rthlr. 1 Jahr. in allen Theilen der Monarchie ohne Preiserhöhung. IAnsertions-Gebühr für den Raum einer Zeile des Allg. Anzeigers 2 Sgr.

. n r

ußische Zeitung.

Alle post-Anstalten des Ju- nnd Auslandes nehmen SGestellung auf dieses Slatt an, sür Gerlin die Expedition der Alg. Preuss. Zeitung: Friedrichsstrasse Ur. 72.

Die vierteljährliche Pränumeration dieser Zeitung beträgt 2 Rthlt. Preuß. Cour. für das Inland. Expedition selbst (Friedrichs Straße Nr. 72) gemacht, und jeder innerhalb der Ringmauer der Stadt wohnende Pränumerant erhält das Blatt durch die Stadtpost, schon den

Berlin, Freitag den 29sten März . 3

AMA n die CFeser.

1844.

Bestellungen für Berlin werden in der Abend vor

dem angegebenen Batum, frei ins Haus gesandt. Auswärtige, des In- oder Auslandes, bewirken ihre Bestellungen rechtzeitig bei den resp. Pest-Aemtern; wer dies versäumt,

kann nicht mit Gewißheit die Nummern erwarten, die vor der hier eingegangenen Meldung erschienen sind. ist die Einrichtung getroffen, daß Inserate, deren Äufnahme in den Allgemeinen Anzeiger dieser Zeitung gewünscht wird, an den in Empfang genommen werden. „Preuß. Zeitung, außer gerichtlichen und anderen öffentlichen Bekannt⸗

Uebrigens

9 Uhr ab bis Nachmittags 4 Uhr in unserem Expeditions-Lokale, Friedrichs⸗Strase Rr. 72, Sgr. Um wiederholten Anfragen zu begegnen, wird zugleich bemerkt, daß in dem Anzeiger der Allg

einer Zeile 2

Für einzelne Nummern des Blattes ist der Preis 2

Sgr. Wochentagen von Morgens Der Preis der Insertion beträgt für den Raum

4 , 822 2 5rd 3 ö 2 ö ö 5 w 292 ( 9 1 . 4 3 . w 3 3 machuͤngen der Königl. Behörden, literarischen und Kunst-Anzeigen, auch Familien-Nachrichten jeder Art, so wie Industrie und Handel betreffende Anzeigen, stets Aufnahme

finden.

.

Amtlicher Theil.

Inland. Guhrau. Verein zur Unterstützung der Weber und Spinner.“ Königsberg. Festungsbau. Turnwesen. Breslau. Verein zur Abhülse der Noth unter den Webern und Spinnern Schlesiens.

Dentsche Bundesstaaten. Bavern. . zogs von Koburg. Baden. Karlsruhe. zweiten Kammer.

Desterreichische Monarchie. Verhältnisse zu Ungarn.) ;

Frankreich. Paris. Das Schreiben des Erzbischofs von Paris an den Kultus Minister und die Kritik desselben im Journal des Dés— bats. Briefe aus Paris. (Kammer Arbeiten:; Petitionen; die Na—⸗

boltoniden. Der Zeitungsstempel; der reformirte Constitutionnel.)

Gr oßbritgnien und Irland. Unterhaus. Abstimmung über Lord Ashley's Amendement zur Faktorei⸗Bill. Interpellation über die Er—

mortzung britischer Unterthanen auf der chinesischen Insel Formosa. London. Hof-Nachricht. Schreiben aus London. (Retrachtungen über Lord Ashlep's Aniendement zur Fabrik-Bill.) .

Niederlande. Aus dem Haag. Verlängerung des Einzeichnungs— Termins für die freiwillige Anleihe. ; k .

Belgien. Schreiben aus Brüssel. (Der Minister der öffentlichen Ar— beiten reicht seine Entlassung ein; Weiteres über den Parteikampf auf i fun des Universitäts-Prüfungs-Gesetzes; die Anleihe; Pensions—

Yesetz.

Schweden und Norwegen. Stockholm. Die Bestatfung des ver— storbenen Königs. Trauer-Cour bei Hofe. Die verwitiweie Königin wird nach Italien reisen. Die Reichsstände sollen zum Juni einbe— rufen werden. Die Wahl eines Kanzlers der Universität Upsalg.

Spanien. Schreiben aus Madrid. (Die Königin Mutter zu Valencia)

Portugal. Schreiben aus Lissabon. (Näheres über den Studenten— Aufruhr in Coimbra.)

Griechenland. Schreiben aus München. (Verfassung; Geldmangel und Mittel dagegen.) Handels- und Börsen⸗Nachrichten. Berlin und Paris. Börse.

Königsberg. Markbericht.

Der Violoncellist Kosso wski. Literarische Vorlesungen. Nom. Hypo geum im venetianischen Palast. —Berlin. Kölnisches Real-Gymnasium.

Verhandlungen der

Schreiben aus Prag. (Die Zoll—

Beilage.

Amtlicher Theil.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: Den Domainen-Rentmeistern Ueberson in Osterode, Schröder in Allnstein, Ziebarth in Heiligenstadt und Schloß in Guttowo den Charakter „Domainen⸗-Rath“ zu verleihen.

Ihre Königl. Hohrit die Prinzessin Albrecht ist nach dem Hang abgereist.

Bei der heute beendigten Ziehung der 3Zten Klasse S9ster Königl. Klassen- Lotterie fiel der Haupt- Gewinn von 15,00 Rthlr, auf Rr. 30,798; 2 Gewinne zu 3000 Rthlr. sielen auf Nr. 14,054 und 56,539; 1 Gewinn von 2000 Rthlr. siel auf Nr. 314,419; 1 Gewinn von 1000 Rthlr. auf Nr. 145,562; 1 Gewinn von 400 Rthlr. auf Nr. 57,89; 3 Gewinne zu 200 Rthlr. fielen auf Nr. 17,247. S0, 947 und 59,924; und 4 Gewinne zu 1090 Rthlr. auf Nr. 16,ů330. 19,510. 31,931 und 84,907.

Berlin, den 28. März 1841.

Königl. General-Lotterie-Direction.

Bamberg. Besuch des Her⸗

Auswärtige haben ihre Inserate unter der Adresse der Expedition in frankirten Briefen einzusenden.

Uichtamtlicher Theil.

Inland.

3 Guhrau, im März. (Br. 3.) Auch in unserer Stadt hat sich für die verarmten Spinner und Weber im Gebirge Theilnahme ge— zeigt; es hat sich ein Comité von den achtbarsten Männern gebildet, welche einen Aufruf an die Einwohner von Guhrau und der Umge— gend erlassen haben, und milde Gaben für dieselben in Empfang zu nehmen bereit sind. ( ö

Königsberg, 26. März. (K. 3.) Bei dem hiesigen Festungs⸗ bau waren auch den größten Theil des Winters über täglich etwa hundert Arbeiter angestellt, welche im Durchschnitt bis 8 Sgr. ver⸗ dienten; gegenwärtig beschäftigt sie das Ausheben eines tiefen und breiten Festungsgrabens. Ungeheure Massen Steine, Ziegel und Bau— holz bedecken einen beträchtlichen Theil des Herzogsackers, und sehr viele Tagelöhner oder Maurergesellen aus den lithauischen Kreisen werden bald in Thätigkeit treten, da die Arbeit in diesem Jahre mit größeren Kräften und Mitteln betrieben werden soll.

(K. 3.) Das Turnwesen hierselbst nimmt, unter der Leitung und Aufsscht verständiger und besonnener Männer, erfreulichen Fort= gang; die Zahl der Turner besteht gegenwärtig aus 900 Mitgliedern. Zum Frühjahr wird der Jahrmiarktsplatz in der hinteren Vorstadt planirt und zum öffentlichen Turnplatz eingerichtet; die etwa 600 Rthlr. betragenden Kosten bestreitet der Turn⸗-Verein aus seinem be⸗ reits auf 800 Rthlr. gestiegenen bestehenden Vermögen.

Breslau, 23. März. (Schl. 3) Dem Comité des „Ver⸗ eins zur Abhülfe der Noth unter den Webern und Spinnern Schle⸗ siens“ wurden vom Vorsitzenden mehrere Schreiben mitgetheilt, die von den neugebildeten Lokal-Vereinen zu Reinerz, Mittelwalde, Neu rode, Lewin und Wüstewaltersdorf eingegangen waren. So wün⸗ schenswerth es einerseits ist, daß sich möglichst viele Lokal⸗Vereine bilden, weil auf diese Weise am leichtesten der wirkliche Thatbestand der, Noth ermittelt werden kann, so wird es doch auf der anderen Seite für eine gleichmäßige Vertheilung der eingehenden Gelder von großem Nutzen sein, wenn die einzelnen Lokal-Vereine wenigstens Eines Kreises sich in eine gewisse Verbindung setzen. In mehreren der erwähnten Schreiben war mitgetheilt, auf welche Dörfer sich die Wirksamkeit der einzelnen Vereine erstreckt, ferner, wie viele Weber und Spinner in denselben wohnen Angaben, die für den hiesigen Verein maßgebend bei der Vertheilung sind, zumal wenn in der Folge noch die Hülfsbedürftigen von denen, welche ohne Unter⸗ stützung arbeiten können, geschieden werden. Außer den zugesagten jährlichen Beiträgen belief sich der Bestand der Kasse inkl. der nach Landeshut und Hirschberg schon abgesandten 800 Rthlr. auf 4677 Rthlr.; davon wurden vorläufig nach Mittelwalde 206 Rthlr.; nach Lewin 100 Rthlr., eben so viel nach Neurode und nach Reinerz, nach Wüstewaltersdorf 250 Rthlr. bestimmt; für Frankenstein und Reichenbach wurden 500 Rthlr. reservirt, sobald sich dort Lokal⸗-Vereine gebildet haben. Das Comité des hirschberger Vereins theilte mit, daß es die überschickten 400 Rthlr. auf die angegebene Weise, nämlich zur Einlösung der verpfändeten Leinwandstücke, ange⸗ wandt habe, auch versprach es nähere Mittheilungen über die ver⸗ pfändeten Waaren, so wie über die Persönlichkeiten der Verpfänder. Auf mehrere von auswärts zugegangene Schreiben wurde beschlossen, daß das hiesige Comité sich der Vermittelung direkter Bestellung auf Leinwand unterziehen und die schon eingegangenen Bestellungen reali—

siren wolle. Die Frage, ob der hiesige Verein als Central⸗Verein auf⸗ treten solle, wurde von neuem angeregt, zumal da er sowohl von den meisten Lokal-Vereinen, als auch außerhalb Schlesiens schon als sol⸗ cher betrachtet wird. Da den 1. April in Schweidnitz eine Versamm⸗ lung darüber entscheiden wird, ob ein besonderer Central⸗Verein ge⸗ bildet werden soll, mithin auch die Frage, in welche Stellung der breslauer Verein treten wird, wahrscheinulich zur Diskussion kommt, so beschloß man, zwei Deputirte zu dieser Versammlung zu senden. Als solche wurden gewählt Herr Ober-Bürgermeister Pinder und Herr General von Willisen.

Ausland.

Deutsche Bundesstaaten.

Bayern. Bamberg, 24. März. (F. M.) Se. Durchl, der regierende Herzog von Koburg und Höchstdessen Gemahlin werden heute von Koburg zu einem Besuche bei Ihren Königl. Hoh. dem Kron⸗ prinzen und der Kronprinzessin hier eintreffen.

Baden. Karlsruhe, März. (Karlsr. 3.) In der vorgestrigen (der A1sten) Sitzung der zweiten Kammer wurde wegen Abwesenheit des Regierungs- Commissairs Regenguer die Fortsetzüng der Verhandlungen über den Bericht des Abg. Bassermäan n, den Zoll-Tarif betreffend, vertagt und zur Berathung des Berichts des Abg. Welte über den Antrag des Abg. Böhme, die Aufhebung der Nachsteuer bei Auswanderungen betreffend, übergegangen.

(Bad. Bl.) In der gestrigen (der 42sten) Sitzung wurde die Berathung über den Zoll-Tarif fortgesetzt. Abg. ler tadelte, daß der Gewichts⸗Abgang (decalo) von Waaren, namentlich von Oel, welches im Transitlager liegt, nach dem Einfuhr-Gewicht verzollt werden müsse, was Anlaß zu Streitigkeiten zwischen Beziehern und Spediteuren gebe. Es wird der Antrag angenommen, die Kammer wolle den Wunsch zu Protokoll niederlegen: es möge in Berathung genommen werden, ob nicht alle flüssige Waaren, die in den Freihafen zu Mannheim eingehen, nach dem Gewicht verzollt werden, welches siẽ im Au⸗ genblich des Uebergangs in den Konsumo haben. Bei dem Abschnitt Eisen spricht sich Gottschalk dahin aus, man solle einen Werthzoll einführen und das jetzige System der Gewichtsverzollung nicht nur theilweise der⸗ lassen. Sander verlangt eine genaue Unterscheidung der Halbfabri⸗ kate nach dem Maß der fortschreitenden Veredlung des Rohstoffes, da diese in der Regel den Fabrikaten gegenüber begünstigt seien; er glaubt, es lasse sich für solche Fabrikate, deren Werthe schwer zu un terscheiden seien, das System der Gewichtsverzollung beibehalten und gleichzeitig die Werthverzollung für solche Artikel einführen, deren Werth leicht zu erkennen, wie dies bei dem Eisen der Fall sei; er beantragt 52 Kr. auf den Centner Roheisen und 3 Fl. 10 Kr. für gewöhn⸗ liches Stabeisen, während die Kommission 32 Kr., beziehungsweise 231. 30 Kr. für hinlänglich erachtet. Regierungs⸗Commissair Regenauer erklärte, die Regierung sei fortwährend der Ansicht, daß ein Zoll von 52 Kr. nicht zu hoch sei; allerdings sei der Bedarf an Eisen von Jahr zu Jahr gestiegen, aber auch die Einfuhr des englischen Eisens das sich nicht blos bei Mannheim, sondern bis in die entferntesten Theile des Landes den Markt zu eröffnen wisse; die Absicht der Re⸗ gierung sei nicht, die vorhandenen Werke zu bereichern, sondern sie in den Stand zu setzen, ferner zu bestehen; von Ausschluß der Kon⸗ kurrenz des englischen Eisens sei nicht die Rede. Die Regierung habe Ver⸗ suche anstellen lassen, wie sich das englische Steinkohleneisen zu dem deut⸗

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Der Violoncellist Kossowski.

Es freut uns, nach dem zweiten Konzert, welches Herr Kossowski am 26sten d. im Saale des Hotel de Russie gab, eine günstigere Ansicht über ihn aussprechen zu können, als dieses nach seinem zuerst veranstalteten möglich gewesen wäre, indem damals Befangenheit oder irgend eiwas An—= deres der freien Entwickelung seines Spiels hemmend in den Weg getreten zu sein schien. Diesmal, wo wir zwei Piscen von ihm vortragen hörten, ließ derselbe ein nicht geringes Talent für sein Instrument durchblicken, und behandelte dasselbe mit Krast, Sicherheit und ziemlicher Reinheit, obgleich die Bogenführung nicht überall die vorzüglichste war und in Be⸗ zug auf, Discretion noch zu wünschen übrig läßt. Ein Andante und Polacca von Romberg spielte er mit Fertigkeit, und in den Variationen über ein Thema aus dem „Alpenkönig“ war auch Anlage für guten und gefühlvollen Vortrag nicht zu verkennen. Herr Kossowski verspricht, dereinst, wenn derselbe erst durch die Einwirkung der Kunst geläutert, durch Studium großer Meisterspieler gebildet sein wird, Ausgezeichnetes zu leisten: er ist ein Edelstein, dem jedoch die letzte Politur durch Künstlerhand noch werden muß. Uebrigens ward ihm von der größ— tentheils aus feinen Landsleuten bestehenden, ziemlich zahlreichen Zuhörer⸗ schaft allgemeiner Beifall zu Theil, der auch einer von Mad. VBurchhardt vorgetragenen Arie aus Rossini's „Houna del Lage“ nicht fehlte.

Unter den Anwesenden bemerkten wir den berühmtesten und ersten jetzt lebenden Violonteli-Pirtuosen, Herrn Servals.

Literarische Vorlesungen.

Graf Suzor hielt am vergangenen Montag die von ihm im Voraus angezeigte öffentliche Vorlesung über französische Literatur vor einem ele= anten und gewählten Publikum, welches sich im Konzertsaal des Schau⸗ pielhauses versammelt hatte.

mit seiner Gegenwart. Der freie Vortrag des Redners zersiel in zwei Theile, von denen der erste eine gedrängte historische Uebersicht der Spiele und Ver⸗ gnügungen früherer Zeiten gab, womit die gebildete Gesellschaft die Stunden der Muße auszufüllen pflegte. Sehn bald schon nahm neben diesen der Geschmach an der Literatur die Muße der gebildeten Welt in Anspruch, so daß er gegen wärtig wohl mit als das vorherrschende Element des Salonlebens be⸗ zeichnet weiden kann. Dies gab dem Redner Veranlassung zu einer interessanten Vergleichung der Stellung des Literaten (hommes de lettres) von sonst und jetzt und zu einer kutzen treffenden Charakteristit des gegen= wärtigen Zustandes der Literatur bei den verschiedenen Völkern, vorzüglich im Verhältniß zu ihren Sitten und sozialem Leben. Im zweiten Theile seines Vortrags suchte Graf Suzor auf anziehende Weise die unterscheiden= den Merkmale der zwei großen Schulen hervorzuheben, welche in neuerer Zeit die literarische Welt in zwei Lager geschieden haben, die klassische und romantische. Seiner Meinung nach würde einer dritten, der ekleltischen, der Preis gehören, welche es verstehe, ohne einem ausschließlichen Genre zu huldigen, aus jeder das Beste zu entnehmen. Er führte Casimir Delavigne als den eigentlichen Typus dieser ellellischen Schule an und recitirte zum Beweise mit vielem Ausdruck zwei Fragmente seiner dramatischen Gedichte. Die Eleganz des Vortrags, die Reinheit der Sprache und die geistreiche e, , , des ee g e ef verschafften dem Redner zu wiederholten malen den verdienten Beifall seiner Zuhörer, welche mit sichtli iedi- gung den Saal verließen. e, e m ie,

Nom., 14. März. (A. 3.) Bei der Restauration der St. Markus= lirche in Palazzo di Venezia (Dienstwohnung des K. österreichischen Bot schafters) entdeckte Monsignor Bartolini ein in die klassische und christliche Alterthums , Wissenschaft außerordentlich wichtiges Hypogeum. Es ist dies eine Unterkirche. Sie zeigt Substructionen aus umfangreichen Travertin⸗

Der Hof beehrte zum Theil die Vorlesung z blanken, die mit denen vom Architekten Canina untersuchten im Grunde des

Palastes Doria und der Kirche Sta. Maria in via lata eine Ar⸗

beit sind. Man ist nun einig, daß über diesen giganti

des Alterthums einst die an n. Agrippa's , baute Basilika Pollatina, auch Palatina, sich erhob. Bekanntlich versammelte sich das römische Volk an den Sepßtijulien in ihr. Wie In schriften dokumentiren, ist das Höpogeum in seinen christlichen Bautheslen aus der Constantinischen Zeit; denn es stand laut ihnen schon längere Zeit als Philippus und Salias (343) Konsuln waren; die meisten zum or⸗ schein gekommenen cpigraphischen Monumente waren vom Wasser entweder zerstört oder doch stark beschädigt, da die Tiber, wenn sie anschwillt, hier gewöhnlich zuerst in das Weichbild der Stadt durch Souterrains eintritt Mosaiken und Malereien, wie es scheint, des neunten Jahrhunderts sind noch an den Wänden erkennbar. /

Kölnisches Real⸗Gymnasium.

Berlin. Die öffentliche Prüfung der Schüler des Kölnischen Neal⸗Gomnasiums findet Freitag den 29. März in dem Lokale der Anstalt, Scharrnstraße, Nr. 23, früh von 8 Uhr und Nachmittags von 2 Uhr ab, statt. Die Einladungsschrift des Direftors Dr. August enthält . Abhandlung des ordentlichen Lehrers Dr. Busse, „Beiträge zur Kritik der Sprache“, und die Schul-Nachrichten. Aus den letzteren ergiebt sich daß die Anstalt im Ganzen 20 Lehrer und 5 außerordeniliche Hilf · Lehre hat, und daß in neun getrennten Klassen im Sommer -Semester 388, im Winter-Semester 379 Schüler unterrichtet worden sind, von denen im Lause des Schuljahres 10 zur Universität mit dem Ii w niß der Reife übergingen Zwei Schüler verlor die Anstalt durch den Tod und 95 gingen aus den verschiedenen Klassen zu den von ihnen erwählten Berufsarten Über.

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