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ᷣ——
Manu⸗ et, ihre Hoffnungen neu belebt hat. Die Maü e,, ban n e ei. 4 — * 4 Garen, und in Folge ses Nohsiosses 6 inigten Staaten. In Frankreich stellt lavon auch auf den Märften der Vereinigten Sta ; J n. das vorgelegte Budget die Herstellung des 3 * zwi 4 — hmen und Ausgaben in Aussicht, und schon in iesem Jahre we 2 den Berechnungen des FJinanz · Ministers die Einnahmen sogar um * hunderttausend Franls sich höher stellen als die Ausgaben. Dleselben Somptome der Verbesserung geben sich in den verschiedenen isen bes nenen Kontinents lund. Briefe aus Caraccas sprechen von den guten Hoffnungen der Einwohner von Venezuela auf eine reiche Aerndte, und die Handelgkrise, die auch dieses reiche Land heimgesucht hatte, schein em Ende nahe zu sein. Eben so gut lauten die Berichte aus der Insel 2 Namenilich zeigt der Hafen von Matanzas eine zunehmende Leb= hasti freit in den Geschäften. Ein Brief von dort von Mitte Januar sagt: Aufi. Rhede bietet einen außerordentlich lebhasten, glänzenden Anblick; fechsundsechzig Schiffe schließt sie ein, die ihre Einfuhren ausladen und da⸗ egen unsere köstlichen Produfte einladen, besonders Melasse,; deren Preis in oige der Zunahme der Aussuhren um einen Real per Faß gestiegen ist, und aller Wahrscheinlichkeit zusolge noch höher steigen wird. Auch der Jucker hat ein, wenn auch noch schwaches 2 Preise erfahren; aber die Zukunft erschließt sich unter günstigen Au pizien, und bald werden unsere merkantilischen Operationen dem Pflanzer vielleicht eine bessere Perspeltive öffnen.“ ne, ist endlich der Aufschwung, den die Geschäfte in Baumwolle in den Vereinigten Staaten genommen haben. Dieser Aufschwung, der nur die Rückwirkung des auf den Märkten von Liverpool und Havre eingetre⸗ tenen Steigens war, hat das Niveau seiner beiden ursprünglichen Quellen weit überschritten. Es mußte so kommen, denn Alles in der Welt beruht nur auf Wirkung und Gegenwirkung, und in der Regel gehen Vertrauen und Mißtrauen zuerst über das Ziel hinaus. Die Pflanzer und die Spe⸗ kulanten sind der Zulunft zuvorgekommen und haben, so zu sagen, ihre Hoffnungen eskomptirt. Der Baumwollenhandel ist gewissermaßen eine Lotterie geworden, deren Loose zu Liverpool und Havie gezogen werden, und die dann jedes Dampfschiff hierher überbringt. Und was vor Allem das Vertrauen der Spekulanten beweist, ist der Umstand, daß der Nößte Theil der gekauften und verkauften Baumwolle aus den Vereinigten Staa—⸗ ten nicht hinausgegangen, von den Häfen des Südens nur nach dem von New- ort gekommen ist, wo man die Nachrichten früher hat, und die Kon= junkturen daher schneller benutzen kann. Diese Thatsache geht aus der Ver⸗ seichung der Ziffern der Ausfuhren von New-Orleans vom 1. September is 17. Februar des letzten Jahres und dieses Jahres hervor. Im Jahre 1843 waren während dieser sechs Monate von New-Orleans 60 787 Ballen Baumwolle nach den Häfen des Nordens der Vereinigten Staaten und 461,925 Ballen nach Europa erpedirt worden. Im Jahre 1844 wurden in demselben Zeitranme 110,154 Ballen nach dem Norden der Vereinigten
teral, 5 Tabackspfeisen, J Tabacksdose, 2 Eigarrenta⸗ Gekanntmachungen. schen, 4 Tabacksbeutel, 1 Cigarrenspitze, 3 Shawls, 13 Taschentücher, 1 Halstuch, 1 Umschlagetuch, 1 Sitz 143531 lisen, 1 Neisetasche, J Fußtasche, 4 Buch, 19 Hand— schuhe, 2 Kinderschuhe, 1 Gummischuh, 3 Filzschuhe, 1 Paar Stieseln, * a 1 Tuchnadel, 1 lleines messingenes Schloß, 1 Geldstück, 1 Medaillon, A4 Mützen, 1 Hut, 1 Chemiset, 1 Ueber⸗ hemde und 1 Pappbüchse von unseren Beamten gefun— den und abgeliefert worden sind. Wir fordern hier— durch die Eigenthümer derselben auf, sich binnen 4 Wo— chen als solche zu legitimiren und die Gegenstände in Empfang zu nehmen, widrigenfalls dieselben nach In— halt unseres Reglements entweder an das Königliche Stadtgericht abgeliefert, oder zum Besten unserer Un— terstützungs-⸗Kasse verkauft werden. Berlin, den 4. April 1814. ö 459 Die Direction der Berlin-Frankfurter Eisenbahn⸗
12140] Nothwendige Subhastation.
Die beiden verbundenen, unter Nr. 33 und 34 at- in der Baustraße hierselbst belegenen, unter Nr. 25 des Höopothekenbuchs verzeichneten, den Stadtbaubeamte Jungferschen Eheleuten gehörigen Häuser, abgeschätzt auf 5339. Thlr. 7 Sgr. 8 Pf., zufolge der, nebst Hopo⸗ ihekenschein und Bedingungen in unserem Büreau Rr. einzusehenden Taxe, sollen
am 28. Juni 1844, Vormittags 11 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle, im Instructions - Zimmer
Nr. 2, vor dem Herrn Land und Stadtgerichts Rath
Goehde subhastirt werden.
Kolberg, den 28. November 1813. Königl. Lanb- und Stadtgericht.
I2207] Subhastations-Patent. Nothwendiger Verkauf.
Von dem Königlichen Land- und Stadtgericht zu Stettin soll das Meile von Stettin auf bem alten Tornei belegene, aus folgenden, zusammen ein Ganzes bildenden Grundstücken, als 1) dem Ackerwerk Nr. 4 von 4 Hufen und zwei Käm—
pen nebst Wiesen, 2) dem Ackerwerk Nr. 24 von 4 Hufen nebst Zube⸗ behör und zwei bei Bollinken belegenen Wiesen, 3) dein sogenannten pommerensdorfer Kamp Rr. 1296, 4) dem Ackerwerk St. George oder St. Jürgen Nr. 9 und 10 nebst Zubehör, 5) dem Ackerwerk Nr. 30 von 3 Huse, bestehende, dem Kaufmann Johann Friedrich Wilhelm Müller zugehörige Ackerwerk, abgeschätzt auf 104,31 Thlr. 19 Sgr. 6 Pf. eig der nebst Hypothekenschein und Bedingungen in der Registratur einzusehenden Taxe, am 19. Juni, n , ng 111hr, an erdentlicher Gerichtsstelle hierselbst subhastirk werden.
37251
Rheinpreußische
Gesellschaft.
Die statutgemäße jährliche General Versammlung soll am 2. Maid. hofe zum Prinzen von Preußen, am Bahnhofe hier⸗ selbst, stattsinden, und sind von den Betheiligten die Stimmzeltel bis zum Iͤsten d. Mis, einschließlich auf unserem Büreau in Empfang zu nehmen. Bej beab sichtigter Vertretung durch Bevollmächtigte sind die be— züglichen Vollmachten spätestens bis zum 287sen d. Mis. bei uns einzureichen, um deren Prüfung vornehmen zu können. Düsseldorf, den 4. April 1844.
Die Direction.
620
Staaten und nur 186,641 Ballen nach Europa versendet. Die Differenz ist, wie man sicht, enorm, und die Spekulanten fangen auch bereits an, die Wirkungen dieser Anhäufung zu fürchten, und kommen zu der Ansicht, daß ein Absluß nach Europa voriheilhaft sein könnte. Wird diese Meinung all⸗ gemein vorherrschend, so wird sie unausbleiblich ein beträchtliches Steigen der Frachten herbeiführen; aber je länger man wartet, desto größer wird auch der Mißstand werden, wie auch der zu Charleston erscheinende Mer⸗ cury bemerkt, indem er zur Vermehrung der Ausfuhr anräth. Anderer- seits mußte diese Zurückhaliung der Bauniwolle auf, dieser Seite des atlan⸗ tischen Meeres und die Verminderung der Ausfuhren darin, welche seit 189 nicht so gering gewesen waren, ach auf die einopäischen Märfte ihren Einfluß äußern; es ist zu besorgen, daß große Versendungen ein Sinken der Preise auf den Märkten von Liverpool und Havre herbeiführen. Es ist dies das ziemlich feststehende Gesetz der Handels sichwankungen. ; Wie es nun aber auch am Ende mit der Zukunst dieser großen Agio— tage im Baumwollen - Geschäfte sich verhalten mag, die seit fünfundzwanzig Jahren stets mit großem Gewinn begonnen und stets mit ungeheurem Ruin für diejenigen geendet hat, welche sich den Wechselsãllen derselben für ihre eigene Nechnung und mit ihren eigenen Kapitalien hingegeben haben, so ist doch begreiflich, daß sie dem Handelsleben einen Aufschwung geben mußte, dessen Wiedererstehung bereits in Folge allgemeiner Ursachen begon⸗ nen hatte. Es war in der That unmöglich, daß ein Land mit einem so unermeßlichen, so reichen Boden, wie die Vereinigten Staaten, deren Vevöl⸗ lerung sn thätig, so industriös, so unternehmend ist, wie es die Ameritaner sind, es war — * — sage ich, daß ein solches Land lange in der Er⸗ starrung und dem Elende bleiben konnte, in die es durch die seit 1836 auf eingnder gefolgten finanziellen Krisen gelommen war. Um es von dieser Eistarrung wieder zu erwecken, der bedrängten Lage ein Ende zu machen, brauchte es nur etwas Vert auen, Klugheit und Sparsamkeit, drei Bedin⸗ gungen zum Ersolge, die eben so nöthig sind im Verhalten von Völkern, wie von Individuen. Das Vertrauen ist wiedergekehrt mit der Befestigung des Geld ümlaufes und Hinwegräumung der Ruinen desselben; der Geld⸗ mangel auf dieser Seite des atlantischen Meeres und der Man— gel an Vertrauen auf Seiten Europa's, haben nothwendigerweise zwei andere Resultate herbeigeführt, nämlich die lluge Vossicht, und die Sparsamleit, durch Vernichtung des fentlichen und individuel- len Kredits und Herabbringung der Ziffer der Einfuhren unter jene der Ausfuhren. Zum erstenmale seit langer Zeit hat songch dieses Land mehr erhalten, als es ausgegeben hat: bald sing wieder einige Ordnung an sich einzustellen in seinen Verhältnissen, und durch das mer negative als afsirmative Verdienst allein, daß es abzuwarten und zurück= haltend zu sein wußte, sieht es jetzt seine Prosperität don Tag. zu Tag sich vergrößern. Ich darf nur auf die wahrhast außerordentliche Zunghme der Einfuhren im Hafen von New-Non in den ersten vierundzwanzig Tagen des Monats Februar hinweisen. In densclben hat die Douane von New⸗ Nork von den eingeführten ausländischen Waaren die Summe ven zwei
Millionen fünfhundertsechsundachtzig Dollars erhoben, was
Allgemeiner An zeiger. Literarische Anzeigen.
Bei Firmin Dädot Fräres in Paris erschien —
S. Mittler
5 Schlüssel, 1 Sporen, 1 Petschast,
haben:
Gesellschaft. empfohlen werden:
ohne Wrlb., dessen französ. Lesebuch,
v. Plotho's Flußnetze über J., Morgens 10 Uhr, im Gast— — 3 n
3766
Zugleich werden alle unbekannte Neal - Prätendenten 46 aufgeboten, sich, bei Vermeidung der Präkflusion, späte⸗ . stens in diesem Termine zu mesben.
„Auf den Antrag der hiesigen Kausleute Carl Eduard Alexander Bollmann und Earl Heinrich Roth werden alle diejenigen, welche aus irgend einem Rechts verhält⸗ nisse an die genannten Extrahenten, oder an deren Ver— mögen und an das dazu gehörige, in der Badenstraße hierselbst sub Litt. A. N. 259 belegene Haus c. p. namentlich aus dem seit dem Jahre 1832 unter der ima: Bollmann et Roth von ihnen gemeinschasftlich etriebenen und ihrer Anzeige nach mik dem Schluffe des Jahres 1812 wieder . Fabrift⸗Geschäst Ansprücht und Forderungen zu' machen berechtigt u hierdurch aufgefordert, soͤlche' in einem der nachstehend vor uns auf hiesiger Weinkammer Nachmittags 3 Uhr angesetzten Teimine, als; am 28. März oder am 458 11. oder endlich am 25. April d. J. gehörig anzu= melden und zu bescheinigen, oder zu erwarten, daß sie durch das in n, . Diät am 8. Mai d. J. zu Pubhzirende Prättusio-Erkenntniß werden prällubirß und r immer abgewiesen werden. Stralsund, ben 14. März 1844. Verordnete zum Stadilammergericht. Erich son.
1373 b1 Berlin⸗Frankfurter Eisenbahn. g an d Wir bringen hiermit
zur öffentlichen Kennt= niß, daß im J. Quartal b. J. folgende Gegen⸗
macht.
(L. S.)
von ihnen bis Hagendorff
ände, als: 1 Wickel- 3 oder durch einen mit schriftlicher Vollmacht ver= ehenen Mandatar zu erscheinen, um ihre etwanigen Ansprüche und Forderungen bei Strafe des Ausschlus⸗ ses und ewigen Stillschweigens anzugeben. Bremen aus der Kanzlei des 29. März 1841.
and, steinerne Krule,
sn 1 sKorbflasche, 2 Papier⸗
rollen, 1 Packet in Pa-
⸗ 2 ö 33 1 a 9. . 6 em,. uch, acket mi
¶Weste, 12 Stode, 1 Negenschum, Regenschirm⸗ Fut⸗
tober vorigen Jahres zu Waren ahb intestato verstor⸗ 272h] benen unverchelichten Ehristine Juliane Johanne Baer—
wald, zur Anmeldung und Darlegung etwaniger Erb— rechte an den Nachlaß dictac desungtae vo hiesiger Großherzoglicher Justiz- Kanzlei ein Termin auf den vierzehnten Juni d. J. anberaumt, und die des⸗ allsige Ladung in extenss sowohl den Schwerinschen Anzeigen, als der Stralsunder Zeitung inserirt worden, so wird solches fernerweit hierd arch gemeinkundig ge⸗
Gegeben Güstrow, den 26. Mart. 1844. Großherzogliche Mecklenburg ⸗ Schwerinsche Justiz⸗
Edikt a!⸗ Ladung.
Nachdem das Obergericht der sreien Hansestadt Bre—⸗ men auf den Antrag der hiesigen Bürger Carl Friedrich Hagendorff und Johann Heinrich eine Ediltal⸗ Ladung der unbekannten Gläubiger der zum 1. Januar 1514 unter der Firma C Grote hierselbst geführten Wein⸗ handlung erkannt hat, so werden alle uͤnbekannte Gläu— biger, welche an die unter der Firma Hagendorff C Grote bestandene Weinhandlung oder an deren bisherige Inhaber bis zum 1. Januar 1814 aus irgend einem Grunde Ansprüche oder Forderungen zu haben vermeinen, ,, am Donnerstag den 9. Mai d. J.,
vor der zu diesem gwecke angeordneten Kommission in nomie, nach Abzug der Rhederlammer auf hiesigem Nathhause . 1itzo Ch mühle 1009 Thlr. und der 31
so eben und ist in Berlin bei E. (Stechbahn 3), A. Duncker und H. Schroeder zu
ue wer sur Louvrage de M. de Gustine, intitult 1a Russie
en 1839. — Par un Russe. Prix brochs 25 Sgr.
Fränkel, cours de legons—.
doit er — S Tor sr esa* 8 dessen 1a bleaux de l'histoire de France. Fe üUer⸗ Ve . sicht rung? ö. III. Neueste Geschichte, Mager, fran zös. Anthologie, Streits Schul -Atlas mit erklär. Nandtert u. th Fl alle Theile der Erde. Der Werth dieser Sachen ist anerkannt; die geach⸗ tetsten Pädagogen hahen sie empfohlen und in den re— nommintesten Lehr⸗Anstalten ist deren Einführung erfolgt. Carl Heymann Geil. Geiststr. J).
ea, we. , Albert Wohlgemuth in Ber—
lin, Scharrnstt, Nr. 11, ist so eben erschlenen und ö . e . .
buch 36 Vlc han bungen ' . sch a) Lehenslust, b) Wanderers Nachtlied, . *
Strauso, Dr. . GRönigl. Hof. u. Dompred.),
; redigt gehalten am ersten Wann auf Antrag des Advokaten von Schultz all— * ; Om. Geh. il hier, qua euratoris hiereditatis jacentis der am 6. Ok—
1
auf eine Einfuhr von ungefähr sieben Millionen Dollars nur an besteuerten Artikeln allein schließen läßt. Vom 10ten bis zum 13ten einschließlich waren zu New Nork 69 Dreimaster, 44 Baiken, 81 Briggs und 152 Goeletten eingelaufen, und darunter waren 9 Dreimaster, 20 Varken, 44 Briggs und 20 Goeletten von ausländischen Häfen gekommen; eine Bewegung, die wahrhaft staunenswerth ist. .
Die Vertheidiger des gegenwärtigen Tarifs haben daraus einen Grund zur Vertheidigung desselben gegen die Angriffe hernehmen wollen, denen er ausgesetzt ist. Sie sagen, man sehe daraus, daß er nicht so tyrannisch sei, als man vorgebe, da er so günstige Resultate hervorbringe. Aber wer kann denn sagen, ob nicht diese Nesultate bei einem liberalen, billigeren Tarif noch weil günstiger wären? Wohl darf man annehmen, daß wein die Aus⸗ fuhren zunehmen, und mit ihnen die Einkünfte des Schatzes, so ist nicht der Tarif davon die Ursache, sondern es ist trotz desselben der Fall. Der Aufschwung des Handels ist die logische, natürliche Folge seines langen Darniederliegens; er ist die Wiedergenesung, die auf eine lange Krankheit folgt. Dieses Land wurde von der Natur so reich ausgestattel, es hat so üppige Lebenssäste, daß es nur der Gesundheit bedarf, um staik und mäch⸗ tig zu sein. Daß es sesten Schtittes und rasch auch dem sernen Ziele zu⸗ strebe, braucht es nur nicht von Fesseln gehemmt zu sein. Wenn es wahr wäre, daß seine gegenwärtige frische Kraft von dem Schutze abhinge, die ein prohibitiver Tarif gewährt, wie die Whigs behaupten, so müßten diese Letzteren dann auch anerkennen, daß der Beweis von der Nutzlosigleit einer National-Bank durch dieselbe Thatsache dargethan ist.
Aber lÜassen wir jede Erörterung der Ursachen des Wiederauflebens der Handels-Thätigkeit bei Seite und betrachten wir blos deren Wirlungen. Das Steigen des Werths des Grund-Eigenthums seit einigen Monaten ist nicht minder bemerkenswerth, als es jenes der Stocks oder industriellen Actien der Staaten oder Corporationen in der letzten Zeit war. Daraus erklärt sich auch das Wiedererwachen der Baulust, die seit längerer Zeit so ziemlich eingeschlafen schien. Ueberall hört man von Eirichtung neuer Ge—⸗ bände, und der obere Theil der Stadt bevölkert sich wie durch Zauber. Es ist natürlich, daß die Eigenthümer diesen Umstand benutzen, um die Preise der Mieihen zu steigern, die bereits im Broadway, dieser großen Lebensader von New. ort, bedeutend gestiegen sind. Deshalb hat vor einigen Tagen ein hiesiges Blatt seine Leser, die meist der Mittelklasse angehören, daran erinnern zu müssen geglaubt, eiligst ihre Miethe mit den Eigenhümern zu erneuern. —
Wenn dieses Vorwärtsschreiten des öffentlichen Vemrmögens in den Ver⸗ einigten Staaten von einer Kraft-Anstrengung unterstützt würde, zur gewis⸗ senhasten Eifüllung übernommener Verpflichtungen und Verbannung des schmachvollen Spstems der Schuld-Ableugnung zü gelangen, so würde ohne Zweifel der amerikanische Kredit in der öffentlichen Meinung bald und voll= ständig wiederhergestellt sein. Was Maryland und Pennsplvanien jetzt thun, ist wenigstens ein Anfang dazu, der hoffentlich auch Nachahmung anderwärts sinden wird.
ren neuerbaute, mit doppelten Sägen gehende Schneide⸗ mühle, schneidet bei günstigem Wasser jährlich über 2000 Blöcke. Eigene Jagdgerechtigkeit, welche sich noch auf mehrere angtänzende Reviere erstreckt. .
Verkaufspreis 150, 000 Thlr., Anzahlung 15. 0 0 Thlr.
Der Oberförster Herr Egeling in Tarce bei Jaro—= cin (Pleschner Kreis) wird auf alle Anfragen genü— gende Auskunft ertheilen.
Freitag, den 12. April 1844, Abends 7 Uhr. Twölstes und Abschieds- Konzert
Bei Gelegenheit des Klassenwechsels können mit Recht ma i8 2aIe der Sins - AEademie,
veranstaltet von den
137061 Schwestern Therese und Marie Milanollo
unter gefälliger Leitung des Königl. Konzertimeisters Herrn Hubert Ries und Mirwirkung der Königl. Kapelle. Er eier Theil,. 1) 0uvertüre zur Oper Eur vanthe v. Weber, 2) Maestoso des dien Konzerts von Vieunæx=
tem Ps, ausgesühirt von rinlein Therese Milanollo.
6 esang.
2 Kurse, mit u.
9 Frühlings Einzug, Volks- Quintetten ür eine Sopranstimme und Männerchor oline ; Begleitung. Komp. von Ferd. Ililler, die 2st er ⸗ T ag e. Sopranpartie vorgéêtr. von Fräulein Lu cæzek. Sgr. Adagio und Rondo des 4ten Ko . von Vieuxtem PS, ausgeführt von Fräulein
374 v1
Kanzlei. G. Brandt.
—
lias Hagendorff
375 6
eladen,
Mittags 12 Uhr,
Forst ist durchweg ausgezeichnet
ĩ vorhanden. bergerichts, den nen. Massen vorhanden.
C. Lingen, Secretair.
In Bezug auf die Allerhöchste, im Militair Wochen⸗ blait Nr. 14 vom 6. April d. J., nets⸗-Ordre über das Examiniren der ten, erllärt das unter der Direction des Premier ⸗Lien= tenants von Plessen stehende, von hoher Behörde fon⸗ zessionirte Militair-Bildu Berlin, Invaliden str. Nr. 57: singe auch für die gesteigerten Ansorderungen die völ—= ligste Reife erhalten; 2) daß mit dem Institute eine Turn- und Fechtschule verbunden welche sich für, die Kavallerie bestimmen, auch die Ge? legenheit gegeben ist, sich im Neiten und Voltigiren auszubilden; 3) daß Lasselbe, den Unterricht einzeln, auf dem Wege des Privat- Unterrichts, eriheilt, und glaubt hierdurch, so wie durch die wahl der Lehrer, stets mit Sicherheit möglichst schnelles Nesultat zu erreichen.
ngs-Institut zu 1) daß seine Zög⸗
Verkauf eines bedeutenden Bolzgutes.
Ein im Posener Regierungs Bezirk nahe der Warthe gelegenes Nittergut soll Theilungs halber mit allen le⸗ benden und todien Inventarii verlaust werden. Das⸗ selbe hat ein Areal von 7814 Morgen, wovon 24 Morgen Acker, Wiesen und Baustellen, 6590 Morgen Forst sind. Die jährlichen baaren Einnahmen der Ocho? aller Steuern u. s. w., betragen lr., die des Theerosens 440 Thlr., der Schneide⸗ elei 200 Thlr. Die . a. und an alten schlagbaren Hölzern wenigsteus 150,900 Klstr.
9 rr . sind Eichen, Buchen und Kie⸗ Schiffzbau⸗ und Eisenbahn - Hölzer sind in Die Gebäude Hälfte ganz neu. Die an den Lutina-Fluß vor 2 Jah—⸗
Marie Milanollo. Duo Concertant von Danella, ansgesülirt
von Hräuleins Therese und Ma- rie Milanollo.
z weiter Theil.
Ouverture zur Oper Jessen da v. Spohr. Fantaisie caprice von Vieuxtemp 3, aus-
geführt von Fräulein Therese Mi- lanollo.
6te Polonaise von M 12506 1 er, ausgeführt von Hräulein Ma TIC i 41 101 0.
Gesang. a) Reiselied, b) Abschied, ) die Lerchen, Vrokal - Quinteiten von Ferd. Hiller. Die Sopranpartie vorgetr. von Fräulein Tucæzek. Fantasie brillante ä. d. komanze „Ma Celine“ von Haumann (mit Schlummerlied aus der
mitgetheilte Kabi= Milstair⸗Aspiran⸗
und den Eleven,
sorgfaltigste Aus⸗ ein günstiges und
Siummen), ausgeführt von Fräulein The- rese Milanollo.
Der Karneval von Venedig von Ernst für
2 Violinen, ausgesülirt von Frl. JT herese und Marie Milanollo.
Billets u nnmerirten Plätzen à 2 Thlr. sind in der Musikhandlung der Herren Bote C Bock, Jägerstrasse No. 42, so wie niclit numerirte Sitz- plätzen à 1 Thlr., ebendaselbst und beim Hauswart der Sing-Akademie, Herrn Rietz, und Abends an
gut und über die der Kasse zu haben.
Das Abonnement beträgt: 2 Kthlr. für Nahr. 1 Rihir. = Zahr⸗ 8 Rthlr. I Jahr. in allen Theilen der Monarchie ohne Preiserhöhung. Insertions - Gebühr für den Raum einer Zeile des Allg. Anzeigers 2 8gr.
Allgemeine
ische Zeitung.
Alle Post- Anstalten des An und Auslandes nehmen Sestellung aus dieses glatt an, für Zerlin die Expedition der Allg. Preuss. Zeitung: Friedrichsstrasse Ur. 72.
M 103. . B
. Ynhatt.
Amtlicher Theil.
Juland. Berlin. Inhalt des Justiz-Meinisterial-Blattes. — Breslau. Unterstützung der Weber und Spinner im Gebirge. — Potsdam. Verschönerung der Begräbnißplätze und der Straßen auf dem Lande. ;
Dentsche Bundesstaaten. Bavern. München. Trennung der Kon— sessionen bei dem Gottesdienste und kirchlichen Feierlichkeiten im Militair. Sach sen. Dresden. Verein zum Schutze der Thiere. — Ham no ver. Aurich. Geschent des Königs an die Stände.? Großh. Hessen. Darmstadt. Abreise des Großfürsten Thronfolgers von Rußland. — Braunschweig. Braunschweig. Erbauung einer Straße zur Ver— meidung des hannoverschen Gebietes. ;
Frankreich. Paris. Parade in Gegenwart des Grafen von Paris. — Militairische Depeschen aus Algier. — Vexurtheilung legitimistischer Blät⸗ ter. — Vermischtes. — Schreiben aus Paris. (Bauten.) .
Groshritanien und Irland. London. Verkauf des „Great Western“.
Spanien. Schreiben Aus Madrid. (Näheres über die Unterwerfung von Cartagena; die neue Gendarmerie; Marquis von Viluma als Ge? sandter in London; das Tabacks-Monopol; Telegraphen- Linien; Olo— zaga; neue Organisation der Linien-Infanterie; Bau des neuen Palastes für den Kongreß.) — und Paris. (Cartagena; Blick nach Navarra und den baslischen Provinzen.) 3
kö Schreiben aus München. (Die neuesten Berichte aus
Türkei. Konstantinopel. Neclamation des griechischen Patriarchen wegen Ermordung griechischer Geistlichen. — Genugthunng wegen der
Ercesse in Lataliah. — Unruhen in Jerusalem, Diarbekir und Aleppo
Eisenbahnen. Schreiben vm Neqan! (Die Eisenbahnbauten Wint⸗ tembergs.) — Karlsruhe. Probefahrt von Karlsruhe nach Oos.
ö, und Börsen⸗Nachrichten. Berlin. Börsen und Markt⸗
Schreiben aus Leitz ig., (Nückblick auf die im vorigen Winker gehaltenen wissenschaftlichen Vorträge.) — Charakteristischer ünschwung im pariser a und Handelswesen. — Phrenologisches. — Neapel. Artesischer
Beilage.
ntlicher Theil.
Se,. Majestät der König haben Allergnädigst geruht:
Dem früheren Abt, Probst von Markowic⸗-Markowski in Trzemeszno, den Rothen Adler-Orden dritter Klasse; dem Präsiden⸗ ten der Post-Perwaltung des Fürstenthums Neuchatel, Du Bois— Bovet, und dem katholischen Pfarrer Boecken hoff zu Wulfen, Kreises Recklinghausen, den Rothen Adler- Orden vierter Klasse; so wie dem evangelischen Schullehrer und Organisten Scholz zu Tschoeplowitz, das Allgemeine Ehrenzeichen zu verleihen;
Den Ober⸗Landesgerichts-Rath Klebs zu Königsberg zum Ge— heimen Justizrath; den Land- und Stadtrichter Mo ser zu Barten und den Stadtrichter Saro zu Friedland im Regierungs- Bezirk Kö— nigsberg zu Justizräthen und den Stadtgerichts⸗Salarien-Kassen⸗ Rendanten Hildebrandt zu Königsberg in Pr. zum Rechnungs⸗ Rath zu ernennen; j
Dem bei dem Land⸗ und Stadtgerichte zu Heiligenstadt ange—⸗ stellten Ober⸗Landesgerichts⸗Assessor Balcke den Charakter als Land— und Stadtgerichts⸗-Rath, desgleichen den beiden Justiz⸗Kommissarien und Notarien Hagemeister zu Worbis und Fricke zu Quedlinburg, so wie dem Justiz-Kommissarius Kieselbach zu Halberstadt, den Charakter als Justizrath;
Dem bei dem Land und Stadtgerichte in Bielefeld angestellten TOber-Landesgerichts-Assessor Schreiber und dem bei dem Land. und Stadtgericht in Minden angestellten Ober⸗Landesgerichts⸗Assessor
erlin, Sonnabend den 131 Apr
Nichte r den Charakter als Land⸗ und Stadtgerichts-Rath und dem Justiz Rommissarius Rosenkranz in Paderborn den Charakter als Justizrath zu verleihen; und
ni, , . . en. ;
Den Hof⸗Post⸗Secretair und Kassirer Ma rz ahn hierselbst zum Rechnungsrathe zu ernennen.
n 5 r* l. 2 M 3 1 . 6 7 7 — J. 3 h . bisherige Ober- Landesgerichts Referendarius Julius S chmeer ilt zum Justiz- Nommissarius für die Gerichte des Tost⸗ Gleiwitzer Kreises, mit Anweisung seines Wohnsitzes in Peiskretscham bestellt worden. 53
. Ben achrichtig ung.
6 Dry f. * 5. . !. 8 6 . ie 3 der Bekanntmachung vom 19. Februar (. erwähnte, zur Personen Beförderung eingerichtete leichte Post von Tauroggen nach
und Donnerstag Vormittags“ abgefertigt werden. Berlin, den 11. April 184. General⸗Post-Amt.
. Bekanntm ach un g. 1, Die Gemälde⸗ und bie Skulpturen-Gallerie im Königlichen Museum sind an jedem Montag und Sonnabe nd; die Sammlung der antiken Vasen, gebrannten Thon— werke und Bronz en im Antiguarium desselben an jedem Mitt⸗ woch; die Königlichen Museen ägyptischer und vater— ländischer Alterthümer aber an sebem Donnerstag, mit Ausschluß der Feiertage, dem Besuche des Publikums geöffnet, und zwar
in den 6 Sommer -Monaten von 10 bis 1 Uhr,
in den 6 Winter-Monaten von 10 bis 3 Uhr. Jedem anständig Gekleideten ist an diesen Tagen der Eintritt in die genannten Abtheilungen der Museen ohne Weiteres gestattet. Kinder unter 12 Jahren können gar nicht, Unerwachsene aber nur in Begleitung älterer Personen zugelassen werden. .
2) Die Königliche Kunst-Kammer und die ethnographische Sammlung sind an jedem Dienstag, Mittwoch, Donnerstäg und Freitag
in den 6 Sommer-Monaten von 10 bis 4 Uhr, * in den 6 Winter Monaten von 19 bis 3 Uhr geöffnet; jedoch ist der Besuch nur gegen Einlaß-Karten welche, auf vorhergegangene Anmeldung im Lokale selb st, verabfolgt werden, gestattet. ;
Wegen Besichtigung der Sammlung geschnittener Steine der antiken Münzen und der Münzen und Medaillen des Mittelalters und neuerer Zeit werden die Galleriediener des Antiquariums auf Befragen die gewünschte Auskunft geben.
3) Die Sammlung der Handzeichnungen, Miniaturen und Kunstdrucke LKupferstich-⸗Kabinet) im Palais Monbijou ist an jedem Dien stage
in den 6 Sommer-Monaten von 10 bis 4 Uhr in den 6 Winter-Monaten von 10 bis 3 Uhr, ⸗ so weit der beschränkte Raum gestattet, dem Besuch geöffnet.
4) Den Gallerie-Dienern, Portiers u. ö w. ist es durchaus untersagt, bei der Ausübung ihrer Dienstpflicht irgend ein Geschenk anzunehmen, weshalb ersucht wird, alle Anerbietungen solcher Art unterlassen zu wollen. ;
Berlin, den 1. April 1844.
General-Direction der Königlichen Museen.
Abgereist: Der General- Major, außerordentliche Gesandte und bevollmächtigte Minister am Königl. württembergschen Hofe, von
Roch ow, nach Stuttgart. — —
8 5 5 635 12 1 St. Petersburg wird bis auf Weiteres aus Tauroggen: „Montag
il 1844.
Uichtamtlicher Theil.
Inland.
Berlin, 12. April. Das Justiz⸗Ministerialblatt ent⸗ hält eine allgemeine Verfügung vom 17. März 1844, worin die Er⸗ hebung einer Quittung und Decharge von vormaligen Pflegebefohlenen für den Fall, wenn gar keine, Vermögens Verwaltung stattgefunden hat, für entbehrlich erklärt wird; sodann eine allgemeine Verfügung vom 1. April, wonach von den beiden Relationen in der Appellations⸗ Instanz die eine nothwendig von einem Mitgliede des Kolle⸗ giums ausgearbeitet sein muß und auch der zweite Referent sich nicht auf eine rechtliche Beurtheilung beschränken, sondern gleich dem ersten das Sachverhältniß darstellen soll; ferner die Motive zu dem Plenarbeschluß vom 26. Februar 1844, — betreffend die in den schlesischen konsirmirten Urbarien in Hinsicht auf die Lau⸗ demialpflichtigkeit enthaltenen Vermerke; und endlich eine Allerhöchste Kabinets Ordre vom 8. März d. J., welche den Antrag des Staats⸗ Ministeriums genehmigt, daß die Vorschriften der allgemeinen Ge⸗ richtsordnung wegen des bei Abpfändung von Mobilien zu beobach⸗ tenden Verfahrens mit Aufhebung des auf dem Reglement für den Executions-Inspektor des Stadtgerichtes beruhenden abweichenden ue uche auch in Berlin wieder zur Anwendung gebracht werden ollen.
Breslau, 10. April. In der Schlesischen Zeitung weist heute der Superintendent Bellmann zu Michelsdorf mehrere unbe⸗ gründete Ausstellungen zurück, die gegen die Thätigkeit der Hülfs⸗ Vereine zur Unterstützung der armen Weber und Spinner erhoben worden waren. Er sagt unter Anderem in Bezug auf den ihm zu⸗ nächstliegenden landeshuter Kreis: „Der landeshuter Hülfs⸗Verein verwendet die ihm zugeflossenen Spenden lediglich dazu, den armen Spinnern und Webern der beiden in Rede stehenden Kreise Arbeit und durch diese den nothdürftigsten Unterhalt zu verschaffen. Zu diesem Zwecke wird den armen Spinnern zu einem angemessenen Preise ihr Garn abgekauft und dieses wieder in ähnlicher Art an die ärmsten Weber, so weit sie es begehren, überlassen. Ein aus umsichtigen
und sachkundigen Männern gewählter Vereins- Ausschuß leitet diere Geschäft aufs sorgfältigste. Beide Kreise sind 1 Cee . getheilt, in welchen größtentheils die Geistlichen und Schullehrer oder andere zuverlässige Männer durch Stations⸗Vorsteher den Garn-Ein= kauf in den einzelnen Dörfern besorgen und wöchentlich in das Cen-
tral⸗Depot abliefern, auch die Armen-Atteste an die armen Weber ausgeben. Wie bebeutend bie Wirksamkeit dieser Unterstützung ist, möge sich daraus ergeben, daß Referent aus seinem und dem Nach⸗ bar. Bezirke wöchentlich durchschnittlich 8 — 9 Schock Garn und darüber abliefert. Die sorgfältigste Aufmerksamkeit leitet aller Orten die, ganze Angelegenheit, und darf sich der Verein gewiß getrösten, sein Wirken sei ein Wirken im Segen. Bei Ver⸗ wendung der an einzelne Kreis-Insassen abgegebenen Gaben ist die Erfahrung, festgehalten worden, daß Alter, Krankheit, Elend oder son⸗ stige Umstände es Vielen erschweren, von der durch den landeshuter Verein gebotenen Hülfe vollen Gebrauch zu machen, oder daß diese Hülfe, bei dem gänzlichen Mangel an Kartoffeln und bei zahireicher Familie, zu ihrer nothdürftigsten Erhaltung nicht auslangt. Hier ist
darum durch zeitweilige Vertheilung von Brod, Kartofftsn z. Hülfe
geleistet worden, und wurden auf diese Art die theuren Liebesgaben
. Menschen auf möglichst zweckmäßige Weise in Anwendung ge⸗
rächt.
WQ Leipzig, 10. April. Der Winter mit seinen geselligen Freuden, seinen geistigen, ästhetischen und wissenschaftlichen Genuͤssen ist nun vor—= über; unsere kaufmännische und gewerbliche Bevölkerung bereitet sich auf die materiellen Geschäfte der Ostermesse vor, nach deren Beendigung sodann der größere oder doch der vornehmere Theil derselben entweder auf Reifen geht oder Landwohnungen bezieht. Die Gesellschafts-Salons sind bereits geschlossen; die Gewandhaus-Konzerte sind beendet, bis auf ein letztes, wel⸗ ches noch in der Messe stattfindet; alle übrigen ordentlichen und außer— ordentlichen Productionen der Kunst und Wisfenschaft hören ebenfalls auf, weil ihre Zeit vorüber ist; nur die Gemäldeschau, zu welcher jedesmal um Ostern einige reiche Kunstfreunde, namentlich der Konsul Schletter und der Freiherr von Speck, ihre werthvollen Sammlungen zu öffnen pflegen, ver⸗= sammelt regelmäßig einen großen Kreis Einheimischer und Fremder in den glänzenden Sälen dieser Mäcenaten. Die geistigen Geniüsse, welche der vergangene Winter uns bot, waren zahlreich, man⸗ nigfaltig und werthooll. Von den eigentlich künstlerischen, namentlich den musikalischen, will ich hier noch nicht einmal sprechen, sondern nur von den wissenschaftlichen, d. h. von den mancherlei Vorlesungen über verschiedene Begenstänte der Wissenschaft, welche zur Unterhaltung und Belehrung eines, n. Publikums gehalten wurden. Unter den von Einheimischen veran—⸗ fie enn Vorlesungen dieser Art muß ich die von Professor Erdmann über Chemie hervorheben, welche vor einem Zuhörerkresse von 46 bis 50 Perso⸗ nen beiderlei Geschlechts stattfanden und sich durch Klarheit und echte Po— pularität des Vortrags bei ungeschwächter wissenschaftlicher Gründlichkeit vortheilhaft auszeichneten. Professor Erdmann, der auch wegen seiner lie⸗ benswürdigen Persönlichkeit und feiner wackern Theilnahme an den öffent⸗ lichen Interessen in allgemeiner Achtung steht, empfing für seine Vorlesun= gen eine sehr verdiente Anerkennung durch ein ihm am Schlusse derselben von seinen Schülern und Schülerinnen veranstalteles Fest⸗Essen. Ein anderer Universitäts⸗-Lehrer, der sonst ebenfalls in der Regel und mit viel Glück Vorlesungen vor einem gemischten Publikum zu halten pflegt, Professor Wachsmuth, hat in diesem Winter geschwiegen, dafür jeboch seine Ver= ehrer durch seine eben erschienene Schrift „Weimars Mufenhof“ entschädigt, einen werthvollen Beitrag zur Geschichte einer der interessantesten Perioden unserer Literatur. In engeren Kreisen bewegen sich die astronomischen Vor⸗ träge des Professor Möbius, der vor kurzem einen ehrenvollen Ruf an eine auswärtige Hochschule erhielt, jedoch seinem hiesigen Wirkungskreise, den er, als (iner der ausgezeichnetsten Mathematiker Deutschlands, sehr tüchtig ausfüllt, glücklicherweise erhalten worden. Das zahlreichste und ꝗlänzendste Auditorium, insbesondere den größten Theil unferer vornehmen Damenwelt, versammelte Herr von Suzor in seinen Soirses littéraires um sich, in denen er die Geschichte der französischen Literatur von den äl⸗ testen bis auf die neuesten Zeiten in kuͤrzen Skizzen und Charak— teristiken gab, die jedoch mehr durch elegante Form des Vortrags
und, einzelne geistreiche Züge, als durch wirkliche literar. historische
Gründlichkeit oder höhere geistige Auffa ung werthvo gare Fi s inter ssanter Vortrag war der des der fis. . . . e der von dem hiesigen Literaten⸗ Verein veranstalteten lilerari⸗ schen, Abend Unterhaltungen seine kranioskopischen Ansichten und Kenntnssse in seiner bekannten speknlativ tiefsinnigen und geistreichen Weise, unter Vor- zeigung von Schädeln und Abgüssen, solchen zur Versinnsich ung des Vor⸗ getragenen entwickelte. Bekanntlich ist Carus selbst der eigentliche Begrün⸗= der und Vollender dieser von Göthe und Olen zuerst durch geniale Hin— deutungen angeregten Richtung der Kranioskopie, die sich, in Gegensatz zu der nüchtern empirischen, nach äußerlichen Momenten erperimentirenden Me— thode Gall's und seiner Nachfolger, s
sobhischen Ideen bewegt und zum vo
andere Richtung ist neierdin
mentlich Combe's, ebenfall
praktischen Anwendbarkeit
Einer der Hauptvertreter d
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urwirkungen, im
Christeinihke aus
1ental⸗Physif, worin
end) sich über die
Gebiete der Elekl⸗
verbreitete und
. iläre und doch
Nicht minder interessant und theilweise sung auf Erschei
motiven ward höchst faßlich veranschaulicht, der Nutzen ihrer verschiedenen Theile, die daran angebrachten Verbesserungen, endlich auch die Aufgaben welche gerade hier noch die Technit zu leisten habe, theils klar nachgewiesen theils wenigstens angedeutet, sodann aber der neueren Anwendung anderer Bewegmittes, der atmosphärischen und hydraulischen Eisenbahnen, so wie der glektromagnetischen Lokomotiven (letzterer mit Hindeutung auf die geringe Aussicht auf praktische Erfolge dieser Erfindung im Großen) El wenn gethan, und dann in Kürze der neueren Verbesserungen der Damp ij hn; in sbesondere durch Einführung der archimedischen Schraube an der Stelle der Räder, endlich aber des Versuchs zur Luftschifffahrt der Hensonschen Ilugmaschine und ähnlicher, theils halb gelungener, theils noch blos in der Idee bestehender Erfindungen gedacht. Es wäre sehr zu wünschen daß gerade diese Art. wissenschaftlich praftischer Vorlesungen eine größere Aus breitung und eine zahlreichere Theilnahme, namentlich auch unter dem Mittel⸗ und Bürgerstande, fände, als bisher. g
Charakteristischer Umschwung im pariser Gew erb⸗ und Han delswesen.
2 Paris, im April. Wer vor funszehn Jahren die Gewer französischen Hauptstadt sah und jetzt zurückkehrte, würde eine nicht r . Veranderung sinden in ihrem damaligen und jetzigen Zustande. Alle . tausenderlei Handthierungen, Geschäfte und Erwerbszweige, womit die Pariser ihren Lebensunterhalt verdienen, haben sich mit der gestiegenen Wohlhaben⸗ heit, Ueppigkeit und Glanzsucht der Bevölkerung beträchtlich erweitert und verfeinert, und erzeugen jetzt jenes unbeschreibliche Gewühl und Leben, das zu keiner Stunde des Tages abreißt und in welchem Arbeit und Müßig⸗ gang, wie Tugend und Laster, sich so eng verschlingen. Verrichtung des Einen ist hier , des Anderen, was dem Einen Nahrung ver⸗ schafftz fließt aus der Verschwendung des Anderen, und gestilltes Bedürfniß des Einen geht aus der befriedigten Laune des Anderen hervor. Plage und Genuß, Armuth und Reichthum, e leit und Ehrgefühl, Seh ff sucht und Großmuth, Hartherzigkeit und Mitleiden, Laster und Tugend geben einander wechselsweise die Enistehung und bilden hier den ewigen Kampf und den schreienden Kontrast zwischen Häßlich und Schön, Angenehm und Nützlich, Abstoßend und Anziehend, die dem Beobachter jenes mannigfache
Schauspiel gewähren, welches nur von einer Million Men
einzige Bühne usammengedrangt, hervorgebracht werden . ö sich in diesem ö 6) , e men wenn er an einen gal in die Einsamkeit versetzt wird, und hat gleichsam Hei . shümlich anregenden Anblick des fan en , . Morgens bis in die sinfende Nacht auf allen Gassen toset. Wo man hinsieht, nichts
ewühl eine Zeil lang herumgedreht hat, lee n stilleren Ort oder
es hier von früh