ussland und Polen.
Durch einen Kaiserlichen Tages- „Adjutant und General für die Zeit der Abwesenheit des Ge⸗ zum Commandeur des Gendar⸗
St. Petersburg, 9. sten v. M. wir Graf Orloff, i. rafen Benkendorff, zu es Kaiserl. Hauptquartiers ernannt, Akademie publizirte Bericht über die Bevölkerung des Kaiserreichs im Jahre Jahre unter jener Bevölkerung odesfälle stattfanden, so daß also die Zahl ren um 315,B735 überstiegen wurde. ch 1, 63,084 Knaben und l, 015, 391 Mäd
Individuen männlichen und Jahre 1812 ge⸗ In diesen statistischen See-Truppen nicht mit
befehl vom Z0) d der General
der Kavallerie, neral⸗Adjutan men- Corps und d Der von der Religion sich ergiebt, daß burten und 1,8 der letzteren von den erste den Geborenen befanden si den Gestorbenen lt, 967 blichen Geschlechts. Ehen belief sich auf 1974123. en sind Mingrelien und die Land- und
eingeschlossen.
zur griechischen 2, 38, 178 Ge⸗
chen, unter
06, 676 w Die Zahl der im
Frankreich.
Sitzung vom 9. Mai. „aus dessen Rede über die ankreich nicht erlaubten geistlichen Orden von rrichts, woraus gestern schon das We⸗ sprach Graf Beugnot für das vom gene Amendement gegen diese Aus⸗
Pairs⸗Kammer. Nach dem
Minister der auswärtige Ausschließung der in Fr der Leitung des Sekundär⸗Unte sentlichste mitgetheilt worden,
Herzoge von Harcourt vorgeschla
n Angelegenheiten
Anderen, „den Talenten und dem edlen Ersten meinen Beifall ge daß ich nicht erwartete, er latholischen Kirche in so Murren und Exclamatio— on einer besonderen aften im Allgemei—⸗
„Ich habe“, sagte derselbe unter Charaster des Herin Guizet stets als einer der zollt, aber ich muß doch freimüthig erllären, würde sich in eine mit der inneren Disziplin der eibindung siehende Dielussion mischen. Es handelt sich hier nicht v ondern von religiösen Körpersch uflösliche Bande an die katholi Kirche felbst, die sogenannte Weligeistlich« Minister nicht durch alle Phasen der Ge⸗ s zur Berathung vorliegende Artikel bezieht nd dabei alle religibsen Corporationen (Zeichen der Verneinung von auf die Frage, was er
nen verschiedener Art.)
religiösen Corporation, s nen, die durch zahlreiche und una die einen Theil der Ich will dem Herrn en, denn der un chließlich, es si den ohne Ausnahme betheiligt. Ein Fürst antwortete einst liebe sie weder, noch hasse ich sie wenn Euch die Jesuiten gleich von ihnen verlang⸗
geknüpft sind, keit, bilden. schichte der Jesuiten fol sich nicht auf und Mönchsor verschiedenen Seiten.) von den Jesuiten dächte: „„Ich so denke auch ich. gültig sind, warum fen Erklärung nicht gefallen lassen“ weil sie eine Beeinträchtigung der G
Nun fragt man aber, wollt Ihr Euch die Formalität der
Wir wollen dieselbe des wissensfreiheit, der Diskussionsfreiheit,
Ich kann nicht genug mein Er⸗
daß die Männer, welche uns jetzt regieren,
Prinzipien herleiten, in solcher
ommen, und von ihr verlangen,
e Mönche, die weder
Graf Porta⸗—
orgeschlagene Fassung des
religiöse Corporationen im All⸗
chtet sei, deren Existenz entweder
er Nation sich nicht vertrage,
Jesuiten zu zählen.
die Bemerkungen des Herrn „Die Charte“, sagte er, „schreibt will eine Klasse von Bürgern Ausschließung auf die Dekrete nd eben so wie die des Kaiser= Charte von 1830 im Aft der Versöh⸗
oberten großen aunen darüber ausdrücken, Macht aus der Stätke jener daß sie in die Kammer h gegen wen?
und die ihre Besorgniß sind, sie solle sie schützen, eine Armee, noch irgend lis erklärte sich für die von der gommissi aragraphen, der, wie er sagte, nicht gegen ondern nur gegen diejenigen geri stisie, oder mit den Gefühlen d jedenfalls die
Gegen einige arm Jemand zu ihrer Stütz
seinen Nutzen ᷣ er letzleren Klasse seien Montalembent replizirte Guizot über die religiösen E Unterrichtéfreiheit vor, die hierzu für unfähig erklären, bes ancien reginie begründet. reiches so gut als Widerspruch stehen.
orporationen: Negierung aber indem sie diese Diese aber si fern sie mit der diese Charte als einen
—
aufgehoben, inso Ich betrachte igung zwischen wi Der Minister der aus wärtigen Angelegenheiten schaft der Jesui, ber Kirche in Gl sen aber nur im s ausmacht, ist eben die e Religion angehören, en den Grundsatz susten nicht den Genuß an sie die Privilegien als Bürger, genießen lasse. Gesellschaft der J denn es gab eine Zeit, deren sie sehr wohl entrathen konnte. chaffen, daß sie ausgeschlossen
um die absolnte Autorität Hierin handelten die, Jesui⸗ nn was den Katholizismus
gegründet worden, aubenssachen zu vertheidigen. Geiste des Katholizismus, de Autorität in Glaubens sachen. es heißt, Protestant s der freien Prüfung ausstellt. ihrer früheren Privilegien, die durch die Charte
. 4 . .
——
ein, wenn man in solchen Sach Wir fordern übrigens für die Je fordern nur, . von 1830 gewährte Freiheit, illemain: sentlichen Theil der Kirche, selbst jene Gesellschaft unter Diese Corporationen haben s aus mehreren freien Staaten, worden sind. Schon währen die Kammer große Ungeduld ge vernehmen lassen.
Amendement des Herzogs von
esuiten bildet keinesweges wo die Kirche
o wenig mit der Freiheit zu s darunter auch aus Frankreich,
d der Rede des Grafen von Montalembert hatte zeigt und öfters den Ruf: Zur Ab⸗ Endlich schritt man hierzu, und das Harcourt wurde dadurch beseitigt, daß
814
66 in Haft gehaltenen Kinder können entweder bei, Land⸗ bebauern, Handwerkern und Gewerbtreibenden, oder in be⸗ sondere Anstalten in Lehre gegeben werden, jedoch mit dem ausdrücklichen Vorbehalt, daß die Verwaltung ihre Zurückbringung in die im 18ten Artikel bezeichneten Häuser befehlen kann.“ Einige Red⸗ ner wollten zwar behaupten, die Unterbringung verurtheilter Kinder in die Lehre gehöre zur Ausübung des Begnadigungsrechts, und es stehe der Verwaltung nicht zu, sich diese hohe Prärogative anzumaßen. Man antwortete ihnen aber, daß hach dem Geiste des Gesetzes eine über ein Kind ausgesprochene Verurtheilung nicht denselben Charakter habe, wie die Verurtheilung eines Erwachsenen; daß die Strafe vor Allem mit Hin sckt auf seine sittliche und gewerbliche Bildung ange⸗ wandt werden müsse, und daß daher die Unterbringung in die Lehre mit be⸗ ständiger Aufsicht und mit dem Recht der Zurückversetzung ins Gefängniß nicht mit den Wirkungen des Begnadigungs-Rechtes verglichen wer⸗ den könne. Bei dieser Gelegenheit machte Herr Luneau eine Be⸗ merkung, welche nicht der Annahme des Paragraphen entgegentreten, wohl aber die Aufmerksamkeit der Regierung auf die Unterrichts- und Wohlthätigkeits Anstalten hinlenken sollte. „Man beschäftigt sich“, sagte er, „sehr viel mit den straffälligen Kindern, aber sehr wenig
mit denen, welche ehrlich und rechtschaffen bleiben. Was ist die Folge? fs in ihrer Majorität auch demselben günstig.
Daß arme Aeltern, die sich außer Stande sehen, ihre Kinder in ei⸗
nem Gewerbe unterrichten zu lassen, sie zu Vergehen verleiten, um
ihnen in einem Besserungshause die Wohlthaten der Lehre zu sichern, die sie selbst ihnen nicht derschaffen können. Gewiß ist es weise und mo
ralisch, ein Kind, das einen Fehltritt begangen, wieder aufzurichten und es
von dem schlechten Wege, auf den es gerathen, abzulenken, aber noch besser und moralischer ist es, ihm zu Hülfe zu kommen, ehe die Verderbniß es berührt hat, und, um ihm eine arbeitsame und rechtliche Existenz zu gewähren, nicht erst so lange zu warten, bis es mit dem Makel einer zuchtpolizeilichen Verurtheilung behaftet worden.“ Der zweite Paragraph des 21. Artikels fügte hinzu: „Die Unterbringung in die Lehre und die Zurückversetzung in das Gefängniß sollen kraft Ver waltunge-Verfügungen und auf das Gutachten des öffentlichen Mi⸗ nisteriums stattsinden.“ Mehrere Redner, unter denen sich auch Justiz Personen befanden, behaupteten, die richterliche Gewalt dürfe in dieser Beziehung nicht zu Rathe gezogen werden, denn sie habe blos die Strafe zu verhängen, aber nichts mit ihrer Vollstreckung zu schaffen.
Herr von Peyramont aber setzte auseinander, daß die Vollziehung würde er die Versetzung der Jury an den Hauptort des Departements
der Strafe wesentlich zu den Befugnissen des öffentlichen Ministeriums gehöre, und der Paragraph wurde augenommen. Die Sitzung war schon sehr vorgerückt, als der 22ste Artikel, der das ganze Prinzip bes Gesetzes in sich schließt und für alle Verurtheilte die isolirte Zellenhaft bei Tag und Nacht vorschreibt. Das erste hiergegen vor
geschlagene Amendement, welches von Herrn Teulon herrührte und die Einfperrung in der Zelle nur für die Nacht zulassen wollte, wurde nach einigen Gegenbemerkungen des Herrn von Tocqueville ver— worfen. Es folgte darauf ein Amendement der Herren Carnot und Marie. Diese beiden Mitglieder schlugen einsame Haft bei Nacht, aber gemeinsame, jedoch stillschweigende Arbeit bei Tage vor; sie fügten indeß hinzu, daß die Gerichtshöfe, wenn sie es für nöthig fän⸗ den, ihrem Verurtheilungs-Ausspruch eine Bestimmung hinzufügen könnten, daß der Verurtheilte seine Strafe bei Tag und Nacht in isolirtem Zustande erleiden solle, Dieses Mischsystem fand jedoch gar keinen Anklang, weder bei den Gegnern noch bei den Anhängern des Zellensystems, und wurde in Abwesenheit der beiden Antragsteller, die nicht einmal erschienen waren, um dasselbe zu vertheidigen, ohne Diskussion verworfen. Ein Amendement des Herrn Vatout scheint das Einzige zu sein, dem man eine ernstliche Erörterung widmen wollte. die zu Zwangsarbeiten verurtheilten Individuen anzuwenden, und nach 10 Jahren diese p
in den Central- und Departemental-Gefängnissen aber provisorisch das jetzige System beizubehalten. Verschiedene Redner, unter ihnen auch der Minister des Innern, ließen sich für und wider dieses Amende⸗ ment vernehmen, wiederholten aber nur, was seit 141 Tagen über das Prinzip und die Wirkungen des Zellen⸗Systems erschöpfend verhandelt worden ist. Die Diekussion wurde bei einer Rede des Herrn von Laroche-Jacquelin vertagt, der die Frage nochmals in allen ihren Details erörtern will.
Paris, 19. Mai. nach Paris zurückgekehrt; die Königl. Familie aber mit der Herzof von Kent und dem Fürsten von Leiningen verweilen noch daselbst. Vorgestern Abend war zu Ehren der erlauchten Gäste im dortigen Schlosse großes Diner, nach welchem die Galerieen besucht wurden.
Aus Konstantine wird dem Toulonnais unterm 2Asten v. M. geschrieben: „Unsere Soldaten sollen eine nicht unbedeutende Nieder⸗ lage erlitten haben. Die Kolonne war eben im Begriff, den Uled⸗ Sultan anzugreifen, als der Vortrab, der sich zu weit vorgewagt, mit Verlust angegriffen wurde.“
Es schlägt vor, die Isolirung bei Tag und Nacht nur auf ̃ Gefangene wird in einen hinreichend geräumigen, gesunden und lufti⸗
Gefängnißstrafe in Deportation zu verwandeln, Sitzung ein Amendement vorgeschlagen, wonach für die zu mehr als
Der König ist gestern von er
Vertheilung desselben auf die verschiedenen seitdem verflossenen Jahre bleiben für das laufende nur noch 6 Millionen verfügbar, die aber nicht hinreichen, um die auf allen Punkten des Landes begonnenen Arbeiten fort⸗ zusetzen. Die Kanäle und die Eisenbahnen bleiben noch das Privi⸗ legium einiger Gegenden des Königreichs, bei den Landstraßen aber sind alle Gegenden Frankreichs betheiligt, und es wäre in der That beklagenswerth, den lebhaften und glücklichen Einfluß zu hemmen, den das Gesetz vom 14. Mai 1837 auf den Neubau oder die Vollendung von Straßen ausgeübt hat. Der durch dieses Gesetz eröffnete Kredit war schon damals, als dasselbe verkündet wurde, den Bedürfnissen nicht gewachsen; seit 1837 aber haben sich neue ergeben; die General⸗ Räthe der Departements haben sich zu Organen derselben gemacht, und man muß anerkennen, daß ihre Beschwerden, ihre Klagen, nicht nur nicht übertrieben, sondern im Gegentheil nur der Ausdruck des sehr natürlichen Wunsches sind, auch ihren Theil an den Verbesserun⸗ gen zu erhalten, welche auf alle Punkte auszudehnen, wo gleichwohl unbestreitbare Nothwendigkeit solcher vorliegt, die Geringfügigkeit der
verfügbaren Hülfequellen nicht gestattet. Dies ist im Wesentlichen der Inhalt der Auseinandersetzung der Beweggründe zu dem gestellten Kredit-Verlangen, gegen welches sich auch keine Opposition zeigte.
Die zur Prüfung des Gesetz⸗ Entwurfs ernannten Commissaire sind
In der heutigen Sitzung der Pairs— Kammer wurde die Debatte über Art. 5 fortgesetzt.
Der Minister des öffentlich en Unterrichts erklärt, dem vorgeschlagenen Amendement der Kommission vorbehaltlich einer kleinen Modification beitreten zu wollen. Herr Eousin dankt der Kommission
für Einbringung dieses Amendements, glaubt aber, sie habe noch nicht
genug gethan. Er verlangt, das im ersten Paragraph des Art.
benannte Certisikat solle an dem Hauptorte des Departements statt
an dem Hauptorte des Arrondissements ausgestellt werden, wo man⸗ cherlei Einflüsse auf die Zulassungs-Jury einwirken könnten. Herr von Barante unterstützt das Amendement. Herr Pelet de la Loz are bekämpft den Antrag des Herrn Cousin. Das Tribunal müsse möglichst wenig weit entfernt sein von dem Wohnorte des Abzuurtheilenden; diesen Grundsatz dürfe man nie mißkennen. Im vorliegenden Falle würde eine Departemental-Jury große Mißstände darbieten. Herr Cousin sucht dies zu widerlegen. Graf Du⸗ bouchage: wenn es sich um ein Fähigkeits-Zeugniß handelte, dann
begreifen, aber es handle sich lediglich um ein Moralitäts Zeugniß. Je näher also das Tribunal, welches darüber ein Zeugniß abgeben solle, dem Betheiligten sei, desto besser könne es dessen Moralität ken⸗ nen. Der Herzog von Brsglie vertheidigt die Fassung der Kom⸗ mission. Herr von Baxrante und Herr Cousin ergreifen nach einander abermals das Wort. Der Minister des öffentlichen Unterrichts: Die Regierung wolle eine durchaus neutrale und aufgeklärte, so wie vor Allem ünparteiische Jury. Da der Vorschlag der Fommission diesen Zweck erfülle, so könne er nichts Besseres thun, als derselben beizustimmen. Der erste Paragraph des Amendements der Kommission wird nun fast einstimmig von der Kammer augenom⸗ men; der zweite Paragraph mit einer Modification, wonach in der Jury auch ein vom Bischof jährlich bezeichneter Pfarrer sitzen soll; wenn der Bittsteller aber einem anderen Kultus angehört, ein Geist⸗ licher dieses Kultus, den die Konsistorial Behörde ernennt. Die Sitzung dauert fort.)
In der Deputinten-Kammer kam der Art. 22 des Gefäng⸗ nißgesetzes zur Berathung, der so lautet: „In allen Zwangs⸗Arbeits⸗=, Refiustons= und Gefangenhäusern werden die Verurtheilten, mit der nachstehenden Ausnahme, voneinander Tag und Nacht getrennt. Jeder
gen Ort eingesperrt.“ Herr Va tout hatte am Schlusse der gestrigen
10 Jahren Zwangs Arbeit Verurtheilten Deportation eintreten soll, wenn sie zehnjährige Einsperrung in den Zellen bei Tag und Nacht erstanden haben. lleber dieses Amendement wird nun die Diskussion fortgesetzt. Herr von Laroche-Jacquelin bringt abermals einen Theil seiner frü— heren Einwürfe gegen das Zellensystem vor, das zum Despotismus führe. (Heiterkeit, Man könne damit leicht viele Leute, viele Ge⸗ fangene wegschaffen, die Vergangenheit habe solches gezeigt. Die Kammer sei sehr für die Neger besorgt (Heiterkeit) sie möge auch den Weißen ihre Sorgfalt etwas zuwenden. Herr von“ Laplesse: Die Neger sind nicht zu Zwangs⸗ Arbeit verurtheilt. (Neues Gelächter. Herr von Laroche⸗ Jacquelin: Das Gesetz wolle das Zellen-System auf die Galee⸗ ten- Sträflinge und auch auf die nach diesen kommenden Détenus anwenden, was diese dazu sagen würden? (Gelächter) Sie wür⸗ den dem Gesetze Ungerechtigkeit vorwerfen mit Recht, weil es keine Abstufung der Strafe mache zwischen Verbrechen und Vergehen. Die Kammer hört noch die Herren Legraverend, Mercier, Bouillaud, Leon de Maleville. Herr Bouillaud sagt, er sei kein , . Gegner des Zellen⸗Systems und geneigt, Herrn Vatout's Amendement
in der den Gegenstand der Verhandlungen bildenden Angelegenheit abzusprechen, weil er Protestant ist! Bas unwillige Murren eines großen Theiles der edlen Kammer ersparte Herrn Guizot die Antwort auf diesen unbegreiflichen Einwurf des Grafen Beugnot, welcher damit einen neuen Beweis gegeben hat, daß „die Söhne der Kreuz⸗ fahrer“, zu deren Fahne er sich hält, nicht die Söhne des Jahrhun— derts sind. In den heutigen Zeitungen findet die Rede des Herrn Guizot fast allgemeine Anerkennung, mit Ausnahme natürlich der ultramontanen Blätter, wiewohl auch diese sich offenbar durch die Ruhe, das Talent und die Unparteilichkeit des Ministers der aus⸗ wärtigen Angelegenheiten halb entwaffnet fühlen.
Die Verhandlungen der Deputirten Kammer über die Gefängniß— Reform sind ein wenig in das Chaotische hineingerathen, und man kann schon jetzt mit der größten Sicherheit voraussagen, daß kein
lebensfähiger Gesetzs Entwurf aus denselben hervorgehen wird. Dar- . 1 ; ae te „O) C 5. ** 0M hi 2 e j 6 2 2 ald rien cheftug ß ie sorm selbst in ginchichsten alle in dem Lauft sogenannten „O'Connellschen Schweif“ bilden, haben in ihrem eifrigen
auf kommt indessen auch, praktisch genommen, insofern nicht viel an,
der gegenwärtigen Session unmöglich zur Gesetzeskraft hätte gebracht werden können, indem es der Pairs -Kammer eben so sehr an Zeit fehlen wird, sich mit der Gefängniß-Frage zu beschäftigen, als der Deputirten Kammer ihrerseits, die Unterrichts Frage zu er ledigen. Die Gesetz⸗- Entwürfe über diese beiden Gegen stände werden zunächst auf die Session des kommenden Jah— res, und von ihr vermuthlich noch auf manche künftige Sesssonen vererbt werden. Wird, doch sogar die in tausend' unmittelbar Interessen eingreifende Eisenbahnfrage schon seit sechs bis sieben Jah— ren in beiden Kammern umhergeschleppt, ohne daß man auch dies⸗ mal wieder darauf rechnen könnte, sie endlich zur Loösung kommen zu sehen! Man weiß, daß nicht nur die Regierung, sondern auch die Eisenbahn⸗Kommission der Deputirten⸗-Kammer sich neuerdings dahin entschieden haben den Bau der vielbesprochenen Eisenbahn von Pa
is nach der belgischen Gränze und an den Kanal für den Staat in Anspruch zu nehmen und der sogenannten „Privat-Industrie“, das heißt, der habsüchtigen Speculgtion einiger privilegirtẽm Geldmän ner nichts zu überlassen, als die Ausbeutung jener Eisenbahnen während einer längeren oder kürzeren Reihe von Jahren, und gegen einen so oder so zu bestimmenden Pachtpreis, Gegen diesen Plan fämpfen nun aber alle diejenigen Kräfte und Einflüsse mächtig an, welche bei der Anwendung des Eisenbahn-Gesetzes von 1812 auf die Norbbahn ihre Nechnung zu sinden hofften, oder die da mit Recht fürchten, daß das Beispiel der Nordbahn auch für die übrigen großen Eisenbahn
Linien, auf welche sie spekuliren, maßgebend sein möchte. Das Journal des Débats ist, wie immer, der Wortführer dieser Coalition, welche auch in der Deputirten-Kammer viele Bundes
genossen haben soll, und bie vielleicht stark genug sein wird, um das in Vorschlag gebrachte neue System des Eisenbahnbaues zu vereiteln
so daß eine nochmalige Vertagung der Eisenbahn-Frage eintreten würde
Grossbritanien und Irland.
Unterhaus. Sitzung vom 95. Mai. Eine ziemli osge dehnte resultatlose Debatte beschäftigte für den . e , Haus. Nachdem Lord J. Russell nämlich die Anzeige gemacht, daß er bei Erörterung der Zuckerfrage einen neuen Differenzial-Zoll von 314 Sh. für allen fremden Zucker, möge er nun das Produkt Freier oder Sklaven⸗-Arbeit sein, beantragen werde, erhob sich Herr Hume mit der Beantragung einer Adresse an die Königin, worin die selbe gebeten werden soll, das Amt eines Lord - Lieute⸗ nants von Irland abzuschaffen. Der Gegenstand hat schon zu wiederholten Malen dem Hause zur Besprechung vorgelegen, aber jedesmal basselbe Schicksal erfahren. Herr Hume suchte das Bestehen dieses Amtes als eine der Hauptursachen darzustellen, welche die Entwickelung der natürlichen Hülfsquellen Irlands hindere, da es das Vice⸗-Königthum Irland mit einer Colonie Englands gleichstelle, und der vicekönigliche Hof, der Sitz ewiger Intriguen, durch seinen kostbaren Haushalt das Elend des Landes vermehre. Der Antrag— steller machte den Vorschlag, die Funktionen des Vice-Königs durch den Minister des Innern unter Beihülfe des Staats Secretairs für Irland verrichten zu lassen. Nur wenige Mitglieder unterstützten den Antrag, der von Seiten Lord John Russell's und besonders Sir Robert Perl s zurückgewiesen wurde. Der Minister sprach gerade nicht gegen die vorgeschlagene Aufhebung der Lord-Lieutenanis-Würde und bemerkte ausdrücklich, daß er nicht sagen könne, wie lange dieselbe noch fortbestehen werde, aber er beleuchtete die Mittel des Ersatzes, welche Herr Hume dafür in Vorschlag gebracht hatte, und erwies hieraus die Nothwendigkeit der Verwerfung des Antrages. Grund— sätzlich, sagte er, müßte allerdings Irland wie England re— giert werden, aber es wären größere Schwierigkeiten, als wie man gemeinhin annehme, welche, der Abschaffung dieser Würde sich ent— gegenstellten, Das Vicekönigthum ziehe viele Fremde nach Dublin und bringe Geld ins Land, und so gering dieser Grund auch Man? chem für die Beibehaltung desselben erscheinen möge, so würde das Volk gerade deshalb die Abschaffung schwer empfinden. Der Vor⸗ schlag des Herrn Hume aber, ein zweites Staats- Sekretariat für
hoben worden. zarede zum General- Capitain von Madrid und der General Shelly zum General-Capitain von Sevilla ernannt.
815
wird heute Abend im Unterhause beantragt werden, und man ist aller
seits auf das Resultat der Debatte nicht wenig gespannt. Man hatte gehofft, und ich habe es selbst behauptet, daß die Zwischenzeit seit der
letzten Theilung des Hauses darüber, welche zum Nachtheil der Ne— gierung ausfiel, so vortheilhaft benutzt werden würde, daß eine Ma⸗ jorität von 35 oder 40 Stimmen der Regierung gegen die Zehn
Stunden -Klausel sicher wäre. Ein solches Resultat indeß hätte nur
herbeigeführt werden können, wenn eine gewisse Anzahl widerspensti ger Konservativer veranlaßt worden wäre, sich gänzlich des Votums zu enthalten. Aber auch diese Combination beruhte nur auf der Voraussetzung, daß Lord Ashley's Partei keine bedeutende Verstär kung erhalten würde, denn in diesem Falle müßte die Niederlage der Negierung fast unvermeidlich sein; sie scheint es jetzt so in der That, seitdem ein durchaus neues Element sich unverhofft in diese Frage eingedrängt hat. Die irländischen Mitglieder nämlich, welche den
Streben nach Repeal für gut gefunden, weder ihre Zeit, ihre Ge⸗ genwart, noch ihre Stimmen dem Parlamente des Vereinigten Kö⸗ nigreichs zu gewähren; sie können noch kein Parlament in College Green erhalten, aber sie sind doch wenigstens nicht gezwungen, Nacht für Nacht in St. Stephens zu sitzen. Diese Herren sind, ausge nommen während der irländischen Debatte, immer abwesend gewesen. Nun aber verlautet, und ich glaube, auch in höheren Kreisen spricht man davon, daß diese Männer, welche so eben von dem un mittelbaren Drucke und wahrscheinlich auch von den Folgen ihres Prozesses überhaupt befreit worden sind, die bevorstehende Theilung des Hauses über die Fabrik-Klausel benutzen werden, um ihr Gewicht in die Wagschale gegen die Negierung zu werfen. Die irländischen Mitglieder zählen ungefähr 25 bis 238 Stimmen, und sie werden demnach bei der letzten Theilung eine überwiegende Autorität ausüben. Es ist mithin sehr ungewiß, ob die Regierung nicht noch eine Nieder
lage erleiden wird. Fällt das Votum heute aber gegen die Regierung aus, so kann man fast für gewiß annehmen, daß Sir Robert Peel und seine Kollegen resigniren werden. Die Frage, um die es sich han
delt, ist von großer Bedeutung, aber der politische Charakter, der Leiter der konservativen Partei, ist es noch viel mehr, und beide Gründe fordern gebieterisch, daß die Minister entweder durchdringen oder sich zurückziehen. Ein solcher Ausgang ist indeß doch zu unnatürlich und würde zu große Verlegenheiten herbeiführen, als daß er wahrscheinlich sein sollte; und ein unvorhergesehenes Ereigniß, wie es nicht unge⸗ wöhnlich bei den Kollisionen parlamentarischer Kriegführung ist, wird
vielleicht auch in diesem Falle den Schlag mäßigen.
Man wird indeß bemerken, daß die Unklugheit und die Irrthü⸗ mer der Philantropie Lord Ashley's hier auf wunderbare Weise mit
dem factiosen und prinzipienlosen Geiste O'Connell's und Lord John Russell's vereint sind. w ich von dem Charakter des gefeierten Whigleiters halte. Mann, dessen Kälte für großes Ehrgefühl ausgelegt, und dessen rück⸗ sichtsloses Festhalten an dem Geiste einer Partei im Unterhause als Patriotismus gefeiert wird. In seiner jetzigen Verbindung mit dem Philantropisten, den er verachtet, und mit dem Demagogen, den er nicht leiden mag, folgt Lord John Russell allein einem blinden Im⸗ puls der Feindseligkeit gegen das Kabinet; und wenn auch Sit R. Peel durch die heutige Abstimmung des Hauses eine Niederlage erlei⸗
Die Leser meiner Briefe werden wissen, was Er ist ein
det, so ist es doch Lord John Russell, dem ein solcher Erfolg zum Nach- theil gereichen wird. Ich lasse der Whig Partei nur Gerechtigkeit widerfahren; das Betragen ihres Führers hat sehr große und allge⸗ meine Unzufriedenheit erregt, und wenn möglicherweise nach der et⸗ wanigen Resignation Sir Rob. Peel's die Königin wieder die Whigs ans Ruder riefe, und diese, um ihre Verwaltung zu halten, zur Auf⸗ lösung des Parlaments ihre Zuflucht nähmen, so würde ihre Regie⸗ rung eine noch entschiedenere Niederlage erleiden als im Jahre 1841.
nieder lan de Aus dem Haag, 10. Mai. (J. d. J. H.) Zur Feier des Ge⸗
, Ihrer Königl. Hoheit der Frau Prinzessin Albrecht von P reußen waren gestern die Hauptstraßen der Residenz mit Flaggen verziert und die Truppen der hiesigen Garnison hatten große Parade.
n;. Paris, 9. Mai. Telegraphische Depesche aus Spanien. Madrid, 1. Mai. Heut ist der Belagerungs⸗ Zustand aufge⸗ Durch Dekrete vom heutigen Tage sind Herr Ma—
53 Madrid, 1. Mai. Gestern Mittag hatte der General
Narvaez die Zusammensetzung des neuen Ministeriums vollendet, und Abends unterzeichnete die Königin die Dekrete, in denen den bisheri⸗ gen Ministern die von ihnen erbetene Entlassung unter sehr schmeichel⸗ haften Ausdrücken bewilligt und das neue Kabinet eingesetzt wird.
Präsident desselben und Kriegs - Minister ist der General Nar⸗
vaez selbst. Der Ernst, mit welchem er der Revolution gegenüber—
dem Ministerium Martinez de la Rosa (1834) war er General⸗
Direftor der Polizei und Civil-Gouverneur der Provinz Madrid. In dieser Stellung zog er sich den Haß der liberalen Partei zu. Sen⸗ dem lebte er in völliger Zurückgezogenheit. Der General Narvaez hatte gewünscht, den Marquis von Miraflores zum Minister der aus wartigen Angelegenheiten ernannt zu sehen, allein der Einfluß des Dotschasters einer befreundeten Macht verhinderte diese Ernennung. Bis zum Eintreffen des Marquis von Viluma wird Herr Mon auch dem — ** . vorstehen. ü!
Der Marine-Minister, Don Francisco Armero, bi = neral-Capitain von Andalusien, stand in seiner jetzigen . Königin Christine während der letzten Tage ihrer Regentschaft zur Seite und war im vorigen Jahre einer der ersten Gencrale, die sich gegen Espartero erklärten. Bis zu seiner Ankunft von Sevilla wird der General Narvaez seinem Departement vorstehen.
ö Die Entlassung des bisherigen JustizMinisters, Don Luis Mayaus, hat die Königin nicht angenommen, so daß er in dem neuen Kabinet in seiner bisherigen Stellung verbleibt. Aus diesem Umstande schließt man, daß zwischen ihm und seinen bisherigen Amts⸗ gen . ke, , , g, e. war. Im Uebrigen gilt er für as einzige Mitglied des aufgelöste bine ; n 6 ger h,. . ie e ssf sen Kabinets, das allen Börsen⸗ a. Der Abgang des Ministeriums Gonzalez Bravo hat diejenigen Personen, denen es mehr an dem Wiederaufblühen und an der Ün—⸗ abhängigkeit des Landes, als an dem Vorwalten politischer Intriguen gelegen ist, mit mannigfachen Besorgnissen erfüllt, zu denen das Wie⸗ derauftreten der alten moderirten Partei Ver anlassung giebt. Die Rückerinnerungen an die Verwaltung der Moderirten denen es zwar nie an dem besten Willen, wohl aber an der nothwendigen Eintracht und an der Kraftentwickelung, um sich Gehorsam zu verschaffen, man⸗ gelte, sind von wenig erfreulicher Art und berechtigen vlelleicht zu der Voraussetzung, daß ihnen abermals die Zügel der Gewalt durch die
revolutionaire Partei entrissen werden dürften. In der That verhehlt diese ihre Freude über den eingetretenen Wechsel keinesweges. Denn man frägt vor allen Dingen: sind blos die Personen gewechselt worden, oder soll auch das politische System der Regierung geändert werden Wurde nur ersteres beabsichtigt, und will der Präsident des Ministeriums das politische System seiner Vorgänger beibehalten, so bauen die Revolutionaire ihre Hoffnungen auf die Voraussetzung daß der General Narvaez in seinen neuen Amtsgenossen nicht die Män! ner von eisernem Willen finden werde, durch dessen Anwendung die Durchführung eines das Land neu und kräftig organisirenden Systems allein verbürgt wurde. Soll aber dieses einein anderen Platz machen soll die sogenannte legale Bahn wieder betreten werden, so muß der General NarvaZez Alles, was bisher unter seiner eigenen Mitwirkung geschah, für ungültig erklären, und der progressistischen Partei Zuge? ständnisse machen, die dieser einen vollkommenen Triumph zusichein dem Lande aber eine neue Umwälzung bereiten. Das abgetretene Ministerium hatte die Nothwendigkeit erkannt, dem durch die Stürme der Revolution erschöpften Lande vermittelst organischer Dekrete einen
festen Anhaltepunkt zu verschaffen, an welchen e äterhin di der Constitution vorgeschriebenen Formen r i , n, Behufe wurden die Munizipalitäten und die Verhältnisse der periodi⸗ schen Presse durch Dekrete, denen die Cortes nur ihre nachfolgende Genehmigung zu ertheilen hatten, neu organisirt, da die i nn dargethan hat, daß seit 1837 die Cortes, siets mit persönlich ch Za ; lereien und mit dem Ringen nach der Gewalt beschäftigt . Wege parlamentarischer Diskussionen kein einziges organisches Gesetz ö: Stande brachten. Die neuen Minister scheinen dagegen das System n Vorgänger verwerfen und die Herrschaft der constitutionellen Form wieder herstellen zu wollen. Der Heraldo, der sich auf die Sein. 6 neuen Kabinets neigt, sagt, der Charakter desselben wäre constitutio l und würde das Gepräge der Legalität an sich tragen. Der Tie ö. das eigentliche Organ des Ministeriums, nennt dieses , ?! Conservadoz), dessen Mitglieder sich im Voraus über alle r er Fragen verständigt hätten?‘) und versichert, das a, , , hätte reactionaire Pläne verfolgt, deren Ausführung die neuen . nister vorbeugten. „Das System constitutioneller Illegalität 55) mit so großer Hartnäckigkeit von jenen Leuten verfolgt nurbee, * dieses Blatt, „das System der Organisirung des Landes durch et krete, die Vergessenheit, der man die Cortes Frage übergab . sollte es führen? . .. wir richten an die Vertheidiger des Mr en riums die einzige aber bedeutungsvolle Frage: Ist es wahr . es unbegründet, daß in dem Ministerium über Fragen welch 4 ,, stattfanden?“ . Diese Frage muß unstreitig der Justiz-Minister seinem Posten behauptet hat, am ,, en i 37 wünschen ist, daß es dem neuen Kabinet, dessen Mitglieder sich ö bald über die wahren Gesinnungen des Generals Narvaez cut fe sche⸗ dürften, gelingen möge, das Wohl des Landes auf rein verfass. n mäßiger Bahn fest zu begründen. . Ich glaube, das neue Ministerium nicht treffender charakterisiren
zu können, als wenn ich die Ueberzeugung ausdrück storbene Graf Toreno dieselben er n . , ,, würde, falls ihm dieses Geschäft übertragen worden wäre . Es heißt, die Minister würden nach einigen Tagen die Cort auflösen, die neuen, den Vorschriften der Constitution gemäß 3 August einberufen und unterdessen die Königliche Familse auf * Badereise begleiten. Das angeborene Hautübel, mit n m. uns: Königin r fg 69 hat leider in der letzten Zeit so sehr (. sich gegriffen, daß die schleunige Anwendung geei eter Ba ĩ e ä,, 3 hleunig g geeigneter Bäder nicht Man sagt ebenfalls, einige der abgehenden Mini ä neuen Kabinet ihre Unterstützung , und 9 . werde als Gesandter nach Lissabon gehen. Statt des Gin nen R. vaez tritt vorläufig der Gouverneur von Madrid, General Selb , Castilien. Doch glaubt man, daß er definitiv den General 1 in Sevilla ersetzen und der General Cordova Gouverneur von M drid werden solle. . Die eigentlichen Gründe der plötzlichen Auflösun ini riums Gonzalez Bravo liegen noch ö bone i, Operationen des Finanz-⸗Ministers Carrasco, an denen einige * Amtsgenossen Theil genommen haben sollen, scheinen vorzüglich dazu beigetragen zu haben, ihm die allgemeine Achtung zu n. Das durch ihn bewirkte rasche Steigen der dreiprozentigen Staate papiere veranlaßte eine Menge unbemittelter Personen aus allen Ständen, Generale, Beamte, Gewürzkrämer und Handwerker, ihre Ersparnisse in diesen Fonds anzulegen. Als nun das Fallen eintrat sahen dieselben Personen sich genöthigt, ihre Papiere um jeden Preis loszuschlagen, ein Umstand in dessen Folgen die Herren Salamanca und Andere, die à la haisse spekulirt hatten, sich nun erholen und großen Gewinn machen. Der Finanz- Minister Carrasco soll sogar . eine sehr große Baarsumme aus der Staatsschulden-Tilgun k
r Paris, 10. Mai. Der Kredit von 200,000 Fr. zur Feier zu unterstützen. Jedenfalls sei es angemessen, den Versuch des neuen der Julifeste, welchen die Regierung von der Deputirten⸗Kammer ver— Systems mit den großen Verbrechern zuerst zu machen. Man möge langt, ist eigentlich nur ein Juschuß zu der Summe, welche die Stadt einen Versuch im Kleinen mit dem Zellen-System machen, an we⸗ Paris aus ihren eigenen Mitteln zu diesem Zwecke verwendet. In nigen Menschen, dazu stimme er auch, aber nur nicht sogleich zu ker Auseinandersetzung der Motive zu diesem Kreditverlangen, welcher einer allgemeinen Anwendung desselben schreiten, dessen Folgen alle Büreaus der Kammer zugestimmt haben, exinnert der Minister und Wirkungen noch so bestritten seien. Auch der Kosten⸗ des Innern zuerst daran, daß in den beiden letzten Jahrestagen der punkt sei sehr wichtig. Er unterstütze das Amendement, weil Juli-Revolution von 1830 Frankreich in Trauer gewesen sei, daher es sich auf die zu Zwangs-Arbeit Verurtheilten beschränke. Herr diese feierlichen Tage nur durch gute Werke der Wohlthätigkeit be. Leon de Maleville bekämpft wiederholt, wie früher, das Zellen⸗ zeichnet habe, indem es so eine fromme Huldigung dem Prinzen dar- System und die Behauptungen der Herren Toequevisse und Gustave bringen wollte, der sich seiner ganzen Liebe und Zuneigung so würdig de Beaumont, die er als srrig zu zeigen sucht. Auch Irrthümer gemächt hätte. Jetzt, fügt der Minister des Junern bei, verlange und Widersprüche sucht er Beiden nachzüweisen. Er sagt, in ihrem das nationale Gefühl, das auch den Herzog von Brleans in so hohem 1822 herausgegebenen Asen hätten sie dem System Auburn vor Grade beseelt habe, wie alle guten Bürger, die Wiederaufnahme dieser
dem pennsylvanischen den Vorzug gegeben. Herr Gustave de Feste, als ein Andenken, als eine Weihe des Triumphes des Gesetzes
Beaumont entgegnet, das letztere sei damals noch nicht hinreichend und der Freiheit. Indem Frankreich den Jahrestag der Juli⸗-Revo⸗— bekannt gewesen. Herr Lern de Maleville erwiedert, besonders
lution feierlich begehe, feire es die Allianz einer nationalen Dynastie auch die im Gesetze enthaltenen Milderungen des. pennsylvanischen und einer constitutionellen Regierung. Je mehr es zu dem Genusse Systems nicht als von Belang anerkennend. Dieselben bestünden dieser beiden großen Wohlthaten gelange, desto mehr wolle es jedes größtentheils auch in Amerika, sagt er, und dessenungeachtet seien so Jahr zeigen, wie sehr es den Werth derselben zu schätzen wisse. zahlreiche Fälle vom Verrücktwerden vorgekommen. (Die Sitzung „In demselben Maße“, fährt der Minister fort, „als unscre Institutio dauert fort.) vielen Amendements, welche bie Berathung hemmen, sich Bahn zu nen ihre Früchte tragen, wächst die öffentliche Sicherheit, die Pro ö. . machen. Alle Augenblicke wird über die Reihefolge in der Eiört‘ speritaͤt des Landes nimmt zu, und es scheint, daß die Tage gekom⸗ A Paris, 10. Mai, Der Vortrag, welchen Herr Guizot, in rung der verschiedenen Punkte gestritten; Jeder spricht sein Wort men sind, wo keine Besorgniß bie Gegenwart mehr 86 und unser der gestrigen Sitzung der Pairs Kammer gehalten hat, kann den glän— dazu und entscheidet die Frage liber den Gang der Verhandlungen, Vertrauen in die, Zukunft mehr schwächen kann. Dank der hohen zendsten Leistungen an die Seite gestellt werden, welche jemals auf je nach der Ansicht, die er sich von dem Hauptprinzip gebildet hat. Weisheit, welche über die Geschicke Frankreichs wacht, Dank dem so der franzsischen Rednerbühne zum Vorschein gekommen sind. Tief Hierüber verschwindet dann der eigentliche Gegenstand der Erwägung weisen und einsichtigen Patriotismus, der in allen Klassen der Nation an historischer Auffassung neben der größten Eleganz und Leichtigkeit und die Sitzung ist am Schluß oft auf demselben Punkt, von dem hervortritt, diese ,. Lage kann sich nur entwickeln und besesti⸗ des Ausdrucks, Mäßigung, Unparteilichkeit neben durchdringender Kritik, sie ausgegangen. Nachdem heute eine sehr verworrene Diskussion en. Das ist der Wunsch, den das Land so berebt durch seine Dank⸗ die Resultate des schärfsten Denkens im weltmännischen Gewande; das über den 20sten Artikel N. hatte, wonach die wegen bloßer arteit, durch seine Freube bei den festlichen Belustigungen ausdrückt, ist in wenigen Worten die allgemeine Charalteristit, welche wir von polizeilicher Vergehen und die zu einjähriger oder kürzerer Haft ver⸗ welche den Sieg welhen, den es im Kampfe für die Gesetze davon der gestrigen Rede des Herrn Guizot geben möchten. Der Minister urtheilten ,. in dieselben Gefängnisse, wie die Be chuldigten getragen hat.“ der auswärtigen Angelegenheiten schilderte den Gegensaß der Gegen⸗ 2 e. agten, sollen gebracht werden können, wurde . Artikel, Aluch' der Gesetz-Entwurf über das Verlangen eines Supplemen= wart zu den beiden vorletzten Jahrhunderten als ein Mann, welcher 2 en Vorschla des Herrn Havin, der denselben nur auf die zu tar-Krebists von 6 Millionen zur Fortsetzung der Arbeiten an den in das Innerste des Gelstes der auf einander gefolgten Geschlech⸗ nsähriger oder kirzerer Haft Verurtheilten angewandt wissen wollte, Königlichen Straßen ist bereits in den Blreaus zur Sprache gekom= ter eingedrungen ist, als ein Mann, welcher die Vergangen⸗ men und hat zu Bemerkungen von Seiten der Herren Buprat, heit versteht, und. der eben deshalb, auch die Zukunft be⸗ greift. Und gleichwohl fand sich in der Pairs ⸗ Kammer
noch einmal an die Kommisslon überwiesen. Die Kammer genehmigte D l Billaudel, Etienne und Savin⸗Mareau Anlaß ge eben. Der durch / n 6360 Jemand, der den Muth hatte, Herrn Guizot das Recht der Stimme
odann den 2lsten Artikel, dessen 1ster 8. folgendermaßen lautet; „Bie ar Art. 69 des Strafgeseßbuchs verurtheilten ö. die lraft? Art. das Gesetz von 1837 eröffnete Kredit ist beinahe eischöpft. Nach der
die Kammer den schon mitgetheilten Paragraphen der Kommission, wonach jeder, der eine Lehr-Anstalt errichten will, die Erklärung ab⸗ geben muß, daß er zu keiner in Frankreich nicht. erlaubten religiösen Congregation gehöre, mit sehr großer Masjorität die Genehmigung der Kammer erhielt. Es kam nun die Reihe an den vierten Parg— graphen, der sich auf die innere Ordnung der Unterrichts- Anstal⸗ fen und auf den anzunehmenden Studienplan bezieht, und der ohne Diskussion genehmigt wurde. Zu dem fünften Paragraphen, welcher bestimmt, daß das für die Unterrichts-Anstalt gewählte Lokal von dem Maire der Gemeinde besichtigt werden muß, und nur mit dessen Zustimmung zu dem beabsichtigten Zweck genommen werden darf, schlug der Marquis von Barthelemy als Amendement vor, diese Begutachtung nicht dem Maire, sondern dem Unͤterpräfekten zu übertragen, was jedoch verworfen wurde. Hierauf nahm die Kammer ben vierten Artikel in seinem Gesammtinhalt an und vertagte die
weitere Diskussion.
Devutirten⸗ Kammer. Sitzung vom 9. Mai. Die Diskussion des Gesetz Entwurfs über die Gefängnisse hat seit ? Ta⸗ en keinen bedeutenden Fortschritt gemacht. Es herrschte in den De⸗ . solche Verwirrung, daß es schwierig ist, ihnen zu folgen. Kam⸗ mer, Ministerium und Rommission sind nur darauf bedacht, durch die
Irland zu errichten, sei durchaus unpraktisch und von vielfältigen Nachtheilen begleitet. Herr Hume nahm hierauf seinen . . willig zurück. ;
— Das Oberhaus beschäftigte sich in kurzer Sitzung mit der sogenannten „Dissenters Kapellen Bill“ welche den Dissenter⸗ Ge⸗
trat, hat ihm eine mächtige Partei, die nur durch die Bajonnette im Zaum gehalten wird, zur erbittertsten Feindin gemacht, und da man fast ihm allein den Sturz des Ministeriums Gonzalez Bravo zuschreibt, ) sind 49 ö n wer h. ebenfalls in die Reihen der , ,,, , , . egner es Generals, den sie einer maßlosen Herrschsucht beschuldigen, nehmen und zu . Cin ulhenh lr eie, k he ehr nr ö 6 Iz ö. n , Sa; an. 6 i,, , sz. . ahrt, 1 ! vleib R be 8 , , die Cie heften! die n y,, ö. Bill haben wir bereits früher berichtet 2611 assung zu dieser die Spitze der Regierung gestellten Staatsmann auszeichnen müssen R 1. . g. Preuß. Zeit. zu entwickeln. Dle Besatzüng von Madrid ist ih blindlings er ö ) ben, die General⸗Capitaine . an der pin e. ! Held ö. . hen, ͤ = aine, die er Spitze der großen Militair— , a . 10. Mai. Das Urtheil des Gerichtshofes der Queens—⸗ Distrikte stehen, kennen ihre Pflichten, und einige erf Generale zench in Dublin gegen O'Connell und seine Genossen ist, wie man die mit Eifersucht auf ihn blicken, üben vor der Hand keinen Ein⸗ 1 , nächsten Termin der Assisen ausge—⸗ fluß aus. . etzt worden., In der Sitzung voni ten machte der Oberrichter Der Finanz⸗Minister, Don Alejandro Mon, bekleidete dasselbe Pennefathe⸗ diese Entschließung bes Gerichts bekannt, nachdem am . Amt unter der Den l lng des HeCse 6 , ng: zuvor die , über das Gesuch um Annullirung der bisherigen den Anmaßungen des Ober-Generals Espartero's aufgeopfert. Er . und Einleitung eines neuen Prozesses beendet worden waren. jst Zögling des Grafen Toreno, und gilt noch jetzt für einen der ent⸗ n rl,. ist dieser Beschluß des Gerichts bas Resultat einer schiedensten Vertreter der alten moderirten Partei. Von hestigem . ga erschiedenheit unter den Richtern selbst über die Zulässig—⸗ Charalter, genießt er doch des Ruses unbefleckter Rechtlichkeit, und 6 l Hesuchs, und es heißt, man wolle noch das Gutachten der ist vielleicht der einzige, der seine Stellung als Finanz ⸗Minister nicht ii nizn Richtet des Landes darüber einholen, che man zum Ausspre— dazu benutzt hat, sich zu bereichern. ] Kö * e, , , schreite. Die Angeklagten hatten diesen Er⸗ Der Minister des Innern, Don Pedro Pidal, Präsident des 6 n . nicht erwartet und sich bereits mit einem neuen Deputirten-Kongresses, ist ein sehr unterrichteter, als Schriftsteller ö avi versehen, welches neue Verhandlungen und demnach neue vortheilhaft bekannter junger Mann, vertrauter Freund des Herrn . herbeigeführt haben würde. Mian wollte darin nament- Mon und ebenfalls von uünbeflecktem Rufe. In Politischer Hinsicht . n , das Probokoll des Verdikts der Jury habe nicht die hat er sich stets offen zu Gunsten reactionairer Maßregeln ausge⸗ 35 ig ,, Gerichts Termin deginnt an 22sten d. ehe n 29 . . seiner Stellung als Präsident der Deputirten und banert ö ö. noch auch bei Gelegenheit der Katastrophe Olozaga's, die Ei fe ay 2 i ,, , . a von i . 9 n , iz, unt 3 von ke . General Lord Bloomsield, der die Ar silltrie nen g m gh . ö. Dir ur ls n r dnn n n n e shnr. . A hligt, er Marquis von Vilum a, Minister der auswärtigen An= ; 2 r nr e, . sich nach St. Petersburg zu begeben, um gelegenheiten, wurde vor kurzem als . , , . 6. Ankauf von Staa spapieren verwandt haben, um gland zu geleiten. und hat vielleicht noch nicht einmal seinen Bestimmungspunkt erreicht. ; eigen derselben zu bewirken. Außerdem hat er, wie nicht zu
X London, 10. Mai. Die Klausel zu der neuen Fabrikbill, Er ist ein Mann von feiner Bildung, sehr einnehmenden Formen und
welche di ran? — n l kann ungeachtet der Entschiedenheit sei q che die Arbeitezeit zu Gunsten der Fabrik-Bevöolkerung beschränkt, doch nicht zu den . n. 2
*) Da zwei der neuen Minister sich an so erscheint o Behauptung eiwas a. 1 Punkten befinden, Anm. d. Korre sp.