1844 / 222 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

121

Sonntag, 11. Aug. Czaar und Zimmermann.

In Charlottenburg: Die Zerstreuten. Hierauf: Die gefähr⸗ liche Tante.

Montag, 12. Aug. Vicomte von Létorisres, oder: Die Kunst zu gefallen.

Allgemeine

Preußische Zeitung.

Berlin, Sonntag den 11m Au gu st

Meteorologische Beobachtungen.

Das Abonnement beträgt. 2 Rthlr. sür Jahr. 4 Rthlr. . Jahr. 8 Rthlr. - i Jahr. in allen Theilen der Monarchie ohne Preiserhöhung. Ansertions-GSebühr sür den Raum einer Zeile des Aug. Anzeigers 2 Sgr.

Auswärtige Börsen.

Niederl. vil. Sch. 61. Pass. 55. Ausg. Zinal. —. 43 Russ. Nope 907.

Alle post - Anstallen des An und Auslandes nehmen Sestellung auf dieses Glatt an, sür Gerli n die Expedition der Allg. Preuss Zeitung: Friedrichsstrasse Nr. 72.

So a0. 100. Preuss. Pr

Abends 10 Uhr.

1844. 8. Aug.

Luftdruck. ... 35, 26 par. 333 os per. 33, 13 Par. Quellwärme 8, 10 R. Luftwärme ... 4 11,27 n. 17,3 n. 4 14,07 R. Flusswärme 14,8) R. Thaupunkt... 56 n. 4 11,00 n. 4 9, 1 R. Bodenwärme 14,99, R.

Königsstãdtisches Theater. Duns tsãtti gung . 62 pet. 68 pet. Ausdünstuusz O, ol 1, Rh.

bedeelet. bezogen. Niedersehlag O, o20 Rh. Sonnabend, 10. Aug. Der Zerrissene. Posse mit Gesang in Sw. so. Sw. Wärmewechsel 18.0 3 Akten, von J. Nestroy. Musik von A. Müller. (Herr J. Nestrop,

Walkenzug. .. 80. 4 10,10 R. erster Komiker des Kaiserl. privilegirten Theaters an der Wien zu Tatzesmittel: 334, 22 Fear. . 4 14,20 R... 4 9, 2c R.. 68 pet. Sw. Wien: den Herrn von Lips, als Gast.)

Nach eiumaliger Beobachtung.

Nachmittags

Morgens 2 Uhr.

Amsterdam, 5. Ar. 6 Uhr.

Sch. Fol. 170. Qenterr. —. Antwerpen, 4. Aus. Ziel. Nene Aul. 20.

Frankfurt a. M., 6. Aug. 536 Mat. 112 G6. Hauk Actien p. ult 1974 G6. Bayr. Bauk- Actien 7209. Hope 893. Stiegl. 895. 1ut. 60 Polu. zoo FI 955 G. do. soo FI. 953 G. do. 200 FI. 283 B,.

Ham burg, 7. Aug. Bauk Aeüen 1650. Ku. Russ. 113.

Wien, 5. Aus. h96 Met. 110. 496 100. 396 765. Bank- Aeuen 1605. Aul. de 1834 150. de 1839 128. Nordb. 1395. 6loggu. 1II2.

1844.

Abends Wetterleuchten.

M 222.

.

Mail. 1085. Livorn. 1135.

Königliche Schauspiele. Sonnabend, 10. Aug.

Dornen und Lorbeer, Drama in 2 At⸗ ten. Hierauf: Voltaire's Ferien, Lustspiel in 2 Akten.

Sonntag, 11. Aug. Der Zerrissene. Montag, 12. Aug. Der Zerrissene.

gekanntmachungen.

1972 DJ

Da folgende beide auf den Namen des Bauer To- bias Völker in Rossow bei Brüssow in der Ukermark ausgestellte Obligationen der Ritterschaftlichen Privat- Bank von Pommern, als:

1) Littr. J. No. 968 vom 22. Juni 1840 über

150 Thlr., 2) Litir. J. No. 2652 vom LES. Oltober 1840 über 1600 Thlr., beide auf einjährige Kündigung lautend und zu 33 Pro- zent jährlich verzinslich, angeblich in der Nacht vom 15. zum 16. Februar 1841 dem Völker verbrannt sind, so werden auf den Antrag desselben alle diejenigen, welche an diese Papiere als Eigenthümer, Cessionarien, Pfand⸗ oder Briefs ⸗Inhaber, oder deren Erben, Anspruͤche zu haben behaupten, hierdurch öffentlich vorgeladen, sich in dem vor dem Jr n hr r n e, Hertel hier auf dem Kammergericht auf den 26. November 1844, Vormittags 11 Uhr, anberaumten Termine zu gestellen und ihre Ansprüche zu bescheinigen, widri—⸗ anf l⸗ sie mit denselben präkludirt, ihnen deshalb ein ewiges Stillschweigen auferlegt, die besagten Papiere für amortisirt erklart und statt derselben neue ausgefer⸗ tigt werden sollen.

Den Auswärtigen werden die Justiz- Kommissarien Valentin, Wilke II. und Becher zu Mandatarien in Vorschlag gebracht.

Berlin, den 22. Juli 1844.

Königl. preuß. Kammergericht.

19781 Bertanntmachung. Der 23 Jahr alte Pächtersohn Carl Wilhelm Burzlaff aus Vorwerk Splittkathen nach Sydow a, Schlaweschen Kreises, gehörig, wurde von uns wegen eines an seiner hochschwangeren Braut, der unverehe⸗ lichten Wilhelmine Mundt, aus Vorwerk Eichberg, begangenen Mordes zur Kriminal -Untersuchung gezogen und durch die zwei gleichlautenden Erkenntnisse des Kö- nigl. Ober Landesgerichts, Senat für Strafsachen, zu Köslin und Stettin, resp. vom 8. September 1843 und 8. Februar 1844 verurtheilt, mit dem Rade von oben vom Leben zum Tode gebracht zu werden. Durch die Gnade Sr. Majestät des Königs wurde die erkannte Strafe nach der Allerhöchsten Bestätigungs⸗Ordre vom 28. Mai d. J. in die Todesstrafe des Beils verwandelt und diese Strafe am gestrigen Tage früh um 6 Uhr in der gesetz⸗ lich vorgeschriebenen Art an den Burzlaff mit Bewilli⸗ ung Sr. Majestät des Königs und unter Zustimmung des *g Magistrats hier in Neustettin öffentlich vollzogen. Der Burzlaff war der That geständig und nach sei⸗ ner wiederholten Angabe zu derselben bestimmt worden, um sich, da seiner Verheiraihung Schwierigkeiten ent- egentraten, von den aus der Schwangerschaft der 2c. undt für ihn entspringenden Verpflichtungen zu be—⸗ freien. Dies wird hiermlt in Gemäßheit des §. 549. der Kriminal-Ordnung bekannt 4. Neustettin, den 24. Juli 1844. Das Patrimonialgericht Sydow a2. gez. Zweigert.

18016]

rlin⸗Hamburger Eisenbahn. Se 8 Nachdem der Termin

l zur dritten Einzahlung auf die Actien der Ber⸗

lin Hamburger Eisen⸗ bahn⸗Gesellschaft am ge⸗

strigen Tage .

z; g ist, so werden diejenigen 8M T Actien Inhaber, welche mit der dritten Einzah⸗ n im Rückstande sind, darauf aufmerksam gemacht, daß in Gemäßheit §. 14. und 15. des Statuts noch bis zum 15ten d. M. eine Nachzahlung benebst 10 Thlr. Strafe pro Actie und der vom 1ssen d. M. an aufgelaufenen Zinsen ange— nommen wird, nach diesem Termin aber diejenigen

. 3 P 2 8 n, ,

Actien, für welche vorgedachte Zahlungen nicht geleistet

werden möchten, annullirt werden müssen. Berlin und Hamburg, den 2. August 1844. Die Direction der Berlin- Hamburger Eisenbahn-

Gesellschaft. , von Lehsten. Asher, Dr. Neu- aus.

Wolff. Borger. Conrad. Nieder⸗Schlesisch⸗Märkische ar g Eisenbahn. 1 1 J , ur Anlage der Nie der · Schlesisch Märli⸗

schen Eisenbahn zwischen Guben und Halbau soll

die Ausfüh⸗ vrung der Erd⸗ arbeiten, so wie

Allgemeiner Anzeiger.

der Bau der kleineren Brücken und Durchlässe der 2327 Ruthen langen Strecke zwischen Linderode und Kun— zendorf, auf dem Wege der Submission in Entreprise gegeben werden. Die Pläne, Berechnungen, Entreprise⸗Bedingungen und Submissions⸗Formulare zu diesen Bau⸗Ausführun⸗ en können im technischen Büreau der 2ten Abtheilung in Sommerfeld während der Geschäftsstunden a ü. hen werden, woselbst auch gegen Erlegung von 10 Sgr. Abschristen der Bedingungen, der allgemeinen Nachwei⸗ sung und des Ern fr zorn, in Empfang ge— nommen werden können. Submissionen für die Ausführung der betreffenden Arbeiten müssen versiegelt mit der Ausschrist: „Offerte zuruebernahme der Planirungs⸗ Arbeiten des 7ten Looses in der 2ten Ab— theilung“

vor dem 23. August d. J.

portofrei bei uns (Leipziger⸗Straße Nr. 61) ein- gereicht werden.

Da an diesem Tage, Nachmittags 4 Uhr, die eingegangenen Submissionen eröffnet werden und der Zuschlag eventuell erfolgt, so können später eingehende Submissionen nicht berücksichtigt werden.

Die sich Meldenden bleiben 14 Tage nach dem 23. August an ihre Offerten gebunden.

ga ln den 6. , . 1844.

Die Direction der Nieder⸗Schlesisch⸗Märkischen Eisen⸗ bahn Gesellschaft.

stu'1 Lust⸗Dampsschifffahrt zwischen Potsdam und Bran⸗

denburg. den 11. Aug u st e. ( Dpfb. „Alexandria“ ) Abfahrt von Potsdam um 73 Uhr Morgens. Nückfahrt von Brandenburg um 47 Nachmitt. Preis eines Fahrbillets zur Hin- oder Rückfahrt 15 Sgr., Kinder unter 10 Jahren zahlen die Hälfte.

Zwischen Potsdam und Baum⸗

gartenbrück. (Dpfb. „Prinz Carl“) Abfahrt von Potsdam um 3 Uhr Nachmittags. Rückfahrt von Baumgartenbrück um 77 Uhr Abends. Preis eines Fahr⸗-Billets zur Hin⸗ oder Rückfahrt 5 Sgr., Kinder die Hälste. An ker, Taubenstr. 10.

Sonntag

sis v]

Berlin-Breslauer Eilfuhre.

Indem wir uns hiermit erlauben, ein geehries kauf⸗ männisches Publikum auf unsere Eilfuhren welche regelmäßig jeden Donnerstag und Sonntag sowohl von Berlin nach Breslau, als von Breslau nach Berlin ab— gehen, und stets in 4 Tagen liefein so wie deren billiz . Frachtsätze von

17 Thlr. pro Centner von Berlin nach Breslau und

112 Thlr. » „Breslau nach Berlin wiederholt aufmerksam zu machen, ersuchen wir höflichst, Anmeldungen dieserhalb bei dem Herrn S. David, Bischofsstraße Nr. 28, oder in unserem Comtoir, Neue Königsstraße Nr. 74, gefälligst abgeben zu lassen.

Berlin, den 8. August 1844.

Jeserich C Schwedler.

729 p]

Auf Befehl Seiner Kaiserlichen Majestät des Selbst⸗ herrschers aller Reußen 2c. füget das livländische Hof⸗ gericht hiermit zu wissen: Demnach hierselbst von dem Herrn Etatsrath und Ritter Dr. Herrmann von Köh⸗ ler und dem Kommerzienrath und Ehrenbürger Carl Eduard Tunder als Bevollmächtigte der Erben des an⸗ e e, am 17. April 1843 neuen Stols in

resden verstorbenen Herrn Professoris emeriti Etats⸗ raths und Ritters Dris. Christian Friedrich von Deutsch, nämlich der Fräulein Henriette und Julie von Deutsch, der verwittweten Doltorin Sophie Sellheim, geb. von Deutsch, der Frau Etatsräthin Auguste von Köhler, geborenen von Deutsch, des Herrn Hofrath Friedrich von Deutsch, des Fräuleins Louise von Deutsch, der Kommerzien ⸗Räthin Caroline Tunder, geborenen von Deutsch, der Ober⸗Pastorin Therese Bienemann, gebo⸗ renen von Deutsch, und des Königlich preußischen Lien tenants Carl von Deuisch, angesucht worden ist, daß ein proclama ad convocandos ereditores et heredes defuncti erlassen werden möge; als hat das livländische Hof⸗ gericht, dem Ansuchen willfahrend, kraft dieses öffentli- chen . Alle und Jede, welche als Gläubiger oder Erben aus irgend einem Rechtsgrunde Ansprüche und Forderungen an das sämmtliche . Ver⸗ mögen des weiland Herrn Prefessoris emeriti Etats - Raths und Ritters Dris. Christian Friedrich von Deuisch sormiren zu fönnen vermeinen, oberrichterlich

, wollen, a a dato dieses Proklams inner- halb der Frist von einem Jahre und sechs Wochen all

hier beim Hofgericht mit solchen ihren Ansprüchen und Forderungen gehörig anzugeben und selbige zu doku— mentiren und ausführig zu machen, bei der ausdrückli— chen Verwarnung, daß nach Ablauf der vorgeschriebenen Frist Niemand weiter gehört, sondern jeder Ausbleibende für immer präklludirt und der Nachlaß des weiland

Herrn Professoris emeriti, Etats-Raths und Ritters

Dris. Christian Friedrich von Deutsch, seinen hinterblie⸗ benen Erben zum Eigenthum adjudizirt werden soll. Wo—⸗ nach ein Jeder, den solches angeht, sich zu achten hat. Signatum im livländischen Hofgerichte zu Riga, den 21. März 1844. ; Im Namen und von wegen des livländischen Hofgerichts. (* 8.) Fr. v. Bruiningk, Präsident.

Bekanntmachung. Zehn Thaler Belohnung.

Nach einer neuerlich bei uns gemachten Anzeige ist in der Zeit vom 8. bis zum 10. Mai dieses Jahres aus einem am Marlte allhier gelegenen Handlungs- Lokale eine Kiste mit 2 verschlungenen Dreiecken und einem

zweimal durchstrichenen O 251. gezeichnet, und 21 Dutzend Rasirmesser, 3 Dutzend Taschenmesser, 4 Dutzend kleine Gartenmesser, so wie 80 Gros Hornknöpfe enthaltend, abgeholt worden, jedoch an ihrem Bestimmungsorte nicht angekommen, auch sonst nicht zu ermitteln gewe⸗ sen, weshalb die Vermuihung entsteht, daß die Kiste

nebst Inhalt entwendet worden sei.

Indem wir daher vor dem Erwerbe oder der Ver⸗ heimlichung jener Gegenstände warnen, fordern wir Je⸗ dermann, der über das Verbleiben der gedachten Kiste nebst Inhalt einige Auskunft zu geben vermag, hier— durch auf, sich deshalb schleunigst bei uns zu melden, und sichern demjenigen, welcher zuerst solche Mitthei— lungen machen wird, in deren Folge die Wiedererlan gung der Kiste nebst Inhalt gelingt, eine Belohnung von 3ehn Thalern hiermit zu. Leipzig, den 5. August 1844.

Das Polizei⸗Amt der Stadt Leipzig. Stengel. Heinze.

1975

Literarische Anzeigen.

Im Verlage von G. P. Aderholz in Breslau ist so eben erschienen und in allen Buchhandlungen zu

haben, in Berlin ca C. H. Jonas, Werderstraße 11:

Ueber dorsfgerichtliche Zähl— es! gelder in Schlesien

und die Unzulässigkeit ihrer Erhebung. Vom Justizrath Robe in Hirschberg. gr. 8. geh. 15 Sgr.

Der Herr Verfasser führt in vorstchender Schrift den Beweis, daß die Zählgelder jemals weder ein Domi— nial- noch eine Kommunal-Abgabe gewesen, sondern unbedenklich in ganz Schlesien nür ihren Grund in dem gerichtlichen Sportelwesen haben.

Schlesisches Archiv für die praktische Rechtswis⸗ senschaft

herausgegeben von C. F. Koch.

5r Band. 25 Hest. gr. 8. geh. 22 Sgr. Unter dem vielen Interessanten, was dieses Heft bie— tet, wird besonders auf Nr. 23 aufmerksam gemacht, wo die fortdauernde Rechtmäßigkeit des bestrittenen Zin⸗ ses für das Brau- und Brennurbar der schlesischen Rittergüter aus einem neuen Gesichtspunkte gezeigt wird.

Leher die singulairen Erh- rechte an schlesischen Ritiergütern k

Professor der Rechte zu Berlin. gr. 8. geh. 20 Sgr.

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Schenk U. Gerstäcker, Leipzigerstr. 16.

6 16 h

Heute Nachmittag um sechs Uhr entschlief plötzlich am Schlagfluß unser innigst geliebter Vater, Schwiegerva— ter und Großvaler, der Kaufmann

Hirsch Moses Herrmann, im 78sten Jahre seines frommen und rechtschaffenen Le= bens. Tief betrübt bitten um stille Theilnahme die Hinterbliebenen. Danzig, den 3. August 1844.

3 2 2 ö. st53 Beachtenswerth.

Ein höchst rentirendes Geschäft für einen Guts— besitzer der Banquier, in der Mark belegen, welches eine Reihe von Jahren sich auf 300,060 Thlr. zu 5 pCt. verzinst, und noch bis jetzt, zu deren käufli⸗ cher Uebernahme 100,900 Thlr. bis 120,000 Thlr. gehören, unter sehr vortheilhaften Bedingungen ver— fauft werden.

Diejenigen Herren Gutsbesitzer in Vor- und Hin- terpommern, Neumark, Schlesien und diesseits Po⸗= sen, die ihre Güter zu verkaufen beabsichtigen, ich zu solchen Ankäufen von den ansehnlichsten Käusern be⸗ auftragt worden; dessen Guts⸗Anschlägen an mich einzusenden. Kosten werden nicht verursacht.

Der Güter-Agent Abel in Zehdenick.

81261 Ein Lehrling wird für die Gsellius sche Buch- und Antiquarhandlung, Kurstraße 5, gesucht.

IZnhalt.

Amtlicher Theil. )

Inland. Provinz Brandenburg. Verordnungen für die Armee. Begräbniß- Verein ehemaliger Krieger. Verordnung zur Beförderung der Sicherheit der Rhein- und Mosel-Dampfschifffahrt. Cirkular⸗Ver= fügung des Ministeriums des Innern. Provinz Preußen. Wasser⸗ stand des Pregels Provinz Sach sen. Ober -Präsident von We— dell. Rhein- Provinz. Bilder⸗Frevel zu Düsseldorf.

Deutsche Bundesstagten. Königreich Bapern. Der Erbgroß— herzog von Hessen. Herr von Hormayr. Die protestantische Gene—⸗ ral-Spnode. Königreich Sachsen. Empfang Sr. Majestät des Königs von Sachsen zu Leipzig. Aus Burgstädt Gustav⸗Adolph⸗ Stiftung). Königreich Hannover. Dentmal für den Grafen Alten. Gewerbe- Ausstellung zu Hannover. Kurfürstenthum Hessen. Ernennung. Herzogthum Holstein. Reise des Kö— nigs. Der Sprachkampf. Frele Stadt Ham burg. Ein Dampf⸗ schiff verbrannt.

e, , e Monarchie. Brief aus Wien. (Das Attentat vom

Juli.

Frankreich. Paris. Beglückwünschungs-Schreiben Ludwig Philipp's an Se. Majestät den König von Preußen. Die Reise des Grafen Nesselrode nach London. Instructionen des Prinzen von Joinville hinsichtlich der Feindseligkeiten gegen Marokko. Beruhigende ministe= rielle Erklärungen über das Veinehmen mit England wegen der otaheiti- schen Frage. Die britischen Instructienen an die Kreuzer. Briefe aus Paris. (Kammer-Arbeiten: Interpellation wegen der Vorfälle auf Tahiti; Schluß der Sitzung. Neuestes aus Afrika.)

Großbritanien und Irland. London. Entbindung Ihrer Masjestät von einem Prinzen. Die dem Parlamente vorgelegten Papiere in Be⸗ treff des Sklavenhandels und der Kreuzer⸗ Instructionen.

Schweden und Norwegen. Stockholm. Reichstags Verhandlun⸗ gen: Die Wahl der Mitglieder des Staats -Ausschusses. Petition in , . und der Ausfuhr von Roheisen. Antrag

einer Ce ö ö für die Geistlichkei .

Oi ntral⸗Behörde für die Geistlichkeit und das Un äaänemark. Wiborg. Stände⸗Verhandlungen: Verb H mit Zahlen - Lotterie Loosen. gere e n, tn, 6 . fentlichkeit der Stände - Versammlungen. Ucher die Verhälinisse Schleswigs zum Königreiche Dänemark. Schleswig. Stände Ver⸗ 3 Allgemeine Gerichts- und Prozeß -⸗Ordnung für Schleswig und Hosstein.

Schweiz. Kanton Zürich. Verordnung wegen Rekurs- und Appella⸗ tions⸗Fristen. Kanton Graubündten. Der Bergsturz bei Felsberg.

Italien. Rom. Erdbeben. Die kirchlichen Differenzen mit Portugal und Spanien und die Missions-Angelegenheiten in Nord-Amerifa. Dom Miguel. Die Romagna.

Spanien. Schreiben aus Madrid. jüngsten Verhaftungen.)

Aegypten. Alexandrien.

Vereinigte Staaten von Nord⸗Amerika. Mork. (Lage der Dinge zu Philadelphia.)

Handels⸗ und Börsen⸗Nachrichten. Berlin. Börse.

Königsstädtisches Thegter. („Der Jerrissene“ von Nestrov; Gastspiel dessel— ben.) Ueber den Wirkungskreis und die Stellung eines Dramaturgen.

Beilage. ; * 1 ö Amtlicher Theil. Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: Dem evangelischen Pfarrer Merker zu Dans dorf, Regierungs⸗ Bezirk Potsdam, den Rothen Adler-Orden ter Klasse mit der Schleife zu verleihen.

Abgereist: Der Präsident des Handels⸗-Amts, von Roenne, nach Köln.

Der Kaiserl. russische Geheime Rath und Kammerherr, außer— ordentliche Gesandte und bevollmächtigte Minister am hiesigen Hofe Freiherr von Meyendorff, nach Dobberan. ; ;

Der außerordentliche Gesandte und bevollmächtigte Minister der Vereinigten Staaten von Nord-Amerika am hiesigen Hofe, H Wheaton, nach Paris. ö

(Verschiedenes aus Maroffo; die

Transit Compagnie. Vermischtes. Schreiben aus New⸗—

llichtamtlicher Theil. Inland.

Provinz Brandenburg. Das Militair-Wochenblatt vom 10. August enthält die mit besonderer Rücksicht auf die Vor⸗

schläge der Kommission zur Revision der Militair-Gesetze ausgear— beiteten und von des Königs Majestät vollzogenen Kriegs⸗Artikel für das preußische Heer nebst der Verordnung über die Anwendung der— selben und insbesondere der darin vorgeschriebenen Militairstrafen.

Das Amtsblatt der Königl. Regierung zu Potsdam und der Stadt Berlin vom 9. August veröffentlicht nachstehende Allerhöchste Kabinets⸗ Ordre:

Ich will im Verfolg Meiner, die Begräbniß⸗Vereine ehemaliger Krieger betreffenden Bestimmung vom 22. Februar 1842 gestatten, daß mit den genehmigten Feierlichkeiten auch diejenigen nicht im Kriege gedienten Vereins⸗-Mitglieder beerdigt werden dürfen, welche entweder: 2. aus dem stehenden Heere als versorgungsberechtigte Invaliden oder nach Vollendung einer zwölfjährigen Dienstzeit ausgeschieden sind, oder h. in der Landwehr die Auszeichnung für pflichttreue Dienste er— worben haben. Die Beschießung über das Grab wenn die Trauer— Parade mit Gewehren versehen ist muß aber jedenfalls bei Vereins—⸗ Mitgliedern, welche keinen Krieg mitgemacht haben, unterbleiben.

Den Ministerien des Krieges und des Inner gebe Ich hiernach die weitere Veranlassung anheim. .

Sans souci, den 6. Juni 1844.

(gez) Friedrich Wilhelm. An die Ministerien des Krieges und des Innern.

Die durch Nr. 28 der Gesetz-Sammlung publizirte Verordnung zur Beförderung der Sicherheit der Dampfschifffahrt auf dem Rheine und der Mosel enthält detaillirte Bestimmungen über die Prüfung der Dampfschiffsführer und Maschinenwärter, die Pflichten der Eigen? thümer eines preußischen Rhein- oder Mosel-Dampfschiffes, über die Untersuchung derselben und die Strafen, in welche die Schiffsführer ö s . verfallen, wenn sie den angeordneten Maßregeln zuwider handeln.

Das Ministeriglblatt für die gesammte innere Ver⸗ waltung enthält in Nr. 8 die nachfolgende Cirkular-Verfügung des Ministeriums des Innern an sämmtliche Königliche Regierungen vom 20. Juni 1844: ; .

„Nach einer Mittheilung des Königl. Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten ist russischer Seits, als eine Modification des Grundsatzes, wonach jedem Fremden, sobald er das russische Gebiet betritt, sein heimat⸗ licher Paß abgenommen wird, jetzt die Anordnung getroffen, daß den in Rußland ankommenden Ausländern zwar, wie bisher, auch ferner in der ersten Gouvernementsstadt, welche sie in Rußland berühren, neue Pässe oder Aufenthaltskarten ertheilt, dagegen ihnen die heimatlichen Legitimations⸗ Pa- piere (Pässe oder Wanderbücher) nicht abgenommen, sondern letztere nur durch einen mit dem amtlichen Siegel, zu versehenden Vermerk: „„daß der Paß für Nußland nicht mehr gelte, da dem Inhaber ain russischer Paß ertheilt sei““ für ungültig' erklärt werden sollen. Die Königliche Regierung wird von dieser Anordnung, welche hiernach nicht blos auf diesseitige Unterthanen, sondern auf Ausländer überhaupt Anwen⸗ dung sindet, mit dem Auftrage in Kenntniß gesetzt, solche den betreffenden Polizeibehörden bekannt zu machen, damit diefeiben unterrichtet werden, daß die von den xussischen Behörden mit Pässen in das Ausland versehenen Personen, welche nicht Russen sind, mögen sie nun dem preußischen Unter⸗ thanen-Verbande oder einem dritten Staate angehören, künftig in den Stand gesetzt sein werden, sich durch die ihnen ertheilten heimatlichen Legitimations⸗ Urkunden, in deren Besitz sie verbleiben sollen, auszuweisen. Um übrigens zu vermeiden, daß diese Personen, falls sie bei ihrer über die diesseitige Gränze erfolgenden Rückkehr aus Rußland mit russischen Pässen noch ver⸗ sehen sind, sich doppelter Legitimations- Dokumente bedienen können, hat die Königl. Regierung Anordnung zu treffen, daß ihnen an der Gränze der russische Paß abgenommen oder für ungültig erklärt und mit der Vemer— kung, daß dies geschehen, der heimatliche Paß wieder in Kraft gesetzt oder wenn die Inhaber dem diesseitigen Unterthanen- Verbande angehören nach Befinden ein neuer Paß ertheilt werde.“

Provinz Preußen. Der Pregel ist bei Königsberg am . r ft Fuß gefallen und hatte Abends eine Höhe von 13 Fuß 1 Zoll.

Provinz Sachsen. Aus Magdeburg schreibt die dor— tige Zeitung unterm 8. August: „Vor einigen Tagen ist der neue Ober ⸗Präsident unserer Provinz, der seitherige Wirkl. Geh. Ober⸗ Regierungs- Rath und Direktor im Ministerium des Innern, Herr von Wedell, hier eingetroffen, um seine hohe Function anzutreten. Wir heißen ihn freudig willkommen und begrüßen ihn mit der innig⸗ sten Verehrung, die schon in der Zeit seiner früheren amtlichen Thä⸗

tigkeit, als Präsident der hiesigen Königl. Regierung, bei Allen, die mit ihm in geschäftlicher oder geselliger Berührung standen, sich ihm zuwendete und jetzt durch das Vertrauen erhöht wird, aus dem Se. Majestät der König ihm die Sorge für das Wohl unserer Provinz zu übertragen geruht haben. Er wird, zum Glück ihrer Bewohner, dies Vertrauen rechtfertigen.“

Rhein⸗Provinz. Dem Frankfurter Journal wird aus Düsseldorf (4. August) berichtet: Der Künstlerneid hat zu einer verruchten That Anlaß gegeben, indem mehrere Bilder hiesiger Ma⸗ ler auf der Ausstellung sich gestern verstümmelt und ganz verdorben vorfanden; das Verbrechen ist um so auffallender, da die Säle sel⸗ ten ohne Wache sind und Nachts gut verschlossen werden.

Ausland.

Deutsche Bundesstaaten.

Königreich Bayern. Se. Hoheit der Erbgroßherzog von Hessen ist am 5. August in München eingetroffen; er begiebt sich nach Berchtesgaden, um seine Durchlauchtigste Gemahlin zur Rückreise nach Darmstadt abzuholen. Die Deutsche Allgemeine Zei⸗ tung läßt sich von ihrem münchener Korrespondenten berichten: „Viel Aufsehen erregt hier die kleine Broschüre des Dr. Faber gegen die „Lebensbilder aus dem Befreiungskriege““ und der am Schlusse derselben geführte Beweis, Herr von Hormayr könne nicht der Verfasser der letzteren sein, da die darin mitgetheilten Dokumente (wie nachgewiesen wird) verfälscht sind und außerdem der Genannte sein Ehrenwort schriftlich bei dem Grafen Münster niedergelegt hat, feinen öffentlichen Gebrauch von den ihm mitgetheilten Aktenstücken zu machen. Es scheint nicht möglich, daß Herr von Hormayr nach diesem Buche ferneres Schweigen beobachten kann.“ Die dies⸗ jährige General⸗Synode der protestantischen Kirche Bayerns diesseits des Rheins wird in Baireuth am 18. August und in Ansbach am 22. September beginnen.

Königreich Sachsen. Man meldet aus Leipzig vom 9. August: Heute Nachmittag um 3 Uhr traf der König von Sachsen, der bereits durch eine Deputation aus Leipzig in Hamburg begrüßt worden war, von seiner Reise nach Schottland hier ein. Als er bei Wahren den Dampfwagen verlassen, setzte er in Wagen, von einem Festzuge von Landwirthen zu Pferde umgeben, die Reise fort, bis wo die Chausseen nach Halle und Delitzsch sich scheiden. Von dort aus bildete die Kommunalgarde Leipzigs Spalier, während die Esca—⸗ dron derselben ihm als Ehrenwache vorritt. Am Eingange des äußeren Halleschen Thores, vor der dort erbauten Ehrenpforte, hatten sich der Stadtrath, die Stadtverordneten, der Handelsvorstand, die Buch⸗ händler⸗Deputation und die Obermeister der Innungen versammelt, um den König zu empfangen. Nachdem er ihren Gruß huldvoll ange—⸗ nommen, fuhr er weiter durch die lange, mit Kraͤnzen und Gunr= landen festlich geschmückte Gerbergasse. Auf der Mitte des Wage⸗ platzes war eine zweite Ehrenpforte aufgerichtet, bei welcher ihn die Innungen und ein Musikchor erwarteten. Von hier begab sich der König nach dem Bahnhofe, wo er die Deputationen der Stände des leipziger Kreises, der Universität, der Behörden, die Konsuln em fing und dann seine Reise nach Dresden fortsetzte Zu Burch ä b ist ein Zweig-Verein der Gustav⸗Adolph⸗-Stiftung mit 387 wirk= lichen Mitgliedern aus der Stadt und Parochie ins Leben getreten.

Königreich Hannover,. Die Hannoversche Zeitung vom 8. August zeigt an, daß die Aufforderung zu Beiträgen für ein dem General von Alten zu errichtendes Denkmal lebhaften Anklang gefunden habe, und daß bis Ende Juli bei dem betreffenden Comité be? reits B90 Rthlr. Gold und 826 Rthlr. Courant für den bezeichneten Zweck eingegangen seien. Die vierte allgemeine Gewerbe⸗Ausstel⸗ lung des Königreichs ist am 5. August zu Hannover in dem Ge⸗ bäude der höheren Gewerbeschule eröffnet worden; das bis dahin aus⸗ gegebene Verzeichniß der ausgestellten Industrie⸗Produkte zählt bereits 2621 Gegenstände auf.

Kurfürstenthum Hessen. Se. Hoheit der Kurprinz und Mitregent haben Höchstihren außerordentlichen Gesandten und bevoll= mächtigten Minister am Königl. preußischen Hofe, Kammerherrn und Legations-Rath, Freiherrn Alexander von Dörnberg in Berlin, zum Geheimen Legations⸗Rath ernannt.

Königsstädtisches Theater. . ö von Nestroy. Gastspiel desselben. estroy hat die Grundzüge seiner meisten Possen zwar einem Vorbild und die Andeutungen der Charaktere beibehalten, im Detail . 2 so umgeformt und dem Dialog eine so eigene Fassung gegeben, daß er ü. esmal eine selbstständige Neuigkeit lieferte. Schon in . renom-⸗ . , Farce . Lümpacivagabundus“, bie er nach einer Novelle von en og bearbeitete, machte er diese künstlerische Aneignungsgabe auf 8. ungene Weise geltend. Seine jüngste Nachbildung dieser Art ist die . osse „Der Zerrissene“ welche hier am 8. August zum er— bie , e ui ganz ungemeinem Beifall aufgeführt wurde. Verfasser * u . Originals, an das Nestroy seine Gestaltungen angelehnt a in, ihr . Duvert und Lauzanne; ihr Vaudeville hat nur m au n . blas“ und kam am 18. November

ein Wor

Stück erlangte, so

fig . g.. eine

ra edeutenden Ruf, und

aufmerksam. W. Friedrich un 2

,. Herr Wilke (früher bei der gn

spielte dort den Blasirten. Eben so erschi

schung des „L' homme blase, von einem

Kupelwieser, Secretair beim Theater i

sich diese Arbeit neben der meisterlichen Umbildü g

ae n, . nag 96. vom Josephstaͤd „JZerrissener“ schnell nach einander i

Theater an der Wien erlebt hat. 3.

urch seine in Hellen

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Der Held dieser Posse, Herr von Lips, ist ein Millionair, den die Welt anekelt, weil er in ihr für sein Geld Alles haben lonnte und stündlich haben kann; er ist in der Stimmung eines vom Spleen geplagten Eng- länders, der sich heute erschießen möchte, weil die Sonne zu hell scheint, und sich ,. den Tod wünscht, weil es regnet; angewidert von dem Einerlei in der Natur und im Menschenleben, sehnt er sich, um seine Hypochondrie los zu werden, nach ungewöhnlichen Pikanterieen, und in der Absicht, letztere herbeizuführen, verfällt er auf den Gedanken, mit dem ersten besten unver= heiratheten Frauenzimmer, das ihm, nachdem er diesen Entschluß gefaßt, be⸗ gegnen würde, sich zu vermählen. Das Schicksal führt ihm die Wittwe Schleier entgegen, eine ei- devant Modistin, die ihr Herz lange Zeit als einen Modeariikel ausgeboten und damit starken Absatz erzielt hat. Diese Ligison bringt ihn allerdings sogleich in neue und pikante, aber auch höchst fatale Verhältnisse, denn er wird zum Mörder, muß von Daus und Hof flüchten, seine Güter werden eingezogen, und er ist ge⸗= nöthigt, sich insgeheim bei einem seiner Pächter als Knecht zu verdingen, um nur seinen Hänger stillen zu können. Das Ende ist versöhnend und durchaus befriedigend: derjenige, den Herr von Lips durch ihn getöd⸗ tet wähnte, lebt noch, ihm hat die Arbeit die Blasirtheit aus den Glie— 7 ann, ist ,, Glied der Gesellschaft geworden, er=

en zurück, und der Besitz ei ĩ

ö. . el. h 6 esitz eines unverdorbenen Naturkindes „Perr Nestroh hat in der Darstellung des Herrn von Lips die Kränze die ihm zugeworfen wurden, als braver ö. reichlich . . rathen Jedem, der sich von Herzen freuen und im Geiste erheben will (was gewiß bei ein er Pos se viel zu bedeuten hat), die Wiederholungen diefes allerliebsten Drama's nicht zu versäumen. Auch hier singt Herr Nestroy die Couples, Variationen über Sprüchwörter, mit der nüancirtesten Jovialität. Er mußte sie sämmtlich, mit Beifall überfchüttei, noch um einige Strophen bereichen und wurde zum Dank zweimal gerufen. Neben ihm hob sich die Leistung bes Herrn Grobecer (Schlosser Gluih⸗

hammer) als eine sehr anerkennenswerthe hervor; die Maske

eine ganz Beckmannsche. Die Darstellung der oresteischen Angst 83 von Schreckensbildern Verfolgten fand allgemeinen Anklang. Auch er wurde gerufen. Frl. von Tennecker gab uns als Kathi das Bild eines innigen, anhänglichen Landmädchens mit einem Gemisch von Naivität, die ihr kei der anmuthigen Betonung der Worte: „Der Herr Gevalter scheint überhaupt nicht stark im Bemerken zu sein“ rauschende Acclamation zu Wege brachte. Von den Uebrigen wären noch Mad. Urbane ck als Wittmwe Schleier, Herr Eichen wald als Justitiar Staubmann (originelle Maste!) und Herr Gerber als Krautkopf lobend zu erwähnen. u.

Ueber den Wirkungskreis und die Stellung eines Dramaturgen.

Da die Bühne die herrlichsten Schätze aller Zeiten un 6 zu verwalten und dieselben zum Genuß und , 2 3 der Nation darzubieten hat, so bedarf sie zur Ausübung ihrer weitverzweig⸗ ten Thätigkeit vor Allem auch der geistigen Leitüng und der vollen Erkenntniß der dramatischen Kunst und ihrer Darstellung. n diesem Be⸗ dürfniß ist die Stellung eines Dramaturgen bei der dae, . Die Kunst der dramatischen Darstellung beruht auf der angemessenen Verwendung einer Summe von Krästen zur Hervorbringung einer künstleri⸗ schen Einheit. Sie fordert also vor Allem Beschränkung und Maß im In- . 271 8. en 12 . ist das Kunstwert, das durch eine enge verschiedenartiger Persönlichkeiten im t . . e s ch Sinne des Dichters wieder , elche Aufgabe hat nun dabei ve liegt es zunächst ob, die Vielheit von Kräften 1. gleichsam auf einen Schwerpunkt zu konzentriren, um mit der ganzen Macht, deren sie fähig find, wirken

maturg hat also das Ueberm der Kraft eben so