ĩ III. Kstommunal⸗- (Tag⸗ und Nachhülfe⸗) Schule 13 — 955) „Aus gutem Herzen“ 15 Sgr. 956) Herr Nuntius Nube 959) Herr Stadtge⸗ M m St. und Kinder 1 Rthlr.
Mit Poststempel Spandau 3 Rthlr., und unter „der Herr . 4 z zusammen 3 Rthlr. 10 Sgr. 963) Gesammelt im
Rthlr. 15 Sgr. 10 Pf. 1. . per fl Dr. Neander 4 Rthlr. J57 105 Sgr. 958) Herr Zimmermann 1 Rthlr. richts Rath Bratring 10 Rthlr.
segne mein Scherflein“ 10 Sgr., 62) L. H. mit Poststempel Wittstock 1 Nthlr. Weinkeller Dragoner⸗Straße Nr. 50 3 Rthlr.
Aus der Sammlung des Geh. Staats-Ministers Grafen
zu Stolberg. 964) Herr Präsident Lette 3 Rthlr. S. 1 Rthlr.
970) Nglr. 25 Rthlr. 5 Rthlr. 973) Herr Dippold in Potsdam 10 Rthlr. C. S. in Schönweide bei Luckenwalde 2 Rthlr. Ungenannten 25 Rthlr. die Wiedergenesung 2 Rthlr.
Rthlr. 981) Forstmeister⸗Wittwe Olberg 1 Rthlr.
Rath Grack 2 Rthlr.
1 Rihlr.
997) Herr J. C. Spinn 2 Rthlr.
Maßmann, nebst Frau und acht Kindern, 8 Rthlr.
6 Rthlr. Rthlr. 2 Nthlr.
rius S. 2 Rthlr.
1000) Frau von Plotho 2 1002) Franz S. 2 Rthlr. 1004) H. B. 2 Rthlr.
ther 2 Rthlr. 19 Sgr. 3 Pf. 1007) L. K. 2 Rthlr.
Marcellus B — th. 4 Rthlr. wald 1 Rthlr. 1012) Marie F. 1 Rthlr.
Rthlr. 1015) G. V. 1 Rthlr. Dienerschaft 5 Rthlr. 25 Sgr. von Pachelbl⸗Gehag 5 Rthlr.
X. 1 Rthlr. Frd'or. 11 Rthlr. 10 Sgr.
5 Rthlr.
965) Dienstmädchen A. 2 966) Ed. T. J. T. und E. T. 3 Rthlr. S. 1 Rthlr. 968) M. L. 10 Sgr. 969) Herr W. Hertz 3 Rthlr. 971) Herr Graf Ernst von Schlippenbach M2) Frau Gräfin Ernst von Schlippenbach 5 Rthlr. n. *., 975) Von einem 976) Herr Prof. H —I. 2Rthlr. 978) Ungenannt aus Danzig 2 Rthlr. 979) Hr. Apotheker Strauch in Sonnenburg 3 Rthlr. 986) M —n 5 982) Fräulein Runge 1 Rthlr. 983) Fräulein Adele von der Osten⸗Sacken 1 Rthlr. 984) Frau von Gollnitz⸗Sonnenburg 10 Rthlr. 985) Hr. Rechnungs⸗ 986) v. M. —gh. 10 Rthlr. B. 4 Rthlr. 988) F. G. 1Rthlr. 989) Hr. Geheim⸗Secretair Holm 990) „Gott segne die kleine Gabe“ 10 Sgr. Geheimer Legations⸗Rath Bork 5 Rthlr. 992) Forstmeister K. 2 Rthlr. 993) E. E. 2 Rthlr. 994) A. 2 Rthlr. 995) „Für die armen Oberschlesier“ 190 Sgr. 996) Herr Friedrich Splittgerber in 1Frd'or. 5 Rthlr. 20 Sgr. 998) Herr Dr. und Professor 999) v. R. 1001) Johanna S. 1003) Herr Justiz⸗Kommissa⸗ 1005) Nachträglich von den Kindern der Dregerschen Schuse, durch den Lehrer Herrn Gün⸗ 1006) Herr C. Grothe 1 Rthlr.
987) G. R.
1608) Herr A. Weitlich 1 Rthlr. Herr Graf von Eickstedt⸗Peterswald auf Hohenholz 20 Rthlr. 1011) Herr Geh. Secretair Schön⸗ 1013) Friedr. F. 3 Rthlr. ü. are, d . 1014) Frau von Rohr geb. von Lewetzow, ferneren Beitrag 50
1016) Die gräflich Stolbergsche
1017) Herr Hof⸗Jägermeister 1018) A. E. J. 3 Rthlr. 1020) Prinz Friedrich Wilhelm Königl. Hoheit in 2 1021) Am 76sten Geburtstage des Försters Vigenius in Reecksee gesammelt 3 Rthlr. 1 1022) Von Ida, Betty, Laura, Sophie und Marie aus Nauen 1023) Vom Jäger Kobiersti in Boitzenburg gesam⸗
Sgr. h Pf.
392
melt 41 Rthlr.
Postzeichen Belzig 10 Thlr. 1931) Adelheid 15 Sgr.
G. 5 Sgr. nannter mit dem Motto: Thlr. 1038) Ein Graf von Haslingen 5 1041) J. S. 1 Rthlr.
gestrickten Jacke 10 Sgr. Landrath Graf
rungs⸗Rath von zenstein 5 Rthlr.
967) K. Rthlr.
1013)
77) Für
20 Sgr.
F. P. und W. P. 1 Rthlr. . Berichtigung.
Redern 50 Rthlr., bruar c. Nr. 637) Herr
D
991) Hr.
zu lassen.
(gez. 1 straße 16.
straße 21. 1009)
1010) Mohrenstraße 31.
1024) Gesandte von Röder, ferner, für arme hülf⸗ lose Kinder 10 Rthlr. 1025) Baron von Schimmelpennig, am Ther⸗ tisch gesammelt, inkl. 2 Frd'or. 17 Rthlr. 10 Sgr. Aus der Sammlung des Präsiden ten von 1026) Ein Ungenannter 2 Thlr. 1028) Fräulein Lilienthal 1 Thlr. 1029) Herr Kaufmann Lilienthal 1 Thlr. g 1032) E. B. 5 Thlr. r Oberst Baron von Beaufort 2 Thlr. 1031) C. B. 1 Thlr. 1035) 1036) Ein Ungenannter 5 Thlꝛ. „Gott Ungenannter 2 Rthlr.
1012) Von einem Ungenannten mit einer
Schwerin 25 Rthlr. Werdeck 10 Rthlr.
1047) Herr von Unruh . einem Ungenannten 15 Sgr. 1049) Frau Ober-Landesgerichts⸗-Räthin Braun 3 Rthl. 1050) Herr Particulier Sonntag in 1 Frd'or. 5 Rthlr. 1651) N. B. 1 Rthlr. 1052) H. v. St. 2 Rthlr. 1053) 1054) C. 5 Sgr. wete Frau Majorin von Schöning 2 Rthlr. In unserer Bekanntmachung vom 5. Februar muß es heißen: Nr. 378) Herr Graf und Frau Gräfin von und in der Bekanntmachung vom 10. Fe⸗ J. Loewenherz 5 Rthlr.
Ueberhaupt sind bis heute bei uns eingegangen: i8 Sgr. 3 Pf, und bitten wir dringend, mit Rücksicht auf den Um— fang und die Höhe des Nothstandes, uns fernere Beiträge zufließen
Berlin, den 13. Februar 1848.
Carl, Zwirngraben 1 und 2. von Natzmer, Wilhelmsstraße 78. von Nostitz, Pariser Platz 3. Graf von Sedlnitzki, Behrenstraße 63. Graf zu Stolberg, Wilhelmsstraße 79.
1027) X. I. Z. mit dem * 1030) O. H. 3 Thlr. 1033) Herr 1037) Ein Unge⸗ ten wird. diese kleine Gabe“ ; 1039) Herr Wilhelm J. 2 Rthlr.
segne 1040)
E. B. 2 Rthlr. 1044) Herr
1045) Herr Geh. Regie⸗ 1046) Herr Major von Rei⸗ [ Rthlr. 1018) Von rothe, Weinbeeren.
1055) Verwitt⸗ 1057) C. D. 2 Rthlr.
S590 Rthlr. nisbrod.
Hollmann, Husaren⸗ Graf von Rother, Jäger- abgegangen.
von Uechtritz, D, Pirgos,
1019 Triest, 5. Febr. (O. L.)
Bekanntmachungen.
1184 Nothwendiger Verkauf.
Das im Dt. Croneschen Kreise belegene freie Allo⸗ dial⸗Rittergut Schrot Nr. 352, landschastlich abgeschätzt auf 31, 199 Thlr. 22 Sgr. 6Pf., soll Schulden halber in dem
am 30. Juni 1848, Vormittags 11 Uhr, vor dem Hern Ober - Landesgerichts ⸗Rath Roloff an hiesiger Gerichtsstelle anstehenden Termine im Wege der nothwendigen Subhastation verkauft werden.
Taxe und Hypothekenschein sind in der Registratur einzusehen.
Marienwerder, den 29. November 1847.
Civil⸗Senat des Königl. Ober-Landesgerichts.
—
197 b n 4949.
Alle diejenigen, welche an das von dem Leopold von Buggenhagen, jetzt zu Berlin, an den von Oertzen ver— lad am 1. Juli v. J. tradirte, im Greifswalder Kreise und Bünßower Kirchspiel belegene Allodial Nit⸗ tergut Pamitz nebst Inventarium, Saaten und Acker— arbeiten dingliche Ansprüche und Forderungen erheben und geltend machen zu können vermeinen, werden zu deren Anmeldung und Beglaubigung in einem der fol— genden Termine:
den 12. und 29. Februar, 18. März d. J., Morgens 10 Uhr, vor dem Königl. Hofgericht, bei Ver= meidung der am 7. April er. zu erkennenden Prä- llusion, — hiermit aufgefordert.
Die vollständigen Ladungen sind den Stralsundischen Zeitungen inserirt.
Datum Greifswald, den 13. Januar 1848.
Königl. Preuß. Hofgericht von Pommern und Rügen. (. 8.) v. Klot.
1971 Pr OCIama.
Alle diejenigen, welche als Eigenthümer, Cessionarien, Erben, Pfand oder sonstige Bries⸗Inhaber an nachste= hend genannte verloren gegangene Dokumente resp. For=
derungen, als:
1) den notariellen Erbrezeß vom 5. Oltober 1841, aus . welchem auf der Vol. I. Fol. 7. edu. Nr. 2. des Hypothekenbuchs von Goscar verzeichneten, der ver= wittweten Retusch Johanne Lonise geborenen Pschich= holz gehörigen Halbhufen⸗ Nahrung Bub. III. Ni. 2. aut Verfügung vom 26. Oftober 1841 ür die ver= ehelichte Halbbauer Pfeiffer Rosine geborene Ge⸗ rasch früher Wittwe Retusch zu Goscagr 300 Thlt. die notarielle Obligation vom 26. Februar 1835, aus welcher auf der Vol. II. Fol. 232. Nr. 91. des Hypothekenbuchs von Tschausdorßf verzeichneten, dem Gottlob Erdmann Schinidt gehörigen Ober- Wasser-Mühle Rub. III. Nr. 8. laut der Verfü= ung vom 22. September 1835 für den Gärtner 8 Friedrich Gerasch (Bergmann) 100 Thlr. den gerichtlichen Kaufkontrakt vom 5. Februar 1799, aus welchem auf dem Vol. II. Fol. und Nr. 295. des Hypothekenbuchs der Stadt Crossen verzeichneten, dem Ehristian Sigismund Gomolsky gehörig ge wesenen bürgerlichen Wohnhause Kub. III. laut Verfügung vom 5. Februar 1799 für das Fräu⸗ lein Leopoldine von Heyn hierselbst 400 Thlr.
4 die gerichtliche Obligation vom 2. Oftober 1818, aus welcher 9. dem Vol. II. Fal. 167. Nr. 354. des Hypothekenbuchs der Stadt Crossen verzeichne= ten, dem Horndrechsler Wilhelm Walter 53
en Wohn und Bürgerhause Rub. III. Nr. 7. ; aut Verfügung vom J. Oftober 1518 für den Lehnschulzen Gerlach zu Doberfaul 350 Thlr. 5) die gerichtliche Obligation vom 19. Januar 1828,
aus welcher auf dem Fol. 209. und 281. Nr. 21. des Hypothekenbuchs von Alt-NRehfeldt verzeichne ten, dem Halbhüfner Gottfried Leschke gehörig gewese⸗ nen Halbhufennahrung Rub. III. laut Verfügung vom 8. Februar 1828 für die separirte Fran Hauptmann von Kynowsky geborene Bickerheim 100 Thlr. die gerichtliche Obligation vom 15. September 1832, aus welcher auf der Vol. I. Fol. S5 sequ. des Hypothekenbuchs von Brankow verzeichneten, dem Johann Gottlieb Preuß gehörigen Einhufen—
gandels- und Börsen nachrichten.
(Wochenbericht. Südfrüchte. In Betracht des reichen Ertrages der Agrumen in Apulien sind die sicilia— nischen weniger beachtet. — Ro sinen betreffend, haben wir bereits in unw serem letzten Wochenberichte bemerkt, daß die Vorräthe in Tschesme vergriffen sind. Dies ist auch in Alazzata der Fall. neuesten Berichten 5000 Ctr. für den Norden gekauft, so daß auch dort nur ein sehr geringes Quantum verfügbar blieb, mit welchem die Besitzer
Allgemeiner Anzeiger.
Nahrung Rubrica III. Nr. 5 laut der Verfügung vom 5. Oftober 1832 für den Gerichtsschulzen Gottfried Lehmann zu Blochbude 125 Thlr.
) die gerichtliche Obligation vom 6. Juni 1816 nebst Cessions⸗Urkunde vom 17. Juni 1826, aus welcher auf der Vol. II. Fol. 66 des Hypothekenbuchs von Lochwitz verzeichneten, dem Christian Gerlach ge— hörig gewesenen Ganzbauer-Nahrung Rubrica 11I. Nr. 2 laut der Verfügung vom 22. Juni 18165 und 19. September 18265 für die Wittwe Gerlach, Dorothee Elisabeth geb. Klumann, später verehe⸗ lichte Ausgedinger Grenzius zu Lochwitz 59 Thlr.
)Nden gerichilichen Kauf Kontrakt vom 5. Oktober 1831, aus welchem auf dem Lol. und Nr. 164 des Hypothekenbuͤchs der Stadt Krossen für die Weinberge verzeichneten, dem Johann Gotthilf Bombelke (Wilke) gehörigen Weinbergsacker Ru- brica III. Nr. 5 laut Verfügung vom 16. De- zember 1831 für den Halbbauer Martin Pschich— holz zu Goscar 420 Thlr.
9) den gerichtlichen Erbrezeß vom 9. Oktober 1817, aus welchem auf der dem Postillon Christian Linke gehörigen, Fol. und Nr. 18. des Höpothekenbuchs der Stadt Crossen für die Vorstädte verzeichneten Gärtner-Nahrung Rub. III. Nr. 5. laut Verfü⸗ gung vom 2. Mätz 1818 für Anna Elisabeth Ta⸗— tanke 50 Thlr. eingetragen sind,
Ansprüche zu haben vermeinen, werden hierdurch auf—
gefordert, solche binnen 3 Monaten spätestens oder in
dem auf
den 14. März 18485, Vormittags 11 Uhr, an hiesiger gewöhnlicher Gerichtsstelle anberaumten Ter— mine entweder in Person, oder durch einen mit Voll- macht und Information versehenen Mandatarius, wozu die Justiz-Kommissarien John und Wenzel hierselbst in
Vorschlag gebracht werden, anzumelden und nachzuwei—
sen, widrigenfalls sie damit präkludirt und ihnen des-
halb ein ewiges Stillschweigen auferlegt, die verloren gegangenen Dokumente aber amortisirt werden sollen. Krossen, den 2. Oktober 1847. Königliches Land⸗ und Stadtgericht.
Krakau⸗Oberschlesische Eisen— lun ba llschaft.
m ; Die Herren Actionaire n laden wir zu einer auf den ] ĩ
., 28. Februar ö . 1848, Nach⸗ Wi , mittag 3 Uhr,
s 1 3 3 8 n 6 ) 2 , ,,, im Bahnhofe zu Krakau anberaumten
In Vurla wurden laut den
Nach Mittheilung des Berichts über die Lage des Unternehmens werden nachfolgende Gegenstände zur Be— rathung und Beschlußnahme gebracht werden:
1) Feststellung der zur vollständigen Ausrüstung der Bahn,
zur Vermehrung der Betriebsmittel und Berichtigung der Zinsen für das Jahr 1847 erforderlichen Summe, so wie Art der Aufbringung derselben, Entscheidung über die eingegangenen Gesuche auf Niederschlagung von Conventionalstrafen und Re⸗ stitution gegen Präklusion von Quittungsbogen und Actien, Entscheidung über die Frage, ob nach Lage des Un- ternehmens der Fall des §. 23 des Gesellschafts— Statuts eingetreten und daher die erste ordentliche General-Versammlung zu berufen sei, ö
4) Entscheidung über die seitens mehrerer Actionaire theils auf Verpachtung des Bahnbetriebes, theils auf Veräußerung der Bahn gestellten Anträge und eventuelle Feststellung der Pacht-, resp. Veräuße— rungs⸗Bedingungen.
Nach §. 27 des Statuts müssen diejenigen Herren Actionaire, welche der Versammlung beiwohnen wollen, ihre Actien spätestens am 26. Februar, entweder in dem Büreau der Gesellschaft zu Breslau (in dem Direkto— rial⸗ Gebäude der Oberschlesischen Eisenbahn-Gesellschaft) oder bis zum 27sten Cod. in dem Bürecau der Gesell— schaft zu Krakau produziren, oder sonst auf eine der Direction genügende Weise die am dritten Orte erfolgte Niederlegung nachweisen, zugleich aber ein von ihnen unterschriebenes, die Nummern der Actien enthaltendes Verzeichniß in doppeltem Exemplare übergeben, von de⸗— nen das eine der Exemplare zurückbleibt, das andere, mit dem Siegel der Gesellschaft und dem Vermerke der Stimmenzahl versehen, zurückgegeben wird, um als Einlaßkarte zu dienen. . RMAbwesende können sich nach §. 28 des Statuts mit- telst schriftlicher Vollmacht durch einen aus der Zahl der übrigen Actionaire gewählten Bevollmächtigten ver= treten lassen, welcher in der vorstehend gedachten Art die Vollmacht zu produziren und die Legitimation sei—⸗ nes Machtgebers zu führen hat.
Breslau und Krakau, den 1. Februar 1818.
J der Krakau -Oberschlesischen Eisenbahn-⸗Gesellschaft.
1149 . Auf Antrag des Domainenraths Kollmann auf Grüs— sow, als Vormundes der minorennen Töchter und Er— ben des weiland Gutsbesitzers Düßler auf Dammwolde und Jaëbitz, und nachdem von demselben das erforder- liche Decretum de alienando erwirkt worden, werden alle diejenigen, welche das hierunter näher beschriebene, im ritterschaftlichen Amte Wredenhagen belegene Allo— dialgut Dammwolde e. b. Jaëbitz zu kausen geneigt sein möchten, hiermit geladen: am 1. März kommenden Jahres,
Morgens um 10 Uhr, vor hiesiger Großherzoglicher Ju— stiz Kanzlei zu erscheinen, Bot und Ueberbot zu Proto- foll zu geben und sodann zu rer n, daß dem an⸗ nehmlich Meistbietenden der Zu 97 eitheilt werden wird.
Die diesem Verkaufe grundleglich zu machenden Be= dingungen sind sowohl in der Negisträtur hiesiger Groß— herzoglicher Justiz⸗ Kanzlei, als auch bei dem Doltor Spangenberg hierselbst einzusehen und gegen die Ge— bühr in Abschrist zu erhalten, und ist das Gut selbst nach zuvor geschehener Meldung bei dem Kuratore, Do⸗
außerordentlichen
mainenrath Kollmann, jederzeit in Augenschein zu nehmen. . Guͤstr ow, den 24. November 1847.
in Erwartung höherer Preise zurückhielten, ohne die ihnen gemachten Offerte zu berückschtigen. — In Zante und Cephalonia (25. 532 ei- nige Partieen Korinthen zu 26 Thlr. pr. 1000 Pfd. uechtritz. — kann jedoch nicht als Maßstab dienen, da die Waare von keiner be= onders —ᷣ. Qualität gewesen sein soll; dagegen hielten die Besitzer schö—
rucht in Cephalonia sich vom Markte fern, während man in Zante, gegenüber den immer mehr zusammengehenden Vorräthen, 25— 30 Thir! verlangte. — In Griechenland hat das seit zwei Monaten anhaltende Re⸗— genwetter die Arbeiten in den Korinthengärten verhindert; die Pflanzer sind daher wegen der nächsten Lese besorgt,
verkauft.
Dieser
welche sich jedenfalls heuer verspä—
. unser Wochen · Umsatz betrug 2090 Kisten Citronen von Sieilien zu 24 — 2 Fl., 250 K. Pomeranzen von Apulien zu 2 Fi. die Kiste, 500 Cir. Johannisbrod von Monopoli und Mola zu 25 — 3 31. von Calamgta zu 66 Fl., 190 Fäßchen dergl. von Apulien zu 5 Fl., 100 Ctr. süße Mandeln von Apulien zu 30-307 Fl., 1000 Eir. Korinihen von der Morea zu 8 — 9 II. und 300 Ctr. rothe Rosinen von Smyrna zu 7 bis 75 Fl. per Ctr.
Die Zufuhren während des verflossenen Monats beschränkten sich auf 650 Ctr. süße Mandeln, 1700 Ctr. Feigen, 1000 Ctr. schwarze Rosinen, 2750 Ctr. Korinthen und 1000 Ctr. Einen etwas größeren Umfang hatte die Ausfuhr, welche sich
über 850 Ctr. Mandeln, 2500 Ctr. Feigen, 1450 Ctr. Sultan, 2350 Ctr. rothe, 1000 Ctr. schwarze Rosinen, 4150 Ctr. Korinthen und 900 Ctr. Weinbeeren erstreckte. get, als Anfangs vorigen Monats und betrugen am 1. Februar: 2806 Ctr. süße Mandeln, 5300 Etr. Feigen von Calamata, 1200 Ctr. dergleichen von Smirna, 1800 dergl. von Apulien, Ctr. Sultan⸗, 3760 Ctr. rothe Rosinen von Caraburnu, Vurla und Jerli, 3600 Ctr. von Tschesme, 1800 Ctr. von Samos und 1500 Ctr. von Scalanuova und Beglerge; ferner 2700 Ctr. schwarze, 9500 Ctr. Korinthen, 1000 Ctr. sicilianische Wein- beeren, 8000 Kisten Citronen von Sicilien, 4000 K. Pomeranzen von Si— cilien, 400 K. dergl. von Apulien, 1000 Etr. Nüsse und 5000 Ctr. Johan-
100 Ctr. Feigen
1400 Ctr. Sultan, 2500 Ctr.
Die Vorräthe erscheinen daher um 2200 Ctr. gerin-
400 Ctr. dergl. von Dalmatien, 2250
900 Ctr. von Elemé, 550 Ctr. von Stanchio,
Seide. Wegen Mangel an Bestellungen äußert sich noch immer keine Heschãftothãtigkeĩt. e re rn, der verflossenen Woche sind 9 B. Selvig zu unbelann— ten Preisen, I B. Brussa zu 55 Fl. und 2 B. Candia zu 6. Fl. pr. Pfund ⸗ Die Zufuhr im Laufe des verflossenen Monats betrug 112B., die Ausfuhr hingegen nur 52 B.; der Vorrath am 1. Februar: 35 B. Brussa und Adrianopol, 15 B. persische, 60 B. dalmatiner und istrianer, B. Bengalen, 40 B. Aja, 48 B. Candia, 3 B. Scio, 93 B. Üso Piemontese und 66 B. Turnovo, Selvia und Philippopel, zu- sammen 387 Ballen.
Die Preise sind in unserer Liste unverändert notirt ge—
Be s chr ei bung des Allodialguts Dam mwolde c. p. Jaëbitz.
Dasselbe liegt im R. A. Wredenhagen, hart an der Preußischen Gränze, sehr nahe bei der Stadt Freien⸗ stein und von den Städten Röbel, Malchow und Plau 2 Meilen entfernt. Es ist zu 55 Hufen 42,23 Scheffel katastrirt und hat einen Superfizial⸗Inhalt von 596,816 Ruthen.
Der Hof Jaäbitz hält an Acker cirea 350, 90090 UMR. größtentheils guten Mittelbodens. Der Acker wird z. 3. bewirthschaftet in 7 Hauptschlägen „ 21,0900 R., in 7 Außenschlägen 3 16,000 UR. , in 7 Koppelschlägen 3 9000 IR. und in 7 kleinen Schlägen à 4000 IR. Die vorzüglichen Wiesen haben bislang durchschnittlich 250 Fuder sehr gesunden Heues geliefert. Deren Er—Q— trag ist durch Berieselung, Ausrodung von Brüchen u. f. w. bedeutend zu erhöhen, da über 100,000 MR. Niederungen vorhanden. Gegenwärtig werden 7 Ge— spann Pferde, 120 Kühe und 1100 Schafe gehalten. — Die Hofgebäude sind in gutem baulichen Stande. — Holz ist zum Bedarf, Torf in großer Menge vorhanden.
Dammwolde, wo die Guts⸗Tagelöhner wohnen, ist ein Kirch- und Pfarrdorf mit 6 noch nicht regulirten Bauern, welche bisher Hofdienste leisteten, seit einem Jahre aber — jedoh nur interimistice auf ein Dienstgeld gesetzt sind. Sie haben eine Fläche von circa 100,000 (IR. theilweise recht guten Ackers, und zur Benutzung einen großen Theil der oberwähnten Niederungen. — Der Pfarr und Kirchenacker ist an das Gut vererbpachtet. Die onera des Patronats über die Kirche und Pfarre ruhen auf Jaëbitz; die Con moda, namentlich das Präsentationsrecht, hat Fincken.
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Inland. Provinz Schlesien. zu Stolberg nach Ober⸗Schlesien. — Provinz Sachsen. Rhein ⸗Provinz. Vermischtes.
Deutsche Bundesstaaten. Königreich Ba vern.
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( Hoftrauer.)
Desterreichische Monarchie. Innsbruck. Berichtigung. — Preß⸗
*
burg. Das Gesetz über Naturalifation und Staatsbürger⸗Recht in Un-
garn. — Vorfall in der Deputirten⸗Tafel. — Eisgang Frankreich. Deputirten? Kammer. igen
*
Ernennungen. — Stiatford Canning. — reichischen Gesandten in Neapel. —
ö Sach. = Die Begründung des Urtheils gegen Warnery. Ver— 9 tes, - Schreiben aus Paris. (Berathung der Opposition Über emor strationen mit Hinsicht auf das Bankettverbot für Paris; Ver- ner fun von Amendements zum letzten Adreß-Paragraphen; Beilegung — Einfluß der aufgeregten Stimmung auf die Börse.) . ritauien und Irland, London. Die Times ilber den lee ianischen Aufstand. — Die irländische Noth. — Neuer Protectionisten⸗ 86 — Bergmerte in Australien. — Vermischtes. Belgien. Brüssel. Denkschrift des Bischofs Lütti fb . r, fn, schrif Bischofs von Lüttich. — Hofball. 2. a gls tung. Beschlüsse in Betreff der Occupationstruppen. J. 6 nton Bein. Antwort Ochsenbein's auf Stratford Canning's Memorandum. — Thuner Bürger-Brief für Dufour. — Kanton Lu— zern. Konstituirung eines luzerner Volls-Vereines. — Kanton Frei⸗ bung. Neorganisation des Militairs. ; 5 o m. Aufruf zur Feier der Verfassungs - Ertheilung in Nea— . ö. z eapel. Amnestie. — Mäßigung des Volkes. — Nundschrei⸗ , an die Geistlichkeit. — Gerücht von neuen Nonz en für Sieilien. — G ĩ F , . Henuag. Proclamation. — Florenz. Handels⸗ und Börsen⸗Nachrichten.
,, , . Vorlesungen in der Sing⸗Afademie. — Zur Geschichte siebenjährigen Krieges. — Schreiben aus Wi Die Akademie n r ih ) aus Wien. (Die Alademie der Beilage.
— —
Amtlicher Theil.
Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht:
Den bisherigen Land— Falcke zu Zehden, gerichts.
23 und Stadtrichter, Kreis- Justiz-Rath zum Direktor des dortigen Land- und Stadt
— — ——
Belag n nt m a ch un g.
Die Kandidaten der Baufkunst, welche entweder in dem ersten diesjährigen Termine die Vorprüfung als Staats-Baumeister oder Bau-Inspektoren, oder bis zum Oktober d. J. die mündliche Prüfung als Privat-Baumeister abzulegen beabsichtigen, werden hiermit auf=
Der Geheime Staats⸗-Minister Graf Sparkasse.
tsche . i Schließung der universitũt in München. Neberschwemmung. — Schreiben ee. . n⸗ . Näheres über die Studenten-Unruhen.) — Großherzogthum Baden. Befinden des Erbgroßherzogs. — Schreiben aus Schwerin.
r Erklärungen des Justiz⸗Mini—= sters über das Verhalten der Regierung in Bezug auf die w lette und tumustuarischer Schluß der Sitzung. — Paris. Diplomatische irklä Angeblicher Protest des öster= ischen n Erklärung des Fürsten Czartoryski. — Cäsar Cantu. — Bankversammlung. — Untersuchung in 6
AIR genmteine
reußische Zeitung
Berlin, Dienstag den 15ten
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gefordert, vor dem 15. März é. sich schriftlich bei uns zu melden, worauf den Ersteren das Weitere eröffnet und den Letzteren der Ter= 2 zu ihrer Prüfung in den Natur-Wissenschaften angesetzt werden wird. . Meldungen, die nach dem 15. März c. eingehen, können nicht mehr berücksichtigt werden. , Berlin, den 15. Februar 1815. Königliche Ober⸗-Bau⸗Deputation.
Ab gereist: Der Pair von Frankreich und Grand von Spa⸗ nien, Herzog von Caylus, nach Paris.
Uichtamtlicher Theil.
Anland.
Provinz Schlesien. (Bresl. 3.) Am 11. Februar traf mit dem letzten Zuge der Niederschlesisch⸗Märkischen Eisenbahn Se. Excellenz der Geheime Staats-Minister, Graf zu Stolberg⸗Wernigerode, in Breslau ein und setzte am folgenden Tage die Reise nach Ober- Schlesien fort, In seiner Begleituͤng besindet sich der Geheime Sber— Finanzrath Kühn. ; .
Provinz Sachsen. Das Direktorium der städtischen Spar⸗ kasse in Magdeburg hat den Verwaltungs⸗Bericht für 1847 veröffent⸗ licht. Um dem Publikum die Gelegenheit zur Unterbringung der Ersparnisse zu erleichtern, wurde vom J. Juli v. J. an die Spar⸗ lasse täglich während der Geschäftsstunden geöffnet, und dies hat die Benutzung derselben beträchtlich vermehrt, wie sich aus folgender llebersicht ergiebt: Am 2. Januar 1847 waren belegt 444,363 Rthlr. 10 Sgr. 1 Pf. Im Jahre 1847 sind neu belegt 188,514 Rthlr. 1 Sgr. 19 Pf. . dazu Zinsen der sämmtlichen belegten Gelder pro 18147 13,586 Rthlr. 9 Sgr. 2 Pf.; zusammen ab, 463 Rthlr. 214 Sgr. 1 Pf. Jurückgenommen sind 1817 156,794 Rthlr. 22 Sgr. 7 Pf., bleiben also am 2. Januar 1848 belegt 489,669 Rthlr. 1 Sgr. 6 Pf. Die belegten Kapitalien haben sich also im Jahre 1817 vermehrt um 45,305 Rthlr. 21 Sgr. 5 Pf. Im Jahre 1846 betrug diese Vermehrung 18, 433 Rthlr. 2 Sgr. 7 Pf.
Rhein⸗Propinz. Se. Königl. Hoheit der Prinz Johann von Sachsen ist am 9. Februar in Bonn ö 1
(K. Z.). Bei Köln haben die Dampf-Fähren, welche mehrere Tage des Eisganges wegen nicht fahren konnten, am 16. Februar den Dienst wieder begonnen; auch die Schiffbrücke wird in den nächsten Tagen wieder aufgefahren werden, und die Fahrten der kölnischen Dampfschiffe sollen am 12ten wieder ihren Anfang nehmen.
In, Emmerich hatte man am 11. Februar Berichte aus Nyme⸗ gen, Thiel und Dortrecht vom Sten Abends, denen zufolge in Ny— megen das Eis losgegangen war, sich aber neuerdings wieder festge⸗ setzt hatte und am 7ten Abends 8 Uhr noch fest stand, mit 19 Fuß Wasser. Zu Thiel stand das Eis noch oberhalb der Stadt um 8 Uhr Abends mit 15 Fuß Wasser. Zu Dortrecht hatte die Fluth das Eis losgemacht. Die Nord stand aber noch fest.
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Raum
1848.
Deutsche Bundesstaaten.
Königreich Bayern. (N. K.) In Folge der Zwistigkei⸗ ten zwischen den Allemannen und den Corps -Siudenten ist die ÜUni⸗ versität in München bis zum Oktober dieses Jahres geschlossen wor⸗ den; es war zu diesem Zwecke am 10. Februar die nachstehende Be⸗ e , m. an das schwarze Brett der Universität angeschlagen worden:
„Im Vollzuge zweier Allerhöchsten Befehle vom 9ten d. machen wir bekannt: daß die Universität von nun an bis zum Winter⸗Semester 184849 geschlossen ist, und daß jene Studenten, die nicht hier domizilirt sind, bis übermorgen, Freitag 12 Uhr Mittags, München zu verlassen haben. Wir erwarten von unseren sämmtlichen Studenten den dem Allerhöchsten Befehle schuldigen Gehorsam und entlassen sie in ihre Heimat mit der Versicherung, daß wir bemüht sein werden, ihre mit dem Wohle der Universität so eng verbundenen Interessen auch während ihrer Abwesenheit nach allen Kräften zu vertreten.
München, 9. Febr. K. U. Rektorat und Senat. Thiersch.“
Dem Nürnb. Korr. wird hierüber aus München vom 16. Febr. geschrieben: „Die Schließung der Universität hat einen nicht zu be⸗ schreibenden Eindruck in der ganzen Stadt gemacht. Diesen Mittag um ein Uhr werden sich der Magistrat und viele Bürger auf dem Rathhause versammeln, wahrscheinlich um ein Bittgesuch an den Monarchen um Zurücknahme dieser Maßregel zu veranlassen.“
Der Nürnb. Kur. vom 9. Februar meldet: „Nachdem schon vorgestern in Folge des Thauwetters die Pegnitz aus ihren Ufern getreten war, schwoll gegen Abend die Wassermasse so an, daß die nieder gelegenen Theile der Stadt und der Umgegend noch weiter überschwemmt wurden, wie man es seit mehreren Jahren nicht mehr gesehen hatte. Die reißende Strömung des Fiusses mag aufwärts in der gebirgigen Gegend wohl, manchen Schaden angerichtet haben, denn man sah große Balken, einige Thüren, ja Schachteln und einen Koffer im Wassen treiben. Die Böschungen an den neuen Brücken haben
Schaden gelitten.“
* Mꝛzünchen, 11. Febr. Gestern sind hier Unruhen ausgebro⸗— chen, die man nach der Gährung unter den Studenten schon seit ei⸗ nigen Tagen besorgte. Ein Haufen Studenten nämlich hatte mehrere Mitglieder der Allemannia auf der Straße verfolgt. Einer der Letz⸗ teren, Graf H., zog einen Dolch hervor und stürzte sich damit auf die ihn umgebenden Studenten. Glücklicherweise verwundete er Nie⸗ manden. Unter dem Schutze der herzueilenden Gendarmen wurden die Allemannen in ein Wirthshaus unter den Arkaden, wo sie sich zu versammeln pflegten, geführt. Vor diesem Hause sammelte
sich eine große Menge Volks mit lautem Geschrei, die Verhaftung des Grafen H. verlangend. Der Versuch eines Polizei⸗Kommissars, der Menge begreiflich zu machen, daß kein Grund zu dieser Ver⸗ haftung vorhanden sei, steigerte nur noch die Ausbrüche des Unwil⸗ lens der Menge. Während dessen erschien die Gräfin Lansfeld auf der Straße. Augenblicklich von der Volksmenge umringt, ward sie aufs heftigste bedroht, so daß sie ein Pistol hervorzog. Ein junger Mann hielt ihr den Arm und verhinderte sie dadurch, es abzufeuern. Sie flüchtete sich darauf in die Theatiner⸗ Kirche und verweilte hier, vor einem Bilde der heiligen Jungfrau knieend, bis sie auf eine ihr gewordene Mittheilung die Kirche verließ und, von Gendarmen und Soldaten umringt, mit Dolch und Pistole bewaffnet, am Arm eines Allemannen stolz durch die Menge schreitend, in Sicherheit gebracht wurde. — Die Garnison trat ins Gewehr und
Die wissenschaftlichen Vorlesungen in der Sing⸗ Akademie. ;
8 l, (Den 12. Februar.)
Das Interesse an diesen Vorlesungen wird durch die geschickte Aus- wahl der behandelten Gegenstände, so wie durch die tüchtigen Kräfte, welche sich ihrer Bearbeitung unterziehen, in diesem Jahre besonders lebendig er—m alten, und die Leiter des Vereins haben sich in vollem Maße die Theil—
hmer zum Danke dafür verpflichtet. Heute trüg Herr Wirkl. Geh. Ober-Regie⸗ rungs⸗Rath G. W. von Raumer nicht wenig dazu bei, diesen Ausspruch der Anerkennung zu rechtfertigen; sein Vortrag gehört zu den anziehendsten des diesjährigen Collus. Die Lage Preußens vor dem setzten fran zösischen Kriege auch memoirenweise in großen charakteristischen Zügen der Personen und Verhältnisse aus der Zeit von 1806 bis 1813 zu schildern, da, die erschöpfende pragmatische Behandlung dieser ereignißvollen Zeit unmöglich dem Raum einer Stunde angepaßt werden konnte, war die Aufgabe, und dieselbe wurde glänzend gelöst. Es ist nicht gut möglich hier durch eine kurze Wiederholung des Inhalts dem Leser eine Vorstellung von dem reichen Schatze an Charakteristiken, zum großen Theil noch ungedruck= ten Dokumenten, Briefen und diplomatischen linterredungen zu geben, wescher in diesen Vortrage niedergelegt war, um die damalige Zeit des Unglücis oder des Glücks für Preußen, wie man es nehmen will, aufzuhellen; denn es gehört die vollstãndige Kenntniß dieser Dokumente zur Einsicht in die eigen⸗ thümliche detaillirte Gestaltung jener Ereignisse, die in ihrem großen Zu⸗ sammenhange bekannt genug, in ihrer einzelnen Bedeutung noch zu wenig gekannt sind. Nach einer Schilderung der Aufgaben des 1807 angetretenen Hardenbergschen Ministeriums zeigte der Redner die Richtungen der dama⸗— ligen Parteien in Preußen; er unterschied deren drei; eine französische welche die Furchtsamen und Muthlosen umfaßte, eine ideologische, weiche von der gegenwärtigen Generation nichts hoffte, sondern nur auf die Zu⸗ kunst baute und deshalb durch Turn -Anstalten die Jugend zu fräftigen suchte, wie Jahn, und endlich eine praftische, die nach dem Beispiele Spa⸗ niens einen Guerillakrieg anfangen wollte. Die Umstände, welche den Ruck- zug Napoleon's aus Rußland begleiteten, namentlich der Abfall des preu—m ßischen Corps unter Nork von der französischen Armee, bildeten nächstdem den anziehendsten Theil des Vortrags. Zur Charakteristik Nork's und seines
sein Vaterland zu retten. Napoleon erkannte sofort die hohe politische Be—⸗
bedeutungsvollen Schrittes las der Redner ein“ noch ungedrucktes Schreiben JYork's an den König vor, das ch ö darin ausgesprochenen Ansichten von Ehre und aufopferndem Patriotismus die Versammlung aufs liefste ergriff. Nork schloß die Convenfion von Taurog⸗ gen mit dem russischen General Fürsten Witgenstein in dem vollkommensten Bewußtsein, daß er unter den bestehenden Allianz-Verhältnissen Preußens zu Frankreich den Tod als Verräther verwirkt habe; aber er erkannte in dem verhängnißvollen Augenblicke des Rüchuges aus Rußland den Abfall als das einzige Mittel der Wiederbefreiung feines Vaterlandes, und er gab
mit erhabeneni Römermuthe willig sein Leben preis, um feinen sönig und
deutung des Norkschen Schrittes und sah das Ungewitter voraus, das sich über seinem Haupte als dessen Folge zusammenzog. Der Red⸗ her theilte zum Beweise dessen, wahrscheinlich aus den noch im Archive ruhenden Depeschen des damaligen preußischen Gesand⸗ ten in Paris, von Krusemark, ein langes Gespräch desselben mit Napolꝑeon mit, welches die Ansichten des Kaisers über die damaligen Ver— hältnisse offenbarte und unter den verlockenden Anerbietungen, die darin Preußen gemacht wurden, im Fall es im Bündniß mit Frankreich verharre, die Besorgnisse und zugleich den Haß Napoleons gegen Preußen zeigte. Die Schilderung des Einzugs Nork's in Berlin am 17. März 1813, die Aufregung in der Stadt und ein Brief des hochseligen Königs nach dem Abzug der Franzosen waren die letzten Momente des sesselnden Vortrags, dem der Redner zum Schluß noch einige Mahnungsworte an alle noch le⸗ benden Krieger und Staatsmänner aus jener Zeit hinzufügte, ihre Me⸗ moiren zu schreiben, damit wir bei der großen Leerheit unserer Archive, gerade was diese Epochen anbetrifft, nicht genöthigzt würden, aus fremden, unlauteren, namentlich den französischen Quellen des Herrn Thiers, unsere eigene Geschichte zu schöpfen. k
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Zur Geschichte des siebenjährigen Krieges.
Beleuchtung der Kriegswirren zwischen Preußen und Sachsen vom Ende Au gust bis Ende Oktober 1756. Mit einem Rückhlicke auf Zustand, Geist und Bil dung der beiden Armeen. Nach archivalischen Quellen, Handschriften, Tagebüchern z. bearbei⸗ tet von Heinrich Aster, K. S. Obersten von der Armee und Offizier des K. Belg. Leopold-Ordens. Dresden, 18148. gr. 8. 192 S. Tert und 44 S. Beilagen, mit einem Plane.
Das vorliegende Werk, dessen Verfasser sich schon anderweitig durch treue Forschung und durch gewissenhafte Darstellung einen ehrenhaften historischen Ruf erworben, betrifft einen Gegenstand (das Unglück der sächQ sschen. Armee bei Pirna), welcher auch für Preußen von der entschiedensten Wichtigleit war, welcher also die Geschichte zweier Völler und deren Heere ungemein interessirt. Herr Oberst Aster war, als militairischer und als topo⸗ ü , Sachverständiger, ganz berufen, einen so bebeutenden Gegen= tand, wie er es 9 an hat, für immer zu erledigen, und wenn sein pairio= tisches Herz die freie Benutzung der dresdener Archive wohl verdiente, so
zeigt seine historische Unbefangenheit ihn durchaus des Vertrauens würdig, mit welchem auch die Archive in Berlin sich ihm geöffnet haben. Sachsen und Preußen, Militairs und Geschichtsfreunde, werden den Biedermann auf den ersten Seiten liebgewinnen und theilnehment ihm in seinen licht- vollen Erörterungen bis zur flarsten Einsicht folgen. Rein objektiv wird
über Personen und Verhälinisse verhandelt, und wenn die Schu digen das
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Urtheil trifft, so ist's ein Richterspruch, welcher, und der Zeugen, nicht anders fallen konnte, Die Einleitung betrachtet die Geschichte der preußischen und der sächsischen Armee, so wie die Bildung und den Geist der damaligen Armeen überhaupt; sie schildert die handelnden Personen und schließt mit den diplomatischen Ver⸗ hältnissen, welche dem siebenjährigen Kriege voraufgingen. Dann wird im ersten Abschnitt über die Operationspläne beider Theile und über die ersten Ereignisse selbst gesprochen. Abschnitt 2 beschreibt das von der sächsischen Armee (den 3. September) eingenommene Terrain und die Befestigung ihres Lagers, auch die Stellung der Preußen zur Einschließung des heg⸗ ners. Hinzugefügt sind Betrachtungen über das Verhalten Belder in der Zeit vom 29. August bis 10. September. Die vier folgenden Abschnitte setzen die Geschichte der Ereignisse bis zum 20. Oltober immer mit Be= trachtungen über diese Ereignisse fort. Abschnitt7 betrifft die Unternehmun⸗ gen des Feldmarschalls Browne zur Befreiung der Sachsen, vom Hten bis 20sten Oftober, und die Schicksale der sächsischen Armee nach der Capitula- tion. Achtzehn Beilagen beschließen das Werk, welches fortan allen denen unentbehrlich sein wird, welche den Beginn des siebenjährigen Krieges von einem zuverlässigen Führer, der alle QGuellen erschöpst hat, sich erklären lassen wollen. ; l 94
. Wien, 5. Febr. Der Präsident, Freiherr von Hammer, sagte in seiner Nede bei der feierlichen Eröffnung der Akademie der Wissenschaften am 2. Februar: „Viertehalbhundert Jahre sind unter vielfachen Bemlhun gen zur Gründung einer vom Staate zu unterstützenden Kaiserlichen Aka= demie der Wissenschaften erfolglos verflossen. Sr. Majestüt dem jetzt regie— renden Kaiser Ferdinand J. war es vorbehalten, nicht nur allen Sesterrei= chern, sondern auch allen Deutschen mit dieser Stiftung ein laut sprechen= des Unterpfand von Oesterreichs gerechter Würdigung wissenschastlichen Ver= dienstes zu geben.“ Ihre Gründung bezeichnet sonach eine neue Aera für den geistigen Fortschriti in Oesterreich; die Kritik darf sich jetzt noch nicht mit Strenge über die Wahl der inländischen Mitglieder aussprechen, weil die Wichtigkeit der zu lösenden Aufgabe nicht Einzelnen, sondern den ver= einten Kraͤften Aller übertragen ist und vor dem Bestehen einer Akademie unmöglich Aklademiker in hinreichender Anzahl vorhanden sein können. Ein Heranbilden von Atademikern ist der Zeit vorbehalten und hierzu Gelegen- heit gegeben. Die gehörige Äuffassung des hohen Zweckes ist durch die Wahl ausgezeichneter Gelehrter des Auslandes, die eine Zierde jeder Aka- demie sind, verbürgt. Einem Vereine so vieler geistiger Kräste zur Förde= rung der Wissenschäst, wie sie die Kaiserliche Alademie schon jetzt zählt, mit den Mitteln, welche ihr die Staats · Verwaltung zusichert, wird es auch ge= lingen, keimende Talente in ihrer Entwickelung und reifende in ihrer Voll— endung, die sie in ihre Mitte aufgenommen, erfolgreich zu unterstützen. Die Hep sinlienten der Wissenschast werden sich derselben freundlich und befreundet erweisen, ihre Entwickelung und Ausbildung befördern, sie von so manchen Fesseln, die noch drückend und hemmend auf ihnen lasten, nach und nach zu befreien suchen und die vorhandenen geistigen Kräfte nach allen Richtungen zur größeren Thätigkeit anspornen.
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auf den Grund der Akten