r Dm,
22 —
Ballen erreichen, und Inhaber halten feste Preise. Auf Speculation diese Woche gekauft: 699 B. amerikanische. Ausfuhr: 1960 amerikanische, 100 Pernambuco, 50 Maranham und 790 Surate. Für die Consumtion Ganze Einfuhr abges. Vorrath vom 1. Jan. bis 24. März vom 1. Jan. bis 24. März 24. März 18418 418412 18418 1817 1848 1842 218,071 B. 251,627 B. 285,690 B. 196,380 B. 287,580 B. 476,400 B.
Amsterdam, 27. März. (Getraidemarkt.) Weizen zu circa vorigen Preisen mit mehr Handel an Konsumenten; 129pfd. a. b. poln. 358 —= 362 Fl. 134 pfd., mecklenb. 295 Fl. 132 pfd. Kubanka 255 Fl. Roggen zu reichlich vorigen Preisen; in Entrepot 116pfd. petersb. 150 FI. 120pf8. odessa. 162 Fl. Für Kenfum: 116pf8. archangel 164 Fl. 12458. gelder. 182 Fl. Gerste mit gutem Handel zu vorigen Preisen 108 und j09pfd. pommersch. 118 — 150 Fl. 112pfd. dänisch. 156 Il. Buchwei⸗ zen niedr ger abgegeben, 120 / 122pfd. holstein. 213— 229 GFI.
Kohlsaamen gleich und auf Lieferung per Frühjahr 14 L. höher, per Herbst unverändert; verkauft Kromhorn 52 L. auf 9 Fß. in April 55 L., Sept. u. Okt. 57 L.
Rüböl gleich und auf Lieferung williger, pr. 6 W. 34, flieg. 33, Mai 322, Sept. 32 a, Leinöl pr. 6 W. 264, flieg. 2557. Hanföl pr. 6 W. 31, flieg. 30.
Rappskuchen 58 a 63 Fl. Leintuchen Sa 101.
Antwerpen, 27. März. Wochenbericht. Auch diese Woche haben wir nur wenlg über unferen Waarenmarkt zu berichten. Kaffee hatte bei mäßigen Preisen einige Speculationsfrage; ca. 1000 S. Brasil. und 2000 S. Domingo- fanden Nehmer zu festeren Preisen. In Java- geschieht noch nichts in Abwartung der holländischen Auction. — Von Zucker nahm man 1000 K. gelben Havana⸗ zu 125 2 137 Fl. unter fremder Flagge, außer 1000 K. zu unbekanntem Preis. Im Ganzen ist der Artikel schwach behauptet. Raffinaden bleiben vernachlässigt. Baum⸗ wolle ohne erhebliche Frage und Preise gewichen. — Häutz. Nicht we— niger als 16,000 Stück trockene Buenos -⸗Avres- und Montevideo⸗, 250 do. gefalzene, 1109 trockene Rio Grande wurden zu vollen Preisen umgesetzt. Der Artikel bleibt überhaupt besser gehalten, als alle übrigen. — Farbehölxzer hatten wenig Bewegung; Domingo⸗Blau— wurde aus erster Hand geräumt. Reis gewann Ende der Woche wieder mehr Le ben und nahm man 5 bis 606 F. Carolina- zu festen Preisen. — Mit Taback ist es stiller geworden. Die übrigen Artikel blieben meist ganz stationair. — Getraide. Von inländischem hatten wir keine große An⸗ fuhren, und Weizen und Roggen halten sich unverändert. Fremde Sorten hatten größere Frage, besonders Roggen, wovon Einiges für Holland ge nommen wurde, Roggen, Eupatoria⸗ 57 Fl., petersburger, 55 2 543 Fl., Odessa⸗ 54 Fl. pr. 70 Kilo. Weizen, poln. Odessa⸗ 78 Kilo. ,a) Fl., 76 Kilo 92 9. Fl, Kubanka⸗ 77 Kil. 8 a 87 Fl. pr. S0 Kilo. Hafer schwä⸗ cher behauptet. — Saamen. Leinsaamen für den Export gekauft, Odessa r Fl., Taganrok- 9 a 95 Fl.; Säeleinsaamen nur bei Kleinigkeiten zu 227 a 23 Fl. pr. Tonne verkauft.
— —
Rückblick auf den Handel Stettins im Jahre 1847.
4 Stettin, im März. Die Mißärndte des Jahres 1816 in den mei sten westlichen Ländern Europa's war die Ursache, daß das verflossene Jahr eine vielleicht beispiellose Aufregung im Geschäftsleben mit sich führte. Daß auch Stettin im hohen Grade davon berührt wurde, brachten dessen Lage und Verhältnisse mit sich, und daß die extremen Fluctuationen auch hier ihre Opfer forderten, konnte nicht befremden; doch sind solche im Vergleich mit anderen Orten von geringer Bedeutung gewesen und haben die Solidi tät des Platzes nicht beeinträchtigt.
Während das erste Halbjahr fast alle kommerziellen und ma
ritimen Kräfte zur Beschaffung von Cerealien in Anspruch nahm, konnte es nicht ausbleiben, daß andere Branchen des Handels
in ihrer Entwickelung zurückblieben, zumal die Masse der Bevöl
kerung kaum die Mittel zu erschwingen vermochte, die nothwendig— sten Lebensmittel zu bezahlen. Hiernach kann denn auch die betrübende Wahrnehmung nicht befremden, daß, abgesehen von dem zufälligen Getraide— Einfuhrgeschäfte, die Gesammtbewegung des produktiven Wagrenhandels Stettins gegen das Jahr 1846 zurückgeblieben ist, — eine Wahrnehmung,
die an Bedeutung gewinnt, wenn man in Betracht zieht, daß schon das vorangegangene Jahr mehr als stationair blieb.
Im Jahre 1847 sind durch den swinemünder Hafen 3130 Schiffe (209,601 Lasten groß) einschließlich von 684 Küstenfahrern (10,544 Lasten groß und 1016 Dampfschiffen (deren Lastengröße unberücksichtigt) ein⸗ und 2732 Schiffe (194,734 Lasten groß) einschließlich 480 Küstenfahrern (7198 Lasten groß) und der oben gedachten Dampsfschiffe ausgegangen. Hiernach sind der Zahl nach 723 Schiffe mit 45,903 Lasten oder, wenn nur die beladenen Schiffe in Betracht kommen, 798 mit 46,602 Lasten mehr eingegangen, als im Jahre 1546, was sich hinlänglich durch die Ein— fuhr von Cerealien erklärt. In Hinsicht der beladen ausgegangenen Schiffe ergiebt sich, die Küstenfahrer mitgerechnet, ein Uebergewicht des Jahres 1847 gegen 1846 von 483 Schiffen und 30,902 Lasten?).
Die Einfuhren des verflossenen Jahres beliefen sich auf das enorme Quantum von 6,200,000 Centnern, also auf 1,056,900 mehr, als im Jahre 1846. Rechnet man indeß die zufällige Einfuhr von Getraide und Mehl
mit 1,580,900 Ctr. ab, so ergiebt sich ein Minus von 320,900 Ctr. gegen
1846. Dies Minus liegt fast allein in der geringen Zufuhr von Kohlen
und Salz, wogegen sich bei einigen höher besteuerten Artikeln eine Zunahme herausstellt, welche es auch erklärt, daß die Steuer-Einnahme sich wieder
um ca. 130,000 Rthlr. gemehrt hat.
Der Werth sämmtlicher Importen (das Salz zu 5 Rthlr. pr.
Ctr., Roggen zu 80 Rthlr. pr. Wspl. und Mehl zu 35 Rthlr. pr. Ctr. gerechnet) beläuft sich auf circa 25,006, 9000 Rthlr., also auf 5, 0B, 006 Rthlr. mehr als im Jahre 1846, aber auch hier sind 6,000, 00 Rihlr. für Mehl und Getraide abzuziehen, so daß der Werth der vorjährigen Einfuhr um 500, 000 Rthlr. gegen 1846 zurückbleibt. ;
Was nun die speziellen Ein fuhr-Artikel betrifft, so lassen wir nachstehend eine Uebersicht der wichtigsten folgen:
Von Baumwolle gingen 2069 Ctr. zwar mehr ein als im Jahre 1846, es steht jedoch bei dem hohen Sundzoll nicht zu erwarten daß das Inland diesen Artikel über Stettin beziehen werde.
Die Einfuhr von Eisen aller Art (454, 9000 Ctr,.) überstieg die des Jahres 1846 um 66,000 Ctr.; ein Beweis, wie wenig die inländischen Werke befähigt sind, den Bedarf zu liefern. t
Eisenbahnschienen wurden 138,990 Ctr. — mithin 28,700 Ctr.
weniger als im Vorjahre — eingeführt. Von Farbehölzern gingen nur
134,816 Ctr., also 2400 tr. weniger, ein. Für Herin gbildet Stettin einen Haupt
stapelplatz, und wenn auch im letzten Jahre um 157,107 Tonnen, also 2500 Tonnen gegen das Vorjahr weniger, eingingen, so ist dies lediglich der Miß— ärndte jenes Jahres und den hohen Preisen der Kartoffeln zuzuschreiben welche hauptsächlich auf den Konsum der Heringe einwirkten. — Von Kaffee (67, 308 Ctr.) hat die Einfuhr um 1640 Ctr. abgenommen, was seine Erklärung in den nach Rio Janeiro gegebenen, zu niedrigen und des—⸗ halb nicht ausführbar gewesenen Limiten findet. — Kupfer gingen 25,426 Eir. oder 6233 Ctr. mehr, Leinsaat 690,287 Tonnen oder 8922 Tonnen weniger, Baumöl 29,745 Ctr. oder 9494 Ctr. weni⸗ ger, Palm und Kokusnußöl 79,603 Ctr. oder 13,167 Ctr. weniger ein als im Vorjahre. Von Palmöl war die Anfuhr im Jahre 1846 sehr stark, und da der Verbrauch desselben einen außerordentlichen Aufschwung genommen hat, so hat sich die Aufmerksamkeit neuerdings auf die Westküste von Afrika hingeleitet, und es ist dem Vernehmen nach eine neue Expedition dahin im Werke. — Die Zufuhr von Pottasche, durch den größeren Verbrauch von Soda verdrängt, belief sich auf 37,286 Ctr., hatte . mit⸗ hin um 10,016 Ctr. verringert. — Reis, schon seit Jahren einer der wich tigsten direkten Einfuhr Artikel, ist mit dem bisher noch nicht dagewesenen Duantum von 156,094 Ctr. eingeführt, von denen 149,170 Ctr, zollfrei eingingen. Im Jahre 1846 gingen nur 48,966 Ctr. ein, während die durch— schnittliche zufuhr 59 — 90,009 Etr, umfaßt. — Rosinen und Korin⸗ then sind 5, ss Ctr. gegen 28,334 Ctr. im Vorjahre eingeführt. — Die
) Bei der in Nr. 16 d. Zeitung gegebenen Uebersicht sind die Küsten⸗
fahrer und Dampfschiffe außer Ansatz geblieben.
S06
Einfuhr von Salz (ioz,762 Cir) erreichte noch nicht die Hälfte der vor jahrigen. —Soda wurden 116,021 Ctr. oder 26, 658 Cy. mehr als 1846 importirt. — Stein kohlen, deren Einfuhr t, 764,081 Ctr. betrug, erlitten eine Verminderung von 288,621 Ctr., theilweise veranlaßt durch die hohen Frachten, theils dadurch, daß von Jahr zu Jahr in Swinemünde mehr Kohlen übergeladen und direlt ins Innere des Landes erpedirt worden. — Spyrup wurden 34,3787 Etr. fast allein aus inländischen Fabriken am Rhein und zwar 11791 Etr. mehr als 1846 eingeführt. — Talg, allein aus Rußland kommend, gingen 25,194 Ctr. oder 6279 En. mehr als 1846 ein. — Thran, mit 106638 Ctr. eingeführt, worunter sich 5626 Etr. als Resultat des mißglückten Versuches der preußischen Südsee Fischercs-Gesellschaft befinden, blieb gegen 1816 um 43,026 Cir. zurück. Dieser Artikel, in größeren Zufuhren aus Nord Amerika kommend, wird in bedeutenden Massen nach den österreichischen Staaten verführt. — Wein. Die Einfuhr von 79,842 Etr. steht gegen das Vorjahr um 4158 Ctt, zu= rück. Erfreulich ist es jedoch, daß die Zufuhr aus den Zollvereins⸗Staa— ten (4625 Ctr) um 2476 Etr. zugenommen hat. — Zucker, dessen Aus—⸗ fuhr bei den höhen Preisen an den Bezugsquellen die Nealisirung mancher Ordre verhinderte, famen nur 370, a9g3 Ctr, oder 73,948 Ctr, weniger als 1846 ein. Die Fabriken in Stettin verarbeiteten 230, 0090 Ctr., und aus den Westprovinzen wurden 4091 Err. zugeführt. — Roggen wurden 1,294,766 Schfl., mit Ausnahme von irca 11,000 Schfl. aus Schwe den, aus Rußland und außerdem aus diesem Lande 58,219 Ctr. Roggen— mehl eingeführt. Ueber das außerdem aus preußischen Häfen eingegangene anfehnliche Suantum Roggen fehlt es an bestimmten Nachrichten.
Der Ausfuhrhandel repräsentir einen Werth von 67 Millionen Thalern, und ist mithin 2,200,000 Rthlr. höher, als im Jahre 1846, was sich theils durch die viel höheren Geiraidepreise, theils durch eine etwas größere Ausfuhr von Weizen und Roggen, theils durch eine starke Expor⸗ lation von Zink und Rüböl, die den ausgefallenen Spiritus Export weit überholen, erklären läßt.
Unter den einzelnen Ausfuhr-Artikeln sind folgende die wichtigsten:
Roggen und Weizen. Die Ausfuhr betrug resp. 10,875 und 13,613 Wspl. und ging nach den Rheinlanden, Dänemark und Norwegen. Branntwein wurden nur 10,578 Etr,, mithin 98,562 Ctr. weniger als 1846 ausgeführt. Die Preise desselben erhielten eine nie hier stattgefundene Höhe und bewirkten eine außerordentliche Abnahme der Consumtion, die auch jetzt noch keine wesentliche Zunahme gezeigt hat. — Kleesaat sind 4505 Etr. (858 mehr als 1846), Mehl 13,192 Ctr. (3306 Ctr. weniger als 18406) ausgeführt, und die Ausfuhr von Oelkuchen mit 52,306 Ctr. erreichte nur die Hälfte des Vorjahres. Rappsaat gingen 14,210 Ctr. nach den Westprovinzen und Rüböl ebendahin 34,?13 Ctr. gegen nur 6353 Ctr. im Jahr 18146. — Zink ergiebt mit 158,706 Etr, eine Mehraus fuhr von 69,266 Ctr. — Holz. Der Werth der vorjährigen Ausfuhr be trägt 1,150, 900 Rthlr., wovon auf England 51 1,000 Rthlr., auf Frankreich 417,009 Rthlr., auf Dänemark 95,000 Rthlr. und auf verschiedene Länder 67, 000 Rthlr. kommen. Im Vergleich zum Vorjahre blieb die Ausfuhr um etwa 60,000 Rthlr. zurück. Auch nach Süd-Amerika ist von sichtenen Hölzern etwas versandt.
Die Rhederei-Verhältnisse nahmen temporair eine Wendung, die alle Ansprüche befriedigen mußte. Das Jahr der Noth beseitigte nicht allein die bedeutendsten Hemmnisse, welche von anderen Nationen ihrer freien Bewegung entgegengestellt werden, sondern es veranlaßte auch einen so lebhaften Transport mit Lebensmitteln, die hauptsächlich Rußland und Nord-Amerika darboten, daß fortwährender Begehr nach Schiffen die Frach— ten zu einer außerordentlichen Höhe steigerte. Ob mit dem Wegfall, der Ursache auch die Wirkung gehoben und die hiesige Rhederei wieder in ihren alten Zustand zurüchsinken oder ihr für die Zukunft ein größerer und, freie— rer Wirkungskreis eröffnet werden wird, kann eben nur die Folgezeit lehren.
Die Rhederci umfaßte am 1. Januar v. J., einschließlich 7 Dampf schiffen, 182 Schiffe mit 23,564 Lasten. Im Laufe des Jahres kamen durch Neubau, Ankauf u. s. w. 16 Schiffe, inkl. 3 Dampfschiffen, mit 2102 Lasten hinzu; dagegen sind durch Seeverlust, Abwrackung 1c. 13 Schiffe mit 1114 Lasten abgegangen, und es verblieben demnach ult. Dezember v. J. 185 Schiffe mit 24,553 Lasten und 1706 Mann Besatzung, was eine Vermeh rung von 3 Schiffen und 968 Lasten ergiebt. Die Zahl der Dampfbugsir— böte hat sich um 3 vermehrt, was für Handel und Schifffahrt von ersprieß⸗ lichen Folgen gewesen ist. Unter den neu gebauten und noch im Bau be— findlichen Schiffen sind mehrere, welche für die transatlantische Fahrt be— stimmt und ausgerüstet sind.
Der Verkehr mit den nordamerikanischen Freistaaten ist eingehend durch 17 Schiffe und ausgehend durch 1 Schiff vermittelt wor—⸗ den. Das letztere Schiff ging nach New⸗ANork und war hauptsächlich mit Mauersteinen beladen. Von den eingehenden Schiffen waren 7 Preußen, und es kamen 2 aus Charlestown, 13 aus New⸗Nork, 1 aus New⸗London und 2 aus New⸗Bedford. Die Einfuhr bestand hauptsächlich in Reis, Harz, Thran, Gewürzen, Rum, Baumwolle, Lichten, Terpentin -Spiritus, Pott asche und Farbehölzern.
Von industriellen Unternehmungen haben die dritte Zucker— siederei und eine Schwefelsäure-Fabrik ihren Betrieb begonnen, und eine Versicherungs⸗=Gesellschaft gegen Hagelschaden ist in der Bildung begriffen.
Bei den stettiner See⸗-Versicherungs-Gesellschaften sind 11,195,909 Rthlr., gegen Seegefahr und bei den Fluß⸗Versicherungs-Gesellschaften 12,542, 130 Rihlr. gegen Stromgefahr versichert worden.
Zu den dringenden Wünschen der stettiner Kaufmannschaft gehören: die Aufhebung des drückenden Sundzolls, die endliche Einführung des zu— gedachten Entrepots, der Bau der Eisenbahn von Posen nach Breslau, die Regulirung der städtischen Hafen-Abgaben, die Errichtung eines Handels gerichts, ein allgemeines deutsches Wechselgesetz, Ermäßigung des Porto's für Briefe, Gelder und Pakete, Aufhebung der Mahl- und Schlachtsteuer und des Vindications-Gesetzes, was den Fabriken bei Fallitmassen zur Seite steht, Aufhebung der Durchgangs- Zölle, Reform der Makler -Institution, wie überhaupt Wegräumung der Hindernisse, welche die freie Entwickelung des Verkehrs hemmen.
Eisenbahn⸗Verkehr. Die sächsischen Eisenbahnen.
Die Gesammtlänge der sächsischen Eisenbahnen betrug am Schlusse des Jahres 1847 475 Meilen, und zwar 337 Meilen Privat- und 14 Meilen Staatsbahnen. Wir lassen hier eine Uebersicht der Be—⸗ triebs⸗Ergebnisse der einzelnen Bahnen im Jahre 1847 folgen:
A. Leipzig-Dresdener Eisenbahn.
Bereits seit dem Jahre 1840 in ihrer ganzen Länge von 15 Meilen im Betrieb, in welchem Zeitraum sich die Frequenz, Einnah⸗ men und Ausgaben folgendermaßen gestalteten: Im Jahre 1840 wurden befördert 415,135 Personen und 689,026 Ctr. Güter, die Gesammt⸗Einnahmen (inkl. aller Neben⸗Einnahmen) betrugen 482, 17 Rthlr., die Ausgaben 248,231 Rthlr., mithin Ueberschuß 234,247 Rthlr.; im Jahre 1841 befördert 386,478 Personen, 933,936 Ctr. Güter, die Gesammt-Einnahmen betrugen 519,338 Rthlr., die Aus⸗ gaben 253,630 Rthlr., mithin Ueberschuß 265,798 Rthlr.; im Jahre 1842 befördert 383,284 Pers. und 1,087,547 Ctr. Güter, die Ge— sammt⸗- Einnahmen betrugen 554,081 Rthlre, die Ausgaben 2659, 59 Rthlr, mithin Ueberschuß 294,432 Rthlr.; im Jahre 1843 befördert 401,415 Pers. und 1,039,600 Ctr. Güter, die Gesammt-Einnahmen betrugen 60h, 027 Rthlr., die Ausgaben 296247 Rthlrz mithin Ueber⸗ schuß z13,.780 Rthlr; im Jahre 1844 befördert 127, 187 Personen un Mö, 774 Ctr. Güter, die Gesammt-Einnahmen betrugen 5i3, 321 Athir., die Ausgaben 292,911 Rthlr., mithin Ueberschuß 320,413 Nthlr,z im Jahre 1845 befördert 455,746 Personen und 1,001, 395 Ctr. Güter, die Gesammt-Einnahmen betrugen 630,979 Rthlr., die Ausgaben zistls Rthlr.; mithin Ueberschuß 312961 Nthlr.; im, Jahre 1816 befördert 188,610 Personen und 1,211,979 Ctr. Güter, die Gesammt⸗Einnahmen betrugen 674,464 Rthlr., die Aus⸗ gaben 356,218 Rthlr., mithin Ueberschuß 318,248 Rthlr. Im Jahre 1847 betrug laut Geschäftsbericht der Direction die Gesammt⸗ Einnahme 734,891 Rthlr. oder 60,427 Rthlr. mehr als im vorigen
Jahre, wovon ca. 48,981 Rthlr. (nach einem möglichst genauen
Ueberschlage für das vierte Quartal) auf die sächsische Strecke der Leipzig-Magdeburger Bahn kommen. Die ansehnliche Vermehrung rührt zum größten Theile vom Gütertransport her, da sich auf der Hauptbahn die Zahl der Personen nur um 2253, die Einnahme da⸗ für nur um 2843 Rthlr. vermehrt hat. Von den auf jener beförderten 190, 863 Personen fuhren nur 8649 oder 14pCt. in der ersten und 98, 614 oder etwa 20 pCt. in der zweiten Wagenklasse; 119,139 Personen befuhren die ganze Bahn, also von 14 Reisenden etwa Einer. An Gütern wurden auf eine Meile 17,177,392 Ctr. (gegen 15,337,543 im Jahre 1846) befördert; von der Einnahme dafür kommen 148,195 Rthlr. auf Frachtgut nach Taxe B, 91,519 Rthlr. auf Produkte Taxe C., 32,5543 Rthlr. auf Salz, 10,556 Rthlr. auf Eilgut Taxe A., 6837 Rthlr. auf 558 Equipagen chier zeigt sich eine auffallende Verminderung gegen 1846, wo es 9912 Rthlr. für 793 Equipagen waren), 6093 Rthlr. auf Gepäck, 5270 Rihlr. auf Postgut und 25725 Rthlr. auf 2476 Stück Vieh. An Transportmitteln sind vor⸗ handen: 26 Lokomotiven, 2 andere sind von Borsig geliefert, und 5 andere werden von demselben Fabrikanten in den nächsten Monaten geliefert, 17 Tender, 96 Personenwagen, 195 Packwagen. Die Wa genbau-Anstalt hat für die eigene Bahn und 10 fremde Eisenbahn⸗ Verwaltungen 360 Wagen und 2 Tender geliefert (1560 Wagen und 2 Tender sind noch in Arbeit) und einen Gewinn von 31, 853 Rthlr. (18146 nur 14,052 Rthlr.) abgeworfen, wovon aber 3614 Rthlr. für eine neu erbaute Werkstatt abgehen. Auch die Ausgaben haben eine ungewöhnlich große Summe erfordert; dennoch zeigt sich ein Ueberschuß, welcher einen sehr g ünstigen Einfluß auf die Vertheilung einer höheren Dividende als in den letzten Jahren in Aussicht stellt. Die Bahn— Unterhaltung nahm dieses Jahr eine außerordentlich hohe Summe, nämlich 172,478 Rthlr. (1846: 111,551 Rthlr.) in Anspruch, was sich größtentheils durch die fortgesetzte Ergänzung der Schwellen (93,075 Stück) erklärt; 9709 Rthlr. waren für Wegschaffung des Schnees aufzuwenden, 4500 Rthlr. für Reparatur des vom Eisgange beschädigten Viadukts bei Röderau, 5400 Rthlr. für die Elb und Muldenbrücken, 7300 Rthlr. für die begonnene Umwandlung des Viadukts bei Zschöllau (Oschatz) in einen Damm. — „ Tie Lokomo tivenheizung kostete 52,7127 Rthlr. für 65,309 Meilen, also pro Meile 211 Ngr. oder 13 Ngr. weniger als 1846; die Lokomotiven Reparatur 18.409 Rthlr. oder 6857 Rthlr, weniger. als 1816 und zugleich weniger als in den vorhergehenden Jahren seit 1842; die ganze Zugkraft pro Meile 1 Rthlr. 135 Ngr. oder 8 Ngr,— weniger als 1846; die Wagen-Reparatur 27 061 Rthlr. oder 30895 Rthlr. weniger als 1846.
B. Sächsisch-Schlesische Eisen bahn. .
Im Jahre 1847 am 1. September wurde die letzte Strecke die⸗ ser Bahn, von Löbau bis Görlitz, dem Verkehr übergeben, so daß dieselbe bereits im genannten Jahre in ihrer ganzen Lange von 14 Meilen im Betrieb war. Es wurden im Jahre 1847 befördert 314,234 Personen für 164,74 Rthlr. 8 Ngr. 6 Pf. und 679, 670 Ctr. 12 Pfd. Güter für 104,478 Rihlr. 5 Ngr. 1 Pf. oder Gesammt-= Einnahme 268, 852 Rthlr. 13 Ngr. 7 Pf. Vom J. Januar bis 31. August auf der Strecke Dresden-Löbau (19! Meilen) wurden beför— dert 188,25 Personen für 8,703 Rthlr. 2Ngr. 3 Pf. und 396, 005 Ctr. 78 Pfd. Güter für 52,914 Rthlr. 14 Ngr. 1 Pf., zusammen Einnahme 151,617 Rthlr. 16 Ngr. 4 Pf. oder durchschnittlich pro Monat und Meile befördert: 2238 Personen und 1714 ECtr. 35 Pfd. Güter, die Einnahme betrug 1804 Rthlr. 29 Ngr. 4 Pf.; vom 1. September bis 31. Dezember auf der Strecke von Dresden bis Görlitz (14 Meilen) wurden befördert 126,309 Personen für 65,671 Rthlr. 6 Ngr. 3 Pf. und 283,664 Ctr. 34 Pfd., Güter für 51,563 Rthlr. 21 Ngr., zusammen Einnahme 117,234 Rthlr. 27 Ngr. 3 Pf. oder durchschnittlich pro Monat und Meile 2254 Per— fonen und 5065 Ctr. 145 Pfd. Güter, die Einnahme betrug 2093 Rthlr. 11 Ngr. 4 Pf. Es siud sonach in den letzten 4 Monaten bei dem Betrieb der ganzen Länge von 14 Meilen gegen die ersten 8 Monate bei nur 16 Meilen Betrieb pro Monat und Meile mehr befördert: 16 Personen und 351 Ctr. 10 Pfd. Güter mit einer Mehreinnahme von 288 Rthlr. 15 gr.
D. Chemnitz-Riesaer Eisenbahn.
Im Jahre 1847 am 29. August wurde die erste Strecke dieser Bahn von Riesa bis Döbeln und am 22, September eine weitere Strecke von Döbeln nach Limmeritz, welches eine Gesammtstrecke vor 4 Meilen beträgt, dem Betriebe übergeben. Es wurden von der Er⸗ öffnung bis ult. Dezember befördert: 25,512 Personen für 5846 Rthlr. 3 Ngr. 4 Pf. und 102,795 Ctr. 67 Pfd. Güter für 4501 Rthlr. 8 Ngr. 6 Pf, zusammen 10,350 Rthlr. 12 Ngr. Außerdem ist der Betriebskasse gut zu rechnen: Fracht für 102,184 Ctr. 83 Pfd. der Eisenbahn-Gesellschaft gehörigen Baumaterialien 6252 Rthlr. [1 Ngr.; mithin Einnahme der Betriebskasse 16,602 Rthlr. 23 Ngr.
E. Säch sisch⸗Bayerische Staats⸗-Eisenbahn.
Die Betriebs-Ergebnisse der Sächsisch⸗Bayerischen Eisenbahn im Jahre 1847 auf der Strecke Leipzig⸗Reichenbach und der Zweigbahn von Werdau nach Zwickau (14 Mellen) gestalteten sich folgendermq—= ßen: Es wurden befördert 329,278 Personen, Einnghme dafür i9g4, 441 Rthlr. 2 Ngr. 7 Pf., und 2,326,242 CEtr. 42 Pfd., Güter, Einnahme dafür 270001 Rthlr. 14 Ngr. oder Gesammt Einnahme 164,142 Rthlr. 16 Ngr. 7 Pf. Im Jahre 1816 wurden befördert 304,812 Personen für 183,579 Rthlr. 7 Ngr. 8 Pf. und 1,375,709 Ctr. 8 Pfd. Güter für 164,118 Rthlr. 14 Ngr. oder Gesammt⸗ Einnahme 350,479 Rthlr. 13 Ngr. 4 Pf., mithin wurden mehr be⸗ fördert im Jahre 1847 gegen das Jahr 1846: 24,466 Personen und 9ö0, 533 Ctr. 34 Pfd. Güter, die Mehreinnahme betrug 113,963 Rthlr. 3 N9gr. 3 Pf. — Es wurden befördert im Jahre 1847 im J. Quartale 45,531 Personen für 25,520 Rthlr. 11 Ngr. und 473,817 Ctr. 12 Pfd. Güter für 55,006 Rthlr. 10 Ngr. oder Gesammt-Einnahme 80, 526 Rthlr. 21 Ngr. 2 Pf., im II. Quartale wurden befördert 97,905 Personen für 59,297 Nthlr. 12 Ngr. 1Pf. und 556,053 Ctr. 21 Pfd. Güter für 61, 594 Rthlr. 25 Agrz oder Gesammt⸗-Einnahme 120,892 Rthlr. 7 Ngr. 1 Pf.; im III. Quar- tale wurden befördert: 162,647 Perfonen für 64,0 1 Rthlr. 10 zigr. 4 Pf. und 595, 875 Ctr. G7 Pfd. Güter für 0,106 Rithlr. 28 Ngr., oder Gesammt- Einnahme 1360, 120 Rthlr. 8 Ngr ] Pf-⸗z im IV. Quartale! wurden beförbert: S3, 115 Perfonen für lä Rthli; 29 Rgr. und 700, hb Ctr. 12 Pfd. Güter für 203 Nthlr, 11 Natz; öder Gesammts Einnahme 133,963 Rthlr. 19 Na. Das Jahr 181? zeigt sonach nicht nur gegen das Jahr 1846 eine bedeutende, Ver mehrung der Frequenz und Einnahme, . auch die angeführten Quartale im Jahre 1817 zeigen in dem Verkehr, namentlich dem Güter- Verkehr, eine bedeutende Steigerung. — In oben angeführter Güter-Einnahme sind die seitens der Staats-Postanstalt zum Eisen⸗ bahn⸗Transporte aufgegebenen Päckerei Sendungen nicht mit inbe⸗— griffen. ⸗ Die Eröffnung des Betriebes auf der ganzen Bahnstrecke zwi— schen Leipzig und Höf steht mit dem 1. August C. zu erwarten. — Für die zwischen der Sächsisch⸗Bayerischen Eisenbahn und den übrigen in Leipzig ausmündenden Eisenbahnen anzulegende Verbindungs-Bahn sind die Vorarbeiten im Gange, und die Expropriation der auf zwei Gleisen herzustellenden Linie steht bevor.
Das Abonnement beträgt:
2 Rthlr. für 4 Jahr. 1 Rt
M gs3.
.
Amtlicher Theil.
Inland. Potsdam. Ankunft des Prinzen von Preußen in England. — Berlin. Adresse aus Duisburg. — Publication des Magistrats und der Stadtverordneten von Berlin. — Neue Stadtverordneten. Wahlen. — Provinz Preußen. Bekanntmachungen. — Provinz Posen. Be— richtigung. — Antunst polnischer Studenten.
Deutsche Bundesstaaten. Großherzogthum Baden. Ankunft eines französischen Geschäftsträgers. — Großherzogthum Hessen und bei Rhein. Proclamation des Siebener-Ausschusses in Frankfurt. — Großherzogthum Mecklenburg- Schwerin. Schwerin. Einberufung des Landtages. — Rostock. Unruhen. — Wahlen für die
Versammlung in Frankfurt. — Herzogthum Holstein. Altona. Ein= rücken dänischer Truppen in Hadersleben. — Rendsburg. Aufforderung zur Bildung von Freicorps. — Kiel. Stimmung in Jütland. — Freie
Stadt Lübeck. Die dänischen Offiziere in Lübeck. — Verfassunge Entwurf. Oesterreichische Monarchie. Wien. Einberufung der Stände. —
Ruͤstungen. — Trie st. Ministerium in Venedig. — Vermischtes. — Verona. Nachrichten aus Mailand. — Neueste Nachrichten aus Ober- Italien. — Krakau. Neue Zeitungen. — Protest gegen eine Spionenliste. — Sammlungen für die entlassenen Staatsgefangenen. —
Schreiben aus Wien. (Die politischen Zustände in der Hauptstadt; die Nachrichten aus Jꝛalien; das Preßgeseßz; Uniformirung der National ⸗Garde.)
Frankreich. Paris. Prorlamation wegen Vertagung der Wahlen. — Antwort Lamartine's an' eine Polen-Deputation. — Lager bei Dijon. — Die belgische Legion. — Die Friedensfrage.
Großbritanien und Irland. London. Kabinets Rath. — Times über Preußen. — Ankunft des Prinzen von Preußen. — Bewegung in Paris. — Dr, Hampden. — Nachrichten aus den V nigten Staaten und Portugal.
Niederlande. Rotterdam. Ankunft des Herzogs und der Herzogin von Montpensier.
Belgien. Brüssel. Sicherheitsmaßregeln an der französischen Gränze.
Italien. Turin. Aufstellung eines Observations-Corps an der lombar-
Die Die erel⸗
dischen Gränze. — Parma. Sieg des Volkes. — Provisorische Regie⸗ rung. — Modena. Proclamation des Herzogs. — Neapel. Beilegung
der sicilianischen Frage.
Spanien. Schreiben aus Madrid. (Schreiben des Grafen von Mon⸗ temolin an die Herzogin von Montpensier; Vertagung der Cortes; Ver- mischtes.)
Beilage.
; —— Amtlicher Theil.
Ich benachrichtige das Staats⸗Ministerium, daß Ich für die be— vorstehende Versammlung des Vereinigten Landtags den Fürsten zu Solms⸗Hohen⸗⸗Solms-⸗Lich zum Marschall und den Staats⸗ Minister a. D. Grafen von Arnim zum Vice⸗Marschall der Herren⸗ Kurie, den Oherst- Lieutenant a. D. von Rochow zum Marschall, den Sber-Burggrafen von Brünneck zum Vice⸗-Marschall der Drei Stände-Kurie ernannt habe.
Potsdam, den 31. März 1848.
(gez) Friedrich Wilhelm.
An das Staats-Ministerium.
Im Verfolg Meines Erlasses vom 25sten d. M. benachrichtige Ich das Staats⸗-Ministerium, daß Ich in Stelle des inmittelst abge⸗ sfretenen Ministers, Grafen von Arnim, den Vorsitzenden des Staats⸗Ministeriums, Minister Camphausen, zu Meinem Kom— missarius für die bevorstehende Versammlung des Vereinigten Land⸗ tags ernannt habe.
Potsdam, den 31. März 1848.
(gez.) Friedrich Wilhelm.
An das Staats⸗Ministerium.
Auf den Antrag des Staats⸗Ministeriums genehmige Ich, daß zu den Sitzungen des bevorstehenden Vereinigten Landtages, so weit der beschränkte Raum es gestattet, Zuhörer auf die Gallerie zuge⸗— lassen und dazu von den Marschällen beider Kurien Eintritts-Karten ausgegeben werden, wobei die Zeitungs-Redaktoren besonders zu be⸗ rückhsichtigen sind.
Potsdam, den 1. April 1848.
(gez. Friedrich Wilhelm. contr. Camphausen. An das Staats⸗Ministerium.
Auch in hiesiger Provinz haben leider einige, aber gottlob seither nur sehr wenige Störungen der gesetzlichen Ordnung stattgehabt.
Dagegen hat es sich fast in allen Gegenden auf die erfreulichste Weise bewährt, daß die lebenskräftigen Elemente eines gesunden, ge⸗ sellschaftlichen Zustandes, deren sich die Provinz Brandenburg erfreut, auch jetzt noch in voller Wirksamkeit sind. Die Einigkeit der Stände sst erhalten worden. Die höheren Klassen haben sich zu denjenigen Spfern bereit erklärt, welche die von Sr. Majestät dem Könige aus⸗ gesprochene Umgestaltung der Verhältnisse nothwendig erheischk. Die unbedingte Ergebenheit an Se. Majestät den König und sein erha— benes Haus und die Gesinnungen der treuesten Vaterlandsliebe sind überall ausgesprochen und bethätigt worden.
Nur alf diesem Wege läßt es sich hoffen, daß wir der schweren Stürme der Zeit Herr werden, die segensreichen Güter einer großen Vergangenheit uns erhalten und in einen neuen geordneten Zustand der Dinge übergehen können. 4
Vor Allem ist aber dazu unerläßlich, daß die alten Bande des Gehorsams und der Ordnung, die gottlob in dieser Provinz seither so festhielten, nicht gelockert werden.
Dahin aus allen Kräften, Jeder in seinem Berufskreise, mitzu⸗ wirken, bitte ich meine lieben Landsleute, die Eingesessenen der Pro⸗ vinz Brandenburg, und fordere die Behörden dazu auf.
Wo irgend ein gerechter Grund zu Beschwerden vorliegen möchte, da haben sich die Behörden der Abhülfe mit größter Bereitwilligkeit zu unterziehen, wo zur Erleichterung des Nothstandes, welcher durch das augenblickliche Stocken des Verkehrs unausbleiblich herbeigeführt wird, etwas geschehen und angeregt werden kann, da werden die Be⸗ hörden ebenfalls ihre volle und eifrigste Thätigkeit eintreten lassen. Uommunen und Kreis- Corporationen haben dazu schon seither ihre Mittel bereitwillig angeboten, und ich bitte, daß sie damit auch fer— ner e,, mögen.
o aber, ungesetzliche Forberungen hervortreten oder gar fre⸗ velhafte Angriffe zuf fremdes Eigenthum beabsichtigt .
Ver in
da werden die Behörden auch mit aller Kraft und Energie solchem frevelhaften Beginnen entgegentreten. Die Bildung von Schutz Ver⸗ einen und Bürger⸗Bewaffnungen, wozu ich die Herren Landräthe be⸗ reits unterm Iöten d. M. angeregt habe, und die an vielen Orten der Provinz von erfreulichem Fortgange gewesen ist, wird dabei das sicherste Unterstützungsmitkel an die Hand geben. Für den unerwar=
Allgemeine
teten Fall, daß solches zur Erhaltung der Ordnung nicht zulänglich sein sollte, ist für einzelne bedrohte Punkte auch die Unterstützung des Militairs in Aussicht gestellt. Potsdam, den 31. März 1848. Der Ober-Präsident der Provinz Brandenburg. von Meding.
Bekanntmachung.
In der in Gemäßheit des §. 58 der Allerhöchsten Verordnung vom 8. Juni 1835 (Gesetz- Sammlung Nr. 1619) stattgehabten ach= ten Verloosung schlesischer Pfandbriefe Litt. B. sind folgende, vier Prozent Zinsen tragende Apoints über einen Gesammt-Betrag von 29, 250 Rthlr. vorschriftsmäßig gezogen worden und zwar:
2 1000 Rthlr.
Nr. S9 auf Ratibor. , 189 „ Karolath. . 260 — Schwieben. 3 791 » Siemianowitz, Radzionkau, Lassowitz und So witz. * 795 ** desgl. ö 874 * desgl.
» 40,175 „ Dambrau und Sobollnickh.
à2 500 Rthlr.
Nr. 1,041 auf Kottwitz. 14179 » 1,261 „ Saabor.
„1,475 „ Karolath.
„1,591 » Albendorf.
» 1,951 „ Koschentin und Tworog.
2039 „ Lossen.
» 2,130 „ Niewodbnigk.
» 2,155 „ Czeppelwitz.
„2,614 Siemianowitz, Radzionkau, Lassowitz und So witz.
232 * Groß ⸗Lagiewnik.
300 2 Lederhose.
334 „ Dambrau und Sokollnick. desgl.
à2 200 Rthlr.
Nr. 3,016 auf Nieder⸗Schwirklan. „3,099 „ Deutsch⸗Krawarn und Kauthen. „ 3,190 „ Bojadel und Kern.
2 3.227 * Ratihor. 2
„3,373 „ Waldvorwerk.
„3,376 — Ober⸗Alt⸗Wohlau.
— — — — — ẽ
3 » 3,425 desggl. „3,653 „» Roschowitz und Jaboromnitz.
7 3 „ 3,725 „ Groß⸗Petrowitz. z „ Paschkerwitz. 3 » Albendorf. 418 „ Kuttlau. „4,495 „ Malmitz. „A, 663 „» Koschentin und Tworog. „ 4,934 Lossen. „165,051. Semianowitz, Radzionkau, Lassowitz und Sowitz.
15,136 » desgl. „ 15,142 » desgl. „ 15,161 » degsgl. „16,260 „» deggl.
„ 16,2892 „ desgl. „49231 „ Ulbersdorf. „49,248 » desgl.
49,293 Koselwitz. „49,315 „ desgl. 49,323 „ Massel. „49,498 „» Giesdorf. „A49,51ß „ Dambrau und Sokollnick. „49,550 „ degsgl. „49,651 „» Klein⸗Ellguth. — 49,6552 * desgl. „Ag, 659 „ desgl. „49,822 „» Raudnitz und Raschdorf.
2100 Rthlr.
5, 50 auf Dombrowka. „5,629 » Haltauf. „5,7445 „ Nieder-⸗Marklowitz. „6,052 » Ratibor. » 6,100 „ degsgl. „65,374 » Saabor. » 6,391 » desgl. 6,540 „ Roschowitz und Jaborowitz. „b, bbd » Groß⸗Petrowitz. » 6,885 „ Glinitz, Zborowsky, Bogdalla. „7003 „ desgl. „J,024 Albendorf. » 7J7,08g „ desgl. » J, 159 „ desgl. 7.297 w deggl. J, 302 „ deggl. 7,342 Deutsch⸗Kessel. „7,492 Ober- und Nieder- Kunern. 7,497 „ deggl. J, 848 „ Malmitz. J, 909 „ deggl. 7,931 „ desgl.
Sonntag den 2m April
Nr. S, Q25
entweder in Bresl in Berlin bei der und da
⸗ Jahr. 3 nl,, z e in allen Theilen der Monarchie ohne Preis⸗Erhöhung. Bei einzelnen Nummern wird der Bogen mit 27 Sgr. berechnet. *
8, 043 8, 108 8, 225 S, 256 8, 338 8, 375 S, 408 8, 4165 8, 476 8, 491 S, 577 8, 704 8, 750
, 8,77
10, 407
10, 445 10,467 10,469 10,478 17,075 17, 094 , . 17276 17,245 17,277 17,501 17,506 17553 6597 17,553 17,6556 61,022 61, 275 61,471 61, 472 61, 500 61,595 61, 678 61, 811 61, 954 62, 136
10, 504 10, 645 10,783 10,872 11,203 11,336 11,337 11,396 11,465 11,794 11,805 79,040
20, So 20, 826 20, 884 20,998 21,062 21,096 21,186 21, 206 21, 243 21,265 21,315 21,378 21,562 21,809 21 911 21,977 21,982 22, 283 22, 403 22, 594 22,6540 22, 669 22,793
—— ,
23,626
S2, 058 82, 160
Diese Pfandbriefe
dem Bemerken gekündig selben gegen Aus
Die Inhaber derselben der Empfangnahme des Ka 10 über die Zinsen vom 1.
stalten des In⸗ und hmen Bestellung auf dieses Blatt an, für Berlin die Expedition der Allgem. Preuß.
Alle Post⸗An Auslandes ne
Behren⸗Straße nr. 57.
JInsertions⸗-⸗Gebühr für den einer Zeile des Allg. Anzeigers 2 Sgr.
1848.
auf Groß⸗Deutschen.
Noschentin und Tworog. Radoschau. Bärschdorf.
Baumgarten.
Niewodnigk.
Czeppelwitz. Comprachtzitz. Siemianowitz, Radzionkau, Lassowitz und
Fzrischkowitz.
Gaschowitz.
Dambrau und Sokollnick. Polnisch⸗Leipe. Raudnitz und Raschdorf.
2 50 Nthlr. auf Branitz. Ober und Nieder⸗Lubie.
Deutsch-Krawarn und Kauthen. Bojadel und Kern.
Wald vorwerk. Deutsch⸗Kessel. Comprachtzitz.
auf Dombrowka.
Ober⸗ Mittel⸗ und Nieder⸗Flämischdorf. Deutsch⸗-Krawarn und Kauthen.
Tschistey und Beltsch. Ober⸗, Mittel⸗ und Nieder⸗Brune.
Bojadel und Kern. Wald vorwerk.
Dober und Pause. Koschentin und Tworog.
Siemianowitz, Radzionkau, Lassowitz und
Jacobsdorf.
werden daher hierdurch ihren Inhabern mit t, daß die Rückzahlung des Nennwerthes der⸗ Pfandbriefe
vom 1. Juli 1848 ab au bei dem Handlungshause Ruffer u. Comp. oder Königlichen Haupt- Seehandlungs - Kasse erfolgen 59 der alleg. Verordnung
lieferung der
ß mit diesem Tage nach S. e Verzinsung der gezogenen Pfandbriefe B. aufhört.
haben daher bei der Präsentation behufs pitals die Coupons Ser. III. Nr. 6 bis Juli 1848 biü Ende Dezember 1850